SMAU | Italy RestartsUp am 28.04.22 in Berlin


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ICE: Italy RestartsUp bringt die Protagonisten des italienischen Start-up-Ökosystems am 28.04.22 nach Berlin. Mehr dazu im Interview mit den Veranstaltern ICE und SMAU.

Im Rahmen von SMAU | Italy RestartsUp haben wir uns mit den Veranstaltern ICE – Italienische Agentur für Außenhandel und SMAU unterhalten, die uns einige Fragen zu dem Event beantworten. SMAU findet am 28. April im ewerk Berlin statt. Die hochkarätige Veranstaltung zielt darauf ab, deutschen Unternehmen, Investoren und Stakeholdern die über 30 vielversprechendsten italienischen Start-ups zu präsentieren.

Unsere Fragen an ICE – Italienische Agentur für Außenhandel:

Für wen ist das Event besonders zu empfehlen und welchen Mehrwert bietet es den Teilnehmenden?

ICE: Italy RestartsUp bringt die Protagonisten des italienischen Start-up-Ökosystems nach Berlin. Das gemeinsam von ICE und SMAU organisierte Event ist daher für alle besonders interessant, die sich ein direktes Bild vom italienischen Angebot in diesem Bereich machen wollen.

Darin liegt unserer Ansicht nach auch der Mehrwert eines Besuches. Oft erleben wir, dass die Kompetenzen Italiens gerade im Technologiebereich unterschätzt werden oder kaum bekannt sind.

Bei Italy RestartsUp kann man direkt in das Start-up-Ökosystem Italiens eintauchen und vor Ort Kontakt mit den Akteuren aufnehmen, seien es Enabler, Corporates, oder vielversprechende italienische Start-ups, die smarte Lösungen in den Bereichen Smart Manufacturing, Energy & Environment, Smart Mobility, E-Health, Food und Retail präsentieren.

Auch das Konferenzprogramm mit den hochkarätig besetzten Panels zu den oben genannten Themen sowie die Pitching Sessions bieten dem Besucher wertvolle Informationen zu den Kompetenzen Italiens in diesen Schlüsselsektoren.

An welchen weiteren Initiativen beteiligt sich ITA - Italian Trade Agency zur Unterstützung der Start-ups?

ICE: Wir, die staatliche Italienische Agentur für Außenhandel, unterstützen italienische Unternehmen schon seit über 90 Jahren bei ihrer Expansion ins Ausland. Aufgrund dieses Know-hows ist für uns die Unterstützung italienischer Start-ups ein wichtiger Beitrag zur Positionierung der Firmen auf ausländischen Märkten, wobei wir einen sektorübergreifenden Ansatz verfolgen, denn Start-ups und ihre Geschäftsmodelle sind sowohl in der Old- als auch in der New Economy vertreten.

Seit etwa 10 Jahren binden wir italienische Start-ups gezielt in unsere internationalen Aktivitäten ein; wir ermöglichen Ihnen auf klassischen Messen, wie der CeBIT, der Space Tech Expo oder der ILA ihre Lösungen der Business Community zu präsentieren. Dies wird von uns kontinuierlich ausgebaut, aktuell werden Start-ups aus Italien auch erstmals in Deutschland auf den diesjährigen Messen IFA Next, Enlit und Medica mit uns vertreten sein. Daneben organisieren wir gemeinsam mit Partnern, wie SMAU oder Intesa San Paolo spezifische Veranstaltungen wie Italy RestartsUp, auf denen sich die Start-ups gezielt der einheimischen Business Community vorstellen können.

Weitere wichtige Elemente unserer Unterstützung für Start-ups sind Kurse zur Internationalisierung junger Unternehmen und Vergünstigungen für unser Angebot an unternehmensnahen Dienstleistungen. Beispielsweise befindet sich aktuell die 3. Edition des Global Startup Programme in Vorbereitung, bei dem direkt mit ausländischen Akzeleratoren und Inkubatoren zusammengearbeitet wird, um die Start-ups für die Auslandsmärkte fit zu machen.

Darüber hinaus bieten wir denjenigen, die bereits den Entschluss gefasst haben, auf ausländische Märkte zu expandieren ein umfangreiches Instrumentarium an maßgeschneiderten unterstützenden Dienstleistungen zur Markterschließung zu besonders günstigen Konditionen, die Jungunternehmen haben hier Anspruch auf einen Kostennachlass von 30% gegenüber dem bereits günstigen Normalpreis.

Unsere Fragen an SMAU:

Was ist SMAU | Italy RestartsUp in Berlin 2022 und was ist das Besondere an dem Konzept?

SMAU: SMAU | Italy RestartsUp in Berlin ist eine Veranstaltung, die Verbindungen zwischen den Innovationsökosystemen Italiens und Deutschlands schaffen möchte. Eine Auswahl von 40 italienischen Start-ups sowie der größten italienischen Unternehmen, die das Paradigma der offenen Innovation verfolgen, werden die Rolle der Protagonisten der Veranstaltung spielen. Besucht wird sie von deutschen Unternehmen, Investoren, Inkubatoren und Acceleratoren, die daran interessiert sind, die Innovation Made in Italy kennenzulernen.

Neben einem Programm mit Panels und der Organisation von Einzelgesprächen bietet die Veranstaltung auch die Planung einer Tour durch die Innovationsorte Berlins. Sie beinhaltet unter anderem einen Besuch einiger Inkubatoren und Acceleratoren, die Modelle der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Start-ups mit großer Effizienz vorantreiben.

Wie ist die Situation der Start-ups in Italien? Welche Investitionen werden in diesem Sektor getätigt?

SMAU: Italien zeichnet sich seit jeher durch eine starke Neigung zum Unternehmertum aus und hat weltweit die höchste Anzahl von Unternehmen pro Einwohner. Dieser Aspekt spiegelt sich auch im Ökosystem der Start-ups wider, das jedoch im Vergleich zu Märkten wie Deutschland und dem Vereinigten Königreich, die auch in Bezug auf den Kapitalmarkt traditionell reicher sind, eine geringere durchschnittliche Größe aufweist.

Nichtsdestotrotz sind italienische Start-ups in der letzten Zeit dank der Zusammenarbeit mit bestehenden Unternehmen in einer Logik der offenen Innovation schnell gewachsen, was einen doppelten Vorteil hat: den Referenzmarkt für Start-ups zu entwickeln und reife Unternehmen zu modernisieren.

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Gründer*in der Woche: Gamba Zamba – Garnelen Made in Germany

Das FoodTech-Start-up aquapurna der Gründer David Gebhard und Florian Gösling zeigt, dass Garnelen verantwortungsvoll und regional angeboten werden können – aus deutscher Aufzucht.

Die Geschichte von Gamba Zamba beginnt auf einer Reise: Als Florian Gösling in Asien Einblicke in die industrielle Garnelenproduktion erhält, ist er schockiert. Zurück in Deutschland tauschte er sich mit David Gebhard, seinem langjährigen Freund aus dem Berg­sport und heutigen Co-Gründer von Gamba Zamba aus, und stellte die Frage: „Warum sollten Garnelen nicht auch hier bei uns wachsen können – frisch, nachhaltig und ohne Tierleid?“

Bei ihren Recherchen stellten die beiden fest: Europäische Alternativen gibt es, aber sie sind mehrfach teurer als Importware. Eine weitere Erkenntnis: Zwar ist die Technologie für landbasierte Kreislaufaquakultur grundsätzlich vorhanden, befindet sich jedoch noch in einem frühen Entwicklungs­sta­dium und verursacht zu hohe Kosten.

