Gründer der Woche: eve mattress – edle Matratze, online vertrieben

Gründer der Woche 34/16


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Die Matratze hat in den letzten Jahren den Sprung vom reinen Gebrauchsgegenstand zu einer Art Lifestyle-Objekt geschafft, für das mitunter auf riesigen Plakaten an prominentester Stelle geworben wird. Das Start-up eve mattress mischt auf dem Markt ganz oben mit. Wir haben mit eve-mattress-COO Felix Lobkowicz gesprochen.


Hallo Felix! Bitte erzähle uns, wer das Gründerteam von eve mattress bildet. Wie habt Ihr zusammengefunden, wer von euch hat welche Aufgaben? Und welche Erfahrungen hattet ihr zuvor mit Matratzen?

Das Gründerteam bilden Kuba, Jas, James und ich. Jas ist der CEO und verantwortet auch das Performance-Marketing. Kuba (CMO) ist zuständig für die Marke und das Design sowie das Non-Performance-Marketing wie TV, Poster, Radio oder Content. James (Head of BD) unser Matratzen-Experte ist zuständig für Produktentwicklung und -innovation. Finanzen und Operations liegen bei mir als COO. Helmut Müller gehört zwar nicht unmittelbar dem Gründerteam an; ich möchte ihn trotzdem erwähnen, weil er der Geschäftsführer in Deutschland ist.

Jas und James sind Pioniere im Online-Matratzenhandel. Schon 2011 waren sie in dem Business tätig. Damals allerdings noch mit einer anderen Firma. Kuba, ein alter Bekannter von Jas, ist dann 2014 dazugestoßen. Er hat damals nach einer neuen und spannenden Herausforderung gesucht, nachdem er die Paralympischen Spiele 2012 in London kreativ betreut hatte und Head of Marketing bei Channel4 gewesen war. Die Möglichkeit eine bis dahin so langweilige Industrie wie das Matratzen-Business kreativ neuzudenken und ihr neues Leben einzuhauchen – das hat ihn gereizt. Das Ziel war und ist, aus Matratzen ein sexy und spannendes Produkt zu machen. Weg von der Tristesse öder Matratzenlager hin zu einem Produkt das Spaß macht, gut designt ist und eine Top-Qualität hat.

Ich bin über Jas zum Team gekommen. Wir sind alte Kollegen und haben uns beim Surfen in San Francisco zufällig getroffen. Jas wusste, dass ich beim Internet-Giganten Zalando viel operatives Know-how hinsichtlich E-Commerce gesammelt hatte. Und weil die Produktion und Lieferung tausender eve-Matratzen eine echte logistische Herausforderung ist, hat er mich aufgrund meiner Expertise an Bord geholt. Ein reibungsloser Bestellprozess und eine super Customer Journey sind mit die Basis unseres Erfolges.


Wie ist die Idee entstanden, eine neue Edelmatratze zu kreieren?

Jas und James fanden Matratzenkauf einfach grauenhaft: nervig, zeitraubend und langweilig. Kein Mensch gibt gerne so viel Geld für ein langweiliges Produkt in öden Geschäften aus. Und dann stimmt noch nicht mal die Customer Experience. Die beiden haben einfach überlegt, welcher Kauf der nervigste ihres Lebens war – und da lag die Matratze ganz weit vorne. Ein Research hat ergeben, dass aber genau der Matratzenhandel noch ein weitgehend weißer Fleck im E-Commerce ist. Also haben sie sich überlegt, wie man den Kauf eines so elementaren und wichtigen Produktes besser gestalten kann. Und so entstand die Idee zu eve. Vom Namen bis zum Produkt über den Service – wir machen den Matratzenkauf in allem besser und gehen auf Kundenbedürfnisse ein. Natürlich war die Qualität von eve dabei ein ganz wesentlicher Punkt. Schließlich verbringen wir im Schnitt ein Drittel unseres Lebens auf einer Matratze. Darum sollte man sich auch genügend Zeit lassen bei der Kaufentscheidung. Ein kurzes Probeliegen im Geschäft reicht eben einfach nicht aus.


Warum glaubt ihr, dass Luxus-Matratzen mehr als ein vorübergehender Trend sind?

Hier geht es weniger um Luxus, als um eine Matratze, die schlicht und ergreifend richtig gut ist und einen gesunden Schlaf ermöglicht. Nur so kann man perfekt in den kommenden Tag starten. Wir setzen auf ein einziges, dafür aber perfektes Produkt, anstatt den Verbraucher mit tausend Auswahlmöglichkeiten und unterschiedlichen Produkten zu verwirren. Die Menschen wollen nicht zwischen tausenden von Modellen wählen, sondern suchen ein Produkt, das perfekt passt. Viele Menschen ignorieren übrigens, wie wichtig eine gute Matratze ist. Viele geben für Schränke oder Vasen mehr Geld aus – dabei ist eine gute Matratze viel wichtiger. Erst wenn andere Bedürfnisse befriedigt sind, denken die meisten daran auch ihre Schlafqualität zu verbessern. Aus der Design-Ethos Perspektive von eve trifft dies für eine Reihe von weiteren Produkten ebenso zu. Guter Schlaf und ein guter Start in den Tag sind kein Trend, es sind grundlegende Bedürfnisse.


Was sind die Besonderheiten eurer Matratze? Deckt ihr damit jeden Bedarf ab?

Wir haben von Anfang an mit einem preisgekrönten Designteam zusammengearbeitet. So war es möglich, ein perfektes Design zu entwickeln und etwas extrem Bequemes herzustellen, das auch noch richtig gut aussieht. Unsere Kombination aus drei Premium-Schichten ist aktuell das Beste, was es an responsiven, unterstützenden Schlafoberflächen gibt. Eve ist antiallergisch, temperaturregulierend und passt sich der individuellen Schlafposition und dem Körper durch den elastischen Viscoschaum perfekt an. Die Qualität ist zertifiziert. Und all das bieten wir zu einem fairen Preis und sehr gutem Service. eve passt für beinahe alle Schlaftypen. Natürlich ist Schlafen etwas Individuelles – aber unsere Matratze ist so konzipiert, dass sie weder weich noch hart und damit für sehr viele Menschen eine ideale Schlafunterlage ist.


Was unterscheidet eure Matratze von Konkurrenzprodukten wie beispielsweise dem von Filip Lenz?

Eve ist einzigartig im Markt. Während sich die meisten auf das "gute Nacht" fokussieren, konzentriert sich eve auf ein gutes Aufwachen. Welche Schlafmarke da draußen positioniert sich schon als „energy brand“? Die Entwicklung von eve hat vier Jahre gedauert – das ist kein Schnellschuss gewesen. Über 70.000 Prototypen gab es und entsprechend viel Kundenfeedback. Wir haben eve immer wieder verbessert und angepasst bis wir schließlich die aktuelle Komposition und das Design entwickelt hatten – in unseren Augen die perfekte Matratze. Eve ist eine dreischichtige Matratze aus hochwertigen Materialien: die neueste Generation von Memoryschaum, atmungsaktiver Komfortschaum und stützender Kaltschaum. Diese Komposition garantiert Atmungsaktivität, gute Beweglichkeit bzw. Punktelastizität und passt sich dem Körper individuell an. Eve ist antiallergisch und CertiPUR-zertifiziert. Und last but not least legen wir großen Wert auf Design. Wir arbeiten mit Top-Produkt-Designern zusammen. Diesen Design-Ethos spürt man, wenn man unsere Website besucht, erlebt man beim Öffnen der eve Box und sieht man direkt am Produkt. Unser Design Anspruch zieht sich wie ein Faden durch die gesamte Customer Journey. Eve ist nicht einfach eine Matratze sondern eine Philosophie. Das unterscheidet uns im Wesentlichen vom Wettbewerb.


Wie ist euer Vertrieb organisiert?

90 Prozent des Vertriebs läuft direkt über unsere Webseiten – also den Shop. Und 10 Prozent über ausgewählte Marketing Partner.


Ihr produziert in Großbritannien. Fürchtet ihr negative Auswirkungen des Brexits?

Wir produzieren in Großbritannien und demnächst auch in Deutschland. Auf den Brexit reagieren wir, indem wir bald eine deutsche GmbH gründen und auch eine französische Gesellschaft. Wir sind zwar ein internationales Unternehmen, sind aber gleichzeitig in den Ländern vor Ort, weshalb wir keine schwerwiegende Auswirkungen des Brexits auf unser Business befürchten.


Ihr konntet in letzter Zeit äußerst starke Kapitalgeber gewinnen. Wie ist euch das gelungen?

Wir haben ein sehr starkes Gründer- und Management-Team das über viel E-Commerce-, Marketing- und Business-Erfahrung verfügt und somit alle für den Erfolg wesentlichen Kompetenzen abdeckt. Das und unsere enormen Wachstumsraten überzeugen unsere Investoren. eve hatte von Anfang an eine klare Vision und ein Team, das diese Vision effizient umsetzen kann. Die Zahlen, die wir in den letzten 18 Monaten geliefert haben, sprechen für sich und überzeugen.


Euer Ziel ist es, die "Nummer 1 in Europa" zu werden. Wie geht ihr dieses Ziel an?

