WG-Hotel


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In Essen können Sie ein ganzes Hotel buchen, das WG-Charakter hat. Bis zu 14 Leute finden hier Platz und zwar in sechs Zwei- und zwei Einbettzimmern. Daneben gibt es eine große Küche, eine Sauna und einen zentralen Arbeitstisch. Im Gegensatz zu einer Ferienwohnung wird hier im Hotel wie von Geisterhand täglich der Kühlschrank neu aufgefüllt, und natürlich wird durch professionelle Reinigungskräfte auch regelmäßig geputzt.

Übrigens kann das WG-Hotel nicht nur für private Zwecke genutzt werden: Ideal ist es auch für Messeteams – schließlich handelt es sich bei Essen ja um eine Messestadt. Normalerweise werden die Hostessen und das Standpersonal meist auf verschiedene Gastwohnungen verteilt. Innerhalb des WG-Hotels ist nun möglich, dass auch eine größere Gruppe zusammenbleibt und dass abends im Hotel After-Show-Partys gefeiert werden. Aber auch für Seminarveranstalter und Yoga-Schulen ist das Angebot wie geschaffen. Und warum sollen hier nicht auch Geburtstage und Hochzeiten gefeiert und Betriebsfeiern durchgeführt werden?

www.wg-hotel.de

 

Wir suchen: (Junior-)Marketing/Sales/Events Manager:in (w/m/d)

Der brutkasten ist das Leitmedium des deutschsprachigen Innovations-Ökosystems mit Sitz in Wien, München und Berlin. Wir sind auf Wachstumskurs und suchen ab sofort Verstärkung für die zur brutkasten-Mediengruppe gehörenden Publikationen/Plattformen StartingUp und VentureCapital Magazin am Standort München:

(Junior-)Marketing/Sales/Events Manager:in (w/m/d) in Vollzeit

Und hier bekommst du schon Mal einen kleinen Vorgeschmack, welches Umfeld dich bei uns erwartet:

Wir kommunizieren mit unserer innovativen Zielgruppe bestehend aus Gründer:innen, Macher:innen, Start-ups, Unternehmer:innen, Investor:innen, Business Angels, Consultants, kurzum aus den Entscheider:innen von heute und morgen, tagesaktuell und multimedial über unsere Plattformen starting-up.de und vc-magazin.de, via Social Media (LinkedIn, Twitter, Facebook, Xing) und über unsere hochwertigen Print-/Online-Magazine. Entdecke und begleite mit uns die aktuellen und künftigen Top-Start-ups und werde Mitglied der innovativen Gründer:innen- und Venture-Capital-Szene!

Dein Umfeld, um erfolgreich zu sein

  • Du bekommst einzigartige Einblicke hinter die Kulissen eines jungen, schnell wachsenden Scale-Ups
  • Du hast erhebliche Entscheidungs- und Gestaltungsmöglichkeiten und übernimmst eine äußerst verantwortungsvolle Rolle
  • Du hast die Möglichkeit zur Schwerpunktlegung des Aufgabengebietes nach Stärken/ Neigungen
  • Freue dich auf eine motivierende Arbeitsatmosphäre in einem engagierten Team
  • Home Office und zeitlich flexibles Arbeiten ist (in Absprache) möglich

Dein Aufgabengebiet

  • Aufbau und Pflege von Medienpartnerschaften und Event-Kooperationen
  • Betreuung und Gewinnung von Partner:innen und Werbekund:innen
  • Mitwirkung bei der Konzeption und Durchführung von (Online-)Events
  • Unterstützung der Online-Redaktion (Wordpress, Typo3)
  • Pflege der Social-Media-Kanäle
  • Teilnahme an Events aus der Start-up-Szene
  • Druckdaten-Verwaltung und Abstimmung mit dem Bereich Grafik/Website

Diese Skills bringst du mit

  • Abgeschlossenes Studium oder einschlägige Berufsausbildung
  • Ausgeprägtes Interesse bzw. erste Erfahrungen im Bereich Marketing/ PR/Events
  • Sicherer Umgang mit Google Workspace
  • Wortgewandtheit und Kreativität
  • Eine strukturierte Arbeitsweise und Organisationsgeschick
  • Gute Englischkenntnisse
  • Interesse an Start-up- und Investmentthemen

Art der Anstellung und Gehalt

Wir bieten eine unbefristete Festanstellung auf Vollzeitbasis, eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit hoher Eigenverantwortung und eine attraktive Arbeitsatmosphäre in einem dynamischen Team mit flachen Hierarchien.

Für die ausgeschriebene Stelle bieten wir ein Jahresgehalt von € 33.600,- brutto auf Vollzeitbasis mit der Bereitschaft zur Überzahlung, je nach Qualifikation.

Komm mit an Board und werde Teil eines top motivierten, engagierten Teams!

Wir freuen uns auf deine Bewerbungsunterlagen an unsere HR-Beauftragte Pia Windbichler: [email protected]

Enpal: Das grüne Einhorn

Wie das GreenTech-Start-up Enpal in nur vier Jahren zu Deutschlands erstem grünen Einhorn wurde und nun die größte Energiebewegung Europas aufbauen will.

Im Jahr 2008, während der Wirtschaftskrise, hat Mario Kohle mit einem Schulfreund den Internetmarktplatz Aroundhome gegründet, der damals noch Käuferportal hieß. Aroundhome vermittelt Produkte und Dienstleistungen rund ums Haus; damals mit einem Außenumsatz von 1,5 Milliarden Euro. 2016 stieg ProSiebenSat.1 ein. Trotz dieser Erfolgsgeschichte verließ Mario das Unternehmen im Jahr 2017. Denn ihm bereitete die Klimakrise zunehmend Sorgen und er wollte aktiv etwas dagegen unternehmen – mit der Fähigkeit, die er am besten beherrschte: ein Unternehmen aufzubauen. Die Idee zu Enpal war geboren.

Drei Verrückte und ein Ikea-Tisch

Bei Aroundhome hatte Mario Kohle bereits viel mit Solaran­lagen zu tun. Dabei merkte er, dass in dem Markt großes Potenzial steckt. „Eine Solaranlage zu kaufen, ist kompliziert, mit viel Bürokratie verbunden und teuer. Das überfordert viele“, so Mario. Er war überrascht, dass das nicht einfacher ging. Also fragte er seine besten Freunde, ob sie mit ihm ein neues Wagnis starten wollen: Solaranlagen online zu verkaufen. Alles, was kompliziert war, wollte man für die Kund*innen einfach machen. Seine beiden alten Studienfreunde Jochen Ziervogel und Viktor Wingert kamen mit an Bord. Wenig später schraubten sie den ersten Ikea-Tisch im neuen Büro zusammen. „Wir werden nie vergessen, wie wir gestartet sind“, sagt Mario rückblickend und lacht. „Drei Verrückte und ein Ikea-Tisch.“

Mit Enpal haben die drei eine sog. No-Brainer-Solaranlage geschaffen: Das Unternehmen vermietet Anlagen und Batteriespeicher im Abo. Die Kund*innen müssen sich um nichts kümmern, alles wird organisiert, von der Anlage bis hin zum Anschluss bei der Bundesnetzagentur, inklusive Wartung, Reparatur und Versicherung. Alle Kosten inklusive. Das Konzept schlug ein: In nur vier Jahren wurde Enpal zu dem am schnellsten wachsenden Technologieunternehmen des Landes – und zum ersten grünen Einhorn in Deutschland. „Wir laufen keiner Bewertung hinterher“, sagt Mario. „Mich treibt um, wie wir unseren Kund*innen die bestmögliche Erfahrung und das bestmögliche Produkt bieten können, wie wir eine tolle Firma bauen, wie wir die Welt verändern. Die gute Bewertung kommt dann von allein.“

Auf dem Weg zur Erneuerbaren-Community

Bei einem so komplexen und vor allem physischen Produkt wie einer Solaranlage kann es einige Probleme bei der Umsetzung geben – noch dazu, wenn das Modell skalierfähig sein soll. Im ersten Jahr hatte Enpal insgesamt nur 40 Anlagen gebaut. Inzwischen bauen die Monteur*innen so viele Anlagen oft an einem einzigen Tag. Bei Enpal arbeiten aktuell über 1000 Angestellte, davon über 400 Handwerker*innen, die man selbst ausbildet, damit sie in ganz Deutschland Anlagen montieren können.

Enpal will die Menschen zu einer Erneuerbaren-Community verbinden. Dafür baut das grüne Start-up die größte Energiebewegung in Europa. „Alle können unkompliziert auf grünen, günstigen Strom umsteigen. So einfach war Solarenergie noch nie“, ist sich Mario sicher. Als einziger Anbieter ermöglichen die Berliner ein integriertes Ökosystem mit Solaranlage, Batterie, Ökostromtarif und Smart-Home-Umgebung in Form eines Miet-Abo-Modells.

Darin ist alles inklusive: Beratung, Planung, Montage, Reparatur, Reinigung, Zinsen, Monitoring, Enpal-App, Versicherung, Ersatz des Wechselrichters, des Batteriespeichers oder anderer defekter Bauteile. Das Abo läuft für 20 Jahre, danach können die Hauseigentümer*innen die Anlage für einen Euro übernehmen.

Wer groß werden will, muss groß denken

Am Anfang hat Mario sein eigenes Geld in die Firma gesteckt. Aus dem Verkauf seines ersten Unternehmens hatte er ausreichend Gewinn gemacht, um damit Enpal zu starten. Als Enpal bei den Sparkassen erstmals nach Krediten fragte, um die ersten Solaranlagen zu finanzieren, hatten die Direktoren große Fragezeichen in den Augen. Die Unternehmung schien verrückt: Da kamen drei Jungs und wollten die Welt retten. Wie sollte daraus ein Business Case entstehen? Trotzdem konnten Mario und sein Team die Bank überzeugen, und auch andere Kreditgeber stiegen mit ein. Recht schnell waren dann einige bekannte Köpfe aus der Berliner Start-up-Szene von der Enpal-Idee überzeugt.

Inzwischen stehen viele prominente Investoren hinter dem Start-up: Im Jahr 2020 hat z.B. der führende Silicon-Valley-Investor Princeville Capital mit Leonardo DiCaprio investiert. Seit 2021 sind u.a. SolarCity-Mitgründer (und Cousin von Elon Musk) Peter Rive und der weltgrößte Tech-Investor Softbank mit an Bord. Dadurch wurde Enpal 2021 zum ersten grünen Einhorn in Deutschland.

Mittlerweile ist Enpal mit 12.000 Kund*innen eines der führenden Solarunternehmen in Deutschland. Das schnelle Wachstum ist vor allem deshalb ein Erfolg, „weil es einen Beitrag im Kampf gegen die Klimakrise leistet. Je mehr Anlagen und Speicher, je mehr Ökostrom, je mehr Wallboxen, desto weniger CO2“, bringt es Mario auf den Punkt. Auf lange Sicht will Enpal eine Solar-Revolution anstoßen und den Energiemarkt umkrempeln. Die Vision: Das Zuhause als grünes Ökosystem, bei dem man den selbst produzierten Strom nutzt, um sein E-Auto zu laden oder in der Enpal-Community zu teilen. Bis Ende des Jahrzehnts will Enpal eine Million Haushalte mit grüner Energie versorgen. „Wir wollen die Menschen zu einer Erneuerbaren-Community verbinden“, formuliert Mario das ambitionierte Ziel.

