Watch & Build gewinnt den German Innovation Award in Gold


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Gestern Abend wurden die Gründer von Watch & Build, eine 2021 gelaunchte Plattform für Aufbau-Anleitungen, mit dem German Innovation Award in Gold in der Kategorie „Excellence in Business to Business – Retail & Trade Solutions“ ausgezeichnet.

Für das 2021 gegründete Start-up Watch & Build sind "goldene Zeiten" angebrochen. Dafür hat am gestrigen Abend im Futurium in Berlin die Jury des German Innovation Award gesorgt. Denn das sechsköpfige Gremium hat dem Berliner Tech-Start-up, das Aufbauanleitungen für erklärungswürdige Produkte als Videos auf einer digitalen Plattform veröffentlicht, die renommierte Auszeichnung in Gold verliehen, und zwar in der Kategorie „Excellence in Business to Business – Retail & Trade Solutions“.

Der German Innovation Award zeichnet branchenübergreifend Produkte und Lösungen aus, die sich vor allem durch Nutzerzentrierung und einen Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen unterscheiden. Die „Watch & Build-Engine“ fällt als Self-Enabling-Plattform für Endverbraucher*innen voll in dieses Profil, wie die Jury in ihrer Preisbegründung erläutert: „Sie hilft Herstellerinnen und Herstellern verschiedener Branchen wie z B. Möbel und Einrichten, Haushaltsgeräte, Consumer Electronics oder Sport und Freizeit, für ihre Produkte eine gute und verständliche Montage- oder Bedienungsanleitung zu erstellen.“

Insbesondere lobt die Jury die Nutzer*innenfreundlichkeit der Anwendung: „Die Plattform wirkt äußerst durchdacht und überzeugt mit einer klaren, bedienfreundlichen Oberfläche, die durch eine kontextbezogene dynamische Verlinkung statische Elemente wie Bilder und Text mit Videos und Animationen kombiniert. Je komplexer ein Produkt ist, umso wichtiger ist eine gute Anleitung. Das verbessert die User Experience und auch die Hersteller*innen selbst profitieren davon, da Reklamationen und Retouren reduziert werden und die Bereitschaft der Kundinnen und Kunden, Produkt und Marke weiterzuempfehlen, steigt.“

Dass die Jury gleich im ersten Jahr nach dem Start von Watch & Build zur höchsten Auszeichnung gegriffen hat, erfüllt die beiden Gründer Arndt Rubart und Heinrich Erkens mit Stolz und Freude: „Wir möchten mit unserer Lösung dazu beitragen, die Customer Journeys in unterschiedlichen Konsumgüterbranchen zu optimieren. Wir sind sehr glücklich, dass die Expertinnen und Experten in der Jury das ebenfalls so bewerten“, sagt Arndt Rubart. Heinrich Erkens ergänzt: „Der Award verleiht uns einen kräftigen Schub für die nächsten Schritte von Watch & Build. Wir möchten den Self-Enabling-Ansatz auch am anderen Ende der Customer Journey ermöglichen. Konsumgütermarken und -hersteller sollen die Plattform zukünftig auch selbst managen können, wenn sie das wünschen, um die Verbraucher unabhängig und kosteneffizient mit ihren Montagevideos erreichen zu können.“

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Übersetzungsdienst DeepL wird Unicorn

Der 2017 gegründete Kölner Übersetzungsdienst DeepL hat laut einer Meldung der faz nach Einstieg weiterer Investor*innen eine Bewertung von mehr als eine Milliarde Dollar erreicht und darf damit dem erlesenen Kreis deutscher Unicorns zugerechnet werden.

Investor*innen sind aus den USA (Bessemer, IVP) gewonnen worden und aus Europa ist Atomico hinzugekommen. Details des Deals wurden noch nicht kommuniziert.

DeepL wurde 2017 von Jarosław Kutyłowski mit dem Ziel gegründet, Sprachbarrieren auf der ganzen Welt mit Hilfe von künstlicher Intelligenz zu überwinden. Das Kölner Unternehmen beschäftigt rund 400 Mitarbeitende. Der Übersetzungsdienst gehört zu den hundert am häufigsten aufgerufenen Websites weltweit und erreicht laut Blindtests die weltweit höchste Übersetzungsqualität.

500.000 Euro Pre-Seed Finanzierung für Traindoo

Das 2022 aus einem Forschungsprojekt der TU München ausgegründete Software-Start-up Traindoo gibt das Closing seiner Pre-Seed-Finanzierung über eine halbe Million Euro bekannt.

Der von Jonas Flach, Manuel Mandl und Fabian Flach gegründete SaaS-Anbieter Traindoo befähigt mit seinem Softwaretool zur datengetriebenen Trainings- und Therapieplanung Physiotherapeut*innen und Personal Trainer, ihre Kund*innen digital zu betreuen und eröffnet dadurch den Gesundheitsdienstleister*innen den Weg in die Teletherapie, welchen nach Angaben von Traindoo bereits 1500 Beta-Nutzer*innen zusammen mit dem Start-up bestreiten.

Das Produkt ist eine Software-Plattform mit einer begleitenden App für die Patient*innen, wobei die Therapeut*innen und Trainer*innen erstmalig von einer KI unterstützt werden, die auf Basis der Analyse des Trainingsfortschritts kontinuierlich zielgerichtete Maßnahmen ableitet. Im Zusammenspiel mit einem integrierten Kommunikationsmodul wird so eine individuelle 24/7-Betreuung ermöglicht.

Traindoo sichert sich nun in einer sehr frühen Unternehmensphase eine beachtliche Summe und konnte namhafte Kapitalgeber*innen überzeugen: Freiraum Capital sowie drei Business Angels aus Deutschland und USA steigen als Investor*innen bei dem Münchner Software-Start-up ein. „Wir freuen uns, dass wir so früh nach der Gründung und trotz der aktuellen Marktumstände sehr erfahrene Investoren und Unternehmer überzeugen konnten und diese uns ihr Vertrauen entgegenbringen. Die positive Resonanz der ersten Kunden zeigt, dass wir mit unserer Trainingsplanungssoftware eine innovative Lösung gefunden haben. Nun gilt es, unser Angebot weiter auszubauen und unsere Lösung möglichst vielen Gesundheitsdienstleistern zugänglich zu machen, um für diese den Weg in das digitale Arbeiten zu ebnen“, bekräftigen die Traindoo-Gründer.

Studie: Start-up ist (fast) Männersache

Die Analyse der Technischen Universität München (TUM) zeigt u.a.: Nur rund drei Prozent der untersuchten deutschen Start-ups wurden bzw. werden von weiblichen Teams oder einzelnen Frauen gegründet.

Eine Studie der Technischen Universität München (TUM) in Zusammenarbeit mit der Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung zeigt das Ausmaß der Geschlechter-Ungleichheit in jungen Unternehmen. Frauen sind in deutschen und französischen Start-ups deutlich unterrepräsentiert, vor allem im Technologiebereich. Dies gilt sowohl für Gründerinnen als auch für Mitarbeiterinnen. Wurden die Unternehmen von weiblichen Teams gegründet, ist der Frauenanteil der Belegschaft fast doppelt so groß wie bei Gründungen von Männerteams. Zudem werden von Männern gegründete Start-ups weit höher bewertet.

