Start-up-Finanzierung – so geht’s!

Autor: Ricardo Tunnissen
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Vielen Gründer*innen fehlt es nicht an guten Ideen oder an einem Konzept, sondern an dem nötigen Geld. Manches Gründungsvorhaben scheitert an der Finanzierung und zu wenig Kapital ist häufig ein Grund, warum ein Start-up vorzeitig aufgibt. Banken zeigen sich gerade bei Gründungsfinanzierungen manchmal ziemlich „sperrig“ - aber es gibt andere Mittel und Wege. Darum geht es in diesem Beitrag.

Finanzplanung - wann brauche ich wie viel Geld?

Start-ups stehen meist vor dem Problem, dass noch kaum Umsätze erzielt werden, aber schon viele Ausgaben für den Aufbau des Geschäfts anfallen. Die Finanzierung ist in dieser Phase ein besonderer Engpass und vor allem auf Mittel von außen angewiesen. Die - wenn überhaupt - schmalen Umsätze können den Finanzbedarf nicht annähernd decken.

Eine solide Finanzierung braucht eine fundierte Finanzplanung, die die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben veranschlagt. Der Plan sollte einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren umfassen und regelmäßig überprüft und angepasst werden. Nur so lässt sich feststellen, wie viel Geld für welchen Zeitraum tatsächlich benötigt wird.

Ganz ohne Eigenkapital geht es nicht

Je mehr Eigenkapital in eine Gründung eingebracht werden kann, umso besser. Eigenkapital muss weder verzinst, noch zurückgezahlt werden und kann gerade typische Verluste in der Startphase auffangen. Es erweitert außerdem die Finanzierungsspielräume, weil es die Kreditwürdigkeit verbessert. Doch woher Eigenkapital nehmen, wenn nur wenig eigenes Vermögen für die Gründung vorhanden ist? Ein Ausweg: sich (Beteiligungs-)Partner mit ins Boot holen. Dafür gibt es durchaus Möglichkeiten:

Mittelständische Beteiligungsgesellschaften: bieten in der Regel mittel- bis langfristige stille Beteiligungen bei „klassischen“ Gründungsvorhaben. Die Beteiligungsgesellschaften findet man in fast jedem Bundesland. Sie stehen in enger Verbindung mit den Bürgschaftsbanken oder den Landesförderbanken;

Wagnisfinanzierungsgesellschaften und private Investoren: spielen vor allem bei Start-up-Finanzierungen im digitalen Umfeld als Inkubatoren eine wichtige Rolle. Sie begleiten Gründungsvorhaben von frühen Phasen bis zur erfolgreichen Etablierung am Markt und stellen Beteiligungskapital auf Zeit zur Verfügung. Ziel: der spätere Ausstieg mit Gewinn;

High Tech Gründerfonds: ist eine Gemeinschaftsinitiative von Bundeswirtschaftsministerium, Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und einigen namhaften Industrieunternehmen. Der High Tech Gründerfonds beteiligt sich als Frühphaseninvestor an innovativen und technologieorientierte Gründungen mit größerem Kapitalbedarf; 

Business Angels: bieten mehr als finanzielle Beteiligung auf Zeit, sondern helfen - als eine Art „Schutzengel“ - auch mit Rat und Tat bei der Gründung. Oft verfügen Business Angels über eigene Management- und Gründungserfahrung. Es gibt in Deutschland verschiedene Business Angels-Netzwerke, sie haben sich im Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. zusammengeschlossen.

Alle diese Ansätze sind Möglichkeiten, um eine schmale Eigenkapitalbasis aufstocken, trotzdem: ganz ohne „eigenes“ Eigenkapital gelingt kaum eine Gründung. Wie viel Eigenkapital benötigt wird, hängt vom Gründungsvorhaben ab. Rein dienstleistungsbezogene Geschäftsmodelle erfordern meist weniger Kapital als wenn etwas produziert werden soll. Ein tragfähiges Konzept ist immer Voraussetzung für externe Beteiligungen.

Wenn die Bank nicht will: Förderprogramme und -kredite helfen

Öffentliche Förderprogramme sollen Existenzgründungen und Start-ups bei der Finanzierung unterstützen. Die Förderlandschaft ist bunt und vielfältig. Es gibt Programme für fast jedes Vorhaben und jeden Zweck. Die Förderung funktioniert überwiegend über günstige Kredite zu Vorzugskonditionen. Manchmal findet man auch Zuschüsse und Beteiligungsprogramme. Das maßgebliche Förderinstitut auf Bundesebene ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Daneben hat jedes Bundesland seine eigene Förderbank mit eigenen Förderprogrammen. Oft ergänzen und erweitern diese die KfW-Programme.

Die drei wichtigsten KfW-Programme für Existenzgründung sind:

  • der ERP-Gründerkredit Startgeld: bietet fünf- oder zehnjährige Darlehen bis zu 125.000 Euro;
  • das ERP-Kapital für Gründung: ermöglicht fünfzehnjährige Darlehen bis zu 500.000 Euro. Es handelt sich um Nachrangdarlehen mit Eigenkapitalcharakter;
  • der ERP-Gründerkredit Universell: bietet in unterschiedlichen Varianten Kredite mit bis zu 20 Jahren Laufzeit - überwiegend für (Sach-)Investitionen und in fast beliebiger Höhe (Obergrenzen sind aktuell 100 Mio. Euro bzw. 25 Mio. Euro).

Darüber hinaus können oft weitere Programme genutzt werden, zum Beispiel für Forschung und Entwicklung, Digitalisierung oder im Rahmen der Strukturförderung. Das hängt vom Geschäftsmodell, der geplanten Investition, dem Standort und weiteren Faktoren ab. Öffentliche Förderkredite werden fast ausschließlich über die Kreditinstitute vor Ort vergeben. Diese prüfen das Vorhaben und auch die Kreditwürdigkeit. Da die Förderinstitute das Kreditrisiko oft ganz oder teilweise übernehmen und auch bei Sicherheiten großzügiger sind, ist der Kreditzugang wesentlich einfacher als beim normalen Bankkredit. Ein tragfähiges Konzept inkl. Business Plan ist allerdings auch hier ein Muss!

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Bürgschaften ersetzen fehlende Sicherheiten

Nicht selten sind Banken bei entsprechenden Sicherheiten durchaus bereit, Kredit für eine Gründung zu geben. Wer damit Probleme hat, geforderte Sicherheiten zu stellen, kann sich an eine Bürgschaftsbank wenden. Bürgschaftsbanken existieren in jedem Bundesland. Sie stellen Bürgschaften gegen überschaubare Provision als hochwertige Ersatzsicherheiten zur Verfügung. Üblicherweise können Bürgschaften bis zu 1,25 Mio. Euro genutzt werden. Bedingung für die Bürgschaftsvergabe ist auch hier ein überzeugender Business Plan.

Was bringt Crowdfunding?

Eine ganz neue Form der Gründungsfinanzierung und eine Erfindung des digitalen Zeitalters stellt das Crowdfunding dar. Hier erfolgt die Finanzierung über entsprechende Plattformen im Netz. Das Geld wird von der „Crowd“, der Netzgemeinde, zur Verfügung gestellt. Man unterscheidet beim Crowdfunding Crowdlending und Crowdinvesting. Beim Crowdlending erfolgt die Finanzierung rein auf Darlehensbasis, nur ohne Bank. Beim Crowdinvesting geht es um Formen der unternehmerischen Beteiligung, häufig in Form von nachrangigen Darlehen mit Eigenkapitalcharakter.

Das Funktionsprinzip ist stets gleich: das Gründungsvorhaben oder ein Projekt im Rahmen der Gründung wird auf der Plattform vorgestellt. Die Crowd kann sich schon mit kleinen Beträgen beteiligen. Ist genug Geld eingesammelt, kommt die Finanzierung zustande. Die Plattform fungiert als Abwickler. Die Finanzierung folgt oft einem Ratenkredit-Modell und eignet sich eher für kleinere Vorhaben. Entscheidend ist, die Netzgemeinde von sich selbst und dem Vorhaben zu überzeugen.

Fazit

In der Regel ist eine Gründungsfinanzierung immer eine „Paketlösung“ - bestehend aus eigenen Mitteln, ggf. Beteiligungskapital, Förderkrediten und auch normalen Bankkrediten. Wenn ein tragfähiges Konzept mit einer fundierten Planung vorliegt, sollte es möglich sein, eine solide Finanzierung auf die Beine zu stellen. Das A und O ist der Businessplan, die einzige Unterlage, anhand der sich finanzierende Institute, Personen und Stellen ein Bild machen können. 

Der Autor Ricardo Tunnissen ist Gründer des Blogs www.ricardotunnissen.de und arbeitete bis Oktober 2018 sowohl im Bereich der privaten Baufinanzierung als auch in der Firmenkundenberatung einer regionalen Volksbank. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann IHK, bildete er sich zum diplomierten Bankbetriebswirt BankColleg und zertifizierten VR-Gewerbekundenberater RWGA weiter.

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Wie du die Potenziale des Crowdfunding gezielt nutzt

Erfolgsfaktoren für Crowdfunding-Kampagnen: Wie eine Kampagne funktioniert – von der Vorbereitung über die Finanzierung bis zur Nachbereitung – ein Überblick.

Crowdfunding erfreut sich wachsender Beliebtheit als Finanzierungsmethode, denn es hilft einem Start-up nicht nur bei der Finanzierung eines Projektes und damit dessen Idee zu fördern, sondern erlaubt es darüber hinaus potenzielle Endkonsumenten in eine frühe Phase der Produktentwicklung einzubeziehen und diese an das Start-up zu binden.

Die Crowd, bestehend aus vielen Unterstützern (oft auch „Kleininvestoren“ genannt), ist entsprechend essenziell, da diese die finanziellen Mittel zur Verfügung stellt und als Multiplikator die Projektidee an potenzielle Kunden bringt.

Zusätzlich zur Crowd gibt es zwei weitere wichtige Akteure für die Durchführung einer Crowdfunding-Kampagne: den Projektinitiator (bspw. ein Start-up) und die Crowdfunding-Plattform als Intermediär der beiden Parteien.

Der Ablauf

Eine Crowdfunding-Kampagne läuft in der Regel in drei Phasen ab: Vorbereitung, Finanzierung und Nachbereitung. Da die Crowd das Herzstück jeder Kampagne ist, sollte der Projektinitiator zunächst daran arbeiten eine Crowd aufzubauen, also so genanntes „Crowdbuilding“ betreiben. Damit wird eine erste Kommunikation in Form von Marketing und Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt durchgeführt. Hilfreich ist es, wie bei jeder unternehmerischen Herausforderung, den Markt im Blick zu behalten, d.h. in diesem Fall andere aktuell laufende Crowdfunding-Projekte zu beobachten.

Mit einem möglichst konkret ausgearbeiteten Projektentwurf geht es anschließend darum, eine geeignete Plattform für das Projekt auszuwählen. Danach kann mithilfe der bereits erfolgten Ausarbeitungen die Projektseite generiert und gestaltet werden. Ob die Freischaltung der Kampagne direkt nach dem Ausfüllen der Projektseite erfolgt oder noch einer intensiven, internen Evaluation durch Mitarbeiter der Plattform unterzogen wird, ist von den gesetzten Kriterien und Vorgehensweisen der einzelnen Plattform abhängig. Je nach Plattform ist es mithin wichtig, dass in dieser Phase das Vertragswerk mit jener abgestimmt und unterschrieben wird, damit die Kampagne freigeschalten und vorgestellt werden kann.

Parallel zur Organisation mit der Plattform sollte ein Kommunikationsplan erstellt werden, denn in der Finanzierungsphase liegt der Fokus darauf, die Idee zu kommunizieren und dadurch die finanziellen Mittel einzusammeln. In der Regel erstreckt sich diese Phase über 30 bis 90 Tage, abhängig von der gewählten Plattform und der Festlegung des Initiators in der Vorbereitungsphase. Mit der Crowd zu interagieren und im besten Fall direktes Feedback zu erhalten, ist der Hauptfokus während der Finanzierungsphase und einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren einer guten Kampagne.

