Geschäftsideen Einkauf: Plattform gegen Warteschlangen

Einkaufen ohne Warteschlangen


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Häufig ist es gar nicht so einfach, im Supermarkt schnell etwas einzukaufen. Man muss erst lange Wege zurücklegen, um alle Waren im Einkaufskorb verstauen zu können und muss dann häufig länger an der Kasse warten, bis man bezahlen kann. Das will ein Start-up aus Hessen mit seiner Geschäftsidee nun ändern.

Sie haben mit ihrer Geschäftsidee SkipQ eine mobile Bestellplattform entwickelt, mit der Kunden im Einzelhandel, in Restaurants und Bäckereien im Voraus bestellen und bezahlen können. Die Kunden kaufen unterwegs und holen ihre Ware direkt vor Ort ab. Bei der Ankunft am Geschäft müssen sich die Käufer nur noch über einen erhaltenen Code authentifizieren und können dann unmittelbar die bestellte Ware mitnehmen. Sie brauchen auch nicht mehr vor Ort zu bezahlen und können somit die Warteschlange an der Kasse überspringen. Und falls ein Produkt nicht verfügbar ist, sehen sie das, bevor sie umsonst zum Geschäft laufen.


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Drei deutsche Kaffeemarken überraschen die Welt

Coffee Friend und Co.: Diese drei vielversprechenden Kaffeemarken aus Deutschland bereichern jeden (Büro-)Alltag und haben das Zeug zum großen Wurf.

Was hat Sie in letzter Zeit überrascht? Wir sind uns wohl alle einig, dass Überraschungen für das Leben fundamental wichtig sein können. Letztlich sehnen sich die meisten von uns doch nach Kontrolle, aber das Leben ist nun mal unkontrollierbar und das macht den Reiz des Lebens aus.

Ähnlich ist es doch bei Kaffee: Wenn wir immer wüssten, was auf uns zukommt, bräuchten wir keine unterschiedlichen Arten von Kaffee trinken. Natürlich haben wir uns alle an den Geschmack von Kaffee gewöhnt; wir wissen, welchen Kaffee wir am liebsten trinken und auf welche Arten wir gern zurückgreifen. Dennoch sind Kaffeegenuss und Geschmack individuell, je nachdem, in welcher Phase, zu welcher Zeit, mit welchen Gedanken Sie Ihren Kaffee genießen.

Dieser Artikel handelt von deutschen Kaffeemarken, die in der Lage sind, die Welt zu überraschen. Daraus geht hervor, dass die besagten Marken weltweit vielleicht noch nicht angekommen oder wahrgenommen sind. In Deutschland haben sich die besagten Marken aber schon etabliert, weshalb auch Sie sich vom Genuss überzeugen sollten.

#1 Coffee Friend

Eine dieser Marken ist Ihr „Kaffeefreund“ und das ist deshalb besonders einprägsam, weil genau das der Titel und Name der Marke ist. Coffee Friend versorgt den Kaffeegenießer und die Kaffeegenießerin mit all dem, was das Kaffeeherz begehrt. Wir wissen: Guter Kaffee zu Hause ist ein Genussmoment. Manchmal ist das alles, was Sie brauchen. Frisch und aromatisch. Coffeefriend steht stellvertretend für den Genussmoment, welchen man durch guten Kaffee erreicht. Hier wird vor allem das Aroma großgeschrieben, welches für guten Kaffee natürlich unabdingbar ist. Aus diesem Grund gibt es auch immer neue Kaffeesorten, die auf und von Coffee Friend getestet werden. Coffee Friend verbreitet natürlich auch Maschinen und Automaten, die Ihnen unterschiedlichste Zubereitungsarten nach Hause bringen. Dabei garantiert Coffee Friend eine nette und warme Atmosphäre, wenn Sie mit dem Unternehmen in Kontakt treten. Man wird Ihnen einfach und präzise beschreiben, was Sie wissen müssen, sodass Sie Ihren Kaffeegenuss in gewünschter Manier zu Hause genießen können. Probieren Sie den internationalen Einzelhändler für Kaffee und Kaffeemaschinen ruhig aus. Dabei sei Ihnen gesagt, dass Coffee Friend auf jeglichen Märkten zugegen ist, sofern es um Kaffee geht. Hierbei stehen Vertriebserfahrung und eine qualitativ hochwertige Produktion im Fokus. Coffee Friend steht dabei natürlich vor allem auch für hochwertig vertriebene Produkte wie Caprissimo, Burtukana und Parallel.

SEO-Trends 2022

Suchmaschinenmarketing: Von Audio-Marketing bis Responsive-Suchanzeigen. Mit diesen 7 Trends startest du online im neuen Jahr durch.

Online-Marketing gibt es stetig neue Entwicklungen, Trends, Anpassungen und Tools. Sie automatisieren die bestehenden Prozesse und verbessern die Möglichkeiten zur Suchmaschinenoptimierung und -werbung immer weiter. Um die Sichtbarkeit im Web für das eigene Unternehmen zu erhöhen, gilt es solche Trends im Blick zu behalten. Vor allem Entwicklungen im Bereich Audio, Video und Social Media sowie die Verzahnung von Content und E-Commerce stehen aktuell im Fokus. Wir haben sieben Trends identifiziert, mit denen Unternehmer und Selbständige online 2022 durchstarten.

SEO Trend 2022: Audio-Marketing

Ob Podcasts, Clubhouse oder Twitter Spaces: Audio-Content wird immer beliebter. Deshalb sollen diese Inhalte auch in den Suchergebnissen von Google platziert werden. Wie bei anderem Content spielt dabei vor allem der gebotene Mehrwert eine wichtige Rolle für ein gutes Ranking. Mit eigenen Unternehmens-Podcasts erreichen kleinere und größere Betriebe ihre Zielgruppe dann an einem weiteren Touchpoint. Übrigens: Videos sind schon länger ein oft genutztes Marketingtool, doch ihre Bedeutung nimmt weiter zu. Sie erhöhen nicht nur den organischen Traffic, sondern sorgen auch für eine längere Verweildauer auf Websites und Social-Media-Profilen.

SEO Trend 2022: Content-Commerce

Die Verzahnung von Content-Marketing und E-Commerce schreitet im digitalen Marketing immer weiter voran. Beispielsweise Facebook und Instagram setzen bereits verstärkt auf E-Commerce-Funktionen, sodass User*innen über die Plattformen shoppen können. Diese Entwicklung führt dazu, dass Unternehmen ihren Content zunehmend strategisch in die digitale Customer Journey ihrer eigenen Kundinnen und Kunden integrieren sollten. Dadurch lassen sich passende Inhalte in jede Phase des Einkaufserlebnisses einbinden und flexibel an die Kund*innenbedürfnisse anpassen. Der Aufbau einer Digital-Experience-Plattform kann für Unternehmen zu einem Wettbewerbsvorteil werden. 

SEO Trend 2022: Google Analytics 4

Ende Oktober 2020 stellte Google von Universal Analytics beziehungsweise GA3 auf Google Analytics 4, kurz GA4, um und setzt nun verstärkt auf die Umstellung der vierten Version des Trackingtools. Bei GA4 handelt es sich dabei um mehr als ein Upgrade: Es ist vielmehr eine neue Generation von Google Analytics, die für User*innen einige Veränderungen mit sich bringt. Im Vergleich zu GA3 ist nicht nur das User Interface neu, sondern auch das zugrunde liegende Datenmodell und das Tracking. Letzteres lässt sich in der neuen Version auch ohne Cookies ermöglichen. Zudem können über ein ganzes Tagging-Framework Daten an Google-Dienste wie Google Ads, Campaign Manager oder Search Ads 360 gesendet werden. GA4 erleichtert so den Einbau des Tracking-Codes für alle Google-Produkte, noch präziseres Conversion-Tracking und die Minimierung technischer Fehlerquellen. 

SEO Trend 2022: Mobile First

Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer durchsuchen das Web vor allem über ihre Smartphones und Tablets. Schon länger steht die Darstellung im Responsive Design deshalb im Fokus. Im Jahr 2021 hat Google aber sogar alle Webseiten auf das sogenannte Mobile-First-Indexing umgestellt, sodass die Suchmaschine Inhalte, die ausschließlich auf Desktopgeräten verfügbar sind, ignoriert. Unternehmen sollten ihre Seiten deshalb dringend auf das Responsive Design hin überprüfen. Passend dazu spielen auch Deeplinks eine immer größere Rolle. Sie finden in Verbindung mit Apps Verwendung, um von Anzeigen auf die richtigen Zielseiten zu verlinken. Somit verhelfen Deeplinks insbesondere Nutzern von mobilen Endgeräten zu einem schnellen und nutzerfreundlichen Shoppingerlebnis. 

SEO Trend 2022: PageSpeed Insights 

Google hat jüngst seinen Online-Dienst „PageSpeed Insights“ optimiert. Das Tool zur Analyse und Verbesserung für Ladezeiten von Internetpräsenzen bietet nun viele neue Informationen über die Ladegeschwindigkeit und zum Lighthouse-Score. Bei „Google Lighthouse“ handelt es sich wiederum um ein Audit-Tool, das die Performance von Websites erhebt. Der Score wird dabei in den Kategorien Performance, Accessibility, Best Practices und SEO errechnet. Zu den Veränderungen in der optimierten Version gehört zum Beispiel, dass nun nicht mehr die Punktzahl der getesteten Seite ganz oben auf der Ergebnisseite steht, sondern der Abschnitt mit den Nutzer*innendaten. Bei der Punktzahl handelt es sich nämlich nur um Labordaten, die keinen direkten Einfluss auf die Rankings haben. Der Bereich mit den Nutzer*innendaten lässt sich hingegen aufklappen, sodass User*innen zusätzliche Details zu den Core Web Vitals sehen. Dazu wird jeweils der Anteil der Aufrufe dargestellt und kategorisiert: grün für Erreichung der empfohlenen Werte, gelb für Werte mit Verbesserungsbedarf und rot für schlechte Leistungen. Zusätzlich gibt es sowohl für die Nutzer*innen- als auch für die Labordaten einen zusätzlichen Abschnitt mit weiteren Informationen zum Erfassungszeitraum, zur Dauer der Besuche oder auch zur Größe der Strichprobe, sodass User*innen die Performance der jeweiligen Seite besser analysieren und verbessern können.

SEO Trend 2022: Free Listing

Bereits seit einigen Monaten hat Google die kostenlosen Shoppinganzeigen international ausgerollt. Doch noch nicht alle Produktanbieter*innen nutzen dieses Tool für ihre Marketingkampagne. Dabei bietet das Free Listing vor allem kleinen Unternehmen mit wenig Marketingbudget Gelegenheit, Werbeanzeigen kostenlos zu platzieren und diese zu testen. Auf diesem Weg werden nämlich verschiedene Produktmerkmale wie Preis, Verfügbarkeit und Bewertungen teilweise auch in den organisch gelisteten Shoppinganzeigen aufgeführt und Internetnutzer*innen angezeigt.

SEO Trend 2022: Responsive-Suchanzeigen

Marketingmaßnahmen und Online-Tools verändern sich vor allem aufgrund des stetigen Wandels des User-Suchverhaltens. Google gibt beispielsweise an, dass 15 Prozent der täglichen Anfragen ganz neue Suchen darstellen. Online-Marketingkampagnen gilt es deshalb möglichst flexibel zu gestalten. Zudem sollten Unternehmen auf Automatisierung setzen – besonders auf Responsive-Suchanzeigen. Texte in solchen Anzeigen werden ständig angepasst, damit sie Kund*innen immer passende Botschaften präsentieren. Dafür geben Unternehmen einfach mehrere Anzeigentitel und Textzeilen ein, sodass Google Ads im Laufe der Zeit automatisch verschiedene Kombinationen testet und die zielführendsten unter ihnen ermittelt. Ab dem 30. Juni 2022 will Google nur noch die Responsive Search Ads unterstützen. Erweiterte Textanzeigen sollen dann zwar weiterhin ausgespielt werden, die Möglichkeit zur Erstellung oder Bearbeitung fällt aber weg.

Der Autor Andreas Karasek ist Geschäftsführer der Agentur SEM Berater.

