Vanlife- und Camping-Trends 2022


44 likes

Larissa Peters und Bastian Gembler gehören mit ihrer lifestyligen Campervermietung VANTOPIA zu Deutschlands Expert*innen der ersten Stunde für die neue Art des Campings und geben interessante Insights zu aktuellen Entwicklungen und Visionen der Camping-Community.

Nie war der Urlaub auf vier Rädern so begehrt wie heute: Bereits im ersten Coronajahr 2020 wurden hierzulande rund ein Drittel mehr neue Freizeitfahrzeuge verkauft als im Vorjahr - ein Allzeitrekord. Laut des aktuellen Neuzulassungsbarometers des Kraftfahrt-Bundesamtes setzt sich der Camping-Boom auch 2022 trotz abklingender Pandemie mit knapp 20 Prozent mehr Neuzulassungen von Wohnmobilen im Vergleich zum Januar 2021 fort, bei Mini-Vans ist es sogar ein Plus von 62,9 Prozent. Auch die meisten Campingplätze sind bereits im letzten Jahr an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen, was zu steigender Beliebtheit des sogenannten Wildcamping führte – und zu neuen Alternativen zum klassischen Campingplatz, wie z.B. privat vermieteten Stellflächen von landwirtschaftlichen Betrieben.

Laut ADAC interessieren sich zudem immer mehr Millennials und Einsteiger für eine neue, unkonventionelle Art des Campings – nicht nur Urlaub, sondern auch das Arbeiten im Van als digitaler Nomade zeichnet sich als Trend ab . All das zeigt: Campingurlaub befindet sich im Umbruch mit vielen neuen Angeboten, Entwicklungen, aber auch Wachstumsschmerzen.

Die VANTOPIA-Gründer*innen Larissa Peters und Bastian Gembler gehören mit ihrer lifestyligen Campervermietung VANTOPIA mit Sitz in Hamburg zu Deutschlands Experten der ersten Stunde für die neue Art des Campings. Im April 2019 starteten sie mit zunächst zehn Fahrzeugen, seitdem ist die Flotte auf 38 Fahrzeuge gewachsen und für 2022 ist ein zweiter Standort in Süddeutschland mit einer Flotte von 25 Fahrzeugen geplant. Im Interview geben interessante Insights zu aktuellen Entwicklungen und Visionen der Camping-Community.

Caravaning wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Worin liegt seit jeher die Faszination?

Ursprünglich war Camping vor allem eine günstige Art des Reisens und dementsprechend für viele Menschen die einzige Möglichkeit, in den Urlaub zu fahren. Die nächste große Welle erlebte das Camping in der Nachkriegszeit und bedeutete ein Gefühl der Flucht aus dem Alltag – insbesondere im Kontrast der vorangegangenen Jahre. Generell lässt sich gerade in besonders beschwerlichen Phasen deutscher Geschichte beobachten, wie die Camper-Community immer mehr zu einer einerseits eingeschworenen, aber auch offenen Gemeinschaft geworden ist.

Heutzutage sind genau diese Community und die Möglichkeit, Gleichgesinnte zu treffen, ein großer Teil der Faszination Camping. Aber auch der Freiheitsaspekt des entspannten und entschleunigten Reisens ist ein wichtiger Teil des Campings. Damit verknüpft ist selbstverständlich auch die Naturverbundenheit, die ein Camping-Trip unweigerlich mit sich bringt. Gerade in einem immer hektischer und komplexer werdenden Alltag bietet das Camping eine entschleunigende Abwechslung. Camping ist im Vergleich zum Alltag etwas angenehm Einfaches: Man braucht nicht viele Dinge, man braucht nur seinen Camper und jede Menge Spontanität.

Besonders in letzter Zeit ist allerdings auch das Thema Nachhaltigkeit ein immer wichtigerer Faktor geworden, um den Camping-Boom zu erklären. Gerade im Vergleich zu Flug-, Schiffs- und Fernreisen bietet Caravaning eine sehr viel klimaschonendere Alternative.

Vanlife und Camping boomen seit Corona. Welche Veränderungen habt ihr seit 2020 wahrgenommen?

Viele Reisewillige mussten sich durch Corona nach Alternativen zu konventionellen Reiseformen umgucken und sind so auf Camping gestoßen. Die Zielgruppe ist auch jünger geworden, womit sich die Ansprüche und Wünsche unserer Kunden verändert haben. Mit der Verjüngung des Publikums kommt es zu einer stärkeren Romantisierung von Camping - Stichwort Glamping. Die junge Camper-Generation möchte nicht rein funktional, sondern besonders ästhetisch und angenehm unterwegs sein. Deshalb stellt Camping in deren Bewusstsein auch nicht mehr nur eine günstigere Methode des Reisens dar.

Mit ähnlich hohen Ansprüchen steigt auch die Bereitschaft, ähnlich viel Geld wie für konventionelle Reisen auszugeben. Es wird nicht mehr gecampt, weil es preiswerter ist, sondern weil es schön ist. Dieser Trend wird durch die Entwicklung zum Homeoffice vorangetrieben, welche immer mehr Menschen mobiles und standortunabhängiges Arbeiten ermöglicht. Das ist gerade mit Caravaning sehr gut vereinbar.

Ihr sprecht von einer neuen Art des Campings. Was daran ist neu?

Wir stehen für eine freiere Form des Campings anstatt eines traditionellen, stationären Konzepts. Wir begreifen Camping vor allem als Sprungbrett in Abenteuer in der Natur, in fremde Kulturen und unbekannte Länder. Offenheit für Kulturen und andere Lebensweisen ist für uns ein essenzieller Bestandteil des Camping-Lifestyles. Unsere Vision ist es, dass es eines Tages eine legale Form des Wildcampens in Deutschland gibt. Wir stehen also auch für einfaches, puristisches und naturverbundenes Camping - und das mit schönem, wohnlichem Design.

Welche Trends seht ihr im Jahr 2022?

Einerseits sehen wir dieses Jahr besonders das Thema Arbeiten und Campen im Kommen, hoffentlich wird das auch von künftigen infrastrukturellen Entwicklungen getragen werden. So könnten beispielsweise Campingplätze Coworking-Spaces integrieren. Wir gehen davon aus, dass sich diese Tendenz immer weiter in der Branche manifestieren wird.

Der zweite große Trend ist für uns klar die Suche nach Alternativen zum klassischen Campingplatz. Das war schon in den letzten Jahren ein großes Thema und wir beobachten, wie diese Frage immer mehr an Relevanz gewinnt. Als Drittes sehen wir die Erschließung neuer Reiseziele durch das Campen, wobei wir das nicht nur für einen reinen Camping-Trend halten, sondern denken, dass diese Entwicklung auch generell in der Reisebranche relevant ist. Für das Camping ist es deshalb so spannend, weil selbst Orte ohne jede touristische Infrastruktur mit einem Camper bereist werden können und einem dies ganz neue Möglichkeiten eröffnet.

Gibt es auch einen Trend hinsichtlich der Ausstattung der Vans und Camper?

Ja, auf jeden Fall. Wenn man die zugelassenen Camper-Modelle der letzten Jahrzehnte mit den heutigen vergleicht, geht ein Trend ganz klar weg vom Wohnwagen, hin zum Wohnmobil. In dem Bereich Wohnmobil sind nicht mehr primär die großen, vollintegrierten Modelle gefragt, sondern zunehmend die kompakteren Varianten. Außerdem lässt sich noch klar beobachten, dass es immer mehr kleine Anbieter für den Ausbau der Fahrzeuge gibt, viele Camper bauen sich ihre Modelle inzwischen sogar selbst aus. Es gesellen sich also individualistischere Angebote zu den Produkten von Großanbietern.

Wie wird sich Vanlife bzw. die Branche in den nächsten Jahren weiterentwickeln?

Wir denken, dass die Branche insgesamt weiterwachsen wird. Es werden mehr Camper unterwegs sein und entsprechend wird sich auch die Infrastruktur verändern. Das Angebot wird sich dem neuen Anspruch an Individualität und Naturverbundenheit weiter anpassen. Vanlife wird für mehr Menschen eine echte Alternative werden, gerade, da es gut mit vielen New-Work-Entwicklungen kombinierbar ist. Auf Herstellerseite werden sich mit Sicherheit neue, jetzt noch kleine Anbieter etablieren können und in Konkurrenz zu den alteingesessenen Anbietern treten. Generell wird der Fokus weg von „form follows function“ gehen, wobei ein gewisses Maß an Funktionalität natürlich immer erhalten bleiben muss.

Faktoren wie Ästhetik, Wohnlichkeit und Gemütlichkeit werden eine immer größere Rolle spielen. Wir wünschen uns, dass sich die Camping-Gemeinschaft weiterhin als bunte und weltoffene Gruppe entwickelt, in der jeder willkommen geheißen wird und seinen eigenen Weg finden kann. Wir plädieren außerdem für den Bau von staatlich betriebenen Campingplätzen in Naturschutzgebieten, um auch einem gewissen Natur-Bildungsaspekt Rechnung tragen zu können.

Glaubt ihr, dass durch den Boom die Platz-Kapazitäten in Deutschland noch ausreichen?

Wir gehen davon aus, dass es in den klassischen Ferienregionen und auf den typischen Campingplätzen voll und eng und entsprechend immer schwieriger werden wird, einen Platz zu bekommen. Wir finden allerdings auch, dass es viele Alternativen gibt, die diesen Ansturm entlasten können. Langfristig wird die Nachfrage auch das Angebot beeinflussen und entsprechend werden mit Sicherheit auch Kapazitäten ausgebaut, womit sich die Lage entspannen wird.

Wohin kann man heuer in den Sommerferien noch fahren?

Die Küsten an der Nord- und Ostsee werden in diesem Jahr weiterhin beliebte und überfüllte Reiseziele sein. Wir glauben aber, dass es in Deutschland sehr viele weniger frequentierte Regionen gibt, die mindestens genauso einen Besuch wert sind, wie die etablierten Reiseziele. Da wäre zum Beispiel das Zittauer Gebirge in Sachsen, das Dahner Felsenland oder die Rhön. Und das sind nur einige, wenige Beispiele. Ganz viele schöne Orte in Deutschland sind auch während der Ferien nicht überfüllt, weil sich der Tourismus derart konzentriert hat und so lohnt es sich besonders, alternative und ebenso schöne Ziele anzufahren. Europaweit ist auch Nord-Skandinavien grade im Kommen und von Campern nahezu unberührt.

Müssen Plätze in den Sommermonaten weit im Voraus reserviert werden? Wenn ja, nimmt das nicht einen der großen Reize des Campings weg, die Flexibilität?

Freiheit und Flexibilität sind für uns persönlich essenziell und machen einen Großteil des Reizes beim Campen aus. Daher machen wir selbst eigentlich nie Reservierungen und raten auch unseren Kunden davon ab. Reservierungen sind auch prinzipiell überhaupt nicht notwendig, solange man nicht unbedingt länger als 2 bis 3 Tage an einem bestimmten Platz bleiben will, am besten noch in erster Reihe mit Blick auf das Wasser. Es kommt halt immer auf die konkrete Vorstellung an, die man von seinem Camping-Trip hat. Aber grundsätzlich findet man immer einen Platz, an welchem man stehen kann, auch spontan, auch mitten in der Hochsaison. Und wenn man sich darauf einlassen möchte, dann können wir das auch nur empfehlen. Für uns ist die Flexibilität hier viel wichtiger als eine hohe Planungssicherheit.

