Anbieter-Check: Businesskonten für Selbständige

Autor: Maximilian Reichlin
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Unter die Lupe genommen: Acht Online-Geschäftskonten für Selbständige. Wo liegen die Stärken und Schwächen der Anbieter und was haben sie neben dem reinen Geldtransfer noch zu bieten?

Führst du bereits ein Unternehmen oder hast vor, eines zu gründen? Dann solltest du über die Eröffnung eines Geschäftskontos nachdenken. Das bietet gegenüber dem herkömmlichen Girokonto diverse Vorteile und du kannst damit deine privaten und geschäftlichen Geldgeschäfte sauber voneinander trennen. Für viele Rechtsformen (zum Beispiel für die GmbH oder die AG) ist ein ausgewiesenes Geschäftskonto sogar verpflichtend.

Mittlerweile gibt es in Sachen Businesskonto viele Möglichkeiten, aus denen du wählen kannst. Diverse Filial- und Direktbanken bieten eigene Geschäftskonten an, die sich teilweise stark voneinander unterscheiden, was Gebühren und Leistungen angeht. Es gilt also einiges zu beachten, bevor du für dein Unternehmen die beste Entscheidung treffen kannst.

Gemeinsam mit dem B2B-Vergleichsportal trusted.de haben wir uns acht Anbieter von Geschäftskonten näher angeschaut und zeigen dir, welche Leistungen die Konten bieten, welche Gebühren auf dich zukommen und wie du das für deine Vorhaben ideale Geschäftskonto herausfilterst. (Stand: Dez 2020)

N26

Die mobile Direktbank N26 bietet dir drei Möglichkeiten für dein Geschäftskonto: „Business“, „Business You“ und „Business Metal“. Letzteres hat nichts mit hartem Rock zu tun, sondern beschreibt die metallene Debitkarte (von Mastercard), die du in diesem Paket bekommst; in „Business“ und „Business You“ musst du mit einer durchsichtigen bzw. farbigen Debitkarte Vorlieb nehmen. In allen drei Konten integriert sind gebührenfreie Zahlungen, Überweisungen und Abhebungen (zwischen 3 und 8 pro Monat), mobile und kontaktlose Zahlungen sowie eine Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro. Das Banking läuft bei N26 komplett mobil, also per App auf deinem Smartphone. Das Banking gibt es gebührenfrei („Business“), bzw. für zwischen 9,99 Euro („Business You“) und 16,99 Euro („Business Metal“) pro Monat. „Business“ ist zwar gebührenfrei, dafür aber auch eingeschränkter, was die Zusatzleistungen betrifft; so fehlen hier u.a. diverse Reise- und Lifestyle-­Versicherungen, die in den beiden anderen Konten integriert sind. Außerdem bietet  nur  „Business Metal“ den persönlichen Telefon-Support, während die übrigen Kunden nur auf den Support per Live Chat zugreifen können.

FYRST

Die Direktbank FYRST ist das digitale Bankangebot der Postbank. FYRST bietet dir zwei Geschäftskonten, aus denen du wählen kannst: das kostenlose „FYRST BASE“ und „FYRST COMPLETE“ für 10 Euro pro Monat.  Beide bieten  eine kostenlose FYRST-EC-Karte sowie Online-Transaktionen für 19 Cent pro Buchung. Zudem kannst du mit der FYRST CARD an den Bankautomaten der Cash Group (also Postbank, Commerzbank, HypoVereinsbank und Deutsche Bank) kostenlos Bargeld ein- und auszahlen. „FYRST COMPLETE“ bietet zudem eine kostenlose Auftragsmanagement-Software, die vor allem für Freiberufler und Selbständige interessant ist. In beide FYRST-Konten ist zudem das Buchhaltungstool sevDesk ganz einfach integrierbar. Tatsächlich kannst du sevDesk als FYRST-Kunde mit 25 Prozent Preisnachlass bekommen und deine Konten dort hinzufügen. Das ist ein netter Bonus; allerdings kommen auch  andere Direktbanken wie Holvi oder Kontist mit einem integrierten Buchhaltungstool, das dort teilweise sogar kostenlos verfügbar ist. FYRST verbindet nach eigner Aussgae das Beste aus der Welt der klassischen Banken mit dem Komfort und dem modernen Charme der Digitalisierung. Das Konto ist für Solo-Selbständige sehr gut geeignet, dürfte aber auch für kleine Unternehmen mit 50 bis 75 Online-Buchungen pro Monat interessant sein – so viele gibt es in „FYRST BASE“ bzw. „FYRST COMPLETE“ nämlich  gebührenfrei.

Holvi

Holvi bietet ein Geschäftskonto, das sich vor allem an Selbständige richtet. Zwar fehlen hier viele Komfortleistungen wie zusätzliche Versicherungen und Co., dafür sind in der App auch ein Rechnungstool, ein Belegscanner und ein Berichtsgenerator für Buchhaltungsberichte integriert. Damit schafft Holvi eine gelungene Mischung aus Geschäftskonto und Buchhaltungstool, aus dem heraus du deine Berichte auch mit deinem Buchhalter teilen kannst. Überweisungen in den SEPA-Raum und eine oder mehrere Holvi-Mastercards sind bei deinem Konto kostenlos dabei. Dafür fallen Gebühren für das Abheben und für Überweisungen sowie Zahlungen außerhalb des EU-Raums an. Diese betragen im kostenlosen Konto „Starter“ 2,5 Prozent für das Abheben und 2 Prozent für Fremdwährungstransaktionen; im größeren Konto „Grower“ werden jeweils 2 Prozent fällig. In „Grower“ sind außerdem bis zu drei Mastercards (statt nur einer in „Starter“) und unbegrenzt viele monatliche Rechnungen integriert (statt nur drei in „Starter“). Das größere Konto schlägt mit Gebühren von 12 Euro pro Monat zu Buche. Unser Fazit: Für Selbständige bietet Holvi ein schlankes Konto mit dem gewissen Extra, das dich auch bei deiner Buchhaltung und Steuer unterstützt. Durch das inte­grierte Rechnungstool verschickst und empfängst du per App Rechnungen und sammelst sie zentral für deine Buchhaltung. Das ist vor allem für Einsteiger, die noch kein größeres Rechnungstool brauchen oder wollen, ein echter Gewinn.

Kontist

Kontist lockt mit einem ähnlich guten Angebot wie Holvi. Auch hier ist ein Belegscanner für die digitale Ablage deiner Belege enthalten. Das größte Kontopaket „Duo“ lockt zudem mit einer integrierten Version des Buchhaltungs- und Rechnungstools lexoffice, mit dem du Rechnungen und Angebote erstellen, deine Zahlungen und Belege verwalten und deinem Steuerberater Zugriff auf die wichtigsten Daten und Dokumente gewähren kannst. Außerdem ist in lexoffice auch eine DATEV-Schnittstelle integriert. „Duo“ kostet 12 Euro pro Monat. Die anderen beiden Konten, die Kontist zu bieten hat, sind das kostenlose „Free“ und das „Premium“ für 9 Euro pro Monat. Alle drei Pakete enthalten unbegrenzt viele SEPA-­Überweisungen, Google Pay für kontaktlose und Online-Zahlungen sowie eine Visa-Karte (von der Solarisbank). Letztere ist im „Free“ allerdings nur virtuell enthalten. „Premium“ und „Duo“ warten zusätzlich mit dem Belegscanner, einer automatischen Zahlungskategorisierung mittels Machine Learning und Buchhaltungsintegrationen für lexoffice, FastBill und Debitoor auf; „Duo“ kommt, wie erwähnt, mit seiner eigenen lexoffice-Instanz. Für Zahlungen und Abhebungen in Fremdwährung fallen in allen Kontist-Kontos je 1,7 Prozent Gebühren an; Abhebungen in Euro werden pauschal mit 2 Euro pro Abhebung berechnet. Hinzu kommen mögliche zusätzliche Gebühren, beispielsweise für Mahngebühren, Überweisungsänderungen und -rückrufe.

Fidor

Die Direktbank Fidor bemüht sich, besonders hipp zu sein, und spricht damit vor allem junge Gründer, Selbständige und Freiberufler an. Die Konditionen sind recht „straight forward“: 5 Euro kostet das Businesskonto im Monat, allerdings nur unter Vorbehalt, denn ab der 11. monatlichen Transaktion entfallen die Kontoführungsgebühren komplett. Für zusätzlich 3 Euro pro Monat bekommst du eine physische Debitkarte von Mastercard. So weit, so einfach. Darüber hinaus wirbt Fidor mit Überweisungen in Echtzeit, Push-Benachrichtigungen für Zahlungsein- und ausgänge, kontaktlosen Zahlungen via Apple Pay und einem eigenen Wallet für Kryptowährungen wie beispielsweise Bitcoins. Eine Besonderheit ist außerdem der Speed-Dispo, ein Dispositionskredit mit 12,5 Prozent Zinsen, den du als verifizierter Kunde in der App innerhalb von 60 Sekunden freischalten kannst. Auf Wunsch kannst du zusätzlich eine Rechtsschutzversicherung (von ARAG) oder eine Media-Versicherung (von HISCOX) dazubuchen.  Das Geschäftskonto von Fidor ist gezielt  auf die Bedürfnisse junger und digitaler Unternehmen ausgerichtet. Freelancer und Internet- Start-ups kommen hier auf ihre Kosten. Interessant ist das Konto auch für Firmen, die mit Kryptowährungen arbeiten oder Bitcoins als Zahlung akzeptieren (wollen). Bargeld­geschäfte sind bei Fidor hingegen so gut wie nicht vorgesehen.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank liefert im Vergleich eines der teuersten Geschäftskonten. Während bei den meisten Konkurrenten die Kosten für ein einfaches Business-Girokonto bei 5 bis 6 Euro pro Monat liegen, startet das „BusinessBasicKonto“ der Deutschen Bank bei 9,95 Euro pro Monat. Dafür bekommst du eine Debitkarte der Deutschen Bank; eine optionale Kreditkarte kannst du für 29 Euro pro Jahr dazubuchen. Entscheidest du dich hingegen für eine der teureren Alternativen, das „Business­ClassicKonto“ oder das „BusinessPremiumKonto“, ist eine kostenfreie Kreditkarte bereits enthalten. Auch in Sachen Gebühren befinden sich die Geschäftskonten der Deutschen Bank am oberen Ende unseres Vergleichs. In allen drei Konten fallen für beleghafte Buchungen 2,50 Euro an, für SEPA-Echtzeitüberweisungen 35 Cent. Beleglose Buchungen belaufen sich auf 22 Cent pro Transaktion im BasicKonto, 12 Cent im „Business- ClassicKonto“ und 7 Cent im „Business- PremiumKonto“. Unterm Strich bietet das Geldinstitut damit  nicht recht viel mehr oder weniger, als viele andere „klassische“ Banken, wenn es um Geschäftskonten geht. Die höheren Kontoführungsgebühren könnten ein Hindernis sein; dafür hat der Anbieter den günstigeren Online-Banken ein großes Filial- und Automatennetz voraus, was die persönliche Betreuung und vor allem das Handling von Bargeldgeschäften erleichtert.