Ehrlich gesagt machen wir genau das, was wir die letzten sechs Monate auch gemacht haben. Nur jetzt noch besser und schneller. Also mehr eve, mehr Länder und noch mehr Marketing. Der Trick liegt in der richtigen Priorisierung und der Reihenfolge. Um die Nummer 1 zu werden, muss man wissen, was eve ist, was eve kann aber auch, wer eve nicht ist und was eve nicht kann. Man muss sich fokussieren und ein klares Profil und Ziel vor Augen haben. Und dabei konzentrieren wir uns auf eve. Natürlich haben wir durch unsere Investoren auch genügend Finanzkraft im Rücken, um unser Wachstum entsprechend anzukurbeln.


Und wie immer am Ende die Frage: Hast du grundsätzliche Tipps, die du anderen Gründern mit auf den Weg geben möchtest?

Ja. Nimm Dir am Anfang wenige und am besten nur professionelle Investoren an Bord. Nimm kein privates Geld an, wenn Du es vermeiden kannst. Private Geldgeber sind oft weniger rational und weniger berechenbar. Um erfolgreich zu sein, müssen folgende vier Faktoren wirklich stimmen: Das richtige Gründerteam, das alle notwendigen Kompetenzen abdeckt, die richtigen Investoren die nicht stören, sondern helfen, die richtige Idee bezüglich Modell, Markt und Margen – und natürlich das richtige Timing. Sollte einer dieser Faktoren bei genauer Betrachtung nicht 100-prozentig passen, sollte man es sich nochmals überlegen. Mein Motto ist: Studieren geht über Probieren.


Felix, vielen Dank für das Interview!


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Das Interview führte Fabian Otto

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Threedy: Industrieller 3D-Spezialist sichert sich 10,4 Mio. US-Dollar

Threedy ist ein Hightech-Start-up, das 2020 als Spin-off des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung (IGD) in Darmstadt gegründet wurde. Die Investition soll es dem Start-up ermöglichen, die Entwicklung seines Produktportfolios weiter voranzutreiben.

Drei Jahre nach der Gründung hat sich Threedy eine Investition von 10,4 Millionen US-Dollar gesichert, um das Wachstum in verschiedenen Branchen und Regionen zu beschleunigen. Zu den neuen Investoren gehören die LBBW Venture Capital, TRUMPF VENTURE, Futury Capital und EquityPitcher Ventures. Die Investition unterstreicht die starke Position von Threedy, einen beträchtlichen Marktanteil im schnell wachsenden Bereich der industriellen digitalen Zwillinge zu erobern.

Digitale Transformation in der Industrie

Der instant3Dhub von Threedy ist eine hochleistungsfähige Spatial-Computing-Technologie, die es Kunden ermöglicht, ihre 3D-Daten in beliebiger Konfiguration zu nutzen und in großem Maßstab zu visualisieren. Indem sie Daten in Echtzeit auf jedem Gerät und zu jeder Zeit verfügbar und zugänglich macht, ermöglicht sie die Optimierung einer Vielzahl von digitalen Prozessen entlang der gesamten industriellen Wertschöpfungskette und eine deutliche Reduzierung der damit verbundenen Kosten. Durch die Implementierung von instant3Dhub können Unternehmen wertvolle Zeit und Ressourcen sparen, z.B. durch den Wegfall von Wartezeiten, und die Reduzierung von Lizenz- und Infrastrukturkosten.

Threedy ermöglicht es seinen Kund*innen, eine moderne Software-Architektur zu etablieren, die die Abhängigkeit von den monolithischen und geschlossenen Stacks der etablierten Software- Anbieter reduziert und die Tür für die agile Entwicklung und den skalierbaren Roll-out einer modernen, leichtgewichtigen Anwendungsschicht öffnet. Mit einer breiten Palette an Funktionen für digitales Engineering, fortschrittliche Kollaboration und nahtlose Mixed Reality bietet die Software eine starke Grundlage für die digitale Transformation der Industrie.

Die Arbeit mit 3D-Daten soll so einfach wie das Teilen eines Links werden, indem man sie einfach aus beliebigen Quellen referenziert, z.B. aus bestehenden PDM/PLM-Lösungen, und das ohne jegliche Vorbereitung oder Vereinfachung. Die Technologie von Threedy ermöglicht neue, skalierbare Anwendungen über den gesamten Produktlebenszyklus, von der Entwicklung bis zum After-Sales – webbasiert und mit zero-footprint auf dem Client. Durch die Optimierung der 3D-Datennutzung und der Kommunikation können Unternehmen auch ihren ökologischen Fußabdruck verringern: Geschäftsreisen können weitgehend durch virtuellen Austausch ersetzt werden, wodurch Ressourcen und Zeit gespart werden.

Schnell wachsende Anzahl von Partnerschaften und Anwendungsszenarien

In den ersten drei Jahren hat sich Threedy erfolgreich von einer Fraunhofer-Abteilung zu einem unabhängigen Unternehmen entwickelt. Seit der Gründung Ende 2020 ist das Start-up deutlich gewachsen und hat seine Mitarbeitendenzahl fast verdreifacht, um ein Team von mehr als 50 hochqualifizierten Fachleuten aus aller Welt aufzubauen. Das Unternehmen hat nicht nur seine starken Kund*innenbeziehungen beibehalten, sondern auch ein bemerkenswertes Wachstum erlebt, insbesondere in den Bereichen Automotive und Fertigungsindustrie.

Die Spitzentechnologie von Threedy wird von zahlreichen Branchenführern geschätzt, darunter auch von den führenden deutschen Automobilherstellern. Darüber hinaus hat Threedy sein Netzwerk von Partnerschaften erfolgreich erweitert und ist über die ursprünglichen Schwerpunktbereiche Automotive und den deutschen Markt hinausgewachsen. Mit der substanziellen 10,4-Millionen-Dollar-Investition in der Serie A rüstet sich Threedy nun für den nächsten Schritt. Threedy will sein Engagement für die Kommerzialisierung seiner innovativen Spatial- Computing-Infrastruktur fortsetzen und die Einführung in verschiedenen Branchen und Anwendungsszenarien beschleunigen. Die Investition soll dem Start-up in die Möglichkeit geben, die Entwicklung seines Produktportfolios weiter voranzutreiben. Zu den Expansionsplänen gehört die weitere Internationalisierung, während das Unternehmen weiterhin auf Exzellenz und Innovation setzt und die digitale Transformation seiner Partner nachhaltig unterstützt. Threedy ist nun aktiv auf der Suche nach neuen Mitarbeitenden in verschiedenen Funktionen, die das Team verstärken und die Zukunft des industriellen digitalen Zwillings mitgestalten wollen.

Holidu übernimmt ferienwohnungen.de

Das 2014 von Johannes Siebers und Michael Siebers gegründete Ferienhaus-Unternehmen Holidu mit Hauptsitz in München übernimmt ferienwohnungen.de, ein Online-Portal für Ferienhausvermietung in Deutschland.

Ferienwohnungen.de wurde 1998 gegründet und ist ein führendes Portal für die Buchung von Ferienunterkünften in Deutschland und eine der letzten großen eigenständigen Marken im DACH-Markt. Vor der Akquisition offerierte die Website rund 7.000 Ferienwohnungen und Ferienhäuser und zählte jeden Monat mehr als 450.000 Website-Besucher*innen. Die meisten der Angebote waren jedoch nur auf Anfrage buchbar. Mit der Übernahme sollen Gastgeber*innen nun von einer direkten Online-Buchbarkeit, der modernen Softwarelösung von Holidu und einem lokalen persönlichen Service inklusive eines professionellen Fotoshootings profitieren.

Für Gäste bedeutet die Integration mit Holidu ein erweitertes Angebot an Unterkünften, da ab sofort das vollständige Holidu-Inventar auf der Webseite www.ferienwohnungen.de gesucht und gebucht werden kann.

Auf dem Weg zu mehr Online-Buchbarkeit

„Mit der Kooperation nehmen wir Gastgeber an die Hand und begleiten sie auf dem Weg in die Online-Buchbarkeit”, erklärt Johannes Siebers, CEO und Co-Founder von Holidu. „Dazu bieten wir den Gastgebern eine noch bessere technologische Lösung und eine Vereinfachung vieler Prozesse, von einer optimierten Kalenderplanung bis hin zur effizienten Zahlungsabwicklung.” Holidu setzt dabei nicht nur auf innovative Technologien, sondern auch auf persönliche Beziehungen zu den Vermieter*innen.

Thomas Frost, geschäftsführender Inhaber bei ferienwohnungen.de, sagt: „Wir sind sehr glücklich, einen Partner gefunden zu haben, der unseren Gästen und Gastgebern die beste Technologie auf dem Markt bietet. Gemeinsam mit dem Holidu-Team werden wir die Reichweite des Portals noch weiter ausbauen. „Darauf freuen wir uns besonders.”

Holidu betreibt ein gleichnamiges Buchungsportal für Ferienhäuser, das jährlich mehr als 100 Millionen Nutzer*innen verzeichnet. Zudem bietet das Unternehmen eine Software- und Servicelösung für Ferienhausvermieter*innen an, die ihnen hilft, mehr Buchungen mit weniger Aufwand zu generieren. Vermieter*innen können nicht nur auf eine einfach zu bedienende Software zurückgreifen, sondern werden von Reise-Expert*innen vor Ort persönlich unterstützt.