Geschlechtergleichstellung in Start-ups immer wichtiger

Wie in etablierten Unternehmen gewinnt das Thema Geschlechtergleichstellung in Start-ups immer weiter an Bedeutung. Anders als in Konzernen ist der dortige Grad an Diversität aber wenig im Detail untersucht. Ein Forschungsteam der TUM hat deshalb, unterstützt von der Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung, rund 700 deutsche und rund 1.000 französische Start-ups analysiert. Um eine möglichst große Vergleichbarkeit zu gewährleisten, konzentrierten sich die Wissenschaftler*innen auf Unternehmen, die zwischen 2012 und 2016 Venture-Capital-Finanzierungen erhalten hatten. Sie nutzten dabei Informationen aus der Datenbank Dealroom und Angaben von rund 80.000 Mitarbeitenden der Start-ups, die diese auf der Karriereplattform LinkedIn veröffentlicht hatten.

Die Analyse zeigt, dass lediglich rund 3 Prozent der untersuchten deutschen und 4 Prozent der französischen Start-ups von weiblichen Teams oder einzelnen Frauen gegründet wurden. Rund 83 beziehungsweise 84 Prozent der Unternehmen hatten Männer gegründet, 14 beziehungsweise 12 Prozent wurden von gemischten Teams gestartet. Auch bei den Beschäftigten der Start-ups beider Länder ist der Männeranteil mit mehr als 60 Prozent deutlich größer. Dabei fällt auf, dass in den Unternehmen, die von weiblichen Teams ins Leben gerufen wurden, der Frauenanteil 62 Prozent beträgt, während er in Start-ups, die von Männerteams gegründet wurden, bei nur 35 Prozent liegt.

Vor allem im Tech-Bereich sind Frauen unterrepräsentiert

Das Forschungsteam wertete auch aus, wie sich der Geschlechteranteil nach Branchen unterscheidet. Vergleichsweise hoch liegt der Gründerinnenanteil in Deutschland im Bereich Partnersuche (50 %) und in der Modebranche (29 %). Kaum Gründerinnen gibt es beispielsweise bei Robotik und Immobilien (je 3 %). In Frankreich ist das Bild ähnlich. Hier sind Gründerinnen am stärksten in der Wellness- und Schönheitsbranche (25 %) vertreten, aber selten in Märkten wie etwa Fintech (5 %).

Auch die Analyse der Mitarbeitenden zeigt, dass Frauen in Technologie-Branchen besonders unterrepräsentiert sind. Zu den untersuchten Sektoren mit den niedrigsten Frauenanteilen gehört in Deutschland die Computerspiel-Wirtschaft (19 %), in Frankreich die Halbleiter-Industrie (17 %).

Keine Gründerinnen bei Quantentechnologien

Die Studie unterscheidet nicht nur nach produktbezogenen Branchen, sondern zeigt auch die Geschlechterverteilung je nachdem welche Technologien in den Start-ups zum Einsatz kommen. Am häufigsten gründeten Frauen in Deutschland Start-ups, die Virtual Reality nutzen (20 %). Start-ups, die Technologien für das Internet der Dinge entwickeln, wurden nur sehr selten von Frauen (3 %) gegründet. Gar keine Gründerinnen fanden sich bei Quantentechnologien, so auch in Frankreich. Dort ist der Gründerinnenanteil in Start-ups mit Nanotechnologie am größten (14 %).

Von Männern gegründete Start-ups erreichen höhere Bewertung

Ungleichheit prägt auch die Bewertung durch Investorinnen und Investoren in beiden Ländern: Während deutsche Start-ups mit männlichen Gründerteams im Median mit 21 Millionen US-Dollar bewertet werden, rangieren Start-ups mit weiblichen Gründungsteams nur bei rund 6 Millionen US-Dollar. In Frankreich werden von Männern gegründete Start-ups im Median mit 14 Millionen US-Dollar bewertet, bei Gründerinnen sind es 4 Millionen.


Gründungs- und Investitionsprozesse geschlechterneutraler gestalten

„Frauen sind in der Start-up-Szene sowohl als Gründerinnen als auch als Mitarbeiterinnen deutlich unterrepräsentiert – quer durch alle Branchen, Technologien und Erlösmodelle“, sagt die Studienleiterin Dr. Theresa Treffers vom Lehrstuhl für Strategie und Organisation der TUM. „Wir kennen aus sozialpsychologischen Studien die Ursachen für die mangelnde Geschlechtervielfalt. Männer sind in der Wahrnehmung von Kapitalgebern eher für die Unternehmerrolle geeignet. Außerdem gibt es zu wenig weibliche Studierende in MINT-Fächern, die als Gründerinnen und Beschäftigte zumeist infrage kommen. Der Frauenanteil liegt in MINT-Studienfächern nur bei rund 30 Prozent.“

Konkrete Maßnahmen gefordert

Um die Start-up-Szene vielfältiger und inklusiver zu gestalten, empfiehlt die Studie verschiedene Maßnahmen. „Das Wichtigste ist, gegen geschlechtsspezifische Vorurteile und Stereotype vorzugehen, etwa durch die frühzeitige Förderung weiblicher Vorbilder“, erläutert Felicitas Schneider, Mitglied des Management Board der Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung. „Gründerinnen müssen gezielt unterstützt werden, denn Frauen stellen mehr Frauen ein.“ Verbesserungsbedarf sieht die Studie auch bei den Gründungs- und Investitionsprozessen, etwa durch geschlechtsneutrale Start-up-Programme sowie einen höheren Frauenanteil in Führungspositionen von Risikokapitalgebern.

Hier gibt's die vollständige Studie als Download

Farben-Start-up MissPompadour holt sich den Shop Usability Award 2022

Das 2019 gegründete E-Commerce Start-up MissPompadour räumt beim Shop Usability Award 2022 groß ab.

MissPompadour ist ein junges E-Commerce-Start-up aus Sinzing, welches 2019 von Astrid Reintjes, Erik Reintjes und Niklas Lütteken gegründet wurde, und Farbe ins Leben bringt. Der Online-Anbieter für B2C-Farben und Lacke in DACH unterstützt Kund*innen bei der Umgestaltung ihres Zuhauses mit Produkten und Know-how. Die hauseigene Farb-Kollektion enthält über 90 verschiedene Farbtöne. Bei der Entwicklung dieser Farben wurde besonderen Wert auf Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit bei größtmöglicher Belastbarkeit gelegt. Drüber hinaus bietet das Start-up auch vielerlei Streich-Zubehör – von Pinseln, Rollen, Schablonen bis hin zur Workwear.

Besonders der neue, liebevoll gestaltete Shop auf Shopware-Basis, der umfangreiche Content und die eigene App haben die Community und die Jury dieses Jahr begeistert. Der Shop Usability Award gehört seit 15 Jahren zu den wichtigsten Auszeichnungen des digitalen Handels in der DACH Region. Der Award wurde 2008 das erste Mal verliehen und bewertet seitdem jährlich über 700 Shops.

