Mitarbeiter binden in Start-ups

Autor: Dr. Nils Middelberg
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Gute Mitarbeiter gibt es auch für Start-ups nicht wie Sand am Meer. Umso wichtiger ist es, diese Leistungsträger an sich zu binden. Drei erfahrene Internet-Unternehmer berichten, wie sie das meistern.

Ihr Mitarbeiter ist nun schon ein, zwei Jahre an Bord, seine Aufgabenstellungen werden langsam zur Routine – ja, das kann es auch in Start-ups geben –, und Sie merken, dass seine Motivation nachlässt. Was ist nun zu tun? Wie können Sie erreichen, dass der Mitarbeiter Ihnen erhalten bleibt? Um das herauszufinden, haben wir mit drei erfahrenen Internet-Unternehmern gesprochen.

Begeisterung und Motivation

Beginnen wir mit den Faktoren, die Mitarbeiter dazu motivieren, langfristig bei einem Start-up zu bleiben: Hierzu Jens Schmelzle, Gründer von Simpleshow, dem dt. Marktführer im Bereich Erklärvideo: „Der wichtigste Punkt ist meines Erachtens Begeisterung und Leidenschaft für die tägliche Arbeit und das eigene Produkt. Wenn die Mitarbeiter dies haben, regeln sich alle anderen Dinge meistens von alleine. Das muss man aber aktiv vorleben und fördern: Daher lasse ich keine Gelegenheit aus, meine Mitarbeiter mit meiner Passion für simpleshow anzustecken. Ich brenne auch nach sechs Jahren jeden Tag für diese Marke, da brauche ich mich nicht zu verstellen. Diese Authentizität spüren Mitarbeiter, wenn sie mich bei Kundenterminen oder meinen Vorträgen erleben.“  

Ähnlich sieht es Kai Brökelmeier, Mitgründer des führenden Event-Portals im deutschsprachigen Web, Virtualnights. Brökelmeier ist seit mehr als 16 Jahren in der deutschen Internet-Start-up-Szene aktiv und hat beispielsweise das rasante Wachstum bei Stepstone von 40 auf mehr als 500 Mitarbeiter direkt miterlebt: „Ganz wichtig ist es, ein hohes Commitment zu schaffen. Wenn die Ziele von Virtualnights zu denen des Mitarbeiters werden oder umgekehrt, ist das ein großer Motivationsfaktor. Wir ermutigen den Mitarbeiter, eigenständige Entscheidungen zu treffen und damit für seine Arbeit verantwortlich zu sein. Und wir achten darauf, dass die Mitarbeiter ihr Entdecker-Gen ausleben können, offene Türen vorfinden, Ideen ansprechen können. Demotivierend wirkt allerdings, wenn auf Dauer Chaos herrscht. Struktur ist daher wichtig, zum Beispiel in regelmäßigen Feedback-Runden. Dadurch, dass wir eine überschaubare Größe haben, ist unsere Agentur so etwas wie ein fast schon familiärer Haufen, bei dem sich einer um den anderen kümmert.“  

Tipp: Sie sollten darauf achten, Ihre Mitarbeiter für die Idee zu begeistern. Es sollte in jedem Fall Ihr Anspruch sein, die Ziele des Mitarbeiters mit denen des Start-ups zu vereinen. Achten Sie zudem darauf, eine gewisse Ordnung im Unternehmen aufzubauen. Hierzu zählen bestimmte Regeln zum Umgang genauso wie etwa Strukturen in Form regelmäßiger Feedback-Runden.

Positive Unternehmenskultur

Mitarbeiter bevorzugen Arbeitgeber, bei denen eine gute Arbeitsatmosphäre bzw. freundliche Unternehmenskultur herrscht. Wie ist das in der Praxis zu erzielen? Dazu Kai Brökelmeier: „Unsere Unternehmenskultur ist sehr freundschaftlich geprägt. Wir sind beim Du und die Mitarbeiter gehen kollegial und hilfsbereit miteinander um. Hierfür haben wir allerdings auch einiges an Zeit und Geld investiert. Die Durchführung mehrerer Teamevents sind hierbei genauso zu nennen wie die Etablierung einer regelmäßigen Meeting-Kultur.“  

Jens Schmelzle ergänzt: „Die Arbeitsatmosphäre spielt eine große Rolle. Nur wer sich im Unternehmen wohlfühlt, wird diesem auch lange erhalten bleiben. Ganz wichtig ist es uns daher, dass die Mitarbeiter mit Freude zur Arbeit kommen und auch so pünktlich und entspannt wie möglich wieder nach Hause gehen. Um dazwischen trotzdem hohe Leistung zu bringen, müssen sie sich ein gutes Zeitmanagement aneignen.“ Weiter führt der Virtualnights-Chef aus: „Wir sind viele junge Leute im Unternehmen. Daher machen wir tagtäglich Fehler. Und das ist auch gut so. Anders könnten wir ja auch nicht lernen. Für das, was wir machen, gibt es ja kein Lehrbuch. Daher versuchen wir, eine Art positive Fehlerkultur im Unternehmen zu etablieren. Das heißt, wir sind immer daran interessiert, an unseren Fehlern zu wachsen. Wir tun dies aber bewusst nicht mit der Fingerzeig-Methode, mit der Kollegen bloßgestellt werden, sondern mit konstruktivem Feedback.“  

Tipp: Achten Sie auf eine freundliche Unternehmenskultur, in der sich die Mitarbeiter wohl fühlen. Als gezielte Maßnahmen kommen hierbei Team-Events genauso wie die Etablierung einer konstruktiven Feedback-Kultur in Frage. Zur stetigen Verbesserung der Performance eignet sich eine positive Fehlerkultur, in der Fehler erlaubt sind und nicht sanktioniert werden.  

Gehalt, Beteiligungen und Boni

Machen wir uns nichts vor. Sie können Ihre Leute noch so sehr motivieren – auch Mitarbeiter in Start-ups müssen gut bezahlt werden. Wie es damit bei Virtualnights aussieht, erklärt Kai Brökelmeier: „Es ist wichtig, ein Grundgehalt zu zahlen, das dem Marktdurchschnitt entspricht. Zahlt man weniger, wird der Mitarbeiter nicht lang im Unternehmen bleiben. Geld hat schon eine wertschätzende Funktion. Insbesondere, wenn du aktiv auf deine Mitarbeiter zugehst und gute Leistung belohnst, können auch schon kleinere Beträge äußerst motivierend wirken. Beim Thema Gewinnbeteiligung waren wir immer zurückhaltender, weil wir die Gewinne lieber wieder ins Unternehmen gesteckt haben. Generell befürworte ich Beteiligungen vor allem bei Mitarbeitern in höheren Funktionen, da diese noch entscheidender auf die Entwicklung des Unternehmens Einfluss nehmen können. Denn Beteiligungen schaffen Nähe.“  

Jens Schmelzles Meinung zu Gewinnausschüttungen und Boni: „Sie haben den schönen Nebeneffekt, dass sie dem Mitarbeiter verdeutlichen, dass er im Unternehmen etwas bewegt. Bei guter Anwendung hat dieses Instrument schon einen bindenden Charakter. Manchmal wirken aber auch Sonderwege: So hatte es einen tollen Effekt, als wir anstelle des 13. Monatsgehalts individuell ausgesuchte Geschenke zu Weihnachten verteilt haben. In dem betreffenden Jahr konnten wir uns das 13. Monatsgehalt einfach nicht leisten. Es war gar nicht so einfach, jedem Mitarbeiter ein passendes Geschenk zu machen. Der Langzeit-Effekt war jedoch riesig: Von dieser Aktion wird noch heute gesprochen, weil die Mitarbeiter spürten, dass wir uns für jeden einzelnen Zeit genommen haben.“  

Das Thema Geld ist naturlich auch für Mimi Sewalski ein wichtiges Thema. Sewalski ist die Geschäftsführerin von Avocado Store, dem 2010 gestarteten Online-Anbieter für „grüne“, nachhaltige Produkte. „Geld ist schon sehr wichtig. Wir versuchen in jedem Fall den Branchenschnitt anzupeilen. Momentan liegen wir leicht drunter. Wir gleichen dies aber durch mehr Freiheiten wie zum Beispiel mehr Urlaub oder Home Office aus. Provisionen sind nicht vorgesehen. Beteiligungen sind nur für den Geschäftsführer vorgesehen.“  

Tipp: Achten Sie beim Gehalt darauf, dass Sie Ihre Mitarbeiter mindestens entsprechend dem Marktdurchschnitt entlohnen. Außerordentliche finanzielle Zuwendungen wie Gewinnbeteiligungen und Bonuszahlungen eignen sich insbesondere dafür, den Mitarbeitern Wertschätzung zu zeigen. Vermeiden Sie in jedem Falle Versprechungen, die sich auf Auszahlungen in der Zukunft beziehen, die Sie dann im Nachhinein nicht halten können.  

Fort- und Weiterbildung

Nach einer gewissen Verweildauer im Unternehmen werden sich auch Mitarbeiter in Start-ups die Frage stellen, wie sie sich weiterentwickeln können. Dies sollten Sie als Gründer eines Start-ups stets berücksichtigen! Dazu Jens Schmelzle: „Schon seit wir ,nur‘ 20 Mitarbeiter waren, haben wir ausgebildet und die Leute in höhere Positionen gebracht. So haben wir bereits mehrere Mitarbeiter vom Freelancer zum Teamleiter mit Personalverantwortung begleitet. Auf individueller Ebene entwickeln wir zusammen mit unseren Mitarbeitern Ziele, die gezielt auf die persönliche Weiterentwicklung ausgerichtet sind. In quartalsweisen Gesprächen schauen wir dann zusammen, in wie weit diese Ziele erreicht wurden und justieren gegebenenfalls nach. Konkrete Weiterentwicklungsangebote zur Erreichung dieser Ziele waren zum Beispiel die Teilnahme an Englisch-Kursen, an Führungskräfte- oder auch Kreativ-Workshops. Zudem haben wir mehrere Zeitschriftenabos und eine hauseigene Bibliothek. Hieran darf sich jeder bedienen.“  

Mimi Sewalski ergänzt: „Bei unseren Mitarbeitern motiviert gezielte Fortbildung ungemein. Wenn wir den Leuten ermöglichen, etwas zu lernen, wird dies meist mit besseren Leistungen und höherer Loyalität doppelt und dreifach zurückbezahlt!“  

Tipp: Achten Sie darauf, dass Mitarbeiter sich entsprechend ihrer Ziele fortentwickeln können und entsprechende Perspektiven bereitstehen. Gehen Sie dafür in den Dialog mit Ihren Mitarbeitern. Versuchen Sie, die wahren Ziele des Mitarbeiters zu ergründen, bieten Sie ihm dann Fortbildungsmaßnahmen und diskutieren mit ihm Wege zur Erreichung seiner Vorstellungen. Die Start-up Situation bedingt natürlich, hierfür keine riesigen Geldtöpfe parat zu haben. Förderung kann auch gewährt werden, indem dem Mitarbeiter spezifische Freiräume zur eigenen Fortbildung gelassen werden. 

Der Autor, Dr. Nils Middelberg, ist u.a. Lehrbeauftragter am Fachgebiet Unternehmensgründungen und Unternehmertum an der Uni Hohenheim.

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Papierloses Arbeiten: Ausreden und innovative Auswege

Trotz der längst bekannten Vorteile, die die Investition ins papierlose Büro mit sich bringt –effizientere, automatisierte Arbeitsabläufe, niedrigere Kosten, hoher ROI und positiver Environmental Impact – sind auch viele junge Unternehmen dem Trend noch immer nicht ganz gefolgt. Was hält sie davon ab?

Hier sind fünf Gründe, warum Firmen noch nicht auf papierloses Arbeiten umgestiegen sind, und was Führungskräfte tun können, um Vorurteile und Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

1. Angst vor Veränderungen

„Wir machen das seit Jahren so. Warum jetzt etwas ändern?“ Das hört man häufig von jenen, die noch nicht papierlos arbeiten. Die Angst vor Veränderungen beruht auf der Furcht vor dem Unbekannten. Für viele ist es ein sicherer Hafen, bei dem zu bleiben, „was doch bisher auch funktionierte“.

Was tun? Man mag Angst vor Veränderung haben, aber tatsächlich ist es in der heutigen, von Technologie geprägten Welt viel riskanter, hinterherzuhinken oder gar stehenzubleiben. Nutze dein persönliches Netzwerk und connecte dich mit anderen, die bereits erfolgreich vollständig papierlos arbeiten. So bekommst du Einblick, wie andere die Umstellung geschafft haben und kannst von deren Erfahrung profitieren. Beobachte, wie andere digitale Technologien einsetzen und du wirst schnell merken, wie spannend und profitabel es sein kann, Neues auszuprobieren. Erstelle einen Plan mit einem definierten Endpunkt. Auf diese Weise wird das, was vorher „unbekannt“ war, jetzt „bekannt“ – und die Angst löst sich schnell in Luft auf.

2. Investitionen in IT-Fachwissen und teures Training

Die digitale Transformation und der Abschied vom Papier erscheinen besonders skeptischen Manager*innen häufig wie ein hohes Hindernis, das es zu bezwingen gilt. Aber selbst die Mutigen haben oft so ihre Bedenken. Wird sich die Investition auszahlen? Sind wir in der Lage, die Technologie richtig zu nutzen? Wo soll ich überhaupt anfangen?