Marios Tipps für Gründer*innen

  • Sag niemals nie: „Niemand bei Enpal hat ein Einzelbüro. Gemeinsames Arbeiten im Büro heißt bei uns wirklich ,gemeinsam‘. Das schweißt zusammen und lässt die Kreativität und die Informationen fließen. Während der Pandemie haben dennoch alle von zu Hause gearbeitet, und trotzdem konnte das Unternehmen weiter wachsen und den Klimaschutz von unten voranbringen.“
  • Lauf nicht einer Bewertung hinterher: „Wenn du denkst, etwas zu sein, hörst du auf, etwas zu werden. Deswegen fokussiere ich mich nicht darauf, auf Biegen und Brechen eine möglichst hohe Bewertung bei den Investor*innen zu bekommen. Ich laufe auch nicht dem Geld hinterher – ich zahle mir als Geschäftsführer selbst kein Gehalt aus. Mein Geld und mein ganzes Herzblut stecken in der Firma. Mich treibt um, wie wir unseren Kund*innen die bestmögliche Erfahrung und das bestmögliche Produkt bieten können, wie wir eine tolle Firma bauen, wie wir die Welt verändern. Die gute Bewertung kommt dann von allein.“
  • Üb dich in produktiver Paranoia: „Die Formulierung von Jim Collins sollten sich alle Gründer*innen merken. Denke nicht nur in Ideallinien und naiv positiv. Denke auch darüber nach, was schiefgehen kann und wappne dich dementsprechend. Habe immer einen Plan B und C in der Tasche. Nur dann kannst du auf vermeintlich unvorhergesehene Dinge schnell und effizient reagieren. Eine gute Faustformel ist: Läuft in deinem Unternehmen deiner Meinung nach gerade alles rund, hast du mit Sicherheit nur noch nicht bemerkt, wie sehr gerade etwas schiefläuft.“
  • Bau dir ein A-Team: „Als Gründer*in neigt man gern mal dazu zu glauben, dass man selbst alles am besten kann. Kaum ein Gedanke ist so falsch! Wer so denkt, hängt in zu vielen Details fest und verliert seinen Fokus. Mein Tipp: Suche dir Leute, die von diesen und jenen Themen mehr verstehen als du und hole sie mit ins Boot. Als Gründer*in solltest du dich dann nur auf diejenigen Dinge konzentrieren, die für dein Business gerade am kritischsten sind. Versuche nicht, zu viele Probleme gleichzeitig zu lösen, sondern nacheinander – dafür aber nachhaltig.“
  • Mach dir deine Hände schmutzig: „Du kannst kein Unternehmen bauen, wenn du nur mit deinem Latte im Einzelbüro hockst. Auch als Gründer*in und CEO musst du oft Arbeit erledigen, die dir keinen Spaß macht. Wir haben am Anfang selbst die Tische zusammengeschraubt und im Büro übernachtet. Den mentalen und körperlichen Druck hältst du nur durch, wenn du an etwas Großes glaubst, wenn du weißt, wofür du jeden Morgen aufstehst. Für mich ist jede neue Solaranlage das größte Glück. Das gibt mir die Energie, durchzuhalten.“

Beruf mit Zukunft – hohe Nachfrage an Alten- und Krankenpfleger*innen

Seit Januar 2020 ist das neue Pflegeberufegesetz in Kraft. Die Regierung verspricht sich davon eine Steigerung der Attraktivität im Pflegebereich.

In vielen Bereichen herrscht in Deutschland Fachkräftemangel. Besonders trifft das auf die Pflege alter und kranker Menschen zu, bei der jetzt schon ein Mangel an 200.000 Arbeitskräften herrscht. Der Pflegebereich vermeldet von allen Berufen bundesweit den größten Fachkräfteengpass.

Im Hinblick auf die demografische Entwicklung, die von einem weiteren Anstieg des Durchschnittsalters der Bevölkerung ausgeht, wird im Jahre 2030 von mindestens 500.000 fehlenden Fachkräften in der Pflege ausgegangen. Für Schulabgänger, Auszubildende und Healthcare-Gründer öffnen sich damit riesige Chancen!

Die Zukunft liegt in der Pflege

Hintergrund für den steigenden Bedarf in der Pflege ist der zu erwartende Zuwachs an Pflegebedürftigen. Es wird davon ausgegangen, dass deren Anzahl von heute 4,5 Millionen auf ca. 6 Millionen im Jahre 2030 ansteigen wird. Verstärkt wird dieser Effekt durch die Situation in der Vergangenheit. Seit vielen Jahren schon können etwa 8 von 10 Stellen nicht mehr mit qualifiziertem Fachpersonal besetzt werden. Inzwischen wird von einem akuten Pflegenotstand gesprochen.

Dabei trifft es nicht nur den zentralen Bereich der Pflege, in dem es an Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflegern fehlt. Auch dort, wo Experten für pflegerische Dienstleistungen mit akademischem Hintergrund oder mit Fortbildungsabschluss gebraucht werden, können viele Stellen mangels geeigneter Kandidaten nicht besetzt werden. Um einen prekären Pflegenotstand zu vermeiden, müsste neben der Bezahlung auch die Ausbildung und verfügbaren Krankenpfleger Jobs attraktiver gestaltet werden. Dabei ist auf diesen Feldern schon einiges geschehen.

Die Änderungen im Pflegebereich

Sowohl die alte als auch die neue Bundesregierung wusste und weiß um die Notstände im Pflegebereich. Dabei wurden laut des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Jahre 2019 1,7 Millionen Menschen in Pflegeberufen beschäftigt, was immerhin einen Anstieg von 24 % zum Jahre 2012 bedeutet.

Doch das ist angesichts der rasch zunehmenden Überalterung bei Weitem nicht ausreichend. Deshalb wurden mit Beginn der Pandemie die Anstrengungen nochmals erhöht.

Neue generalistische Pflegeausbildung

Seit dem 1. Januar 2020 ist das neue Pflegeberufegesetz in Kraft. Die bisherigen Berufsbilder Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpfleger wurden abgeschafft und dafür der neue Beruf der Pflegefachfrau bzw. des Pflegefachmanns eingeführt. Der generalistische Abschluss wird von allen Mitgliedsstaaten der EU (Europäische Union) anerkannt.

Die Ausbildung ist nun breiter aufgestellt als vorher, die fachlichen Schwerpunkte aller drei Berufsrichtungen wurden dabei zusammengefasst. Dadurch können die Absolventen in allen Versorgungsbereichen flexibel eingesetzt werden.

Auf freiwilliger Basis kann die Ausbildung als Studium absolviert werden. Damit eröffnen sich eine Vielzahl neuer Angebote im Berufsfeld Pflege. Gesundheitswissenschaft, Pflegemanagement und Palliativpflege sind nur einige Beispiele für solche Interessenten, die sich leitende Positionen und Führungsaufgaben zutrauen.

Laut Angaben des Ministeriums wird die neue Regelung gut angenommen. Mehr als 80 % der Betroffenen kommen zu dem Schluss, dass die neue Flexibilität im späteren Berufsleben von Vorteil sein wird. Knapp zwei Drittel glauben an eine signifikante Steigerung der Professionalität und gut die Hälfte bewertet die Verbesserung der internationalen Anschlussfähigkeit als positiv.

Wie geht die Ausbildung vor sich?

Gut die Hälfte der dreijährigen Ausbildung wird in praxisnahen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Pflegeheimen und ambulanten Pflegestationen vermittelt. Die theoretische Basis erhalten die Azubis weiterhin in den Berufsfachschulen.

Trotz der Generalisierung bleibt eine Spezialisierung im Bereich des Möglichen. Es werden nämlich nur die ersten beiden Lehrjahre verpflichtend generalisiert abgehalten. Im dritten Lehrjahr ist dann eine Wahlmöglichkeit gegeben, bei der die Absolventen in Richtung Altenpflege, Krankenpflege oder Kinderkrankenpflege einschwenken oder eben weiter die generalistische Ausbildung fortführen können.

Höhere Löhne und Gehälter

Überdies wurde die wirtschaftliche Situation der Pflegenden gestärkt. So ist die Ausbildung nun endlich kostenfrei. Die Ausbildungsvergütung wurde angeglichen und liegt jetzt nicht mehr auf den hintersten Plätzen im Vergleich zu anderen Lehrberufen. Sie beträgt im Schnitt 1.141 Euro im ersten Lehrjahr und steigt auf 1.303 Euro im Abschlussjahr. Damit liegt sie in etwa auf dem gleichen Niveau wie die Ausbildungsvergütung eines Technischen Assistenten in der Anästhesie.

Auch die Löhne der ausgebildeten Pflegefachkräfte sind in den letzten zehn Jahren merklich gestiegen, haben sich um ein Drittel erhöht und bewegen sich zwischen 3.000 und 3.500 Euro brutto monatlich.

Green Rebels - Power Women

Egal ob sie kleine Läden eröffnen, nachhaltige Produkte entwickeln oder ökologische Initiativen starten: Green Rebels eint der Traum vom zukunftsfähigen Planeten. Doch wer sind diese Frauen?

Green Rebels sind die Held*innen von morgen – mutige Unternehmer*innen, die nachhaltig gegründet haben. Sie haben sich durch ihre Gründungen nicht nur genau den Arbeitsplatz geschaffen, in dem sie eine sinnstiftende Betätigung finden und der mit ihren Lebensumständen vereinbar ist. Sie sind auch davon überzeugt, dass wir unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen müssen.

Drei Jahre haben wir laut Weltklimarat noch die Chance, das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen. Die Notwendigkeit ist (fast) allen klar, der Wandel hat begonnen. Doch die Entwicklung geht zu langsam vonstatten. Die Politik tut sich schwer, der Wirtschaft zugunsten des Klimaschutzes Vorschriften zu machen. Das Problem liegt auf der Hand: Jahrzehntealte Strukturen ändern sich nicht schnell. Und je größer ein Apparat, desto langsamer läuft seine Transformation.

Ich selbst habe viele Jahre für ein Unternehmen gearbeitet, das sich nur zögerlich an ressourcenschonende Produktionen heranwagte. Als Vegetarierin hatte ich es in der Kantine nicht immer leicht, und wenn ich mal vorschlug, Bio- anstelle der konventionell hergestellten Baumwolle zu verwenden, scheiterte ich meist an Vorstand und Vertrieb, denen die „Performance“ der Produkte damals noch wichtiger war als Umweltschutz und CO2-Abdruck. Ich nahm eine Spannung in mir wahr, ein inneres Rebellieren, und immer häufiger fragte ich mich: Welchen Sinn hat meine Arbeit? Was könnte ich bewirken, wenn ich meine Energie, meine Kreativität und mein Engagement in eine Unternehmung einbrächte, die meine Werten teilt? Die nicht nur nimmt, sondern auch etwas zurückgibt?