„Solche strategischen Akquisitionen sind für uns ein starker Wachstumstreiber auf der Gastgeber- sowie Gästeseite, der uns einen Wachstumsschub an direkt verwalteten Unterkünften verschafft”, berichtet Johannes Siebers.

Das Büro bei Flensburg soll bestehen bleiben und Teil des Unternehmens Holidu mit über 500 Mitarbeitenden europaweit werden. Holidu-CEO Johannes Siebers freut sich auf die Zusammenarbeit: „Wir heißen die neuen Kollegen herzlich willkommen und freuen uns, gemeinsam an unserer Mission zu arbeiten: dass Gastgeber und Gäste ihr Ferienhaus rundum genießen können, voller Freude und ohne Bedenken.”

Lernen von den alten Hasen: Gates statt Renner

Finanzchef24 hat 758 dt. Klein- und Kleinstunternehmer*innen befragt, mit wem sie gern mal einen Tag zusammenarbeiten würden. Wer hat das Rennen gemacht?

Ob milliardenschwere(r) Visionär*in, Tech-Genie oder renommierte(r) Sternekoch/-köchin: Mit welchem/welcher Star-Unternehmer*in würden hiesige Selbständige am liebsten einen Tag zusammenarbeiten, um von ihm oder ihr zu lernen? Finanzchef24 hat zum dritten Mal in einer Umfrage Kleinst- und Kleinunternehmer*innen um Antwort gebeten.

And the Winner is …

Platz eins geht erneut an den US-amerikanischen Multimilliardär und Philanthrop Bill Gates (22 Prozent). Der Gründer des globalen Onlineversandhändlers Amazon und drittreichster Mann der Welt, Jeff Bezos, rangiert mit 19 Prozent der abgegebenen Stimmen auf Platz zwei. Der renommierte deutsch-vietnamesische Küchenchef The Duc Ngo hat es mit 13 Prozent auf den dritten Platz geschafft.

„Viele wünschen sich als idealen Arbeitskollegen einen Team-Player mit Kompetenz. Da hiesige Kleinst- und Kleinunternehmer oftmals im selben Marktumfeld wie die Großen unterwegs sind, ähneln sich die Probleme“, kommentiert Payam Rezvanian, Mitglied der Geschäftsleitung bei Finanzchef24, mit Blick auf Zinswende, Konkurrenz aus Fernost, geopolitische Spannungen, Fachkräftemangel oder politische Unberechenbarkeit.

Lernen aus dem KI und Sextoy-Business

Die Frontfrau des Sexspielzeug-Versands Amorelie Lea-Sophie Cramer liegt mit 9,8 Prozent auf Platz vier. ChatGPT-Miterfinder und Tech-Genie Sam Altman erreicht mit 8,5 Prozent Platz fünf. Auf Platz sechs der Wunschliste mit knapp 8 Prozent folgt eine der erfolgreichsten und vor allem einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft: Tijen Onaran.

Als erster Milliardär im Weltraum schreibt der britische Unternehmer und Virgin-Gründer Richard Bransons Geschichte. Im Ranking erreicht er mit 6,8 Prozent den siebten Platz. Mit Meta-CEO Mark Zuckerberg wollen hingegen nur wenige arbeiten. Er landet mit 5,7 Prozent auf dem achten Platz, dicht gefolgt von dem französischen Luxus-Mogul Bernard Arnauld (5,2 Prozent). Das Schlusslicht bildet Hanno Renner: der Softwareentwickler des Münchner Start-Ups Personio. Mit 2,8 Prozent wird er auf den letzten Platz gewählt.

Unternehmerinnen setzen auf eine Frau als Wunschkandidatin

Genau wie im Vorjahr kommen bei der diesjährigen Umfrage geschlechterspezifisch deutliche Unterschiede zum Vorschein. Männer setzen auf die Expertise zweier alter Hasen und eines Newcomers. Bill Gates (24 Prozent), Jeff Bezos (20,6 Prozent) und Spitzenkoch The Duc Ngo (11,7 Prozent) bilden das Wunschtrio für Unternehmer-Männer. Im Vergleich dazu setzen Unternehmerinnen auf Selbstständigkeit, Innovation, Unabhängigkeit – und als erste Wahl auf eine Frau. Sie wählen die deutsche Unternehmerin und „Women´s Empowerment“ Aktivistin Tijen Onaran mit 17,8 Prozent auf die Spitzenposition. Erst knapp dahinter folgen der Philanthrop Bill Gates (17,4 Prozent) und Amazon-Mogul Bezos (15,4 Prozent).

Handel möchte mit Jeff Bezos arbeiten

Nicht nur bei den Geschlechtern gibt es Unterschiede, sondern auch zwischen den Branchen zeigen sich Tendenzen. Die Spitzenplatzierung von Bill Gates eint Dienstleistungs- (28 Prozent), Handwerks- bzw. Baubranche (23,3 Prozent) und Beratung (28 Prozent). Der Handel indes stimmt mit 27,3 Prozent ganz klar für Jeff Bezos als Wunschmitarbeiter. In der Beauty- und Lifestyle Branche muss sich der Amazon-Gründer seinen ersten Platz mit Tijen Onaran (17,2 Prozent) teilen. Die Gastronomen votieren klar für ihren Berufsgenossen: Hier steht Küchenchef the Duc Ngo mit 58,3 Prozent einsam an der Spitze der Wunschkandidaten. Doch auch in der Küche wähnen einige Optimierungspotential. Mit Abstand belegt Jeff Bezos hier den zweiten Platz (16,7 Prozent).

Übersicht: Platzierung gesamt

1. (21,7 Prozent): Bill Gates (Microsoft)

2. (18,7 Prozent): Jeff Bezos (Amazon)

3. (12,9 Prozent): The Duc Ngo (Spitzenkoch und Gastronom)

4. (9,8 Prozent): Lea-Sophie Cramer (Gründerin Amorelie)

5. (8,5 Prozent): Sam Altman (CEO von OpenAl)

6. (8 Prozent): Tijen Onaran („Digitale Pionierin“, Gründerin von Global Digital Women)

7. (6,8 Prozent): Richard Branson (Britischer Unternehmer)

8. (5,7 Prozent): Mark Zuckerberg (Meta Platforms früher Facebook)

9. (5,2 Prozent): Bernard Arnault (CEO von LVMH Moët Hennessy / Louis Vuitton)

10. (2,8 Prozent): Hanno Renner (Mitgründer und CEO von Personio)

Studie: Nachfolgerinnen in Familienunternehmen

Eine aktuelle Untersuchung zeigt die großen Chancen und wichtigsten Herausforderungen von bzw. für Nachfolgerinnen in Familienunternehmen auf.

Die Untersuchung hat der Verband deutscher Unternehmerinnen gemeinsam mit der Friedrich-Naumann-Stiftung eine Untersuchung zu Nachfolgerinnen in Familienunternehmen beauftragt, die das Institut für Familienunternehmen und Management der WHU - Otto Beisheim School of Management durchgeführt.

Das Potenzial von Frauen als Nachfolgerinnen

Familienunternehmen sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und ihr langfristiger Erfolg hängt stark von einer effektiven Nachfolgeplanung ab. Das Potenzial von Frauen als Nachfolgerinnen in Verantwortung von Familienunternehmen ist bei weiten nicht ausgeschöpft. Schon heute spielen Nachfolgerinnen eine immer wichtigere Rolle bei der Sicherung des Fortbestands von Familienunternehmen als Stabilitätsanker der Wohlstandssicherung Deutschlands. Mit den richtigen Rahmenbedingungen kann es gelingen, das Potenzial von Nachfolgerinnen weiter zu aktivieren.

Mit den Fokusthemen Kinderbetreuung, Vereinbarkeit von Familie und Unternehmen und ländlicher Standort schließt die Studie eine wissenschaftliche Lücke und bietet ein umfassendes Verständnis darüber, mit welchen Herausforderungen sie in diesen Bereichen konfrontiert werden. Anhand dessen werden konkrete politische Empfehlungen abgeleitet.

Kinderbetreuung

Mit einer betrieblichen Kinderbetreuung wird der begrenzten Verfügbarkeit von Betreuungsmöglichkeiten entgegengewirkt und weiteren Beschäftigten die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtert. Politik kann hier Anreize schaffen und für eine Vereinfachung von Genehmigungsverfahren bei der betrieblichen Kinderbetreuung sorgen.

Vereinbarkeit von Familie und Unternehmertum

Bürokratische Hürden in Unternehmen binden zeitliche Kapazitäten und erschweren damit die Vereinbarkeit von Familie und Unternehmen. Gezielte Entbürokratisierungsmaßnahmen für mittelständische Unternehmen können hier Abhilfe schaffen und Nachfolgerinnen entlasten.

Ländlicher Raum

Der ländliche Raum bietet Freiräume und Gestaltungsmöglichkeiten für das familiäre Zusammenleben, dabei stellt die infrastrukturelle Anbindung eine zentrale Herausforderung dar. Eine Einführung und Förderung von „Kindertaxis“ wird als vielversprechende Maßnahme beschrieben, um Nachfolgerinnen zeitlich und mental zu entlasten.