Florian und David waren sich sicher, dass das besser geht, schritten zur Tat und gründeten mitten in der Corona-Pandemie auf dem Gelände einer ehemaligen Kali-Mine bei Hannover ihr eigenes Garnelenforschungszentrum.

Hightech trifft Naturverständnis

Dort, in der eigens entwickelten Kreislaufanlage, wachsen seitdem Garnelen unter stabilen, artgerechten Bedingungen auf. Das System spart über 99 Prozent Wasser, arbeitet vollständig ohne Antibiotika und Chemie und ermöglicht eine Aufzucht, die Natur und Technologie intelligent verbindet.

Das sogenannte SmartReef-System schafft künstliche Riffstrukturen, auf denen sich die Tiere häuten und zurückziehen können. Sensoren überwachen permanent die Wasserqualität. „Unsere Tiere sollen sich wohlfühlen. Nur dann können sie gesund wachsen“, so Florian.

Während den Garnelen-Weibchen in Asien und Südamerika ein Auge entfernt wird, damit sie ihre Eier ablegen – was meist zu ihrem Tod führt –, setzt Gamba Zamba auf natürliche Vermehrung und eine Diät aus Tintenfisch und Miesmuscheln. „Für uns ist das ein absolutes No-Go. Wir sehen Garnelen als Lebewesen, nicht als reine Commodity“, betont David.

Auch sonst unterscheidet sich die Aufzucht grundlegend von herkömmlichen Methoden: Das Start-up verzichtet konsequent auf Antibiotika, Sulfite (E223), die allergische Reak­tionen auslösen können, Phosphate, die Wasser binden und Konsument*innen täuschen, übermäßige Glasur – also das typische „Pfannenwasser“, und chemische Entkeimungsmittel wie Chlor oder Peroxide. Das Ergebnis: reine, unverfälschte Garnelen mit natürlichem Geschmack und fester Textur.

„Viele Menschen möchten bewusster essen, ohne auf Genuss zu verzichten. Genau das bieten wir: frische Garnelen aus deutscher Aufzucht – mit vollem Geschmack und gutem Gewissen“, erklärt Florian.

Bisher hatten Garnelen-Fans hierzulande kaum eine Wahl: Entweder billige Importware mit zweifelhaftem Ursprung und hohem CO-Fußabdruck oder europäische Nischenprodukte für teils über 120 Euro pro Kilo. „Wir schaffen endlich eine leistbare, nachhaltige Alternative“, sagt Florian.

metergrid: Stuttgarter Start-up sammelt 10 Mio. Euro für Mieterstrom-Plattform ein

Das 2021 gegründete metergrid ist auf Software- und Abwicklungslösungen für sogenannte Mieterstrommodelle spezialisiert. Die Runde ist laut metergrid die bislang größte Wachstumsfinanzierung im deutschen Mieterstrom-Markt.

Das 2021 gegründete EnergyTech-Start-up metergrid hat eine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 10 Mio. Euro abgeschlossen. Wie das Unternehmen mitteilte, handelt es sich dabei um die bislang größte Wachstumsfinanzierung im deutschen Mieterstrom-Markt. Angeführt wird die Runde von dem niederländischen Investor SET Ventures. Auch die Bestandsinvestoren Hager, LBBW Venture Capital, Mätch VC sowie mehrere Business Angels beteiligten sich erneut.

Metergrid ist auf Software- und Abwicklungslösungen für sogenannte Mieterstrommodelle spezialisiert. Diese ermöglichen es, Solarstrom von Dächern mehrgeschossiger Wohngebäude direkt an die Bewohner zu verkaufen. Das Stuttgarter Unternehmen konnte die Zahl der versorgten Bewohner*innen nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr von rund 10.000 auf über 53.000 steigern.

Ausbau zur Gesamtplattform geplant

Mit dem frischen Kapital plant das Unternehmen, sein Geschäftsmodell von einer reinen Abrechnungslösung zu einer umfassenden Energie-Plattform für Mehrparteienhäuser auszubauen. Ziel sei es, neben Photovoltaik-Anlagen künftig auch Ladeinfrastruktur für E-Mobilität, Energiemanagementsysteme, Speicherlösungen sowie Heiz- und Nebenkostenabrechnungen über eine zentrale Software abzuwickeln.

„Wir machen Energieversorgung im Mehrparteienhaus erstmals automatisiert, wirtschaftlich und massentauglich“, erklärte Johannes Mewes, Co-Founder und Geschäftsführer von metergrid. Bis zum Jahr 2030 will das Unternehmen nach eigenen Angaben eine Million Menschen in Mehrparteienhäusern mit erneuerbarer Energie versorgen.

Hürden beim Mieterstrom

Rund 44 Mio. Menschen in Deutschland leben in Mehrparteienhäusern. Die Umsetzung von lokalen Energiekonzepten scheiterte dort bislang oft an komplexen regulatorischen und administrativen Hürden. Metergrid adressiert dieses Marktsegment, indem es Vermietern, Wohnungseigentümergemeinschaften und Wohnungsbaugesellschaften die bürokratische Abwicklung – von der behördlichen Anmeldung bis zur Abrechnung mit den Mietern – abnimmt.

Dr. Till Stenzel, Partner beim Lead-Investor SET Ventures, sieht in der Lösung das Potenzial, den Markt für urbane Energieversorgung zu erschließen: „Mehrparteienhäuser konnten bisher noch praktisch gar nicht an der Energiewende teilnehmen – metergrids Lösung sorgt hier für eine ganzheitliche, volldigitalisierte Lösung.“

b2venture legt 150 Millionen Euro Fonds auf

b2venture, ein europäischer Early-Stage-Investor, hat Fonds V erfolgreich am Hard Cap von 150 Mio. Euro geschlossen, um gezielt in Frühphasen-Start-ups zu investieren.

b2venture wurde im Jahr 2000 gegründet und verfolgt seitdem einen klaren Ansatz: konsequent gründerorientierte und mit langfristiger Perspektive investieren. Fonds V setzt diese Linie fort und knüpft an das intergenerationale Modell an, bei dem erfolgreiche Gründer*innen selbst zu Investor*innen werden und ihre Erfahrung, Netzwerke und ihr Kapital an junge Gründungsteams weitergeben. Dieses Prinzip trägt inzwischen fünf b2venture-Fondsgenerationen und unterstreicht damit die Stärke und Skalierbarkeit des community-basierten Modells.

Starke Limited Partners und mehr als 350 AngelInvestor*innen

Jetzt legt b2venture den größten Fonds seiner 25-jährigen Geschichte auf und investiert mit Fonds V in skalierbare, resiliente Technologien sowie digitale Geschäftsmodelle in der Frühphase. b2ventures Fonds V baut auf eine starke, breit aufgestellte Investorenbasis: langjährige und neue Limited Partners wie Family Offices, institutionelle Investor*innen und high-net-worth Individuals. Viele von ihnen begleiten b2venture bereits über mehrere Fondsgenerationen hinweg. Zu den neuen Limited Partners zählen unter anderem Flexstone, der Schweizer Pensionsfonds Stiftung Abendrot, Portfolio-Unternehmer wie Thomas Hagemann (SevenSenders) sowie langjährige b2venture Super Angels wie Joachim Schoss.

Ein Alleinstellungsmerkmal der Investor*innenbasis ist eine starke Community aus über 350 erfahrenen Angel-Investoren, die den Fonds aktiv unterstützt. Die Angel-Investor*innen investieren gemeinsam mit b2venture und bringen ihre Erfahrung aus dem Aufbau und der Skalierung erfolgreicher Unternehmen ein.