Online-Marketing-Trends 2022

So gelingt ein ganzheitlich-nachhaltiges Online-Marketing im Jahr 2022.

Ökologisch, ökonomisch und sozial. Auf diesen drei Eckpfeilern beruht Nachhaltigkeit, ein Thema, das heute in aller Munde ist. Dabei mag es vielleicht überraschen, dass Online-Marketing, so wie es meist betrieben wird, diesen Kriterien gar nicht entspricht. Was viele z.B. nicht wissen: Das Internet hat einen enormen Stromverbrauch und verursacht genauso viel CO2-Emissionen wie die Luftfahrtindustrie. Es reicht also nicht aus, ein papierloses Office zu betreiben und die Werbekampagne von Print auf Online umzustellen. Zu einem ganzheitlich ausgerichteten nachhaltigen Online-Marketing, das Unternehmen nicht nur erhöhte Medienaufmerksamkeit schenkt, sondern allen Aspekten der Nachhaltigkeit – ökologisch, ökonomisch und sozial – glaubhaft gerecht wird, gehört ein wenig mehr.

Die Experten der Online-Marketing-Agentur SEO-Küche erläutern, an welchen drei einfachen Stellschrauben jede(r) Unternehmer*in drehen sollte, um erste wichtige Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Online-Marketing zu gehen, von denen Unternehmen, Umwelt und auch Kund*innen profitieren.

Ökologischer Aspekt: Optimiere deine Website für einen geringeren Stromverbrauch

Der Energiebedarf des Webs ist in den letzten Jahren enorm gestiegen und beträgt heute in etwa zwei Prozent des weltweiten Verbrauchs. Immer größer werdende Websites, mit schicken Bildern und emotionalen Videos, tragen hierzu einen erheblichen Teil bei, denn je größer und schwerer eine Website ist, desto mehr Strom benötigt sie. Für einen geringeren ökologischen Fußabdruck sollten Unternehmen daher auf ein schlankes Webdesign mit reduzierten Daten achten. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann zudem auf eine klimaneutrale Website setzen. Dabei wird der Energiebedarf des Internetauftritts berechnet und durch ein gewähltes Klimaschutzprojekt gleich wieder ausgeglichen.

Natürlich gibt es neben einer klimaneutralen Website auch andere Mittel und Wege um Unternehmen ökologischer zu gestalten. Anstatt unternehmenseigene Server zu betreiben, können Unternehmen beispielsweise auf Cloud-Hosting setzen und bei der Beschaffung von Hardware sollte der benötigte Strombedarf ein Kaufkriterium sein. Auch das Ermöglichen von Home Office schont, durch geringeren Pendler*innenverkehr, die Umwelt.

Sozialer Aspekt: Respektiere die Privatsphäre deiner User*innen

Tracking-Tools wie Google Analytics kommen auf fast jeder Website zum Einsatz und sollen Unternehmen wertvolle Daten über das Verhalten deiner Besucher*innen, für personalisierte Werbemaßnahmen, liefern. Eine unglaubliche Masse an Informationen, die da zusammenkommt und den Energieverbrauch des Internets und Datenumfang einer Website erhöht. Dabei werden am Ende nicht mal mehr alle Daten genutzt oder falsche Schlüsse aus ihnen gezogen. Nachhaltig und sozialverträglich sieht anders aus.

Verringere daher deine invasiven Tracking-Methoden, mit denen du in die Privatsphäre deiner Nutzer*innen eindringst, und überlege stattdessen im Vorfeld genau, welche Daten du wirklich benötigst. Achte auch darauf, dass deine Cookie-Hinweise datenschutzrechtskonform sind. So bist du rechtlich auf der sicheren Seite, erhöhst die Nutzer*innenfreundlichkeit und wirst gleichzeitig dem sozialen Nachhaltigkeitsaspekt gerecht.

Ökonomischer Aspekt: In nachhaltige Kund*innenbeziehungen investieren

Es kommt nicht nur häufig vor, dass über Tracking-Tools gesammelte User*innen-Daten falsch interpretiert werden, sie sorgen zudem nicht selten dafür, dass die Effektivität von Werbeanzeigen systematisch überschätzt wird. Unternehmer*innen sollten daher immer wieder neu überdenken, wie viel Budget sie zu welchem Zeitpunkt für Anzeigen ausgeben, denn es gibt langfristigere und vor allem nachhaltigere Methoden, um auf sich aufmerksam zu machen:

  • Kundenbeziehungen stärken: Kommentiere Blogbeiträge, seie in relevanten Facebook-LinkedIn-Gruppen aktiv, beantworte Fragen im Social Web und besuche Branchenveranstaltungen.
  • Content mit Mehrwert produzieren: Investiere in die Erstellung von einzigartigem Content, der deinen Kund*innen einen Mehrwert liefert.
  • SEO nutzen: Optimiere deine Website und setze auf Suchmaschinenoptimierung für ein besseres Ranking.

Nicht auf den schnellen Effekt setzen

Natürlich wirst du bei einem nachhaltigen Vorgehen nicht den schnellen Erfolg sehen, den du vielleicht aus Google Ads-Kampagnen gewohnt bist. Dafür wirst du langfristig mit effektiveren und authentischen Werbemaßnahmen belohnt, die durch enge Kund*innenbindungen auch wirken. Nicht nur dein Werbebudget wird es dir danken, das gute Gefühl, das du erhältst, wenn du dein Online-Marketing nachhaltig gestaltest, bekommst du ganz automatisch und vor allem kostenlos dazu. Natürlich kannst du klassische Werbung weiterhin und ergänzend einsetzen. Die richtige Mischung zur richtigen Zeit macht’s.

Pop-up-Experience

Pop-up-Stores sind smarte Marketing-Tools für Gründer*innen, die weit mehr bieten als nur Sonderverkaufsflächen.

Pop-up-Stores können Start-ups in verschiedenen Stadien ihres Lebenszyklus unterstützen. Und damit an verschiedenen Stellen für Differenzierung, Mehrwert und Customer Centricity sorgen. Allerdings nur, wenn man ihr Potenzial ganzheitlich versteht und bei der Konzeption einen klaren Fokus setzt. Wie? Darum geht es in diesem Beitrag.

Was sind Pop-up-Stores?

Wie der Name schon verrät, poppen Pop-ups kurzfristig auf und sind nur eine begrenzte Zeit verfügbar. Sie können eine Art Store-Charakter haben, aber auch in kreativen Formen daherkommen: als mobile Einheit oder individuelle Installation. Dann sprechen wir von Pop-up-Experiences. Sie können für wenige Stunden, Tage oder auch mehrere Wochen bis Monate öffnen und bilden damit ein ganz besonderes Markenerlebnis-Format für Unternehmen und deren Kund*innen.

Sie sind nicht nur sehr flexibel und wandelbar einsetzbar, sondern können auch finanziell eine clevere Alternative sein, denn du bindest dich nicht an einen jahrelangen Mietvertrag. Stattdessen kannst du an verschiedenen Standorten oder zu verschiedenen Zeiten (im Jahr oder auch am Tag) unterschiedliche strategische Zielgruppensegmente ansprechen und Lo­cations bezüglich deines Geschäfts-Impacts testen.

Der beste Zeitpunkt für die Eröffnung eines Pop-ups ist genau jetzt. Das liegt zum einen daran, dass pandemiebedingt derzeit sehr viele freie Räume in attraktiven Lagen zur Verfügung stehen. Zum anderen sind die Eigentümer*innen mittlerweile auch für temporäre Mieteinnahmen offen, und die Politik begrüßt kreative Konzepte, um leere Innenstädte wiederzubeleben.

Der Handel spricht gerade davon, wie sich die vermeintlich funktionale Warenbeschaffung immer mehr in Richtung Experiences Economy transformiert. Und genau da setzen Pop-up-Experiences an: flankierend zum normalen Handel- und Vertriebs-Setup, als Test- bzw. Innovations-Pilot oder als dauerhaft implementierte Erlebniskomponente.

Start-up & Konzern, digital & analog: Pop-ups können für alle relevant sein. Klassischerweise kennt man Pop-up-Stores aus den Bereichen Mode, Food und Kosmetik. Dabei sind sie – wenn man die Erfolgsfaktoren richtig dekodiert hat – für alle Branchen geeignet. Denn es geht letztendlich darum, der Zielgruppe in einem relevanten Umfeld ein emotionales Erlebnis zu bieten.

Anfassbare Produkte lassen sich so kreativ mit allen Sinnen erleben. Angebote und Dienstleistungen, die nicht greifbar sind oder zum Beispiel aus einer schwer verständlichen Technik resultieren, können so erklärt werden. Auch Google und Ebay haben schon mit Pop-up-Stores ihre Marken gestärkt: Google mit einem Hamburger Store zur Bekanntmachung des neuesten Google Pixel Smartphones, bei dem es unter anderem Foto-Workshops gab, die zur tieferen Auseinandersetzung mit dem Produkt und für mehr Sichtbarkeit „beyond“ im Social Space sorgten. Ebay über einen Kaufs- und Verkaufsraum rund um die Weihnachtszeit, in dem Menschen durch ein reales Geschäft gingen, die Marke erlebten und dabei aber die Vorteile der digitalen Kaufabwicklung und Lieferung über Ebay genossen. Pop-ups sind übrigens nicht nur ein B2C-Tool, sondern können auch für den B2B-Bereich konzipiert werden.

Besondere Erlebnisse bringen besondere Erkenntnisse

Pop-ups sind ein versatiles Marketing-Instrument. Egal, in welchem Stadium sich dein Start-up derzeit befindet, kann es sehr spannend sein, diese vielfältigen Anwendungsbereiche mal zu evaluieren und im Team durchzuspielen, nämlich unter folgenden Aspekten:

  • Stärkung der Markendifferenzierung: Eine Pop-up-Experience ist die ideale Bühne, um deine am Reißbrett entstandene Marke in der Praxis zu inszenieren und ihr den Raum zu geben, die sie verdient. Ausgehend von deiner Positionierung schaffen Brand Space Designer ein Markenerlebnis für alle Sinne. Und das wiederum sorgt für Differenzierung, Mehrwert und Storytelling.
  • Content-Fabrik: Pop-up-Experiences sind bestens geeignet, um relevanten Content zu produzieren, der dann auf den Owned-, Earned-, Paid-Kanälen wieder zum Einsatz kommt. Und das alles eins-zu-eins aus der Markenwelt. Außerdem haben Pop-ups inhaltlich viel zu erzählen, was im Vorfeld, im Live-Zeitraum und im Nachgang die Kommunikationsstrategie befeuert.
  • Testen von Standorten: Du möchtest deinen ersten Flag­ship-Store eröffnen oder expandieren? Bloß wo? Probiere es aus – in der Großstadt, auf dem Dorf, mitten im Ortskern oder eher im Randgebiet. Mit einem Pop-up-Store bist du örtlich und gestalterisch flexibel und nicht an einen festen Mietvertrag mit Kündigungsfrist gebunden.
  • (Neu-)Kund*innenakquise: Kund*innen halten und gewinnen. Durch Pop-ups kommst du näher an deine Zielgruppen heran. Zum einen kannst du neue Zielgruppen behutsam erschließen (Stichwort Verjüngung, Segmentierung), ohne dass Stammkund*innen irritiert werden. Zum anderen kannst du Pop-ups konzeptionell so ausrichten, dass sie für deine Kernzielgruppe als Loyalitäts-Tool dienen und die Bindung zur Marke intensiviert wird.
  • Marktforschung und Produktentwicklung: Den immer stärker werdenden Innovationsdruck kennen wir alle. Bist du auch zuweilen unsicher, was genau sich deine potenzielle Zielgruppe wünscht, wo es hakt, was optimiert werden kann? Pop-ups können auch dafür eine Bühne sein, um direkt, pragmatisch und auf Augenhöhe mit deinen Kund*innen in Verbindung zu bleiben und in den Dialog zu kommen.
  • Produkttests: Dein Start-up hat bereits einen Prototyp entwickelt oder du denkst über die Erweiterung deines Portfolios nach? Dann teste, wie dein Produkt bei den Menschen ankommt und schaue dabei in ihr Gesicht. Näher an den Kund*innen kannst du nicht sein.

