Social Media Nutzung 2021


44 likes

Soziale Medien für jung und alt - Youtube, Netflix und Co.: Eine aktuelle Umfrage zeigt, was unsere Generationen in Sachen SoMe-Nutzung unterscheidet.

Sortlist hat eine Umfrage mit fast 1000 Befragten in Frankreich, Belgien, Deutschland, Spanien und den Niederlanden durchgeführt, um herauszufinden, wie unterschiedlich die Generationen mit sozialen Medien und sozialen Tools umgehen. Da etwas mehr als die Hälfte der Befragten unter 35 Jahren und der Rest über 60 Jahre alt war, konnten diese Unterschiede zwischen den Generationen festgestellt werden - die wichtigste Punkte auf einen Blick:

  • Die Nutzung sozialer Medien ist bei Millennials und der Generation Z um 78 Prozent gestiegen, während 25 Prozent der Babyboomer und Älteren im letzten Jahr erst dazugekommen sind.
  • 40 Prozent der Menschen bevorzugen Videoinhalte gegenüber anderen digitalen Formaten.
  • 32 Prozent der unter 35-Jährigen wollen ihre Nutzung sozialer Medien verringern.
  • Dennoch haben 72 Prozent der Millennials und Gen Z nie daran gedacht, soziale Medien zu verlassen.
  • Wissenschaftliche Themen waren mit 29 Prozent der Posts auf sozialen Plattformen das Thema mit dem höchsten Interesse.
  • Die Nummer 1 Plattform unter Millennials und der Generation Z ist YouTube, bei den Babyboomern ist es Facebook.
  • Ältere Generationen verbringen im Durchschnitt 1 bis 2 Stunden weniger auf Social-Media-Plattformen als die jüngeren User:innen.
  • Die Mehrheit der Befragten stimmte zu, dass soziale Medien und digitale Tools ihnen geholfen haben, ein soziales Leben während der Pandemie zu behalten.

Hier gibt's alle Fakten und Erkenntnisse aus der Studie zum Nachlesen.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Gründer*in der Woche: Pferdegold: Innovation auf vier Hufen

In der Welt des E-Commerce hat sich Pferdegold als ein starkes Beispiel für Innovation und unternehmerischen Erfolg etabliert. Hinter dem Erfolg steht Gründer Florian Keller, der von Kindesbeinen an eine tiefe Verbindung zu Pferden pflegte.

In nur vier Jahren hat sich Pferdegold von einem ambitionierten Start-up zu einem florierenden Unternehmen mit einem Jahresumsatz im hohen siebenstelligen Bereich und einem Team von 23 Mitarbeiter*innen entwickelt. Die Erfolgsgeschichte zeugt von Florian Kellers unternehmerischem Geschick sowie seiner Vision, die Gesundheit und das Wohlergehen der Pferde in den Mittelpunkt zu stellen. Die Produktpalette von Pferdegold fokussiert sich dabei ausschließlich auf Produkte, die Pferde wirklich brauchen. So basiert das Zusatzfutter auf natürlichen Inhaltsstoffen und ist frei von künstlichen Zusätzen, Industriezucker oder billigen Füllstoffen.

Frühe Learnings fürs (Gründer-)Leben

Florian verband schon in seiner Kindheit eine tiefe Zuneigung zu Pferden. Florians Jugend war jedoch nicht frei von Herausforderungen. Während seiner Schulzeit erlebte er intensive Phasen des Mobbings, die ihn tief prägten. Er war zunächst nur auf kleinen Schulen, doch nach einem Schulwechsel im Alter von etwa 12 Jahren, begann das Mobbing durch seine Mitschüler*innen, welches deutlich über das übliche Maß hinausging und bleibende Eindrücke hinterließ.

„Diese schwierigen Erfahrungen hatten große Auswirkungen auf meinen Charakter und meine Entschlossenheit. Irgendwann hatte ich genug, fing mit körperlicher Fitness an, verlor Gewicht und befreite mich selbst aus der Opferrolle. Ich begann endlich mich gegen die Mobber zu wehren.“ Diese Erfahrung vermittelte ihm eine wichtige Lektion: „Ich habe realisiert, dass nur ich allein die Kontrolle über mein eigenes Leben übernehmen kann.“

Florians Interesse an Ernährung und Fitness wurde zu einer Konstanten, und er entschied sich später, Ernährungsberater zu werden.

Alles auf eine Karte gesetzt

Florian Keller absolvierte sein Studium an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS). Er schloss sein Studium im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen als Diplom-Ingenieur ab und spezialisierte sich anschließend im Masterstudium auf 'Innovation im Mittelstand'.

Ursprünglich hatte Florian die Absicht, ein Supplement für Menschen zu entwickeln. Diese Idee war bereits in der Entwicklungsphase, als er realisierte, dass diese Richtung ihn nicht vollständig erfüllte. Der Umschwung kam durch eine Begegnung mit der Reitfreundin seiner Mutter, die ihm einen Eimer voll mit Pferdefutter hinhielt: „Das Futter war extrem minderwertig und enthielt viel zu viel Zucker, sodass es eher schädlich als zuträglich für die Pferde war. Mir wurde sofort klar: Hier muss sich etwas ändern.“ Die Idee von Pferdegold war geboren.

Entschieden, seinem Traum zu folgen, setzte Florian alles auf eine Karte. Er nahm sich eine zweijährige Auszeit, um sich ausschließlich auf die Gründung seines Unternehmens zu konzentrieren. In dieser Phase finanzierte er sich von seinen Ersparnissen und investierte diese auch vollends in die Gründung von Pferdegold.

Qualität und Wirksamkeit rechtfertigen den höheren Preis

Eine der ersten Herausforderungen für Pferdegold war die Suche nach geeigneten Herstellern und Logistikpartnern, die Florians hohen Ansprüchen an Qualität und Nachhaltigkeit gerecht werden konnten. „Ich stieß dabei oft auf Skepsis und Widerstand, insbesondere als ich meine Vision für hochwertige Inhaltsstoffe in den Pferdegold-Produkten vorstellte. Einige Hersteller äußerten Bedenken, ob sich ein derart qualitativ hochwertiges Produkt zu einem entsprechenden Preis verkaufen lassen würde.“

Trotz dieser anfänglichen Zweifel blieb Florian standhaft bei seiner Überzeugung und fand letztendlich einen Hersteller am Chiemsee, der bereit war, seine Vision zu teilen und die Produkte nach seinen Vorstellungen zu produzieren. „Obwohl ich mit meiner Idee auf viel Widerstand stieß, war ich überzeugt, dass Qualität und Wirksamkeit den höheren Preis rechtfertigen würden.“

Marketing-Geschick und tiefe Verbundenheit zu Pferden

Die Herausforderungen beschränkten sich allerdings nicht nur auf die Produktionsseite. Auch beim Online-Marketing und Vertrieb musste Florian sich neues Wissen aneignen. Obwohl er sich zu Beginn seiner Unternehmung nicht ausgiebig mit Online-Marketing und Vertrieb auskannte, bewies Florian großes Geschick dafür, seine Marke im digitalen Raum zu positionieren.

Ein Schlüsselmoment in der Marketinggeschichte von Pferdegold war die Zusammenarbeit mit Dodo Laugks, einer bekannten Persönlichkeit in der Reitsportwelt. Ihre positive Rückmeldung zu den Produkten und das daraus resultierende gemeinsame Video, das auf Facebook veröffentlicht wurde, markierten einen Wendepunkt. „Das Engagement von Dodo Laugks war nicht nur entscheidend für unseren Erfolg, sondern hat auch langfristig dazu beigetragen, das Bewusstsein für Futterqualität in Deutschland zu stärken.“

Florians natürliche Fähigkeit, authentische und überzeugende Inhalte zu erstellen, kombiniert mit seinem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse und Wünsche von Pferdeliebhaber*innen, trug maßgeblich zum Erfolg seiner Marketing-Offensive bei. Er verstand es, Geschichten zu erzählen, die nicht nur die Qualität der Produkte hervorhoben, sondern auch die tiefe Verbundenheit und Liebe zu Pferden widerspiegelten.

Family-Power und Team-Spirit

Pferdegold, ursprünglich aus der Vision eines Einzelnen entstanden, ist in Wahrheit ein echtes Familienunternehmen. Florians Eltern, Susanne und Michael Keller, schlossen sich ihm seit dem Start im Jahr 2019 an. „Die frühe Unterstützung und das Engagement meiner Eltern sind von unschätzbarem Wert für das Wachstum und die Entwicklung von Pferdegold. Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, das Unternehmen zu formen und zu festigen.“

Die Zusammenarbeit in der Familie brachte eine einzigartige Dynamik in das Unternehmen. Die Kombination aus Florians innovativen Ideen, seinem unternehmerischen Geist, dem praktischen Wissen und der Erfahrung seiner Eltern schuf eine starke Grundlage für den Erfolg von Pferdegold. Dies spiegelte sich in der Qualität der Produkte, der Kund*innenbeziehung und der allgemeinen Unternehmensphilosophie wider.

Darüber hinaus wuchs das Team von Pferdegold stetig. Von den Anfängen mit nur wenigen Mitarbeitenden hat sich das Unternehmen zu einem Team von 23 engagierten und talentierten Individuen entwickelt. Jedes Teammitglied hilft bei der kontinuierlichen Verbesserung und Innovation von Pferdegold mit. „Unser starkes Teamgefüge ist ein wesentlicher Faktor für die Fähigkeit von Pferdegold, auf die sich ständig ändernden Anforderungen des Marktes zu reagieren und dabei stets die höchsten Standards an Produktqualität und Kundenservice zu halten.“

Das Plus: Offenheit für Veränderungen

Pferdegold hat seit seiner Gründung einen beeindruckenden Wachstumspfad beschritten. Innerhalb von nur vier Jahren gelang es dem Unternehmen, einen Jahresumsatz im hohen siebenstelligen Bereich zu erzielen. Auch die Produktpalette wird immer größer und umfasst mittlerweile Bereiche wie Stoffwechsel, Muskeln, Nerven bis hin zu Gelenkfutter für Pferde. Dieser Erfolg ist nicht nur ein Zeugnis für die Qualität der Produkte und die Wirksamkeit der Marketingstrategien, sondern auch für Florians Engagement, seine Vision in die Realität umzusetzen.

