Millionen-Investments trotz Corona-Krise


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Sie trotzen dem Trend: Diese drei E-Health-Unternehmen haben kürzlich erfolgreich millionenschwere Finanzierungsrunden abgeschlossen.

Es ist längst kein Geheimnai mehr: Die Pandemie hat viele Investoren zögerlich werden lassen. Während die Situation seitens der Invetoren neu evaluiert wird, landen große Investments in der Warteschleife. Darunter leiden vor allem jene Start-ups, die in diesem Jahr auf eine Finanzierungsrunde gehofft hatten.

Doch eine Branche scheint diesem Trend entgegenzuwirken: Die Rede ist vom E-Health-Sektor, der durch den coronabedingten Digitalisierungsschub einen Boom erlebt

Wir stellen drei E-Health-Stat-ups vor, denen es bereits gelungen ist, während der Corona-Krise eine Finanzierungsrunde abzuschließen:

Kaia Health

Das Kaia Health-Team (c) Kaia Health

Kaia health hat sich mit einer App auf die Behandlung von Rückenschmerzen über das Smartphone spezialisiert. Das Start-up wurde 2016 in München gegründet, als Konstantin Mehl und Manuel Thurner zusammenkamen, um einen wirksameren Weg zur Behandlung chronischer Rückenschmerzen zu finden. Nach jahrelangem persönlichem Leiden an diesem Problem fand das Gründerduo die Lösung: die multimodale Therapie, auch bekannt als der Goldstandard in der Schmerztherapie. Die Herausforderung bestand darin, dass die damit verbundenen Kosten – sowohl Zeit als auch Geld – diese Therapie für fast jeden praktisch unzugänglich machten. Mitte Juni dieses Jahres sammelten die Münchner in einer Serie-B-Finanzierungsrunde umgerechnet 23 Millionen Euro ein. Optum Ventures, Idinvest und Capital300 leiteten die Runde, die bestehenden Investoren Balderton Capital und Heartcore Capital sowie Symphony Ventures beteiligten sich.

Sympatient

Das Gründertrio: Christian Angern, Julian Angern und Benedikt Reinke (c) Sympatient

Ende 2017 wurde Sympatient von Christian Angern, Julian Angern und Benedikt Reinke in Hamburg gegründet. Das Start-up entwickelt und bietet Programme an, die Patienten bei der Behandlung ihrer Ängste helfen. Ende Mai 2020 sammelten die Gründer 1,6 Millionen Euro ein. An der Seed-Finanzierung hatten sich die Schweizer Venture Capital Gesellschaft Investiere, die IFB Innovationsstarter GmbH sowie Business Angels beteiligt. „Einen ‚richtigen‘ Weg für das Fundraising gerade in diesen Zeiten gibt es nicht“, sagt Christian Angern, Gründer und Managing Director bei Smypatient, und gibt folgenden Tipp: „Die größte Sorge, die wir von Investoren gehört haben, ist die Beständigkeit des Geschäftsmodells über die nächsten Jahre. Auch wenn es eine Frage ist, die man auch außerhalb Krisenzeiten hören sollte, wird sie gerade immer wichtiger. Darauf muss man als Gründer im Fundraising derzeit besonders vorbereitet sein.“

Vara Healthcare

Jonas Muff (CEO) und Stefan Bunk (CTO) (c) Vara Healthcare

Nach der Anschubfinanzierung über drei Millionen Euro sammelte das 2016 in Berlin gegründete KI-Start-up Vara Healthcare Anfang Juni dieses Jahres weitere 6,5 Millionen Euro ein. Der kanadische Pensionsfonds Omers stieg dabei als neuer Investor ein. Auch Think-Health, Soleria Capital sowie der US-Accelerator Plug and Play und der Berliner KI-Company-Builder Merantix beteiligten sich. Mit seiner künstlichen Intelligenz treibt Vara die automatisierte Analyse von Röntgenbildern voran. Bevor Vara als eigenes Unternehmen ausgegliedert wurde, war es eine Software von Merantix Healthcare. Das Konzept ist nach wie vor eine Verbesserung der Brustkrebsvorsorge mithilfe von künstlicher Intelligenz.

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