CBD Startup gründen: Der Handel mit CBD-Produkten floriert


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Der CBD-Boom lässt Unternehmer auf das große Geschäft hoffen. Dennoch birgt der Handel mit Hanfprodukten auch ohne THC seine Fallstricke.

Die Flut an Werbeanzeigen im Internet und in der analogen Welt zeigt den Boom, den CBD-Produkte in Deutschland erfahren. Diese werden inzwischen in Hanfshops, Reformhäusern, Drogerien, Tankstellen, Supermärkten und Apotheken verkauft. Da CBD über verschiedene Kanäle des Organismus resorbiert werden kann, ist die Variantenbreite der Produkte enorm. Wer einen CBD Shop gründen möchte, verfügt also über ein hohes Diversifikationspotenzial.

Unter anderem findet sich CBD in konzentrierter Form in Zahnpasta, Kaugummis, Bonbons, Keksen, Gummibärchen, Getränken, Hautpaste, Liquid, Kapseln und Butter wieder. Am beliebtesten sind von diesen Produkten CBD-Öle, denn diese Applikationsart gewährt eine monatelange Konservierung, weist eine hohe Bioverfügbarkeit auf und ermöglicht eine Wirkdauer, die bis zu sechs Stunden betragen kann. Außerdem gelten Öle nicht als Nahrungsergänzungsmittel, was beim Vertrieb von Hanfprodukten einen entscheidenden Vorteil bietet.


CBD-Produkte umfassen eine Branche mit vielleicht den schnellsten Wachstumsraten der Welt. In den USA konnten Analysten jährliche Zuwachsraten von 30 bis 40% beobachten und in Europa liegen die Zahlen nur geringfügig darunter. Naheliegend ist deshalb der Gedanke für Startups, auf ebendieses Pferd zu setzen und es mit einem eigenen CBD Geschäft zu versuchen. Was das Geschäftsmodell angeht: Sie können CBD Produkte als Whitelabel vertreiben oder mit Drittunternehmen zusammenarbeiten. Die einzelnen Geschäftsmodelle stellen wir in diesem Artikel vor.

Besonderheiten beim Handel mit CBD-Produkten



Wer ein CBD Geschäft eröffnen möchte, sollte sich mit dem rechtlichen Umgang des Staates mit Cannabinoiden vertraut machen, der alles andere als unkompliziert ist. Zwar wird inzwischen bei der Hanfpflanze differenziert und längst nicht mehr all ihre Essenzen mit dem berauschenden THC in einen Topf geworfen. An die entsprechenden THC-Grenzwerte muss sich aber gehalten werden. Die WHO hält in einer Empfehlung von 2017 staatliche Verbote gegen reines Cannabidiol für ungerechtfertigt, da dieses die Gesundheit nicht gefährde und sogar von therapeutischem Nutzen sei. Die meisten EU-Mitgliedsstaaten haben deshalb THC-Grenzwerte für CBD-Produkte erlassen. In Deutschland dürfen CBD-Produkte verkauft werden, sofern sie keine Spuren von THC umfassen, die über einen Anteil von 0,2% hinausgehen.



Handel und Vertrieb von allen CBD-Produkten unterliegen in Deutschland ebenfalls strengen Restriktionen. Ein Vertrieb für CBD als Nahrungsergänzungsmittel ist derzeit nur bei einer EU-Lizenz möglich, welche die Produkte als novel food anerkennt. Der Anbau von Hanf ist in Deutschland praktisch unmöglich. Eingekauft werden dürfen nur Produkte nach den pharmazeutischen Richtlinien der good manufacturing practise (GMP). Zudem existieren in Deutschland nur drei hanfverarbeitende Betriebe, was für die Beschaffung und Organisation entsprechende zusätzliche Hürden aufstellt.



Welche Betriebsformen sind möglich?



Wenn Sie trotz dieser Schwierigkeiten ein CBD Geschäft eröffnen möchten, dann sind für Sie eine Reihe von Möglichkeiten offen:



Dropshipping: das Streckengeschäft


Beim Dropshipping wickelt das Geschäft die Zahlungen und den Geschäftsverkehr mit dem Kunden persönlich ab. Nach dem Kauf werden die Produkte beim Lieferanten geordert und gehen von dort direkt an den Kunden. In diesem Fall hat der Online-Händler keinen direkten Kontakt mit den Waren und braucht sich demnach auch nicht um ein Lager zu kümmern. Dieses Modell besticht durch seine Einfachheit. Die möglichen Gewinne sind allerdings recht überschaubar.



Franchising: Vorteil des gemachten Nestes



Beim Franchising profitiert der Online-Händler von den bewährten Strukturen eines größeren Unternehmens. In einer Kooperation darf für eine monatliche Franchisegebühr auf dessen Produkte zugegriffen werden, für die es bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad und eine entsprechende Nachfrage gibt. Manche Modelle sehen eine zusätzliche Gewinnbeteiligung an das Senior-Unternehmen vor. Dieses steht dafür in vielen Fällen als Coach und Berater zur Verfügung, weil das Unternehmen natürlich selbst daran interessiert ist, dass sich seine Produkte gut verkaufen.



Eigenes Branding: großer Sprung ins Ungewisse



Am ambitioniertesten ist die white label genannte Vertriebsform, bei welcher der Online-Shop die größtmögliche Form der Unabhängigkeit genießt. Die CBD-Produkte werden als eigene Marke und ohne Gewinnbeteiligung an Dritte verkauft. Die mögliche Gewinnspanne ist hier am größten, aber dies gilt auch für die Kosten entlang der Warenwirtschaftskette. Idealerweise verfügen Unternehmer, die sich auf dieses Geschäftsmodell einlassen, über vertiefende Kenntnisse zum Cannabinoid und seinen gesundheitlichen Effekten sowie über Grundkenntnisse zum Hanfanbau für den Kontakt mit Zulieferern.

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App-solut datenschutzkonform

Von der Optimierung des Workflows bis hin zur Erschließung neuer Vertriebs- und Kommunikationswege: Apps beeinflussen immer mehr Abläufe in der Geschäftswelt. Umso wichtiger, dass eine App vom Start weg rechtssicher aufgestellt ist.

Egal ob bei Firmen, speziellen Interessengruppen oder der öffentlichen Hand, Apps gewinnen zunehmend an Bedeutung. Schließlich können durch eine native, mobile Anwendungssoftware nicht nur bestehende Kund*innen, Mitarbeitende und Geschäftspartner*innen aktiviert werden, sondern auch neue smartphoneaffine Zielgruppen. Und mehr noch: Apps beeinflussen mittlerweile auch Abläufe in der Geschäftswelt. Von der Erleichterung des Workflows bis hin zur Erschließung neuer Vertriebs- und Kommunikationswege ist prinzipiell alles möglich, vorausgesetzt die App beachtet geltende Datenschutzregeln und wirksame Einwilligungen.

Wenn es die Technik macht

In Sachen Datenschutz hat sich einiges getan. So müssen neben DSGVO und ePrivacy-Richtlinie seit 1. Dezember 2021 auch die neuen TTDSG-Regelungen berücksichtigt werden. Von letzteren sind nicht nur große Konzerne wie Facebook oder Google betroffen, sondern beispielsweise auch Unternehmen, die planen eine eigene App mit Chat-Funktion anzubieten. Entsprechend gilt es bereits in der Entwicklungsphase kritische Schwachstellen in der technischen Gestaltung und in den Voreinstellungen zu vermeiden.

Um den Grundsätzen und Anforderungen der sogenannten Privacy-by-Design- Richtlinie zu genügen, müssen etwa passende Mittel wie Pseudonymisierung, Verschlüsselung und Anonymisierung der IP-Adresse für die Verarbeitung personenbezogener Daten ergriffen werden. Hinzu kommt neben einer Nutzer*innenauthentifizierung auch die technische Umsetzung des Widerspruchrechts.

Insbesondere wenn eine Vielzahl von Zustimmungen einzuholen ist, benötigt die App zudem passende Privatsphäre-Einstellungen, die es User*innen erlauben, ihre Einwilligung einzusehen und gegebenenfalls zurückzuziehen. Hier sollte ein System implementiert sein, das die Wahrung der Nutzer*innenrechte auf Auskunft, Löschung, Berichtigung und Datenübertragbarkeit gewährleistet. Datensparsamkeit kann als Grundsatz in den Hintergrund treten, wenn die Datenhoheit für den Kund*innen sichergestellt werden kann.

Darüber hinaus ist sicherzustellen, dass in einer Datenschutzerklärung alle erhobenen Informationen gelistet sind. In der Praxis wird dazu häufig auf eine Website verlinkt. Eine solche Verknüpfung kann allerdings dafür sorgen, dass so mancher Hinweis über die relevanten Prozesse unvollständig abgebildet wird.

Daher wird zur Erstellung einer eigens auf die mobile Software abgestimmten Datenschutzerklärung geraten. Im Idealfall ist diese in der App nicht nur leicht auffindbar, sondern bereits vor der Installation im Store einsehbar. Hierbei werden häufig externe Services sowie im Rahmen der Programmierung oder des Betriebs eingesetzte Tools vergessen. Dies kann weitreichende Folgen nach sich ziehen, wenn beispielsweise ein Service nicht den EU-Richtlinien und den DSGVO- Anforderungen genügt.

Wenn der Zweck die Mittel heiligt

Darüber hinaus sollte eine datenschutzkonforme App so voreingestellt sein, dass sie nur solche Informationen erhebt und verarbeitet, die für eine einwandfreie Nutzung tatsächlich notwendig sind. Es gilt der Zweckbindungsgrundsatz. Daher heißt es in diesem Zusammenhang die Verwendung personenbezogener Daten auf ein Mindestmaß zu reduzieren. So mögen für eine Bestellung über einen virtuellen Marktplatz beispielsweise Adresse, E-Mail und Telefonnummer relevant sein, nicht aber der Zugriff auf den Fotospeicher des Smartphones oder das Mikrofon.

Alles, was darüber hinausgeht, braucht eine separate Einverständniserklärung mit passender Opt-out-Möglichkeit. Das trifft nicht zuletzt auf das Tracking des Nutzer*innenverhaltens zu – vor allem, wenn die gewonnenen Daten an Drittanbieter*innen weitergeleitet werden.

Der Autor Andreas Köninger ist App-Entwickler und Vorstand der SinkaCom AG, die mittelständische Kund*innen dabei unterstützt, ihre unternehmenseigene Strategie, Business- und Kommunikationsziele erfolgreich in Systemen, Prozessen und Organisationen umzusetzen und zu erreichen.

SEO-Trends 2022

Suchmaschinenmarketing: Von Audio-Marketing bis Responsive-Suchanzeigen. Mit diesen 7 Trends startest du online im neuen Jahr durch.

Online-Marketing gibt es stetig neue Entwicklungen, Trends, Anpassungen und Tools. Sie automatisieren die bestehenden Prozesse und verbessern die Möglichkeiten zur Suchmaschinenoptimierung und -werbung immer weiter. Um die Sichtbarkeit im Web für das eigene Unternehmen zu erhöhen, gilt es solche Trends im Blick zu behalten. Vor allem Entwicklungen im Bereich Audio, Video und Social Media sowie die Verzahnung von Content und E-Commerce stehen aktuell im Fokus. Wir haben sieben Trends identifiziert, mit denen Unternehmer und Selbständige online 2022 durchstarten.

SEO Trend 2022: Audio-Marketing

Ob Podcasts, Clubhouse oder Twitter Spaces: Audio-Content wird immer beliebter. Deshalb sollen diese Inhalte auch in den Suchergebnissen von Google platziert werden. Wie bei anderem Content spielt dabei vor allem der gebotene Mehrwert eine wichtige Rolle für ein gutes Ranking. Mit eigenen Unternehmens-Podcasts erreichen kleinere und größere Betriebe ihre Zielgruppe dann an einem weiteren Touchpoint. Übrigens: Videos sind schon länger ein oft genutztes Marketingtool, doch ihre Bedeutung nimmt weiter zu. Sie erhöhen nicht nur den organischen Traffic, sondern sorgen auch für eine längere Verweildauer auf Websites und Social-Media-Profilen.