Carolin Kunert

Ich bin nicht die Einzige, die sich diese Fragen stellte. Auch Carolin Kunert, die nach ihrem Studium als freie Produktdesignerin arbeitete, ging es gehörig gegen den Strich, dass die großen Produkthersteller, die sie beauftragten, nachhaltige und langlebigere Ideen für Materialien und Gestaltung nicht nur ignorierten, sondern sogar von ihr verlangten, Produkte zu entwickeln, die nach einer bestimmten Zeit kaputtgehen. In der Konsumgüterbranche arbeitet man oft wortwörtlich für die Mülltonne. Das stieß Carolin sauer auf, und sie gründete kurzerhand ihr eigenes Unternehmen: Knister Grill, den ersten vollständig in Deutschland produzierten Grill aus nachhaltigen Materialien, die zu 98 Prozent recycelt werden können. Eine Kickstarter-Kampagne und nur ein halbes Jahr später gingen die ersten Grills in Produktion, heute beschäftigt sie neun Mitarbeitende.

Der Standort Deutschland ist für Carolin eine Selbstverständlichkeit. „Ich will Arbeitsplätze und Wirtschaft hier vor Ort sichern.“ Dass es nicht nur ökologisch von Vorteil ist, im eigenen Land produzieren zu lassen und damit kurze Lieferwege zu haben, bemerkte Knister Grill spätestens in der Corona-Krise. Da stieg innerhalb von wenigen Tagen die Nachfrage nach der Balkonhalterung, in die man den Grill einklemmen konnte, rasant an. Von der waren aber nicht genug auf Lager. In Windeseile orderte Knister Grill die Halterungen beim deutschen Hersteller nach, nur wenige Tage später konnten sie die Produkte ausliefern. „Bei einem chinesischen Lieferanten wäre das niemals gegangen. Auch nicht in Zeiten, in denen die Grenzen offen sind.“

carbmee: mit Software zu Netto-Null im Unternehmen

Das Berliner Start-up carbmee hat mit dem Environmental Intelligence System einen nachhaltigen Lösungsansatz entwickelt, um Industrie-Unternehmen zu dekarbonisieren.

Um der Erderwärmung und den daraus resultierenden Folgen für die Umwelt entgegenzuwirken, hat die Europäische Union zahlreiche Klimaschutzmaßnahmen erlassen. So ist im European Green Deal festgelegt, dass bis 2050 eine nachhaltige Produktpolitik und vollständige Treibhausgasneutralität erreicht werden soll. Um diesen ambitionierten Zielen einen entscheidenden Schritt näher zu kommen, hat die EU-Kommission im Sommer 2021 das Maßnahmenpaket "Fit for 55", verabschiedet, durch das der CO2-Ausstoß der EU bis 2030 um mindestens 55 Prozent im Vergleich zu 1990 gesenkt werden soll.

Um dem steigenden Druck und der finanziellen Belastung auf die Unternehmen entgegenzuwirken und insbesondere die CO2-intensive Industrie zu unterstützen, hat das Berliner Start-up carbmee eine Software zur Dekarbonisierung der Lieferkette entwickelt.

CO2-Hotspots im Unternehmen identifizieren

Carbmee wurde 2021 von Robin Spickers, Dr. Christian Heinrich und Hendrik Beneke gegründet und bietet eine Carbon Management Solution basierend auf der eigens entwickelten Software (Environmental Intelligence System). Mit einer Kombination aus KI und Automatisierungstechnik unterstützt carbmee Industrie-Unternehmen dabei, ihre CO2- Hotspots in der Wertschöpfungskette offenzulegen und mit dem Ziel der Klimaneutralität „grüne Entscheidungen“ zu treffen. „Scope 3 Emissionen sind ein riesiges Problem und niemand setzt sich damit auseinander, wie wir es lösen können. Dabei sind Scope 3 Emissionen in vielen Fällen für über 80 Prozent der gesamten Emissionen eines Unternehmens verantwortlich. Mit unserer Expertise setzen wir genau hier an“, erläutert Co-Founder Dr. Christian Heinrich.

Das Ziel: Netto-Null-Emission bis 2050

Vor kurzem hat das Start-up sein einjähriges Bestehen gefeiert und kann bereits in dieser frühen Phase auf eine beachtliche Bilanz schauen. In den letzten acht Monaten konnten, so die Angaben des Start-ups, mithilfe des Environmental Intelligence Systems 336.000 Tonnen CO2-Emissionen gemanaged werden. Das Potenzial und der Handlungsbedarf sind größer denn je: Laut Statista hat der Industriesektor 2020 über 113 Millionen Tonnen CO2-äquivalente Treibhausgasemissionen ausgestoßen.

„Die Meinung, dass Emissionen erst in 10 Jahren zu einem großen Problem werden, war vor einiger Zeit noch sehr verbreitet. Doch wir waren schon damals der Auffassung, dass wir so schnell wie möglich handeln müssen. Durch Covid ist dieses Problem nun sogar noch zentraler und dringender geworden. Unsere Vision ist es darum, mit Environmental Intelligence eine nachhaltige Transformation von Unternehmen voranzutreiben, um bis 2050 eine Netto-Null- Emission zu erreichen – und das auf einfache Weise“, so Co-Founder Robin Spickers.

Auf dem Weg zum Global ePlayer

Ihr habt per Online-Voting entschieden ... die StartingUp-Gründer des Jahres 2021 sind: Fabian Furch und Leopold Ingelheim von EarlyGame. Hier liest du die Erfolgsstory der Münchner Gaming-Profis.

Die internationale eSports- und Gaming-Branche boomt seit vielen Jahren. Deutlich zweistellige Wachstumsraten im Umsatz- und Community-Bereich machen das Geschäftsfeld auch in den kommenden Jahren zu einem hochattraktiven Investment-Segment. Die Münchner Fabian Furch und Leopold Ingelheim haben das enorme Potenzial bereits 2019 erkannt. „Leo und ich kannten uns aus der Strategieberatung. Ich war und wollte immer schon Unternehmer sein. So war ich vor der Gründung unter anderem bei einem eSports-Unternehmen im Managementteam tätig oder habe zu Studienzeiten mein eigenes Fußballteam gegründet“, so Fabian. „Nachdem sich Leo dann auch dazu entschieden hatte, zu gründen, haben wir uns entschlossen, den Markt gemeinsam zu beackern – EarlyGame war geboren.“ Leo bringt vor allem strukturelle Themen wie Finanzen, Analytics, Marketing und Medienexpertise mit ins Start-up, Fabians Schwerpunkte liegen neben seiner Leidenschaft fürs Gaming auf den Themen Netzwerk, Partnerschaften, Sales und Content.

Mainstream als Booster

„Gaming und insbesondere eSports werden immer stärker Mainstream. Wir haben frühzeitig erkannt, dass es keine maßgebende Plattform bzw. internationale Entertaiment-Marke für diesen Bereich gab, die mit der richtigen ,coolen‘ Sprache Inhalte für die junge, digital-affine Zielgruppe aufbereitet und die Mainstream-Community aktiv in die Unterhaltung miteinbezieht“, erläutert Leo. Diese Lücke haben die beiden nun geschlossen. „Mit unserer Entertainment-Plattform, die wir durch Events, Turniere und weitere Gamification-Elemente ergänzen, bieten wir ein perfektes Package für unsere internationale Community. Wichtig ist für uns, dass wir keine One-way Communication anbieten, sondern das Ganze interaktiv gestalten“, so Leopold.

Die Vision von EarlyGame ist es demnach, im Mainstream-­Entertainment-Bereich des eSports und Gamings für den Fan die weltweite Nummer eins zu werden. Wo steht man aktuell? Das Start-up scheint auf dem besten Weg, eine globale Marke zu werden. Die Dynamik ist beeindruckend, die Zwischen­bilanz zum Jahresstart sehr positiv. „Alle wichtigen Kennzahlen deuten weiterhin auf schnelles Wachstum hin“, so Leo.

Ziele und Meilensteine

Die Ziele sind somit klar definiert: „Wir wollen weltweit die Nummer eins werden, in DACH sind wir das schon. Sowohl Umsatz als auch Unique User wollen wir in diesem Jahr verdoppeln und damit Ende des Jahres acht Mio. Unique User monatlich auf unserer Plattform begrüßen. Zudem planen wir die Erweiterung unseres Geschäftsmodels, u.a. die Einführung eines Subscription Models“, so Co-Gründer Fabian.

Bei all den Erfolgen fragt man sich zwangsläufig, welches die wichtigsten Herausforderungen bzw. Hürden waren, die es bislang zu meistern galt. „Zwei Dinge waren am Anfang sicher sehr wichtig: die Zusammenstellung eines schlagkräftigen Teams und die Namensgebung. Ein erfolgshungriges, hochmotiviertes und talentiertes Team zusammenzustellen, das ist sicher die Basis von allem und gerade ganz zu Beginn eine große Herausforderung. Umso stolzer sind wir auf unsere 15 Mitarbeitenden, die jeden Tag ihr Bestes geben, um Early­Game auf die nächste Stufe zu hiefen“, berichtet Fabian.

Und weil EarlyGame natürlich auch Teamwork bedeutet, war es den Gründern über die gesamte Zeit sehr wichtig, den Happiness-Faktor im Team konstant hochzuhalten und die jungen Mitarbeitenden fit für die sich stetig wandelnde Arbeits- und Themenwelt zu machen. „Das Durchschnittsalter bei uns liegt bei etwa 25 Jahren bei teilweise sehr kurzer Arbeitserfahrung. Das Geld für erfahrenere Kolleg*innen müssen wir uns erst erarbeiten“, bringt es Fabian auf den Punkt.

Ein weiterer Meilenstein war die Namensgebung. „Das Brainstorming zur Marke und die Entwicklung des Namens haben ein paar Wochen gebraucht“, so Fabian. „Eine große Herausforderung und eine zu überspringende Hürde war dann sicher der Moment, als unser Google Search Traffic im Dezember 2019 um teilweise 80 Prozent eingebrochen ist. Hier haben wir relativ schnell festgestellt, dass wir ein paar Anzeichen, sprich Notifications von Google, übersehen hatten, konnten zum Glück gegensteuern und die ,Fehler‘ im folgenden Jahr beheben. Wir mussten ein paar Monate warten, bis ein Google-Update kam und wir damit wieder einen Traffic Boost erhalten konnten. In der Zwischenzeit konnten wir zum Glück durch unsere starke Social-Media-Präsenz und weitere Aktivitäten den Decline abfangen“, so Leopold rückblickend.

VC oder Crowdinvesting?

