Der Monopolist

Autor: Hans Luthardt
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Wie André Schwämmlein und seine beiden Co-Gründer in rasanter Fahrt den deutschen Fernbusmarkt erobert haben und – nach der Postbus-Übernahme – als Europas größter Fernbusanbieter die Konkurrenz ausbremsen.

Nach Dropbox, Spotify und Airbnb steht in dieser Coverstory kein weiteres US-amerikanisches Silicon-Valley-Start-up mit millionenschweren Gründern und Milliarden-Umsätzen im Fokus. Wir erzählen die Erfolgsstory eines jungen deutschen Start-ups, das im wahrsten Sinne des Wortes bahnbrechend ist. Wir erzählen die Story von André Schwämmlein und seinen Co-Gründern Jochen Engert und Daniel Krauss, die hierzulande mitgeholfen haben, ein Monopol zum Einsturz zu bringen, einen Markt völlig neu zu erschaffen und sich darin als Impulsgeber und Innovationstreiber gegen mächtige Konkurrenz zur Nr. 1 hochzuarbeiten.

Kurzum: Lesen Sie die rasante Erfolgsstory von Flixbus, dem jungen Tech- und E-Commerce-Start-up, das in Sachen Mobilität Maßstäbe setzt.

Der Kampf ums Bahn-Monopol

Wenn Sie an Flixbus denken, fallen Ihnen bestimmt die grünen Reisebusse ein, die heute zum Erscheinungsbild größerer Städte schlichtweg dazugehören bzw. als mobile Dauergäste auf unseren Autobahnen nicht mehr wegzudenken sind. Rund 700 Flixbusse sind allein deutschlandweit unterwegs, europaweit sind es über 1000 Fahrzeuge. 2016 werden ca. 30 Millionen Kunden die grünen Fernbusse nutzen, Flixbus befördert aktuell mehr Reisende als der innerdeutsche Luftverkehr. Diese Zahlen sind umso beachtlicher, weil die Flixbusse nicht die einzigen Fernbusse auf unseren Straßen sind, und weil das Fernbusbusiness hierzulande ein noch sehr junges Phänomen ist.

Alles beginnt im März 2009, als drei junge Studenten – Alexander Kuhr, Christian Janisch und Ingo Mayr-Knoch – während ihres Auslandssemesters günstige Fernbusse nutzen, die im Linienverkehr Städte miteinander verbinden. Zurück in Deutschland stellen sie fest, dass es diese Alternative zur Bahn hier gar nicht gibt. Der Grund ist schnell recherchiert: ein gesetzlich verbrieftes Monopol der Deutschen Bahn. Die dazugehörige Gesetzeslage – sie basiert auf dem Personenbeförderungsgesetz des Jahres 1934 – untersagt den Fernbuslinienverkehr in Deutschland weitestgehend, um die staatliche Bahn bzw. deren Bahn- und Busverbindungen vor Konkurrenz zu schützen.

Angestachelt von dem Gedanken, dass Fernbusse auch in Deutschland fahren sollten, machen sich die Studenten auf die Suche nach einer Lösung. Sie wälzen die Gesetzestexte und finden darin eine juristische Lücke: Wenn sich eine Gruppe einen Bus mietet, kann sie darin fahren, wohin sie will. Es handelt sich dann nicht mehr um den vom Staatsmonopol restriktiv geregelten Linienverkehr, sondern um sogenannten Gelegenheitsverkehr. Und dieser Gelegenheitsverkehr unterliegt weit weniger Beschränkungen als fest installierte Buslinien. „Freiheit für Fernbusse“ fordern die jungen Revoluzzer, gründen ihre Busmitfahrzentrale (heute Deinbus) und starten mit einem innovativen Mietomnibus-Konzept: Als Mitfahrer kann man sich online einen Reisebus für seine Wunschverbindung reservieren. Die Fahrt wird dann über das Portal sowie über Facebook und Twitter bekanntgemacht, sodass sich andere Interessenten anschließen können – ähnlich einer Mitfahrgelegenheit.

Solchermaßen angegriffen verklagt die Deutsche Bahn kurzerhand das Start-up, versucht mit den Mitteln des übermächtigen Staatskonzerns das „Treiben“ der Gründer zu verbieten. Dies weckt das öffentliche Interesse und führt in den Medien sowie in der Politik zu heftigen Diskussionen um die Notwendigkeit der Liberalisierung eines offensichtlich antiquierten Gesetzes.


Once-in-a-lifetime-Chance

In dieser frühen Phase der juristisch-politischen Auseinandersetzung treten auch drei junge Männer in München in Aktion. Zwei von ihnen, André Schwämmlein – Diplom-Wirtschaftsingenieur und bekennender Fahrrad-statt-Auto-Fahrer – und der Wirtschaftsinformatiker Daniel Krauss, kennen sich schon seit der Schulzeit. Während des Studiums versuchen sich beide bereits als IT-Start-up-Gründer. Nach dem Studium arbeitet Daniel bei Microsoft und Siemens, André als Strategie-berater bei der Boston Consulting Group in München. Hier lernt er den BWLer Jochen Engert kennen, der schon während seiner Schulzeit und seines Studiums Ski-Busreisen organisiert hat.

Als Fan alternativer Mobilitätskonzepte verfolgt André natürlich auch den laufenden Streit „Bahn versus Fernbus“ und diskutiert mit seinen beiden Freunden die unternehmerischen Möglichkeiten, die ein liberalisierter Markt bieten könnte. „Dabei bemerkten wir die Passage zur Öffnung des Fernbusmarktes im Koalitionsvertrag des Jahres 2009“, so André. „Uns war direkt klar, dass dies eine Once-in-a-lifetime-Chance für uns drei sein kann. Wir haben schnell gemerkt, dass wir zusammen etwas wirklich Erfolgreiches auf die Beine stellen können.“ Jochen fügt hinzu: „Das war für uns die einmalige Chance, einen völlig neuen Markt aufzubauen.“ Das passende Thema ist also gefunden. Doch was wird aus dem Bahn-Monopol?

 

<link abo.html>Dies ist ein Auszug aus einem aktuellen Artikel unseres Print-Objekts StartingUp: Den vollständigen Artikel lesen Sie in der aktuellen StartingUp - Heft 03/16 - ab dem 25. August 2016 im Handel oder jederzeit online bestellbar - auch als epaper - in unserem Bestellservice-Bereich

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Die Top-Branchen für Start-ups im Jahr 2022

Auch im Jahr 2022 gibt es wieder jede Menge Trends, die sich Start-ups zunutze machen können. Wir zeigen die spannendsten Branchen und Trends.

Der Klimawandel ist real, das Leben wird immer digitaler, die Arbeit im Homeoffice ist noch immer ein Dauerthema: Politische Entscheidungen, neue Technologien und gesellschaftliche Entwicklungen beeinflussen unsere Arbeitswelt maßgeblich. Jedes Jahr erscheinen tausende neue Start-ups auf der Bildfläche – darunter viele aufstrebende Unternehmen mit großem Potential. Auch im Jahr 2022 gibt es wieder jede Menge Trends, die sich Start-ups zunutze machen können. Welche Probleme wollen gelöst werden, vor welchen Herausforderungen stehen wir und welche Branchen bestimmen die Zukunft?

Wie wollen wir in Zukunft arbeiten?

Die Art und Weise, wie Menschen künftig ihrer Lohnarbeit nachgehen möchten, ändert sich zunehmend. Immer jüngere Menschen mit verschiedenen Talenten und Expertisen werden Teil der Arbeitswelt. Im Zuge der Globalisierung und der Remote-Arbeit ändert sich die moderne Unternehmenskultur zunehmend. Auch ist zu erwarten, dass es immer weniger Festanstellungen geben wird, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf Vertragsbasis werden wir immer öfter sehen.

Aus diesen Entwicklungen ergeben sich auch für mögliche Start-ups viele Chancen. Unsere Präsenzkultur verliert an Bedeutung, Lösungen für digitales Arbeiten müssen her. Unternehmen wie Zoom haben im letzten Jahr gezeigt, welch großes Potential in der digitalen Arbeitswelt liegt. Sicher werden wir auch im nächsten Jahr wieder neue Unternehmen sehen, die die Remote-Arbeit erleichtern und gleichzeitig sicher machen.

Unternehmenssicherheit und Cyberkriminalität

Neue Technologien entwickeln sich in einem unglaublichen Tempo. Es ist noch nicht allzu lange her, da hatte man sein Telefon noch an der Wand hängen. Heute haben wir Laptop und Handy immer mit dabei, können in Echtzeit mit Menschen kommunizieren oder uns mit wenigen Klicks neue Schuhe liefern lassen. Die Datenmenge nimmt immer mehr zu, ständig erscheinen neue Programme auf der Bildfläche, die uns das Leben erleichtern wollen.

Doch mit den technologischen Entwicklungen rücken auch die Themen Hacking und Cyberkriminalität weiter in den Fokus. In den letzten Jahren wurden auch bei großen Unternehmen immer wieder massive Sicherheitslücken beobachtet. Verschiedene Start-ups haben sich dieser Probleme in den letzten Jahren angenommen – und auch für das Jahr 2022 erwarten wir ein großes Potenzial in der Branche.

Menschliche Arbeitskraft vs. intelligente Roboter

Unsere Systeme und Roboter werden immer leistungsfähiger. Künstliche Intelligenz (KI) ist in aller Munde. Eine KI kann spielend leicht Aufgaben übernehmen, die zuvor von Menschen erledigt wurde. KIs finden mittlerweile in verschiedensten Bereichen Anwendung – und sie lernen immer weiter dazu. Gelöst werden sollen hochkomplexe Aufgaben wie auch einfache Probleme. Beim Kundenservice etwa werden wir in Zukunft vermehrt von Robotern unterstützt, die mit uns chatten. Das reicht vom Reiseportal bis hin zum Online-Glücksspiel: Das beste Online Casino in Deutschland muss heutzutage auch einen soliden Kundenservice bieten. Die eingesetzten Maschinen werden voraussichtlich immer lernfähiger und können uns immer besser dabei unterstützen, Antworten auf unsere Fragen zu finden. Unternehmer und Unternehmerinnen stehen dabei vor der Aufgabe, ein gutes Gleichgewicht zwischen intelligenten Maschinen und menschlicher Arbeit zu finden. Welche Aufgaben sind für Menschen gemacht, was können Maschinen übernehmen? Wann ist es sinnvoll und wann vertretbar, menschliche Arbeit durch ein KI-Programm zu ersetzen?

Mit KI ausgestattete Computer sind die Zukunft, für Start-ups ergeben sich hier also große Chancen. Mittlerweile sind sie in allen Lebensbereichen präsent: Wir nutzen fast täglich Google, lassen uns von Alexa das Radio anschalten oder merken vielleicht auch gar nicht, wie auf einer Webseite im Hintergrund Aufgaben für uns erledigt werden, die uns ein besseres Erlebnis verschaffen sollen.

Neue Möglichkeiten der Finanzierung

Start-ups haben mittlerweile verschiedene Möglichkeiten, Finanzmittel zu beschaffen. In den letzten Jahren erschienen immer mehr Plattformen auf dem Markt, die Unternehmern und Unternehmerinnen Türen öffneten. Investoren und Geldgeber werden mit klugen Köpfen mit guten Ideen zusammengebracht, alternativen werden große Summen über Crowdfunding erzielt. Viele dieser neuen Methoden, an Finanzmittel zu kommen, werden auch von der dezentralen Bewegung vorangetrieben. Handel und Kreditaufnahme sind über Peer-to-Peer-Netzwerke möglich, welche über ein öffentliches dezentrales Blockchain-Netzwerk laufen.

