Gründer der Woche: ENUVERA - Wasser ist nicht gleich Wasser

Gründer der Woche 50/17


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ENUVERA will unser Leitungswasser zum Gesundbrunnen machen. Wie das funktioniert und was hinter der Idee und dem Konzept steht, erfahren wir im Interview mit dem ENUVERA-Geschäftsführer Winfried G. Frohs.

Herr Frohs, ist unser Leitungswasser so schlecht, dass wir es aufbereiten müssen?

Beim Leitungswasser wird meistens nur der chemische Aspekt betrachtet. Von diesem Standpunkt ist das Wasser auch meistens in Ordnung. Leider wird die Struktur, d.h. die physikalische Qualität, nicht berücksichtigt. Diese Qualität ist jedoch entscheidend dafür, ob das Wasser einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit hat oder genau das Gegenteil bewirkt und unserem Körper schadet. Physikalisch perfekt strukturiertes Wasser verfügt über mehr Stabilität und ist somit wesentlich resistenter, z.B. bei Viren und Bakterien.

Was bedeutet „Strukturiertes Wasser“?

Ein anderer Ausdruck für Struktur ist Ordnung. Wenn Wasser strukturiert ist bedeutet dies, dass es eine ganz bestimmte physikalische Form – Ordnung annimmt. Damit ist die Art und Weise gemeint, wie sich die Wassermoleküle anordnen. Diese Ordnung entspricht genau dem, was die Natur als perfekt erachtet und ist somit optimal für die Bildung und Erhaltung des Lebens geeignet.

Nur gesundes, perfekt strukturiertes (= geordnetes) Wasser bildet schöne, sechseckige kristalline Formen. Von allen Eigenschaften des Wassers ist seine hexagonale (sechseckige) Struktur die Wichtigste.  
Strukturiertes Wasser hat zahlreiche positive Effekte auf unseren Körper und unser Wohlbefinden. Hier nur einige Beispiele:

  • Der Sauerstoffgehalt wird beträchtlich gesteigert, dadurch erhalten die Zellen wesentlich mehr Sauerstoff und können besser Energie produzieren.
  • Durch die niedrigere Oberflächenspannung von strukturiertem Wasser werden die Stoffwechselprozesse begünstigt und die Nährstoff gelangen besser in die Zelle.
  • Stoffe, wie z.b. Mineralien, die der Körper für seine Gesundheit und ergo optimale Funktion benötigt, werden optimal von den Zellen aufgenommen und gespeichert.
  • Stoffe, die im Wasser enthalten sind und die der Körper nicht braucht, werden auf direktem Weg wieder ausgeschieden und somit nicht im Gewebe eingelagert.
  • Der Körper entgiftet mit diesem Wasser auf die natürlichste und effektivste Weise.
  • Der Kalk im Wasser wird hexagonal geordnet und damit zu nützlichen und wertvollen Mineralstoffen, die wichtig für den Körper sind = der Kalk wird zum Freund.
  • Es hat das Potenzial, den Alterungsprozess der Zellen zu verlangsamen, weil es durch seine feine kristalline Struktur maximale Zellgängigkeit hat. Das bedeutet, das Wasser transportiert die größtmögliche Menge an Nährstoffen in die Zelle hinein und Abfallstoffe aus der Zelle und aus dem Körper heraus.
  • Verbessert die Vitalität und das Wohlbefinden.
  • Spielt eine essentielle Rolle bei der Vorbeugung von Krankheiten.
  • Ein weiterer Effekt ist eine frische und straffe Haut, da sie mit mehr Sauerstoff versorgt wird und somit der Hautstoffwechsel angekurbelt wird. Das bedeutet, dass sich die Hautzellen optimal erneuern.
  • Seidig weiches Gefühl beim Duschen und Baden auf der Haut u.v.m.

„Lebendiges bzw. strukturiertes Wasser“ – das klingt schon recht nach Esoterik - gibt es hier auch wissenschaftlich überprüfbare bzw. dokumentierte Erkenntnisse?

ENUVERA ist umfangreich getestet und technisch wie auch wissenschaftlich belegt. Es hat ideale biologische Wertigkeit. Dies wurde eingehend von unabhängigen Instituten nachgeprüft und bestätigt. Durch unser weltweit einmaliges Naturverfahren erhält herkömmliches Wasser exakt die Qualität von Zellwasser. Genau diese Form von Wasser braucht jeder lebende Organismus für Wachstum, Entwicklung und Gesundheit!


Und warum gleich das Wasser im ganzen Haushalt verändern? Genügt nicht ein klassischer Wasserfilter oder -aufbereiter, um besseres Wasser zu haben?

Das Wasser nur zu filtern genügt nicht. Durch die Strukturierung mit dem ENUVERA Energetiker werden die bakteriologischen Parameter optimiert und damit Gefahren, die von Bakterien und Viren im Wasser ausgehen, vermindert. Dies ist z.B. essentiell wichtig beim Duschen.

Alle technischen Installationen im Haushalt haben eine längere Lebensdauer, da sich der Kalk nicht mehr ablagert und weniger Korrosion entsteht. Darüber hinaus findet im Heizsystem eine bessere Wärmeübertragung statt und es entsteht ein angenehmeres Wärmegefühl. Der Energieverbrauch wird um ca. 20 Prozent reduziert.  Durch die Nichtanhaftung von Kalk werden die Kalkflecken bei Duschen und Armaturen erheblich reduziert.

Die Pflanzen im Haus und Garten zeigen ein stabileres Wachstum bei geringerer Wasserzufuhr.

Was sind demnach die Anwendungsbereiche?

Die Anwendungsbereiche sind sehr vielfältig. Angefangen bei privaten Haushalten bis zu großen Wohnanlagen, in Betrieben, Krankenhäusern und Gesundheits- wie auch Therapieeinrichtungen, der Energetiker kann überall eingesetzt werden und ist von dauerhaft unschätzbarem Wert.

Gerade für Hotels mit Wellness ist das strukturierte Wasser ein großer Mehrwert für die Gäste. Auch in der Küche bei der Speisenzubereitung bringt dieses Wasser enorme qualitative Vorteile.

In der Landwirtschaft kann bei Tieren der Antibiotikaeinsatz optimiert werden, da die Tiere durch das ENUVERA Wasser resistenter werden und gesünder bleiben. Das Zellsystem wird gestärkt und die Tiere sind weniger anfällig für Krankheiten. Außerdem riecht die Gülle nicht mehr so stark.

Auch in der Lebensmittelindustrie ist strukturiertes Wasser von enormer Wichtigkeit. Das zeigt sich bei der Verarbeitung von Lebensmitteln. Es verringert z.b. bei der Fleischverarbeitung den Fäulniszustand und erhöht die Haltbarkeit der Wurstwaren, da das ENUVERA Wasser für Viren und Bakterien viel weniger anfällig ist. Durch die perfekt optimierte Struktur enthält das Wasser mehr Sauerstoff und darüber hinaus auch mehr Reinigungskraft.

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Ein großes Anliegen sind uns private Haushalte, sprich Menschen wie Sie und Ich. Hier steht der gesundheitliche Aspekt ganz klar im Fokus, da dieses Wasser eine wirklich tiefgreifende, positive Wirkung auf unseren Körper hat, mehr, als sich die meisten vorstellen können.