Was tun? Die gute Nachricht: Die Technologie, um „papierlos“ zu werden, ist weder kompliziert noch teuer. Alles, was du wirklich brauchst, sind Scanner, PDF-Software, eine Software-Suite für Bürodokumente, Tools für elektronische Signaturen und Dateiserver. Viele dieser Produkte und Tools hast du schon im Einsatz. Es ist also mehr eine Sache der Einstellung als der technischen Skills. Wenn du nur wilst, findest du einen einfachen Weg. Außerdem kannst du schrittweise vorgehen. Nach den ersten erfolgreich durchgeführten Schritten auf dem Weg zur vollständigen Digitalisierung können größere Unternehmen, die mit größeren IT-Abteilungen ausgestattet sind, die nötige Technologie in ihre selbst entwickelten Anwendungen integrieren. Kleinere Unternehmen schaffen das auch durch den Zukauf von Standardsoftware.

3. Abhängigkeit von der handschriftlichen Unterschrift

Viele Unternehmen beobachten die Abkehr von der „handschriftlichen Unterschrift“ – also wenn Stift und Papier für eine klassische physische Unterzeichnung verwendet werden. Doch häufig wirft das auch die Frage nach der Rechtsgültigkeit von elektronischen Signaturen auf – und ob diese vor Gericht Bestand haben.

Was tun? Noch eine gute Nachricht: Unterschriften mit Stift und Papier sind nicht die einzigen rechtlich zulässigen Unterschriften. In der EU ist der rechtliche Rahmen für eSignaturen mit der eIDAS-Verordnung schon seit 2014 festgelegt. Diese Verordnung über die elektronische Identifizierung und über Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen gilt für alle EU-Mitgliedstaaten und enthält alle notwendigen Vorschriften für den Einsatz digitaler Signaturen.

Und auch außerhalb der EU gibt es verbindliche Regelungen für elektronische Signaturen. So ist etwa in den USA die Verwendung von eSignaturen schon seit dem Jahr 2000 – unter anderem – mit dem Electronic Signatures in Global and National Commerce Act (ESIGN) anerkannt.

4. Einhaltung von Vorschriften

Unternehmen müssen gewisse Compliance-Vorschriften sowie Branchen- und Unternehmensrichtlinien einhalten, d.h. eine Reihe von Vorgaben, die für die Geschäftsprozesse relevant sind. Die große Sorge hierbei: Können digitalisierte Prozesse überhaupt all diese Vorgaben erfüllen?

Was tun? Sehr wahrscheinlich ist dein aktueller, auf Papier basierter Dokumenten-Workflow mit deinen Compliance-Richtlinien konform. Bei der Umstellung auf rein digitale Dokumenten-Workflows musst du natürlich sicherstellen, dass auch diese den Vorschriften entsprechen. Digitale Dokumentenprozesse sind in Bezug auf die Einhaltung von Vorschriften aber absolut nichts Besonderes: Im Grunde sind nur die gleichen Grundsätze anzuwenden. Viele Compliance-Anforderungen lassen sich im paperless office sogar einfacher und zuverlässiger erfüllen. Wenn dein Unternehmen spezifische Dokumente für einen bestimmten Zeitraum aufbewahren muss, kannst du diese Unterlagen einfacher und kostengünstiger speichern und die Erstellung eines Prüfpfads automatisieren. Du wirst die Effizienzsteigerung schnell bemerken.

5. Sicherheitsaspekte

Eine der häufigsten Sorgen im Zusammenhang mit Digitalisierung ist natürlich die Sicherheit. Wie schütze ich meine vertraulichen Informationen vor Hackern und Cyberkriminellen – oder auch Mitarbeitenden, denen keinen Zugang zu bestimmten Informationen gestattet ist?

Was tun? Es gibt viele Produkte für Dokumentensicherheit, mit denen du deine Informationen schützen kannst. Lösungen zur Verwaltung von Dokumentenrechten (Digital Rights Management) ermöglichen den Zugriff auf verschlüsselte Dokumente auf Grundlage der Identität des Benutzers und der ihm zugewiesenen Nutzerrechte. Größere Unternehmen, die bereits Personal für digitale Sicherheit beschäftigen, verfügen in der Regel ohnehin über das nötige Fachwissen, um solche Lösungen einzusetzen. Für kleinere Unternehmen ist es eine gute Idee, in Sicherheitsberatung zu investieren, wenn sie mit vielen sensiblen Informationen in einer stark regulierten Branche zu tun haben. Letztendlich wird jedoch der Verzicht auf Papier und die Anwendung guter digitaler Sicherheitsstandards die Sicherheit sensibler Daten nur noch weiter verbessern.

Zudem können Dokumente im Notfall leichter wiederhergestellt werden. Cloud-basierte Technologie kann etwa im Falle einer Naturkatastrophe (Brand, Überschwemmung, Sturm etc.) oder eines Stromausfalles die notwendigen Sicherungsmaßnahmen bieten. Ja, dafür sind Investitionen in Hardware, Software, Cloud-Dienste, Prozessentwicklung und Schulungen notwendig, aber: Die Rentabilität des papierlosen Arbeitens ist letztendlich groß. Die Überwindung dieser Ausreden und vermeintlichen Hindernisse macht sich durch erhöhte Effektivität und Effizienz der neuen digitalen Workflows vielfach bezahlt. Viel Erfolg!

Die Autorin Karolin Köstler ist Senior Marketing Manager EMEA bei
Foxit, einem führenden Anbieter innovativer PDF- und eSignatur-Lösungen. Foxit hat weltweit über 700 Mio. Anwender*innen und über 485.000 Kund*ionnen, von KMUs bis hin zu globalen Konzernen.

Reverse Recruiting im War for Talents

Im Interview: Julian von Blücher, Gründer der Münchner Personalberatung Talent Tree, über die Chancen von Reverse Recruiting im War for Talents und wie Start-ups diese innovative Form der Personalsuche nutzen können.

Julian von Blücher ist CEO und Gründer der Personalberatung Talent Tree. Als Wirtschaftsingenieur ist er ein Quereinsteiger, der mittlerweile über mehr als acht Jahre Recruiting-Erfahrung verfügt. Mit Talent Tree unterstützt der Experte bevorzugt Scale-ups und Tech-Pioniere dabei, die richtigen Persönlichkeiten zu finden, um ihren Purpose und ihre Unternehmensziele zu erreichen.

Wie bewertest du aktuell die Lage am Arbeitsmarkt?

Am Arbeitsmarkt herrscht derzeit Verunsicherung. Das hat mehrere Gründe: Zum einen die aktuelle geopolitische Lage, zum anderen die Massenentlassungen im Laufe des Jahres im FoodTech-, FinTech- und E-Commerce-Bereich, aber auch die Korrektur der Tech-Werte an der Börse. Führungskräfte wagen daher derzeit seltener den Schritt, sich neu zu bewerben und wägen gründlich ab, ob ein Jobwechsel nicht zu unsicher ist – auch wenn ein neuer Job bessere Konditionen verspricht. Grundsätzlich ist eine solche Vorsicht auch nicht unbegründet: Firmen können in finanzielle Schieflage geraten und dann auch top Mitarbeiter*innen durch sie unverschuldet innerhalb der Probezeit kündigen. Gerade Mitarbeiter*innen von Startups wissen um solche Risiken und gehen sie auch bewusst ein. Derzeit übersteigt die gefühlte Unsicherheit jedoch die reale. Für Unternehmen gilt es also, potenziellen Kandidat*innen Sicherheit zu geben sowie auf ihre Sorgen und Wünsche einzugehen, um sie für sich zu gewinnen.

Was versteht man unter Reverse Recruiting und wo hat das Konzept seinen Ursprung?

Reverse Recruiting bedeutet nichts anderes, als potenzielle Kandidat*innen proaktiv von sich zu überzeugen. Es ist die Idee, die Personalsuche umzukehren, quasi auf den Kopf zu stellen. Nicht die Kandidat*innen bewerben sich bei den Unternehmen, sondern die Unternehmen bewerben sich aktiv bei den Kandidat*innen. Vor allem top Führungskräfte und Tech-Spezialist*innen sind trotz Massenentlassungen bei Start-ups und Scale-ups rar am Arbeitsmarkt, sodass sich Unternehmen mit entsprechenden freien Stellen aktiv um Kandidat*innen bemühen müssen. Hierfür können Unternehmen die Expertise von Personalberatungen nutzen oder selbst kreative Ideen entwickeln, wie sie „reverse rekrutieren“ – sei es durch einen „Unternehmenslebenslauf“ oder auch durch ein auf Kandidat*innen gemünztes Pitch-Deck. Genau wie private Lebensläufe können diese Schlüsselinformationen über das Unternehmen, aber auch über die Kultur, das Team und die zu besetzende Stelle enthalten. Alternativ sind Bewegtbildformate in authentischer Arbeitsatmosphäre auch eine beliebte Möglichkeit, die Firma ins richtige Licht zu rücken.

Wofür eignet sich Reverse Recruiting und welche Vorteile bietet es?

Besonders gut eignet sich Reverse Recruiting, um die stark umworbenen C-Level-Führungskräfte und Spezialist*innen aus dem Tech-Bereich für sich zu gewinnen. Denn diese suchen oft nicht aktiv und werden daher auch „passive Talente“ genannt. Aufgrund ihrer Expertise werden sie oft über vertrauensvolle Personalberater*innen vermittelt oder über das vorhandene Netzwerk abgeworben. Und man sollte bedenken, dass sie derzeit wahrscheinlich in einem sicheren Sattel sitzen und beim aktuellen Arbeitgebenden Karriere machen. Nicht alle möchten das Risiko eingehen, diesen Sattel zu verlassen, den Bewerbungsaufwand zu betreiben und ihre Zeit in einen oftmals lang andauernden und nicht selten intransparenten Recruiting-Prozess zu stecken. Möchten Unternehmen also entsprechende Stellen besetzen, bei denen die Auswahl an Kandidat*innen klein ist, können sie sich mit Reverse Recruiting einen erheblichen Vorteil verschaffen.

Welche Firmen setzen bereits auf Reverse Recruiting?

Wir ermutigen und unterstützen alle unsere Kund*innen dabei, aktiv Reverse Recruiting zu betreiben – das entspricht unserem „Way of Work“ beziehungsweise „Way of Recruit“ bei Talent Tree. Auch wenn namhafte Unternehmen wie Amazon, Google und Co. hier aktuell noch vermeintliche Vorteile aufgrund ihrer Employer Brand genießen: Reverse Recruiting wird mittel- bis langfristig für alle unumgänglich sein, die den Kampf um die besten Fach- und Führungskräfte für sich gewinnen wollen.

Durch Reverse Recruiting gewinnen aktuell vor allem heranwachsende Start-ups und Scale-ups Talente für sich, welche von allein vermutlich nicht auf das Unternehmen aufmerksam geworden wären – Reverse Recruiting macht hier den feinen und entscheidenden Unterschied.

Welche Herausforderungen müssen Unternehmen bei der Umsetzung von Reverse Recruiting berücksichtigen?

Eine der größten Herausforderungen ist es, den Kandidat*innen in der aktuellen Zeit Sicherheit zu geben und ihr Vertrauen zu gewinnen. Mit schnellen, transparenten Bewerbungsprozessen und kandidat*innenfreundlichen Abläufen ist da schon viel getan.

Im Reverse-Recruiting-Prozess sollte zudem genauestens herausgefiltert werden, welche „Needs“ auf Kandidat*innen-Seite bestehen. Nur so können Unternehmen entsprechende Angebote machen und auf individuelle Bedürfnisse der Personen eingehen. Für diese Bedürfnisse können dann Benefits geschaffen werden, die auf die Kandidat*innen zugeschnitten sind und ihnen auch einen echten Mehrwert bieten. Das bedeutet aber auch, aktuelle Mitarbeitende mitzudenken und hier in Bezug auf Kompensation und Benefits ein entsprechendes Gleichgewicht zu finden.

Hast du konkrete Tipps zur Umsetzung?

Neben der Einführung eines Unternehmenslebenslaufes, der die Attraktivität der Unternehmung und Position widerspiegelt, kann ich empfehlen, die eigenen Recruiting-Prozesse zu verschlanken. Schnelle Bewerbungsprozesse sind ein Erfolgskriterium. Im Recruiting lassen sich einige Schritte sogar meist parallelisieren. Wir bei Talent Tree beobachten häufig, dass von der mündlichen Zusage beider Parteien bis zur Fertigstellung des Arbeitsvertrages einige Wochen ins Land ziehen. Das ist für Bewerber*innen bei Geschäftsführerverträgen mit etwaigen komplexen Beteiligungsverträgen nachvollziehbar, nicht jedoch bei einem simplen Arbeitsvertrag. Somit kann das für ein Unternehmen vertane Zeit darstellen, in der sich Kandidat*innen gut und gerne mal umentscheiden können.

Eine weitere Möglichkeit, Kandidat*innen mit Reverse Recruiting für sich zu gewinnen ist es, ein Augenmerk darauf zu legen, inwiefern die Arbeitgeberseite diese noch besser „an Bord“ bekommt und dabei gleichzeitig Sicherheit vermitteln kann. Das heißt, beispielsweise auf die Probezeit zu verzichten, einen Signing Bonus auszusprechen oder längere Kündigungsfristen anzubieten.

Nach dem Signing gilt es, die Kandidat*innen „zu sichern“ und dafür zu sorgen, dass sie die Stelle nicht nur antreten, sondern auch gerne bleiben, zum Beispiel durch ein gelungenes Onboarding. Oft vergehen Monate von der Unterschrift des Arbeitsvertrags bis zum Arbeitsantritt. In dieser Zeit eignen sich unter anderem Teamevents als „soft Onboarding“, um die neuen Teammitglieder ungezwungen zu integrieren.