Jasmin Arbabian-Vogel, Präsidentin des Verbands deutscher Unternehmerinnen: „Dem deutschen Mittelstand fehlt es an Nachfolgerinnen. Das muss nicht sein: Wenn es gelingt, pragmatische und vor allem ganztagsflächendeckende Kinderbetreuung zu gewährleisten und überbordende Bürokratie abzubauen, wird Frauen der Weg ins Unternehmertum erleichtert und Nachfolge als Karriereoption attraktiv – damit wäre potenziellen Unternehmerinnen und nicht zuletzt dem Mittelstand geholfen!“

Maren Jasper-Winter, Vorstandsmitglied der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit: „Frauen können Unternehmensführung! Sie können einen entscheidenden Beitrag zur Entschärfung des Nachfolgeproblems leisten – ohne ihr Potenzial wird es in den nächsten Jahren schwierig. Damit sich mehr potentielle Nachfolgerinnen für die Übernahme von Verantwortung entscheiden, müssen wir sie aber besser unterstützen. Die Kinderbetreuungsmöglichkeiten müssen beispielsweise weiter ausgebaut und qualitativ verbessert werden.“

Die Studie gibt es hier zum Download

Chatbot-Pionier Kauz schließt 2,3 Mio. Euro Finanzierungsrunde ab

Das 2016 von Dr. Thomas Rüdel gegründete Chatbot-Unternehmen Kauz GmbH erhält für den weiteren Ausbau seiner generativen KI-Plattform 2,3 Mio. Euro vom Investorennetzwerk Companisto.

Kauz kombiniert führende Large Language Modelle mit der selbst entwickelten NLU-Technologie und ermöglicht damit einen kontrollierbaren KI-Einsatz in Unternehmen.

2.3 Millionen über den Angel Club und Privatinvestoren

Kauz ging bereits im März 2023 als erster Chatbot-Anbieter im DACH-Raum mit einer ChatGPT-Integration auf den Markt. Parallel dazu wurde der Ausbau zu einer Self-Service Plattform für KI-Assistenten forciert, die durch zusätzliche finanzielle Mittel beschleunigt werden soll. Dabei wurde ganz bewusst auf das Privatinvestorennetzwerk von Companisto gesetzt, um den bisher erfolgreichen Expertenansatz in der Technologieentwicklung auch in den kommenden Jahren unabhängig fortsetzen zu können. Innerhalb weniger Wochen wurden über den Angel Club, Bestandsinvestoren einschließlich einer Wandelanleihe des Gründers sowie über Mikroinvestments von Privatinvestoren 2,3 Millionen Euro zugesagt. “Die rasche und unkomplizierte Durchführung der Finanzierungsrunde bestätigt das bereits jetzt greifbare Potenzial unseres Technologie- und Marktansatzes”, zeigt sich der Gründer und CEO von Kauz Dr. Thomas Rüdel erfreut.

Kauz aiStudio: Self-Service Plattform für KI-Assistenten

Die Finanzierung wird in den weiteren Ausbau des Kauz aiStudios investiert, das Unternehmen jeder Größe den Einsatz von Website-Chatbots und KI-Assistenten für interne Bedarfe ermöglicht. Die Mission von Kauz besteht in der Sicherstellung der Kontrollierbarkeit von KI-Lösungen. Diesem Ziel dient auch die Einführung sogenannter “privater Modelle”, mit denen Kauz den Trend zu Open- Source-Modellen, die kundenindividuell anpassbar und bei Bedarf auch on-premise einsetzbar sind, unterstützt.

“Historisch sind wir mit 180 Chatbot-Anwendungen überwiegend im Mittelstands-Segment angesiedelt. Durch die Nutzbarkeit von generativer KI können wir mit dem Kauz aiStudio unsere Lösung nun noch besser skalieren und damit auch die Digitalisierung im Mittelstand beschleunigen und sogar neue Kundensegmente wie zum Beispiel Handwerksbetriebe erschließen", bestätigt Dr. Rüdel weiters eine neue Marktfacette.

Neocom: KI-Start-up erhält 4,5 Mio. US-Dollar zur globalen Expansion

Das 2020 von Dana Nedamaldeen und Sebastian Slomski gegründete Start-up Neocom ist eine KI-gestützte Guided Selling-Plattform.

Neocom, ein Pionier in der digitalen Kaufberatung, hat heute einen bedeutenden Fortschritt bekanntgegeben. Das Münchner Unternehmen sicherte sich eine Finanzierung in Höhe von 4,5 Millionen US-Dollar, angeführt von Carbide Ventures und Sangha Capital. Diese wichtige Investition ist ein wesentlicher Schritt für Neocom, um zwei der größten Herausforderungen im Online-Shopping zu meistern: “Choice Overload” durch die fehlende Produktberatung für Verbrauchende und den Mangel von einzigartigen Kundendaten für Unternehmen.

Die Konsumierenden in den Mittelpunkt stellen

Dana Nedamaldeen, CEO und Mitgründer, betonte die Vision, welche die Konsumierenden in den Mittelpunkt stellt: "Wir sind auf einer Mission, digitale Storefronts neu zu definieren. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz unterstützen wir die Kundschaft bei der Suche nach dem richtigen Produkt und revolutionieren das bisherige Online-Einkaufserlebnis. Diese jüngste Finanzierungsrunde ermöglicht es uns, unser Wachstum finanziell, personell und technologisch signifikant zu beschleunigen und unseren Innovationsvorsprung weiter auszubauen."

Strategische Verlagerung in die USA

Die strategische Verlagerung des Unternehmens in die USA markiert einen entscheidenden Schritt in seiner globalen Expansionsstrategie und unterstreicht das Ziel von Neocom, eine führende Rolle im E-Commerce-Sektor einzunehmen und seine innovativen Lösungen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Im Mittelpunkt stehen intelligente Algorithmen, welche die Kundschaft schrittweise zum idealen Produkt leitet, indem sie nutzungsorientierte Fragen stellen. Nutzende erhalten in Echtzeit präzise Produktempfehlungen, die ihren Anforderungen entsprechen. Gleichzeitig liefert die Plattform von Neocom wertvolle Daten durch die Analyse des Kundenverhaltens während der Suche. Bis heute hat das Start-up nach eigenen Angaben über 5 Millionen Verbrauchenden geholfen, das „perfekte Produkt“ zu finden.

Sebastian Slomski, CTO und Mitgründer von Neocom, hebt den strategischen Ansatz des Unternehmens im Umgang mit Daten hervor: "Die Zero-Party-Daten und Erkenntnisse, die wir durch Interaktionen mit den Verbrauchenden gewinnen, sind für Einzelhändler und Marken von unschätzbarem Wert. Sie bieten ein tiefes Verständnis der Kundenpräferenzen und ermöglichen effektivere, personalisierte Erlebnisse."

Planet A Foods: 15,4 Mio. Dollar-Investment für die weltweit erste kakaofreie Schokolade

Das Münchner B2B-FoodTech-Start-up wurde 2021 von den Zwillingen Dr. Sara und Dr. Max Marquart gegründet und investiert das Geld die internationale Expansion seiner kakaofreien Schokolade ChoViva.

Planet A Foods, ein Start-up für nachhaltige Lebensmittel-Zutaten, hat in einer neuen Series-A-Finanzierungsrunde 15,4 Millionen US-Dollar frisches Kapital eingesammelt. Das B2B-Food-Start-up will das Geld dazu nutzen, die Produktion der Kakaoalternative ChoViva zu skalieren, die Kosten zu senken und in weitere Märkte zu expandieren. Die Finanzierungsrunde wurde bereits 2023 abgeschlossen.

„In Zukunft wird Schokolade teurer werden als Kaviar, wenn wir nichts dagegen unternehmen. Wir arbeiten jeden Tag daran, mit ChoViva Teil der Lösung zu sein. Mit dem Produkt bauen wir eine Alternative zu Schokolade auf und entlasten so die Kakaolieferkette“, sagt Mitgründer und CEO Dr. Max Marquart. Die Series-A-Finanzierungsrunde wird vom Climate-Tech-Wagniskapitalgeber World Fund mit Sitz in Berlin angeführt. Omnes Capital, Cherry Ventures, Mudcake, Nucleus Capital und TriplePoint Capital sowie weitere beteiligten sich ebenfalls.

„Dass diese Series-A-Finanzierungsrunde trotz eines allgemeinen Rückgangs der Investitionen in der Lebensmittelbranche überzeichnet war, steht für den Erfolg von Planet A Foods”, sagt Daria Saharova, Managing Partner des World Funds.

Müslimarke Kölln setzt bereits auf ChoViva

Planet A Foods ist mittlerweile unter anaderem bei REWE in einer Reihe namhafter Produkte zu finden, darunter von Müslihersteller Peter Kölln und Kekshersteller Griesson - de Beukelaer. Lufthansa bietet den Business-Class-Gästen die ChoViva-Tafeln an. Das Startup hat darüber hinaus kürzlich ein Produkt zusammen mit der Schokoladenmarke Lindt eingeführt. „Innerhalb von drei Jahren hat Planet A Foods aus einem Proof-of-Concept ein industrietaugliches Produkt gemacht, das heute in den Regalen steht, und Partnerschaften

mit großen globalen Lebensmittelunternehmen geschlossen“, so World-Fund-Partnerin Saharova.

