Führungswechsel bei Design Offices


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Design Offices ist der führende Anbieter für Corporate Coworking und Räume für agiles Arbeiten. Gründer und New-Work-Visionär Michael O. Schmutzer hat das Thema New Work in Deutschland über viele Jahre hinweg vorangetrieben und Design Offices erfolgreich zum Marktführer für Corporate Coworking-Lösungen in Deutschland gemacht.

Führungswechsel bei Design Offices: Gründer Michael O. Schmutzer (re.) übergibt seinen CEO-Posten an Dr. Joachim Gripp (c) Design Offices

Nun übergibt Schmutzer den CEO-Posten an Dr. Joachim Gripp, der seit Anfang 2019 bei Design Offices ist und zuvor Geschäftsführer bei Maredo, COO bei Vapiano und General Manager bei KFC Deutschland/Niederlande war.

Vom neuen CEO möchten wir gern wissen, wohin die Corporate-Coworking-Reise geht.

Herr Dr. Gripp, herzlichen Glückwunsch zum neuen Posten. Da treten sie kein leichtes Erbe an, oder?

Zweifellos geht der Schritt mit viel Verantwortung einher. Nach über zehn Jahren Aufbauarbeit die Weichen nun anders zu stellen, spricht zweifellos für die Weitsicht von Michael Schmutzer und nötigt mir großen Respekt ab. Ich konnte in den letzten 1,5 Jahren bereits viele Einblicke gewinnen und bin sehr positiv gestimmt, was die Ansatzpunkte und Stellhebel anbetrifft, mit denen ich meine Stärken in die Steuerung von Design Offices einbringen kann.

Zur aktuellen Situation: Das Thema Coworking hat in den letzten Monaten naturgemäß unter den Corona-Beschränkungen gelitten. Wie ist es Ihnen, sprich Design Offices, bislang ergangen?

Die Vermietungen an unsere Flexible Office-Kunden, die über 75 Prozent des Umsatzes ausmachen, sind glücklicherweise stabil. Es gibt bislang auch keine bedeutenden Einbußen, da hier große Unternehmenskunden für den Großteil der Umsätze stehen und viele davon aus dem Tech-Sektor stammt, also von der Krise selbst nicht sonderlich betroffen sind. Mit Blick auf die Auslastung unserer Standorte mussten wir allerdings feststellen, dass die meisten unserer Office-Kunden seit Mitte März aus dem Homeoffice gearbeitet haben. An unseren Standorten war es dadurch merklich ruhiger. Bereits nach einigen Wochen durften wir wieder vermehrt Rückkehrer begrüßen, die sehr glücklich darüber waren, eine Alternative zum Homeoffice bei uns zu finden. Über unser neues Membership-Programm, dem Out-of-Homeoffice-Angebot und dem Split-Teams-Produkt, haben wir einigen unfreiwilligen Homeoffice-Arbeitern sowie auch ganzen Teams wieder zu einer produktiveren Arbeitsumgebung verhelfen können.
Im Mai ist nun die Rückkehr in die Büros wieder sehr deutlich zu spüren und wir verzeichnen steigende Anfragen insbesondere für Split-Teams und Membership. Wir erwarten im Juni nicht nur die Mehrzahl der Bürokunden zurück in unseren Standorten, sondern auch ein starkes Wachstum unserer neuen Produkte – natürlich unter Einhaltung unserer umfassenden Abstands- und Hygiene-Vorkehrungen.

Inwiefern hat die Corona-Krise Ihren Blick auf das Thema Coworking geschärft oder verändert?

In den letzten Wochen hat sich noch einmal mehr gezeigt, dass Corporate Coworking eine wichtige Rolle im Zusammenspiel mit dem eigenen Firmensitz und Homeoffice hat. Die Art und Weise des Arbeitens wird sich dauerhaft deutlich verändern. Großraumbüros werden sicherlich infrage gestellt, Einzelbüros sind aber auch nicht mehr zeitgemäß. Eine Alternative, eine Ausweichmöglichkeit, die gleichzeitig aber eine professionelle Arbeitsumgebung bietet, wird benötigt. Eine schnelle, flexible und kostengünstige Möglichkeit ist da ganz klar Corporate Coworking.

Nun ein Blick in die Zukunft. Worin sehen Sie die größten Herausforderungen, um das Thema Corporate Coworking weiter nach vorn zu bringen?

Eine große Herausforderung ist Corporate Coworking als Bestandteil der Transformation von Unternehmen noch bekannter zu machen und auch die wirtschaftlichen Vorteile zu verdeutlichen. Dann geht es darum, Unternehmen dabei zu begleiten, den perfekten Mix an Arbeitsorten und -methoden für ihre Mitarbeiter zu etablieren. Ein attraktives Angebot, um sich damit vertraut zu machen, ist definitiv unser neues Membership-Programm. Dieses ermöglicht für nur 99 Euro monatlich deutschlandweit unbeschränkten Zugang zu unseren 35 Standorten. Eine weitere Möglichkeit ist auszuprobieren, wie unterschiedlich ein Meeting in einer anderen Umgebung ablaufen kann. Am Anfang sind die Teilnehmer meist noch vorsichtig, trauen sich beispielsweise nicht, die Wände zu beschreiben und ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Doch am Ende sind alle begeistert und spüren den enormen Unterschied.

Welche Rolle spielen hierbei neben den Corporates die jungen, dynamischen Start-ups?

Neben den Konzernen und Großunternehmen zählen natürlich auch Start-ups zu unseren Kunden – insbesondere Start-ups, die in der zweiten Phase sind, ein professionelles Arbeitsumfeld schätzen und nicht auf Flexibilität verzichten möchten. Wir stellen fest, dass sich Start-ups anfangs häufig leichter mit unserem Angebot tun, weil sie eher gewohnt sind in neuen Methoden zu arbeiten. Sie leben sich ganz selbstverständlich an den beschreibbaren Wänden aus. Denn gerade bei Start-ups, deren Wachstum anfangs häufig schwer einzuschätzen ist, sind Mietverträge, die sie flexibel erweitern können, ein starkes Argument.

Und was sind Ihre Ziele für das erste Jahr als CEO?

Nun geht es erst einmal darum, die Corona-Krise zu überwinden und das Geschäft wieder hochzufahren. Immerhin haben wir in diesem Jahr noch vor, fünf neue Standorte erfolgreich zu eröffnen. Außerdem ist ein Ziel, die Vorteile von Corporate Coworking für unsere Zielgruppen noch klarer zu kommunizieren und damit die Rolle von Design Offices als relevanten Partner für Produktivität in diesen anspruchsvollen Zeiten hervorzuheben.

Ihnen, Dr. Gripp, einen guten Start in der neuen Position und viel Erfolg!

Das Interview führte Hans Luthardt

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