Glaubt ihr, dass es bald normal sein wird, dass es viele einzelne Angebote von Campingplätzen zur Vermietung gibt? Also eine Art Dezentralisierung der Campingplätze?

Ja, das können wir uns durchaus gut vorstellen. Das wird bestimmt noch eine Weile dauern, aber wenn wir die Situation richtig einschätzen, müsste dafür auch regulatorisch noch eine ganze Menge geschehen. Da ist es an den Ländern, Kommunen und Ferienregionen, einheitliche und einfache Lösungen zu finden. Diese Entwicklung würde noch mehr Freiheit und Flexibilität beim Campen ermöglichen, was wir sehr begrüßen würden.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

So machst du mit Getränken dein Unternehmen attraktiver

Talentierte und motivierte Mitarbeitende sind der Schlüssel zum Erfolg jedes Unternehmens. Vor allem nach der Gründung ist ein Hochleistungsteam unabdingbar, um die Herausforderungen junger Unternehmen zu meistern. Mit einfachen Maßnahmen kannst du deine Arbeitgeberattraktivität stärken und gleichzeitig die Motivation aufrechterhalten. Die Bereitstellung von Getränken wird zunehmend beliebter, um auf dem Arbeitsmarkt mit attraktiven Leistungen zu überzeugen und den Mitarbeitenden Wertschätzung und Fürsorge zu zeigen.

Als junges Unternehmen attraktiv auf den Arbeitsmarkt sein

Neugegründete Unternehmen stehen täglich vor vielen Herausforderungen. Nur mit einem talentierten Team lassen sich betrieblichen Erfolge erzielen. Die Einstellung qualifizierter Mitarbeitenden ist im heutigen Arbeitsmarkt gar nicht so leicht. Um für Bewerber:innen attraktiv zu sein, sollten Unternehmen ihre Arbeitgebermarke stärken.

Die Entlohnung ist schon lange nicht mehr der ausschlaggebende Faktor bei der Arbeitgeberauswahl. Vor allem junge Talente legen Wert auf das Unternehmensklima, den Spaß bei der Arbeit, die Erfüllung der Aufgaben und die Work-Life-Balance.

Mitarbeitendenvorteile sorgen für ein positives Arbeitsklima

Die Einführung von Mitarbeitendenvorteilen kann ein positives Arbeitsklima erzeugen. Neben der betrieblichen Alters- und Gesundheitsvorsorge gibt es eine weitere Maßnahme, die jedes Unternehmen im Handumdrehen umsetzen kann: die Bereitstellung kostenfreier Getränke durch die flaschenpost.

Getränke liefern einen weiteren wichtigen Vorteil. Sie tragen zu einer Leistungssteigerung der Mitarbeitenden bei. Empfehlungen von Gesundheitskassen zeigen, dass eine ausreichende Getränkezufuhr nachweislich die Produktivität und die Gesundheit des Teams verbessert.

I feel Food!

Franziska Schaal und Fabian Zbinden bieten mit feelfood Instant-Mahlzeit in veganer Bio-Qualität und wollen unsere schnellen Mittagspausen auf ein neues geschmack­liches Level heben.

Es beginnt wie ein Rezept: Man nehme eine deutsche BWL-Studentin und engagierte Vorsitzende des Entrepreneurs Club Cologne mit der Leidenschaft, unsere Gesellschaft und Umwelt ein bisschen besser zu machen. Dabei will die Vielbeschäftigte aber auch zwischen Meetings und Deadlines nicht auf rasche, gesunde und leckere Mahlzeiten verzichten.

Und man nehme einen Koch aus der Schweiz, der nach mehreren Jahren in der Hollywood-Spitzengastronomie zu seinen Wurzeln zurückkehrt. In seiner Heimat serviert der kreative Freigeist im eigenen Foodtruck vegane Eintopfgerichte im Brot. Mit seiner ersten Idee einer Fast-Fertig-Suppe holt er 2019 in der Sendung „Die Höhle der Löwen“ sogar einen Deal.

Wie ein Blind Date für Geschäftspartner*innen

Vernetzt wurden Franziska Schaal und Fabian Zbinden durch einen persönlichen Kontakt in der Kölner Start-up-Szene. „Das ganze fühlte sich etwas an wie ein gecastetes Blind Date für Geschäftspartner“, lacht Franziska. „Jedoch stimmten unsere Werte, Vorstellungen und unsere Begeisterung für feines, gesundes Essen überein.“ So trafen sich die beiden gleich am nächsten Tag wieder. Nach einer langen Brainstorming-Nacht fingen sie an, eine Idee für ihr Start-up auszuarbeiten. Ihre Vision: pflanzliche und qualitativ hochwertige Mahlzeiten schnell verfügbar machen. „Fertigmahlzeiten haben nicht unbedingt den Ruf, lecker und gesund zu sein“, erzählt Fabian.

Eine Idee macht noch kein Unternehmen

Nun war die Idee von feelfood geboren. „Aber eine Idee macht noch kein Unternehmen“, lächelt Franziska. „Oft denkt man nur daran, dass ein gutes Produkt entwickelt werden muss, aber im Hintergrund muss nun mal auch ein komplettes Unternehmen mit vollständigen Strukturen entstehen.“ So standen zuerst drei Bereiche auf der Agenda: Produktentwicklung, Branding und die Unternehmensgründung 2020 inklusive erster Finanzierung. „Leider fallen in den ersten Steps auch schon viele recht­liche Themen wie etwa Markenanmeldung und Datenschutzerklärungen an. Aber wenn man das Grundsetup erstmal aufgebaut hat, dann kann man darüber auch schon sehr schnell die ersten Produkte verkaufen.“ Franziska hat ihren Bachelor in BWL inzwischen absolviert und bei feelfood die Strukturen aufgebaut. Sie verantwortet Marketing, Finanzen und Operations, während Fabian der kreative Produktentwickler und Vertriebler ist. So unterschiedlich die beiden ticken, so perfkt ergänzen sie sich als Team, sind sie doch beide Menschen, die etwas bewegen möchten.

Gut essen und sich gut fühlen

Das wichtigste Kriterium bei der Produktentwicklung war: Das Essen muss fein schmecken. Fabian ist stolz: „Es ist mir gelungen, die ersten Instant-Gerichte, die wie selbst gekocht schmecken, zu kreieren.“ Dabei haben sich die beiden nicht aktiv für die Kategorie der Instant-Mahlzeiten entschieden. „Vielmehr war es unsere Idee, den Menschen das Leben zu vereinfachen, indem wir die bestmöglichen Nährstoffe auf die bequemste Art und Weise liefern. Und da das mit bereits getrockneten Elementen wie Reis, Cashews und ähnlichen Zutaten am besten funktioniert, wurde feelfood ein Instantprodukt. Genau gesagt, eine vollwertige Instant-Mahlzeit in bio und vegan“, so der Koch. Das Aufmischen bzw. Umkrempeln des Instant-Mahlzeiten-Marktes war also eher ein positiver Nebeneffekt. Franziska ergänzt: „Das Tolle ist, dass die Handhabung von Instant weit bekannt ist. Konsument*innen verstehen sofort, dass sie sich aufwändiges Kochen und damit sehr viel Zeit sparen können. Neu ist, dass sie dank unserer vollwertigen Bio-Mahlzeiten gut essen und sich gut fühlen können.“

Simple Idee, komplizierte Rohstoffbeschaffung

So rasch und einfach der Genuss zubereitet ist – mit der Produktion konnten die Jungunternehmer nicht ganz so schnell starten. „Wir haben ein sehr komplexes Produkt und die Zutaten müssen sowohl Instant (vorgekocht und getrocknet) als auch in Bio-Qualität verfügbar sein. Diese Kombination wird aber nur selten angeboten“, erklärt Fabian. Franziska ergänzt: „Die wohl schwerste Hürde für uns ist die Rohstoffbeschaffung und die damit verbunden Lieferzeiten. Es war für uns zum Start nicht einfach, überhaupt einen Produzenten zu finden. Erst nach einiger Zeit fanden wir einen familienbetriebenen Bio-Bauernhof, der die Zutaten direkt vom Feld in die hof­eigene Produktion überführt. Zeitaufwendig war es zudem auch, Maschinenteile für unsere Pappbecher anzufertigen.“

Crowdfunding für die erste große Produktion

Im Jahr 2020 stieg feelfood mit einem Soft-Launch von wenigen Produkten in den Markt ein, um das Interesse an gesunder Convenience zu testen. Damals waren es Mahlzeiten auf Basis von verschiedenen Getreiden, Hülsenfrüchten und Kernen sowie verschiedenem Gemüse. Das Feedback war positiv, Anregungen zu Geschmack und Konsistenz wurden inzwischen umgesetzt. Fabian hat drei komplett neue herzhafte Mahlzeiten kreiert: eine Pasta Bolognese vegan, ein Red Lentil Dal und ein Chili sin Carne. Zudem haben die beiden das Design auf ein neues Level gehoben und die Verpackungen ready für den Lebensmitteleinzelhandel gemacht. Ende 2021 hat das Start-up eine Crowdfunding-Kampagne lanciert, wie Franziska erzählt: „Mit dem Funding von 12.500 Euro konnten wir die erste große Produktion der drei Sorten finanzieren.“

Funding, Finanzierung – das ist nur ein Themenbereich, der Start-ups stark beschäftigt. Herausforderungen sind aber genau das Spannende daran, da sind sich Franziska und Fabian einig: „Gründen bedeutet für uns, losgelöst von alten Strukturen Neues zu kreieren und die Freiheit und Chance zu haben, für die Menschen das Leben auf unserem Planeten ein bisschen einfacher zu gestalten.“ Die Betriebswirtin kennt noch eine andere Motivation: „Zudem treibt uns der Gedanke an, dass wir uns selbst, aber auch anderen jungen Menschen Arbeitsplätze bieten können, an denen sie sich wohlfühlen und sie die Möglichkeit haben, etwas aufzubauen.“ Sie erinnert sich zurück an ihr Studium, wo ihr Bekannte gesagt hätten, sie wüssten nicht, woran sie in Zukunft arbeiten möchten oder dass ihnen die Arbeit keinen Spaß machen würde. „Den Gedanken finde ich schrecklich, wenn man sich bewusst macht, dass die Arbeit den zeitlichen Hauptteil unseres Lebens ausmacht.“ Bei feelfood am Standort in Köln engagieren sich Franziska und Fabian heute mit einem sechsköpfigen Team.

Gesunde Alternative im Supermarktregal

Franziska und Fabian wollen sich als gesunde Lifestyle Brand für Vielbeschäftigte etablieren. Um so viele Menschen wie möglich zu erreichen, soll feelfood langfristig über den eigenen Onlineshop mit Lieferung durch DHL GoGreen, über den stationären Handel in Deutschland sowie in der Schweiz verkauft werden. Das Start-up möchte seine Produkte im Supermarkt platzieren. „Es kann nicht sein, dass es im Regal nur Instant-Produkte voller Konservierungsmittel mit schlechten Nährwerten und wenig Geschmack gibt“, so Franziska. „Wir zeigen, dass es auch anders geht: praktisch, lecker und gesund.“ An der Nachfrage zweifeln sie nicht. Denn wie oft falle im vollen Tagesprogramm die Mittagspause zeitlich zu knapp aus. Gut, wenn man da zu einem feelfood-Becher greifen kann. So wie Franziska und Fabian das selbst gern tun. Franziskas Favorit ist übrigens das Red Lentil Dal, bei Fabian ist es die Pasta: „Auf die Pasta Bolo bin ich besonders stolz, die mag ich am liebsten!“

Start-up-Quelle Klassenraum

Die Förderung junger Talente, die sich schon in der Schule fürs Gründen begeistern, wird hierzulande nach wie vor eher stiefmütterlich behandelt. Umso wichtiger ist es, Mut zu machen und erfolgreiche Schülergründer*innen zu präsentieren.

