Health-Tech DasLab sichert sich 6,2 Mio. Euro frisches Kapital


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Das Berliner Health-Tech DasLab – innovativer Mitgestalter des digitalen Gesundheitsökosystems – schließt eine 6,2 Mio. Euro Seed-Finanzierungsrunde ab.

DasLab ermöglicht mit seiner digitalen Plattform einen universellen Zugang zu medizinischer Diagnostik. Dafür vernetzt das 2020 von Dr. Daniel Fallscheer, Etienne Adriaenssen und Jeremy Langworthy gegründete Start-up mit seiner ‘Plug-and-Play’-Lösung alle Akteur*innen des Gesundheitsökosystems, die medizinische Tests nachfragen oder anbieten. Nach eigenen Angaben hat DasLab bereits über 600.000 Tests für seine mehr als 50 Partner*innen an bisher 150 Standorten in Deutschland und Spanien digital ermöglicht. Namhafte Digital-Health-Entrepreneure und Business Angels wie die Gründer von Ada Health, caresyntax, Doctoralia, myoncare und medneo unterstützen das Unternehmen seit der Gründung. Es hat seinen Sitz in Berlin und beschäftigt rund 40 Mitarbeiter an vier Hubs in Europa.

Innovativer Mitgestalter des digitalen Gesundheitsökosystems

„Mit DasLab vereinfachen und demokratisieren wir den Zugang zu Labordiagnostik. Wir sehen uns als innovativer Mitgestalter des digitalen Gesundheitsökosystems. Unsere Vision ist es, eine ‘Plug-and-Play’-Lösung für Digital Health Anbieter, Labore und weitere Plattform-Partner zu schaffen. Wir befähigen Patienten mit unserer Plattform dazu, ihre Gesundheit in die eigenen Hände zu nehmen und ihre Testergebnisse jederzeit digital abrufen und teilen zu können. Damit tragen wir zu einer besseren Gesundheitsversorgung und Krankheitsprävention bei“, kommentiert Dr. Daniel Fallscheer, Co-Founder und CEO von DasLab.

Mehrfach überzeichnete Seed-Finanzierungsrunde

Jetzt hat DasLab in einer mehrfach überzeichneten Seed-Finanzierungsrunde insgesamt 6,2 Millionen Euro erhalten. Lead Investor ist Speedinvest. Daneben haben sich Kaya Ventures, All Iron Ventures, Plug and Play sowie namhafte Digital Health Entrepreneure und Business Angels wie die Gründer von Ada Health, caresyntax, Doctoralia, myoncare und medneo an der Runde beteiligt.

Das frische Kapital soll zur Weiterentwicklung der Plattform, zum Ausbau des Partnernetzwerks sowie zur weiteren Expansion des Teams eingesetzt werden. Das bestehende Portfolio an Tests soll zunächst um eine umfassende Palette an “At-Home” Tests erweitert werden, die Patient*innen zu Hause selbst durchgeführt können und dann in medizinischen Laboren analysiert werden. Anschließend sollen medizinisch relevante Standard-Testpanele, wie das kleine und große Blutbild, in die Plattform integriert werden. Das dafür notwendige Partnernetzwerk zur professionellen Probenentnahme befindet sich aktuell im Aufbau. Verhandlungen mit namhaften Partner*innen und Kund*innen in den beiden Kernmärkten Deutschland und Spanien sind, so das Unternehmen, bereits weit fortgeschritten.

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So machst du mit Getränken dein Unternehmen attraktiver

Talentierte und motivierte Mitarbeitende sind der Schlüssel zum Erfolg jedes Unternehmens. Vor allem nach der Gründung ist ein Hochleistungsteam unabdingbar, um die Herausforderungen junger Unternehmen zu meistern. Mit einfachen Maßnahmen kannst du deine Arbeitgeberattraktivität stärken und gleichzeitig die Motivation aufrechterhalten. Die Bereitstellung von Getränken wird zunehmend beliebter, um auf dem Arbeitsmarkt mit attraktiven Leistungen zu überzeugen und den Mitarbeitenden Wertschätzung und Fürsorge zu zeigen.

Als junges Unternehmen attraktiv auf den Arbeitsmarkt sein

Neugegründete Unternehmen stehen täglich vor vielen Herausforderungen. Nur mit einem talentierten Team lassen sich betrieblichen Erfolge erzielen. Die Einstellung qualifizierter Mitarbeitenden ist im heutigen Arbeitsmarkt gar nicht so leicht. Um für Bewerber:innen attraktiv zu sein, sollten Unternehmen ihre Arbeitgebermarke stärken.

Die Entlohnung ist schon lange nicht mehr der ausschlaggebende Faktor bei der Arbeitgeberauswahl. Vor allem junge Talente legen Wert auf das Unternehmensklima, den Spaß bei der Arbeit, die Erfüllung der Aufgaben und die Work-Life-Balance.

Mitarbeitendenvorteile sorgen für ein positives Arbeitsklima

Die Einführung von Mitarbeitendenvorteilen kann ein positives Arbeitsklima erzeugen. Neben der betrieblichen Alters- und Gesundheitsvorsorge gibt es eine weitere Maßnahme, die jedes Unternehmen im Handumdrehen umsetzen kann: die Bereitstellung kostenfreier Getränke durch die flaschenpost.

Getränke liefern einen weiteren wichtigen Vorteil. Sie tragen zu einer Leistungssteigerung der Mitarbeitenden bei. Empfehlungen von Gesundheitskassen zeigen, dass eine ausreichende Getränkezufuhr nachweislich die Produktivität und die Gesundheit des Teams verbessert.

Gründer*in der Woche: PAIO – der Trinkhalm ohne Kompromiss

PAIO – das sind nachhaltige Trinkhalme aus Schilfrohr, die sich als die Premium-Alternative zu den klassischen (Plastik-)Trinkhalmen für Gastronomie und Privatgebrauch positionieren. Was das Besondere daran ist, erfahren wir im Interview mit dem PAIO-Vertriebsleiter Thorsten Unruh.

Es gibt viele Alternativen zum herkömmlichen, mittlerweile nahezu vollkommen aus dem Alltag verschwundenen Plastik-Trinkhalm? Ist dieses Thema derart lukrativ, dass es hier solch einen Wettbewerb rund um den Trinkhalm gibt?

Sicher, der Markt der Plastikhalme war riesig. Nach dem Verbot für Plastik-Einwegartikel hat sich dies aber deutlich reduziert. Trotzdem ist der Markt aber immer noch beträchtlich, da für viele Getränke ein Trinkhalm einfach dazugehört. Ein Caipirinha ohne Halm? Nicht wirklich.

Hinzukommt, dass wir nicht mit Glas oder Papier konkurrieren (weil unsere PAIO-Trinkhalme eindeutig die besseren Eigenschaften haben), sondern mit dem Weglassen des Trinkhalms. Aber gewisse Getränke, wie ein Mojito & Co. benötigen nach wie vor einen Trinkhalm.

Wie ist die Idee zu dem Schilf-Trinkhalm entstanden?