Erik Reintjes, Co-Gründer von MissPompadour: „Wir können es noch immer nicht wirklich glauben, dass wir der Gesamtsieger geworden sind. Es ist bereits eine große Auszeichnung, dass wir in der Kategorie „Haushalt, Heimwerk & Garten“ die Jury überzeugen konnten. Dass wir uns auch gegen die großen Konkurrenten wie Snocks, C&A, Babyone & Co durchsetzen konnten, macht uns besonders stolz. Es ist eine große Anerkennung und Wertschätzung für unsere Arbeit und die vom gesamten Team. Wir versuchen, uns ständig zu verbessern und unsere Services zu optimieren. So haben wir zuletzt Produkt-Sets für spezielle DIY Projekte zusammengestellt, damit die Kund*innen noch leichter und übersichtlicher fündig werden. Darüber hinaus bieten wir in Kooperation mit dem Start-up dropp in Hamburg, München und Berlin jetzt an, dass die MissPompadour-Farbe innerhalb von drei Stunden geliefert wird. Dass diese Bemühungen und Services honoriert werden, macht uns sehr dankbar und motiviert uns, den Weg auch zukünftig weiterzugehen und uns innovative und kundenorientierte Services und Produkte einfallen zu lassen.“

GameChanger des Monats: news.oder.fake - spielerisch zur Medienkompetenz

Das Augsburger Social Start-up nof UG veröffentlichte Anfang des Jahres sein innovatives Free-to-play-Game „news.oder.fake“. Die Newsgame-App will einen spielerischen, aber fundierten Umgang mit den Themen Politik, Gesellschaft, Nachhaltigkeit und Medienkompetenz bieten. Mehr zu der App und der Idee des Gamified Journalism im Interview mit Co-Founder und CEO Simon Sonnenberg.

Wann und wie bist du zusammen mit deinen Co-Gründern Jan Sundag und Gregorz Leoniec auf die Idee zu news.oder.fake gekommen und welches Problem adressiert ihr?
Genau genommen ist die Idee zu news.oder.fake schon viele Jahre „in der Mache“. Uns hat immer die Frage interessiert, wie wir einen neuen Weg finden können, damit sich mehr Menschen mit gesellschaftspolitischen Themen beschäftigen. Darüber hinaus liegt uns besonders am Herzen auch einen Zugang dazu anzubieten, der eine konstruktive wie intensivere Auseinandersetzung mit den Inhalten, Quellen und Medien ermöglicht. Und nach vielen Auf und Abs, Konzeptionsphasen mit vielen spannenden Menschen, haben wir drei am Ende zusammengefunden und uns gemeinsam in dieses Projekt gewagt.

Was waren die wichtigsten Steps von der Gründung bis zum Go-live der App?
Nach der Ausgestaltung der Idee und der Klarheit, dass wir uns in die durchaus mit Fallstricken versehene Medienwelt wagen, ging es natürlich um Finanzierungsfragen und wie wir in der heutigen Aufmerksamkeitsökonomie mit einem Sozialunternehmen ohne Mediabudget überhaupt an Reichweite kommen können. Damit verbunden war auch sehr lange die Frage des hohen Entwicklungsaufwands, die wir dann mit Greg (Gregorz Leoniec) als Co-Gründer perfekt lösen konnten.

Wie habt ihr euren Start und damit auch euch selbst bislang finanziert?
In aller erster Linie in Eigenleistung. Ganz zu Beginn gab es zudem ein erfolgreiches Crowdfunding sowie später die Unterstützung von einigen Bekannten und Unterstützern, die von Anfang an das Projekt geglaubt und uns mit Arbeitsleistung sowie finanziell unterstützt haben. Da wir alle drei Freiberufler sind und unsere Projekte sowie Skillsets sich sehr gut ergänzen, können wir das quasi größtenteils quer stemmen. Das ist aber natürlich eine bewusste und nicht zwangsläufig ökonomische Entscheidung –, aber wir verstehen uns als Sozialunternehmen und da kann das aus unserer Sicht durchaus dazugehören.

Nun zu eurer App: Was ist das Besondere, das Innovative an news.oder.fake? Und wie genau funktioniert das News-Game?
News.oder.fake ist Deutschlands erstes Newsgame. Wir sagen: Headlines lesen war gestern, es ist Zeit sie zu spielen und damit ganz anders zu „erleben“. In unserer App kannst du also jeden Tag kontroverse und spannende Headlines spielen. Du hast 42 Sekunden, ein Bild und eine Headline. Ist sie news oder fake? Per Swipe nach links oder rechts, wie viele es vielleicht aus Tinder kennen, entscheidest du dich.

Anschließend erfährst du sofort, warum die Story news oder fake ist. Hinter jeder Headline stehen eine fundierte Story und die entsprechenden Quellen. Dafür gibt es eine Redaktion, die mit viel Mühe recherchiert und jede Headline individuell für dich spielbar aufbereitet.

Einmal gespielt, sind alle Headlines immer griffbereit in einer Sammlung zum Nachschlagen. Und natürlich erspielst du dir Punkte sowie Candies und kannst dich damit vergleichen, verbessern und bald auch gegen echte Preise einlösen.

Gründer*in der Woche: planelli - Junggesellinnenabschiede mit Plan

Junggesellinnenabschiede könnten für alle Beteiligten stressfrei sein, wenn die Organisation aus einem Guss wäre – was leider eher selten der Fall ist. Die planelli-Gründer*innen wollen hier Abhilfe schaffen. Mehr dazu im Interview mit Co-Founderin und CEO Sandrin Lange.

Wann und wie bist du zusammen mit deinen Mitgründer*innen Melanie Möhlmann und Christian Schmitz auf die Idee zu planelli gekommen? Waren eigene negative Erfahrungen im Spiel?

Ja! Denn so schön der Tag selbst auch ist, die Planung eines Junggesellinnenabschieds bringt doch einige Herausforderungen mit sich. Häufig findet die Organisation größtenteils über Messenger statt, was sehr schnell für alle sehr unübersichtlich wird. Wer hat nochmal was wann geschrieben? Welche Vorschläge wurden schon gemacht? Wer ist eigentlich mit dabei oder kann an welchem Datum nicht? Und wie viel wollen wir ausgeben? Da gibt es viel zu klären und viel zu diskutieren. Wir haben das immer als recht anstrengend erlebt und im Rahmen so einer Planung dann selbst nach einem digitalen Tool gesucht, das uns hilft. Und keins gefunden. Unsere Lösung: Selbst einen Planer entwickeln. Die passenden Hintergründe haben wir zum Glück mitgebracht. Christian und ich kommen aus dem Bereich UX Design, Melanie zaubert als Fullstack Engineer den planelli Code.

Was sind deiner Erfahrung nach die größten Knackpunkte bzw. No-Gos bei der Planung von Junggesellinnenabschieden (kurz JGA)?

Zum einen die schon erwähnte Unübersichtlichkeit der gesamten Planung innerhalb einer Chatgruppe. Dann werden häufig digitale Tools genutzt, die aber alle woanders zu finden sind. Auch da muss man den Überblick behalten. Und ein ganz heikles Thema: Das liebe Geld. Die einen würden für den Tag ordentlich was investieren, die anderen möchten oder können nicht so viel ausgeben, finden es aber vielleicht unangenehm darüber zu reden. Deswegen haben wir zum Beispiel eine anonyme Abstimmung über das Budget pro Kopf integriert.

Was waren die wichtigsten Steps von der Gründung bis zum fertigen Produkt, eurem digitalen JGA Planer planelli?