netbank

Die netbank bietet zwar kein kostenloses, dafür aber ein besonders günstiges Geschäftskonto. 4,85 Euro pro Monat kostet das Businesskonto und ist damit günstiger als die meisten anderen Konten aus unserem Vergleich. Auch die übrigen Konditionen sind verträglich; 10 Online-Buchungen pro Monat gibt es gratis, jede weitere schlägt mit 15 Cent pro Transaktion zu Buche. Teuer wird es nur bei beleghaften Überweisungen – diese kosten jeweils 10 Euro. Die netbank ist also hauptsächlich auf den Online-Zahlungsverkehr ausgerichtet, was der Name ja bereits vermuten lässt. Abgesehen davon bietet die netbank nicht viel Aufregendes. Zwar lassen sich bei Bedarf eine optionale Mastercard sowie zusätzliche Unterkonten flexibel hinzubuchen, es sind aber weder Versicherungsleistungen inkludiert (wie bei N26) noch bietet das Geschäftskonto ein Buchhaltungs- oder Verwaltungstool (wie bei Holvi, Kontist oder FYRST). Das Geschäftskonto der netbank versucht ganz offensichtlich, nicht mehr zu sein, als das, was es ist: ein günstiges und einfaches Konto für Selbständige und Freelancer, die nicht viel Schnickschnack brauchen.

Postbank Business

Die Postbank-Business-Girokonten glänzen als Angebote der Postbank mit einigen Vorteilen. So sind Bargeldabhebungen an den Bankautomaten der Cash Group (Postbank, Commerzbank, HypoVereinsbank und Deutsche Bank) kostenlos. Außerdem hat man mit der Postbank-ID Zugriff auf den Business-Assistenten, das ist eine App zur Verwaltung deiner Online-Zahlungen, zur Erstellung von Rechnungen und Mahnungen und vielem mehr. Nett ist auch, dass man für die ersten sechs Monate keine Kontoführungsgebühren bezahlt. Apropos Gebühren: Die günstigste Option ist das „Business Giro“ für 5,90 Euro pro Monat; in diesem ist allerdings keine eigene Debitcard enthalten. Anders im „Business Giro aktiv“; hier erhältst du eine kostenfreie Visa Card Classic im ersten Vertragsjahr (danach für 30 Euro/Jahr) und profitierst von günstigeren Gebühren für Online-Buchungen. Auch im größten Konto, dem „Business Giro aktiv plus“, sind die Visa Card und außerdem ein kostenfreies Wertpapier-Depot enthalten. Während das „Business Giro“ vor allem für kleine Unternehmen mit wenigen monatlichen Buchungen geeignet ist, ist das „Business Giro aktiv“ für Unternehmen mit zwischen 40 und 100 Transaktionen ausgelegt, das „Business Giro aktiv plus“ für Unternehmen mit mehr als 100 Transaktionen pro Monat. Ähnlich wie beim Geschäftskonto der Deutschen Bank, verringern sich in den größeren Konten der Postbank die Gebühren für Online-Überweisungen. Insgesamt bietet die Postbank damit einige solide, wenn auch recht konventionelle Angebote für Geschäftskunden. Selbständige finden bei der digitalen Konkurrenz oft günstigere Angebote ohne Kontoführungsgebühren und mit mehr Komfortfunktionen. Einzig die kostenlosen Ein- und Auszahlungen an den Cash­Group-Automaten sowie die persönlichere Betreuung hat die konven­tionelle Bank den jungen Wettbewerbern voraus und könnte damit für Unternehmen mit viel Bargeldverkehr (beispielsweise aus der Gastronomie) eine interessante Alterna­tive darstellen.

Hier findest du die wichtigsten Fakten aus unserem Anbieter-Check im Überblick

Der Autor Maximilian Reichlin ist Leiter der Online-Redaktion bei trusted.de. Das Vergleichsportal für Business-­Tools ist eines der führenden Informationsmedien für B2B-Software im deutschsprachigen Raum. Die unabhängigen Branchenexperten und Redakteure haben Tools in über 250 Kategorien getestet und verglichen, www.trusted.de

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Shared Mobility: So startest du als Anbieter*in

Wie du Schritt für Schritt dein eigenes Sharing-Angebot entwickelst und auf den Markt bringst.

Die Mobilitätswende erfordert vor allem eines: die Abkehr vom motorisierten Individualverkehr. Anders ausgedrückt: vom privaten Pkw. Ein nachhaltiger Mobilitätsmix umfasst stattdessen den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), das Zufußgehen, Radfahren und Taxifahrten sowie die sogenannte Shared Mobility, also die geteilte Mobilität.

Geteilte Mobilität ist somit ein wesentlicher Treiber der Mobilitätswende. Doch um diese tatsächlich zu erreichen, bedarf es noch vieler weiterer Shared-Mobility-Anbieter*innen. Diese stellen Fahrzeuge wie Autos, Fahrräder oder Roller bereit und bieten diese zur flexiblen Buchung an. Ein Geschäftsmodell, das seit Jahren im Aufschwung ist und immer mehr Nutzer*innen findet. Aber obwohl Carsharing & Co. konstant wachsen, ist der Markt insbesondere außerhalb von Großstädten noch längst nicht gesättigt. Dem Bundesverband CarSharing e.V. (bcs) zufolge, gab es am 1. Januar 2022 insgesamt nur in neun Prozent aller Kommunen in Deutschland ein Carsharing-Angebot. Die Zahlen sinken proportional zur Einwohner*innengröße der Kommune.

Dies alles eröffnet spannende Perspektiven für ambitionierte Gründer*innen, die sich insbesondere in ländlich geprägten Kreisen und Städten im Bereich der Shared Mobility unternehmerisch betätigen möchten.

Der Bedarf ist da. Doch wie fange ich an?

Viele neue Anbieter*innen stammen ursprünglich nicht aus der Mobilitätsbranche und müssen die Besonderheiten des Markts sowie die Anforderungen der Kund*innen erst kennenlernen. Es sind neben klassischen Mobility-Start-ups, Verkehrsbetrieben und Automobilkonzernen auch Energieversorger, Wohnungsbaugesellschaften, Hochschulen, Kommunalverwaltungen und Tourismusbetriebe, die die Shared Mobility als neuen Geschäftszweig etablieren möchten.

Bevor diese allerdings mit der Umsetzung beginnen können, sind wesentliche Fragen zu klären. Warum möchte ich ein Sharing-Angebot entwickeln? Wer soll mein Sharing-Angebot nutzen? Wie soll das Angebot genau aussehen? Wo und wie soll es nutzbar sein? Um diese Fragen zu beantworten, brauchen Sharing-Organisationen ein fundamentales Wissen über den Markt und die verschiedenen Möglichkeiten, die dieser bietet.

Die nachfolgenden Schritte zeigen dir, wie ein innovatives und kundenorientiertes Angebot von der ersten Idee bis hin zum Launch entstehen kann.

Schritt 1: Markt und Zielgruppe kennenlernen

Die anfängliche Recherche und Analyse ist das Fundament der späteren Angebotsplanung. Die Erkenntnisse helfen dir, ein Angebot zu entwickeln, das auf deinen Markt und deine Zielgruppe zugeschnitten ist. An welche Zielgruppe du dich richten möchtest, wird sich im Laufe dieser Phase herauskristallisieren. Wer könnte an deinem Angebot Interesse haben? Dabei spielen nicht nur sozioökonomische und demografische Kriterien eine Rolle (z.B. Alter, Geschlecht, Einkommen, Beruf), sondern auch psychografische Merkmale wie Werte, Einstellungen und Lebensstil.

Dabei gilt es ferner, den lokalen Mobilitätsmarkt unter die Lupe zu nehmen. Wo liegen die aktuellen Schmerzpunkte? Ist es der für eine Stadt typische überlastete Verkehr und Mangel an Parkplätzen oder sind es die fehlenden Alternativen zum eigenen Auto auf dem Land? Unterschiedliche Ausgangssituationen führen bei (potenziellen) Nutzer*innen zu unterschiedlichen Motivationen, warum Shared Mobility genutzt wird.

Ein Roller-Sharing auf dem Land könnte sich beispielsweise an junge Menschen richten, die noch keinen Pkw-Führerschein haben und dennoch individuell mobil sein möchten. Carsharing in der Großstadt kann Menschen ansprechen, die meist mit Fahrrad oder ÖPNV unterwegs sind, aber hin und wieder ein Auto für Einkäufe oder Ausflüge benötigen.

To-do: Finde heraus, welche Zielgruppen du bedienen möchtest.

Schritt 2: Vision und Ziele definieren

Wie in jeder Branche, sind auch in der Shared Mobility jene Unternehmen die erfolgreichsten, die genau wissen, was sie warum erreichen wollen. Anders ausgedrückt: diejenigen, die eine Vision haben und sich Ziele setzen.

In der Praxis ist eine Ahnung darüber meist der Auslöser, warum der Plan eines eigenen Shared-Mobility-Angebots überhaupt angegangen wird. Diese festigt sich dann meist im Laufe der vorangegangenen Analysephase, wenn der lokale Mobilitätsbedarf untersucht wird. Hier geht es nun aber da­rum, deine Vision und deine Ziele zu konkretisieren und festzuhalten. Was treibt dich an? Welche Probleme möchtest du lösen?

Eine Vision und konkrete Ziele helfen, die Kräfte deines Teams zu bündeln und in die gleiche Richtung zu senden. Sie schenken Orientierung und fördern die Motivation. Das gilt sowohl für ideelle als auch für wirtschaftliche Ziele.

To-do: Lege fest, was du mit deinem Angebot erreichen möchtest.