Dennoch lassen wir auch alle anderen Zielgruppen nicht außer Acht. Egal ob in Industrie, Krankenhäusern, Landwirtschaft, Hotels, Fischzuchtbetrieben, Bäckereien und Metzgereien, überall wo Wasser in irgendeiner Art zum Einsatz kommt, ist das ENUVERA Wasser mit seinen besonderen Eigenschaften ein großer Gewinn.

Wie unterscheiden Sie sich mit Ihrer Technologie vom Wettbewerb, z.B. von Grander, dem sog. belebten Wasser?

Andere Aufbereitungsverfahren sind energetisch informierend, d.h. das Wasser wird mit Hilfe von Energie umgeformt. Durch Energie entsteht eine starre Form und damit Unbeweglichkeit. Dies bedeutet, dass das Wasser nicht mehr so anpassungsfähig ist.

Das Alleinstellungsmerkmal des ENUVERA Wassers ist, dass es niedrigenergetisch ist, d.h. es befindet sich in seinem idealen Ausgleichszustand. Es hat maximale Bewegungs- und Formbildungsmöglichkeiten. Was bedeutet dies nun für den Menschen?

Bei Wasser, das durch ein energetisches Verfahren strukturiert wurde, muss die lebende Zelle Energie aufwenden, um die starre Form des Wassers so zu verändern, dass es seinen beweglichen Zustand zurückerhält.

Der ENUVERA Energetiker wandelt das Wasser so um, dass es die optimale und natürlichste Form erhält und die Zellen sofort damit arbeiten können, ohne zusätzlichen Energieaufwand. Das Wasser hat somit beste biologische Verfügbarkeit und optimale Wertigkeit.  Es erhält perfekte physikalische und technische Eigenschaften – ideal für alles organische Leben.
Denn die Natur strebt immer nach idealem Ausgleich, niedrigenergetischem (= stabilem) Zustand und maximaler Flexibilität.

Was kostet mich der Einbau und wie lange kann ich dann das umgewandelte Wasser nutzen?

Die Einbaukosten sind abhängig von der Installationssituation vor Ort. Der ENUVERA Wasserenergetiker ist für einfache und schnelle Montage konzipiert. Er ist absolut wartungsfrei, verschleißfrei und hat eine jahrzehntelange Lebensdauer.

Was sind Ihre unternehmerischen Pläne?

Wir freuen uns auf Partner, die Marketing und Vertrieb mit uns gemeinsam ausbauen und optimieren, um weiter zu wachsen und dieses einzigartige Wasser unter die Menschen zu bringen.

Und zu guter Letzt: Was raten Sie anderen Gründern aus eigener Erfahrung?

Unser Motto lautet: Nie aufgeben und immer nach Wegen suchen, die das scheinbar Unmögliche möglich machen! Schaffen Sie mit ehrlichen und wirkungsvollen Produkten oder Dienstleistungen einen echten Mehrwert für Ihre Mitmenschen. Seien Sie stets authentisch und wertschätzend für Ihr Umfeld!

Hier geht's zu ENUVERA


Das Interview führte Hans Luthardt

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Seit August 2023 produziert die Papair GmbH PapairWrap, die Luftpolsterfolie aus Papier, am eigenen Standort in Rethem an der Aller / Niedersachsen. Für die Herstellung wurde eine eigene Technologie und eine Produktionsanlage entwickelt. Das innovative Verpackungsmaterial wird aktuell auf einer Pilotanlage produziert. Um den nächsten Schritt in der Skalierung zu machen und die Produktionskapazitäten zu erhöhen, sind weitere Investitionen insbesondere in Maschinen und Anlagen erforderlich.

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samplistick: Beauty-Start-up sammelt sechsstellige Finanzierungssumme

Das von Daniela Mündler in Düsseldorf gegründete Beauty-Start-up samplistick bietet eine nachhaltige und digitale Lösung für konventionelle Kosmetikproben. Die Vorserie ist bereits ausverkauft, 2024 startet die Serienproduktion.

Kräftige Finanzspritze für das Düsseldorfer Beauty-Start-up samplistick: Mit rund 600.000 Euro geht Gründerin Daniela Mündler erfolgreich aus der Pre-Seed Runde hervor. Mit ihrem zum Patent angemeldeten Konzept konnte sie sowohl Händler*innen als auch Investor*innen begeistern. Ihre Idee ist so einfach wie überzeugend: Statt teurer und umweltbelastender Einwegproben erhalten Kund*innen einen Stick aus 100 Prozent recyceltem Kunststoff, der für sie im Fachhandel individuell mit ihrer Wunschprobe befüllt wird. Über Marke, Inhaltsstoffe und Co. informiert die samplistick-Consumer-App.

Das Potenzial: Jährlich könnten über 120 Milliarden „Pröbchen“ durch nachhaltige, recycelte Verpackungen ersetzt, Plastikmüll reduziert, individuelle Kund*innenwünsche erfüllt und hohe Investitionen auf Unternehmensseite eingespart werden.

Die samplistick-Gründerin und CEO Daniela Mündler kennt die Herausforderungen des Beauty Shoppings aus erster Hand: Sie bringt langjährige Erfahrung bei namhaften Beauty-Unternehmen wie L'Oréal und Douglas sowie als ehemalige Geschäftsführerin bei LVMH mit. Im Beauty-Markt konnte sie bereits das KaDeWe Berlin und die Parfümerieketten UNIQUE by baslerbeauty und MONPIERRE als Kunden und Kooperationspartner gewinnen. Außerdem beliefert samplistick seit April 24 die beiden NIVEA-Häuser (NIVEA-Flagship Stores) in Hamburg und Berlin, in denen den Kund*innen mit samplistick das volle Sortiment an NIVEA-Produkten zum Testen zur Verfügung steht.

Renommierte Business-Angels unterstützen die mehrfach prämierte Idee

An der erfolgreichen Pre-Seed Runde beteiligten sich sechs Business Angels mit insgesamt rd. einem Drittel der Finanzierungssumme: Dr. Bibi Hahn, Co-CEO bei Kienbaum, Kerstin Lehmann, Strategieberaterin und Senior Advisor bei EY-Parthenon, Susanne Fichtner-Feigl, CFO-as-a-Service, M&A Beratung bei ff2-consulting GmbH, Dr. Natalie Daghles, Partnerin und Co-Head M&A bei Noerr, Andreas Resch, Banker aus Frankfurt und Ulrike Spang-Lessow, CEO/Executive Consultant bei Futureproof Retail.

Samplistick wurde in das renommierte Förderprogramm Green Start-up der Deutschen Bundesstiftung Umwelt aufgenommen, das derzeit weniger als 10 Prozent der Bewerbungen bewilligt. Darüber hinaus konnte Daniela Mündler die Unterstützung mehrerer Banken gewinnen, darunter die NRW.BANK, die das Start-up mit dem Förderprogramm NRW.SeedCon unterstützt.

