Anbieter-Check: Elektronische Fahrtenbücher

Autor: Dr. Ute Burghardi
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Das Führen eines Fahrtenbuches, auch eines elektronischen, bedeutet einen gewissen Grad an Disziplin. Je weniger Sie also pro Fahrt tun müssen, desto einfacher wird es sein, die vorgegebenen Anforderungen zu erfüllen. Wir stellen acht wichtige Anbieter von elektronischen Fahrtenbüchern im Überblick vor.

Ein Fahrtenbuch dient in der Regel dazu, private und geschäftliche bzw. dienstliche Fahrten voneinander getrennt aufzuführen und nachzuweisen. Das Führen eines Fahrtenbuches kann unter bestimmten Umständen richterlich angeordnet werden, in den allermeisten Fällen aber hat das Führen eines Fahrtenbuches steuerliche Gründe. Jeder der einen Dienstwagen auch privat nutzt unterliegt in Deutschland der 1%-Pauschalversteuerung. D.h. pro Monat müssen 1% des Brutto-Listen-Neupreises des Fahrzeugs als geldwerter Vorteil privat versteuert werden. Hinzu kommt dann noch die Pauschale für die Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte. Ob sich das Führen eines Fahrtenbuchs lohnt lässt sich bei verschiedenen Anbietern über Vergleichsrechner bzw. Ersparnisrechner ermitteln. Als grober Orientierungswert gilt, je höher der Neuwagenlistenpreis und je weniger oft der Dienstwagen privat genutzt wird, desto höher ist die Ersparnis.

Was verlangt das Finanzamt

Ein Fahrtenbuch wird grundsätzlich für ein komplettes Kalenderjahr geführt. Es muss mindestens Angaben über Datum, Beginn und Ende der Fahrt und Kilometerstand zu Beginn und Ende, gefahrene Kilometer, jeder einzelnen geschäftlichen Fahrt, Reiseziel, Reisezweck und aufgesuchter Geschäftspartner enhalten. Eventuelle Umwege sind ebenfalls aufzuzeichnen. Für private Fahrten und die Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte genügen das Datum und die Kilometerangaben. Alle Fahrten müssen zeitnah erfasst und ggfs. vervollständigt werden, d.h. innerhalb einer 7-Tages-Frist. Geschieht dies nicht, wird das Fahrtenbuch nicht anerkannt.

Werden elektronische Aufzeichnungen ausgedruckt, müssen nachträgliche Veränderungen der Aufzeichnungen technisch ausgeschlossen sein oder zumindest dokumentiert werden. Für etwaige Steuerprüfungen müssen sämtliche Daten, d.h. nicht nur die Ausdrucke, sondern auch die Stammdatenbanken mit den Fahrtaufzeichnungen für zehn Jahre aufbewahrt werden.

Die einzelnen Finanzämter behalten sich vor, über die Anerkennung eines Fahrtenbuchs in jedem Einzelfall zu entscheiden. Wobei dies sowohl für handgeschriebene als auch für elektronisch erstellte Fahrtenbücher gilt. Vor der Nutzung eines elektronischen Fahrtenbuches sollten Sie auf jeden Fall mit dem Sachbearbeiter Ihres Finanzamtes oder aber zumindest mit Ihrem Steuerberater Kontakt aufnehmen und sich erkundigen, ob das gewählte Fahrtenbuch auch tatsächlich anerkannt wird.

Arten von elektronischen Fahrtenbüchern und typische Funktionen

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten elektronische Fahrtenbücher zu führen. Sowohl für Apple Liebhaber als auch für Android Phone Nutzer gibt es Apps in den entsprechenden Portalen, die entweder nur für die Smartphone Nutzung konzipiert sind oder die Schnittstellen zu Desktop-Software oder Cloud-Software umfassen. Außerdem gibt es Lösungen, die die OBD-Schnittstelle des Fahrzeuges nutzen und ein Smartphone mit entsprechender App benötigen oder auch fest verbaute Hardwarelösungen mit Speicherkarten, deren Inhalt dann entsprechend in den PC überspielt wird und dann am PC weiter bearbeitet wird.

Zu den typischen Funktionen der hier aufgeführten Software gehören:

  • Kategorisierung der Fahrten (privat, geschäftl. usw.)
  • Export bzw. Druck des Fahrtenbuchs monatsweise, komplettes Jahr
  • manipulationssichere PDF-Erstellung
  • Dokumentierung des Änderungsverlaufs von Fahrten

Worauf ist insbesondere zu achten?

Das Führen eines Fahrtenbuches, auch eines elektronischen, bedeutet einen gewissen Grad an Disziplin. Je weniger Sie also pro Fahrt tun müssen, desto einfacher wird es sein, die vorgegebenen Anforderungen zu erfüllen.

Achten Sie bei der Auswahl eines Fahrtenbuchs also vor allem auf:

  • vorhandene Eingabehilfen (z.B. Autovervollständigung, Auswahl aus Kontakten, Sprachsteuerung ...)
  • die Navigationsstruktur
  • den Akkuverbrauch der App (muss eine App ständig aktiv sein?)
  • App sowohl für Android und iOS vorhanden
  • generieren sich die Fahrtdaten automatisch
  • Importoption für Kontaktdaten
  • Datensicherung
  • Finanzamtskonformität

In Kooperation mit SoftGuide, dem Softwareführer im Internet, präsentieren wir im Folgenden acht wichtige Anbieter von elektronischen Fahrtenbüchern:

EURO-FAHRTENBUCH

Das Euro-Fahrtenbuch erfüllt die aktuellen Vorgaben der deutschen Finanzämter, kann aber auch in anderen Ländern eingesetzt werden. Die vom Finanzamt geforderten Daten werden erfasst und die Software umfasst eine Buchungshistorie und ein Änderungsprotokoll. Die Ausgabe erfolgt in einem übersichtlichen PDF-Berichtsformat. Es besteht die Möglichkeit des Datenexports in die Formate .csv,.xls,.txt (z.B. bei einer Betriebsprüfung). Das Euro-Fahrtenbuch ist in drei unterschiedlichen Versionen erhältlich. Es stehen zwei Versionen (Standard und Pro) mit manueller Datenerfassung oder Datenübernahme vom Smartphone (iPhone oder Android) und einer GPS Version mit automatischer Aufzeichnung und im Fahrzeug fest installiertem Datenlogger mit SD-Speicherkarte zur Verfügung. Der Anschluss erfolgt hierbei nicht über einen OBD-Stecker. Eine Einbauanleitung für den GPS-Datenlogger wird mitgeliefert. Der Einbau durch eine Fachwerkstatt wird empfohlen.


Highlights

  • Verwaltung von beliebig vielen Fahrzeugen und Fahrern
  • Software “lernt” automatisch Orte und Routen
  • Fahrtzwecke können bestimmten Zielorten zugeordnet werden
  • Wizard zum Anlegen von Fahrzeugen und Fahrern
  • Schnittstellen zu "Fahrtenbuch iPhone Edition" und "Android Fahrtenbuch"
  • Datenexport in verschiedenen Formaten
  • Integrierte Funktion zur Datensicherung
  • Übersichtlicher Bericht inkl. PDF-Erzeugung
  • Datenübergabe an Reisekostensoftware
  • ab Pro Version ist die Zuordnung von Fahrten zu unterschiedlichen Projekten oder Gewerben möglich
  • auch als elektronisches Fahrtenbuch mit GPS-Datenlogger erhältlich
  • Fahrten können zur Kontrolle auf Straßenkarten nachvollzogen werden (GPS Version)
  • kostenlose Updates bis zum Ende des Kalenderjahres der Version

Plattform: Windows 32- und 64-bit
Testmöglichkeit / Demo: ja
OBD-Stecker: nein
GPS-Unterstützung: ja (Datenlogger Task Log 100)
wird in der Regel vom Finanzamt akzeptiert: ja
Preis: ab 34,95 € bzw. 54,95 €, GPS Version ab 129,95 €


INTEX FAHRTENBUCH

Das INtex Fahrtenbuch gibt es zwei Programmvarianten, als klassische Desktop Software für Einzelbenutzer von MacOS und Windows Computern und das als mobile, cloudbasierte Lösung. Es ist eine rechtssichere Fahrtenbuch-Software, mit der Sie je nach Softwareversion einoder mehrere bis beliebig viele Fahrtenbücher führen können. Eine App-Anbindung an iPhone und iPod touch erlaubt die mobile Datenerfassung, es gibt hierfür verschiedene passende Smartphone-Apps, darunter Fahrtenbuch myLogbook, Drivers, DriversLogPro und die Fahrtenbuch App von Meyer Solutions. Auch ein Client für Google Android steht zur Verfügung.


Highlights

  • Hinterlegte PLZ und Orte Tabelle D, A, CH
  • GPS Standortfeststellung
  • Schätzung von Entfernung und Fahrtzeit
  • frei definierbare Standard-Fahrten und Standard-Adressen
  • Autofill für Fahrtgründe
  • Führung mehrerer Fahrtenbücher parallel möglich
  • integrierte Kostenerfassung mit Auswertung und Summierung nach Kostenarten
  • Terminverwaltung
  • Druck des vom Finanzamt vorgeschriebenen Fahrtenbuchs ganzjährig und monatsweise
  • Export aller Daten z.B. nach Excel
  • Analyseoptionen
  • Tankbuch

Plattform: MacOS 10.11 El Capitan, 10.12 Sierra, 10.13 High Sierra und 10.14 Mojave, Windows 7, 8, 8.1 sowie Windows 10 64 Bit-Software
Testmöglichkeit / Demo: ja
OBD-Stecker: nein
GPS-Unterstützung: ja
wird in der Regel vom Finanzamt akzeptiert: ja
Preis: ab 49 € (Ein Fahrtenbuch /Desktop) oder 2 € / Monat für 1 Jahr Webversion bzw. 1,66 € / Monat für 3 Jahre


KFZ FAHRTENBUCH

Das KFZ Fahrtenbuch ist einfach zu bedienen und umfasst einen rechtssicheren Finanzamts Modus. Sie starten die App und fahren los. Die Fahrten werden automatisch per GPS erfasst. Es gibt eine sichere Cloud-Synchronisation der Fahrten zwischen der KFZ Fahrtenbuch App und dem KFZ Fahrtenbuch Online. Eine Standorterkennung ist enthalten, so dass mittels GPS Ortung Start- und Zieladresse automatisch vorgeschlagen werden. Ist eine Fahrt nicht vollständig erfasst oder es fehlt der Zweck, erhalten Sie eine Erinnerung. Orte, Adressen und Zweck der Fahrt können bequem über die Google oder Siri Spracherkennung eingeben werden. Besteht zwischen zwei Fahrten eine Lücke im KM-Stand, wird daraus automatisch eine editierbare Leerfahrt angelegt.


Highlights

  • Automatische Fahrterfassung per GPS
  • CloudSync
  • Intelligenter Verlauf
  • Standorterkennung
  • Adressvervollständigung
  • Rechtssicherer Finanzamt Modus
  • Spracherkennung
  • Statistiken
  • PDF-Berichte für das Finanzamt
  • mehrere Fahrzeuge können verwaltet werden
  • Intelligenter Kilometerstand
  • Liveansicht Ihrer Fahrtenaufzeichnung
  • Adressverwaltung
  • Automatische Distanzermittlung
  • Vorlagen für Fahrten
  • Fahrtkategorien
  • CSV-Excel Export

Plattform: Kostenlose App für iPhone und Android. Online Version für Windows, Mac und Linux
Testmöglichkeit / Demo: 7 Tage gratis testen
OBD-Stecker: nein
GPS-Unterstützung: über Smartphone
wird in der Regel vom Finanzamt akzeptiert: ja
Preis:
4,99 € pro Monat


LEXWARE FAHRTENBUCH

Das Lexware Fahrtenbuch kombiniert einen OBD-Stecker mit integrierter SIM-Karte und GPS Tracker mit einer einfach zu bedienenden App. Nach der Installation des Steckers werden alle Fahrten automatisch aufgezeichnet und nach Beendigung der Fahrt automatisch an die Fahrtenbuch-App übermittelt. Der OBD-Stecker mit integrierter SIM-Karte erfüllt alle technischen Sicherheitsstandards und besitzt das geforderte E-Zertifikat vom Kraftfahrtbundesamt. Nur sehr wenige Kfz-Modelle benötigen eine besondere Konfiguration des Fahrtenbuchsteckers (zum Beispiel die Modelle VW Tiguan ab Baujahr 2016 oder BMW-Modelle ab dem Baujahr 2014 mit der Sonderausstattung SA302). Das Lexware Fahrtenbuch erfüllt alle Anforderungen der deutschen Finanzbehörden, wird von Steuerexperten empfohlen und ist zusätzlich KPMG-testiert. Die Fahrtenübersicht ähnelt einem E-Mail-Posteingang. Sobald eine neue Fahrt abgeschlossen wurde, erscheint diese in der Übersicht. Die Software bzw. App kann über Smartphone, Computer oder Tablet aufgerufen und bedient werden.