Eine wesentliche Herausfordertung der beiden Unternehmer war zudem die Frage der Finanzierung: VC oder Crowdinvesting? „Auch mit dem Risiko, dass eine erfolglose Crowdinvesting-Runde für jedermann öffentlich ist, haben wir uns für diesen Weg entschieden“, so Leo. Im Rückblick die richtige Entscheidung: Nicht nur, dass die Kampagne in Rekordzeit gefunded war, am Ende waren die Gründer mit der eingesammelten Gesamtsumme von 700.000 Euro auch deutlich „oversubscribed“. „Für uns als Team eine starke Bestätigung unserer starken Community“, kommentiert Leo.

Neben der Crowd konnte EarlyGame weitere Investor*innen von sich überzeugen: einen Investor aus Singapur sowie die Familie Winterling. „Die Vision, aber auch der bisherige Track-Record von EarlyGame haben uns überzeugt. Fabian kennen wir schon viele Jahre, und das, was er gemeinsam mit Leopold und dem gesamten EarlyGame-Team innerhalb kürzester Zeit aufgebaut hat, hat uns überzeugt und war letztlich ausschlaggebend für unser Investment“, erklärt Christoph Winterling, Marketing- und Vertriebsvorstand des FC Bologna. Den Einstieg des asiatischen Investors sieht Fabian wiederum als Beleg dafür, dass der EarlyGame für interna­tionale Investor*innen ein attraktiver Sektor und die Ausrichtung des Start-ups stimmig ist.

Mit den insgesamt eingesammelten 850.000 Euro wollen die Münchner ihre Reichweite weiter ausbauen. „Wir erreichen aktuell mehr als vier Million Unique User pro Monat auf unserer Plattform und über 20 Millionen auf Social Media“, so Leopold. „Wichtig hierbei war es uns immer, die allgemeine Balance zu halten, beispielsweise zwischen schnellen Umsätzen und dem Status einer coolen Marke. Ebenso wichtig: ein gewisses Geschick in herausfordernden Phasen auftretender Liquditätsengpässe“, ergänzt Fabian

Going global

Vor dem Hintergrund der erfreulichen Gesamtentwicklung hat auch Early-Game-Partner kicker seine Investition wiederholt ausgebaut. „Das Interesse an einem Investment im Bereich eSports und Gaming ist aktuell sehr groß. Wir sehen gerade auch eine starke Nachfrage seitens globaler Investor*innen. Das ist erfreulich, denn mittelfristig wollen wir mit EarlyGame vor allem international Maßstäbe setzen und mit weiteren internationalen Partner*innen die nächsten Schritte machen“, betont Leo.

Mit weiteren Partnerschaften wollen die ambitionierten Gründer ihr Produktangebot erweitern, die Nutzer*innenzahlen maximieren und den kontinuierlichen Aufbau ihrer Marke forcieren. Gerade auch die Partnerschaften und Kooperationen geben EarlyGame immer wieder einen Push, betonen Leopold und Fabian. Die Zusammenarbeit mit Brands wie HyperX, MediaMarktSaturn, Jochen Schweizer, aber auch die Partnerschaft mit Laureus Sport for Good rund um die EarlyGame Awards haben die Community kontinuierlich weiterwachsen lassen.

Mit den im Jahr 2021 initierten EarlyGame Awards konnte das Start-up bereits in der Startphase einen der erfolgreichsten Community-Gaming- und Streaming-Awards in Deutschland aufbauen. „Mit Partnern wie Laureus Sport for Good, Euronics, GTÜ oder Razer bauen wir 2022 auf diesem Erfolg auf; langfristig ist es auch hier unser Ziel, eine absolute Top-Marke im Bereich Gaming Awards zu schaffen, vergleichbar mit den Laureus Awards im Sportbereich“, so Fabian. Im nächsten Schritt heißt es dann auch hier wiederum: Going global.

Drei deutsche Kaffeemarken überraschen die Welt

Coffee Friend und Co.: Diese drei vielversprechenden Kaffeemarken aus Deutschland bereichern jeden (Büro-)Alltag und haben das Zeug zum großen Wurf.

Was hat Sie in letzter Zeit überrascht? Wir sind uns wohl alle einig, dass Überraschungen für das Leben fundamental wichtig sein können. Letztlich sehnen sich die meisten von uns doch nach Kontrolle, aber das Leben ist nun mal unkontrollierbar und das macht den Reiz des Lebens aus.

Ähnlich ist es doch bei Kaffee: Wenn wir immer wüssten, was auf uns zukommt, bräuchten wir keine unterschiedlichen Arten von Kaffee trinken. Natürlich haben wir uns alle an den Geschmack von Kaffee gewöhnt; wir wissen, welchen Kaffee wir am liebsten trinken und auf welche Arten wir gern zurückgreifen. Dennoch sind Kaffeegenuss und Geschmack individuell, je nachdem, in welcher Phase, zu welcher Zeit, mit welchen Gedanken Sie Ihren Kaffee genießen.

Dieser Artikel handelt von deutschen Kaffeemarken, die in der Lage sind, die Welt zu überraschen. Daraus geht hervor, dass die besagten Marken weltweit vielleicht noch nicht angekommen oder wahrgenommen sind. In Deutschland haben sich die besagten Marken aber schon etabliert, weshalb auch Sie sich vom Genuss überzeugen sollten.

#1 Coffee Friend

Eine dieser Marken ist Ihr „Kaffeefreund“ und das ist deshalb besonders einprägsam, weil genau das der Titel und Name der Marke ist. Coffee Friend versorgt den Kaffeegenießer und die Kaffeegenießerin mit all dem, was das Kaffeeherz begehrt. Wir wissen: Guter Kaffee zu Hause ist ein Genussmoment. Manchmal ist das alles, was Sie brauchen. Frisch und aromatisch. Coffeefriend steht stellvertretend für den Genussmoment, welchen man durch guten Kaffee erreicht. Hier wird vor allem das Aroma großgeschrieben, welches für guten Kaffee natürlich unabdingbar ist. Aus diesem Grund gibt es auch immer neue Kaffeesorten, die auf und von Coffee Friend getestet werden. Coffee Friend verbreitet natürlich auch Maschinen und Automaten, die Ihnen unterschiedlichste Zubereitungsarten nach Hause bringen. Dabei garantiert Coffee Friend eine nette und warme Atmosphäre, wenn Sie mit dem Unternehmen in Kontakt treten. Man wird Ihnen einfach und präzise beschreiben, was Sie wissen müssen, sodass Sie Ihren Kaffeegenuss in gewünschter Manier zu Hause genießen können. Probieren Sie den internationalen Einzelhändler für Kaffee und Kaffeemaschinen ruhig aus. Dabei sei Ihnen gesagt, dass Coffee Friend auf jeglichen Märkten zugegen ist, sofern es um Kaffee geht. Hierbei stehen Vertriebserfahrung und eine qualitativ hochwertige Produktion im Fokus. Coffee Friend steht dabei natürlich vor allem auch für hochwertig vertriebene Produkte wie Caprissimo, Burtukana und Parallel.

Remote Gründen – so geht’s

Tipps und To Do’s zum Trendthema Remote Work von Ben Sattinger, einem erfolgreichen und erfahrenen Remote-Founder.

Durch die Corona-Pandemie ist das Thema Remote Work noch stärker in den Vordergrund gerückt. Der Wunsch nach örtlicher und zeitlicher Flexibilität kann so manche(n) Gründungswillige(n) jedoch auch davon abhalten, ein Unternehmen zu gründen. Wie sich beides erfolgreich kombinieren lässt, weiß Ben Sattinger, ein Pionier im Bereich des ortsungebundenen Arbeitens. 2014 gründete er sein Unternehmen Online Trainer Lizenz (OTL) und baute es von Anfang an komplett remote auf – er selbst lebt und arbeitet an den unterschiedlichsten Orten. Auch deshalb konnte OTL in Corona-Zeiten wie gewohnt weiterarbeiten, beschäftigt heute rund 50 feste sowie ebenso viele freie Mitarbeiter*innen und machte 2020 einen Umsatz von 6,6 Mio. Euro. Hier Bens Tipps:

Volle räumliche Flexibilität von Anfang an

Home-Office oder das Arbeiten von flexiblen Orten zu flexi­blen Zeiten war von Beginn an Teil unserer Unternehmens-DNA. Mein Mitgründer Sven Faltin und ich entschieden uns im Jahr 2014, dass wir auf ein Büro verzichten wollen und unsere Mitarbeiter*innen remote für uns arbeiten sollen. Ich war vor der Unternehmensgründung einer der ersten Fitness-Influencer in Deutschland und konnte zeit- und ortsunabhängig arbeiten. Dadurch habe ich die Vorteile des „Arbeitens von überall aus“ kennengelernt. So konnte ich meiner Leidenschaft, dem Reisen, nachgehen und gleichzeitig Geld verdienen. Das wollte ich auch für mein Unternehmen ermöglichen. Ein Grundgedanke dabei war natürlich auch: Zum Zeitpunkt unserer Gründung mussten angehende Personal Trainer*innen und Sportbegeisterte noch durch ganz Deutschland fahren, um ihre Ausbildung absolvieren zu können. Wir fragten uns: Wieso die Ausbildungen nicht digital anbieten, wenn auch sonst alles andere digital erledigt werden kann? So war die Idee zum remote Gründen geboren.

Feste Strukturen und Prozesse sind das A und O

Eine reine Remote-Aufstellung stellt trotz des Erfolgs eine gewisse Herausforderung dar, das mussten wir auch nach der Gründung lernen. Schnell war klar, dass mit dem Wachstum des Unternehmens auch Strukturen und Prozesse für eine erfolgreiche Zusammenarbeit geschaffen werden müssen. Wir führten feste Kernarbeitszeiten von 9 bis 15 Uhr deutscher Zeit ein, die verpflichtend für das gesamte Team sind. Abseits dieser Kernarbeitszeit können unsere Mitarbeiter*innen selbst entscheiden, wie sie sich den Arbeitsalltag gestalten. Außerdem haben wir feste Strukturen eingeführt – sowohl bei den Timings, Meetings als auch bei den Verantwortlichkeiten. Früh haben wir auf gemeinsame digitale Projektmanagement-Tools gesetzt, damit alle einen Überblick über das gemeinsame Arbeiten haben.

Wir mussten uns seit der Gründung als Arbeitgeber abheben

Natürlich wussten wir bei der Gründung, dass wir potenziellen Mitarbeiter*innen auch besondere Leistungen anbieten müssen, die es in Unternehmen mit einem festen Büro nicht gibt. Vor allem über die begrenzten direkt-persönlichen Kontakte unserer Mitarbeiter*innen haben wir uns mit der Gründung Gedanken gemacht und setzen von Anfang an auf Teamreisen, die ein Mix aus gemeinsamem Arbeiten und Aktivitäten sind. Das gesamte Team macht sich dann auf den Weg in Richtung Traumreiseziel. Zypern, Marokko, Südafrika, Thailand oder auch Indonesien sind nur einige Ziele des Teams gewesen. In der ersten Woche wird Vollzeit gearbeitet, während sich die Arbeitsstunden in der zweiten Woche halbieren und so der Nachmittag für gemeinsame Aktivitäten genutzt werden kann. Während der Reisen fokussieren wir vor allem die Arbeit an einem Ort und verbessern so die persönliche und verbale Kommunikation zwischen den Mitarbeiter*innen. Zusätzlich fördern Team-Wochenenden in Berlin den Teamgedanken. Ähnlich wie bei den Teamreisen, setzt sich das Wochenende aus Workshops und gemeinsamen Aktivitäten zusammen.