Die Prüfung und Freigabe durch die Crowdfunding-Plattform erfolgen in der letzten Phase, welche 2 bis 3 Wochen andauert.  Abhängig vom verfolgten Prinzip wird das eingesammelte Geld dann entsprechend an den Projektinitiator ausgezahlt. Die Ausrichtung der Nachbereitungsphase wird von der Zielerreichung des Projektes bestimmt: Wenn die Kampagne erfolgreich war und das Finanzierungsziel erreicht wurde, kann der vorab kommunizierte Plan umgesetzt werden. Im Fall des reward-based Crowdfundings sollte ebenso die Produktion zeitnah starten, um versprochene materielle Gegenleistungen entsprechend an die Unterstützer versenden zu können. Des Weiteren sollte die Auseinandersetzung mit neuen Chancen und Folgeeffekten der Kampagne durch den Projektinitiator erfolgen. Unabhängig davon, ob die Kampagne erfolgreich war, sollte nach Beendigung die Kommunikation mit der Crowd erneut aufgenommen werden, um sich zu bedanken und die nächsten Schritte zu beschreiben.

Erfolgsfaktoren für Crowdfunding-Kampagnen

Ob das Finanzierungsziel einer Kampagne erreicht wird, ist entscheidend abhängig davon, ob sich der Initiator vorher mit möglichen Erfolgsfaktoren auseinandergesetzt hat. Grundsätzlich ist ein entscheidender übergeordneter Faktor bei einer Crowdfunding-Kampagne immer die Crowd, d.h. die Gesamtanzahl an Unterstützern der Kampagne. Forscher sind sich bspw. einig darüber, dass das Herdenverhalten und die Schwarmintelligenz im Rahmen einer Kampagne erfolgsunterstützend wirken kann. Außerdem zeigt die wissenschaftliche Literatur, dass die Auswahl der richtigen Crowdfunding-Form und -Plattform vom Initiator für die entsprechenden Investoren ein Signal setzen kann.

Zudem ist die durchdachte Konzeption der Projektseite inkl. einem Video wichtig – dieses ist allerdings nicht zu verwechseln mit einem Trailer oder Film-Teaser. Das Video ersetzt ein persönliches Kennenlernen und sollte deshalb unbedingt die Investoren direkt ansprechen und die Bitte um Unterstützung auf einen bewussten Moment, bspw. einen prägnanten Abschlusssatz, konzentrieren. Das Video sollte zudem genutzt werden, um die wichtigsten Informationen zu kommunizieren: der Zeitplan für die anstehenden Entwicklungen, avisierte Meilensteine, relevante Inhalte des Businessplans und die Verwendung der eingesammelten finanziellen Mittel.

Wichtig ist auch, dass das Finanzierungsziel angemessen, transparent und gut begründet der Zielgruppe gegenüber dargestellt wird. Wissenschaftliche Studien zeigen weiterhin, dass folgende Faktoren erfolgsunterstützend wirken können: Updates des Initiators an die Investoren während der Laufzeit, die generelle Kommunikation und Interaktion mit der Crowd sowie die Verknüpfung zu aktuellen gesellschaftlichen Themen bzw. sozialen Vorteilen in der Kampagne. Uneinig ist sich die Forschung hingegen bei den Faktoren der Gegenleistungen und der Laufzeit. Während es Einigkeit darüber gibt, dass Gegenleistungen, vor allem bei reward-based Kampagnen einen positiven Einfluss haben, sind sich Forscher noch uneinig über die optimale Anzahl der angebotenen Gegenleistungen einer Kampagne. Ebenso weiß man, dass die Laufzeit der Kampagne einen Einfluss hat. Diese sollte lange genug sein, um die Aufmerksamkeit der potenziellen Investoren zu gewinnen, aber nicht zu lange, sodass die Kampagne nicht an Dynamik verliert. Eine klare Formel für die optimale Laufzeit einer erfolgreichen Kampagne konnte jedoch noch nicht identifiziert werden.

Was die Crowd motiviert

Um die Investitionsgründe von Crowdfundingunterstützern noch besser verstehen zu können, wurde am Lehrstuhl für Entrepreneurship und Innovation der TU Dresden eine Umfrage mit 60 Teilnehmern ausgewertet, die im Rahmen einer Abschlussarbeit entstand. Die Umfrage zeigt, dass potenziellen Investoren und vor allem Investorinnen besonders die Übereinstimmung mit den persönlichen Werten wichtig ist. Auf Platz 2 der Investitionsgründe landete bei den abgefragten Kriterien der Nachhaltigkeitsaspekt einer Crowdfunding-Kampagne, dieser wurde als sehr wichtig angegeben.

Geschlechterspezifische Unterschiede zeigen sich in den motivierenden Faktoren: Während Frauen wichtiger ist ein Teil des Projektes zu sein, reizt Männer am Crowdfunding das beworbene Produkt noch vor dem Marktstart zu erhalten. Auch der Wunsch nach einer immateriellen Gegenleistung scheint Männern wichtiger zu sein als Frauen. Die materielle Gegenleistung landet insgesamt auf dem vorletzten Rang und wird als unwichtig bewertet, ebenso wie die geografische Entfernung zum Projekt.

Existenzgründerdarlehen - worauf sollte man achten?

In den meisten Fällen geht die Firmen- und Existenzgründung mit einem Kapitalbedarf einher. Gründet man kein Heimgewerbe am Computer, sind verschiedene Betriebsmittel, technische Geräte und Einrichtungsgegenstände für die Gewerberäume nötig. Ein günstiges Darlehen ist vorteilhaft, doch wo und wie bekommt man es?

KfW-Förderung oder Privatkredit? Die Fakten!

Existenzgründer*innen können sich für eine Förderung oder für ein Darlehen der KfW-Bank entscheiden. Während die Förderung ein Zuschuss ohne Rückzahlungsverpflichtung ist, handelt es sich bei einem Darlehen um einen zinsgünstigen Kredit für die Gründung des eigenen Business. Wird die tilgungsfreie Bezuschussung abgelehnt, sollten angehende Existenzgründer*innen abwägen, ob sie ein Darlehen vom Staat aufnehmen oder ob sie einen Privat-Kredit beantragen. Gerade bei kleineren Summen kann es sinnvoll sein, sich für ein Privatdarlehen zu entscheiden. Auch wenn die Bewilligung keinen Aufschub duldet, ist ein staatliches Existenzgründerdarlehen aufgrund der längeren Bearbeitungszeit nicht immer die optimale Lösung.

Notwendige Dokumente für ein Existenzgründerdarlehen

Kredite von Förderanstalten oder in Deutschland ansässigen staatlichen Banken vergeben ein Existenzgründerdarlehen nur nach Vorlage der entsprechenden Dokumente. Wer sich mit der Gründung beschäftigt, wird frühzeitig mit dem Businessplan und der Rentabilitätsvorschau konfrontiert. Während der Businessplan, die Ausformulierung der Geschäftsidee, noch verhältnismäßig einfach ist, stellt die 3-Jahres-Vorschau der Einnahmenentwicklung vor einige Herausforderungen. Schließlich weiß niemand im Vorfeld, wie der Umsatz steigt und ob die Geschäftsidee sich auszahlen wird. Was kann man also tun?

Was ist die „fachkundige Stelle“ und wofür benötigt man sie?

Die KfW-Bank vergibt Existenzgründerdarlehen nur, wenn der Antrag von einer fachkundigen Stelle geprüft wurde. Ein(e) Steuerberater*in oder ein(e) Gründerberater*in ist hier der/die richtige Ansprechpartner*in. Wenn ein(e) Expert*in bei der Ausarbeitung des Businessplans und explizit bei der Erstellung der Rentabilitätsvorschau hilft, stehen die Chancen auf die Bewilligung des Gründerdarlehens gut.

Dabei ist es unerheblich, ob man ein digitales Gewerbe in den eigenen vier Wänden gründen oder ob man eine Firma in gemieteten Geschäftsräumen eröffnen möchte. Für den/die Kreditgeber*in zählen allein die Zahlen, die plausibel sein und die von einem/einer Expert*in für realistisch eingestuft werden müssen.

Es braucht Mut und eine Idee!

Welche Voraussetzungen müssen Existenzgründer*innen mitbringen? Neben der Kompetenz in dem Bereich, in dem man sich selbstständig machen möchte, sind zwei Grundvoraussetzungen für alle Gründer*innen essentiell. Man braucht ein wenig Mut, um diesen Schritt zu wagen und dabei auch das Risiko des Scheiterns einzugehen. Dazu kommt eine Idee, von der man selbst restlos überzeugt ist und die sich anhand der Marktlage als rentable Geschäftsidee erweisen kann.

Ist man ängstlich und unentschlossen, ist der Zeitpunkt für eine Existenzgründung vielleicht noch nicht gekommen. Erfolgreiche Gründer*innen waren vom ersten Moment an von ihrer Idee überzeugt und haben so alle Hürden überwunden und sich auch in schwierigen Situationen behauptet.

Wie viel Startkapital braucht man für eine Existenzgründung?

Diese Frage lässt sich aus vielerlei Gründen nicht pauschal beantworten. Ein Existenzgründerdarlehen für ein Heimgewerbe oder eine Ein-Personen-Firma ist niedriger als ein Kredit, den man für eine Unternehmensgründung mit Angestellt*innen benötigt. Wer selbst produzieren möchte, braucht ein höheres Startkapital als ein(e) Gründer*in, die/der zum Beispiel Produkte für den Weitervertrieb aufkauft oder Dienstleistungen anbietet. Rechnet man den anfänglichen Bedarf durch und stellt das Ergebnis der betriebswirtschaftlichen Vorschau gegenüber, sieht man schnell, ob sich das Investment lohnt und ob aus der Idee ein florierendes Geschäft erwachsen kann.

Eigenkapital einsetzen oder Darlehen aufnehmen?

Gründer*innen mit Eigenkapital haben die Wahl. Dennoch ist es sinnvoller, ein Existenzgründerdarlehen aufzunehmen und sein Eigenkapital für unvorhersehbare Ausgaben zu behalten. Ausnahmen sind Kleingewerbe, die ohne größere Anschaffungen eröffnet werden können. Für den Kauf eines Notebooks oder eines Schreibtisches ist eher selten ein Existenzgründerdarlehen nötig. Braucht man hingegen eine Werkstattausstattung oder eine Geschäftseinrichtung, sollte man seine Möglichkeiten nutzen und sich auf die Angebote für Förderungen und Gründerkredite berufen. Tipp: Es ist auch möglich, nicht rückzahlungspflichtige Förderungen mit günstigen Existenzgründerdarlehen zu koppeln und so den erhöhten Finanzierungsbedarf zu deckeln.

Was spricht für eine Geschäftskreditkarte?

Wir zeigen, welche Vorteile eine Business-Kreditkarte kleinen und mittelgroßen Unternehmen bietet.

Man hat die Firma als erfolgreiches Start-up am Markt etabliert und für den Erfolg lange und hart gearbeitet. Es wurden Überstunden eingelegt. Urlaub? Daran denkt man seit drei Jahren nicht mehr. Aber irgendwann hat man es geschafft und der Betrieb ist in aller Munde. Da kann man doch sicherlich den einen oder anderen Vorteil aus der Situation ziehen.

Die Reise nach Rom

Einer dieser Vorteile ist die Nutzung einer sogenannten Geschäftskreditkarte. Entsprechende Zahlungsmethode nutzen ausschließlich Selbstständige und Unternehmen. Wobei dies nicht die großen Betriebe meint, welche mit den „Corporate Cards“ ihre eigene Klasse an Kreditkarten haben. Die Business-Kreditkarte hingegen eignet sich für die kleinen Unternehmen und jene Unternehmungen mittlerer Größe.

Der damit verbundene Vorteil ist klar ersichtlich.

Über das Stichwort „Incentives“ wurde ja schon an anderer Stelle berichtet. Die Karte könnte einen solchen Vorteil darstellen.

Nehmen wir das folgende Beispiel:
Ein Mitarbeiter ist auf einer Dienstreise, beispielsweise in Rom – der Ewigen Stadt, wie sie Albius Tibullus schon im ersten Jahrhundert vor Christus nannte. Zweck der Anwesenheit: Er soll mit einem Interessenten über einen Vertrag sprechen, der den Kunden langfristig und profitabel an die eigene Firma binden wird.