Dr. Claas Heise, Abteilungsleiter Venture und Seed Capital in der NRW.BANK, betont: „Wir brauchen in NRW mehr Gründerinnen und Gründer, die mit ihren Geschäftsideen dafür sorgen, dass wir in den Transformationsthemen vorankommen. Deshalb unterstützen wir auch samplistick gerne mit unseren Fremd- und Eigenkapitallösungen und begleiten das Team auf dem Weg, die Beauty-Branche nachhaltiger zu gestalten.“

Serienproduktion steht in den Startlöchern

Die Startbedingungen waren für die Gründerin herausfordernd: Der Konsumgütermarkt steht unter Druck und weibliche Alleingründerinnen machen mit 13 Prozent nur einen Bruchteil der Gründungen in der Start-up-Szene aus (Quelle: Female Founders Monitor 2022). Doch Mündler ist zuversichtlich, dass sich ihre Idee durchsetzt: samplistick ermöglicht Kund*innen verantwortungsbewussten, individuellen Konsum, Beauty-Hersteller*innen Kontakt zu interessierten Kund*innen sowie Einsparpotenziale und Händler*innen eine innovative und differenzierende Dienstleistung. Die Vorserie von 11.000 Exemplaren ist deutschlandweit bereits ausverkauft, noch in diesem Jahr geht das Start-up in die Serienproduktion in Deutschland.

Daniela Mündler zeigt sich angesichts dieser Entwicklungen erfreut: „Die erfolgreiche Pre-Seed-Finanzierungsrunde zeigt, dass die Idee der nachhaltigen Beauty-Wunschprobe trägt. Ich freue mich sehr, dass wir den Grundstein für einen erfolgreichen Marken- und Vertriebsaufbau gelegt haben und nun in die Serienproduktion gehen können – für eine persönlichere und nachhaltigere Beauty-Welt.“

GameChanger des Monats: Judes Family – die einfachste Stoffwindel der Welt

Im Durchschnitt fällt pro Kind in der Wickelzeit eine Tonne Restmüll an. Weil herkömmliche Windeln aus Verbundstoffen bestehen, sind sie nicht recycelbar. Bei der Entsorgung werden die Windeln verbrannt, die Reste als Sondermüll gelagert. Nele Schellschmidt und Leon von Klitzing haben eine Lösung für dieses Problem erarbeitet – und 2020 in München Judes Family gegründet. Mehr dazu im Interview mit Nele und Leon.

Wann und wie seid ihr auf die Idee zu Judes Family gekommen? Und was treibt euch als Unternehmer*innen im Sinne eines GameChangers an?
Leon:
Kurz nach der Geburt unseres Sohnes haben wir herausgefunden, was nach der Benutzung mit Einwegwindeln passiert – dass sie schädlich für die Umwelt sind und Plastik auf der Haut der Babys auch nicht gesund ist. Deshalb haben wir begonnen, Stoffwindeln zu verwenden, aber die gängigen Marken haben für uns nicht funktioniert. Die Windeln waren kompliziert in der Anwendung, haben oft nicht dicht gehalten und waren auch nicht besonders stilvoll – deshalb haben wir 2020 entschieden, die perfekten Stoffwindeln selbst zu entwickeln.

Was genau ist das Problem der klassischen Einwegwindeln?
Nele:
Windeln bestehen aus einer Mischung aus meist erdölbasiertem Plastik, chemischen Superabsorbern und weiteren Stoffen – und sind deshalb nicht recycelbar. Bei der Entsorgung werden die Windeln verbrannt, wobei immer Reste übrig bleiben, die als Sondermüll in Endlager gebracht werden. Dabei entstehen zum einen Risiken für die Umwelt, denn einen langfristigen Plan, wie dieser Sondermüll sicher verwahrt werden kann, gibt es nicht. Zum anderen entstehen Kosten für die Gesellschaft. Da Einwegwindeln etwa 10 Prozent des Restmülls in Deutschland ausmachen, sind sie ein relevanter Kostenfaktor in der Entsorgung.

Ihr setzt der Wegwerfwindel die Stoffwindel entgegen? Die Vorteile für die Umwelt liegen auf der Hand. Wie habt ihr es geschafft, die zumeist als wenig alltagstauglich oder altmodisch angesehene Stoffwindel modern und beliebt zu machen?
Leon:
Vor der Geburt unseres Sohnes hatten wir auch verschiedene Vorurteile: Ist das nicht unhygienisch? Halten die dicht? Ist es nicht unheimlich aufwendig? Wir haben auch unterschiedliche Stoffwindelangebote getestet, sie waren in der Handhabung jedoch viel zu kompliziert. Deshalb haben wir entschieden, eine eigene Stoffwindel für moderne Eltern zu entwickeln: simpel in der Anwendung und gleichzeitig stylisch. Unser Ziel war es, die einfachste Stoffwindel der Welt zu erschaffen – für Judes soll niemand eine Anleitung benötigen, es funktioniert ganz intuitiv. Die Handhabung ist genau wie bei einer Wegwerfwindel, es muss nichts gefaltet oder geknöpft werden. Mittlerweile wickeln über 20.000 Eltern mit Judes und seit 2021 sind wir die meist empfohlene Stoffwindel in Deutschland und Österreich.

Euer Produkt ist ja nicht die einzige Stoffwindel am Markt? Wie unterscheidet ihr euch mit Judes Family von anderen Anbietenden?
Nele:
Wir haben uns sehr viele Stoffwindeln verschiedener internationaler Marken angeschaut, sie analysiert und ihre jeweiligen besten Funktionen herausgearbeitet. Unsere Windeln bestehen aus einem fein aufeinander abgestimmten System, das sich optimal ergänzt: Es gibt eine wasserdichte Überhose und eine Innenwindel aus Bio-Baumwolle, die mit einem Klettverschluss geschlossen werden – ähnlich wie auch bei Einwegwindeln. In die Innenwindel wird zusätzlich ein Poo Paper eingelegt, das den Stuhlgang auffängt und nach Benutzung in den Restmüll kommt. Für die Innenwindel haben wir einen eigenen Stoff entwickeln lassen, der aus mehreren Lagen besteht, sehr saugfähig ist und bis zu 12 Stunden dicht hält. Die Innenwindel kann einfach bei 60 Grad gewaschen werden, die Überhose wird gelüftet und kann bei Bedarf auch in die Waschmaschine.

a2zebra: Berliner EdTech-Start-up schließt Finanzierungsrunde ab

a2zebra ist Anbieter des KI-Lernspielzeugs für Kids TukToro. Investoren sind u.a. die Tonies-Gründer, erfolgreiche KI-Gründer und die Investorengruppe SB21. Die Höhe der Finanzierung wird nicht kommuniziert, die nächste Finanzierungsrunde im siebenstelligen Bereich soll bereits in Planung sein.