Ideen können überall entstehen, auch schon in der Schule. Das deutsche Bildungssystem macht es angehenden Gründer*innen allerdings nicht leicht – dennoch stehen einige Schüler*innen kurz vor dem Durchbruch. „Vom Bildungssystem kommt da leider nicht viel“, sagt Leonard Darsow, 17 Jahre alt, aus Freiburg im Breisgau. „Was gibt es für einen besseren Weg als die Schule?“, fragt Berit Allgeier, 18 Jahre, aus Achern (Baden-Württemberg). „Da muss mehr kommen, das verpflichtend zu unterrichten“, meint Edgar Schmidt-Narischkin, 19 Jahre, aus Berlin. Nein, gut steht Deutschland wirklich nicht da, wenn es darum geht, das Gründertum in der Schule zu vermitteln. Laut einer Untersuchung des Global Entrepreneurship Monitors liegt Deutschland gerade einmal auf Platz 36 von 54 in dieser Kategorie.

Hilfe von außerhalb

„Das Gründertum und das Handwerkszeug zum Gründen werden in unserem Bildungssystem kaum vermittelt“, kritisiert Hauke Schwiezer, Mitgründer und Geschäftsführer der Non-Profit-Organisation Startup Teens (s. StartingUp 02/2020 – Abonnent*innen können im Online-Heftarchiv gratis auf den Beitrag zugreifen). Besonders bei jungen Gründer*innen gehört Deutschland mit 3,4 Prozent zu den Ländern mit den niedrigsten Quoten. „Viele Jugendliche würden gern gründen, wissen aber noch nicht wie“, sagt Schwiezer. Mit Startup Teens adressieren er und sein Team dieses Problem. Ziel der Initiative ist es, jungen Menschen dabei zu helfen, ihre innovativen Ideen umzusetzen, damit es künftig wieder mehr Gründer*innen, Unternehmensnachfolger*innen und unter nehmerisch denkende Angestellte gibt. „Wir vermitteln dafür wichtige Skills, wie Coding, also Programmieren, und machen sie so fit für ihre berufliche Zukunft“, erklärt Schwiezer. Um das zu ermöglichen, bietet Startup Teens On- und Offline-Events, einen You­Tube-Kanal für Unternehmertum und Coding sowie ein Mentoren-Netzwerk mit fast 1000 Persönlichkeiten aus Start-up-Szene, Industrie und Mittelstand.

Außerdem wird jährlich ein deutschlandweiter Businessplanwettbewerb veranstaltet. Einen solchen jährlichen Wettbewerb veranstaltet auch Jugend gründet. Seit 2003 können Teilnehmende mithilfe einer Online-Eingabemaske einen markt­reifen Businessplan entwickeln. Dabei werden sie durch die JG-Business-Academy und über ein großes Mentoren-­Netzwerk unterstützt. Denn auch hier wurde das Problem an deutschen Schulen erkannt: „Unternehmen haben in unserer Gesellschaft eine große Bedeutung: Sie kreieren Werte mit ihren An­geboten, sie stellen Arbeitsplätze für die Mehrzahl aller Beschäftigten in Deutschland und sie sind Innovationstreiber“, sagt Projektleiterin Franziska Metzbaur. „Eine Beschäftigung mit diesen Themen bereits im Unterricht halte ich für höchst sinnvoll. Auch, weil es nötig ist, dass wir den Jugendlichen aufzeigen, dass in diesem Bereich eine große Chance besteht mitzugestalten, wie sich unsere Zukunft entwickelt.“ Und Jugend gründet bietet neben dem Businessplan noch ein weiteres Element: In der zweiten Phase des Wettbewerbs wird ein virtuelles Unternehmen in einer Com­puter­simulation für die ersten acht Jahre durch die Höhen und Tiefen der Konjunktur gesteuert. Die zehn Teams, die nach diesen beiden Runden die meisten Punkte haben, dürfen am Finale teilnehmen. Dem Gewinner winkt der Hauptpreis: Eine Reise ins globale Gründerparadies Silicon Valley.

Kein Rest bleibt zurück

Über diesen Preis konnte sich 2020 Edgar Schmidt-Narischkin aus Berlin freuen. Zusammen mit seinem Team bestehend aus Kilian Holle, Karl Weiss, Liv Jürgensen und Subonn Lee hat er ein Produkt entwickelt, dessen Ursprung auf einem Balkon mitten in Berlin liegt. Denn Edgar liebt die Gartenatmosphäre auf seinem Balkon und bepflanzt ihn deshalb jedes Jahr neu. Doch eine Sache stört ihn: Die Plastikblumentöpfe seiner Setzlinge, die sich hinter ihm auftürmen. „Es tut weh, dass sich jedes Mal so viel Müll ansammelt“, sagt der 19-Jährige.

Laut Deutscher Umwelthilfe (DUH) landen hierzulande jährlich 116.000 Tonnen Plastik aus Verpackungen und Produkten in der Umwelt. Um diese Zahl zu senken, hat Schmidt-Narischkin mit seinen Freund*innen einen Blumentopf entwickelt, der sich selbst in der Erde kompostiert. Der sog. KomPot besteht aus Holzfasern, Stärke und Lignin. Er kann zusammen mit dem Setzling eingepflanzt werden und verschwindet nach einigen Monaten, während er dabei die Pflanze düngt. „Die Entwicklung geht gut voran“, erklärt der 19-Jährige zum KomPot, dessen Marktstart wegen geschlossener Blumenläden verschoben werden musste. „Die Schule hat uns bei diesem Projekt Mut gemacht“, sagt er. Über Workshops des Netzwerks „[email protected]“ sind sie in Berührung mit dem Unternehmertum gekommen. Dennoch: „Schön wäre es, wenn es auch im Unterricht entsprechende Module geben würde. Es kann so viel Innovation bringen, wenn Schüler im Unterricht etwas zum Thema Gründen lernen würden.“

Clean Feeding

Die EntoNative-Gründerinnen Ina Henkel, Sabrina Jaap und Katrin Figueroa produzieren Hundefutter aus Insekten. Sie wollen so den ökologischen Pfotenabdruck unserer Haustiere verbessern und generell Insekten als Lebensmittel populärer machen.

Am Anfang stand eine Dienstreise nach Asien. Die Ernährungswissenschaftlerinnen Ina Henkel und Katrin Figueroa lernten dort auf einer gemeinsamen Forschungsreise im September 2015 auf lokalen Märkten essbare Insekten kennen und entdeckten ihre Leidenschaft für die Krabbler. Deren Vorteile sind in vielen Teilen der Welt schon lange bekannt und Insekten fest auf dem Speiseplan etabliert. Und das nicht ohne Grund: Insekten sind ein umwelt- und klima­freundlicher Ersatz für Fleisch und stellen außerdem eine ­Proteinquelle dar, die zudem noch deutlich günstiger ist als tierisches Eiweiß. „Uns wurde klar, dass hier eine Lösung für das Problem des wachsenden Fleischkonsums auf unserem Planeten liegen könnte“, erinnert sich Ina.

Der Zeitgeist fürs Umdenken ist da

Tatsächlich kann der hohe Fleischkonsum der stetig wachsenden Weltbevölkerung und ihrer Haustiere in naher Zukunft nicht aufrechterhalten werden. Der hohe Flächenverbrauch der Massentierhaltung und des dazugehörigen Futtermittel­anbaus machen eine entsprechende Erhöhung der Fleischproduktion unmöglich. Die Konsequenz wäre, dass immer mehr Menschen hungern müssen, weil die entsprechenden Flächen nicht für den effizienteren Anbau anderer Lebensmittel zur Verfügung stehen. Es braucht also Alternativen, die gleichzeitig das Potenzial haben, den Hunger auf der Welt zu besiegen. Die Weltgesundheitsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen hat in diesem Zusammenhang schon 2013 auf das Potenzial von Insekten als Nahrungsquelle hingewiesen.

Was westlich sozialisierten Konsument*innen heute noch einen kalten Schauer über den Rücken jagt, könnte in einigen Jahren schon völlig normal erscheinen: Insekten aller Art als regelmäßiger Bestandteil der Ernährung. „Der Zeitgeist für ein Umdenken ist da: Viele Menschen achten nicht nur auf eine ausgewogene Ernährung, sondern auch darauf, dass ihre Lebensmittel nachhaltig produziert sind“, ist die dritte Gründerin, die Wirtschaftswissenschaftlerin Sabrina Jaap, überzeugt. Überzeugt vom Potenzial der Idee, insektenbasierte Nahrung herzustellen, gründeten Ina Henkel und Katrin Figueroa mit ihr gemeinsam in Teltow das Unternehmen Ento­Native, unter der sie die Marke Tenetrio vermarkten. Das Ziel: Ein nachhaltiges, insektenbasiertes Hundefutter zu entwickeln, das die Tiere mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.

Barrieren überwinden, Alternativen zulassen

Insekten sind bei uns ein weit verbreitetes Nahrungstabu, dabei war der Genuss der Krabbler historisch gesehen eher die Regel. Ernährungsgewohnheiten und Vorurteile sitzen jedoch oft tief. „Wir wollen mit unserem Hundefutter auch die Berührungsängste der Menschen abbauen“, sagt Katrin. „Anders als viele Menschen empfinden Hunde keinen Ekel angesichts eines Mehlwurms im Futter. Das bietet die große Chance, zu zeigen, wie wertvoll und schmackhaft Insekten als Nahrungsquelle sind.“

Die Vorteile essbarer Insekten sind bekannt. Die meisten sind sehr eiweiß- und nährstoffreich, verbrauchen aber verglichen mit vielen Fleischsorten weniger Ressourcen. Ein großer Vorteil angesichts des Fleischkonsums von Hunden, der bei den Allesfressern  aktuell im Schnitt 164 Kilo im Jahr ausmacht – das Dreifache eines Erwachsenen. Diese Zahl habe die Unternehmerinnen in ihrer Idee bestärkt, erzählen sie. Vor allem angesichts der Tatsache, dass die Tierhaltung zur Fleischproduktion weltweit über die Hälfte der klimaschädlichen Treibhausgase verursacht. „In der aktuellen Wahrnehmung ist Fleisch das zentrale Element in der Hundeernährung“, erklärt Katrin. „Tatsächlich brauchen Hunde aber Proteine. Der aktuell hohe Fleischkonsum ist also gar nicht notwendig.“

Insekten – nur welche?

Die drei Gründerinnen setzen für ihre Futtermittel auf den Mehlwurm (Tene­brio molitor), der kürzlich in der Europäischen Union als Lebensmittel zugelassen wurde; als erstes Insekt überhaupt. Seine Vorteile: Er kann zu 100 Prozent verarbeitet werden, ist bestens verdaulich und enthält wertvolle ungesättigte Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Die Zucht braucht weniger Platz, Futtermittel, Wasser und Energie als jene von Rindern, Schweinen oder Hühnern. In der Anfangszeit züchteten die Unternehmerinnen die Insekten noch selbst, inzwischen ist die Produktion jedoch derart gewachsen, dass sie von ausgewählten regionalen Züchter*innen beliefert werden.