Schritt 3: Geschäftsmodell entwickeln

Ein Shared-Mobility-Geschäftsmodell besteht aus verschiedenen Bausteinen. Dazu gehört die Wahl der angebotenen Fahrzeugtypen. Soll es ein reines Carsharing sein? Lieber Mikromobilität mit E-Bikes oder Rollern? Oder Transporter vor Möbelhäusern und Baumärkten? Auch ein Mix aus unterschiedlichen Fahrzeugen kann je nach Zielgruppe(n) und Zielsetzung sinnvoll sein.

Der zweite wesentliche Baustein ist die Entscheidung zwischen free-floating und stationsbasiert. Beim Free-Floating können Nutzer*innen Fahrzeuge flexibel in einem definierten Geschäftsgebiet abholen und abstellen. Bei stationsbasierten Angeboten gibt es feste Stationen, also Parkflächen, für die Fahrzeuge. Möglich ist dabei sowohl ein Roundtrip-Sharing (d.h., das Fahrzeug wird an der gleichen Station abgegeben, an der es abgeholt wurde) als auch ein One-Way-Sharing (d.h., dass Ausgangs- und Endstation unterschiedlich sein können).

Während heute vor allem in Großstädten das Free-Floating dominiert, hat auch ein stationsbasiertes Angebot seine Vorzüge. Fahrzeuge können hier beispielsweise im Voraus reserviert werden, wodurch es für Kund*innen verlässlicher ist, dann ein Fahrzeug vorzufinden, wenn sie es benötigen. Wichtig ist natürlich, dass an den gewählten Stationen ein tatsächlicher Bedarf vorliegt. Empfehlenswert ist zum einen die Nähe zu Wohngebieten und zum anderen die Anbindung an Verkehrsknotenpunkte wie Bahnhöfe.

To-do: Entscheide dich für die Art und die Bereitstellungsform deines Sharing-Angebots.

Schritt 4: Finanzierung planen

Um realistisch zu bleiben: Ein Angebot muss nicht nur Nutzer*innen ansprechen und Probleme auf dem Mobilitätsmarkt lösen, sondern auch rentabel sein. Nur so kann es dauerhaft Bestand haben und wirklich nachhaltig sein. Das heißt konkret: Du brauchst einen realistischen Überblick über anfallende Kosten, eine Kalkulation zukünftiger Einnahmen und eine Strategie, wie das Vorhaben insbesondere in der Anfangszeit finanziert werden kann.

Einen Großteil der Kosten machen natürlich die Kauf- oder Leasingkosten der Fahrzeuge aus. Hinzu kommen Kosten für Wartung, Reparatur und Säuberung, Ausstattung, Tank- und Ladekosten sowie Wertverlust. Weitere Kostenstellen sind eigene oder externe Mitarbeitende, Kosten für Software, IT und Telematik-Einheiten, Mieten, Versicherungen, Steuern, Marketingkosten, Bankgebühren etc.

Die Einnahmen steuerst du über die Tarife. Hier kannst du Kilometerpreise, Zeitpreise und Buchungsgebühren miteinander kombinieren. Am Ende sollte jede Fahrt nicht nur die konkret zurechenbaren Kosten decken, sondern auch einen Deckungsbeitrag für allgemeine Kosten enthalten.

Da du jedoch schon lange vor den ersten Buchungen Geld in die Hand nehmen musst, brauchst du eine gesicherte Finanzierung. In Frage kommen neben ausreichend Eigenkapital Kredite bei der Bank, Investor*innen oder Crowdfunding. Auch öffentliche Förderungen können eine Option sein.

To-do: Erstelle dir einen Überblick über Kosten, Einnahmen und Finanzierungsmöglichkeiten.

Schritt 5: Flotte zusammenstellen

Die Flotte ist das Kernstück deines Angebots – und sollte zur Zielgruppe passen. Die Fahrzeugtypen hast du schon im Rahmen des Geschäftsmodells bestimmt. Nun ist es an der Zeit, Modelle und Anzahl auszuwählen. Gerade beim Carsharing stellt sich oft die Frage: Elektro oder Verbrenner? Hier gibt es keine allgemeingültige Antwort. Der Bundesverband Carsharing e.V. empfiehlt in der Regel, keine reine Elektroflotte zu betreiben, solange noch viele Menschen der neuen Technologie skeptisch gegenüberstehen. Letztlich kommt es aber wieder einmal auf die eigene Zielgruppe an. Ist diese offen für Elektromobilität? Gibt es in der Region genügend Ladestationen?

Grundsätzlich funktioniert ein Sharing-Angebot sowohl mit herkömmlichen als auch mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen. Relevant in Bezug auf die Modellwahl ist auch die Frage, wie markenan deine Zielgruppe ist. Könnte ein neuer Tesla das ausschlaggebende Argument sein, Carsharing zu nutzen? Oder tut es auch ein anderes (günstigeres) Modell?

In Bezug auf die Größe der Flotte gilt: lieber klein starten und dann wachsen. Du musst nicht gleich zu Beginn 50 Fahrzeugen anbieten, vielleicht reichen erst einmal fünf. Skalieren kannst du anschließend immer noch. Aber dann konnest du in der Zwischenzeit bereits Erfahrungen sammeln, hast eingespielte Prozesse und kannst bestimmte Fehler vermeiden.

To-do: Suche passende Fahrzeugmodelle für dein Angebot.

Schritt 6: Passende Software auswählen

Was Shared Mobility von klassischer Fahrzeugvermietung unterscheidet, ist in gewisser Weise der Grad an Digitalisierung. Denn erst mit Softwarelösungen, die das Betreiben eines mitunter komplexen Angebots ermöglichen und Prozesse automatisieren, wird dieses skalierbar und wirtschaftlich. Du benötigst einerseits ein Portal, über das du dein Angebot steuern, Fahrzeuge, Buchungen und Nutzer*innen verwalten, Abrechnungen durchführen, Aufgaben verteilen und Statistiken einsehen kannst. Andererseits brauchst du eine App, über die die Nutzer*innen Fahrzeuge buchen, öffnen und schließen können.

Da die gesamte Customer Journey über das System abgewickelt wird, bist du auf dessen Stabilität, Funktionalität und Sicherheit angewiesen. Nur ein sauberer und intuitiver Buchungsprozess führt zu einer hohen Zufriedenheit der Nutzer*innen. Es ist deshalb für die wenigsten Anbieter*innen ratsam, eine eigene Software zu entwickeln. Stattdessen ist es sinnvoller (und schneller), auf vorhandene und bewährte Lösungen zurückzugreifen.

To-do: Finde ein Softwarepaket, das zu deinen Anforderungen passt.

Schritt 7: Marketingmaßnahmen gestalten

Am Ende ist vor allem wichtig, dass dein Shared-Mobility-Angebot bei den richtigen Personen bekannt ist und von diesen genutzt wird. Das Schlüsselwort lautet: Marketing.

Du brauchst eine Markenpersönlichkeit, die auf deiner Vision und deinen Zielen beruht und eine stringente Geschichte erzählt. Damit sprichst du deine Zielgruppe an und hebst dich von möglicher Konkurrenz ab. Um wiedererkannt zu werden, ist ein konstantes Branding ausschlaggebend.

Finde außerdem die passenden Kanäle, über die du deine Zielgruppe erreichst: sei es über Social Media, Online-Werbung, Print-Anzeigen oder ausgelegte Flyer und Plakate. Kooperationen mit großen Unternehmen oder städtischen Einrichtungen machen deine Marke ebenfalls sichtbar.

Darüber hinaus helfen Marketingtools wie Rabattcodes oder „Freundewerben“-Aktionen, die eigene Reichweite zu vergrößern und neue Kund*innen zu gewinnen.

To-do: Entwickle eine sinnvolle Marketingstrategie.

Die wichtigsten Erfolgsfaktoren auf einen Blick

Ob dein Angebot später erfolgreich wird oder nicht, hängt von vielen Faktoren ab. Die Verantwortung dabei abzugeben und auf „den Standort“, „die Konkurrenz“ oder „die finanzielle Ausgangslage“ zu verweisen, ist zu einfach. Fokussier dich stattdessen auf die Erfolgsfaktoren, die du tatsächlich selbst beeinflussen kannst:

  • Vernetze dich.
  • Suche dir Partner*innen als Unterstützer*innen.
  • Sei dir bewusst, wen du ansprichst.
  • Das A und O ist die Orientierung an deiner Zielgruppe.
  • Hab ein Auge auf deine Zahlen.
  • Eine regelmäßige Kostenkontrolle hilft, jederzeit nachzujustieren und Anpassungen in Ausgaben und Tarifen vorzunehmen.
  • Bleib ezient.
  • Du musst die Dinge nicht anders machen als die Konkurrenz – du musst sie nur besser machen.
  • Sei skalierbar.
  • Nur mit ezienten Prozessen sorgst du dafür, dass ein wachsendes Angebot nicht zu proportional mehr Aufwand führt.
  • Bewahre einen langen Atem.
  • Nur wenige Anbieter*innen sind von Anfang an profitabel, deshalb erlaube dir eine Testphase von ca. zwei Jahren.

Zum Weiterlesen und -arbeiten

Noch mehr Tipps und Hintergründe zum schrittweisen Aufbau eines Shared-Mobility-Angebots findest du im kostenlosen Setup-Leitfaden von MOQO

Das Aachener Start-Up MOQO entwickelt entwickelt eine Softwarelösung, die bereits in 18 Ländern von mehr als 180 Mobilitätsanbietern genutzt wird. Darunter das deutsche Carsharing-Netzwerk Flinkster und der größte norwegische Anbieter Bilkollektivet.

 

 

XR-C Academy: VR - ein ganzes Feld von Potenzialen

Wie Virtual Reality (VR) die Arbeit der Zukunft verändert – Interview mit Petra Isabel Schlerit und Daniel Dunkhase, den Gründer*innen der XR-C Academy.

Auch wenn der Mega-Hype um das Thema Virtual Reality, kurz VR, etwas abgeebbt zu sein scheint, sehen Expert*innen in VR nach wie vor einen Technologie-Treiber mit dem Potenzial, viele Bereiche unseres Lebens fundamental zu verändern. Neben Big Playern der Techbranche wie Meta, Apple sowie Microsoft beschäftigen sich auch Start-ups wie das 2021 von Petra Isabel Schlerit und Daniel Dunkhase gegründete XR-C Academy mit diesem Phänomen, indem sie Unternehmen für die Verwendung dieser innovativen Lösung schulen. Mehr dazu im Interview mit den beiden Gründer*innen.

