aspUraclip - der Weg in die richtige Branche


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Am 12. April 2021 leuchtete das Scheinwerferlicht bei „Die Höhle der Löwen“ auf zwei ehemalige Kandidaten und ihre Erfolgsgeschichte. Die beiden Gründer hinter aspUraclip  berichten von ihrem Werdegang, ihren Höhen und Tiefen und dem Status quo.

Es war einer der größten Deals aller Zeiten. Die Gründer Vinh-Nghi Tiet und Wolfgang Kleiner konnten mit ihrem Mini-Breezer für Wohlfühlmomente die Unterstützung von Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer und damit eine Investition von 1 Million Euro gewinnen. Daraufhin folgte eine Welle der Zustimmung und Begeisterung: die Kund*innen legten in den ersten Tagen nach Ausstrahlung sogar den Shopping-Sender QVC lahm. Der Schritt zu den Löwen brachte innerhalb des Unternehmens also einiges ins Rollen! Auch Dinge, welche die Gründer vorher nicht für möglich gehalten hätten. Doch wie ergeht es einem jungen Start-up nach solch einem Erfolg? Führte das Investment der Löwen automatisch zum Durchbruch?

Am Anfang war die Leidenschaft: Wie aus einer Idee ein Produkt wurde

Vinh-Nghi Tiet war einst Maschinenbauingenieur und hatte keinerlei Erfahrung in der Produktentwicklung. Es war somit reine Intuition und Neugier, als er zusammen mit Wolfgang Kleiner den aspUraclip Mini-Breezer entwarf und sich damit in ein vollkommen unbekanntes Terrain begab. Er war selbst schon länger auf der Suche, sich auch im urbanen Alltag auf natürliche und einfache Art Wohlfühlmomente zu schenken. Die Geschäftsidee von Wolfgang gepaart mit Vinh-Nghis Leidenschaft für (technische) Innovationen und kreatives Basteln gab dann den ausschlaggebenden Impuls und Startschuss.

„Bei einer neuen Idee gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder hat niemand vorher daran gedacht, oder sie ist so schlecht, dass andere sich dazu entschieden haben, sie nicht umzusetzen“, so Vinh-Nghi Tiet.

Auf der Suche nach dem letzten Puzzleteil: Investoren und mediale Aufmerksamkeit

Wolfgang und Vinh-Nghi hatten von Anfang an großes Vertrauen in ihr eigenes Produkt. Eine absolute Weltneuheit, die es so noch nicht gab! Hinzu kommt, dass sie den Clip mit eigens entwickelten Maschinen in Deutschland herstellen. Trotzdem verlief die Anfangszeit sehr schleppend und der erhoffte Verkaufserfolg blieb aus. Die mediale Aufmerksamkeit fehlte und damit eine ordentliche Vermarktung. Genau dieser Gedanke trieb die beiden Gründer in die Arme der begeisterten Investoren Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer. Damals noch unter dem Namen aspiraclip bekannt, konnte das Unternehmen nicht nur einen Mega-Deal abschließen, sondern legte auch ganze Verkaufskanäle lahm. Schnell trugen erste Marketingkonzepte Früchte und sie benannten sich um in aspUraclip, um eine deutliche Abgrenzung zu ähnlich benannten Kopfschmerzmitteln zu ziehen.

„Es ist einfach unbeschreiblich, was an diesem Abend passiert ist. Wir haben durch das Teleshopping noch weiter an Bekanntheit gewonnen, produziert ohne Ende und bekamen Wellen an positivem Feedback. Das war eine wirklich schöne und inspirierende Zeit“, so Wolfgang Kleiner

Von Mitbewerber*innen und Neuklassifizierungen: Auf jedes Hoch folgt ein Tief

Der Fernsehauftritt der aspUraclip-Gründer liegt mittlerweile fast drei Jahre zurück. Die Zeit seit Ausstrahlung zählt dabei zu den intensivsten und emotionalsten Phasen des Unternehmens, in der die schönsten und schlimmsten Momente oft nah beieinander lagen. Der jüngst gewonnene Erfolg bei Die Höhle der Löwen brachte dem aspUraclip Mini-Breezer am Markt zwar phänomenale Umsatzwerte in Höhe von 13 Millionen Euro - allerdings auch die Aufmerksamkeit vieler Mitstreiter*innen. Daraufhin meldete sich ein bekannter Pharmariese juristisch zu Wort und stellte die Firma vor die bisher größte Herausforderung: Die Produkte durften fortan nicht mehr als Medizinprodukt vermarktet werden. Der urplötzliche Verkaufs- und Produktionsstopp erwies sich dabei als kleinstes Übel der Situation. Vielmehr musste eine neue Klassifizierung her: Von nun an sollte der Clip ein Wellnessprodukt sein. Somit konnten sie weiterhin ätherische Öle in einem Nasenclip anbieten, sich aber in einem Sektor bewegen, der wesentlich klarere und eindeutigere Rahmenbedingungen aufweist.

Die Eroberung einer neuen Branche: Der aspUraclip MINI-BREEZER

Dieser Wechsel hatte es in sich: Es musste ein neues Design, neues Wording und generell eine neue Marketingphilosophie her. Auch organisatorisch gab es einiges zu klären, da bereits eingegangene Lieferverpflichtungen nicht erfüllt werden konnten. Ralf Dümmels Team überzeugte die Händler allerdings, noch etwas Geduld zu haben, bis das neue Produkt final an den Start gehen konnte. All die schlaflosen Nächte haben dem Team hinter aspUraclip einen echten Ansporn gegeben. Sie haben Bewertungen analysiert, vergangene Erfahrungen Revue passieren lassen und sind schlussendlich mit einem Produkt zurück auf dem Markt, dass sich im Vergleich zu seinem Vorgänger deutlich verbessert hat. Die Wünsche der Kund*innen werden nun noch besser erfüllt als zuvor. Statt einem Mini-Breezer sind nun immer zwei Stück in der Packung. Außerdem schützt ein kleines Etui den Clip bei Nichtverwendung, so dass die ätherischen Öle bis zu drei Wochen erhalten bleiben. Im Grunde genommen hat das gezwungene Rebranding das Unternehmen nur stärker gemacht!

„Die juristischen Auseinandersetzungen waren kräftezehrend und bestimmt nicht leicht. Aber in gewisser Weise fühlen wir uns auch geehrt. Schließlich hat ein Pharmariese in uns eine ernstzunehmende Konkurrenz gesehen. Wir scheinen eine echte Bedrohung gewesen zu sein“, so Jochen Stähler

Mittlerweile arbeitet das Team um die Geschäftsführer Vinh-Nghi Tiet, Wolfgang Kleiner und Jochen Stähler an neuen Geruchsrichtungen. Das nächste erklärte Ziel sind die internationalen Märkte, mit erstem Halt in Japan. Trotz großer finanzieller Lücken in den vergangenen Jahren blickt das Unternehmen optimistisch in die Zukunft. Ihre Leidenschaft ist im Laufe der Jahre nur noch mehr gewachsen und dass der Clip nun ein gefragtes Wellnessprodukt ist, stimmt alle Beteiligten glücklich. Schließlich wollten sie von Beginn an, jedem Menschen zu einem individuellen Wohlfühlmoment verhelfen.

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