Ganz wichtig: User Research. Als allererstes haben wir unsere Idee so validiert und machen immer wieder Testrunden, um entlang der Nutzerbedürfnisse zu entwickeln. Außerdem sind wir Schritt für Schritt live gegangen. Zunächst mit unserer Website inklusive Programmseite, auf der sich über 100 Aktivitäten für einen JGA finden (und auch buchen) lassen. Schritt zwei war dann der Planer selbst. Denn im Sinne des MVP (Minimum Viable Product) wollten wir uns nicht im Detail verlieren, bevor wir live gehen. Stattdessen so schnell wie möglich launchen, in der Live-Umgebung testen und weiter iterieren.

Was ist das Besondere an planelli, wie unterscheidet ihr euch von den zahlreichen anderen Lösungen in diesem Bereich?

Wir bieten die wichtigsten Tools für die Planung an einem einzigen Ort statt auf vielen verschiedenen Seiten. Bei uns findet man Inspiration für die Programmplanung, kann Aktivitäten über Partnerseiten buchen und direkt über das Datum und das Budget für den Tag abstimmen lassen. Außerdem kann die Planung mit allen Teilnehmer*innen geteilt werden. Wir vereinfachen damit enorm die Kommunikation und Organisation des Tages.

Wie habt ihr die Produktentwicklung und damit auch euch selbst bislang finanziert?

Wir sind bis jetzt komplett selbstfinanziert. Unser Geschäftsmodell basiert aktuell auf Affiliate Marketing, der nächste Schritt ist ein Premiummodell für den Planer. Die User haben dann die Wahl zwischen einem kostenfreien Plan und einer Version mit mehr Funktionen und Möglichkeiten.

Wie macht ihr auf euch und eure Services aufmerksam?

Zum einen nutzen wir unser Netzwerk, zum anderen bauen wir unsere Social-Media-Kanäle auf und aus. Unser Fokus liegt allerdings stark auf Instagram, wo sich unsere Zielgruppe hauptsächlich tummelt. Wir schalten hier regelmäßig Werbung und setzen außerdem auf eine ausgefeilte PR-Strategie.

Was sind eure weiteren unternehmerischen To-dos und Pläne?

Wir sind noch lange nicht fertig. Planelli soll weiter wachsen und neben den wichtigsten Planungstools weitere Lösungen bieten, damit die Organisation eines JGAs noch einfacher wird und schlichtweg mehr Freude macht. Es geht aber noch weiter: Wir möchten DIE Adresse für die (digitale &) einfache Planung jeglicher Events werden. Denn es gibt ja noch mehr zu organisieren als Junggesellinnenabschiede.

Und last but not least: Was rätst du anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung?

Im Brainstorming sollte man sich nicht limitieren, in der Entwicklung ist dann aber MVP das Zauberwort. Nicht zu lange und bis ins letzte Detail im stillen Kämmerlein vor sich hin werkeln. Lieber auf das Wesentliche konzentrieren, live gehen und mit dem echten Feedback und datengetrieben weiterarbeiten.

Hier geht’s zu planelli

Das Interview führte Hans Luthardt

Gründer*in der Woche: foodcall - Essensbestellung per KI-Sprach-Chatbot

Mit foodcall hat we-do.ai-Gründer und CEO Dr. Sebastian Hecker nach drei Jahren Entwicklungsarbeit ein Software-Pionierprojekt an den Start gebracht. Erstmals wird KI mit Spracherkennungsfunktion in der Gastro-Branche genutzt. Mehr zu dieser KI-Innovation und die Anwendungsfelder im Interview mit Sebastian.

Wann und wie bist du auf die Idee zu foodcall gekommen?

Die we-do.ai GmbH wurde 2018 mit dem Fokus der individuellen Softwareentwicklung im Bereich Künstliche Intelligenz gegründet. Einige unserer Projekte beinhalteten die Programmierung von Sprach-Chatbots und da unser Ziel immer war, ein eigenes Produkt zu entwickeln, haben wir uns eine Branche gesucht, für die es möglich ist, einen Sprach-Chatbot zu launchen, der in einem flüssigen Gespräch alle Fragen der Anrufer klären kann. Nach einiger Recherche fiel die Entscheidung für die Gastronomie, weil die Themen, die ein Anrufer mit einem Restaurant klären möchte, überschaubar sind: Essensbestellungen, Tischresevierungen, sonstige Anliegen. Was zu Anfang überschaubar aussah, hat sich im weiteren Entwicklungsverlauf als komplexer und vielschichtiger herausgestellt, sodass die Entwicklung drei Jahre benötigt hat und wir "erst" im März dieses Jahres foodcall erstmalig an Restaurants verkauft haben.
Um foodcall zu 100 Prozent an die Bedürfnisse der Gastronomen anzupassen, haben wir in den drei Entwicklungsjahren mit vielen verschiedenen Restaurants die Software als Pilot getestet. Die Anzahl dieser Erstkunden lag bei Marktstart bei 121 Restaurants.


Was waren die wichtigsten Steps von der Gründung bis zum fertigen KI-Sprach-Chatbot?

Die Entwicklung der Sprach KI an sich war die größte Hürde. Für die Entwicklung haben wir mehr als drei Jahre benötigt. Hierbei stellten wir uns die zentrale Frage, was der Markt eigentlich will. Folglich haben wir uns immer wieder daran orientiert, wie Kunden bei ihren Restaurants anrufen und anhand von vielen Telefonaten die KI kontinuierlich weiterentwickelt.

Letztlich dabei herausgekommen ist foodcall: Was ist das Besondere an foodcall und wie unterscheidet ihr euch von anderen Gastro-Software-Lösung?

Foodcall ist eine umfassende Software-Lösung für die Gastronomie: Angefangen bei der Bestellannahme per Telefon via Übermittlung an die Küche bis zur Integration in das Kassensystem, ist der Dienst rund um die Uhr einsatzbereit, kann parallel mehrere Telefonate führen und auch Kundenanfragen an das Restaurant weiterleiten. Er merkt sich z.B. die letzten getätigten Bestellungen inkl. Vorlieben sowie die Lieferadressen der Kunden. Aber nicht nur Bestellungen und Reservierungen werden bearbeitet, sondern auch andere Anliegen wie einen Anruf des Steuerberaters oder des Lebensmittellieferanten. Dabei zeichnet sich der Sprach-Chatbot insbesondere durch eine flüssige Gesprächsführung aus, erkennt Sprachvariationen und beantwortet Nachfragen zum Bestellstatus. Das foodcall-Team hebt damit Sprach-Chatbots auf das nächste Level. Bisher ist man daran gewöhnt, dass z.B. Alexa oder der Google Assistant eine Antwort auf eine Frage geben, aber keine normale Konversation führen können. Durch den ganzheitlichen Ansatz von foodcall werden Fehlbestellungen deutlich reduziert bzw. komplett vermieden. Mit dieser Unterstützung kann sich das Restaurant auf die Zubereitung, das Servieren und Ausliefern von Speisen fokussieren und so das Team entlastet werden. Es gibt keine aktuell keine anderen Anbieter im Markt, die etwas Vergleichbares anbieten.

Wie habt ihr die Produktentwicklung und damit auch euch selbst bislang finanziert?