Start-ups werden also auch im kommenden Jahr neue Märkte erschließen und von den vielseitigen Möglichkeiten der Finanzmittelbeschaffung profitieren können. Ob als Geldempfänger oder Unternehmen, das moderne Lösungen anbietet: Die Finanzierung einer guten Idee war nie einfacher und das Potential, selbst in diesem Bereich erfolgreich zu werden, ist groß.

Erfolgreich mit Kryptowährungen

Bleiben wir bei dezentralen Blockchain-Netzwerken: Obwohl der Bitcoin in diesem Jahr einen unglaublichen Sturzflug hinlegte, setzen noch immer viele Menschen und auch Unternehmen auf Kryptowährungen. Dabei ist Bitcoin längst nicht mehr die einzige Währung, die Krypto-Begeisterte im Auge haben. Immer mehr Altcoins erobern den Markt, besonders bekannt wurden im letzten Jahr Litecoin und Ethereum. Die Währungen werden immer weiterentwickelt und verbessert, sicher werden künftig auch weitere Kryptowährungen veröffentlicht.

Welche Währung die beste ist, entscheidet wohl jeder Nutzer selbst – und nicht nur die Währungen werden weiterentwickelt. Immer mehr Unternehmen möchten sich Währungen zunutze machen und die Nutzung verschiedener Währungen erleichtern. Ein gutes Beispiel dafür ist Coinlancer: Besonders interessant ist das Portal für freiberufliche Arbeitende, die digital unterwegs sind und ihr Geld im Internet verdienen. Hier werden Freelancer und Auftraggeber zusammengebracht. Gezahlt wird mit Tokens, welche sich in verschiedene Kryptowährungen umwanden lassen.

Ein anderes Unternehmen, das die Nutzung von Kryptowährungen vereinfachen möchte, ist Rentberry. Dieses Portal möchte Vermietern wie auch Mietern den Prozess einer Wohnungsvermietung erleichtern. Es entfällt beispielsweise die Zahlung einer klassischen Kaution, da alles digital abgewickelt wird. Erst dann, wenn Sicherheit gewährleistet ist, kann ein Vertrag abgeschlossen werden.

Nachhaltigkeit und kurze Lieferketten

Egal, ob ein eigenes Green-Startup geplant ist oder Start-ups anderen Unternehmen dabei helfen möchten, nachhaltiger zu werden: Der Klimawandel ist da und künftig müssen alle Unternehmen nach mehr Nachhaltigkeit und möglichst kurzen Lieferketten streben sowie ihren CO2-Ausstoß mindern. Zukunftsorientierte Unternehmen schauen zudem über Lieferketten hinaus und versuchen, die Nachhaltigkeit in allen Bereichen zu verbessern. Jedes Unternehmen, das aktuelle Herausforderungen ignoriert, wird im Zeitalter des bewussten Konsums voraussichtlich nicht bestehen können.

Schon jetzt gibt es zudem jede Menge grüne Start-ups, von denen wir einiges lernen können. Von Happy Plates, das sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzt, bis hin zu Plasticpreneur, das aus Plastikabfall Sinnvolles entwickelt, oder der Suchmaschine, für die bei jeder Suche Bäume gepflanzt werden: Das Thema Nachhaltigkeit bietet jede Menge Optionen. Die besten Unternehmen in diesem Bereich werden künftig vermehrt Anerkennung erfahren. Etablierte Unternehmen müssen umdenken, junge Unternehmer und Unternehmerinnen haben schon jetzt mit guten Ideen große Erfolge feiern können. Zudem gibt es mittlerweile verschiedene Förderprogramme, die nachhaltige Projekte unterstützen.

Wann eine eigene Kryptowährung sinnvoll ist

Eine eigene Kryptowährung kann für einige Unternehmen eine große Chance sein. Vor allem junge und innovative Start-ups können davon stark profitieren. Doch Entwicklung und Marketing nehmen viel Zeit sowie Kapital in Anspruch. Diese Dinge sollten Gründer*innen beachten, um herauszufinden, ob sich das Erstellen einer eigenen Kryptowährung lohnt und welche Möglichkeiten es dabei gibt

Eine eigene Kryptowährung erstellen – Wie geht das?

Möchte ein Unternehmen mit einer eigenen Kryptowährung auf den Markt gehen, gibt es dabei grundlegend zwei Möglichkeiten. Viele Start-ups entschließen sich dafür, lediglich einen Token zu entwickeln, der auf einer bereits etablierten Blockchain verwaltet wird. Dieses Verfahren ist vergleichsweise einfach, kostentechnisch überschaubar und erleichtert Gründer*innnen das Marketing: Lagern die Token auf einer bekannten Blockchain wie Ethereum oder NEO, fassen potentielle Investoren häufig eher Vertrauen.

Möchten Unternehmen jedoch eine Kryptowährung erstellen als Finanzierungsmethode für eigene Projekte, kann der Aufbau einer eigenen Blockchain eine lohnenswerte Entwicklung sein. Gründer*innen müssen dabei jedoch im Vergleich zu einer tokenbasierten Lösung mit einem erheblichen zeitlichen und finanziellen Mehraufwand rechnen.

Welche Kosten fallen an?

Ist die Entscheidung für eine eigene Kryptowährung gefallen, sollten Unternehmer sich eingehend mit den zu erwartenden Kosten auseinandersetzen: Vor allem die Entwicklung von Coin und Blockchain schlägt in der Regel mit hohen Summen zu buchen. Doch auch die Vermarktung der neuen Kryptowährung ist nicht zu vernachlässigen.

Marketing

Der eigentliche Launch neuer Coins ist nicht sehr teuer. Doch damit die eigene Kryptowährung den gewünschten Erfolg bringt, ist gutes Marketing – schon vor dem Launch – unerlässlich. Start-ups sollten sich dabei vor allem darauf konzentrieren, das eigene Projekt zu branden und damit so viele Menschen wie möglich zu erreichen, denn: Je bekannter und transparenter eine Kryptowährung ist, desto leichter finden sich Investoren.

Entwickler-Team

Wer mit dem Open-Source Code einer bereits bestehenden Kryptowährung arbeitet, kann innerhalb kürzester Zeit einen eigenen Coin erstellen. Auch die Entwicklung eines eigenen Tokens auf etablierten Blockchains geht schnell und ist nicht teuer.

Kostenintensiv wird das Ganze aber dann, wenn die Unternehmer Bedarf an einer eigenen Blockchain haben. Ist dieser Bedarf gegeben, kann sich die teure Entwicklung der Blockchain auf jeden Fall lohnen. Wer eine eigene Blockchain erstellen oder komplexe Anpassungen an bestehenden Open-Source Codes vornehmen möchte, sollte an dieser Stelle in ein Entwicklerteam investieren.

Warum überhaupt eine Kryptowährung?

Bei Kryptowährungen geht es nicht nur um Assets, die an der Börse gehandelt werden. Vielmehr sind sie ein Teil der Blockchain-Technologie. Dezentrale Datenbanken finden in der heutigen Zeit immer mehr reelle Anwendungsgebiete und könnten dadurch die Welt ein Stück weit verändern. Deshalb sind es bevorzugt junge Startups mit innovativen Projekten und Ideen, die ihre eigene Kryptowährung launchen.

Gründe, die eigene Kryptowährung zu launchen

Es ist nicht sinnvoll, eine eigene Kryptowährung zu launchen, nur weil die Blockchain Technologie derzeit so gehypt wird. Vielmehr sollten Unternehmer darauf achten, ob die folgenden Faktoren ganz oder teilweise erfüllt werden:

  • Die Basis des Unternehmens soll eine dezentrale Datenbank, also eine Blockchain sein.
  • Das Unternehmen braucht frisches Kapital für ein besonders komplexes und teures Projekt und möchte dieses über die eigene Kryptowährung finanzieren.
  • Die Kryptowährung soll dazu dienen, das Branding des Unternehmens zu vertiefen und als Unique Selling Point (Alleinstellungsmerkmal) dienen.
  • Das Unternehmen ist aufgrund seiner Branche eng mit der Blockchain- und Börsen-Branche verknüpft.

 Ist Mining sinnvoll?

Der Begriff Mining stammt aus dem Englischen und beschreibt den Prozess des Goldschürfens. Dieser Begriff wird analog für das Generieren neuer Krypto Coins verwendet. Obwohl das Krypto Mining als die ursprünglichste Form des Erschaffens neuer Coins gilt, können Unternehmen auch eine Kryptowährung erstellen, bei denen kein Mining erforderlich wird.

Wer jedoch mit Mining arbeiten möchte, sollte beachten, dass vor dem Launch bereits Coins zur Verfügung stehen müssen, die nicht geschürft werden müssen. Bei dem Launch spricht man übrigens von der Initial Coin Offering, also von der ersten Ausgabe der Münzen. Nach dem Launch vermehrt sich die Marktkapitalisierung der Kryptowährung weiter.

Ob Mining für das jeweilige Unternehmen sinnvoll ist oder nicht, sollte mit einem kompetenten Entwicklerteam abgeklärt werden. Wenn geschürft werden soll, empfiehlt es sich, der Community frühzeitig die Chance zur Beteiligung zu geben.

Die besten Gaming-Gadgets

Der Gaming-Markt wächst schnell und es gibt viele Gaming-Gadgets, die dafür sorgen, dass das Spielerlebnis sofort deutlich optimiert wird. Hier findest du eine Auswahl erfolgreicher Gaming-Gadgets.

Für echte Gamer kommt es auf jedes Detail an, damit das Gaming auch wirklich so richtig Spaß macht und möglichst erfolgreich ist. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob es sich um geliebte online Spiele handelt oder um einen Besuch in einem Online-Casino wie zum Beispiel bei LilaPaloma. Entscheidend ist immer, dass Gaming Erlebnis perfekt optimiert ist. Am besten gelingt das mit den folgenden Gaming-Gadgets.

Ein optimiertes Gaming Erlebnis

Der Gaming-Markt wächst schnell und es gibt viele Gaming Gadgets, die dafür sorgen, dass das Spielerlebnis sofort deutlich optimiert wird. Oftmals sind es sogar Kleinigkeiten, die nicht einmal viel kosten, aber einen perfekten Spielspaß garantieren. Dazu zählt:

Blaulichtfilter Brille

Wer nur wenig Schlaf bekommt oder schlecht schläft, wird kaum eine tolles Gaming Erlebnis genießen können. Oftmals ist aber gerade das intensive Spiel in den Abendstunden am PC oder am Laptop schuld an der Schlafstörung, doch auch die Nutzung des Handys kann dies bedingen. Genau genommen ist es nicht das Spiel selbst, sondern der hohe Blaulicht Anteil. Um diesen wirkungsvoll zu reduzieren, bedarf es lediglich einer Blaulichtfilter Brille. So ist ein guter Schlaf garantiert und damit auch ein Top Spielerlebnis am folgenden Abend. Darüber hinaus sorgt eine Gaming Brille aber auch dafür, dass die Augen deutlich weniger angestrengt werden und man keine Kopfschmerzen oder tränenden Augen während des Spiels bekommt.

Maus Bungee

Unter Garantie hat jeder Gamer schon mal während einer hitzigen Schlacht zum Beispiel bei Fortnite oder COD mit dem verhedderten oder überspannten Mauskabel gekämpft. Leider bedeutet bereits eine Eingabeverzögerung von einer Millisekunde oftmals schon die Niederlage. Ein optimales Gamer Erlebnis sieht aber unter Garantie anders aus.