PAIO ist eine eingetragene Marke im Vertrieb der Hiss Reet GmbH, Deutschlands größtem Händler für Schilfrohr mit einer 180-jährigen Reet-Tradition.

Die ersten Ideen für den Trinkhalm aus Reet gab es bei uns schon vor vielen, vielen Jahren. Aber damals war der Markt nicht bereit dafür. Der Plastikhalm war ja nahezu umsonst und Mikroplastik in der Umwelt noch kein Thema. Erst nach dem Verbot der Plastikhalme und dem gewachsenen Umweltbewusstsein ist überhaupt ein Markt entstanden, der die notwendigen Investitionen in die Herstelltechnik erlaubt.

Generell haben wir bereits in der Vergangenheit unser Wissen und Know-how rund um das Thema Schilfrohr/Reet für andere nachhaltige Produkte, wie Sonnenschirme, Insektenhotels, Sichtschutzzäune etc. genutzt.

Die Idee ist durch die Produkteigenschaften des Rohstoff Schilfrohr/Reet entstanden, da dieser nahezu 1:1 den Plastik-Trinkhalm ersetzt – nur halt in einer natürlich gewachsenen Form.

Was waren die wichtigsten Steps von der Idee bis zum fertigen Produkt?

Die größte Herausforderung war die Schneidetechnik, so dass kein Spliss an den Halmen entsteht. Die Reinigung der Halme von innen ohne dass die Innenhaut beschädigt wird und somit die Geschmacksneutralität leidet. Und natürlich müssen die Halme entsprechend behandelt werden, um den Hygieneanforderungen gerecht zu werden. Dies geschieht ausschließlich mit Wasser, Luft und Wärme.

Auf den Punkt gebracht: Was ist das Besondere an PIAO, inwiefern hebt er sich von anderen Trinkhalmen ab?
Konstante und verlässliche Qualität (hinsichtlich Halmlänge und Durchmesser der Trinkhalme), neutraler Geschmack (im Vergleich zu z.B. Bambus, Papier oder Metall-Trinkhalmen), stabil & bruchsicher (im Vergleich zu Glas), 100% natürlich & einfach kompostierbar.

Mütter gründen anders

StartUp MOM, der erste MOM Accelerator Deutschlands, will ambitionierten Müttern mit visionären Ideen den Weg in die Selbständigkeit ebnen.

Die Corona-Pandemie veranlasste viele Mütter, ihre aktuelle berufliche Situation zwischen Homeschooling und Videokonferenzen zu hinterfragen. Hinzu kommt, dass insbesondere angestellte Mütter in einer Teilzeittätigkeit nicht nur generell schlechter finanziell aufgestellt sind, sondern oft auch einen Karriereknick erleben. Dies führte zu einem positiven Nebeneffekt: Mütter fingen vermehrt an, über eine Selbständigkeit nachzudenken und entwickelten (oft in der Elternzeit) spannende Geschäftsideen, für deren Umsetzung sie Unterstützung brauchten.

Vor diesem Hintergrund wurde Ekaterina Arlt-Kalthoff, Gründerin von MAMI POPPINS, der ersten Kinderwagenvermietung Deutschlands, immer öfter von hilfesuchenden Frauen, die sich ihre Selbständigkeit aufbauen wollten, um Rat gefragt. „Gerade in diesen schwierigen Zeiten befanden sich viele Mütter in einer unsicheren beruflichen Situation. Viele fürchteten um ihre Anstellung“, erinnert sich Ekaterina. Aus dieser Erfahrung heraus gründete sie im Jahr 2020 StartUp MOM und den ersten MOM Accelerator Deutschlands.

Mütter sind die idealen Unternehmerinnen

Der MOM Accelerator ist ein 12-wöchiges Mentoring-Programm, das ambitionierten Frauen mit großen Visionen eine klare Anleitung für den Aufbau tragfähiger Geschäftsmodelle aufzeigt. „Wir haben den MOM Accelerator so konzipiert, dass die einzelnen Themen in digitalen Live-Webinaren vermittelt werden. Wir bieten wöchentliche Gruppensessions an und somit einen engen Kontakt zu den Mentorinnen. Kann eine Mutter gerade nicht online teilnehmen, weil sie zum Beispiel ihr krankes Kind Zuhause betreut, ist das nicht tragisch, da alle Webinare aufgenommen werden und jederzeit abrufbar sind“, erläutert Ekaterina.

Vor allem bietet der Accelerator Müttern, die gründen möchten, einen flexiblen organisatorischen Rahmen, der gängigen Acceleratoren normalerweise fehlt. Als Gründerin war Ekaterina im Jahr 2017 selbst Teilnehmerin eines Accelerator-Programms beim STARTPLATZ Düsseldorf. Die wertvollen Erfahrungen, die sie dort sammeln konnte, vermittelt sie heute an ihre Teilnehmerinnen.

Neben Geschäftsführerin Ekaterina, die als Online-Marketing- und Social-Media-Marketing-Expertin die Gründerinnen auf ihre erfolgreiche Vermarktung vorbereitet, unterstützen sie weitere sechs Mentorinnen, die alle mindestens 15 Jahre Berufserfahrung mitbringen. Diese geben wertvolles Know-how an die Teilnehmerinnen weiter, u.a. aus den Bereichen Marketing, Fördergelder und Finanzierung, Entwicklung des Corporate Design, rechtliche Fragestellungen, Unternehmenskommunikation und PR sowie Entwicklung von Videos und Podcasts. Auch rund um die Themen Zeit- und Projektmanagement sowie Berufshaftpflicht gibt es Fachleute im Netzwerk, die online in Einzel- oder Gruppengesprächen coachen. „Mütter sind oft multitaskingfähig, kreativ und haben eine große soziale Kompetenz. Sie sind die idealen Unternehmerinnen. Das beweisen auch die bisherigen Teilnehmerinnen in unserem Mentoring-Programm“, sagt Ekaterina.

Drei Gründerinnen, die den Accelerator erfolgreich absolviert haben, stellen wir im Folgenden vor.

Lösung im Insolvenzverfahren von HelloFreshGO

Das insolvente Berliner Food-Start-up HelloFreshGO, 2017 gegründete Tochter des Kochbox-Anbieters HelloFresh, scheint mithilfe zweier Investoren gerettet.

„Wir freuen uns, dass wir bereits heute am Tag der Eröffnung des Insolvenzverfahrens der HelloFreshGO GmbH eine Investorenlösung gefunden haben. Durch die Investoren Convini Deutschland GmbH und foodji marketplace GmbH ist das laufende Geschäft nachhaltig gesichert, ein Großteil der Arbeitsplätze bleibt erhalten und die Kunden des Unternehmens können ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter mit gesunden Lebensmitteln versorgen“, erklärt Insolvenzverwalter Joachim Voigt-Salus von der Kanzlei VOIGT SALUS.Das Berliner Start-up HelloFreshGO ist eine Tochter des Kochbox-Anbieters HelloFresh.

