Tibber, der Ökostrom-Revoluzzer


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Das skandinavische Start-up Tibber expandiert nach Deutschland, um die hiesige Energiebranche aufzumischen, d.h. weiter zu digitalisieren.

Die Tibber-Gründer Edgeir Aksnes und Daniel Lindénist, (c) Tibber

Das von Edgeir Aksnes und Daniel Lindénist gegründete Start-up Tibber ist angetreten, die Art und Weise, wie Energie gekauft und konsumiert wird, zu verändern. „Angefangen hat alles 2016, als mein Mitgründer Daniel und ich Kollegen bei einem Software-Dienstleister für Energieunternehmen waren. Damals kam uns das erste Mal die Idee, das enorme Potenzial von digitalen Plattformen zu nutzen, um smarte Energielösungen anbieten zu können", so Edgeir Aksnes im Rückblick.

Dazu haben die Gründer ein KI-basiertes Plattformmodell entwickelt, über das die Kunden nicht nur Ökostrom von einem einzigen Anbieter erhalten, sondern immer von dem Anbieter, der gerade den besten, d.h. günstigsten Preis bietet. Für diesen Service entrichten die Kunden einen Fixpreis in Form einer festen Grundgebühr und zahlen on top die Kosten für den genutzten Ökostrom pro Kilowattstunde. Steuern können die User ihren Verbrauch über eine intelligente App.

„Unserer Idee treu zu bleiben, ist von Anfang an die größte Herausforderung gewesen."

„Bereits hundert Tage nach der Gründung hatten wir unseren ersten Kunden in Skandinavien. Wir wurden allerdings auch zeitgleich von Anfragen großer Energieunternehmen geradezu überrannt. Innerhalb kürzester Zeit hatten wir über 50 Angebote von Unternehmen, die sich mit Hilfe von Tibber Digitalisierung einkaufen wollten, ohne jedoch die Werte zu übernehmen, für die Tibber steht. Letztendlich haben wir jedoch alle Angebote abgelehnt, da dies den Innovationsprozess verlangsamt hätte. Mit der Hilfe eines konventionellen Energiekonzerns hätten wir sicherlich schlagartig eine enorme Kundenzahl generieren können. Gleichzeitig hätten wir jedoch Abstriche bei unserem rein digitalen Geschäftsmodell in Kauf nehmen müssen. Doch bis heute haben wir uns immer von unserer Vision leiten lassen“, so Edgeir Aksnes zu den Anfängen von Tibber.

Digitalisierung der Energiebranche ist längst überfällig

Nach der Eröffnung des Berliner Büros im Januar ist Tibber nun auch in Deutschland verfügbar. Zum Markteintritt in Deutschland äußert sich Edgeir Aksnes wie folgt: „Wir gehen davon aus, dass der größte Energieversorger im Jahr 2035 ein digitaler sein wird. Nach unserem Markteintritt in Schweden und Norwegen haben wir global etwa 30 Märkte identifiziert, die ein besonders großes digitales Potenzial haben. Deutschland ist einer der Märkte, in dem wir einen großen Zuwachs an Elektrofahrzeugen erwarten. Die Digitalisierung der Energiebranche ist hier längst überfällig und wir sind da, um sie voranzubringen.“

Unterstützt wird das Unternehmen u.a. von Peter Thiels Founders Fund. Nach Investments in Unternehmen wie Spotify, Facebook, SpaceX, Palantir, Airbnb und Stripe, ist Tibber eines der ersten europäischen Investments, die der Founders Fund getätigt hat.

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