Ein wesentlicher Aspekt von Pferdegolds Erfolg war, sich schnell an Marktveränderungen anzupassen und auf die Bedürfnisse der Kund*innen einzugehen. Die Firma hat stets darauf geachtet, Produkte anzubieten, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren und einen echten Mehrwert für die Gesundheit und das Wohlbefinden von Pferden bieten. Diese Haltung hat Pferdegold einen treuen Kund*innenstamm und eine starke Position in einem wettbewerbsintensiven Markt gesichert.

Florian lebt sein Engagement für soziale Verantwortung nicht nur im Unternehmensalltag der Pferdebranche, sondern versucht auch, einen positiven Einfluss auf die breitere Gesellschaft zu haben. So wird ein Teil der Einnahmen von Pferdegold regelmäßig an soziale Einrichtungen wie Gut Aiderbichl gespendet.

Barrierearme App gegen Cyber-Mobbing geht online

Am 22.02.24 ist der internationale "Behaupte dich gegen Mobbing"-Tag. Aus diesem Anlass stellen wir eine besondere Initiative der Werkstätten in Berlin und klicksafe vor: die „Cyber-Mobbing Leichte Hilfe App“.

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Berlin e.V. (LAG WfbM Berlin) setzt sich für umfassende berufliche Teilhabe ein. Dazu zählen unter anderem auch Schulungen und Bildungsangebote zum Thema Gewaltprävention und Medien. Mit der „Cyber-Mobbing Leichte Hilfe App“ wurde nun in Kooperation mit der EU-Initiative klicksafe, die in Deutschland von der Medienanstalt Rheinland-Pfalz koordiniert und gemeinsam mit der Landesanstalt für Medien NRW umgesetzt wird, ein Präventions- und Hilfsangebot geschaffen, das über die Werkstätten hinausgeht und sich an alle Menschen mit Beeinträchtigungen richtet.

Klicksafe hat zum Ziel, die Online-Kompetenz unterschiedlicher Zielgruppen zu fördern und hatte bereits eine App zum Thema Cybermobbing für Kinder und Jugendliche entwickelt. Für Erwachsene mit Beeinträchtigung gab es zuvor noch kein solches Angebot.

Die „Cyber-Mobbing Leichte Hilfe App“

Die App zeichnet sich durch einen besonders partizipativen Ansatz aus, der bereits bei ihrer Entwicklung begann. Eine Arbeitsgruppe, die aus Menschen mit Beeinträchtigungen bestand, erarbeitete sich das Thema Cyber-Mobbing über einen Zeitraum von zwei Jahren hinweg, entwickelte gemeinsam die Inhalte und realisierte die Umsetzung.

Begleitet wurden die Werkstattbeschäftigten von der Fachberatungsstelle Gewaltprävention, Mitarbeiter*innen aus den Sozialdiensten der Werkstätten, einem Gebärdensprachdolmetscher und einer Medienpädagogin. So wurde nicht nur ein hohes Maß an Partizipation der Zielgruppe erreicht, sondern auch ein überzeugendes Ergebnis erzielt.

Verständliche und barrierearme Gestaltung

Wichtig war dabei vor allem die verständliche und barrierearme Gestaltung der Inhalte. Alle Informationen und Erklärungen rund um das Thema digitale Gewalt sind in einfacher Sprache verfasst, darüber hinaus gibt es bildbasierte Anleitungen, die Schritt für Schritt zeigen, wie man Kontakte auf Social-Media-Plattformen blockieren, melden oder löschen kann. Ein wesentliches Element der „Cyber-Mobbing Leichte Hilfe App“ sind zudem Videos, in denen die Teilnehmenden der Arbeitsgruppe selbst als Expert*innen auftreten. Dabei vermitteln sie in einfachen Worten oder Gebärdensprache wichtige Tipps, z.B. wie man einen Screenshot erstellt oder eine Anzeige bei einer Onlinewache macht.

Die Idee für dieses Projekt entstand aus den Erfahrungen der Fachberatungsstelle Gewaltprävention mit Werkstattbeschäftigten, die mit digitaler Gewalt konfrontiert wurden. Dabei sollte es nicht nur um einen verantwortungsbewussten Umgang, sondern um Aufklärungs- und Verhinderungsarbeit gegen Cyber-Mobbing gehen. Mithilfe von begleitenden Materialien für den Berufsbildungsbereich und anderen Angeboten kann die App deshalb auch zum Erwerb einer verbesserten Medienkompetenz der Zielgruppe genutzt werden.

Menschen mit Beeinträchtigung stärken

„Das Internet ist für alle ein wichtiger digitaler Raum. Auch Menschen mit Beeinträchtigungen nutzen ihn und begegnen dabei digitaler Gewalt. Umso wichtiger ist es, dass es entsprechende Unterstützungs- und medienpädagogische Angebote gibt. Die Erfahrungen der Werkstattbeschäftigten waren ausschlaggebend für die Themen dieser App. Mit der ‚Cyber-Mobbing Leichte Hilfe App‘ stärken wir Menschen mit Beeinträchtigung. Besonders stolz sind wir auf die inklusive Arbeitsgruppe und die Protagonist*innen der Videos. Sie vermitteln dieses Thema als Expert*innen in eigener Sache und liefern ganz konkrete Tipps an die Hand, um sich gegen Angriffe im Internet zu wehren“, so Bettina Neuhaus Geschäftsführerin der LAG WfbM Berlin.

„Gerade, wenn es um Mobbing oder Hass im Netz geht, sind vulnerable Gruppen besonders betroffen. Wir freuen uns, dass wir hier einen Beitrag leisten können: mit unserer Expertise im Bereich Cyber-Mobbing sowie den Grundlagen der bereits erfolgreichen Cyber-Mobbing Erste-Hilfe App für Jugendliche“, ergänzt Deborah Woldemichael, Leiterin von klicksafe.

Im ersten Schritt steht die „Cyber-Mobbing Leichte Hilfe App“ ab sofort als iOS-Version für iPhone & Co. im App Store zum kostenlosen Download zur Verfügung. Eine Android-Version sowie begleitende Unterrichtsmaterialien für Bildungsveranstaltungen sollen zeitnah folgen.

Threedy: Industrieller 3D-Spezialist sichert sich 10,4 Mio. US-Dollar

Threedy ist ein Hightech-Start-up, das 2020 als Spin-off des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung (IGD) in Darmstadt gegründet wurde. Die Investition soll es dem Start-up ermöglichen, die Entwicklung seines Produktportfolios weiter voranzutreiben.

Drei Jahre nach der Gründung hat sich Threedy eine Investition von 10,4 Millionen US-Dollar gesichert, um das Wachstum in verschiedenen Branchen und Regionen zu beschleunigen. Zu den neuen Investoren gehören die LBBW Venture Capital, TRUMPF VENTURE, Futury Capital und EquityPitcher Ventures. Die Investition unterstreicht die starke Position von Threedy, einen beträchtlichen Marktanteil im schnell wachsenden Bereich der industriellen digitalen Zwillinge zu erobern.

Digitale Transformation in der Industrie

Der instant3Dhub von Threedy ist eine hochleistungsfähige Spatial-Computing-Technologie, die es Kunden ermöglicht, ihre 3D-Daten in beliebiger Konfiguration zu nutzen und in großem Maßstab zu visualisieren. Indem sie Daten in Echtzeit auf jedem Gerät und zu jeder Zeit verfügbar und zugänglich macht, ermöglicht sie die Optimierung einer Vielzahl von digitalen Prozessen entlang der gesamten industriellen Wertschöpfungskette und eine deutliche Reduzierung der damit verbundenen Kosten. Durch die Implementierung von instant3Dhub können Unternehmen wertvolle Zeit und Ressourcen sparen, z.B. durch den Wegfall von Wartezeiten, und die Reduzierung von Lizenz- und Infrastrukturkosten.

Threedy ermöglicht es seinen Kund*innen, eine moderne Software-Architektur zu etablieren, die die Abhängigkeit von den monolithischen und geschlossenen Stacks der etablierten Software- Anbieter reduziert und die Tür für die agile Entwicklung und den skalierbaren Roll-out einer modernen, leichtgewichtigen Anwendungsschicht öffnet. Mit einer breiten Palette an Funktionen für digitales Engineering, fortschrittliche Kollaboration und nahtlose Mixed Reality bietet die Software eine starke Grundlage für die digitale Transformation der Industrie.

Die Arbeit mit 3D-Daten soll so einfach wie das Teilen eines Links werden, indem man sie einfach aus beliebigen Quellen referenziert, z.B. aus bestehenden PDM/PLM-Lösungen, und das ohne jegliche Vorbereitung oder Vereinfachung. Die Technologie von Threedy ermöglicht neue, skalierbare Anwendungen über den gesamten Produktlebenszyklus, von der Entwicklung bis zum After-Sales – webbasiert und mit zero-footprint auf dem Client. Durch die Optimierung der 3D-Datennutzung und der Kommunikation können Unternehmen auch ihren ökologischen Fußabdruck verringern: Geschäftsreisen können weitgehend durch virtuellen Austausch ersetzt werden, wodurch Ressourcen und Zeit gespart werden.