Der Mitarbeiter nächtigt in einem vier-Sterne-Hotel und speist, gemeinsam mit dem Kunden, in einem angenehmen Ambiente in einem römischen Lokal. Hier bestellt er die gefüllten Ochsenbäckchen an Rosmarinsoße und Nudeln für 13,95 Euro. Dazu gibt es noch einen guten Rotwein (Kostenpunkt: 14 Euro) und einen kleinen Nachtisch, der mit 4,95 Euro zu Buche schlägt. Natürlich kann man das Essen als Privatvergnügen ansehen. Immerhin ist das Hotelzimmer schon ziemlich teuer und das wird durch die Firma bezahlt.

Allein: Es handelt sich bekannterweise um eine Dienstreise.

Da wäre es ein feiner Zug, wenn dies nicht über die Eigenmittel des Mitarbeiters finanziert werden könnte, sondern über die Firmenkreditkarte abgerechnet.

Dies führt erstens dazu, dass der Mitarbeiter sich von der Firma wertgeschätzt fühlt. Zweitens arbeitet er auch härter und besser. Drittens stellt dies ein schon angesprochenes Incentive dar, was steuerlich absetzbar ist.

Der Vorteil bei Einzelfirmen

Wenn man keine Mitarbeiter hat, ist das „Incentive“-Argument natürlich hinfällig. Dennoch kann sich eine solche Karte lohnen. Gehen wir einmal Ceteris paribus davon aus, dass man die römische Reise solo – maximal noch mit Partner*in – antritt. Wenn die Finanzierung dieses Trips über die privaten Mittel erfolgt, allerdings einen dienstlichen Hintergrund hat, lässt sich dies wieder von der Steuer absetzen – allein muss dann zur Prüfung ein Blick in das private Konto geworfen werden. Sollte die Rechnung allerdings über die Firmenkarte und somit über das Firmenkonto laufen, sind sämtliche dienstlichen Ausgaben fein säuberlich vom Privatvermögen getrennt und kann separat eingesehen werden.

Weitere Vorteile

Natürlich lassen sich Firmenkreditkarten zu dem Zwecke nutzen, zu dem man auch jene Karten verwendet, die nicht an eine Firma gebunden sind: Eine Zahlung erfolgt bargeldlos und erst gesammelt mit anderen Nutzungen der Karte am Ende eines Monats. Bei einigen Firmenkreditkarten kann sogar eine verzögerte Abrechnung zustande kommen. Auch Skonti, sind möglich, wie auch die Teilnahme an Bonusprogrammen.

Was sind die Voraussetzungen für die Firmenkreditkarte?

Wie auch schon bei einer regulären Kreditkarte, ist eine gute Bonität notwendig. Es sollten in den Kontobewegungen keine negativen Merkmale vorliegen. Sollten also Lastschriften geplatzt sein oder Kredite überzogen worden, sind dies keine guten Vorzeichen für die Erstattung der Karte. Es ist zwar nicht ganz unmöglich, aber dann ist das Limit, das von der Bank eingeräumt wird, nicht sonderlich hoch. Gleiches gilt, wenn man zunächst eine gute Bonität hat und sich diese verschlechtert.

Fazit

Wir können also festhalten, dass eine Geschäftskreditkarte ein deutlicher Vorteil ist, wenn es darum geht eine eigene, kleine und am Markt präsente Firma zu führen. Ob sich dies mit den Neuigkeiten, die gerade von der Europäischen Zentralbank kommen, ändert, weiß man allerdings noch nicht.

Qonto: Beyond Banking für Gründer*innen und KMU

Mit seinem „Beyond Banking“-Ansatz bietet die junge Neobank Qonto Gründer*innen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen nicht nur ein digitales Geschäftskonto, sondern umfassendes Finanz- und Buchhaltungsmanagement. Das Ziel: den Banking- und Finanzalltag von Gründer*innen, Start-ups und KMU radikal zu vereinfachen. Mehr dazu haben wir im Gespräch mit Torben Rabe, Country Manager bei Qonto Deutschland, erfahren.

Mit seinem „Beyond Banking“-Ansatz bietet die junge Neobank Qonto Gründer*innen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen nicht nur ein digitales Geschäftskonto, sondern umfassendes Finanz- und Buchhaltungsmanagement. Das Ziel: den Banking- und Finanzalltag von Gründer*innen, Start-ups und KMU radikal zu vereinfachen. Mehr dazu haben wir im Gespräch mit Torben Rabe, Country Manager bei Qonto Deutschland, erfahren.

Qonto ist eine B2B-Neobank für Gründer*innen. Das FinTech-Start-up wurde 2016 in Frankreich gegründet, das erste Produkt im Juli 2017 gelauncht. 2019 expandierte das junge Start-up und bietet seine Services seitdem auch in Italien, Spanien und Deutschland an. Die Zahlen unterstreichen den Erfolg: Innerhalb von drei Jahren hat Qonto nach eigenen Angaben über 150.000 Unternehmen zu einem digitalen Geschäftskonto verholfen und ist damit zugleich Europas größter B2B-Digital-Banking-Anbieter. Allein in Deutschland ist Qonto im 2. Halbjahr 2020 um 130 Prozent gewachsen.

Darüber hinaus wurde Qonto im Jahr 2020 mit dem FinTech Germany Award ausgezeichnet und von LinkedIn als „3rd hottest Startup“ eingestuft. Bullhound bezeichnet Qonto als „most promising Start-up to become a billion dollar company in the next 3 years“.

Dann machen wir es selbst!

Worin liegt der offensichtliche Erfolg der europäischen Neobank begründet? „Zunächst sind hier die beiden Qonto-Gründer Alexandre Prot und Steve Anavi zu nennen. Als sie 2015 gemeinsam ihre erste Firma Smok.io gründeten, waren sie schlichtweg frustriert, weil es zum einen schwierig war, ein Geschäftskonto online zu eröffnen und es darüber hinaus keine weiteren Services gab, die sie für ihr Business nutzen konnten“, berichtet Torben Rabe. So haben sich Alexandre und Steve letztlich dazu entschieden, selbst eine moderne, speziell auf die Bedürfnisse von Gründer*innen und Selbständigen ausgelegte Alternative zu klassischen Banken aufzubauen – in Form von Qonto.

Nach dem erfolgreichen Start in Frankreich folgte – wie eingangs erwähnt – die Expansion in weitere Länder. Seit letztem Jahr bietet Qonto deutschen Kund*innen seine Services an. „Als wir 2020 in Deutschland eingestiegen sind, gab es schon einige Akteure am Markt, die sich aber auf verschiedene Kundensegmente konzentriert haben. Unser Konzept war und ist es aber, nicht nur ein Geschäftskonto zu sein, sondern unseren Kunden auch die Möglichkeit zu geben, ihre Finanzen auf der Konto-Plattform zu managen,“ erläutert Torben Rabe, der die Geschäfte von Qonto als Country Manager Deutschland verantwortet und selbst jahrelange Erfahrungen im Finanzbereich einbringt. „Unser Ziel ist es, Unternehmen, in der Größe von einer Person bis 250, anzusprechen und zusammen mit ihnen zu wachsen“, so Rabe.

Das Besondere an Deutschland ist, so Rabe, die Vielfalt an Unternehmen und Gründer*innen bei einer Vielzahl an Branchen, was förmlich auch nach einer modernen Banking-Lösung schreit, die es ihnen individuell ermöglicht, unkompliziert und schnell unternehmerisch handlungsfähig zu sein. „Insbesondere Gründer haben hierbei spezielle Anforderungen: sie wünschen sich ein sicheres, verlässliches Geschäftskonto, Schnelligkeit bei dessen Eröffnung, insbesondere dann, wenn sie noch im Gründungsprozess befindlich sind, und benötigen außerdem einen direkt verfügbaren Ansprechpartner“, bringt es Rabe auf den Punkt.

Ein wichtiges Anliegen von Qonto ist es daher, den Gründungsprozess mit intelligenten Tools und Konzepten zu unterstützen. „Das langfristige Ziel für Gründer in Deutschland sollte es sein, den Gründungsprozess zu 100 Prozent digital abzuschließen – dazu wollten wir einen wichtigen Beitrag leisten“, so Rabe.

Unterstützung im Gründungsprozess

Während Gründer*innen in Frankreich bereits zu 100 Prozent digital gründen können (woran Qonto nicht ganz unbeteiligt ist, war man doch die erste Neobank des Landes, die dies ihren Kund*innen ermöglichte), sind hierzulande die Weichen in Sachen Digitalisierung zwar gestellt; trotzdem ist es noch nicht möglich, den Gründungsprozesses rein digital zu stemmen. Auf diesen Prozess setzt Qonto und bietet dazu seine digitalen Lösungen an. Unter anderem unterstützt man GmbH-Gründer*innen dabei, dass die Einzahlung des Stammkapitals schnellstmöglich vonstatten geht.

„Der Gründer eröffnet dazu sein digitales Geschäftskonto – was in der Regel 10 Minuten Zeit in Anspruch nimmt – und zahlt dann das benötigte Stammkapital ein. Wir stellen dann sehr schnell eine Urkunde aus, mit welcher der Gründer zu seinem Notar gehen kann, um die Gründung abzuschließen. Das Ganze dauert in der Regel maximal 72 Stunden“, so Rabe. Darüber hinaus hat Qonto u.a. eine Partnerschaft mit firma.de, um Gründer*innen weitere Unterstützung an die Hand geben zu können, bspw. bei der Notarsuche. Damit sind bereits weitere wichtige Schritte in Sachen Digitalisierung des Gründungsprozesses in die Wege geleitet.

Beyond Banking Features

Doch Qonto geht einen großen Schritt weiter und begleitet Gründer*innen nicht nur während des Starts, sondern bietet ihnen von Beginn ihrer Selbständigkeit an wichtige Tools zum Auf- und Ausbau bzw. der Steuerung des Unternehmens. Dazu gehören in Sachen Banking bspw. Unterkonten mit separaten IBANs und zusätzlichen physischen oder auch virtuellen Kreditkarten, um Budgets besser verwalten zu können. „Der Gründer will stets die Übersicht über seine Ausgaben behalten – das bieten wir ihm –, und bei Fragen steht unser Kundenservice direkt zur Verfügung“, so Torben Rabe.

Digital Assets: Chance oder Herausforderung für Start-ups?

Was sind Digital Assets, was leisten sie und haben sie das Zeug, die Finanzmärkte zu revolutionieren?

Digital Assets sind in aller Munde und entwickeln sich in rasantem Tempo weiter. Nicht wenige sind der Auffassung, dass hier gerade ein neuer Milliardenmarkt entsteht, der etablierte Finanzdienstleister unter Zugzwang bringt – andere wiederum halten den Hype um Digital Assets für hoch spekulativ. Parallel werden auch die Regulierungsbemühungen in Europa immer intensiver. Unzweifelhaft werden Digital Assets zur Weiterentwicklung der Finanzmärkte beitragen und halten sowohl für etablierte Marktteilnehmer*innen als auch neue Player wie Start-ups und insbesondere FinTechs eine große Bandbreite von Chancen bereit. Doch trotz des großen Interesses für diesen neuen Markt ist häufig unklar, was Digital Assets genau sind.

Was sind Digital Assets?

Grob definiert umfassen Digital Assets jegliche Art von elektronisch gespeicherten Daten und Werten, die sowohl eindeutig identifizierbar sind als auch zur Wertschöpfung genutzt und im Zuge dessen gehandelt werden können. Beispiele für Digital Assets sind unter anderem Dokumente, Audiodateien, Videos, Logos, Folienpräsentationen, Tabellenkalkulationen und Websites etc.

Distributed Ledger Technologien

Im Kontext der fortschreitenden Digitalisierung von Finanz- und Vermögenswerten gewinnen Digital Assets, die mittels der Blockchain emittiert wurden, sowohl bei Retail- als auch institutionellen Investor*innen zunehmend an Bedeutung. Die zugrundeliegende Distributed Ledger Technologie (DLT) ermöglicht hierbei die Verwaltung, Ausstellung und den Handel von digitalen Vermögenswerten, ohne die Notwendigkeit, eine zentrale Partei bzw. einen Emittenten hinzuziehen. Diese Assets profitieren dabei von kürzeren Transaktionszeiten und höherer Transaktionssicherheit.