Wie funktionieren Pop-ups?

Pop-ups sind Erlebnisse: Sie sind emotional, aufregend, außergewöhnlich, inspirierend oder auch animierend. Das muss sich im Design, der Location, der Verfügbarkeit, den Inhalten, Angeboten und Aktionen widerspiegeln. Pop-ups leben von einer Faszination, einem Hauch Exklusivität und einer gelungenen Gesamtkomposition. Sie zu konzipieren, braucht Klarheit über die Ziele und einen guten Sparringspartner in der Entwicklung. Nur so kann der rote Faden klar transportiert werden und am Ende aus Einzelfacetten ein strahlendes Masterpiece werden.

Als „Geschäfte mit Geschichten“ haben Pop-ups zum Ziel, Berührungspunkte zwischen deiner Marke und den Besucher*innen zu erschaffen. Es geht also um eine Experience beyond Moments, um einen langfristigen Beziehungsaufbau.

Damit das klappt, braucht es eine strategische Grundlage, die sich von den Unternehmenszielen ableitet. Es stellt sich also zunächst immer die Frage: Welche Challenge hast du gerade? Was möchtest du mit einem Pop-up-Store erreichen? Natürlich kann ein Pop-up mehrere Zwecke erfüllen, bei der Konzeption solltest du aber einen konkreten Fokus auswählen. Das kann zum Beispiel Folgendes sein: deine Community besser kennenzulernen. Deine Marke oder eines deiner Produkte mit allen Sinnen erlebbar zu machen. Hintergründe zu erklärungsbedürftigen Produkten bzw. Dienstleistungen zu vermitteln. Oder neue Produkte für den Vertrieb zu testen.

Neben dem Festlegen des Hauptziels deines Pop-ups, ist wichtig, wie du dich und dein Start-up präsentieren möchtest. Sympathie und Mehrwert sind hierbei wichtige Verkaufsfaktoren. Eine Studie aus dem Journal of Advertising Research (JAR) hat kürzlich gezeigt, dass insbesondere das Inszenieren des Gefühls von Freude auf allen Ebenen ein elementarer Erfolgsfaktor ist. Inszeniere ein gemeinsames Erlebnis, biete Workshops und Austauschformate an, denn das schweißt zusammen. Dabei kannst du visuelle, haptische und technische Gadgets zur Hilfe nehmen.

Wenn du alles richtig machst, profitierst du nicht nur vom direkten Impact des Pop-ups (zum Beispiel Abverkäufen), sondern auch von Synergieeffekten und dem Word of Mouth, wenn nämlich Besucher*innen positiv über dich sprechen.

E-Sports Start-ups – wer profitiert?

E-Sports: Ein innovatives Ökosystem setzt Trends, von denen auch Start-ups profitieren.

In der heutigen Zeit sind E-Sports längst nicht mehr irgendwelchen Freaks vorbehalten, die sich mit ihren Computern zu LAN-Partys versammeln. Heute handelt es sich dabei fast schon um eine eigene Industrie, die immer mehr Spieler anlockt und gleichzeitig viele Zuschauer vor den Bildschirmen der Welt versammelt. Dank Live-Streams haben die Zuschauer die Möglichkeit, den besten Spielern der Welt über die Schulter zu schauen. Diesen Boom gilt es definitiv einmal näher zu betrachten.

Dass die Menschen spielen wollen, ist an und für sich nicht neu. Es äußert sich einfach nicht immer genau gleich. Manche verschreiben sich zum Beispiel dem Glücksspiel. In diesem Bereich boomt aktuell zum Beispiel das Online Casino ohne deutsche Lizenz. Es bietet den Spielern die komplette Freiheit. Schließlich sind die Glücksspiele online in Deutschland durch den Gesetzgeber nun erstmals bundesweit reguliert worden – allerdings in einer Art und Weise, die den Spielern eher weniger Spaß bereitet.

Vom Freak zum Profi

Lange Zeit hat man sich den klassischen E-Sportler wohl als eine Art Freak vorgestellt, der bis in die tiefsten Morgenstunden an seinem PC oder auf der Konsole zockt. Doch mit „Binge Gaming“ alleine lässt sich heutzutage nicht mehr viel erreichen. Das Niveau ist bei den Spielen viel höher geworden und vom Klischee der Einzelgänger haben sich die Gamer ebenfalls längst verabschiedet. Heute geben sie der sozialen Interaktion ein viel größeres Augenmerk als noch vor einigen Jahren – und das ist auch gut so.

Statt als Einzelmasken in Erscheinung zu treten organisieren sich heute E-Sportler in Teams, inklusive Coaches, die ihnen helfen, das Niveau stets ein wenig zu verbessern. Das eröffnet gerade wirtschaftlich betrachtet völlig neue Möglichkeiten. Sponsoren haben die E-Sports für sich entdeckt, um mit Hilfe der Akteure in der Szene die aktuelle Generation junger Erwachsener und Jugendlicher zu erreichen. Sogar einige große Sportvereine haben bereits eigene Abteilungen für E-Sports gegründet. Sie beschäftigen so Gamer, die die jeweiligen Farben in der E-Sports-Szene vertreten.

Komplett neues Ökosystem

Selbst das Wort „Szene“ wird im Zusammenhang mit den E-Sports immer weniger verwendet. Vielmehr ist von einem ganzen Ökosystem die Rede. E-Sports als Ganzes helfen zahlreichen Unternehmen dabei, sich auf die Bedürfnisse der Jugend und speziell der Gamer auszurichten. Dabei geht es um breit gefächerte Aspekte wie die Ausbildung, die Ernährung oder die Bekleidung. E-Sports ist zudem auch aus finanzieller Sicht keine besonders günstige Aktivität. Entsprechend spielt auch die Versicherung der Ausrüstung für die Gamer eine Rolle, speziell wenn sie sich auf Reisen befinden.

Alle diese Bedürfnisse sind für verschiedensten Unternehmen eine riesige Chance, um mit der Generation Z in den Kontakt zu kommen. Ein Unternehmen, das es schafft, sich in diesem Bereich richtig zu positionieren erreicht indes nicht nur die aktiven Gamer. Dank lukrativen Verkäufen von Übertragungsrechten erreichen die E-Sports auch immer mehr Zuschauer rund um den Globus und speziell in Asien, wo diese neue Art des Sports besonders beliebt ist. Bei internationalen Wettbewerben kommen die Sieger nämlich sehr oft aus den Hochburgen des E-Sports wie China oder Südkorea.

Pole Position für die Spielehersteller

In erster Linie sind die E-Sports natürlich für jene Unternehmen eine Goldgrube, die die entsprechende Software und Hardware entwickeln und vertreiben. Während man in traditionellen Sportarten Disziplinen kennt, die mehr oder weniger aus dem natürlichen Antrieb entstanden sind, basieren die Disziplinen bei den E-Sports auf Videospielen, die alle ihren eigenen Entwickler haben. Um an den Wettbewerben teilzunehmen müssen die Spieler also zwingend in die entsprechenden Spiele und Geräte investieren.

Doch die bereits erwähnten Aspekte bringen auch das eine oder andere Start-up-Unternehmen auf den Plan. Gerade wenn es sich bei den Unternehmern ebenfalls um E-Sports-affine Personen handelt, entsteht so eine Win-Win-Situation für die Gamer und die Unternehmer. Manche Unternehmen bieten so beispielsweise Versicherungen an, die speziell auf die Bedürfnisse der (semi-)professionellen Gamer ausgerichtet sind. Andere kümmern sich um Aspekte wie Tracking oder die Interaktion zwischen den Spielern.

Start-ups mischen in der Szene mit

Der Sport bewegt sich allgemein in eine Richtung, in der Zahlen eine immer wichtigere Rolle einnehmen. Dazu zählt, dass man das Spielverhalten aufzeichnet und auswertet. Die enormen Datenmengen, die dabei entstehen, hilft Dojo Madness aus Berlin zu verarbeiten. Auf der Basis des aufgezeichneten Spielverhaltens errechnet die von Dojo Madness entwickelte Software Tipps und Anweisungen für zukünftige Spielrunden. Die Spieler dürfen sich dadurch eine bessere Performance versprechen.

Ein weiterer Bereich, den bereits mehrere deutsche Start-ups für sich entdeckt haben, ist die Planung für die E-Sportler. Die ganzen Termine der Wettbewerbe und Messen unter einen Hut zu bekommen ist keine leichte Aufgabe. Um im richtigen Moment am richtigen Event vertreten zu sein, muss man gut vorausplanen können. Die entsprechende Software ist dabei fast schon Pflicht. Denn die Branche ist mit den vielen Anbietern und Stilrichtungen sehr divers. Nicht nur die Anbieter von Hard- und Software stehen gegenseitig im Wettbewerb – auch die Anbieter der Messen und die Veranstalter der Wettbewerbe sind ständig in Konkurrenz zu einander.

Sichere Werte – nicht nur bei den Spielen

Während man sich bei einer traditionellen Versicherung vor allem vorstellen kann, wie greifbare, konkrete Werte versichert werden, muss man bei den E-Sports ein wenig weiterdenken. Klar ist es wichtig, die Hardware in Form der Konsole, des Servers, der Tastatur oder anderer Geräte versichert zu haben. Aber fast noch wichtiger sind Werte, die man rein aufgrund der Konzeption der E-Sports nicht einfach wegsperren kann.

Der Fortschritt innerhalb eines Spiels ist für den E-Sportler eine Art Kapital für seine Karriere. Schafft es allerdings jemand, sich unbefugt Zugriff auf diese Daten zu verschaffen, kann dieser Fortschritt mitsamt allen anderen virtuellen Errungenschaften zunichtegemacht werden. Und selbst wenn man diesen Fortschritt nicht in der Hand halten kann, ist er doch messbar, gewöhnlich in einer Anzahl von Levels, die man erreicht hat. Da steckt ein riesiger Aufwand und jede Menge Herzblut dahinter. Entsprechend sind elektronische Sicherheitsmaßnahmen gefragt, damit diese Daten jederzeit sicher aufgehoben sind.

Nebst unbefugten Zugriffen kann aber auch Elementarschaden, beispielsweise durch Wasser oder Feuer die Existenz dieser Daten bedrohen. All diesen Aspekten im Zusammenhang mit der Sicherheit der Daten hat sich ein junges Unternehmen aus Düsseldorf verschrieben. Die insurninja GmbH hat Lösungen entwickelt, mit denen sich die E-Sports-Hardware versichern lässt, mit denen man aber auch eine maximale „Digital Squad Protection“ erreichen kann.

Start-ups und IT-Freelancer: so klappt’s

Warum immer mehr Start-ups auf IT-Freelancer setzen und was es bei der Zusammenarbeit zu beachten gilt.

Auf der Suche nach Talenten entdecken Start-ups vermehrt Freelancer als Zugang zu hochspezialisiertem Wissen auf Zeit. Denn über sie können sie kalkulierbar genau die Kompetenz oder Kapazität beziehen, die sie gerade für die Realisierung ihrer digitalen Projekte benötigen, ohne sich auf laufende Kosten oder die Verpflichtung von Vollzeitbeschäftigten einlassen zu müssen

Aber: Wie und wo finde ich zeitnah den oder die richtigen Experten für meine Aufgaben? Wie lässt sich deren Expertise sicherstellen und der Aufwand für das Start-up gering halten? Und auf welche Fallstricke gilt es bei der Auftragsvergabe zu achten? Der nachfolgende Beitrag gibt wertvolle Tipps zu diesen und weiteren Fragestellungen rund um das Thema.

Speziell junge Unternehmen müssen oft schnell wachsen, um ihr Produkt weiterzuentwickeln, Neukunden zu akquirieren und Marktanteile zu gewinnen. Sofort verfügbares, skalierbares und passgenaues Fachwissen hat für sie daher einen besonders hohen Mehrwert. Denn nur so können sie schnell und flexibel agieren und beispielsweise große Aufträge stemmen, ohne dafür einen oder mehrere Mitarbeiter gleich fest anstellen zu müssen und Gefahr zu laufen, dass sie diese nach Abschluss des aktuellen Projekts nicht weiterbeschäftigen können. Ebenso wird die Suche nach passenden festen Mitarbeitern oft auch dadurch erschwert, dass viele Start-ups für die gewünschten Arbeitnehmer ggf. noch nicht bekannt und gefragt genug sind wie große, etablierte Player, die sie ihnen sozusagen leicht wegschnappen können.