Ein tolles Gamer Gadget ist an dieser Stelle zur Vermeidung von Frust und Niederlage die sogenannte Maus Bungee. Sie sorgt für ungehinderte Bewegungsfreiheit. Es wäre natürlich auch denkbar auf eine Wireless Maus umzusteigen, allerdings ist die Modellauswahl hier deutlich begrenzt. Der Kabelhalter ist mit einem hohen Eigengewicht und einer speziellen Antirutsch-Funktion ausgestattet. Selbst bei harten Einsätzen und schweren Schlachten kann er weder umkippen noch wegrutschen.

Gaming RGB Mauspad

Ein RGB Mauspad ist ein absolutes Must-have für alle RGB Liebhaber, die auf der Suche nach weiterer cooler Gaming Beleuchtung sind. Auf der einen Seite ist das Gaming RGB Mauspad ein echter Hingucker und auf der anderen überzeugt es aber auch dadurch, dass es dezent leuchtet und dabei selbstverständlich nicht blendet. Die perfekte Unterlage für Maus und Tastatur, die zudem dafür sorgt, dass die Maus immer ganz flüssig über die Oberfläche gleitet. Das Mauspad rutsch auch unter starken Belastungen nicht weg.

Mini USB Fingerabdrucksensor

Echte Gamer wollen nicht erst umständlich den PC oder das Laptop mit einem Passwort entsperren, es soll ruck zuck gehen. Mit dem Mini-USB-Fingerabdrucksensor ist das überhaupt kein Problem mehr, denn er erkennt den Fingerabdruck in flinken 0,15 Sekunden. Binnen weniger Minuten ist das Einrichten ohne jeden zusätzlichen Treiber unter Windows 10 möglich. Diese Vorgehensweise soll zudem sicherer sein, als die klassische Nutzung eines Passworts.

Elgato Stream Deck

Das Elgato Stream Deck hat 15 Tasten, die sich individuell einstellen lassen und dem Streamer so viele Möglichkeiten geben, seine wichtigsten Shortcuts zu nutzen. Damit ist es unter anderem problemlos möglich, Hotkeys für das Gaming festzulegen. Als Streamer kann aber auch die OBS Steuerung komplett vereinfacht werden.

Die LCD Tasten sind via Software anpassbar. So kann jedes einzelnes Tastenmotiv individuell angepasst werden. Hier besteht nicht die Gefahr, dass man sich die zuvor auf der Tastatur festgelegten Makros oder Hotkeys nicht mehr merken kann.

Couchmaster Cycon

Manchmal soll das Zocken so richtig gemütlich sein und man möchte nicht unbedingt am Schreibtisch sitzen. Viel schöner wäre es, wenn man seinen Gaming Abend auf dem Sofa verbringen könnte. Mit dem Couchmaster Cycon ist das problemlos möglich. Der Couchmaster ist also bestens dafür geeignet, bequem auf dem Sofa zu sitzen und an einem großen Fernseher dem Gaming Vergnügen nachzugehen.

(Freizeit-)Trends im Internet

Das sind die beliebtesten Plattformen zum Zeitvertreib im World Wide Web.

Das Internet hat längst nicht nur die moderne Arbeitswelt geprägt, sondern auch dafür gesorgt, dass Unternehmen und Start-ups aus der IT-Branche, Digitalisierung und Softwareprogrammierung zu den Wachstumsgewinnern in Deutschland zählen. Auch in der Freizeit ist der virtuelle Raum zu einem ständigen Begleiter geworden. Immer mehr Menschen verbringen heutzutage ihre Freizeit im Internet. Hier dienen ganz unterschiedliche Plattformen zum Zeitvertreib. Ob zum Online-Shopping, dem Spielerlebnis in der Online-Welt oder der virtuellen Kommunikation auf diversen sozialen Netzwerken – das Internet hat das Freizeitverhalten vieler Menschen deutlich verändert.

So gibt es immer wieder ein paar Trends im Netz, die breite Massen begeistern und für eine gelungen Abwechslung sorgen können. Neben verschiedenen Online-Plattformen sind es auch Apps für das Smartphone, welche heutzutage vermehrt genutzt werden, wenn man nach einer unterhaltsamen Freizeitbeschäftigung sucht. Wir haben die gefragtesten Adressen im Internet zusammengestellt, sodass du hier erfährst, welche Plattformen im Online-Bereich und Apps aktuell den Ton in Sachen Entertainment und Freizeitspaß angeben.

Online-Games ohne Anmeldung oder Registrierung sehr beliebt

Besonders die Branche der Spieleentwickler konnte in den letzten ein stetig steigendes Wachstum verzeichnen und gehört zu den größten Marktgewinnern der letzten Jahre. Dabei sind es längst nicht nur Konsolen- oder Computerspiele, die total angesagt sind, sondern auch immer Browser-Games und Spiele auf dem Smartphone. Die Spiele-Welt hat sich weiterentwickelt und in einem immer schnelllebigeren Zeitalter besonders Online-Games in den Fokus gestellt, die sich besonders für ein kurzes Spiel für zwischendurch empfehlen. Viele der neusten App-Games sind nur auf kurzen Spielspaß ausgelegt. Viele Menschen bevorzugen zudem Spiele ohne Anmeldung und lästige Registrierung im Internet. Online-Casinos wie jackpot.de ermöglichen es demnach, sofort zur Sache zu kommen und bei klassischen Casino-Spielen wie Poker, Roulette oder Slotgames einem spannenden Zeitvertreib nachzugehen. Das Spielen ohne Einzahlung von Echtgeld auf Casino Plattformen im Internet zählt zweifellos zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen im Internet. Die Nachfrage für klassische Automatenspiele und Live-Spiele gegen andere Spieler ist deutlich gestiegen.

Besonders die Interaktion mit anderen Spielern wird von der Spielgemeinschaft im Internet sehr geschätzt. Online-Games begeistern dabei keineswegs nur die jüngere Generation. Auch Erwachsene, die mit noch etwas mit Begriffen wie Atari oder Commodore64 anfangen können, sind nach wie Fans der virtuellen Spiele. Die Branche der Spieleentwickler wächst unaufhörlich, sodass Programmierer, Softwareentwickler und IT-Spezialisten auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind. Auch als Spieler gelingt es mittlerweile, sein Lohn und Brot zu verdienen. Die besten Spieler von sehr beliebten Online-Games treten im sogenannten eSport gegeneinander an. Die Spielebranche hat demnach weiter eine goldene Zukunft vor sich und wird auch in den nächsten Jahrzehnten weiterhin dafür sorgen, dass viele Menschen in Online-Spielen einen interessanten Zeitvertreib sehen.

Online-Shopping zum Zeitvertreib

Fast jede dritte Bestellung aus einem Warenhaus im Internet beruht auf Spontaneinkäufen. Fast jeder Internetnutzer erwischt sich hin und wieder, wenn er auf eine Werbeanzeige im Internet geklickt hat. Günstige Preise, limitierte Modelle oder exklusive Marken animieren zum Kauf im Online-Bereich. Eine Vielzahl aller Menschen shoppt zum Zeitvertreib im Internet. Denn auch, wenn die Waren und Artikel nicht gefallen, lassen sich diese oftmals kostenlos zurückschicken, so dass immer Bestellungen ohne echte Kaufabsicht erfolgen. Logistikunternehmen vermelden, dass die Zahl der Online-Bestellungen in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Durch die Corona-Pandemie hat der Onlinehandel einen weiteren Aufschwung erhalten, sodass viele Händler im Internet der gestiegenen Auftragslage kaum noch nachkommen können. Das Shoppen im Internet ist im Trend und dient vielen Menschen als Hobby gegen Langeweile, schlechte Laune oder Stress.

Social Media Plattformen als Zeitvertreib für zwischendurch

Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram oder TikTok vernetzen nicht nur eine Vielzahl von Menschen, sondern auch dienen auch in der Freizeit als interessante Beschäftigung. Hier sind es besonders Apps auf dem Smartphone, die immer häufiger als Freizeitbeschäftigung genutzt werden. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene sind nahezu süchtig nach den Social Media Plattformen im Internet. Laut einer aktuellen Studie ist die Nutzungszeit bei Kindern und Jugendlichen auf mehr als sechs Stunden pro Tag gestiegen. Es vergeht demnach kaum eine Stunde, in denen nicht auf die Inhalte auf den sozialen Netzwerken zugegriffen wird. Die hohen Nutzerzahlen der sozialen Netzwerke haben zudem den Job des Influencers ins Leben gerufen. Immer mehr Menschen mit einer entsprechenden Reichweite im Internet verdienen mittlerweile ihr Geld damit, Werbung über verschiedene Produkte zu machen oder Empfehlungen für bestimmte Unternehmen zu geben. Das Marketing auf den sozialen Netzwerken ist sehr effektiv, sodass große Unternehmen viel Geld für die Promotion auf Instagram und Co. zahlen. Auch viele Jugendliche träumen mittlerweile davon, Influencer zu werden, sodass selbst Kinder großen Idolen wie Social Media Star Kylie Jenner nacheifern.

Mokebo: David gegen Goliath

Oder: Warum die Zukunft des Möbelhandels online ist. Ein Gründer berichtet.

Gemeinsam mit meinem guten Freund und Mitgründer Moritz Messinger habe ich 2018 mokebo gegründet. Unsere Mission ist, den Möbelhandel ins digitale Zeitalter zu bringen und den jungen, trendorientierten Kund*innen ein modernes, nach bewussten Gesichtspunkten selektiertes, nachhaltiges Möbel-Sortiment zur Verfügung zu stellen. Eigentlich ein klares Ziel, doch bei genauerem Hinsehen gleicht dieses Vorhaben dem Kampf von David gegen Goliath* Die Annahme, man müsse Möbel unbedingt anfassen und testen, bevor man sie kauft, ist noch in vielen Köpfen verankert. Wir glauben aber, dass es auch anders geht und dass wir mit Nachhaltigkeit und exzellentem Service den Online-Möbelhandel revolutionieren können.

Nachhaltigkeit auf mehreren Ebenen

2021 fängt keine Revolution mehr mit dem Stichwort Nachhaltigkeit an. Nicht, weil das Thema nicht mehr relevant wäre – ganz im Gegenteil –, sondern weil sie unumgänglich ist. Selbstverständlich handeln auch wir bei mokebo nachhaltig wo immer möglich. Einerseits meinen wir damit natürlich, dass wir unter anderem Kollektionen aus Natur- und umweltverträglichen Materialien vertreiben: beispielsweise einen Sitzsack, dessen Stoff aus recycelten Plastikflaschen besteht. Alle Holzmöbel werden in Nordrhein-Westfalen mit Photovoltaik-Strom hergestellt. Auch werden der Großteil der Produkte erst dann und in Europa produziert, wenn sie bestellt werden, um lange und eigentlich unnötige Lagerzeiten zu vermeiden. Und verschickt wird in der letzten Meile klimaneutral. Andererseits beziehen wir Nachhaltigkeit auch auf die Beziehung zu unseren Kund*innen und Lieferant*innen. Die Kund*innen sind unser zentralster Fokus, dazu aber später mehr.

Wir legen großen Wert auf ein gutes und langfristiges Verhältnis zu unseren Hersteller*innen. Wir definieren uns nicht nur als Abnehmer ihrer Produkte, sondern auch als langfristige Partner. Wenn es uns gelingt, stabile Beziehungen aufzubauen, profitieren wir alle. So unterstützen wir unsere Hersteller*innen dabei, zum Teil selbst kleinere Unternehmen, ihre Prozesse zu digitalisieren. Die Einführung von Tools, beispielsweise für die nahtlose Verbindung beider Warenwirtschaftssysteme, die die Zusammenarbeit mit uns wiederum einfacher macht, hilft ihnen, ihr Unternehmen weiterzuentwickeln und wir unterstützen sie dabei.