In den vergangenen Monaten haben wir in der Start-up-Szene zahlreiche Lay-offs erlebt. Wie wirkt sich dies aktuell auf den Fachkräftemangel in der Branche aus?

Die Massenentlassungen haben ein interessantes Paradoxon aufgedeckt, das wir auch bei unseren Kund*innen beobachten konnten. Die Berichterstattung über die Entlassungen in der Start-up-Branche hat vielen Unternehmen suggeriert, dass fortan zahlreiche top Kandidat*innen auf den Arbeitsmarkt gespült werden, die leicht zu rekrutieren sind. Tatsächlich werden tendenziell jedoch unerfahrene Mitarbeitende entlassen und die wenigen Seniors und Führungskräfte, die es trifft, kommen fast immer zügig über ihr Netzwerk in eine neue Position. Zumal die Möglichkeiten für diese ausgezeichnet ausgebildeten Fach- und Führungskräfte nach wie vor so groß sind, dass sich Unternehmen aktiv um sie bemühen müssen. Das ist auch kein kurzzeitiges Phänomen, sondern wird uns in den nächsten fünf bis zehn Jahren noch begleiten. Die Unternehmen, die also rasch verstehen, wie Reverse Recruiting funktioniert, haben die Chance, ihre Prozesse schon jetzt neu zu gestalten und umzudenken.

Das Interview führte Martin Pacher

Aufkleber drucken – was Sie unbedingt darüber wissen sollten!

Aufkleber drucken: Wir zeigen, worauf es beim Aufkleber drucken ankommt und was es dabei für Unternehmen zu beachten gibt.


Aufkleber drucken – so wird's gemacht!

Qualitativ hochwertige Aufkleber und Etiketten sind heutzutage enorm wichtig, damit Ihr Unternehmen am Markt und bei den potenziellen Kunden eine positive Stellung einnehmen kann. Die Konkurrenz schläft nicht und Aufkleber, Sticker und Etiketten wird es noch lange geben. Deshalb kann es sich lohnen, einen genauen Blick darauf zu werfen und sich von den Möglichkeiten inspirieren zu lassen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit einem Aufkleber Druck und mit Stickerdrucken auf das nächste Level bringen!

Bevor es mit dem Aufkleber drucken losgeht, wird zunächst ein Motiv erstellt. Dies lässt sich mit einem beliebigen Bildbearbeitungsprogramm im Handumdrehen erledigen. Sie können auch auf professionelle Software zurückgreifen oder einen Designer engagieren, der Ihnen die fertigen Bilddateien zusendet. Anschließend wird Ihr professioneller Druckservice Ihre Aufkleber drucken und schon bald werden Sie diese auf Ihren Produkten bewundern können.

Die perfekten Aufkleber für den professionellen Gebrauch – Tipps & Tricks

1. Achten Sie auf die Qualität der Etiketten: Nur ein professioneller Anbieter kann Ihnen eine hochwertige Qualität garantieren. Drucken Sie Ihre Aufkleber selbst und greifen hier auf minderwertige Etikettenbogen zurück, kann es Probleme beim Druckerdurchlauf geben, es können Klebstoffablagerungen im Drucker zurückbleiben und ein gestochen scharfes Druckbild ist außerdem oft leider ebenfalls Mangelware.

2. Lassen Sie Ihre Aufkleber professionell drucken: Ein Selberdrucken von Aufklebern ist zwar möglich, für den professionellen Gebrauch aber nicht zu empfehlen. Wichtig ist es, den passenden Drucker je nach Etikett zu nehmen. Ein paar Aufkleber können zwar mit allen handelsüblichen Druckern bedruckt werden, Spezial-Aufkleber wie Versand-, Textil- oder Folienetiketten benötigen aber dagegen einen speziellen Drucker. Außerdem fallen mit einem professionellen Dienstleister lästige Prüfungen wie die der Druckereinstellungen oder des richtigen Einlegens des Papiers in den Drucker weg. Für den professionellen Auftritt sollte alles am Aufkleber perfekt sein und kein Versuchsexperiment werden.

3. Aufkleber richtig lagern: Haben Sie Ihre Aufkleber professionell drucken lassen, sollten Sie darauf achten, diese zu lagern, damit sie nicht kaputtgehen. Am besten lagern Sie Aufkleber bei Raumtemperatur in der Original-Verpackung an einem Ort, der vor Feuchtigkeit, direkter Sonnen- und Wärmeeinstrahlung geschützt ist. Auch starke Temperaturschwankungen sollten Sie vermeiden.

Aufkleber selber drucken oder professionell drucken lassen?

Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie Aufkleber drucken lassen möchten oder ob Sie es selbst in die Hand nehmen und selbst Ihre Aufkleber drucken. Professionelle Anbieter haben Vorteile und können Ihnen dabei helfen, wenn Sie hochwertige und qualitativ ansprechende Aufkleber drucken lassen wollen. Wenn Sie bereit sind, den Aufkleberdruck an professionelle Dienstleister auszulagern, kann Ihnen dies eine Menge Zeit und Ärger ersparen. Starten Sie gerade erst mit Ihrem Projekt, kann es am Anfang auch ausreichen, wenn Sie selbst Ihre Aufkleber drucken. Was ist Ihnen wichtig an Ihrem Projekt? Handelt es sich um verkaufsfördernde Maßnahmen für Ihr Unternehmen oder geht es um die nächste Veranstaltung in Ihrer Nachbarschaft?

Aufkleber professionell drucken lassen – das gilt es zu überlegen

Beim Aufkleber Druck kommt es darauf an, wie oft Sie Aufkleber drucken lassen möchten und wie viele Sie davon benötigen. Sie können die Sticker drucken lassen, ohne sich weiter damit auseinandersetzen zu müssen, oder es besteht die Möglichkeit von Daheim, mit einem herkömmlichen Drucker, direkt mit dem Aufkleber Druck loszulegen. Viele Wege führen ans Ziel und es bleibt bei Ihnen, ob Sie das Stickerdrucken selbst übernehmen oder ob Sie den Aufkleber Druck lieber auslagern und auf die Expertise von Profis setzen. Stellen Sie sich die Frage, wie wichtig Ihnen die Aufkleber sind und wie viel Budget und Zeit Sie hierfür einplanen.

Holacracy Approach – ein innovativer Unternehmensansatz

Die Arbeitswelt verändert sich aufgrund der schnelllebigen Digitalisierung und Automatisierung rapide. Somit ist es für Unternehmen, die zukunftsfähig bleiben möchten, unabdingbar, auf diese Veränderung zu reagieren.

New Work – Strukturveränderung in der Berufswelt

Beim New Work Ansatz geht es darum, die Wichtigkeit von Flexibilität zu erkennen und auf die veränderten Anforderungen/Wünsche der Arbeitnehmer einzugehen. Es gibt aber keine Standardlösung bei New Work, denn jedes Unternehmen hat ganz eigene, spezielle Anforderungen und Bedürfnisse.

Mithilfe von „open innovation“, hierarchieübergreifender Partizipation, der sogenannten „coopetition“ (Mischung aus Cooperation und Competition), dem Arbeiten gemäß dem Grundsatz „Sharing Culture“ und „Community-Feeling“ werden letztlich der Mensch und sein Potenzial in den Fokus gerückt.

Holacracy Approach als neues Leadership-Konzept

Einen ebenfalls auf mehr Eigenverantwortung ausgerichteten Ansatz namens, kurz Holacracy Approach genannt, verwendet die in Kulmbach ansässige Digitalagentur dc AG. Mit ihrem Konzept kann sie als Best Practice Beispiel herangezogen werden und ist Vorbild für eine zukunftsfähige Unternehmensstruktur.

So wird beispielsweise der Vorstand des Unternehmens, das sich darauf spezialisiert hat, vor allem kleinen und mittleren Unternehmen durch innovative Software wie dynamic content oder dynamic commerce sowie weitere Dienstleistungen zu digitalem Erfolg zu verhelfen, gewählt. Zudem ist festgelegt, dass der Vorstandsvorsitzende seine Funktion nicht länger als 12 Jahre ausüben darf.

Hierin unterscheidet sich die Agentur von anderen Unternehmen, bei denen die Hierarchie meist anders strukturiert ist. Hauptziele eines solchen Holacracy-Ansatzes sind die Betonung der Eigenverantwortung der Mitarbeiter in ihren Rollen sowie die Optimierung der Selbstorganisation von Teams oder Abteilungen.

Beim besagten Ansatz geht es vor allem um Klarheit und Transparenz hinsichtlich der Arbeit in einem Team oder einer Organisation sowie um möglichst effiziente und schlanke Entscheidungsprozesse. Dabei wird die sonst von einzelnen Führungspersonen oder kleinen Führungsgremien ausgeübte Autorität auf Gruppen verteilt, die verschiedene Rollen übernehmen. Dabei können die Gruppenmitglieder eine einzelne oder auch mehrere Rollen übernehmen.

Die Abstimmung mit den anderen Mitgliedern erfolgt auf Basis vorher verbindlich festgelegter Kooperationsregeln und Meeting-Prozesse. Dadurch lässt sich der zentrale Koordinationsaufwand deutlich vermindern und die Management-, Leitungs- und Entscheider-Funktionen erfahren eine Entlastung.

Der Holacracy-Ansatz ist ein Modell des New Work, der aus insgesamt 10 verschiedenen Elementen besteht. Zu diesen zählen flexible Arbeitszeiten, die freie Wahl des Arbeitsortes, die Möglichkeit unbegrenzten Urlaubs und größtmögliche Transparenz bei KPIs und Strategien. Hinzu kommen eine hohe Agilität in Sachen Veränderung, ein gut strukturiertes Nachhaltigkeitskonzept und Gesundheitsmanagement, die Möglichkeit zu individueller Weiterentwicklung und eine hohe Transparenz hinsichtlich der geplanten Gewinnverteilung.

Software & Dienstleistungen als wesentliche Elemente erfolgreicher eCommerce-Unternehmen

Lösungsanbieter im Bereich eCommerce stellen heute nicht mehr nur eine effiziente Software zur Verfügung, sondern bieten darüber hinaus auch unterschiedlichste Dienstleistungen an. Aus diesem Grund haben Digitalagenturen wie die dc AG für ihre Kunden ein umfassendes Portfolio entwickelt, das nicht nur die selbst entwickelten Programme „dynamic commerce“ und „dynamic content“ sowie die von Microsoft stammende Software „Microsoft Dynamics“ beinhaltet.

Darüber hinaus stellen Digitalagenturen meist auch Beratung & Trainings durch ausgewiesene Fachexperten sowie die Entwicklung von Funktionen durch IT-Spezialisten mit langjähriger Erfahrung zur Verfügung. Auf Wunsch wird die Einbindung externer Lösungen in vorhandene Webshops, die Erstellung von durchdachten Customer Journeys und innovativen Tools für ein optimiertes Einkaufserlebnis übernommen. Auch die Erstellung von hochwertigem Content in Form von Texten, Videos, Fotos oder Animationen, die Organisation des Online-Marketings sowie umfassender Kundensupport gehören zum Leistungsspektrum von eCommerce-Lösungsplattformen. Unabhängig davon, ob man einen B2B- oder B2C-Fashion-Onlineshop oder einen Online-Foodshop in diesen Bereichen plant, kann eine Digitalagentur bzw. Full-Service-eCommerce Plattform mit ihren Lösungen wichtige Hilfestellungen leisten.

Fazit: Mit neuen Konzepten wird ein Unternehmen wettbewerbsfähig

Die alte Weisheit, dass man mit der Zeit geht, wenn man nicht mit der Zeit geht, lässt sich auch auf Unternehmen anwenden. An der Wichtigkeit solcher Modelle sowie an der Notwendigkeit, sich an ihnen zu orientieren, gibt es keinen Zweifel. Denn ein dynamisches Wachstum und nachhaltigen Erfolg erreicht man nur durch zufriedene Mitarbeiter. Nur, wer als Unternehmen bereit ist, neue Konzepte auszuprobieren, wird auf lange Sicht zukunftsfähig bleiben.

Wer den Mittelstand als Hauptzielgruppe wählt, muss sich nicht immer als „First Mover“ hervortun. Vielmehr geht es darum, für seine Kunden eine Lösung zur Verfügung zu stellen, sobald eine solche benötigt wird. Bezüglich des eCommerce-Marktes werden in den nächsten Jahren vor allem Lösungen zu den Themen Metaverse, KI und Nachhaltigkeit relevant sein. Im Bereich der Technologie wird es hauptsächlich um MACH, Security sowie 3D Visualisierung gehen und für Unternehmen im eCommerce werden die Themen „Same Day Delivery“, „Marketplaces“ und „Social Commerce“ eine wichtige Rolle spielen.

So erkennen Sie Fake-Jobanzeigen auf den ersten Blick

Wenn Sie nach Stellenangeboten im Internet suchen, kann es manchmal sehr schwer sein, echte Stellen von Fake-Anzeigen zu unterscheiden. In diesem Artikel verraten wir Ihnen, woran Sie eine Fake-Jobanzeige erkennen können, und wie Sie sich vor dem Datenklau im Netz schützen können.

Was sind Fake-Jobanzeigen?

Unter einer Fake-Anzeige für einen Job versteht man eine Stelle, die in Wirklichkeit gar nicht existiert. Diese werden oft besonders attraktiv gestaltet und hauptsächlich als Minijob ausgeschrieben, um möglichst viele potenzielle Bewerber zu erreichen. Dabei wollen die Menschen, die hinter den falschen Anzeigen stecken, nur Eines: möglichst viele Daten sammeln. Dabei werden ahnungslose Bewerber auch häufig das Opfer von kriminellen Machenschaften, beispielsweise wenn Bearbeitungsgebühren oder Ähnliches für die ausgeschriebenen Stellen erhoben werden.