Schnell wachsende Anzahl von Partnerschaften und Anwendungsszenarien

In den ersten drei Jahren hat sich Threedy erfolgreich von einer Fraunhofer-Abteilung zu einem unabhängigen Unternehmen entwickelt. Seit der Gründung Ende 2020 ist das Start-up deutlich gewachsen und hat seine Mitarbeitendenzahl fast verdreifacht, um ein Team von mehr als 50 hochqualifizierten Fachleuten aus aller Welt aufzubauen. Das Unternehmen hat nicht nur seine starken Kund*innenbeziehungen beibehalten, sondern auch ein bemerkenswertes Wachstum erlebt, insbesondere in den Bereichen Automotive und Fertigungsindustrie.

Die Spitzentechnologie von Threedy wird von zahlreichen Branchenführern geschätzt, darunter auch von den führenden deutschen Automobilherstellern. Darüber hinaus hat Threedy sein Netzwerk von Partnerschaften erfolgreich erweitert und ist über die ursprünglichen Schwerpunktbereiche Automotive und den deutschen Markt hinausgewachsen. Mit der substanziellen 10,4-Millionen-Dollar-Investition in der Serie A rüstet sich Threedy nun für den nächsten Schritt. Threedy will sein Engagement für die Kommerzialisierung seiner innovativen Spatial- Computing-Infrastruktur fortsetzen und die Einführung in verschiedenen Branchen und Anwendungsszenarien beschleunigen. Die Investition soll dem Start-up in die Möglichkeit geben, die Entwicklung seines Produktportfolios weiter voranzutreiben. Zu den Expansionsplänen gehört die weitere Internationalisierung, während das Unternehmen weiterhin auf Exzellenz und Innovation setzt und die digitale Transformation seiner Partner nachhaltig unterstützt. Threedy ist nun aktiv auf der Suche nach neuen Mitarbeitenden in verschiedenen Funktionen, die das Team verstärken und die Zukunft des industriellen digitalen Zwillings mitgestalten wollen.

Gründer*in der Woche: Ecoblister - Medikamentenverpackung neu gedacht

Unsere Gründer*in der Woche: Falsch eingenommene Medikamente sorgen alljährlich für unzählige Krankenhausaufenthalte und sogar Todesfälle. Die Geschwister Jan Angermann, Anett Tanger und Mona Syhre wollen das mit ihrem Start-up Ecoblister ändern.

Alljährlich sterben in Deutschland mehr Menschen durch zu viele oder falsch eingenommene Medikamente als durch Verkehrsunfälle, illegale Drogen und Suizide zusammen. Das Problem liegt auf der Hand und ist ausgiebig wissenschaftlich untersucht: Insbesondere Menschen, die viele Medikamente gleichzeitig einnehmen müssen, verlieren leicht den Überblick. Viele Pillen sehen ähnlich aus und werden auch noch in ähnlichen Verpackungen ausgeliefert.

Es gibt eine einfache und erprobte Lösung: die patient*innenindividuelle Verblisterung. Das bedeutet, dass sich insbesondere Menschen mit vielen verschiedenen Medikamenten diese individuell verpacken lassen können. Und zwar sortiert nach Tag und Uhrzeit, zu denen sie eingenommen werden müssen. Entsprechende Angebote gibt es schon seit mehr als 20 Jahren. Doch bisher fristen sie ein Nischendasein. Ein Beispiel: Von den rund sieben Millionen Menschen in Deutschland, die regelmäßige Pflege erhalten, bekommt weniger als eine Million ihre Medikamente individuell vorverpackt.

Mona Syhre hat zusammen mit ihren Geschwistern Anett Tanger und Jan Angermann das Leipziger Start-up Ecoblister gegründet, um das zu ändern. Dazu haben sie den Arznei­kalender erfunden, der sogar noch mehr bietet als individuell verblisterte Medikamente. Für ihr Produkt hat die Chemikerin Mona ein Material entwickelt, das vorher noch keine Medikamentenverpackung weltweit zu bieten hatte: Es ist kompostierbar, bietet aber dieselbe Sicherheit wie die bisher üblichen Verbundverpackungen aus Kunststoff und Aluminium.

Bei der Gründung war Mona bereits 57 Jahre alt. „Wir sagen immer, wir sind ein erwachsenes Start-up“, meint sie. Mit dem jungen Start-up-Umfeld können sich die Geschwister oft nicht identifizieren. Start-up-Veranstaltungen seien zwar eine gute Gelegenheit, um zu netzwerken und sich auszutauschen, trotzdem empfindet Mona solche Veranstaltungen häufig als oberflächlich und wenig konkret. Die Gründung im höheren Alter sei für sie aber die beste Entscheidung gewesen: „Im Gegensatz zu jungen Unternehmer*innen bringe ich viel Berufserfahrung mit und lasse mich nicht so leicht verunsichern.“

Neuseeland als Initialzündung

Das erste Mal sah Mona nach Tag und Uhrzeit vorsortierte Medikamente in einer Apotheke in Neuseeland. Das machte sie neugierig. Sie war damals in der Forschung tätig und hatte bereits eine lange Karriere hinter sich. Trotzdem wurde ihr schnell klar, dass dieses Thema ihrem Berufsleben noch einmal eine neue Richtung geben könnte.

„Schon bei der ersten Recherche stieß ich auf erschreckende Zahlen“, sagt sie. Laut einer Stellungnahme des Bundestags aus dem Jahr 2018 stecken Medikationsfehler hinter rund 250.000 Krankenhauseinweisungen jährlich alleine in Deutschland. Die Schätzungen darüber, wie viele Menschen als Folge falsch eingenommener Medikamente sogar frühzeitig sterben, gehen weit auseinander. Laut einer in der Zeitschrift MWW – Fortschritte in der Medizin veröffentlichten Schätzung liegt die Zahl derer, die in Folge sogenannter Polymedikation sterben, zwischen 15.000 und 25.000. Die Krankenkasse BARMER geht sogar von bis zu 70.000 Todesfällen aus, die sich jedes Jahr durch besseres Arzneimitteltherapie­Management verhindern ließen.

Ein Beitrag zur Umwelt und Gesundheit

Damit war die Idee von Ecoblister geboren. Da die Pharma­branche enormen Plastikmüll produziert, war für Mona von Anfang an klar, dass ihre Lösung umweltfreundlich sein sollte. Jährlich werden laut ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V. allein 42 Millionen Packungen Ibuprofen in Deutschland verkauft – so gut wie alle in Kunststoff (PVC) verpackt und mit Alufolie verschlossen. Diese Mischung ist in der Müllverwertung kaum zu trennen und damit auch nicht recyclebar. Das Ziel von Ecoblister war es, den weltweit ersten kompostierbaren Blister zu entwickeln.

Nachdem das Ziel klar war, mussten die Geschwister das Marktpotenzial herausarbeiten und professionelle Partner*innen für das Produkt finden. Dazu ließen sie zunächst zahlreiche mögliche Materialien testen: auf Kompostierbarkeit einerseits, aber auch, ob sie die strengen Verpackungsvorschriften für Medikamente erfüllen. Auch andere Unternehmen bat Mona um Hilfe, bis sie schließlich mit ihrem Produkt zufrieden war.

„Die größte Herausforderung war anschließend, Investor*innen zu finden, die an unsere Idee glauben. Gerade in Deutschland ist das für Start-ups oft schwierig, selbst wenn sie bereits ein fertiges Produkt und Produktionspartner*innen haben“, sagt Mona. Eine weitere Herausforderung war, dass viele potenzielle Investor*innen Einfluss auf das Produkt nehmen wollten, obwohl sie nicht vom Fach waren. Schließlich entschieden sich die Geschwister für einen Kredit.

Zielgruppe Senior*innen

Der Fokus des Arzneikalenders liegt vor allem auf Patient*innen mit Polymedikation, also solchen, die dauerhaft fünf oder mehr Medikamente gleichzeitig einnehmen müssen. Wer schon einmal mehr als zwei oder drei Medikamente gleichzeitig regelmäßig einnehmen musste, kennt sehr wahrscheinlich diese Fragen: Habe ich die Dosis für heute Abend schon genommen? Ist die braune Pille das richtige Präparat oder nur eine von den Vitamintabletten, die so ähnlich aussehen? Und wo ist nochmal der Zettel mit den Einnahme-Anweisungen für das neue Medikament? Häufig betrifft das Menschen über 65 Jahren. Das zeigen auch Analysen des BARMER GEK Arzneimittelreports: Innerhalb eines Quartals wurden etwa einem Drittel aller Versicherten über 65 Jahre fünf und mehr Medikamente zur täglichen Anwendung verordnet.

2023, also mehr als 20 Jahre, nachdem Verblistern zum ersten Mal in Deutschland angeboten werden durfte, kommt langsam Bewegung in den Markt: Eine erste Versandapotheke bietet sogenannte Blisterrollen als kostenlosen Service an. Mit diesem System werden die Medikamente zwar nach Einnahmezeitpunkt neu sortiert und verpackt, allerdings erhalten Patient*innen die einzelnen Blister-Abteile in einer langen Rolle, weshalb insbesondere Menschen mit einer Sehbehinderung immer noch Probleme haben dürften, diese auseinanderzuhalten. Und das Müllproblem der Branche löst dieses Angebot auch nicht.

Überzeugungsarbeit für ein sicheres Gesundheitswesen

Damit Verblisterung flächendeckend funktioniert, sind insbesondere ältere Patient*innen ohnehin oft auf ihre lokale Apotheke angewiesen. „Es ist nicht damit getan, dass wir den Ecoblister entwickelt haben“, sagt Mona. „Ich leiste auch täglich Überzeugungsarbeit – bei Apotheken, Ärzt*innen, Krankenkassen und auf Blister-Workshops, die wir regelmäßig organisieren.“ In vielen anderen Ländern, etwa in den benachbarten Niederlanden, zahlt die Krankenkasse, wenn Medikamente individuell sortiert und neu verpackt werden. Dort hat man erkannt, dass individuelle Verblisterung ein einfacher und günstiger Weg ist, die Gesundheit von Menschen zu schützen. In Deutschland übernehmen die Kassen die Kosten trotzdem nur dann, wenn ein professioneller Pflegedienst die Dienstleistung bestellt. Wer nicht im Heim wohnt und beispielsweise von Angehörigen zu Hause versorgt wird, geht leer aus.