Das Team von Planet A Foods hat bereits einen Teil der Finanzierung für den Ausbau der Produktion in seinem Werk in Pilsen (Tschechien) verwendet. Inzwischen kann das Unternehmen 750 Kilogramm ChoViva pro Stunde in einer hocheffizienten Produktionsumgebung herstellen. Der Prozess ist nach IFS zertifiziert, einem international anerkannten Standard für Lebensmittelsicherheit.

Planet A Foods hat eine Reihe von Produkteinführungen für 2024 geplant, und die Gründer*innen planen die Besetzung wichtiger neuer Positionen in ihrem über 40-köpfigen Team in Deutschland. Die gesammelten Mittel werden außerdem für die weitere Optimierung der Technologieplattformund für die Markteinführung in Großbritannien in diesem Jahr verwendet. Die Geschwister befinden sich darüber hinaus in Gesprächen mit strategischen Vertriebspartnern in anderen europäischen Märkten, Asien und in den USA. „Die Series A hat die Weiterentwicklung unserer Technologieplattform beschleunigt und ermöglicht uns, hochkarätige Expert*innen in den Bereichen Lipide, Schokolade und Synbio einzustellen,“ sagt Dr. Sara Marquart.

ChoViva: umweltfreundliche Kakaoalternative

Im Fermentationsprozess des Unternehmens werden lokal bezogene Zutaten – darunter Hafer und Sonnenblumenkerne – mithilfe firmeneigener Technologien in ChoViva verwandelt: ein Produkt mit zartschmelzender Textur und Schokoladengeschmack. „Mithilfe der Finanzierung haben wir nicht nur unser Produktportfolio erweitert, sondern auch Geschmack und Textur verbessert und unsere führende Position im Bereich alternativer Kakao- und Schokoladenprodukte gefestigt“, sagt Dr. Sara Marquart, CTO und Mitgründerin von Planet A Foods. ChoViva kann in Kombination mit herkömmlicher Schokolade oder als vollwertiger Ersatz verwendet werden. Es enthält bis zu 30 Prozent weniger Zucker und hat dank lokaler Zutaten und kurzer Lieferketten einen deutlich geringen CO2-Fußabdruck.

Das Unternehmen geht von einem riesigen Markt für das umweltfreundliche Produkt aus, da im Vergleich zu Kakao auch die Kosten attraktiv sind. Die Schokoladenpreise haben angesichts der Ernteausfälle infolge der Klimakrise derzeit ein 45-Jahres-Hoch erreicht.

Marktforscher erwarten, dass die aktuell 254 Milliarden US-Dollar schwere Schokoladenindustrie zwischen 2024 und 2028 jährlich um mehr als 5,6 Prozent wachsen wird.

Am Anfang stand ein Thermomix

Max Marquart, studierter Materialwissenschaftler und zweifacher Start-up-Gründer, wurde zur Idee für das Unternehmen inspiriert, nachdem er ein Buch von Rob Dunn mit dem Titel „Never out of Season“ gelesen hatte, in dem die zunehmend gefährdete Situation der globalen Monokultur-Lebensmittelproduktion beschrieben wird. „Mein Gedanke: Wollen wir wirklich eine Welt ohne Schokolade?'”, sagt er. Die Schwester des Unternehmers, Sara Marquart, ist Lebensmittelchemikerin und Expertin für Biotechnologie mit Spezialisierung auf Aromaherstellung. Sie arbeitete zuvor als Leiterin der Abteilung für Aromen an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und verfügte daher über die Expertise, um ein kakaofreies Produkt zu entwickeln, das wie Schokolade schmeckt.

„Nach Hunderten von Versuchen hatten wir unseren ersten essbaren Prototyp. Als wir dann bei Y Combinator angenommen wurden, ging es Schlag auf Schlag“, sagt Sara. „Danach wurden wir als die Chocolate Siblings bekannt und unsere Produkte wurden inzwischen auf der ganzen Welt verkostet, von Mexiko bis nach Japan.“

Rabot Charge: Öko-Strom-Start-up sammelt 17,5 Mio. Euro in Series A Runde ein

Rabot Charge ist ein 2021 in Hamburg gegründeter digitaler Öko-Stromversorger, der seine Kund*innen dank flexibler Stromtarife von Marktpreisschwankungen profitieren lässt.

Die Finanzierung soll das Wachstum des 2021 von Jan Rabe und Maximilian Both gegründeten Hamburger Unternehmens Rabot Charge beschleunigen, die Entwicklung von KI-basierten Algorithmen für den Stromeinkauf an kurzfristigen Märkten vorantreiben und weitere Produktinnovationen ermöglichen.

Angeführt wird die Runde von einem der führenden Wachstumsinvestor in Europa, HV Capital. Beteiligt haben sich zudem All Iron und 9900 Capital sowie bestehende Investoren, wie yabeo Impact, HTGF und vent.io, die damit ihr Vertrauen in das Team von Rabot Charge bekräftigen. Seit der Gründung im Jahr 2021 hat Rabot Charge insgesamt 25 Millionen Euro Kapital eingesammelt.

Rabot Charge bietet deutschlandweit dynamische Stromtarife für Haushalte an – und das auch ohne die Notwendigkeit eines Smart Meters. Kund*innen profitieren nicht nur von günstigen Strompreisen, sondern können auch den Energieverbrauch mit einer intelligenten App optimieren. Mit der KI-basierten Lösung für Stromnutzung und Einkauf treibt Rabot Charge die Digitalisierung im Energiesektor wesentlich voran. Zudem bietet das Unternehmen White-Label-Lösungen für Energieversorger, Smart-Asset-Anbieter, Installationsbetriebe und andere Unternehmen mit Endkundenzugang. Sie können auf die bestehende Software und Infrastruktur zugreifen, um ihren Kunden dynamische Stromtarife unter eigenem Label anzubieten. Aktuell beschäftigt Rabot Charge rund 60 Mitarbeiter an den Standorten Berlin, Hamburg und München.

Jan Rabe, CEO von Rabot Charge: „Dynamische Stromtarife haben sich in Ländern wie Schweden oder Norwegen bereits durchgesetzt. Deutschland belegt im europäischen Vergleich die hinteren Plätze. Im Rahmen der Energiewende sind solche Tarife unverzichtbar. Sie ermöglichen, den Stromverbrauch nach preislichen und ökologischen Aspekten zu steuern. Mit Rabot Charge wollen wir die Probleme im Strommarkt lösen und unsere Vision von fairen Strompreisen und smarter Energienutzung vorantreiben.“

Innerhalb eines Jahres hat Rabot Charge nach eigenen Angaben über 35.000 Kund*innen in ganz Deutschland gewonnen. Besonders profitieren Haushalte mit Elektroautos und Wärmepumpen. Diese können auch auf Rabot Charge-App zurückgreifen. Die App informiert Nutzer*innen, wann Strom am günstigsten ist, und hilft ihnen, den Verbrauch entsprechend zu planen. Wer die App mit seinem Elektrofahrzeug koppelt, kann Ladevorgänge automatisiert starten. Einen Teil des eingesammelten Kapitals wird Rabot Charge nutzen, um eben dieses Prinzip für weitere große Energieverbraucher*innen im Haushalt und Industrie auszubauen.

Dank seines KI-basierten Algorithmus kauft Rabot Charge Strom zu günstigen Preisen auf kurzfristigen Märkten ein, darunter der Day-Ahead- und Intraday-Markt. Die auf diese Weise erzielten Einsparungen gibt das Unternehmen an seine Kund*innen weiter. Mit dieser innovativen Methode können Verbraucher*innwn ihre Stromrechnungen um mehrere hundert Euro im Jahr reduzieren und gleichzeitig ihren Grünstromanteil erhöhen.

David Kuczek, General Partner HV Capital: „Rabot Charge ist ein wichtiger Akteur in der Energiewende. Das Team hilft Verbrauchern dabei, leichter auf erneuerbare Energien ohne zusätzliche Kosten umzusteigen. Das Modell setzt auf das Stromangebot aus erneuerbaren Quellen und hilft Haushalten viel Geld zu sparen – allein in Deutschland könnten die 40 Millionen Haushalte ihre Stromausgaben um mehrere Milliarden Euro reduzieren."

Gründer*in der Woche: Beyond Emotion - die Health-Tech-Visionär*innen

Unsere Gründer*in der Woche: Das Hamburger Start-up Beyond Emotion hat eine kamerabasierte Software entwickelt, die Emotionen und Gesichtsausdrücke erkennt und so einen gesellschaftlichen Mehrwert in den Bereichen Gesundheit und häusliche Pflege bieten will.

Eine Folge des demografischen Wandels sind überfüllte Pflegeheime, fehlende Pflegekräfte und immer mehr Senior*innen, die alleine zu Hause leben. Diese Entwicklung stellt eine der größten Herausforderungen in der Gesundheits- und Pflegebranche dar. Was hier fehlt, sind innovative technologische Lösungen, die einen gesellschaftlichen Mehrwert in den Bereichen Gesundheit und Pflege liefern können. Um diesem Mangel entgegenzuwirken, gründeten die Informatiker Dr. Arne Bernin und Sobin Ghose zusammen mit Hanne Butting, einer Wirtschaftspsychologin mit tiefgehender Leidenschaft für Emotionserkennung, 2021 das Start-up Beyond Emotion.