25 Jahre Early-Stage-Erfahrung mit Community-Fokus

Seit mehr als 20 Jahren begleitet b2venture den Aufbau europäischer Tech-Unternehmen, darunter DeepL, 1KOMMA5°, Raisin, SumUp, Nelly und Urban Sports Club. Die Bilanz: mindestens ein Unicorn pro Fonds, 11 IPOs und die langfristige Begleitung hunderter Founder-Teams. Im Jahr 2025 verzeichnete b2venture einen IPO (Navan) und sieben weitere Exits, darunter Araris Biotech, Beekeeper sowie zuletzt Neptune (Übernahme durch OpenAI).

Erste Investments Fonds V

Mit Fonds V plant b2venture Investitionen in rund 35 Early-Stage-Startups in ganz Europa, mit Fokus auf skalierbare und langfristig tragfähige Technologien. Zu den ersten Investments von Fonds V gehören Unternehmen wie:

  • Nautica Technologies, das autonome Schwarmroboter im Abonnementmodell zur Reinigung von Schiffsrümpfen anbietet,
  • Hive Robotics, eine KI-gestützte Plattform für autonome Systeme, die eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen Luft-, Land- und See-Einheiten ermöglicht,
  • Augmented Industries, eine KI-gestützte Plattform, die Industriefachkräften hilft, komplexes Wissen dokumentieren und Probleme effizienter lösen sowie
  • Assemblean, eine Production-as-a-Service-Plattform für die effiziente Fertigung komplexer Produkte.

Diese Investments unterstreichen den Fokus auf DeepTech sowie Industrie-, Automatisierungs- und Infrastrukturunternehmen – mit Fokus auf KI und Robotik.

„Venture Capital ist vor allem ein People Business“, sagt Jan-Hendrik Bürk, Partner bei b2venture. „Unsere Angel-Community spielt dabei eine zentrale Rolle: Sie unterstützt uns bei der Auswahl und Unterstützung von Teams, die langfristig erfolgreiche Tech-Companies aufbauen. Mit Fonds V stärken wir dieses Modell weiter, mit echter fachlicher Expertise und nicht nur mit Kapital.“

Kölner Energy-Start-up SpotmyEnergy gewinnt Junction als neuen Finanzgeber

Das 2023 von Jochen Schwill gegründete SpotmyEnergy mit Sitz in Köln entwickelt und vertreibt Smart-Energy-Lösungen für die Integration von Kleinanlagen in den Energiemarkt.

Im Dezember 2024 hatte sich SpotmyEnergy in einer Seed-Finanzierungsrunde 10,5 Mio. Euro gesichert. Im März 2025 meldete das Start-up, dass ihm von Horizon Energy Deutschland 50 Mio. Euro für die Beschleunigung des Smart-Meter-Rollouts in Deutschland bereitgestellt wurden. Jetzt soll das Kölner Start-up mit einem neuem Finanzgeber zusätzlichen Schub für den Smart-Meter-Rollout erhalten.

Der belgische Investmentfonds Junction Growth Investors („Junction“) fokussiert sich auf Unternehmen in der Energiebranche, um gemeinsam mit Unternehmer*innen und Gründer*innen die Herausforderungen und Komplexität der Energiewende zu bewältigen. Im Rahmen dieser Ausrichtung stellt Junction dem Energie-Start-up Kapital zur Verfügung, das gezielt in das operative Wachstum fließen soll.

Mit dem frischen Kapital – die Unternehmen haben sich darauf verständigt, keine Details zur Finanzierung zu kommunizieren – will SpotmyEnergy den Ausbau intelligenter Messsysteme vorantreiben. Ziel ist es, durch intelligente Vernetzung Privathaushalte in den Strommarkt zu integrieren und so mehr Flexibilität im Energiesystem zu schaffen.

Jochen Schwill, Gründer und Geschäftsführer von SpotmyEnergy: „Mit Horizon Energy Deutschland und Junction kommen wir auf einen gemeinsamen Kapitalimpuls von 60 Millionen Euro in zwölf Monaten. Wir sind damit exzellent aufgestellt, den Smart-Meter-Rollout aktiv voranzutreiben. Unsere über 300 Partnerbetriebe sind die zentrale Anlaufstelle für alle, die proaktiv auf einen Smart Meter umsteigen möchten.“

„Wir freuen uns, gemeinsam mit dem Serienunternehmer Jochen Schwill die nächste Welle an Flexibilität bei privaten Haushalten zu erschließen – so wie wir in den vergangenen zehn Jahren erfolgreich Flexibilität bei Industriekunden und großen Batteriespeichern realisiert haben“, sagt Pieter-Jan Mermans, Managing Partner bei Junction.

Emil Bruusgaard, Managing Director, Horizon Energy Deutschland, ergänzt: „Die Kombination aus einem innovativen Unternehmen mit hohem Gestaltungsanspruch, einem erfahrenen Venture-Capital-Partner wie Junction und einem langfristig orientierten Infrastrukturinvestor schafft die Voraussetzungen, um das Potenzial der deutschen Energiewende gemeinsam mit etablierten Akteuren des regulierten Energiesystems verlässlich, systemkonform und nachhaltig zu realisieren.“

Circular Technology Award 2026

CIRCULAR REPUBLIC, die Initiative für Kreislaufwirtschaft von UnternehmerTUM, startet gemeinsam mit Knorr-Bremse den Circular Technology Award. Ziel ist es, innovative GreenTech-Lösungen für automatisierte Demontage und das Recycling kritischer Rohmaterialien zu identifizieren und in die industrielle Anwendung zu bringen.

Der Circular Technology Award richtet sich an Start-ups sowie KMU aus ganz Europa, die mithilfe von künstlicher Intelligenz, Robotik und neuen Geschäftsmodellen die Rückgewinnung von Rohstoffen neu denken.

Gesucht werden skalierbare Lösungen, mit denen Hightech-Komponenten automatisiert demontiert und wertvolle Materialien effizient in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden können – ein zentraler Hebel für resiliente Lieferketten und eine wettbewerbsfähige Industrie.

Der Award ist mit vier Preisgeldern zu je 25.000 Euro dotiert. Darüber hinaus erhalten zwei dieser Unternehmen die Möglichkeit, ihre Lösung gemeinsam mit Knorr-Bremse in einem Proof-of-Concept-Projekt umzusetzen, das mit einem Budget von bis zu 150.000 Euro ausgestattet ist.

Dr. Matthias Ballweg, Co-Founder von CIRCULAR REPUBLIC dazu: „Kreislaufwirtschaft ist kein Nischenthema mehr – sie ist eine strategische Antwort auf geopolitische Abhängigkeiten, Ressourcenknappheit und den steigenden Innovationsdruck in Europa. Der Circular Technology Award von Knorr-Bremse setzt genau hier an: Er verbindet unternehmerische Innovationskraft mit industrieller Umsetzung. Als Teil von UnternehmerTUM bringen wir Start-ups, Mittelstand und Industrie zusammen, um aus Ideen konkrete Wirkung zu machen.“

Marc Llistosella, CEO der Knorr-Bremse AG sagt: „Automatisierte Demontage- und Recyclingtechnologien sind entscheidend für eine robuste und zukunftsfähige Wirtschaft. Die Rückgewinnung kritischer Rohstoffe eröffnet enormes Wachstumspotenzial. Mit dem Circular Technology Award gehen wir einen wichtigen Schritt, um neue Green-Tech-Lösungen gemeinsam mit innovativen Unternehmen voranzubringen.“

Der Bewerbungszeitraum endet am 2. März 2026. Die Preisverleihung findet am 6. Mai 2026 auf der IFAT in München statt – der weltweit führenden Messe für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft.