Der Mehlwurm findet sich inzwischen in 15 verschiedenen Tenetrio-Produkten, die nicht nur fleischfrei sind, sondern auch ohne Zuckerzusätze, Gluten, Farbstoffe oder Geschmacksverstärker auskommen. „Unsere Produktphilosophie lautet Clean Feeding: so wenige Zutaten wie möglich, so viele wie nötig“, erklärt Sabrina. Mit ihrem Trocken-, Nass- und Belohnungsfutter für Junghunde und erwachsene Fellnasen decken sie den gesamten Markt ab. Darunter sind Geschmacksrichtungen wie „Insekten, Rote Linsen & Karotten“ oder „Birne Parmesan“. Denn natürlich soll das Futter den Hunden auch schmecken.

Viele Hundebesitzer*innen greifen auf das Tenetrio-Futter zurück, weil ihre Vierbeiner anderes Futter verweigern oder Unverträglichkeiten und Allergien haben. Die transparent deklarierten Zutaten machen es den Besitzer*innen möglich, ganz genau zu wissen, was sie ihrem Hund füttern. Denn die oft fehlende Transparenz gehört zu den Missständen im Heimtierfuttermittelmarkt. Das Fleisch stammt oftmals aus zweifelhafter Massentierhaltung, versteckte allergene Zusatz- und Konservierungsstoffe machen es Besitzer*innen von Allergikerhunden schwer, geeignetes Futter zu finden. Auch das Barfen, also das Füttern von rohem Fleisch, ist hier nicht immer die beste Lösung, da sie eine extrem sachgerechte Anwendung voraussetzt und bei falschem Handling Mangel­erscheinungen auftreten.

Aktiv gelebter Klimaschutz

Für ihre Geschäftsidee haben Henkel, Jaap und Figueroa viele Auszeichnungen bekommen, darunter den dritten Platz beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2018. Die drei Frauen sind stolz auf die Einsparungen, die sie seit der Gründung durch den Verkauf ihrer Produkte erwirkt haben. In Zahlen sind das 167 Millionen Liter Wasser, 30 Tonnen CO2 und 10 Tonnen Fleisch. Diese machen auch deutlich, wie viel die bewusste Entscheidung des Verbrauchenden in seinem Konsumverhalten bewirken kann. Aktiv gelebten Klimaschutz nennen die drei Gründerinnen das. Und die Zahlen geben ihnen Recht. Die Tatsache, dass jährlich mehrere Milliarden Euro in Deutschland für Hundefutter ausgegeben werden, macht deutlich, wie viel Potenzial in diesem Markt steckt und wie viel dabei für den Klimaschutz getan werden könnte. „Wer in nachhaltiges Hunde­futter investiert, investiert nicht nur in die Gesundheit des eigenen Hundes, sondern auch ins Klima“, bringt Katrin es auf den Punkt.

Hundebesitzer*innen sensibilisieren

Noch mehr Hundebesitzer*innen mobilisieren – das ist es, was die Unternehmerinnen anstreben. EntoNative, das aus vier Mitarbeiter*innen besteht und eng mit externen Partner*innen im Bereich Logistik, Online-Marketing, Website und Kommunikation zusammenarbeitet, möchte das Deutschland- und Europageschäft in Zukunft weiter ausbauen. Die Grundsteine dafür sind ein Team, das sich durchweg mit den Produkten und den gemeinsamen Wertvorstellungen identifizieren kann. „Wir sind gnadenlose Optimistinnen und glauben immer fest an den Erfolg“, sagt Sabrina abschließend.

Urban Hochbeet: Minigarten im All-In-One-Set

Die Urban-Hochbeet-Gründer Leon Hensler und Christian Allié bieten ein Rundum-Sorglos-Paket für den eigenen Balkongarten und wollen zur führenden Anlaufstelle für alle Gartenneugierigen und -anfänger*innen werden.

Leon Hensler und Christian Allié, zwei Freiburger Studenten und Gründer, haben sich eine grüne Mission auf die Fahne geschrieben. Graue Innenstädte, leere Balkonreihen und vertrocknete Kräuter sollen der Vergangenheit angehören. Mit ihrem Ende 2020 gegründeten Start-up Urban Hochbeet haben sie ein Rundum-Sorglos-Paket für den eigenen Balkongarten entwickelt. Die Vision: Jede(r) soll sich einen Minigarten ganz ohne Vorkenntnisse anlegen können.

Minigarten - auch ohne grünen Daumen

Die beiden Gründer bewegte bei der Idee, dass sich viele Stadtbewohner*innen nach mehr Nähe zur Natur und einen bewussteren Konsum sehnen. Doch für einen eigenen Heimgarten bleiben insbesondere bei geringer Wohnfläche viele Probleme bestehen: Zu wenig Platz, kein Balkon, fehlendes Know-how, lange Einkaufstouren – das sind die typischen Schwierigkeiten, die bei Überlegungen zum eigenen Gemüseanbau im urbanen Umfeld anfallen.

Die Komplettpakete der beiden Freiburger sollen darauf die Antwort geben: Ein passendes Hochbeet, nährstoffangepasste Erdschichten und abgestimmte Pflanzensets werden zusammen in einem Paket bis an die Haustür versandt. Dabei reichen die Komplettpakete von einem kleinen Beet für Küche und Fensterbrett bis zu der XL-Variante für den Balkon. „Vor allem durch die spielerisch gestaltete Pflegeanleitung soll die Nutzung und Pflege der Beete so einfach wie möglich vonstattengehen – auch ohne einen grünen Daumen“, so Mitgründer Leon.

Heimgärtnern für alle

Mit dem All-In-One-Set wollen es die Gründer ermöglichen, dass jeder Haushalt in die Erfahrung des erfolgreichen Gärtnerns kommen kann. Pflanzen pflegen, düngen, schneiden und ernten: das lässt eine ganz eigene und nachhaltige Beziehung zu den selbst geernteten Lebensmitteln entstehen. Neben den Komplettpaketen bieten Leon und Christian auch einen ausführlichen Beratungs- und Supportservice an sowie Garantien, welche den Interessierten die letzten Sorgen nehmen sollen. „Wir planen, in den nächsten fünf Jahren zur führenden Anlaufstelle für alle Gartenneugierigen und Anfänger zu wachsen“, formuliert Leon das ambitionierte Ziel.

Nachhaltigkeit als roter Faden

Für die Zusammensetzung der Komplettpakete ist den Gründern dabei besonders wichtig, dass die Komponenten nachhaltig und umweltfreundlich sind. „Wir beziehen unsere Produkte ausgehend vom Freiburger Münstermarkt so lokal wie möglich und achten auf klimaschonende Aspekte wie torffreie Erde mit minimaler CO2-Belastung und veganen Bio-Dünger. Bis 2024 wollen wir unsere Lieferketten komplett plastikfrei gestalten“, erläutert Co-Founder Christian. Ihre grünen Geschäftspraktiken und auch ihre Nachhaltigkeitsziele für die nächsten Jahre haben die beiden Gründer in ihrem digitalen Gartenmagazin aufgelistet.

Schon jetzt werden die Erdschichten ausschließlich aus Deutschland bezogen und auch die Hochbeete kommen zum großen Teil aus Bayern, Sachsen und Niedersachsen. Außerdem werden die einzelnen Bestandteile des Sets konsequent nach ökologischen Kriterien ausgewählt. „Dazu gehört bei der Erde ein kompletter Verzicht auf Torf, wodurch das Ökosystem der Moore geschützt und somit der Artenschutz gewährleistet wird. Dadurch sind auch CO2-Einsparungen in Höhe von 65 Prozent gegenüber herkömmlichen Erdsorten möglich“, so Christian. Der Dünger besteht ausschließlich aus pflanzlichen Bestandteilen – für die Pflanzen haben die Gründer einen Partner aus der Region Freiburg gefunden: die 1956 gegründete und heute als Kräuterspezialist der Region bekannte Gärtnerei Friderich – eine Partnerschaft getreu dem Motto: Start-up trifft Traditionsunternehmen.

carbmee: mit Software zu Netto-Null im Unternehmen

Das Berliner Start-up carbmee hat mit dem Environmental Intelligence System einen nachhaltigen Lösungsansatz entwickelt, um Industrie-Unternehmen zu dekarbonisieren.

Um der Erderwärmung und den daraus resultierenden Folgen für die Umwelt entgegenzuwirken, hat die Europäische Union zahlreiche Klimaschutzmaßnahmen erlassen. So ist im European Green Deal festgelegt, dass bis 2050 eine nachhaltige Produktpolitik und vollständige Treibhausgasneutralität erreicht werden soll. Um diesen ambitionierten Zielen einen entscheidenden Schritt näher zu kommen, hat die EU-Kommission im Sommer 2021 das Maßnahmenpaket "Fit for 55", verabschiedet, durch das der CO2-Ausstoß der EU bis 2030 um mindestens 55 Prozent im Vergleich zu 1990 gesenkt werden soll.

Um dem steigenden Druck und der finanziellen Belastung auf die Unternehmen entgegenzuwirken und insbesondere die CO2-intensive Industrie zu unterstützen, hat das Berliner Start-up carbmee eine Software zur Dekarbonisierung der Lieferkette entwickelt.

CO2-Hotspots im Unternehmen identifizieren

Carbmee wurde 2021 von Robin Spickers, Dr. Christian Heinrich und Hendrik Beneke gegründet und bietet eine Carbon Management Solution basierend auf der eigens entwickelten Software (Environmental Intelligence System). Mit einer Kombination aus KI und Automatisierungstechnik unterstützt carbmee Industrie-Unternehmen dabei, ihre CO2- Hotspots in der Wertschöpfungskette offenzulegen und mit dem Ziel der Klimaneutralität „grüne Entscheidungen“ zu treffen. „Scope 3 Emissionen sind ein riesiges Problem und niemand setzt sich damit auseinander, wie wir es lösen können. Dabei sind Scope 3 Emissionen in vielen Fällen für über 80 Prozent der gesamten Emissionen eines Unternehmens verantwortlich. Mit unserer Expertise setzen wir genau hier an“, erläutert Co-Founder Dr. Christian Heinrich.

Das Ziel: Netto-Null-Emission bis 2050

Vor kurzem hat das Start-up sein einjähriges Bestehen gefeiert und kann bereits in dieser frühen Phase auf eine beachtliche Bilanz schauen. In den letzten acht Monaten konnten, so die Angaben des Start-ups, mithilfe des Environmental Intelligence Systems 336.000 Tonnen CO2-Emissionen gemanaged werden. Das Potenzial und der Handlungsbedarf sind größer denn je: Laut Statista hat der Industriesektor 2020 über 113 Millionen Tonnen CO2-äquivalente Treibhausgasemissionen ausgestoßen.

„Die Meinung, dass Emissionen erst in 10 Jahren zu einem großen Problem werden, war vor einiger Zeit noch sehr verbreitet. Doch wir waren schon damals der Auffassung, dass wir so schnell wie möglich handeln müssen. Durch Covid ist dieses Problem nun sogar noch zentraler und dringender geworden. Unsere Vision ist es darum, mit Environmental Intelligence eine nachhaltige Transformation von Unternehmen voranzutreiben, um bis 2050 eine Netto-Null- Emission zu erreichen – und das auf einfache Weise“, so Co-Founder Robin Spickers.

Auf dem Weg zum Global ePlayer

Ihr habt per Online-Voting entschieden ... die StartingUp-Gründer des Jahres 2021 sind: Fabian Furch und Leopold Ingelheim von EarlyGame. Hier liest du die Erfolgsstory der Münchner Gaming-Profis.