Highlights

  • Fahrten erscheinen automatisch
  • per Klick Kategorisierung in Betriebsfahrt, Arbeitsweg, Privat- oder Mischfahrt vornehmen
  • zoombare Karte zeigt Anfangs- und Endpunkt der Fahrt
  • bereits besuchte Ziele schlägt die App in der Kartenansicht vor
  • elektronisches Fahrtenbuch kann jederzeit über einen beliebigen Zeitraum exportiert werden, z. B. als PDF-Datei
  • für Android und Apple iOS verfügbar
  • webbasierte Version der App für PC und Tablet
  • SSL-verschlüsselte Übertragung
  • online Rechner für Vergleich der 1% Methode oder Fahrtenbuch

Plattform: MacOS und Android, Online Version für PC und Tablet
Testmöglichkeit / Demo: 100-Tage-Geld-zurück-Garantie
OBD-Stecker: ja
GPS-Unterstützung: ja
wird in der Regel vom Finanzamt akzeptiert: ja
Preis: 13,90 € / Monat


MACXPERIENCE

Das MacXperience Fahrtenbuch arbeitet mit GPS Unterstützung und die App braucht nur zwei Berührungen des Screens und die Fahrt kann starten. Der Grund der Fahrt kann später eingegeben werden, die Position wird automatisch erkannt und eingetragen, kann aber auch aus einer vorab gespeicherten Liste ausgewählt werden. Es ist keine weitere Hardware erforderlich. Der Export des Fahrtenbuchs kann beispielsweise monatlich als manipulationssicheres PDF erfolgen und dann ausgedruckt werden. Das MacXperience Fahrtenbuch bietet zahlreiche Schnittstellen zu Desktop Fahrtenbuchsoftware. Diese Exportschnittstellen können über In-App-Käufe erworben werden. Die weitere Desktop Fahrtenbuchsoftware muss dann zusätzlich erstanden werden. Dies ist aber nur notwendig, wenn die Bearbeitung des Fahrtenbuch nicht allein über die App erfolgen soll. Zu den Desktop Lösungen gehören u.a. das Wiso Fahrtenbuch, Euro-Fahrtenbuch und das INtex Fahrtenbuch. MacXperience ist offizieller Partner des DATEV Fahrtenbuchs.


Highlights

  • exakte Streckenaufzeichnung
  • Änderungssicherheit
  • zertifizierte GoBD Schnittstelle
  • Änderungssicheres PDF, CSV Tabelle, iCal. Google Calender, Google Docs
  • Dropbox zum „Drahtlosen Datenaustausch“
  • Apple Watch
  • Pebble Smartwatch Support
  • iBeacon Unterstützung

Plattform: MacOS und Android App, erfordert iOS 9.0 oder höher. Kompatibel mit iPhone, iPad und iPod touch.
Testmöglichkeit / Demo: nein
OBD-Stecker: nein
GPS-Unterstützung: über Smartphone
wird in der Regel vom Finanzamt akzeptiert: ja
Preis: 7,99 €; In-App-Käufe möglich


PACE

PACE bietet mit dem PACE Link (OBD-Stecker) und der App ein elektronisches Fahrtenbuch, dass automatisch alle Fahrten aufzeichnet. Nach Beendigung der Fahrt wird dann diese als private, geschäftliche Fahrt oder Fahrt zur Arbeitsstätte mit einem Klick gekennzeichnet. Für die Nutzung muss eine dauerhafte Internetverbindung bestehen. Das Smartphone verbindet sich automatisch beim Einsteigen ins Fahrzeug mit dem PACE Link. Bei Android Smartphones genügt es, wenn sie über Bluetooth mit dem PACE Link verbunden sind, bei iOS muss die PACE App im Hintergrund aktiv sein. Die GPS Ortung läuft über das Smartphone. Über das PACE Cockpit lassen sich verschiedene Analysen vornehmen oder die Fahrten mit weiteren Anmerkungen innerhalb der vorgeschriebenen 7 Tage-Frist ergänzen. PACE umfasst einige Zusatzfunktionen wie z.B. Find-My-Car, Traffic- und Performance Monitor, Fehlercode Analyse und in Deutschland auch mit einem Tankstellenfinder und einem automatischen Notruf. Der PACE Link ist für verschiedenste Diesel und Benziner verfügbar. PACE bietet zudem eine pdf Downloadfunktion (in der App sowie im Cockpit) mit der Reports einfach für die Steuererklärung oder den Arbeitgeber generiert werden können.


Highlights

  • Spritspartrainer
  • Performance Monitor
  • Find-My-Car Funktion
  • Traffic Monitor
  • Benzinkosten Tracking
  • Fehlercode Analyse
  • Tankstellenfinder (nur in D verfügbar)
  • automatischer Notruf (nur in D verfügbar)

Plattform: iPhone 5 mit iOS 9 und höher, ab Android Version 4.4 mit Bluetooth LE
Testmöglichkeit / Demo: 30 Tage Rückgabe möglich
OBD-Stecker: ja
GPS-Unterstützung: über Smartphone
wird in der Regel vom Finanzamt akzeptiert: ja
Preis: 119 €


VIMCAR

Das Vimcar Fahrtenbuch-System setzt sich aus dem OBD-Stecker zur Dokumentation der Fahrten im Fahrzeug, der gesicherten Verbindung zum Server und der Fahrtenbuch-Software zusammen. Der OBD-Stecker bzw. das Fahrtenbuch funktioniert in Fahrzeugen ab Baujahr 2001 (Benziner) bzw. ab 2004 (Diesel). Der OBD-Stecker zeichnet automatisch und kontinuierlich alle Fahrten des Fahrzeugs auf und überträgt die Daten mittels integrierter SIM-Karte auf den Vimcar-Server (Standort in Deutschland), wo sie verschlüsselt gespeichert und der Fahrtenbuch-Software zur Verfügung gestellt werden. Sie erscheinen automatisch in der App (iOS, Android, Web). Der Nutzer muss dann nur noch den jeweiligen Datensatz in der Software mit Fahrtkategorie, Anlass und Geschäftspartner versehen bzw. die Fahrt als privat kennzeichnen. Die Basisdaten jeder Fahrt (Uhrzeit, Datum und zurückgelegte Strecke) sind nicht editierbar, können auch nicht gelöscht werden und sind von daher manipulationssicher. Beim Datenexport werden nur die Daten wirklich berücksichtigt, die vom Gesetzgeber für das ordnungsgemäße Führen von Fahrtenbüchern gefordert sind. Der Datenexport erfolgt mit nur einem Klick als PDF-Datei. Vimcar bietet auch eine kostenfreie Beratung zum Thema Fahrtenbuch an (Firmenwagenrechner). Die Vimcar Fahrtenbuch-Lösung ist BMF-konform, durch KPMG geprüft und wird von der DATEV als finanzamtskonforme Lösung empfohlen.

Highlights

  • vom Stecker aufgezeichnete Fahrten erscheinen automatisch in der App
  • automatische Vorschläge
  • Kontaktbuch / Kontakte speichern
  • Umkreiserkennung (App erkennt, ob Fahrten in der Nähe eines bekannten Kontakts endeten und passt Adresse automatisch an)
  • Anlässe (z.B. Vertriebsgespräch etc.) speicherbar
  • Rückfahrterkennung
  • privater Modus (Privatfahrten erst nach Passworteingabe sichtbar)
  • keine Streckenverfolgung
  • passwortgeschützter Privatmodus
  • Zusatzfunktion Kostenerfassung
  • Fahrten können sieben Tage lang bearbeitet werden, danach schreibgeschützt
  • unbearbeitete Fahrten werden als private Fahrten abgelegt
  • 10 Jahre Aufbewahrung der Fahrtenbuchdatensätze
  • Änderungshistorie (Anlass der Fahrt, aufgesuchter Geschäftspartner, Fahrtkategorie) wird protokolliert
  • PDF-Export, csv-Export
  • SSL-verschlüsselte Übertragung
  • Schnittstellen zu Lexware Reisekosten und Buhl WISO Softwareprodukten

Plattform: Apple, Android, Browser
Testmöglichkeit / Demo: ja
OBD-Stecker: ja
GPS-Unterstützung: ja
wird in der Regel vom Finanzamt akzeptiert:
ja
Preis: 15,90 € mtl. pro Fahrzeug


WISO FAHRTENBUCH

Das WISO Fahrtenbuch unterstützt die Verwaltung von beliebig vielen Dienstfahrzeugen bzw. Firmenwagen. Die Erfassung erfolgt am PC über das Programm, es gibt Schnittstellen zu mobilen Apps, die ebenfalls zur Erfassung genutzt werden können. Die Navigation der Software orientiert sich an den täglichen Abläufen. Die WISO Fahrtenbuch Software ist finanzamtskonform.

Highlights

  • Vergleichsrechner: Pauschalregelung oder Fahrtenbuchmethode
  • beliebig viele Fahrzeuge
  • KFZ-Steuer-Rechner
  • Ermittlungshilfe für Verpflegungsmehraufwendungen
  • Kostenerfassung und -auswertung, Tankbuch
  • Autom. Entfernungsberechnung per Internet
  • Datenübernahme aus dem Vorjahr
  • Import von Daten aus mobilen Apps
  • kontinuierliche Updates (beispielsweise bei Gesetzesänderungen)
  • Schnittstelle zu DATEV

Plattform: Windows (nicht Windows 10 64-bit Version)
Testmöglichkeit / Demo: ja
OBD-Stecker: nein
GPS-Unterstützung: über Smartphone
wird in der Regel vom Finanzamt akzeptiert: ja
Preis: ab 13,23 €

Fazit

Bei der Auswahl des elektronischen Fahrtenbuches sollten die Anschaffungskosten beziehungsweise die evtl. laufenden Kosten nicht im Vordergrund stehen. Das Führen des Fahrtenbuches nützt nur dann, wenn es auch vom Finanzamt anerkannt wird. Achten Sie vor allem darauf, dass das Fahrtenbuch möglichst Ihren Bedienungsgewohnheiten entspricht und finanzamtskonform ist.

Wenn Sie nicht nur ein Fahrtenbuch führen wollen, sondern zudem auch Reisekosten abzurechnen sind, sollten Sie auf entsprechende Schnittstellen achten. Wenn es um mehrere Firmenfahrzeuge, deren Wartung, Ausstattung etc. und nicht nur allein um das Führen von Fahrtenbüchern geht, ist unter Umständen eine Software für Fuhrparkmanagement beziehungsweise Flottenmanagement die bessere Wahl.

ÜBERSICHT: ELEKTRONISCHE FAHRTENBÜCHER

Die Autorin Dr. Ute Burghardi ist promovierte Naturwissenschaftlerin und seit über 15 Jahren in der IT-Branche tätig. Sie verfolgt seit dieser Zeit intensiv den Softwaremarkt und verantwortet bei SoftGuide den Content zu aktuellen Softwarethemen. So bearbeitet, recherchiert und redigiert Sie u.a. einen umfangreichen Leitfaden zur Auswahl betrieblicher Software. Darüber hinaus unterstützt sie das SoftGuide - Rechercheteam bei der Evaluation für konkrete Softwareprojekte.