Woran erkenne ich eine Fake-Jobanzeige?

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Merkmale von Fake-Jobanzeigen im Internet:

5 Teambuildingmaßnahmen nach Feierabend

Neue Mitarbeitende finden nur schlecht Anschluss oder das Team findet nicht so recht zusammen? Dann könnte eine Teambuildingmaßnahme den entscheidenden Anstoß geben, mehr „Flow“ in die Teamarbeit zu bringen.

Teambuilding für Gründer: Ziele definieren und Maßnahmen entsprechend auswählen

Gerade in der Gründungsphase erweist es sich als vorteilhaft, das Zusammenfinden des Teams aktiv zu unterstützen. Doch Vorsicht: Schlecht gewählte Teambuildingmaßnahmen können genau das Gegenteil von dem bewirken, was erreicht werden soll!

Vor der Auswahl teambildender Maßnahmen empfiehlt es sich daher, die Zielsetzungen festzulegen. Was genau soll erreicht werden? Zu den typischen Zielsetzungen gehört beispielsweise, dass

  • neue Kollegen und Kolleginnen locker ins Team integriert werden,
  • schwelenden Konflikten entgegengearbeitet wird,
  • man sich in entspannter Atmosphäre mit anstehenden Unternehmenszielen befassen will,
  • die Mitglieder des Teams sich in Soft-Skills wie Kommunikation und Perspektivenwechsel üben,
  • der Zusammenhalt und das Wir-Gefühl gestärkt werden.

Einzelne Maßnahmen nach Feierabend leisten dazu einen guten Beitrag, wenn sie es dem Team erlauben, koordiniert, spielerisch und gemeinschaftlich zu agieren.

Outdoorevents: Grenzerfahrungen ermöglichen, aber individuelle Grenzen respektieren

Outdoorevents gehören zu den beliebtesten Teambuildingmaßnahmen. Häufig werden Sportarten oder Touren gewählt, bei denen die einzelnen Teilnehmenden an ihre Grenzen gelangen und erleben, dass sie diese in der Gruppe überwinden können.

Handelt es sich um ein junges, körperlich fittes Team, kann eine Teammaßnahme, wie sie beispielsweise das Canyoning bietet, zielführend sein. Beim Canyoning begeht die Gruppe gemeinsam eine Schlucht, die von einem Fluss gebildet wurde. Zu den typischen Tätigkeiten gehören das Klettern, Springen, Abseilen, Rutschen über nasse Felsen und unter Wasserfällen. All das kostet Mut und fördert den Zusammenhalt: Denn die Teilnehmenden feuern sich gegenseitig an, helfen einander und erleben eine Tour, die ihr Selbstvertrauen ebenso stärkt wie das Vertrauen in die Gruppe.

Gilt es dagegen, körperliche Beeinträchtigungen einzelner Mitarbeitenden zu berücksichtigen, wählen Sie eine Outdoormaßnahme, bei der es ruhiger und ohne extreme Herausforderungen zugeht. Beliebt ist eine moderne Form der Schnitzeljagd, das Geocaching, bei dem das gemeinsame Lösen von Aufgaben und Rätseln wichtiger ist als die Überwindung eigener Grenzen.

Teambuilding indoor: Vertrauen bilden und individuelle Kompetenzen positiv hervorheben

Den Klassiker unter den Teambuilding-Maßnahmen stellen gruppendynamische Spiele dar. Typische Spiele sind solche, bei denen sich Partner*innen zusammenfinden, die sich während der Lösung einer Aufgabe „blind“ aufeinander verlassen müssen. Auch das Sich-Fallenlassen und Aufgefangen-Werden oder das gute alte Kinderspiel „Knotenmutter“ werden gern fürs Teambuilding gewählt.

Teambuildingmaßnahmen mithilfe von gruppendynamischen Übungen eignen sich am besten für Teams, die bewusst den pädagogischen Zweck der Übungen in den Mittelpunkt stellen wollen.

Skeptiker solcher Maßnahmen gewinnst du dagegen eher über Teambuilding-Events, bei denen die pädagogische Absicht nicht wie der Elefant im Raum steht. Indoor können das beispielsweise Quizabende sein, für die sich Teams bilden, deren Teilnehmenden aus verschiedenen Abteilungen stammen und/oder die ganz unterschiedlichen Kompetenzen und Spezialwissen mitbringen.

Die Fragen und Aufgaben sollten dann so gehalten sein, dass deutlich wird: Gerade, weil wir als Individuen unterschiedliche Stärken aufweisen, ergänzen wir uns im Team besonders gut und können aufeinander vertrauen.

Einander neu begegnen: Teambuilding in außergewöhnlichem Ambiente

Teams, die in Büros besonders „kopflastig“ zusammenarbeiten, tun gut daran, die gewohnte Umgebung zu verlassen und sich auf ein Event einzulassen, bei dem die Sinne angesprochen werden. Ein Krimi-Dinner beispielsweise ist eine willkommene Abwechslung, bietet aufgrund der strikten Rahmenbedingungen allerdings wenig Gelegenheit, sich miteinander oder mit einem anderen Inhalt zu befassen.

Weniger streng durchorganisiert ist der Besuch an einem für viele Menschen noch ungewöhnlichen Ort: in einer Shisha-Lounge. Ein lässiges Ambiente, gemeinsames Chillen und Genießen sowie die Möglichkeit, sich entspannt in der Gruppe oder in kleinen Teams auszusprechen, haben schon manches Eis gebrochen oder Kolleg*innen geholfen, einander nach einem Konflikt wieder die Hand zu reichen.

Jüngere Mitarbeitende, die vielleicht sogar eine Shisha zu Hause haben, werden sich bei einer solchen Maßnahme ebenfalls wohler fühlen als beim typischen Kegelabend. Manche Shisha-Lounges oder Bars veranstalten zudem selbst regelmäßig Events oder „Schnupperabende“, sodass auch die Organisation für eine solche Maßnahme des Teambuildings nach Feierabend entfällt.

Fazit: Definierte Ziele sind wichtig. Aber was bleibt und zählt, ist die zwischenmenschliche Begegnung

Geocaching, Canyoning, gruppendynamische Spiele, Quizveranstaltung oder ein Besuch in einer Shisha-Lounge: Wichtig ist, dass du fürs Teambuilding etwas auswählst, was deine Mitarbeitende in ungewöhnliche Situationen bringt, die sie jedoch nicht überfordern. Auch sollte die Zielsetzung klar sein, der Zweck aber nicht im Vordergrund stehen.

Schon der Umstand, an einem gemeinsamen Event teilgenommen zu haben, dass nicht den üblichen 08/15-Standards entsprach, prägt sich dauerhaft ein und wird dazu führen, dass deine Mitarbeitende sich gern gemeinsam daran erinnern. Auf diese Weise entstehen menschliche Verbindungen, die sich mindestens so förderlich auf das Miteinander auswirken wie Teambuilding-Maßnahmen, die sehr eng an explizite Vorgaben geknüpft sind.

Papierloses Rechnungswesen – Das sind die Vorteile

Wie digitales Rechnungswesen Unternehmen dabei hilft, die Papierflut und damit Kosten und Ressourcen einzudämmen.

Die Digitalisierung ist mittlerweile in nahezu jedem Bereich der Arbeitswelt angekommen. Ein wenig hinkt in vielen Unternehmen die Buchhaltung nach. Wie die Statistik zeigt, wird in Deutschland immer noch sehr viel Papier verbraucht. 18,9 Millionen Tonnen waren es im Jahr 2019. Pro Kopf waren es in diesem Referenzjahr 625 Gramm täglich. Experten gehen davon aus, dass 90 Prozent davon eine äußerst kurze Lebensdauer haben. Ein Teil davon stammt aus Büros: Nach wie vor werden Rechnungen und E-Mails ausgedruckt. Digitales Rechnungswesen hilft dabei, die Papierflut einzudämmen. Das spart nicht nur Geld, sondern trägt auch maßgeblich zum Umweltschutz bei.

Was versteht man unter automatisiertem Rechnungswesen?

Egal ob es sich um ein Start-up handelt, das gerade seine ersten Produkte auf den Markt bringt oder ob ein bereits existierendes Unternehmen seine Buchhaltungsprozesse automatisieren möchte, es gibt passende Lösungen für alle Firmengrößen. Einer der innovativen Anbieter für eine automatisierte Rechnungsverwaltung ist Yokoy, wo man auch physische Eingangsrechnungen digitalisieren kann: Rechnungsverwaltung und Spesenmanagement sind nur einige der Tools, die modernes Arbeiten erleichtern. Rechnungen in Aktenordnern abzulegen und mühsam herauszusuchen, wenn ein Kunde zahlt - diese Tätigkeiten gehören nach dem Umstieg auf ein automatisiertes Rechnungswesen der Vergangenheit an. Mit modernen Tools werden Rechnungen einfach online hochgeladen und so vom System erfasst. Sollte ein Beleg von einem Lieferanten nur in Papierform vorliegen, kann er eingescannt werden. Darüber hinaus ermöglicht es digitales Rechnungswesen, automatisch an Zahlungsziele zu erinnern oder Mahnungen zu erfinden. Praktisch ist auch, dass die Daten direkt an den Steuerberater exportiert werden können. Darüber hinaus senkt der Umstieg auf automatisiertes Rechnungswesen die Personalkosten. Mitarbeiter, die früher mit der Administration von Rechnungen und Mahnungen betraut waren, können andere Aufgaben übernehmen. Noch dazu sinkt das Fehlerpotential und Fehlbuchungen sind fast ausgeschlossen.

Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz beim automatisierten Rechnungswesen?

Künstliche Intelligenz (KI) macht das Leben in vielen Bereichen einfacher. Deutsche Unternehmen zeigen sich dabei zögerlich: Nur rund elf Prozent der mittelständischen Firmen setzen auf KI. Ein automatisiertes Rechnungssystem analysiert historische Daten und "lernt" ständig dazu. Dazu dient eine visuelle Texterkennung (Optical Character Recognition). Dieses System liest relevante Daten wie den Namen des Lieferanten, die Einzelposten, die Bestellnummer und den Rechnungsbetrag ein. Wie die Genehmigung erfolgt, bestimmt der User selbst. Es können zum Beispiel bestimmte Standardrechnungen automatisch bezahlt werden. Außerdem kann ein maximaler Rechnungsbetrag festgesetzt werden, bis zu dem eine selbständige Überweisung durch das System erfolgen kann. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz wird die Mehrwertsteuer erkannt und die Rückforderung wird im Hintergrund automatisch vorbereitet.

Wie kann durch automatisiertes Rechnungswesen Betrug vorgebeugt werden?

Immer wieder liest man von Firmen oder einzelnen Mitarbeitern, die sich durch Betrug bereichern. Falsch verbuchte Rechnungen oder das Anlegen eines fiktiven Lieferanten im Buchhaltungssystem sind Möglichkeiten, in die eigene Tasche zu wirtschaften. Mit einem automatischen Rechnungssystem wird diesen Manipulationen Einhalt geboten. Der Abgleich von Rechnungen und zum Teil auch die Bezahlung erfolgt ohne Personaleinsatz. Darüber hinaus sucht es nach doppelt bezahlten Rechnungen und meldet dubiose Vorfälle. Auch wenn die Steuer ID nicht mit älteren Rechnungen übereinstimmt, kommt es zu einer Fehlermeldung. Da das System ständig dazu lernt, erkennt es Betrugsmuster.

Abschließend lässt sich sagen, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Rechnungswesen viele Vorteile bietet: Rechnungen und Mahnungen werden vom System automatisch verschickt und so haben Mitarbeiter Zeit für andere Tätigkeiten. Noch dazu sind die Firmendaten auf einen Knopfdruck verfügbar, transparent und nachvollziehbar.

Eine Weiterbildung zum Data Analyst, ganz bequem von Zuhause aus

In diesem Artikel geht es um die Vorteile von Online-Weiterbildungsangeboten im Bereich Data Analysis. Dabei wird zunächst beleuchtet, welche Rolle die Pandemie auf das bereits bestehende Kompetenzdefizit hat und wie sich anschließend die Weiterbildungsanbieter*innen an die Herausforderungen des Online-Lernens angepasst haben. Abschließend wird dargelegt, warum ein Fernkurs zum Data Analyst gegenüber einer klassischen Weiterbildung in Präsenzunterricht nicht nur deutlich komfortabler, sondern auch effizienter und kostengünstiger ist.

Welchen Einfluss hatte die Pandemie auf das bestehende Kompetenzdefizit?

Die Pandemie hat nicht nur viele Veränderungen im alltäglichen Leben, sondern auch mit Blick auf die Berufswelt mit sich gebracht. Einige dieser Veränderungen haben die Qualifikationslücken in Unternehmen nicht nur besonders deutlich gemacht, sondern noch weiter vergrößert. Zwei Entwicklungen waren dabei maßgebliche Treiber dieser Kompetenzdefizite. Zum einen hat der Einfluss der Digitalisierung aufgrund der unvermeidbaren Umstellung des Arbeitsplatzes auf Home Office nochmal deutlich an Momentum gewonnen. Dies hat die Notwendigkeit des Erwerbs neuer Kompetenzen zusätzlich verschärft. Gleichzeitig wurden jedoch das Budget für Weiterbildungen infolge der pandemiebedingten, wirtschaftlichen Schwierigkeiten vieler Unternehmen reduziert. Sollte es hier zu keiner Trendwende kommen, wird das Kompetenzdefizit zukünftig weiter wachsen.