Die internationale eSports- und Gaming-Branche boomt seit vielen Jahren. Deutlich zweistellige Wachstumsraten im Umsatz- und Community-Bereich machen das Geschäftsfeld auch in den kommenden Jahren zu einem hochattraktiven Investment-Segment. Die Münchner Fabian Furch und Leopold Ingelheim haben das enorme Potenzial bereits 2019 erkannt. „Leo und ich kannten uns aus der Strategieberatung. Ich war und wollte immer schon Unternehmer sein. So war ich vor der Gründung unter anderem bei einem eSports-Unternehmen im Managementteam tätig oder habe zu Studienzeiten mein eigenes Fußballteam gegründet“, so Fabian. „Nachdem sich Leo dann auch dazu entschieden hatte, zu gründen, haben wir uns entschlossen, den Markt gemeinsam zu beackern – EarlyGame war geboren.“ Leo bringt vor allem strukturelle Themen wie Finanzen, Analytics, Marketing und Medienexpertise mit ins Start-up, Fabians Schwerpunkte liegen neben seiner Leidenschaft fürs Gaming auf den Themen Netzwerk, Partnerschaften, Sales und Content.

Mainstream als Booster

„Gaming und insbesondere eSports werden immer stärker Mainstream. Wir haben frühzeitig erkannt, dass es keine maßgebende Plattform bzw. internationale Entertaiment-Marke für diesen Bereich gab, die mit der richtigen ,coolen‘ Sprache Inhalte für die junge, digital-affine Zielgruppe aufbereitet und die Mainstream-Community aktiv in die Unterhaltung miteinbezieht“, erläutert Leo. Diese Lücke haben die beiden nun geschlossen. „Mit unserer Entertainment-Plattform, die wir durch Events, Turniere und weitere Gamification-Elemente ergänzen, bieten wir ein perfektes Package für unsere internationale Community. Wichtig ist für uns, dass wir keine One-way Communication anbieten, sondern das Ganze interaktiv gestalten“, so Leopold.

Die Vision von EarlyGame ist es demnach, im Mainstream-­Entertainment-Bereich des eSports und Gamings für den Fan die weltweite Nummer eins zu werden. Wo steht man aktuell? Das Start-up scheint auf dem besten Weg, eine globale Marke zu werden. Die Dynamik ist beeindruckend, die Zwischen­bilanz zum Jahresstart sehr positiv. „Alle wichtigen Kennzahlen deuten weiterhin auf schnelles Wachstum hin“, so Leo.

Ziele und Meilensteine

Die Ziele sind somit klar definiert: „Wir wollen weltweit die Nummer eins werden, in DACH sind wir das schon. Sowohl Umsatz als auch Unique User wollen wir in diesem Jahr verdoppeln und damit Ende des Jahres acht Mio. Unique User monatlich auf unserer Plattform begrüßen. Zudem planen wir die Erweiterung unseres Geschäftsmodels, u.a. die Einführung eines Subscription Models“, so Co-Gründer Fabian.

Bei all den Erfolgen fragt man sich zwangsläufig, welches die wichtigsten Herausforderungen bzw. Hürden waren, die es bislang zu meistern galt. „Zwei Dinge waren am Anfang sicher sehr wichtig: die Zusammenstellung eines schlagkräftigen Teams und die Namensgebung. Ein erfolgshungriges, hochmotiviertes und talentiertes Team zusammenzustellen, das ist sicher die Basis von allem und gerade ganz zu Beginn eine große Herausforderung. Umso stolzer sind wir auf unsere 15 Mitarbeitenden, die jeden Tag ihr Bestes geben, um Early­Game auf die nächste Stufe zu hiefen“, berichtet Fabian.

Und weil EarlyGame natürlich auch Teamwork bedeutet, war es den Gründern über die gesamte Zeit sehr wichtig, den Happiness-Faktor im Team konstant hochzuhalten und die jungen Mitarbeitenden fit für die sich stetig wandelnde Arbeits- und Themenwelt zu machen. „Das Durchschnittsalter bei uns liegt bei etwa 25 Jahren bei teilweise sehr kurzer Arbeitserfahrung. Das Geld für erfahrenere Kolleg*innen müssen wir uns erst erarbeiten“, bringt es Fabian auf den Punkt.

Ein weiterer Meilenstein war die Namensgebung. „Das Brainstorming zur Marke und die Entwicklung des Namens haben ein paar Wochen gebraucht“, so Fabian. „Eine große Herausforderung und eine zu überspringende Hürde war dann sicher der Moment, als unser Google Search Traffic im Dezember 2019 um teilweise 80 Prozent eingebrochen ist. Hier haben wir relativ schnell festgestellt, dass wir ein paar Anzeichen, sprich Notifications von Google, übersehen hatten, konnten zum Glück gegensteuern und die ,Fehler‘ im folgenden Jahr beheben. Wir mussten ein paar Monate warten, bis ein Google-Update kam und wir damit wieder einen Traffic Boost erhalten konnten. In der Zwischenzeit konnten wir zum Glück durch unsere starke Social-Media-Präsenz und weitere Aktivitäten den Decline abfangen“, so Leopold rückblickend.

VC oder Crowdinvesting?

Eine wesentliche Herausfordertung der beiden Unternehmer war zudem die Frage der Finanzierung: VC oder Crowdinvesting? „Auch mit dem Risiko, dass eine erfolglose Crowdinvesting-Runde für jedermann öffentlich ist, haben wir uns für diesen Weg entschieden“, so Leo. Im Rückblick die richtige Entscheidung: Nicht nur, dass die Kampagne in Rekordzeit gefunded war, am Ende waren die Gründer mit der eingesammelten Gesamtsumme von 700.000 Euro auch deutlich „oversubscribed“. „Für uns als Team eine starke Bestätigung unserer starken Community“, kommentiert Leo.

Neben der Crowd konnte EarlyGame weitere Investor*innen von sich überzeugen: einen Investor aus Singapur sowie die Familie Winterling. „Die Vision, aber auch der bisherige Track-Record von EarlyGame haben uns überzeugt. Fabian kennen wir schon viele Jahre, und das, was er gemeinsam mit Leopold und dem gesamten EarlyGame-Team innerhalb kürzester Zeit aufgebaut hat, hat uns überzeugt und war letztlich ausschlaggebend für unser Investment“, erklärt Christoph Winterling, Marketing- und Vertriebsvorstand des FC Bologna. Den Einstieg des asiatischen Investors sieht Fabian wiederum als Beleg dafür, dass der EarlyGame für interna­tionale Investor*innen ein attraktiver Sektor und die Ausrichtung des Start-ups stimmig ist.

Mit den insgesamt eingesammelten 850.000 Euro wollen die Münchner ihre Reichweite weiter ausbauen. „Wir erreichen aktuell mehr als vier Million Unique User pro Monat auf unserer Plattform und über 20 Millionen auf Social Media“, so Leopold. „Wichtig hierbei war es uns immer, die allgemeine Balance zu halten, beispielsweise zwischen schnellen Umsätzen und dem Status einer coolen Marke. Ebenso wichtig: ein gewisses Geschick in herausfordernden Phasen auftretender Liquditätsengpässe“, ergänzt Fabian

Going global

Vor dem Hintergrund der erfreulichen Gesamtentwicklung hat auch Early-Game-Partner kicker seine Investition wiederholt ausgebaut. „Das Interesse an einem Investment im Bereich eSports und Gaming ist aktuell sehr groß. Wir sehen gerade auch eine starke Nachfrage seitens globaler Investor*innen. Das ist erfreulich, denn mittelfristig wollen wir mit EarlyGame vor allem international Maßstäbe setzen und mit weiteren internationalen Partner*innen die nächsten Schritte machen“, betont Leo.

Mit weiteren Partnerschaften wollen die ambitionierten Gründer ihr Produktangebot erweitern, die Nutzer*innenzahlen maximieren und den kontinuierlichen Aufbau ihrer Marke forcieren. Gerade auch die Partnerschaften und Kooperationen geben EarlyGame immer wieder einen Push, betonen Leopold und Fabian. Die Zusammenarbeit mit Brands wie HyperX, MediaMarktSaturn, Jochen Schweizer, aber auch die Partnerschaft mit Laureus Sport for Good rund um die EarlyGame Awards haben die Community kontinuierlich weiterwachsen lassen.

Mit den im Jahr 2021 initierten EarlyGame Awards konnte das Start-up bereits in der Startphase einen der erfolgreichsten Community-Gaming- und Streaming-Awards in Deutschland aufbauen. „Mit Partnern wie Laureus Sport for Good, Euronics, GTÜ oder Razer bauen wir 2022 auf diesem Erfolg auf; langfristig ist es auch hier unser Ziel, eine absolute Top-Marke im Bereich Gaming Awards zu schaffen, vergleichbar mit den Laureus Awards im Sportbereich“, so Fabian. Im nächsten Schritt heißt es dann auch hier wiederum: Going global.

10 grüne TOP-Start-ups 2022

Diese 10 Start-ups mit nachhaltigen Geschäftsmodellen sind aktuell besonders vielversprechend und sollten 2022 auf dem Radar von Impact-Investor*innen sein.

Immer mehr Start-ups verankern Nachhaltigkeit in ihrem Geschäftsmodell. Das ist begrüßenswert und dringend nötig. Um die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, die UN Agenda 2030, zu erreichen, brauchen wir vor allem auch die innovativen Lösungen aus der schnell agierenden Start-up-Welt. Welche jungen Unternehmen sind aktuell besonders vielversprechend und sollten auf dem Radar von Impact-Investor*innen sein?

Heba Aguib, Chief Executive des RESPOND-Accelerators zur Förderung nachhaltiger Start-ups, ist nah dran an den Entwicklungen der Szene. Sie gibt eine Prognose für das Jahr 2022. Das Fazit: Vor allem Geschäftsmodelle im Bereich der regenerativen Ökonomie und aus der Food- und Biotech-Branche werden immer relevanter und durchstarten.


Resortecs

Eine Branche, die besonders vor der Herausforderung steht, ihr Business nachhaltiger aufzustellen, ist die Bekleidungsindustrie. Aktuell wird nur ein Prozent der weggeworfenen Textilerzeugnisse recycelt, die restlichen 99 Prozent werden verbrannt oder auf Deponien gelagert. Dies liegt zum Teil daran, dass die Kleidungsstücke nicht für eine Zerlegung konzipiert sind. Gerade Knöpfe, Reißverschlüsse und Etiketten behindern den Prozess. Das Start-up Resortecs aus Belgien widmet sich diesem Problem. Die Gründer*innen Cédric Vanhoeck und Vanessa Counaert haben eine industrietaugliche und günstige Lösung entwickelt, um Kleidungsstücke für das Recycling aufzubereiten. Das Ganze funktioniert über ein Garn, das sich unter Hitzeeinwirkung auflöst, sodass Kleidungsstücke in in Einzelteile zerlegt werden können. In der Breite angewendet, kann Resortecs maßgeblich dazu beitragen, das Kleidungsrecycling erheblich zu verbessern.

Poliloop

Mit Recycling bzw. dem Versetzen von Stoffen beschäftigt sich auch das Biotech-Start-up Poliloop aus Ungarn. Die beiden Gründerinnen Liz Madaras and Krisztina Lévay haben einen umweltfreundlichen Bakteriencocktail entwickelt, um den biologischen Abbau von Kunststoffabfällen zu verbessern. Mit der Lösung ermöglicht es das Start-up, eine Kreislaufwirtschaft für Plastik produzierende Unternehmen aufzubauen, sodass Kunststoffverpackungen immer wieder verwendet werden können. In Anbetracht der dramatischen Situation unserer Ozeane und Gewässer ist diese Lösung vielversprechend, damit das Ökosystem wieder ins Gleichgewicht kommt.