Mit TukToro lernen Kinder ab vier Jahren auf unterhaltsame Weise und spielerisch Mathematik. Zusätzlich werden grundlegende Medienkompetenzen vermittelt. Die Spielfigur lässt sich mühelos mit Smartphones oder Tablets verbinden. In der dazugehörigen App (iOS, Android) können Kinder aus verschiedenen Rechenspielen wählen, die speziell auf das Vor- und Grundschulalter zugeschnitten sind. Das Kind schüttelt die Figur, die Würfel enthält. Die Würfelergebnisse werden durch Sensoren erkannt und in das ausgewählte Spiel auf dem Endgerät eingebunden. Auch KI-gesteuerte Lerngeschichten kommen zum Einsatz. TukToro ist mit LEDs ausgestattet, um Kindern direktes Feedback zu ermöglichen. Die KI schlägt je nach Lernverhalten und -geschwindigkeit Schwierigkeitsstufen und Spiele vor.

Sebastian Heide-Meyer zu Erpen, CTO bei Tonies und Berater sowie Investor bei TukToro: „Bei Tonies haben wir begonnen, das Potenzial von KI-Storytelling zu erforschen, um die Vorstellungskraft der Kinder zu fördern. Unser Ziel ist es, Kindern einen verantwortungsvollen und kindgerechten Zugang zur Technologie zu ermöglichen. Diese Mission teilen wir mit a2zebra, und ich freue mich darauf, das Team mit meinem Wissen zu unterstützen.“

Das KI-Lernspielzeug TukToro ist das erste Produkt der a2zebra GmbH. Die Produktion der ersten 5.000 TukToros ist angelaufen und vorbestellbar für 79 Euro. Die dazugehörige App befindet sich in stetiger Weiterentwicklung und wird ausgiebig erprobt in Berliner Grundschulen, in Kinderzimmern und bei Lerninstituten, wie dem Zentrum für Therapie der Rechenschwäche in Pankow. Eltern und Pädagogen können bald in der App Analysefunktionen abrufen, die den Lernprozess aufzeigen und weitere Schritte empfehlen.

„Durch die Kombination aus haptischen Erfahrungen mit der TukToro-Figur und den digitalen Interaktionen am Endgerät werden verschiedene Sinne der Kinder angesprochen und der Lernfortschritt sowie die Lernmotivation erhöht“, erklärt Elisha Benner, Mitgründer und CEO von TukToro. „Genauso wichtig ist es uns, Kindern individuelles und direktes Feedback zu geben. Ein wesentlicher Unterschied zu den in Schulen üblichen Lehrmethoden.“

Start-up met[ads] launcht erste Übereck-Screens in Deutschland

Das Düsseldorfer Start-up met[ads] ermöglicht jetzt auch in Deutschland das Ausspielen von mehrdimensionalen 3D-DOOH Kampagnen, die keine räumlichen Begrenzungen kennen und unbegrenzte kreative Möglichkeiten zur Gestaltung von Kampagnen bieten.

met[ads], das Start-up für kreative 3D Werbung, gibt den Launch des ersten Übereck-Screens in Deutschland bekannt. Am Berliner Alexanderplatz stellen die mit dem internationalen Award for Innovation in Media ausgezeichneten Spezialist*innen mit dem Vision One Übereck-Screen eine einmalige Werbemöglichkeit für nationale und internationale Marken bereit.

Der Vision One Berlin besteht aus zwei Screens, die jeweils über eine Fläche von 44 Quadratmetern verfügen. Die Screens sind übereck angeordnet, um so die besonders werbewirksame Ausspielung von 3D-DOOH Kampagnen zu ermöglichen. Täglich erreicht der Vision One im Durchschnitt 360.000 Menschen, wodurch monatlich 10 Millionen Impressions erreicht werden. Der Launch des Vision One startet mit der aktuellen 3D-DOOH Kampagne der internationalen Kosmetikkette Sephora.

Ein Screen – unendliche Möglichkeiten

3D-DOOH-Creatives galten im vergangenen Jahr als noch als die Innovation im DOOH-Bereich, zumindest innerhalb des deutschsprachigen Raums. In Großstädten wie New York, London oder Shanghai sind 3D-DOOH Creatives schon seit längerem Teil der kreativen Außenwerbung. Dort wird 3D-DOOH für groß-angelegte Kampagnen, wie beispielsweise die Auftaktfeier zum Jahr des chinesischen Drachen, mehrdimensional in Szene setzt.

met[ads] will die Erlebniswelt des 3D-DOOH auch hierzulande etablieren. Durch den Einsatz des Vision One Übereck Screens können jetzt auch in Deutschland mehrdimensionale 3D-DOOH Kampagnen ausgespielt werden, die keine räumlichen Begrenzungen kennen und unbegrenzte kreative Möglichkeiten zur Gestaltung nationaler und internationaler Kampagnen bieten. Durch 3D-DOOH-Kampagnen auf dem Vision One Übereck Screen kann die Awareness – und Aufmerksamkeitsspanne der Zuschauer*innen um das Dreifache gesteigert werden.

„Wir haben gesehen, welche Möglichkeiten 3D-DOOH allein in der Kreation bietet. Deshalb haben wir einen Schritt weitergedacht und uns vorgestellt, welches Potenzial ein mehrdimensionaler Screen bieten würde. So entstand der Vision One Übereck Screen. Als Experten für 3D Creatives können wir unseren Kunden heute Kreation und Inventar aus einer Hand liefern. Dafür brauchen wir von unseren Kund*innen nur 2D Assets, um die Umsetzung in 3D kümmern wir uns. Darüber hinaus sind wir in der Lage mittels Geoverhaltensdaten von Smartphones, Perspektive, Schatten und Licht so anzupassen, dass der optimale 3D Effekt erzielt wird. Der Screen ist von 3D Spezialisten für 3D Advertiser gebaut. Mit nur einem Ziel: maximale Aufmerksamkeit gewinnen“, erklärt Lukas Flöer, Gründer und Geschäftsführer von met[ads].

Technische Kapazitäten: Vision One Übereck Screen

Mit den beiden Screens von jeweils 44 Quadratmetern, die übereck an einer Häuserwand angeordnet sind, werden durchschnittlich 360.000 Menschen täglich erreicht und monatlich 10 Millionen Impressions erzielt. Die Operating Time liegt zwischen 8 und 22 Uhr und ermöglicht 540 Playouts pro Tag. Die Aussteuerung erfolgt je nach Standort und Perspektive der Beobachter:innen über Life-POV-Tracking und nutzt die Kombination von Schatten, Perspektive und Licht für die optimalen Effekte der 3D-DOOH Creatives.

Björn Überschär, General Manager von Sephora ergänzt: „Werbung muss nicht nur neu gedacht, sondern auch neu gemacht werden, um Impact zu erzeugen. Der kreative Ansatz von met[ads] hat mich deshalb überzeugt, weil 3D Animationen kombiniert mit dem Medium DOOH ein perfektes Match ergeben. Die Experten von met[ads] verstehen genau, wie mit Daten und Kreativität Erlebnisse geschaffen werden, die auch in sehr belebten Fußgängerzonen Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Für unsere aktuelle Sephora-Kampagne mit Selena Gomez als Testimonial sind die 3D Creatives auf dem Übereck Screen Vision One am Alexanderplatz in Berlin die ideale Basis, um Awareness zu schaffen und die Zielgruppen zu überraschen."

Investor Days Thüringen (IDT) 2024: Beat the Innovation

Wie innovative Start-ups in Thüringen am 5. und 6. Juni 2024 auf den Investor Days Thüringen (IDT) in Erfurt die große Chance auf Investments bekommen.