Die junge Firma betrieb smarte Food-Terminals, an denen sich Mitarbeiter*innen in Büros mit verpackten Mahlzeiten sowie Getränken und Snacks versorgen konnten. HelloFreshGO übernahm dabei alle logistischen und digitalen Dienstleistungen wie Menüplanungen, Bezahlvorgänge, Produktentwicklung, Belieferung, und Wartung der Terminals. Die Lebensmittel stammten größtenteils von regionalen Partner*innen, um eine ressourcenschonende und effiziente Versorgung sicherzustellen. 2017 trat das Unternehmen mit seiner Idee an und startete damit in einen aussichtsreichen Markt, da Themen wie gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelversorgung im Büroalltag wichtige Trends sind. Es gelang HelloFreshGO innerhalb weniger Jahre, eine bundesweite Infrastruktur aufzubauen.

Corona-Pandemie führte zu Schieflage

Die Corona-Pandemie und Einschränkungen wie angeordnete Betriebsschließungen oder die spätere Home-Office-Pflicht waren empfindliche Einschnitte für das Geschäftsmodell, das auf eine Präsenz der jeweiligen Belegschaft im Unternehmen setzte. Zwar konnten die Umsätze durch verschiedene Sonderaktionen gehalten werden, das für das Wirtschaftsmodell des Start-ups erforderliche Wachstum blieb aber aus. Eine weitere Finanzierungsrunde scheiterte und eine Sanierungslösung durch Investoren oder Gesellschafter konnte außergerichtlich ad hoc nicht gefunden werden.

Deshalb sah sich Geschäftsführer Dr. Markus Schneider im März 2022 gezwungen, einen Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zu stellen. Das zuständige Amtsgericht Charlottenburg bestellte am 16.03.2022 Rechtsanwalt Joachim Voigt-Salus zum vorläufigen Insolvenzverwalter, der gemeinsam mit seinem Team um Rechtsanwältin Stephanie Hotopp die erforderlichen Schritte zur Stabilisierung des Geschäftsbetriebes einleitete.

Dabei bestand eine der Herausforderungen darin, das ungewöhnlich hohe Ungleichgewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben durch die Nutzung der insolvenzbedingten Sondereffekte aber besonders auch durch umfangreiche Einsparmaßnahmen zum Ausgleich zu bringen. So konnten der Geschäftsbetrieb über 2,5 Monate fortgeführt und die Kund*innen weiter beliefert werden. Daneben wurden verschiedene Sanierungsansätze angegangen, zu denen neben der Wiederaufnahme der vor Insolvenzantragstellung bereits geführten Verhandlungen mit einigen potenziellen Investor*innen auch die umgehende Einleitung eines M&A-Prozesses gehörte.

Investorenprozess bringt Durchbruch

Verantwortet wurde die strukturierte Investorensuche von Simon Leopold, Geschäftsführer der ABG Consulting-Partner GmbH & Co. KG: „Es hatten sich schnell zahlreiche Interessenten für das Unternehmen und sein modernes Geschäftsmodell gefunden. Wir haben viele konstruktive Gespräche geführt; am Ende hielten Convini und foodji die besten Lösungen für das Unternehmen und seine Belegschaft bereit.“ Die schwedische Firma Convini verfolgt ein ähnliches Geschäftsmodell wie HelloFreshGO und übernimmt im Rahmen eines Asset Deals die Berliner Zentrale des Food-Start-ups, den Großteil der Mitarbeiter*innen sowie die fast 200 Kund*innen im Norden und der Mitte Deutschlands (Berlin, Hamburg, Köln). Mit der Akquisition setzt das Unternehmen seine Europaexpansion fort.

Daneben übernimmt das Unternehmen foodji die südlichen Kund*innen von HelloFreshGO rund um München, Stuttgart und Frankfurt. Foodji ist Marktführer in der vollautomatisierten Speisenverpflegung in Restaurantqualität. Um die standortspezifische Auswahl der frischen Speisen möglichst nachhaltig und nachfragetreu anzubieten, setzt das Unternehmen auf selbstlernende Systeme, sprich auf KI.

„Dank der beiden Investoren können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Kunden und Partner von HelloFreshGO aufatmen. Unser Dank gilt allen, die die Sanierung des Unternehmens und die Vertragsverhandlungen unterstützt haben – und damit für eine Lösung innerhalb so kurzer Zeit sorgten“, sagt Rechtsanwalt Joachim Voigt-Salus. Die Vertragsgestaltung erfolgte maßgeblich durch das Team um Rechtsanwalt Dr. Rolf Leithaus von der Kanzlei CMS.

Watch & Build gewinnt den German Innovation Award in Gold

Gestern Abend wurden die Gründer von Watch & Build, eine 2021 gelaunchte Plattform für Aufbau-Anleitungen, mit dem German Innovation Award in Gold in der Kategorie „Excellence in Business to Business – Retail & Trade Solutions“ ausgezeichnet.

Für das 2021 gegründete Start-up Watch & Build sind "goldene Zeiten" angebrochen. Dafür hat am gestrigen Abend im Futurium in Berlin die Jury des German Innovation Award gesorgt. Denn das sechsköpfige Gremium hat dem Berliner Tech-Start-up, das Aufbauanleitungen für erklärungswürdige Produkte als Videos auf einer digitalen Plattform veröffentlicht, die renommierte Auszeichnung in Gold verliehen, und zwar in der Kategorie „Excellence in Business to Business – Retail & Trade Solutions“.

Der German Innovation Award zeichnet branchenübergreifend Produkte und Lösungen aus, die sich vor allem durch Nutzerzentrierung und einen Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen unterscheiden. Die „Watch & Build-Engine“ fällt als Self-Enabling-Plattform für Endverbraucher*innen voll in dieses Profil, wie die Jury in ihrer Preisbegründung erläutert: „Sie hilft Herstellerinnen und Herstellern verschiedener Branchen wie z B. Möbel und Einrichten, Haushaltsgeräte, Consumer Electronics oder Sport und Freizeit, für ihre Produkte eine gute und verständliche Montage- oder Bedienungsanleitung zu erstellen.“

Insbesondere lobt die Jury die Nutzer*innenfreundlichkeit der Anwendung: „Die Plattform wirkt äußerst durchdacht und überzeugt mit einer klaren, bedienfreundlichen Oberfläche, die durch eine kontextbezogene dynamische Verlinkung statische Elemente wie Bilder und Text mit Videos und Animationen kombiniert. Je komplexer ein Produkt ist, umso wichtiger ist eine gute Anleitung. Das verbessert die User Experience und auch die Hersteller*innen selbst profitieren davon, da Reklamationen und Retouren reduziert werden und die Bereitschaft der Kundinnen und Kunden, Produkt und Marke weiterzuempfehlen, steigt.“

Dass die Jury gleich im ersten Jahr nach dem Start von Watch & Build zur höchsten Auszeichnung gegriffen hat, erfüllt die beiden Gründer Arndt Rubart und Heinrich Erkens mit Stolz und Freude: „Wir möchten mit unserer Lösung dazu beitragen, die Customer Journeys in unterschiedlichen Konsumgüterbranchen zu optimieren. Wir sind sehr glücklich, dass die Expertinnen und Experten in der Jury das ebenfalls so bewerten“, sagt Arndt Rubart. Heinrich Erkens ergänzt: „Der Award verleiht uns einen kräftigen Schub für die nächsten Schritte von Watch & Build. Wir möchten den Self-Enabling-Ansatz auch am anderen Ende der Customer Journey ermöglichen. Konsumgütermarken und -hersteller sollen die Plattform zukünftig auch selbst managen können, wenn sie das wünschen, um die Verbraucher unabhängig und kosteneffizient mit ihren Montagevideos erreichen zu können.“

Deutscher Innovationsgipfel 2022 – der Business-Turbo

Das crossindustrielle & technologieübergreifende Entscheider*innentreffen findet am 1. Juni 2022 in München statt. Das erwartet euch als teilnehmende Start-ups.