Der TGFS Technologiegründerfonds Sachsen erhöhte erst im Juli 2022 sein Investment auf einen inzwischen siebenstelligen Betrag im Rahmen einer Folgefinanzierung. Bereits seit 2018 begleitet der TGFS das auf Chatbots spezialisierte Start-up als Finanzierungspartner.

Wer sind eure Kund*innen bzw. wo kommt foodcall idealerweise zum Einsatz?

Jedes Restaurant, Kette oder Franchise ist potenzieller Kunde, da jedes Restaurant Anrufe bekommt. Idealkunden sind natürlich die, die viele Essensbestellungen über das Telefon erhalten, da hier der größte Mehrwert für das Restaurant entsteht. Dies zeigt sich aktuell schon an unserer Kundenstruktur, vom Kleinunternehmen (Dönerbude) bis zum großen Franchise ist alles vertreten. Die faire Preisgestaltung, die kurze Kündigungsfrist von einem Monat und die flexible Nutzung ermöglichen auch kleinen Restaurants mit geringem Geldbeutel den Einsatz von foodcall. Das Bezahlmodell ist pay per use, d.h. das Restaurant bezahlt foodcall für jeden Anruf, der übernommen wird. Der Gastronom kann foodcall individuell aus- und anschalten, wenn er selbst das Telefon übernehmen und so ggfls. Kosten sparen will.

Was sind deine wichtigsten Erkenntnisse seit der Markteinführung Anfang 2022?

Foodcall kommt genau zur richtigen Zeit: Zum einem werden die "Endkunden" digitaler und offener für KI-Sprach-Chatbots, zum anderen hilft foodcall beim akuten Fachkräftemangel Arbeitskraft zu ersetzen bzw. bereit zu stellen, da die KI 24/7 einsatzbereit ist. Die grundsätzliche Entwicklung wird in allen Bereichen mehr und mehr Richtung "Voice" gehen.

Foodcall ist der erste Sprach-Chatbot in Deutschland, der in einem flüssigen Gespräch mit seinem Anrufer kommunizieren kann. Viele Anwendungen, die heute noch per Tastatur eingegeben werden, werden zukünftig per Sprache geschehen: z.B. Onlineshop-Bestellungen. Mit dem sich täglich vergrößernden Datenpool und den Erfahrungen in Gesprächsführung ist die KI von foodcall für diese Zukunft ideal aufgestellt.

Was sind deine weiteren unternehmerischen Vorhaben bzw. To-dos?

Unser Ziel ist der Aufbau starker Kooperationen, Leuchtturm-Kunden zu gewinnen, natürlich große Bekanntheit zu erlangen und eine schnelle Marktdurchdringung zu erreichen. Die größte Herausforderung wird dabei sein, das schnelle Wachstum zu meistern. Wir sehen foodcall flächendeckend in Deutschland in allen möglichen Restaurants und auch in weiteren deutschsprachigen Ländern wie Österreich und Schweiz. Eine Expansion in weitere Länder mit weiteren Sprachen steht ebenfalls auf unserer Agenda.

Und last but not least: Was rätst du anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung?

  1. Unternehmen sollten sowohl technisch als auch vertriebsseitig gleichermaßen gut aufgestellt sein. Diese zwei Faktoren stehen für Stabilität und bilden die Basis, um sich gut zu positionieren und zum Erfolg zu kommen. 
  2. Immer am Markt ausrichten, dabei spielt der persönliche Geschmack keine Rolle. Wichtig ist, was der Markt will!
  3. Immer am Ball bleiben, stets nach neuen Lösungen suchen und nicht zu schnell die Flinte ins Korn werfen. Die wenigsten Start-ups funktionieren in den ersten ein bis drei Jahren. Man braucht also Ausdauer und dickes Fell. Auch spielt Flexibilität eine entscheidende Rolle. Das haben uns nicht zuletzt die letzten drei Jahre seit Beginn der Pandemie gelehrt.

Hier geht's zu we-do.ai bzw. foodcall

Das Interview führte Hans Luthardt

Hamburgs Zukunftswerkstatt für Food-Innovationen gestartet

Hamburgs Zukunftswerkstatt für Food-Innovationen – der Food Harbour Hamburg (FHH) – startet seine Innovationsarbeit für die Food- & Beverage-Industrie.

Gerade in der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation, wo Kostenoptimierung im Fokus steht, sind alle Akteur*innen herausgefordert, nachhaltig relevante Innovationen zu entwickeln und in den Markt zu bringen. „Heute kämpfen einerseits dynamisch wachsende Start-ups mit der Skalierung, also der effizienten Steigerung ihrer Stückzahlen, während andererseits die bereits etablierten Unternehmen herausgefordert sind, sich und ihre Produkte zum Teil komplett neu zu erfinden“, beschreibt Food Harbour Hamburg Co-Founder und Geschäftsführer Jochen Matzer die aktuelle Ausgangssituation.

„Exakt diese Herausforderung, nämlich mit Innovationen effizient zu wachsen, lösen wir mit dem Full-Service-Angebots unseres Food-Accelerators“, so Co-Geschäftsführer Sebastian Heinz. „Denn wir bieten sowohl etablierten Food- & Beverage-Produzenten wie auch Food-Start-ups ein umfangreiches, modulares Service-Portfolio, das von der Definition des Produkt- und Markenkonzepts bis zur Rezepturentwicklung, der ersten Kleinserienproduktion sowie der mehrkanaligen Vermarktung reicht.“


Verkaufsfähige Kleinserien entwickeln

Seinen Partner*innen und Projektkund*innen bietet der Food Harbour Hamburg auf dem Food-boom-Campus in der Billstraße 114 eine vollwertige Entwicklungs- und Produktionsumgebung, in der Starts-ups und Industrie die ersten, verkaufsfähigen Kleinserien entwickeln und im nächsten Schritt produzieren können. „Wir werden perspektivisch die relevanten Anlagen hier vor Ort haben. Ansonsten verstehen wir uns als Schnittstelle zu entsprechenden Produktionsdienstleistern sowie den spezialisierten Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, wo wir alle weiteren Prozessschritte durchführen können“, so Kay Schumacher, der im Team den Bereich Processing und Technologie verantwortet. Zusätzlich profitieren die Harbour-Partner*innen von der kulinarischen Kompetenz des Harbour-Mitgesellschafters Foodboom: „Wir verfügen über eine langjährige Kompetenz, neue Trends aus der Gastronomie in innovative Markenprodukte zu übertragen“, so Mitgründer Hannes Arendholz, der die Entwicklung neuer Rezepturen verantwortet.