Die Entwicklungen der Distributed Ledger Technologien und der damit verbundenen Digital Assets lassen sich dabei in drei Phasen einteilen, die jeweils durch wichtige Entwicklungen und Erfindungen gekennzeichnet sind.

  • Blockchains der ersten Generation: Blockchain-Anwendungen und -Protokolle der ersten Generation wurden mit dem Ziel entwickelt, das bestehende Finanzsystem zu verbessern, indem sie eine dezentralisierte und transparente monetäre Plattform für digitale Transaktionen angeboten haben. Die erste und wohl auch bekannteste Kryptowährung Bitcoin löst hierbei in dezentraler und nachhaltiger Form das ‚Double Spending‘-Problem, das die Gefahr der doppelten Ausgabe der gleichen Einheit einer digitalen Währung beschreibt. Bedingt durch die hohen Transaktionskosten und -zeiten differenziert sich aber Bitcoin immer mehr von der Funktion als Währung und hin zu einem Wertspeicher.
  • Blockchains der zweiten Generation: Blockchain-Anwendungen und -Protokolle der zweiten Generation erweitern den bestehenden Ansatz digitaler dezentraler Währungen um eine ‚Wenn-Dann‘-Funktion. Dies erlaubt Marktteilnehmer*innen mittels intelligenter Verträge (Smart Con­tracts) Bedingungen und Handlungen dezentral zu programmieren, die bei Erfüllung automatisiert ausgeführt werden. Die initiale Einführung von Smart Contracts im Zuge der Ethereum Plattform ermöglichte weiterhin die Tokenisierung von Vermögenswerten. Hierbei wird der zugrunde liegende Vermögenswert mit all seinen Rechten und Pflichten mit den Smart Contracts verknüpft und mittels eines Tokens auf der Blockchain abgebildet.
  • Blockchains der dritten Generation: Blockchain-Anwendungen und -Protokolle der dritten Generation wie beispielsweise Avalanche oder Chainlink zielen darauf ab, grundlegende Mängel wie Skalierbarkeit und Interoperabilität von Digital Assets zu adressieren, um eine breitere Akzeptanz zu schaffen. Weiterhin ermöglicht die fortlaufende Entwicklung der verschiedenen Blockchain-Protokolle gänzlich neue Anwendungsfälle wie beispielsweise die Entwicklung dezentraler digitaler Welten (z.B. Metaverse) oder dezentraler Finanzdienstleistungen (z.B. Decentralized Finance).

Welche Arten von Digital Assets gibt es?

Digital Ledger Technologien haben die Sichtweise des Kapitalmarkts auf die Erzeugung, den Handel, die Verwahrung als auch die Abwicklung von Digital Assets maßgeblich beeinflusst. Hierbei haben sich Digital Assets, die mittels der Blockchain emittiert wurden, von einem digitalen Zahlungsmittel hin zu einer komplexen heterogenen Anlageklasse entwickelt, die sowohl durch ein zentrales Institut ausgestellt werden können als auch weiterhin dezentral durch die Privatwirtschaft. Ableitend aus der genutzten Technologie und den zugrundeliegenden Protokollen, dem zu digitalisierendem Asset und der Emittenten-Struktur lassen sich Digital Assets, die mit der Nutzung der Blockchain-Technologie emittiert werden, in folgende Subkategorien unterteilen:

  • Institutional Money umfasst sämtliche digitale Währungen, die durch eine zentralisierte und weitestgehend regulierte Partei bzw. Institution ausgestellt werden. Hierzu zählt primär digitales Zentralbankgeld (Central Bank Digital Currency, CBDC), ausgestellt durch die Zentralbank selbst oder einen Intermediär (z.B. eine Bank oder ein Geld­institut).
  • Private Money hingegen umfasst alle digitalen Währungen, die von regulierten als auch unregulierten Institutionen aus der Privatwirtschaft ausgestellt werden. Hierzu zählen unter anderem klassische Kryptowährungen und Coins wie Bit- oder Litecoin sowie sog. Stablecoins, die durch automa­tische Preisbildungsmechanismen an einen Zielwert (wie den Wert einer nationalen Währung) gekoppelt sind.
  • Die Anlageklasse der Fungible & Non-Fungible Tokens basiert auf dem Ansatz der Tokenisierung verschiedenster Vermögenswerte. Neben der Tokenisierung von klassischen Fungible (austausch- bzw. auswechselbaren) Assets, wie beispielsweise Derivaten, ermöglicht die Distributed Ledger Technologie die Tokenisierung von physischen und digitalen Non-Fungible Assets wie beispielsweise digitaler Kunst, Musikrechten oder Ingame-Gegenständen. Hierzu zählen Non-Fungible Tokens (NFTs), die unter anderem auf der Ethereum Blockchain gehandelt werden. Weiterhin ermöglichen Hybrid-Ansätze die Tokenisierung von nicht fungiblen physischen Assets, wie beispielsweise eine Immobilie, in einer digitalen fungiblen Form.
  • Elektronische Wertpapiere oder auch Krypto-Wertpapiere beschreiben eine Sonderform der Fungible Assets, bei der Wertpapiere nicht wie bisher in physischer, gedruckter Form herausgegeben werden, sondern im Rahmen des elektronischen Wertpapiergesetzes (eWpG) digital mittels der Blockchain ausgestellt werden können.
  • Utility Token beschreibt eine digitale Anlageklasse, die ihre(n) Besitzer*in dazu ermächtigt, ein Produkt oder Dienstleistungen der jeweiligen primären Blockchain zu nutzen. Eine Subkategorie der Utility Token sind unter anderem die sog. Governance Token, die Stimmrechte in einem Blockchain-Projekt repräsentieren.

Blick in die Zukunft des Ökosystems rund um Digital Assets

Der Markt für Digital Assets und das dazugehörige Ökosystem werden in den kommenden Monaten und Jahren maßgeblich durch die fortschreitenden Regulierungsvorhaben wie der EU-Verordnung zum einheitlichen Umgang mit Kryptowährungen (Markets in Crypto Assets, MiCA) geprägt. Die verstärkten Bemühungen von Regulatorik und Aufsicht zur Schaffung von einheitlichen Rahmenbedingungen können die Sicherheit des Umfelds für alle Marktteilnehmer*innen verbessern und somit zu mehr Akzeptanz führen.

Im Zuge dessen ist eine fortschreitende Weiterentwicklung des Ökosystems und eine spätere Konsolidierung der Marktteilnehmer*innen zu erwarten – auch wenn der Markt für Digital Assets sicher langfristig Eintrittsmöglichkeiten für neue Marktteilnehmer*innen mit einer Spezialisierung auf Teilbereiche oder -lösungen bieten wird. Die Rollen und Aufgabenfelder der Marktteilnehmer*innen werden dabei neu verteilt und sind sowohl durch traditionelle Institute wie Banken und Regulatoren als auch durch gänzlich neue Teilnehmer*innen wie Start-ups und insbesondere FinTechs geprägt.

Die Autoren:
Felix Eigelshoven ist Senior Consultant im Bereich Financial Services Technology-Consulting und seit 2022 für EY tätig. Er berät Kund*innen aktiv zur Entwicklung von Blockchain-basierten Geschäftsmodellen, sowie deren technischer Umsetzung. Neben seiner Tätigkeit als Berater forscht er aktiv zum Thema Krypto-Marktmanipulation und Markteffizienz.

Dr. Francesco Pisani ist seit 2015 für EY tätig. Er ist EY EMEIA Deputy Startup Leader, Co-Initiator der EY Start-up Academy und Gastdozent an verschiedenen Hochschulen. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Geschäftsmodelle und Innovationen sowie Preisstrategien und Partnerschaften.

Cardano kaufen: Diese Möglichkeiten und Handelsplätze gibt es

Cardano ist die Plattform der Kryptowährung ADA und ein blockchainbasiertes Kryptoprojekt, das zugleich ein Konkurrent von Ethereum ist. Wir zeigen die Möglichkeiten von Cardano, einer der jüngsteren Digitalwährungen, auf.

Cardano ist eines von mehreren digitalen Vermögenswerten, die entwickelt wurden, um eine Reihe komplexer Transaktionen ohne die Hilfe eines Vermittlers, wie einer Bank oder eines Brokers, durchführen zu können. Eine Investition in Cardano beinhaltet in der Regel den Tausch von Euro in die Kryptowährung, auch bekannt als ADA. Cardano-Token haben verschiedene Verwendungsmöglichkeiten für ihre Besitzer, die in diesem Überblick über Kryptowährungen näher erläutert werden sollen.

Lohnt sich eine Investition in Cardano

Kryptowährungen sind ein neuer, volatiler Bereich, in dem das Schicksal eines bestimmten Vermögenswerts schwer vorherzusagen ist. Kryptowährungen sind historisch gesehen anfällig für schnelle Wertveränderungen, und Cardano ist da keine Ausnahme. Wenn Sie in Kryptowährungen investieren, ist es im Allgemeinen am besten, sie in einer kleinen Gruppe von risikoreichen Anlagen in Ihrem Portfolio zu halten.

Generell wird Anlegern empfohlen, erst dann zu investieren, wenn sie dringende finanzielle Maßnahmen ergriffen haben, wie z.B. die Stärkung des Ruhestands und die Rückzahlung kurzfristiger Schulden. Wenn Sie die Möglichkeit haben, Cardano zu kaufen, sollten Sie auch über die langfristigen Wachstumsaussichten des Unternehmens nachdenken. Wenn Cardano in der Lage ist, einen bedeutenden Marktanteil zu erobern, könnte die Nachfrage nach der ADA Kryptowährung steigen, was ihren Wert erhöhen könnte.

Cardano befindet sich jedoch noch in der Entwicklung, und wichtige Funktionen wie „intelligente Verträge“, die automatisch ausgeführt werden, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, werden gerade erst implementiert. Konkurrierende Netzwerke wie Ethereum, Solana und andere könnten den Markt dominieren und Cardano wenig Raum für Wachstum lassen.

Zwecke für den Kauf von ADA-Tokens

Einige Menschen nutzen sie, um für Dienstleistungen zu bezahlen und Gebühren im Hauptnetzwerk der Cardano Blockchain zu decken, die für komplexe Transaktionen in Bereichen wie dem Finanzwesen konzipiert ist. Einige Leute kaufen Cardano-Token in der Hoffnung, dass ihr Wert steigen wird, entweder im kurzfristigen Handel oder aufgrund der langfristigen Nachfrage, die mit der Nutzung des Netzwerks verbunden ist. Allerdings birgt das Cardano kaufen auch ein erhebliches Risiko.

Wo und wie kann man Cardano kaufen?

Cardano ist weit verbreitet beim Kryptowährung Kaufen. Sie wird in der Regel an zentralisierten Börsen gekauft, während die Kryptowährung an Peer-to-Peer-Börsen gehandelt wird. Eine solche Option ist mit geringeren Kosten verbunden. Allerdings erfordert es in der Regel mehr technisches Know-how und kann für neue Benutzer schwierig sein. Die Plattformen, die Cardano unterstützen:

  • Binance;
  • Coinbase;
  • Münzmama;
  • Krypto.de;
  • Kraken;
  • SoFi;
  • Webull.

Bargeld

Es gibt zwei Hauptwege, um für Kryptowährungen zu bezahlen: in bar und in Kryptowährungen. Wenn Sie ein Anfänger in Deutschland sind oder Ihre allgemeine Vertrautheit mit Kryptowährungen durch den Kauf von Cardano erweitern wollen, müssen Sie Ihr Bargeld in ADA umwandeln. Die meisten Kryptowährungsbörsen akzeptieren Fiat-Währung wie US-Dollar und Euro. Umtauschaktionen werden in der Regel akzeptiert:

  • ACH-Transaktionen (Automated Clearing House) von Banken;
  • Banküberweisungen;
  • Debit- und Kreditkarten.

Es ist jedoch besonders riskant, hochverzinsliche Schulden, wie z.B. ein Kreditkartenguthaben, für den Kauf von Kryptowährungen zu verwenden. Wenn Ihre Anlage Geld verliert, könnten Sie mit erheblichen Zinskosten konfrontiert werden und nicht in der Lage sein, das Kapital zurückzuzahlen.