Für wen lohnt es sich, Freelancer zu beauftragen?

Die beiden häufigsten Situationen, in denen Freelancer angefragt werden, sind:

Fehlende Inhouse-Kapazität: Aufgrund hoher Auslastung, z.B. bei starkem Wachstum oder einer erhöhten Auftragslage können Unternehmen mit versierten Freelancern schnell und kurzfristig die nötigen Kapazitäten schaffen und profitieren dabei im Idealfall von einer hohen Laufzeitflexibilität, so das Projekt z.B. schneller abgeschlossen ist, als geplant oder im umgekehrten Fall länger dauern sollte.

Fehlende Inhouse-Expertise: Auch wenn es darum geht, neue Themenbereiche und Produkt-Features umzusetzen, sind Freelancer ideal: Richtig ausgewählt bringen sie fundiertes Expertenwissen aus vergangenen Projekten mit ins Unternehmen, helfen dort, die richtigen Strukturen aufzusetzen und die internen Fachkräfte entsprechend weiterzubilden.

Oft ist die Freelancer-Nachfrage auch dann besonders groß, wenn Unternehmen aufgrund von Kündigungen oder zeitversetzten Einstellungen Personallücken schließen müssen. Startet beispielsweise ein Produktmanager zwei Monate vor seinen Team-Mitgliedern, dann lässt sich mit externen Fachkräften der Projektstart ganz einfach vorziehen. Nicht zuletzt bieten sich Freelancer auch für Einmalprojekte an, für die keine neue Stelle geschaffen werden kann oder soll.

Über welche Kanäle finde ich die für mein Projekt passenden Freelancer?

Generell gibt es verschiedene Möglichkeiten, die passenden Freelancer zu finden: von klassischen Personaldienstleistern, über IT-Dienstleistern bis hin zu Online-Vermittlungsplattformen. Wer preissensitiv ist, für den sind Online-Plattformen die beste Alternative. Hier lässt sich zwar Geld, nicht jedoch Zeit sparen, denn das Ausschreiben der Stelle, das Anschreiben der Kandidat*innen, das Führen der Vorstellungsgespräche und die Vertragsgestaltung nimmt viel Zeit in Anspruch.

Agenturen für IT-Dienstleistungen sind ebenfalls eine Option, jedoch arbeiten diese mit festangestellten Fachkräften und bieten daher weniger Flexibilität. Klassische Personaldienstleister wiederum stellen einen direkten Ansprechpartner und eine große Datenbank, zur Verfügung, aus der sie zeitnah passende Kandidaten vorschlagen können. Ein großer Vorteil, jedoch liegen sie preislich über den Online-Plattformen.

Know-how: So lässt sich die Expertise des Freelancers sicherstellen

Die meisten Vermittlungen haben jedoch gemein, dass die Freelancer hier – im Gegensatz zu Anbietern wie Casana, die HR- und IT-Dienstleistungen vereinen, keine technische Eignungsprüfung durchlaufen. Werden die Arbeitskräfte vorab auf Soft- und Hardskills überprüft, hat das den Vorteil einer höheren Trefferquote für das jeweilige Projekt und spart den Unternehmen Zeit, da sie die Eignung nicht in langen Interviews selbst eruieren oder unpassende Freelancer austauschen müssen.

Sofern der Freelancer also direkt beauftragt wird oder der Personaldienstleister keine Eignungstests durchführt, sollte vor Vertragsabschluss ein technisches Interview stattfinden. Auch bei IT-Dienstleistern empfiehlt sich der genaue Blick auf die Qualifikationen, denn hin und wieder werden diejenigen Mitarbeiter vermittelt, die gerade „frei“ sind und nicht diejenigen, deren Skill-Set optimal zum Projekt passt.

Tipps: Darauf achten Freelancer bei der Projektauswahl

Die meisten Freelancer sind aus Überzeugung selbstständig und bringen daher eine sehr hohe Eigenmotivation mit – ein großer Vorteil. Die Selbstständigkeit bietet ihnen eine höhere Flexibilität im Vergleich zur Festanstellung, spannende Projekte und hohe Verdienstmöglichkeiten. Die erste Frage eines Freelancers dreht sich daher meist um den Inhalt des Projekts, gefolgt vom Projekt-Team und dann dem Unternehmen, das es ausschreibt. Technisch geprüfte Freelancer sind hochqualifiziert und haben als solche stets mehrere Angebote gleichzeitig zur Auswahl. Daher punkten Auftraggeber hier mit klar definierten Projekten, Aufgaben oder einer spannenden Vision. Bei der Auswahl eines Dienstleisters zahlt es sich daher aus, zu überprüfen, wie gut dieser das zu besetzende Projekt gegenüber den in Frage kommenden Freelancern vorstellen kann.

Budget: Was kosten IT-Dienstleistungen?

Wie viel Budget es für einen Freiberufler einzuplanen gibt, ist abhängig von verschiedenen Faktoren und Anforderungen wie etwa dem gewünschten Anforderungsprofil, Standort und Sprachkenntnissen, Verfügbarkeit, Seniorität und auch von der Ausrichtung des beauftragten Dienstleisters. Beispielsweise kosten deutschsprachige Entwickler derzeit bis zu 30 Euro mehr pro Stunde als andere europäische Entwickler. Auch bei großen Personaldienstleistern gibt es eine Spanne von bis zu 30 Prozent höheren Kosten pro Stunde. Hier gilt es, auf transparente Anbieter zu setzen, die flexible Kündigungsfristen und eine transparente Preisstruktur anbieten. Eine wöchentliche Kündigungsfrist ist beispielsweise bei dynamischen Projekten besonders hilfreich.

Fallstricke: Worauf muss ich bei der Auftragsvergabe achten?

Vor der Vermittlung ist es wichtig, dass der jeweilige Fachbereich genau weiß, wobei und ab wann genau die Hilfe gebraucht wird. Je exakter die Eckpunkte, desto schneller und zielgerichteter die Vermittlung. Neben der passenden, technischen Expertise sind Projektdauer, Budget, Team-Setup (mit wem wird der Freelancer arbeiten) und der Arbeitsmodus (remote oder onsite) wichtige Faktoren.

Während der Vermittlung empfiehlt sich, die bereits erwähnte inhaltliche und kommunikative Überprüfung der Freelancer. Darüber hinaus ist ein technischer Ansprechpartner, der das Projekt kennt bzw. weiß, was erreicht werden soll, sehr hilfreich – sowohl zu Beginn als auch während des Projekts. Denn je genauer auch die Freelancer wissen, worum es im Projekt geht, desto schneller und produktiver gelingen Onboarding und die Umsetzung des Gesamtprojekts. Passen schließlich alle Parameter und kommt es zum Vertragsabschluss, empfiehlt sich ggf. auch – je nach Auftrag – das Aufsetzen eines NDA mit dem Freelancer. Im Idealfall ermöglicht der Vermittler oder der Freelancer selbst dem Unternehmen für das Projekt darüber hinaus eine hohe Laufzeitflexibilität ohne Zusatzkosten.

Der Autor Enrico Karnstädt ist Mitgründer und CEO von Casana

Die besten Gaming-Gadgets

Der Gaming-Markt wächst schnell und es gibt viele Gaming-Gadgets, die dafür sorgen, dass das Spielerlebnis sofort deutlich optimiert wird. Hier findest du eine Auswahl erfolgreicher Gaming-Gadgets.

Für echte Gamer kommt es auf jedes Detail an, damit das Gaming auch wirklich so richtig Spaß macht und möglichst erfolgreich ist. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob es sich um geliebte online Spiele handelt oder um einen Besuch in einem Online-Casino wie zum Beispiel bei LilaPaloma. Entscheidend ist immer, dass Gaming Erlebnis perfekt optimiert ist. Am besten gelingt das mit den folgenden Gaming-Gadgets.

Ein optimiertes Gaming Erlebnis

Der Gaming-Markt wächst schnell und es gibt viele Gaming Gadgets, die dafür sorgen, dass das Spielerlebnis sofort deutlich optimiert wird. Oftmals sind es sogar Kleinigkeiten, die nicht einmal viel kosten, aber einen perfekten Spielspaß garantieren. Dazu zählt:

Blaulichtfilter Brille

Wer nur wenig Schlaf bekommt oder schlecht schläft, wird kaum eine tolles Gaming Erlebnis genießen können. Oftmals ist aber gerade das intensive Spiel in den Abendstunden am PC oder am Laptop schuld an der Schlafstörung, doch auch die Nutzung des Handys kann dies bedingen. Genau genommen ist es nicht das Spiel selbst, sondern der hohe Blaulicht Anteil. Um diesen wirkungsvoll zu reduzieren, bedarf es lediglich einer Blaulichtfilter Brille. So ist ein guter Schlaf garantiert und damit auch ein Top Spielerlebnis am folgenden Abend. Darüber hinaus sorgt eine Gaming Brille aber auch dafür, dass die Augen deutlich weniger angestrengt werden und man keine Kopfschmerzen oder tränenden Augen während des Spiels bekommt.

Maus Bungee

Unter Garantie hat jeder Gamer schon mal während einer hitzigen Schlacht zum Beispiel bei Fortnite oder COD mit dem verhedderten oder überspannten Mauskabel gekämpft. Leider bedeutet bereits eine Eingabeverzögerung von einer Millisekunde oftmals schon die Niederlage. Ein optimales Gamer Erlebnis sieht aber unter Garantie anders aus.

Ein tolles Gamer Gadget ist an dieser Stelle zur Vermeidung von Frust und Niederlage die sogenannte Maus Bungee. Sie sorgt für ungehinderte Bewegungsfreiheit. Es wäre natürlich auch denkbar auf eine Wireless Maus umzusteigen, allerdings ist die Modellauswahl hier deutlich begrenzt. Der Kabelhalter ist mit einem hohen Eigengewicht und einer speziellen Antirutsch-Funktion ausgestattet. Selbst bei harten Einsätzen und schweren Schlachten kann er weder umkippen noch wegrutschen.

Gaming RGB Mauspad

Ein RGB Mauspad ist ein absolutes Must-have für alle RGB Liebhaber, die auf der Suche nach weiterer cooler Gaming Beleuchtung sind. Auf der einen Seite ist das Gaming RGB Mauspad ein echter Hingucker und auf der anderen überzeugt es aber auch dadurch, dass es dezent leuchtet und dabei selbstverständlich nicht blendet. Die perfekte Unterlage für Maus und Tastatur, die zudem dafür sorgt, dass die Maus immer ganz flüssig über die Oberfläche gleitet. Das Mauspad rutsch auch unter starken Belastungen nicht weg.

Mini USB Fingerabdrucksensor

Echte Gamer wollen nicht erst umständlich den PC oder das Laptop mit einem Passwort entsperren, es soll ruck zuck gehen. Mit dem Mini-USB-Fingerabdrucksensor ist das überhaupt kein Problem mehr, denn er erkennt den Fingerabdruck in flinken 0,15 Sekunden. Binnen weniger Minuten ist das Einrichten ohne jeden zusätzlichen Treiber unter Windows 10 möglich. Diese Vorgehensweise soll zudem sicherer sein, als die klassische Nutzung eines Passworts.

Elgato Stream Deck

Das Elgato Stream Deck hat 15 Tasten, die sich individuell einstellen lassen und dem Streamer so viele Möglichkeiten geben, seine wichtigsten Shortcuts zu nutzen. Damit ist es unter anderem problemlos möglich, Hotkeys für das Gaming festzulegen. Als Streamer kann aber auch die OBS Steuerung komplett vereinfacht werden.

Die LCD Tasten sind via Software anpassbar. So kann jedes einzelnes Tastenmotiv individuell angepasst werden. Hier besteht nicht die Gefahr, dass man sich die zuvor auf der Tastatur festgelegten Makros oder Hotkeys nicht mehr merken kann.