Wann und seid ihr auf die Idee zur Gründung der XR-C Academy gekommen?

Isabel Schlerit (I): Die Gründung ging Mitte 2021 über die Bühne mit dem klaren Ziel, eine stabile Qualitätsgrundlage für die Arbeit mit VR zu schaffen. Bei uns beschäftigen sich Experten mit den Wirkungen der virtuellen Realität auf das menschliche Gehirn sowie der optimalen Einsatzmöglichkeiten und gehen das Thema auch aus wissenschaftlichen und ethischen Gesichtspunkten an.

Daniel Dunkhase (D): Auf diesem Fundament bilden wir VR-Professionals aus und zertifizieren sie für den selbstständigen Umgang mit der Technologie. Zudem beraten wir Unternehmen zur Integration von VR in ihre Strukturen. Es geht darum, Wachstumshebel zu identifizieren und anschließend auch umzusetzen.

Welche Ziele verfolgt ihr?

D: Viele Menschen glauben, dass das Metaverse noch in der Zukunft liegt – dabei ist es bereits da und wir arbeiten auch schon damit. Für Unternehmen ergeben sich als First-Mover enorme Vorteile gegenüber den Wettbewerbern. Ihnen diese Potenziale nahezulegen, steht für uns im Vordergrund.

I: Es gibt ein ganzes Feld von Potenzialen, die nur schwer vorstellbar sind, wenn man nicht selbst mit dieser Technologie in Verbindung gekommen ist. Wir bieten unseren Kunden die Möglichkeit dies auszutesten und geben ihnen das nötige Wissen an die Hand auch damit umzugehen – immer mit dem Anspruch dies auch praxisorientiert einsetzen zu können.

Aus welchen Bereichen kommen eure Kund*innen?

D: Es ist bereits jetzt abzusehen, dass Virtual Reality einen wesentlichen Teil der zukünftigen Arbeitswelt ausmachen wird. Wir spezialisieren uns auf zwei bestimmte Gruppen: Einerseits sind unsere Produkte und Dienstleistungen für alle Unternehmen geeignet, die durch immersive Erlebnisse Kundeninteraktionen, interne Zusammenarbeit und Recruiting optimieren wollen. Dazu gehören mittelständische Unternehmen sowie Großkonzerne – beispielsweise aus der Automobil- oder Pharmaindustrie. Die andere Sparte besteht aus Trainern und Beratern, die sich auf dem Gebiet für die Zukunft etablieren möchten.

Welche Vorteile bietet Virtual Reality in seiner aktuellen Form?

I: Ökonomen sprechen hier tatsächlich von dem vierten technologischen Quantensprung nach dem Personal-Computer, dem Internet und dem Smartphone. Bereits im Jahr 2018 hat ein Team um Prof. Dr. Hutzschenreuter von der Technischen Universität München einen ähnlich starken Eingriff in unser Leben prophezeit und sieben Geschäftsfelder ausgemacht, die sich auf eine Transformation zu VR und AR vorbereiten müssen. Besonders die gefühlt echte und räumlich nicht mehr getrennte Zusammenarbeit durch das immersive Eintauchen in diese Realität, lässt sich als Vorteil ausmachen. Dies kann die Kreativität sowie die Produktivität fördern und Frustpotenziale vermeiden – vor allem wenn es in die Richtung Homeoffice oder Großraumbüros geht.

Und welche Potenziale hat Virtual Reality zukünftig zu bieten?

I: Gerade der Konzern Meta (ehemals Facebook) schreibt sich vor allem namentlich das Metaverse auf seine Fahne und findet damit öffentlich statt. Doch auch wenn viele darüber sprechen, haben es aufgrund der Komplexität nur wenige wirklich verstanden. Kurz gesagt wird das Internet durch VR in eine 3D-Welt übersetzt – mit allen positiven aber auch negativen Effekten. Wir werden zukünftig alltägliche Dinge, wie den Besuch einer Shopping-Mall, zusammen mit anderen, virtuell durchführen können. Das ist der nächste Schritt in Richtung digitalem Zusammensein. Selbstverständlich hat eine solche gesellschaftliche Verschiebung auch andere positive Vorteile wie Umweltschutz durch das Wegfallen von zeit- und kostenaufwendigen Reisen.

Was sind eure Pläne und was gebt ihr Unternehmen, die sich für VR interessieren, mit auf den Weg?

I: Wir haben uns durch unsere praktische Erfahrung im Einsatz von virtueller Realität im wirtschaftlichen Kontext – also weg vom Gaming-Bereich – einen hohen Status erarbeitet, den wir auch in Zukunft erhalten wollen. Unser Anspruch ist es, genau so schnell in der Entwicklung zu sein, wie die Technologie voranschreitet. Dazu gehört auch eine große Investition in die Forschung. Wir verstehen uns als Sparringspartner für Unternehmen, beim Versuch Dinge umzusetzen, von denen sie sich heute noch gar nicht vorstellen können, dass sie machbar sind.

D: Der beste Weg, um die Potenziale abschätzen zu können, ist das Arbeiten mit Virtual Reality wirklich einmal auszuprobieren und selbst zu erleben. Oft tun sich erst in unseren Testdrives Wachstumshebel auf, die vorher überhaupt nicht aufgefallen waren, aber das Unternehmen relevant nach vorne bringen können.

Gründer*in der Woche: STERNEFELD - fair, lokal, edel

Mit ihrem Start-up STERNEFELD kombiniert die studierte Schmuckdesignerin Elina Sternefeld altehrwürdiges Handwerk, innovative Technologien wie CAD oder 3D Druck und den Aspekt der Nachhaltigkeit. Mehr dazu im Interview mit Elina.

Wann und wie bist du auf die Idee zu STERNEFELD gekommen?

Während meiner Ausbildung in der Goldstadt Pforzheim hatte ich viel mit kleineren Dienstleistern in der Schmuckbranche zu tun, beispielsweise Gießereien und Galvaniken. Schon zu dieser Zeit habe ich miterlebt, wie viele kleinere Betriebe schließen mussten, da sie mit den Preisen der großen Firmen, die zum großen Teil im Ausland produzieren, nicht mehr mithalten konnten. Ich wollte mit STERNEFELD die Wertschätzung für das deutsche Schmuckhandwerk und die Zusammenarbeit mit lokalen Handwerksbetrieben zurückbringen. Ich kenne jede Person, die an der Herstellung meiner Schmuckstücke mitwirkt, persönlich.

Ich lege Wert auf höchste Qualität, Präzision und Sorgfalt beim Design und bei der Herstellung jedes einzelnen Schmuckstücks.

Was waren die wichtigsten Steps von der Gründung bis zur ersten Kollektion?

Der erste wichtige Schritt während der Gründung war es, mich auf das Wesentliche zu fokussieren. Fokus ist von enormer Bedeutung, wenn man ein Unternehmen gründet. Bei all den neuen Erfahrungen und Herausforderungen passiert es schnell, dass man sich ablenken lässt und den Blick auf die Ziele verliert. Ein klarer Plan hat mir geholfen, bessere Entscheidungen zu treffen und meine Ressourcen effektiv zu nutzen. Es kann verlockend sein, alles auf einmal zu versuchen oder jede Gelegenheit zu nutzen, die sich bietet, aber das kann oft dazu führen, dass man sich zu sehr verzettelt. Meine erste Kollektion bestand daher aus einer kleinen Anzahl an Designs, die aber alle von Anfang an meinen hohen Qualitätsstandards entsprochen haben.

Was ist das Besondere an STERNEFELD, wie unterscheidest du dich – neben deiner individuellen Kreativität – von anderen Schmuck-Labeln?

Das Besondere an STERNEFELD ist, dass ich in sehr engem persönlichen Kontakt mit meinen Kund*innen stehe. Der ganze Beratungsprozess ist jedoch online und daher orts- und zeitungebunden.

Dank meiner jahrelangen handwerklichen Erfahrung, mit meinem Verständnis für das Zusammenwirken von Materialien und Formen und meiner Leidenschaft für zeitloses Design kann ich meinen Kund*innen umfassend bei der Auswahl ihres persönlichen Schmuckstücks zur Seite stehen.

Nach einer ausführlichen Beratung entwerfe ich die ersten individualisierten Modelle mit Hilfe von CAD (Computer Aided Design), sodass die/der Kund*in sich ein realistisches Bild von dem Wunschschmuckstück machen kann. Weitere Schritte der Produktion sind: Guss, Goldschmiedearbeiten, Schleifen und Fassen der Edelsteine. Das finale Schmuckstück, das häufig ein Geschenk ist, wird dann in meiner hochwertigen Verpackung an die Kund*innen verschickt.

CamperBoys sichern sich Millionenbetrag zur Expansion

Der Helvetia Venture Fund erwirbt eine Minderheitsbeteiligung an der Campervermietung CamperBoys und legt damit den Grundstein für weitere Entwicklungen.

CamperBoys entsprang 2016 nicht nur dem Freiheitsdrang der beiden Gründer Andreas Mall und Paul Pizzinini, sondern auch ihrem Wunsch, die unvergesslich individuellen Reisemomente des Vanlifes für mehr Menschen zugänglich zu machen. Aus einem Traum und einem alten Wohnmobil wuchs schnell ein vielfältiges Team voller Tatendrang und eine Flotte aus 700 Fahrzeugen, die an sechs Standorten in Deutschland mietbar sind. Mithilfe von intern entwickelten Software-Tools setzt das junge Team Maßstäbe in der digitalen Customer Journey und erleichtert seinen Kund*innen zudem mit einem persönlichen Routenservice die Reiseplanung.

“Mit der Beteiligung an CamperBoys investiert der Helvetia Venture Fund in einen bei der Kundschaft sehr beliebten Anbieter für Camper-Miete im deutschen Markt und erhält so die Chance, aus erster Hand mehr über die sich verändernden Bedürfnisse von Urlaubern und ihre Freizeitaktivitäten, die sich während der Pandemie noch stärker und schneller gewandelt haben, zu lernen”, erklärt Stefano Saeger, Principal bei Helvetia Venture Fund.

Aus Sicht des Gründer-Duos war das Investment des Helvetia Venture Fund auch auf persönlicher Ebene ein Volltreer: “Eine freundschaftliche, wertschätzende und dennoch sehr ambitionierte Unternehmenskultur ist der wesentliche Treiber für den Erfolg von CamperBoys. Mit dem Helvetia Venture Fund konnten wir einen starken Partner gewinnen, der diese Werte teilt und uns mit seinem langfristigen Horizont begleiten kann.”