Kryptowährungen

Eine andere Möglichkeit ist, einige Ihrer bestehenden digitalen Vermögenswerte auf Cardano Kryptowährung tauschen zu lassen. Nicht alle Börsen bieten diese Möglichkeit an. Informieren Sie sich also unbedingt über die Einzelheiten der Plattform, die Sie nutzen möchten.

Auch der Handel mit bestehenden Kryptowährungen kann eine geeignete Option sein, wenn Sie Ihre Kryptowährung Anlagen diversifizieren möchten, ohne mehr von Ihrem Geld in diesem Bereich zu binden. Sie kann auch die Kosten für die Umwandlung von Bargeld in Kryptowährungen in einigen Märkten reduzieren. Ein weiterer Punkt, der beim Kauf mit Kryptos zu beachten ist, ist die Tatsache, dass der relative Wert von Kryptowährungen tendenziell noch stärker schwankt als ihr Barwert.

Kryptowährungen: Mit der richtigen Methode den Markt verstehen

Es gibt viele Möglichkeiten, sein Geld anzulegen, allerdings werfen nur noch die wenigsten eine einigermaßen vernünftige Rendite ab. Anleger*innen wollen mit ihrem hart erarbeiteten Geld ein Vermögen aufbauen oder sich ein zweites, finanzielles Standbein schaffen. Ein Beispiel, wie Start-ups das nötige Wissen und den Support bieten, ist Cryptory mit seiner gleichnamigen Methode eine Alternative zu klassischen Anlageformen.

Kryptowährungen und der Handel mit Coins

Für viele Verbraucher*innen sind Kryptowährungen immer noch ein Geheimnis, denn es gibt eine wahre Informationsflut zu den handelbaren Coins, dem richtigen Zeitpunkt für Kauf und Verkauf sowie zu allgemein gängigen Strategien. Der Zugang dieser Auskunft ist nicht immer aus der Motivation des erfolgreichen Tradens entstanden: auch das Bekanntmachen von Coins oder die Erhöhung der Reichweite von Trading-Plattformen sind vertretene Interessen. Ein gewisses Verständnis zum Markt ist notwendig, um solche Werbemaßnahmen zu durchschauen.

Seitdem 2009 der erste Bitcoin geschürft wurde, hat die digitale Währung eine von vielen nicht erwartete Performance hingelegt, die ihr im Herbst des Jahres 2021 einen Rekordwert von knapp 69.000 US-Dollar bescherte. Die Gründer von Cryptory möchten zu einem besseren Marktverständnis verhelfen. “Im Netz herrscht eine regelrechte Informationsflut zum Thema Kryptowährungen. Hier gilt es Privatinvestoren aufzuklären, welche Informationen wirklich wichtig sind und welche eben nicht. Das braucht natürlich Erfahrungswerte, die wir an unsere Kunden weitergeben.” Es geht darum, genau zu verstehen und zu wissen, was beim Krypto-Handel die jeweils nächsten Schritte sind. Die Kund*innen sollen ohne klassisches Daytrading, ständiges Beobachten und ohne „FOMO“ auskommen.

Die Cryptory-Methode: Mit 3 Schritten zum Erfolg

Mit drei einfachen Schritten, sozusagen den grundlegenden Stützpfeilern des Erfolgs, müssen sich Anwender*innen um die Auswirkungen der hohen Inflationsrate keine Sorgen mehr machen. Geschäftsleute, vom Beginner bis zum Krypto-Trading-Veteran, werden in das aufeinander aufbauende Coaching zu umfassendem Fachwissen geführt.

In einem ersten Schritt geht es beim Krypto-Handel vor dem eigentlichen Investment darum, zunächst einmal die Coins zu finden, die das größte Potenzial besitzen. Man muss sich quasi eine Schablone zurechtlegen, die es ermöglicht, eine fundierte und rationale Entscheidung zu treffen. Im Letzten geht es darum, nicht nach Bauchgefühl, sondern systematisch vorzugehen.

Ein wichtiger Aspekt beim Handel mit Kryptowährungen ist natürlich der Zeitpunkt des Kaufs bzw. Verkaufs. In thematischen Schulungen erhält man das dafür notwendige Handwerkszeug in Form von technischen Chartanalysen. Ohne von Tools oder Indikatoren überfordert zu werden, erzielt man so regelmäßige Einkünfte, ganz unabhängig von der jeweiligen Lage auf dem Krypto-Markt.

Der dritte wichtige Schritt, den man gehen muss, um zusätzliche Dividenden auf bereits generierte Gewinne zu erzielen, ist der Einsatz von Farming bzw. Verleihen (sogenanntes Yield-Farming) oder Staking (die Erzeugung neuer Blöcke in der Blockchain). Mit ihrer Hilfe sorgt man dafür, dass das eigene Kapital nicht nur einmal, sondern vielmehr ständig arbeitet. So verliert die Inflation an Schrecken und man kann beruhigt in die Zukunft schauen.

Diese drei Schritte bilden den roten Faden durch die Beratung und gewährleisten, dass der Kunde bzw. die Kundin durch Planung und fundiertes Wissen vom Kryptowährungsmarkt profitieren kann.

Damit die Kooperation tatsächlich fruchtbar sein kann, wird jede eingereichte Bewerbung vom Team analysiert und mithilfe eines kurzen Telefonats eruiert, ob für den Interessenten eine Zusammenarbeit nutzbringend sein kann.

Weitergereichte Fachkompetenz in Sachen Kryptowährungen

Mit seinen Dienstleistungen möchte das Unternehmen Cryptory deutlich machen, dass der Bitcoin eine seriöse Währung ist und sich für Langzeitanleger*innen eignet. Durch die Form der Beratung und der Wissensvermittlung ist eine enge Zusammenarbeit gewährleistet:

“Der beste Moment ist immer, wenn unsere Kunden*innen das erste Mal realisieren, dass ihr Geld endlich wieder für sie arbeitet.“

Das persönliche Coaching des vor allem im DACH-Bereich aktiven Unternehmens mit einem starken Netzwerk machen Cryptory zu einem enthusiastischen Partner für finanzielle Entscheidungen. „Gerade, wenn es um größere Mengen an Finanzmitteln geht, muss man die Besonderheiten des Kryptowährungsmarktes verstehen. Sonst schmerzt jeder kleine Fehler und kann richtig teuer werden.“

Mehr Tech: Fintechs bleiben Lieblinge der Investoren

Das sind die Trends und Herausforderungen für Fintech-Start-ups, um 2022 auch weiterhin im Fokus der Investoren zu bleiben.

2021 - Der Fintech-Markt boomt. Allein in Deutschland gibt es über 1000 Finanz-Start-ups – Rekordwert über all die Jahre. 3,2 Milliarden Euro steckten Investoren von Anfang des 2021 bis Ende September in Fintechs, so die Ergebnisse einer Comdirect-Studie. Und auch die neue Version von Atomicos State of European Tech zeigt: Alle Jahre wieder ist Fintech bei Risikokapitalgebern besonders beliebt – gerade auch bei neuen Fonds, laut diesjährigen Report.

Also alles beim Alten? Keineswegs. Fintech ist nicht gleich Fintech. Der Investmentfokus hat sich geändert. Im neuen Jahr besonders spannend sein dürften Technologie basierte B2B-Lösungen. Schließlich hat sich im mobile Banking für Privatkunden und auch im Trading schon viel getan – dort ist der Zug für das nächste große Ding weitgehend abgefahren. Gründer*innen werden sich stärker auf ihre spezielle Nische fokussieren und dort durch Technologie sehr gezielt Probleme lösen. Eine Übersicht über die anstehenden Herausforderungen.

B2B im Fokus

Mit der nächsten mobile-Banking-App reißen Gründer*innen niemanden mehr vom Hocker. Etwas rückständiger sind viele Prozesse im Geschäftskunden-Bereich – und das obwohl doch eigentlich gerade in der Business-Welt gilt: Zeit ist Geld. Doch weit gefehlt. Noch immer arbeiten Mittelständler gern mit ihrem Sachbearbeiter zusammen; Anträge postalisch hin und her zu senden ist nicht unüblich. Vom Kreditantrag bis zur Auszahlung verstreichen auf diesem analogen Weg durchaus ein paar Wochen. Das Verbesserungspotenzial ist immens.

Ein weiterer Vorteil für Gründer*innen – und damit auch für Risikokapitalgeber: Im B2B geht es für gewöhnlich um deutlich höhere Summen und größere Umsätze. Entsprechend können auch neue Digitalunternehmen bereits zu einer frühen Phase auf höhere Erlöse hoffen.

Bessere Usability und Customer Experience im B2B

Einige Trends, die wir im B2C bereits erlebt haben, sehen wir zunehmend auch im B2B. Pay-Per-Click ebenso wie einfach zu bedienende Mobile Banking-Lösungen halten Einzug in die Geschäftswelt. Per App scannen beispielsweise Mitarbeitende unmittelbar nach dem Kauf ihre Belege und übermitteln alle erforderlichen Angaben mit einem Klick an die Buchhaltung. Solche Lösungen sind bereits im Einsatz, die Anbieter werden weiter hohe Later-Stage-Runden abschließen.

Machine Learning und Künstliche Intelligenz

KI-Lösungen und Machine Learning sind dem menschlichen Sachbearbeiter gleich in mehrfacher Hinsicht überlegen: Sie werten immense Datenmengen in wenigen Sekunden aus; arbeiten komplett objektiv immer nach dem gleichen Schema; und sie entpuppen sich zunehmend als ein valides und zuverlässiges Tool für Risikoanalysen. Außerdem lassen sich die Algorithmen bequem per Schnittstelle, kurz API, an Unternehmenskonten andocken. Statt ellenlange Anträge auszufüllen, können Unternehmer:innen so per Klick alle für ihren Kreditantrag erforderliche Daten übermitteln.

API-basierte Plattform-Ökosysteme

Stichwort API. Die Zeit der Alleingänge ist vorbei. Die Finanzwelt von morgen ist ein Ökosystem, in dem spezialisierte Technologie-Anbieter ebenso wie Kreditgeber und Kreditnehmer, selbst Marktplatz-Betreiber, sich per Schnittstellen miteinander vernetzen. Fintechs, die spezifische, vor allem Mehrwert-bietende Lösungen für solche Ökosysteme entwickeln, werden auch 2022 zunehmendes Interesse von VCs auf sich ziehen. Die Zeiten, in denen Mitarbeitende kleine Beträge manuell per Zettelwirtschaft abrechneten sind vorbei. Auch hat kein Käufer Lust, für einen Kreditantrag einen neuen Anbieter zu kontaktieren – viel bequemer ist, wenn alles direkt in den Kaufprozess integriert ist und Prozesse im Hintergrund laufen.

Automatisierung

Überhaupt – manuelle Abrechnungen werden die Ausnahme. Egal ob Kreditantrag oder Buchhaltung. Finanzdaten werden von Anfang bis zum Ende über die Schnittstellen an die erforderlichen Systeme übermittelt. Copy und Paste via Excel gehört der Vergangenheit an. Auch bei allen anderen Prozessen gilt: Je mehr automatisiert ist, desto besser. Fintechs helfen dabei.

"Fintech" ist überall – Aufweichen der Vertical-Grenzen

In dieses neue Finanzökosystem eingebunden werden auch Akteure, die sich von Haus aus gar nicht als “Fintech” verstehen. Shop-Betreiber integrieren beispielsweise Buy-Now-Pay-Later Lösungen in ihre Kaufabwicklungen und werden so Anlaufstelle für Kreditnehmer. Über die Datenströme und technologischen Prozesse anderer Anbieter kriegen diese wiederum nur am Rande etwas mit. Das meiste läuft wie von alleine. Vom Antrag bis in die Buchhaltung des Unternehmens. Alle Zahlen sind wie von magischer Hand korrekt am richtigen Platz.

Der Autor Jan Enno Einfeld zählt zu den Deutschlands federführenden Experten für Banking, Digitalisierung und Innovation in der Finanzindustrie. Sein besonderes Augenmerk liegt auf intelligenten Liquiditäts- und Kreditmanagement-Lösungen für kleine Unternehmen und Selbständige. Er bekleidete sowohl im Corporate als auch im Startup-Umfeld hochrangige Management- sowie C-Level-Positionen. Sein Ziel: Das Überkommen verkrusteter analoger Prozesse bei der Kreditvergabe, durch Machine Learning, intelligente Bonitätsprüfungen und den Aufbau eines vielschichtigen Kreditökosystems, in dem Banken, Shops und Technologie-Anbieter ein Maximum an Sicherheit mit einem Minimum an Aufwand für alle Beteiligten bereitstellen.