Dieser Umstand ist besonders bedenklich, da er sich indirekt auf die Arbeitsmoral der Mitarbeitenden auswirkt. Fehlendes Vertrauen in die eigenen Kompetenzen beeinträchtigt das persönliche Wohlbefinden und ist zudem eine Stressquelle. Darunter kann folglich nicht nur die Arbeitsqualität, sondern auch die -quantität leiden. Schaffen Unternehmen also keine Weiterbildungsangebote für ihre Mitarbeitenden, so schadet dies nicht nur der Produktivität, sondern auch der langfristigen Mitarbeitendenbindung. Fehlende Mitarbeitendenbindung ist dabei ein Luxus, den sich Unternehmen in Zeiten von wachsendem Fachkräftemangel nicht leisten können.

Wie hat sich die Pandemie auf das Weiterbildungsangebot ausgewirkt?

Home Office und der damit ausgebliebene Weg zur Arbeit haben zu einer deutlichen Zeitersparnis geführt. Gleichzeitig hat die Pandemie bei vielen Arbeitgeber*innen zu einem Umdenken hinsichtlich ihrer beruflichen Zufriedenheit geführt. Aufgrund dieser beiden Phänomene haben sich zunehmend mehr Arbeitnehmende mit dem Thema Weiterbildungen auseinandergesetzt.

Doch die Pandemie hat nicht nur Veränderungen für Arbeitnehmende mit sich gebracht, sondern zwang auch Bildungsträger*innen dazu, ihr Angebot an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen. Eine Weiterbildung in der traditionellen Lernumgebung war in Zeiten von strengen Hygienevorschriften nicht nur gesetzlich kaum umsetzbar, sondern auch für Interessierte aus Gründen der persönlichen Risikoabwägung keine Option.

Zwar gab es bereits zuvor Anbieter*innen, die sich auf Fernkurse spezialisiert haben, seit 2020 hat sich die Anzahl aber nochmal deutlich erhöht. Damit ging nicht nur ein breiteres Angebot an Bildungsträger*innen einher, sondern eben auch eine größere Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten.

Welche Kompetenzen sind am gefragtesten?

Bei der Suche nach einer Weiterbildung sollten nicht nur die eigenen Interessen als gewichtigstes Kriterium einfließen, sondern zudem auch ein Blick auf die Nachfrage nach den meist gesuchten Fertigkeiten auf dem Arbeitsmarkt geworfen werden. Aus einer Studie von Degreed geht hervor, dass IT- und Programmierskills zu den gefragtesten Kompetenzen zählen. Neben sozialen Skills finden sich zudem noch fortgeschrittene Datenanalyseskills in den Top 10. Dieses Ranking macht also mehr als deutlich, dass fortgeschrittene EDV-Kenntnisse ein Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche Arbeitsplatzsuche darstellen.

Welche Vorteile bietet ein Online-Kurs zum Data Analyst im Vergleich zum klassischen Präsenzunterricht?

Spätestens seit dem Beginn der Pandemie ist eine Online-Weiterbildung nicht mehr nur eine Alternative, sondern häufig sogar die erste Wahl für Arbeitnehmende. Wenngleich es Unterschiede mit Blick auf die Eignung der Weiterbildungsthemen, so eignet sich das Online-Lernen insbesondere im Bereich der EDV-Weiterbildungen. Dazu gehört auch eine Weiterbildung zum Data Analyst. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Effizienz

Das Online-Lernen bietet Lehrkräften eine effiziente Möglichkeit, den Lernenden Wissen zu vermitteln. Besonders eignet sich dieses Format dabei beispielsweise für eine Weiterbildung zum Data Analyst. Zum einen erfordert die Durchführung der Weiterbildung technische Hilfsmittel. Dazu zählen beispielsweise eine interaktive Coding-Plattform. Dank virtueller Maschinen benötigt der Teilnehmer nämlich längst keinen leistungsfähigen Computer mehr. Denn die Rechenleistung wird ohnehin von einem Server zur Verfügung gestellt. Zum anderen ermöglicht er es, dem/der Dozent*in, Fortschritt und Schwierigkeiten des/der Lernenden möglichst objektiv zu identifizieren.

Örtliche und zeitliche Flexibilität

Ein weiterer Vorteil einer Online-Weiterbildung zum Data Analyst besteht darin, dass Lernende von jedem beliebigen Ort aus an den Kursen teilnehmen können. Dies kommt insbesondere Lernenden zu Gute, die in weniger besiedelten Gegenden mit einem entsprechend begrenzten Weiterbildungsangebot wohnen. Dadurch ist die Auswahl an möglichen Weiterbildungen beschränkt. Die Wahl erfolgt entsprechend nicht auf Grundlage von Qualitätskriterien, sondern ausschließlich nach Verfügbarkeit. Denn anders als beispielsweise bei Fremdsprachenkursen gibt es im Bereich Data Analysis nur sehr wenige Anbieter*innen.

Neben der zeitlichen Flexibilität bietet ein Fernkurs zum Data Analyst aber auch den Vorzug, dass er aufgezeichnet werden kann. Dadurch wirkt sich die Abwesenheit während eines Kurses weitaus weniger stark auf den Lernerfolg aus, da die Inhalte jederzeit nachgearbeitet werden können. Dies wiederum macht beispielsweise auch einen Urlaub während der oft mehrmonatigen Weiterbildung möglich. Die Aufzeichnung erlaubt es überdies, die Inhalte nochmals zu wiederholen und damit das Wissen zusätzlich zu vertiefen. Insgesamt ist zudem erwiesen, dass Lernende beim Online-Unterricht weniger Fehlstunden vorweisen, da sie von zu Hause oder einem Ort ihrer Wahl aus daran teilnehmen können.

Kostenersparnis

Zudem ist ein Online-Kurs im Bereich Data in der Regel mit geringeren finanziellen Kosten verbunden. Dies macht sich auf zweierlei Weise bemerkbar. Einerseits entfallen für den Lernenden die Transportkosten, um sich zu der Lernstätte zu begeben, andererseits können Online-Weiterbildungen aufgrund der geringeren Durchführungskosten auf Seiten des/der Bildungsträger*in zu einem geringeren Preis angeboten werden. So entfallen beispielsweise die Miete von Unterrichtsräumen oder auch die Bereitstellung der Unterrichtsmaterialien in Papierformat. Positiver Nebeneffekt ist, dass die Lernenden in doppelter Hinsicht durch eine Online-Weiterbildung auch zum Umweltschutz beitragen. Damit kann auch dem zunehmendem Fokus auf Nachhaltigkeit im Weiterbildungsbereich Rechnung getragen werden.

Insgesamt spart der/die Lernende durch einen Fernkurs also an zwei Stellen. Zum einen sind Online-Kurse tendenziell günstiger als Präsenzunterricht und zum anderen entfallen die Transport- und Opportunitätskosten, die mit dem Weg zur Lehreinrichtung verbunden sind, ganz zu schweigen von der Zeitersparnis!

Anpassbarkeit an unterschiedliche Lernstile

Lernende sind sehr unterschiedlich. Selbst Teilnehmer*innen von ein und derselben Weiterbildungen sind trotz des gemeinsamen Interesses an der Datenanalyse zum Teil sehr heterogen was ihre Lernstile anbelangt. So gibt es visuelle Lerner*innen, die am besten auf optische Reize ansprechen. Dem gegenüber stehen auditive Lerner*innen, für die mündlich kommunizierte Informationen die beste Methode für langfristiges Lernen darstellt.

In einer klassischen Lernumgebung ist es sehr schwierig, auf diese individuellen Unterschiede und die damit verbundenen Bedürfnisse einzugehen. Genau hier bietet das Online-Lernen eine effiziente Alternative. Es erlaubt nämlich, die Methodik auf die Bedürfnisse des einzelnen Lerners bzw. Der Lernerin abzustimmen und trägt damit zu einem größeren Lernerfolg bei.

Komfortablere Umgebung

Die Möglichkeit einer Data-Weiterbildung ortsunabhängig nachgehen zu können, erlaubt es dem/der Lernenden seine/ihre bevorzugte Lernumgebung selbst auszuwählen.

Darüber hinaus stellen traditionelle Klassenräume aufgrund des direkten Vergleichs mit anderen Teilnehmer*innen für einige Lernende einen Stressfaktor dar. Bei einer Online-Weiterbildung hingegen entfällt dieser Wettbewerb, der für einige und dadurch den Lernerfolg beeinträchtigt. Darüber hinaus kann der/die Lernende bei einem Fernkurs seinen/ihren eigenen Rhythmus festlegen. Dies kommt sowohl leistungsstärkeren als auch leistungsschwächeren Teilnehmenden zu Gute.

Das Wichtigste auf einen Blick

Die wachsende Anzahl von Online-Weiterbildungen wäre aufgrund der technischen Möglichkeiten früher oder später unausweichlich gewesen. Durch die Pandemie und das damit verbundene auferlegte Home Office wurde diese Entwicklung aber zweifelsfrei beschleunigt. Die Akzeptanz von digitalen Bildungsangeboten ist parallel dazu deutlich gestiegen.

Dementsprechend stellt eine Online-Weiterbildung zum Data Analyst heutzutage die bequemste Option dar, um das eigene Wissen in diesem Bereich zu vertiefen. Nicht nur eignet sich diese Weiterbildung aufgrund des Schwerpunkts auf Programmierung und Coding, das einen Computer erfordert, besonders für einen Fernkurs, sondern eine Online-Weiterbildung in diesem Bereich ist zudem kostengünstiger, flexibler und nicht zuletzt auch besser auf die Lernenden zugeschnitten.

Nachhaltigkeit im Start-up

Das Thema Nachhaltigkeit wird immer wichtiger. Der Klimawandel macht immer mehr Menschen bewusst, wie vergänglich die Natur ist. Es ist unsere Aufgabe, sie nachhaltig zu schützen. Nachhaltigkeit beginnt im Kleinen – so kann jede Person schon in ihrem Privatleben einfache Maßnahmen umsetzen, beispielsweise auf Plastik oder zunehmend auf das Autofahren verzichten. Doch auch Gründer*innen haben die Möglichkeit, sich bewusst für eine nachhaltige Unternehmensstrategie zu entscheiden. Dieser Artikel bietet erste Inspiration.

Für eine saubere Umwelt und bessere Zukunft

Ob zu Hause oder im Unternehmen: Die Verantwortung für das Bremsen des Klimawandels lässt sich nicht mehr auf andere abschieben. Man muss selbst anpacken, um etwas zu bewegen. Folgende Punkte können Start-up-Gründer*innnen sowohl in den eigenen vier Wänden als auch im beruflichen Alltag umsetzen:

Nachhaltige Produkte für den Haushalt

Es gibt viele Möglichkeiten, im eigenen Haushalt etwas für den Umweltschutz zu tun. So kann man Frischhaltefolie durch Bienenwachstücher ersetzen, im Unverpackt-Laden einkaufen gehen und Aufbewahrungsboxen in der Küche durch Gläser ersetzen. Auch nachhaltiges Kochgeschirr ist eine gute Möglichkeit, um aktiv etwas für die Umwelt zu tun. Das Beste an diesen Maßnahmen? Einmal umgestellt, ergeben sich keinerlei Nachteile oder Einschränkungen.

Unternehmensgründer*innen können diese Tipps natürlich ebenso in der Betriebsküche umsetzen. Oft kann es sogar lohnenswert sein, den nachhaltigen Arbeitsalltag aktiv in Stellenausschreibungen zu bewerben. Für viele potenzielle Bewerber*‘nnen mit guter Qualifikation kann das Umweltbewusstsein Ausschlag darüber geben, ob sie sich bewerben.

Nachhaltige Produkte in der Kosmetik

Auch im Badezimmer kann man fast schon nebenbei auf Nachhaltigkeit umstellen. Kosmetikprodukte, die auf Tierversuche verzichten, ohne Erdölnebenerzeugnisse oder eine üppige Plastikverpackung auskommen, sind nicht nur besser für die Umwelt, sondern oft auch schonender für das Haus. Besonders reichhaltige Produkte sind außerdem häufig ergiebiger. Es kann ein schönes Zeichen sein, die Toiletten in der Firma mit nachhaltiger Seife auszustatten.

Nachhaltigkeit bei der Gründung eines Unternehmens

Wer gründet, hat die Möglichkeit, noch mehr zu bewegen. Ist Nachhaltigkeit ein Eckpfeiler von Business Plan und Unternehmensstrategie, fällt es nicht nur leichter, diese Nachhaltigkeit später tatsächlich zu leben: Gründer*innen haben dabei die Möglichkeit, umweltbewusstes Handeln von der Pike auf in ihr Unternehmen zu integrieren, müssen also nicht nach und nach umstellen.

Das Unternehmensziel

Gründer*innen möchten vor allem eines: mit ihrer Idee Geld verdienen. Das ist nicht verwerflich, dennoch sollte dem gängigen Unternehmensziel ein sogenannter Purpose übergeordnet werden. Der Purpose stellt den höheren Zweck eines Unternehmens dar: Möchte es durch ein innovatives Produkt die Welt verändern? Möchte es Barrieren einreißen? Oder möchte es durch eine nachhaltige Produktion etwas für die Umwelt tun?

Verankert man Nachhaltigkeit bereits bei der Gründung als übergeordneten Unternehmenszweck, fällt es leichter, die unternehmerischen Vorgänge diesem Zweck anzupassen. Auf potenzielle Kund*innen wirkt das authentisch und kann so auch zum Erreichen der finanziellen Unternehmensziele beitragen.