Der innovative Ansatz von Beyond Emotion liegt in der Entwicklung einer kamerabasierten Software, die 17 verschiedene Emotionen und Gesichtsausdrücke erkennen kann. „Obwohl es bereits verschiedene Mitbewerber auf dem Markt gibt, die ebenfalls KI für die Unterstützung von Senior*innen zu Hause nutzen, ist der Einsatz von Emotionserkennung bisher einmalig“, erklärt Mitgründerin Hanne.

Ihr Produkt BEJOY ist ein digitaler Bilderrahmen, der speziell für ältere Menschen entwickelt wurde und über integrierte Funktionen zur Stimmungs- und Aktivitätserkennung verfügt. Der digitale Bilderrahmen ist über die dazugehörige Smartphone-App mit den Angehörigen verbunden. Dadurch wird es möglich, Fotos direkt via Bilderrahmen zu teilen.

Der digitale Bilderrahmen kann aber nicht nur Fotos empfangen und anzeigen, sondern den Angehörigen auch wichtige Informationen über die Aktivitäten und Stimmungen der zu pflegenden Personen liefern. „Er bietet Echtzeit-Informationen über das Wohlbefinden der Senior*innen und schafft so ein zusätzliches Maß an Sicherheit und Entlastung für pflegende Angehörige“, erklärt Hanne. Der Bilderrahmen löst eine Benachrichtigung über die App aus, wenn negative Emotionen erkannt werden. Die Angehörigen können daraufhin zum Beispiel anrufen und direkt nachfragen.

Die Basis: 18 Jahre Forschungserfahrung

Die Ausgründung aus der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg war das Ergebnis einer langen und gründlichen Forschungsphase von Arne und Sobin. Die Entwicklung von BEJOY wurde durch die individuellen Forschungs- und Berufserfahrungen des Gründungsteams stark beeinflusst. Insbesondere die Projekte „Affective Computing“ und „EmotionBike“, an denen Arne und Sobin beteiligt waren, sowie die intensive Auseinandersetzung mit den Belastungen pflegender Angehöriger von Demenzerkrankten durch Hanne, trugen zur Sensibilisierung des Teams für die Herausforderungen und Bedürfnisse in der Gesundheits- und Pflegebranche bei. Insgesamt flossen vorab mehr als 18 Jahre Forschungserfahrung der Mitgründer*innen in die Entwicklung ein.

Mithilfe des EXIST-Gründerstipendiums konnten dann notwendige Ressourcen und Expertise mobilisiert und die Entwicklungsarbeit ohne Verzögerungen angegangen werden. „Diese Unterstützung war schlussendlich der Kataly­sator für die Entwicklung der künstlichen Intelligenz, die 17 verschiedene Emotionen und Gesichtsausdrücke kamera­basiert zuverlässig erkennt“, so Mitgründer Sobin.

Die Finanzierung durch verschiedene Förderprogramme sowie die Unterstützung durch Venture Capital bildeten ein solides Fundament für die Realisierung des Gründungsvorhabens. „Trotz der Herausforderungen, gerade in der Anfangsphase genügend Finanzierungen für unser Vorhaben zu sichern, war die Ausweitung des Teams ein mutiger Schritt, um unsere gemeinsame Vision zu verwirklichen“, sagt Hanne. „Dank der unterschiedlichen Fähigkeiten und Kenntnisse jedes Teammitglieds, konnten wir kontinuierlich wachsen, ein innovatives Produkt entwickeln und unseren Beitrag leisten, um dem demografischen Wandel gewachsen zu sein.“

Zertifizierung und EU-Markt im Visier

Um das Produkt mittelfristig noch attraktiver für potenzielle Nutzer*innen zu gestalten, strebt das Team 2024 eine DiPA-Zertifizierung an. „Das würde bedeuten, dass die monatlichen Gebühren für BEJOY von den Pflegekassen übernommen werden würden. Ein gewaltiger Schritt, der die Legitimität des Produktes definitiv steigern würde und eine große Hilfe für pflegende Angehörige wäre“, erklärt Arne. Darüber hinaus plant das Unternehmen, BEJOY im Jahr 2025 im EU-Markt zu lancieren und durch die Einführung neuer Features wie Videotelefonie kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Pilotprojekte, wie die Zusammenarbeit mit einer großen Fachklinik für Psychiatrie zur Validierung der Behandlungsqualität bei depressiven Patient*innen, unterstreichen das Engagement von Beyond Emotion, die Lebensqualität von Menschen zu verbessern und den gesellschaftlichen Mehrwert von KI im Gesundheitswesen hervorzuheben. „Der B2B-Markt, insbesondere im Bereich der Seniorenheime und des betreuten Wohnens, birgt ein enormes Potenzial für den Einsatz unserer Software, den wir ebenfalls noch angehen wollen. BEJOY kann dabei unterstützen, das Wohlbefinden der Bewohner*innen besser zu verstehen und unterstützt die Pflegekräfte darin, zeitnah auf ihre emotionalen Bedürfnisse einzugehen“, so Hanne.

So vielseitig einsetzbar die Emotionserkennung ist, so schwierig war es anfangs, den richtigen Use Case zu finden. „Eines der wichtigsten Learnings war es, einen klaren Anwendungsfall für unsere Technologie zu identifizieren, bevor wir uns in die Entwicklung stürzten“, so Hanne. „Anfangs standen wir vor einem Meer von Möglichkeiten, was zu einem längeren Prozess führte, bis wir BEJOY entwickeln konnten. Durch die Ausrichtung auf einen konkreten Use Case haben wir uns darauf konzentriert, ein Produkt mit einem echten gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen.“

Datenschutz als zentraler Aspekt

Auch das Thema Datenschutz ist ein zentraler Aspekt, insbesondere in Bereichen wie Gesundheit und Pflege. „Bei Beyond Emotion haben wir den Datenschutz ernst genommen und ihn zu einer unserer höchsten Prioritäten gemacht. Um ein höheres Maß an Datenschutz zu gewährleisten, nutzen wir Edge Computing“, so Hanne. Edge Computing ermöglicht es, direkt auf dem Gerät des Nutzenden die Bilddaten auszuwerten, anstatt die Bilddaten an einen entfernten Server zu senden. „Ich bin stolz, darauf, dass meine Kollegen die KI-Modelle so performant gestalten konnten, dass – wo andere Serverfarmen brauchen – für uns ein Tablet ausreicht, um die Bilddaten zu verarbeiten. Wir haben es geschafft, dass die Bilddaten ausschließlich auf dem Bilderrahmen ausgewertet werden. Lediglich das Ergebnis der Analyse ,Hans geht es gut‘, wird an die Angehörigen geschickt“, ergänzt Hanne.

Das bedeutet, dass die gesamte Verarbeitung der für die Emotionserkennung benötigten Daten lokal auf dem Gerät des Nutzenden durchgeführt wird, und keine sensiblen Bilddaten über das Netzwerk gesendet oder auf entfernten Servern gespeichert werden. Dadurch wird das Risiko eines Datenverlusts oder -diebstahls deutlich minimiert.

Die Reise in den Gesundheits- und Pflegesektor war laut der Gründer*innen keineswegs einfach, aber die positive Wirkung, die ihr Produkt auf das Leben von älteren Menschen und ihren Angehörigen hat, habe sich als äußerst belohnend erwiesen. „Unsere Erfahrungen haben uns gezeigt, dass der Bedarf an Technologien, die sowohl effektiv als auch ethisch sind, groß ist. Wir sind begeistert von den vielfältigen Anfragen aus verschiedenen Sektoren, die die breite Anwendbarkeit und das Potenzial unserer Emotionserkennung zeigen“, so Hanne Butting abschließend.

Mondu: B2B-FinTech sichert sich 30. Mio. Euro Fremdfinanzierung

Mondu wurde 2021 von Malte Huffmann, Philipp Povel und Gil Danziger mit dem Ziel gegründet, den Zahlungsverkehr im B2B-Bereich zu vereinfachen. Das frische Kapital soll zur weiteren Expansion verwendet werden.

Im Oktober 2022 sicherte sich Mondu bereits 20 Millionen Euro von der VVRB. Mit der Erweiterung des Darlehens erhöht sich die Gesamtfinanzierung durch die VVRB für Mondu nun auf 50 Millionen Euro. Seit seiner Gründung im Oktober 2021 hat Mondu insgesamt mehr als 120 Millionen US-Dollar an Eigen- und Fremdkapital von verschiedenen Investor*innen erhalten.