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GoDaddy Deutschland veröffentlicht die neuesten Ergebnisse seiner repräsentativen Umfrage “Perspektiven Unternehmertum”, die von der GfK durchgeführt wurde. Befragt wurden mit dem GfK eBUS® 1.000 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren, die die deutschsprachige Bevölkerung repräsentieren. Die Befragung wurde im September 2023 durchgeführt.

Starkes Vertrauen in den Innovationsstandort Deutschland

Die Studie offenbart ein starkes Vertrauen der Bürger*innen in den Innovationsstandort Deutschland und zeigen zudem eine bemerkenswerte Bereitschaft zur unternehmerischen Tätigkeit – vor allem jene, die jünger als 40 Jahre alt sind.

Die Umfrage zeigt, dass 56 % der 18- bis 29-Jährigen und 54 % der 30- bis 39-Jährigen in Deutschland bereit sind, unternehmerisch tätig zu werden, um zusätzliches Einkommen zu generieren. Der Faktor Bildung ist dabei nebensächlich: Während 44 % der potenziellen Unternehmer*innen Abitur oder Hochschulreife haben, verfügt knapp jede(r) Dritte über den Abschluss einer höheren Schule ohne Abitur bzw. einen Haupt- oder Volksschulabschluss (30 %).

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Die Meinungen hinsichtlich der potenziellen finanziellen Anreize des Unternehmertums gespalten: Während 26 % der Befragten glauben, dass die Aussicht auf ein sehr gutes Einkommen die damit verbundenen Risiken aufwiegt, sind 44% bei dieser Frage unentschieden. 30 % hingegen lehnen diese Vorstellung ab.

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Die Umfrage untersuchte auch die Einstellung der Bevölkerung in Deutschland zur Rolle, die Innovationen und neue Geschäftsideen bei der Erholung unserer Wirtschaft spielen. 52 % der Befragten sind der Meinung, dass Innovation und neue Geschäftsideen dazu beitragen werden, unsere Wirtschaft zu erholen, während nur 15 % dies verneinen. Diese Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit weiterhin auf die Wichtigkeit von Innovationen als Katalysator für das Erfinderland Deutschland vertraut.

KI-Personas: Markenbotschafter*innen im digitalen Raum

Bisher sind viele KI-Services generisch und primär als Informationslieferant*innen geläufig.  Das ändert sich mit Humanized AI. Hyperrealistische KI-Avatare mit Gesicht und „Charakter“ sind Potenzialträger*innen für Unternehmen. Sie können ein Weg sein, Wachstum anzustoßen, indem sie die Markenidentifikation ihrer Zielgruppe stärken. Ein Ausblick von Simon Graff, Gründer und CEO der Emerging-Tech-Beratung FOR REAL?!.

Schon die virtuelle Influencerin Lil Miquela, die auf ihrem Social-Media-Kanal die Massen begeistert und neben zig Millionen Followern auch millionenschwere Werbedeals vorweist, zeigt, wie wirkungsvoll virtuelle Persönlichkeiten Brand Stories im digitalen Raum verlängern und die Markenliebe beflügeln. Im Sommer 2023 verhalf ein spanisches KI-Model dem virtuellen Influencertum zu neuen Sphären. Aitana demonstriert einmal mehr die Relevanz von und Faszination für Humanized AI. Die aktuellen Trendentwicklungen bilden Tech-Giganten wie Meta genauso ab wie die Nischenplattform Character.AI, auf der User*innen selbst Chatbots mit eigener Persönlichkeit oder an Prominente angelehnt kreieren. Chatbots mit Charakter, Buddys zum Plaudern sind die virtuellen Influencer 2.0. Personal Bots bergen das Potenzial, als digitale Markenbotschafter*innen das Engagement in Apps oder Onlineshops zu erhöhen und befeuern den Status als Innovationsunternehmen.

Testimonials

Meta kündigte im vergangenen Herbst an, KI-Avatare basierend auf prominenten Persönlichkeiten wie Kendall Jenner oder Snoop Dogg in Instagram, WhatsApp und Messenger zu integrieren. Sie sollen dort Rede und Antwort stehen und persönliche Nähe zu den Stars suggerieren. Und auch OpenAI preschte letzten November nach vorne und stellte GPTs vor, mit denen User*innen ohne Vorkenntnisse eigene KI-Avatare per Texteingabe zum Leben erwecken. Der europäische Markt zeigt sich der Entwicklung gegenüber bislang noch verhalten. Doch schon in absehbarer Zeit wird jede(r) die eigene Personal Brand beziehungsweise sich selbst via KI skalieren können. Perspektivisch erleichtern vermenschlichte KI-Avatare den Kund*innenservice, erweitern das Dienstleistungsangebot und schaffen Nähe zur virtuellen Person und damit zur Marke.

Unternehmen, die bis dato die Integration eines virtuellen Influencer als Teil der Markenstrategie planten, mussten einen kosten- und zeitintensiven Arbeitsaufwand einberechnen. Mehrköpfige, interdisziplinäre Redaktionsteams, verantwortlich für das kontinuierliche Storytelling, waren keine Seltenheit. Hier verlangen KI-Avatare zwar nach einer stabilen Datenbasis und intensiven KI-Trainings.  Auf Langstrecke binden die Assistent*innen potenziell weniger Kapital bei vergleichbaren Ergebnissen.

Potenzialträchtige Use Cases

Social Feeds, Apps und Webauftritte unterliegen einem Wandel hin zu natürlicherer Interaktion und Gamification. Chatbots sind im Alltag der Verbraucher*innen angekommen, weitestgehend akzeptiert und werden durch generative KI auf ein neues Interaktionsniveau gehoben. Sinnvoll eingesetzt, zahlen Personal Bots bzw. KI-basierte Testimonials mit Wiedererkennungswert auf die Markenliebe und Engagement Rate ein. Sie übernehmen einfach zu automatisierende Aufgaben oder vermitteln als Brand-Experte informativen Educational Content.

Personal Bots als Markenbotschafter*innen

Wo Kooperationen mit echten Menschen zu aufwendig oder kostenintensiv wären, da unterstützen KI-Avatare. Auf Zielgruppe und Unternehmens-DNA eingeschworen, menschenähnlich und inspirierend, so sieht eine gelungene Digital Brand Voice aus. Vorab muss klar sein, dass sich solche Assistent*innen ausschließlich für transparentes und authentisches Brand Story Telling eignen. Klassisches Empfehlungsmarketing straft die Community ab.

Personal Bots als Expert*innen und Trainer

Bereits jetzt beginnen Unternehmen damit, das interne Know-how zu bündeln und es via KI zu jeder Zeit auf Anfrage und zu Trainingszwecken abrufbar zu machen. Firmen ermöglichen ihren Mitarbeitenden damit, unabhängig von Ort und Zeit auf dieses Wissen zuzugreifen. Nach außen generieren Personal Bots in dieser Rolle relevante und komplexe Inhalte, die die Zielgruppe weiterbilden und informieren. Denkbar ist, dass perspektivisch Unternehmenspersönlichkeiten dem Bot ihr Gesicht, ihren Charakter und sogar ihre Geschichte leihen.

Personal Bots im Kund*innenservice

KI-Assistent*innen entlasten Mitarbeitende, indem sie repetitive Aufgaben zuverlässig und schnell, bei gleichbleibend hoher Qualität erledigen. Das steigert die Kund*innenzufriedenheit. Kund*innenservice wird nicht nur skalierbar, sondern nahezu allwissend. Gleichzeitig stellt ein menschenähnlicher Avatar mit Persönlichkeit gegenüber dem „einfachen“ Chatbot die deutlich charmantere Lösung dar.

Vorsicht, Stolpersteine!

Aktuelle KI-Modelle, und damit auch KI-Personas, sind fehleranfällig. Stellen Unternehmen einen Personal Bot auf ihrer Website zur Verfügung, tun sie deshalb gut daran, den KI-Assistent*innen vorab auf Herz und Nieren zu prüfen. Inhaltliche Leitplanken minimieren das Manipulationsrisiko durch Dritte. So versprach der manipulierte Chatbot eines Chevrolet Händlers in den USA, Kund*innen Autos für nur einen Dollar zu verkaufen — neben weiteren inhaltlichen Entgleisungen, bis hin zu Fake News. Unternehmen stehen außerdem in der Verantwortung, User*innen gegenüber transparent zu sein, trotz oder gerade wegen zunehmender Humanisierung von KI-Services. Indem sie für eine ausreichende Kenntlichmachung des KI-Avatars sorgen, schließen sie Akzeptanzlücken und steuern Erwartungshaltungen.

Ausblick

Schon in naher Zukunft sprechen wir ganz natürlich mit humanisierten KI-Personas, die unser Leben begleiten. Gesichter und Persönlichkeit machen KI-Assistenz greifbar und nahezu menschlich, Akzeptanz und Verbreitung steigen. Die Weichen für diesen Trend sind gestellt, der Zugang einfach, Potenziale gegeben. Kurzum – auch deutsche Unternehmen kommen nicht umhin, sich Gedanken darüber zu machen, wie KI-Personas in ihrem Unternehmen, für ihre Marke und ihre Kund*innen künftig eine Rolle spielen werden.

Der Autor Simon Graff ist Gründer und Geschäftsführer der Emerging-Tech-Beratung FOR REAL?!. mit Sitz in Hamburg; Das Start-up unterstützt und berät Unternehmen und Brands, die den digitalen Ausbau auf dem Gebiet der aufstrebenden Technologien sowie der virtuellen Produkte, Ideen und Narrative kommunikativ anstreben.

Schnell und einfach zur eigenen GmbH

Die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ist für viele Gründer*innen die erste Wahl. Diese Schritte sind zu beachten, um rechtssicher eine GmbH zu gründen.

Die Gründung einer GmbH, kurz für Gesellschaft mit beschränkter Haftung, ist eine gern gewählte Möglichkeit, sich selbstständig zu machen. Die GmbH gewährt rechtliche Sicherheit durch die Haftungsbeschränkung und ist ein starkes Signal an Geschäftspartner*innen und Kund*innen hinsichtlich der Seriosität eines Unternehmens.

GmbH Gründung beauftragen

Der Gründungsprozess einer GmbH ist insbesondere für Erstgründer*innen, komplex und zeitaufwendig. Doch dank der Digitalisierung und neuer Plattformen ist es heute möglich, schnell und einfach zur eigenen GmbH zu kommen. Eine GmbH online gründen ist ein zeitsparender und sicherer Weg.

Diesen Service nutzen nicht nur Erstgründer*innen, sondern auch erfahrene Geschäftsleute gerne, weil sie selbst bereits erfahren haben, wie umfangreich und zeitraubend die zu erledigenden Formalitäten sind. Sie wissen zudem um das Risiko, einen Fehler zu machen, Informationen auf Formularen versehentlich zu überlesen oder gar zentrale Schritte verspätet zu gehen. Das zieht die Gründungsformalitäten in die Länge. Sie wissen zu schätzen, dass erfahrene Notar*innen und Rechtsanwält*innen den Prozess rechtssicher vorbereiten und sie aktiv am Kerngeschäft arbeiten können.

Die Gründung umfasst mehrere Schritte, darunter die Erstellung eines Gesellschaftsvertrags, die notarielle Beurkundung und die Eintragung ins Handelsregister.  Alle erforderlichen Unterlagen sind mit den notwendigen Informationen zur rechten Zeit verfügbar und der Gründungsprozess ist innerhalb weniger Wochen erledigt. Für die Gründer*innen bleiben nur wenige To-do‘s übrig, wie zum Beispiel:

  • Dokumente unterschreiben
  • Notartermin in der Nähe wahrnehmen
  • Geschäftskonto eröffnen und Stammkapital einzahlen

Der Weg zur eigenen GmbH

Wie schon angesprochen, ist die Gründung einer GmbH mit mehreren Behördengängen und einem hohen Zeitaufwand verbunden. Heute ermöglichen digitale Lösungen und spezialisierte Services eine deutlich vereinfachte und beschleunigte Abwicklung. Die Gründung einer GmbH in Deutschland ist ein mehrstufiger Prozess, der sorgfältige Planung und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften erfordert.