Bei mokebo bedeutet Nachhaltigkeit also nicht nur, rücksichtsvoll mit der Umwelt und der Natur umzugehen, sondern auch langfristig zu denken und ein belastbares, auf Vertrauen und gemeinsamen Werten basierendes Geschäftsumfeld aufzubauen.

Wachstum aus eigener Kraft

Wer Start-up sagt, meint meistens auch die Beteiligung von Wagniskapitalgebern am Unternehmen. Mein Mitgründer Moritz und ich haben uns aber bewusst gegen dieses Modell entschieden und bauen mokebo aus eigenen finanziellen Mitteln auf, bootstrapped also. Das wichtigste Asset war dabei unsere Erfahrung: Moritz hatte erste Kontakte in die Möbelindustrie und im Zuge seines Dualen Studiums Einblicke in die Otto Group gewonnen. Ich war fast sechs Jahre lang für Amazon unter anderem als Product Manager tätig und konnte Erfahrungen im Bereich der Plattform-Ökonomie sammeln. Als Gründer-Team waren wir also gut aufgestellt und haben mokebo zunächst in einem sogenannten Lean-Launch gestartet. Mit nur einem Hersteller, der bis heute ein wichtiger strategischer Partner ist, und dem Fokus auf den zu dem Zeitpunkt einzigen Vertriebskanal Amazon ging es los. Dieses Setup war für uns die bestmögliche Kombination aus hoher Qualität und geringer Komplexität und ermöglichte uns, schon im ersten Jahr profitabel zu sein.

Mit zunehmendem Wachstum haben wir die Zahl der Fremd-Plattformen selektiv erhöht. Um aber unser Ziel, nämlich exzellenten Service im Online-Möbelhandel, nicht aus den Augen zu verlieren, fokussieren wir uns inzwischen ausschließlich auf Otto und Amazon – diese Plattformen decken etwa 75 Prozent der Nachfrage für Home & Living-Produkte im deutschen E-Commerce ab. Auch unser eigener Webshop gewinnt immer mehr an Relevanz, er ist der am schnellsten wachsende Vertriebskanal* Die Daten zeigen, dass insbesondere Zweitkäufe hauptsächlich über unsere Website stattfinden, weil die Kund*innen offensichtlich eine direktere Beziehung zu mokebo wünschen, sobald sie uns einmal kennengelernt haben. Auch die durchschnittlichen Warenkörbe sind hier am höchsten.

Kundenservice als Herzstück

Unsere Mission ist es, die Möbelindustrie nachhaltig zu digitalisieren und im Zentrum steht dabei hervorragender Service im Onlinehandel. Im ersten Schritt bedeutet das, eine lückenlose Customer Experience zu schaffen, durch die die Kund*innen digital an die Hand genommen und im Kaufprozess begleitet werden. Der Möbelkauf war bislang eine Domäne des stationären Handels, neue Möglichkeiten müssen da erst ihren Platz finden. Das Gefühl, immer eine*n Ansprechpartner*in zu haben, alle Fragen beantwortet zu bekommen und auch bei kleinen und großen Problemen nicht alleine gelassen zu werden, ist entscheidend für die Zufriedenheit der Kund*innen. Letztlich führt das dazu, dass mokebo einen bleibenden positiven Eindruck hinterlässt. Nur wenn das der Fall ist, setzt sich der E-Commerce im Home & Living-Bereich immer mehr durch und Menschen erwägen Möbel immer und immer wieder online zu kaufen – bestenfalls natürlich bei mokebo.

Auch aus ökonomischer Sicht wird Kundenservice immer wichtiger* Zuletzt sind die Akquisitionskosten für Neukund*innen dramatisch gestiegen. Ein Klick auf einen Suchbegriff wie beispielsweise „Stehleuchte” kostet heute schon deutlich über 1,50 Euro. Um dennoch profitabel zu sein, haben wir den Fokus vermehrt auf Paid-Social-Marketing gelegt, denn* Auf Facebook und Instagram werden unsere Warengruppen, beispielsweise also die Stehleuchte von oben, deutlich weniger beworben. So erzielen wir dort noch gute Customer Acquisition Costs (sog. CACs). Auch versuchen wir die Kundenströme dann gezielt auf unseren eigenen Webshop zu lenken, der aus strategischer Sicht ein immer wichtigeres Werkzeug wird. Die großen Plattformen verlangen 15 Prozent Provision und bis zu fünf Prozent Marketing-Fees, dementsprechend schrumpft unsere Marge bei diesem Absatzweg. Auch geben die Plattformen wenig Auskunft über die Verteilung von Neu- vs. Bestandskund*innen, einem wichtigen strategischen Anhaltspunkt für uns.

Aber dennoch* Amazon und Otto sind wichtige Kanäle für uns, die bewusste Balance aus eigenen und Fremdplattformen ist hier das Geheimnis. Unsere Daten zeigen hier ein interessantes Bild* Häufig werden unsere Kund*innen über die Plattformen auf uns aufmerksam und wickeln den Erstkauf auch dort ab. Die Beratung findet aber schon in unserer Spielfeldhälfte statt, beispielsweise via WhatsApp. Dieser Service ist so überzeugend, dass der Zweitkauf dann zumeist direkt über unseren Webshop stattfindet. In die Weiterentwicklung unseres Shops investieren wir derzeit sehr viel, flankiert wird er von ergänzenden Maßnahmen. Beispielsweise haben wir vor wenigen Wochen ein umfangreiches Newsletter-Konzept gestartet und können auf eine inzwischen starke Instagram-Community setzen.

Genau das sind die ersten Schritte hin zu unserem großen Ziel* zu zeigen, dass Möbel-E-Commerce nicht nur funktioniert, sondern einen besseren Service leisten kann, als die herkömmlichen stationären Angebote.

Dorfladen gründen: Tipps und To do‘s

Die vier Säulen eines dauerhaft profitablen Dorf- bzw. Bürgerladens.

Nicht erst seit dem Ausbruch der Corona-Krise suchen viele Menschen im Supermarkt einen Treffpunkt, der gute Laune macht. Der Dorfladen weist manchmal ein Café auf, in dem sich Jung und Alt gerne treffen. Ein Dorfladen muss eine stimmungsvolle Atmosphäre aufzeigen und zum Small-Talk einladen. Doch ist der Konkurrenzkampf zwischen Discountern und Supermärkten nicht mehr als groß? Wir stellen die wichtigsten 4 Säulen vor, die bei der Gründung vom Dorfladen einen großen Stellenwert einnehmen.

Miss dich nicht mit Discountern oder Supermärkten

Keine Frage: Ein Dorfladen ist kein Geschäft, in das die Kund*innen wegen der preiswerten Angebote kommen. Hier möchte man ein Schwätzchen halten und eine schöne Atmosphäre genießen. Aus diesem Grunde solltest du überlegen, was genau du alles an Leistungen in deinem Dorfladen mit aufnehmen möchtest. Mancher Dorfladen bietet einen Lotto- und Reinigungsservice an oder arbeitet mit einer Poststelle zur Paketaufgabe und -annahme. Dadurch werden zusätzliche Einnahmen generiert, die du nicht unterschätzen darfst. Auch eine Änderungsschneiderei wird in der heutigen Zeit ab und an gesucht. Je nach Talent und Möglichkeiten solltest du vor der Gründung genau überlegen, welche Geschäftsfelder du abdecken kannst.

Tipp: Überlege, wie du ein Alleinstellungsmerkmal als Dorfladen-Betreiber*in vorweist, das überzeugt.

Analysiere die Lage sehr gut, bevor du dein Unternehmen gründest

Natürlich solltest du vor der Gründung genau überlegen, welche Chancen du mit deinem Dorfladen haben wirst. „Die Lage, die Lage und nochmals die Lage“ - dies ist eine Philosophie, die du niemals außer Acht lassen darfst! Wenn du Discounter oder gut besuchte Supermärkte in deiner Nähe findest, dann ist es schwierig, mit einem Dorfladen den Lebensunterhalt zu verdienen. Der „Tante-Emma-Laden“ mit langen Öffnungszeiten und deinem vollen Arbeitseinsatz muss sich in einer Lage befinden, in der die Menschen das Geschäft gern aufsuchen. Hier wird eingekauft, um vielleicht auch einen Kaffee zu trinken und einen Plausch unter Nachbarn zu führen.

Tipp: Überlege dir genau, in welcher Lage du deinen Laden eröffnen möchtest und plane alle Mietkosten mit ein. Je besser du ins Dorfleben integriert bist, desto eher wird dein Geschäftsmodell vermutlich unterstützt.

Arbeite mit regionalen Herstellern zusammen, die man gern fördern möchte

Natürlich weist ein Dorfladen meist ein Sortiment an Waren auf, in dem jeder fündig werden kann, Voraussetzung dafür ist, dass das Motto „Qualität hat ihren Preis“ beachtet wird. Biete Bio-Waren von regionalen Betreibern an, die man gern unterstützt. Das Thema Nachhaltigkeit ist mehr, viel mehr, als ein Trend der Zeit, der bald wieder verfliegen wird. Zum Beispiel kannst du ein Geschäft ganz ohne Verpackungen in deinen Dorfladen integrieren. Somit schützt du Umwelt und Natur oder sparst Müll. Meist weist ein Dorfladen frische Lebensmittel auf, die verderben könnten. Hier solltest du oberste Wachsamkeit walten lassen. Ggf. lohnt es sich, mit selbstgemachten Naturkosmetik-Produkten (aus wertvollen Lebensmitteln, die vor dem Verderb geschützt werden) ein weiteres Geschäftsfeld abzudecken.

Tipp: Ein gutes Netzwerk zu regionalen Herstellern, mit denen du gern zusammenarbeitest, ist eine Eintrittskarte für den Erfolg.

Bei aller Leidenschaft dürfen Zahlen und Fakten im Businessplan nicht euphorisch geplant werden

Mit Herzblut und vollem Einsatz möchten sich heutzutage einige Menschen mit einem Ladengeschäft, das nicht jeder hat, selbstständig machen. Doch Vorsicht: Bitte kalkuliere vorsichtig und plane clever. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste und besser als Euphorie, weil du alles, was erzählt wird, glaubst. Zahlen, Daten und Fakten musst du mit einem Banker oder Berater in Sachen Unternehmensgründung genau analysieren. Auch beim Abschluss von Internet oder bei den Stromanbietern kannst du intelligent sparen, indem du den Neukundenbonus nutzen und verschiedene Dienstleister miteinander vergleichst. Daneben solltest du bei jeder Unternehmensgründung wissen: „Gut Ding will Weile haben.“ Rechne also mit Anlaufschwierigkeiten und kalkuliere in den ersten Monaten besonders defensiv.

Tipp: Denke bei jeder Kalkulation auch an den Ausfall deiner Arbeitskraft. Plane ggf. Versicherungen mit ein, die im Beitrag je nach Situation die Kosten deutlich erhöhen können. Wer von Anfang an alle Eventualitäten mit einplant, wird auf Dauer die Nase vorn haben.

Fazit

Dorfläden können sich dann durchsetzen, wenn der Betreiber/die Betreiberin besonders fleißig und freundlich ist. Zeige Menschlichkeit und beweise täglich den Kund*innen, dass sie von dir wie ein König behandelt werden.

Der Autor Wolfgang Gröll gilt als der "Dorfladen-Papst" schlechthin in ganz Deutschland. Seit mehr als 30 Jahren bringt er Erfahrung im Business des „Tante-Emma-Ladens“ mit. Fast 1000 kleinen Dorfläden konnte er bei der erfolgreichen Unternehmensgründung unter die Arme greifen. Nach seiner Philosophie möchte er kleinen Dorfläden dabei helfen, nicht illusorisch zu kalkulieren und zu zeigen, wie sie besser als die Konkurrenz sein können.