Finanzplanung und Budgetierung: Vorteile und passende Software

Ein Start-up zum Erfolg zu führen, ist keine leichte Aufgabe: Neben einer spannenden Geschäftsidee und den nötigen Mitteln zur Umsetzung ist auch die Planung ein essenzieller Teil des Managements eines jungen Unternehmens. Dazu gehört vor allem der finanzielle Aspekt, denn eine kluge und durchdachte Budgetierung ist der Grundpfeiler für den Erfolg eines Start-ups.

Warum ist die Finanzplanung für ein Start-up so wichtig?

Eine Finanzplanung ist aus verschiedenen Blickpunkten essenziell für junge Unternehmen. So dient der Finanzplan zunächst dem eigenen Blick über die finanziellen Mittel und die anstehenden Ausgaben. Das hilft vor allem dabei, zukunftsorientiert zu agieren: Wer eine ausgeklügelte Finanzplanung zum Beispiel für das folgende halbe Jahr vorliegen hat, kann etwa verschiedene Einflussfaktoren und deren Auswirkungen auf den eigenen Umsatz berechnen. Zusätzlich gibt eine solche Analyse auch Planungssicherheit bei Ausgaben wie größeren Anschaffungen.

Doch auch extern bietet die Finanzplanung Vorteile. Viele Start-ups sind gerade zu Beginn auf Investitionen angewiesen. In den meisten Fällen werden Investoren zur finanziellen Unterstützung gewonnen, indem ein detaillierter Businessplan über Zustand, Ziele und Vision des Start-ups vorgelegt wird. Teil dieses Businessplans ist im Idealfall auch eine Finanzplanung, die den potenziellen Investor*innen die finanzielle Gesundheit des Unternehmens zeigt und gleichzeitig beweist, dass sich die Gründer*innen konkret mit der Budgetierung auseinandergesetzt haben.

Was versteht man unter Budgetierung?

Was aber versteht man konkret unter dem Begriff Budgetierung? Bei der Budgetierung werden in einem festgelegten Zeitraum - in der Regel von wenigen Monaten bis zu einem Jahr - Budgets identifiziert, festgelegt und geprüft. Bei langfristigen Budgetierungen werden diese Maßnahmen für bis zu 10 Jahre in die Zukunft umgesetzt. Der Budgetplan besteht in beiden Fällen aus verschiedenen Bestandteilen, die sich unter anderem an Material, Investitionen, Umsätze oder Produktion richten. Ob die gesetzten Ziele eingehalten werden, wird durch das Controlling überprüft.

Eine konkrete Budgetierung hat dabei einige wichtige Vorteile. So können die Mitarbeitenden durch diese Maßnahmen angespornt werden, festgelegte Leistungsziele zu erreichen. Zudem gibt es mit der Budgetierung einen übersichtlichen Blick auf die Finanzen des Unternehmens. Als Folge können Unternehmer*innen kurzfristig einschreiten, falls die Zahlen unter beziehungsweise über die gesetzte Marke fallen.

Die wichtigsten Vorteile einer Finanzplanungssoftware

Wer die Finanzplanung übernehmen möchte, hat mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Der traditionelle Weg verläuft über klassische Tabellenprogramme wie Excel - die Daten werden hier händisch eingetragen und überprüft. Diese Form der Finanzplanung ist allerdings häufig unübersichtlich und kostet dabei recht viel Zeit.

Mittlerweile sind alternativ auch zahlreiche Softwares zur Finanzplanung verfügbar. Diese zeigen vor allem im Vergleich zu der veralteten Finanzplanung ihre Vorteile: Durch Diagramme und Grafiken werden die eigenen Finanzen sowie die wichtigsten Daten übersichtlich dargestellt. Die Planung kann dabei nach individuellen Vorstellungen zum Beispiel monatlich, jedes Quartal oder jedes Jahr erstellt werden. Zudem sind in solchen Softwares Hochrechnungen, Liquiditätsrechnungen und eine Datenübernahme aus Excel integriert - damit gelingt der Umstieg auf die Software ganz leicht und problemlos.

Nicht zuletzt überzeugen moderne Softwares zur Finanzplanung durch ihre Sicherheit. So ist die Software LucaNet etwa mehrmals von der BARC Planning Survey 21 ausgezeichnet und überzeugte hier unter anderem in den Bereichen Business Value und Project Success.

Investorengeld? Nein, Danke!

Fünf Wege, wie du – unabhängig von Investor*innen – für dein Start-up sinnvolle Fördermittel beantragen und damit clever sparen kannst.

Nicht immer ist es Gründer*innen möglich, solvente Investor*innen oder Banken zu finden, die eine innovative Geschäftsidee subventionieren. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass die Unternehmensgründung unmöglich ist. Es gibt schließlich viele Möglichkeiten, sich unabhängig von Investor*innen, Kapital zu beschaffen.

Vom Crowdfunding über die Aufnahme eines Kredits bei der KfW bis hin zu Investitionen und Kryptowährungen gibt es viele Strategien, die dem Start-up helfen. Einige Gründer*innen nehmen öffentliche Fördermittel in Anspruch. Sie präsentieren ihre zündende Idee auf Gründer*innenwettbewerben oder Crowdfunding-Plattformen, um Geld einzusammeln.

Doch wer kennt sich in der komplexen Welt der Fördermöglichkeiten schon wirklich gut aus? Wir stellen die verschiedenen Möglichkeiten vor, sich unabhängig von Investor*innen Finanzmittel für die eigene Geschäftsidee zu beschaffen.

Fördermöglichkeit 1: Fördermitteldarlehen über die Landesförderbanken oder die KfW

Es gibt zahlreiche Förderprogramme von der KfW, die sich lohnen. Hier können Start-ups vor allem in den Anfangsjahren der Gründung durch die Aussetzung der Tilgung finanzielle Erleichterung erfahren. Auch Landesförderprogramme unterstützen Start-ups. Viele der speziell auf Gründer*innen ausgelegten Darlehen sind in der Antragstellung einfach. Sie ermöglichen jungen Selbständigen dank niedriger Einstiegsvoraussetzungen die Existenzgründung.

Es empfiehlt sich, sich auf der Internetplattform einen Überblick zu verschaffen, und im Anschluss den Tilgungsrechner der Finanzierung zu bedienen. Eine Existenzgründungsberatung hilft dir zudem, Klarheit zu finden und den Kreditantrag richtig zu stellen.

Vorteile:

  • Du erhältst niedrige Zinssätze.
  • Die langen Laufzeiten bieten eine langfristige Kalkulation.
  • Mit den tilgungsfreien Jahren kannst du in den Anfangsjahren clever Kosten senken.
  • Kein Mitspracherecht durch die Bank.

Nachteile:

  • Die Bank ist nicht am Verlust beteiligt.
  • Feste Rückzahlungsvereinbarungen müssen eingehalten werden.
  • Komplette Risikoübernahme durch den Darlehensnehmer bzw. die -nehmerin, dadurch maximale Haftung.
  • Gute Bonität des Kreditnehmers ist zwingend erforderlich.
  • Ein Eigenkapital (EK) von mindestens 10 Prozent der gesamten Darlehenssumme ist in der Regel erforderlich (Ausnahmen gibt es nur wenige).

Fazit: Das Fördermitteldarlehen ist für alle Arten von Gründungen und Start-ups in allen Branchen, sowie innerhalb der ersten fünf Jahre nach Gründung geeignet.

Fördermöglichkeit 2: Eigenkapital vom Staat bringt entscheidenden Mehrwert

Es gibt neben privaten Kapitalgesellschaften, die Gründer*innen unterstützen, auch (je nach Bundesland) Geld von Investitionsbanken, die dem Start-up Hilfe bieten. Mit Venture Capital bzw. Risiko- oder Wagniskapital können sich Start-ups eine solide finanzielle Basis schaffen. Die Förderbanken der Länder sind zum Beispiel an Tochtergesellschaften beteiligt bzw. unterhalten Abteilungen, welche als Venture-Capital-Geber aktiv sind. So finanzieren staatliche Venture-Capital-Gesellschaften als Co-Investoren die Existenzgründung neben manchen privatwirtschaftlichen Capital-Gesellschaften. Eine Gründungsberatung kann auch hier wertvolle Tipps und praktische Hilfestellung geben.

Vorteile:

  • Die EK-Quote steigt, da das EK vom Staat als EK in der Bilanz verbucht wird.
  • Der Staat bekommt im Gegenzug prozentuale Beteiligung am Unternehmen.
  • Kein Mitspracherecht durch den Staat im Unternehmen.

Nachteile:

  • Die Zusage ist nur schwer zu erhalten. Diese Hilfe ist tendenziell für Hochtechnologieunternehmen und -Start-ups konzipiert.
  • Der Staat ist nicht am Verlust beteiligt, somit trägt das Unternehmensrisiko das Start-up.

Fazit: Für Hochtechnologie-Gründungen, sehr innovative Unternehmen sowie Start-ups geeignet.

Fördermöglichkeit 3: Mezzanine-Kapital, wenn das Eigenkapital knapp ausfällt

Durch Mezzanine-Kapital oder Mezzanine-Finanzierungen kannst du das Eigenkapital stärken. Mezzo bedeutet im Italienischen so viel wie „halb“. Somit handelt es sich bei dieser Art der Förderung um eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital, die auch in der Bilanz zu finden ist. Dabei wird in der klassischen Form einem Unternehmen sowohl wirtschaftliches als auch bilanzielles Eigenkapital zugeführt, doch der Kapitalgeber erhält kein Stimmrecht und kann keinen Einfluss auf Unternehmensentscheidungen nehmen. Diese Art der Finanzierung hat Fremdkapitalcharakter, ist aber als Eigenkapital in der Bilanz verbucht.

Vorteile:

  • Die EK-Quote steigt, da das Mezzanine-Kapital als Eigen­kapital in der Bilanz der Firma verbucht wird.
  • Der Staat erhält prozentuale Beteiligung am Unternehmen.
  • Kein Mitspracherecht durch den Staat.
  • Dieses Kapital ist auch für kleinere Gründungen oder Unternehmen geeignet.

Nachteile:

  • Relativ undurchsichtiges Auswahlverfahren, das nicht nachvollziehbar ist. Daher erfolgt die Zusage stets durch Einzelfallentscheidung.
  • Der Staat ist nicht am Verlust der Firma beteiligt.

Fazit: Für alle Unternehmen und Start-ups geeignet.

Fördermöglichkeit 4: Gründer*innenwettbewerbe und Crowdfunding-Plattformen

So manche(r) Unternehmer*in hat die Möglichkeit, Fördermittelzuschüsse für innovative Ideen über staatliche Fördermittelstellen oder staatliche Ausschreibungen zu erhalten. Doch nicht immer erhalten Start-ups hierbei den Zuschlag, deshalb sind die unterschiedlichsten Gründungswettbewerbe für innovative Geschäftsideen nicht zu vernachlässigen. Wer sich hierbei bewirbt, muss nur ein wenig Zeit investieren und seine Idee gut verkaufen. Auch das Crowdfunding ist in der heutigen Zeit eine moderne Möglichkeit, fremde Gelder für ein zündendes Vorhaben einzusammeln. Hierbei helfen Crowdfunding-Plattformen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Damit kannst du auch hier deine Geschäftsidee gut verkaufen und dir diese subventionieren lassen.

Vorteile:

  • Dieses Eigenkapital gibt es gegen nur geringe Auflagen.
  • Das Risiko ist auf viele Einzelne verteilt.
  • Ein Teil des Geldes ist meist geschenkt, was eine lukrative Finanzspritze bedeutet.

Nachteile:

  • Es bestehen nur geringe Erfolgschancen.
  • Der Wettbewerb ist hier sehr hoch.
  • Nur für innovative Start-ups und Unternehmen geeignet, die mit zündenden Geschäftsideen andere überzeugen.
  • Die Idee muss der breiten Masse gefallen.

Fazit: Dieser Finanzierungsweg ist für innovative Unternehmen und Start-ups, die mit ihrer Geschäftsidee die breite Masse überzeugen bzw. dieser gefallen wollen, hervorragend geeignet.

