Originelle Kundenkommunikation in der Krise

Autor: Isabel Thormann
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Jetzt ist erst recht die Zeit für originelle Kundenkommunikation. Daher: Fünf Tipps für erfolgreiche Print-Mailings.

Die aktuelle Krise fordert alles von Start-ups und etablierten Unternehmen in Sachen Marketing. Deshalb ist es gerade jetzt entscheidend, im Dialogmarketing kreative Strategien einzusetzen und neue Tools auszuprobieren. Es geht darum, Kunden und Kundinnen kommunikativ überraschend und “um-die-Ecke-gedacht” anzusprechen.

Um in einen erfolgreichen Dialog mit den potenziellen Kunden zu treten, sind vor allem zwei Faktoren entscheidend: Ein qualitativer, hochwertiger Datensatz als Grundlage und Marketing-Tools, die wirklich auffallen und bei den Zielgruppen einen Impact erzielen.

Hier sind fünf Tipps, wie Print-Mailings ein Erfolg sein können:

1# Print-Mailings auf kreativen Formaten ausspielen

In einer Zeit, in der viele mit E-Mails zugeschüttet werden, kommt es darauf an, neue Wege zu gehen. Hier bietet sich ein vergessener Klassiker an - Print-Mailings. Laut der CMC Dialogpoststudie (2019), dessen Ziel es unter anderem war, die Conversion Rate (CVR) von Online-Shops beim Einsatz von Print-Mailings auszuwerten, gab es im Durchschnitt 4,5% CVR für Print-Mailings im E-Commerce.

Unter Print-Mailings versteht man im Dialogmarketing Werbebriefe oder Postkarten, die durch die Post oder andere Dienstleister zugestellt werden. Um Inhalt, Form und Zielgruppenansprache kreativ und schlüssig miteinander zu verbinden, ist echtes Um-die-Ecke-Denken gefragt.

Bei physischen Mailings muss es heute nicht mehr der Brief oder die Postkarte sein: Ungewohnte Werbeträger erhöhen die Aufmerksamkeit. Eine kreative Anregung, um dies zu illustrieren: In der Grillsaison kann ein Mailing mit dem Hinweis, dass dies gern zum Anfeuern der Glut genutzt werden könnte, plus der Marketingbotschaft. Viele weitere Wege sind hier denkbar.

2# Auf Hochwertigkeit achten:  Wer spart, zahlt zweimal   

Bitte diesen Fehler nicht bei Print-Mailings machen: Wer spart, zahlt zweimal, besagt ein altes Sprichwort. Kosten müssen immer im Blick behalten werden, doch billiges Material sollte vermieden werden. Durch Qualität wird Wertschätzung für den Kunden und indirekt auch ein Hinweis auf die produkteigene Qualität unterschwellig transportiert. Hochwertige Materialien verlängern also die mühevoll aufgebaute Markenwahrnehmung und Qualität. Außerdem zeigen die Responsequoten solcher Mailings: Der Mehraufwand wird von den Kunden mit einer hohen Responserate belohnt.

3# Dramaturgie und Storytelling

Geschichten helfen uns besser, Informationen zu verarbeiten und wahrzunehmen, hinzukommt, dass Stories besser erinnert werden. Was die Werbebotschaften anbetrifft, sollte man nicht auf Werbesprech setzen, sondern versuchen, eine Geschichte zu erzählen.

Stichwort Storytelling: Auch ein dramaturgisch aufgebauter Serienbrief, z.B. ein sechsteilig aufeinander aufgebauter Newsletter Online Marketing und Kundenkommunikation, ist kreativ. So wird in jeder Mail Mehr- und Unterhaltungswert für die Kunden und Kundinnen geschaffen, die gerne auf den nächsten Teil des Newsletters warten.

4# Attention please: bekannte Regeln brechen

Ein Kunde, der jedes Jahr von allen Seiten die gleichen Messages zugesandt bekommt, wird viele Botschaften irgendwann nicht mehr wahrnehmen. Um dieses Phänomen zu vermeiden gilt es altbekannte Muster und Regeln zu brechen. Alle Konkurrenten schicken einen Jahreskalender mit den wichtigsten Daten des Jahres an die Kunden.

Warum nicht mal eine Sammlung der herausforderndsten Situationen des Jahres und wie diese überwunden werden konnten? Denn jeder Unternehmer weiß, was es bedeutet Herausforderungen anzunehmen und sie zu meistern. Eine Kommunikation auf Augenhöhe wird bei den Kunden als authentisch wahrgenommen werden.

5# Social Influencer: Sozial und Interaktiv

Ein weiterer Ansatz ist, Offlinemailing auch online zu konvertieren indem man bequem zu scannende QR-Codes aufdruckt, die zu entsprechenden Landingspages gehen. Hier kann man auch mit B2B-Influencern zusammenarbeiten, um mehr Reichweite zu erzeugen. Um erfolgreich die sozialen Medien zu nutzen und eine relevante Followeranzahl aufzubauen, kann die Zusammenarbeit mit einem Influencer sinnvoll sein.

Ein professioneller Social Media Auftritt wird dabei zunehmend Branchen-Standard. Es ist sinnvoll zu überlegen, welche Kanäle gerade für den B2B-Bereich passend sind. Für viele Geschäftsfelder gibt es relevante und seröse Akteure, die Aufmerksamkeit, Leads und Umsätze nachhaltig stärken und ausbauen können.

Dass die Nutzung von sozialen Medien kostenlos ist, ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Ein Unternehmen, das seine Kanäle auf den Social Plattformen professionell nutzen möchte, muss Zeit und Geld für Content, Personal und smarte Strategien aufbringen. Aber es lohnt sich. Nutzer können mit dem Unternehmen in Kommunikation treten und Kunden vernetzen sich. So werden aus Kunden eine Community und der Anbieter zur Marke.

Bei dem Wort „Influencer” denkt manch einer vielleicht an eine oberflächliche Kommunikation. Aber der Markt an Influencern und der Grad an Professionalisierung ist stark gewachsen. Die Kraft eines smart agierenden Social-Influencers sollte nicht unterschätzt werden. Auch Akteure aus den klassischen Medien haben ihren Wirkungsgrad auf die sozialen Medien ausgeweitet und agieren mittlerweile als Influencer.

Die Autorin Isabel Thormann ist Data Business Managerin bei DataM Services [email protected], einem führenden Anbieter für plattformübergreifendes Adressdatenmanagement, Direktmarketing, Leadgenerierung und Vertriebsconsulting

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