Die neuen Medien-Start-ups

Drei Start-ups und ihre Geschäftsideen, die zeigen, dass sich entgegen vieler Unkenrufe mit Journalismus bzw. im Medienbereich nach wie vor gutes Geld verdienen lässt.

Die Digitalisierung der Medienwelt macht es aufgrund der digitalen Inhalteproduktion und -ausspielung zunehmend attraktiv, im Journalismus unternehmerisch tätig zu werden. Nie standen mehr Möglichkeiten zur Verfügung, journalistische Arbeit zu einem Geschäftsmodell zu formen und somit wirtschaftlich tragfähig zu machen, und das insbesondere auch außerhalb klassischer Medienhäuser. Während sich viele eta­blierte Player erst an neue Formen der Monetarisierung herantasten, agieren Medien-Start-ups und junge Medienunternehmen ohne gewachsene Verlagsstruktur meist viel agiler und können schneller neue Finanzierungswege testen und umsetzen.

Wir stellen exemplarisch drei Teams aus dem Media Inno­vation Fellowship des Journalismus Labs der Landesanstalt für Medien NRW vor und zeigen, mit welchen Wegen der Moneta­risierung sich Start-ups erfolgreich am Markt positionieren.

Good News Magazin – mit positiven Nachrichten einen Impact bewirken

Die Band „Die Ärzte“ skizzierte in einem ihrer bekanntesten Songs „Lasse redn“ einmal eine Medienwelt, die vor allem von Angst und Hass geprägt zu sein scheint. David Gaedt, Lucia Lehmann und Florian Vitello wollen dazu ein Gegengewicht erzeugen. Mit dem Good News Magazin haben sie die erste crossmediale Marke für positiven Journalismus geschaffen. Für ihr Onlinemagazin, das zudem einen großen Teil des Traffics über seine Kanäle auf Facebook und Instagram generiert, bereiten die drei mit ihrem Team erfreuliche und inspirierende Nachrichten auf. Positiver Journalismus soll dabei nicht heißen, dass ausschließlich über rosarote Wolken berichtet und alle schlechten Botschaften ausgeklammert werden. Das Good News Magazin beschäftigt sich genauso mit der Realität wie andere Medien auch.

Der Unterschied liegt daher nicht vordergründig in der Themenauswahl, sondern vielmehr in der Herangehensweise: Bei jeder Geschichte versucht das Redaktionsteam, das neben David, Lucia und Florian auch rund 50 – noch ehrenamtliche – Autor*innen umfasst, die positiven Aspekte herauszustellen. Ein Beispiel dafür ist eine Reportage zum ehemaligen Flüchtlingscamp Moria: Der Artikel konzentrierte sich nicht darauf, ausschließlich die furchtbaren Umstände der Flucht darzustellen, sondern rückte in den Fokus, wie sich Menschen engagieren und versuchen, die Geflüchteten vor Ort zu unterstützen. Das Gründer*innen-Trio sieht sich bewusst als eine Ergänzung zum bereits bestehenden Medienangebot, das die Realität bisweilen zu einer Dystopie zu verzerren scheint.

Das Good News Magazin ist ein Social Impact Business. Den Macher*innen geht es darum, eine echte Veränderung herbeizuführen, bestimmte Werte zu vermitteln und die Medienlandschaft zu bereichern sowie mitzugestalten. Schon jetzt zeigt sich: Nicht nur mit Terror und Tragödien lassen sich große Reichweiten erzielen. Ihrer Ansicht nach ergäbe sich das Marktpotenzial sozusagen aus der Natur des Menschen heraus, schließlich würden wir uns alle nach positiven Erlebnissen und Ereignissen sehnen. Weil es den Leser*innen nach der Lektüre besser gehen soll, ist das Produkt letztlich ein kognitives.

Anders als viele etablierte Medien, die sich erst nach und nach verschiedene Kanäle erschlossen haben, ist das Good News Magazin von Anfang an so gedacht, dass die Beiträge über eine Vielzahl von Ausspielwegen funktionieren. Mit „Weltaufgang“ umfasst die Marke einen eigenen Podcast, bietet zudem eine Onlineplattform und nutzt die sozialen Netzwerke ausgiebig – und das nicht nur zur Zweitverwertung der Inhalte, sondern mit Unique Content explizit für die dort zu erreichende Zielgruppe. Dieser crossmediale Ansatz ist für das Marketing entscheidend, denn das Good News Magazin finanziert sich über ein Freemium-Modell. Es gibt also kostenlos zugängliche Inhalte, anderer Content ist jedoch exklusiv den Abonnent*innen vorbehalten. Die zweite wichtige Säule der Finanzierung sind Markenkooperationen und Bannerwerbung. Das Good News Magazin verzichtet dabei bewusst auf zwischengeschaltete Werbedienstleistende, sondern platziert alle Anzeigen selbst. Dies sorgt für einen durchgehend hohen Fit der Anzeigen mit der Zielgruppe der Marke. Bislang nutzen vor allem kleine und mittelständische Unternehmen die Plattform, profitieren dabei jedoch von vergleichsweise hohen Reichweiten und einem präzise adressierbaren Zielpublikum, das sich vornehmlich durch ein gemeinsames Interesse an nachhaltigen Themen und Produkten auszeichnet.

Emissionsfrei fliegen dank Start-up-Power

Angesichts des fortschreitenden Klimawandels werden die derzeit von der Luftfahrtindustrie geplanten Maßnahmen nicht ausreichen. Eine neue Studie zeigt 40 vielversprechende Start-ups im neuen Bereich der nachhaltigen Luftfahrt.

Die Übersicht des Sustainable Aero Lab zeigt 40 vielversprechende Start-ups, die die nachhaltige Luftfahrt in vier Technologiefeldern bündeln: Nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF), elektrische Antriebe, Wasserstoff und das digitale Backbone.

Die Studie untersucht auch die weltweiten Risikokapitalinvestitionen in emissionsfreie Technologien, ein Bereich, der in den letzten sechs Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat, aber bisher nur zögerlich mit dem Luftfahrtsektor in Verbindung gebracht wurde, insbesondere wenn es um komplexe Segmente wie Wasserstoff geht. Da jedoch in allen Industriezweigen das Interesse an Maßnahmen gegen den Klimawandel und zur Verringerung der weltweiten CO2-Emissionen wächst, ist das Potenzial für neue Akteure in der Luftfahrttechnologie so groß wie nie zuvor.

Stephan Uhrenbacher, Gründer und CEO von Sustainable Aero Lab: "Die Start-ups, die in letzter Zeit die meiste Aufmerksamkeit in der Luft- und Raumfahrt erhalten haben, beschäftigen sich mit der Raumfahrt und städtischen Lufttaxis. Diese Produkte sind zwar aufregende Flugobjekte und befriedigen die Sehnsucht der Menschen, aber weder die Lufttaxis noch die Beförderung von mehr Menschen in den Weltraum lösen das Problem der kommerziellen Luftfahrt: Das Fliegen muss kohlenstofffrei werden. Und das muss viel schneller geschehen, als die meisten in der Branche glauben. Das eröffnet Raum für Start-ups, die Komponenten für künftige Flugzeuge oder sogar ganze Flugzeuge, aber auch neue Betriebsarten anbieten können."

"Die Luftfahrt fliegt direkt in eine Klimakrise hinein. Dennoch konzentriert sich der Großteil der Branche darauf, die Emissionen schrittweise zu reduzieren oder auszugleichen, anstatt sie ganz zu beseitigen. Für diesen schrittweisen Ansatz bleibt keine Zeit mehr; die Auswirkungen des Klimawandels werden immer sichtbarer und betreffen jeden von uns im täglichen Leben. Wir brauchen mutige Lösungen, die den kommerziellen Flugverkehr im nächsten Jahrzehnt emissionsfrei machen, wenn wir die Ziele des Pariser Abkommens überhaupt erreichen wollen. Die gute Nachricht ist, dass solche Lösungen existieren und eine riesige Marktchance darstellen", sagt Paul Eremenko, CEO und Mitbegründer von Universal Hydrogen und Mentor im Sustainable Aero Lab. Mit seinem eigenen Start-up, Universal Hydrogen, spielt der ehemalige CTO von Airbus und United Technologies selbst eine aktive Rolle an der Spitze dieser Aktivität.

Die gesamte Studie des Sustainable Aero Lab, einschließlich der Start-up-Karte und einer Analyse der Risikokapitalinvestitionen in emissionsfreie Technologien, findest du hier

Die Liste der Start-ups (mit Herkunftsland) gibt's unter https://bit.ly/3xVvR92

Gründerstorys: Handel mit hochpreisigen Produkten

Vier Start-ups, die sich mit dem Fokus auf hochpreisige Waren und Dienstleistungen einen Namen gemacht haben.

Der Handel mit hochpreisigen Produkten ist nicht allein lukrativ, er verschafft auch Aufsehen. Etliche Gründer*innen können sich über die Gewinnmarge beim Vertrieb hochpreisiger Waren den Geschäftseinstieg erleichtern. Einigen gelingen gar echte Erfolgsstorys. In diesem Artikel werden einige der ruhmreichen Beispiele aufgezeigt.

1. Chronext: Luxusuhren als Verkaufsschlager

Das Start-up störte sich am in sich geschlossenen Markt der Luxusuhren. So erstellte das Unternehmen einen Onlinemarktplatz rein für gebrauchte Luxusuhren. Chronext hat eine eigene Meisterwerkstatt, in der angekaufte Uhren hochwertig aufgearbeitet werden. Mittlerweile bietet Chronext über 26.000 Uhrenmodelle und wurde durch die Swatch-Group zertifiziert. Chronext, ursprünglich aus Köln, beschäftigt heute 130 Mitarbeiter und unterhält mehrere Standorte.

Interessent*innen haben dank Chronext die ideale Möglichkeit, gut gewartete und aufbereitete Luxusuhren auf einem eigenen Marktplatz zu erwerben. Diese Option bestand durch die Geschlossenheit der Branche früher nicht, da Uhren entweder von Hand zu Hand gingen oder nur über spezielle Händler*innen im Luxussegment verkauft wurden. Ein Blick auf die Angebote für die TAG Heuer Aquaracer zeigt, dass Nutzer*innen hier tolle „Schnäppchen“ machen können.

2. JetSmarter: Reisen einmal ganz anders

Dieses Start-up lässt Exklusivität fliegen. Es handelt sich um eine Plattform, die User*innen Sitze in Privatjets vermittelt. Der Hintergrund der Idee ist, dass exklusive Privatjets zwar häufig für Flüge nach Dubai, Miami oder Sydney gebucht werden, doch der Rückflug findet direkt statt – mit leeren Sitzen. Dass dies weder nachhaltig noch ökonomisch sinnvoll ist, hat das Start-up gut erkannt.

Über die Plattform können sich nun Mitglieder von JetSmarter für einen Sitz in einem Privatjet anmelden. Die Mitgliedschaft bei JetSmarter ist allerdings nicht unbedingt günstig. Mindestens 5.000 Dollar kostet der Jahresbeitrag, einige Flüge sind für Mitglieder durch die Jahresgebühr abgedeckt. Bei anderen Flügen reduziert sich der eigentliche Flugpreis durch die Mitgliedschaft auf einen Betrag, der auf dem First-Class-Niveau liegt. Das Alleinfliegen ist allerdings nicht immer gegeben. Einige Flüge werden mit bis zu zwölf Personen verteilt, doch sind diese Flüge auch günstiger.