Monas Traum ist, dass irgendwann alle Apotheken in Deutschland auf Wunsch individuell verblistern – und dass dabei möglichst wenig Müll entsteht. Dazu braucht es einerseits klare Regeln, wer dafür bezahlt. Andererseits müssten die Apotheken auch mehr Medikamente als sogenannte Schüttware bestellen können, also in großen Behältern verpackt, anstatt, wie aktuell üblich, bereits einzeln verblistert.

Der Erfolg gibt Mona und ihren Geschwistern Recht: Im vergangenen Jahr ist Ecoblister um 50 Prozent gewachsen, bereits 40 Apotheken haben die Produkte in ihr Sortiment aufgenommen. Ohne ihr in langer Berufserfahrung gewonnenes Wissen und hartnäckiges Networking wäre das nicht gelungen, sagt Mona. Ihr Tipp für jüngere Gründer*innen lautet: Nicht verunsichern lassen, keine Angst haben, nach Hilfe zu fragen und immer hartnäckig bleiben. „Ich kann gar nicht zählen, wie viele Menschen mir von der Gründung abgeraten haben. Ich habe einfach weitergemacht – und es funktioniert.“

Hier geht’s zu Ecoblister

Studie: Nachfolgerinnen in Familienunternehmen

Eine aktuelle Untersuchung zeigt die großen Chancen und wichtigsten Herausforderungen von bzw. für Nachfolgerinnen in Familienunternehmen auf.

Die Untersuchung hat der Verband deutscher Unternehmerinnen gemeinsam mit der Friedrich-Naumann-Stiftung eine Untersuchung zu Nachfolgerinnen in Familienunternehmen beauftragt, die das Institut für Familienunternehmen und Management der WHU - Otto Beisheim School of Management durchgeführt.

Das Potenzial von Frauen als Nachfolgerinnen

Familienunternehmen sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und ihr langfristiger Erfolg hängt stark von einer effektiven Nachfolgeplanung ab. Das Potenzial von Frauen als Nachfolgerinnen in Verantwortung von Familienunternehmen ist bei weiten nicht ausgeschöpft. Schon heute spielen Nachfolgerinnen eine immer wichtigere Rolle bei der Sicherung des Fortbestands von Familienunternehmen als Stabilitätsanker der Wohlstandssicherung Deutschlands. Mit den richtigen Rahmenbedingungen kann es gelingen, das Potenzial von Nachfolgerinnen weiter zu aktivieren.

Mit den Fokusthemen Kinderbetreuung, Vereinbarkeit von Familie und Unternehmen und ländlicher Standort schließt die Studie eine wissenschaftliche Lücke und bietet ein umfassendes Verständnis darüber, mit welchen Herausforderungen sie in diesen Bereichen konfrontiert werden. Anhand dessen werden konkrete politische Empfehlungen abgeleitet.

Kinderbetreuung

Mit einer betrieblichen Kinderbetreuung wird der begrenzten Verfügbarkeit von Betreuungsmöglichkeiten entgegengewirkt und weiteren Beschäftigten die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtert. Politik kann hier Anreize schaffen und für eine Vereinfachung von Genehmigungsverfahren bei der betrieblichen Kinderbetreuung sorgen.

Vereinbarkeit von Familie und Unternehmertum

Bürokratische Hürden in Unternehmen binden zeitliche Kapazitäten und erschweren damit die Vereinbarkeit von Familie und Unternehmen. Gezielte Entbürokratisierungsmaßnahmen für mittelständische Unternehmen können hier Abhilfe schaffen und Nachfolgerinnen entlasten.

Ländlicher Raum

Der ländliche Raum bietet Freiräume und Gestaltungsmöglichkeiten für das familiäre Zusammenleben, dabei stellt die infrastrukturelle Anbindung eine zentrale Herausforderung dar. Eine Einführung und Förderung von „Kindertaxis“ wird als vielversprechende Maßnahme beschrieben, um Nachfolgerinnen zeitlich und mental zu entlasten.

Jasmin Arbabian-Vogel, Präsidentin des Verbands deutscher Unternehmerinnen: „Dem deutschen Mittelstand fehlt es an Nachfolgerinnen. Das muss nicht sein: Wenn es gelingt, pragmatische und vor allem ganztagsflächendeckende Kinderbetreuung zu gewährleisten und überbordende Bürokratie abzubauen, wird Frauen der Weg ins Unternehmertum erleichtert und Nachfolge als Karriereoption attraktiv – damit wäre potenziellen Unternehmerinnen und nicht zuletzt dem Mittelstand geholfen!“

Maren Jasper-Winter, Vorstandsmitglied der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit: „Frauen können Unternehmensführung! Sie können einen entscheidenden Beitrag zur Entschärfung des Nachfolgeproblems leisten – ohne ihr Potenzial wird es in den nächsten Jahren schwierig. Damit sich mehr potentielle Nachfolgerinnen für die Übernahme von Verantwortung entscheiden, müssen wir sie aber besser unterstützen. Die Kinderbetreuungsmöglichkeiten müssen beispielsweise weiter ausgebaut und qualitativ verbessert werden.“

Die Studie gibt es hier zum Download

GameChanger des Monats: Tao Climate – CO2 binden mittels Industriehanf

Die Mission der Tao-Climate-Founder Felix Roick und Gary Byrnes ist es, Industriehanfbauern und -produzenten weltweit zu vereinen, um CO2 zu binden und dauerhaft einzulagern. Mit ihrem neuesten Projekt haben sie das Finale von Elon Musks 100-Millionen-Dollar-Wettbewerb XPRIZE Carbon Removal erreicht.

Das von Gary Byrnes und Felix Roick gegründete GreenTech-Start-up Tao Climate, Mitglied der in Berlin ansässigen Greentech Alliance, setzt sich dafür ein, Technologie für einen positiven, messbaren Einfluss auf die Umwelt zu nutzen und die drängende Herausforderung des Klimawandels anzugehen. Tao Climates Mission ist es, Industriehanfbauern und -produzenten weltweit zu vereinen, um CO2 zu binden und dauerhaft einzulagern. Durch den Verkauf hochwertiger CO2-Zertifikate generiert Tao Climate zusätzliche Mittel für die Industriehanf-Industrie weltweit, um letztendlich die Hanfproduktion zu erhöhen und die UN-Emissionslücke von 23 Gigatonnen CO2 pro Jahr zu schließen.

Finale des 100 Mio. Dollar Wettbewerb XPRIZE Carbon Removal erreicht

Jetzt gibt Tao Climate, Mitglied des Google Startups for Sustainable Development-Programms, bekannt, das Finale von Elon Musks Wettbewerb XPRIZE Carbon Removal erreicht zu haben. Der XPRIZE Carbon Removal zielt darauf ab, die größte Bedrohung für die Menschheit anzugehen – den Kampf gegen den Klimawandel und das Wiederherstellen des Kohlenstoffkreislaufs der Erde. Finanziert von Elon Musk und der Musk Foundation, ist dieser 100-Millionen-Dollar-Wettbewerb der größte Anreizpreis in der Geschichte.

Das gemeinsame Projekt mit Hemp Technology, einem ukrainischen Unternehmen für die Verarbeitung und den Bau von Hanfbeton, unterstreicht die Kraft von Innovation, Umweltverantwortung und sozialem Engagement und bietet eine überzeugende und effektive Lösung für die Klimakrise. Die gemeinsame Einreichung konzentriert sich auf den Bau nachhaltiger Hanfbeton-Häuser für 170 Binnenvertriebene und Kriegswaisen in Lwiw, Westukraine. Die sichere und dauerhafte Einlagerung des extrahierten CO2 wurde von einer unabhängigen dritten Partei verifiziert.

Hanfbeton, oder auch Hanfkalk genannt, ist ein Verbundmaterial aus Hanfschäben, Kalk und Wasser. Dieses seit Jahrhunderten genutzte Baumaterial bietet nicht nur widerstandsfähigen Schutz, sondern auch beispiellose Umweltvorteile, einschließlich dauerhafter CO2-Einlagerung. Die Vision von Tao Climate besteht darin, die nachhaltige Rekonstruktion der Ukraine aktiv durch den Einsatz von Hanfbeton-Gebäuden zu unterstützen, sowohl während als auch nach Ende des Konflikts.

"Bei Tao Climate sind wir fest entschlossen, die Kraft der Natur für eine nachhaltige Zukunft zu nutzen", bekräftigt Gary Byrnes, CEO von Tao Climate. "Unsere Zusammenarbeit mit Hemp Technology repräsentiert eine ideale Synergie von Innovation, Umweltverantwortung und sozialem Einfluss. Gemeinsam präsentieren wir unseren Finalbeitrag im XPRIZE Carbon Removal Wettbewerb und heben das enorme Potenzial von Hanfbeton zur Reduzierung von Kohlenstoffdioxid Emissionen und zur Verbesserung von Lebensbedingungen hervor."

Gründer*in der Woche: Frontnow - KI aus und mit Leidenschaft

Unsere Gründer*in der Woche: Warum KI gerade auch für junge Unternehmen relevant ist, sei es als Tool zur internen Nutzung oder als innovatives Start-up-Produkt, erläutert Marc Funk, Co-Founder von Frontnow.