Neben großen, innovativen Unternehmen und Partnern des DIG2022 bietet der Deutsche Innovationsgipfel (#15DIG2022) auch Start-ups am 1. Juni 2022 in München die Chance, neue Kund*innen, hochwertige Kontakte und große Deals einzufädeln.

Neben ausgewählten Gründer*innen wie everwave, HQS, Ottobahn oder Web Inclusion (Eye-Able), sind noch einige Plätze frei, den Reigen spannender Geschäftsmodelle abzurunden, die Gründer am 1. Juni in München auf dem crossindustriellen & technologieübergreifenden Entscheidertreffen präsentieren.

Ihr könnt euch jetzt noch bewerben über www.deutscher-innovationsgipfel.de

Networking am Vorabend

Die hochkarätige Vernetzung der Gründer*innen findet bereits am Vorabend des DIG statt, einer Plattform, auf der Vordenker*innen, Wegbereiter*innen und andere kreative Köpfe ihr Wissen, ihre Erfahrungen teilen, gemeinsam neue Geschäftsmodelle entwickeln. Auf Einladung des Schirmherrn, des bayerischen Wirtschaftsministers, und des Innovation Network, mit seinen mehr als 4.000 Unternehmen Veranstalter des Deutschen Innovationsgipfel, treffen sich Partner*innen und Gründer*innen bereits zum Auftakt in exklusiver Runde. Dabei positioniert das Innovation Network die Jungunternehmer*innen so, dass deren Geschäftsmodelle zu den Geschäftsführer*innen und Vorständen namhafter Unternehmen im Umfeld passen.

GameChanger des Monats: bluu - Zero-Waste-Waschen

Die bluu-AG-Gründer Marko Vidmar und Roman Stämpfli haben einen biologisch-abbaubaren Zero-Waste-Waschstreifen auf den Markt gebracht, der herkömmliche Waschmittel ersetzen kann. Mehr über unsere GameChanger des Monats im Interview mit Marko.

Wir haben euch als GameChanger des Monats ausgewählt, weil ihr mit eurer Waschmittel-Innovation eindrucksvoll zeigt, wie einfach und effizient wir Verbraucher*innen umweltbewusst agieren können. Wie seid ihr auf die Idee zu bluu gekommen?

Erfunden haben wir die Idee nicht! Roman hat die Waschstreifen im Insta Feed seiner Freundin entdeckt und mir die Idee bei einem Abendessen nach dem Lockdown 2020 vorgestellt. Die Streifen sind hier in Europa noch recht unbekannt. Das wollten wir ändern, da das Produkt so viele praktische und nachhaltige Vorteile mit sich bringt. Wir sahen natürlich auch großes Potenzial. Jeder Haushalt muss waschen, die Waschmittelindustrie hat in den letzten Jahren wenig Innovationen auf den Markt gebracht, und der Absatz erfolgt vor allem über den stationären Handel. Uns war also klar, dass wir eine starke D2C-Marke aufbauen wollen. Also gingen wir nach unserem damaligen Treffen auf Lieferantensuche und machten uns Gedanken zum Branding sowie Vermarktung.

Was treibt euch im Sinne eines Gamechangers an?

Unser Antrieb ist, den Menschen im Alltag das Wäschewaschen zu erleichtern und gleichzeitig einen nachhaltigen Impact auf die Umwelt zu haben. Wir wollen auch dem ganzen Verpackungswahsinn ein Ende bereiten und verzichten auf Plastik.

Was ist das Besondere an eurem Zero-Waste-Waschstreifen? Und inwieweit unterscheidet sich der bluu Waschstreifen von herkömmlichen Waschmitteln, sei es Pulver, Streifen oder Drops?

Unser Produkt verfolgt in allen Hinsichten den "Weniger-ist-mehr"-Gedanken. Im Speziellen hervorzuheben ist das geringe Gewicht und die kompakte Größe. Die nur 200g leichte Box enthält 60 Waschstreifen = 60 Waschgänge und ist etwa 20 Mal leichter als herkömmliche Flüssig- oder Pulverwaschmittel. Dadurch verursachen wir ca. 95 Prozent weniger CO2 Ausstoss beim Transport. Die leere Box kann bequem zu Hause recycelt werden. Zusatz- sowie Konservierungsstoffe sind im Produkt nicht enthalten und deshalb eignen sich die Streifen auch für alle Temperaturen und Textilien. Ein Streifen pro Waschgang genügt in der Regel und somit entfällt das lästige Dosieren.

6 der reichsten Frauen der Welt und ihre Erfolgsgeschichte

Unter den vielen Milliardären, die sich jedes Jahr auf der Forbes-Liste befinden, gibt es immer auch ein paar Frauen. Viele der reichen Frauen haben geerbt, andere haben sich ihr Vermögen aber selbst aufgebaut. Wir stellen einige der reichsten Frauen der Welt vor und haben uns angesehen, wie sie es zu so viel Geld gebracht haben.

Françoise Bettencourt Meyers

Das Nettovermögen von Françoise Bettencourt Meyers wird im Jahr 2022 auf rund 66,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Sie ist eine französische Milliardärserbin – und zwar nicht irgendeine. Ihre Familie ist im Besitz des Konzerns L’Oréal. Nach dem Tod ihrer Mutter Liliane erbte sie das Vermögen des Unternehmens. Nebenbei arbeitet Françoise Bettencourt Meyers außerdem als Autorin von Bibelkommentaren und Werken, die sich mit jüdisch-christlichen Beziehungen befassen.

Alice Walton

Auch bei dieser Frau handelt es sich um eine Milliarden-Erbin. Ihre Familie verknüpft man mit dem Walmart-Einzelhandelskonzern, der in Amerika jedem Menschen ein Begriff sein dürfte. Das private Vermögen von Alice Walton schätzt man auf rund 62 Milliarden Dollar. Der Jahresumsatz von Walmart liegt bei über 55 Milliarden Dollar.

Mit ihrem Vermögen macht die Frau, die gern große Brillen trägt, ohne Probleme Melinda Gates oder obig genannter Françoise Bettencourt Meyers Konkurrenz. Je nachdem, wie es an der Börse steht, schwankt ihr Vermögen durchaus um mehrere Milliarden Dollar. Stören dürfte das bei dem Nettovermögen aber nicht wirklich, denn ihre Finanzen hat Alice Walton offensichtlich bestens im Griff – und Geld ist definitiv genug da. Davon kann so mancher Start-up-Unternehmer nur träumen.