Mit den neuen Mitteln will CamperBoys die Expansion in neue Städte und den Ausbau des Produktportfolios vorantreiben. Sowohl in Frankfurt als auch in Weilheim an der Teck werden bald weitere Standorte eröffnet. Zudem werden die ersten Elektrocamper in die Flotte aufgenommen: Der VW ID Buzz mit eingebauter Campingaustattung soll neue Möglichkeiten für nachhaltigeres Reisen eröffnen.

Wie man Bitcoins verdient - Top 8 Wege

Bitcoin ist die erste und weltweit am Markt stärkste Kryptowährung auf Grundlage eines dezentral organisierten Buchungssystems. Wir zeigen, welche Wege es gibt, Bitcoins zu verdienen.

Die allererste Kryptowährung war ein echter Durchbruch: Bitcoin ist sicher, bankenunabhängig, inflationsgeschützt und kann anonym verwendet werden. Darüber hinaus weist BTC ein ausgezeichnetes Wachstum auf, was diese Währung zu einem attraktiven Vermögenswert macht.

In diesem Artikel lesen Sie, wie man im Jahr 2023 Bitcoins verdienen kann:

1. OKX Trading - Einkommen in einem kurzen Zeitraum durch Bitcoin-Schwankungen generieren.

2. Investitionen - langfristige Investitionen mit der Erwartung, dass der Wert steigt und "Dividenden" an Sie gezahlt werden.

3. Mining - Schürfen von Kryptowährungen durch Generierung neuer Blöcke in der Blockchain.

4. Bitcoin Cranes - verdienen Sie Satoshi (einen kleinen Bruchteil eines Bitcoins, der 0,00000001 BTC entspricht) mit Werbeklicks und -aufrufen.

5. Krypto-Gaming - Online-Blockchain-Spiele mit einem "Play to earn"-Mechanismus.

6. Verleihen - ein Bitcoin-Kredit, um Zinsen vom Kreditnehmer zu erhalten.

7. Freelance-Börsen - Tätigen Sie eine Fernarbeit gegen eine Gebühr in BTC.

8. ICO-Unterstützung - Investition von Bitcoins in ein Kryptowährungs-Startup, um Coins zu vermehren.

Im Folgenden werden wir drei der oben genannten Möglichkeiten näher betrachten:

Option 1: BTC-Handel

Kryptowährungsbörsen handeln auf dieselbe Weise wie andere Vermögenswerte - Aktien, Anleihen, Rohstoffe usw. Ein Trader macht hierbei folgendes:

1. Analysiert den aktuellen Stand der Dinge und nutzt technische Analysetools, um Vorhersagen über den Bitcoin-Kurs zu treffen;

2. Entwickelt eine Handelsstrategie;

3. Abschluss von Börsengeschäften (in der Regel für einen kurzen Zeitraum, der einen Tag nicht überschreitet).

Bitcoin ist, wie andere Kryptowährungen auch, sehr volatil und ermöglicht es Händlern, bei Kursschwankungen hervorragende Gewinne zu erzielen. Aber ein unerfahrener Trader muss die Grundlagen des Handels lernen, um keine Fehler zu machen und kein Geld dadurch zu verlieren. Hier kann der unerfahrene Händler von moderner Technologie für die 24/7-Marktanalyse profitieren, z. B. von Anwendungen wie bitcoin fast profit mit integrierten Handelsstrategie-Algorithmen und Kryptobots.

Die Vorteile des Handels:

  • Keine Verdienstgrenzen - Sie können schnell und viel verdienen, wenn Sie spekulieren.
  • Möglichkeit, Satoshis ohne große Anfangsinvestitionen zu erhalten.
  • Sie müssen keine lange Zeit investieren.
  • Sie haben Chancen, sowohl am Anstieg als auch am Fall von BTC zu verdienen.

Option 2: Das Investieren in steigende Kryptowährungen

Obwohl der Bitcoin über einen langen Zeitraum hinweg eine positive Kursentwicklung aufweist, kann er nicht mehr mit einem mehrfachen Wertzuwachs aufwarten.

Aber vielversprechende neue Altcoins, die im Jahr 2022 erworben werden, haben das Potenzial, einen durchschlagenden Anstieg zu verzeichnen. Daher ist es oft profitabler, langfristige Investitionen nicht in BTC, sondern in andere wachsende dezentrale Währungen zu tätigen.

Allerdings können Bitcoins auf folgende zwei Arten verdient werden:

1. Kaufen Sie mit Dividenden, die bei vielen Kryptowährungen, die auf dem PoS-Algorithmus basieren, anfallen.

2. Tauschen Sie gegen Altcoins um, wenn diese deutlich an Wert gewinnen.

Vorteile einer Investition:

  • Passives Einkommen.
  • Einfachheit und Klarheit von Investitionen in Kryptowährungen.
  • Geringe Risiken, wenn Sie die erworbenen Münzen auf sicheren, kalten Kryptowährungswallets aufbewahren.

Nachteile von langfristigen Investitionen:

  • Die Rendite hängt stark von der Höhe der Anfangsinvestition ab.
  • “Das Einfrieren” der eigenen Mittel über einen langen Zeitraum.

Als vielversprechende digitale Währungen, die das Potenzial haben, erheblich an Wert zu gewinnen, raten Experten, solche zu wählen, die:

  • Von einem gut eingespielten Entwicklerteam auf den Weg gebracht werden und welche über einen detaillierten Fahrplan verfügen, der alle Phasen der Münzentwicklung klar darlegt.
  • Sich von anderen Altcoins abheben, was die Aufmerksamkeit der normalen Nutzer auf sich zieht.
  • Einen klaren Nutzen und sind nicht nur ein weiteres gesichtsloses Krypto-Projekt.

Option 3: Bitcoin-Kräne

Bitcoin-Kräne werden als spezielle Werbeplattformen bezeichnet, auf denen der registrierte Nutzer einfache PTC-Aktionen (Paid to Click) durchführen kann. Die Aufgaben können z. B. sehr unterschiedlich sein:

1. Klicken Sie auf den Link des Inserenten;

2. Sehen Sie sich das Werbevideo von Anfang bis Ende an;

3. Geben Sie ein CAPTCHA ein;

4. Installieren Sie eine App.

Für die korrekte Durchführung einer Aktion gibt es eine Auszahlung in Satoshi, die Sie sich auf Ihr Bitcoin-Guthaben auszahlen lassen können. Die Nutzer können sich an mehreren Kränen gleichzeitig anmelden, um die Anzahl der Aufgaben zu erhöhen und damit ihren Verdienst zu steigern.

Vorteile von Bitcoin-Kränen:

  • Einfacher Verdienst - der Nutzer benötigt keine besonderen Kenntnisse oder Fähigkeiten.
  • Die Möglichkeit, von einem mit dem Internet verbundenen Smartphone aus leicht Bitcoins zu verdienen.

Nachteile der Kräne:

  • Sehr geringer Betrag an Einnahmen.
  • Das Bedürfnis, viel freie Zeit damit zu verbringen.

Wechseljahres-Pionier XbyX – Women in Balance schließt siebenstellige Pre-Series-A Runde ab

Das 2019 von Peggy Reichelt und Monique Leonhardt gegründete Berliner Femtech-Unternehmen XbyX – Women in Balance ist eine D2C-Plattform für Frauen ab der Lebensmitte mit wissenschaftlich fundierten, ganzheitlichen Lösungen für Wechseljahre und gesundes Altern.

Das Unternehmen gab heute den Abschluss einer siebenstelligen Pre-Series-A Finanzierungsrunde bekannt, die das dynamische Wachstum 2023 finanzieren wird. Die Runde wird von der ECONA AG, der Venture- und Private-Equity-Gesellschaft eines Berliner Family-Office übernommen. Neben dem Lead Investor ECONA ist zudem der AUXXO Female Catalyst Fund seit Anfang 2022 in XbyX investiert.

Passion für Frauengesundheit ab der Lebensmitte

Die Idee zu XbyX hatte Seriengründerin Peggy Reichelt bereits 2018: Anfang 40, konfrontiert mit ihrer beginnenden Perimenopause, war sie irritiert, dass es kaum fundierte Informationen zu den Wechseljahren gab. Sie recherchiert, sucht Lösungen, testet selbst und gründet anschließend XbyX mit der Vision, die weibliche Gesundheit ab 40 ins Spotlight zu rücken und die Wechseljahre aus der Tabu-Ecke zu holen.

Die Gründerinnen konnten sich durch ihre Passion für Frauengesundheit ab der Lebensmitte und unterstützt von einem erfahrenen medizinischen Beirat in kürzester Zeit als Pionier im Tabubereich Wechseljahre positionieren. Sie bauten einen loyalen Kundeninnenstamm von über 50.000 Frauen auf und konnten nach eigenen Angaben ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2022 mehr als verdoppeln. Neben einem stetig wachsenden Portfolio wissenschaftlich formulierter, pflanzlicher Nahrungsergänzungen, bietet XbyX drei umfangreiche Video-Education-Programme zu Hormonwissen, Kraftsport und Abnehmen ab der Lebensmitte an.

“Mit XbyX verstehen wir uns als beste Freundin unserer Kundinnen, als Wissensvermittlerinnen und Ort des Verständnisses. Wir setzen da an, wo im Gesundheitssektor Zeit oder auch Expertise fehlen und geben unseren Frauen das Wissen an die Hand, um autark die für sie individuell richtigen Entscheidungen treffen zu können”, so Monique Leonhardt.

“Anfangs kam oft die Frage, warum wir uns auf diese „kleine“ Nische konzentrieren”, so Peggy Reichelt. “Das zeigt, wie wenig Wissen hier existiert. Denn die Wechseljahre sind eine Lebensphase, die sich über Jahrzehnte zieht und deren Implikationen Frauen über den gesamten Alterungsprozess hinweg begleiten. Und sie betreffen jede Frau – und damit die Hälfte der Menschheit.”