Die zentralen Vorteile dieses One-Stop-Shopping-Angebots liegen laut Matzer klar auf der Hand: „Unsere Partner beschleunigen ihre Inhouse-Innovationsprozess deutlich, haben gleichzeitig die Möglichkeit, unser vielfältiges Know-how sowie unsere breiten Entwicklungs- und Produktionsressourcen flexibel und kosteneffizient für sich zu nutzen und sich außerdem im kreativen Austausch mit weiteren Food- und Beverage-Pionieren zu vernetzen.“

Hamburger Ernährungswirtschaft als Wachstumstreiber

Nach über zweijähriger Entwicklungsarbeit gab der Hamburger Senator für Wirtschaft und Innovation Michael Westhagemann jetzt den offiziellen Startschuss. Der Food Harbour Hamburg ist dabei ein Kernelement der Wachstums- und Innovationsoffensive von Hamburger Senat und Bürgerschaft mit dem Ziel, die Ernährungswirtschaft in der Metropolregion Hamburg zu einem Wachstumstreiber zu machen. Westhagemann: „Der Food Harbour Hamburg ist ein besonderes Projekt des zukünftigen Food Cluster Hamburg, weil es den Heimathafen für viele Food Start-ups und Mittelstand Unternehmen bildet, um Lebensmittel einer neuen Generation zu entwickeln. So sollen neue und innovative Produkte entstehen und Rohstoffe der Zukunft aus Hamburg heraus kreiert werden.“

Start-up-Programm, Know-how und mehr

Zum Angebot des Harbours gehört auch ein sechsmonatiges Start-up-Programm, in dem Jung-Unternehmer*innen auf die nächste Entwicklungsstufe gebracht werden. „Wir liefern dafür den Start-ups gezielt das Know-how und die Ressourcen, die sie für den nächsten Wachstumsschritt brauchen“, so Programmleiterin und Co-Founderin Stefanie Ostendorf. Mit dem morgigen Startschuss für den Food Harbour startet auch der erste Batch für fünf Start-ups aus der Metropolregion Hamburg, die sich mit ihren Produkt-Innovationen den Teilnehmern der Eröffnungsveranstaltung vorstellen.

Neben einer initialen Förderung durch die Hamburger Behörde für Wirtschaft und Innovation wird der Betrieb des Food Harbour Hamburg durch die Businesspartner- und Projektkund*innenen finanziert, die ihre individuellen Leistungspakete entsprechend vergüten. Dabei haben die Businesspartner*innen den Vorteil, dass sie sich auf Basis eines dreijährigen Rahmenvertrags den bevorzugten Zugriff auf die vorhandenen Ressourcen sichern.

„Co-Creation ist unsere Mission. Nur gemeinsam machen wir Hamburg zum Hotspot eines neuen, nachhaltigen Food Systems. Deshalb ist uns die Zusammenarbeit mit den bestehenden Pionieren wie foodactive, dem Food Innovation Camp, dem foodlab und FoodWorks sowie den entsprechenden Wissenschaftsinstituten der Hamburger Universitäten“, so Mitgründer Philipp Stradtmann.

Last-Mile-Plattform Liefergrün expandiert nach Wien

Liefergrün startet seine Expansion und absolviert ab November 2022 auch in Wien die letzte Meile der Logistik emissionsfrei.

Laut der aktuellen E-Commerce Studie nimmt das Interesse am Online-Shopping weiter zu: 76 Prozent der Österreicher*innen kaufen aktuell online ein. Gleichzeitig beklagen sich die Großstädter*innen zunehmend über Emissionen und Platzprobleme. Große herkömmliche Lieferfahrzeuge auf der letzten Meile sind, Stand jetzt, für rund 70 Prozent der Gesamtemissionen im Lieferprozess verantwortlich. „Das geht besser und muss mit den Wünschen der Verbraucher*innen nach einem umweltbewussteren Leben kompatibel sein“, dachte sich Niklas Tauch und gründete im Jahr 2020 Liefergrün zusammen mit Max Schleper und Robin Wingenbach.

Emissionsfrei, fair und bequem

Liefergrün absolviert die letzte Meile der Logistik emissionsfrei, fair und bequem. Dafür setzt das Unternehmen auf Lieferung via (Lasten-)Rad und E-Vans. Das Start-up ist bereits für große Marken wie adidas, dyson oder Shop-Apotheke im Einsatz. Die Kund*innen bestimmen dabei, wann die Lieferung ankommen soll und nicht umgekehrt. Das gleiche Prinzip gilt auch für die Retouren. Mit einer eigens entwickelten App wird die optimale Route für die Fahrerin oder den Fahrer mit dem passenden Fahrzeug berechnet. Auf diese Weise werden Lieferungen effizienter, und 86 Prozent der Emissionen im Lieferprozess können dadurch eingespart werden. Der Rest wird durch das Unternehmen kompensiert. Das Ziel ist, irgendwann die 100 Prozent zu erreichen.

Ab November in Wien on Tour

Seinen Lösungsansatz exportiert Liefergrün nun nach Wien, weitere österreichische Städte und Nachbarländer sollen bald folgen. Die Entwicklung des österreichischen Marktes leitet Logistikexperte Sascha Sauer, der zuvor als Head of Logisitcs und Head of Sales als Prokurist bei Hermes Logistik in Österreich tätig war. Mit zehn Jahren Erfahrung im Bereich Logistik und umfangreichen Marktkenntnissen wird er Liefergrün beim Aufbau zu einem europäischen Unternehmen unterstützen. „In Österreich und Osteuropa ist der Onlinehandel eindeutig im Aufwind. Allerdings ist die letzte Meile dort noch nicht ausreichend nachhaltig abgedeckt. Gerade beim letzten Punkt müssen wir schneller werden. Mit dem Liefergrün-Ansatz aus Deutschland sehe ich daher großes Potenzial. Ich freue mich unglaublich darauf, mit dem gesamten Liefergrün-Team eine zukunftsfähige Lösung nach Österreich zu bringen und heute schon einen echten Einfluss auf unsere Umweltziele zu haben“, so Sascha Sauer.

Weitere Expansion in Richtung Budapest, Bratislava und Prag

Durch die Nähe Österreichs zu anderen europäischen Ländern hat Liefergrün als nächstes Metropolen wie Budapest, Bratislava und Prag im Visier und kann damit weitere 30 Prozent des Liefermarktes abdecken. „Diese Märkte sind vielversprechend, da das Interesse am Onlinehandel sehr groß ist. Doch ohne moderne und flexible Liefermöglichkeit führt dies zum Verkehrschaos in den Städten. Die derzeitige Infrastruktur entspricht noch lange nicht den nachhaltigen Zielen. Genau hier wollen wir ansetzen. Wir müssen dort, wo überholte Prozesse bestehen, radikal umdenken, um eine intelligentere und nachhaltigere Lieferinfrastruktur für die letzte Meile und mittelfristig für den Regionalverkehr zu schaffen“, ergänzt Sascha Sauer.

Kick-Off der EY Startup Academy 2022

Seid beim Kick-Off der EY Startup Academy am 15. September mit dabei!

Fast 90 Start-ups haben sich für die Teilnahme an der EY Startup Academy 2022 beworben – ein toller Erfolg! Am 15. September treten die vielversprechendsten Gründer*innen in einem Pitch Contest im Techquartier in Frankfurt gegeneinander an. Die mit Vertretern aus dem Partner-Netzwerk der EY Startup Academy besetzte Jury wählt die Finalist*innen für das sechswöchige Programm aus.

Voten, Netzwerken und Insights erfahren

Doch auch die Zuschauer*innen können für ihr favorisiertes Start-up abstimmen! Daneben habt ihr die Chance, mit Investoren und anderen Akteuren aus dem Startup Ökosystem zu netzwerken und spannenden Vorträgen und Keynotes zu lauschen. Unter anderem wird Martin Möllmann, Senior Investment Manager beim High-Tech Gründerfonds (HTGF), eine Keynote zu den aktuellen Entwicklungen im Markt halten und eine Einschätzung dazu aus Investorensicht geben.