Dr. Miriam Adelson

Sie ist Ehefrau des 2021 verstorbenen Las Vegas Sands-Gründers Sheldon Adelson und die höchstplatzierte Global Playerin der Glücksspielindustrie auf der Forbes-Liste der Milliardäre 2022. In Zeiten der Online Casinos zu bestehen, ist dabei durchaus eine Leistung. Schließlich entscheiden sich immer mehr Menschen dafür, auf Internet-Glücksspielseiten zu zocken. Wer den Titel als bestes Online Casino Schweiz trägt, verraten seriöse Vergleichsportale, die ebenfalls immer populärer werden. Nicht zu vergessen außerdem die Pandemie, in der die Menschen vermehrt Zeit zu Hause verbrachten und lokale Casinos sogar zeitweise geschlossen blieben.

Doch all das kann Miriam Adelson nichts anhaben: Ihr Vermögen wird im Jahr 2022 auf rund 27,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Damit trotzt sie auch der internationalen Konkurrenz, obwohl sich auch auf dem asiatischen Markt einiges bewegt.

Oprah Winfrey

Auf unserer Liste nicht fehlen darf Oprah Winfrey, die selbstgemachte Milliardärin. Obwohl ihre kultige Sendung im Jahr 2011 endete, hörte ihr Imperium nicht auf, weiter zu wachsen. Geschätzt wird ihr Nettovermögen auf mehr als 2,8 Milliarden Dollar. Anders als die anderen Frauen auf unserer Liste ist sie keine Erbin, sondern hat sich ihr Geld hart erarbeitet. Dabei wurden ihr viele Steine in den Weg gelegt, die sie im Laufe der Jahre immer wieder thematisierte. Sie wuchs in sozial schwachen Verhältnissen auf und erlebte als schwarze Frau viel Diskriminierung.

Ihre harte Arbeit, ihr Geschäftssinn und ihr Durchhaltevermögen haben ihr zu einem beispiellosen Erfolg verholfen. Sie ist zudem die erste schwarze Milliardärin, die es auf die Forbes-Liste schaffte.

Rihanna

Eine weitere Frau, die im Jahr 2021 offiziell von Forbes zur Milliardärin gekürt wurde, ist Ikone Rihanna. Sie gilt damit als die reichste Musikerin der Welt, und ihr Vermögen wird auf 1,7 Milliarden US-Dollar geschätzt. Den Großteil ihres Geldes machte sie aber nicht mit der Musik, sondern ihrem Einstieg ins Mode- und Schönheitsgeschäft.

Rihanna ist zu 50% an Fenty Beauty beteiligt. Hier schätzt man das Vermögen auf stolze 2,8 Milliarden US-Dollar. Zusätzlich hält sie einen Anteil von der Dessous-Linie Savage x Fenty, und auch hier läuft das Business ziemlich gut: Rund 270 Millionen Dollar ist das Unternehmen wert.

Julia Flesher

Die letzte Frau auf unserer Liste ist die amerikanische Geschäftsfrau Julia Flesher. Ihr Nettovermögen wird auf rund 62 Milliarden Dollar geschätzt. Sie erbte ihr Vermögen als Witwe des milliardenschweren Tycoons David Koch.

Als David Koch starb, schätzte man ihr Erbe auf ein Vermögen von etwa 50 Milliarden Dollar. Das machte Julia Flesher direkt zu einem der reichsten Menschen der Welt. Momentan gilt sie als die drittreichste Frau der Welt und immerhin eine der 25 reichsten Menschen der Welt. Nachdem ihr Mann verstorben war, erbten sie und ihre Kinder im Jahr 2019 einen Anteil von 42% an Koch Industries. Dabei handelt es sich um das zweitgrößte Unternehmen in Privatbesitz in den Vereinigten Staaten. Dass sich auch das Immobilien-Portfolio der Familie sehenlassen kann, versteht sich wohl von selbst. Im Jahr 2018 kauften David und Julia unter anderem ein Townhouse in New York City mit einem Wert von mehr als 40 Millionen Dollar.

Gründer*in der Woche: Lesss - weniger Zucker gefällig?

Jede(r) in Deutschland isst durchschnittlich 93 g Zucker am Tag und damit fast doppelt so viel, wie von der WHO und DGE empfohlen wird. Wichtig zu wissen: Eine nicht unerhebliche Menge davon nehmen wir gar nicht bewusst auf, sondern wird uns Konsument*innen in allerlei Nahrungsmitteln als Zusatz „untergejubelt“. Die bekannten gesundheitlichen Folgen: Diabetes, Übergewicht ... Das Lesss-Gründer-Trio Andras Kolenbrander, Gero Schmidt und Anja Wezel will das ändern und mit seinem Konzept zugleich eine Lücke auf dem deutschen Markt schließen. Mehr dazu im Interview.

Wann und wie seid ihr auf die Idee zu Lesss gekommen?

Andras: Die Idee gibt es inzwischen schon anderthalb Jahre. Zuerst wollte ich mit einem Freund eine Nachhaltigkeits-App entwerfen. Deswegen haben wir Gero mit seiner Programmiererfahrung ins Team geholt. Wir haben die Idee dann später aufgrund der Konkurrenzsituation verworfen.

Als wir uns auf die Suche nach einer neuen Idee für ein Start-up gemacht haben, habe ich mich gerade sehr viel mit zuckerarmer Ernährung beschäftigt, vor allem wegen meiner Schwester, die als selbständige Ernährungsberaterin tätig ist, und meiner Mutter, eine Ärztin.

Als ich dann versucht habe, mich selbst zuckerarm zu ernähren, habe ich gemerkt, wie schwierig das in Deutschland eigentlich ist. Neben den offensichtlichen Produkten wie Süßigkeiten und Softdrinks wird nämlich auch zahlreichen anderen Produkten Zucker zugesetzt. So kam ich zu dem Schluss, dass es eine Möglichkeit geben muss, einzukaufen, ohne sich über den Zuckergehalt der Produkte Gedanken machen zu müssen.

Was waren dann die wichtigsten Steps von der Gründung bis zum bald bevorstehenden Go-live eures Onlineshops?

Gero: Zunächst eine Menge Recherchearbeit und viele Workshops. Nicht nur zu rechtlichen, sondern auch ernährungstechnischen Fragen. Zum Glück konnten wir unser Team letzten Sommer mit Anja, unserer Ernährungswissenschaftlerin, verstärken, die in dieser Hinsicht für viel Aufklärung gesorgt hat und jetzt für alle wissenschaftlichen Fragen bei uns zuständig ist. Weiter ging es dann mit Produktrecherche, Gründung im Februar und schließlich unserem vor kurzem abgeschlossenen Crowdfunding.

Public Value Award for Start-ups 2021

Sieben spannende Finalist*innen – drei glückliche Gewinner*innen: Hier gibt’s die Details zum renommierten Public Value Award for Start-ups.