Eine Aufgabe, die bei Existenzgründer*innen oft auf der To-do-Liste steht, ist ein fundierter Businessplan. Er dient als Leitfaden für die strategische Ausrichtung und operative Umsetzung des Geschäftsvorhabens und kann außerdem wichtig werden, sofern potenzielle Investoren oder Finanzierungspartner überzeugt werden sollen. Gleichwohl ist er nicht zwingend erforderlich. Was aber in jedem Fall erfolgen muss, sind diese Schritte:

1. Wahl der Gesellschafter und Geschäftsführer
Die Auswahl der Personen, die als Gesellschafter
und Geschäftsführer agieren, legt den Grundstein für die zukünftige Unternehmensführung. Während Gesellschafter das Kapital bereitstellen und grundlegende Entscheidungen treffen, sind Geschäftsführer für die tägliche Leitung und operative Geschäftsführung verantwortlich. Eine klare Aufgabenverteilung und die Wahl vertrauenswürdiger Personen sind hierbei entscheidend.

2. Festlegung des Stammkapitals
Das Stammkapital bildet das finanzielle Rückgrat der GmbH und muss mindestens 25.000 Euro betragen, davon sind gemäß
§ 7 Absatz 2 GmbH-Gesetz mindestens 50 % einzuzahlen. Bevor die Gründung angestoßen wird, sollte die Finanzierung geklärt sein, ebenso die Verteilung der Anteile an die Gesellschafter.

3. Erstellung des Gesellschaftsvertrags
Der Gesellschaftsvertrag ist das zentrale Dokument einer GmbH und definiert die internen Verhältnisse und Regelungen. Zu den wesentlichen Informationen im Gesellschaftsvertrag gehören die Anteilsverteilung und die Übernahme der Geschäftsführung. Die Gesellschafterliste wird beim Amtsgericht eingereicht, ebenso die Daten der Geschäftsführer*in.

4. Notarielle Beurkundung
Sobald die Gründungsurkunde notariell beglaubigt ist, wird die GmbH rechtlich wirksam. Die formale Beurkundung stellt sicher, dass alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind und die Identität der Gründungsmitglieder geprüft wurde. Das Notariat reicht die Beurkundung beim Handelsregister ein. Dieser Akt zieht eine Reihe von Verpflichtungen nach sich. Dazu gehören etwa die Aufstellung einer Anfangsbilanz, die Erstellung einer ordnungsgemäßen Buchführung inklusive der Aufstellung von Bilanzen sowie weitere steuerliche und handelsrechtliche Verpflichtungen.

5. Eröffnung eines Geschäftskontos
Ein Geschäftskonto ist unerlässlich für die finanzielle Transparenz und Professionalität. Es trennt Geschäfts- von Privatfinanzen und erleichtert die Buchführung und Finanzverwaltung. Bis die Eintragung ins Handelsregister abgeschlossen ist, führen Banken den Zusatz “i. G.” auf den Kontoauszügen, was kurz für “in Gründung” bedeutet. Ist die Eintragung offiziell erfolgt, legen Gründer*innen den Handelsregisterauszug bei der Bank vor, die den Zusatz dann herausnimmt.

6. Eintragung ins Handelsregister
Die Eintragung der GmbH ins Handelsregister ist der formale Abschluss der Gründungsphase. Sie macht die GmbH als juristische Person offiziell und sorgt für Rechtssicherheit im Geschäftsverkehr. Die Eintragung erfolgt nach Überprüfung der Unterlagen durch das Registergericht.

7. Gewerbeanmeldung
Mit der Eintragung ins Handelsregister ist die GmbH zur Aufnahme ihrer Geschäftstätigkeit berechtigt, muss jedoch noch beim Gewerbeamt angemeldet werden. Diese Anmeldung ist für die Aufnahme von gewerblichen Tätigkeiten mit operativen Geschäften in Deutschland zwingend erforderlich.

8. Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft
Als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung schützt die Berufsgenossenschaft Mitarbeiter im Falle von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten. Die Anmeldung ist Pflicht für jedes Unternehmen und sollte unmittelbar nach Aufnahme der Geschäftstätigkeit erfolgen.

9. Anmeldung beim Finanzamt
Das Finanzamt wird in der Regel vom Gewerbeamt über die Anmeldung informiert, doch um die steuerliche Erfassung zu beschleunigen, können Gründer*innen aktiv auf das Finanzamt zugehen und die GmbH mit dem sogenannten
Fragebogen zur steuerlichen Erfassung selbst anmelden. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, auf deren Basis das Finanzamt die steuerlichen Pflichten der GmbH ermittelt.

GmbH zur Vermögensverwaltung?

Eine GmbH muss nicht zwangsläufig ein operatives Geschäft im herkömmlichen Sinne betreiben. Ihr Geschäftszweck kann auch auf andere Aktivitäten ausgerichtet werden.

Ein überlegenswerter Ansatz kann sein, sie als Instrument zur Vermögensverwaltung einzusetzen, weil die GmbH im Vergleich zur Privatperson steuerlich anders behandelt wird. Wer vorausschauend plant und umsichtig vorgeht, kann die GmbH verwenden, um Vermögen aufzubauen und zu verwalten.  Die Flexibilität der GmbH ermöglicht es, in eine Vielzahl von Anlageklassen zu investieren, sei es in Aktien, Termingeschäfte, Immobilien, Venture-Capital-Fonds oder durch die Bildung einer Holding-Struktur.

Der entscheidende Vorteil einer solchen Vermögensverwaltungs-GmbH liegt in der klaren Trennung zwischen privatem und geschäftlichem Vermögen. Dies bietet, wie erwähnt, besondere steuerliche Optimierungsmöglichkeiten. Doch darüber hinaus entfaltet das Konstrukt mit der GmbH einen Schutzschirm, der das Privatvermögen absichert, etwas vor geschäftlichen Risiken. Zudem ermöglicht die Rechtsform der GmbH eine professionelle und strukturierte Verwaltung des investierten Kapitals. Die Gründung einer Vermögensverwaltungs-GmbH kann somit eine strategische Entscheidung sein, um Vermögen zielgerichtet und unter Ausnutzung rechtlicher sowie steuerlicher Rahmenbedingungen aufzubauen und zu verwalten.

Empfehlenswert ist die Zusammenarbeit mit einer Steuerberater*in, die die gesamte steuerliche Situation der Gründer*in beurteilen und zu individuell sinnvollen Strategien raten kann.

Gründer*in der Woche: Anna Deimann – Erfolg hat kein Geschlecht

Mit 19 gründete Anna Deimann ihre Digitalagentur AD Consulting, um Mittelständlern zu mehr Reichweite und Sichtbarkeit zu verhelfen. Ihr Weg in einer von Männern dominierten Business-Welt.

„Darin liegt die Schönheit des Unternehmertums – im Wachsen und Lernen.“ Dieses persönliche Mantra spiegelt Anna Deimanns unternehmerische Reise perfekt wider. Geboren und aufgewachsen ist Anna in Iserlohn. Nach dem Abitur entschied sie sich, auf Entdeckungsreise zu gehen: „Ich ging für einige Zeit nach Australien, um Erfahrungen zu sammeln, die weit über die Grenzen des Klassenzimmers hinausgehen“, so Anna. Anschließend kehrte sie nach Deutschland zurück und gründete nur ein Jahr später ihr eigenes Unternehmen.

AD Consulting: Aus Traum und Leidenschaft

Getrieben von ihrer Leidenschaft für digitales Marketing und dem Wunsch, mittelständischen Unternehmen dabei zu helfen, ihre Online-Präsenz zu verbessern, gründete Anna mit 19 Jahren ihr Unternehmen – die AD Consulting GmbH in Dortmund. „Meine Inspiration entstand während meiner Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation und meines Dualen Studiums zur Marketing Managerin. Ich erkannte das Potenzial, welches sich im digitalen Marketing verbirgt, und entschloss mich, dieses mit AD Consulting auszuschöpfen“, so die Gründerin.

Als junge Unternehmerin und als Frau in der Tech-Branche stand Anna vor besonderen Herausforderungen. „In einer von Männern dominierten Welt begegnete ich Vorurteilen und Stereotypen, die meine Fähigkeiten infrage stellten. Doch ich ließ mich nicht entmutigen, auch wenn aller Anfang alles andere als einfach war“, erinnert sich die Unternehmerin.

Fest davon überzeugt, das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, sah sie den Schlüssel zum Erfolg im Überwinden von Zweifeln und der Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen. „Ich nutzte mein Wissen und meine Kreativität, um innovative Lösungen zu entwickeln, und bewies allen, die an mir zweifelten, dass Erfolg keine Frage des Geschlechts ist“, so Anna.

Partnerschaften mit Perspektive

Mit AD Consulting möchte Anna ihre Kund*innen dabei unterstützen, erfolgreich im digitalen Zeitalter zu sein. „Doch mir geht es um mehr als das pure Quid-pro-quo der Geschäftswelt“, so Anna, „Bei AD Consulting geht es uns nicht nur darum, Dienstleistungen anzubieten; wir schaffen Partnerschaften, die Werte schaffen und Visionen verwirklichen. Was uns von anderen unterscheidet, ist unser unermüdliches Streben, jede Kundenbeziehung mit einer maßgeschneiderten und ganzheitlichen Betreuung zu pflegen.“

Das bedeutet: Anna und ihr Team passen sich nicht nur den individuellen Bedürfnissen der Kund*innen an, sondern setzen sich auch leidenschaftlich dafür ein, messbare Ergebnisse zu liefern, die über Erwartungen hinausgehen. „Dieses Engagement für langfristige Partnerschaften spiegelt den Glauben an nachhaltigen Erfolg wider, und die Flexibilität ermöglicht es, proaktiv auf Markttrends und Kundenbedürfnisse zu reagieren“, so Anna.

Vorbild und Inspiration

Dass ihr Konzept nicht nur bei den Kund*innen ankommt, zeigt auch die Auszeichnung als Vorbildunternehmerin durch das Bundesministerium Ende 2022. „Das war eine besondere Ehre. Diese Anerkennung hat meine Leidenschaft für die Unterstützung von Frauen, die den Schritt in die Selbständigkeit wagen wollen, noch verstärkt“, sagt Anna nicht ohne Stolz.

Im Rahmen der Initiative „FRAUEN unternehmen engagiert sich Anna zudem ehrenamtlich für diese Ziele und freut sich, ihre Erfahrungen weitergeben zu können.

Wo geht die Reise hin?

„In fünf Jahren sehe ich AD Consulting als eine etablierte Digitalagentur, die nicht nur erfolgreich für ihre Kunden arbeitet, sondern auch einen Beitrag zur Weiterentwicklung digitaler Lösungen leistet. Wir streben danach, weiter zu wachsen, innovative Strategien zu entwickeln und unsere Präsenz auf dem Markt zu stärken“, bringt es Anna auf den Punkt.

Annas Tipps für andere Gründer*innen

Und abschließend hat die junge Unternehmerin ein paar Tipps für Gleichgesinnte:

  • „Seid mutig und vertraut eurer Vision. Der Weg zum Erfolg ist oft nicht geradlinig, aber der Glaube an die eigene Idee ist entscheidend.
  • Baut ein starkes Team auf. Gemeinsam erreicht man mehr, und die Menschen, mit denen man arbeitet, sind entscheidend für den Erfolg des Unternehmens.
  • Lernt aus Rückschlägen und seid bereit, euch anzupassen. Der Unternehmensalltag ist dynamisch. Die Fähigkeit zur Anpassung ist entscheidend für das Wachstum und die Entwicklung des Start-ups.“

Cyber Security: 5 Learnings aus 2017 und 5 Trends für 2018

Cybersecurity: Ein Rückblick auf das Jahr 2017 und ein Ausblick auf die Herausforderungen im Jahr 2018.

Teil 1: 5 Learnings aus dem Jahr 2017

Welche Schlüsse aus der enormen Bandbreite der Online-Verbrechen und IT-Sicherheitslücken des Jahres 2017 gezogen werden können, bringt Harald Reisinger, Geschäftsführer von RadarServices, auf den Punkt.