Fördermöglichkeit 5: Gründerzuschuss oder Einstiegsgeld über die Bundesagentur für Arbeit

Vor allem Personen, die aus einer Arbeitslosigkeit heraus in die Selbständigkeit starten, können mit dem Einstiegsgeld oder dem Gründerzuschuss rechnen. Diese Gelder dienen vor allem in der Anfangsphase der Unternehmensgründung dazu, die Kosten für Sozialbeiträge und den Lebensunterhalt zu bestreiten. Am besten ist es, sich vor Ort in Sachen Einstiegsgeld oder Gründerzuschuss beraten zu lassen. Je nachdem, ob du ALG I oder ALG II erhältst, fallen hier die Förderungen unterschiedlich aus. Fakt ist: Auch du kannst mit der Hilfe vom Staat das Eigenkapital stärken – und zwar ohne Mitspracherecht fremder Personen oder Anteilsverkauf. Der Rat von Expert*innen ist hierbei nicht teuer, dafür Gold wert.

Vorteile:

  • Der Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden.
  • Für 6 bis 12 Monate sind die privaten Kosten gedeckt.
  • Die Einnahmen des Start-ups können in den ersten Monaten komplett reinvestiert werden, weil die privaten Kosten durch den Zuschuss gedeckt sind.

Nachteile:

  • Der Gründer bzw. die Gründerin muss arbeitslos gemeldet sein.
  • Das Unternehmen darf noch nicht gegründet sein.
  • Der Antrag mit Zusage ist eine Einzelfallentscheidung.
  • Der Unternehmende hat keinen rechtlichen Anspruch
  • darauf.
  • Es sind zusätzliche Unterlagen (Businessplan, Antrag, fachkundige Stellungnahme) vonnöten.

Fazit: Nur für Gründer*innen geeignet, die aus der Arbeits­losigkeit heraus gründen.

Der Autor Maximilian Schreiber ist Gründungs- und Fördermittelberater, Experte für Zuschussberatungen KfW, LfA, IHK und HWK, Partner von www.existenzgründerjungunternehmer.de und von www.start­effekt.de

Musterdepot – So gelingt der sichere Einstieg ins Trading

Viele Menschen suchen nach einem Einstieg ins Trading. Ein Musterdepot bietet hierfür die perfekte Gelegenheit, um ohne Kosten und ohne Risiko herauszufinden, wie Trading funktioniert und was es dabei zu beachten gilt.

Die Aktienmärkte sind eine sehr gute Möglichkeit, um seine Ersparnisse gewinnbringend anzulegen. Denn auf dem Tagesgeldkonto oder auf Festgeldkonten gibt es nur noch sehr niedrige oder gar keine Zinsen, weshalb die Aktienmärkte als Alternative zunehmend attraktiv werden. Allerdings sollte man natürlich nicht einfach mit einer Investition in Aktien oder Fonds anfangen, ohne sich vorher zu informieren. Denn Einsteiger machen häufig Fehler, die sich mit ein wenig Vorbereitung leicht vermeiden lassen.
Deshalb bieten viele Broker ihren Kunden ein kostenloses Musterdepot an. Ein Musterdepot verfügt über die gleichen Funktionen wie ein echtes Depot. Allerdings wird im Musterdepot kein echtes Geld verwendet. Der Nutzer des Musterdepots erhält also die Möglichkeit, die Märkte und die Handelsplattform kennenzulernen, ohne dafür sein eigenes Geld zu riskieren. In diesem Artikel möchten wir uns ein wenig genauer mit dem Thema Musterdepot beschäftigen und den Lesern zeigen, wie sie solch ein Angebot optimal zu ihrem eigenen Vorteil nutzen können.


Das richtige Musterdepot finden

Wer im Internet nach einem Musterdepot sucht, der wird dort ausgesprochen viele Angebote von den unterschiedlichsten Brokern finden. Man sollte sich als Nutzer aber nicht einfach für das erstbeste Angebot entscheiden. Denn ein Musterdepot sollte nicht nur genutzt werden, um die Märkte kennenzulernen und die eigenen Fähigkeiten auf die Probe zu stellen. Es ist auch dafür gedacht, die Trading-Plattform des jeweiligen Anbieters kennenzulernen. Denn diese bieten ihren Nutzern in der Regel sehr viele Möglichkeiten. Wer das Potenzial vollständig nutzen möchte, der muss sich also erst einmal einarbeiten. Und damit man sich diese Arbeit nicht mehrfach bei unterschiedlichen Anbietern machen muss, ist es sinnvoll, das Musterdepot direkt bei einem guten Broker zu eröffnen. Denn wenn das Musterdepot gefällt und man sein eigenes Geld investieren möchte, dann braucht man sich nicht noch einmal einarbeiten. Ein sehr guter Anbieter für Musterdepots ist Guidants. Dort kann man sich ganz einfach ein Musterdepot erstellen, um sich ein wenig an der Börse auszuprobieren. Und im Anschluss an die Nutzung des Musterdepots kann man dort dann auch direkt ein richtiges Depot eröffnen, um in Aktien von Unternehmen wie Tesla oder Apple zu investieren.

Mit einem Musterdepot die Märkte kennenlernen

Wegen der niedrigen Zinsen werden Aktien als Form der Geldanlage immer attraktiver. Denn Aktien sind eine sehr einfache Möglichkeit, um Unternehmensanteile zu erwerben. Wer in nicht börsennotierte Start-ups investieren möchte, der muss dafür ausgesprochen viel Aufwand betreiben. Doch der Kauf von Aktien ist in wenigen Sekunden und in der Regel mit überschaubaren Gebühren erledigt. Und mit einem Musterdepot kann man genau das erst einmal unverbindlich ausprobieren. Wer noch nie in Aktien oder Fonds investiert hat, der wird vor dem Kauf seiner Aktie vermutlich ein wenig aufgeregt sein. Denn man investiert sein hart verdientes Geld und hat selbst keine Möglichkeit, um die Performance des jeweiligen Aktienkurses zu beeinflussen. Doch mit einem Musterdepot kann man die Aufregung und die damit verbundenen Unsicherheiten bereits im Vorfeld abbauen. Denn es ist wirklich nicht schwer, sobald man es einmal ausprobiert hat. Und wenn man schon einmal in einem authentischen Musterdepot gehandelt hat, dann wird man das Setzen von Limits und andere wichtige Dinge nicht mehr vergessen. Allerdings gibt es auch einige Dinge, die man in einem Musterdepot nicht erproben kann. Dazu gehört beispielsweise die Besteuerung von Dividenden, die man als Aktionär eines Unternehmens erhält. Hier ist es sinnvoll, wenn man sich bereits vor den ersten Käufen informiert. Denn so kann man seine Strategie genau an die Gegebenheiten anpassen und sicherstellen, dass man keine Aktien erwirbt, bei denen eine unnötig hohe steuerliche Belastung anfällt. So steigert man dann die eigene Rendite und spart sich möglicherweise auch noch lästige Bürokratie.

Die Möglichkeiten der Trading-Software mit einem Musterdepot ergründen

Viele Menschen nutzen die Möglichkeiten ihrer Trading-Software nicht einmal ansatzweise aus. Das ist ausgesprochen ärgerlich, denn es gibt je nach Anbieter zahlreiche Funktionen, mit denen man in Zukunft spürbar einfacher handeln kann. Dazu gehört beispielsweise eine Benachrichtigungsfunktion für den Fall, dass ein Kurs eine bestimmte Schwelle über- oder unterschreitet. Darüber hinaus bieten die Betreiber der jeweiligen Plattformen ihren Nutzern sehr viele Funktionen, um eine Analyse von verschiedenen Unternehmen und den zugehörigen Kursen durchzuführen. So kann man beispielsweise die Performance verschiedener Unternehmen miteinander vergleichen und herausfinden, wie sich die unterschiedlichen Unternehmen aus einer Branche unterscheiden.

Fazit: Ein Musterdepot bietet den perfekten Einstieg in die Welt des Tradings

Viele Menschen suchen nach einem Einstieg im Bereich Trading. Doch sie möchten nicht direkt eigenes Geld investieren, bevor sie mit den Abläufen vertraut sind. In solch einem Fall ist ein Musterdepot wirklich die perfekte Lösung. Denn so kann man ohne Kosten und ohne jegliches Risiko herausfinden, wie Trading eigentlich funktioniert und was es als Nutzer zu beachten gilt. Die Suche nach dem passenden Anbieter sollte man in diesem Zusammenhang gewissenhaft betreiben. Denn viele Nutzer eröffnen später ihr richtiges Depot bei dem Anbieter, bei dem sie sich vorher mit einem Musterdepot ausprobiert haben. Deshalb kann es nicht schaden, wenn man sich bereits im Vorfeld über die Gebührenstruktur, den Service und weitere wichtige Eckdaten des Anbieters informiert. Denn dann steht einem erfolgreichen Einstieg ins Trading nichts mehr im Weg.

Ratgeber: Staatliche Corona-Hilfen

Das Thema ist alles andere als sexy – aber schlichtweg wichtig: Was tun, wenn Rückzahlungen drohen?

Dank der zahlreichen, seit April 2020 staatlich bewilligten Finanzhilfen, konnten viele Selbstständige und Kleinunternehmer die Lockdown-Monate überbrücken und pandemiebedingte Liquiditätsengpässe bewältigen. Die schnelle Antragsbewilligung ließ allerdings kaum Zeit für eine detaillierte Prüfung. Jetzt folgen nach und nach flächendeckende Überprüfungen, ob die beantragenden Unternehmen tatsächlich Bedarf an Unterstützung hatten und die Förderbedingungen erfüllen. Wer die Hilfen zu Unrecht erhalten hat, dem drohen (Teil)-Rückzahlungen sowie im schlimmsten Fall sogar straf- und gewerberechtliche Konsequenzen. Noch bis Ende September haben die Empfänger*innen Zeit, zu überprüfen, wie hoch ihr Bedarf tatsächlich war. Nicht benötigtes Geld muss bis Jahresende zurückgezahlt werden. Der folgende Beitrag klärt darüber auf, in welchen Fällen Unternehmen von Rückzahlungen betroffen sein können, was sie jetzt tun sollten und warum sich eine Rechtschutzversicherung lohnt.

Im Juni 2021 meldete das Bundeskriminalamt, dass der Betrug im Zusammenhang mit den Finanzhilfen zu einem sprunghaften Anstieg des Subventionsbetrugs von 318 Fällen im Vorjahr auf 7.585 Fälle geführt hat. Eine Umfrage der Welt am Sonntag bei den 16 Landeskriminalämtern ergab zudem, dass es bereits im Mai 2020 stattliche 25.400 Verdachtsfälle von Subventionsbetrug in Bezug auf die Corona-Hilfen gab. Allerdings haben nicht alle Antragssteller*innen absichtlich betrogen, sondern z.B. zu Beginn der Pandemie vorsorglich Soforthilfe beantragt. Spätestens mit Abgabe der Steuerklärung für 2020 wird dann aber oft klar, dass sie die Hilfe gar nicht gebraucht hätten.

Heißt das nun, dass ein Subventionsbetrug vorliegt? Hier kommt es darauf an: Hat sich der Unternehmer bzw. die Unternehmerin bei Antragstellung keine Gedanken darüber gemacht, ob und in welcher Höhe er bzw. sie antragsberechtigt ist, ist er bzw. sie bei missbräuchlicher Antragstellung zumindest wegen leichtfertigen Handelns strafbar. Wer seinen Liquiditätsbedarf hingegen nur falsch eingeschätzt hat und der Förderstelle nach Ablauf des Förderzeitraums meldet, dass er keinen so hohen Liquiditätsbedarf hatte, wie geplant, macht sich nicht strafbar. Wird dies jedoch nicht gemeldet, liegt ebenfalls eine Straftat vor.

Wem stehen die staatlichen Corona-Soforthilfen rechtmäßig zu?

