Neue Berufsbilder durch die Digitalisierung


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Schon jetzt hat die Digitalisierung vieles in der Gesellschaft verändert und die Arbeitswelt neu geprägt. Auch künftig dürfte es die Digitalisierung sein, die der Berufswelt einen Stempel aufsetzt. Viele Berufe entstanden und entstehen nur aufgrund der digitalen Möglichkeiten – wer hätte vor rund fünfzehn Jahren schon geglaubt, dass es Content Manager für Streamingdienste gebe? Dieser Artikel schaut sich einige Berufsbilder genauer an, die rund um die digitale Welt entstanden sind.

Die Digitalisierung kostet Jobs, bringt aber auch neue hervor. Bildquelle: @ John Schnobrich / Unsplash.com

Virtual Assistent

Mittlerweile wissen auch nicht sportaffine Menschen, was ein Personal Trainer ist. Auch Personal Assistents sind bekannt, immerhin sind das die wichtigen Existenzen rund um Stars, die deren Alltag planen. Doch auch im Digitalbereich gibt es diese Hilfen:

  • Aufgabengebiete – letztendlich ist der Assistent mit der Sekretärin vergleichbar. Mit Online-Tools, einem Laptop und Smartphone und weiteren Hilfsmitteln helfen die Assistenten ihren Kunden dabei, ein Büro oder Projekt zu managen. Jedoch läuft alles online ab.
  • Nutzen – gerade bei Einzelunternehmen oder Betrieben, die über keine festen Büroräume verfügen, sind die virtuellen Assistenten Gold wert. Sie regeln die geschäftlichen Termine, sorgen dafür, dass die wichtigen Unterlagen beim Video Call vorliegen, kommunizieren aber auch mit dem Steuerberater und buchen Flüge und Hotels.
  • Voraussetzungen – eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich ist eine der wichtigsten Voraussetzungen. Wichtiger ist aber die eigene Erfahrung in dem Bereich. So können auch Quereinsteiger, die vielleicht schon Fangruppen oder auch Sportvereine unterstützt haben, einen Fuß in die Tür bekommen.

SEO-Manager und Co.

Rund um das Thema Suchmaschinenoptimierung sind in den vergangenen Jahren unendlich viele Jobs entstanden. Im Kern dreht sich alles um die bessere Sichtbarkeit, wobei mittlerweile das reine SEO auch plattformbezogen geboten werden kann:

  • Optimierung – ob sich die Optimierung von Webseiten, Anzeigen oder anderen Inhalten nun direkt auf Google bezieht, ist heute offen. Spezialisten konzentrieren sich beispielsweise um die Optimierung auf Plattformen wie YouTube, Facebook oder auch Amazon. Im Grunde genommen stellen auch diese Plattformen Suchmaschinen dar, sodass es wichtig ist, die eigenen Inhalte so zu optimieren, dass eine bessere Sichtbarkeit erreicht wird.
  • Anforderungen – neben dem grundlegenden Wissen müssen diese Berufsgruppen immer aktuell bleiben. Wer selbst schon einmal seine Homepage optimiert hat, der weiß, dass nach dem letzten Schritt der allererste erneut folgt, da die Suchmaschinen ihre Kriterien geändert haben.
  • Voraussetzungen – ein Marketingstudium, aber auch Kenntnisse in der BWL oder Wirtschaftsinformatik sind hilfreich. Das generelle Verständnis über die Mechanismen des Internets, der Umfang mit entsprechenden Tools und eine Grundkenntnis von HTML können das fehlende Studium mitunter aufheben.

Entwickler

Einst war das Feld der digitalen Entwickler stark eingeschränkt. Sie arbeiteten an Programmen, alternativ an Spielen. Und heute? Im Kern sind diese Einsatzgebiete weiterhin vorhanden, doch in einer weitaus größeren Ausprägung. Ein typischer Entwickler kann heute in großen Firmen an ERP-Lösungen arbeiten, Spielesoftwares für große Spieleentwickler entwerfen oder auch für einzelne Firmen gezielte Softwares für die Homepage oder den Appstore schreiben. Gerade auf dem letztgenannten Gebiet ist es möglich, sich rasch zu beweisen und seinen eigenen Betrieb zu gründen: Apps sind mit der neue "Gral" des digitalen Bereichs, und wer eine gute Idee hat und gut programmieren kann, der kann es über den Android oder iOS Store bis hinauf in die Höhen schaffen. Allgemein gilt:

  • Voraussetzung – ein Studium im Softwarebereich ist sinnvoll, doch keine direkte Voraussetzung. Wer selbst bereits Programme, Apps und Spiele vorweist, der kann diese durchaus als Sprungbrett nutzen.
  • Einsatz – die Einsatzgebiete orientieren sich an den eigenen Stärken. Aber ein Entwickler kann beispielsweise sowohl die Oberfläche für ein Online-Casino erschaffen, als auch einzelne Automatenspiele für den Casinobereich entwickeln. Dasselbe gilt für dementsprechende Apps oder auch Büro- und Softwarelösungen. Vor einer Neuentwicklung kommt die Konkurrenzanalyse. Oft hilft es, in Märkten mit starker Konkurrenz wie bei den Casinos ausführlich die Anbieter zu vergleichen. So lässt sich erfahren, was eine Neuentwicklung an unternehmerischen Chancen bietet.

Online-/Media-Redakteure

Im journalistischen Bereich beginnen gerade Studenten schon während des Studiums damit, ihre Referenzen aufzubauen. Oft geschieht das nicht über die herkömmlichen Wege, sondern über ein eigenes Online-Portal. So mancher Student, der sich später mal in der Sportjournalistik durchsetzen möchte, gestaltete sein eigenes Internetportal. Doch ist dieser Bereich weitaus breiter gefächert:

  • Möglichkeiten – neben der Erstellung fester Redaktionspläne und dem eigenen Schreiben, kann sich die Arbeit auch auf einzelne Kanäle und deren Spezifikationen konzentrieren. Gerade der Social Media Bereich ebnet diverse Chancen.
  • Voraussetzungen – ein Marketingstudium oder eine journalistische Ausbildung sind oft gefragt, wenn auch keine klare Voraussetzung. Gerade "Hobby-Journalisten", die beispielsweise in ihrer Freizeit ein eigenes Sport- oder Freizeitportal aufbauen und mit fundierten Texten versehen, können dies ab einer gewissen Bekanntheit durchaus anstelle der Ausbildung als Referenz nutzen.

In diesen Bereich fallen zudem die Online Marketing Manager, die praktisch den gewöhnlichen Beruf des Marketing Managers rein auf die digitale Ebene heben. Auch hier greifen unterschiedliche digitale Berufsfelder wieder ineinander. So sollte der Manager natürlich über SEO-Maßnahmen Bescheid wissen und die groben Erfordernisse einzelner Plattformen des Internets kennen und verstehen.

Cover-Designer

Sie gibt es natürlich schon länger, doch seitdem Autoren Bücher und Musiker Alben selbst produzieren und veröffentlichen können, bietet das digitale Design ungeahnte Möglichkeiten. Grundsätzlich hat sich die Kundengruppe enorm vergrößert, da nicht mehr einzelne Kernunternehmen Aufträge vergeben, sondern unzählige Kreative, die für das Design ihres Buches oder Albums einen Experten benötigen. Und es endet nicht beim Cover:

  • Webseite – ein Banner auf der Webseite, eventuell ein Avatar für den Webseitbesitzer oder ein Logo für einen kleinen Betrieb – all dies fällt mit in diesen Designbereich.
  • Werbematerial – gerade Künstler wünschen sich nicht allein ein Buch- oder MP3-Cover, sondern Werbematerialien. Die Designer erstellen somit auch Postkarten und Lesezeichen – oder können die Nutzungsrechte ihrer Hauptarbeit erweitern und ein Covermotiv so mehrmals an einen Künstler verkaufen.
Auch Datenanalysten werden im Zuge der Digitalisierung immer gefragter. Bildquelle: @ Carlos Muza / Unsplash.com

Fazit – neue Berufe und alte Berufe, die neu erfunden werden

Die Digitalisierung bietet viele neue Berufsbilder und erlaubt es, alte, oft nicht mehr benötigte Berufe, in ein neues Gewand zu kleiden und wiederzubeleben. Gerade für Einzelselbstständige gibt es jetzt schon viele neue Aufgabengebiete, die nicht unbedingt ein offizielles Studium, sondern vorzeigbares Fach- und Praxiswissen erfordern. Auch in der Zukunft werden sich die Berufsbilder des digitalen Bereichs noch weiter ausbilden.

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