Angriffe: Zu jeder Zeit, an jedem Ort
Die Sicherheitslage war das ganze Jahr 2017 über angespannt. Opfer von Cyberattacken erlitten hohe Finanz- und Imageschäden bis hin zur Existenzbedrohung. Europäische und amerikanische Firmen wurden massiv attackiert. Große und kleine Unternehmen sind gleichermaßen betroffen, keine Branche war ausgenommen. Auch Behörden und öffentliche Institutionen standen sehr oft im Kreuzfeuer.

Kontinuierliches und umfassendes IT Security Monitoring wird noch zu wenig eingesetzt
„Detection and Response“ im Fachjargon: das zeitnahe Erkennen von IT-Risiken aller Art ist heute die einzige Möglichkeit, eine Organisation dauerhaft vor großen Schäden durch Cyberangriffe zu schützen. Es umfasst das schnelle Schließen von bekannt gewordenen Schwachstellen bis hin zur genauen Beobachtung der Auffälligkeiten bei Systemen und Datenverkehr. Millionenfache Datenentwendung passiert nicht über Nacht. Daher sind die vielen Fälle des massenhaften Datenverlusts im Jahr 2017 auf entweder nicht-existentes oder nichtfunktionierendes IT Security Monitoring zurückzuführen.

Vertuschen ist keine Option
Opfer von Cyberattacken schrecken – verständlicherweise – vor einer Veröffentlichung eines Vorfalls zurück. Jedoch führt ab einer gewissen Schadensgröße kein Weg daran vorbei, Meldepflichten nachzukommen und/oder proaktiv die betroffenen Kunden oder gar die Öffentlichkeit zu informieren. Allem voran der Vorfall bei Uber zeigte, dass ein falscher Umgang mit Veröffentlichungspflichten zu noch größeren Reputationsschäden, internationalem Aufsehen und Vertrauensverlust führen kann. Ab 2018 verschärft sich diese Lage nochmals: dann drohen im Rahmen der EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) Strafen in Millionenhöhe.

Öffentliche Stellen für die Cyberabwehr sind da, aber viel zu klein
Die öffentlichen Mühlen mahlen zu langsam. Behörden vieler Länder beklagen Angriffe. Regierungen sind grundsätzlich gewillt, Engagements für mehr Cybersicherheit auszuweiten, aber allem voran in Europa sind sie zu zögerlich in der Bereitstellung von Budgets, dem Aufbau einer europäischen Cybersicherheits-Industrie und der Zusammenarbeit mit dem hiesigen privaten Sektor. Die Lage spitzt sich zu, da bereits in 2017 große außereuropäische Sicherheitsfirmen öffentlich der Staatsspionage bezichtigt wurden.

Die große Unbekannte: wer sind die Täter?
Wer hinter den Angriffen steht, ist in 98% der Fälle nicht auszumachen. 2017 zeigte, dass schon Elf-Jährige in der Lage sein können, Sicherheitslücken zu finden und auszunutzen. Das andere Extrem stellen die professionell organisierten Hackergruppen dar. Die Öffentlichkeit lernt sie meist unter einem Pseudonym kennen, aber wer dahinter steckt, das weiß keiner. So bleiben die größten Straftaten heute massenweise ungestraft.

Teil 2: Cybersecurity 2018: Fünf Top-Trends für die IT-Sicherheit

Was Cyber-Security-Experte Christian Polster, Chefstratege und CFO von RadarServices, prognostiziert:

IoT als Eldorado für Cyberangreifer
Die Weiterentwicklung des Internet of Things ist nicht aufzuhalten. In wenigen Jahren wird jede Schraube eine IP-Adresse haben. Während das ganz neue Möglichkeiten eröffnet, stellt es immense Herausforderungen an die IT-Sicherheit von Unternehmen und Privatpersonen. Dringend müssen neue Sicherheitskonzepte für das IoT aufgestellt und praxiserprobt werden.

Gezielte Angriffe in einer neuen Dimension
Zahlreiche Großunternehmen bieten immer noch zu viel Angriffsfläche. Die IT ist weltweit verteilt, der Überblick über alles ist oft nicht vorhanden. Gleichzeitig wirkt der Druck der EU-Datenschutzgrundverordnung ebenso wie weitere neue und alte Compliancevorschriften. IT-Sicherheitsverantwortliche benötigen in diesem Umfeld vor allem eins, um große Schäden zu verhindern: Transparenz und die richtige Information zur richtigen Zeit.

Ransomware gegen den Mittelstand
Weil sich Großunternehmen inzwischen besser gegen Erpresser-Software zu verteidigen wissen, werden sich Ransomware-Attacken in Zukunft zunehmend gegen Klein- und Mittelbetriebe und vernetzte Steuerungs-Geräte richten. Diese potentiellen Opfer müssen sich den angepassten Geschäftsmodellen der Angreifer bewusst werden und sich Experten suchen, die ihre IT effektiv und effizient schützen.

Nationale Unsicherheit
Nationale Sicherheit muss neu gedacht werden. Der Schutz von kritischen Infrastrukturen aber auch das Sicherstellen der dauernden Funktionsfähigkeit der öffentlichen Infrastruktur eines Landes bedeuten immense Herausforderungen. Das ist heute Behörden, aber auch Cyberangreifern bewusst.

Ohne den Einsatz künstlicher Intelligenz geht es nicht
Durch den Einsatz von machine learning lassen sich viele Schwachstellen, verdächtiges Systemverhalten oder Zero-Day-Attacken schneller aufspüren und bekämpfen. Aber auch die „Gegner“ werden die Möglichkeiten von künstlicher Intelligenz voll ausschöpfen, indem sie alles über neue Verteidigungsstrategien und Schutzmaßnahmen lernen. Kurzum: Wenn sich Unternehmen nicht mit dem Einsatz von KI in der IT-Sicherheit befassen, werden ihre Sicherheitsmaßnahmen in kurzer Zeit obsolet.


Cyclize: Kunststoff-Recycling-Start-up erhält rund 5 Mio. Euro Seed-Finanzierung

Cyclize, das von Dominik Novakovic, Jan Stein, Maike Lambarth und Stephan Renninger gegründete ClimateTech Start-up aus Stuttgart, erhält eine Seed-Finanzierung in Höhe von 4,75 Mio. Euro. Als Spin-off der Universität Stuttgart hat Cyclize eine Technologie zur Defossilisierung der chemischen Industrie entwickelt, bei der gemischte Kunststoffabfälle und CO2 als Ausgangsmaterial verwendet werden, um Synthesegas herzustellen.

Dieses Synthesegas dient als Grundbaustein für höherwertige Chemikalien und wird zur Herstellung von Kunststoffen, Methanol, Wasserstoff und E-Fuels verwendet. Die von UVC Partners angeführte Finanzierungsrunde wird von High-Tech Gründerfonds (HTGF), Aurum Impact, UnternehmerTUM Funding for Innovators und weiteren Business Angels unterstützt.

Cyclize will die chemische Industrie revolutionieren. Durch den bisherigen Einsatz von Erdgas und Kohle werden die darin enthaltenen Kohlenstoffatome zur Herstellung von Synthesegas genutzt. Dieses Gas ist ein Basisbaustein der Chemieindustrie und Ausgangspunkt für essenzielle Produkte wie Kunststoffe, Schaumstoffe, Klebstoffe, Farben und viele mehr. Bei der Verwertung dieser Produkte werden 15 Prozent (IPCC) der globalen industriellen CO2-Emissionen verursacht.

Das Plasma-basierte Verfahren zur Herstellung von Synthesegas von Cyclize kann mühelos mit fossilem Synthesegas konkurrieren und setzt damit neue Maßstäbe, um fossile Ressourcen zu ersetzen. Für die langfristige Einhaltung der Klimaziele ist dies bedeutsam, denn andere Verfahren – etwa die Elektrolyse oder der Einsatz von Carbon Capture and Storage (CCS) – können den wachsenden Bedarf an CO2-neutralem Synthesegas allein nicht decken. Die Bewegung hin zu Netto-Null-Produktionen eröffnet neue Märkte und Cyclize ebnet der chemischen Industrie durch eine niedrigschwellige Lösung den Weg. Mit dem frischen Kapital will sich das Start-up der Skalierung der Technologie widmen. Testreihen mit Pilotkunden, die Synthesegas benötigen oder komplexe Abfallströme recyceln wollen, sind bereits in Planung.

“Mit unserem Verfahren setzen wir ein Signal für eine klimaneutrale Chemie. Durch unseren patentierten Cyclize-Prozess befähigen wir Chemieunternehmen, trotz steigender Energiepreise in Europa wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Cyclize-Plasma ist nicht nur die Zukunft der Chemieindustrie – es ist auch Innovator für die Kreislaufwirtschaft ”, sagt Maike Lambarth, Mitbegründerin und CEO von Cyclize.

Leadinvestorin Amanda Birkenholz sagt: “Die Cyclize-Technologie löst zwei große Probleme: Zum einen werden heute lediglich neun Prozent (OECD) des global produzierten Plastiks recycelt. Zudem wird dieses Plastik nicht weiter genutzt und landet auf Mülldeponien. Die darin enthaltene Energie kann Cyclize maßgeblich für den Reformierungsprozess nutzen, auch Strombedarf und Betriebskosten sinken. Gerade im Hinblick auf die aktuelle Energiepreispolitik können sich Unternehmen mit Cyclize einen entscheidenden Vorsprung sichern und dabei einen Rohstoff nutzen, der bislang kaum in Anspruch genommen wird.”

Cybersecurity-Trends

Fünf Sicherheitstrends - für Unternehmen jeder Größe relevant.

Die Zahl von Cyberangriffen zeigt unaufhaltsam. Diese Entwicklung machet Unternehmen schwer zu schaffen. Experten wie beispielsweise von Interpol prognostizieren auch für die kommenden Jahre, dass Cyberattacken wie Ransomware und Phishing deutlich zunehmen werden. Damit Unternehmen sich auf das kommende Jahr vorbereiten können, ist es wichtig, dass sie ihre Sicherheitslücken kennen und auch beheben. Dabei zeichnen sich einige Trends in Sachen Cybersecurity ab:

Cybersecurity-Trend 1: Kritische Infrastrukturen bleiben im Visier von Cyberkriminellen

Kritische Infrastrukturen sind laut Medienberichten fast täglich Ziel einer Cyberattacke. Diese Lage verunsichert Unternehmen zunehmend. Gerade hochsensible Infrastrukturen wie das Gesundheitswesen oder die Energieversorgung werden von Cyberkriminellen noch stärker attackiert werden. Auffallend ist, dass die Angriffe häufiger, schneller und fokussierter werden. Der Grund dafür ist nicht nur die zunehmende Professionalisierung der Hacker, sondern auch der Trend zu Cybercrime-as-a-Service (CaaS). Damit wird es auch für Hobbykriminelle einfacher, ihre eigenen Angriffe zu entwickeln und dadurch Profit zu machen.

Cybersecurity-Trend 2: Neue Regulierungen auf dem Weg

Das Europäische Parlament hat sich 2022 mit den Mitgliedsstaaten der EU auf einen Rahmen (NIS 2) geeinigt, der das Netz und Informationssysteme besser vor Cyberattacken schützen soll. Mit NIS 2 werden Mindestanforderungen zur Zusammenarbeit zwischen den Ländern geschaffen und diese so harmonisiert. Auch hier steht die kritische Infrastruktur im Fokus, da hohe Bußgelder verhängt werden, sollten die neuen Anforderungen nicht eingehalten werden. Andere Unternehmen müssen ebenfalls auf Grundlage des neuen Rahmens ihre Sicherheitsmaßnahmen nachbessern und Behörden innerhalb von 24 Stunden nach einem Vorfall einen Bericht zur Verfügung stellen. Erschreckend ist aber, dass 47 Prozent der IT-Sicherheitsverantwortlichen in Unternehmen im Sicherheitsbarometer 2022 angaben, die gängigen Maßnahmen überhaupt nicht zu kennen. Zehn Prozent der Befragten gaben an, keine Vorkehrungen für erhöhte IT-Sicherheit zu treffen. Unternehmen sollten demnach jetzt Maßnahmen ergreifen, um ihre Schwachstellen zu schließen und die Sicherheitsmaßnahmen auf den neuesten Stand bringen, um nicht nur Cyberangriffe zu vermeiden, sondern auch Bußgelder vorzubeugen.