Nicht nur Großunternehmen profitieren von KI, sondern auch Start-ups und junge Unternehmen. Wir als junges Unternehmen nutzen KI beispielsweise, um die Effizienz unserer IT-Abteilung zu optimieren. Somit sind wir als Start-up trotz unserer begrenzten Ressourcen auf Augenhöhe mit den Großen der Branche. Während Softwarecodes früher nur von hochqualifizierten Mitarbeitenden mit hohen Gehältern geschrieben werden konnten, übernimmt das bei uns heute zumindest teilweise eine KI.

In der Interaktion mit den Verbrauchenden entfaltet KI aber ihr wirkliches Potenzial. Egal ob im After-Sales, also im Customer Service, oder im Bereich Pre-Sales – es gilt: KI revolutioniert den Handel, und zwar schon heute.

Die Idee zur unserem Start-up Frontnow entsprang der Erkenntnis, dass die kompetente, maßgeschneiderte und bedürfnisorientierte Beratung, die Kund*innen im stationären Handel (im Idealfall) genießen können, im Online-Handel oft fehlt. Um die Ansprüche der Online-Kund*innen zu erfüllen und sie zum passenden Produkt zu führen, sind qualitativ hochwertiger Content auf der Website und eine individuelle Beratung entscheidend.

KI ist der Schlüssel

Wir, die Gründer Bernhard Lihotzky, Cedric May und ich, wollten diese Lücke schließen und dabei noch einen Schritt weitergehen. Unsere Vision war es, eine Beratung anzubieten, die nicht nur fehlerfrei und individuell, sondern auch rund um die Uhr verfügbar und unabhängig von Ort, Zeit und Sprache ist.

Wir wussten, dass KI der Schlüssel zur Verwirklichung dieser Vision ist. Unser Ziel war und ist es, den/die Kund*in in den Mittelpunkt zu stellen und ihm/ihr eine nahtlose Beratung zu bieten, die zu sinnvollen, schnellen und erfolgreichen Kauf­entscheidungen führt.

Auch wenn wir auf Enterprise-Only-Kund*innen fokussieren, können unsere KI-basierten Lösungen auch kleinere Shops befähigen, den Verbrauchenden ein bedürfnisorientiertes Einkaufserlebnis zu bieten, 24/7 und ohne zusätzliches Personal.

So wollen wir dazu beitragen, dass die Customer Experience auch bei Start-ups technologisch den modernsten Standards entspricht und Kund*innen von Beginn an optimal bedient und beraten werden, während gleichzeitig Ressourcen und Manpower gespart werden, die beispielsweise in die Weiterentwicklung anderer Bereiche des Unternehmens investiert werden können.

Wie KI den E-Commerce revolutioniert

Unser Frontnow Advisor ist ein KI-gesteuerter virtueller Assistent, der die Kund*innenerfahrung und -bindung auf den Websites digitaler Unternehmen auf ein neues Niveau hebt. Diese Technologie nutzt natürliche Sprachverarbeitung und Machine Learning, um Anfragen zu verstehen sowie personalisierte Empfehlungen abzugeben, und ermöglicht es, Informationsüberflutung auf komplexen Websites zu reduzieren und ein intuitives Einkaufserlebnis zu bieten. Durch kontinuierliches Lernen aus den Benutzer*inneninteraktionen wird das Produkt stetig optimiert. KI-gesteuerte virtuelle Assistenten sind ein mächtiges Werkzeug für Unternehmen mit großer Online-­Präsenz – unser Produkt ist ein Vorreiter dieser Technologie.

Derzeit fokussieren wir einzig auf den Bereich Pre-Sales im E-Commerce. Warum Pre-Sales? Weil der Handel dort das Geld verdient. Zudem ist Pre-Sales ein Bereich der Customer Journey, den seltsamerweise kaum jemand anderes adressiert. Die meisten KI-Anwendungen im Online-Handel richten sich auf den Bereich CRM oder Customer Service, also After­Sales.

Pre-Sales ist nicht ganz einfach, weil die Verbrauchenden ihre Bedürfnisse äußern, die so vielfältig sind, wie sie selbst. Traditionell gehen Kund*innen in solchen Fällen in ein Ladengeschäft. Der Frontnow Advisor kann das ändern, weil er in der Lage ist, den/die Kund*in zu beraten, auch wenn diese(r) zwar sein/ihr Bedürfnis kennt, aber keine Lösung dafür hat. Mit anderen Worten: Das Tool kann mit Bedürfnissen genauso gut umgehen wie das Verkaufspersonal im Ladengeschäft.

Automatisierte Datenerfassung und KI-gestützte Datenanreicherung

Ein Großteil der Online-Shops hat bereits mit konkreten Suchanfragen Schwierigkeiten. Generische Produkte, wie z.B. ein üblicher Betondübel, sind oft über die Website-Suche per Eingabe in die Suchleiste oder Suchen in den Kategorien nicht auffindbar. Auch das ändert der Advisor und sorgt dafür, dass der/die Kund*in immer das passende Produkt zum Anliegen findet. Ganz nebenbei wird damit auch noch die Warenkorbgröße durch effektives Cross-Selling erhöht, weil zu dem eigentlich gesuchten Produkt auch noch die logischen Komplementärprodukte mit angeboten werden. Um beim Beispiel zu bleiben: Den Kund*innen werden zum Betondübel auch noch die passenden Bolzen bzw. Schrauben angeboten.

Mit unserem zweiten Produkt, Frontnow Enhance, bieten wir zukunftsorientierte KI-Technologie, die nicht nur vorhandene Daten des Shops optimiert, sondern auch neue Daten generiert, um ein umfassendes Bild der Produkte zu erstellen. Unsere Lösung nutzt intelligente Web-Crawler, um automatisch Produktinformationen von Herstellerwebsites, Bedienungsanleitungen und Produktdatenblättern zu sammeln. Zudem sind wir damit in der Lage, Produkteigenschaften auch aus Bildern bzw. Videos zu extrahieren. Das Tool sieht also am Bild eines Fahrrads, dass dieses die Farbe Gelb hat, auch wenn das Wort Gelb nirgends steht. Durch die Kombination dieser externen Quellen mit internen Daten stellen wir sicher, dass Produktdaten stets aktuell, präzise und vollständig sind.

Diese Kombination aus automatisierter Datenerfassung und KI-gestützter Datenanreicherung ermöglicht es Unternehmen, einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen und die Kund*innenzufriedenheit zu steigern.

Teamvielfalt und Lust aufs Mitgestalten unserer KI-Zukunft

Als Gründer und Unternehmer bin ich stolz darauf, mit meinem Team einen Beitrag zur KI-Revolution im E-Commerce zu leisten. Die Basis hierfür: Teamvielfalt im Gründerteam. Bernhard, Cedric und ich sind extrem unterschiedlich, sodass jeder von uns etwas Wertvolles mitbringt, was für den Aufbau eines Tech-Start-ups elementar ist. Cedric, unser CTO, ist ein technisches Genie, dabei extrem empathisch und eher der emotionale Typ. Bernhard ist ein Perfektionist, hat als solcher bereits mehrere Firmen erfolgreich aufgebaut und verkauft. Ich selbst bin der „konzeptionelle Vorprescher“ im Team und habe mein letztes Venture auf über 100 Mio. Euro skaliert. Wir ergänzen uns hervorragend, aber vor allem schätzen wir die Qualitäten und Eigenschaften der anderen im Gründerteam. Unsere additiven Eigenschaften und unser gegenseitiger Respekt sind die Basis unseres gemeinsamen Erfolgs.

Genauso entscheidend ist: Wir glauben an die transforma­tive Kraft der Technologie und die Bedeutung einer kund*innenzentrierten Herangehensweise. Für uns geht es darum, echte Lösungen für echte Probleme zu schaffen. In unserem Start-up haben wir das Privileg, jeden Tag mit leidenschaft­lichen Menschen zusammenzuarbeiten. Gemeinsam sind wir nicht nur Zeugen der KI-Revolution im E-Commerce, sondern aktive Mitgestaltende dieser spannenden Zukunft.

Planet A Foods: 15,4 Mio. Dollar-Investment für die weltweit erste kakaofreie Schokolade

Das Münchner B2B-FoodTech-Start-up wurde 2021 von den Zwillingen Dr. Sara und Dr. Max Marquart gegründet und investiert das Geld die internationale Expansion seiner kakaofreien Schokolade ChoViva.

Planet A Foods, ein Start-up für nachhaltige Lebensmittel-Zutaten, hat in einer neuen Series-A-Finanzierungsrunde 15,4 Millionen US-Dollar frisches Kapital eingesammelt. Das B2B-Food-Start-up will das Geld dazu nutzen, die Produktion der Kakaoalternative ChoViva zu skalieren, die Kosten zu senken und in weitere Märkte zu expandieren. Die Finanzierungsrunde wurde bereits 2023 abgeschlossen.

„In Zukunft wird Schokolade teurer werden als Kaviar, wenn wir nichts dagegen unternehmen. Wir arbeiten jeden Tag daran, mit ChoViva Teil der Lösung zu sein. Mit dem Produkt bauen wir eine Alternative zu Schokolade auf und entlasten so die Kakaolieferkette“, sagt Mitgründer und CEO Dr. Max Marquart. Die Series-A-Finanzierungsrunde wird vom Climate-Tech-Wagniskapitalgeber World Fund mit Sitz in Berlin angeführt. Omnes Capital, Cherry Ventures, Mudcake, Nucleus Capital und TriplePoint Capital sowie weitere beteiligten sich ebenfalls.

„Dass diese Series-A-Finanzierungsrunde trotz eines allgemeinen Rückgangs der Investitionen in der Lebensmittelbranche überzeichnet war, steht für den Erfolg von Planet A Foods”, sagt Daria Saharova, Managing Partner des World Funds.