Thüringen ist ein kleines Bundesland. Die knapp zwei Millionen Einwohner*innen leben meist auf dem Land, es gibt viel Wald, Hügel und auch sonst ist es dort ganz schön. Innovation ist nicht der erste Gedanke, den man mit dem flächenmäßig 11-kleinsten Land in Deutschland verbindet. Ein genauerer Blick verrät aber: Thüringen muss sich nicht verstecken. Allein 92 Hidden Champions, Weltmarkt- und Technologieführer in ihrem Bereich, kommen aus Thüringen. Von Optik bis Automotiv, von Medizintechnik bis Maschinen- und Anlagenbau, in der Mitte Deutschlands hat sich längst ein spannendes Ökosystem für innovative Ideen gebildet. Nicht umsonst belegt das Land im Vergleich inzwischen Platz 1 bei der Gründung innovativer Start-ups in Deutschland. Ein Wert, der sich durchaus sehen lässt, gibt es doch nur ein wirkliches Technologiezentrum für Optik und Photonics in Jena.

in|stead – ein Jenaer Start-up kurz vor dem Durchbruch

Thomas, Marcus und Patrick kommen aus Jena. Dort haben sie zusammen studiert, geforscht und in den vergangenen Jahren an einer Weltneuheit gearbeitet, die gar nichts mit Linsen, Glas oder Informationsspeicherung zu tun hat. Die Idee ist einfach. „Wir wollen auf Kunststoffe verzichten und sie durch Naturstoffe ersetzen“, sagt Patrick Bräutigam, einer der Gründer des Start-ups in|stead. Ganz so einfach ist der Weg aber nicht gewesen. Jahrelange Forschung, Geduld und Vorbereitung waren notwendig, dass in|stead im Frühjahr 2024 bereit für ein Investment ist und sich vom Forschungsprojekt zu einem Unternehmen entwickeln konnte. Eine Oberfläche aus Naturmaterialien zu schaffen, die ähnliche Eigenschaften wie Kunststoff hat, also z.B. wasserabweisend ist, bietet dabei riesiges Potenzial, dass in|stead zunächst in der Textilwirtschaft sieht. Nun steht das junge Start-up womöglich vor dem Durchbruch.

Sichtbarkeit stärken und Investor*innen auf sich aufmerksam machen

Auf den Investor Days Thüringen (IDT), dem größten Event für Start-ups in der Mitte Deutschlands, dürfen die drei Gründer ihre Idee auf der Pitch Bühne präsentieren. Die Gäste: Investor*innen aus dem ganzen Land, die angereist sind, um zu sehen, wie sich die Gründerinnen und Gründer schlagen und ob spannende Projekte für Investments in Frage kommen.

Die 180-Sekunden-Präsentationen wollen gut vorbereitet sein. Keine Hilfsmittel, nur die Bühne und eine Leinwand stehen zur Verfügung. „Uns geht es darum, die tollen Start-ups aus Thüringen und ganz Deutschland auf der Bühne sichtbar zu machen und Interesse bei Investor*innen zu wecken. Im Anschluss an die Pitches können sich Kapitalgeber*innen und Start-up-Teams dann direkt austauschen und zusammen technische Details oder Marktchancen diskutieren“, sagt Olga Röder, Projektleiterin bei den Investor Days Thüringen, die von Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung und der bm-t beteilingsmanagement GmbH seit fast einem Jahrzehnt Gäste aus Deutschland und der ganzen Welt ins beschauliche Thüringen locken.

Protembis: MedTech-Start-up sichert sich 30 Mio. Euro in Series-B-Finanzierung

Das von Karl von Mangoldt und Conrad Rasmus gegründete Start-up Protembis hat sich zum Ziel gesetzt, eine einfache und zuverlässige Lösung zum Schutz von Patient*innen vor Hirnverletzungen bei linksseitigen Herzeingriffen anzubieten. Dazu entwickelt das Start-up das ProtEmbo® Cerebral Protection System, welches sich derzeit in der klinischen Erprobung befindet.

Die Protembis GmbH, ein Aachener Start-up für kardiovaskuläre Medizinprodukte, erhält in einer Series-B-Finanzierungsrunde Kapital in Höhe von 30 Millionen Euro. Das MedTech wird die Mittel nutzen, um die Aufnahme der Studie PROTEMBO Investigational Device Exemption (IDE) Pivotal Trial (NCT05873816) voranzutreiben.

Die Finanzierungsrunde wurde in zwei separate Kapitalerhöhungen aufgeteilt, die nun beide abgeschlossen wurden. Ein europäisches Konsortium von VC-Investoren führte die Investition an, darunter Segulah Medical Acceleration aus Schweden, XGEN Venture aus Italien und der TechVision Fonds aus Deutschland. Weitere Investoren sind Coparion, mehrere große Family Offices, Angel-Investoren und ein multinationaler Medizintechnikkonzern.

„Wir freuen uns, den Abschluss der Finanzierungsrunde bekannt geben zu können und danken unseren bestehenden und neuen Investoren für ihr Vertrauen", so Karl von Mangoldt und Conrad Rasmus, Co-CEOs von Protembis. „Es spiegelt die Tatsache wider, dass das Feld des zerebralen Embolie-Schutzes floriert und dass das künftige Wachstum von jüngeren und risikoärmeren Patienten angetrieben wird, die bei der Entscheidung für einen Transkatheter-Aortenklappenersatz kein Risiko auf Hirnverletzungen in Kauf nehmen.“

Darüber hinaus wurde Dr. Keith D. Dawkins, MD, in den Beirat von Protembis aufgenommen. Dawkins verfügt über mehr als 35 Jahre Erfahrung im kardiovaskulären Bereich. Er war über 20 Jahre lang als praktizierender Kardiologe in Großbritannien tätig, hat als Fulbright-Stipendiat an der Stanford University geforscht, war Präsident der British Cardiovascular Intervention Society und ist Autor von mehr als 750 akademischen Veröffentlichungen und Präsentationen. Dawkins ist seit 2019 Chief Medical Officer (CMO) von Shockwave. Zuvor war er seit 2008 in leitender Position als Global CMO bei Boston Scientific tätig. Darüber hinaus ist er Mitglied der Aufsichtsräte von Ventric Health LLC and JenaValve Technology Inc. und als Vorsitzender bei InnovHeart s.r.l. tätig. Dawkins wird sein Fachwissen in die klinischen Strategien von Protembis und die vorkommerziellen Programme einbringen, sobald die IDE-Studie abgeschlossen ist.

„Eine so visionäre Führungspersönlichkeit wie Dr. Dawkins in unserem Beirat zu haben, zeigt, welche Möglichkeiten der zerebrale Embolieschutz (CEP) für zukünftige Transkathetertherapien bietet. Wir freuen uns auf eine enge Zusammenarbeit, während sich das Feld weiterentwickelt und unsere Überlegenheitsstudie an Schwung gewinnt“, sagt Azin Parhizgar, PhD und Beiratsvorsitzende.