Traceless

Das Hamburger Start-up Traceless möchte ebenfalls das Problem der Plastikverschmutzung lösen und hat dazu eine nachhaltige Alternative zu (Bio-)Kunststoffen entwickelt. Aktuell befinden sich 85 Prozent aller jemals weltweit produzierten Kunststoffe noch immer auf Mülldeponien oder verschmutzen die Meere. Mit seiner zum Patent angemeldeten Technologie ist Traceless in der Lage, drei verschiedene alternative Materialien herzustellen: eine flexible Folie, einen formbaren Kunststoff und eine sprühbare Lösung für Beschichtungen. Die Gründerinnen Anne Lamp und Johanna Baare setzen zur Herstellung der Materialien auf natürliche Polymere – also solche, die die Natur vorkommen. Deshalb können Mikroorganismen sie leichter verdauen und abbauen.

Concular

Eine Branche, in der es noch viel Potenzial gibt, eine geschlossene Kreislaufwirtschaft aufzubauen und damit einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, ist die Baubranche. Einige vielversprechende Startups nehmen sich dieser Herausforderung an, darunter Concular aus Berlin. Die Gründer Julius Schäufele und Dominik Campanella möchten das zirkuläre Bauen befördern und so die Branche dabei unterstützen, ressourceneffizient und CO2-neutral zu werden. Dafür haben sie eine Softwarelösung entwickelt, um Gebäude und Materialien zu digitalisieren und Bauprozesse transparenter zu gestalten. Ziel ist auch, dass gut erhaltene Materialien aus Umbaumaßnahmen nicht entsorgt, sondern wiederverwertet werden.

Made of Air

Made Of Air aus Berlin hat ebenso eine alternative und nachhaltige Lösung entwickelt, um das Bauwesen CO2-ärmer zu gestalten. Das Start-up, gegründet von Allison Dring und Daniel Schwaag, stellt ein thermoplastisches Granulat her, das zu 90 Prozent aus CO2 aus der Atmosphäre besteht und somit kohlenstoffnegativ ist. Das Material kann als nachhaltige Alternative im Bauwesen, in Innenräumen, Möbeln und mehr eingesetzt werden.

Brickify

Brickify aus Nigeria verfolgt einen anderen Weg, um die Baubranche zukunftsfähig aufzustellen: Das Start-up recycelt Kunststoffabfälle zu wasser-, feuer-und hitzebeständigen Pflastersteinen, die zum Bau von Straßen und kostengünstigen Häusern verwendet werden können. Die Ziegel funktionieren wie Legosteine: Sie greifen ineinander und benötigen beim Bauen keine zusätzlichen Materialien.

Live Green Co

Um 2030 alle 10 Milliarden Menschen ausreichend ernähren zu können, wird pflanzenbasierte Ernährung immer wichtiger, davon sind die beiden Gründerinnen Priyanka Srinivas and Sasikanth Chemalamudi von The Live Green Co mit Sitz in Chile überzeugt. Ihr Ziel: Den Zugang zur pflanzenbasierten Ernährung demokratisieren und ausbauen. The Live Green Co vereint dazu Wissen über mit Biotech und Künstlicher Intelligenz, um Ernährungslternativen zum Durchbruch zu verhelfen. Mit ihrer Technologie macht es The Live Green Co emöglich, klassische Nahrungsmittel wie Milch, Eier, Stabilisatoren oder Emulgatoren durch Sonnenblumenprotein, Ballaststoffe, Öl, Erbsenprotein, Banane, Avocado und Leinsamenmehl zu ersetzen und so auch den Einsatz von tierischen Zusatzstoffen durch pflanzenbasierte Alternativen zu ersetzen.

ConstellR

Um eine Antwort auf die Klima- und Ernährungskrise geht es auch bei ConstellR aus Freiburg. Die Vereinten Nationen prognostizieren, dass die Nahrungsmittelproduktion bis 2050 um 50% steigen muss – und das bei zunehmender Wasserknappheit und sich ändernden klimatischen Bedingungen. Eine Lösung kommt aus dem All: Die Gründer Max Gulde und Marius Bierdel haben einen Mini-Satelliten entwickelt, der es ermöglicht, landwirtschaftlich relevante Daten zu ermitteln, die dann das effizentere Bewirtschaften der Felder ermöglichen. Der Satellit bemerkt anhand von Temperatur, wann die Pflanzen aufgrund von Wassermangel, zu viel Dünger oder Pilzbefall unter Stress stehen. Die Landwirte können auf Basis dieser Informationen handeln. Letztlich kann die Technologie aber nicht nur dazu dienen, die Landwirtschaft klimafester zu machen, sondern auch helfen, Waldbrände zu verhindern. Anfang dieses Jahres plant ConstellR die Technologie ins All zu befördern. Der Satellit wird dann für vier Monate gemeinsam mit der NASA auf der Interna­tionalen Raumstation ISS betrieben

BOSAQ

Bei BOSAQ aus Belgien steht die Wasserversorgung im Vordergrund. Ungefähr 40 Prozent der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Gründer des CleanTech-Unternehmens, Jacob Bossaer und Pieter Derboven, möchte das ändern. Sie möchten eine zuverlässige und reibungslose Wasserversorgung von hoher Qualität gewährleisten – sowohl für Unternehmen (Brauchwasser) als auch für Gemeinden (Trinkwasser). Dazu haben sie eine patentierte Technologie (SolarAQ) entwickelt, um Wasser aufzubereiten.

KRAFTBLOCK

Nachhaltige Geschäftsmodelle gehen oft einher mit Lösungen, die zum Klimaschutz beitragen. Um CO2-Emissionen im großen Umfang einzusparen, ist der vermehrte und globale Einsatz Erneuerbarer Energien essentiell. Allerdings hängt die Erzeugung erneuerbarer Energie weitgehend von der Verfügbarkeit von Sonne und Wind ab. Für den Übergang zu einer Energieversorgung, die ausschließlich auf Erneuerbaren fußt, ist es wichtig, Energieerzeugung und -verbrauch durch Speichermöglichkeiten zu entkoppeln. Dieses Ziel verfolgt KRAFTBLOCK aus Sulzbach in Deutschland. Das Start-up setzt dafür auf thermische Energiespeicherung. KRAFTBLOCK entwickelt und vertreibt nachhaltige, leicht skalierbare modulare Speichersysteme für thermische Energie (mit Temperaturen bis zu 1.300°C). Die Speichersysteme bestehen zu 85 Prozent aus recycelten Rohstoffen und haben einen geringeren CO2-Fußabdruck als konkurrierende Systeme.

Die Gründer*innen all dieser Start-ups zeigen, dass sich die Art und Weise, wie wir wirtschaften, uns ernähren, kleiden oder bauen nicht mit einer Ausbeutung der natürlichen Ressourcen einhergehen muss. Dank technologischer Innovationen haben wir die Chance, nachhaltiger zu agieren und zur Erreichung der Ziele der UN Agenda 2030 beizutragen. Aufgrund der Notwendigkeit, zu Handeln und die Klimakrise mit vereinten Kräften einzudämmen, werden nachhaltige Geschäftsmodelle immer mehr an Fahrt aufnehmen, auch im Jahr 2022.

Drei deutsche Kaffeemarken überraschen die Welt

Coffee Friend und Co.: Diese drei vielversprechenden Kaffeemarken aus Deutschland bereichern jeden (Büro-)Alltag und haben das Zeug zum großen Wurf.

Was hat Sie in letzter Zeit überrascht? Wir sind uns wohl alle einig, dass Überraschungen für das Leben fundamental wichtig sein können. Letztlich sehnen sich die meisten von uns doch nach Kontrolle, aber das Leben ist nun mal unkontrollierbar und das macht den Reiz des Lebens aus.

Ähnlich ist es doch bei Kaffee: Wenn wir immer wüssten, was auf uns zukommt, bräuchten wir keine unterschiedlichen Arten von Kaffee trinken. Natürlich haben wir uns alle an den Geschmack von Kaffee gewöhnt; wir wissen, welchen Kaffee wir am liebsten trinken und auf welche Arten wir gern zurückgreifen. Dennoch sind Kaffeegenuss und Geschmack individuell, je nachdem, in welcher Phase, zu welcher Zeit, mit welchen Gedanken Sie Ihren Kaffee genießen.

Dieser Artikel handelt von deutschen Kaffeemarken, die in der Lage sind, die Welt zu überraschen. Daraus geht hervor, dass die besagten Marken weltweit vielleicht noch nicht angekommen oder wahrgenommen sind. In Deutschland haben sich die besagten Marken aber schon etabliert, weshalb auch Sie sich vom Genuss überzeugen sollten.

#1 Coffee Friend

Eine dieser Marken ist Ihr „Kaffeefreund“ und das ist deshalb besonders einprägsam, weil genau das der Titel und Name der Marke ist. Coffee Friend versorgt den Kaffeegenießer und die Kaffeegenießerin mit all dem, was das Kaffeeherz begehrt. Wir wissen: Guter Kaffee zu Hause ist ein Genussmoment. Manchmal ist das alles, was Sie brauchen. Frisch und aromatisch. Coffeefriend steht stellvertretend für den Genussmoment, welchen man durch guten Kaffee erreicht. Hier wird vor allem das Aroma großgeschrieben, welches für guten Kaffee natürlich unabdingbar ist. Aus diesem Grund gibt es auch immer neue Kaffeesorten, die auf und von Coffee Friend getestet werden. Coffee Friend verbreitet natürlich auch Maschinen und Automaten, die Ihnen unterschiedlichste Zubereitungsarten nach Hause bringen. Dabei garantiert Coffee Friend eine nette und warme Atmosphäre, wenn Sie mit dem Unternehmen in Kontakt treten. Man wird Ihnen einfach und präzise beschreiben, was Sie wissen müssen, sodass Sie Ihren Kaffeegenuss in gewünschter Manier zu Hause genießen können. Probieren Sie den internationalen Einzelhändler für Kaffee und Kaffeemaschinen ruhig aus. Dabei sei Ihnen gesagt, dass Coffee Friend auf jeglichen Märkten zugegen ist, sofern es um Kaffee geht. Hierbei stehen Vertriebserfahrung und eine qualitativ hochwertige Produktion im Fokus. Coffee Friend steht dabei natürlich vor allem auch für hochwertig vertriebene Produkte wie Caprissimo, Burtukana und Parallel.

Online-Marketing-Trends 2022

So gelingt ein ganzheitlich-nachhaltiges Online-Marketing im Jahr 2022.

Ökologisch, ökonomisch und sozial. Auf diesen drei Eckpfeilern beruht Nachhaltigkeit, ein Thema, das heute in aller Munde ist. Dabei mag es vielleicht überraschen, dass Online-Marketing, so wie es meist betrieben wird, diesen Kriterien gar nicht entspricht. Was viele z.B. nicht wissen: Das Internet hat einen enormen Stromverbrauch und verursacht genauso viel CO2-Emissionen wie die Luftfahrtindustrie. Es reicht also nicht aus, ein papierloses Office zu betreiben und die Werbekampagne von Print auf Online umzustellen. Zu einem ganzheitlich ausgerichteten nachhaltigen Online-Marketing, das Unternehmen nicht nur erhöhte Medienaufmerksamkeit schenkt, sondern allen Aspekten der Nachhaltigkeit – ökologisch, ökonomisch und sozial – glaubhaft gerecht wird, gehört ein wenig mehr.