SEO Trend 2022: Content-Commerce

Die Verzahnung von Content-Marketing und E-Commerce schreitet im digitalen Marketing immer weiter voran. Beispielsweise Facebook und Instagram setzen bereits verstärkt auf E-Commerce-Funktionen, sodass User*innen über die Plattformen shoppen können. Diese Entwicklung führt dazu, dass Unternehmen ihren Content zunehmend strategisch in die digitale Customer Journey ihrer eigenen Kundinnen und Kunden integrieren sollten. Dadurch lassen sich passende Inhalte in jede Phase des Einkaufserlebnisses einbinden und flexibel an die Kund*innenbedürfnisse anpassen. Der Aufbau einer Digital-Experience-Plattform kann für Unternehmen zu einem Wettbewerbsvorteil werden. 

SEO Trend 2022: Google Analytics 4

Ende Oktober 2020 stellte Google von Universal Analytics beziehungsweise GA3 auf Google Analytics 4, kurz GA4, um und setzt nun verstärkt auf die Umstellung der vierten Version des Trackingtools. Bei GA4 handelt es sich dabei um mehr als ein Upgrade: Es ist vielmehr eine neue Generation von Google Analytics, die für User*innen einige Veränderungen mit sich bringt. Im Vergleich zu GA3 ist nicht nur das User Interface neu, sondern auch das zugrunde liegende Datenmodell und das Tracking. Letzteres lässt sich in der neuen Version auch ohne Cookies ermöglichen. Zudem können über ein ganzes Tagging-Framework Daten an Google-Dienste wie Google Ads, Campaign Manager oder Search Ads 360 gesendet werden. GA4 erleichtert so den Einbau des Tracking-Codes für alle Google-Produkte, noch präziseres Conversion-Tracking und die Minimierung technischer Fehlerquellen. 

SEO Trend 2022: Mobile First

Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer durchsuchen das Web vor allem über ihre Smartphones und Tablets. Schon länger steht die Darstellung im Responsive Design deshalb im Fokus. Im Jahr 2021 hat Google aber sogar alle Webseiten auf das sogenannte Mobile-First-Indexing umgestellt, sodass die Suchmaschine Inhalte, die ausschließlich auf Desktopgeräten verfügbar sind, ignoriert. Unternehmen sollten ihre Seiten deshalb dringend auf das Responsive Design hin überprüfen. Passend dazu spielen auch Deeplinks eine immer größere Rolle. Sie finden in Verbindung mit Apps Verwendung, um von Anzeigen auf die richtigen Zielseiten zu verlinken. Somit verhelfen Deeplinks insbesondere Nutzern von mobilen Endgeräten zu einem schnellen und nutzerfreundlichen Shoppingerlebnis. 

SEO Trend 2022: PageSpeed Insights 

Google hat jüngst seinen Online-Dienst „PageSpeed Insights“ optimiert. Das Tool zur Analyse und Verbesserung für Ladezeiten von Internetpräsenzen bietet nun viele neue Informationen über die Ladegeschwindigkeit und zum Lighthouse-Score. Bei „Google Lighthouse“ handelt es sich wiederum um ein Audit-Tool, das die Performance von Websites erhebt. Der Score wird dabei in den Kategorien Performance, Accessibility, Best Practices und SEO errechnet. Zu den Veränderungen in der optimierten Version gehört zum Beispiel, dass nun nicht mehr die Punktzahl der getesteten Seite ganz oben auf der Ergebnisseite steht, sondern der Abschnitt mit den Nutzer*innendaten. Bei der Punktzahl handelt es sich nämlich nur um Labordaten, die keinen direkten Einfluss auf die Rankings haben. Der Bereich mit den Nutzer*innendaten lässt sich hingegen aufklappen, sodass User*innen zusätzliche Details zu den Core Web Vitals sehen. Dazu wird jeweils der Anteil der Aufrufe dargestellt und kategorisiert: grün für Erreichung der empfohlenen Werte, gelb für Werte mit Verbesserungsbedarf und rot für schlechte Leistungen. Zusätzlich gibt es sowohl für die Nutzer*innen- als auch für die Labordaten einen zusätzlichen Abschnitt mit weiteren Informationen zum Erfassungszeitraum, zur Dauer der Besuche oder auch zur Größe der Strichprobe, sodass User*innen die Performance der jeweiligen Seite besser analysieren und verbessern können.

SEO Trend 2022: Free Listing

Bereits seit einigen Monaten hat Google die kostenlosen Shoppinganzeigen international ausgerollt. Doch noch nicht alle Produktanbieter*innen nutzen dieses Tool für ihre Marketingkampagne. Dabei bietet das Free Listing vor allem kleinen Unternehmen mit wenig Marketingbudget Gelegenheit, Werbeanzeigen kostenlos zu platzieren und diese zu testen. Auf diesem Weg werden nämlich verschiedene Produktmerkmale wie Preis, Verfügbarkeit und Bewertungen teilweise auch in den organisch gelisteten Shoppinganzeigen aufgeführt und Internetnutzer*innen angezeigt.

SEO Trend 2022: Responsive-Suchanzeigen

Marketingmaßnahmen und Online-Tools verändern sich vor allem aufgrund des stetigen Wandels des User-Suchverhaltens. Google gibt beispielsweise an, dass 15 Prozent der täglichen Anfragen ganz neue Suchen darstellen. Online-Marketingkampagnen gilt es deshalb möglichst flexibel zu gestalten. Zudem sollten Unternehmen auf Automatisierung setzen – besonders auf Responsive-Suchanzeigen. Texte in solchen Anzeigen werden ständig angepasst, damit sie Kund*innen immer passende Botschaften präsentieren. Dafür geben Unternehmen einfach mehrere Anzeigentitel und Textzeilen ein, sodass Google Ads im Laufe der Zeit automatisch verschiedene Kombinationen testet und die zielführendsten unter ihnen ermittelt. Ab dem 30. Juni 2022 will Google nur noch die Responsive Search Ads unterstützen. Erweiterte Textanzeigen sollen dann zwar weiterhin ausgespielt werden, die Möglichkeit zur Erstellung oder Bearbeitung fällt aber weg.

Der Autor Andreas Karasek ist Geschäftsführer der Agentur SEM Berater.

Krypto-Trends 2022

Kryptowährungen: Was sind die Erwartungen und Trends für 2022?

Krypto-Trend: Bitcoin bleibt der "König"

Trotz der Tatsache, dass die Dominanz von Bitcoin im Jahr 2021 abnahm und die Anleger begannen, sich nach Alternativen wie Ethereum, Solana und Polkadot umzusehen, ist BTC immer noch die wichtigste "schwere" Kryptowährung. Die Nachfrage nach BTC und seinen Derivaten wird steigen. BTC hat eine niedrige Besicherungsquote, was auf eine geringe Verschuldung hindeutet und ein Potenzial für die Verwendung als DeFi-Sicherheiten zeigt. Bitcoin-Inhaber werden in der Lage sein, mehr ihrer Bitcoins für Kredite, Darlehen, die Bereitstellung von Liquidität usw. zu verwenden. Ein größerer Teil des Bitcoin-Angebots wird auf anderen Blockchains abgelegt werden.

Krypto-Trend: Cross-Blockchain-Bridges

Cross-Blockchain-Bridge-Protokolle wie Rune (THORChain) werden mehr Peer-to-Peer-Swaps ermöglichen. Derzeit verbinden sich die meisten Brücken mit dem Ethereum (ETH)-Netzwerk aufgrund der Kompatibilität mit der Ethereum Virtual Machine (EVM) (Tezos Wrap Protocol Bridge, Binance Smart Chain Bridge, Solana's Wormhole Bridge, Avalanche Bridge, usw.). Es wird erwartet, dass blockchain-übergreifende Möglichkeiten eine wichtigere Rolle spielen werden.

Krypto-Trend: DeFi und Liquidität

Vor kurzem sind mehrere neue vielversprechende Protokolle erschienen. Zum Beispiel für eine langfristige Liquidität - OlympusPro, Tokemak, oder für eine kurzfristige Liquidität - Fei Protocol x Ondo Finance und Liquidity Mining, was eine Tür für die weitere Entwicklung von DeFi2 öffnet. Die Entwicklung von Mindestreserve-Banking und Off-Chain-Kredit-Scoring-Systemen wird einer der Trends sein.

Krypto-Trend: NFTs

Ihr Potenzial ist enorm, da sie zur Übertragung von Rechten sowohl an virtuellem als auch an physischem Eigentum genutzt werden können. Wir werden also herausfinden müssen, wie NFTs von "traditionellen" Institutionen wie Museen, Fonds usw. behandelt, gehalten und bewertet werden können.

Krypto-Trend: Regulierung

Immer mehr institutionelle Anleger haben begonnen, Kryptowährungen als legitime Anlagemöglichkeit anzuerkennen, auch wenn eine umfassende Regulierung noch auf dem Weg ist. Der Markt für Kryptowährungen ist einfach zu groß geworden, um ihn zu ignorieren. Gleichzeitig wird die makroökonomische "Übernahme" von Blockchain/digitalem Geld intensiviert werden. Wir erwarten eine stärkere Konzentration auf CBDCs und Stablecoins, die zur Diversifizierung und Senkung der Transaktionskosten beitragen, grenzüberschreitende Reibungsverluste verringern, Einlagen ergänzen, die finanzielle Eingliederung fördern usw. Es wird eine bankähnliche Regulierungsstruktur für Stablecoin-Emittenten vorgeschlagen werden.

Krypto-Trend: breitere Einführung von Blockchain-Technologien

Und schließlich eine breitere Einführung von Blockchain-Technologien, um viele weitere Bereiche zu digitalisieren und zu verfolgen, angefangen bei der Nutzung medizinischer Daten, ESG-Attributen (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung), der Überprüfung der Identität von Lieferanten, Geldtransfers usw.

Der Autor: Prof. Roman Matkovskyy, Rennes School of Business

Pop-up-Experience

Pop-up-Stores sind smarte Marketing-Tools für Gründer*innen, die weit mehr bieten als nur Sonderverkaufsflächen.

Pop-up-Stores können Start-ups in verschiedenen Stadien ihres Lebenszyklus unterstützen. Und damit an verschiedenen Stellen für Differenzierung, Mehrwert und Customer Centricity sorgen. Allerdings nur, wenn man ihr Potenzial ganzheitlich versteht und bei der Konzeption einen klaren Fokus setzt. Wie? Darum geht es in diesem Beitrag.

Was sind Pop-up-Stores?

Wie der Name schon verrät, poppen Pop-ups kurzfristig auf und sind nur eine begrenzte Zeit verfügbar. Sie können eine Art Store-Charakter haben, aber auch in kreativen Formen daherkommen: als mobile Einheit oder individuelle Installation. Dann sprechen wir von Pop-up-Experiences. Sie können für wenige Stunden, Tage oder auch mehrere Wochen bis Monate öffnen und bilden damit ein ganz besonderes Markenerlebnis-Format für Unternehmen und deren Kund*innen.

Sie sind nicht nur sehr flexibel und wandelbar einsetzbar, sondern können auch finanziell eine clevere Alternative sein, denn du bindest dich nicht an einen jahrelangen Mietvertrag. Stattdessen kannst du an verschiedenen Standorten oder zu verschiedenen Zeiten (im Jahr oder auch am Tag) unterschiedliche strategische Zielgruppensegmente ansprechen und Lo­cations bezüglich deines Geschäfts-Impacts testen.