Cybersecurity-Trend 3: IT-Fachkräftemangel macht den Unternehmen nach wie vor zu schaffen

Laut dem Statistischen Bundesamt hatten mehr als drei Viertel der deutschen Unternehmen Probleme, Stellen zu besetzen. Auch international sieht die Lage nicht besser aus. Laut der Cybersecurity Workforce Studie 22 fehlten Unternehmen 3,4 Millionen zusätzliche Arbeitskräfte im Bereich IT-Sicherheit. Gleichzeitig nehmen Cyberattacken zu. So verschärft sich die Lage weiter, da Sicherheitslücken zu spät oder gar nicht geschlossen werden können, da diese schlichtweg übersehen werden. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sollten Unternehmen junge Nachwuchstalente einstellen, auch wenn diese noch über geringe Berufserfahrung verfügen. Zudem eignen sich Schulungen und Weiterbildungen, wenn Firmen neue Sicherheitsstandards und Regularien rechtzeitig implementieren wollen.

Cybersecurity-Trend 4: Social-Engineering wird verstärkt Banken treffen

Social-Engineering-Attacken sind oft nur der Anfang eines größer angelegten Cyberangriffs. Das wird auch zukünftig der Fall sein und die Kriminellen werden ihre Ziele ausweiten, denn zunehmend gerät auch der Banken- und Finanzsektor in den Fokus. Eine hohe Gefahr geht von sogenannten Social-Engineering-Attacken in Echtzeit aus. Hier ruft ein vermeintlicher Bankmitarbeiter oder eine angeblich staatliche Organisation einen Kunden an und drängt diesen sein Geld auf ein „sicheres“ Konto zu überweisen. Da der/die Kund*in das Geld selbst überweist, ist es für die echte Bank nur schwer zu erkennen, dass in diesem Fall ein Betrugsdelikt vorliegt. Aber auch die Anzahl von Identitätsdiebstahl und Kontoübernahmen für kriminelle Zwecke werden im Banksektor ansteigen, da sich auch hier die Cyberkriminellen professionalisieren.

Cybersecurity-Trend 5: Deepfakes als neue Gefahr

Laut Europol und dem FBI geht eine ernsthafte Gefahr von Deepfakes aus. Auch wenn diese noch nicht so ausgereift sind, dass sie als massentauglich eingeschätzt werden, wird die Technologie zukünftig von Cyberkriminellen missbraucht werden, um ihre Betrugsszenarien noch authentischer zu gestalten. Es gibt bereits Fälle, in dem gefälschte Videos oder auch Voice-overs durch Deepfake zum Einsatz kamen und so Know-Your-Customer-Prozesse (KYC) ausgehebelt wurden. Da die Technologie sich auch hier immer weiter entwickelt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese von Cyberkriminellen genutzt wird. Denn die technischen Grundlagen sind vorhanden und der Quellcode, um ein Deepfake zu erzeugen, ist öffentlich zugänglich.

Fazit

Unternehmen und IT-Entscheider*innen sollten sich auf die zunehmenden Herausforderungen bezüglich IT-Sicherheit vorbereiten. Sie sollten auch ihre Sicherheitsmaßnahmen auf den neuesten Stand bringen, um ihre Kunden besser zu schützen. Denn das Risiko Opfer einer Cyberattacke ist nur mehr eine Frage der Zeit.

Der Autor Stephan Schweizer ist CEO der Nevis AG, die digitale Sicherheitslösungen entwickelt.

ERP-Gründerkredit 2024 – alles Wissenswerte über StartGeld

ERP-Gründerkredit – StartGeld: Welches sind die Antragsvoraussetzungen und welche Eckpunkte gelten im Jahr 2024?

Seitens der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) werden zinsgünstige Förderdarlehen gewährt, die Existenzgründerinnen und -gründern und jungen Unternehmen den Einstieg erheblich vereinfachen. Während der ERP-Gründerkredit – Universell im Jahr 2024 nicht mehr zur Auswahl steht, kann das Förderprodukt StartGeld unverändert genutzt werden. Doch was sind die Antragsvoraussetzungen und welche Eckpunkte gelten im Jahr 2024?

Wer wird mit dem ERP-Gründerkredit – StartGeld gefördert?

Von dem ERP-Gründerkredit – StartGeld können Existenzgründer einschließlich Freiberufler, Unternehmensnachfolger und kleine Unternehmen profitieren. Auch wer ein junges Unternehmen festigen möchte, kann von den Vorteilen des Förderprodukts profitieren, sofern die Aufnahme der Geschäftstätigkeit nicht länger als 5 Jahre zurückliegt. Geschäftsführer, die sich an einem Unternehmen beteiligen möchten, gehören ebenfalls zu den Antragsberechtigten. Ausgeschlossen von der Förderung sind mittlere und große Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten und mehr als 10 Millionen Euro Umsatz sowie Sanierungsfälle und insolvenzreife Unternehmen. Auch Unternehmen aus der Landwirtschaft und Fischerei sind nicht förderberechtigt.

Nicht nur den Ausgeschlossenen steht es frei, sich das Startkapital für die Existenzgründung anderweitig zu beschaffen. Oftmals leisten Familienangehörige und Freunde Unterstützung bei der Unternehmensgründung, indem sie Eigenmittel bereitstellen. Manche Start-up-Unternehmen basieren auf langjährigen Ersparnissen aus einer nichtselbständigen Tätigkeit. Mit etwas Glück können unter Umständen Online Wetten dabei helfen, die notwendigen finanziellen Mittel aufzubringen. Von Fußball über Handball bis hin zu Motorsport kann auf die verschiedensten Sportarten gewettet werden. Einige etablierte Unternehmer nutzen die Teilnahme an Online Wetten, um sich vom Geschäftsalltag zu erholen.

Maximale Kredithöhe und was gefördert wird

Bis zu 125.000 Euro können im Rahmen des Förderprodukts für die Gründung und den Betrieb eines Unternehmens in Anspruch genommen werden. Zu den förderfähigen Investitionen zählen die Anschaffung von Maschinen, Anlagen, EDV, Grundstücken und Gebäuden, Firmenfahrzeuge, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Einrichtungsgegenstände, immaterielle Investitionen wie Patente und Lizenzen sowie Software. Darüber hinaus umfasst das Förderprogramm Betriebsmittel, die zur Aufrechterhaltung des laufenden Geschäftsbetriebes erforderlich sind, einschließlich liquider Mittel, Personalkosten, Mieten, Marketingaufwendungen, Messeteilnahmen und Beratungskosten. Auch die Finanzierung von Material- und Warenlagern sowie der Kauf eines Unternehmens oder von Anteilen an einem Unternehmen, verbunden mit der Übernahme einer Geschäftsführungsfunktion, gehören zu den förderfähigen Maßnahmen.

Für das Förderprodukt gibt es jedoch spezifische Ausschlüsse. Nicht förderfähig sind Baumaßnahmen für „Betreutes Wohnen“, sogenannte In-Sich-Geschäfte wie der Erwerb eigener Gesellschaftsanteile, Treuhandkonstruktionen und stille Beteiligungen Dritter sowie Umschuldungen, Nachfinanzierungen, Anschlussfinanzierungen und Prolongationen.

Ablauf – der Weg zum zinsgünstigen Kredit

Die Kreditbeantragung geschieht über eine Hausbank, wie eine Geschäftsbank, Sparkasse oder Genossenschaftsbank, nicht direkt bei der KfW. Durch die Vorabnutzung des KfW-Förderassistenten lässt sich der Antrag effektiv vorbereiten, was das Bankgespräch zielgerichteter und schneller macht. Finanzierungspartner treffen eigenständig die Entscheidung, ob sie einen Kreditantrag unterstützen. Sollte ein Antrag abgelehnt werden, steht es frei, sich an einen anderen Finanzierungspartner zu wenden.

Die KfW überprüft die eingereichten Dokumente und trifft eine Entscheidung bezüglich der Förderung. Bei einer Zusage kommt es zum Abschluss des Kreditvertrags. Der Kredit steht zur Auszahlung bis zu 9 Monate nach Erhalt der Zusage bereit. In der anfänglichen tilgungsfreien Phase fallen lediglich Zinszahlungen an. Anschließend werden regelmäßige Monatsraten, bestehend aus Tilgung und Zinsen auf den ausstehenden Kreditbetrag, fällig. Eine vorzeitige vollständige oder teilweise Rückzahlung des Kredits ist möglich, wobei hierfür eine Vorfälligkeitsgebühr anfällt. Die Rückführung des Kredits erfolgt über die Hausbank, wobei die Kreditnehmer mit ihrem persönlichen Vermögen haften.

Gründer*in der Woche: Ecoblister - Medikamentenverpackung neu gedacht

Unsere Gründer*in der Woche: Falsch eingenommene Medikamente sorgen alljährlich für unzählige Krankenhausaufenthalte und sogar Todesfälle. Die Geschwister Jan Angermann, Anett Tanger und Mona Syhre wollen das mit ihrem Start-up Ecoblister ändern.

Alljährlich sterben in Deutschland mehr Menschen durch zu viele oder falsch eingenommene Medikamente als durch Verkehrsunfälle, illegale Drogen und Suizide zusammen. Das Problem liegt auf der Hand und ist ausgiebig wissenschaftlich untersucht: Insbesondere Menschen, die viele Medikamente gleichzeitig einnehmen müssen, verlieren leicht den Überblick. Viele Pillen sehen ähnlich aus und werden auch noch in ähnlichen Verpackungen ausgeliefert.

Es gibt eine einfache und erprobte Lösung: die patient*innenindividuelle Verblisterung. Das bedeutet, dass sich insbesondere Menschen mit vielen verschiedenen Medikamenten diese individuell verpacken lassen können. Und zwar sortiert nach Tag und Uhrzeit, zu denen sie eingenommen werden müssen. Entsprechende Angebote gibt es schon seit mehr als 20 Jahren. Doch bisher fristen sie ein Nischendasein. Ein Beispiel: Von den rund sieben Millionen Menschen in Deutschland, die regelmäßige Pflege erhalten, bekommt weniger als eine Million ihre Medikamente individuell vorverpackt.

Mona Syhre hat zusammen mit ihren Geschwistern Anett Tanger und Jan Angermann das Leipziger Start-up Ecoblister gegründet, um das zu ändern. Dazu haben sie den Arznei­kalender erfunden, der sogar noch mehr bietet als individuell verblisterte Medikamente. Für ihr Produkt hat die Chemikerin Mona ein Material entwickelt, das vorher noch keine Medikamentenverpackung weltweit zu bieten hatte: Es ist kompostierbar, bietet aber dieselbe Sicherheit wie die bisher üblichen Verbundverpackungen aus Kunststoff und Aluminium.

Bei der Gründung war Mona bereits 57 Jahre alt. „Wir sagen immer, wir sind ein erwachsenes Start-up“, meint sie. Mit dem jungen Start-up-Umfeld können sich die Geschwister oft nicht identifizieren. Start-up-Veranstaltungen seien zwar eine gute Gelegenheit, um zu netzwerken und sich auszutauschen, trotzdem empfindet Mona solche Veranstaltungen häufig als oberflächlich und wenig konkret. Die Gründung im höheren Alter sei für sie aber die beste Entscheidung gewesen: „Im Gegensatz zu jungen Unternehmer*innen bringe ich viel Berufserfahrung mit und lasse mich nicht so leicht verunsichern.“

Neuseeland als Initialzündung

Das erste Mal sah Mona nach Tag und Uhrzeit vorsortierte Medikamente in einer Apotheke in Neuseeland. Das machte sie neugierig. Sie war damals in der Forschung tätig und hatte bereits eine lange Karriere hinter sich. Trotzdem wurde ihr schnell klar, dass dieses Thema ihrem Berufsleben noch einmal eine neue Richtung geben könnte.