Seit 2016 zeichnet EY in Zusammenarbeit mit der HHL Leipzig Graduate School of Management Start-ups, die einen besonderen Beitrag zum Gemeinwohl leisten, mit dem Public Value Award for Start-ups aus. Der Award wurde zuletzt noch als EY Public Value Award for Start-ups ausgelobt, 2020 aufgrund der Corona-Pandemie jedoch nicht ausgerufen. Die Pause nutzen die Partner*innen, um die Plattform zum Thema Gemeinwohl für Gründer*innen und junge Unternehmen einer Neuausrichtung zu unterziehen. Träger des Public Value Award ist nun der gemeinnützige Verein Forum Gemeinwohl e.V., Partner*innen sind neben EY und HHL die Stadt Leipzig und ZEISS.

140 Bewerbungen – 7 Finalist*innen

Im Jahr 2021 haben sich 140 junge Unternehmen für diese Auszeichnung beworben, sieben wurden von einer zehnköpfigen Jury rund um die Juryvorstände Markus T. Schweizer (EY) und Prof. Dr. Timo Meynhardt (HHL) ins Finale gewählt.

Unternehmerischer Erfolg sollte nicht nur in Zahlen gemessen werden, weil unternehmerisches Handeln und soziale Verantwortung untrennbar miteinander verbunden sind und ein Fokus auf den eigenen Gemeinwohlbeitrag einem Unternehmen dabei helfen kann, langfristig Aktionäre zu gewinnen und Stakeholder Returns zu generieren.  Grund genug, die diesjährigen Finalist*innen des Public Value Awards genauer unter die Lupe zu nehmen und der Frage nachzugehen, wie ihr Beitrag zum Gemeinwohl aussieht und wodurch sie sich von ihren Mitbewerber*innen abgehoben haben.

Markus T. Schweizer (EY) ergänzt zusammenfassend: „Die Pandemie hat gezeigt, dass sich Unternehmen mit einem hohen Gemeinwohlbeitrag oft durch eine starke Resilienz auszeichnen. Die Finalist*innen und Sieger*innen des Public Value Awards for Start-ups sind damit nicht nur innovative Jungunternehmer, sondern leisten auch einen spürbaren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung unserer Wirtschaft.“

Wie man Public Value messen kann

Bewertet wurden die Bewerber*innen anhand der Public Value Scorecard. In jeder der fünf Dimensionen dieser Scorecard konnten zwischen 0 und 100 Punkten vergeben werden. Auch die Start-ups selbst mussten sich in ihrer Bewerbung punktemäßig festlegen und Argumente für jede Dimension anführen. Das gab ihnen die Chance, ihren Beitrag zum Gemeinwohl in Zahlen messbar zu machen und sich näher mit diesem zu beschäftigen. Viele haben die Erkenntnisse aus dem Bewerbungsprozess zum Anlass genommen, um ihre Außendarstellung und ihren Purpose neu zu definieren.

And the Winner is …

Nach einem wochenlangen Coaching durch EY und die HHL fand am 14. Oktober 2021 schließlich das Finale des Public Value Award for Start-ups in der Kongresshalle am Zoo in Leipzig statt. Vor rund 150 Gästen pitchten die Finalist*innen live um den Sieg in der Jurywertung. Bereits im Vorfeld an die Veranstaltung hatten Menschen weltweit zudem die Möglichkeit, online für ihren Favoriten abzustimmen und diesem damit eine Chance auf den Publikumspreis zu geben.

Sowohl die Jury-, als auch die Publikumsentscheidung fielen sehr knapp aus. Darüber, dass alle sieben Start-ups einen herausragenden Beitrag zum Gemeinwohl leisten, bestand Einigkeit. „Die diesjährigen Finalisten zeigen wieder einmal, dass insbesondere junge Unternehmen der Motor für eine zukunftsfähige Gesellschaft sein können. Mit ihren vielfältigen Ideen stärken sie das Miteinander und sorgen so für ein gesellschaftliches Klima, in dem wir alle gern leben möchten“, zieht Henrik Ahlers, Vorsitzender der Geschäftsführung von EY in Deutschland, sein Resümee.

Aber auch knappe Entscheidungen sind letztlich Entscheidungen und so wurde das Start-up Too Good To Go mit dem 3. Platz in der Jurywertung ausgezeichnet. Auf Platz 2 erklommen die Gründer von HeartBeat Edutainment das Siegertreppchen. Die Frankfurter sicherten sich zusätzlich den Publikumspreis und reisten am Abend mit zwei Trophäen im Gepäck ab. Platz 1 wurde an Africa GreenTec vergeben.

Deutscher Gastro-Gründerpreis 2022

Am 30. April wurde auf der internationalen Leitmesse für Hotellerie, Gastronomie, Bäckereien und Konditoreien INTERNORGA der Deutsche Gastro-Gründerpreis verliehen. And the Winner is …

Die diesjährige Gastro-Start-up-Krone geht nach Trier. Das entschied das Publikum beim Finale des Deutschen Gastro-Gründerpreises per Live-Abstimmung auf der INTERNORGA. Der Gewinner darf sich über den Hauptgewinn von 10.000 Euro sowie viel Anerkennung aus der Branche freuen.

Nach zwei Jahren Wartezeit und einem digitalen Pitch konnten die fünf Finalist*innen des Deutschen Gastro-Gründerpreises sich und ihre Gastro-Ideen dem Fachpublikum auf der Leitmesse für den gesamten Außer-Haus-Markt endlich wieder persönlich präsentieren. Im spannenden, von 2-Sternekoch Tohru Nakamura moderierten Finale mussten sich die rund 1.000 Teilnehmer*innen der Abstimmung online und vor Ort neben dem Barbecue-Imbiss aus Trier, zwischen der vegan-vegetarischen Tagesbar „Beetschwester“ aus Münster, afrikanischer Fusion-Küche von „Lordi Kocht“ aus Hamburg, den Lebensmittelretter*innen aus der Münchner „Community Kitchen“ und hausgemachter Pasta von „Nudel & Holz“ aus Düren entscheiden. „Die Entscheidung war wieder einmal ausgesprochen schwer“, kommentiert INTERNORGA-Chefin Claudia Johannsen die Wahl. „Alle Gründer*innen und ihre Ideen begeistern und werden die Gastro-Szene sicher auch in Zukunft nachhaltig bereichern. Deswegen sind aus unserer Sicht auch alle fünf Gewinner!“

And the winner is: A. Max Laux, Gründer von Flieten Franz

„Ich freue mich riesig, dass ich unsere regionale Spezialität Flieten der ganzen Welt nahe bringen kann“, kommentierte Maximilian Laux den Gewinn des Hauptpreises. Denn Flieten sollte jede*r mal probiert haben. Schon, weil Worte nicht ausreichen, um zu erklären, warum sie so gut schmecken. Das finden nicht nur die meisten Trierer*innen, sondern auch der Gründer. Für alle, die nicht aus der Region kommen: „Flieten sind die besten frittierten Hähnchenflügel, die es gibt! Innen butterzart und außen knusprig, mit einer unverwechselbaren Gewürzmischung“, erklärt der vom Land Rheinland-Pfalz für sein kulinarisches Start-up „Flieten Franz“ zur Unternehmerpersönlichkeit des Jahres 2021 gekürte Gastronom. „Mit dem Preis im Rücken wird es Flieten sicherlich auch bald außerhalb von Trier geben“, verspricht Laux. „Aber erst einmal investieren wir in unseren neuen Standort in der ehemaligen Pferdeklinik, den wir zu einem Barbecue Hotspot ausbauen werden."