„Ich betone bereits seit vielen Jahren, wie notwendig es ist, das Gehirn vor neuen Läsionen während des Transkatheter-Aortenklappenersatzes (TAVR) zu schützen und freue mich daher sehr, zu Protembis zu stoßen“, sagt Dawkins. „Das ProtEmbo-System und das klinische Studiendesign sind innovativ und ich bin zuversichtlich, dass sie den Bereich des zerebralen Embolieschutzes in hohem Maße verändern und viele der aktuellen Probleme, die die Ärzteschaft beunruhigen, beseitigen oder abmildern werden.“

Die Zielgruppe im Fokus

Im Interview: Miruna Vasi, Social Media Manager und Content Creator im Münchner Technologie Zentrum (MTZ), über (Re-)Branding mithilfe einer maßgeschneiderten Social-Media-Strategie und zielgruppenorientiertes Community Management.

Was hat euch konkret dazu bewogen, das MTZ als Technologie-Campus für Start-ups medial neu zu positionieren?

Wir wollten als MTZ deutlich attraktiver für vielversprechende Tech-Start-ups im Großraum München werden. Grundsätzlich war die Bekanntheit im Münchner Ökosystem eher gering und dementsprechend war es das Ziel, unsere Reichweite zu steigern. Zudem haben wir unsere Social-Media-Aktivitäten dort positioniert, wo unsere Zielgruppen aktiv sind: z.B. LinkedIn. Die neue Positionierung ging auch mit der Zielsetzung einher, die Vernetzung innerhalb des lokalen Ökosystems wiederherzustellen.

Was waren die wichtigsten Maßnahmen?

Die strategischen Schritte orientierten sich an der Positionierung des MTZ als Zentrum für Tech-Start-ups, deren erste Gründungsphase gemeistert ist. Wir haben die Auswahl unserer Mieter stetig angepasst, somit deutlich mehr Vernetzung innerhalb des Hauses erreicht und Weiterempfehlungen steigern können. Als Nächstes haben wir unsere Marketingkanäle mit bereits erfolgreichen Geschäftsmodellen abgeglichen, und konnten so besser verstehen, welche Formen der Zielgruppenansprachen gut funktionieren. Eine Erkenntnis: Man muss nicht immer das Rad komplett neu erfinden. Weiterhin haben wir relevante Trends aufgenommen und diese an unsere Marke angepasst. Darüber hinaus haben wir die Ansprüche der GenZ bei der Organisation von Events mitberücksichtigt.

Welche Learnings hattet ihr während der Umsetzung der Strategie?

Trotz des unzweifelhaft wichtigen Ausbaus unserer Social­Media-Aktivität ist auch der persönliche Kontakt zu den Firmen enorm wichtig. Dies zeigt sich bei den vielen Empfehlungen von den hier ansässigen Start-ups. Wir haben auch festgestellt, dass die performantesten Inhalte diejenigen sind, die Menschen und deren Tätigkeiten vorstellen. Zum Beispiel: Mitarbeiter des Monats, Erfolge unserer Gründer oder Teamvorstellungen. Dabei spielen Emotionen eine große Rolle. Ein weiterer Lerneffekt war, dass Gründer und Teams ein entspannteres Umfeld wünschen, das weniger formell ist und Möglichkeiten zum Netzwerken bietet. Dementsprechend haben wir unsere neue MTZ-Lounge eröffnet, die spontane Meetings ermöglicht, und einen internen Slack-Channel reaktiviert.

Wo steht ihr jetzt und wohin soll die Reise gehen?

Aktuell befinden wir uns in einem Veränderungsprozess hinsichtlich der Mieterstruktur. Wir haben letztes Jahr über 25 neue Start-ups hinzugewonnen und verzeichnen wöchentlich neue Anfragen. Das zeigt, dass unsere Maßnahmen Resonanz erzeugen und wir ein bekannter und gut vernetzter Partner im Münchner Ökosystem geworden sind. Als mittelfristiges Ziel möchten wir das MTZ als starken regionalen Player im Süden Deutschlands positionieren, langfristig auch international. Besonders in meiner Rolle als Social Media- und Community Manager versuche ich, die Marke mit viel Kreativität weiterzuentwickeln und passende Partnerschaften zu etablieren.

Was können sich Start-ups vom Beispiel des MTZ fürs eigene Branding bzw. Community Management abschauen?

Ich denke, das Wichtigste ist, sich stringent auf die Kundengruppe zu fokussieren und Beiträge zu kreieren, die Emotionen auslösen. Zudem machen die richtigen Kanäle einen großen Unterschied in der Reichweite des Contents. Zusätzlich sollten Start-ups von Anfang an nicht zu wenig in Marketing und Branding investieren. Aber ich empfehle auch, sich andere bzw. ähnliche und erfolgreiche Unternehmen oder Modelle anzusehen und deren erfolgreiches Vorgehen zu adaptieren.

Danke, Miruna, für deine spannenden Insights, und weiterhin viel Erfolg und Spaß beim Community Building.

DCUBED: Münchner NewSpace-Start-up auf dem Weg ins All

Das 2019 von Dr. Thomas Sinn gegründete Münchner NewSpace-Start-up DCUBED kündet die erste In-Orbit-Demonstration seines im All hergestellten Solarmoduls an. Das Projekt wird vom ScaleUp INVEST-Programm der ESA unterstützt und soll im Februar 2025 an Bord der SpaceX Falcon 9-Rakete starten.

DCUBED, der 2019 von Dr. Thomas Sinn gegründete deutsche Hersteller von NewSpace-Hardware, ist Vorreiter im Bereich der Weltraumfertigung und entwickelt Technologien zur Herstellung großer Strukturen direkt im Weltraum. Mit patentierter Formgedächtnis-Technik und eigens entwickelten Origami-Strukturen weißen die Produkte des Start-ups eine erhöhte Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Wiederverwendbarkeit auf. Mit einem globalen Kundenstamm in 18 Ländern auf 4 Kontinenten bietet das Start-up aufgrund seiner europäischen Lieferkette sofortige Produktverfügbarkeit und will dabei helfen, kostengünstigere und häufigere Weltraummissionen durchzuführen.

Vor diesem Hintergrund kündigt DCUBED die erste In-Orbit-Demonstration (IOD) seines im All hergestellten (ISM) Solarmoduls an. Das Projekt wird vom Scale-up INVEST-Programm der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) unterstützt und soll im Februar 2025 an Bord der SpaceX Falcon 9-Rakete starten.

Wegweisende In-Orbit-Demonstration

Die Demonstration soll zeigen, wie die Rückenstruktur während des Auslegens im Orbit direkt auf einen ultradünnen Solar Array 3D-gedruckt wird. Das DCUBED ISM Solar Array System wird in ein Raumfahrzeug integriert, was Masse und Gewicht reduziert. Einmal hergestellt, wird das Solar Array mehr als 100 W Energie produzieren, was einen wichtigen Meilenstein für zukünftige Weltraumanwendungen darstellt.