Weitere Informationen und Bewerbung hier

Cancilico sichert sich 2,5 Mio. Euro zur Skalierung KI-gestützter Knochenmarkdiagnostik

Das Dresdner HealthTech-Start-up Cancilico entwickelt KI-gesteuerte Diagnoselösungen für die Hämatologie mit dem Ziel, die Analyse von Blut und Knochenmark zu automatisieren und deren Genauigkeit zu verbessern.

Cancilico wurde 2023 von Markus Badstübner, Dr. Moritz Middeke, Tim Schmittmann, Sebastian Riechert, Dr. Jan Eckardt, Dr. Karsten Wendt und Gründungsinvestor Prof. Gerhard Ehninger gegründet.

Heute gab das Start-up den erfolgreichen Abschluss seiner Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 2,5 Millionen Euro bekannt. Die Investition wurde von einem starken Konsortium angeführt, darunter der High-Tech Gründerfonds (HTGF), der TGFS - Technologiegründerfonds Sachsen, die GEDAD GmbH (Investitionsvehikel der Familie Ehninger) und die ROI Verwaltungsgesellschaft (Roland Oetker).

Das frische Kapital soll Cancilicos Mission beschleunigen, die KI-basierte Diagnosesoftware MyeloAID als Routinewerkzeug zu etablieren, um die Versorgungsqualität für Blutkrebspatient*innen weltweit zu verbessern und die Entwicklung digitaler Biomarker bei hämatologischen Malignomen voranzutreiben.

MyeloAID zielt darauf ab, die Diagnose hämatologischer Erkrankungen grundlegend zu verändern, indem fortschrittliche künstliche Intelligenz genutzt wird, um Knochenmarkproben mit beispielloser Geschwindigkeit und Genauigkeit zu analysieren. Das zugrundeliegende Datenmodell der KI-Diagnostik von Cancilico basiert auf einem großen, validierten Datensatz verschiedener hämatologischer Erkrankungen sowie Daten von gesunden Individuen. Partnerschaften mit hämatopathologischen Zentren erweitern das Datenmodell kontinuierlich, und Kooperationen mit Pharmapartnern zeigen erste Ergebnisse für eine beschleunigte Entwicklung von Biomarkern und therapeutischen Optionen bei hämatologischen Erkrankungen.

Insbesondere angesichts des Mangels an ausgebildeten Hämatologen sind solche unterstützenden Technologien dringend erforderlich, um die klinische Verfügbarkeit zu gewährleisten und Präzisionsmedizin möglich zu machen. Ein Alleinstellungsmerkmal von MyeloAID ist das Design als plattformunabhängige Lösung. Die Technologie kann auf jedem gängigen bildgebenden Mikroskop oder Scanner implementiert werden. Dies ermöglicht es Laboren, ihre diagnostischen Fähigkeiten zu erweitern, ohne die bestehende Hardware-Infrastruktur ersetzen zu müssen. Zudem ist die KI-Diagnostik bereits als „Research Use Only“ (RUO)-Variante über die PathoZoom® Scan & LiveView Suite von Smart In Media verfügbar und im Einsatz.

„Wir stehen vor einem weltweiten Mangel an hämatologischen Fachkräften, während die Komplexität und Zahl der diagnostischen Fälle steigt“, sagte Markus Badstübner, CEO und Mitgründer von Cancilico. „Unser Ziel ist es, den Zugang zu Diagnostik auf Expertenniveau breit zugänglich zu machen. Diese Investition ermöglicht es uns, die regulatorischen Hürden von FDA und CE-IVDR zu nehmen und ein Tool auf den Markt zu bringen, das sich nahtlos in bestehende Labor-Hardware integriert – um die Patientenergebnisse ohne hohe Investitionskosten zu verbessern.“

„Die Knochenmarkanalyse ist eine der komplexesten und zeitintensivsten Disziplinen in der Hämatologie“, fügte Dr. Moritz Middeke, CMO und Mitgründer, hinzu. „Indem wir unsere KI mit einem breiten Spektrum an gesunden und pathologischen Datensätzen trainiert haben, haben wir ein Werkzeug entwickelt, das als hochqualifizierter ‚digitaler Kollege‘ agiert. Diese Finanzierung ist ein entscheidender Schritt, um diese Technologie in die Labore zu bringen, wo sie helfen wird, schnellere und präzisere Diagnosen für Blutkrebspatienten zu stellen.“

Cancilico ist tief im sächsischen Life-Science-Ökosystem verankert, arbeitet eng mit dem regionalen Biotech-Netzwerk Biosaxony zusammen und leistet einen starken Beitrag zu den Clusters4Future-Initiativen SaxoCell und SEMECO. Innerhalb dieser Cluster können Start-ups wie Cancilico ihre Gründungsdynamik weiterentwickeln und mit schnellen Translationswegen verknüpfen.

Project Liberty: DTCP startet 500-Mio.-Euro-Fonds für Verteidigungs- und Sicherheitstechnologien

DTCP, eine global agierende Investment-Management-Plattform mit einem verwalteten Vermögen von über 3 Milliarden Euro, gab vor Kurzem den Start des neuen Venture-Capital-Fonds Project Liberty bekannt.  Mit einem Zielvolumen von 500 Millionen Euro ist Project Liberty derzeit die größte privatwirtschaftliche Venture-Capital-Initiative Europas mit einem dedizierten Fokus auf Verteidigungs-, Sicherheits- und Resilienz-Technologien.

Der Fonds wird von DTCP unabhängig gemanagt und richtet sich an institutionelle Investoren, Family Offices und Industrie-Investoren. Ziel ist es, das Wachstum leistungsfähiger europäischer DefenceTech- und Dual-Use-Unternehmen zu unterstützen und damit einen Beitrag zur technologischen Handlungsfähigkeit und sicherheitspolitischen Resilienz Europas zu leisten.

Während der Investitionsschwerpunkt klar in Europa liegt, verfügt „Project Liberty“ über die Flexibilität, selektiv auch in Verteidigungs- und Sicherheitstechnologien aus NATO-Mitgliedsstaaten und engen Verbündeten zu investieren, sofern diese für europäische Sicherheitsinteressen, Interoperabilität oder strategische Lieferketten von Bedeutung sind.

Vicente Vento, CEO von DTCP: „Der Fokus von Project Liberty ist eine sehr konsequente Weiterentwicklung unserer Rolle als spezialisierte Investmentplattform. Verteidigungs- und Resilienzthemen sind seit über einem Jahrzehnt zunehmend mit Technologie- und Infrastrukturinvestments konvergiert – genau dort, wo DTCP mit DTCP Growth und DTCP Infra über tiefgehende Expertise und zahlreiche Berührungspunkte mit der Verteidigungsindustrie verfügt. Ich kann mir kaum einen Bereich vorstellen, der strategisch besser zu unseren bestehenden Plattformen passt. Gleichzeitig sehen wir eine außergewöhnlich attraktive Investitionschance: Über Jahrzehnte hinweg wurde in Europa strukturell zu wenig in Verteidigung investiert, während geopolitische Risiken kontinuierlich zugenommen haben. Parallel dazu erleben wir eine tiefgreifende technologische Revolution entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Aufklärung und Sensorik über softwaredefinierte Waffensysteme, neue Materialien und autonome Plattformen bis hin zu Satelliten- und Kommunikationsinfrastruktur. Da alle großen westlichen Staaten inzwischen einen langfristigen und unumkehrbaren Modernisierungspfad eingeschlagen haben, sind wir überzeugt von den strukturellen Wachstumsperspektiven dieses Sektors – nicht nur kurzfristig, sondern über Jahrzehnte hinweg.“

DTCP baut Defence-Tech-Investments mit neuem Fonds gezielt aus

DTCP investiert seit mehr als zehn Jahren erfolgreich in IT- und Sicherheitstechnologien. Das bestehende Portfolio umfasst einen klaren Schwerpunkt im Bereich Cybersecurity und künstlicher Intelligenz mit Unternehmen wie Arctic Wolf, Anomali, Axonius, Zenity und Ox Security. Ergänzt wird es durch Dual-Use-Unternehmen wie das deutsche DefenceTech-Unicorn Quantum Systems.