Couchmaster Cycon

Manchmal soll das Zocken so richtig gemütlich sein und man möchte nicht unbedingt am Schreibtisch sitzen. Viel schöner wäre es, wenn man seinen Gaming Abend auf dem Sofa verbringen könnte. Mit dem Couchmaster Cycon ist das problemlos möglich. Der Couchmaster ist also bestens dafür geeignet, bequem auf dem Sofa zu sitzen und an einem großen Fernseher dem Gaming Vergnügen nachzugehen.

(Freizeit-)Trends im Internet

Das sind die beliebtesten Plattformen zum Zeitvertreib im World Wide Web.

Das Internet hat längst nicht nur die moderne Arbeitswelt geprägt, sondern auch dafür gesorgt, dass Unternehmen und Start-ups aus der IT-Branche, Digitalisierung und Softwareprogrammierung zu den Wachstumsgewinnern in Deutschland zählen. Auch in der Freizeit ist der virtuelle Raum zu einem ständigen Begleiter geworden. Immer mehr Menschen verbringen heutzutage ihre Freizeit im Internet. Hier dienen ganz unterschiedliche Plattformen zum Zeitvertreib. Ob zum Online-Shopping, dem Spielerlebnis in der Online-Welt oder der virtuellen Kommunikation auf diversen sozialen Netzwerken – das Internet hat das Freizeitverhalten vieler Menschen deutlich verändert.

So gibt es immer wieder ein paar Trends im Netz, die breite Massen begeistern und für eine gelungen Abwechslung sorgen können. Neben verschiedenen Online-Plattformen sind es auch Apps für das Smartphone, welche heutzutage vermehrt genutzt werden, wenn man nach einer unterhaltsamen Freizeitbeschäftigung sucht. Wir haben die gefragtesten Adressen im Internet zusammengestellt, sodass du hier erfährst, welche Plattformen im Online-Bereich und Apps aktuell den Ton in Sachen Entertainment und Freizeitspaß angeben.

Online-Games ohne Anmeldung oder Registrierung sehr beliebt

Besonders die Branche der Spieleentwickler konnte in den letzten ein stetig steigendes Wachstum verzeichnen und gehört zu den größten Marktgewinnern der letzten Jahre. Dabei sind es längst nicht nur Konsolen- oder Computerspiele, die total angesagt sind, sondern auch immer Browser-Games und Spiele auf dem Smartphone. Die Spiele-Welt hat sich weiterentwickelt und in einem immer schnelllebigeren Zeitalter besonders Online-Games in den Fokus gestellt, die sich besonders für ein kurzes Spiel für zwischendurch empfehlen. Viele der neusten App-Games sind nur auf kurzen Spielspaß ausgelegt. Viele Menschen bevorzugen zudem Spiele ohne Anmeldung und lästige Registrierung im Internet. Online-Casinos wie jackpot.de ermöglichen es demnach, sofort zur Sache zu kommen und bei klassischen Casino-Spielen wie Poker, Roulette oder Slotgames einem spannenden Zeitvertreib nachzugehen. Das Spielen ohne Einzahlung von Echtgeld auf Casino Plattformen im Internet zählt zweifellos zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen im Internet. Die Nachfrage für klassische Automatenspiele und Live-Spiele gegen andere Spieler ist deutlich gestiegen.

Besonders die Interaktion mit anderen Spielern wird von der Spielgemeinschaft im Internet sehr geschätzt. Online-Games begeistern dabei keineswegs nur die jüngere Generation. Auch Erwachsene, die mit noch etwas mit Begriffen wie Atari oder Commodore64 anfangen können, sind nach wie Fans der virtuellen Spiele. Die Branche der Spieleentwickler wächst unaufhörlich, sodass Programmierer, Softwareentwickler und IT-Spezialisten auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind. Auch als Spieler gelingt es mittlerweile, sein Lohn und Brot zu verdienen. Die besten Spieler von sehr beliebten Online-Games treten im sogenannten eSport gegeneinander an. Die Spielebranche hat demnach weiter eine goldene Zukunft vor sich und wird auch in den nächsten Jahrzehnten weiterhin dafür sorgen, dass viele Menschen in Online-Spielen einen interessanten Zeitvertreib sehen.

Online-Shopping zum Zeitvertreib

Fast jede dritte Bestellung aus einem Warenhaus im Internet beruht auf Spontaneinkäufen. Fast jeder Internetnutzer erwischt sich hin und wieder, wenn er auf eine Werbeanzeige im Internet geklickt hat. Günstige Preise, limitierte Modelle oder exklusive Marken animieren zum Kauf im Online-Bereich. Eine Vielzahl aller Menschen shoppt zum Zeitvertreib im Internet. Denn auch, wenn die Waren und Artikel nicht gefallen, lassen sich diese oftmals kostenlos zurückschicken, so dass immer Bestellungen ohne echte Kaufabsicht erfolgen. Logistikunternehmen vermelden, dass die Zahl der Online-Bestellungen in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Durch die Corona-Pandemie hat der Onlinehandel einen weiteren Aufschwung erhalten, sodass viele Händler im Internet der gestiegenen Auftragslage kaum noch nachkommen können. Das Shoppen im Internet ist im Trend und dient vielen Menschen als Hobby gegen Langeweile, schlechte Laune oder Stress.

Social Media Plattformen als Zeitvertreib für zwischendurch

Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram oder TikTok vernetzen nicht nur eine Vielzahl von Menschen, sondern auch dienen auch in der Freizeit als interessante Beschäftigung. Hier sind es besonders Apps auf dem Smartphone, die immer häufiger als Freizeitbeschäftigung genutzt werden. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene sind nahezu süchtig nach den Social Media Plattformen im Internet. Laut einer aktuellen Studie ist die Nutzungszeit bei Kindern und Jugendlichen auf mehr als sechs Stunden pro Tag gestiegen. Es vergeht demnach kaum eine Stunde, in denen nicht auf die Inhalte auf den sozialen Netzwerken zugegriffen wird. Die hohen Nutzerzahlen der sozialen Netzwerke haben zudem den Job des Influencers ins Leben gerufen. Immer mehr Menschen mit einer entsprechenden Reichweite im Internet verdienen mittlerweile ihr Geld damit, Werbung über verschiedene Produkte zu machen oder Empfehlungen für bestimmte Unternehmen zu geben. Das Marketing auf den sozialen Netzwerken ist sehr effektiv, sodass große Unternehmen viel Geld für die Promotion auf Instagram und Co. zahlen. Auch viele Jugendliche träumen mittlerweile davon, Influencer zu werden, sodass selbst Kinder großen Idolen wie Social Media Star Kylie Jenner nacheifern.

Mokebo: David gegen Goliath

Oder: Warum die Zukunft des Möbelhandels online ist. Ein Gründer berichtet.

Gemeinsam mit meinem guten Freund und Mitgründer Moritz Messinger habe ich 2018 mokebo gegründet. Unsere Mission ist, den Möbelhandel ins digitale Zeitalter zu bringen und den jungen, trendorientierten Kund*innen ein modernes, nach bewussten Gesichtspunkten selektiertes, nachhaltiges Möbel-Sortiment zur Verfügung zu stellen. Eigentlich ein klares Ziel, doch bei genauerem Hinsehen gleicht dieses Vorhaben dem Kampf von David gegen Goliath* Die Annahme, man müsse Möbel unbedingt anfassen und testen, bevor man sie kauft, ist noch in vielen Köpfen verankert. Wir glauben aber, dass es auch anders geht und dass wir mit Nachhaltigkeit und exzellentem Service den Online-Möbelhandel revolutionieren können.

Nachhaltigkeit auf mehreren Ebenen

2021 fängt keine Revolution mehr mit dem Stichwort Nachhaltigkeit an. Nicht, weil das Thema nicht mehr relevant wäre – ganz im Gegenteil –, sondern weil sie unumgänglich ist. Selbstverständlich handeln auch wir bei mokebo nachhaltig wo immer möglich. Einerseits meinen wir damit natürlich, dass wir unter anderem Kollektionen aus Natur- und umweltverträglichen Materialien vertreiben: beispielsweise einen Sitzsack, dessen Stoff aus recycelten Plastikflaschen besteht. Alle Holzmöbel werden in Nordrhein-Westfalen mit Photovoltaik-Strom hergestellt. Auch werden der Großteil der Produkte erst dann und in Europa produziert, wenn sie bestellt werden, um lange und eigentlich unnötige Lagerzeiten zu vermeiden. Und verschickt wird in der letzten Meile klimaneutral. Andererseits beziehen wir Nachhaltigkeit auch auf die Beziehung zu unseren Kund*innen und Lieferant*innen. Die Kund*innen sind unser zentralster Fokus, dazu aber später mehr.

Wir legen großen Wert auf ein gutes und langfristiges Verhältnis zu unseren Hersteller*innen. Wir definieren uns nicht nur als Abnehmer ihrer Produkte, sondern auch als langfristige Partner. Wenn es uns gelingt, stabile Beziehungen aufzubauen, profitieren wir alle. So unterstützen wir unsere Hersteller*innen dabei, zum Teil selbst kleinere Unternehmen, ihre Prozesse zu digitalisieren. Die Einführung von Tools, beispielsweise für die nahtlose Verbindung beider Warenwirtschaftssysteme, die die Zusammenarbeit mit uns wiederum einfacher macht, hilft ihnen, ihr Unternehmen weiterzuentwickeln und wir unterstützen sie dabei.

Bei mokebo bedeutet Nachhaltigkeit also nicht nur, rücksichtsvoll mit der Umwelt und der Natur umzugehen, sondern auch langfristig zu denken und ein belastbares, auf Vertrauen und gemeinsamen Werten basierendes Geschäftsumfeld aufzubauen.

Wachstum aus eigener Kraft

Wer Start-up sagt, meint meistens auch die Beteiligung von Wagniskapitalgebern am Unternehmen. Mein Mitgründer Moritz und ich haben uns aber bewusst gegen dieses Modell entschieden und bauen mokebo aus eigenen finanziellen Mitteln auf, bootstrapped also. Das wichtigste Asset war dabei unsere Erfahrung: Moritz hatte erste Kontakte in die Möbelindustrie und im Zuge seines Dualen Studiums Einblicke in die Otto Group gewonnen. Ich war fast sechs Jahre lang für Amazon unter anderem als Product Manager tätig und konnte Erfahrungen im Bereich der Plattform-Ökonomie sammeln. Als Gründer-Team waren wir also gut aufgestellt und haben mokebo zunächst in einem sogenannten Lean-Launch gestartet. Mit nur einem Hersteller, der bis heute ein wichtiger strategischer Partner ist, und dem Fokus auf den zu dem Zeitpunkt einzigen Vertriebskanal Amazon ging es los. Dieses Setup war für uns die bestmögliche Kombination aus hoher Qualität und geringer Komplexität und ermöglichte uns, schon im ersten Jahr profitabel zu sein.

Mit zunehmendem Wachstum haben wir die Zahl der Fremd-Plattformen selektiv erhöht. Um aber unser Ziel, nämlich exzellenten Service im Online-Möbelhandel, nicht aus den Augen zu verlieren, fokussieren wir uns inzwischen ausschließlich auf Otto und Amazon – diese Plattformen decken etwa 75 Prozent der Nachfrage für Home & Living-Produkte im deutschen E-Commerce ab. Auch unser eigener Webshop gewinnt immer mehr an Relevanz, er ist der am schnellsten wachsende Vertriebskanal* Die Daten zeigen, dass insbesondere Zweitkäufe hauptsächlich über unsere Website stattfinden, weil die Kund*innen offensichtlich eine direktere Beziehung zu mokebo wünschen, sobald sie uns einmal kennengelernt haben. Auch die durchschnittlichen Warenkörbe sind hier am höchsten.

Kundenservice als Herzstück

Unsere Mission ist es, die Möbelindustrie nachhaltig zu digitalisieren und im Zentrum steht dabei hervorragender Service im Onlinehandel. Im ersten Schritt bedeutet das, eine lückenlose Customer Experience zu schaffen, durch die die Kund*innen digital an die Hand genommen und im Kaufprozess begleitet werden. Der Möbelkauf war bislang eine Domäne des stationären Handels, neue Möglichkeiten müssen da erst ihren Platz finden. Das Gefühl, immer eine*n Ansprechpartner*in zu haben, alle Fragen beantwortet zu bekommen und auch bei kleinen und großen Problemen nicht alleine gelassen zu werden, ist entscheidend für die Zufriedenheit der Kund*innen. Letztlich führt das dazu, dass mokebo einen bleibenden positiven Eindruck hinterlässt. Nur wenn das der Fall ist, setzt sich der E-Commerce im Home & Living-Bereich immer mehr durch und Menschen erwägen Möbel immer und immer wieder online zu kaufen – bestenfalls natürlich bei mokebo.