Bedeutung von Nachhaltigkeit

Damit das Thema Nachhaltigkeit nach der Gründung nicht verpufft, ist es wichtig, schon bei der Gründung zu definieren, welchen Aspekt der Nachhaltigkeit man verfolgen möchte. Soll es darum gehen, Arbeitsbedingungen im In- und Ausland möglichst fair zu gestalten? Soll es darum gehen, besonders nachhaltige Produkte herzustellen? Oder ist es das Ziel, Produkte unverpackt zu verkaufen?

Auch ein Start-up muss nicht jeden Aspekt der Nachhaltigkeit leben. Es kann viel sinnvoller sein, sich einen davon herauszugreifen, in dessen Rahmen man möglichst viel bewegen kann, und sich dann auf diesen zu konzentrieren. So sollten Gründer*innen, die nachhaltige Produkte anbieten, beispielsweise permanent daran arbeiten, ihre Wertschöpfungskette noch nachhaltiger zu gestalten.

Die Umsetzung

Es ist ein Unterschied, ob ein Unternehmen sich die Nachhaltigkeit nur auf die Fahne schreibt oder ob es diese wirklich lebt. Ohne Zertifizierung ist es für kritische Verbraucher*innen nicht nachvollziehbar, ob ein Start-up tatsächlich so nachhaltig agiert wie es behauptet. Es ist also empfehlenswert, sich – sofern vorhanden – durch eine unabhängige Prüfstelle zertifizieren zu lassen.

Ebenso ist es denkbar, die eigene Glaubwürdigkeit durch einen Klimaausgleich zu unterstreichen. So kann zum Beispiel pro Verkauf ein Klimaausgleich abgeführt werden oder bei gewissen Umsatzstaffelungen ein Baum gepflanzt werden. Dieser Mehraufwand kostet Gründer*innen Geld und ist als Investition zu betrachten, die sich durch eine hohe unternehmerische Authentizität schnell amortisieren wird.

Virtuelle Assistenz: mehr Luft fürs Business

Wie du mit Outsourcing an eine virtuelle Assistenz Freiräume für dein Business schaffen kannst.

Hand aufs Herz, ein eigenes Unternehmen zu gründen, egal ob als Start-up oder Solopreneur*in, ist großartig, aber es gibt auch einige Schatten­seiten. Denn im Mittelpunkt steht nicht nur deine fantastische Idee, sondern auch viel Ausdauer und Zeit, sowie Geld und Personal, weil deine Idee langfristig und gewinnbringend umgesetzt werden will.

Der bürokratische sowie administra­tive Hintergrund wird oft unterschätzt und mit steigenden Umsätzen steigt auch der Aufwand der verwaltungstechnischen Aufgaben. Zusätzlich fehlen auch oft die Fachkompetenzen für die unterschiedlichen Bereiche – so werden vermeintlich kleine Aufgaben zu zeitfressenden Dauerthemen auf deiner To-do-Liste und halten dich von dem ab, was wirklich zählt: die Weiterentwicklung deines Business.

Die Lösung wäre eine Person ohne Festeinstellung, die flexibel auf Abruf wichtige Aufgaben erledigt. Denn ein(e) feste(r) Mitarbeiter*in ist zu Beginn der Selbständigkeit sehr kosten- und zeitintensiv und damit für viele Jungunternehmer nicht zu realisieren.

Outsourcing

Outsourcing ist hier das richtige Stichwort. Als Erstes denkt jede(r) an eine Agentur oder eine(n) Freelancer*in, der/die Grafik- und Marketingthemen übernimmt. Inzwischen ist aber weitaus mehr möglich.

Die Buchung einer virtuellen Assistenz (VA), die in Ländern wie England oder Amerika schon gang und gäbe ist, steckt hierzulande noch in den Kinderschuhen, kann für Solopreneur*innen und Start-ups aber eine interssante personelle Ergänzung sein.

Die Vorteile einer virtuellen Assistenz liegen klar auf der Hand:

  • Unternehmer*innen können sich wieder voll auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und Umsätze steigern.
  • Buchungen sind absolut flexibel und können auf den Bedarf des Unternehmens angepasst werden.
  • Unternehmer*innen haben die vollständige Kostenkon­trolle, denn Lohn- und Lohnnebenkosten entfallen.
  • Eine ortsunabhängige Zusammenarbeit erleichtert das Finden der passenden VA und es müssen weder Räumlichkeiten noch Büroausstattung zur Verfügung gestellt werden.
  • Überfüllte To-do-Listen gehören der Vergangenheit an und können durch eine(n) Partner*in mit einem breitgefächerten Erfahrungsschatz fokussiert abgearbeitet werden.
  • Eine ausgewogenere Work-Life-Balance rundet das Paket ab und ermöglicht durch eine höhere Zufriedenheit mehr Erfolg und Leichtigkeit im Berufs- und Privatleben.
  • Zu guter Letzt arbeiten virtuelle Assistenzen ausschließlich digital und müssen sich täglich an den wandelnden Markt anpassen. Sie sind somit ein Tor für Unternehmer*innen in die digitale Transformation und Automatisierung.

Beliebte Aufgaben, die outgesourct werden können, sind zum Beispiel das Office Management, wie etwa vorbereitende Buchhaltung, Recherchearbeiten, Projektmanagement, Auftragswesen, Pflege und Einführung von Tools oder Prozess­optimierung.

Auch im Marketing können viele Aufgaben delegiert werden. Virtuelle Assistenzen übernehmen die Betreuung von Social-Media-Kanälen, erstellen suchmaschinenfreundliche Webseiten und Wettbewerbsanalysen sowie Grafiken oder unterstützen Unternehmer*innen bei der Planung und Umsetzung von Marketingmaßnahmen und Strategien. Texterstellung- und korrektur sowie Lektorat und Übersetzung von Texten können ebenfalls problemlos an virtuelle Assitenzen ausgelagert werden.

Eine weitere dankbare VA-Tätigkeit ist die Betreuung und Erstellung von Podcasts und Online-Kursen sowie das Anlegen von Newsletter-Kampagnen.

Welche Aufgaben ein Unternehmen letztlich auslagern möchte, ist von mehreren Faktoren abhängig. Dabei sollte sich jede(r) Unternehmer*in die Frage stellen, welche Aufgaben, diese(r) gut kann, gern selbst erledigt und leicht von der Hand gehen. Unternehmer*innen sollten sich im besten Fall ausschließlich mit produktiven Themen beschäftigen und alle notwendigen unproduktiven Themen an eine VA auslagern.

Vertrauen und Professionalität

In unserer digitalen Zeit ist es inzwischen irrelevant, ob man in einem Raum oder an einem Tisch sitz, um ein gemeinsames Projekt zu verwirklichen. Das Einzige, das zwingend stimmen muss, sind die Vertrauensbasis sowie die Werte. Dabei sind eine offene Kommunikation und eine Begegnung auf Augenhöhe elementare Bestandteile einer digitalen Zusammenarbeit.

Besonders wichtig ist ein vertrauensvolles Verhältnis, da du als Unternehmer*in viele Aufgaben, Zugangsdaten sowie finanzielle oder firmeninterne Informationen offenlegst. Frage deine VA bei eurem Kennenlerntermin, wie sie deine Daten und Passwörter speichert und stelle sicher, dass sie einen sicheren Server sowie ein passwortgeschütztes Programm für deine Zugangsdaten nutzt, bspw. LastPass.

Außerdem sollte das Thema Datenschutz ernst genommen werden. So solltest du spätestens bei der Auftragserteilung eine Verschwiegenheitserklärung und einen AV-Vertrag unterzeichnen lassen.

Transparenz und Kommunikation

Zudem sollte eine möglichst transparente Zusammenarbeit gewährleistet werden, was bedeutet, dass man sich auf eine Kommunikationsplattform verständigt, wie zum Beispiel Teams, Trello oder Slack, um dort alle relevanten Informationen zur Zusammenarbeit auszutauschen. Auch sollten die Stunden getrackt und in regelmäßigen Abständen zur Verfügung gestellt werden.

Ein weiteres wichtiges Thema ist das Briefing der virtuellen Assistenz. Denke immer daran, dass die Person nicht in deinem Unternehmen beschäftigt ist und du alle notwendigen Informationen so ausführlich wie möglich bereitstellen solltest. So vermeidest du lästige Rückfragen und deine VA kann direkt mit der Arbeit beginnen und dich entlasten.

Virtuelle Assistenzen rechnen oft mit Stundenpaketen ab. Das heißt, du buchst ein bestimmtes Stundenkontingent, welches du meist im Voraus bezahlst – deine VA arbeitet die an sie/ihn delegierten Aufgaben ab. Für eine langfristige Zusammenarbeit mit fest zugesagten monatlichen Stundenkontingenten solltet du als Planungssicherheit für beide Seiten einen Dienstleistungsvertrag abschließen. So kann die VA feste Zeiten für dich einplanen und du weißt, dass deine externe Arbeitskraft garantiert deine Aufgaben erledigen kann.

Es gibt VA-Portale, die dir Angebote ab 3,50 Euro pro Stunde anbieten. Dabei muss sich jede(r) Unternehmer*in die Frage stellen, was sie/er für qualitativ hochwertige Arbeit bereit ist zu zahlen. Merke: Die meisten Portale vermitteln fremdsprachige Arbeitskräfte ohne Berufserfahrung.

Wie finde ich meine perfekte virtuelle Assistenz?

Du hast mehrere Möglichkeiten: Suche nach deiner virtuellen Assistenz bei Google und Co. oder in Social-Media-Portalen, vorrangig bei Facebook oder LinkedIn. Bei Facebook gibt es diverse Gruppen. Dort können Gesuche von beiden Seiten gepostet werden, ihr könnt euch vernetzen bzw. interessierte VAs werden dir eine Nachricht schicken. Oder suche bei LinkedIn, vielleicht findet sich sogar in deinem vorhandenen Netzwerk eine passende VA, und sende eine Nachricht. Beachte dabei: Auch VAs haben oft Spezialisierungen, sodass es sinnvoll sein kann, sich ein Team von verschiedenen VAs aufzubauen, um alle Bereiche deines Unternehmens professionell abzudecken.

Die Autorin Aline Pelzer ist Gründerin von Deine virtuelle Assistenz. Sie bietet virtuelle Leistungen rund um Office Management, Marketing, Texterstellung sowie Buiness-Road­map-Erstellung.

Kartenlesegeräte für Start-ups: Kaufen oder mieten?

Egal, wie klein oder neu ein Unternehmen ist, Kartenzahlung gehört heute zu den Standard-Bezahlmethoden. Hat ein Kunde kein Bargeld dabei und kann nicht mit Karte bezahlen, wird er wahrscheinlich nicht wiederkommen. Auch kleine Beträge bezahlen Verbraucher zunehmend mit Karte. Daher sollten Start-ups mindestens ein Kartenlesegerät im Verkaufsraum haben. Wir zeigen, welche Kartenlese-Optionen es für Jungunternehmen gibt.

Kartenzahlung: Diese Fragen stellen sich Start-ups

Kleinunternehmer fragen sich oft, ob sie ihren Kunden überhaupt die bequeme Kartenzahlung anbieten können. Tatsächlich ist das auch für Gewerbe auf Kleinunternehmerbasis möglich. Sogar Privatpersonen können die Kartenzahlung anbieten, wenn sie einen Steuerbescheid über die Einnahmen beim Zahlungsanbieter einreichen. Das kann beispielsweise für die Vermietung einer Ferienwohnung hilfreich sein. Sogar ohne WLAN-Verbindung können Unternehmen Kartenzahlungen annehmen. Das funktioniert mit mobilen EC-Kartenlesern über eine SIM-Karte, also über das Mobilfunknetz. Zudem stehen Unternehmensgründer vor der Frage, ob sie ein Kartenlesegerät kaufen oder mieten. Wer zum ersten Mal Kartenzahlung anbietet, sollte genau bedenken, welche Kosten durch die Kartenzahlung im Unternehmen entstehen.

Fixe Kartenterminals zur Miete

Die klassische Kartenzahlung wird über ein EC-Kartenlesegerät zur Miete abgewickelt. Der Drucker und die Bonrolle für den Kundenbeleg sind bereits im Gerät integriert. Meist sind gemietete Kartenterminals fest verbaut. Das heißt, sie brauchen eine feste Strom- und Internetverbindung. Die Kosten für diese EC-Terminals setzen sich aus verschiedenen Punkten zusammen. Zum einen sind monatliche Fixkosten für Bereitstellung des Geräts zu entrichten. Diese setzen sich aus der Miete von fünf bis zehn Euro und einer Service-Pauschale zwischen fünf und sieben Euro monatlich zusammen. Zum anderen fallen variable Kosten an, die vom Umsatz abhängen. Je nach Anbieter werden pro Kartenzahlung 0,2 bis 0,3 Prozent des bezahlten Betrags als Gebühr verrechnet.

Zudem können Unternehmen individuelle Sonderleistungen buchen, zum Beispiel PDF-Berichte oder Kontosplitting. Auch für die erste Inbetriebnahme wird eine einmalige Gebühr verrechnet. Ohne Sonderleistungen ist insgesamt mit circa ein bis drei Prozent Gebühren vom bezahlten Betrag zu rechnen. Bevor die EC-Kartenterminals aufgestellt werden können, muss erst ein Dienstleistungsvertrag unterzeichnet werden. Startups können die Terminals mit oder ohne feste Laufzeit mieten. Üblich sind Dienstleistungsverträge zwischen einem oder zwei Jahren.

