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Philip Brohlburg und Johannes Schröder sind die Gründer und Köpfe hinter ahead®. Das Start-up bietet spezielle Produkte für alle an, die nach mehr Gesundheit und Leistungsfähigkeit streben. Was genau sie damit meinen, erklärt uns Co-Founder und CEO Johannes.

Die ahead®-Gründer Philip Brohlburg und Johannes Schröder (Foto: ahead)

Ehrlich gesagt: Beim Thema "Supplements" muss ich an die Halden an Power-Food in Form von Riegeln, Pulver und Co. denken, die seit längerem auf den Markt gebracht bzw. geworfen werden. Und wer sich kritisch mit dem Thema Ernährung befasst, merkt, dass darunter auch so manch teures Marketingprodukt mit Placebo-Effekt ist. Wie siehst du das?

Das sehe ich ganz genauso. Der Markt ist sehr intransparent und es gibt zahlreiche Produkte, die nichts bewirken, außer einen niedrigeren Kontostand. Wir ermutigen unsere Kunden dazu, kritisch zu sein und Produkte grundsätzlich zu hinterfragen. Die meisten Menschen haben jedoch keine Zeit, sich tiefergehend mit Produkten und Inhaltsstoffen zu beschäftigen. Diese Arbeit nehmen wir unseren Kunden ein stückweit ab. Bei uns findet man kein einziges sinnloses Produkt. In unserem Shop findet man ausschließlich sorgfältig ausgewählte und kuratierte Inhaltsstoffe und Produkte.

Wann und wie bist du bzw. seid ihr auf die Idee zu ahead gekommen?

Mein Mitgründer Philip und ich haben uns kennengelernt, als wir noch Uniform getragen haben. Philip war Offizier bei der Luftwaffe und ich war Heeresoffizier. Während unserer Dienstzeit haben wir erlebt, was es bedeutet, unter hohen körperlichen und mentalen Belastungen funktionieren zu müssen und weiterhin durchdachte Entscheidungen zu treffen.

Wir sind beide sehr ambitionierte Typen, und schon während der Ausbildung haben wir eine Leidenschaft für körperliche und mentale Selbstoptimierung entwickelt. Damals war uns der Trendbegriff "Biohacking" dafür noch nicht geläufig. Nach unserer Dienstzeit haben wir unsere Leidenschaft zum Beruf gemacht. Bis heute sind wir 50/50 beteiligt und immernoch zu 100 Prozent selbstfinanziert. Wir ergänzen uns hervorragend und haben uns innerhalb eines Jahres vom 2-Mann-Team zu einem 12-köpfigen A-Team entwickelt. Darauf sind wir ziemlich stolz.

Und was genau bietet ihr euren Kunden unter dem Slogan "High Performance Supplements. For High Performing People" an?

Aktuell findet man bei uns zwei Produktkategorien – in naher Zukunft werden es jedoch vier Kategorien sein. Die erste Kategorie, mit der wir im Dezember 2017 auf den Markt gegangen sind, ist der Bereich "Daily Performance". Die Tagesform ruht auf drei Pfeilern. Stimmung, Konzentration und Schlaf. Ist einer dieser Pfeiler instabil, leidet die Tagesperformance. Egal, welches Ziel du verfolgst, du benötigst ausreichend und vor allem qualitativ guten Schlaf, um am nächsten Tag mit Energie in den Tag zu starten. Du benötigst weiterhin eine positive Gemütslage bzw. ein dauerhaft niedriges Level an subjektiv empfundenem Disstress und einen klaren Kopf sowie den Fokus auf das, was du erreichen möchtest. Als natürlichen, aber wirksamen Support für diese drei Bereiche haben wir unsere Flagship-Produkte SHARP MIND, BRIGHT MOOD und DEEP SLEEP entwickelt. Ratet mal, welches Produkt für welchen Nutzen ist (lacht).

Um auch langfristig ein Höchstmaß an Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu genießen, ist es neben diesen "Performance Produkten" auch äußerst sinnvoll, einige Essentials im Auge zu behalten. Wir sind der Meinung, dass man grundsätzlich alle Nährstoffe über die Ernährung aufnehmen KANN. In der Theorie. In der Praxis kommen einige wenige, dafür aber besonders wichtige Nährstoffe häufig zu kurz. Ich spreche hier ganz konkret von Vitamin D3, den Omega-3 Fettsäuren EPA und DHA, Magnesium und probiotischen Bakterienkulturen. Das sind auch die einzigen Produkte, die ich grundsätzlich jedem für den täglichen Gebrauch empfehle, auch wenn du nicht erhöhten Belastungen ausgesetzt bist. Deshalb trägt diese zweite Kategorie den Namen "Essentials".