Philipp Povel, Co-Gründer und Co-CEO von Mondu, erklärt: „Diese Finanzierung wird unsere europäische Expansion weiter vorantreiben und es uns ermöglichen, die Expansion auf dem gesamten europäischen Markt auszuweiten sowie zusätzliche Zahlungslösungen zum Vorteil unserer Geschäftskunden zu entwickeln. Dieser Schritt stärkt unser Engagement für Innovation und Wertsteigerung im B2B-BNPL-Ökosystem weiter. Wir sind dankbar für das anhaltende Vertrauen und die Unterstützung der VVRB und freuen uns über die Vertiefung unserer Partnerschaft.“

Ralf Magerkurth, CEO von VVRB, fügt hinzu: „Aufbauend auf dem Erfolg unserer Zusammenarbeit in Deutschland und Österreich sind wir weiterhin fest von Mondus Geschäftsmodell und dessen Wachstumspotenzial überzeugt. Unser Engagement wird zukünftig über Deutschland und Österreich hinausgehen, denn wir werden nun die Expansion in weitere europäische Länder unterstützen. Dieser Schritt ist Zeichen unseres Vertrauens in die Vision und Fähigkeiten von Mondu. Wir sind stolz darauf, Mondu auf dem Weg zur Neugestaltung der Branche in ganz Europa zu unterstützen.“

2023 war ein bedeutendes Wachstumsjahr für Mondu. Das Unternehmen arbeitet mit führenden Einzelhändlern, Großhändlern und B2B-Marktplätzen in Europa zusammen. Mondu eröffnete Büros in Amsterdam und London und registrierte sich erfolgreich bei der britischen Finanzaufsichtsbehörde (Financial Conduct Authority). Mittlerweile stellt Mondu seine Zahlungsmöglichkeiten mehr als 25 britischen Händlern zur Verfügung. Neben Großbritannien steht Mondu auch Händlern in Deutschland, Österreich und den Niederlanden sowie Käufern in Belgien und Frankreich zur Verfügung.

Mondu hat einen digitalen Trade Account eingeführt, der die Abwicklung regelmäßiger Einkäufe vereinfacht, indem Kunden wiederkehrende Einkäufe in einer Abrechnung zusammenfassen und diese später bezahlen können. Darüber hinaus hat Mondu seine BNPL-Produkte erweitert, um nicht nur typische Online-B2B-Käufe abzuwickeln, sondern auch flexible Zahlungen im Außendienst, im Televerkauf oder bei E-Mail-Bestellungen anzubieten. Darüber hinaus wurden eine Reihe von Kooperationen zur weiteren Steigerung des Kundenwachstums ins Leben gerufen, u.a. Partnerschaften mit dem britischen Zahlungsspezialisten Acquired.com, der führenden Composable-Commerce-Plattform Spryker und MangoPay, einem Anbieter für modulare und flexible Zahlungen auf Marktplätzen und Plattformen.

Modelyzr: Mio.-Investment für KI-Start-up aus Münster

Mit der erfolgreichen Finanzierungsrunde (siebenstelliges Investment) hat sich das KI-Start-up mit seiner Cloudlösung für KI-basierte Marktanalytik auf dem schwierigen Finanzierungsmarkt behauptet und die Weichen für weiteres Wachstum gestellt.

„Für uns als Start-up sind Finanzierungsrunden von großer Bedeutung, wenn es darum geht, uns als Unternehmen weiterzuentwickeln“, sagt Nils Niehörster, Gründer und Geschäftsführer der Modelyzr GmbH. Das siebenstellige Investment sei demnach ein weiterer wichtiger Schritt. „Es ist für uns Ansporn und Bestätigung zugleich, neben unseren Kundinnen und Kunden sowie Partnern auch Investoren von unserem Geschäftsmodell und dessen Profitabilität überzeugt zu haben.“

MODELYZRs: spezialisiert auf Prozesse in B2B-Märkten

Die Funktionsweise des MODELYZRs ähnelt der des KI-Sprachmodells ChatGTP: Jeweils werden alle verfügbaren Daten herangezogen und analysiert, um auf dieser Basis aussagekräftige Antworten auf beliebige Fragen zu liefern. Anders als das OpenAI-Produkt ist die Lösung aus Münster jedoch nicht auf Sprache, sondern auf Prozesse in B2B-Märkten spezialisiert. So entsteht ein belastbares und ganzheitliches KI-Marktmodell, mit dessen Hilfe zum Beispiel Marktforschungen, Go-to-Market-Simulationen oder Next- sowie First-Best-Offer möglich werden.

Den Fußabdruck im SAP-Ökosystem vergrößern

„Mit den Mitteln, die uns aus der Finanzierungsrunde zur Verfügung stehen, werden wir das Recruitment mehrerer Spitzenkräfte vorantreiben, um mit deren Hilfe unser Wachstum weiter anzukurbeln“, so Nils Niehörster. So soll in den kommenden drei Geschäftsjahren ein Umsatzwachstum von jeweils über 70 Prozent realisiert werden. „Darüber hinaus besitzen wir nun die Ressourcen, um unseren Footprint im SAP-Ökosystem noch einmal deutlich zu vergrößern.“ Modelyzr ist SAP PartnerEdge-Build und der MODELYZR selbst sowohl im SAP Store als auch in der SAP Industry Cloud gelistet.

Gründer*in der Woche: VARYCON – die Media-Content-Automatisierer

Marketer und Markenmanager benötigen immer mehr Inhalte in unterschiedlichen Formaten, um an immer mehr Touchpoints Aufmerksamkeit zu erregen und die Bedürfnisse ihrer Kund*innen zu bedienen. Hier setzen die VARYCON-Gründer Christian Behrens, Dr. Dr. Bernd Braßel und Lars Reinartz mit ihrer B2B-Software an. Mehr dazu im Interview mit CEO Lars.

Wann und wie seid ihr auf die Idee zu VARYCON gekommen?

Die Idee kam aus unserer Arbeit als Agentur und vor ca. vier Jahren. Wir haben als Agentur viele Video-Adaptionsprojekte umgesetzt und direkt mitbekommen, wie aufwändig es auf Kundenseite ist. Bis ein Kunde die Basis für seinen Adaptionsauftrag zusammen hat, dauert es oftmals schon ein bis zwei Wochen, denn Daten liegen bei verschiedenen Agenturen, die alle ein Briefing benötigen, Kosten erstellen, die intern abgesegnet werden müssen, und dann startet erst die Arbeit der Agentur, die die Adaption macht. Mit Feedback-Runden und internen Abstimmen vergehen dann noch einmal bis zu zwei Wochen. Heißt, im Schnitt – und bei guten Bedingungen – muss ein Unternehmen für eine Video-Adaption mindestens zwei Wochen einplanen. Dafür wollten wir eine Lösung finden und haben VARYCON entwickelt.

Was waren dann die wichtigsten Schritte, um von einer Agentur zum B2B-Softwareanbieter zu werden?

Wir haben unsere Ressourcen ganz klar anders eingesetzt und das Team nicht nur neu formatiert, sondern auch neu aufgestellt. Wir hatten eine Vision und hatten das große Glück, dafür bereits Experten zu haben, um diese umzusetzen. Wir mussten sie dafür nicht einmal besonders pushen, denn alle waren begeistert und hatten Lust auf dieses Innovationsthema.

Wie habt ihr diese Transformation gemeistert – sowohl strategisch, operativ als auch finanziell?

Der Transformationsprozess ist und war nicht einfach, denn wir haben uns klar dazu entschieden, finanziell unabhängig zu sein und zu bleiben. Die Invests die wir für VARYCON getätigt haben, konnten wir bereits nach drei Jahren wieder einspielen, was uns nicht nur sehr stolz gemacht hat, sondern vor Allem auch darin bestärkt hat, dass unsere Vision und Idee die Unternehmen nicht nur beeindruckt, sondern sie auch mit VARYCON arbeiten wollen, um ihre Content Production Pipelines umzustellen und noch effizienter zu werden.

Um VARYCON weiter auszubauen und Research betreiben zu können, haben wir versucht, einige Mitarbeiter aus dem operativen Agentur-Geschäft etwas “herauszuziehen”, was natürlich nicht immer zu 100 Prozent möglich ist, da auch unsere Agentur noch weiter besteht und wir regelmäßig innovative Projekte umsetzen. Diese aber nun vermehrt mit VARYCON als Backend zur Erstellung von Content oder zur Steuerung des Contents am Touchpoint.

Und was genau bietet ihr seitdem mit VARYCON? Und wer ist eure Zielgruppe?

Wir bieten unseren Kunden ein Tool zum Setup von Inhouse Production Pipelines in Unternehmen. Direkter Ansprechpartner sind für uns CMOs, Content Specialists und Brand Manager, deren tägliche Aufgabe bzw. Herausforderung darin besteht, viel Content für verschiedene Zielgruppen und Kanäle in kürzester Zeit und am Besten “on demand” zu generieren und zu veröffentlichen, um ihre Zielgruppe(n) besser zu binden, ihr Vertrauen zu wahren und sie natürlich weiterhin als Kunden zu halten.

Mit VARYCON bauen wir zusammen mit den Kunden strategische Production Pipelines auf, die sich nach den Vorgaben, wie z.B. Legals, CI/CD, Hierarchien, etc. definieren und so die Möglichkeit bieten, Adaptationen, Internationalisierungen, Personalisierungen von Images, Bannern, Videos, 3D für Social Media, E-Commerce bis hin zu TV eigenständig umzusetzen.

Gerade für international agierende Brands ist das unheimlich wichtig, denn oftmals haben die kleineren Länder-Dependancen nicht das Budget, eigene länderspezifische Versionen erstellen zu lassen. Mit VARYCON können sie es in wenigen Minuten und ohne Abhängigkeit von externen Dienstleistern einfach selber machen.

Welche Rolle spielt KI aktuell bei euch?