Wechseljahre sind weit mehr als Hitzewallungen und das Ende der Periode

Die Wechseljahre sind schließlich weit mehr als Hitzewallungen und das Ende der Periode: Sie sind eine besonders wichtige Zeit, in der Frauen entscheidende Weichen für ihre Gesundheit im Alter stellen. Genau hier setzt XbyX an und bekommt nun durch die Finanzierung wertvolle Unterstützung. Peggy Reichelt: “Wir sind sehr glücklich über unsere Investorenrunde, die uns nicht nur finanziell den notwendigen Rückenwind gibt, sondern auch unsere langfristige Vision zu 100 % trägt. Die Wechseljahre und die Frauengesundheit ab der Lebensmitte bekommen so endlich die Aufmerksamkeit und die moderne Wahrnehmung, die sie verdienen.”

Mit dem Investment plant das Berliner Start-up seine Vision einer Pro-Age-Gesellschaft weiter zu verwirklichen. Die Mittel werden in die Team-Erweiterung, die Entwicklung neuer Produkte und Angebote sowie die Erschließung neuer Märkte und Kanäle fließen und so das weitere dynamische Wachstum finanzieren.

Mobilität neu denken

Fünf Learnings für die Mobilitätswende im urbanen Umfeld.

Im Jahr 2017 als Teil der Digital Hub Initiative des Bundes bei Europas größtem Gründungs- und Innovationszentrum UnternehmerTUM in München angesiedelt, baut der Hub ein Mobilitäts-Ökosystem aus Wissenschaft, Verwaltung, Gründer*innenszene und Unternehmen auf. Gemeinsam mit Unternehmenspartner*innen und Start-ups entwickelt die Initiative Mobilitätslösungen mithilfe neuer Technologien. Das Ziel ist es, die Entwicklung zukunftsweisender nachhal­tiger Mobilitätslösungen kollaborativ umzusetzen.

 „In den letzten fünf Jahren haben wir mit den richtigen Projektideen wichtige Impulse gesetzt und gezeigt, wie Ideen schnell in die Mobilitätspraxis finden“, sagt Kirstin Hegner, Leiterin des Digital Hub Mobility. „Wir wollen weiterhin mit unseren Projekten relevante Ansätze für Entscheiderinnen und Entscheider entwickeln, damit innovative Mobilitätskonzepte in Deutschland noch schneller umgesetzt werden können.“

Hier fünf Learnings aus fünf Jahren Mobility-Projektarbeit:

I. Mobilität ist mehr als Transport

Verkehrs- und Stadtplanung sowie der Energiesektor bieten große Chancen für Innovationen, um den Mobilitätssektor nachhaltig umzubauen. Dabei liefern Start-ups oft neue, innovative Lösungsansätze, die in Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen und Behörden in einem branchenübergreifenden Ökosystem umgesetzt werden können. In der Projekt­umsetzung können Akteur*innen zielgerichtet und anhand ihrer Expertise und Stärken einbezogen werden.

II. Verhaltensänderung begleiten

Nachhaltig gedachte Mobilitätskonzepte erfordern oft, dass sich Nutzer*innen an neue Verhaltensweisen gewöhnen müssen. Das braucht Zeit, und nicht jede und jeder möchte sich darauf einlassen. Erfolgsfördernd zeigte sich, Menschen entlang der gesamten Konzeption neuer Mobilitätsangebote einzubinden, beispielsweise über Infostände im Projektgebiet, Austausch mit Projektteilnehmenden sowie Kommunikation von Informationen über Medien und Internet. Im Projekt Umparken Schwabing verzichtete eine Nachbarschaft von acht Haushalten einen Monat auf ihr Auto. Die Fahrzeuge parkten außerhalb der Stadt. Dafür erhielten die Teilnehmenden ein virtuelles Mobilitätsbudget, mit dem sie alle Mobilitätsangebote in ihrem Quartier, z.B. Carsharing-Autos, Lastenfahrräder, E-Roller, E-Scooter, Taxi und den ÖPNV, nutzen konnten. Die freigewordenen Parkflächen wurden zu einem urbanen Garten sowie einer Fahrrad- und E-Scooter-Abstellanlage umgestaltet. Ein Drittel der Teilnehmenden konnte sich danach tatsächlich vorstellen, das Auto dauerhaft abzugeben.

III. Ergebnisoffen loslegen

Ab einem gewissen Punkt ist es wichtig, vom Planen ins Handeln zu kommen und loszulegen. Die Design-Thinking-Methode ermöglicht es, trotz unklaren Ziels das Projekt zu starten. Die aus der Umsetzung gewonnenen Erfahrungen und das Feedback bieten neue Erkenntnisse. Oft ergeben sich auch Folgeprojekte nach einem Austausch über die Ergebnisse und die Umsetzung mit anderen Akteur*innen im Ökosystem.

IV. Daten sind die Basis für langfristige Veränderung

Daten ermöglichen es, Verhalten und Nutzung von Mobilitätsangeboten zu beobachten und Bedürfnisse zu verstehen. Mit deren Hilfe können Verkehrsinfrastrukturen inklusiver und nach diversen Bedürfnissen ausgerichtet werden. Das gelingt, indem quantitative Daten wie Anzahl, Dauer und Tageszeit der Nutzung oder qualitative Daten wie eine Befragung durchgeführt werden. Nur mit einer guten Datenbasis können Nach­ahmer*innen angeregt und Kritiker*innen überzeugt werden.

V. Veränderung braucht neue Rahmenbedingungen

Mobilitätsinitiativen setzen wichtige Impulse und zeigen auf, wie nachhaltige Konzepte in der Praxis funktionieren können. Deshalb erstellt der Hub am Ende eines jeden Projekts ein „Handbuch“, das anderen die Implementierung und Skalierung erleichtern soll. Die breitflächige Umsetzung, etwa von begrünten Straßen und Parkplätzen oder reduzierten Staus und CO2-Emissionen, liegt an anderer Stelle. Entscheidend ist ein enger Austausch mit den politischen Entscheider*innen über Projektergebnisse und Ansätze für eine rasche Umsetzung. Hier liegt der größte Hebel für eine schnelle Veränderung.

Tipps für E-Mobility-Newbies

Fünf Starttipps für alle, die ein nachhaltiges E-Mobility-Geschäftsmodell aufbauen wollen.

Wer mit seinem Geschäftsmodell durchstarten möchte, hat es nicht immer leicht. Denn neben der Frage, ob das Produkt überhaupt vom Markt angenommen wird, gibt es auch andere Unsicherheitsfaktoren, die den Start stark beeinflussen. In der E-Mobilitätsbranche ist dieses Problem besonders groß, da viele Bereiche unreguliert sind. Anbieter*innen können sich nur auf wenige Standards verlassen. Diese Tipps sollten E-Mobilitätsanbieter*innen beherzigen, damit ihre Idee auch langfristig ein Erfolg wird.

I. Transparenz gegenüber den Kund*innen

Die Ladeinfrastruktur wächst stetig. Eine aktuelle Studie der KfW zeigt jedoch, dass mehr als jede(r) zweite potenzielle Käufer*in in Deutschland vom Erwerb eines E-Autos absieht, weil das Vertrauen in die Ladeinfrastruktur fehlt. Vieles läuft in der E-Mobilitätsbranche über Software. Doch die gesamte User Experience kann von der E-Mobilitätsbranche nicht rein technisch gelöst werden. Hier ist die ganze Branche gefragt, bestehende Ängste von Fahrer*innen abzubauen und das Vertrauen in die E-Mobilität zu stärken. Newcomer*innen sollten dabei als positives Beispiel vorangehen, ihre Kund*innen dort an die Hand nehmen, wo es notwendig ist und Unsicherheiten durch offene Kommunikation aus dem Weg räumen.

II. Künftige Skalierbarkeit des Unternehmens

Für aufstrebende Marken ist es immer wichtig, skalierbar zu sein. Nur so können neue Märkte erschlossen und Kund*innen nachhaltig zufrieden gestellt werden. Wir hatten bei Plugsurfing verschiedene MVPs (Minimum Viable Products), die aber im großen Stil nicht skalierbar waren. Erst durch die Migration auf unsere neue Plugsurfing Power Platform waren wir wirklich in der Lage, uns zu vergrößern und mit den schnellen Veränderungen im Markt Schritt zu halten. Wir mussten in der Migrationsphase verschiedene Produktentwicklungen on-hold setzen und verloren so viel Zeit. Newcomer*innen sollten dementsprechend frühzeitig die Weichen stellen, um diese Probleme zu umgehen.

III. Einheitliche Datenstandards

Wie bereits angesprochen, sind technische Implementierungen in unserer Branche wenig reguliert und standardisiert. Im Moment arbeiten viele nur für sich, aber Fahrer*innen erwarten überall standardisierte Lademöglichkeiten. Das ist eine der zentralen technischen Herausforderungen der E-Mobilität. Wir brauchen europaweite Regelungen, um die Standards für unsere Zukunft zu setzen. Neue Anbieter*innen sollten an der Weiterentwicklung solcher Standards aktiv mitwirken, da sie so eine sehr gute Übersicht über den Markt haben und an den richtigen Stellen Anschluss finden.

IV. Flexibilität in der Software

Natürlich hat jede(r) Anbieter*in aktuell eine bestimmte Lösung, auf die er/sie setzt. Es ist daher sehr schwierig, alle miteinander zu verknüpfen, damit zum Beispiel Bezahlvorgänge für Fahrer*innen an diversen Ladesäulen funktionieren. Viele Workarounds sind noch Übergangslösungen, die ersetzt oder zukunftssicher überarbeitet werden müssen. Anbieter*­innen sollten daher unbedingt auf eine flexible Software setzen, die angepasst werden kann.

V. Langfristige Partnerschaften eingehen

Zuletzt ein wichtiger Tipp: Ohne Partner*innen geht es nicht. Und das gilt besonders für die E-Mobilitätsbranche. Natürlich treten Newcomer*innen mit bestehenden Anbieter*innen in Konkurrenz, weil sie zum Beispiel einen blinden Fleck gefunden haben und so Kund*innen abwerben. Anbieter*innen sollten jedoch immer auch Partnerschaften anbieten. Wir legen bspw. den Fokus auf enge Zusammenarbeit und Wissenstransfer, um nachhaltige technische Lösungen entwickeln zu können. So hilft ein großes Netzwerk an Partner*innen dabei, die E-Mobilität zu stärken und langfristig zukunftsfähig zu machen.

Der Autor Tatu Kulla ist CEO des E-Mobilitätsdienstleisters Plugsurfing, der Softwaretools entwickelt, um E-Mobilität für alle zugänglicher zu machen.

Praxisleitfaden: (Aus-)Gründungen an deutschen Universitäten

Orrick zeigt in seinem Praxisleitfaden OLNS#10, was bei (Aus-)Gründungen an deutschen Unis zu beachten ist und wie sich hierbei rechtliche Fallstricke vermeiden lassen.