Top-Ausrüstung für das Home-Office

Als Unternehmen in der Fitnessbranche lag uns die körperliche Gesundheit unserer Mitarbeiter*innen immer schon am Herzen. Wir stellen ihnen verstellbare Schreibtische, ergonomische Bürostühle und entsprechendes technisches Equipment zur Verfügung. Im Zuge der Corona-bedingten weitreichenden Ausgangsbeschränkungen, haben wir unseren Mitarbeiter*innen bspw. Walking Pads gekauft, um den Bewegungsmangel ein wenig auszugleichen.

Soft Skills bei der Personalauswahl

Mit der Gründung haben wir auch bei der Personalauswahl stark auf Soft Skills gesetzt. In einem Remote-Unternehmen ist es besonders wichtig, dass wir Mitarbeiter*innen auswählen, die sich mit unserem Produkt identifizieren und eigenständig arbeiten. Unsere Mitarbeiter*innen müssen belastbar sein, flexibel denken und einen starken Charakter vorweisen. Von Anfang an hatten wir viele Mitarbeiter*innen, die eine Nähe zu OTL und unseren Themen haben. Viele unserer Mitarbeiter*innen haben eine Ausbildung bei uns gemacht, sind uns auf unseren Social-Media-Kanälen gefolgt oder kannten mich als Person des öffentlichen Lebens. So entsteht ein Team mit hoher Identifikationskraft zum Produkt, das gern digital zusammenarbeitet. Bei der Auswahl der Mitarbeiter*innen spielt in diesem Kontext die fachliche Qualifikation natürlich eine Rolle, aber eher eine nebengeordnete. Wir sind der Auffassung, dass (fast) jede(r) an seinen/ihren Aufgaben wachsen kann. Viel wichtiger war und ist uns, dass wir zueinanderpassen. Im Ergebnis haben wir unter unseren knapp 50 festen Mitarbeiter*innen viele echte Freundschaften, trotz klarer Hierarchien, ohne die es remote auch nicht funktioniert.

Schenkt bei der Gründung Vertrauen!

Die Gründung eines Remote-Unternehmens ist eng an das Vertrauen gekoppelt, das Führungskräfte ihrem Team entgegenbringen. Meine Erfahrung ist, dass gerade bei der Umstellung zum Arbeiten im Home-Office diejenigen Mitarbeiter*innen die besten Leistungen erbringen, die spüren, dass ihnen vertraut wird und sie wertgeschätzt werden. Mein Rat an alle, die jetzt remote gründen oder jetzt umstellen wollen: Sorgt für feste Strukturen und Prozesse bei Meetings, klare, einvernehmliche Ziele, realistische Aufgabenstellungen und nachvollziehbare Verantwortlichkeiten. Und stellt den Menschen in den Mittelpunkt! Nur in diesem Rahmen entfaltet sich das Potenzial der eigenen Mitarbeiter*innen – das hilft allen, auch dem Unternehmen.

SEO-Trends 2022

Suchmaschinenmarketing: Von Audio-Marketing bis Responsive-Suchanzeigen. Mit diesen 7 Trends startest du online im neuen Jahr durch.

Online-Marketing gibt es stetig neue Entwicklungen, Trends, Anpassungen und Tools. Sie automatisieren die bestehenden Prozesse und verbessern die Möglichkeiten zur Suchmaschinenoptimierung und -werbung immer weiter. Um die Sichtbarkeit im Web für das eigene Unternehmen zu erhöhen, gilt es solche Trends im Blick zu behalten. Vor allem Entwicklungen im Bereich Audio, Video und Social Media sowie die Verzahnung von Content und E-Commerce stehen aktuell im Fokus. Wir haben sieben Trends identifiziert, mit denen Unternehmer und Selbständige online 2022 durchstarten.

SEO Trend 2022: Audio-Marketing

Ob Podcasts, Clubhouse oder Twitter Spaces: Audio-Content wird immer beliebter. Deshalb sollen diese Inhalte auch in den Suchergebnissen von Google platziert werden. Wie bei anderem Content spielt dabei vor allem der gebotene Mehrwert eine wichtige Rolle für ein gutes Ranking. Mit eigenen Unternehmens-Podcasts erreichen kleinere und größere Betriebe ihre Zielgruppe dann an einem weiteren Touchpoint. Übrigens: Videos sind schon länger ein oft genutztes Marketingtool, doch ihre Bedeutung nimmt weiter zu. Sie erhöhen nicht nur den organischen Traffic, sondern sorgen auch für eine längere Verweildauer auf Websites und Social-Media-Profilen.

SEO Trend 2022: Content-Commerce

Die Verzahnung von Content-Marketing und E-Commerce schreitet im digitalen Marketing immer weiter voran. Beispielsweise Facebook und Instagram setzen bereits verstärkt auf E-Commerce-Funktionen, sodass User*innen über die Plattformen shoppen können. Diese Entwicklung führt dazu, dass Unternehmen ihren Content zunehmend strategisch in die digitale Customer Journey ihrer eigenen Kundinnen und Kunden integrieren sollten. Dadurch lassen sich passende Inhalte in jede Phase des Einkaufserlebnisses einbinden und flexibel an die Kund*innenbedürfnisse anpassen. Der Aufbau einer Digital-Experience-Plattform kann für Unternehmen zu einem Wettbewerbsvorteil werden. 

SEO Trend 2022: Google Analytics 4

Ende Oktober 2020 stellte Google von Universal Analytics beziehungsweise GA3 auf Google Analytics 4, kurz GA4, um und setzt nun verstärkt auf die Umstellung der vierten Version des Trackingtools. Bei GA4 handelt es sich dabei um mehr als ein Upgrade: Es ist vielmehr eine neue Generation von Google Analytics, die für User*innen einige Veränderungen mit sich bringt. Im Vergleich zu GA3 ist nicht nur das User Interface neu, sondern auch das zugrunde liegende Datenmodell und das Tracking. Letzteres lässt sich in der neuen Version auch ohne Cookies ermöglichen. Zudem können über ein ganzes Tagging-Framework Daten an Google-Dienste wie Google Ads, Campaign Manager oder Search Ads 360 gesendet werden. GA4 erleichtert so den Einbau des Tracking-Codes für alle Google-Produkte, noch präziseres Conversion-Tracking und die Minimierung technischer Fehlerquellen. 

SEO Trend 2022: Mobile First

Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer durchsuchen das Web vor allem über ihre Smartphones und Tablets. Schon länger steht die Darstellung im Responsive Design deshalb im Fokus. Im Jahr 2021 hat Google aber sogar alle Webseiten auf das sogenannte Mobile-First-Indexing umgestellt, sodass die Suchmaschine Inhalte, die ausschließlich auf Desktopgeräten verfügbar sind, ignoriert. Unternehmen sollten ihre Seiten deshalb dringend auf das Responsive Design hin überprüfen. Passend dazu spielen auch Deeplinks eine immer größere Rolle. Sie finden in Verbindung mit Apps Verwendung, um von Anzeigen auf die richtigen Zielseiten zu verlinken. Somit verhelfen Deeplinks insbesondere Nutzern von mobilen Endgeräten zu einem schnellen und nutzerfreundlichen Shoppingerlebnis. 

SEO Trend 2022: PageSpeed Insights 

Google hat jüngst seinen Online-Dienst „PageSpeed Insights“ optimiert. Das Tool zur Analyse und Verbesserung für Ladezeiten von Internetpräsenzen bietet nun viele neue Informationen über die Ladegeschwindigkeit und zum Lighthouse-Score. Bei „Google Lighthouse“ handelt es sich wiederum um ein Audit-Tool, das die Performance von Websites erhebt. Der Score wird dabei in den Kategorien Performance, Accessibility, Best Practices und SEO errechnet. Zu den Veränderungen in der optimierten Version gehört zum Beispiel, dass nun nicht mehr die Punktzahl der getesteten Seite ganz oben auf der Ergebnisseite steht, sondern der Abschnitt mit den Nutzer*innendaten. Bei der Punktzahl handelt es sich nämlich nur um Labordaten, die keinen direkten Einfluss auf die Rankings haben. Der Bereich mit den Nutzer*innendaten lässt sich hingegen aufklappen, sodass User*innen zusätzliche Details zu den Core Web Vitals sehen. Dazu wird jeweils der Anteil der Aufrufe dargestellt und kategorisiert: grün für Erreichung der empfohlenen Werte, gelb für Werte mit Verbesserungsbedarf und rot für schlechte Leistungen. Zusätzlich gibt es sowohl für die Nutzer*innen- als auch für die Labordaten einen zusätzlichen Abschnitt mit weiteren Informationen zum Erfassungszeitraum, zur Dauer der Besuche oder auch zur Größe der Strichprobe, sodass User*innen die Performance der jeweiligen Seite besser analysieren und verbessern können.

SEO Trend 2022: Free Listing

Bereits seit einigen Monaten hat Google die kostenlosen Shoppinganzeigen international ausgerollt. Doch noch nicht alle Produktanbieter*innen nutzen dieses Tool für ihre Marketingkampagne. Dabei bietet das Free Listing vor allem kleinen Unternehmen mit wenig Marketingbudget Gelegenheit, Werbeanzeigen kostenlos zu platzieren und diese zu testen. Auf diesem Weg werden nämlich verschiedene Produktmerkmale wie Preis, Verfügbarkeit und Bewertungen teilweise auch in den organisch gelisteten Shoppinganzeigen aufgeführt und Internetnutzer*innen angezeigt.

SEO Trend 2022: Responsive-Suchanzeigen

Marketingmaßnahmen und Online-Tools verändern sich vor allem aufgrund des stetigen Wandels des User-Suchverhaltens. Google gibt beispielsweise an, dass 15 Prozent der täglichen Anfragen ganz neue Suchen darstellen. Online-Marketingkampagnen gilt es deshalb möglichst flexibel zu gestalten. Zudem sollten Unternehmen auf Automatisierung setzen – besonders auf Responsive-Suchanzeigen. Texte in solchen Anzeigen werden ständig angepasst, damit sie Kund*innen immer passende Botschaften präsentieren. Dafür geben Unternehmen einfach mehrere Anzeigentitel und Textzeilen ein, sodass Google Ads im Laufe der Zeit automatisch verschiedene Kombinationen testet und die zielführendsten unter ihnen ermittelt. Ab dem 30. Juni 2022 will Google nur noch die Responsive Search Ads unterstützen. Erweiterte Textanzeigen sollen dann zwar weiterhin ausgespielt werden, die Möglichkeit zur Erstellung oder Bearbeitung fällt aber weg.