Eine große! Seit mehreren Jahren beschäftigen wir uns bereits mit der Entwicklung von KI und den Anbietern von KI-Lösungen. Da wir eine offene Plattform bieten, können wir jede KI-Lösung anbinden – es sei denn, wir finden sie als nicht ausreichend zur Abbildung unserer Zwecke oder die Qualität für die Zwecke unserer Kunden nicht gut genug. Für manche Use Cases lassen wir mehrere KIs zusammenspielen, wenn es unseren Kunden hilft, noch effizienter zu werden und verstehen uns dabei wie eine Art Dirigent der einzelnen KIs in unserem Orchester. Wir setzen u.a. bereits auf viele Lösungen im Bereich Text-to-Speech (Voice Over Generierung in verschiedenen Sprachen), Speech-to-Text (für Übersetzungen bspw.) und Outpainting (Erweiterung von Images).

Letztlich zeugen eure Lösungen auch davon, dass das Marketing- und Content-Agentur-Business in Verbindung mit E-Commerce aufgrund der neuesten KI-Entwicklungen stark unter Druck gerät – was ist deine Einschätzung hierzu?

Die Kreativität und die Ideen, wie wir unsere Kunden oder Menschen allgemein ansprechen wollen, mit welchen Bildern, welcher Art der Sprache, etc., wird immer von Menschen kommen oder von ihnen bewertet werden. Denn die KI kann nur von dem lernen, was ein Mensch vorgibt, um damit zu lernen. Die KI kann uns händische Arbeit abnehmen und uns helfen, dass wir noch mehr Grundlagen haben, Entscheidungen zu treffen oder neue Ideen zu generieren – aber die Entscheidung selbst und die Idee selbst müssen am Ende immer wir finden und treffen.

Was sind eure weiteren unternehmerischen Pläne und Visionen?

Ganz klar der Ausbau unserer Plattform. Wir möchten noch mehr die Produktionsstraße auf Kundenseite abbilden können, dazu gehört bspw. die Entwicklung eines eigenen neuartigen DAM-Systems, da wir feststellen, dass viele Unternehmen noch keine übersichtliche und unternehmensübergreifende Ablagestruktur von Daten haben. Dies führt u.a. dazu führt, dass bereits vorhandenes Material zur Content-Erstellung nicht wiederverwendet und immer neu geshootet oder produziert wird. Auch das Anbinden einer Analyse-Schnittstelle, um direkt zu sehen, wie produzierte Content-Pieces performt haben, ist denkbar. Der Fokus liegt aber auf dem Herzstück der Plattform.

Und last but not least: Was rätst du anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung?

In Ruhe nachdenken und dann auch machen. Ideen und Überzeugungen kommen meist nicht “einfach so”, sondern haben schon einen Grund. Im Zweifel lieber nach vorne gehen und ausprobieren, auch wenn man hinfallen kann, statt immer nur zurückzuschauen und in einer “Was wäre wenn?”-Bubble gefangen bleiben. Aber natürlich immer auch das richtige Backup wahren.

Hier geht’s zu VARYCON

Das Interview führte Hans Luthardt

Rennfahrerin Sophia Flörsch beteiligt sich am MobilityTech-Start-up NOVUS

Die Formel-3-Rennfahrerin Sophia Flörsch, wird „Angel Ambassador“ beim deutschen MobilityTech Start-up NOVUS. Als bekannteste Rennfahrerin Europas unterstützt sie das 2019 gegründete Start-up bei dessen Mission, eine komplett neue Kategorie in der Mobilität zu definieren.

Sophia Flörsch, 23, hat sich zum Ziel gesetzt, die erste Frau in der Formel 1 zu werden. Nach ihrem schweren Crash 2018 in Macau, hat sich die Münchnerin eindrucksvoll zurückgekämpft und das Ziel Formel 1 wieder fest im Blick.

Neben ihrer großen Mission hat Sophia eine starke Community aufgebaut, welcher sie regelmäßig auf Instagram (815K Follower), LinkedIn, TikTok & YouTube Einblicke in ihr Leben als Rennfahrerin gibt. Diese große Audience, die tiefen Kontakte in den Rennsport sowie den Blickwinkel der Generation Z bringt sie nun als „Angel Ambassador“ beim MobilityTech-Start-up NOVUS aus Braunschweig ein.

Mit dieser Beteiligung gesellt sie sich zu einer illustren Gruppe führender Expert*innen und Persönlichkeiten aus der Start-up-, Finanz- und Mobilitätsindustrie. Das vor kurzem veröffentlichte „Angel Advisor & Ambassador Board“ beinhaltet neben Sophia folgende bekannte Persönlichkeiten:

Aus der Start-up Szene: Michael Wax, Co-Founder & CEO des Unicorns Forto; Nikolai Schröder, Co-Founder & COO von FINN (€100M Series C, 01/2024); Fabrizio Ugo Scelsi, Co-Founder & CTO von Vay.

Vertreter der Mobilitätsindustrie: Rupert Stadler, ehemaliger CEO von Audi; Bernd Rosenbichler, ehemaliger VP Portfolio Strategy bei BMW & Audi; Cees de Witte, ehemaliger President, CEO & VP von New Balance, GIRO, Bell Sports, GT Bicycles & weitere; Michael Köhler, Founder & CEO von Silent Yachts, dem „Tesla der Meere“.

Aus der Finanzindustrie: Raymund Bareuther, Senior Vice President Houlihan Lokey.

Im Bereich Medien: CREW10, eine Content Creative Agency für Kunden wie Porsche, adidas, Nike und Red Bull, gegründet von Robin Maeter und Dimitrij Tarasenko.

Starfunding“ & „Brand Ambassador“ bei Start-ups

Sophia nimmt mit ihrer Beteiligung eine für Sportler*innen nicht ungewöhnliche neue Rolle ein. „Starfunding“ & „Brand Ambassador“ bei Start-ups. Neu als Business Angels in der Start-up Szene sind seit einigen Jahren, neben Schauspielern wie Ashton Kutcher oder Will Smith, auch Persönlichkeiten aus dem Basketball, Fußball, Tennis oder Rennsport. Zu den bekanntesten Beispielen gehören der 20-fache Grand Slam Sieger Roger Federer mit seiner erfolgreichen Beteiligung bei „On“, NBA-Star LeBron James mit einem Milliardenvermögen durch Beteiligungen, der deutsche Fußball-Weltmeister Mario Götze mit 20+ Tech-Investments oder der Formel 1 Weltmeister Nico Rosberg, welcher mit seinen Investments in TIER Mobility sowie in die Flugtaxis Lilium & Volocopter ebenfalls die Zukunft der Mobilität mitgestaltet.

Die Zukunft der Mobilität mitgestalten

Nichts Geringeres ist auch die Mission von NOVUS. 2010 in einem Studienprojekt von René Renger und dem aktuellen Co-CTO Marcus Weidig gestartet, hat sich das Konzept zu einem Gestalter einer neuen Mobilitätskategorie entwickelt. Nachdem René, in seiner Zeit als Interior Designer bei Volkswagen und erfolgreichen Designs wie den VW Golf 8, den Polo & ID. BUZZ, zusammen mit Co-Initiator Marcus einen Prototyp gebaut hatte, sind beide damit 2019 auf die CES nach Las Vegas. Dort bekamen sie eine Kaufanfrage vom Office von Tesla CEO Elon Musk, welches beide ablehnten. Im Anschluss gründete René Renger die NOVUS GmbH und entwickelt seit vier Jahren mit seinem Team und mit führenden „Tier 1“ Automobilzulieferern ein urbanes Lightbike.

NOVUS Bike: Grenzen sind dazu da, um überwunden zu werden

Doch NOVUS strebt danach, mehr als nur ein Elektromotorrad zu entwickeln. Ziel ist es, eine neue Kategorie in der urbanen Mobilität zu definieren. Diese kombiniert die Agilität und Einfachheit von E-Bikes mit der Leistung großer Motorräder. Das erste disruptive Unisex-Zweiraddesign. Das ikonische Lightbike ist somit so einfach zu bedienen wie ein „iPhone auf zwei Rädern“ und ermöglicht besonders Nicht-Motorradfahrern einen intuitiven und inspirierenden Einstieg in die Welt urbaner Leichtkraftmobilität.

Technisch basiert der Leichtbau auf einem Vollcarbon-Monocoque-Rahmen, welcher sich an der Formel 1 inspiriert. Die starke Performance – bis zu 400 Nm – des am Hinterrad positionierten Radnabenmotors ist der Formel 3 Rennfahrerin Sophia Flörsch nicht fremd. Sie verbindet das grenzenlose Mindset und die visionären Ziele mit dem Team von NOVUS. Die Forbes 30 Under 30 Listmaker sagt: „Grenzen sind dazu da, um überwunden zu werden.“

Obwohl die Rennfahrerin seit Kindesalter im Automobil ihre Leidenschaft findet und mit Zweirädern nie eine ähnliche Verbindung aufbauen konnte, hat das NOVUS Bike sie überzeugt. Sie sagt: „Mich haben Motorräder nie so begeistert wie Autos, besonders Rennautos. Doch bei NOVUS war es anders. NOVUS ist für mich etwas Neues. Es fühlt sich nicht mehr an wie ein Motorrad nur für Männer, sondern mehr wie ein „iPhone auf zwei Rädern“, wie ein Fahrzeug aus der Zukunft und das in supercool!“

Das Konzept hat Sophia Flörsch überzeugt und die damit einhergehende Inspiration möchte sie besonders an Frauen und ihre jungen Follower*innen weitergeben.