Der beste Zeitpunkt für die Eröffnung eines Pop-ups ist genau jetzt. Das liegt zum einen daran, dass pandemiebedingt derzeit sehr viele freie Räume in attraktiven Lagen zur Verfügung stehen. Zum anderen sind die Eigentümer*innen mittlerweile auch für temporäre Mieteinnahmen offen, und die Politik begrüßt kreative Konzepte, um leere Innenstädte wiederzubeleben.

Der Handel spricht gerade davon, wie sich die vermeintlich funktionale Warenbeschaffung immer mehr in Richtung Experiences Economy transformiert. Und genau da setzen Pop-up-Experiences an: flankierend zum normalen Handel- und Vertriebs-Setup, als Test- bzw. Innovations-Pilot oder als dauerhaft implementierte Erlebniskomponente.

Start-up & Konzern, digital & analog: Pop-ups können für alle relevant sein. Klassischerweise kennt man Pop-up-Stores aus den Bereichen Mode, Food und Kosmetik. Dabei sind sie – wenn man die Erfolgsfaktoren richtig dekodiert hat – für alle Branchen geeignet. Denn es geht letztendlich darum, der Zielgruppe in einem relevanten Umfeld ein emotionales Erlebnis zu bieten.

Anfassbare Produkte lassen sich so kreativ mit allen Sinnen erleben. Angebote und Dienstleistungen, die nicht greifbar sind oder zum Beispiel aus einer schwer verständlichen Technik resultieren, können so erklärt werden. Auch Google und Ebay haben schon mit Pop-up-Stores ihre Marken gestärkt: Google mit einem Hamburger Store zur Bekanntmachung des neuesten Google Pixel Smartphones, bei dem es unter anderem Foto-Workshops gab, die zur tieferen Auseinandersetzung mit dem Produkt und für mehr Sichtbarkeit „beyond“ im Social Space sorgten. Ebay über einen Kaufs- und Verkaufsraum rund um die Weihnachtszeit, in dem Menschen durch ein reales Geschäft gingen, die Marke erlebten und dabei aber die Vorteile der digitalen Kaufabwicklung und Lieferung über Ebay genossen. Pop-ups sind übrigens nicht nur ein B2C-Tool, sondern können auch für den B2B-Bereich konzipiert werden.

Besondere Erlebnisse bringen besondere Erkenntnisse

Pop-ups sind ein versatiles Marketing-Instrument. Egal, in welchem Stadium sich dein Start-up derzeit befindet, kann es sehr spannend sein, diese vielfältigen Anwendungsbereiche mal zu evaluieren und im Team durchzuspielen, nämlich unter folgenden Aspekten:

  • Stärkung der Markendifferenzierung: Eine Pop-up-Experience ist die ideale Bühne, um deine am Reißbrett entstandene Marke in der Praxis zu inszenieren und ihr den Raum zu geben, die sie verdient. Ausgehend von deiner Positionierung schaffen Brand Space Designer ein Markenerlebnis für alle Sinne. Und das wiederum sorgt für Differenzierung, Mehrwert und Storytelling.
  • Content-Fabrik: Pop-up-Experiences sind bestens geeignet, um relevanten Content zu produzieren, der dann auf den Owned-, Earned-, Paid-Kanälen wieder zum Einsatz kommt. Und das alles eins-zu-eins aus der Markenwelt. Außerdem haben Pop-ups inhaltlich viel zu erzählen, was im Vorfeld, im Live-Zeitraum und im Nachgang die Kommunikationsstrategie befeuert.
  • Testen von Standorten: Du möchtest deinen ersten Flag­ship-Store eröffnen oder expandieren? Bloß wo? Probiere es aus – in der Großstadt, auf dem Dorf, mitten im Ortskern oder eher im Randgebiet. Mit einem Pop-up-Store bist du örtlich und gestalterisch flexibel und nicht an einen festen Mietvertrag mit Kündigungsfrist gebunden.
  • (Neu-)Kund*innenakquise: Kund*innen halten und gewinnen. Durch Pop-ups kommst du näher an deine Zielgruppen heran. Zum einen kannst du neue Zielgruppen behutsam erschließen (Stichwort Verjüngung, Segmentierung), ohne dass Stammkund*innen irritiert werden. Zum anderen kannst du Pop-ups konzeptionell so ausrichten, dass sie für deine Kernzielgruppe als Loyalitäts-Tool dienen und die Bindung zur Marke intensiviert wird.
  • Marktforschung und Produktentwicklung: Den immer stärker werdenden Innovationsdruck kennen wir alle. Bist du auch zuweilen unsicher, was genau sich deine potenzielle Zielgruppe wünscht, wo es hakt, was optimiert werden kann? Pop-ups können auch dafür eine Bühne sein, um direkt, pragmatisch und auf Augenhöhe mit deinen Kund*innen in Verbindung zu bleiben und in den Dialog zu kommen.
  • Produkttests: Dein Start-up hat bereits einen Prototyp entwickelt oder du denkst über die Erweiterung deines Portfolios nach? Dann teste, wie dein Produkt bei den Menschen ankommt und schaue dabei in ihr Gesicht. Näher an den Kund*innen kannst du nicht sein.

Wie funktionieren Pop-ups?

Pop-ups sind Erlebnisse: Sie sind emotional, aufregend, außergewöhnlich, inspirierend oder auch animierend. Das muss sich im Design, der Location, der Verfügbarkeit, den Inhalten, Angeboten und Aktionen widerspiegeln. Pop-ups leben von einer Faszination, einem Hauch Exklusivität und einer gelungenen Gesamtkomposition. Sie zu konzipieren, braucht Klarheit über die Ziele und einen guten Sparringspartner in der Entwicklung. Nur so kann der rote Faden klar transportiert werden und am Ende aus Einzelfacetten ein strahlendes Masterpiece werden.

Als „Geschäfte mit Geschichten“ haben Pop-ups zum Ziel, Berührungspunkte zwischen deiner Marke und den Besucher*innen zu erschaffen. Es geht also um eine Experience beyond Moments, um einen langfristigen Beziehungsaufbau.

Damit das klappt, braucht es eine strategische Grundlage, die sich von den Unternehmenszielen ableitet. Es stellt sich also zunächst immer die Frage: Welche Challenge hast du gerade? Was möchtest du mit einem Pop-up-Store erreichen? Natürlich kann ein Pop-up mehrere Zwecke erfüllen, bei der Konzeption solltest du aber einen konkreten Fokus auswählen. Das kann zum Beispiel Folgendes sein: deine Community besser kennenzulernen. Deine Marke oder eines deiner Produkte mit allen Sinnen erlebbar zu machen. Hintergründe zu erklärungsbedürftigen Produkten bzw. Dienstleistungen zu vermitteln. Oder neue Produkte für den Vertrieb zu testen.

Neben dem Festlegen des Hauptziels deines Pop-ups, ist wichtig, wie du dich und dein Start-up präsentieren möchtest. Sympathie und Mehrwert sind hierbei wichtige Verkaufsfaktoren. Eine Studie aus dem Journal of Advertising Research (JAR) hat kürzlich gezeigt, dass insbesondere das Inszenieren des Gefühls von Freude auf allen Ebenen ein elementarer Erfolgsfaktor ist. Inszeniere ein gemeinsames Erlebnis, biete Workshops und Austauschformate an, denn das schweißt zusammen. Dabei kannst du visuelle, haptische und technische Gadgets zur Hilfe nehmen.

Wenn du alles richtig machst, profitierst du nicht nur vom direkten Impact des Pop-ups (zum Beispiel Abverkäufen), sondern auch von Synergieeffekten und dem Word of Mouth, wenn nämlich Besucher*innen positiv über dich sprechen.

Die Top-Branchen für Start-ups im Jahr 2022

Auch im Jahr 2022 gibt es wieder jede Menge Trends, die sich Start-ups zunutze machen können. Wir zeigen die spannendsten Branchen und Trends.

Der Klimawandel ist real, das Leben wird immer digitaler, die Arbeit im Homeoffice ist noch immer ein Dauerthema: Politische Entscheidungen, neue Technologien und gesellschaftliche Entwicklungen beeinflussen unsere Arbeitswelt maßgeblich. Jedes Jahr erscheinen tausende neue Start-ups auf der Bildfläche – darunter viele aufstrebende Unternehmen mit großem Potential. Auch im Jahr 2022 gibt es wieder jede Menge Trends, die sich Start-ups zunutze machen können. Welche Probleme wollen gelöst werden, vor welchen Herausforderungen stehen wir und welche Branchen bestimmen die Zukunft?

Wie wollen wir in Zukunft arbeiten?

Die Art und Weise, wie Menschen künftig ihrer Lohnarbeit nachgehen möchten, ändert sich zunehmend. Immer jüngere Menschen mit verschiedenen Talenten und Expertisen werden Teil der Arbeitswelt. Im Zuge der Globalisierung und der Remote-Arbeit ändert sich die moderne Unternehmenskultur zunehmend. Auch ist zu erwarten, dass es immer weniger Festanstellungen geben wird, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf Vertragsbasis werden wir immer öfter sehen.

Aus diesen Entwicklungen ergeben sich auch für mögliche Start-ups viele Chancen. Unsere Präsenzkultur verliert an Bedeutung, Lösungen für digitales Arbeiten müssen her. Unternehmen wie Zoom haben im letzten Jahr gezeigt, welch großes Potential in der digitalen Arbeitswelt liegt. Sicher werden wir auch im nächsten Jahr wieder neue Unternehmen sehen, die die Remote-Arbeit erleichtern und gleichzeitig sicher machen.

Unternehmenssicherheit und Cyberkriminalität

Neue Technologien entwickeln sich in einem unglaublichen Tempo. Es ist noch nicht allzu lange her, da hatte man sein Telefon noch an der Wand hängen. Heute haben wir Laptop und Handy immer mit dabei, können in Echtzeit mit Menschen kommunizieren oder uns mit wenigen Klicks neue Schuhe liefern lassen. Die Datenmenge nimmt immer mehr zu, ständig erscheinen neue Programme auf der Bildfläche, die uns das Leben erleichtern wollen.

Doch mit den technologischen Entwicklungen rücken auch die Themen Hacking und Cyberkriminalität weiter in den Fokus. In den letzten Jahren wurden auch bei großen Unternehmen immer wieder massive Sicherheitslücken beobachtet. Verschiedene Start-ups haben sich dieser Probleme in den letzten Jahren angenommen – und auch für das Jahr 2022 erwarten wir ein großes Potenzial in der Branche.

Menschliche Arbeitskraft vs. intelligente Roboter

Unsere Systeme und Roboter werden immer leistungsfähiger. Künstliche Intelligenz (KI) ist in aller Munde. Eine KI kann spielend leicht Aufgaben übernehmen, die zuvor von Menschen erledigt wurde. KIs finden mittlerweile in verschiedensten Bereichen Anwendung – und sie lernen immer weiter dazu. Gelöst werden sollen hochkomplexe Aufgaben wie auch einfache Probleme. Beim Kundenservice etwa werden wir in Zukunft vermehrt von Robotern unterstützt, die mit uns chatten. Das reicht vom Reiseportal bis hin zum Online-Glücksspiel: Das beste Online Casino in Deutschland muss heutzutage auch einen soliden Kundenservice bieten. Die eingesetzten Maschinen werden voraussichtlich immer lernfähiger und können uns immer besser dabei unterstützen, Antworten auf unsere Fragen zu finden. Unternehmer und Unternehmerinnen stehen dabei vor der Aufgabe, ein gutes Gleichgewicht zwischen intelligenten Maschinen und menschlicher Arbeit zu finden. Welche Aufgaben sind für Menschen gemacht, was können Maschinen übernehmen? Wann ist es sinnvoll und wann vertretbar, menschliche Arbeit durch ein KI-Programm zu ersetzen?