Die Experten der Online-Marketing-Agentur SEO-Küche erläutern, an welchen drei einfachen Stellschrauben jede(r) Unternehmer*in drehen sollte, um erste wichtige Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Online-Marketing zu gehen, von denen Unternehmen, Umwelt und auch Kund*innen profitieren.

Ökologischer Aspekt: Optimiere deine Website für einen geringeren Stromverbrauch

Der Energiebedarf des Webs ist in den letzten Jahren enorm gestiegen und beträgt heute in etwa zwei Prozent des weltweiten Verbrauchs. Immer größer werdende Websites, mit schicken Bildern und emotionalen Videos, tragen hierzu einen erheblichen Teil bei, denn je größer und schwerer eine Website ist, desto mehr Strom benötigt sie. Für einen geringeren ökologischen Fußabdruck sollten Unternehmen daher auf ein schlankes Webdesign mit reduzierten Daten achten. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann zudem auf eine klimaneutrale Website setzen. Dabei wird der Energiebedarf des Internetauftritts berechnet und durch ein gewähltes Klimaschutzprojekt gleich wieder ausgeglichen.

Natürlich gibt es neben einer klimaneutralen Website auch andere Mittel und Wege um Unternehmen ökologischer zu gestalten. Anstatt unternehmenseigene Server zu betreiben, können Unternehmen beispielsweise auf Cloud-Hosting setzen und bei der Beschaffung von Hardware sollte der benötigte Strombedarf ein Kaufkriterium sein. Auch das Ermöglichen von Home Office schont, durch geringeren Pendler*innenverkehr, die Umwelt.

Sozialer Aspekt: Respektiere die Privatsphäre deiner User*innen

Tracking-Tools wie Google Analytics kommen auf fast jeder Website zum Einsatz und sollen Unternehmen wertvolle Daten über das Verhalten deiner Besucher*innen, für personalisierte Werbemaßnahmen, liefern. Eine unglaubliche Masse an Informationen, die da zusammenkommt und den Energieverbrauch des Internets und Datenumfang einer Website erhöht. Dabei werden am Ende nicht mal mehr alle Daten genutzt oder falsche Schlüsse aus ihnen gezogen. Nachhaltig und sozialverträglich sieht anders aus.

Verringere daher deine invasiven Tracking-Methoden, mit denen du in die Privatsphäre deiner Nutzer*innen eindringst, und überlege stattdessen im Vorfeld genau, welche Daten du wirklich benötigst. Achte auch darauf, dass deine Cookie-Hinweise datenschutzrechtskonform sind. So bist du rechtlich auf der sicheren Seite, erhöhst die Nutzer*innenfreundlichkeit und wirst gleichzeitig dem sozialen Nachhaltigkeitsaspekt gerecht.

Ökonomischer Aspekt: In nachhaltige Kund*innenbeziehungen investieren

Es kommt nicht nur häufig vor, dass über Tracking-Tools gesammelte User*innen-Daten falsch interpretiert werden, sie sorgen zudem nicht selten dafür, dass die Effektivität von Werbeanzeigen systematisch überschätzt wird. Unternehmer*innen sollten daher immer wieder neu überdenken, wie viel Budget sie zu welchem Zeitpunkt für Anzeigen ausgeben, denn es gibt langfristigere und vor allem nachhaltigere Methoden, um auf sich aufmerksam zu machen:

  • Kundenbeziehungen stärken: Kommentiere Blogbeiträge, seie in relevanten Facebook-LinkedIn-Gruppen aktiv, beantworte Fragen im Social Web und besuche Branchenveranstaltungen.
  • Content mit Mehrwert produzieren: Investiere in die Erstellung von einzigartigem Content, der deinen Kund*innen einen Mehrwert liefert.
  • SEO nutzen: Optimiere deine Website und setze auf Suchmaschinenoptimierung für ein besseres Ranking.

Nicht auf den schnellen Effekt setzen

Natürlich wirst du bei einem nachhaltigen Vorgehen nicht den schnellen Erfolg sehen, den du vielleicht aus Google Ads-Kampagnen gewohnt bist. Dafür wirst du langfristig mit effektiveren und authentischen Werbemaßnahmen belohnt, die durch enge Kund*innenbindungen auch wirken. Nicht nur dein Werbebudget wird es dir danken, das gute Gefühl, das du erhältst, wenn du dein Online-Marketing nachhaltig gestaltest, bekommst du ganz automatisch und vor allem kostenlos dazu. Natürlich kannst du klassische Werbung weiterhin und ergänzend einsetzen. Die richtige Mischung zur richtigen Zeit macht’s.

Krypto-Trends 2022

Kryptowährungen: Was sind die Erwartungen und Trends für 2022?

Krypto-Trend: Bitcoin bleibt der "König"

Trotz der Tatsache, dass die Dominanz von Bitcoin im Jahr 2021 abnahm und die Anleger begannen, sich nach Alternativen wie Ethereum, Solana und Polkadot umzusehen, ist BTC immer noch die wichtigste "schwere" Kryptowährung. Die Nachfrage nach BTC und seinen Derivaten wird steigen. BTC hat eine niedrige Besicherungsquote, was auf eine geringe Verschuldung hindeutet und ein Potenzial für die Verwendung als DeFi-Sicherheiten zeigt. Bitcoin-Inhaber werden in der Lage sein, mehr ihrer Bitcoins für Kredite, Darlehen, die Bereitstellung von Liquidität usw. zu verwenden. Ein größerer Teil des Bitcoin-Angebots wird auf anderen Blockchains abgelegt werden.

Krypto-Trend: Cross-Blockchain-Bridges

Cross-Blockchain-Bridge-Protokolle wie Rune (THORChain) werden mehr Peer-to-Peer-Swaps ermöglichen. Derzeit verbinden sich die meisten Brücken mit dem Ethereum (ETH)-Netzwerk aufgrund der Kompatibilität mit der Ethereum Virtual Machine (EVM) (Tezos Wrap Protocol Bridge, Binance Smart Chain Bridge, Solana's Wormhole Bridge, Avalanche Bridge, usw.). Es wird erwartet, dass blockchain-übergreifende Möglichkeiten eine wichtigere Rolle spielen werden.

Krypto-Trend: DeFi und Liquidität

Vor kurzem sind mehrere neue vielversprechende Protokolle erschienen. Zum Beispiel für eine langfristige Liquidität - OlympusPro, Tokemak, oder für eine kurzfristige Liquidität - Fei Protocol x Ondo Finance und Liquidity Mining, was eine Tür für die weitere Entwicklung von DeFi2 öffnet. Die Entwicklung von Mindestreserve-Banking und Off-Chain-Kredit-Scoring-Systemen wird einer der Trends sein.

Krypto-Trend: NFTs

Ihr Potenzial ist enorm, da sie zur Übertragung von Rechten sowohl an virtuellem als auch an physischem Eigentum genutzt werden können. Wir werden also herausfinden müssen, wie NFTs von "traditionellen" Institutionen wie Museen, Fonds usw. behandelt, gehalten und bewertet werden können.

Krypto-Trend: Regulierung

Immer mehr institutionelle Anleger haben begonnen, Kryptowährungen als legitime Anlagemöglichkeit anzuerkennen, auch wenn eine umfassende Regulierung noch auf dem Weg ist. Der Markt für Kryptowährungen ist einfach zu groß geworden, um ihn zu ignorieren. Gleichzeitig wird die makroökonomische "Übernahme" von Blockchain/digitalem Geld intensiviert werden. Wir erwarten eine stärkere Konzentration auf CBDCs und Stablecoins, die zur Diversifizierung und Senkung der Transaktionskosten beitragen, grenzüberschreitende Reibungsverluste verringern, Einlagen ergänzen, die finanzielle Eingliederung fördern usw. Es wird eine bankähnliche Regulierungsstruktur für Stablecoin-Emittenten vorgeschlagen werden.

Krypto-Trend: breitere Einführung von Blockchain-Technologien

Und schließlich eine breitere Einführung von Blockchain-Technologien, um viele weitere Bereiche zu digitalisieren und zu verfolgen, angefangen bei der Nutzung medizinischer Daten, ESG-Attributen (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung), der Überprüfung der Identität von Lieferanten, Geldtransfers usw.

Der Autor: Prof. Roman Matkovskyy, Rennes School of Business

E-Sports Start-ups – wer profitiert?

E-Sports: Ein innovatives Ökosystem setzt Trends, von denen auch Start-ups profitieren.

In der heutigen Zeit sind E-Sports längst nicht mehr irgendwelchen Freaks vorbehalten, die sich mit ihren Computern zu LAN-Partys versammeln. Heute handelt es sich dabei fast schon um eine eigene Industrie, die immer mehr Spieler anlockt und gleichzeitig viele Zuschauer vor den Bildschirmen der Welt versammelt. Dank Live-Streams haben die Zuschauer die Möglichkeit, den besten Spielern der Welt über die Schulter zu schauen. Diesen Boom gilt es definitiv einmal näher zu betrachten.

Dass die Menschen spielen wollen, ist an und für sich nicht neu. Es äußert sich einfach nicht immer genau gleich. Manche verschreiben sich zum Beispiel dem Glücksspiel. In diesem Bereich boomt aktuell zum Beispiel das Online Casino ohne deutsche Lizenz. Es bietet den Spielern die komplette Freiheit. Schließlich sind die Glücksspiele online in Deutschland durch den Gesetzgeber nun erstmals bundesweit reguliert worden – allerdings in einer Art und Weise, die den Spielern eher weniger Spaß bereitet.

Vom Freak zum Profi

Lange Zeit hat man sich den klassischen E-Sportler wohl als eine Art Freak vorgestellt, der bis in die tiefsten Morgenstunden an seinem PC oder auf der Konsole zockt. Doch mit „Binge Gaming“ alleine lässt sich heutzutage nicht mehr viel erreichen. Das Niveau ist bei den Spielen viel höher geworden und vom Klischee der Einzelgänger haben sich die Gamer ebenfalls längst verabschiedet. Heute geben sie der sozialen Interaktion ein viel größeres Augenmerk als noch vor einigen Jahren – und das ist auch gut so.

Statt als Einzelmasken in Erscheinung zu treten organisieren sich heute E-Sportler in Teams, inklusive Coaches, die ihnen helfen, das Niveau stets ein wenig zu verbessern. Das eröffnet gerade wirtschaftlich betrachtet völlig neue Möglichkeiten. Sponsoren haben die E-Sports für sich entdeckt, um mit Hilfe der Akteure in der Szene die aktuelle Generation junger Erwachsener und Jugendlicher zu erreichen. Sogar einige große Sportvereine haben bereits eigene Abteilungen für E-Sports gegründet. Sie beschäftigen so Gamer, die die jeweiligen Farben in der E-Sports-Szene vertreten.

Komplett neues Ökosystem

Selbst das Wort „Szene“ wird im Zusammenhang mit den E-Sports immer weniger verwendet. Vielmehr ist von einem ganzen Ökosystem die Rede. E-Sports als Ganzes helfen zahlreichen Unternehmen dabei, sich auf die Bedürfnisse der Jugend und speziell der Gamer auszurichten. Dabei geht es um breit gefächerte Aspekte wie die Ausbildung, die Ernährung oder die Bekleidung. E-Sports ist zudem auch aus finanzieller Sicht keine besonders günstige Aktivität. Entsprechend spielt auch die Versicherung der Ausrüstung für die Gamer eine Rolle, speziell wenn sie sich auf Reisen befinden.