3. Nicki’s: Luxuskleidung für die ganz Kleinen

Eigentlich existiert das Unternehmen schon seit 1985 und war bekannt als Luxus-Kindermodengeschäft. Mit der frischen Unternehmensgeneration wird zwar weiterhin auf die traditionellen Werte gesetzt, doch kommt der Digitalsektor hinzu. Das neu gegründete Start-up beschäftigt vierzig Mitarbeitende in München, sucht beständig neue Angestellte und bietet nun auch die Luxuskinderkleidung im Onlineshop an.

4. Entrupy: Produktfläschern auf der Spur

Produktfälscher sind stets ärgerlich, im Luxussegment jedoch ein echtes Fiasko. In der USA bildete sich das Start-up Entrupy, welches Luxushändlern beim Auffinden von Fälschungen digital hilft. Doch wie funktioniert das?

Entrupy entwickelte einen Code, der als Schutzwall wirkt. Ein Algorithmus kontrolliert Fotos von Luxusartikeln automatisch auf die Echtheit der Artikel. Ist ein Händler interessiert, so kann er den Service im Abo erwerben und alle Produkte mit dem digital hinterlegten Zertifikat vertreiben. Hersteller von Markenwaren müssen nun vor ihrem Verkauf die Ware einmal scannen, sodass die „DANN“ des Stücks in die Datenbank kommt. Von jetzt an lässt sich das Stück auf Fotos immer wiedererkennen.

Sollte die Software, die laut Angaben von Entrupy eine Trefferquote von rund 98,5 Prozent hat, einmal versagen, erstattet der Betrieb die Kosten. Das Angebot richtet sich an Hersteller, Second-Hand-Händler im Luxusbereich sowie an Online-Marketplace-Betreiber.

Das sind natürlich nicht alle Start-ups, die rund um das Luxussegment eine Erfolgsstory schrieben oder gerade im Begriff sind, sie zu schreiben. Für Gründer*innen ist der Luxusbereich äußerst interessant, denn für gute Ideen sind die Marken oft bereit, gutes Geld zu bezahlen.

Fazit – Erfolg durch den Erfolg

Gründer*innen, die sich im Luxussegment mit eigenen Ideen durchsetzen, schaffen dies auf zweierlei Weise. Entweder sie lösen sie Probleme, die Luxushersteller haben. Oder sie bieten einen Weg, am Luxus teilzuhaben, ohne zu dem berühmten „Einen Prozent“ zu gehören. Gemein ist ihnen, dass sie überraschende und zielführende Ideen hatten. Ob dies nun der Marktplatz für Luxusuhren ist, die Plattform, auf der Plätze in exklusiven Jets gebucht werden kann oder ob Plagiate gefunden werden.

Start-up-Quelle Klassenraum

Die Förderung junger Talente, die sich schon in der Schule fürs Gründen begeistern, wird hierzulande nach wie vor eher stiefmütterlich behandelt. Umso wichtiger ist es, Mut zu machen und erfolgreiche Schülergründer*innen zu präsentieren.

Ideen können überall entstehen, auch schon in der Schule. Das deutsche Bildungssystem macht es angehenden Gründer*innen allerdings nicht leicht – dennoch stehen einige Schüler*innen kurz vor dem Durchbruch. „Vom Bildungssystem kommt da leider nicht viel“, sagt Leonard Darsow, 17 Jahre alt, aus Freiburg im Breisgau. „Was gibt es für einen besseren Weg als die Schule?“, fragt Berit Allgeier, 18 Jahre, aus Achern (Baden-Württemberg). „Da muss mehr kommen, das verpflichtend zu unterrichten“, meint Edgar Schmidt-Narischkin, 19 Jahre, aus Berlin. Nein, gut steht Deutschland wirklich nicht da, wenn es darum geht, das Gründertum in der Schule zu vermitteln. Laut einer Untersuchung des Global Entrepreneurship Monitors liegt Deutschland gerade einmal auf Platz 36 von 54 in dieser Kategorie.

Hilfe von außerhalb

„Das Gründertum und das Handwerkszeug zum Gründen werden in unserem Bildungssystem kaum vermittelt“, kritisiert Hauke Schwiezer, Mitgründer und Geschäftsführer der Non-Profit-Organisation Startup Teens (s. StartingUp 02/2020 – Abonnent*innen können im Online-Heftarchiv gratis auf den Beitrag zugreifen). Besonders bei jungen Gründer*innen gehört Deutschland mit 3,4 Prozent zu den Ländern mit den niedrigsten Quoten. „Viele Jugendliche würden gern gründen, wissen aber noch nicht wie“, sagt Schwiezer. Mit Startup Teens adressieren er und sein Team dieses Problem. Ziel der Initiative ist es, jungen Menschen dabei zu helfen, ihre innovativen Ideen umzusetzen, damit es künftig wieder mehr Gründer*innen, Unternehmensnachfolger*innen und unter nehmerisch denkende Angestellte gibt. „Wir vermitteln dafür wichtige Skills, wie Coding, also Programmieren, und machen sie so fit für ihre berufliche Zukunft“, erklärt Schwiezer. Um das zu ermöglichen, bietet Startup Teens On- und Offline-Events, einen You­Tube-Kanal für Unternehmertum und Coding sowie ein Mentoren-Netzwerk mit fast 1000 Persönlichkeiten aus Start-up-Szene, Industrie und Mittelstand.

Außerdem wird jährlich ein deutschlandweiter Businessplanwettbewerb veranstaltet. Einen solchen jährlichen Wettbewerb veranstaltet auch Jugend gründet. Seit 2003 können Teilnehmende mithilfe einer Online-Eingabemaske einen markt­reifen Businessplan entwickeln. Dabei werden sie durch die JG-Business-Academy und über ein großes Mentoren-­Netzwerk unterstützt. Denn auch hier wurde das Problem an deutschen Schulen erkannt: „Unternehmen haben in unserer Gesellschaft eine große Bedeutung: Sie kreieren Werte mit ihren An­geboten, sie stellen Arbeitsplätze für die Mehrzahl aller Beschäftigten in Deutschland und sie sind Innovationstreiber“, sagt Projektleiterin Franziska Metzbaur. „Eine Beschäftigung mit diesen Themen bereits im Unterricht halte ich für höchst sinnvoll. Auch, weil es nötig ist, dass wir den Jugendlichen aufzeigen, dass in diesem Bereich eine große Chance besteht mitzugestalten, wie sich unsere Zukunft entwickelt.“ Und Jugend gründet bietet neben dem Businessplan noch ein weiteres Element: In der zweiten Phase des Wettbewerbs wird ein virtuelles Unternehmen in einer Com­puter­simulation für die ersten acht Jahre durch die Höhen und Tiefen der Konjunktur gesteuert. Die zehn Teams, die nach diesen beiden Runden die meisten Punkte haben, dürfen am Finale teilnehmen. Dem Gewinner winkt der Hauptpreis: Eine Reise ins globale Gründerparadies Silicon Valley.

Kein Rest bleibt zurück

Über diesen Preis konnte sich 2020 Edgar Schmidt-Narischkin aus Berlin freuen. Zusammen mit seinem Team bestehend aus Kilian Holle, Karl Weiss, Liv Jürgensen und Subonn Lee hat er ein Produkt entwickelt, dessen Ursprung auf einem Balkon mitten in Berlin liegt. Denn Edgar liebt die Gartenatmosphäre auf seinem Balkon und bepflanzt ihn deshalb jedes Jahr neu. Doch eine Sache stört ihn: Die Plastikblumentöpfe seiner Setzlinge, die sich hinter ihm auftürmen. „Es tut weh, dass sich jedes Mal so viel Müll ansammelt“, sagt der 19-Jährige.

Laut Deutscher Umwelthilfe (DUH) landen hierzulande jährlich 116.000 Tonnen Plastik aus Verpackungen und Produkten in der Umwelt. Um diese Zahl zu senken, hat Schmidt-Narischkin mit seinen Freund*innen einen Blumentopf entwickelt, der sich selbst in der Erde kompostiert. Der sog. KomPot besteht aus Holzfasern, Stärke und Lignin. Er kann zusammen mit dem Setzling eingepflanzt werden und verschwindet nach einigen Monaten, während er dabei die Pflanze düngt. „Die Entwicklung geht gut voran“, erklärt der 19-Jährige zum KomPot, dessen Marktstart wegen geschlossener Blumenläden verschoben werden musste. „Die Schule hat uns bei diesem Projekt Mut gemacht“, sagt er. Über Workshops des Netzwerks „[email protected]“ sind sie in Berührung mit dem Unternehmertum gekommen. Dennoch: „Schön wäre es, wenn es auch im Unterricht entsprechende Module geben würde. Es kann so viel Innovation bringen, wenn Schüler im Unterricht etwas zum Thema Gründen lernen würden.“

Michael Martin: In Alternativen denken

Michael Martin ist ein Serial-Entrepreneur im Bereich Automotive, der die aus seiner Sicht einseitige Ausrichtung der automobilen Elektromobilität anprangert und daher selbst in alternative zukunftsweisende E-Mobility-Konzepte investiert.

Michael Martin aus dem oberschwäbischen Ravensburg gilt als intimer Kenner der europäischen Automobilindustrie. In 28 Jahren hat er acht Unternehmen im Bereich Automotive aufgebaut. Mit seinen Firmen, welche auf Engineering-Dienstleistungen spezialisiert waren, hat er für praktisch alle deutschen und für einige europäische Autobauer als Entwicklungspartner gearbeitet. So im Bereich Leichtbau, Simulation der Fahrleistungs- und Verbrauchswerte, Test und Absicherung sowie Softwareentwicklung. Doch angesichts des seiner Meinung nach durch die Politik erzwungenen Abdriftens der Hersteller, Elektrofahrzeuge mit nicht wettbewerbsfähigen Batterien als Feigenblatt für ihre Flotten-CO2-Emissionen zu forcieren, hat der Pragmatiker Martin die Zusammenarbeit beendet. Seine Firma Vdynamics GmbH mit nahezu 100 Ingenieuren hat er an einen Zulieferkonzern verkauft und widmet sich seitdem u.a. dem Zukunftsthema Flugtaxis.

Es geht nicht um gut oder schlecht

Für Michael Martin geht es nicht um gut oder schlecht, es geht auch nicht um ein ideologisches Pro und Contra. „Der Punkt ist, wie man die regenerativen Energien – Sonne, Wind, Wasser, Biomasse – zum Endantrieb bekommt“, so Martin. Seine Analyse wird von Wissenschaftlern wie Prof. Dr.-Ing. Ralph Pütz vom Institut für angewandte Fahrzeugforschung und Abgasanalytik an der Hochschule Landshut gestützt. Dieser Endantrieb könne, anders als von der EU propagiert, nicht nur ein Elektromotor, sondern durchaus weiterhin auch ein hochsauberer Verbrennungsmotor – zum Beispiel mit e-fuels, Ethanol oder Biodiesel – sein, so Martin und Pütz unisono.

Hintergrund: Die deutsche Automobilindustrie sitzt, so Martin, in der Elektrofalle. Ihr sind politisch praktisch alle sinnvollen alternativen Antriebe basierend auf dem Verbrennungsmotor abgeschnitten. „Die technisch bedingten Fahrzeugemissionen werden in der EU-Verordnung 443/2009 geregelt und wurden für das Jahr 2021 auf 95 Gramm CO2/km festgelegt. Dieser restriktive Flottengrenzwert zwingt die Hersteller dazu, Elektroautos in den Markt zu bringen“, so Martin. Denn nur Elektroautos gehen aufgrund der sogenannten Tank-to-Wheel-Betrachtung mit dem Emissionswert Null in die Berechnung ein. Obwohl die Stromerzeugung noch auf Jahrzehnte hinaus einen großen Teil Kohle und Gas verfeuert (und von Atomstrom gar nicht zu reden).