Wir arbeiten seit einiger Zeit an einem funktionellen Snack, der sowohl die Muskeln also auch das Gehirn mit wichtigen Baustoffen versorgt: der OMEGA BAR. Dieser ist in seiner Zusammensetzung weltweit einzigartig und wird im Juli auf den Markt kommen. Und damit die 3. Kategorie "Functional Snacking" begründen. Außerdem arbeiten wir mit einigen Pro-Athleten an der 4. Kategorie "Athletic Performance". Der Launch wird noch Ende dieses Jahres stattfinden.

Foto: ahead®

Wer ist eure Zielgruppe?

Wir richten uns im Kern an ambitionierte Macher. Menschen, die an sich arbeiten und jeden Tag ein Stückchen besser werden wollen. Ganz egal, ob es darum geht, das Studium zu rocken, im Job die nächste Karrierestufe zu erklimmen oder im Wettkampf die Konkurrenz hinter sich zu lassen. Dieses gemeinsame Streben nach täglicher Verbesserung verbindet die alleinerziehende Mutter mit dem Finanzinvestor. Das macht unsere Zielgruppe recht divers. Unser Slogan bringt es ziemlich gut auf den Punkt: #BetterThanYesterday.

Ahead vertritt eine sog. No-Bullshit Philosophie - was steckt dahinter?

Ich hatte es oben schon kurz angeschnitten: Bei uns findet man KEIN sinnloses Produkt, und das wird auch so bleiben. Auch wenn sich mit BCAA-Pulver und ein paar flotten Marketing-Sprüchen sicher viel Geld verdienen lässt. No Judgement. Wir entwickeln ausschließlich Produkte, hinter denen ein klarer Kundennutzen steht. Produkte, die wir selbst regelmäßig nutzen. Jedes Produkt wird auf Basis aktueller evidenzbasierter Humanstudien entwickelt. Wir arbeiten eng mit Experten aus Medizin, Sport- und Ernährungswissenschaften zusammen. Wir produzieren ausschließlich in Deutschland und in pharmazeutischer Qualität. All unsere Inhaltsstoffe sind zu 100 Prozent natürlich. Jedes Produkt durchläuft ein intensives Testing und eine Qualitätskontrolle durch externe Labore. Habe ich etwas vergessen?

Auf den Punkt gebracht: Was unterscheidet euch von anderen Anbietern bzw. Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln?

Mit unserer Philosophie und Herangehensweise unterscheiden wir uns von 98 Prozent aller Hersteller. Von den restlichen 2 Prozent unterscheidet uns unser holistischer Ansatz. Wer sich körperlich und mental "optimieren" möchte, muss sich aktuell Produkte unterschiedlichster Brands zusammensuchen. Und das auf einem ohnehin sehr intransparenten Markt. Wir liefern ein ganzheitliches Produktkonzept zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit in allen Lebensbereichen.

Und welche Aufgabe übernimmt dabei eure ahead Academy?

In der ahead Academy teilen wir kostenlos unser Wissen über körperliche und mentale Selbstoptimierung und Biohacking. Das geht von Techniken zur Produktivitätssteigerung, Stressmanagement und Schlafoptimierung über Mindset und selbstverständlich Ernährung. In Zukunft wird hier noch viel passieren. Geplant ist über die reinen Textformate auch ein Video-Bereich und kostenlosen Guides und Checklisten.

Wie macht ihr auf euch aufmerksam? Welche Kanäle sind dabei besonders hilfreich?

Bisher haben wir wirklich nur laufen gelernt. Unser Adspend hat sich im letzten Jahr in einem sehr kleinen Rahmen bewegt. Bisher zählen PR, SEO/SEA, Social Advertising (Facebook/Instagram), Influencer Marketing und Messeauftritte dazu. In Zukunft wird hier noch einiges passieren, die Kooperation mit dem Pro7-Sat1 Accelerator verhilft uns unter Anderem auch zu Fernsehwerbung.

Was sind deine kommenden unternehmerischen Pläne?

Die nächsten Jahre werde ich ausschließlich ahead widmen. Die Arbeit macht mir unendlich viel Spaß, wir haben ein brillantes Team und erhalten hervorragendes Feedback zu dem was wir tun. Das ist angesichts der harten Arbeit und des Herzblutes, das wir in ahead stecken wahrer Balsam für die Seele. Außerdem sprechen wir aktuell mit ersten Investoren, um unser Wachstum zu beschleunigen. Wir planen in Zukunft also auch werbetechnisch etwas lauter zu werden.

Und last but not least: Was rätst du anderen Gründern aus eigener Erfahrung?

Dranbleiben. Mit Menschen austauschen, die besser / schlauer / weiter sind als ihr zu diesem Zeitpunkt. Bescheiden bleiben. Hungrig bleiben. Und natürlich unermüdlich ballern. Man sagt ja, work smart, not hard. Das ist Bullshit. Wer nicht bereit ist hart zu arbeiten, kann zu Hause bleiben. Tut man beides, stehen die Chancen ganz gut. 

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Das Interview führte Hans Luthardt

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