Auch aus ökonomischer Sicht wird Kundenservice immer wichtiger* Zuletzt sind die Akquisitionskosten für Neukund*innen dramatisch gestiegen. Ein Klick auf einen Suchbegriff wie beispielsweise „Stehleuchte” kostet heute schon deutlich über 1,50 Euro. Um dennoch profitabel zu sein, haben wir den Fokus vermehrt auf Paid-Social-Marketing gelegt, denn* Auf Facebook und Instagram werden unsere Warengruppen, beispielsweise also die Stehleuchte von oben, deutlich weniger beworben. So erzielen wir dort noch gute Customer Acquisition Costs (sog. CACs). Auch versuchen wir die Kundenströme dann gezielt auf unseren eigenen Webshop zu lenken, der aus strategischer Sicht ein immer wichtigeres Werkzeug wird. Die großen Plattformen verlangen 15 Prozent Provision und bis zu fünf Prozent Marketing-Fees, dementsprechend schrumpft unsere Marge bei diesem Absatzweg. Auch geben die Plattformen wenig Auskunft über die Verteilung von Neu- vs. Bestandskund*innen, einem wichtigen strategischen Anhaltspunkt für uns.

Aber dennoch* Amazon und Otto sind wichtige Kanäle für uns, die bewusste Balance aus eigenen und Fremdplattformen ist hier das Geheimnis. Unsere Daten zeigen hier ein interessantes Bild* Häufig werden unsere Kund*innen über die Plattformen auf uns aufmerksam und wickeln den Erstkauf auch dort ab. Die Beratung findet aber schon in unserer Spielfeldhälfte statt, beispielsweise via WhatsApp. Dieser Service ist so überzeugend, dass der Zweitkauf dann zumeist direkt über unseren Webshop stattfindet. In die Weiterentwicklung unseres Shops investieren wir derzeit sehr viel, flankiert wird er von ergänzenden Maßnahmen. Beispielsweise haben wir vor wenigen Wochen ein umfangreiches Newsletter-Konzept gestartet und können auf eine inzwischen starke Instagram-Community setzen.

Genau das sind die ersten Schritte hin zu unserem großen Ziel* zu zeigen, dass Möbel-E-Commerce nicht nur funktioniert, sondern einen besseren Service leisten kann, als die herkömmlichen stationären Angebote.

Framily: Diese Bücher machen Kinderträume wahr

Das Start-up Framily ist in neun Ländern mit Vorlesebüchern, die mit bis zu 40 Details individualisiert werden können, erfolgreich. Die Hamburger sind Markführer im Segment und wollen 2021 die magische Marke von 1 Million verkauften Büchern knacken.

Ein afrikanisches Sprichwort sagt: Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen und stark zu machen. Denn Familie und Freunde prägen, behüten und rüsten den Nachwuchs fürs Leben. Auf diesem Gedanken basiert auch der Name Framily, der sich der englischen Wortkombination bedient. „Unsere Bücher sind unverwechselbar, passen zu wichtigen Ereignissen im Leben eines jeden Kindes und sind beliebte Geschenke aus dem Freundes- und Familienkreis“, sagt Co-Founderin Jennifer Jones.

Oh, das bin ja ich!

Bei den Hamburgerinnen dreht sich alles um personalisierte Kinderbücher für die ganz Kleinen. Die Printprodukte richten sich an Kinder von bis zu sechs Jahren. Von pädagogisch wertvollen Eigenschöpfungen, über Klassiker bis hin zu Adaptionen moderner Verkaufsschlager und Disney-Charaktere – mehr als 25 weltweit bekannte Heldinnen und Helden hat das Onlineportal im Programm. Die Kids nehmen dabei eine Rolle in der Geschichte ein und erleben die Abenteuer Seite an Seite mit Bibi und Tina, der Eiskönigin, Bob dem Baumeister oder PAW Patrol. „Der Moment, wenn Kinder erkennen: Oh, das bin ja ich! Der ist einfach unbezahlbar“, sagt Senta Sieper, COO von Framily.

Diversität sichtbar machen

Jedes Buch bietet bis zu 40 Möglichkeiten der Individualisierung: Haar- und Hautfarbe, Geschlechtsidentität, Kleidung, Vorlieben, Haustiere, das Lieblingsessen oder Familienkonstellationen – immer mehr Details können angepasst werden. „Wir haben 2016 mit 25 Merkmalen begonnen und arbeiten stetig an weiteren Eigenschaften und Details. Besonders Diversität und Inklusion liegen uns sehr am Herzen und wir spüren, dass das Bedürfnis nach Ausdruck und Sichtbarkeit wächst. Das begeistert uns und wir wollen Kindern und ihren Angehörigen möglichst viele Türen für ihre eigene Geschichte öffnen“, so Jennifer. Das merkte das Team, als im Buch „Weil du das Größte für mich bist“ erstmals auch ein Kopftuch und statt Mama und Papa auch zwei Mamas oder Papas gewählt werden konnten. Das Produkt wurde zum Renner. „Die positive Resonanz hat uns überwältigt“, erinnert sich Jennifer. Mit ihrem Team arbeitet sie deshalb an Illustrationen, die zukünftig auch Kindern im Rollstuhl oder mit Prothesen Abenteuer im Framily-Kosmos erleben lassen. „Kinder lieben es, sich selbst wiederzuerkennen und als Figur Teil der Erzählung zu werden. Es kurbelt nicht nur ihre Fantasie an und begeistert für das Medium Buch, es gibt ihnen auch Selbstbewusstsein und das Gefühl, gesehen und angenommen zu werden“, so die 41-Jährige.

Buch vor Bildschirm

Dazu kommt dem gemeinsamen Lesen und Betrachten von Bildern mit Eltern und Bezugspersonen eine besondere Bedeutung zu. „Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, haben es leichter, lesen zu lernen“, sagt Jennifer. Doch Eltern und das Kindesumfeld setzen seltener aufs Vorlesen, Bildschirme sind auf dem Vormarsch. „Wir wollen mit der persönlichen Ansprache bewusst dagegenhalten, den Kids den Zugang zu analogen Welten erleichtern und ihre Leidenschaft für das Medium Buch wecken“, sagt Senta. Oft zählen die Vorlesebücher zur allerersten Lieblingslektüre, sind Teil des Zubettgeh-Rituals oder bieten Hilfestellung beim Erfassen der eigenen kleinen Welt.

Ambitioniertes Wachstum von 48 Prozent

Auch Framily-Gründer und Mehrheitsgesellschafter Till Weitendorf ging es einst so. "Als ich klein war, gab es die Jan und Julia-Bücher. Meine Geschwister hießen so, da wollte ich natürlich auch ein Buch. Bezüge aus dem eigenen Leben haben einen hohen Stellenwert, bieten Halt und Identifikation“, so der 43-Jährige. Genauso überzeugt wie er selbst, waren deshalb auch die Investoren, darunter Pro7Sat.1. 2020 wurden sie mit einem Wachstum von 48 Prozent belohnt. „Unsere Gesellschafter und wir wollen Inhalte schaffen, die künftige Generationen begeistern und erreichen“, sagt Weitendorf, dessen Unternehmen StoryDOCKS neben Framily auch Tigermedia und Onilo unter einem Dach vereint und dessen Wurzeln im bekannten Oettinger Verlag liegen.

In den kommenden Jahren will Till mit der weiblichen Doppelspitze das Wachstum noch einmal kräftig anschieben. „Wir denken jedoch langfristig und stellen die Qualität in den Mittelpunkt“, so Jennifer. Kreation und Produktion bleiben deshalb in Deutschland, gedruckt wird umweltfreundlich und FSC-zertifiziert. Mit dem Konzept individualisierbarer Kinderbücher ist Framily schon heute Marktführer im deutschsprachigen Raum. Auch sind die Hamburger der einzige Verlag, der Kinder und Familien mit Lizenz-Helden von Disney und Co. begeistert.

Lizenzen treffen auf Eigenentwicklungen

Die Produkte von Framily sind neben dem deutschsprachigen Raum in Italien, Schweden, Polen, Dänemark, Norwegen und Frankreich erhältlich. Während die Disney-Geschichten und die Abenteuer der Hunde-Gang PAW Patrol in allen Regionen gleichermaßen beliebt sind, kommen die eigenproduzierten Bücher aus der Weltbesten-Reihe – „Für die weltbeste Mama“ und „Für den weltbesten Papa“ - besonders gut in Frankreich und Deutschland an. Und das nicht nur als Geschenk zum Mutter- oder Vatertag. Neben den Büchern sind außerdem individualisierbare Kalender im Portfolio zu finden, die nicht nur die Vorfreude auf das Weihnachtsfest befeuern, sondern auch auf andere Anlässe, wie den Schulanfang. Dazu bietet Framily sogenannte Geburtstagswelten für Kinderpartys, die ebenfalls personalisierbar sind.

28 Mitarbeiter*innen in Hamburg kümmern sich darum, dass immer neue Figuren Teil der Verlagsfamilie werden: Dafür gestalten sie entweder vorhandenes Episodenmaterial so um, dass ein Kind integriert werden kann oder die Figuren werden in komplett neue Geschichten eingebettet. Dazu zählen zum Beispiel „Bibi und Tina auf dem Martinshof“ – eine Folge, die Framily extra mit eigenen Autor*innen und gemeinsam mit dem Lizenzgeber entwickelt hat, damit die kleine Leserin oder der kleine Leser auf einen Ausritt vorbeischauen kann. Dazu kommen noch komplett unabhängige Eigenentwicklungen. „Wir wollen immer wieder neu begeistern, überraschen und aktuell bleiben“, so Jennifer. Im kommenden Jahr will sie das Angebot um viele spannende Charaktere erweitern, besonders Superhelden will sie ins Sortiment aufnehmen: „2022 werden wir viele neue Produkte launchen, es wird unser Jahr.“

Dossier: Die App-Economy

Die Zeiten, in denen sich mit einer App schnelles Geld verdienen lässt, scheinen vorbei. Doch die Anwendungsmöglichkeiten sind enorm und bieten Gründern viele Möglichkeiten. Wir zeigen die wichtigsten Trends der App-Economy.

Mehr als 45 Millionen Deutsche besitzen aktuell ein Smartphone. Der Branchenverband Bitkom rechnete hoch, dass die Deutschen 2014 rund 3,4 Mrd. Apps installierten. Im Google Play Store warten aktuell 1,5 Mio., bei iTunes 1,4 Mio. und im Windows Phone Store 340.000 Apps auf den Download. Die meisten Apps gibt es im Bereich B2C, weniger vertreten sind sie (noch) im B2B-Bereich. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die App-Economy gegenüber 2013 rund ein Drittel mehr Umsatz: 717 Mio. Euro – Tendenz steigend. Offen bleibt die Zahl der Start-ups in der App-Economy.
 

Problemfeld Monetarisierung

85 Prozent aller heruntergeladenen Apps sind kostenfrei, die  Zahlungsbereitschaft der User ist gering. Der  Vertriebsweg von Apps über die App-Stores ist einer von vielen, auch die Geschäftsmodelle unterscheiden sich deutlich von klassischen Geschäftsmodellen, sie werden immer vielschichtiger. „Ein Gründer, der seinen Unique Selling Point klar definiert und seiner Zielgruppe einen Mehrwert bietet, der verdient in der App-Economy Geld. Start-ups sollten sich unbedingt Gedanken machen, wie sie ihre App monetarisieren. Da hapert es oft“, mahnt Dr. Carsten Rudolph vom Gründungs-, Finanzierungs- und Wachstumsnetzwerk BayStartUp in München. Ob die Leistung einer App in Geld umsetzbar ist, ist schwer voraussagbar: „WhatsApp zum Beispiel ist eine Sucht. Bevor man seine Kontakte verliert, gibt man einen Euro mehr aus. Doch auch für eine Windvorhersage?“, gibt Dr. Rudolph Gründern zu bedenken.