Tatsächlich fehlt es unter anderem noch an wirklich schnell ladenden und hochleistungsfähigen Batterien. „Trotzdem wird ausschließlich diese Technik, die sich noch in der Entwicklung befindet, mit hohen staatlichen Mitteln in den Markt gepuscht. Statt das den Politikern klar zu machen, hat man ,des Kaisers neue Kleider‘ gespielt“, so Martin. „Wir sind technologisch nackt und keiner traut es sich zu sagen.“

Auf Brückentechnologien setzen

Dabei haben wir, so Martin, sehr hochentwickelte Motoren der nächsten Generation in petto, „könnten mit Benzin, Diesel und natürlich mit erneuerbaren Brennstoffen ein Optimum an Effektivität und Sauberkeit herausholen, um Brückentechnologien zu schaffen, die uns in ein geregeltes und ausentwickeltes Elektrozeitalter hinüberbringen. Trotzdem müssen sie sich dem Druck der Politik beugen – mit der technologisch nicht nachvollziehbaren Formel ,Strom hat keine Emissionen und wird mit Null in der Flottenbilanz bewertet‘“. Eine Auswahl verschiedener Antriebe für den jeweiligen Bedarf ist aus Martins Sicht die richtige Lösung, bis es einen wirklichen Quantensprung in der Technologieentwicklung gibt. Und eben nicht die ausschließliche Konzentration auf die Elektromobilität. „Diese ergibt erst Sinn mit neuer Batterietechnologie, mit der Feststoffbatterie, die trocken aufgebaut und nicht entflammbar ist und die in wenigen Minuten mit bis zu 70 Prozent aufgeladen werden kann. Eine Batterietechnik, die die zwei- bis dreifachen Leistungsdaten und das halbe Gewicht heutiger Akkus haben wird. Parallel muss verstärkt am Wasserstoffantrieb insbesondere für schwerere Fahrzeuge geforscht werden; die langfristig eindeutig beste Lösung.“

Die „Augenwischerei“ geht laut Martin aber noch weiter. Das Ziel der EU von minus 30 Prozent CO2-Ausstoß bis 2030 sei mehr als zweifelhaft, wenn bei schweren Lkw weder entsprechende Technologien bis dahin wirklich breit verfügbar noch entsprechende europaweite Infrastrukturen vorhanden sind. Die von der EU-Kommission vorgegebenen kurzen Vorbereitungszeiträume und hohen Strafzahlungen, die bei Nichteinhalten der CO2-Reduktionsziele auf die Hersteller zukommen, verstärken diese Problematik noch. Der europä­ische Steuerzahlerbund, der seit vielen Jahren in Brüssel für Transparenz bei Subventionen aus Steuergeldern kämpft, will mit Michael Martin als Senior Expert Mobility and Automo­tive den Finger in die wunden Punkte bei der E-Mobilitäts-­Förderung legen.

Flugtaxis als Treiber der Mobilität

Michael Martin ist trotz aller Kritik der Mobilitätsbranche treu geblieben. Er investiert in ein Segment, das durch Zukunftsromane und Sci-Fi-Filme fast etwas kurios angesehen wird: Flugtaxis. Doch Martin ist sich sicher, dass Flugtaxis die Treiber der Mobilität in der dritten Dimension sein werden. Flugdrohnen sollen vor allem kurze und mittellange Distanzen zwischen 1 und 50 bzw. 100 Kilometer überbrücken. Sie könnten in Zukunft ihre Passagiere elektrisch und vor allem autonom an ihr Ziel bringen. Das Konzept wird weltweit von einigen Unternehmen verfolgt, darunter von den beiden deutschen Start-ups Volocopter und Lilium. In den USA forscht der Hubschrauberhersteller Bell zusammen mit Uber, und auch der koreanische Autogigant Hyundai arbeitet an einem eigenen Flugtaxi.

Martin engagiert sich bei Valcon Labs als Co-Founder und fungiert auch seit wenigen Wochen als deren Präsident Europa: „Bis 2050 werden mehr als zwei Drittel der gesamten Weltbevölkerung in Mega-Cities leben. Aber städtische Infrastrukturen haben Schwierigkeiten, sich anzupassen; wir stehen zu viel im Stau und vergeuden Zeit.“ Für den passionierten Ferrari-Fahrer das größte anzunehmende Unglück. Valcon Labs, so der Investor, wird ein einzigartiges, sicheres und nachhaltigstes städtisches Luftmobilitätsfahrzeug (autonom) entwickeln und herstellen. Das Hauptunterscheidungsmerkmal ist unter anderem die Batterie, die das Rückgrat des Unternehmens bildet. Valcon Labs wird nämlich seine eigene Zelltechnologie mit mehrfacher Energiedichte und eigenem Batteriedesign entwickeln und herstellen. Diese Art von Batterien ist nicht brennbar – das sogenannte thermische Durchgehen ist unmöglich – und garantiert damit höchste Sicherheitsstandards. Michael Martin ist sich sicher, dass die weltweite Marktgröße für Batterien der E-Mobilität bis 2030 leicht an der 100 Milliarden US-Dollar Grenze kratzt und danach weiter ansteigt.

Auch für die Autohersteller wird urbanes Fliegen zunehmend attraktiv: Toyota steckt 394 Mio. US-Dollar in Joby Aviation, eine US-Firma, die elektrisch angetriebene Flugtaxis und Flugservices entwickelt. Erst kürzlich hatte Hyundai auf der CES ein Personal Air Vehicle angekündigt, das bis zu vier Passagiere über längere Strecken in urbanen Umgebungen befördern kann. Zusammen mit Uber will Hyundai ein urbanes Transportsystem aufbauen, das Lufttaxis und autonom fahrende Autos kombiniert. In Deutschland etwa hat Daimler in Volocopter investiert, Porsche kooperiert mit Boeing.

Gigantischer Wachstumsmarkt

Für das Jahr 2035 sagt eine Studie der Managementberatung Porsche Consulting ein weltweites Marktvolumen von rund 32 Milliarden US-Dollar voraus. Und das sei keine optimistische, sondern eine realistische Prognose, so die Autoren der Studie. Davon sollen 21 Milliarden US-Dollar auf den innerstädtischen Verkehr und elf Milliarden US-Dollar auf die Verbindung zwischen zwei Städten entfallen. Bis dahin sollen nach Schätzungen der Analysten insgesamt rund 23.000 Lufttaxis in den Himmel aufsteigen, um Passagiere schnell, günstig und sicher ans Ziel zu bringen.

Auch wenn es in Deutschland vielversprechende Start-ups im Bereich Flugtaxis gibt, fühlt sich zumindest Martin mit den Spezialisten aus den USA im Team wohler: „Um neue Technologien in den Markt zu bringen, ist der richtige Zeitpunkt unerlässlich und die herausragende Technologie ausschlag­gebend, das wissen wir. In den USA investiert man Zeit, Geld und vor allem Enthusiasmus in Visionen für die Zukunft. Und da das Silicon Valley vor allem für die Kompetenz in der Softwareentwicklung steht, verbinden wir bei Valcon Labs den amerikanischen Traum mit deutscher technologischer Gründlichkeit. Nichts auf der Welt ist so erfolgreich wie eine Vision, deren Zeit gekommen ist.“

Hörgeräte zum Musikhören

Wie modernste Technik das Musikhören unterstützt.

Kannst du auch nicht ohne Musik leben? Musik kann besonders inspirierend sein. Man kann fast sagen: Solange es die Menschheit gibt, gibt es auch Musik. Heutzutage leben wir mit viel Musik um uns herum. Wir hören sie zum Beispiel unbewusst nebenbei beim Einkaufen oder auch ganz bewusst zum Entspannen. Es gibt kaum Filme ohne Musik. Glücklicherweise musst du aber als Hörgeräteträger nicht darauf verzichten. Es gibt digitale und moderne Hörgeräte der heutigen Zeit, die dich mit modernsten Technologien unterstützen. Damit kannst du die Dynamik der vielen Musikgattungen sowie den satten Klang genießen.

Damit ein Hörgerät Musik perfekt wiedergeben kann, gilt es einige Herausforderungen zu meistern. Auch die hohen Frequenzbereiche sind technologisch eine Herausforderung. Diese müssen nämlich originalgetreu abgebildet werden. Es gibt charakteristische Klangfarben, die einzigartig sind, wenn es um die Kompositionen geht. Gewisse Tonelemente in der Hochton Ebene sind auch in der menschlichen Sprache enthalten. Besonders Kinderstimmen kannst du mit einem hochwertigen Hörgerät besser wahrnehmen, denn sie bewegen sich im oberen Frequenzbereich der menschlichen Sprache.

Gerade die höheren Frequenzen nimmst du mit einem Hörverlust relativ schnell nicht mehr wahr. Diese sind meistens das Erste, was beim Hörverlust verloren geht. Eine solche Hörminderung kannst du mit einem Hörgerät allerdings gut ausgleichen. Dadurch bist du in der Lage, auch im Hochtonbereich wieder besser zu hören. Das führt zugleich zu einem verbesserten Sprachverständnis. Auf dein Musikhören wirkt sich ein gutes modernes Hörgerät ebenfalls positiv aus.

Die Hörakustik im Musikbereich

Innerhalb der Hörakustik hat sich unter anderem ein Spezialbereich herausgebildet, der sich mit der musikalischen Hörakustik befasst. In diesem Bereich werden Techniken für Hörgeräte entwickelt, durch die der Klangcharakter ebenfalls berücksichtigt wird. Somit kannst du dich über eine perfekte musikalische Wiedergabe freuen. Die elektronischen Bauteile können die Hörgeräte in puncto Klang auf ihre eigene Weise beeinflussen, das bedeutet, dass nicht jedes Hörsystem die Klänge und die Musik gleich gut wiedergibt. Das solltest du wissen, denn auch hier lohnt es sich, auf Qualität zu setzen.

Viele Facetten und satte Klänge

Es gibt unterschiedliche Strategien, wenn es um die Hörgeräte Herstellung geht. Die Signalverarbeitung ist hierbei der wichtigste Faktor. Deshalb gibt es unterschiedliche Hörprogramme, die genau darauf spezialisiert sind. Hochfrequente Töne können auf einzigartige Weise von einem guten Hörgerät wiedergegeben werden. Eine solche technologische Lösung solltest du dir gönnen, wenn du gerne Musik hören möchtest. Es gibt Systeme, die die eingehenden Audiosignale als Ganzes verwerten können. Die unterschiedlichen Kanäle werden nicht aufgespalten. Möchtest du satte und natürliche Klänge bei der Livemusik genießen können? Dann darf es ein gutes Hörsystem für dich sein.

Musik hat eine sehr umfassende klangliche Vielfalt. Damit du diese authentisch wahrnehmen kannst, werden spezielle Hörsysteme in der heutigen Hörgerätetechnologie verwendet. Außerdem ist es wichtig, dass sowohl leise als auch außergewöhnlich laute Töne gleichermaßen gut verarbeitet und wiedergegeben werden können. Deshalb muss das Audiosignal korrekt verstärkt werden. Das darfst du von modernen Hörgeräten erwarten.