Diese Investments unterstreichen die ausgewiesene Expertise von DTCP im Aufbau und der Skalierung technologiegetriebener Unternehmen an der Schnittstelle von digitaler Transformation, Sicherheit und Infrastruktur.

Thomas Preuß, Managing Partner bei DTCP und Chief Investment Officer von Project Liberty: „Wir haben den Fonds Project Liberty genannt, weil es um mehr geht als nur um Kapital. Technologische Leistungsfähigkeit ist eine zentrale Voraussetzung für Europas Souveränität, Sicherheit und demokratische Stabilität. Unser Ziel ist es, mit gezielten Investitionen zur Weiterentwicklung einer leistungsfähigen europäischen Sicherheitsarchitektur beizutragen. Gleichzeitig verfolgen wir einen klaren, renditeorientierten Investmentansatz. Mit Project Liberty bündeln wir unsere langjährige Erfahrung im Aufbau und der Skalierung von Technologie-Unternehmen, unser internationales Netzwerk sowie unsere enge Zusammenarbeit mit Industriepartnern und Stakeholdern des öffentlichen Sektors. Gerade in diesem Sektor sind Zugang, Governance und Skalierungsfähigkeit entscheidend – und genau hier sehen wir unsere Stärke als aktiver, langfristig orientierter Investor.“

Bis zu 30 Beteiligungen an DefenceTech-Unternehmen geplant

Mit „Project Liberty“ investiert DTCP ab sofort in europäische DefenceTech- und Dual-Use-Unternehmen in den Finanzierungsphasen Series A bis C. Geplant sind Beteiligungen an bis zu 30 Unternehmen, mit einem durchschnittlichen Investmentvolumen von rund 20 Millionen Euro. Der Investitionsfokus liegt auf Unternehmen, die bestehende Verteidigungs- und Sicherheitssysteme gezielt ergänzen oder durch neue technologische Ansätze weiterentwickeln. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Softwarelösungen, Cyber Defence, künstliche Intelligenz sowie autonome Systeme.

Wie reagieren Kleinunternehmen auf preissensible Kund*innen?

Interessante Einblicke dazu liefert der neue SumUp KMU-Report. Befragt wurden mehr als 500 deutsche Kleinunternehmen in verschiedenen Branchen, Regionen und mit unterschiedlicher Bestandsdauer.

Wie sensibel Verbraucher*innen aktuell auf Preise reagieren, zeigt sich nicht nur im privaten Alltag, sondern zunehmend auch in den Strategien deutscher Kleinunternehmen. Dafür hat SumUp mehr als 500 deutsche Kleinunternehmen in verschiedenen Branchen, Regionen und mit unterschiedlicher Bestandsdauer befragt. Die Antworten geben Einblicke in zentrale Themen und zeigen, wie stark verändertes Konsumverhalten den Geschäftsalltag prägt.

Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:

  • 32 % der Unternehmen beobachten eine deutlich gestiegene Preissensibilität bei Kund*innen.
  • 27 % stellen fest, dass Kaufentscheidungen häufiger hinausgezögert werden.
  • 21 % sagen, dass Kund*innen insgesamt weniger ausgeben.

Für viele kleine Betriebe bedeutet das: Preissetzung, Rabattaktionen, Produktangebote und Kund*innenbindung müssen neu gedacht werden, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Das schließt folgende Maßnahmen ein:

  • 26 % der Unternehmen haben ihre internen Prozesse optimiert, um Kosten zu senken, während 13 % ihre Preise bewusst an die aktuelle Ausgabebereitschaft der Kund*innen angepasst haben.
  • Viele Betriebe setzen auf Mehrwert: 24 % haben neue Produkte oder Services eingeführt, 14 % den Fokus stärker auf Kund*innenbindung (z.B. Bonus- oder Treueprogramme) gelegt.
  • Parallel investieren viele Unternehmen in Effizienz und Digitalisierung – allen voran in KI-Tools (35 %) sowie in Buchhaltungs- und Abrechnungslösungen (21 %), um besser auf veränderte Konsumgewohnheiten reagieren zu können.

Die Ergebnisse zeigen sehr anschaulich, wie wirtschaftliche Unsicherheit direkt beim Konsumverhalten ankommt, und wie stark sich Alltagsentscheidungen von Verbraucher*innen auf kleine Unternehmen auswirken.

Was können Kleinunternehmen tun, um ihr Vertrauen in ihre Unternehmensleistung zu stärken?

Die Umfrage zeigt, dass das Vertrauen von Unternehmen mit Blick auf 2026 ein zentrales Thema ist. Viele sind zuversichtlich, dass sie ihr Geschäft in den nächsten 12 Monaten ausbauen können, gleichzeitig zeigen jedoch genauso viele echte Sorgen darüber, was die Zukunft bringen könnte.

Was also tun, wenn man gerade ein Unternehmen gegründet oder noch keine klare Strategie für unvorhergesehene Schwankungen hat, um sicherzustellen, dass das eigene Unternehmen diese Phasen unbeschadet übersteht?

  • Kurzfristige Pläne erstellen – Egal, welches Unternehmen du führst, es schadet nie, einen Backup-Plan zu entwickeln. Klare Maßnahmen sind notwendig, um das Unternehmen vor einem starken, unerwarteten Abschwung zu schützen.
  • Kosten prüfen und senken – Ob durch einen Wechsel des Energieversorgers oder Rahmenvereinbarungen mit Lieferant*innen: Es lohnt sich, die Betriebsausgaben regelmäßig zu überprüfen und anzupassen, um Geld zu sparen, ohne Personal abbauen zu müssen.
  • Portfolio diversifizieren – Sich nur auf ein Produkt oder eine Dienstleistung zu konzentrieren, kann Sie zwar als Experten positionieren, aber die Erweiterung auf verwandte Märkte kann helfen, Umsatzrückgänge in schwierigen Phasen abzufedern.
  • Online präsent sein – Ein modernes Unternehmen braucht heute eine Online-Präsenz, auch wenn die angebotene Leistung keinen digitalen Anteil hat. Die meiste Kundschaft sucht zunächst online nach Produkten und Dienstleistungen, daher zahlt sich die Präsenz im Netz langfristig aus.
  • Rabatte und Angebote nutzen – Auch wenn dies kurzfristig die Profitabilität mindert, können Rabatte und finanzielle Anreize für neue und bestehende Kundschaft die Kund*innenbindung erhöhen und langfristig den Umsatz steigern.

Weitere Informationen zu den Umfrageergebnissen gibt's hier

Vyoma-Satellit zur Weltraumüberwachung erreicht Umlaufbahn

Mit dem erfolgreichen Start des Satelliten Flamingo-1 legt das 2020 von Dr. Luisa Buinhas, Christoph Bamann und Dr. Stefan Frey gegründete Münchner SpaceTech Vyoma den Grundstein für seine eigene Konstellation zur Space Domain Awareness (SDA).