Man solle überlegen, dass es viel Geld kostet, eine App zu entwickeln, das beginne bei einigen 1000 Euro für die Basisversion. Vorteilhaft ist natürlich, wenn Start-ups das Wissen haben, selbst eine App zu entwickeln. Oder sie finden spezialisierte Anbieter, die die Programmierung von Apps so einfach machen, dass man mit deren Technologie die geplante App ohne weitere Kosten selbst entwickelt.
Wichtig zu wissen: Geldgeber findet ein App-Start-up oft erst, wenn es eine Basisversion hat und glaubwürdig macht, dass man damit Geld verdient. Ist die App einmal auf dem Markt, ist es extrem wichtig, dass man bekannt wird, ohne ein Vermögen in billboards zu stecken.

Dr. Rudolph: „Viele Start-ups der App-Economy unterschätzen die Menge an Nutzern, die sie brauchen, um im App-Store nach vorne zu kommen.“ Ein App-Start-up, das 10.000 bis 20.000 Nutzer hat, von denen aber nur die Hälfte 50 Cent ausgibt, um die App zu bekommen, kann davon schlichtweg nicht leben.
 

Perfektion ist unerlässlich

„Angesichts der riesigen Konkurrenz auf dem App-Markt ist es wichtig, auf Qualität zu achten – hierfür ist Testing hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität unabdingbar“, so Philipp Benkler, Geschäftsführer des Münchner Start-ups Testbirds. Das Unternehmen bietet Software-Testing u.a. für mobile Apps an, und zwar mit Hilfe von Testern aus der Crowd (sog. Crowdtesting): „Wir predigen unseren Kunden, dass die Nutzer von Anfang an absolute Perfektion erwarten – das ist die Basis unseres Geschäftsmodells.“ Hapert es an der Qualität einer App, so hat dies weitreichende Folgen: Statistisch gesehen wird jede vierte App in ihrem Leben nur ein einziges Mal geöffnet.

Steckte ein Gründer zuvor tausende Euro in die Entwicklung einer Anwendung, ist das ein absolutes Worst Case Szenario. Sind die Bewertungen im App-Store einmal im Keller, ist es schwer, wieder herauszukommen. Deshalb setzten sich Markus Steinhauser, Georg Hansbauer und Philipp Benkler 2011 zusammen, entwarfen die Testbirds am Reißbrett: Ziel sollte es sein, Europas führender und innovativster Crowdtesting-Anbieter zu werden.

Ihren ersten Kunden trafen die Gründer zufällig, noch bevor das Start-up offiziell gegründet war. Ein Unternehmen brauchte einen Software-Test, aber Theorie und Praxis klafften bei den Testbirds damals noch weit auseinander. Mit vielen schlaflosen Nächten schafften die drei Gründer ein respektables Ergebnis und verdienten so das erste Geld. Sie stellten dann einen Antrag für das Exist-Gründerstipendium, suchten und fanden Investoren, entwickelten ihr Business learning by doing weiter. Heute hat Testbirds rund 60 Mitarbeiter, Büros in vier großen europäischen Städten und gut 100.000 Tester in 132 Ländern.

Raffaela Rein: Die anderen kochen auch nur mit Wasser!

Raffaela Rein ist die Gründerin und ehemalige CEO des EdTech-Start-ups CareerFoundry. StartingUp erzählt sie, warum Unternehmertum ein Frauenberuf ist und sie es jetzt als Gründerin von WildWildVentures noch einmal wissen will.

Raffaela Rein sprudelt voller Ideen und Tatendrang. Das Unternehmertum wurde ihr quasi in die Wiege gelegt: Schon ihre Eltern zog es in die Selbständigkeit. „Das wurde von ihnen schon immer als etwas sehr Positives dargestellt“, so Raffaela. Beschleunigt wurde der Gedankengang spätestens bei ihrem Berufseinstieg. Als Investment-Strategin bei einem großen amerikanischen Investor bemerkte sie schnell, dass es Jahre dauern kann, bis man sich als blutjunge Einsteigerin in einem Unternehmen echte Führungsverantwortung erarbeitet. Beim Berliner Company Builder Rocket Internet, für den sie Start-ups in China, Australien und Taiwan aufbaute, kam Raffaela dann zu dem Schluss, etwas Eigenes aufbauen zu müssen: „Bei Rocket habe ich richtig unternehmerisches Blut geleckt. Ich wusste, ich will etwas aus dem Nichts aufbauen, kreativ sein, auf eine unternehmerische Art und Weise.“

Während viele ehemalige Rocket-Mitarbeiter*innen den Company Builder durchaus kritisch beäugen, blickt Raffaela positiv auf ihre Rocket-Zeit zurück, denn ohne diesen Zwischenstopp hätte sie es sich vielleicht nicht zugetraut, in den Zwanzigern zu gründen. „Ich habe dort einfach gesehen: Die kochen auch nur mit Wasser, die sind auch chaotisch, obwohl sie so viele erfolgreiche Firmen bauen. Da kam das Selbstbewusstsein: Wenn die das können, kann ich das auch.“

Der Aha-Moment

Die passende Idee zum eigenen Unternehmen kam Raffaela bei ihrer nächsten Station als Entrepreneur in Residence bei Axel Springer, wo ihr Team 150 Entwickler*innen und Designer*innen einstellen wollte, um Ideen fürs Medienportfolio zu entwickeln – und damit scheiterte. „Es war unmöglich, diese Leute zu finden. Das war ein Aha-Moment“, so Raffaela. Dabei war zu Beginn noch nicht klar, dass sie eine Art Schule gründen würde. „Zuerst hatte ich die Idee, eine Art LinkedIn für Entwickler zu bauen. Aber ich bin als Betriebswirtin sehr praktisch veranlagt. Was ich mache, das muss auch Geld machen können und Hand und Fuß haben“, so Raffaela. Dies ist zugleich etwas, was sie anderen Gründungsmutigen auf den Weg mitgeben kann. Das „einfach mal loslegen“, das man oft als Tipp hört, sollte vor allem durchdacht passieren: Gibt es genug Nachfrage? Kann das klappen? Welche sozioökonomischen Trends gibt es? Wohin bewegt sich die Welt?

Außerdem brauche man, so Raffaela, vor allem eines: Durchhaltevermögen – insbesondere am Anfang und in der Wachstumsphase. Dass sich die unruhige Zeit auch auf die Psyche schlagen kann, weiß sie selbst nur zu gut. „Die tiefen Zeiten, wenn man gründet, sind wirklich sehr tief, da muss man eine Kämpfernatur sein, um das auszuhalten. Der Kampf, vor allem mit sich selbst als Gründer*in, ist super intensiv, weil man diese große Erwartungshaltung an sich selbst hat.“ Wenn es nicht mehr weitergeht, rät Raffaela dazu, ein Coaching zu nehmen. Das habe ihr selbst in einer der schwierigsten Unternehmens­phasen, als CareerFoundry ins Wanken kam, sehr geholfen.

Co-Founder-Speeddating

Oft scheitern Gründungen nicht an der Idee, sondern an der Suche nach geeigneten Mitstreiter*innen. „Die Suche nach dem technischen Mitgründer gestaltete sich wirklich schwierig. Dazu kam noch, dass ich wegen meiner Rocket-Stationen in Asien kein Netzwerk in Deutschland hatte“, so die Gründerin rückblickend. Raffaela startete daher online einen Co-Founder-Aufruf. Von den 20 Personen, die sich auf ihre Anzeige meldeten, blieb schlussendlich nur eine Handvoll über. „Der Rest passte nicht, hatte utopische Gehaltsvorstellungen oder wollte nicht genauso viel Herzblut in den Aufbau stecken wie ich, dafür aber ungleich höhere Anteile.“

Wer übrig blieb, war Martin Ramsin, zunächst CTO, heute CEO von CareerFoundry. Dass es mit Martin klappen würde, wusste Raffaela, nachdem sie auf einer Veranstaltungsplattform ein MVP von CareerFoundry testen wollte. Dazu organisierte sie ein Coding-Bootcamp, erhielt zahlreiche Anmeldungen, hatte aber keinen Lehrer. „Martin war sofort spontan dabei – da wusste ich, dass er der Co-Founder ist, den ich brauche.“ Nachdem die beiden diverse Konzepte durchspielten, war schnell klar, dass das von CareerFoundry am meisten Sinn ergeben würde. Der Fachkräftemangel war bereits damals (2013) ein großes und wachsendes Problem. „Und obwohl es damals schon so offensichtlich war, hat sich seitdem in der Politik nicht viel getan“, fügt Raffaela kritisch hinzu.

Billig ist oft teuer

Die Anfangsphase, für viele Gründer*innen die schwierigste Phase, war bei CareerFoundry weniger hart. Hier habe die Rocket-Internet-Erfahrung geholfen. „Allerdings hatte ich das Thema Fundraising total unterschätzt. Die erste Finanzierung zu bekommen, das war schon happig, echt hart“, so Raffaela. „Damals schwirrten in Berlin auch noch nicht die Milliardenbewertungen herum.“ Hinzu kam, dass EdTech-Investments in Europa noch sehr selten waren. „Bis heute gibt es nicht viele erfolgreiche Vorzeige-Start-ups in Education“, meint sie. „Und der Appetit der Investoren war nicht allzu groß. Das hat sich erst durch die Corona-Krise und dem damit einhergehenden größeren Verständnis für bzw. Bedarf an Online-Learning-Themen entwickelt.“ Dazu kam, dass Raffaela von Beginn an eine ambitionierte Bewertungsvorstellung hatte. „Natürlich hätte ich meine Bewertung niedriger ansetzen und schneller jemanden finden können“, so die Unternehmerin. Dass sie es in dieser Phase als Frau bzw. Gründerin schwieriger gehabt hätte als Gründer, kann Raffaela nicht sagen – das Gegenteil sei der Fall gewesen: „Ich persönlich hatte das Gefühl, dass mir die Türen offenstanden, gerade weil ich eine Frau bin. Der Druck, ein diversifiziertes Portfolio als Investor zu haben, war damals schon groß – natürlich muss dann der Rest auch noch passen.“

Für die Seed- und A-Runde hatte Raffaela jeweils rund 200 Investorenmeetings. „Das unterschätzen viele, weil niemand darüber redet. Die wenigsten sagen ehrlich, wie viele Gespräche sie hatten, bis es passte und geklappt hat“, so Raffaelas Erfahrung. Grundsätzlich würde sie sich wünschen, dass mehr Frauen gründen würden. Auch, weil man sich als Unternehmerin seinen Arbeitsalltag selbst bestimmen könne. Klar, anfangs sei es hart und man habe wenig Zeit, aber später könne man sich dann durchaus auch Freiheiten herausnehmen. „Gründen ist ein super Frauenberuf, gerade auch in Bezug auf Familienplanung. Daher ist es schade, dass nicht mehr Frauen gründen“, so Raffaela, und sie ergänzt: „Du bist eben dein eigener Chef – und das hat auch Vorteile.“ Überhaupt sei Gründen wie Kinder kriegen, scherzt sie, die vor Kurzem eine Tochter bekommen hat. „Es gibt keine Gründung, die nur rund läuft. Aber man vergisst das immer wieder, so wie man als frisch gebackene Eltern auch die schlaflosen Nächte wieder vergisst.“

Heute ist CareerFoundry Europas größte Plattform für Kurse in den Bereichen Programmieren, Design und im Produktmanagement. Jede(r) Schüler*in wird durch Mentor*innen unterstützt, und eine Jobgarantie soll motivieren, bis zum Ende durchzuhalten. Die Kurse sind praxisorientiert und wollen den direkten Berufseinstieg möglich machen. Zum Teil finden Absolvent*innen auch Jobs direkt bei CareerFoundry.