Müslimarke Kölln setzt bereits auf ChoViva

Planet A Foods ist mittlerweile unter anaderem bei REWE in einer Reihe namhafter Produkte zu finden, darunter von Müslihersteller Peter Kölln und Kekshersteller Griesson - de Beukelaer. Lufthansa bietet den Business-Class-Gästen die ChoViva-Tafeln an. Das Startup hat darüber hinaus kürzlich ein Produkt zusammen mit der Schokoladenmarke Lindt eingeführt. „Innerhalb von drei Jahren hat Planet A Foods aus einem Proof-of-Concept ein industrietaugliches Produkt gemacht, das heute in den Regalen steht, und Partnerschaften

mit großen globalen Lebensmittelunternehmen geschlossen“, so World-Fund-Partnerin Saharova.

Das Team von Planet A Foods hat bereits einen Teil der Finanzierung für den Ausbau der Produktion in seinem Werk in Pilsen (Tschechien) verwendet. Inzwischen kann das Unternehmen 750 Kilogramm ChoViva pro Stunde in einer hocheffizienten Produktionsumgebung herstellen. Der Prozess ist nach IFS zertifiziert, einem international anerkannten Standard für Lebensmittelsicherheit.

Planet A Foods hat eine Reihe von Produkteinführungen für 2024 geplant, und die Gründer*innen planen die Besetzung wichtiger neuer Positionen in ihrem über 40-köpfigen Team in Deutschland. Die gesammelten Mittel werden außerdem für die weitere Optimierung der Technologieplattformund für die Markteinführung in Großbritannien in diesem Jahr verwendet. Die Geschwister befinden sich darüber hinaus in Gesprächen mit strategischen Vertriebspartnern in anderen europäischen Märkten, Asien und in den USA. „Die Series A hat die Weiterentwicklung unserer Technologieplattform beschleunigt und ermöglicht uns, hochkarätige Expert*innen in den Bereichen Lipide, Schokolade und Synbio einzustellen,“ sagt Dr. Sara Marquart.

ChoViva: umweltfreundliche Kakaoalternative

Im Fermentationsprozess des Unternehmens werden lokal bezogene Zutaten – darunter Hafer und Sonnenblumenkerne – mithilfe firmeneigener Technologien in ChoViva verwandelt: ein Produkt mit zartschmelzender Textur und Schokoladengeschmack. „Mithilfe der Finanzierung haben wir nicht nur unser Produktportfolio erweitert, sondern auch Geschmack und Textur verbessert und unsere führende Position im Bereich alternativer Kakao- und Schokoladenprodukte gefestigt“, sagt Dr. Sara Marquart, CTO und Mitgründerin von Planet A Foods. ChoViva kann in Kombination mit herkömmlicher Schokolade oder als vollwertiger Ersatz verwendet werden. Es enthält bis zu 30 Prozent weniger Zucker und hat dank lokaler Zutaten und kurzer Lieferketten einen deutlich geringen CO2-Fußabdruck.

Das Unternehmen geht von einem riesigen Markt für das umweltfreundliche Produkt aus, da im Vergleich zu Kakao auch die Kosten attraktiv sind. Die Schokoladenpreise haben angesichts der Ernteausfälle infolge der Klimakrise derzeit ein 45-Jahres-Hoch erreicht.

Marktforscher erwarten, dass die aktuell 254 Milliarden US-Dollar schwere Schokoladenindustrie zwischen 2024 und 2028 jährlich um mehr als 5,6 Prozent wachsen wird.

Am Anfang stand ein Thermomix

Max Marquart, studierter Materialwissenschaftler und zweifacher Start-up-Gründer, wurde zur Idee für das Unternehmen inspiriert, nachdem er ein Buch von Rob Dunn mit dem Titel „Never out of Season“ gelesen hatte, in dem die zunehmend gefährdete Situation der globalen Monokultur-Lebensmittelproduktion beschrieben wird. „Mein Gedanke: Wollen wir wirklich eine Welt ohne Schokolade?'”, sagt er. Die Schwester des Unternehmers, Sara Marquart, ist Lebensmittelchemikerin und Expertin für Biotechnologie mit Spezialisierung auf Aromaherstellung. Sie arbeitete zuvor als Leiterin der Abteilung für Aromen an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und verfügte daher über die Expertise, um ein kakaofreies Produkt zu entwickeln, das wie Schokolade schmeckt.

„Nach Hunderten von Versuchen hatten wir unseren ersten essbaren Prototyp. Als wir dann bei Y Combinator angenommen wurden, ging es Schlag auf Schlag“, sagt Sara. „Danach wurden wir als die Chocolate Siblings bekannt und unsere Produkte wurden inzwischen auf der ganzen Welt verkostet, von Mexiko bis nach Japan.“

Founders League überzeugt mit Community-Strategie 11 neue Investor*innen

Die 2022 von Julian Rauch, Marc-Niclas Janz und Marcus Diekmann gegründete Start-up-Plattform fördert Start-ups nicht nur in den bereits etablierten Live-Shows, sondern bietet ihnen auch ein Lernprogramm mit Zugang zum Fachwissen von Top-Expert*innen.

Die Founders League richtet mit über 1.000 Gästen unter anderem die größte Start-up-Liveshow der DACH-Region aus: Vier Start-ups präsentieren einen dreiminütigen Elevator-Pitch, bei dem es nicht nur darum geht, die Jury zu überzeugen, sondern auch den anspruchsvollen Live-Chat und das Publikum. Im vergangenen Jahr wurde das Angebot durch die Einführung von zusätzlichen Meet-ups im kleineren Kreis mit bis zu 150 Personen erweitert.

Seit ihrer Gründung im April 2022 hat die Founders League, die derzeit mit 6,5 Millionen bewertet wird, ihre beiden Eventreihen sowie den Aufbau ihrer eigenen Marke vorangetrieben. "Die Founders League ist mittlerweile in der Szene bekannt und jedes Event ist ausverkauft, weshalb wir keine Abendkasse mehr benötigen", erklärt Marc-Niclas Janz, CEO. "Mit den neuen Investoren wollen wir jetzt unseren nächsten Meilenstein erreichen."

Zu den neuesten Gesellschaftern gehören namhafte Persönlichkeiten wie die K5-Konferenz-Gründer Verena Schlüpmann und Sven Rittau, sowie der beliebte M&A Berater Michael Moritz von Carlsquare.

Der aktuelle Kreis der Anteilseigner besteht aus einer facettenreichen Gruppe erfahrener Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen der Wirtschaft und der Öffentlichkeit. Dazu zählen der Fußballprofi Julian Draxler, die Unternehmerin Franzi von Hardenberg, der CEO von Shopware Stefan Hamann sowie der Mathe-YouTuber Daniel Jung. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, innovative Ideen mehr Sichtbarkeit, ein erweitertes Netzwerk und zusätzliche Investitionsmöglichkeiten zu verschaffen.

Sven Rittau, Geschäftsführer von K5 und Investor bei Founders League, bringt es auf den Punkt: "Aus unserer eigenen Erfahrung wissen wir, wie wichtig ein belastbares Netzwerk für die Gründung eines Unternehmens ist. Wir freuen uns daher, dass unsere Zusammenarbeit und das Investment in die Founders League einen positiven Impact für die Start-up-Welt bedeutet."

Nicht nur Geldgeber*innen – Investor*innen werden Teil der Wachstumsstrategie

Die Gründer betonen, dass die Investor*innen für sie mehr als nur Geldgebende sind. Die Founders League verfolgt eine langfristige Community-Strategie, die sich weniger auf Millioneninvestitionen konzentriert, im Gegensatz zu den üblichen Zielen vieler anderer Start-ups. Julian Rauch erklärt: "Was passiert, wenn die bekanntesten und erfolgreichsten Akteure der Start-up- und Investmentszene auf einer Plattform zusammenkommen? Das haben wir uns von Anfang an gefragt."

Der Gründer der Founders League erkannte frühzeitig, dass die Plattform großes Potenzial entfalten kann, wenn eine stabile Community dahinter steht. "Wir sammeln nicht einfach nur Investitionen ein, viel wichtiger ist uns, welche Persönlichkeiten bei uns investieren und ob sie bereit sind, Teil unserer Community zu werden."

Im Rahmen ihrer Community-Strategie hat die Founders League kürzlich 11 neue Gesellschafter aufgenommen, mit dem klaren Ziel: "Alle relevanten Akteure sollen sich bei uns versammeln und gemeinsam die Start-up-Welt voranbringen. Ein Investment bei uns birgt kein hohes Risiko. Unsere Investoren positionieren sich selbst als Experten und werden zu den Gesichtern einer bedeutenden Bewegung", berichtet Julian Rauch.

Mit diesem Ansatz verfolgt die Founders League ihre Vision, die führende Anlaufstelle für Start-ups, Unternehmen und Investoren zu werden. Am 7. Februar 2024 werden erneut 1.000 Teilnehmende im Dampfdom der Motorworld in München erwartet, gefolgt von drei weiteren Live-Shows im Jahr 2024.

Nächster Meilenstein: Die neue Online-Lernplattform

Die Founders League hat kürzlich die Gründung einer eigenen Academy in Zusammenarbeit mit dem Unternehmer und Mitgründer Marcus Diekmann angekündigt. Im Januar startete die erste Gruppe mit dem achtwöchigen Lernprogramm. Live-Calls mit Experten aus dem Founders League Netzwerk und Investorenkreis sowie E-Learning-Angebote sollen den teilnehmenden Start-ups dabei helfen, Herausforderungen strategisch anzugehen und die häufigsten Fehler zu vermeiden. Das langfristige Ziel bestehe darin, auf Grundlage der Lernplattform einen eigenen Accelerator aufzubauen, zusammen mit einem Netzwerk aus erfahrenen Persönlichkeiten.