Das sind die übrigen vier Finalist*innen

Den Großen Kiepenkerl kennt in der westfälischen Metropole jede*r. Seit Juni 2020 sorgt hier auch seine kleine, grüne Schwester für Furore. Regina von Westphalen, die den Kiepenkerl gemeinsam mit ihren Eltern übernommen hat, überführt mit ihrem Start-up Beetschwester die Genussphilosophie des zünftigen Slow-Food-Gasthauses in das Format einer vegetarisch-nachhaltigen Tagesbar für alle Generationen.

In ihrer Community Kitchen rettet Gründerin Günes Seyfarth unverkäufliche Lebensmittel von Erzeuger*innen, Verarbeiter*innen und Großhändler*innen. Anschließend werden daraus in einer 2.000 qm großen ehemaligen Kantine Mahlzeiten für Gäste und Catering oder „Eingemachtes“ wie haltbare Suppen, Chutneys und Marmeladen für den Verzehr zu Hause. Was nicht verarbeitet werden kann, wird kostenlos weitergegeben.

„Es gibt viel zu wenig afrikanisch geprägte Küche in der deutschen Gastro-Kultur!“, finden Louis und Lucy Larbi und wollen mit ihrem Pop-up-Konzept Lordikocht genau das ändern. In Hamburg und Umgebung servieren die Geschwister Afro-Fusion-Küche vom Feinsten. Dabei kombinieren sie bekannte westliche Trend Dishes wie Burger, Bowls und Wraps mit westafrikanischem Soulfood, das buchstäblich die Seele bewegt.

In Düren heißt es seit dem Sommer 2020 immer häufiger: Wir treffen uns im Nu! „Nu“ steht dabei als Abkürzung für die Pastabar Nudel & Holz der beiden Gründer Bastian und Mats Geuenich. Hier gibt es den italienischen Klassiker handgemacht und in all seiner Vielfältigkeit: Mehr als 1.000 verschiedene Varianten und Kombinationen sind im Baukastenprinzip aus Pasta, Sauce und Toppings ganz nach individueller Vorliebe bestellbar.

Mehr Infos zum Deutschen Gastro-Gründerpreis findest du hier

Startupdetector Report 2021 – insgesamt positiver Trend

Der Startupdetector Report 2021 hat die deutsche Start-up-Szene unter die Lupe genommen: Gründungs- und Finanzierungsaufkommen stabil; Berlin bei Neugründungen vorn; Gründerinnen auf dem Vormarsch.

Mit Unterstützung durch Google for Startups hat die startupdetector UG das deutsche Start-up-Ökosystem unter Auswertung von über 500.000 Handelsregister-Bekanntmachungen nach Branchen und Regionen sowie demographischen Daten der Geschäftsführung analysiert und das Investment-Verhalten verschiedener Investorengruppen aufgeschlüsselt.

Hier die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Nach einem kurzen Lockdown-bedingten Einbruch in 2020 hielten sich sowohl Gründungen als auch Finanzierungen im Jahr 2021 stabil über dem Vorjahresniveau. So konnte die deutsche Gründerszene im vergangenen Jahr insgesamt 3.348 neu gegründete Start-ups verzeichnen (+11%).

Berlin liegt im Ländervergleich bei den Neugründungen weiter ganz vorn, starkes Wachstum gibt es in Sachsen-Anhalt (+166%), Sachsen (+54%), Niedersachsen (+30%), Baden-Württemberg (+21%). Über 2.087 Start-ups haben ein Investment erhalten – 27% mehr als im Vorjahr.

Erstmals verzeichneten über 20% aller Start-ups Frauen in der Geschäftsführung. Dabei gab es eine besonders starke Repräsentanz in den Bereichen E-Commerce, Dienstleistung, Umwelttechnologie, Personal und Bildung. Unter den 2.000 Start-ups, die 2021 eine Finanzierung sichern konnten, waren über 17% ganz oder teilweise unter weiblicher Führung.

Weibliche Business Angels sind auf dem Vormarsch in Deutschland. Zwar ist der Anteil an weiblichen Business Angels in Deutschland mit 13% noch immer sehr klein, jedoch konnte im Vergleich zum Vorjahr in absoluten Zahlen ein Zuwachs von fast +50% verzeichnet werden (von 395 auf 582). Was diese Entwicklung besonders spannend macht: Weibliche Business Angels beteiligten sich in 2021 mehr als anderthalb Mal häufiger an Startups, die von Frauen (mit-)geführt wurden.

Wie stark sich von Frauen geführte Start-ups mit der richtigen Unterstützung und Zugang zu Wagniskapital entwickeln können, zeigen auch die neuesten Zahlen aus dem Google for Startups Impact Report. Aus dem Pool der Start-ups, die aktiv eine Förderung durch Google for Startups erhalten, wurden diejenigen analysiert, die mindestens eine Frau im Gründungsteam haben und seit 2020 Wagniskapital einsammeln konnten. Diese insgesamt 28 Start-ups konnten ihre monatlichen Einnahmen in 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 200% steigern, ihre Mitarbeitendfenzahl verdoppeln sowie Investitionen von über 100 Millionen Euro einsammeln. Im Schnitt hat damit jedes dieser Start-ups im Pandemiejahr acht neue Stellen geschaffen und durchschnittlich 3,6 Millionen Euro Kapital eingesammelt. Diese Zahlen verdeutlichen, welches Potenzial in der Wirtschaftskraft weiblich geführter Start-ups steckt.

Den vollständigen Report kannst du hier downladen.

Female Founders Award 2022

Die American Chamber of Commerce in Germany e.V. (AmCham Germany) hat gestern zum dritten Mal den Female Founders Award verliehen.

Die AmCham Germany versteht sich als die Stimme der transatlantischen Wirtschaft Die AmCham Germany ermöglicht interkulturelles Verständnis, Zusammenarbeit und neue Investitionen und steht für einen transparenten Dialog, freien Handel und ein wettbewerbsfähiges und offenes Wirtschaftsklima.

In diesem Jahr wurden drei Gründerinnen geehrt, die mit ihren innovativen und erfolgreichen Geschäftsmodellen hervorgetreten sind. Diese Modelle befassen sich mit Nachhaltigkeit, künstlicher Intelligenz und Gesundheit, und sozialer Inklusion.