Orrick wurde in der Bay Area gegründet und ist eine der weltweit führenden Technologiekanzleien. Der Praxisleitfaden soll Gründer*innen und Universitäten dabei helfen, universitäre Spin-offs auf den Weg zu bringen und dabei kostspielige rechtliche Fehler zu vermeiden. Das Ziel ist es, dass die Gründerinnen und Gründer mehr Zeit für die Entwicklung ihres Unternehmens haben und Universitäten möglichst viele erfolgreiche Start-ups hervorbringen.

Bei der Vorbereitung von OLNS#10 stützte sich das internationale und interdisziplinäre Orrick-Team auf die Erfahrung aus der weltweiten Beratung von mehr als 3.700 VC-finanzierten Unternehmen und mehr als 90 Unicorns sowie den aktivsten Fonds, Corporate-Investoren und börsennotierten Technologieunternehmen.

Der Guide gibt praktische Ratschläge zu folgenden Themen:

Die Gründungsphase

  • Zusammensetzung des Gründungsteams und Verteilung der Anteile
  • Struktur des ersten Cap Table
  • Steuerlich getriebene Holdingstrukturen (einschl. zweistufiger US/deutscher Doppelstockstrukturen)

Einbringung des universitären IP in das Start-up

  • Vollerwerb vs. Lizenzierungsmodelle (einschl. üblicher Lizenzbedingungen)
  • Einräumung einer echten oder virtuellen Beteiligung am Start-up als Teil der Gegenleistung

Finanzierung von Spin-offs

  • Finanzierungsprozess von Pre-Seed bis Post-IPO
  • Wann ist Venture Capital nicht das Richtige?
  • Besonderheiten bei Corporate-Investoren

und vieles mehr, einschließlich einer Checkliste für die Nachgründungsphase und einem Crashkurs zu den relevanten IP-Basics.

Der mehr als 160 Seiten umfassende Guide kann kostenlos hier abgerufen werden.

Datenschutz ab der 1. Start-up-Stunde

Wie lästig anmutender Datenschutz zum echten Wettbewerbsvorteil wird.

Die meisten Gründer*innen denken bei Datenschutz erstmal an Cookie-Banner und Einwilligungen zur Datenerhebung. Dabei steckt viel mehr dahinter. So richtig erfolgreich werden Datenschutzpraktiken erst, wenn jedes Teammitglied auch an die Bedeutsamkeit und Notwendigkeit einer datenschutzfreundlichen Organisation glaubt. Gerade beim Aufbau eines neuen Unternehmens ist es deshalb wichtig, dass das Managementteam eine Vorbildfunktion einnimmt, wenn es um den Datenschutz geht. So wird auch für die Mitarbeitenden deutlich, wie überzeugt die Führungsriege von der Bedeutung des Datenschutzes ist. Im besten Fall zieht dann das ganze Team bei diesem komplexen Thema mit. Und das bringt eine Menge Vorteile mit sich:

  • Konform mit allen Regulierungen: Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist seit einigen Jahren offiziell das gesetzliche Schutzschild der Privatsphäre europäischer Nutzer*innen. Auch in den USA gilt inzwischen der California Consumer Privacy Act (CCPA), der Datenschutzrechte und den Verbraucher*innenschutz in Kalifornien verbessert. Inzwischen gibt es Absprachen, die Bürger*innen aus Europa und den USA gleichermaßen schützen sollen. Es ist also eine rationale und rechtssichere Entscheidung, mit den wachsenden und sich ändernden Datenschutzbestimmungen Schritt zu halten.
  • Niemand traut einem Datendealer: Datenkraken werden meist nur deshalb genutzt, weil ihre Verwendung so weitverbreitet ist. Man denke an die großen Messenger oder sozialen Netzwerke. Da sticht der Netzwerkeffekt die Datenschutzbedenken aus. Ansonsten gilt aber: Je weniger Daten ein Unternehmen von den Nutzer*innen sammelt, desto weniger Daten können missbraucht werden. Gerade bei Start-ups können ein Leak und der damit verbundene Reputationsverlust das Unternehmen massiv schädigen. Kommuniziert das gesamte Team jedoch das Bewusstsein für den Datenschutz klar und deutlich, gewinnt das Unternehmen eine der wichtigsten Währungen beim Markenaufbau: Vertrauen.
  • Datenschutz als soziale Verantwortung: Der Schutz der Privatsphäre ist ein Gesellschaftsthema: Die vielen Skandale von den Snowden-Leaks bis hin zu Cambridge Analy­tica haben gezeigt, wie Daten wirklich missbraucht werden. Sich von solchen Praktiken abzugrenzen, zeugt von einem klaren moralischen Kompass und ist zugleich ein valides Arbeitgeber*innenargument am umkämpften Arbeitsmarkt.

Datenschutz zum Führungsthema machen

Datenschutz hat somit zahlreiche Qualitäten, die Gründer*innen in Betracht ziehen sollten. Nachfolgend ein paar Tipps und Denkanstöße, wie man dem Thema im Unternehmen Priorität einräumen kann.

Authentizität

Gründer*innen können ein datenschutzbewusstes Team nur dann fördern, wenn sie selbst Einsatz zeigen. Kommunizieren Gründer*innen an ihre Teams, dass sie sich persönlich für den Datenschutz einsetzen, fördert das die interne Akzeptanz. Gab es vielleicht einen Aha-Moment, den Gründer*innen im Team-Meeting teilen könnten? Wie stehen die Gründer*innen beispielsweise zu Tracking und Anzeigen, die sie über mehrere Websites hinweg verfolgen? Nutzen sie selbst Browser-­Add-ons mit „Do-not-Track“-Funktion oder Cookie-Blocker? Solche persönlichen Erfahrungen und Einstellung bewegen andere oft dazu, sich bewusster mit dem Thema Datenschutz auseinanderzusetzen. Auch informelle Formate wie ein gemeinsamer Filmabend mit dem Team können Diskussion entfachen – z.B. mit dem Dokumentarfilm „Das Dilemma mit den sozialen Medien“.

Transparenz

Es ist wichtig, das ganze Team auf der Reise zu mehr Datenschutz mitzunehmen und transparent alle Bemühungen, Erfolge und Herausforderungen zu teilen. Wenn es beispielsweise zu einem Datenschutzverstoß kommt, sollte dies das Führungsteam intern rechtzeitig kommunizieren. Aber auch in der Kommunikation nach außen ist Transparenz gefragt: So sollten etwa Datenpannen offen an Benutzer*innen und Partner*innen kommuniziert werden; am besten, bevor etwas schiefgegangen ist.

Generell ist es wichtig, offen und ehrlich in Bezug auf alle erhobenen Daten zu sein, die vorübergehend verwendet, gespeichert oder an andere weitergeben werden. Es stärkt das Vertrauen, wenn Firmen offen erklären, warum welche Daten erhoben und zu welchem Zeitpunkt diese wieder gelöscht werden. Gleichzeitig ist das auch für die Mitarbeitenden eine gute, verbindliche Richtlinie

Verantwortungsvolle Technologien unterstützen

Start-ups haben im Gründungsprozess noch die Wahl, welche Kommunikations-, Zahlungs- und Abwicklungsplattformen und andere Technologien sie für den Einsatz im Unternehmen verwenden. Daher ist die Wahl der Technologieanbieter mit Sorgfalt zu treffen. Meist sind europäische Unternehmen gegenüber US-amerikanischen im Vorteil, da sie der DSGVO unterliegen und näher an den Marktanforderungen sind.

Wandel im Team

Im Tagesgeschäft sind es die Mitarbeiter*innen, die Datenschutzmaßnahmen umsetzen. So fördern etwa interne Datenschutzbeauftragte das Bewusstsein innerhalb eines Unternehmens, sind Expert*innen und Anlaufstelle für ihre Teammitglieder und entwickeln mit der Zeit ein gestärktes Verantwortungsgefühl für das Thema. Um Datenschutz in der Unternehmenskultur zu verankern, können Unternehmen Best Practices für das Tagesgeschäft etablieren. Alltägliche Praktiken wie Zoom-Anrufe sind ein guter Ansatzpunkt: Es ist eine einfache Geste, den Mitarbeiter*innen die Wahl zu lassen, ob sie mit oder ohne Kamera an Meetings teilnehmen. Auch können Gründer*innen auf datensichere Suchmaschinenalternativen hinweisen, Browsererweiterungen empfehlen oder Richtlinien im Umgang mit sozialen Medien anstoßen.

Denkanstöße für alle Unternehmensbereiche

Start-ups und kleinere Unternehmen haben häufig keinen Chief Information Security Officer (CISO), also eine Person, die für die gesamte IT-Sicherheit im Unternehmen verantwortlich ist. Für Start-ups empfiehlt es sich für den Anfang, folgende drei Abteilungen unter die Lupe zu nehmen:

  • Marketing: Marketingexpert*innen setzen oft auf verhaltensorientiertes Targeting. Für sie sind alle Daten, die potenzielle Kund*innen im Internet preisgeben, ein Datenschatz, um gezielt Werbung auszuspielen. Dabei gibt es durchaus erprobte Alternativen. Das Marketingteam kann viele enger mit dem Feedback echter Kund*innen arbeiten und so auf deren direkte Wünsche eingehen – statt abstrakte Daten zu analysieren. Eine weitere Möglichkeit ist die Umstellung von verhaltensbasiertem auf kontextbasiertes Marketing. Eine weltweite Umfrage zeigt: 69 Prozent der Verbraucher*innen sind eher bereit, sich auf Werbung einzulassen, die auf dem Kontext des besuchten Seiteninhalts beruht.
  • Produktentwicklung: Produktentwickler*innen und -verantwortliche sind normalerweise darauf trainiert, so viele Daten wie möglich über das Nutzer*innenverhalten zu sammeln. Ein Denkansatz für sie ist, zu hinterfragen, ob es nicht einen diskreten, datenschutzbewussten Weg gibt, um an der Produktoptimierung zu arbeiten. Eine Möglichkeit sind häufigere Iterationszyklen und Besprechungen im Team sowie mit potenziellen Kund*innen. Eigentlich eine wichtige Grundlage im Design-Thinking-Ansatz. Ein positiver Nebeneffekt: Die vielen Feedbackschleifen führen zu unkonventionellen Lösungen, geben jedem Teammitglied mehr Raum, kreativ zu werden und sich einzubringen – und stärken so das Teamgefüge.
  • Kundensupport: Dieses Team verfügt über viele Informationen, um einen personalisierten Service zu bieten. Aber auch dieses Team sollte sorgfältig abwägen, welche persönlichen Informationen gesammelt werden sollten. Getreu dem Motto: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Fazit

Es zeigt sich: Datenschutz spielt nicht nur in Sachen Rechtssicherheit eine entscheidende Rolle. Der Umgang mit Daten ist eine Frage der Unternehmenskultur, der viele Vorteile mit sich bringen kann. Dabei müssen besonders die Gründer*innen ihr Engagement bei dem Thema vorleben. Denn Datenschutz ist oft nicht die einfachste Lösung, aber eine langfristige Verpflichtung, die auf lange Sicht Früchte trägt. Ein vorbildlicher Umgang mit Daten schafft Vertrauen, zeigt einen stabilen Wertekompass und schützt vor Strafen und Reputationsverlust. So entwickelt sich Datenschutz, sofern alle Teams an Bord sind, von einem bürokratischen Aufwand zu einem echten Wettbewerbsvorteil.