Verena Schlüpmann, Geschäftsführerin von K5 und seit Kurzem Investorin bei Founders League, bringt ihre langjährige Erfahrung ein: "Mit der K5 Future Retail Conference - der größten Konferenz im deutschsprachigen Handelsumfeld - durchleben wir seit 10 Jahren alle Wachstumsphasen, sowohl als Gastgeber, aber auch als Team. Mit unserem Investment wollen wir daher die Founders League nicht nur monetär, sondern auch als Sparringspartner mit unserem Wissen rund um die Themen Entrepreneurship, Community Building und den Aufbau einer branchenspezifischen Leitveranstaltung unterstützen."

Zusätzlich zu Sven Rittau, Verena Schlüpmann und Michael Moritz von Carlsquare schließen sich folgende neue Investor*innen dem Kreis an: Bastian Kunkel (Versicherung mit Kopf), Tobias Jost (KarriereGuru), Simon Planken (Unternehmer), Tobias Claessens (Immogame), Camilla Sohn (Caminvesta), Moritz Schleich (Regisseur), Michael Groeger (Fotograf & Regisseur) und Tom Balschbach (Palazzo Mannheim).

Lexware Trendradar: Gründungshindernisse und Auswege

Eine aktuelle Umfrage unter Gründer*innen und Unternehmer*innen unterstreicht die Notwendigkeit: Runter mit den Finanzierungshürden!

Mehr Geld sparen, Sport treiben und sich gesünder ernähren – das sind die beliebtesten Vorsätze der Deutschen für dieses Jahr. So weit, so wenig überraschend. Für einige wird aber noch etwas anderes auf der diesjährigen To-do-Liste stehen: endlich den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen. Sein eigener Chef oder seine eigene Chefin zu sein, ist für viele eine ausgesprochen attraktive Aussicht, ebenso die Flexibilität, die mit einer selbstständigen Tätigkeit einhergehen kann.

Der Gründungsmotor stottert

Doch der Weg dorthin ist meist steinig, insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Und in solchen befinden wir uns zweifelsohne schon seit einigen Jahren. Durch die COVID-19-Pandemie, die Energiekrise, die hohe Inflation und Co. haben Gründungswillige es aktuell schwer. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider: So ist die Anzahl der jährlichen Unternehmensgründungen zwischen 2019 und 2023 selbst bei optimistischen Berechnungen um fast 100.000 auf rund 510.000 gefallen.

In diesem Jahr könnten wir zwar wieder ein kleines Plus verzeichnen, was wir aber eigentlich brauchen, ist eine deutliche Trendumkehr. Wir müssen wieder mehr Menschen „Lust aufs Machen“ machen. Denn Selbständige, vom Solo-Selbständigen bis zur Kleinunternehmerin, sind das Rückgrat unserer Wirtschaft: Ihre vier Millionen Unternehmen, die dabei zwölf Millionen Arbeitnehmer beschäftigen, machen 97 Prozent aller Unternehmen hierzulande aus! Dennoch finden sie in der öffentlichen (und politischen) Wahrnehmung oft nicht die entsprechende Beachtung. Und eine solche Trendumkehr ist trotz der derzeitigen wirtschaftlichen Situation möglich. Dafür müssen wir aber erst die Bedingungen für Gründer*innen verbessern.

Gründen schwer gemacht

Denn Hürden gibt es so einige. In einer Umfrage von Statista und Lexware, einem Business-Softwareanbieter für Selbständige, unter Gründer*innen und Unternehmer*innen waren die Top 3 Hürden:

  • Fehlende finanzielle Mittel: 42 Prozent
  • Unübersichtliche Gesetzesvorgaben: 30 Prozent
  • Fehlendes Know-how (etwa bei Finanz- und betriebswirtschaftlichem Wissen): 21 Prozent

Im ersten Moment mag es naheliegen, die Verantwortung für die Beseitigung dieser Hindernisse bei den Gründungswilligen zu verorten. Und ja, wer sich in irgendeiner Form selbständig machen will, sollte sich natürlich vorher eingehend mit betriebswirtschaftlichen Fragen, den bürokratischen Anforderungen und der Finanzierung beschäftigen. In der Praxis gestaltet sich genau das aber häufig deutlich komplexer, als man vielleicht annehmen würde.

So werden Finanz- und betriebswirtschaftliche Themen immer noch so gut wie gar nicht in der Schule behandelt. Und wer kein BWL-Studium in der Tasche hat, sieht sich bei der Unternehmensgründung plötzlich mit Fragen konfrontiert wie „Welches Geschäftsmodell ist für mich am sinnvollsten?“, „Wie schreibe ich einen Businessplan?“ oder „Wie erledige ich eigentlich meine Buchhaltung?“

Mit Blick auf die bürokratischen Anforderungen, die bei der Unternehmensgründung und danach erfüllt werden müssen, kann man aufgrund der Komplexität eigentlich nur den Kopf schütteln. Allein für die Anmeldung eines Unternehmens braucht es in der Regel Termine bei der Stadt oder Kommune, dem Finanzamt und einem Notar. Das sind standardisierte Prozesse, aber in der Verwaltung fehlt die IT-Infrastruktur, um sie zu digitalisieren. Und das Steuerrecht birgt seine eigenen Stolperfallen, die in den schlimmsten Fällen zu hohen Nachzahlungen führen können. Eine Vereinfachung von Vorgaben und Prozessen ist dringend erforderlich, wenn mehr Gründungswillige den Schritt zur Selbständigkeit tatsächlich gehen sollen.

Die Frage aller Fragen: Wo kommt das Geld her?

Die größte Hürde ist allerdings die Finanzierung. Egal, welche Art von Tätigkeit man ausübt, bei der Selbständigkeit entstehen zunächst Kosten – zum Beispiel für Materialien, Arbeitsmittel oder Mitarbeitende. Mehr als zwei Drittel der Befragten (69 Prozent) haben ihre Gründung hauptsächlich durch Eigenkapital finanziert. Ein Viertel (24 Prozent) hat einen Bankkredit aufgenommen und nur sechs Prozent haben staatliche Fördermittel in Anspruch genommen. Allerdings: Soll die Selbständigkeit in erster Linie nur für diejenigen möglich sein, die genügend Eigenkapital ansparen konnten?

Das Problem ist dabei nicht einmal das Fehlen von Förderinitiativen. Gerade auf staatlicher Seite gibt es einige, ob durch die Bundesagentur für Arbeit, die KfW-Bank oder die einzelnen Bundesländer. Diese werden zudem durch nichtstaatliche Programme ergänzt. Vielmehr ist es die Unübersichtlichkeit der Förderlandschaft, die Gründer*innen vor Herausforderungen stellt. Hinzu kommen oft undurchsichtige und langwierige Bewerbungsprozesse. Wenn wir das Gründen für mehr Menschen möglich machen wollen, brauchen wir mehr Transparenz sowie einfache, digitale Prozesse, um beispielsweise Fördermittel abzurufen. Ein Anfang wäre beispielsweise eine zentrale cloudbasierte Datenbank, in der man sein Vorhaben mit allen Fördermöglichkeiten abgleichen und direkt die erforderlichen Unterlagen hochladen und einreichen kann

Customer Engagement Report 2024

Der aktuelle Report zeigt u.a.: Fast die Hälfte der Verbraucher*innen erwarten 24/7-Service und hohe Offenheit gegenüber KI-Tools für verbesserte Customer Experience. Hier gibt's alle Fakten im Überblick.

Vonage, Anbieter von Cloud-Kommunikationslösungen für Unternehmen und Tochtergesellschaft von Ericsson, veröffentlicht seinen Global Customer Engagement Report 2024. Der 12. Jahresbericht zum Thema Customer Engagement bietet einen Überblick über die Kommunikationspräferenzen von Kund*innen im Kontakt mit Unternehmen und zeigt neue Trends auf. Diese bestätigen die Notwendigkeit, die Kund*inneninteraktion mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) zu optimieren, eine durchgehende Betreuung über verschiedene Kommunikationskanäle hinweg zu gewährleisten und damit die Kund*innenbindung zu stärken.

Anrufe via Mobiltelefon ganz vorn bei Kommunikation mit Unternehmen

Den Studiendaten zufolge bevorzugen die Verbraucher*innen weltweit für ihre Kommunikation mit Unternehmen unterschiedliche Kanäle. Hierbei stehen Anrufe via Mobiltelefon (36 %), Messaging-Apps (31 %), Telefonanrufe über Apps (29 %) und E-Mail (29 %) ganz oben auf der Präferenzliste.

Was auffällt: Die Deutschen fallen bei fast allen Kanälen stark in den Nutzungszahlen zurück, nur Japan nutzt noch weniger Kommunikationsmethoden. Handy-Anrufe sind bei uns zwar auch auf Platz eins (27 %), gefolgt von E-Mail (26 %), Messaging-Apps (25 %) und Posts in den sozialen Medien (15 %). Anrufe via Apps bevorzugen allerdings nur 14 %, Chats via mobile Apps nur 10 % (international: 24 %) und Push-Nachrichten 12 % (international: 20 %). Die klassische SMS bildet mit 8 % das Schlusslicht (auch bei den Spaniern mit nur 5 %). Global präferieren 22 % der Nutzer*innen SMS, bei unseren französischen Nachbarn sind es sogar ganze 33 %.

Weniger als die Hälfte (42 %) der gesamt Befragten gab an, dass sie mit der Kommunikation „sehr zufrieden“ sind. In Deutschland sind es nur 33 %.

Zahlreiche Ärgernisse wurden von den Verbraucher*innen weltweit genannt, wie beispielsweise lange Wartezeiten auf ein Gespräch mit einem Mitarbeiter (63 %), keine Möglichkeit, mit dem Kund*innendienst per Voice-Nachricht/Telefon Kontakt aufzunehmen (59 %), keine 24-Stunden-Verfügbarkeit des Kund*innenservices (48 %) und fehlende Self-Service-Unterstützung (46 %).