Dr. Thomas Sinn, CEO & Founder von DCUBED: „Zukünftige Weltraumanwendungen haben einen höheren Energiebedarf. Mit einer jährlichen Wachstumsrate von 7 % gehören Solar Arrays zu den am schnellsten wachsenden Weltraumsektoren, mit einem prognostizierten Markvolumen von 20 Mrd. Dollar bis 2028. DCUBEDs Ziel, ein Pionier neuer Technologien in diesem Bereich zu sein, wird nun durch die Finanzierung von ESA ScaleUp unterstützt. Nächste Ziele: Produkteinführungen in 2025/26 und Hochfahren der Produktion auf ein Solar Array pro Tag in den nächsten 5 Jahren.“

Starthilfe per ScaleUp-Programm der ESA

Die In-Orbit-Demonstration wird durch das ScaleUp-Programm der ESA unterstützt, das darauf abzielt, die Kommerzialisierung der europäischen Raumfahrtindustrie und die weltweite Skalierung privater Unternehmen durch finanzielle Förderung und technische Unterstützung zu beschleunigen. Im Rahmen dieser Initiative hat die ESA in die In-Orbit-Demonstration von DCUBED investiert. Mit der Unterstützung der ESA bei seiner ersten In-Orbit-Demonstration plant DCUBED, seine ersten im All hergestellten Solarmodule (1 kW für kleinere Satelliten oder Raumschlepper) 2025 einzuführen, gefolgt von leistungsstärkeren Varianten (10 kW für Raumschlepper oder größere Satelliten) 2026. Die erfolgreiche Kommerzialisierung dieser Produkte wird die Präsenz europäischer Raumfahrtunternehmen in der globalen Lieferkette für Produkte des SmallSat-Solaranlagenmarkts erheblich ausweiten.

Gianluigi Baldesi, Head of Ventures and Finance, ESA: „Die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Europas durch die Kommerzialisierung ist für die Europäische Weltraumorganisation von höchster Priorität. Indem die Europäische Weltraumorganisation das weltweit erste 3D-gedruckte Solaranlage über das ScaleUp INVEST-Programm unterstützt, bieten wir einem europäischen Unternehmen eine aufregende Möglichkeit, eine bahnbrechende Technologie zu demonstrieren. Diese noch nie zuvor gesehene in-Orbit-Demonstration wird das kommerzielle Wachstum des weltweiten Marktes für weltraumbasierte Solarmodule vorantreiben.“

Dr. Thomas Sinn: „Ob es um Kommunikation, Konnektivität oder Transport und Service geht: Zukünftige Weltraumanwendungen hängen von Energiequellen ab, die leistungsstärker sein müssen als die derzeitigen Lösungen. Aus diesem Grund entwickeln sich Solar Arrays zu einem der am schnellsten wachsenden Weltraumsektoren: Deshalb ist es das Ziel von DCUBED, bei diesen Technologien mit dem weltweit ersten im All hergestellten Solar Array führend zu sein. Die starke Unterstützung durch ESA ScaleUp INVEST belegt unsere Kompetenzen. Nach einer erfolgreichen in-Orbit-Demonstration ist unser nächster Meilenstein die Einführung des ersten im All hergestellten Solarmodul für Kleinsatelliten 2025, gefolgt von einer leistungsstärkeren Variante 2026. Unsere Vision ist es, die Produktion innerhalb der nächsten fünf Jahre auf mehr als ein im All hergestelltes Solar Array pro Tag zu steigern.“

In einem vorherigen Schritt hatte DCUBED – in Zusammenarbeit mit der Hochschule München – im Dezember 2023 bereits eine Rekordfinanzierung des Bayerischen Raumfahrtprogramms und des Bayerischen Wirtschaftsministeriums in Höhe von über 1 Mio. Dollar für Weltraumforschung erhalten. Dieses Grundlagen-Forschungsprogramm wird nun durch die Unterstützung von ESA ScaleUp für die operative Kommerzialisierung ergänzt.

graswald.ai: 3,3 Mio. US-Dollar Startkapital für den Aufbau von Canva für 3D

Das 2021 von Julius Harling in Hannover gegründete Start-up graswald.ai baut automatisierte 3D-Werkzeuge der nächsten Generation für Unternehmensmarken und 3D-Kreative.

In den letzten Jahren hat die 3D-Branche ein explosives Wachstum erlebt und sich fest als Vorreiter der folgenden Medienrevolution etabliert. Mit einer jährlichen Wachstumsrate von mehr als 30,6 % ist dieser dynamische Sektor bereit, praktisch jede erdenkliche Branche neu zu definieren.

Paradigmenwechsel im E-Commerce mittels 3D

Gerade im E-Commerce läutet 3D einen Paradigmenwechsel ein und verbindet das Online-Shopping-Erlebnis mit dem eines tatsächlichen Ladens. Unternehmen, die im Durchschnitt 3D-Visuals anbieten, sehen einen Anstieg der Conversion-Raten um 24 %, eine Steigerung von 32 % gegenüber dem durchschnittlichen Warenkorbwert und bis zu 53 % niedrigere Rendite.

Dennoch bleibt der Erstellungsprozess von 3D-Inhalten in den technologischen Grenzen der 90er Jahre stecken. Prozesse sind vollständig manuell, daher fehleranfällig, was oft zu tagelangen Herausforderungen für die Fertigstellung eines einzelnen 3D-Objekts führt. Darüber hinaus erfordert dies eine jahrelange Ausbildung in teuren und überholten Softwareanwendungen, was dazu führt, dass teure Drittanbieter auch für die kleinsten Projekte benötigt werden. Im Durchschnitt müssen Marken bis zu 5000 Dollar für ein einzelnes 3D-Produkt zahlen und bis zu einer Woche manueller Arbeit warten, bis es fertig ist. Die Skalierung der 3D-Produktvisualisierung bis zu einem Produktkatalog von Hunderten bis Tausenden von Produkten wird zu einem unmöglichen Unterfangen.

Seit graswald als Schulprojekt von CEO & Gründer Julius Harling begann, setzte das Unternehmen neue Maßstäbe bei der Generierung fotorealistischer 3D-Inhalte und baute nach eigenen Angaben eine globale Gemeinschaft von über 170.000 3D-Kreativen auf. Mit graswald.ai wandelt das Unternehmen die 3D-Kreation für Unternehmen im E-Commerce-Bereich um, sodass sie fotorealistische 3D-Inhalte direkt im Internet erstellen und teilen können, was die Grenzen von 3D durch KI ausdrückt.

graswald: 3D für alle

Das Team von graswald ist auf der Mission, jedem die Erstellung und Verwendung von 3D zu ermöglichen, sodass Organisationen aller Größen 3D-Inhalte in großem Maßstab verwenden können, die durchschnittlichen Kosten pro 3D-Produkt um mehr als 80 % senken und die manuelle Arbeit um mehr als 3000 % reduzieren, da der gesamte Erstellungsprozess im Vergleich zum regulären vollständig manuellen Ansatz automatisiert wird. Darüber hinaus können Benutzer graswald.ai verwenden, um 2D-Produktbilder und -Videos aus dem 3D-Modell für alle ihre 3D-Produkte zu generieren, sodass digitale Nachdrehs und die Produktion von Inhalten in der Größenordnung ermöglicht werden, die bisher ein teures Studio-Setup und eine komplizierte Logistik erforderten, was Hunderte von Dollar pro Stück sparte.