Digitalkompetenz fehlt

Obwohl das Unternehmen ein breites Netzwerk vor allem in der Design-Community in Deutschland aufgebaut hat, fällt es schwer, passende Programmierer*innen für die Weiterentwicklung der Plattform zu finden. „Da geht es uns wie allen anderen“, meint Raffaela. „Gerade im Programmierbereich ist es am allerschwierigsten.“ Die Situation wird sich in den kommenden Jahren noch verschlimmern. „Es muss schon in der Schule viel mehr gemacht werden – in Deutschland wird fast keine Digitalkompetenz vermittelt. Generell muss langfristig Begeisterung für technische Berufe hervorgerufen werden, Beispiele gezeigt werden. Kurzfristig kann man da leider wenig bewegen“, so Raffaela.

Gründerstorys: Handel mit hochpreisigen Produkten

Vier Start-ups, die sich mit dem Fokus auf hochpreisige Waren und Dienstleistungen einen Namen gemacht haben.

Der Handel mit hochpreisigen Produkten ist nicht allein lukrativ, er verschafft auch Aufsehen. Etliche Gründer*innen können sich über die Gewinnmarge beim Vertrieb hochpreisiger Waren den Geschäftseinstieg erleichtern. Einigen gelingen gar echte Erfolgsstorys. In diesem Artikel werden einige der ruhmreichen Beispiele aufgezeigt.

1. Chronext: Luxusuhren als Verkaufsschlager

Das Start-up störte sich am in sich geschlossenen Markt der Luxusuhren. So erstellte das Unternehmen einen Onlinemarktplatz rein für gebrauchte Luxusuhren. Chronext hat eine eigene Meisterwerkstatt, in der angekaufte Uhren hochwertig aufgearbeitet werden. Mittlerweile bietet Chronext über 26.000 Uhrenmodelle und wurde durch die Swatch-Group zertifiziert. Chronext, ursprünglich aus Köln, beschäftigt heute 130 Mitarbeiter und unterhält mehrere Standorte.

Interessent*innen haben dank Chronext die ideale Möglichkeit, gut gewartete und aufbereitete Luxusuhren auf einem eigenen Marktplatz zu erwerben. Diese Option bestand durch die Geschlossenheit der Branche früher nicht, da Uhren entweder von Hand zu Hand gingen oder nur über spezielle Händler*innen im Luxussegment verkauft wurden. Ein Blick auf die Angebote für die TAG Heuer Aquaracer zeigt, dass Nutzer*innen hier tolle „Schnäppchen“ machen können.

2. JetSmarter: Reisen einmal ganz anders

Dieses Start-up lässt Exklusivität fliegen. Es handelt sich um eine Plattform, die User*innen Sitze in Privatjets vermittelt. Der Hintergrund der Idee ist, dass exklusive Privatjets zwar häufig für Flüge nach Dubai, Miami oder Sydney gebucht werden, doch der Rückflug findet direkt statt – mit leeren Sitzen. Dass dies weder nachhaltig noch ökonomisch sinnvoll ist, hat das Start-up gut erkannt.

Über die Plattform können sich nun Mitglieder von JetSmarter für einen Sitz in einem Privatjet anmelden. Die Mitgliedschaft bei JetSmarter ist allerdings nicht unbedingt günstig. Mindestens 5.000 Dollar kostet der Jahresbeitrag, einige Flüge sind für Mitglieder durch die Jahresgebühr abgedeckt. Bei anderen Flügen reduziert sich der eigentliche Flugpreis durch die Mitgliedschaft auf einen Betrag, der auf dem First-Class-Niveau liegt. Das Alleinfliegen ist allerdings nicht immer gegeben. Einige Flüge werden mit bis zu zwölf Personen verteilt, doch sind diese Flüge auch günstiger.

3. Nicki’s: Luxuskleidung für die ganz Kleinen

Eigentlich existiert das Unternehmen schon seit 1985 und war bekannt als Luxus-Kindermodengeschäft. Mit der frischen Unternehmensgeneration wird zwar weiterhin auf die traditionellen Werte gesetzt, doch kommt der Digitalsektor hinzu. Das neu gegründete Start-up beschäftigt vierzig Mitarbeitende in München, sucht beständig neue Angestellte und bietet nun auch die Luxuskinderkleidung im Onlineshop an.

4. Entrupy: Produktfläschern auf der Spur

Produktfälscher sind stets ärgerlich, im Luxussegment jedoch ein echtes Fiasko. In der USA bildete sich das Start-up Entrupy, welches Luxushändlern beim Auffinden von Fälschungen digital hilft. Doch wie funktioniert das?

Entrupy entwickelte einen Code, der als Schutzwall wirkt. Ein Algorithmus kontrolliert Fotos von Luxusartikeln automatisch auf die Echtheit der Artikel. Ist ein Händler interessiert, so kann er den Service im Abo erwerben und alle Produkte mit dem digital hinterlegten Zertifikat vertreiben. Hersteller von Markenwaren müssen nun vor ihrem Verkauf die Ware einmal scannen, sodass die „DANN“ des Stücks in die Datenbank kommt. Von jetzt an lässt sich das Stück auf Fotos immer wiedererkennen.

Sollte die Software, die laut Angaben von Entrupy eine Trefferquote von rund 98,5 Prozent hat, einmal versagen, erstattet der Betrieb die Kosten. Das Angebot richtet sich an Hersteller, Second-Hand-Händler im Luxusbereich sowie an Online-Marketplace-Betreiber.

Das sind natürlich nicht alle Start-ups, die rund um das Luxussegment eine Erfolgsstory schrieben oder gerade im Begriff sind, sie zu schreiben. Für Gründer*innen ist der Luxusbereich äußerst interessant, denn für gute Ideen sind die Marken oft bereit, gutes Geld zu bezahlen.

Fazit – Erfolg durch den Erfolg

Gründer*innen, die sich im Luxussegment mit eigenen Ideen durchsetzen, schaffen dies auf zweierlei Weise. Entweder sie lösen sie Probleme, die Luxushersteller haben. Oder sie bieten einen Weg, am Luxus teilzuhaben, ohne zu dem berühmten „Einen Prozent“ zu gehören. Gemein ist ihnen, dass sie überraschende und zielführende Ideen hatten. Ob dies nun der Marktplatz für Luxusuhren ist, die Plattform, auf der Plätze in exklusiven Jets gebucht werden kann oder ob Plagiate gefunden werden.

Start-up-Quelle Klassenraum

Die Förderung junger Talente, die sich schon in der Schule fürs Gründen begeistern, wird hierzulande nach wie vor eher stiefmütterlich behandelt. Umso wichtiger ist es, Mut zu machen und erfolgreiche Schülergründer*innen zu präsentieren.

Ideen können überall entstehen, auch schon in der Schule. Das deutsche Bildungssystem macht es angehenden Gründer*innen allerdings nicht leicht – dennoch stehen einige Schüler*innen kurz vor dem Durchbruch. „Vom Bildungssystem kommt da leider nicht viel“, sagt Leonard Darsow, 17 Jahre alt, aus Freiburg im Breisgau. „Was gibt es für einen besseren Weg als die Schule?“, fragt Berit Allgeier, 18 Jahre, aus Achern (Baden-Württemberg). „Da muss mehr kommen, das verpflichtend zu unterrichten“, meint Edgar Schmidt-Narischkin, 19 Jahre, aus Berlin. Nein, gut steht Deutschland wirklich nicht da, wenn es darum geht, das Gründertum in der Schule zu vermitteln. Laut einer Untersuchung des Global Entrepreneurship Monitors liegt Deutschland gerade einmal auf Platz 36 von 54 in dieser Kategorie.

Hilfe von außerhalb

„Das Gründertum und das Handwerkszeug zum Gründen werden in unserem Bildungssystem kaum vermittelt“, kritisiert Hauke Schwiezer, Mitgründer und Geschäftsführer der Non-Profit-Organisation Startup Teens (s. StartingUp 02/2020 – Abonnent*innen können im Online-Heftarchiv gratis auf den Beitrag zugreifen). Besonders bei jungen Gründer*innen gehört Deutschland mit 3,4 Prozent zu den Ländern mit den niedrigsten Quoten. „Viele Jugendliche würden gern gründen, wissen aber noch nicht wie“, sagt Schwiezer. Mit Startup Teens adressieren er und sein Team dieses Problem. Ziel der Initiative ist es, jungen Menschen dabei zu helfen, ihre innovativen Ideen umzusetzen, damit es künftig wieder mehr Gründer*innen, Unternehmensnachfolger*innen und unter nehmerisch denkende Angestellte gibt. „Wir vermitteln dafür wichtige Skills, wie Coding, also Programmieren, und machen sie so fit für ihre berufliche Zukunft“, erklärt Schwiezer. Um das zu ermöglichen, bietet Startup Teens On- und Offline-Events, einen You­Tube-Kanal für Unternehmertum und Coding sowie ein Mentoren-Netzwerk mit fast 1000 Persönlichkeiten aus Start-up-Szene, Industrie und Mittelstand.

Außerdem wird jährlich ein deutschlandweiter Businessplanwettbewerb veranstaltet. Einen solchen jährlichen Wettbewerb veranstaltet auch Jugend gründet. Seit 2003 können Teilnehmende mithilfe einer Online-Eingabemaske einen markt­reifen Businessplan entwickeln. Dabei werden sie durch die JG-Business-Academy und über ein großes Mentoren-­Netzwerk unterstützt. Denn auch hier wurde das Problem an deutschen Schulen erkannt: „Unternehmen haben in unserer Gesellschaft eine große Bedeutung: Sie kreieren Werte mit ihren An­geboten, sie stellen Arbeitsplätze für die Mehrzahl aller Beschäftigten in Deutschland und sie sind Innovationstreiber“, sagt Projektleiterin Franziska Metzbaur. „Eine Beschäftigung mit diesen Themen bereits im Unterricht halte ich für höchst sinnvoll. Auch, weil es nötig ist, dass wir den Jugendlichen aufzeigen, dass in diesem Bereich eine große Chance besteht mitzugestalten, wie sich unsere Zukunft entwickelt.“ Und Jugend gründet bietet neben dem Businessplan noch ein weiteres Element: In der zweiten Phase des Wettbewerbs wird ein virtuelles Unternehmen in einer Com­puter­simulation für die ersten acht Jahre durch die Höhen und Tiefen der Konjunktur gesteuert. Die zehn Teams, die nach diesen beiden Runden die meisten Punkte haben, dürfen am Finale teilnehmen. Dem Gewinner winkt der Hauptpreis: Eine Reise ins globale Gründerparadies Silicon Valley.

Kein Rest bleibt zurück

Über diesen Preis konnte sich 2020 Edgar Schmidt-Narischkin aus Berlin freuen. Zusammen mit seinem Team bestehend aus Kilian Holle, Karl Weiss, Liv Jürgensen und Subonn Lee hat er ein Produkt entwickelt, dessen Ursprung auf einem Balkon mitten in Berlin liegt. Denn Edgar liebt die Gartenatmosphäre auf seinem Balkon und bepflanzt ihn deshalb jedes Jahr neu. Doch eine Sache stört ihn: Die Plastikblumentöpfe seiner Setzlinge, die sich hinter ihm auftürmen. „Es tut weh, dass sich jedes Mal so viel Müll ansammelt“, sagt der 19-Jährige.

Laut Deutscher Umwelthilfe (DUH) landen hierzulande jährlich 116.000 Tonnen Plastik aus Verpackungen und Produkten in der Umwelt. Um diese Zahl zu senken, hat Schmidt-Narischkin mit seinen Freund*innen einen Blumentopf entwickelt, der sich selbst in der Erde kompostiert. Der sog. KomPot besteht aus Holzfasern, Stärke und Lignin. Er kann zusammen mit dem Setzling eingepflanzt werden und verschwindet nach einigen Monaten, während er dabei die Pflanze düngt. „Die Entwicklung geht gut voran“, erklärt der 19-Jährige zum KomPot, dessen Marktstart wegen geschlossener Blumenläden verschoben werden musste. „Die Schule hat uns bei diesem Projekt Mut gemacht“, sagt er. Über Workshops des Netzwerks „[email protected]“ sind sie in Berührung mit dem Unternehmertum gekommen. Dennoch: „Schön wäre es, wenn es auch im Unterricht entsprechende Module geben würde. Es kann so viel Innovation bringen, wenn Schüler im Unterricht etwas zum Thema Gründen lernen würden.“