Mit KI ausgestattete Computer sind die Zukunft, für Start-ups ergeben sich hier also große Chancen. Mittlerweile sind sie in allen Lebensbereichen präsent: Wir nutzen fast täglich Google, lassen uns von Alexa das Radio anschalten oder merken vielleicht auch gar nicht, wie auf einer Webseite im Hintergrund Aufgaben für uns erledigt werden, die uns ein besseres Erlebnis verschaffen sollen.

Neue Möglichkeiten der Finanzierung

Start-ups haben mittlerweile verschiedene Möglichkeiten, Finanzmittel zu beschaffen. In den letzten Jahren erschienen immer mehr Plattformen auf dem Markt, die Unternehmern und Unternehmerinnen Türen öffneten. Investoren und Geldgeber werden mit klugen Köpfen mit guten Ideen zusammengebracht, alternativen werden große Summen über Crowdfunding erzielt. Viele dieser neuen Methoden, an Finanzmittel zu kommen, werden auch von der dezentralen Bewegung vorangetrieben. Handel und Kreditaufnahme sind über Peer-to-Peer-Netzwerke möglich, welche über ein öffentliches dezentrales Blockchain-Netzwerk laufen.

Start-ups werden also auch im kommenden Jahr neue Märkte erschließen und von den vielseitigen Möglichkeiten der Finanzmittelbeschaffung profitieren können. Ob als Geldempfänger oder Unternehmen, das moderne Lösungen anbietet: Die Finanzierung einer guten Idee war nie einfacher und das Potential, selbst in diesem Bereich erfolgreich zu werden, ist groß.

Erfolgreich mit Kryptowährungen

Bleiben wir bei dezentralen Blockchain-Netzwerken: Obwohl der Bitcoin in diesem Jahr einen unglaublichen Sturzflug hinlegte, setzen noch immer viele Menschen und auch Unternehmen auf Kryptowährungen. Dabei ist Bitcoin längst nicht mehr die einzige Währung, die Krypto-Begeisterte im Auge haben. Immer mehr Altcoins erobern den Markt, besonders bekannt wurden im letzten Jahr Litecoin und Ethereum. Die Währungen werden immer weiterentwickelt und verbessert, sicher werden künftig auch weitere Kryptowährungen veröffentlicht.

Welche Währung die beste ist, entscheidet wohl jeder Nutzer selbst – und nicht nur die Währungen werden weiterentwickelt. Immer mehr Unternehmen möchten sich Währungen zunutze machen und die Nutzung verschiedener Währungen erleichtern. Ein gutes Beispiel dafür ist Coinlancer: Besonders interessant ist das Portal für freiberufliche Arbeitende, die digital unterwegs sind und ihr Geld im Internet verdienen. Hier werden Freelancer und Auftraggeber zusammengebracht. Gezahlt wird mit Tokens, welche sich in verschiedene Kryptowährungen umwanden lassen.

Ein anderes Unternehmen, das die Nutzung von Kryptowährungen vereinfachen möchte, ist Rentberry. Dieses Portal möchte Vermietern wie auch Mietern den Prozess einer Wohnungsvermietung erleichtern. Es entfällt beispielsweise die Zahlung einer klassischen Kaution, da alles digital abgewickelt wird. Erst dann, wenn Sicherheit gewährleistet ist, kann ein Vertrag abgeschlossen werden.

Nachhaltigkeit und kurze Lieferketten

Egal, ob ein eigenes Green-Startup geplant ist oder Start-ups anderen Unternehmen dabei helfen möchten, nachhaltiger zu werden: Der Klimawandel ist da und künftig müssen alle Unternehmen nach mehr Nachhaltigkeit und möglichst kurzen Lieferketten streben sowie ihren CO2-Ausstoß mindern. Zukunftsorientierte Unternehmen schauen zudem über Lieferketten hinaus und versuchen, die Nachhaltigkeit in allen Bereichen zu verbessern. Jedes Unternehmen, das aktuelle Herausforderungen ignoriert, wird im Zeitalter des bewussten Konsums voraussichtlich nicht bestehen können.

Schon jetzt gibt es zudem jede Menge grüne Start-ups, von denen wir einiges lernen können. Von Happy Plates, das sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzt, bis hin zu Plasticpreneur, das aus Plastikabfall Sinnvolles entwickelt, oder der Suchmaschine, für die bei jeder Suche Bäume gepflanzt werden: Das Thema Nachhaltigkeit bietet jede Menge Optionen. Die besten Unternehmen in diesem Bereich werden künftig vermehrt Anerkennung erfahren. Etablierte Unternehmen müssen umdenken, junge Unternehmer und Unternehmerinnen haben schon jetzt mit guten Ideen große Erfolge feiern können. Zudem gibt es mittlerweile verschiedene Förderprogramme, die nachhaltige Projekte unterstützen.

Wann eine eigene Kryptowährung sinnvoll ist

Eine eigene Kryptowährung kann für einige Unternehmen eine große Chance sein. Vor allem junge und innovative Start-ups können davon stark profitieren. Doch Entwicklung und Marketing nehmen viel Zeit sowie Kapital in Anspruch. Diese Dinge sollten Gründer*innen beachten, um herauszufinden, ob sich das Erstellen einer eigenen Kryptowährung lohnt und welche Möglichkeiten es dabei gibt

Eine eigene Kryptowährung erstellen – Wie geht das?

Möchte ein Unternehmen mit einer eigenen Kryptowährung auf den Markt gehen, gibt es dabei grundlegend zwei Möglichkeiten. Viele Start-ups entschließen sich dafür, lediglich einen Token zu entwickeln, der auf einer bereits etablierten Blockchain verwaltet wird. Dieses Verfahren ist vergleichsweise einfach, kostentechnisch überschaubar und erleichtert Gründer*innnen das Marketing: Lagern die Token auf einer bekannten Blockchain wie Ethereum oder NEO, fassen potentielle Investoren häufig eher Vertrauen.

Möchten Unternehmen jedoch eine Kryptowährung erstellen als Finanzierungsmethode für eigene Projekte, kann der Aufbau einer eigenen Blockchain eine lohnenswerte Entwicklung sein. Gründer*innen müssen dabei jedoch im Vergleich zu einer tokenbasierten Lösung mit einem erheblichen zeitlichen und finanziellen Mehraufwand rechnen.

Welche Kosten fallen an?

Ist die Entscheidung für eine eigene Kryptowährung gefallen, sollten Unternehmer sich eingehend mit den zu erwartenden Kosten auseinandersetzen: Vor allem die Entwicklung von Coin und Blockchain schlägt in der Regel mit hohen Summen zu buchen. Doch auch die Vermarktung der neuen Kryptowährung ist nicht zu vernachlässigen.

Marketing

Der eigentliche Launch neuer Coins ist nicht sehr teuer. Doch damit die eigene Kryptowährung den gewünschten Erfolg bringt, ist gutes Marketing – schon vor dem Launch – unerlässlich. Start-ups sollten sich dabei vor allem darauf konzentrieren, das eigene Projekt zu branden und damit so viele Menschen wie möglich zu erreichen, denn: Je bekannter und transparenter eine Kryptowährung ist, desto leichter finden sich Investoren.

Entwickler-Team

Wer mit dem Open-Source Code einer bereits bestehenden Kryptowährung arbeitet, kann innerhalb kürzester Zeit einen eigenen Coin erstellen. Auch die Entwicklung eines eigenen Tokens auf etablierten Blockchains geht schnell und ist nicht teuer.

Kostenintensiv wird das Ganze aber dann, wenn die Unternehmer Bedarf an einer eigenen Blockchain haben. Ist dieser Bedarf gegeben, kann sich die teure Entwicklung der Blockchain auf jeden Fall lohnen. Wer eine eigene Blockchain erstellen oder komplexe Anpassungen an bestehenden Open-Source Codes vornehmen möchte, sollte an dieser Stelle in ein Entwicklerteam investieren.

Warum überhaupt eine Kryptowährung?

Bei Kryptowährungen geht es nicht nur um Assets, die an der Börse gehandelt werden. Vielmehr sind sie ein Teil der Blockchain-Technologie. Dezentrale Datenbanken finden in der heutigen Zeit immer mehr reelle Anwendungsgebiete und könnten dadurch die Welt ein Stück weit verändern. Deshalb sind es bevorzugt junge Startups mit innovativen Projekten und Ideen, die ihre eigene Kryptowährung launchen.

Gründe, die eigene Kryptowährung zu launchen

Es ist nicht sinnvoll, eine eigene Kryptowährung zu launchen, nur weil die Blockchain Technologie derzeit so gehypt wird. Vielmehr sollten Unternehmer darauf achten, ob die folgenden Faktoren ganz oder teilweise erfüllt werden:

  • Die Basis des Unternehmens soll eine dezentrale Datenbank, also eine Blockchain sein.
  • Das Unternehmen braucht frisches Kapital für ein besonders komplexes und teures Projekt und möchte dieses über die eigene Kryptowährung finanzieren.
  • Die Kryptowährung soll dazu dienen, das Branding des Unternehmens zu vertiefen und als Unique Selling Point (Alleinstellungsmerkmal) dienen.
  • Das Unternehmen ist aufgrund seiner Branche eng mit der Blockchain- und Börsen-Branche verknüpft.

 Ist Mining sinnvoll?

Der Begriff Mining stammt aus dem Englischen und beschreibt den Prozess des Goldschürfens. Dieser Begriff wird analog für das Generieren neuer Krypto Coins verwendet. Obwohl das Krypto Mining als die ursprünglichste Form des Erschaffens neuer Coins gilt, können Unternehmen auch eine Kryptowährung erstellen, bei denen kein Mining erforderlich wird.

Wer jedoch mit Mining arbeiten möchte, sollte beachten, dass vor dem Launch bereits Coins zur Verfügung stehen müssen, die nicht geschürft werden müssen. Bei dem Launch spricht man übrigens von der Initial Coin Offering, also von der ersten Ausgabe der Münzen. Nach dem Launch vermehrt sich die Marktkapitalisierung der Kryptowährung weiter.

Ob Mining für das jeweilige Unternehmen sinnvoll ist oder nicht, sollte mit einem kompetenten Entwicklerteam abgeklärt werden. Wenn geschürft werden soll, empfiehlt es sich, der Community frühzeitig die Chance zur Beteiligung zu geben.

carbmee - die CO2-Jäger*innen

“Go Green” ist mehr als nur ein Mantra unserer Zeit, nachhaltige Lösungen werden immer häufiger gefordert. Dr. Christian Heinrich, der erst seit letztem Jahr seinen Exit beim erfolgreichen KI-Start-up Scoutbee verkündet hat, und seine Geschäftspartner Robin Spickers und Hendrik Beneke mischen mit ihrem GreenTech-Unternehmen carbmee die Branche auf. Wir sprachen mit Christian Heinrich über das Berliner Start-up und seine ambitionierten Ziele.

Wann wurde carbmee gegründet und was leistet ihr mit eurem Software-Unternehmen?

Robin Spickers und ich haben carbmee 2020 gegründet. Zu Beginn 2021 konnten wir mit Hendrik Beneke unseren technischen Co-Founder auf der Mission Net-Zero ins Boot holen und sind mittlerweile über 20 internationale CO2-Jäger*innen. Mit unserem Software-Unternehmen tragen wir dazu bei, die Treibhausgasemissionen von Unternehmen zu reduzieren. Das gelingt mit unserer Environmental Intelligence Software (EIS). Carbmee unterstützt Unternehmen, ihren Weg zur “Net-Zero” digital zu beschleunigen. Viele Unternehmen sind wichtige Stützen auf dem Weg zur Klimaneutralität 2045 und müssen bereits jetzt entsprechend agieren, um eine “Netto-Null basierte” Zukunft garantieren zu können.