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Entrepreneurship Summit 2022

Am Donnerstag, 06. Oktober, als hybrides Event online, und dann in Berlin vor Ort am 22./23. Oktober treffen sich mehr als 1000 Entrepreneur*innen, Gründende und Gründungsinteressierte, um die Transformation der Ökonomie voranzutreiben. Das erwartet dich online und vor Ort.

“The Berlin Way of Entrepreneurship”

Unter dem Motto “The Berlin Way of Entrepreneurship” versammeln sich am 22./23. Oktober 2022 mehr als 1000 Entrepreneur*innen, Gründer und Gründungsinteressierte auf dem Entrepreneurship Summit in Berlin, um die Transformation der Ökonomie voranzutreiben. Berlin steht als Sinnbild für ein europäisches, wertebasiertes Entrepreneurship, das auch künstlerische, fantasievolle, unkonventionelle Wege einschlagen kann.

Im Henry-Ford-Bau der Freien Universität in Berlin-Dahlem wird von Samstag früh bis Sonntag spät alles geboten, was Gründer*innen, Gründungsinteressierte und Zukunftsenthusiast*innen brauchen. Workshops, Keynotes, Pitches vor Expert*innen, Diskussionen und ein einzigartiger Wettbewerb, bei dem 10 Gründer*innen den Proof of Concept, den Markttest, für ihre Idee/ ihr Projekt vor gesammeltem Entrepreneurship-Summit-Publikum machen.

Das Alleinstellungsmerkmal von Entrepreneurship nutzen

Auf dem Entrepreneurship Summit soll es aber nicht nur darum gehen, Vorschläge zu machen, die die Welt retten – davon gibt es schon viele. Und es soll nicht nur darum gehen, Unternehmen zu gründen – auch dafür braucht man keine weitere Veranstaltung mehr.

Es soll vielmehr darum gehen, mit unternehmerischem Denken und Handeln neue Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen, um die Welt zu retten.

Und das kann eine ungeahnte Dynamik auslösen. Weil Entrepreneur*innen nicht auf politische Mehrheiten warten müssen, um ihre Idee, die Welt zu retten, in die Praxis umzusetzen. Sie können hier und jetzt starten.

Der Entrepreneurship Summit 2022 wird veranstaltet von der Stiftung Entrepreneurship unter der Leitung von Prof. Günter Faltin.

Studie: Wie Verbraucher*innen wirklich ticken

Geschwindigkeit ist nicht mehr alles, auch Expert*innenwissen und menschliche Nähe zählen. Das und mehr zeigt die aktuelle Verbraucher*innen-Studie von Twilio und Oxford-Professor Andrew Stephen.

Die Untersuchung wurde von Censuswide mit 8726 Verbraucher*innen in Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Spanien zwischen dem 26.05.2022 und dem 07.06.2022 durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Krise der Lebenshaltungskosten zu neuen Verhaltensweisen und Erwartungen seitens der Verbraucher*innen geführt hat. Daten von über 8.700 Personen aus ganz Europa belegen, dass damit der Druck auf Unternehmen wächst, mit ihren Kund*innen auf sinnvolle Weise in Kontakt zu treten. Die neuen Elemente des Kund*innenerlebnisses folgen einer E3-Formel aus Effizienz, Fachkenntnisse und Emotionen.

Beschleunigt wurde diese Veränderung durch die COVID-19-Pandemie, wirtschaftliche Unsicherheit und rasante technologische Entwicklungen. Um im derzeitigen Wirtschaftsklima erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen alle drei Elemente anbieten. Ihre Maßnahmen müssen auf die individuellen Bedürfnisse der Kund*innen zugeschnitten sein, um langfristiges Vertrauen aufzubauen und die Kund*innenbeziehungen in jeder Phase des Lebenszyklus zu verbessern.

Geschwindigkeit ist bei Weitem nicht alles

Die Studie „The Relationship Economy: Customer Engagement in the Digital Era“ zeigt, dass der Wunsch von Kund*innen nach einem effizienten Service nicht nachgelassen hat: 25 Prozent der Befragten weltweit gaben dies immer noch als ihre wichtigste Priorität an. Der Erfolg von schnellen Lieferoptionen und One-Click-Shopping zeigt, dass Bequemlichkeit nach wie vor im Vordergrund steht. Um wirklich erfolgreich zu sein, sollten Unternehmen ihren Schwerpunkt allerdings nicht nur auf die Geschwindigkeit legen. Die Ergebnisse zeigen, dass es angesichts der Krise beim Aufbau von dauerhaftem Kund*innenvertrauen und anhaltender Loyalität um mehr geht als nur um Geschwindigkeit.

Nach wie vor wünscht sich ein Viertel der Befragten weltweit Effizienz in der Kund*innenbeziehung; daneben nannten 24 Prozent bzw. 25 Prozent weltweit Expertise und Verhalten – oder emotionale Bindung – als ihre wichtigsten Prioritäten. Marken müssen daher über die reine Geschwindigkeit hinausgehen und in Technologien investieren, die alle drei Säulen unterstützen. Mehr Personalisierung hilft bei diesem Spagat, wobei die Kontaktaufnahme auf die Bedürfnisse des Einzelnen in einem bestimmten Kontext zugeschnitten werden sollte. In der beziehungsorientierten Wirtschaft gedeihen starke Kund*innenbeziehungen nur dann, wenn der schnellen Reaktion auch Expertise und emotionale Bindung folgen.

GameChanger des Monats: Fertilly – der Kinderwunschreise-Digitalisierer

Christoph Müller-Guntrum hat schon einige Karrierestationen hinter sich. Er leitete als Geschäftsführer zwei Jahre das Logistik-Startup Movinga. Zuvor war er fünf Jahre Unternehmensberater bei BCG mit vielen Berührungspunkten zum Healthcare-Bereich. 2019 entschied er sich, Fertilly zu gründen, um ein fundamentales gesellschaftliches Problem zu lösen: die rückläufige Demographie in der westlichen Welt. Mehr dazu im Interview mit Christoph.

Es gibt zahlreiche Gründe, warum Frauen und Paare ungewollt kinderlos bleiben. Viele sind medizinisch zu begründen, andere haben keine medizinisch diagnostizierbaren Ursachen. So oder so: Grundsätzlich scheint das Thema Unfruchtbarkeit aktuell immer noch (gesellschaftlich) stigmatisiert zu sein und damit für die Betroffenen schwierig zu handhaben. Wie siehst du das?

Das trifft genau den Kern der Problematik. Wie viel Aufklärungsbedarf im Bereich Fruchtbarkeit, Kinderwunsch und Familienplanung besteht, hat eine repräsentative Studie gezeigt, die wir letzten Monat durchgeführt haben. Das Bild ist so klar wie erschreckend: 75 Prozent der Deutschen halten Unfruchtbarkeit für ein Tabuthema. Besonders Männer haben ein großes Problem, über das Thema zu sprechen; sie würden lieber so ziemlich jedes andere Tabuthema wählen, als über Probleme mit der eigenen Zeugungsfähigkeit zu sprechen.