„Schon bei der ersten Recherche stieß ich auf erschreckende Zahlen“, sagt sie. Laut einer Stellungnahme des Bundestags aus dem Jahr 2018 stecken Medikationsfehler hinter rund 250.000 Krankenhauseinweisungen jährlich alleine in Deutschland. Die Schätzungen darüber, wie viele Menschen als Folge falsch eingenommener Medikamente sogar frühzeitig sterben, gehen weit auseinander. Laut einer in der Zeitschrift MWW – Fortschritte in der Medizin veröffentlichten Schätzung liegt die Zahl derer, die in Folge sogenannter Polymedikation sterben, zwischen 15.000 und 25.000. Die Krankenkasse BARMER geht sogar von bis zu 70.000 Todesfällen aus, die sich jedes Jahr durch besseres Arzneimitteltherapie­Management verhindern ließen.

Ein Beitrag zur Umwelt und Gesundheit

Damit war die Idee von Ecoblister geboren. Da die Pharma­branche enormen Plastikmüll produziert, war für Mona von Anfang an klar, dass ihre Lösung umweltfreundlich sein sollte. Jährlich werden laut ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V. allein 42 Millionen Packungen Ibuprofen in Deutschland verkauft – so gut wie alle in Kunststoff (PVC) verpackt und mit Alufolie verschlossen. Diese Mischung ist in der Müllverwertung kaum zu trennen und damit auch nicht recyclebar. Das Ziel von Ecoblister war es, den weltweit ersten kompostierbaren Blister zu entwickeln.

Nachdem das Ziel klar war, mussten die Geschwister das Marktpotenzial herausarbeiten und professionelle Partner*innen für das Produkt finden. Dazu ließen sie zunächst zahlreiche mögliche Materialien testen: auf Kompostierbarkeit einerseits, aber auch, ob sie die strengen Verpackungsvorschriften für Medikamente erfüllen. Auch andere Unternehmen bat Mona um Hilfe, bis sie schließlich mit ihrem Produkt zufrieden war.

„Die größte Herausforderung war anschließend, Investor*innen zu finden, die an unsere Idee glauben. Gerade in Deutschland ist das für Start-ups oft schwierig, selbst wenn sie bereits ein fertiges Produkt und Produktionspartner*innen haben“, sagt Mona. Eine weitere Herausforderung war, dass viele potenzielle Investor*innen Einfluss auf das Produkt nehmen wollten, obwohl sie nicht vom Fach waren. Schließlich entschieden sich die Geschwister für einen Kredit.

Zielgruppe Senior*innen

Der Fokus des Arzneikalenders liegt vor allem auf Patient*innen mit Polymedikation, also solchen, die dauerhaft fünf oder mehr Medikamente gleichzeitig einnehmen müssen. Wer schon einmal mehr als zwei oder drei Medikamente gleichzeitig regelmäßig einnehmen musste, kennt sehr wahrscheinlich diese Fragen: Habe ich die Dosis für heute Abend schon genommen? Ist die braune Pille das richtige Präparat oder nur eine von den Vitamintabletten, die so ähnlich aussehen? Und wo ist nochmal der Zettel mit den Einnahme-Anweisungen für das neue Medikament? Häufig betrifft das Menschen über 65 Jahren. Das zeigen auch Analysen des BARMER GEK Arzneimittelreports: Innerhalb eines Quartals wurden etwa einem Drittel aller Versicherten über 65 Jahre fünf und mehr Medikamente zur täglichen Anwendung verordnet.

2023, also mehr als 20 Jahre, nachdem Verblistern zum ersten Mal in Deutschland angeboten werden durfte, kommt langsam Bewegung in den Markt: Eine erste Versandapotheke bietet sogenannte Blisterrollen als kostenlosen Service an. Mit diesem System werden die Medikamente zwar nach Einnahmezeitpunkt neu sortiert und verpackt, allerdings erhalten Patient*innen die einzelnen Blister-Abteile in einer langen Rolle, weshalb insbesondere Menschen mit einer Sehbehinderung immer noch Probleme haben dürften, diese auseinanderzuhalten. Und das Müllproblem der Branche löst dieses Angebot auch nicht.

Überzeugungsarbeit für ein sicheres Gesundheitswesen

Damit Verblisterung flächendeckend funktioniert, sind insbesondere ältere Patient*innen ohnehin oft auf ihre lokale Apotheke angewiesen. „Es ist nicht damit getan, dass wir den Ecoblister entwickelt haben“, sagt Mona. „Ich leiste auch täglich Überzeugungsarbeit – bei Apotheken, Ärzt*innen, Krankenkassen und auf Blister-Workshops, die wir regelmäßig organisieren.“ In vielen anderen Ländern, etwa in den benachbarten Niederlanden, zahlt die Krankenkasse, wenn Medikamente individuell sortiert und neu verpackt werden. Dort hat man erkannt, dass individuelle Verblisterung ein einfacher und günstiger Weg ist, die Gesundheit von Menschen zu schützen. In Deutschland übernehmen die Kassen die Kosten trotzdem nur dann, wenn ein professioneller Pflegedienst die Dienstleistung bestellt. Wer nicht im Heim wohnt und beispielsweise von Angehörigen zu Hause versorgt wird, geht leer aus.

Monas Traum ist, dass irgendwann alle Apotheken in Deutschland auf Wunsch individuell verblistern – und dass dabei möglichst wenig Müll entsteht. Dazu braucht es einerseits klare Regeln, wer dafür bezahlt. Andererseits müssten die Apotheken auch mehr Medikamente als sogenannte Schüttware bestellen können, also in großen Behältern verpackt, anstatt, wie aktuell üblich, bereits einzeln verblistert.

Der Erfolg gibt Mona und ihren Geschwistern Recht: Im vergangenen Jahr ist Ecoblister um 50 Prozent gewachsen, bereits 40 Apotheken haben die Produkte in ihr Sortiment aufgenommen. Ohne ihr in langer Berufserfahrung gewonnenes Wissen und hartnäckiges Networking wäre das nicht gelungen, sagt Mona. Ihr Tipp für jüngere Gründer*innen lautet: Nicht verunsichern lassen, keine Angst haben, nach Hilfe zu fragen und immer hartnäckig bleiben. „Ich kann gar nicht zählen, wie viele Menschen mir von der Gründung abgeraten haben. Ich habe einfach weitergemacht – und es funktioniert.“

Hier geht’s zu Ecoblister

HolyPoly: Mit rund 1 Mio. Euro auf dem Weg zum Scale-up

Mit fast einer Million Euro aus dem jüngsten Crowdinvesting will das 2021 von Johanna Bialek und Fridolin Pflüger gegründete Kunststoff-Recycling-Start-up HolyPoly gezielt auf die Suche nach neuen Talenten gehen und zum „Closed-Loop-Weltmeister“ werden.

HolyPoly ist ein gefragter Full-Service-Partner für Kunststoff-Recycling in der Industrie. Auch in Finanzdingen geht das Unternehmen neue Wege und finanziert die nächste Wachstumsetappe mit einem Crowdinvesting, das fast eine Million Euro einbrachte – für neue „Recycling-Talente“ und zur Internationalisierung.

Der Erfolg der Crowdinvesting-Premiere hat selbst die Optimisten bei HolyPoly überrascht: Nach nur zwei Wochen war das angepeilte Investitionsziel von 750.000 Euro in Sicht und das Funding-Limit konnte auf 1 Million Euro erhöht werden. Als die Kampagne im Januar 2024 endete, war selbst diese Marke fast erreicht. Weniger als 10.000 Euro fehlten schließlich an der magischen Summe. Das offizielle Endergebnis: 990.850 Euro.

„Mit diesem überwältigenden Erfolg starten wir sehr zuversichtlich ins Jahr 2024“, sagt HolyPoly CEO Fridolin Pflüger – „denn wir haben uns viel vorgenommen, besonders im Recruiting.“ Mit der Investitionssumme will man bei HolyPoly vor allem neue Talente akquirieren. „Wir haben schon jetzt mehr Projektanfragen auf der Liste als wir bewältigen können“, erklärt Pflüger den wachsenden Personalbedarf. „Unter den potenziellen Kunden finden sich etliche weltweit agierende Marken, die von unserer Expertise profitieren wollen. Darauf können wir nicht verzichten, wenn wir unsere Mission, Kunststoffrecycling selbstverständlich zu machen, wirklich ernst nehmen.“

Um diesem Ziel gerecht zu werden, stellt HolyPoly 2024 wichtige Weichen für eine Transformation. Der geplante Personalzuwachs von zehn bis 15 Prozent folgt dem Ziel, „vom Start-up zum ‘Scale-up’ zu werden“, wie es CEO Pflüger formuliert. Die Wachstumsstrategie zielt deshalb nicht nur auf die Personalgewinnung, sondern forciert auch die bereits angestoßene Internationalisierung im Kundenportfolio und die Umsetzung von Projekten mit wesentlich größeren Produktionsvolumen.

„Wir haben gezeigt, dass unsere Kreislaufprozesse für die Großserienproduktion bereit sind“, sagt Fridolin Pflüger selbstbewusst und geht davon aus, dass „HolyPoly Ende 2025 der Closed-Loop Weltmeister“ ist. Auch mittelfristig legt er die Messlatte für den Unternehmenserfolg hoch: Eine Million Tonnen hochwertiges Rezyklat will HolyPoly bis 2030 durch seine Kund*innenprojekte in hochwertige Kunststoffanwendungen überführen.

Wie wichtig industrielle Recyclinglösungen sind, haben viele Unternehmen verstanden. Sie sehen, dass eine weltweite Kunststoffrecyclingquote von nur 10 Prozent viel zu wenig ist. Namhafte Firmen wie Bosch, Mattel, NUK oder Lamy setzten deshalb heute schon auf die Expertise des HolyPoly-Teams. Mehr als 30 Mitarbeitende aus Bereichen wie Kunststofftechnik, Recycling, Chemie, IT, Design, Kommunikation, Recht, Logistik, Beratung und Nachhaltigkeit arbeiten daran, für diese Kund*innen smarte und zeitgemäße Recyclingprozesse für hochwertige Kunststoffprodukte zu entwickeln.

Die Unternehmenszahlen zeigen deutlich, dass HolyPoly sich erfolgreich in einem extrem dynamischen Wachstumsmarkt mit enormem Entwicklungspotenzial positioniert hat. Der Umsatz hat nach drei Jahren die Grenze von 1,5 Millionen Euro überschritten und die Prognose ist auch hier eindeutig: Wachstum! 54 Projekte hat das Unternehmen inzwischen abgeschlossen. Zu den Kund*innen in Deutschland und Europa kommen derzeit verstärkt auch große internationale Konzerne, die künftig einen erheblichen Beitrag zum Umsatzwachstum leisten werden.

Start-up finanzieren: Diese Möglichkeiten stehen dir offen

Nur wenige Gründer verfügen über so viel Kapital, dass sie sich keine Gedanken darüber machen müssen, wie sie ihr Projekt finanziell starten. Für alle anderen haben wir ein paar zum Teil unkonventionelle Tipps zusammengestellt.

Sich mit seinem eigenen Unternehmen selbstständig zu machen und innovative und einzigartige Produkte an den Mann oder an die Frau zu bringen: Viele, vor allen Dingen junge Menschen träumen von einem eigenen Start-up. Eigene Ideen zu verwirklichen, selbst über die eigenen Arbeitszeiten bestimmen zu dürfen und die Chance auf ein Gehalt, das das eines Verdiensts im Angestelltenverhältnis weit übersteigt – die Vorteile einer Start-up-Gründung sind attraktiv. Um davon profitieren zu können, müssen angehende Unternehmer sich zunächst jedoch mit den Hürden auseinandersetzen, die bei der Durchführung dieses großen Projekts auf sie zukommen dürften. Eine davon ist in der Regel die Finanzierung.

Die wenigsten Gründer dürften in der privilegierten Situation sein, über so viel Startkapital zu verfügen, dass sie sich keine Gedanken mehr darüber machen müssen, wie sie ihr Projekt finanziell auf die Beine stellen wollen. Familäre Unterstützung, ein Erbe oder auch ein aus Glücksspielen entstandener Gewinn machen es deutlich einfacher, das Vorhaben so schnell wie möglich in die Tat umzusetzen und mit dem eigenen Unternehmen durchzustarten. Wer bspw. das echte Glücksspielerlebnis von zu Hause aus genießen, Spielspaß erleben und dabei auch noch die Chance auf einen attraktiven Geldgewinn haben will, der versucht es bei Seiten wie
Casino Schweiz.