Dafür ist es wichtig Scope 1, 2 und 3 zu identifizieren und reduzieren. Scope 1 und 2 stellen dabei Emissionen dar, welche unternehmensintern verursacht werden. Scope 3 hingegen umfasst die indirekte Freisetzung klimaschädlicher Gase in der Wertschöpfungskette von Unternehmen. Bis dato sind die Berechnungen der Emissionen in der Lieferkette aufgrund von fragmentierten und unvollständigen Daten sehr ungenau und zeitaufwendig und stellen sich weitaus komplexer dar als es bei Scope 1 und Scope 2 der Fall ist. Das Problem liegt jedoch darin, dass gerade die Scope 3 Emissionen, die maßgeblich durch eingekaufte Materialien und den damit verbundenen Transport entstehen, den größten Teil der gesamten Unternehmens-Emissionen (oftmals über 80%) ausmachen. Bei dieser Reduktion wird ein ausgereiftes Prozess- und Technologieverständnis benötigt. Um dieser Problematik präzise entgegenwirken zu können benötigt man eine Softwareunterstützung.

Mithilfe des Environmental Intelligence Systems (EIS), gelingt es uns bei carbmee die Teams auf bestimmte Hotspots zu konzentrieren. Diese können sich dann strategisch und flexibel anhand der bestehenden Datenlage ausrichten und die CO2-Emissionen entlang der Lieferkette mithilfe der Software transparent und steuern. Unterstützt werden wir bei carbmee von erfahrenen Akteuren wie z.B. Gisbert Rühl, die mit uns das gemeinsame Ziel, nämlich die Dekarbonisierung von Unternehmen voranzutreiben, verfolgen. Aktuell nutzen unsere Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Logistikbranche, der Automobilindustrie, der Prozessindustrie und der Konsumgüterindustrie die Automatisierungs-Vorteile unserer Software.

Wie könnt bzw. wollt ihr mit carbmee die Industriewelt verändern?

Ein Hindernis stellt dabei jedoch die aktuelle CO2-Steuer dar. Schon der vom Umweltbundesamt berechnete CO2-Preis von 195 Euro pro Tonne zeigt die Tragweite umweltpolitischer Überlegungen und den Willen, eine Lenkungswirkung zu erzielen. Dies hat zur Folge, dass immer mehr Produktionsstätten in andere Länder verlegt werden. Diese Prozedur ist auch als Carbon Leakage bekannt. Viele Konzerne suchen jetzt den Austausch mit GreenTechs wie uns auf, um Synergien aus dem Technologiebereich zu schöpfen. Genau hier können wir bei carbmee etwas verändern, denn insbesondere im Bereich der Lieferketten besteht großes Potenzial die CO2 Emissionen erheblich zu verringern und die Bilanz zu verbessern. Mit unserer Software kann es somit schlussendlich gelingen, mögliche Kosten einer CO2-Steuer zu vermeiden.

Welche Erfahrungen habt ihr bisher bei den Kundenerwartungen. Wie wird das Thema C02 Reduktion gesehen?

Wir beobachten großes Interesse seitens diverser Branchen, die Treibhausgasemissionen schnellstmöglich zu verringern. Viele Unternehmen gelingt es bereits Scope 1 und Scope 2 Emissionen zu verringern, doch die meisten scheitern daran die Scope 3 Emissionen niedrig zu halten. Genau diese Reduktion ist jedoch von überragender Relevanz, denn bei einigen Unternehmen macht dieser Bereich bis zu 80% ihrer Gesamtemissionen aus. Scope 3 Emissionen sind deshalb so schwierig zu reduzieren, da viele Produkte der Lieferanten in anderen Ländern bezogen werden.

Um hier die Herausforderung der Reduktion der CO2-Werte schon heute meistern zu können, ist es wichtig, mit einer unterstützenden Software Prozesse zu automatisieren und somit das Potenzial der Dekarbonisierung in Scope 3 zu erkennen. An diesem Punkt können wir mit unserem Environmental Intelligence System ansetzen und einen wesentlichen Teil dazu beitragen, Unternehmen dabei zu unterstützen teils mehr als drei Viertel ihrer Gesamtemissionen einzusparen.
Darüber hinaus wollen Firmen das standardkonforme Reporting nicht manuell durchführen. Durch das GHG Accounting konforme Reporting bietet unsere automatisierte Software eine moderne Lösung zum Managen der Emissionen. 

Ihr Founder seid auch Sportler und aktive Handballer. Inwiefern hat euch das geholfen, die unternehmerischen Herausforderungen zu bewältigen?

Sport und Unternehmertum haben mehr Ähnlichkeiten als man zunächst vermutet. Wir verbinden beide mit Handball und carbmee eine große Leidenschaft. Am wichtigsten ist uns dabei die Faszination und die Begeisterung für die Sache, die man gerade macht. Für Hendrik Beneke unseren Co-Founder, Robin Spickers und für mich, steht Teamplay deshalb an erster Stelle und ist zentraler Teil der Kultur von carbmee. Ein Team kann schließlich nur funktionieren, wenn Vertrauen besteht und sich die Mitglieder gut ergänzen. Gute Kollaboration ist auch der Mittelpunkt unserer Software; sie ist auf der einen Seite eine digitale Lösung, aber dahinter stehen viele Lieferanten mit denen wir im Austausch stehen. Wir alle profitieren davon, wenn so viele Lieferanten wie möglich zu Mitspielern werden, die auf Nachhaltigkeit setzen und in die digitale Welt einsteigen.

DACCORD: zwei Brüder, ein Start-up

Aus einer Charity-Aktion entstand im März 2020 das Start-up DACCORD. Wie die Brüder Alexander und Johannes Gerstendörfer ihren Traum von der Selbständigkeit verwirklicht und erfolgreich gegründet haben.

Webseiten werden immer mehr als Visitenkarte eingesetzt und sind heute nicht mehr weg zu denken. Oft fehlt es Unternehmen aber an der Zeit, die Webseite zu pflegen und laufend zu aktualisieren. Diese Problematik haben sich Alexander und Johannes Gerstendörfer zur Aufgabe gemacht: “Im ersten Lockdown haben wir uns überlegt, wie wir unsere Fähigkeiten der Gesellschaft zu Nutzen machen können. Wir haben bemerkt, dass gerade Steuerberater, Anwälte, Ärzte, aber auch viele kleine und mittlere Unternehmen Webseiten haben, die veraltet sind und bei Google nicht richtig gefunden werden”, erklärt Geschäftsführer Johannes Gerstendörfer.

“Potenzielle Kunden gehen so verloren, da sie die Webseite nicht mehr als up-to-date wahrnehmen. Folglich haben wir kleineren Unternehmen kostenlos angeboten, ihre Webseite zu optimieren, wenn sie dafür unser langfristiges Betreuungspaket wählen.” Aus dieser Charity-Idee ist dann das Unternehmen DACCORD entstanden.

Immer State of the Art bleiben

Der Fokus von DACCORD liegt auf dem Betreuungs-Aspekt: Kunden sollen “d’accord”, sprich “zufrieden sein”. Eine gute Webseite muss nicht nur gebaut, sondern anschließend auch gewartet werden. “Wir haben beobachtet, dass viele Unternehmen sich eine neue, teure Webseite leisten, in weiterer Folge aber wenig Acht darauf geben, diese durch Design-Aktualisierungen, technische Wartung oder Fehlerbehebung auf dem aktuellen Stand zu halten.”, sagt Alexander, der vor allem für das Technische zuständig ist. Die Agentur arbeitet mit einem Hosting-Unternehmen zusammen, das alle Webseiten auf der Google Cloud hosted. Somit können die Jungunternehmer ihren Kunden neben flexibler und persönlicher Beratung höchste Qualität bieten.

Ambitioniertes Geschwisterteam

Alexander ist bei DACCORD für die Produktentwicklung zuständig und sein Bruder und Geschäftspartner Johannes für das Marketing und Business Development. Da die beiden Gründer unterschiedliche Talente und Fähigkeiten mitbringen, war die Aufgabenverteilung gleich zu Beginn klar. Dass die Zusammenarbeit zwischen den Brüdern gut funktioniert, hat sich schon früh gezeigt. “Wir haben schon ganz unterschiedliche Projekte zusammen umgesetzt. Als Kinder haben wir beispielsweise gemeinsam Bauwagen renoviert und anschließend weiterverkauft”, erzählt Alexander.

Vision: Die “Website as a Service”-Agentur in der DACH-Region

Seit 1,5 Jahren kümmert sich DACCORD nun um die Webseiten-Aktualisierungen und kurzfristigen Probleme ihrer Kunden. Ziel der Jungunternehmer ist es, die führende “Website as a Service”-Agentur in der DACH-Region zu werden. Dieses Ziel wollen sie mit ihren Kunden gemeinsam erreichen. “Wachstum entsteht unserer Meinung nach in einem Umfeld, in dem ein Unternehmen die Vorstellungen und Ideen der Kunden versteht und sich daraus langfristige, vertrauensvolle Partnerschaften bilden können”, so die beiden Gründer.

Mokebo: David gegen Goliath

Oder: Warum die Zukunft des Möbelhandels online ist. Ein Gründer berichtet.

Gemeinsam mit meinem guten Freund und Mitgründer Moritz Messinger habe ich 2018 mokebo gegründet. Unsere Mission ist, den Möbelhandel ins digitale Zeitalter zu bringen und den jungen, trendorientierten Kund*innen ein modernes, nach bewussten Gesichtspunkten selektiertes, nachhaltiges Möbel-Sortiment zur Verfügung zu stellen. Eigentlich ein klares Ziel, doch bei genauerem Hinsehen gleicht dieses Vorhaben dem Kampf von David gegen Goliath* Die Annahme, man müsse Möbel unbedingt anfassen und testen, bevor man sie kauft, ist noch in vielen Köpfen verankert. Wir glauben aber, dass es auch anders geht und dass wir mit Nachhaltigkeit und exzellentem Service den Online-Möbelhandel revolutionieren können.

Nachhaltigkeit auf mehreren Ebenen

2021 fängt keine Revolution mehr mit dem Stichwort Nachhaltigkeit an. Nicht, weil das Thema nicht mehr relevant wäre – ganz im Gegenteil –, sondern weil sie unumgänglich ist. Selbstverständlich handeln auch wir bei mokebo nachhaltig wo immer möglich. Einerseits meinen wir damit natürlich, dass wir unter anderem Kollektionen aus Natur- und umweltverträglichen Materialien vertreiben: beispielsweise einen Sitzsack, dessen Stoff aus recycelten Plastikflaschen besteht. Alle Holzmöbel werden in Nordrhein-Westfalen mit Photovoltaik-Strom hergestellt. Auch werden der Großteil der Produkte erst dann und in Europa produziert, wenn sie bestellt werden, um lange und eigentlich unnötige Lagerzeiten zu vermeiden. Und verschickt wird in der letzten Meile klimaneutral. Andererseits beziehen wir Nachhaltigkeit auch auf die Beziehung zu unseren Kund*innen und Lieferant*innen. Die Kund*innen sind unser zentralster Fokus, dazu aber später mehr.

Wir legen großen Wert auf ein gutes und langfristiges Verhältnis zu unseren Hersteller*innen. Wir definieren uns nicht nur als Abnehmer ihrer Produkte, sondern auch als langfristige Partner. Wenn es uns gelingt, stabile Beziehungen aufzubauen, profitieren wir alle. So unterstützen wir unsere Hersteller*innen dabei, zum Teil selbst kleinere Unternehmen, ihre Prozesse zu digitalisieren. Die Einführung von Tools, beispielsweise für die nahtlose Verbindung beider Warenwirtschaftssysteme, die die Zusammenarbeit mit uns wiederum einfacher macht, hilft ihnen, ihr Unternehmen weiterzuentwickeln und wir unterstützen sie dabei.

Bei mokebo bedeutet Nachhaltigkeit also nicht nur, rücksichtsvoll mit der Umwelt und der Natur umzugehen, sondern auch langfristig zu denken und ein belastbares, auf Vertrauen und gemeinsamen Werten basierendes Geschäftsumfeld aufzubauen.