Kombiniert man das mit der Tatsache, dass die Deutschen das fruchtbare Fenster von Männern und Frauen deutlich überschätzen, ist es natürlich nicht verwunderlich, dass sich viele erst dann mit ihrer eigenen Fruchtbarkeit auseinandersetzen, wenn es für eine Schwangershaft auf natürlichem Wege häufig schon zu spät ist. Gerade Männer unterliegen häufig dem Irrglauben, dass sie “forever fertile” sind, was nicht stimmt. Umso wichtiger ist es meiner Meinung nach, offen mit dem Thema umzugehen und hier eine längst überfällige Aufklärung nachzuholen.

Wie eingangs erwähnt, hast du beruflich einige Stationen hinter dir, bis du das Thema
Reproduktionsmedizin unternehmerisch für dich entdeckt hast. Was war der Auslöser bzw. ist die Motivation, Fertilly zu gründen?

Ich hatte in meiner Zeit als Unternehmensberater schon über längere Zeit Berührungspunkte mit dem HealthTech-Bereich. Schon damals habe ich gemerkt: Hier gibt es unglaublich großen Optimierungsbedarf! Als ich 2019 durch einen Fall aus meinem familiären Umfeld dann aus erster Hand mitbekommen habe, wasl in der Reproduktionsmedizin für ein Informationsdschungel herrscht und wie aufwendig die Therapievorbereitung für Betroffene ist, war für mich klar: Hier muss sich etwas tun – und das nicht nur im Bezug auf die Digitalisierung, sondern auch gesellschaftlich. Mit Fertilly soll jede*r, unabhängig vom Geschlecht, der sexuellen Orientierung oder dem Familienstand, den gleichen Zugang zum Kinderwunsch bekommen.

Was waren die wichtigsten Meilensteine von der Gründung bis zum Start von Fertilly?

Mitte dieses Jahres ist unser Patientenportal live gegangen, mit dem wir die gesamte Therapievorbereitung digitalisiert haben. Patient*innen können individuelle Anamnesebögen online ausfüllen und bestehende Untersuchungsergebnisse hochladen. So haben sowohl Patient*innen als auch Kliniken alle relevanten Infos auf einen Blick. Auch im Bereich der ersten Diagnostik hat sich dieses Jahr vieles getan: Wir haben uns mit dem führenden Anbieter zusammengetan, um unseren Patient*innen einen At-home Spermientest anbieten zu können, mit dem verlässliche Ergebnisse wie bei einem*einer Ärztin*in erzielt werden.

Wie hast du diese Phase finanziell gestemmt?

Die Gründung sowie die ersten zwei Jahre haben wir komplett gebootstrapped. 2021 haben wir erfolgreich eine Seed-Finanzierungsrunde abgeschlossen, die uns einen zusätzlichen Anschub verpasst hat. Wir sind seitdem auf rund 20 Mitarbeiter*innen gewachsen und konnten neben der DACH-Region Märkte wie Italien und Frankreich weiter ausbauen.

Nun zu Fertilly: Was genau leistet ihr mit eurer Plattform, wen adressiert ihr und inwiefern unterscheidet ihr euch – im Sinne eines GameChangers – von anderen
Playern in diesem Segment?

Das Ziel unserer Plattform ist klar: Wir wollen die Kinderwunschreise für Patient*innen nicht nur diskriminierungsfrei, transparenter und leichter machen, sondern wollen die gesamte Journey simplifizieren und beschleunigen. Dafür können wir auf Europas größtes Netzwerk aus Kinderwunschzentren zurückgreifen, um für jede*n Patient*in die passende Klinik zu finden.

Wir möchten jede*n motivieren und inspirieren, die eigene Fruchtbarkeit selbst in die Hand zu nehmen – von der ersten Frage nach der eigenen Fruchtbarkeit bis zum Finden der individuell passenden Wunschklinik. Hier hört unser Service jedoch nicht auf: Viele Paare und Singles begleiten wir bis zur Geburt.

Einzigartig macht uns hier vor allem, dass wir einen extrem niederschwelligen Einstieg in das Thema Kinderwunsch bieten. Leider ist es immer noch so, dass (Un-)Fruchtbarkeit in unserer Gesellschaft als Tabuthema wahrgenommen wird und viel zu wenig darüber gesprochen wird. Hinzu kommt, dass viele Gynäkolog*innen in dem Bereich der Kinderwunschproblematik oft unzureichend informiert sind und sich das Ganze dadurch um ein Vielfaches in die Länge zieht. Durch unser Angebot und unsere Fruchtbarkeit-Tests für Zuhause, verkürzen wir den Prozess und ersparen Patient*innen außerdem 2 bis 3 Klinikbesuche vor Ort.

Wie macht ihr auf euch und eure Angebote aufmerksam?

Unser Fokus liegt zum einen in der Content-Erstellung, da das Thema Unfruchtbarkeit bislang immer noch sehr schwer zugänglich ist. Auf unserer Website finden Interessierte und Patient*innen alle Infos rund um die Themen Fruchtbarkeit, Kinderwunsch und Familienplanung. Gleichzeitig nutzen wir auch PR und soziale Medien recht stark. Beispielsweise nutzen wir Instagram, um Aufklärung zu betreiben und auf das Thema aufmerksam zu machen. Unsere Social-Media-Kanäle erlauben uns zusätzlich, eine Community aufzubauen, was bei einem solch sensiblen Thema sehr wichtig ist. Letzten Monat haben wir eine repräsentative Umfrage beauftragt, die uns noch einmal tiefe Einblicke in die Gesellschaft gegeben hat und einen Bedarf an Information und Selbstermächtigung gezeigt hat. Und genau das ist unser Ziel: dass jede*r durch fundiertes Wissen in der Lage ist, rechtzeitig für sich die relevanten Entscheidungen zu treffen.

Gibt es weitere Pläne und Ideen für Projekte rund um das Thema “digitale
Kinderwunschreise”?

Unsere Vision ist es, mit Fertilly Europas größte digitale Fruchtbarkeitsklinik aufzubauen, bei der wir Patient*innen über die Therapievorbereitung hinaus während des gesamten Prozesses unterstützen können. Dazu wollen wir unser digitales Portal erweitern und in weiteren Märkten vertreten sein. Ein Ziel ist es, unser Patientenportal weiter zu personalisieren, so dass Patient*innen alle wichtigen Infos, Untersuchungsergebnisse und auch individuelle Erfolgsprognosen auf eine Schwangerschaft jederzeit einsehen können.

Was möchtest du als GameChanger des Monats der Start-up- und Gründer*innen-Community mit auf den Weg geben?

Es klingt ein wenig wie ein Klischee, ist aber wahr: Am Ende des Tages steht und fällt das Business mit dem Team. Als Gründer*in ist es wichtig, wirklich gut im Recruiting zu werden und ein starkes und funktionales Kernteam aufzubauen. Insbesondere die ersten 20 Mitarbeiter*innen prägen die Unternehmenskultur (und alles, was später kommt) entscheidend. Mir hat es immer geholfen, ausführlich zu hinterfragen, was die Motivation eines/einer Kandidat*in ist, bei Fertilly einzusteigen. Das ist auf lange Sicht viel wichtiger als gute Self-Promotion oder große Namen im Lebenslauf.

Hier geht’s zu fertilly

Das Interview führte Hans Luthardt