Alle diese Bedürfnisse sind für verschiedensten Unternehmen eine riesige Chance, um mit der Generation Z in den Kontakt zu kommen. Ein Unternehmen, das es schafft, sich in diesem Bereich richtig zu positionieren erreicht indes nicht nur die aktiven Gamer. Dank lukrativen Verkäufen von Übertragungsrechten erreichen die E-Sports auch immer mehr Zuschauer rund um den Globus und speziell in Asien, wo diese neue Art des Sports besonders beliebt ist. Bei internationalen Wettbewerben kommen die Sieger nämlich sehr oft aus den Hochburgen des E-Sports wie China oder Südkorea.

Pole Position für die Spielehersteller

In erster Linie sind die E-Sports natürlich für jene Unternehmen eine Goldgrube, die die entsprechende Software und Hardware entwickeln und vertreiben. Während man in traditionellen Sportarten Disziplinen kennt, die mehr oder weniger aus dem natürlichen Antrieb entstanden sind, basieren die Disziplinen bei den E-Sports auf Videospielen, die alle ihren eigenen Entwickler haben. Um an den Wettbewerben teilzunehmen müssen die Spieler also zwingend in die entsprechenden Spiele und Geräte investieren.

Doch die bereits erwähnten Aspekte bringen auch das eine oder andere Start-up-Unternehmen auf den Plan. Gerade wenn es sich bei den Unternehmern ebenfalls um E-Sports-affine Personen handelt, entsteht so eine Win-Win-Situation für die Gamer und die Unternehmer. Manche Unternehmen bieten so beispielsweise Versicherungen an, die speziell auf die Bedürfnisse der (semi-)professionellen Gamer ausgerichtet sind. Andere kümmern sich um Aspekte wie Tracking oder die Interaktion zwischen den Spielern.

Start-ups mischen in der Szene mit

Der Sport bewegt sich allgemein in eine Richtung, in der Zahlen eine immer wichtigere Rolle einnehmen. Dazu zählt, dass man das Spielverhalten aufzeichnet und auswertet. Die enormen Datenmengen, die dabei entstehen, hilft Dojo Madness aus Berlin zu verarbeiten. Auf der Basis des aufgezeichneten Spielverhaltens errechnet die von Dojo Madness entwickelte Software Tipps und Anweisungen für zukünftige Spielrunden. Die Spieler dürfen sich dadurch eine bessere Performance versprechen.

Ein weiterer Bereich, den bereits mehrere deutsche Start-ups für sich entdeckt haben, ist die Planung für die E-Sportler. Die ganzen Termine der Wettbewerbe und Messen unter einen Hut zu bekommen ist keine leichte Aufgabe. Um im richtigen Moment am richtigen Event vertreten zu sein, muss man gut vorausplanen können. Die entsprechende Software ist dabei fast schon Pflicht. Denn die Branche ist mit den vielen Anbietern und Stilrichtungen sehr divers. Nicht nur die Anbieter von Hard- und Software stehen gegenseitig im Wettbewerb – auch die Anbieter der Messen und die Veranstalter der Wettbewerbe sind ständig in Konkurrenz zu einander.

Sichere Werte – nicht nur bei den Spielen

Während man sich bei einer traditionellen Versicherung vor allem vorstellen kann, wie greifbare, konkrete Werte versichert werden, muss man bei den E-Sports ein wenig weiterdenken. Klar ist es wichtig, die Hardware in Form der Konsole, des Servers, der Tastatur oder anderer Geräte versichert zu haben. Aber fast noch wichtiger sind Werte, die man rein aufgrund der Konzeption der E-Sports nicht einfach wegsperren kann.

Der Fortschritt innerhalb eines Spiels ist für den E-Sportler eine Art Kapital für seine Karriere. Schafft es allerdings jemand, sich unbefugt Zugriff auf diese Daten zu verschaffen, kann dieser Fortschritt mitsamt allen anderen virtuellen Errungenschaften zunichtegemacht werden. Und selbst wenn man diesen Fortschritt nicht in der Hand halten kann, ist er doch messbar, gewöhnlich in einer Anzahl von Levels, die man erreicht hat. Da steckt ein riesiger Aufwand und jede Menge Herzblut dahinter. Entsprechend sind elektronische Sicherheitsmaßnahmen gefragt, damit diese Daten jederzeit sicher aufgehoben sind.

Nebst unbefugten Zugriffen kann aber auch Elementarschaden, beispielsweise durch Wasser oder Feuer die Existenz dieser Daten bedrohen. All diesen Aspekten im Zusammenhang mit der Sicherheit der Daten hat sich ein junges Unternehmen aus Düsseldorf verschrieben. Die insurninja GmbH hat Lösungen entwickelt, mit denen sich die E-Sports-Hardware versichern lässt, mit denen man aber auch eine maximale „Digital Squad Protection“ erreichen kann.

Top-Trends im Grafikdesign 2022

Die Top-Trends im Grafikdesign 2022: Auf uns wartet eine bunte Mischung und ganz viel Nostalgie.

Bei Grafikdesign-Trends handelt es sich um mehr als um flüchtige Modeerscheinungen: Sie spiegeln die Restriktionen und Klischees eines Jahres wider, die zugunsten von etwas Neuem umgestoßen werden. Mit Blick auf das neue Jahr bedeutet das die Anbahnung einer “zweiten Welle”. Stile verschiedener Jahrzehnte bekommen ein zweites Leben eingehaucht. Die Designexperten von 99designs von Vista gehen davon aus, dass 2022 unvorhersehbar sein wird und diese Entwicklung sich auch an den Grafikdesign-Trends ablesen lässt.

90er-Nostalgie

Während erst kürzlich die 80er ihr Comeback feierten, springen wir nun in die 90er Jahre. Dieser Trend basiert auf dem sehnsüchtigen, idealisierten, nostalgischen Blick in die Vergangenheit. Daher erleben wir ein weiteres Mal Muster im Memphis-Design, simple Emojis und primitive Internet-Frames. Bunte Farbblöcke und greller Glibber erwecken geliebte Kindheitserinnerungen zum Leben.

Die besten Gaming-Gadgets

Der Gaming-Markt wächst schnell und es gibt viele Gaming-Gadgets, die dafür sorgen, dass das Spielerlebnis sofort deutlich optimiert wird. Hier findest du eine Auswahl erfolgreicher Gaming-Gadgets.

Für echte Gamer kommt es auf jedes Detail an, damit das Gaming auch wirklich so richtig Spaß macht und möglichst erfolgreich ist. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob es sich um geliebte online Spiele handelt oder um einen Besuch in einem Online-Casino wie zum Beispiel bei LilaPaloma. Entscheidend ist immer, dass Gaming Erlebnis perfekt optimiert ist. Am besten gelingt das mit den folgenden Gaming-Gadgets.

Ein optimiertes Gaming Erlebnis

Der Gaming-Markt wächst schnell und es gibt viele Gaming Gadgets, die dafür sorgen, dass das Spielerlebnis sofort deutlich optimiert wird. Oftmals sind es sogar Kleinigkeiten, die nicht einmal viel kosten, aber einen perfekten Spielspaß garantieren. Dazu zählt:

Blaulichtfilter Brille

Wer nur wenig Schlaf bekommt oder schlecht schläft, wird kaum eine tolles Gaming Erlebnis genießen können. Oftmals ist aber gerade das intensive Spiel in den Abendstunden am PC oder am Laptop schuld an der Schlafstörung, doch auch die Nutzung des Handys kann dies bedingen. Genau genommen ist es nicht das Spiel selbst, sondern der hohe Blaulicht Anteil. Um diesen wirkungsvoll zu reduzieren, bedarf es lediglich einer Blaulichtfilter Brille. So ist ein guter Schlaf garantiert und damit auch ein Top Spielerlebnis am folgenden Abend. Darüber hinaus sorgt eine Gaming Brille aber auch dafür, dass die Augen deutlich weniger angestrengt werden und man keine Kopfschmerzen oder tränenden Augen während des Spiels bekommt.

Maus Bungee

Unter Garantie hat jeder Gamer schon mal während einer hitzigen Schlacht zum Beispiel bei Fortnite oder COD mit dem verhedderten oder überspannten Mauskabel gekämpft. Leider bedeutet bereits eine Eingabeverzögerung von einer Millisekunde oftmals schon die Niederlage. Ein optimales Gamer Erlebnis sieht aber unter Garantie anders aus.

Ein tolles Gamer Gadget ist an dieser Stelle zur Vermeidung von Frust und Niederlage die sogenannte Maus Bungee. Sie sorgt für ungehinderte Bewegungsfreiheit. Es wäre natürlich auch denkbar auf eine Wireless Maus umzusteigen, allerdings ist die Modellauswahl hier deutlich begrenzt. Der Kabelhalter ist mit einem hohen Eigengewicht und einer speziellen Antirutsch-Funktion ausgestattet. Selbst bei harten Einsätzen und schweren Schlachten kann er weder umkippen noch wegrutschen.

Gaming RGB Mauspad

Ein RGB Mauspad ist ein absolutes Must-have für alle RGB Liebhaber, die auf der Suche nach weiterer cooler Gaming Beleuchtung sind. Auf der einen Seite ist das Gaming RGB Mauspad ein echter Hingucker und auf der anderen überzeugt es aber auch dadurch, dass es dezent leuchtet und dabei selbstverständlich nicht blendet. Die perfekte Unterlage für Maus und Tastatur, die zudem dafür sorgt, dass die Maus immer ganz flüssig über die Oberfläche gleitet. Das Mauspad rutsch auch unter starken Belastungen nicht weg.

Mini USB Fingerabdrucksensor

Echte Gamer wollen nicht erst umständlich den PC oder das Laptop mit einem Passwort entsperren, es soll ruck zuck gehen. Mit dem Mini-USB-Fingerabdrucksensor ist das überhaupt kein Problem mehr, denn er erkennt den Fingerabdruck in flinken 0,15 Sekunden. Binnen weniger Minuten ist das Einrichten ohne jeden zusätzlichen Treiber unter Windows 10 möglich. Diese Vorgehensweise soll zudem sicherer sein, als die klassische Nutzung eines Passworts.

Elgato Stream Deck

Das Elgato Stream Deck hat 15 Tasten, die sich individuell einstellen lassen und dem Streamer so viele Möglichkeiten geben, seine wichtigsten Shortcuts zu nutzen. Damit ist es unter anderem problemlos möglich, Hotkeys für das Gaming festzulegen. Als Streamer kann aber auch die OBS Steuerung komplett vereinfacht werden.

Die LCD Tasten sind via Software anpassbar. So kann jedes einzelnes Tastenmotiv individuell angepasst werden. Hier besteht nicht die Gefahr, dass man sich die zuvor auf der Tastatur festgelegten Makros oder Hotkeys nicht mehr merken kann.

Couchmaster Cycon

Manchmal soll das Zocken so richtig gemütlich sein und man möchte nicht unbedingt am Schreibtisch sitzen. Viel schöner wäre es, wenn man seinen Gaming Abend auf dem Sofa verbringen könnte. Mit dem Couchmaster Cycon ist das problemlos möglich. Der Couchmaster ist also bestens dafür geeignet, bequem auf dem Sofa zu sitzen und an einem großen Fernseher dem Gaming Vergnügen nachzugehen.