Wachstum aus eigener Kraft

Wer Start-up sagt, meint meistens auch die Beteiligung von Wagniskapitalgebern am Unternehmen. Mein Mitgründer Moritz und ich haben uns aber bewusst gegen dieses Modell entschieden und bauen mokebo aus eigenen finanziellen Mitteln auf, bootstrapped also. Das wichtigste Asset war dabei unsere Erfahrung: Moritz hatte erste Kontakte in die Möbelindustrie und im Zuge seines Dualen Studiums Einblicke in die Otto Group gewonnen. Ich war fast sechs Jahre lang für Amazon unter anderem als Product Manager tätig und konnte Erfahrungen im Bereich der Plattform-Ökonomie sammeln. Als Gründer-Team waren wir also gut aufgestellt und haben mokebo zunächst in einem sogenannten Lean-Launch gestartet. Mit nur einem Hersteller, der bis heute ein wichtiger strategischer Partner ist, und dem Fokus auf den zu dem Zeitpunkt einzigen Vertriebskanal Amazon ging es los. Dieses Setup war für uns die bestmögliche Kombination aus hoher Qualität und geringer Komplexität und ermöglichte uns, schon im ersten Jahr profitabel zu sein.

Mit zunehmendem Wachstum haben wir die Zahl der Fremd-Plattformen selektiv erhöht. Um aber unser Ziel, nämlich exzellenten Service im Online-Möbelhandel, nicht aus den Augen zu verlieren, fokussieren wir uns inzwischen ausschließlich auf Otto und Amazon – diese Plattformen decken etwa 75 Prozent der Nachfrage für Home & Living-Produkte im deutschen E-Commerce ab. Auch unser eigener Webshop gewinnt immer mehr an Relevanz, er ist der am schnellsten wachsende Vertriebskanal* Die Daten zeigen, dass insbesondere Zweitkäufe hauptsächlich über unsere Website stattfinden, weil die Kund*innen offensichtlich eine direktere Beziehung zu mokebo wünschen, sobald sie uns einmal kennengelernt haben. Auch die durchschnittlichen Warenkörbe sind hier am höchsten.

Kundenservice als Herzstück

Unsere Mission ist es, die Möbelindustrie nachhaltig zu digitalisieren und im Zentrum steht dabei hervorragender Service im Onlinehandel. Im ersten Schritt bedeutet das, eine lückenlose Customer Experience zu schaffen, durch die die Kund*innen digital an die Hand genommen und im Kaufprozess begleitet werden. Der Möbelkauf war bislang eine Domäne des stationären Handels, neue Möglichkeiten müssen da erst ihren Platz finden. Das Gefühl, immer eine*n Ansprechpartner*in zu haben, alle Fragen beantwortet zu bekommen und auch bei kleinen und großen Problemen nicht alleine gelassen zu werden, ist entscheidend für die Zufriedenheit der Kund*innen. Letztlich führt das dazu, dass mokebo einen bleibenden positiven Eindruck hinterlässt. Nur wenn das der Fall ist, setzt sich der E-Commerce im Home & Living-Bereich immer mehr durch und Menschen erwägen Möbel immer und immer wieder online zu kaufen – bestenfalls natürlich bei mokebo.

Auch aus ökonomischer Sicht wird Kundenservice immer wichtiger* Zuletzt sind die Akquisitionskosten für Neukund*innen dramatisch gestiegen. Ein Klick auf einen Suchbegriff wie beispielsweise „Stehleuchte” kostet heute schon deutlich über 1,50 Euro. Um dennoch profitabel zu sein, haben wir den Fokus vermehrt auf Paid-Social-Marketing gelegt, denn* Auf Facebook und Instagram werden unsere Warengruppen, beispielsweise also die Stehleuchte von oben, deutlich weniger beworben. So erzielen wir dort noch gute Customer Acquisition Costs (sog. CACs). Auch versuchen wir die Kundenströme dann gezielt auf unseren eigenen Webshop zu lenken, der aus strategischer Sicht ein immer wichtigeres Werkzeug wird. Die großen Plattformen verlangen 15 Prozent Provision und bis zu fünf Prozent Marketing-Fees, dementsprechend schrumpft unsere Marge bei diesem Absatzweg. Auch geben die Plattformen wenig Auskunft über die Verteilung von Neu- vs. Bestandskund*innen, einem wichtigen strategischen Anhaltspunkt für uns.

Aber dennoch* Amazon und Otto sind wichtige Kanäle für uns, die bewusste Balance aus eigenen und Fremdplattformen ist hier das Geheimnis. Unsere Daten zeigen hier ein interessantes Bild* Häufig werden unsere Kund*innen über die Plattformen auf uns aufmerksam und wickeln den Erstkauf auch dort ab. Die Beratung findet aber schon in unserer Spielfeldhälfte statt, beispielsweise via WhatsApp. Dieser Service ist so überzeugend, dass der Zweitkauf dann zumeist direkt über unseren Webshop stattfindet. In die Weiterentwicklung unseres Shops investieren wir derzeit sehr viel, flankiert wird er von ergänzenden Maßnahmen. Beispielsweise haben wir vor wenigen Wochen ein umfangreiches Newsletter-Konzept gestartet und können auf eine inzwischen starke Instagram-Community setzen.

Genau das sind die ersten Schritte hin zu unserem großen Ziel* zu zeigen, dass Möbel-E-Commerce nicht nur funktioniert, sondern einen besseren Service leisten kann, als die herkömmlichen stationären Angebote.

Framily: Diese Bücher machen Kinderträume wahr

Das Start-up Framily ist in neun Ländern mit Vorlesebüchern, die mit bis zu 40 Details individualisiert werden können, erfolgreich. Die Hamburger sind Markführer im Segment und wollen 2021 die magische Marke von 1 Million verkauften Büchern knacken.

Ein afrikanisches Sprichwort sagt: Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen und stark zu machen. Denn Familie und Freunde prägen, behüten und rüsten den Nachwuchs fürs Leben. Auf diesem Gedanken basiert auch der Name Framily, der sich der englischen Wortkombination bedient. „Unsere Bücher sind unverwechselbar, passen zu wichtigen Ereignissen im Leben eines jeden Kindes und sind beliebte Geschenke aus dem Freundes- und Familienkreis“, sagt Co-Founderin Jennifer Jones.

Oh, das bin ja ich!

Bei den Hamburgerinnen dreht sich alles um personalisierte Kinderbücher für die ganz Kleinen. Die Printprodukte richten sich an Kinder von bis zu sechs Jahren. Von pädagogisch wertvollen Eigenschöpfungen, über Klassiker bis hin zu Adaptionen moderner Verkaufsschlager und Disney-Charaktere – mehr als 25 weltweit bekannte Heldinnen und Helden hat das Onlineportal im Programm. Die Kids nehmen dabei eine Rolle in der Geschichte ein und erleben die Abenteuer Seite an Seite mit Bibi und Tina, der Eiskönigin, Bob dem Baumeister oder PAW Patrol. „Der Moment, wenn Kinder erkennen: Oh, das bin ja ich! Der ist einfach unbezahlbar“, sagt Senta Sieper, COO von Framily.

Diversität sichtbar machen

Jedes Buch bietet bis zu 40 Möglichkeiten der Individualisierung: Haar- und Hautfarbe, Geschlechtsidentität, Kleidung, Vorlieben, Haustiere, das Lieblingsessen oder Familienkonstellationen – immer mehr Details können angepasst werden. „Wir haben 2016 mit 25 Merkmalen begonnen und arbeiten stetig an weiteren Eigenschaften und Details. Besonders Diversität und Inklusion liegen uns sehr am Herzen und wir spüren, dass das Bedürfnis nach Ausdruck und Sichtbarkeit wächst. Das begeistert uns und wir wollen Kindern und ihren Angehörigen möglichst viele Türen für ihre eigene Geschichte öffnen“, so Jennifer. Das merkte das Team, als im Buch „Weil du das Größte für mich bist“ erstmals auch ein Kopftuch und statt Mama und Papa auch zwei Mamas oder Papas gewählt werden konnten. Das Produkt wurde zum Renner. „Die positive Resonanz hat uns überwältigt“, erinnert sich Jennifer. Mit ihrem Team arbeitet sie deshalb an Illustrationen, die zukünftig auch Kindern im Rollstuhl oder mit Prothesen Abenteuer im Framily-Kosmos erleben lassen. „Kinder lieben es, sich selbst wiederzuerkennen und als Figur Teil der Erzählung zu werden. Es kurbelt nicht nur ihre Fantasie an und begeistert für das Medium Buch, es gibt ihnen auch Selbstbewusstsein und das Gefühl, gesehen und angenommen zu werden“, so die 41-Jährige.

Buch vor Bildschirm

Dazu kommt dem gemeinsamen Lesen und Betrachten von Bildern mit Eltern und Bezugspersonen eine besondere Bedeutung zu. „Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, haben es leichter, lesen zu lernen“, sagt Jennifer. Doch Eltern und das Kindesumfeld setzen seltener aufs Vorlesen, Bildschirme sind auf dem Vormarsch. „Wir wollen mit der persönlichen Ansprache bewusst dagegenhalten, den Kids den Zugang zu analogen Welten erleichtern und ihre Leidenschaft für das Medium Buch wecken“, sagt Senta. Oft zählen die Vorlesebücher zur allerersten Lieblingslektüre, sind Teil des Zubettgeh-Rituals oder bieten Hilfestellung beim Erfassen der eigenen kleinen Welt.

Ambitioniertes Wachstum von 48 Prozent

Auch Framily-Gründer und Mehrheitsgesellschafter Till Weitendorf ging es einst so. "Als ich klein war, gab es die Jan und Julia-Bücher. Meine Geschwister hießen so, da wollte ich natürlich auch ein Buch. Bezüge aus dem eigenen Leben haben einen hohen Stellenwert, bieten Halt und Identifikation“, so der 43-Jährige. Genauso überzeugt wie er selbst, waren deshalb auch die Investoren, darunter Pro7Sat.1. 2020 wurden sie mit einem Wachstum von 48 Prozent belohnt. „Unsere Gesellschafter und wir wollen Inhalte schaffen, die künftige Generationen begeistern und erreichen“, sagt Weitendorf, dessen Unternehmen StoryDOCKS neben Framily auch Tigermedia und Onilo unter einem Dach vereint und dessen Wurzeln im bekannten Oettinger Verlag liegen.

In den kommenden Jahren will Till mit der weiblichen Doppelspitze das Wachstum noch einmal kräftig anschieben. „Wir denken jedoch langfristig und stellen die Qualität in den Mittelpunkt“, so Jennifer. Kreation und Produktion bleiben deshalb in Deutschland, gedruckt wird umweltfreundlich und FSC-zertifiziert. Mit dem Konzept individualisierbarer Kinderbücher ist Framily schon heute Marktführer im deutschsprachigen Raum. Auch sind die Hamburger der einzige Verlag, der Kinder und Familien mit Lizenz-Helden von Disney und Co. begeistert.

Lizenzen treffen auf Eigenentwicklungen

Die Produkte von Framily sind neben dem deutschsprachigen Raum in Italien, Schweden, Polen, Dänemark, Norwegen und Frankreich erhältlich. Während die Disney-Geschichten und die Abenteuer der Hunde-Gang PAW Patrol in allen Regionen gleichermaßen beliebt sind, kommen die eigenproduzierten Bücher aus der Weltbesten-Reihe – „Für die weltbeste Mama“ und „Für den weltbesten Papa“ - besonders gut in Frankreich und Deutschland an. Und das nicht nur als Geschenk zum Mutter- oder Vatertag. Neben den Büchern sind außerdem individualisierbare Kalender im Portfolio zu finden, die nicht nur die Vorfreude auf das Weihnachtsfest befeuern, sondern auch auf andere Anlässe, wie den Schulanfang. Dazu bietet Framily sogenannte Geburtstagswelten für Kinderpartys, die ebenfalls personalisierbar sind.