Dein Hörgerät für kabelloses Musikhören

Ein Hörgerät kann dich aber beim Musikhören auch noch anderweitig unterstützen. Mithilfe einer Bluetooth-Verbindung benötigst du kein Kabel mehr, um mit deinem digitalen Hörgerät Musik zu hören. Das funktioniert über den Funk. Hast du dich schon bei den modernen Multimediaprodukten umgesehen? Dasselbe gilt nämlich nicht nur für das Musikhören, sondern auch für das Fernsehen und Telefonieren ganz ohne Kabel. Nutze deine kleinen Hightech-Apparate in Form deiner Hörgeräte für deinen Alltag auch als vollautomatische Kopfhörer. Die Wiedergabe der Audiosignale kann beidseitig erfolgen, damit du die volle Stereoqualität genießen kannst. Die Übertragung ist für dich besonders komfortabel und unkompliziert. Für dich ist das Hören wieder farbenfroh und wunderschön, wenn du das richtige Hörgerät trägst.

Dies ist ein Beitrag des Start-ups MySecondEar, einem der am schnellsten wachsenden Hörakustiker in Deutschland.

HANS Brainfood – die Hanf-Pioniere auf Wachstumskurs

Ende 2018 hatte ich – Hans – das große Vergnügen, die sympathischen Co-Gründer von HANS Brainfood – Matthias Coufal und Jakob Graf – erstmals auf einer Genuss-Messe in München zu treffen. Hier liest du, wie sich das damals noch junge Hanf-Business der Regensburger weiterentwickelt hat.

Hier kannst du unser Interview von 2018 nachlesen.

Zu dieser Zeit (2018) war das Thema Hanf bereits im Begriff, zu einem Trend zu werden. Nicht jedes Start-up, das seitdem auf Hanf (in Lebensmitteln) gesetzt hat, konnte sich damit am Markt etablieren – umso erfreulicher die Entwicklung der Regensburger Gründer. Ein Pluspunkt waren von Beginn an die eigenen Hanffelder in Deutschland, die nachhaltig sind und umständliche Importe obsolet machen. Ein weiterer Vorteil des Trios: es entwickelt verdammt leckere Snacks …

Vor Kurzem haben die Hans Brainfood’ler in Rekordzeit ein 6-stelliges Funding erfolgreich eingefahren, um weiter mit ihren Hanfriegeln und neuen Produkten zu wachsen. Mehr dazu im Update-Interview mit Co-Founder Jakob:

Wie hat sich das Team bzw. die Verantwortlichkeiten seit unserem letzten Gespräch verändert?

Am Anfang macht natürlich jeder irgendwie alles – egal, um was es geht. 2018 waren wir zu dritt und organisierten alles noch neben unseren Vollzeitjobs! Mittlerweile sind wir ein starkes achtköpfiges Team und sind Vollzeit in der Firma tätig – zumindest Matthias und Jakob, Isabella studiert gerade noch fertig. Unser Team haben wir besonders im Marketing und Design aufgestockt.

Wie haben sich eure Produkte verändert bzw. hat sich eure Produktpalette erweitert?

Gestartet sind wir ja mit unseren 4 Riegeln aus Hanfsamen und Honig und einer Auswahl an veganen Proteinpulvern. Die sind alle geblieben aber mittlerweile haben wir über 20 Produkte im Angebot – alle weiterhin auf der Basis von unseren regional angebauten Hanfsamen. Über Hanf-Snackballs über Samen und CBD-Öle bis hin zu einer wahnsinnig leckeren Hanf-Schoko-Creme ist für jeden was dabei.

Was waren die größten Herausforderungen, die ihr seit unserem „Gründer-der-Woche-Interview“ gemeistert habt?

Sicher nicht nur für uns, sondern für fast alle Start-ups war die Corona-Pandemie die größte Herausforderung der letzten Jahre. Wenn selbst große Firmen ins Straucheln geraten, dann ist das als Start-up um eine Zehnerpotenz wahrscheinlicher. Denn besonders da sind die Finanzpolster ja eher dünner als dicker. Aber das haben wir gut gemeistert und sind sogar gestärkt aus der Krise hervorgegangen. Das, was uns an anderen Ecken gefehlt hat, konnten wir schließlich durch den Fokus auf unser Online-Geschäft ausgleichen, welches um 400% gegenüber dem Vorjahr gewachsen ist! Mittlerweile arbeiten wir seit über einem halben Jahr profitabel.

Das ist eine super Entwicklung: Wo steht ihr demnach heute am Markt? Wie schaut’s mit dem Wettbewerb aus?

Wir sind eine der bekanntesten, wenn nicht sogar die bekannteste Marke für Hanfprodukte in Deutschland. Obwohl der Wettbewerb nicht schläft und wir auch schon mit dreisten Kopien konfrontiert waren, kann uns die Konkurrenz so schnell nicht ausstechen. Denn eigene Hanffelder in Deutschland hat keiner – das muss alles aus Übersee importiert werden, was natürlich alles andere als nachhaltig ist!

Ihr habt gerade ein rasantes Seedmatch-Funding hingelegt – herzlichen Glückwunsch dazu! Was soll mit dem frischen Kapital geschehen?

Das war ja der komplette Wahnsinn: Wir wollten 400.000 € einsammeln und haben mit einer Fundingzeit von mindestens 3 bis 4 Wochen gerechnet. Nach nur gut 2 Tagen war das Ziel schon voll! Wir können gerade selbst noch kaum glauben, wie gut das gelaufen ist und wie viele Menschen hinter dem stehen, was wir tun!

Da wir bereits profitabel sind, können wir das Geld zu 100% in Wachstum investieren. Das bedeutet für uns die bestehenden Marketingkanäle zu intensivieren, sowie neue Kanäle zu testen. Auch unser Vertrieb wird mit dem neuen Kapital massiv ausgebaut und Exportmärkte erschlossen. Ein Teil wird auch in die Produktentwicklung fließen.

Was sind eure weiteren Pläne?

Neben der Expansion im Marketing und Vertrieb arbeiten wir schon intensiv an neuen Produkten, da wird es in den kommenden Monaten schon etwas Spannendes geben! Darüber hinaus arbeiten wir an einer kompostierbaren Verpackung die wir aus unseren Hanffasern herstellen – das ist sehr komplex und wird leider noch etwas dauern.

Was würdest du aus heutiger Sicht ggf. in der Anfangszeit lieber anders gemacht haben?

Wenn man einen Blick auf die Statistik wirft, denke ich, dass wir vieles richtig gemacht haben, sonst gäbe es uns heute nicht mehr. Ich würde mich auf jeden Fall nicht mehr in großem Maße auf externe Partner verlassen. Das war einer unserer größten Fehler bisher – die wichtigsten Themen nicht selbst anzugehen, sondern versuchen, sie auszulagern.

Und wie immer zuletzt von mir gefragt: Was rätst du anderen Gründer*innen, die sich wie ihr in der Wachstumsphase befinden?

Erstens: Guter Rat ist teuer – echte Profis kosten Geld. Und zweitens: Das meiste davon ist trotzdem rausgeschmissenes Geld, deshalb lohnt es sich oft, intern die Kompetenzen aufzubauen.

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Das Interview führte Hans Luthardt

KOPFSALAT mit HERZ

Die Kölner Gründerin Stephanie Gerharz erfindet ein pfiffiges Kartenspiel namens KOPFSALAT mit HERZ und vertreibt es erfolgreich im Eigenverlag.

Die ersten 1000 Kartensets waren schnell vergriffen und sind bereits in Bildungs- und Therapieeinrichtungen, Schulen und Kindergärten, bei Familien und Freunden im Einsatz. Um Herz und Verstand geht es in dem von Stephanie Gerharz entwickelten Kartenset KOPFSALAT mit HERZ: „im klassischen Lehrprogramm lernen wir nicht, was alles in der kleinen Box verborgen ist.“ Das neue Spiel für jedes Alter und viele Gelegenheiten enthält Aha-Erlebnisse für den Geist, Energiequellen für den Körper und Anregungen zum Stressabbau durch Bewegung und Koordination. Nicht nur der Inhalt begeistert, auch die Schachtel, die einzelnen Spielkarten sowie das Beiheft sind bewusst hochwertig gestaltet und überzeugen durch eine besonders angenehme Haptik.

Ein Spiel für alle Sinne

Und KOPFSALAT mit HERZ kann noch vieles mehr: es trainiert Stimme und Kommunikation, schärft die Sinne für eine achtsame Wahrnehmung und eine bessere Konzentration. Das Spiel kommt dabei ohne feste Regeln aus, „wir sind schon überall von Vorschriften umgeben, daher habe ich ganz bewusst ein Kartenspiel ohne feststehende Regeln entworfen, um der Freiheit beim Spielen den größtmöglichen Raum zur Entfaltung zu gewähren“, so die Gründerin Gerharz. Eine kurze Anleitung erklärt den Einstieg, der Ablauf erfolgt dann je nach Situation oder nach Zusammensetzung der Mitspielenden. Bei KOPFSALAT mit HERZ gibt es auch keine Verlierer – denn jeder kann nur gewinnen, wenn Kreativität und Fantasie in uns wachsen. „Wenn Verstand und Herz zusammenarbeiten fühlen wir uns ausgeglichen“, beschreibt die Spieleerfinderin den harmonischen Gemütszustand der Herzintelligenz.

Als familiäres Gemeinschaftsprojekt entstanden

Für Stephanie Gerharz folgt die Energie der Aufmerksamkeit. Aus ihrer Arbeit als Coachin und aus dem eigenen Bewusstsein schöpfte sie ihre Ideen für 60 einzigartige Karten, eingeteilt in sechs Kategorien. Das Spiel mit dem ungewöhnlichen Namen ist im Kopf entstanden sowie im Herzen herangereift. „Der Salat trägt als einziger sein Herz im Kopf“, schmunzelt die Kölnerin, „auch wenn man sich manchmal fühlt, als hätte man nur noch Salat im Kopf!“ Was zunächst lustig klingt beschreibt die Tools des Sets ziemlich treffend, das „wirre Durcheinander“ lässt sich mit dem kleinen Schatz an Karten-Werkzeugen ordnen – Körper, Geist und Seele laden dabei schnell wieder auf. Als ein Gemeinschaftsprojekt und kleines Familienunternehmen ist das Start-up KOPFSALAT mit HERZ entstanden: Stephanie Gerharz kreiert, ihre Tochter fotografiert, der Sohn berät und ein Onkel unterstützte anfangs die Vermarktung.

Spielerisch lernen fördern

Die Herzintelligenz steht im Fokus von KOPFSALAT mit HERZ. Im 87-seitigen Beiheft des Spiels liest man dazu: „Nicht nur mit Worten kommunizieren wir, auch mental über die Gedanken, ja sogar unser Herz sendet Signale ans Gehirn. Arbeiten Kopf und Herz harmonisch zusammen entsteht die sogenannte Herzkohärenz – ein Zustand, der körpereigenen Heilkräfte erweckt.“ Ein Spiel für alle soll KOPFSALAT mit HERZ sein, „ich möchte mit Fragen und Übungen alle Ebenen des Menschseins aktivieren“, sagt Gerharz, „die enthaltenen Ansätze für Körper und Geist können in vielfältigen Gesundheits-, Lebens-, und Bildungsbereichen zum Einsatz kommen, „beispielsweise kann das Spiel in Schulen das neue Lernen fördern“.

Menschen auf der Herzebene erreichen

Menschen auf der Herzebene zu erreichen ist die Motivation von Stephanie Gerharz. Als Coachin begleitet sie Kinder und Erwachsene bei Prozessen, die die innere Haltung verändern. Mit verschiedenen Ansätzen wie Seelenreisen und Auflösung von Blockaden setzt die gebürtige Londonerin in ihrer eigenen Praxis auf Impulse und Perspektiven für neue Lebenswege und -ziele. Die Kölner Gründerin ist Kinderbuchautorin und hat im Eigenverlag das Kartenset KOPFSALAT mit HERZ entwickelt, ein Spiel zur Förderung von Achtsamkeit und Herzqualitäten.