Die Preisträgerinnen des Female Founders Award 2022 sind:

Allison Dring, CEO & Co-Founder, Made of Air GmbH

Diana Heinrichs, CEO & Co-Founder, Lindera GmbH

Maria Möller, CEO & Co-Founder talking hands flipbooks GmbH

Die von Allison Dring mitbegründete Made of Air GmbH konzentriert sich auf die Verwendung einzigartiger klimaschützender Materialien wie Biokohle, um fossile Brennstoffe zu binden, den Plastik- und Aluminiumverbrauch bei der Herstellung von Produkten zu reduzieren und so Nachhaltigkeitsziele entlang der verschiedenen Stufen der Lieferkette eines Unternehmens zu erreichen, um schließlich eine Netto-Null-Wirtschaft zu erreichen. "Es ist ein Ehre, diese Auszeichnung im Namen meines unglaublichen Teams bei Made of Air entgegenzunehmen. Die Anerkennung durch die AmCham Germany hilft uns, unser Geschäft und den Abbau von Kohlenstoff in den Fokus zu rücken, und wirft ein Licht auf wirklich widerstandsfähige Gründerinnen, die etwas für den Klimaschutz tun," sagte Dring.

Die Lindera GmbH, mitbegründet von Diana Heinrichs, ist eine App-basierte Mobilitätsanalysesoftware zur Entwicklung von Lösungen für ein breites Spektrum von Erkrankungen wie Orthopädie, Neurologie und Geriatrie. Mithilfe von KI und 3D-Technologie werden unzählige digitale Workouts und Therapien maßgeschneidert, um die menschliche Bewegung zu verfolgen und zu verbessern. "Es gibt so viele, inspirierende und zukunftsweisende Tech-Gründerinnen in Deutschland und in den USA, doch es gibt nur sehr wenig Plattformen, die diese Talente sichtbar machen und über ihre Landesgrenzen hinweg miteinander vernetzen. Ich freue mich daher sehr über die Auszeichnung und Wertschätzung von AmCham Germany. Denn ich bin fest davon überzeugt, dass der amerikanische und der deutsche Digital Health Markt - zwei sich rasant entwickelnde Märkte - ungemein voneinander lernen", so Heinrichs.

Maria Möller, Mitbegründerin der talking hands flipbooks GmbH, hat eine Reihe von beeindruckenden Kinderbüchern herausgebracht, um die Inklusion von klein auf zu fördern. Das Ziel dieser Produkte ist es, eine einfache Plattform zwischen Kindern mit und ohne (Sprach-)Behinderung zu schaffen, mit großer Wirkung: eine inklusive Gesellschaft zu schaffen und mitzugestalten. "Ich fühle mich geehrt, von der AmCham für den diesjährigen Female Founders Award ausgewählt worden zu sein. Ich freue mich darauf, Teil dieses großartigen Netzwerks zu sein und mehr Frauen in der Branche kennenzulernen", erklärte Möller.

Mehr zu Maria Möller und Laura Mohn, den Gründerinnen von talking hands, lest ihr hie in unserem Gründer*in der Woche Interview

Die folgenden Gründerinnen wurden in die engere Auswahl genommen:

Lara Obst, Mitgründerin & Chief Sustainability Officer, THE CLIMATE CHOICE
Anne-Sophie Panzer, Mitgründerin & Leiterin der Kreativabteilung, ZAUBAR

doQtor: Kostenlose, psychologische Ersthilfe für ukrainische Geflüchtete

Das 2020 in Köln gegründete Mental-Health-Start-up doQtor leistet mit seinem Projekt „Mental Help for Ukraine“ Geflüchteten psychologische Ersthilfe und sucht nach weiteren Unterstützer*innen.

Seit Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine erleben wir mitten in Europa die am schnellsten wachsenden Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Zerbombte Wohnhäuser, heulende Sirenen, düstere Schutzkeller – teilweise ohne Strom und Wasser, und die Flucht ins Ungewisse von Millionen von Menschen. Sie müssen ihr Leben aus einem Provisorium neu errichten, mit unklarem Ausgang und drängenden Fragen an die Gegenwart und die Zukunft. Wo befinden sich nahestehende Verwandte und Freunde? Wie kann ich sie erreichen? Werde ich meine Familie in Deutschland versorgen können? Solche Erlebnisse hinterlassen oft tiefe Spuren in der Psyche der Betroffenen: Sie werden von vielen als traumatisierend erlebt.

Mental-Health Start-up leistet psychologische Erste Hilfe

Durch den Krieg in der Ukraine finden wir uns plötzlich an vorderster Front einer sich entwickelnden Krise der psychischen Gesundheit wieder. Das Kölner Start-up für psychische Gesundheit doQtor hat daher das Projekt „Mental Help for Ukraine“ ins Leben gerufen, das psychologische Erste Hilfe für Geflüchtete mit lokalen Psycholog*innen und psychologischen Fachberater*nnen leistet. Die digitale Plattform für Unternehmen, die ihren Mitarbeitern einen umfassenden Service in psychosozialen Belastungssituationen bieten wollen, unterstützt die Geflüchteten dabei, in ihrer belastenden Situation eine passende psychologische Hilfe zu finden.

Geflüchtete Ukrainer*innen können auf doQtor.de nicht nur Informationen rund um das Thema in ukrainischer oder englischer Sprache herunterladen, sondern sich auch direkt online einen Gesprächstermin buchen. Das Team vermittelt dann die belasteten Menschen an psychologisch geschultes Personal mit ukrainischen oder russischen Sprachkenntnissen, aktuell vorwiegend im Rheinland und im Raum Köln. Der kostenlose Vermittlungsservice wird in Kürze deutschlandweit ausgerollt.

Geflüchtete Ukrainerin leitet das Projekt

Die Mitarbeiterin aus dem doQtor-Team Emily Herter hatte über 15 Jahre lang jeden Sommer ein ukrainisches Gastkind bei sich in der Familie, Yuliia Duliepa aus Kiew - heute 21 Jahre alt, von Beruf Übersetzerin für Deutsch und Englisch. Nach Kriegsausbruch vor über vier Wochen hat es Yuliia unversehrt bis an die polnische Grenze geschafft, wo ihre ehemalige deutsche Gastfamilie sie erneut, diesmal aber unter ganz anderen Umständen, in Empfang nehmen und nach Deutschland bringen konnte.

“Yuliia hat bei uns Hilfe gesucht und unserem Team berichtet, wie stark traumatisiert die Geflüchteten sind, wie sehr es sie zerreißt, nicht zu wissen wie es ihren Verwandten geht, die sie zurücklassen haben müssen. Aus den Gesprächen mit Yuliia entstand die Idee, unsere digitale Plattform, die wir Unternehmen für ihre Mitarbeiter in psychosozialen Fragen zur Verfügung stellen, so anzupassen, dass wir damit Geflüchtete schnell und unbürokratisch unterstützen und sie in professionelle, psychologische Unterstützung bringen können”, erklärt doQtor-Gründer Benjamin Schwarz. 

Yuliia ist nun festes Teammitglied, sie leitet das Projekt “Mental Help Ukraine” und steht als erste Ansprechpartnerin für Hilfesuchende zur Verfügung. Sie sagt: “Für mich ist es so wichtig, hier eine Aufgabe zu haben und meinen Landsleuten zu helfen.”

doQtor ist auf weitere professionelle Unterstützung für „Mental Help for Ukraine“ angewiesen, es wird deutschlandweit weiteres psychologisch geschultes Personal mit entsprechenden Sprachkenntnissen benötigt. Wer bereit ist, zu helfen, kann sich jederzeit über die Website melden. https://www.doqtor.de/ukraine