Der Autor Andreas Karasek ist Geschäftsführer der Agentur SEM Berater.

Pop-up-Experience

Pop-up-Stores sind smarte Marketing-Tools für Gründer*innen, die weit mehr bieten als nur Sonderverkaufsflächen.

Pop-up-Stores können Start-ups in verschiedenen Stadien ihres Lebenszyklus unterstützen. Und damit an verschiedenen Stellen für Differenzierung, Mehrwert und Customer Centricity sorgen. Allerdings nur, wenn man ihr Potenzial ganzheitlich versteht und bei der Konzeption einen klaren Fokus setzt. Wie? Darum geht es in diesem Beitrag.

Was sind Pop-up-Stores?

Wie der Name schon verrät, poppen Pop-ups kurzfristig auf und sind nur eine begrenzte Zeit verfügbar. Sie können eine Art Store-Charakter haben, aber auch in kreativen Formen daherkommen: als mobile Einheit oder individuelle Installation. Dann sprechen wir von Pop-up-Experiences. Sie können für wenige Stunden, Tage oder auch mehrere Wochen bis Monate öffnen und bilden damit ein ganz besonderes Markenerlebnis-Format für Unternehmen und deren Kund*innen.

Sie sind nicht nur sehr flexibel und wandelbar einsetzbar, sondern können auch finanziell eine clevere Alternative sein, denn du bindest dich nicht an einen jahrelangen Mietvertrag. Stattdessen kannst du an verschiedenen Standorten oder zu verschiedenen Zeiten (im Jahr oder auch am Tag) unterschiedliche strategische Zielgruppensegmente ansprechen und Lo­cations bezüglich deines Geschäfts-Impacts testen.

Der beste Zeitpunkt für die Eröffnung eines Pop-ups ist genau jetzt. Das liegt zum einen daran, dass pandemiebedingt derzeit sehr viele freie Räume in attraktiven Lagen zur Verfügung stehen. Zum anderen sind die Eigentümer*innen mittlerweile auch für temporäre Mieteinnahmen offen, und die Politik begrüßt kreative Konzepte, um leere Innenstädte wiederzubeleben.

Der Handel spricht gerade davon, wie sich die vermeintlich funktionale Warenbeschaffung immer mehr in Richtung Experiences Economy transformiert. Und genau da setzen Pop-up-Experiences an: flankierend zum normalen Handel- und Vertriebs-Setup, als Test- bzw. Innovations-Pilot oder als dauerhaft implementierte Erlebniskomponente.

Start-up & Konzern, digital & analog: Pop-ups können für alle relevant sein. Klassischerweise kennt man Pop-up-Stores aus den Bereichen Mode, Food und Kosmetik. Dabei sind sie – wenn man die Erfolgsfaktoren richtig dekodiert hat – für alle Branchen geeignet. Denn es geht letztendlich darum, der Zielgruppe in einem relevanten Umfeld ein emotionales Erlebnis zu bieten.

Anfassbare Produkte lassen sich so kreativ mit allen Sinnen erleben. Angebote und Dienstleistungen, die nicht greifbar sind oder zum Beispiel aus einer schwer verständlichen Technik resultieren, können so erklärt werden. Auch Google und Ebay haben schon mit Pop-up-Stores ihre Marken gestärkt: Google mit einem Hamburger Store zur Bekanntmachung des neuesten Google Pixel Smartphones, bei dem es unter anderem Foto-Workshops gab, die zur tieferen Auseinandersetzung mit dem Produkt und für mehr Sichtbarkeit „beyond“ im Social Space sorgten. Ebay über einen Kaufs- und Verkaufsraum rund um die Weihnachtszeit, in dem Menschen durch ein reales Geschäft gingen, die Marke erlebten und dabei aber die Vorteile der digitalen Kaufabwicklung und Lieferung über Ebay genossen. Pop-ups sind übrigens nicht nur ein B2C-Tool, sondern können auch für den B2B-Bereich konzipiert werden.

Besondere Erlebnisse bringen besondere Erkenntnisse

Pop-ups sind ein versatiles Marketing-Instrument. Egal, in welchem Stadium sich dein Start-up derzeit befindet, kann es sehr spannend sein, diese vielfältigen Anwendungsbereiche mal zu evaluieren und im Team durchzuspielen, nämlich unter folgenden Aspekten:

  • Stärkung der Markendifferenzierung: Eine Pop-up-Experience ist die ideale Bühne, um deine am Reißbrett entstandene Marke in der Praxis zu inszenieren und ihr den Raum zu geben, die sie verdient. Ausgehend von deiner Positionierung schaffen Brand Space Designer ein Markenerlebnis für alle Sinne. Und das wiederum sorgt für Differenzierung, Mehrwert und Storytelling.
  • Content-Fabrik: Pop-up-Experiences sind bestens geeignet, um relevanten Content zu produzieren, der dann auf den Owned-, Earned-, Paid-Kanälen wieder zum Einsatz kommt. Und das alles eins-zu-eins aus der Markenwelt. Außerdem haben Pop-ups inhaltlich viel zu erzählen, was im Vorfeld, im Live-Zeitraum und im Nachgang die Kommunikationsstrategie befeuert.
  • Testen von Standorten: Du möchtest deinen ersten Flag­ship-Store eröffnen oder expandieren? Bloß wo? Probiere es aus – in der Großstadt, auf dem Dorf, mitten im Ortskern oder eher im Randgebiet. Mit einem Pop-up-Store bist du örtlich und gestalterisch flexibel und nicht an einen festen Mietvertrag mit Kündigungsfrist gebunden.
  • (Neu-)Kund*innenakquise: Kund*innen halten und gewinnen. Durch Pop-ups kommst du näher an deine Zielgruppen heran. Zum einen kannst du neue Zielgruppen behutsam erschließen (Stichwort Verjüngung, Segmentierung), ohne dass Stammkund*innen irritiert werden. Zum anderen kannst du Pop-ups konzeptionell so ausrichten, dass sie für deine Kernzielgruppe als Loyalitäts-Tool dienen und die Bindung zur Marke intensiviert wird.
  • Marktforschung und Produktentwicklung: Den immer stärker werdenden Innovationsdruck kennen wir alle. Bist du auch zuweilen unsicher, was genau sich deine potenzielle Zielgruppe wünscht, wo es hakt, was optimiert werden kann? Pop-ups können auch dafür eine Bühne sein, um direkt, pragmatisch und auf Augenhöhe mit deinen Kund*innen in Verbindung zu bleiben und in den Dialog zu kommen.
  • Produkttests: Dein Start-up hat bereits einen Prototyp entwickelt oder du denkst über die Erweiterung deines Portfolios nach? Dann teste, wie dein Produkt bei den Menschen ankommt und schaue dabei in ihr Gesicht. Näher an den Kund*innen kannst du nicht sein.

Wie funktionieren Pop-ups?

Pop-ups sind Erlebnisse: Sie sind emotional, aufregend, außergewöhnlich, inspirierend oder auch animierend. Das muss sich im Design, der Location, der Verfügbarkeit, den Inhalten, Angeboten und Aktionen widerspiegeln. Pop-ups leben von einer Faszination, einem Hauch Exklusivität und einer gelungenen Gesamtkomposition. Sie zu konzipieren, braucht Klarheit über die Ziele und einen guten Sparringspartner in der Entwicklung. Nur so kann der rote Faden klar transportiert werden und am Ende aus Einzelfacetten ein strahlendes Masterpiece werden.

Als „Geschäfte mit Geschichten“ haben Pop-ups zum Ziel, Berührungspunkte zwischen deiner Marke und den Besucher*innen zu erschaffen. Es geht also um eine Experience beyond Moments, um einen langfristigen Beziehungsaufbau.

Damit das klappt, braucht es eine strategische Grundlage, die sich von den Unternehmenszielen ableitet. Es stellt sich also zunächst immer die Frage: Welche Challenge hast du gerade? Was möchtest du mit einem Pop-up-Store erreichen? Natürlich kann ein Pop-up mehrere Zwecke erfüllen, bei der Konzeption solltest du aber einen konkreten Fokus auswählen. Das kann zum Beispiel Folgendes sein: deine Community besser kennenzulernen. Deine Marke oder eines deiner Produkte mit allen Sinnen erlebbar zu machen. Hintergründe zu erklärungsbedürftigen Produkten bzw. Dienstleistungen zu vermitteln. Oder neue Produkte für den Vertrieb zu testen.

Neben dem Festlegen des Hauptziels deines Pop-ups, ist wichtig, wie du dich und dein Start-up präsentieren möchtest. Sympathie und Mehrwert sind hierbei wichtige Verkaufsfaktoren. Eine Studie aus dem Journal of Advertising Research (JAR) hat kürzlich gezeigt, dass insbesondere das Inszenieren des Gefühls von Freude auf allen Ebenen ein elementarer Erfolgsfaktor ist. Inszeniere ein gemeinsames Erlebnis, biete Workshops und Austauschformate an, denn das schweißt zusammen. Dabei kannst du visuelle, haptische und technische Gadgets zur Hilfe nehmen.

Wenn du alles richtig machst, profitierst du nicht nur vom direkten Impact des Pop-ups (zum Beispiel Abverkäufen), sondern auch von Synergieeffekten und dem Word of Mouth, wenn nämlich Besucher*innen positiv über dich sprechen.

Top-Trends im Grafikdesign 2022

Die Top-Trends im Grafikdesign 2022: Auf uns wartet eine bunte Mischung und ganz viel Nostalgie.

Bei Grafikdesign-Trends handelt es sich um mehr als um flüchtige Modeerscheinungen: Sie spiegeln die Restriktionen und Klischees eines Jahres wider, die zugunsten von etwas Neuem umgestoßen werden. Mit Blick auf das neue Jahr bedeutet das die Anbahnung einer “zweiten Welle”. Stile verschiedener Jahrzehnte bekommen ein zweites Leben eingehaucht. Die Designexperten von 99designs von Vista gehen davon aus, dass 2022 unvorhersehbar sein wird und diese Entwicklung sich auch an den Grafikdesign-Trends ablesen lässt.

90er-Nostalgie

Während erst kürzlich die 80er ihr Comeback feierten, springen wir nun in die 90er Jahre. Dieser Trend basiert auf dem sehnsüchtigen, idealisierten, nostalgischen Blick in die Vergangenheit. Daher erleben wir ein weiteres Mal Muster im Memphis-Design, simple Emojis und primitive Internet-Frames. Bunte Farbblöcke und greller Glibber erwecken geliebte Kindheitserinnerungen zum Leben.

Die Top-Branchen für Start-ups im Jahr 2022

Auch im Jahr 2022 gibt es wieder jede Menge Trends, die sich Start-ups zunutze machen können. Wir zeigen die spannendsten Branchen und Trends.