Vyoma ermöglicht Echtzeit-Weltraumüberwachung und Verkehrsmanagement für Erdumlaufbahnen. Angesichts der zunehmenden Nutzung des Weltraums stellt das Unternehmen sichere und automatisierte Satellitenbetriebsdienste bereit, die die Missionskosten seiner Kund*innen drastisch senken. Vyoma richtet sich an Satellitenbetreiber, Rückversicherer, Weltraumagenturen sowie Sicherheits- und Nachrichtendienste. Als Teilnehmer an Programmen der EU-Kommission und der ESA zur Entwicklung von SDA-Technologien stützt sich das SpaceTech auf ein spezialisiertes Team von mehr als 40 Ingenieur*innen und Wissenschaftler*innen.

Jetzt (11.01.2026) wurde der Flamingo-1 Weltraumüberwachungs-Satellit von Vyoma erfolgreich gestartet. Im Rahmen der Twilight-Rideshare-Mission von SpaceX wurde er über den in Deutschland ansässigen Startintegrator Exolaunch in seine operative sonnensynchrone Umlaufbahn in rund 500 km Höhe verbracht. Dies ist ein bedeutender Erfolg für Vyoma und sein patentiertes Betriebskonzept einer optimierten Space Domain Awareness (SDA)-Mission.

Flamingo-1 ist mit einem optischen Sensor für die weltraumgestützte Weltraumüberwachung ausgestattet. Das fortschrittliche Instrument erkennt, verfolgt und charakterisiert Weltraumobjekte wie Trümmer und andere Satelliten. Vyoma ermöglicht damit seinen Kund*innen unter anderem, manövrierende Satelliten zuverlässig zu verfolgen und Erkenntnisse über deren Absichten zu gewinnen.

Der Satellit absolvierte im Sommer 2025 umfassende Tests am Boden, darunter Vibrations- und Temperaturwechseltests im Vakuum. Nach seiner Ankunft auf der Vandenberg Space Force Base (USA) im Dezember 2025 wurde eine letzte Testreihe durchgeführt, um die Integrität und Leistungsfähigkeit des Satelliten und seines optischen Instruments sicherzustellen.

Der zweite Satellit, Flamingo-2, befindet sich derzeit in Produktion und soll im vierten Quartal 2026 gestartet werden. Die übrigen Satelliten der Flamingo-Konstellation von Vyoma werden bis 2029 eingesetzt. Die Flamingo-Konstellation überwacht den Weltraumverkehr, liefert Domain-Awareness-Updates in Echtzeit und bildet die Grundlage für einen unabhängigen Katalog von Weltraumobjekten.

Zusammen stellen diese Missionen einen bedeutenden Fortschritt in der Weiterentwicklung von Weltraumtechnologien dar, die mit den strategischen und sicherheitspolitischen Zielen Europas in Einklang stehen. Vyoma engagiert sich voll und ganz für die Unterstützung der europäischen Sicherheitsbemühungen durch Innovation, Weltraumaufklärung und den Schutz kritischer europäischer Weltrauminfrastrukturen.

Julia Köhn: Serial-Founderin wird Entrepreneurship-Professorin

Gründungsgeist trifft akademische Exzellenz: die Berliner Startup-Hochschule CODE beruft Julia Köhn zur Professorin für Entrepreneurship.

Die CODE University of Applied Sciences begrüßt Prof. Dr. Julia Köhn als Professorin für „Business Management & Entrepreneurship“. Im Deutschen Startup Monitor 2025 wird die CODE unter den Top 10 der Gründungshochschulen* in Deutschland gelistet. Diesen Erfolg möchte die beliebte Startup-Hochschule weiterführen und setzt auf hochkarätige Verstärkung: Mit Köhn gewinnt sie eine Expertin, die als Investorin, Serienunternehmerin, Ökonomin und Philosophin seit einem Jahrzehnt unternehmerische Praxis und Erfahrung als Geschäftsführerin mit analytischer Tiefe und philosophischer Methodik vereint.

Von der Theorie in die Praxis: Erfolgreiche Serienunternehmerin

Nach ihrem Master in Economics and Philosophy an der Erasmus-Universität Rotterdam promovierte Julia Köhn an der Universität Witten/Herdecke und der University of Cambridge. Ihre Forschung beschäftigt sich mit wirtschaftlicher Unsicherheit und sieht unternehmerisches Handeln als Chance, Neues auszuprobieren, zu entdecken und wirtschaftliche Möglichkeiten für die Zukunft zu schaffen. Ihre wegweisende Dissertation zum Thema ‚Uncertainty in Economics‘ wurde mit summa cum laude ausgezeichnet.

2018 gründete sie ihr erstes FoodTech-Start-up und wurde 2021 als „Top 10 Woman in World FoodTech“ ausgezeichnet. Zuletzt rief sie mit DeepSoil ein BioTech-Unternehmen zur Regeneration von Agrarböden ins Leben. Zudem engagiert sie sich als Vorsitzende der German AgriFood Society für die Interessen deutscher Start-ups in den Bereichen AgriTech, FoodTech und BioTech, mit Schwerpunkt auf international wettbewerbsfähige Finanzierung innovativer DeepTech-Unternehmen.

Fokus an der CODE: Innovationen skalierbar machen

An der CODE wird sie ihre weitreichende Erfahrung nutzen, um Studierende im Bachelor-Studiengang auf die komplexen Herausforderungen der modernen Wirtschaft vorzubereiten. Ihr Schwerpunkt liegt darauf, wie technologische Innovationen erfolgreich skaliert werden können und unter welchen Bedingungen sie langfristiges Wachstum und gesellschaftlichen Nutzen schaffen.

„Wir freuen uns sehr, dass Julia ihre Vision und Expertise an unserer Hochschule einbringt – sie verbindet Philosophie, Unternehmertum und Innovation, um die nächste Generation von Gründerinnen und Gründern zu inspirieren“, sagt Prof. Peter Ruppel, Präsident an der CODE.

Julia Köhn erklärt: „Ich möchte die Studierenden bestärken, ihre digitalen Ideen in erfolgreiche, funktionierende Unternehmen zu verwandeln. Dabei geht es um weit mehr als Zahlen – es geht um die Leidenschaft, Dinge anzupacken, und die Resilienz, an der eigenen Vision festzuhalten. Genau dieser Spirit des ‚Machens‘ ist es, der die CODE so einzigartig macht und den ich gemeinsam mit den Studierenden weiter vorantreiben will.“

Freiburger WaterTech-Start-up Pluvion sichert sich Mio.-Investment

Die von Philipp Grimm und Stefan Grefen gegründete Pluvion GmbH entwickelt digitale Lösungen für eine moderne, widerstandsfähige Wasser- und Abwasserinfrastruktur.

Gemeinsam mit den Bestandsinvestoren Kopa Ventures und MBG stellt Enpulse als Lead-Investor im Rahmen einer Seed-Runde eine Finanzierung im siebenstelligen Bereich bereit. Mit dem frischen Kapital will Pluvion insbesondere die Weiterentwicklung und Skalierung seiner KI-gestützten Softwareplattform für die Wasserwirtschaft vorantreiben.