Mobile Kartenleser zum Kauf

Eine moderne Alternative zu den herkömmlichen Mietgeräten sind mobile Kartenlesegeräte zum Kauf. Diese Lesegeräte sind besonders klein, leicht und handlich. Zudem sind sie nicht fest verbaut und benötigen keinen Stromanschluss in unmittelbarer Nähe. Wer annimmt, dass der Kauf von Geräten teurer als die Miete ist, liegt falsch. Denn die Anschaffungskosten sind gering und die monatlichen Fixkosten fallen weg. Wenn in einer kleinen Boutique einige Kunden nicht mit Karte zahlen, entstehen keine Kosten. Es fallen lediglich variable Kosten für die Kundenzahlungen an. Für EC-Zahlung wird eine Gebühr von 0,9 bis ein Prozent des bezahlten Betrags erhoben, bei Kreditkartenzahlung zwischen 1,9 und 2,9 Prozent.

Während das Kartenlesegerät die EC- oder Kreditkarte liest und den PIN abfragt, wird der eigentliche Zahlungsprozess über ein App abgewickelt. Die Angestellten bedienen diese App über ein Handy oder ein Tablet. Wer Belege drucken will, benötigt zusätzlich einen kleinen mobilen Drucker, der mit dem Lesegerät gekoppelt wird. Wichtig ist auch, dass die Mitarbeiter mit dem Kartenlesegerät arbeiten können. Feedback-Tools können bei der Organisation im Unternehmen helfen.

Die Angebote im Vergleich

Kartenlesegeräte sind Standard geworden und daher auch für kleine Unternehmen ein Muss. Hinzu kommt, dass seit der Corona-Krise vermehrt kontaktlos bezahlt wird. Um die Basis-Kosten für ein Kartenlesegeräte kommen also auch die kleinsten Unternehmen nicht herum. Doch was ist die beste Lösung für Start-ups? Kauf oder Miete eines Kartenlesegeräts?

Einerseits hängt die Entscheidung davon ab, ob es direkt am Zahlungsort eine Stromquelle gibt. Andererseits ist die Umsatzhöhe ausschlaggebend. Gründer sollten sich bewusst sein, dass sie Terminals zur Miete mit ein oder zwei Kabel an einem fixen Platz befestigen müssen. Mobile Geräte sind eine gute Lösung, wenn die nächste Steckdose zu weit entfernt, die Kabel das Design im Verkaufsraum stören oder nicht an der Kasse, sondern am Tisch kassiert wird. Bei den Kosten können Start-ups bei mobilen Geräten die Grundgebühr einsparen. Erst ab einem monatlichen Kartenumsatz von 2.000 Euro können sich auch gemietete Kartenlesegeräte auszahlen.

Fazit

Unternehmensgründer sollten sich zuerst fragen, welche Umsätze sie erwarten. Anhand dessen können die Kosten für Kauf oder Miete von Kartenlesegeräten errechnet werden. Kleine Unternehmen können durch den Kauf der Geräte Fixkosten einsparen.

Stress lass nach!

Tipps für Gründerinnen und Gründer für den besseren Umgang mit Stress.

Stress sollte ein Instrument für den Erfolg des eigenen Unternehmens sein, nicht ein permanenter Zustand. Da COVID-19 weltweit wirtschaftliche Unsicherheit verursacht, sind die Anforderungen an Gründerinnen und Gründer größer denn je. Dieser Artikel bietet praktische Ratschläge für das strategische Management von Stress – für Gründerinnen und Gründer in der aktuellen Zeit besonders relevant.

Stress: lebensrettend und tödlich zugleich

Die Gründung eines Unternehmens ist stressig. Sich gestresst zu fühlen ist auch völlig okay. Es ist die natürliche Reaktion darauf, etwas zu tun, das sowohl schwierig als auch wichtig ist. Der Einsatz jeder Gründerin und jedes Gründers ist hoch. Gute Entscheidungen sind elementar. Es ist wichtig, den richtigen Leuten zu vertrauen, einen Kundenstamm aufbauen, Marke und Werte klar zu kommunizieren, das Budget im Auge zu behalten, ein Netzwerk aufzubauen, Vertragspartner oder den ersten Mitarbeiter einzustellen. All diese Dinge sind stressig, weil sie wichtig sind. Stress und Motivation gehen Hand in Hand. Die Quellen von Stress sind oft die Dinge, um die wir uns am meisten kümmern müssen. Der Stress, den wir spüren, ist unser eigener interner Alarm.

Stress ist oft eine gute Sache. Er hält uns wach und aktiviert. Unser Körper ist dafür gebaut, Stress zu erfahren. Aber warum wird Stress oftmals so schlecht geredet? Stress wird von einem lebensrettenden zu einem lebensbedrohlichen Mechanismus, wenn er von akut auf chronisch umschlägt. Ein kurzfristiger, zeitlich begrenzter Stressauslöser ist das, was in der psychologischen Welt als akuter Stress bezeichnet wird. Dieser hilft Höchstleistungen zu erbringen, Probleme frontal zu bekämpfen, sich besser zu konzentrieren, kreativ zu sein und mit dem, was wir tun müssen, im Einklang zu stehen. Unser Körper weiß genau, was zu tun ist, und was vielleicht noch wichtiger ist, unser Körper weiß, wie er damit aufhören kann. Die Präsentation. Die Vorstandssitzung. Die Entscheidung. Es geschieht. Die Mechanismen im Körpers treten in Aktion, um damit umzugehen. Du tust es. Dann ist es vorbei. Wenn der Stressor verschwindet, schaltet sich das parasympathisches Nervensystem ein und deine Herzfrequenz normalisiert sich, die Muskeln entspannen sich, der Blutfluss kehrt zum Gehirn zurück, das Verdauungssystem funktioniert wieder.

Akuter Stress wirkt, um uns zu schützen, wenn wir bedroht sind. Wenn wir akutem Stress über einen längeren Zeitraum ausgesetzt sind – chronischem Stress – beginnen wir, unseren Körper dazu zu drängen, etwas zu tun, wofür er nicht geschaffen wurde. Chronischer Stress kann unserem Körper buchstäblich zersetzen. Er hat ernste und dauerhafte gesundheitliche Folgen. Die Forschung hat Zusammenhänge zwischen chronischem Stress und fast jedem chronischen Gesundheitsproblem aufgezeigt: Herzkrankheiten, Fettleibigkeit, Diabetes, Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn, Asthma, Migräne, Magen-Darm-Probleme, Multiple Sklerose, Alzheimer, Krebs. Das Software-Problem kann zu einem Hardware-Problem werden.

Darüber hinaus kann chronischer Stress große emotionale Probleme verursachen. Nicht bewältigter chronischer Stress verlagert sich in Angst – ein langwieriger innerer Kampf mit Ängsten und negativen oder schädlichen Gedanken. Chronischer Stress eignet sich nicht für effektive Unternehmer, Managerinnen oder Partner. Es gibt immer eine Frist, immer eine Entscheidung zu treffen, immer eine Präsentation oder eine Besprechung, immer einen heiklen Kunden oder Auftragnehmer, mit dem man umgehen muss. Man kann sich dem Stress nicht entziehen – vor allem, wenn man ein Unternehmen leitet –, also muss man Strategien finden, um das Tempo zu halten.

Chronischen Stress bewältigen – vier Tipps

Bei der Bewältigung von chronischem Stress geht es darum, herauszufinden, wie man über einen längeren Zeitraum gestresst sein kann, ohne aus dem Gleichgewicht zu kommen. Es gibt keinen einzigen richtigen Weg, sein Leben zu organisieren, aber es gibt einige Tipps aus der Forschung.

1. Die individuellen Stresssignale erkennen

Die negativen Folgen von chronischem Stress können sich langsam einschleichen. Vielleicht wachen wir mehrere Nächte hintereinander um 3 Uhr morgens auf. Wir sind müde und leicht reizbar. Wir haben ständig Kopfschmerzen – vielleicht verursacht durch Zusammenbeißen des Kiefers oder Zähneknirschen. Wir trinken mehr Koffein, um wach zu sein. Es wird schwieriger sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren. Entscheidungen werden reaktiver, impulsiver. Wie ist es soweit gekommen?

Der Zaubertrick einer wirksamen Behandlung von chronischem Stress besteht darin, ihn früh zu erkennen. Wir haben unsere eigenen Stress-Frühindikatoren. Manche Menschen leiden unter Magenverstimmungen. Andere wiederum bekommen Schulter-, Kopf- oder andere Arten von Schmerzen. Möglich sind auch Reizbarkeit oder sie sind launisch, oder aber auch die Sehnsucht nach Süßigkeiten oder salzigem Essen steigert sich. Manchen wenden sich einem Glas (oder drei) Wein oder Scotch zu, um nachts besser einschlafen können. Das Ansammeln von chronischem Stress wirkt sich bei jedem Menschen unterschiedlich auf Körper und Leben aus. Es gibt nicht eine bestimmte Sache, die bei jedem Menschen Probleme signalisiert. Die Kenntnis über unsere persönlichen Frühwarnsignale ist entscheidend für die Fähigkeit, proaktiv zu handeln und gegen chronischen Stress anzugehen, bevor er die Gesundheit geschädigt und in dem Unternehmen und Beziehungen verheerende Folgen hat.

2. Schmerzpunkte lösen

Was verursacht Stress? Es kann sein, dass wir uns gestresst fühlen, uns aber nicht wirklich darüber im Klaren sind, was dieses Gefühl hervorruft. Durch die Analyse der spezifischen Stressursachen wird es möglich, sich die Liste anzusehen und Stressauslöser nach und nach zu lösen. Einige Stressoren sind veränderbar oder vermeidbar. Hierbei gilt es sich zu fragen: "Welche Kontrolle habe ich hier? Wie kann ich diese Erfahrung in meinem Leben beseitigen oder verringern?"

Es ist sinnvoll Änderungen umzusetzen, die die Quellen des Stresses am direktesten angreifen. Regelmäßig sollten wir uns dann die Frage stellen: Wirken sich die Änderungen auf das Endergebnis des Stresses aus oder nicht?

Helfen kann auch ein Wechseln vom passiven Denken (dieser Stress passiert mir) zum aktiven Denken (ich kann einige Teile meines Stresses unter Kontrolle bringen). Stress ist nicht länger ein Schurke, und wir sind kein wehrloses Opfer mehr. Wir haben eine gewisse Kontrolle darüber, wie viel Stress wir erleben, während wir ein Unternehmen aufbauen. Nutzen wir Stress zu unserem Vorteil. Lassen wir uns von ihm zu kurzen Ausbrüchen anspornen, wenn wir Spitzenleistungen benötigen, und gehen dann auf lange Sicht auf die Grundlinie zurück.

3. Mit Stress im Moment umgehen

Nicht jedes Problem, dass zu Stress führt, können wir lösen. Dazu zählen z. B. Krankheiten in der Familie oder emotionale Schicksalschläge. Solche Ereignisse passieren und liegen völlig außerhalb der eigenen Kontrolle. Was tun wir gegen Stressauslöser, deren Probleme wir nicht lösen können? Wenn man das Problem (d. h. den Stressor) nicht angreifen kann, greift man den Stress selbst an. Damit wir gut funktionieren können, müssen wir in der Lage sein, einen gewissen Grad an ruhiger Kontrolle darüber zu haben, wie Stress unseren Körper und unsere Emotionen beeinflusst. Leicht gesagt... Doch wie jede andere Fähigkeit kann man auch, angesichts von erheblichem Stress, innere Ruhe kultivieren und fördern.

Wenn wir merken, dass sich unser Brustkorb zusammen zieht, der Atem flach wird oder die Handflächen zu schwitzen beginnen, was auch immer die eigenen frühen Stresssignale sind, ist es Zeit für eine Pause – sogar eine mikroskopische Pause. Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass das beste Mittel langsame und tiefe Atemzüge sind. Wenn es ein Werkzeug gäbe, mit dem sich jede/-r Unternehmer/-in ausrüsten könnte, dann wäre es die Fähigkeit, langsam und tief zu atmen. Andere Taktiken, die schnell für Entspannung sorgen, sind zum Beispiel ruhige Musik einzuschalten, einmal um den Block zu spazieren, eine Tasse heißen Tee zu trinken oder zu meditieren – Kaffee würde als Alternative eher nicht in Frage kommen, da dieser das Nervensystem pusht und nicht beruhigt.

Bei der Stressreaktion geht es darum, schnell zu sein und zu beschleunigen, um reaktionsfähig zu sein. Indem wir das Gegenteil tun und uns selbst verlangsamen, wirken wir den Emotionen hinter der Reaktion und damit dem Stress selbst entgegen. Indem wir eine oder mehrere Quellen von Sinneseindrücken (Sehen, Töne, Gerüche, Geschmack und taktile Empfindungen) verändern, geben wir unserem Gehirn neue Daten zur Berechnung. Wenn diese neuen sensorischen Informationen beruhigend wirken, kann dies ein weiterer Auslöser sein, um das parasympathische, also das beruhigende System zu aktivieren.

Diese Fähigkeiten können als Beruhigungsmechanismus inmitten von erhöhtem Stress geübt werden. Sie können auch dauerhaft in das tägliche Leben integriert werden, um unsere "Anti-Stress-Muskeln” aufzubauen. Ein paar Minuten tiefes Atmen oder Meditation pro Tag können Wunder bewirken, um unser Ausgangsniveau von Stress und Angst zu senken. Diese Praktiken unterstützen auch eine erhöhte Aufmerksamkeit und Konzentration, verbesserten Schlaf und vermindern Depressionen. Es ist eine großartige Investition in uns selbst und damit unsere Unternehmen.