28 Mitarbeiter*innen in Hamburg kümmern sich darum, dass immer neue Figuren Teil der Verlagsfamilie werden: Dafür gestalten sie entweder vorhandenes Episodenmaterial so um, dass ein Kind integriert werden kann oder die Figuren werden in komplett neue Geschichten eingebettet. Dazu zählen zum Beispiel „Bibi und Tina auf dem Martinshof“ – eine Folge, die Framily extra mit eigenen Autor*innen und gemeinsam mit dem Lizenzgeber entwickelt hat, damit die kleine Leserin oder der kleine Leser auf einen Ausritt vorbeischauen kann. Dazu kommen noch komplett unabhängige Eigenentwicklungen. „Wir wollen immer wieder neu begeistern, überraschen und aktuell bleiben“, so Jennifer. Im kommenden Jahr will sie das Angebot um viele spannende Charaktere erweitern, besonders Superhelden will sie ins Sortiment aufnehmen: „2022 werden wir viele neue Produkte launchen, es wird unser Jahr.“

Dossier: Die App-Economy

Die Zeiten, in denen sich mit einer App schnelles Geld verdienen lässt, scheinen vorbei. Doch die Anwendungsmöglichkeiten sind enorm und bieten Gründern viele Möglichkeiten. Wir zeigen die wichtigsten Trends der App-Economy.

Mehr als 45 Millionen Deutsche besitzen aktuell ein Smartphone. Der Branchenverband Bitkom rechnete hoch, dass die Deutschen 2014 rund 3,4 Mrd. Apps installierten. Im Google Play Store warten aktuell 1,5 Mio., bei iTunes 1,4 Mio. und im Windows Phone Store 340.000 Apps auf den Download. Die meisten Apps gibt es im Bereich B2C, weniger vertreten sind sie (noch) im B2B-Bereich. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die App-Economy gegenüber 2013 rund ein Drittel mehr Umsatz: 717 Mio. Euro – Tendenz steigend. Offen bleibt die Zahl der Start-ups in der App-Economy.
 

Problemfeld Monetarisierung

85 Prozent aller heruntergeladenen Apps sind kostenfrei, die  Zahlungsbereitschaft der User ist gering. Der  Vertriebsweg von Apps über die App-Stores ist einer von vielen, auch die Geschäftsmodelle unterscheiden sich deutlich von klassischen Geschäftsmodellen, sie werden immer vielschichtiger. „Ein Gründer, der seinen Unique Selling Point klar definiert und seiner Zielgruppe einen Mehrwert bietet, der verdient in der App-Economy Geld. Start-ups sollten sich unbedingt Gedanken machen, wie sie ihre App monetarisieren. Da hapert es oft“, mahnt Dr. Carsten Rudolph vom Gründungs-, Finanzierungs- und Wachstumsnetzwerk BayStartUp in München. Ob die Leistung einer App in Geld umsetzbar ist, ist schwer voraussagbar: „WhatsApp zum Beispiel ist eine Sucht. Bevor man seine Kontakte verliert, gibt man einen Euro mehr aus. Doch auch für eine Windvorhersage?“, gibt Dr. Rudolph Gründern zu bedenken.

Man solle überlegen, dass es viel Geld kostet, eine App zu entwickeln, das beginne bei einigen 1000 Euro für die Basisversion. Vorteilhaft ist natürlich, wenn Start-ups das Wissen haben, selbst eine App zu entwickeln. Oder sie finden spezialisierte Anbieter, die die Programmierung von Apps so einfach machen, dass man mit deren Technologie die geplante App ohne weitere Kosten selbst entwickelt.
Wichtig zu wissen: Geldgeber findet ein App-Start-up oft erst, wenn es eine Basisversion hat und glaubwürdig macht, dass man damit Geld verdient. Ist die App einmal auf dem Markt, ist es extrem wichtig, dass man bekannt wird, ohne ein Vermögen in billboards zu stecken.

Dr. Rudolph: „Viele Start-ups der App-Economy unterschätzen die Menge an Nutzern, die sie brauchen, um im App-Store nach vorne zu kommen.“ Ein App-Start-up, das 10.000 bis 20.000 Nutzer hat, von denen aber nur die Hälfte 50 Cent ausgibt, um die App zu bekommen, kann davon schlichtweg nicht leben.
 

Perfektion ist unerlässlich

„Angesichts der riesigen Konkurrenz auf dem App-Markt ist es wichtig, auf Qualität zu achten – hierfür ist Testing hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität unabdingbar“, so Philipp Benkler, Geschäftsführer des Münchner Start-ups Testbirds. Das Unternehmen bietet Software-Testing u.a. für mobile Apps an, und zwar mit Hilfe von Testern aus der Crowd (sog. Crowdtesting): „Wir predigen unseren Kunden, dass die Nutzer von Anfang an absolute Perfektion erwarten – das ist die Basis unseres Geschäftsmodells.“ Hapert es an der Qualität einer App, so hat dies weitreichende Folgen: Statistisch gesehen wird jede vierte App in ihrem Leben nur ein einziges Mal geöffnet.

Steckte ein Gründer zuvor tausende Euro in die Entwicklung einer Anwendung, ist das ein absolutes Worst Case Szenario. Sind die Bewertungen im App-Store einmal im Keller, ist es schwer, wieder herauszukommen. Deshalb setzten sich Markus Steinhauser, Georg Hansbauer und Philipp Benkler 2011 zusammen, entwarfen die Testbirds am Reißbrett: Ziel sollte es sein, Europas führender und innovativster Crowdtesting-Anbieter zu werden.

Ihren ersten Kunden trafen die Gründer zufällig, noch bevor das Start-up offiziell gegründet war. Ein Unternehmen brauchte einen Software-Test, aber Theorie und Praxis klafften bei den Testbirds damals noch weit auseinander. Mit vielen schlaflosen Nächten schafften die drei Gründer ein respektables Ergebnis und verdienten so das erste Geld. Sie stellten dann einen Antrag für das Exist-Gründerstipendium, suchten und fanden Investoren, entwickelten ihr Business learning by doing weiter. Heute hat Testbirds rund 60 Mitarbeiter, Büros in vier großen europäischen Städten und gut 100.000 Tester in 132 Ländern.

iGaming: Diese Start-ups sollten Online-Gaming Fans kennen

5 Start-ups, die auf dem besten Weg sind, den iGaming-Markt zu erobern.

Ob online wetten auf eine sportliche Begegnung oder der Besuch eines Online-Casinos – der Begriff iGaming deckt all diese Aktivitäten ab. Eines der führenden Länder beim Thema iGaming ist Malta, das mittlerweile rund 12 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes dank der Gaming-Industrie erwirtschaftet.

Unternehmen wie NetEnt, ein Software-Entwickler, haben in Malta ihren Sitz und auch Gaming-Events wie der SiGMA (Summit of iGaming Malta, also iGaming-Gipfel in Malta), finden in dem kleinen, südeuropäischen Land mit bewegter Vergangenheit statt. Doch auch in den großen US-amerikanischen Städten wie San Francisco, Kalifornien und Austin, Texas, findet jede Menge Spieleentwicklung statt und die Branche boomt.

Online-Glücksspiel wird immer beliebter

Insbesondere das Online-Glücksspiel nimmt an Beliebtheit konstant zu:

  • Anbieter von Sportwetten im europäischen Raum verzeichnen einen Zuwachs an Wettenden.
  • Virtuelle Spielautomaten, die von überall aus der Welt erreichbar sind, begrüßen immer mehr Spieler.
  • Schweizer Live Casinos, seit Juli 2021 auch deutsche Casino-Angebote sowie internationale Poker-Turniere oder Roulette-Tische sind mit einem Klick für jeden über 18 Jahre zugänglich.

Während im Jahr 2017 die Online Gaming-Industrie noch auf einen Wert von rund 46 Milliarden US-Dollar geschätzt wurde, ist für das Jahr 2024 nun nahezu eine Verdopplung vorausgesagt. Bei rund 95 Milliarden US-Dollar soll der Wert der Branche in nur drei Jahren liegen.

Der iGaming-Sektor vereint verschiedene Bereiche und Themen

Wenn man bedenkt, wie viel sich in diesem Bereich tut, ist das nicht verwunderlich. Schließlich werden nicht nur die Spieler immer mehr, sondern auch das Angebot wächst und es sprießen immer neue Ideen aus dem Boden. Es gibt viele verschiedene Bereiche von Online-Glücksspiel und Online-Gaming und die Vernetzung mit anderen Disziplinen ist unumstößlich.

So spielt insbesondere das Thema Finanzen eine entscheidende Rolle, wenn es um iGaming Start-ups geht und Fintech-Unternehmen, die innovative Lösungen rund um das Thema Bezahlen und Geld präsentieren, befinden sich im Aufschwung.

Auf den großen Durchbruch hoffen

Die Start-ups im iGaming-Sektor decken verschiedene Bereiche ab, die nötig sind, um als Anbieter nicht nur iGaming umsetzen zu können, sondern auch die wachsende Nachfrage zu stillen. Viele Gründer warten mit ihrem Angebot noch auf den großen Durchbruch. Andere haben bereits in den ersten Jahren seit ihrer Gründung schon diverse Erfolge erzielt.

5 Beispiele für Start-ups, die den Markt erobern wollen

  1. Luckbox: Luckbox wurde 2016 auf der Isle of Men gegründet und gilt als iGaming-Firma der nächsten Generation. Es kombiniert eSports und Kryptowährungen mit dem Thema Glücksspiel.
  2. FanLeague: FanLeague ist eher im Bereich Sportwetten angesiedelt als bei den Online-Casinos und ist auf englischen Fußball spezialisiert. Die App ist eine soziale Wett-App und ermöglicht verschiedene Modi, mit denen Preistöpfe gewonnen werden können. Die Firma wurde 2016 auf Malta gegründet.
  3. TrueLayer: Das Start-up True Layer wurde 2016 in Großbritannien gegründet und hat eine Software entwickelt, mit der moderne Bezahldaten in jede App geladen werden können. Das Unternehmen ist ein Fintech, also ein Unternehmen, das auf Finanztechnologie spezialisiert ist. Dieser Sektor ist eng mit der Gaming-Branche verknüpft.
  4. Yalla: Auch die App Yalla ist auf Sportwetten in einem sozialen Kontext konzentriert. Zusammen mit den eigenen Freunden kann über Yalla auf diverse Sport-Games gewettet werden. Der Einsatz kann dabei flexibel gestaltet werden, von Geld über Kaffee, Bier oder einen Kebab ist alles dabei.
  5. Infiltrend: Infiltrend kombiniert zwei Trends der heutigen Zeit: Influencer-Marketing und Gaming. Die Plattform bringt Marken aus dem iGaming-Segment mit Influencern zusammen und vermittelt Kampagnen und Kooperationen für Blogs und Social Media-Plattformen, die mit den Mitteln von Infiltrend auch getrackt werden können.

Die Zukunft hält für iGaming Start-ups noch viel bereit

Apps sind ein beliebter Weg für Start-ups, ihr Angebot auf den Markt zu bringen. Dank des Umstands, dass sich Gaming immer stärker vom Computer und der Konsole auf das Handy verlagert, sind Apps ein wichtiger Aspekt der Zukunft. Selbst große Entwicklerstudios setzen für ihre Blockbuster-Spiele mittlerweile auf die mobilen Anwendungen.

Die Welt des iGaming wird weiterwachsen. Networking-Events wie SiGMA oder auch die Etablierung eines iGaming Awards (IDOL), tragen dazu bei, dass die Branche sich immer weiter professionalisiert und etabliert. In den nächsten Jahren werden sicher auch noch viele weitere Start-ups mit innovativen, neuen Ideen gegründet. Welche sich davon letztendlich langfristig durchsetzen können, wird sich erst in einigen Jahren zeigen.