Der Klimawandel ist real, das Leben wird immer digitaler, die Arbeit im Homeoffice ist noch immer ein Dauerthema: Politische Entscheidungen, neue Technologien und gesellschaftliche Entwicklungen beeinflussen unsere Arbeitswelt maßgeblich. Jedes Jahr erscheinen tausende neue Start-ups auf der Bildfläche – darunter viele aufstrebende Unternehmen mit großem Potential. Auch im Jahr 2022 gibt es wieder jede Menge Trends, die sich Start-ups zunutze machen können. Welche Probleme wollen gelöst werden, vor welchen Herausforderungen stehen wir und welche Branchen bestimmen die Zukunft?

Wie wollen wir in Zukunft arbeiten?

Die Art und Weise, wie Menschen künftig ihrer Lohnarbeit nachgehen möchten, ändert sich zunehmend. Immer jüngere Menschen mit verschiedenen Talenten und Expertisen werden Teil der Arbeitswelt. Im Zuge der Globalisierung und der Remote-Arbeit ändert sich die moderne Unternehmenskultur zunehmend. Auch ist zu erwarten, dass es immer weniger Festanstellungen geben wird, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf Vertragsbasis werden wir immer öfter sehen.

Aus diesen Entwicklungen ergeben sich auch für mögliche Start-ups viele Chancen. Unsere Präsenzkultur verliert an Bedeutung, Lösungen für digitales Arbeiten müssen her. Unternehmen wie Zoom haben im letzten Jahr gezeigt, welch großes Potential in der digitalen Arbeitswelt liegt. Sicher werden wir auch im nächsten Jahr wieder neue Unternehmen sehen, die die Remote-Arbeit erleichtern und gleichzeitig sicher machen.

Unternehmenssicherheit und Cyberkriminalität

Neue Technologien entwickeln sich in einem unglaublichen Tempo. Es ist noch nicht allzu lange her, da hatte man sein Telefon noch an der Wand hängen. Heute haben wir Laptop und Handy immer mit dabei, können in Echtzeit mit Menschen kommunizieren oder uns mit wenigen Klicks neue Schuhe liefern lassen. Die Datenmenge nimmt immer mehr zu, ständig erscheinen neue Programme auf der Bildfläche, die uns das Leben erleichtern wollen.

Doch mit den technologischen Entwicklungen rücken auch die Themen Hacking und Cyberkriminalität weiter in den Fokus. In den letzten Jahren wurden auch bei großen Unternehmen immer wieder massive Sicherheitslücken beobachtet. Verschiedene Start-ups haben sich dieser Probleme in den letzten Jahren angenommen – und auch für das Jahr 2022 erwarten wir ein großes Potenzial in der Branche.

Menschliche Arbeitskraft vs. intelligente Roboter

Unsere Systeme und Roboter werden immer leistungsfähiger. Künstliche Intelligenz (KI) ist in aller Munde. Eine KI kann spielend leicht Aufgaben übernehmen, die zuvor von Menschen erledigt wurde. KIs finden mittlerweile in verschiedensten Bereichen Anwendung – und sie lernen immer weiter dazu. Gelöst werden sollen hochkomplexe Aufgaben wie auch einfache Probleme. Beim Kundenservice etwa werden wir in Zukunft vermehrt von Robotern unterstützt, die mit uns chatten. Das reicht vom Reiseportal bis hin zum Online-Glücksspiel: Das beste Online Casino in Deutschland muss heutzutage auch einen soliden Kundenservice bieten. Die eingesetzten Maschinen werden voraussichtlich immer lernfähiger und können uns immer besser dabei unterstützen, Antworten auf unsere Fragen zu finden. Unternehmer und Unternehmerinnen stehen dabei vor der Aufgabe, ein gutes Gleichgewicht zwischen intelligenten Maschinen und menschlicher Arbeit zu finden. Welche Aufgaben sind für Menschen gemacht, was können Maschinen übernehmen? Wann ist es sinnvoll und wann vertretbar, menschliche Arbeit durch ein KI-Programm zu ersetzen?

Mit KI ausgestattete Computer sind die Zukunft, für Start-ups ergeben sich hier also große Chancen. Mittlerweile sind sie in allen Lebensbereichen präsent: Wir nutzen fast täglich Google, lassen uns von Alexa das Radio anschalten oder merken vielleicht auch gar nicht, wie auf einer Webseite im Hintergrund Aufgaben für uns erledigt werden, die uns ein besseres Erlebnis verschaffen sollen.

Neue Möglichkeiten der Finanzierung

Start-ups haben mittlerweile verschiedene Möglichkeiten, Finanzmittel zu beschaffen. In den letzten Jahren erschienen immer mehr Plattformen auf dem Markt, die Unternehmern und Unternehmerinnen Türen öffneten. Investoren und Geldgeber werden mit klugen Köpfen mit guten Ideen zusammengebracht, alternativen werden große Summen über Crowdfunding erzielt. Viele dieser neuen Methoden, an Finanzmittel zu kommen, werden auch von der dezentralen Bewegung vorangetrieben. Handel und Kreditaufnahme sind über Peer-to-Peer-Netzwerke möglich, welche über ein öffentliches dezentrales Blockchain-Netzwerk laufen.

Start-ups werden also auch im kommenden Jahr neue Märkte erschließen und von den vielseitigen Möglichkeiten der Finanzmittelbeschaffung profitieren können. Ob als Geldempfänger oder Unternehmen, das moderne Lösungen anbietet: Die Finanzierung einer guten Idee war nie einfacher und das Potential, selbst in diesem Bereich erfolgreich zu werden, ist groß.

Erfolgreich mit Kryptowährungen

Bleiben wir bei dezentralen Blockchain-Netzwerken: Obwohl der Bitcoin in diesem Jahr einen unglaublichen Sturzflug hinlegte, setzen noch immer viele Menschen und auch Unternehmen auf Kryptowährungen. Dabei ist Bitcoin längst nicht mehr die einzige Währung, die Krypto-Begeisterte im Auge haben. Immer mehr Altcoins erobern den Markt, besonders bekannt wurden im letzten Jahr Litecoin und Ethereum. Die Währungen werden immer weiterentwickelt und verbessert, sicher werden künftig auch weitere Kryptowährungen veröffentlicht.

Welche Währung die beste ist, entscheidet wohl jeder Nutzer selbst – und nicht nur die Währungen werden weiterentwickelt. Immer mehr Unternehmen möchten sich Währungen zunutze machen und die Nutzung verschiedener Währungen erleichtern. Ein gutes Beispiel dafür ist Coinlancer: Besonders interessant ist das Portal für freiberufliche Arbeitende, die digital unterwegs sind und ihr Geld im Internet verdienen. Hier werden Freelancer und Auftraggeber zusammengebracht. Gezahlt wird mit Tokens, welche sich in verschiedene Kryptowährungen umwanden lassen.

Ein anderes Unternehmen, das die Nutzung von Kryptowährungen vereinfachen möchte, ist Rentberry. Dieses Portal möchte Vermietern wie auch Mietern den Prozess einer Wohnungsvermietung erleichtern. Es entfällt beispielsweise die Zahlung einer klassischen Kaution, da alles digital abgewickelt wird. Erst dann, wenn Sicherheit gewährleistet ist, kann ein Vertrag abgeschlossen werden.

Nachhaltigkeit und kurze Lieferketten

Egal, ob ein eigenes Green-Startup geplant ist oder Start-ups anderen Unternehmen dabei helfen möchten, nachhaltiger zu werden: Der Klimawandel ist da und künftig müssen alle Unternehmen nach mehr Nachhaltigkeit und möglichst kurzen Lieferketten streben sowie ihren CO2-Ausstoß mindern. Zukunftsorientierte Unternehmen schauen zudem über Lieferketten hinaus und versuchen, die Nachhaltigkeit in allen Bereichen zu verbessern. Jedes Unternehmen, das aktuelle Herausforderungen ignoriert, wird im Zeitalter des bewussten Konsums voraussichtlich nicht bestehen können.

Schon jetzt gibt es zudem jede Menge grüne Start-ups, von denen wir einiges lernen können. Von Happy Plates, das sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzt, bis hin zu Plasticpreneur, das aus Plastikabfall Sinnvolles entwickelt, oder der Suchmaschine, für die bei jeder Suche Bäume gepflanzt werden: Das Thema Nachhaltigkeit bietet jede Menge Optionen. Die besten Unternehmen in diesem Bereich werden künftig vermehrt Anerkennung erfahren. Etablierte Unternehmen müssen umdenken, junge Unternehmer und Unternehmerinnen haben schon jetzt mit guten Ideen große Erfolge feiern können. Zudem gibt es mittlerweile verschiedene Förderprogramme, die nachhaltige Projekte unterstützen.

Start-ups und IT-Freelancer: so klappt’s

Warum immer mehr Start-ups auf IT-Freelancer setzen und was es bei der Zusammenarbeit zu beachten gilt.

Auf der Suche nach Talenten entdecken Start-ups vermehrt Freelancer als Zugang zu hochspezialisiertem Wissen auf Zeit. Denn über sie können sie kalkulierbar genau die Kompetenz oder Kapazität beziehen, die sie gerade für die Realisierung ihrer digitalen Projekte benötigen, ohne sich auf laufende Kosten oder die Verpflichtung von Vollzeitbeschäftigten einlassen zu müssen

Aber: Wie und wo finde ich zeitnah den oder die richtigen Experten für meine Aufgaben? Wie lässt sich deren Expertise sicherstellen und der Aufwand für das Start-up gering halten? Und auf welche Fallstricke gilt es bei der Auftragsvergabe zu achten? Der nachfolgende Beitrag gibt wertvolle Tipps zu diesen und weiteren Fragestellungen rund um das Thema.

Speziell junge Unternehmen müssen oft schnell wachsen, um ihr Produkt weiterzuentwickeln, Neukunden zu akquirieren und Marktanteile zu gewinnen. Sofort verfügbares, skalierbares und passgenaues Fachwissen hat für sie daher einen besonders hohen Mehrwert. Denn nur so können sie schnell und flexibel agieren und beispielsweise große Aufträge stemmen, ohne dafür einen oder mehrere Mitarbeiter gleich fest anstellen zu müssen und Gefahr zu laufen, dass sie diese nach Abschluss des aktuellen Projekts nicht weiterbeschäftigen können. Ebenso wird die Suche nach passenden festen Mitarbeitern oft auch dadurch erschwert, dass viele Start-ups für die gewünschten Arbeitnehmer ggf. noch nicht bekannt und gefragt genug sind wie große, etablierte Player, die sie ihnen sozusagen leicht wegschnappen können.

Für wen lohnt es sich, Freelancer zu beauftragen?