Live-Monitoring für klare Prioritäten: Fremdwasser erkennen, bevor es teuer wird

Pluvion – vormals Grimm Water Solutions GmbH – entwickelt mit WATER+ eine SaaS-Plattform, die erstmals ein durchgängiges Live-Monitoring von Kanalnetzen ermöglicht und Fremdwassereinträge automatisiert erkennt, lokalisiert und prognostiziert. Diese Echtzeittransparenz ist für den laufenden Betrieb entscheidend: Sie zeigt sofort, wo Netze überlastet sind, wie Starkregenereignisse das System beeinflussen und wo Fremdwasser unbemerkt in die Infrastruktur eindringt.

Für Infrastrukturbetreibende bedeutet das: Sie können schneller reagieren, Risiken früher erkennen und Investitionen gezielt dort einsetzen, wo sie den größten Nutzen bringen. Intuitive Visualisierungen übersetzen komplexe Messreihen in klare Handlungsempfehlungen, sodass Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen effizient geplant und umgesetzt werden können.

„Die Modernisierung unserer Wasserinfrastruktur ist eine der unterschätzten Stellschrauben der Klimaanpassung – und sie wird ohne digitale, datengetriebene Lösungen nicht funktionieren“, sagt Florian Fichter, Geschäftsführer von Enpulse. „Pluvion zeigt, wie sich bestehende Messdaten mit KI so kombinieren lassen, dass Kommunen und Versorger Fremdwasser, Leckagen und Überlastungen frühzeitig erkennen und gegensteuern können. Das ist gut für die Netze, gut für die Kommunen und am Ende gut fürs Klima.“

Wachsende Herausforderungen in der Wasserwirtschaft

Der Markt für die Digitalisierung der Wasserwirtschaft gewinnt weltweit an Dynamik. Viele Abwasser-und Kanalsysteme sind veraltet, gleichzeitig nehmen Starkregenereignisse und Überflutungsrisiken infolge des Klimawandels zu. Kommunale Versorger und Betreiber stehen unter wachsendem Druck, ihre Netze resilienter und effizienter zu gestalten – bei begrenzten Budgets und personellen Ressourcen. Genau hier setzt Pluvion an: Durch den intelligenten Einsatz vorhandener Daten lassen sich Ineffizienzen reduzieren, Betriebskosten senken und Investitionen gezielt dorthin lenken, wo sie den größten Effekt haben.

Phillip Grimm, Gründer und CEO von Pluvion: „Gemeinsam mit unseren bestehenden Investor*innen können wir WATER+ nun schneller in die Fläche bringen, weitere Funktionen entwickeln und zusätzliche Märkte erschließen. Unser Ziel ist es, Kommunen und Versorgern Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie Wasser- und Abwassersysteme effizienter, sicherer und klimafest betreiben können.“

„App Store der Wasserindustrie“ als langfristige Vision

Die Software von Pluvion läuft auf Servern in Deutschland mit hohen Sicherheitsstandards und lässt sich nahtlos in bestehende IT- und Prozesslandschaften integrieren. Durch gezielte Partnerschaften mit Daten- und Infrastrukturanbietern stellt das Startup eine breite Kompatibilität zu gängigen Systemen sicher und schafft die Grundlage für nachhaltiges Wachstum.

Langfristig verfolgt Pluvion die Vision, sich mit einer Software-Suite skalierbarer Anwendungen als eine Art „App Store der Wasserindustrie“ zu etablieren. Neben Fremdwasser-Analysen sollen weitere Module helfen, Herausforderungen wie Starkregen, Überflutungen und Emissionen ganzheitlich zu adressieren – mit dem Anspruch, die Emissionen der Wasserinfrastruktur perspektivisch auf null zu senken.

Gründer*in der Woche: mamell – Es ist nie zu spät, neu anzufangen

Melanie Schneppershoff zeigt mit mamell eindrucksvoll, wie aus 800 Euro Startkapital ein erfolgreiches Modeunternehmen wurde.

Manchmal braucht es nur einen Moment, der alles verändert. Einen Blick, ein Gefühl, eine Entscheidung – oder eben eine globale Pandemie. Melanie Schneppershoff kennt diese Momente nur zu gut. Ihr Leben war geprägt von Herausforderungen, Verlusten und Hürden, die sich ihr immer wieder in den Weg stellten. Doch aus diesen Tiefen erwuchs eine Kraft, die sie selbst überrascht hat.

Als es 2020 zur Corona-Pandemie kam, begann sie mit nur 800 Euro Startkapital einen Weg, den sie bis heute beschreitet. Ihre Reise zeigt: Erfolg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Mut, Authentizität und der Bereitschaft, den ersten Schritt zu wagen – auch wenn man noch keinen festen Plan hat. Aus ihren begrenzten Mitteln baute sie ein Modelabel auf, das heute mehr ist als nur eine Marke, sondern Ausdruck von Authentizität und Gemeinschaft.

Als alles auf dem Spiel stand

Es war eine Zeit, in der alles auf den Kopf gestellt wurde. Die Pandemie hielt die Welt in Atem, und für Melanie bedeutete dies das Worst-Case-Szenario: Ihr Kosmetikstudio in Linnich, das sie mit Leidenschaft aufgebaut hatte, musste schließen, da die Einnahmen von einem Tag auf den anderen komplett einbrachen. Die Räume, die sie mit Hingabe gestaltet hatte, standen leer. Mit wenigen hundert Euro auf dem Geschäftskonto war schnell klar: So kann es nicht weitergehen, weder für sie noch für ihre Angestellten.

Doch Melanie und ihr Ehemann Marc wollten das scheinbar unvermeidbare Schicksal nicht akzeptieren. Sie sahen in dieser Krise eine Chance, etwas Neues zu erschaffen. Da der Einzelhandel nach einigen Wochen Lockdown bereits wieder öffnen durfte, während die Zukunft von körpernahen Dienstleistungen weiterhin ungewiss blieb, entstand die Idee, im alten Kosmetikstudio und online Mode zu verkaufen. Die beiden investierten das letzte Geld in Kleidung und mamell wurde geboren. „Was sich im Nachhinein wie ein einfacher Schritt anfühlt, war damals schon die erste große Hürde. Eigentlich braucht es in der Modebranche große Abnahmemengen, mit unserem kleinen 800-Euro-Budget konnten wir das damals aber gar nicht leisten. Letztlich fanden wir dann aber lokale Unternehmen, die bereit waren, auf uns und unsere Möglichkeiten einzugehen“, weiß die heutige Modeexpertin noch genau und erzählt weiter: „Als wir dann die Produkte hatten, hieß es, einfach loslegen. Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich an einem Morgen vor meinem Spiegel stand, Smartphone in der Hand, und einfach begann, die Kleidung zu zeigen. Ohne große Planung, ohne Studio, nur die Klamotten und ich. Es war eine spontane Idee, ein erster Schritt, der alles verändern sollte.“

Im Internet sprach sie währenddessen offen darüber, was sie fühlte, was sie erlebte. Es waren keine perfekt inszenierten Bilder, sondern Momentaufnahmen eines echten Lebens. Für Melanie war klar: Es braucht kein optimales Bild, sondern eine authentische Verbindung.

Täglich neu erfinden: Improvisation als Stärke

Gerade zu Beginn brachte jeder Tag neue Herausforderungen. Melanie musste sich alles selbst beibringen: „Wie fotografiere ich? Wie erreiche ich Menschen? Wie baue ich Vertrauen auf? All das musste ich praktisch von heute auf morgen lernen“, erinnert sich die Gründerin an die Anfangsphase. Ohne Kapital, nur mit ihrer Leidenschaft. Sie war ihre eigene Marketingabteilung, ihre eigene Verkäuferin und Social-Media-Expertin. Sie lernte durch Versuch und Irrtum, durch Fehler und durch den Austausch mit ihrer Community. Es war ein kontinuierlicher Lernprozess, der sie stärker machte. Viele Nächte saß sie vor ihrem Laptop, schrieb E-Mails, wählte neue Produkte aus und kalkulierte die Preise. Es war eine harte Zeit, aber sie war erfüllt vom Wunsch, etwas Eigenes zu schaffen. Sie wusste, dass es nicht auf das große Budget ankommt, sondern auf den Glauben an die eigene Idee und die Bereitschaft, mutig zu sein.