Der einmalige Zuschuss in Form der Corona-Soforthilfe sollte eine existenzbedrohende Notlage durch Corona abwenden und wurde auf Antrag für drei Monate an die Unternehmen ausgezahlt. Er dient länderabhängig nahezu ausschließlich der Deckung von Betriebskosten (z. B. Betriebsmiete, Strom-, Versicherungs- oder Telefonkosten). Die Hilfe von bis zu 15.000 Euro darf hierbei aber nicht allgemeine Lebenshaltungskosten des Unternehmens oder die im Rahmen des Kurzarbeitergeldes erstattungsfähigen Personalkosten decken. Auch Umsatzeinbuße dürfen durch die Förderung nicht ausgeglichen werden. Ebenso wenig darf eine Überkompensation vorliegen, z.B. bei Inanspruchnahme verschiedener Förderungen oder für den Fall, dass das Unternehmen noch über eigene betrieblicher Rücklagen verfügt.

Wie verhält es sich bei der Überbrückungshilfe III …

Seit dem zweiten Lockdown gibt es zusätzlich die Überbrückungshilfe. Auch hier stellt sich die Frage: Welche Kriterien müssen erfüllt sein, um die Unterstützung rechtmäßig zu erhalten? Wer einen Antrag gestellt hat, muss zunächst nachweisen können, dass seine Geschäfte wegen Corona schlechter laufen als vorher, und zwar auf einen Monat gerechnet um mindestens 30 Prozent – alternativ um mindestens 50 Prozent in einem Zeitraum von drei Monaten. Darüber hinaus muss der Umsatz generell niedriger sein als 750 Millionen Euro. Des Weiteren sind Selbständige im Nebenerwerb von der Hilfe ausgenommen, genauso wie Unternehmen, die sich bereits vor dem 31. Dezember 2019 in einer finanziellen Notlage befanden.

… und dem Kurzarbeitergeld?

Von der Bundesagentur für Arbeit bekommen Unternehmer Kurzarbeitergeld und Sozialversicherungsbeiträge erstattet – ganz oder zu Teilen. Damit diese Hilfen ausbezahlt werden, müssen Angaben darüber gemacht werden, wie lange und in welchem Umfang das Unternehmen von Kurzarbeit betroffen sein wird. Das Unternehmen muss mindestens eine(n) Arbeitnehmer*in beschäftigen und einen erheblichen Arbeitsausfall vorweisen können. Dazu müssen mindestens zehn Prozent der Arbeitnehmer*innen zehn Prozent weniger an monatlichen Bruttoeinkünften erhalten. Darüber hinaus wird der Zuschuss nur nach Abbau von Resturlaub, Überstunden, dem Vorziehen späterer Arbeiten und nur für sozialversicherungspflichtige Angestellte gewährt. Und grundsätzlich gilt: Nichts geht ohne die Zustimmung des betroffenen Mitarbeitenden (sowie ggf. dem Betriebsrat). Wichtig ist es, die Arbeitszeiten der Mitarbeiter*innen während der Kurzarbeit zu dokumentieren, da diese später nachgewiesen werden müssen.

Wer ist von einer Rückzahlung betroffen?

Die schnelle Antragsbewilligung und Zuschusszahlung in den ersten Monaten führte dazu, dass oftmals ungeprüft der Förderhöchstbetrag ausgezahlt wurde - ein möglicher Grund, warum ggf. eine (Teil)-Rückzahlung der Soforthilfe erforderlich ist. Weitere Gründe sind z.B. ein schnellerer Umsatzanstieg oder ein geringerer Liquiditätsbedarf als seinerzeit geschätzt sowie Doppelerhalt der Förderung bei nur einem Antrag aufgrund technischer Probleme, Überkompensation oder unberechtigte Beantragung aufgrund fehlerhafter Einschätzung der Antragsvoraussetzungen. In Bezug auf das Kurzarbeitergeld gilt zudem: Wurde doch mehr gearbeitet als für das Kurzarbeitergeld erlaubt, muss auch diese Unterstützung zurückgezahlt und der Antrag zurückgezogen werden.

Grundsätzlich ist jeder Antragstellende selbst verpflichtet, zu prüfen, ob er oder sie sich durch die Corona-Krise in einer existenzbedrohenden Wirtschaftslage befindet und wie hoch der tatsächliche Liquiditätsbedarf ist. Bei Unstimmigkeiten hat er diese unverzüglich bei der bewilligenden Stelle zu melden und eine (Teil-)Rückzahlung an diese vorzunehmen. Besteht also der Verdacht, den Antrag fehlerhaft ausgefüllt und somit zu Unrecht Geld erhalten zu haben oder wurde schlichtweg weniger Geld benötigt, als zunächst angenommen, ist es auch sinnvoll, dieses in Eigeninitiative zurückzuzahlen und nicht auf die Aufforderung zu warten. Eine solche Rückzahlung ist straffrei möglich. Anders ist dies im Falle des Subventionsbetruges. Dieser liegt dann vor, wenn man vorsätzlich versucht hat, sich einen Vermögensvorteil zu verschaffen. Aber auch dann lohnt eine freiwillige Rückzahlung, die sich in diesem Fall strafmildernd auswirken kann.

Wie erfolgt die Rückzahlung?

Die Abwicklung der Rückzahlungen variiert, wie auch die Antragstellung und deren Voraussetzungen selbst, je nach Bundesland. Einige Länder bieten etwa online Formulare für die Prüfung des Liquiditätsbedarf und die Meldung ggf. notwendiger Rückzahlungen an. In anderen Ländern genügt wiederum die Schilderung des Sachverhalts und die Mitteilung der Rückzahlung an die auszahlende Stelle mittels eines formlosen Schreibens. In der Regel erfolgt die Rückzahlung auf das auszahlende Konto der jeweiligen Landesbank unter der Angabe „Rückzahlung“, des Bescheiddatums sowie der Bescheidnummer.

Versicherung, Steuerberater und Dokumentation – alles, was jetzt wichtig ist!

Corona-Hilfen sind nicht steuerfrei, sie zählen zu den Betriebseinnahmen und müssen in der Steuererklärung angegeben werden. In der Steuererklärung 2020 gibt es dafür die neue Anlage „Corona-Hilfen“. Hier sind alle 2020 erhaltenen Zuschüsse anzugeben. Und wer ohne Corona-Hilfe ausgekommen ist, muss erklären, dass er nichts bezogen hat. Da auch die Prüfung einer möglichen Überkompensation im Rahmen der Steuererklärungen 2020 erfolgen soll, ist es ratsam, einen Steuerberater hinzuzuziehen, der mögliche Überzahlung von Soforthilfen im Blick hat und auf eine eventuelle Rückzahlungsverpflichtung hinweist.

Da die Steuererklärungen oder Jahresabschlüsse aber meist erst im Jahr 2022 oder später vorliegen, ist es ohne Aufzeichnungen für Unternehmen kaum möglich, genau nachzuweisen, dass, wann, warum und in welchem Umfang sie zu Beginn der Pandemie oder auch im Jahr 2021 Zahlungsprobleme hatten. Daher sollten Unternehmer*innen, die Hilfen erhalten haben, spätestens jetzt tätig werden und möglichst rückwirkend ab März 2020 dokumentieren, wie sich die Situation im Betrieb entwickelt hat und warum die staatlichen Hilfen benötigt wurde. Je besser und detaillierter die Dokumentation, desto leichter und schneller lassen sich mögliche unberechtigte Rückforderungen der Behörden widerlegen.

Nicht zuletzt lohnt sich in dieser Situation auch eine Rechtsschutzversicherung, die vor teuren Gerichts- und Anwaltskosten schützt. Wer noch keine hat, sollte diese unverzüglich abschließen, denn im Ernstfall muss diese schon vorhanden sein, bevor ein Streitfall eintritt. Vor dem Abschluss sollten Unternehmer*innen darauf achten, dass der Rechtsschutz zum eigenen Unternehmen und den jeweiligen Bedürfnissen passt. Anbieter wie insureQ bieten komplett digitale, schnell abschließbare und individuell auf den Versicherungsnehmer bzw. die Versicherungsnehmerin angepasste Pakete an, wobei nur für den Schutz bezahlt wird, den er oder sie wirklich braucht.

Der Autor Alexander Le Prince ist CEO und Mitgründer von insureQ

Negativzinsen der Banken? Das sind mögliche Investitionen!

Reichlich Sparfüchse haben 2021 einen riesigen Schock bekommen, denn eine Vielzahl an Banken haben die Negativzinsen in ihr System integriert. Was das konkret bedeutet und vor allem, wie du dein gespartes Geld nun investieren kannst, um die Negativzinsen zu umgehen, erfährst du hier!

Was bedeutet es, wenn die Banken Negativzinsen veranschlagen?

Damals warben die Banken noch mit Zinsen, die wir bekommen, wen wir ein Sparkonto bei ihnen eröffnen. Hierbei war es Ziel möglichst viel Geld für Notfälle, als Altersvorsorge und auch für die Zinsen zu sparen, um so in jeglichen Situationen abgesichert zu sein. Dies scheint nun allerdings nach hinten losgegangen zu sein, denn wurde so viel Geld in Deutschland gespart, das es die Banken belastet. Um dies zu vermeiden und die aufkommenden Kosten zu decken, wurden die sogenannten Negativzinsen etabliert. Statt nun mit der Zeit Geld durch die Zinsen zu verdienen, musst du tatsächlich draufzahlen!

Du zahlst im Prinzip Geld um zu sparen! Dies ist verständlicherweise ein großer Schock für viele Menschen, die ihr ganzes Leben lang gespart haben und nun plötzlich zahlen sollen. Der Freibetrag, heißt der Betrag, bei dem noch keine Negativzinsen berechnet werden, variiert je nach Bank. Beispielsweise kannst du bei der Deutschen Bank und bei der Commerzbank bis zu 100.000 sparen, doch der Betrag danach wird mit -0,5 % verzinst. Bei der Sparda Bank West gibt es nur einen Freibetrag von 50.000 Euro und bei der Sparkasse Bad Kissingen sogar nur 10.000 Euro. Die Recherche lohnt sich, um die eigenen Negativzinsen zu vermeiden.

Das sind mögliche Investitionswege:

Doch welche Möglichkeiten hast du denn nun dein Geld zu investieren, um diese Negativzinsen zu umgehen und vielleicht sogar noch Profit zu machen? Hier möchten wir dir ein paar der Optionen vorstellen!

In Immobilien investieren

Ob als eigenes Zuhause oder um die Wohnung oder das Haus später zu vermieten, Immobilien sind eine tolle Möglichkeit das eigene Geld sinnvoll zu investieren. Nicht nur ist es eine optimale Altersvorsorge, sondern mit der Wahl der richtigen Immobilie und steigendem Marktwert, kannst du einen großen Profit erreichen. Das Thema Immobilie kaufen ist sehr umfangreich, vom Ablauf eines Immobilienverkaufs bis hin zu den Steuern, gibt es viel anzusprechen. Vor Kauf sollte daher professionelle Hilfe beansprucht werden, sodass bei der Investition auch nichts schiefgeht.

Den Wert der bereits vorhandenen Immobilien erhöhen

Du besitzt bereits Immobilien und planst nicht weitere zu kaufen? Dann kannst du den Wert deiner Immobilien unter anderem durch Renovierungen erhöhen. Dies ist ebenfalls eine Möglichkeit Geld zu investieren, welches sich dann im besten Falle langfristig auszahlt.

Geld anlegen

Seit die Banken den Negativzins verkündet haben, sind mehr und mehr Menschen auf die Idee gekommen ihr Geld in Aktien, EFT’s, Fonds und auch Kryptowährungen anzulegen. Hier sollte ein Grundwissen vorhanden sein, um besser entscheiden zu können in was investiert werden soll. Beachte auch, dass wir hier nicht vom klassischen Trading sprechen, sondern dem Anlegen. Ähnlich wie bei einem Sparbuch oder Sparkonto zahlst du hier deinen Betrag ein und lässt diesen über Jahrzehnte hinweg liegen, bis du ihn schließlich brauchst, sei es für einen Notfall oder auch einfach, um deine Rente aufzufrischen. Unter “normalen” Umständen, heißt beispielsweise keine Pandemie, steigt der Markt in der Regel pro Jahr um circa 4 Prozent, sodass du es als Sparbuch mit 4 % Zinsen sehen kannst. Natürlich bleibt aber immer noch ein Rest-Risiko, denn es kann passieren, dass der Markt niedrig ist, zu dem Zeitpunkt in dem du das Geld brauchst. Das kann darin resultieren, dass du Geld verlierst.