Die beiden häufigsten Situationen, in denen Freelancer angefragt werden, sind:

Fehlende Inhouse-Kapazität: Aufgrund hoher Auslastung, z.B. bei starkem Wachstum oder einer erhöhten Auftragslage können Unternehmen mit versierten Freelancern schnell und kurzfristig die nötigen Kapazitäten schaffen und profitieren dabei im Idealfall von einer hohen Laufzeitflexibilität, so das Projekt z.B. schneller abgeschlossen ist, als geplant oder im umgekehrten Fall länger dauern sollte.

Fehlende Inhouse-Expertise: Auch wenn es darum geht, neue Themenbereiche und Produkt-Features umzusetzen, sind Freelancer ideal: Richtig ausgewählt bringen sie fundiertes Expertenwissen aus vergangenen Projekten mit ins Unternehmen, helfen dort, die richtigen Strukturen aufzusetzen und die internen Fachkräfte entsprechend weiterzubilden.

Oft ist die Freelancer-Nachfrage auch dann besonders groß, wenn Unternehmen aufgrund von Kündigungen oder zeitversetzten Einstellungen Personallücken schließen müssen. Startet beispielsweise ein Produktmanager zwei Monate vor seinen Team-Mitgliedern, dann lässt sich mit externen Fachkräften der Projektstart ganz einfach vorziehen. Nicht zuletzt bieten sich Freelancer auch für Einmalprojekte an, für die keine neue Stelle geschaffen werden kann oder soll.

Über welche Kanäle finde ich die für mein Projekt passenden Freelancer?

Generell gibt es verschiedene Möglichkeiten, die passenden Freelancer zu finden: von klassischen Personaldienstleistern, über IT-Dienstleistern bis hin zu Online-Vermittlungsplattformen. Wer preissensitiv ist, für den sind Online-Plattformen die beste Alternative. Hier lässt sich zwar Geld, nicht jedoch Zeit sparen, denn das Ausschreiben der Stelle, das Anschreiben der Kandidat*innen, das Führen der Vorstellungsgespräche und die Vertragsgestaltung nimmt viel Zeit in Anspruch.

Agenturen für IT-Dienstleistungen sind ebenfalls eine Option, jedoch arbeiten diese mit festangestellten Fachkräften und bieten daher weniger Flexibilität. Klassische Personaldienstleister wiederum stellen einen direkten Ansprechpartner und eine große Datenbank, zur Verfügung, aus der sie zeitnah passende Kandidaten vorschlagen können. Ein großer Vorteil, jedoch liegen sie preislich über den Online-Plattformen.

Know-how: So lässt sich die Expertise des Freelancers sicherstellen

Die meisten Vermittlungen haben jedoch gemein, dass die Freelancer hier – im Gegensatz zu Anbietern wie Casana, die HR- und IT-Dienstleistungen vereinen, keine technische Eignungsprüfung durchlaufen. Werden die Arbeitskräfte vorab auf Soft- und Hardskills überprüft, hat das den Vorteil einer höheren Trefferquote für das jeweilige Projekt und spart den Unternehmen Zeit, da sie die Eignung nicht in langen Interviews selbst eruieren oder unpassende Freelancer austauschen müssen.

Sofern der Freelancer also direkt beauftragt wird oder der Personaldienstleister keine Eignungstests durchführt, sollte vor Vertragsabschluss ein technisches Interview stattfinden. Auch bei IT-Dienstleistern empfiehlt sich der genaue Blick auf die Qualifikationen, denn hin und wieder werden diejenigen Mitarbeiter vermittelt, die gerade „frei“ sind und nicht diejenigen, deren Skill-Set optimal zum Projekt passt.

Tipps: Darauf achten Freelancer bei der Projektauswahl

Die meisten Freelancer sind aus Überzeugung selbstständig und bringen daher eine sehr hohe Eigenmotivation mit – ein großer Vorteil. Die Selbstständigkeit bietet ihnen eine höhere Flexibilität im Vergleich zur Festanstellung, spannende Projekte und hohe Verdienstmöglichkeiten. Die erste Frage eines Freelancers dreht sich daher meist um den Inhalt des Projekts, gefolgt vom Projekt-Team und dann dem Unternehmen, das es ausschreibt. Technisch geprüfte Freelancer sind hochqualifiziert und haben als solche stets mehrere Angebote gleichzeitig zur Auswahl. Daher punkten Auftraggeber hier mit klar definierten Projekten, Aufgaben oder einer spannenden Vision. Bei der Auswahl eines Dienstleisters zahlt es sich daher aus, zu überprüfen, wie gut dieser das zu besetzende Projekt gegenüber den in Frage kommenden Freelancern vorstellen kann.

Budget: Was kosten IT-Dienstleistungen?

Wie viel Budget es für einen Freiberufler einzuplanen gibt, ist abhängig von verschiedenen Faktoren und Anforderungen wie etwa dem gewünschten Anforderungsprofil, Standort und Sprachkenntnissen, Verfügbarkeit, Seniorität und auch von der Ausrichtung des beauftragten Dienstleisters. Beispielsweise kosten deutschsprachige Entwickler derzeit bis zu 30 Euro mehr pro Stunde als andere europäische Entwickler. Auch bei großen Personaldienstleistern gibt es eine Spanne von bis zu 30 Prozent höheren Kosten pro Stunde. Hier gilt es, auf transparente Anbieter zu setzen, die flexible Kündigungsfristen und eine transparente Preisstruktur anbieten. Eine wöchentliche Kündigungsfrist ist beispielsweise bei dynamischen Projekten besonders hilfreich.

Fallstricke: Worauf muss ich bei der Auftragsvergabe achten?

Vor der Vermittlung ist es wichtig, dass der jeweilige Fachbereich genau weiß, wobei und ab wann genau die Hilfe gebraucht wird. Je exakter die Eckpunkte, desto schneller und zielgerichteter die Vermittlung. Neben der passenden, technischen Expertise sind Projektdauer, Budget, Team-Setup (mit wem wird der Freelancer arbeiten) und der Arbeitsmodus (remote oder onsite) wichtige Faktoren.

Während der Vermittlung empfiehlt sich, die bereits erwähnte inhaltliche und kommunikative Überprüfung der Freelancer. Darüber hinaus ist ein technischer Ansprechpartner, der das Projekt kennt bzw. weiß, was erreicht werden soll, sehr hilfreich – sowohl zu Beginn als auch während des Projekts. Denn je genauer auch die Freelancer wissen, worum es im Projekt geht, desto schneller und produktiver gelingen Onboarding und die Umsetzung des Gesamtprojekts. Passen schließlich alle Parameter und kommt es zum Vertragsabschluss, empfiehlt sich ggf. auch – je nach Auftrag – das Aufsetzen eines NDA mit dem Freelancer. Im Idealfall ermöglicht der Vermittler oder der Freelancer selbst dem Unternehmen für das Projekt darüber hinaus eine hohe Laufzeitflexibilität ohne Zusatzkosten.

Der Autor Enrico Karnstädt ist Mitgründer und CEO von Casana

Every. - nachhaltig serviert

Das junge Berliner Food-Start-up Every. setzt auf ganzheitliche Betrachtung der Wertschöpfungskette und verzehnfacht seine Umsätze innerhalb nur eines Jahres.

Every. macht Verbraucher*innen den Switch zu mehr pflanzenbasierter Ernährung einfach – die Folge: 2021 verkaufte man gleich mehrere hundert Tonnen Gemüse. Für die Gründer Benjamin Ahlers und Casimir Rob sind vegane Zutaten jedoch nur ein Schritt von vielen, um als Unternehmen mehr Verantwortung zu übernehmen - das beginnt mit Transparenz.

Seit März 2020 versorgt Every. mit seinem schockgefrosteten Feel-Good-Food all jene, die sich unkompliziert und gesund ernähren wollen. Alle Gerichte setzen komplett auf pflanzliche Zutaten. Mit hochwertigen Proteinen, komplexen Kohlenhydraten und guten Fetten liefern die Every.-Kreationen nicht nur alles, was man für einen energetischen Lebensstil benötigt, sondern leisten überdies einen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit. „Mit jeder einzelnen Mahlzeit treffen wir eine Entscheidung – und haben damit eine Auswirkung auf die Umwelt“, sagen Benjamin und Casimir. „Hauptsächlich vegane Mahlzeiten zu essen ist nicht nur vorteilhaft für die Gesundheit, sondern auch für den CO2-Haushalt.“

CO2-Footprint der Gerichte

Mittels aufwendiger Recherchen ermitteln die Gründer den CO2-Footprint für ihre Gerichte: Dabei werden von A bis Z alle CO2-Auswirkungen einbezogen – von Anbau und Anlieferung der Rohwaren über die Produktionsprozesse, die Verpackung und den Versand bis hin zum Stromverbrauch des Endkonsumenten für Erhitzen, Lagerung und Abspülen. Die ersten Gerichte wurden bereits berechnet und kommen durchschnittlich auf 1,1 kg CO2-Äquivalent pro Mahlzeit, wobei etwa ein Viertel (0,27 kg) auf die Zutaten entfällt. Zum Vergleich: Ein Gericht mit 200g Rindfleisch wäre gleichbedeutend mit 4 kg CO2-Äquivalent. „Mit der ganzheitlichen Betrachtung der Wertschöpfungskette gehen wir einen Schritt weiter, um unseren Kunden zu zeigen, dass jeder einzelne durch bewussten Konsum etwas verändern kann“, so Benjamin.

Nachhaltigkeit verpflichtet

Den CO2-Fußabdruck der eigenen Gerichte zu kennen ist gut – doch Every. hat es sich zum Ziel gesetzt, diesen kontinuierlich zu reduzieren. Ein Beispiel ist das Logistik-Segment: Aktuell entfällt circa ein Viertel des Fußabdrucks auf Trockeneis, das zum Tiefkühlversand benötigt wird. Die Gründer arbeiten daran, in Zukunft ganz ohne Trockeneis auszukommen. In Berlin werden schon heute Bowls in der Papiertüte ganz ohne Trockeneis oder Isoliermaterial verschickt. Zum hohen Anspruch gehört natürlich auch die stetige Verbesserung der Verpackung. „Für die Isolierung unserer schockgefrosteten Produkte nutzen wir bereits kompostierbare Hanffliese und Papier, derzeit experimentieren wir mit recycelten Textilien“, sagt Casimir.

Die junge Marke, die nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich, Dänemark und den Benelux- Ländern erhältlich ist, hat große Pläne. 2021 konnten die Umsätze des Vorjahres bereits verzehnfacht werden. In den vergangenen Monaten hat sich das Team verdreifacht – zehn weitere Stellen sollen geschaffen werden. Das Sortiment umfasst mittlerweile nicht nur Bowls, die laut Angaben des Unternehmens, 2021 jeweils mehr als 40.000-mal ausgeliefert wurden, sondern auch Smoothies, Rawcakes, Brot und Ingwershots. Schon bald wird es neue Highlights geben. „Damit kommen wir unserem eigenen Ziel, den ganzen Tag mit köstlichen, gesunden und nachhaltigen Mahlzeiten abzudecken, ein ganzes Stück näher“, erklärt Casimir.