Gründerstorys: Handel mit hochpreisigen Produkten

Vier Start-ups, die sich mit dem Fokus auf hochpreisige Waren und Dienstleistungen einen Namen gemacht haben.

Der Handel mit hochpreisigen Produkten ist nicht allein lukrativ, er verschafft auch Aufsehen. Etliche Gründer*innen können sich über die Gewinnmarge beim Vertrieb hochpreisiger Waren den Geschäftseinstieg erleichtern. Einigen gelingen gar echte Erfolgsstorys. In diesem Artikel werden einige der ruhmreichen Beispiele aufgezeigt.

1. Chronext: Luxusuhren als Verkaufsschlager

Das Start-up störte sich am in sich geschlossenen Markt der Luxusuhren. So erstellte das Unternehmen einen Onlinemarktplatz rein für gebrauchte Luxusuhren. Chronext hat eine eigene Meisterwerkstatt, in der angekaufte Uhren hochwertig aufgearbeitet werden. Mittlerweile bietet Chronext über 26.000 Uhrenmodelle und wurde durch die Swatch-Group zertifiziert. Chronext, ursprünglich aus Köln, beschäftigt heute 130 Mitarbeiter und unterhält mehrere Standorte.

Interessent*innen haben dank Chronext die ideale Möglichkeit, gut gewartete und aufbereitete Luxusuhren auf einem eigenen Marktplatz zu erwerben. Diese Option bestand durch die Geschlossenheit der Branche früher nicht, da Uhren entweder von Hand zu Hand gingen oder nur über spezielle Händler*innen im Luxussegment verkauft wurden. Ein Blick auf die Angebote für die TAG Heuer Aquaracer zeigt, dass Nutzer*innen hier tolle „Schnäppchen“ machen können.

2. JetSmarter: Reisen einmal ganz anders

Dieses Start-up lässt Exklusivität fliegen. Es handelt sich um eine Plattform, die User*innen Sitze in Privatjets vermittelt. Der Hintergrund der Idee ist, dass exklusive Privatjets zwar häufig für Flüge nach Dubai, Miami oder Sydney gebucht werden, doch der Rückflug findet direkt statt – mit leeren Sitzen. Dass dies weder nachhaltig noch ökonomisch sinnvoll ist, hat das Start-up gut erkannt.

Über die Plattform können sich nun Mitglieder von JetSmarter für einen Sitz in einem Privatjet anmelden. Die Mitgliedschaft bei JetSmarter ist allerdings nicht unbedingt günstig. Mindestens 5.000 Dollar kostet der Jahresbeitrag, einige Flüge sind für Mitglieder durch die Jahresgebühr abgedeckt. Bei anderen Flügen reduziert sich der eigentliche Flugpreis durch die Mitgliedschaft auf einen Betrag, der auf dem First-Class-Niveau liegt. Das Alleinfliegen ist allerdings nicht immer gegeben. Einige Flüge werden mit bis zu zwölf Personen verteilt, doch sind diese Flüge auch günstiger.

3. Nicki’s: Luxuskleidung für die ganz Kleinen

Eigentlich existiert das Unternehmen schon seit 1985 und war bekannt als Luxus-Kindermodengeschäft. Mit der frischen Unternehmensgeneration wird zwar weiterhin auf die traditionellen Werte gesetzt, doch kommt der Digitalsektor hinzu. Das neu gegründete Start-up beschäftigt vierzig Mitarbeitende in München, sucht beständig neue Angestellte und bietet nun auch die Luxuskinderkleidung im Onlineshop an.

4. Entrupy: Produktfläschern auf der Spur

Produktfälscher sind stets ärgerlich, im Luxussegment jedoch ein echtes Fiasko. In der USA bildete sich das Start-up Entrupy, welches Luxushändlern beim Auffinden von Fälschungen digital hilft. Doch wie funktioniert das?

Entrupy entwickelte einen Code, der als Schutzwall wirkt. Ein Algorithmus kontrolliert Fotos von Luxusartikeln automatisch auf die Echtheit der Artikel. Ist ein Händler interessiert, so kann er den Service im Abo erwerben und alle Produkte mit dem digital hinterlegten Zertifikat vertreiben. Hersteller von Markenwaren müssen nun vor ihrem Verkauf die Ware einmal scannen, sodass die „DANN“ des Stücks in die Datenbank kommt. Von jetzt an lässt sich das Stück auf Fotos immer wiedererkennen.

Sollte die Software, die laut Angaben von Entrupy eine Trefferquote von rund 98,5 Prozent hat, einmal versagen, erstattet der Betrieb die Kosten. Das Angebot richtet sich an Hersteller, Second-Hand-Händler im Luxusbereich sowie an Online-Marketplace-Betreiber.

Das sind natürlich nicht alle Start-ups, die rund um das Luxussegment eine Erfolgsstory schrieben oder gerade im Begriff sind, sie zu schreiben. Für Gründer*innen ist der Luxusbereich äußerst interessant, denn für gute Ideen sind die Marken oft bereit, gutes Geld zu bezahlen.

Fazit – Erfolg durch den Erfolg

Gründer*innen, die sich im Luxussegment mit eigenen Ideen durchsetzen, schaffen dies auf zweierlei Weise. Entweder sie lösen sie Probleme, die Luxushersteller haben. Oder sie bieten einen Weg, am Luxus teilzuhaben, ohne zu dem berühmten „Einen Prozent“ zu gehören. Gemein ist ihnen, dass sie überraschende und zielführende Ideen hatten. Ob dies nun der Marktplatz für Luxusuhren ist, die Plattform, auf der Plätze in exklusiven Jets gebucht werden kann oder ob Plagiate gefunden werden.

Start-up-Quelle Klassenraum

Die Förderung junger Talente, die sich schon in der Schule fürs Gründen begeistern, wird hierzulande nach wie vor eher stiefmütterlich behandelt. Umso wichtiger ist es, Mut zu machen und erfolgreiche Schülergründer*innen zu präsentieren.

Ideen können überall entstehen, auch schon in der Schule. Das deutsche Bildungssystem macht es angehenden Gründer*innen allerdings nicht leicht – dennoch stehen einige Schüler*innen kurz vor dem Durchbruch. „Vom Bildungssystem kommt da leider nicht viel“, sagt Leonard Darsow, 17 Jahre alt, aus Freiburg im Breisgau. „Was gibt es für einen besseren Weg als die Schule?“, fragt Berit Allgeier, 18 Jahre, aus Achern (Baden-Württemberg). „Da muss mehr kommen, das verpflichtend zu unterrichten“, meint Edgar Schmidt-Narischkin, 19 Jahre, aus Berlin. Nein, gut steht Deutschland wirklich nicht da, wenn es darum geht, das Gründertum in der Schule zu vermitteln. Laut einer Untersuchung des Global Entrepreneurship Monitors liegt Deutschland gerade einmal auf Platz 36 von 54 in dieser Kategorie.

Hilfe von außerhalb

„Das Gründertum und das Handwerkszeug zum Gründen werden in unserem Bildungssystem kaum vermittelt“, kritisiert Hauke Schwiezer, Mitgründer und Geschäftsführer der Non-Profit-Organisation Startup Teens (s. StartingUp 02/2020 – Abonnent*innen können im Online-Heftarchiv gratis auf den Beitrag zugreifen). Besonders bei jungen Gründer*innen gehört Deutschland mit 3,4 Prozent zu den Ländern mit den niedrigsten Quoten. „Viele Jugendliche würden gern gründen, wissen aber noch nicht wie“, sagt Schwiezer. Mit Startup Teens adressieren er und sein Team dieses Problem. Ziel der Initiative ist es, jungen Menschen dabei zu helfen, ihre innovativen Ideen umzusetzen, damit es künftig wieder mehr Gründer*innen, Unternehmensnachfolger*innen und unter nehmerisch denkende Angestellte gibt. „Wir vermitteln dafür wichtige Skills, wie Coding, also Programmieren, und machen sie so fit für ihre berufliche Zukunft“, erklärt Schwiezer. Um das zu ermöglichen, bietet Startup Teens On- und Offline-Events, einen You­Tube-Kanal für Unternehmertum und Coding sowie ein Mentoren-Netzwerk mit fast 1000 Persönlichkeiten aus Start-up-Szene, Industrie und Mittelstand.

Außerdem wird jährlich ein deutschlandweiter Businessplanwettbewerb veranstaltet. Einen solchen jährlichen Wettbewerb veranstaltet auch Jugend gründet. Seit 2003 können Teilnehmende mithilfe einer Online-Eingabemaske einen markt­reifen Businessplan entwickeln. Dabei werden sie durch die JG-Business-Academy und über ein großes Mentoren-­Netzwerk unterstützt. Denn auch hier wurde das Problem an deutschen Schulen erkannt: „Unternehmen haben in unserer Gesellschaft eine große Bedeutung: Sie kreieren Werte mit ihren An­geboten, sie stellen Arbeitsplätze für die Mehrzahl aller Beschäftigten in Deutschland und sie sind Innovationstreiber“, sagt Projektleiterin Franziska Metzbaur. „Eine Beschäftigung mit diesen Themen bereits im Unterricht halte ich für höchst sinnvoll. Auch, weil es nötig ist, dass wir den Jugendlichen aufzeigen, dass in diesem Bereich eine große Chance besteht mitzugestalten, wie sich unsere Zukunft entwickelt.“ Und Jugend gründet bietet neben dem Businessplan noch ein weiteres Element: In der zweiten Phase des Wettbewerbs wird ein virtuelles Unternehmen in einer Com­puter­simulation für die ersten acht Jahre durch die Höhen und Tiefen der Konjunktur gesteuert. Die zehn Teams, die nach diesen beiden Runden die meisten Punkte haben, dürfen am Finale teilnehmen. Dem Gewinner winkt der Hauptpreis: Eine Reise ins globale Gründerparadies Silicon Valley.

Kein Rest bleibt zurück

Über diesen Preis konnte sich 2020 Edgar Schmidt-Narischkin aus Berlin freuen. Zusammen mit seinem Team bestehend aus Kilian Holle, Karl Weiss, Liv Jürgensen und Subonn Lee hat er ein Produkt entwickelt, dessen Ursprung auf einem Balkon mitten in Berlin liegt. Denn Edgar liebt die Gartenatmosphäre auf seinem Balkon und bepflanzt ihn deshalb jedes Jahr neu. Doch eine Sache stört ihn: Die Plastikblumentöpfe seiner Setzlinge, die sich hinter ihm auftürmen. „Es tut weh, dass sich jedes Mal so viel Müll ansammelt“, sagt der 19-Jährige.

Laut Deutscher Umwelthilfe (DUH) landen hierzulande jährlich 116.000 Tonnen Plastik aus Verpackungen und Produkten in der Umwelt. Um diese Zahl zu senken, hat Schmidt-Narischkin mit seinen Freund*innen einen Blumentopf entwickelt, der sich selbst in der Erde kompostiert. Der sog. KomPot besteht aus Holzfasern, Stärke und Lignin. Er kann zusammen mit dem Setzling eingepflanzt werden und verschwindet nach einigen Monaten, während er dabei die Pflanze düngt. „Die Entwicklung geht gut voran“, erklärt der 19-Jährige zum KomPot, dessen Marktstart wegen geschlossener Blumenläden verschoben werden musste. „Die Schule hat uns bei diesem Projekt Mut gemacht“, sagt er. Über Workshops des Netzwerks „[email protected]“ sind sie in Berührung mit dem Unternehmertum gekommen. Dennoch: „Schön wäre es, wenn es auch im Unterricht entsprechende Module geben würde. Es kann so viel Innovation bringen, wenn Schüler im Unterricht etwas zum Thema Gründen lernen würden.“