Bootstrapping

Darüber hinaus gibt es noch weitere Möglichkeiten der Startfinanzierung. Nicht immer ist es dabei notwendig, auf externe Finanzierungsoptionen zurückzugreifen. Gerade Gründer, die klein anfangen wollen und ihr Unternehmen zu Beginn von zu Hause aus aufziehen, können häufig auch ohne Fremdkapital auskommen. Gründer, die ihr Unternehmen mit Eigenkapital finanzieren, müssen sich weder mit Liquditätsschwankungen auseinandersetzen, noch laufen sie Gefahr, dass ihr Besitz an Investoren übergeht. Das Bootstrapping, wie sich diese Finanzierungsmethode nennt, führt häufig auch zu einer gesteigerten Motivation bei Gründern.

Förderprogramme und Gründungszuschüsse

Gründern stehen häufig eine Vielzahl verschiedener Förderprogramme oder auch der Gründungszuschuss zur Verfügung, an denen sie teilnehmen können, um sich ihr Gründungsprojekt auf diese Weise finanzieren zu lassen. Da Förderungen häufig an verschiedene Rahmenbedingungen geknüpft sind, lohnt es sich, sich schon vor der Gründung selbst darüber zu informieren, welche Programme in Frage kommen und welche Fristen zu beachten sind.

Darlehen und Kredite

Manchmal braucht es Darlehen oder Kredite, um eine Gründung zu finanzieren. Um hierfür das Go von der Hausbank zu bekommen, braucht es in aller Regel jedoch mehr, als Motivation und eine zündende Idee. Ein ausgearbeiteter Businessplan und eine gute Gesprächsvorbereitung sind hierbei Pflicht. Angehende Gründer sollten sich außerdem auch Gedanken über private Sicherheiten wie Bürgschaften und ihre Bonität machen.

Crowdfunding

Viele Gründer greifen früher oder später auf die Methode des Crowdfundings zurück. Hierbei wird das Projekt von mehreren Geldgebern finanziert. Eine Begrenzung gibt es hier nicht, so dass Geldgeber in der Regel auch nur wenige Euro spenden können. Einen zusätzlichen Anreiz bietet nicht nur das geringe finanzielle Risiko von Seiten der Geldgeber, sondern auch eine dafür entsprechende Belohnung von Seiten des Gründers. Ob namentliche Erwähnung, Glückwunschkarte oder dem Überreichen des fertigen Produkts: Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Customer Experience: sechs Top-Trends

Wohin die Reise im Bereich Customer Experience (CX) geht, zeigt der folgende Überblick.

Kund*innen sprechen mehr denn je mit Unternehmen, dabei setzen sie auf Messaging-Apps, Voice, Video und soziale Medien. Moderne Technologien wie künstliche Intelligenz (KI) spielen dabei eine zentrale Rolle. Nach einem Videogespräch zwischen den Verbrauchenden und einer Marke etwa kann die KI automatisch eine Zusammenfassung des Gesprächs sowie weitere nützliche Schritte bereitstellen.

So lässt sich nicht nur die Customer Experience (CX) verbessern, sondern auch die Loyalität der Kund*innen gewinnen. Wohin die Reise im Bereich CX geht, zeigt der folgende Überblick.

1. Künstliche Intelligenz

Die Menschen erkennen KI bereits als wichtigsten Trend in der Kund*innenerfahrung. Chatbots beantworten ihre Fragen und bieten schnellen Support auf Websites, in Apps und per SMS. Das Potenzial von KI zur Verbesserung der Kund*innenzufriedenheit reicht jedoch über textbasierte Interaktionen hinaus. In Zukunft wird KI in weiteren Kanälen präsent sein und die Kund*innenkommunikation vielfältig verbessern.

Laut einer aktuellen Studie von Vonage haben 80 Prozent der Verbrauchenden in den letzten Monaten bereits mit mindestens einem KI-Tool Erfahrung gemacht. Darunter 38 Prozent mit einer künstlich intelligenten Suchmaschine, 32 Prozent mit KI-Chatbots, 29 Prozent mit smarten Assistenten und 29 Prozent mit ChatGPT.

Besonders sprachgesteuerte Self-Service-Tools erleichtern es den Kund*innen, ihre Bedürfnisse direkt zu äußern, ohne mühsam durch eine Reihe von Telefonmenüs zu navigieren. Kann der Sprachassistent die Anfrage nicht lösen, leitet er den Anruf prompt an einen menschlichen Agenten weiter – zusammen mit Kontextinformationen, die dem Agenten helfen, das Problem schneller zu lösen.

KI verbessert die Fähigkeiten des Agenten auch nach der Übernahme des Anrufs, indem sie proaktiv Antworten in Wissensdatenbanken nachschlägt und die beste Vorgehensweise bei der Kund*innenunterstützung vorhersagt. Da die Bots einfache Kund*innenanfragen übernehmen, können sich die menschlichen Mitarbeitenden auf komplexe Probleme konzentrieren.

2. Conversational Commerce

Laut Accenture sind bereits 77 Prozent der Menschen mit Conversational KI vertraut; 42 Prozent der Verbraucher könnten sich vorstellen, gesprächsbasierte KI für Produktempfehlungen zu nutzen. Deshalb avanciert Conversational Commerce zu einem der wichtigsten Customer-Experience-Trends im Jahr 2024.

Conversational Commerce bietet den Verbrauchern ein kund*innenorientiertes Einkaufserlebnis, ohne dass sie ein physisches Geschäft besuchen müssen. Virtuelle Assistenten sprechen beispielsweise personalisierte Empfehlungen aus und helfen, die Einkäufe direkt auf dem Smartphone abzuschließen. Chatbots verwickeln Kund*innen in ein Gespräch, hören ihnen zu und geben passende Empfehlungen. Auf diese Weise verwandelt sich der Aufbau einer Beziehung zu den Konsumenten von einem eintönigen Prozess in eine personalisierte und benutzerfreundliche Experience.

Conversational Commerce wirkt sich aber nur dann positiv auf die CX aus, wenn die Kund*innen die Technologien als hilfreich empfinden. Laut Forrester sollten Unternehmen, die in allen Fällen eine hervorragende CX bieten möchten, sich mit der Qualität ihres Konversationsdesigns befassen. Neben intuitiven Funktionen sollten sie auch ihre erfahrensten Contact-Center-Expert*innen eng in die Gestaltung einbinden. Schließlich wissen diese am besten, wie sich die Kund*innengespräche im Alltag abspielen.

3. Videos

Videos fliegen im Gegensatz zu anderen wichtigen Kund*innenkanälen wie Sprache, E-Mail und Chat eher unter dem Radar, spielen jedoch besonders bei jüngeren Kund*innen eine wichtige Rolle. Auch in der Telemedizin und im Bildungswesen gelten Videoübertragungen als unverzichtbarer Kommunikationskanal.

Unternehmen können bereits jetzt innovative Video-APIs nutzen, um ihre Websites und Apps mit Live-Videochats auszustatten. So eröffnen sie ihren Kund*innen die Möglichkeit, in einem personalisierten Umfeld direkt mit menschlichen Mitarbeitenden zu chatten. Die eingebaute KI-Stimmungsanalyse erkennt sogar, wenn der/die Kund*in beispielsweise frustriert ist. Ist dies der Fall, unterstützt sie den menschlichen Agenten automatisch mit relevanten Insights, um das Problem schnell und effektiv zu lösen.

KI kann die Videokonversationen sogar mit Untertiteln versehen oder bei Bedarf übersetzen. Auch Video- oder Audioeffekte wie Unschärfe, Spotlighting, Augmented Reality (AR), Virtual Reality (VR), Surround-Sound oder Echounterdrückung lassen sich einbauen. Nach dem Ende der Videokonferenz kann die KI automatisch eine Zusammenfassung der Ereignisse des Anrufs erstellen. Das beinhaltet auch die nächsten Schritte, sodass die Kund*innen die wichtigsten Informationen/Erkenntnisse sofort erhalten.

4. Voice und Silent Authentication

Vertrauen bildet die Basis für eine stabile Kund*innenbindung. Die Menschen möchten sich sicher sein, dass ihre persönlichen Daten sicher aufbewahrt werden. Sprachauthentifizierung trägt zur Vertrauensbildung bei. Mit intelligenten Weiterentwicklungen wie Silent Authentication setzen immer mehr Unternehmen leistungsstarke Backend-Datenverarbeitungsmaßnahmen ein. Diese stellen sicher, dass die Kund*innen, die neue Konten erstellen, sich anmelden und Kontodaten ändern, auch wirklich die sind, für die sie sich ausgeben.

Anstatt einen Kund*innen mit einer Flut komplexer Fragen zur Überprüfung seiner Identität zu nerven, kann ein Unternehmen ihn Fragen per Stimme beantworten lassen. Die biometrischen Funktionen einer automatischen Spracherkennungs-API können sofort bestätigen, dass der/die Kund*in auch derjenige ist, für den er/sie sich ausgibt. Dies geschieht mithilfe seines einzigartigen Stimmabdrucks, der schwieriger zu stehlen ist als Identifikationsdaten wie Name, Geburtstag oder Passwörter.

5. 5G

Laut einer Studie von Ericsson gibt es inzwischen weltweit mehr als eine Milliarde 5G-Nutzer. Diese freuen sich über die höheren Netzgeschwindigkeiten und die hervorragende Gesprächsqualität. Mit 5G gelingt es Firmen, auch Video-APIs in ihre Websites und Apps sowie in das Contact Center einzubetten.

Da die Kund*innen in Zukunft vermutlich durchweg 5G-fähige Mobilgeräte besitzen, wird es einfacher sein, mit ihnen über bandbreitenintensive Kanäle wie Livevideo oder sogar mit Augmented-Reality-Funktionen zu kommunizieren. Unternehmen, die fortschrittliche Tools für immersive Anwendungen wie Liveübertragungen, Schulungen oder virtuelle Führungen verwenden, können diese Gespräche und Erlebnisse mit größerer Wahrscheinlichkeit reibungslos durchführen, wenn die Teilnehmenden mit 5G-fähigen Geräten teilnehmen.

Auch remote arbeitenden Angestellten steht dann die gesamte Bandbreite der CX-Tools zur Verfügung. Sie müssen sich folglich keine Gedanken mehr über Latenzzeiten oder plötzliche Einbrüche der Netzwerkleistung Gedanken machen. Die Kommunikation mit den Kund*innen wird reibungsloser verlaufen, was zu einer besseren Customer Experience führt.

6. Serverless Applications

Auch serverlose Anwendungen optimieren die CX. Eine serverlose Anwendungsarchitektur ermöglicht es Unternehmen, schnell eine Webanwendung oder mobile App aufzusetzen und bereitzustellen, ohne sich mit den normalerweise anfallenden administrativen Aufgaben (wie Bereitstellung und Wartung von Servern und Ressourcen) auseinandersetzen zu müssen. Eine entsprechende Infrastruktur ist nicht mehr nötig.

Mit einer serverlosen Anwendungsplattform gelingt es Firmen rasch, eine Kommunikations-API nach ihren individuellen Spezifikationen und Anforderungen zu erstellen und bereitzustellen. Sie können innovative Funktionen entwickeln, die auf die Bedürfnisse der Kund*innen zugeschnitten sind, und automatisierte und personalisierte Interaktionen erstellen, beispielsweise eine sprachgesteuerte Interactive Voice Response (IVR) oder eine Video-API. Letztere bettet die interaktiven Livevideos direkt in ihre Website oder mobile App ein. Low-Code- und No-Code-Funktionen ermöglichen es, den Prozess weiter zu beschleunigen.

Der Autor Tim Kimber ist Product Marketing Director bei Vonage. Zuvor sammelte er über 20 Jahre lang Erfahrung in den Bereichen Produktmarketing und Marktforschung, unter anderem bei SiriusDecisions.