Julius Harling, CEO & Gründer von graswald: "3D als Medium bietet eine beispiellose Informationsdichte, die unsere natürliche Wahrnehmung der Welt widerspiegelt. Doch seine Einführung wurde durch erhebliche Kostenbarrieren für große und kleine Unternehmen behindert. Mit graswald.ai können Marken 3D während ihrer gesamten digitalen Präsenz ins endgültige Rollout bringen, Umbauten und Engagement erhöhen, ohne dass die enormen Kosten und die umfangreiche Produktionszeit ein Problem sind."

Patent Index 2023

Deutschland ist führend bei Patentanmeldungen aus Europa und liegt auf Platz 2 im weltweiten Ranking; 23 % aller Patentanmeldungen aus Europa wurden von Einzelpersonen bzw. KMU eingereicht.

Im vergangenen Jahr sind beim Europäischen Patentamt (EPA) 199 275 Patentanmeldungen eingereicht worden. Dies entspricht einem Anstieg um 2,9 % gegenüber dem Vorjahr. Laut dem heute (19.03.24) veröffentlichten Patent Index 2023 bedeutet dies einen neuen Höchstwert und eine Fortsetzung des positiven Trends von 2022 (+2,6 %) und 2021 (+4,7 %). Als Instrument für den Schutz und die Vermarktung von Erfindungen sind Patentanmeldungen ein Frühindikator für die Investitionen von Unternehmen in Forschung und Entwicklung.

Signifikanter Anstieg bei Erfindungen in digitaler Kommunikation und Energietechnologie

Die technischen Gebiete mit den meisten im vergangenen Jahr beim EPA eingereichten Patentanmeldungen waren digitale Kommunikation (einschließlich Technologien für Mobilfunknetze), Medizintechnik sowie Computertechnik.

Den größten Zuwachs zeigte 2023 jedoch das Technologiesegment Elektrische Maschinen, Geräte, Energie (+12,2 % gegenüber 2022), das unter anderem Erfindungen zu sauberen Energietechnologien einschließlich Batterien umfasst (+28 %). Auch die Biotechnologie verzeichnete weiterhin steigende Anmeldezahlen (+5,9 %).

ClimateTech Start-up C1 revolutioniert Herstellung von grünem Methanol

Das Berliner ClimateTech Start-up C1 Green Chemicals AG hat in kurzer Zeit geschafft, einen vollständigen Methanolproduktionslauf durchzuführen und setzt damit neue Maßstäbe zur kostengünstigen und skalierbaren Herstellung von grünem Methanol.

Gegründet wurde C1 von Dr. Marek Checinski, Dr.-Ing. Ralph Krähnert, Dr. Christoph Zehe und Christian Vollmann. Das Unternehmen revolutioniert die Produktion von grünem Methanol für eine fossilfreie Industrie: Mithilfe der Vorhersagekraft der Quantenchemie in computergestützten Katalyse-Simulationen hat es das Berliner ClimateTech Start-up geschafft, einen vollständig autonomen und kontinuierlichen Methanolproduktionslauf durchzuführen – ein Prozess, der normalerweise viele Jahre dauert. Die Ergebnisse bestätigten die Vorhersagen aus den Simulationen. Mit dem beschleunigten Verfahren setzt das Unternehmen zugleich neue Maßstäbe für die Innovationsgeschwindigkeit in der nachhaltigen Chemie und legt damit einen Grundstein für eine skalierbare und kosteneffiziente Produktion von grünem Methanol für die Schifffahrt und andere Industriezweige.

Der Gründer und CEO von C1, Christian Vollmann, erklärt: „Wir nutzen die beispiellose Vorhersagekraft unserer quantenchemischen Computersimulationen, um das Risiko zu reduzieren, mehrere Technologieentwicklungsphasen parallel statt sequenziell zu durchlaufen. Durch die Simulation verkürzen wir die Entwicklungszeit einer neuen Katalyse von der Erfindung bis zur kommerziellen Anwendung von 15 auf fünf Jahre.”

Grünes Methanol ist der Schlüssel, um mehrere energieintensive Industriezweige fossilfrei zu gestalten. Besonders in der Schifffahrt ist grünes Methanol derzeit die naheliegendste kohlenstoffneutrale Kraftstoffalternative zu Öl. Durch den Ersatz von grünem Methanol können hier jedes Jahr mehrere Gigatonnen CO2 eingespart werden.

Aber auch andere Branchen und Anwendungen können von grünem Methanol profitieren und damit ebenfalls CO2-Ausstoß im großen Stil vermeiden. So kann grünes Methanol für die fossilfreie Herstellung verschiedener Arten von Produkten wie Klebstoffen, Kunststoffen, Farben, Dämmstoffen oder Lacken zum Einsatz kommen und damit bisherige fossile Brennstoffe wie Öl, Gas oder Kohle ersetzen.

Methanolproduktion wird schneller, effizienter und günstiger

In der „C1 alpha“-Produktionsanlage in Berlin-Adlershof wurde erstmals ein homogener Methanolkatalyseprozess kontinuierlich ohne Bedienereingriffe durchgeführt. Dieser Produktionslauf fand über einen Zeitraum von 20 Tagen statt. Unter milden Bedingungen von 20 Bar und 120° Celsius wurde eine CO-Umwandlung von 95 Prozent pro Durchlauf mit einer Selektivität von 95 Prozent erreicht.

Ralph Kraehnert, leitender Ingenieur bei C1, erläutert die Rolle der Kontinuität des Prozesses: „Der Übergang von Batch-Tests zum kontinuierlichen Betrieb ist entscheidend für einen industriellen Prozess. Es gibt viele neue Chemieprozesse auf der Welt, die in einem Kochtopf funktionieren. Wirklich relevant werden diese jedoch erst, wenn sie durchgehend gefahren werden können. Dafür müssen alle Betriebseinheiten nahtlos integriert und harmonisch betrieben werden. Ich bin stolz auf das Team, dass wir dieses Ziel in Rekordzeit erreicht und unsere Technologie damit bewiesen haben.“

Im Vergleich zur traditionellen Methanolproduktion ist der erreichte Umsatz von C1 in einem Durchgang fünfmal höher, während Temperatur und Druck um mehr als 50 Prozent gesenkt wurden, was die Vorteile der neuartigen homogenen Katalyse von C1 unterstreicht.

Marek Checinski, Erfinder und Chief Scientific Officer bei C1, kommentiert: „Wir haben erfolgreich demonstriert, dass wir unseren Katalysator kontinuierlich vom produzierten Methanol trennen und mit minimalen Aktivitätsverlusten zurückführen können. Der Prozess läuft unter milden Bedingungen und zeigt ausgezeichnete Leistung und Selektivität. Es treten keine signifikanten Nebenreaktionen auf. Das Rohprodukt enthält weniger als 0,05 % Wasser. Die Chemie funktioniert wie in unseren Simulationen vorhergesagt. Das sind fantastische Nachrichten.“

Die C1-Innovation wird zukünftig ermöglichen, die Produktionskosten von grünem Methanol erheblich zu reduzieren. Das Unternehmen ist mit seiner Katalyse-Methode damit Innovationstreiber und ebnet den Weg in eine Zukunft ohne fossile Brennstoffe.