4. Einen stressfreien Lebensstil pflegen

Das erste Jahr eines Unternehmens ist möglicherweise die wichtigste Zeit, um das Leben so zu gestalten, dass man Stress auf gesunde und proaktive Weise bewältigen kann. Entgegen der landläufigen Meinung ist mehr arbeiten nicht immer besser arbeiten. Die Gewohnheiten, die wir in unser Unternehmen (und damit in unser tägliches Leben) einbauen, werden sich über Jahre hinweg fortsetzen. Wir sollten Gewohnheiten wählen, die chronischem Stress entgegenwirken, bevor er überhand nimmt oder gar erst entsteht. Dies wird zur langfristigen Nachhaltigkeit des Unternehmens beitragen und das Leben in den ersten Jahren der Intensität angenehmer machen.

Wichtig dabei ist, genug und gut zu schlafen, sich gut zu ernähren und sich dreimal pro Woche mindestens 30 Minuten lang zu bewegen, um so die Herzfrequenz zu erhöhen. Diese drei Dinge sind für eine optimale Stressbewältigung und ein optimales neurologisches Funktionieren unerlässlich. Ohne grundlegende Pflege und Wartung funktioniert unser Gehirn nicht gut. Essen, Schlafen und Bewegen sind die grundlegenden Bausteine der Selbstpflege, die unseren Körper gut versorgen.

Entscheidend sind auch unsere Beziehungen zu anderen Menschen. Wenn wir erfolgreich sind, feiern wir das gerne mit anderen. Wenn wir scheitern, wünschen wir uns von geliebten Menschen wieder aufgerichtet zu werden. Ein stressverträglicher Lebensstil ist ein Lebensstil, in dem wir Stress mit proaktiven und emotional als auch körperlich gesunden Entscheidungen entgegenwirken.

Die Autorin Dr. Sherry Walling ist die Verfasserin des Originaltextes “Managing Founder Stress” in den Stripe Atlas Guides. Sie arbeitet mit Führungskräften und Unternehmen zusammen, um die Herausforderungen anzugehen, die mit dem Streben nach einem außergewöhnlichen Leben einhergehen.

Start-ups aufgepasst – 5 große Cyberbedrohungen

Die größten Cyber-Fallen und was insbesondere Existenzgründer*innen und Start-ups für mehr Cybersicherheit unternehmen sollten.

In früheren Zeiten waren es zumeist große Konzerne, die von Hackerangriffen betroffen waren. Das hat sich in der letzten Zeit deutlich geändert. Auch kleine Betriebe und Start-ups leiden vermehrt unter dieser Gefahr. Diese Zielgruppe ist sogar besonders stark gefährdet, weil die großen Konzerne mittlerweile kostspielige Vorkehrungen getroffen haben. Doch wie können sich Existenzgründer und Start-ups vor solchen Attacken schützen?

Nur Software aus legalen Quellen nutzen

Grundsätzlich agieren Hacker nur in Bereichen, die bereits im hohen Maße digitalisiert sind. Das trifft auf die meisten Start-ups zu, weil es ohne die digitalen Möglichkeiten kaum noch möglich ist, eine Bekanntheit zu erlangen. Doch bei der Beschaffung der Software sollte darauf geachtet werden, dass diese aus einer legalen Herkunft stammt. Bei jedem, der den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, ist das verfügbare Budget zumeist sehr klein. Deshalb wird versucht, alles so günstig wie möglich zu bekommen. Im Bereich der Software wäre es jedoch ein gravierender Fehler. Sämtliche Anwendungen, die für den Betrieb des Unternehmens erforderlich sind, sollten ein hohes Maß an Sicherheit aufweisen.

Schutzprogramme nutzen

Genauso wichtig wie die Betriebssoftware sind auch die Sicherheitsprogramme. Besonders interessant in diesem Bereich sind die Antivirenprogramme. Moderne Lösungen bieten sogar einen mehrstufigen Schutz gegen Ransomware. Dabei handelt es sich um Schadprogramme, die den kompletten PC sperren. Um ihn wieder nutzen zu können, müssen oftmals hohe Lösegelder bezahlt werden. Eine gute Schutzsoftware bietet aber auch Sicherheit vor Trojanern, Keyloggern und anderen gefährlichen Programmen.

Zudem ist eine Firewall unbedingt zu empfehlen. Noch wichtiger ist jedoch ein VPN. Diese Bezeichnung steht für Virtual Private Network. Da die Bezeichnung private in der IT für geschützt steht, handelt es sich um ein gesichertes Netzwerk. Daten, die über eine VPN Verbindung ausgetauscht werden, können von unbefugten Personen nicht mehr abgegriffen werden. Sie werden nicht nur über verschiedene Server umgeleitet, sondern es findet eine starke Verschlüsselung statt. Ein VPN sollte auch immer dann genutzt werden, wenn unterwegs ein offenes WLAN zur Verfügung steht. Dieses ist ungeschützt, sodass es auch von Kriminellen genutzt werden kann.

Vorsicht vor Phishing-Attacken

Eine weitere Masche im Bereich der Cyberkriminalität ist das Phishing. Zumeist erfolgt es über den Versand von E-Mails. Diese können folgendermaßen aussehen:

  • Nachricht von der Bank
  • Interesse an einer Zusammenarbeit
  • Besonders attraktive Angebote

Bei den Nachrichten von der Bank geht es meistens darum, dem Empfänger einen Schrecken einzujagen. Dort steht unter anderem, dass die Zugangsdaten aktualisiert werden müssen, weil sonst eine Kontosperre droht. Im Anhang einer solchen E-Mail befindet sich gleich ein passendes Formular, das nur ausgefüllt werden muss. Auf diese Weise erhalten Betrüger ganz einfach die Zugangsdaten für das Onlinebanking. Dabei sollte jedoch jeder beachten, dass keine seriöse Bank verlangt, in einer E-Mail oder im Anhang Daten einzugeben.

Kommt eine E-Mail mit einem übertriebenen Interesse an einer Zusammenarbeit oder einem unwiderstehlichen Angebot, ist ebenfalls Vorsicht geboten. Auch dann, wenn es keine Aufforderung zur Eingabe von Daten gibt, können solche Mails gefährlich sein. Im Quellcode können sich Keylogger oder etwas ähnliches befinden. Auch wenn es unhöflich erscheint, sollte niemals auf derartige Anfragen geantwortet werden.

Regelmäßige Updates und Back-ups durchführen

Sowohl vom Betriebssystem als auch von den Anwendungsprogrammen sollten regelmäßige Updates durchgeführt werden. Oftmals sind diese bereits voreingestellt. Die Funktion lässt sich jedoch auch deaktivieren. Davon wird gerne Gebrauch gemacht, weil während eines Updates nicht gearbeitet werden kann. Davon sollte jedoch abgesehen werden, weil die Aktualisierungen wichtig für die Sicherheit sind. Sie könnten aber auch auf die Nachtstunden verschoben werden. Dann stört es nicht mehr während der Arbeitszeit.

Zudem ist es empfehlenswert, immer wieder Updates zu machen. Sollte es doch wider Erwarten zu einem Totalausfall kommen, sind die wichtigen Daten nicht verloren. Back-ups sollten jedoch niemals auf der Festplatte des Computers gespeichert sein. Bessere Medien sind diese:

  • Externe Festplatten
  • USB-Sticks
  • DVDs
  • Cloud

Besonders einfach ist die Speicherung in einer Cloud. Dort sind die Daten sicher und können von jedem Gerät wieder genutzt werden.

Sicherer Umgang mit Passwörtern

Für zahlreiche Dienste sind Passwörter sehr wichtig. Bereits beim Start des Rechners wird nach einem Zugangscode gefragt. Zudem muss sich jeder Mitarbeiter in seinen persönlichen Arbeitsbereich einloggen. Des Weiteren werden Passwörter benötigt, um Onlinedienste in Anspruch zu nehmen. Daher verfügt jeder über etliche Zugangsdaten. Diese sollten im besten Fall in einem sogenannten Passwortsafe gespeichert sein und auf keinen Fall im Browser. Zudem ist es wichtig, dass die Zugangsdaten häufig aktualisiert werden. Damit wird es potenziellen Hackern sehr schwer gemacht. Darauf kommt es letztendlich ja auch an. Jeder Existenzgründer sollte sich von vornherein ausführlich mit der Cybersicherheit beschäftigen und diese konsequent in seinem Start-up etablieren.

Winter-Blues & Darkness-Mood

5 Praxis-Tipps, um die kalte und dunkle Jahreszeit positiv zu überstehen.

Die Tage sind schon kürzer. Wer trotzdem noch in die Arbeit fährt geht im Dunkeln aus dem Haus und kehrt im Dunkeln wieder ins traute Heim. Das kann schon auf unser Gemüt schlagen. Wie wir die Wintertage positiv überstehen und daraus etwas entwickeln können, verrät Ihnen Mindset-Experte Philipp Nägele in einem Interview oder Gast-Beitrag.

Es stimmt: zu wenig Sonnenlicht hat negative Auswirkungen auf unser Gemüt. Nicht nur Stimmungsschwankungen sind dann ein Thema, sondern bei andauernder Überlastung im Sinne von zu viel Stress und zu wenig Ausgleich – gepaart mit Sonnenlicht und Bewegung – kann zu Depressionen führen. Nicht von ungefähr kommen die Verstimmungen in genau dieser Winterzeit. Hinzu kommen die weiteren Unsicherheiten seitens des beruflichen Aspektes und der Folgen der Pandemie.

Genau aus diesen Gründen musst du bewusst etwas dagegen tun. Mit diesen 5 Tipps entgehst du dem Blues des Winters und „belichtest“ dein Gemüt positiv.

Tipp Nr. 1: Es gibt noch mehr als nur Business, Essen und Schlafen
Nimm dir am Besten täglich etwas vor. Auch wenn es „nur“ 5 Minuten sind, wie zum Beispiel eine kurze Runde ums Haus, um das Unternehmen zu gehen. Spüre dabei bewusst die Luft, die Helligkeit, den Boden unter deinen Füßen. Vielleicht mal Barfuß durch den Schnee? Das belebt die Sinne! Ob aktiv oder ein paar Seiten in einem guten Buch, ob Zeit mit deiner Familie oder Freund*innen – auch digital! – oder einfach nur für dich: unterbreche den Winterblues und die schnell festgefahrenen Routinen.

Tipp Nr. 2: Gestalte deinen Arbeitsalltag um
Oftmals ist es leichter als gedacht: der Arbeitsalltag lässt sich wunderbar adaptieren, und dein Chef – der du vielleicht selbst bist – hat nichts dagegen. Deine Gesundheit ist dein größtes Gut und wichtig, wenn es um Performance geht. Deshalb könnte ein späterer Arbeitsbeginn oder ein früheres Arbeitsende am Tag möglich sein. Nutze diese Sonnen- und Lichtminuten bewusst in der Natur. Tanke auf, atme durch. Es muss oftmals gar nicht mehr sein. Eine zusätzliche Pause im Arbeitsalltag im Freien birgt ungeahnte Kräfte.

Tipp Nr. 3: Sei bewusst aktiv
Bewegung ist das um und auf. Nicht nur im Sommer, allen voran in der Winterzeit. Denn körperliche Bewegung beeinflusst die geistige Flexibilität. Nicht vergessen: jede Bewegung zählt! Je mehr, desto besser. Vielleicht nutzt du deine Mittagspause mal anders und gehst zwei bis drei Mal die Woche laufen. Ja, auch Spazierengehen hilft! Lt. diversen Studien hat ein Spaziergang nach dem Essen großartige positive Auswirkungen auf Zuckerspiegel, und somit die Müdigkeit und die Kilos auf der Waage.

Tipp Nr. 4: Genieße eine mentale Lichtdusche
Die Wissenschaft zeigt, dass unsere Vorstellungskraft grandioses leisten kann. Für unser Gehirn ist nämlich nicht unterscheidbar, ob wir etwas im realen erleben, oder es nur in unserem Geist, in unseren Gedanken stattfindet. Wichtig ist, dass wir in unseren Gedanken die Dinge so echt und real erleben und empfinden, wie wir nur können. Dabei hilft, wenn wir alle Sinne ins Spiel bringen. Nicht nur was wir sehen, sondern genauso was wir hören, schmecken, fühlen oder riechen, all das ist notwendig, um unser Gehirn auszutricksen. Eine Lichtdusche ist dabei eine Vorstellung, dass wir ganz einfach in Licht ein Bad nehmen. Klingt komisch? Probiere es aus. Wir vermissen die Helligkeit im Leben und in der Winterzeit, also geben wir unserem Gehirn vor, dass genügend davon da ist und wir über die Haut aufnehmen. Die Ergebnisse werden dich überraschen.

Tipp Nr. 5: Wärme ist Willkommen
Ein genüsslicher Tee hilft. Eine Stunde am Kamin oder unter der warmen Wolldecke auf der Couch. Um genau zu sein: alles was wir mit Wärme verbinden, hilft uns in diesem Moment. Damit ist auch die Herzenswärme gemeint, die wir allen voran in der Weihnachtszeit bewusst erleben sollten. Beziehungen sind Wärme, geben uns den Halt und die innere Sicherheit, die wir so dringend brauchen. Und das wird deine Mundwinkel nach oben wandern lassen.

Das Fazit ist denkbar einfach
Bleibe in Bewegung! Geistig, mental wie auch physisch. Der springende Punkt dabei ist, dass du dich bewusst dafür entscheidest, in diesem Bezug etwas zu tun. Wer in dieser Zeit gut auf sich achtet und das eine oder andere Tool und Gedanken wie hier beschrieben nutzt, der/die ist auch im Winter auf der Sonnenseite des Lebens.

Der Autor Philipp Nägele ist seit über 10 Jahren Coach und Experte im Bereich Mindset & Business. In seiner Mindstyle.Academy bildet er dabei Entrepreneur*innen und Start-ups aus.