Mit jedem kleinen Schritt wuchs ihre Überzeugung, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Mit jedem Monat, jeder neuen Erfahrung wurde Melanie sicherer. Sie investierte in Weiterbildungen, lernte Onlinemarketing, Social-Media-Strategien und vor allem, wie sie ihre Botschaft noch klarer vermitteln konnte. Dabei blieb sie stets authentisch – mit echten Geschichten, echten Frauen und echtem Mut. Heute beschäftigt mamell über 40 Mitarbeitende, betreibt einen Onlineshop und ein Ladengeschäft.

Authentizität als Erfolgsrezept

„Unsere Community ist unsere Kraft“, betont Melanie und erzählt weiter: „Nur durch ihre Unterstützung war es uns möglich, mamell zu dem zu machen, was es heute ist. Dafür brauchten wir neben zahlenden Kundinnen auch Vertrauen in unsere Marke.“ Ihr Erfolgsrezept: Statt auf klassische, teure Werbekampagnen setzt sie auf einen offenen Dialog und den Austausch von authentischen Geschichten. Instagram ist für sie ein lebendiger Raum, in dem Lachen, Tränen, Erfolge und Rückschläge ihren Platz haben. Hier wächst eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt und inspiriert. Das Unperfekte, Menschliche und Ehrliche ist es, was Menschen berührt und den Kern ihrer Marke ausmacht. Melanie legt Wert darauf, Frauen zu zeigen, dass sie schön sind, so wie sie sind – mit all ihren Ecken und Kanten sowie in allen Konfektions­größen –, und vermittelt dabei Selbstliebe, Selbstvertrauen und ein positives Körpergefühl.

Neben dem täglichen Posten von Storys und Reels auf Instagram setzt sie von Beginn an auf wöchentliches Live-Shopping, um direkt mit ihrer Community in Kontakt zu treten und den Austausch zu intensivieren. Zudem stärkt Melanie die Nähe zu ihren Follower*innen durch Veranstaltungen wie Modenschauen und Pop-up-Stores, bei denen persönliche Gespräche und ein individueller Austausch im Mittelpunkt stehen. Diese Events bieten die Gelegenheit, die Marke erlebbar zu machen und die Gemeinschaft noch stärker zu verbinden. Melanie hat erkannt, dass es die authentische Kommunikation, die persönliche Nähe und das Teilen menschlicher Geschichten sind, die eine aktive Community entstehen lassen. Eine, die Frauen ermutigt, sich selbst so zu akzeptieren, wie sie sind, und ihre eigene Schönheit zu feiern.

Melanies Tipps für andere Gründer*innen

Mut, Leidenschaft und die Bereitschaft, klein anzufangen, sind für Melanie die wichtigsten Zutaten für den Erfolg. Es geht nicht darum, sofort alles richtig zu machen, sondern, den ersten Schritt zu wagen – und sich dabei treu zu bleiben. „Vertraut auf euch selbst“, sagt Melanie. „Beginnt, auch wenn noch nicht alles perfekt ist.“

Denn jeder dieser Momente wird, so das Credo von Melanie Schneppershoff, zu einer Lektion, die einen stärker macht und weiterbringt. Sie fordert alle Gründer*innen auf, das eigene Potenzial nicht zu unterschätzen. „Social Media ist heute das beste Werkzeug, um sichtbar zu werden. Nutzt kostenlose Ressourcen, um euch weiterzubilden. Und vor allem: Bleibt authentisch“, weiß die Unternehmerin aus eigener Erfahrung und betont abschließend: „Es ist nie zu spät, um neu anzufangen.“

Mobility-Start-up FERNRIDE von Quantum Systems übernommen

Quantum Systems, europäischer Marktführer in der Entwicklung intelligenter unbemannter Systeme, meldet die Übernahme des 2019 gegründeten Münchner Mobility-Start-ups FERNRIDE.

FERNRIDE bietet eine umfassende Boden-Autonomie-Plattform, um skalierbare Automatisierung für verschiedenste kritische Branchen zu ermöglichen und so Fahrermangel und Sicherheitsrisiken in besonders repetitiven und gefährlichen Umgebungen zu bewältigen. Das Unternehmen wurde 2019 nach zehn Jahren Forschung an der TU München gegründet und durch 75 Millionen Euro Venture Capital führender Investoren unterstützt. 2025 hat FERNRIDE als erstes Unternehmen eine TÜV-Zulassung von autonomen LKWs in Europa erreicht, diese bereits in ersten Tests mit der Bundeswehr eingesetzt und sein Portfolio um den Bereich Defence Logistics erweitert.

Im Hebst 2025 hatte FERNRIDE angekündigt, das Geschäft mit ferngesteuerten Lastwagen und Zugmaschinen für Hafenanlagen einzustellen. In Folge dessen wurde der Hälfte der Mitarbeitenden gekündigt. Haute konzentriert sich das Unternehmen auf Defence Logistics. Als erstes Unternehmen hat FERNRIDE eine TÜV-Zulassung von autonomen LKWs in Europa erreicht und diese bereits in ersten Tests mit der Bundeswehr eingesetzt.

Mit der Übernahme von FERNRIDE erweitert Quantum Systems seine Führungsposition von Luft- und Software-Intelligenz auf autonome Mobilität am Boden und schafft ein vernetztes, domänenübergreifendes Angebot für intelligente unbemannte Systeme. „FERNRIDE hat eine der fortschrittlichsten und skalierbarsten autonomen Bodenplattformen entwickelt“, so Martin Karkour, Chief Revenue Officer bei Quantum Systems. „Durch die Integration ihrer Technologie in MOSAIC UXS setzen wir unsere Vision konsequent um, ein vernetztes Ökosystem zu schaffen, in dem unbemannte Systeme über verschiedene Dimensionen hinweg als Einheit denken, sich bewegen und handeln.“

„Europa braucht dringend souveräne Autonomielösungen. Durch den Zusammenschluss mit Quantum Systems können wir unsere Technologie auf ein neues Niveau heben“, so Hendrik Kramer, CEO und Mitbegründer von FERNRIDE. „Gemeinsam mit Quantum Systems beschleunigen wir den Einsatz unserer Plattform im europäischen Verteidigungsbereich, welcher aktuell das global dringlichste Umfeld für die Skalierung von autonomen Bodensystemen darstellt. In der Zukunft werden diese Erfahrungen auch wieder auf zivile Logistikanwendungen übertragen werden und so unsere Gesellschaft sicherer und resilienter aufstellen.“

Die operative Erfahrung von Quantum Systems in der Ukraine hat die Relevanz des Zusammenspiels von Luft- und Bodenrobotik gezeigt. Durch die Integration der FERNRIDE Lösungen in die Missionssoftware MOSAIC UXS, der autonomen Missionssoftware von Quantum Systems, sollen Multi-Domain-Operationen ermöglicht werden, die das Situationsbewusstsein und die Entscheidungsfindung verbessern.

Zu den finanziellen Details der Übernahme wurden keine Angaben getätigt.