Laut Bericht sind alarmierende zwei Drittel (74 %) der Kund*innen dazu bereit, aufgrund schlechter Erfahrungen den Anbieter zu wechseln. Für fast die Hälfte (46 %) von ihnen reichen schon ein oder zwei negative Vorfälle aus, um abzuspringen. Ein Blick nach Deutschland: hier würden 70 % aufgrund schlechter Erfahrungen wechseln, für 40 % genügen ein bis zwei Patzer.

Befragte sehen KI als Chance für Verbesserung der Customer Experience

Mit Tools wie KI-basierten virtuellen Assistenten sind Unternehmen besser gerüstet, um schnelle Lösungen bereitzustellen, frustrierende Kund*innenerlebnisse zu verringern und dem/der Nutzer*in letztlich ein spezifischeres, personalisiertes Erlebnis zu verschaffen. Die Befragung verdeutlicht, dass die Verbraucher*innen sich bereitwillig auf künstliche Intelligenz einlassen, um ihre Experience zu verbessern. Sie befürworten aktiv, dass die Unternehmen mehr KI-Lösungen einsetzen, um die Customer Experience zu verbessern: 61 % der gesamt Befragten sind positiv gestimmt (hingegen 46 % der Deutschen), 26 % sogar „sehr positiv“ (bei den Deutschen 15 %).

Zudem haben 80 % der Verbraucher*innen (67 % der Deutschen) in den letzten Monaten bereits mit mindestens einem KI-Tool Erfahrung gemacht. Darunter 38 % mit einer künstlich intelligenten Suchmaschine (23 % bei den Deutschen), 32 % mit KI-Chatbots (respektive 20 %), 29 % mit smarten Assistenten (respektive 25 %) und 29 % mit ChatGPT (respektive 24 % bei den Deutschen).

Positive Customer Experience schafft loyale Markenbotschafter*innen

56 % der Verbraucher*innen weltweit gaben an, dass sie dem Anbieter bei einem guten Service ein positives Feedback geben würden. 55 % sagten, dass sie positive Erfahrungen mit Freunden und Familie teilen – womit klar sein dürfte, dass solche Kund*innen wertvolle Markenbotschafter*innen sind. Obendrein berichteten mehr als die Hälfte (52 %) der Umfrageteilnehmenden, dass sie einer Marke, mit der sie gute Erfahrungen gemacht haben, treuer sind. Mehr als ein Drittel (36 %) geht sogar so weit, zusätzliche Produkte zu kaufen.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Customer Support laut der Befragten sogar um 40 % verbessert, nur für 6 % verschlechtert. Für die deutschen Befragten um 30 %, beziehungsweise 10 %.

Stärkstes Potenzial für Kommunikation mit Unternehmen: Videochat und Chatbots

Den Antworten nach wird sich die Nutzung von Chatbots und Videochats innerhalb des nächsten Jahres mehr als verdoppeln. 10 % der Kund*innen weltweit kommunizieren bereits heute per Chatbots, und 23 % werden sie voraussichtlich in den nächsten sechs bis 12 Monaten verwenden. 13 % der Befragten gaben an, dass sie aktuell per Videochat mit den Anbietern sprechen. Bei 26 % wird dies wohl in den nächsten sechs bis 12 Monaten der Fall sein. Die Unternehmen sollten also diese beiden Kanäle im Auge behalten.

Über die Studie

Für die Global Customer Engagement Studie wurden weltweit mehr als 7.000 Kund*innen in 17 Ländern (darunter 405 deutsche Kund*innen) befragt. Die im Oktober und November 2023 durchgeführte Umfrage untersuchte die verschiedenen Kanäle, die Kund*innen im Kontakt mit Freund*innen und Familie, sowie Unternehmen und Dienstleistenden nutzen, darunter Voice, Messaging-Apps, E-Mail, soziale Medien und Chat. Die Studie befasste sich außerdem mit dem Nutzen von KI und eines exzellenten Kund*innenservice.

Den vollständigen Bericht gibt's hier

Modelyzr: Mio.-Investment für KI-Start-up aus Münster

Mit der erfolgreichen Finanzierungsrunde (siebenstelliges Investment) hat sich das KI-Start-up mit seiner Cloudlösung für KI-basierte Marktanalytik auf dem schwierigen Finanzierungsmarkt behauptet und die Weichen für weiteres Wachstum gestellt.

„Für uns als Start-up sind Finanzierungsrunden von großer Bedeutung, wenn es darum geht, uns als Unternehmen weiterzuentwickeln“, sagt Nils Niehörster, Gründer und Geschäftsführer der Modelyzr GmbH. Das siebenstellige Investment sei demnach ein weiterer wichtiger Schritt. „Es ist für uns Ansporn und Bestätigung zugleich, neben unseren Kundinnen und Kunden sowie Partnern auch Investoren von unserem Geschäftsmodell und dessen Profitabilität überzeugt zu haben.“

MODELYZRs: spezialisiert auf Prozesse in B2B-Märkten

Die Funktionsweise des MODELYZRs ähnelt der des KI-Sprachmodells ChatGTP: Jeweils werden alle verfügbaren Daten herangezogen und analysiert, um auf dieser Basis aussagekräftige Antworten auf beliebige Fragen zu liefern. Anders als das OpenAI-Produkt ist die Lösung aus Münster jedoch nicht auf Sprache, sondern auf Prozesse in B2B-Märkten spezialisiert. So entsteht ein belastbares und ganzheitliches KI-Marktmodell, mit dessen Hilfe zum Beispiel Marktforschungen, Go-to-Market-Simulationen oder Next- sowie First-Best-Offer möglich werden.

Den Fußabdruck im SAP-Ökosystem vergrößern

„Mit den Mitteln, die uns aus der Finanzierungsrunde zur Verfügung stehen, werden wir das Recruitment mehrerer Spitzenkräfte vorantreiben, um mit deren Hilfe unser Wachstum weiter anzukurbeln“, so Nils Niehörster. So soll in den kommenden drei Geschäftsjahren ein Umsatzwachstum von jeweils über 70 Prozent realisiert werden. „Darüber hinaus besitzen wir nun die Ressourcen, um unseren Footprint im SAP-Ökosystem noch einmal deutlich zu vergrößern.“ Modelyzr ist SAP PartnerEdge-Build und der MODELYZR selbst sowohl im SAP Store als auch in der SAP Industry Cloud gelistet.

Millionen-Investment für MedTech Start-up Implify

Das 2020 gegründete MedTech Start-up Implify hat eine erfolgreiche Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe eines siebenstelligen Investments abgeschlossen. Neben bmh beteiligen sich an dieser Runde auch seed + speed und Hanse Ventures.

Implify ist eine unabhängige und zentrale Service- und Technologie-Plattform im Bereich der Implantologie. Das Unternehmen wurde 2020 von Florian Schnorr, Marc-Philipp Kern und Steffen Weinlich gegründet und gilt als Pionier in der Digitalisierung von Prozessen rund um die Materialbeschaffung. Vom Firmensitz in Frankfurt am Main aus unterstützt Implify Dentalpraxen und -labore in der DACH-Region bei der digitalen Warenbeschaffung und -verwaltung. Mittels einer standardisierten Aufbereitung der Produkte und smarter Technologien können Einkäufer*innen alle notwendigen Produkte für eine Implantat-Behandlung schnell finden und direkt online bestellen. Dank der neu entwickelten Lösung „Implify Connect“ geht dies nun auch vollautomatisch.

Nach erfolgreichem Abschluss mehrerer Pilotprojekte für Konsignationslager von namhaften internationalen Herstellern soll die Finanzierung in die Ausweitung der Lösung auf weitere Zahnarztpraxen und Dentallabore sowie die Expansion in weitere Bereiche des Medizinsektors fließen.

Marc-Philipp Kern, Gründer und Geschäftsführer von Implify: „Wir merken, dass der Bedarf an smarten, automatischen Lösungen entlang der gesamten Lieferkette im Medizinmarkt enorm ist. Allein im deutschen Implantatmarkt sprechen wir von rund 10.000 Konsignationslagern, die noch immer größtenteils händisch verwaltet werden. Unsere modulare ,Implify Connect‘-Lösung schafft hier schnell und kosteneffizient Abhilfe und damit eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.“

Daniel Steffen, Senior Investment Manager, seed + speed: „Die Notwendigkeit, tägliche Routinen im Dentalmarkt mit smarten, digitalen Lösungen effizienter zu gestalten, ist immens gestiegen. Mit optimierten Prozessen wie Implify sie bietet, kann sich das Personal dem eigentlich Wichtigsten besser widmen: nämlich dem Patienten. Wir freuen uns sehr, diese spannende Entwicklung begleiten zu dürfen.“

Sebastian Schulz, Geschäftsführer, Hanse Ventures: "Implify hat mit ihrem Produkt eine Lösung geschaffen, die es Zahnarztpraxen ermöglicht, einen Teil ihrer Administrationsarbeit, die in den letzten Jahren stark zugenommen hat, zu vereinfachen und Fehlerquellen auszuschließen. Dabei ist ihre Lösung an die Praxiswirklichkeit angepasst und einfach einzurichten.“

„Wir begleiten Implify bereits seit der Seed-Runde 2021 durch einen von uns verwalteten Fonds. Die aktuelle Finanzierungsrunde dient im Wesentlichen dazu, das neue Geschäftsfeld ,Connect‘ voranzubringen. Der Bereich Lagerlogistik birgt großes Potenzial – auch für andere Anwendungsfälle im medizinischen Bereich“, ergänzt Lena Lang, verantwortliche Investment Managerin der bmh.