Der Autor Robert E.G. Beens ist Mitgründer und CEO der datensicheren Suchmaschine Startpage sowie Experte und Verfechter des Datenschutzes.

Sechs kreative Templates für deine Jahresplanung

Ob Redaktion, Agentur, KMU - die Jahresplanung dürfte in diesen Wochen viele kreative Köpfe auf Trab halten. Dabei lässt sich mit den richtigen Tools hier ordentlich Zeit und vor allem Nerven sparen. Wir stellen sechs Templates vor.

Der Januar ist gefüllt mit Kick-Off-Meetings, Brainstorming-Sessions und Kampagnen-Konzeptionen. Gerade für kreative Planungsprozesse gilt aber: Bevor es an die Definition von KPIs oder Meilensteinen geht, braucht ein Team erst einmal die Freiheit, verschiedene Ideen durchzuspielen und diese mit den Werten und strategischen Zielen des Unternehmens abzugleichen. Diese Miro-Templates aus dem Community-Hub Miroverse helfen dabei, Ordnung ins kreative Chaos zu bringen – und tragen dazu bei, dass sich alle involvierten Kolleg*innen ideal einbringen können.

1. Lagebesprechung: Die gemeinsame Vision fürs neue Jahr finden

Produkte, Strategien und ganze Unternehmen können sich im Laufe der Zeit auf vielfältige Weise entwickeln. Um langfristig positive Ergebnisse zu erzielen, muss das ganze Team an einem Strang ziehen. Deshalb lautet die Frage: Ist das Mindset des Teams wirklich auf eine gemeinsame, übergeordnete Vision ausgerichtet? Ob der für 2023 eingeschlagene Weg auch langfristig der richtige ist, kann zu Beginn des Jahres auf Basis des Product Vision Canvas (von Miro-Nutzerin Merissa Silk) diskutiert werden. Dieser Workshop führt anhand verschiedener konkreter Fragen zu gezielten Diskussionen über Herausforderungen, Ziele, Bedürfnisse der Belegschaft und vieles mehr – und stimmt das Team so zum Jahresauftakt auf eine gemeinsame Vision ein.

Professionell Daten managen

Wenn es um die Sicherheit der wertvollen Daten geht, können professionelle Dienstleister Gründer*innen und Start-ups effektiv und effizient unterstützen.

Für alle Gründer*innen und Start-ups heutzutage ein Must: eine professionelle Strategie im Umgang mit Daten. Angefangen von der Geschäftsidee über den Businessplan bis zum Aufbau der Firma – immer sind wertvolle Daten und ihr Schutz im Spiel. Wer hier nicht vom ersten Moment an auf ein erprobtes Konzept setzt und die Hilfe erfahrener IT-Spezialisten in Anspruch nimmt, setzt sich einem unnötig hohen Risiko von späterem Datenverlust aus.

Daher setzen viele Unternehmen auf professionelle Dienstleister, wenn es um die Sicherheit der wertvollen Daten geht. Leider gibt es bei EDV-Systemen und Speichermedien keine hundertprozentige Sicherheit. Daher sollte man auf die Hilfe von Profis setzen, dann ist man
für Datenverluste durch einen geeigneten Dienstleister gewappnet. Für einen Gründenden können die Daten auf dem privaten Notebook mit den Vorbereitungen von Monaten genauso wichtig sein wie später die Kundendaten auf einem RAID-HD-System.

Auch für größere Unternehmen ist das Thema Datenrettung einer der wichtigsten Aspekte im Umfeld Daten-Sicherheit und Redundanz. Sehr häufig kommen sogenannte
NAS-Server Systeme zum Einsatz, die von mehreren Nutzern ("Clients") gleichzeitig genutzt werden. Ausfälle können katastrophale Folgen haben und einen großen finanziellen und ideellen Schaden für jedes Unternehmen bedeuten. Bei Datenverlusten ist daher umgehende professionelle Hilfe eines Datenrettungs-Spezialisten notwendig.

Besser als auf Glück setzen: kontinuierliche Daten-Kontrolle

Besser noch als Reaktion erst im Moment, wenn der Datenverlust schon passiert ist, wäre aus unserer Sicht allerdings ein langfristiges, kontinuierliches Daten-Management. Anstatt sich selbst um die sensible Hard- und Software zu kümmern, kann man Managed IT-Service durch MSP auslagern. Man überlässt die Verwaltung und Optimierung der eigenen IT-Systeme einem externen Spezialisten, der sich permanent um die Wartung der EDV kümmert. In der Regel geschieht das aus der Ferne und ohne jegliche Einschränkungen des täglichen Firmenbetriebs.

Je früher man beginnt, sich um die professionelle Verwaltung der sensiblen Daten und Systeme zu kümmern, umso eher gewöhnen sich auch bereits Start-ups daran, von Anfang an Routine bei der firmeneigenen EDV zu gewinnen. Viele machen den Fehler, alles selbst erledigen zu wollen, bis eines Tages das böse Erwachen kommt, wenn die abrupte Umstellung von einer laienhaft aufgebauten Datenverwaltung auf eine professionelle Systemumgebung ansteht. Die hochkomplexe Datenintegration zwischen völlig verschiedenen IT-Systemen stellt in einem späteren Stadium eine große Herausforderung dar und ist meist kostspielig. Daher empfiehlt sich ein professionelles IT-Management vom ersten Moment an.

Rechtzeitig an den Notfall denken

Auf jeden Fall sollte man frühzeitig einen IT-Notfallplan erstellen, bevor der Tag X kommt. Dann ist man zumindest auf das Schlimmste vorbereitet und behält einen kühlen Kopf, wenn es tatsächlich einmal brenzlig wird. Schließlich zeigen die IT-Trends 2023, das uns allen ein schwieriges Jahr bevorsteht. Noch steht alles im Zeichen der Krise. Da hat ein das uns schwerer Datenverlust mit wirtschaftlichen Folgen gerade noch gefehlt.

Wer von der Gründung an direkt mit guten Partnern arbeitet, kann beruhigt schlafen und ist außerdem für die Zukunft bereits bestens gerüstet. Wenn das eigene Unternehmen nämlich Fahrt aufnimmt, hat der/die Inhaber*in meistens keine Zeit mehr, sich um die zeitaufwendige Verwaltung der EDV selbst zu kümmern. Gut, wenn er/sie dies von Anfang an erfahrenen IT-Firmen überlässt.

Was leisten Kundenbindungsprogramme?

Eine aktuelle Studie zu Kundenbindungsprogrammen zeigt unter anderem: Deutsche Konsument*innen lieben Rabatte.

Ob Stempelkarten beim Lieblingsrestaurant, Treuepunkte bei Supermärkten & Co. oder Clubmitgliedschaften bei Lifestyle- und Modegeschäften: Ziel all dieser Angebote ist es, Kund*innen mittels eines für sie relevanten Mehrwerts zu incentivieren und sie so an das eigene Angebot zu „binden“.

Wie dies die Kund*innen selbst erleben, war der Anknüpfungspunkt der Studie von Software Advice, für die im Oktober 2022 eine Online-Umfrage unter 5032 Teilnehmer*innen aus Australien, Deutschland, Frankreich, Spanien und dem Vereinigten Königreich durch, darunter 1012 Konsument*innen aus Deutschland. Die Befragten sind über 18 Jahre alt.

Kundenbindungsprogramme haben auch aus Kund*innensicht eine hohe Relevanz

Während sich viele Unternehmen Gedanken darüber machen, wie sie ihre Kund*innen (noch) besser an sich binden können, ist es natürlich auch wichtig zu verstehen, wie die Kund*innen aus eigener Sicht am ehesten überzeugt werden können, einer bestimmten Marke oder einem Unternehmen treu zu bleiben. So wurden die Studienteilnehmer*innen gefragt, wie für sie am besten die Beziehung zu einer Marke vertieft wird. An erster Stelle („wichtig“ und „sehr wichtig“ zusammengefügt) steht mit 96 % das Preis-Leistungs-Verhältnis, gefolgt von einer langfristigen Produkt- bzw. Servicequalität (95 %). Danach stehen Transparenz (90 %), Innovation (86 %), Nachhaltigkeit (85 %) und der Markenwert (83 %). Doch auch Treueprogramme spielen bei 82 % der Befragten eine wichtige bzw. sehr wichtige Rolle.

Deutscher Handel und Dienstleistungen: Beliebtheit der Kundenbindungsprogramme

Als strategischer Ansatz bieten Kundenbindungsprogramme meist vor allem einen klaren Vorteil für Unternehmen: bestehende Kund*innen zu binden ist in der Regel günstiger und weniger zeitintensiv, als neue Kund*innen zu gewinnen. Und auch die Kund*innen selbst sehen die positiven Aspekte darin. So nutzen 71 % der Befragten aktuell mindestens ein Loyalitätsprogramm, 80 % dieser Gruppe verwenden sogar mehrere. 36 % der Befragten, die Kundenbindungsprogramme nutzen, tun dies zwischen zwei- und sechs mal pro Woche, weitere 36 % nutzen diese zumindest einmal in der Woche. Den beliebtesten Bereich, in dem solche Programme eingesetzt werden, bilden mit Abstand Supermärkte und der Lebensmittelhandel mit 82 %, gefolgt von Kleidung / Schuhen (32 %) und Tankstellen (31 %).