Warenwirtschaftssysteme in Start-ups

Autor: Tobias Ambrosch
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Warum kleine Unternehmen im E-Commerce gleich zu Beginn auf eine smarte Warenwirtschaft (WaWi) setzen sollten.

Webshop-Projekte, egal ob im B2C oder B2B, können schnell sehr komplex werden. Das liegt nicht nur an den Produktdaten, die im Laufe der Geschäftsjahre immer mehr werden, auch Informationen zu Kunden, Geschäftspartnern oder wichtigen Lieferanten nehmen zu. Diese ganzen Daten sollten stets aktuell und für jeden abrufbar sein. Eine manuelle Datenverwaltung reicht hier leider nicht mehr aus, da sie aufwändig und fehleranfällig ist. Darumsetzen vorausschauende Startups und kleine Unternehmen gleich zu Beginn auf eine mitwachsende smarte Warenwirtschaft.

Automatisierung spart Zeit und Kosten - die wichtigsten Vorteile auf einen Blick

Das Warenwirtschaftssystem, kurz WaWi, ist die Software, die in einem Onlineshop maßgeblich zur Erfassung und Verwaltung aller digitalen Daten zum Einsatz kommt. So wissen Mitarbeiter zum Beispiel immer genau, in welcher Anzahl und an welchem Lagerplatz ein bestimmtes Produkt zur Verfügung steht. Sie wissen auch, welche Produkte am stärksten nachgefragt werden und welche eher zu den Ladenhütern zählen. Waren können so auch automatisch nachgeordert werden, so dass keine Bestellverzögerungeneintreten.

Eine solche Automatisierung entlastet vor allem die verantwortlichen Mitarbeiter. Diese haben dank übersichtlichem Dashboard stets Zugriff auf aktuelle Unternehmensdaten, werden bei fehlerhaften Prozessen sofort informiert und können sich dank WaWi wieder stärker dem eigentlichen Kerngeschäft widmen. Gerade das Personal in kleinen bzw. noch jungen Unternehmen muss mitunter mehrere Aufgaben gleichzeitig übernehmen und verliert dank WaWi die eigentlichen Prozesse nicht aus dem Blick.

Mit der WaWi agieren Unternehmen:

  • Fehlerfrei
  • Kostensparend
  • Ressourcenschonend
  • Nachhaltig

Gute Planung ist wichtig - was soll die WaWi leisten?

Das eigene E-Commerce-Projekt starten und vorantreiben – dazu brauchen Unternehmen einen kühlen Kopf und Weitsicht. Denn wer frühzeitig wichtige Systeme wie eine WaWi einbindet, kann sich während einer besonders heißen Wachstumsphase auf das Wesentliche konzentrieren. Für Unternehmen als auch Anbieter solcher Systeme hat sich ein schriftliches Dokument, eine Art Lastenheft, bewährt. In diesem werden alle Anforderungen des Unternehmens an die WaWi festgehalten:

  • Welche Funktionen soll die WaWi zu Beginn haben?
  • Welche Funktionen sind in der nahen Zukunft notwendig?
  • Wie viele Mitarbeiter sollen mit der WaWi arbeiten?
  • Müssen Schnittstellen zu anderen Marktplätzen geschaffen werden?
  • Wie viel Budget steht für die Integration der WaWi zur Verfügung?
  • Wie soll der Support der WaWi funktionieren?

In den Planungsprozess sollten zum einen schon frühzeitig wichtige Mitarbeiter mit einbezogen werden, da diese dann auch mit der WaWi arbeiten müssen. Sie können Impulse geben, welche Aufgaben die WaWi übernehmen soll. Zum anderen müssen Funktionen der WaWi mit eingeplant werden, die erst später integriert werden. Viele Anbieter bieten Zusatzmodule oder Partnerlösungen, die später mit wenigen Handgriffen dem bestehenden System zugefügt werden können. Kostenintensive Individualprogrammierungen entfallen somit.

Ein kurzer Blick auf die Kosten, die die Integration einer WaWi mit sich bringt:

  • Wartung und technischer Support: Dazu können kleine Unternehmen schlanke Lösungen mit dem Anbieter der Software vereinbaren.
  • Server: Neben der klassischen (On Premises-) Software bietet sich besonders für Startups und kleine Unternehmen eine Lösung aus der Cloud an.
  • Individuelle Anpassungen: Einige E-Commerce-Projekte bedürfen spezieller Prozesse. Die Kosten, die dadurch entstehen, sollten im Budget eingerechnet werden.
  • Lizenzen: Lizenzen für den Einsatz der Software können gekauft oder gemietet werden.
  • Weiterbildungen für Mitarbeiter: Personal, das mit der WaWi arbeiten soll, muss entsprechend geschult werden.

Umsatzwachstum vorantreiben: Marktplatzanbindung an Amazon, eBay und Co.

Kleine Unternehmen die nachhaltig wachsen wollen, sollten sich nicht nur auf den eigenen Onlineshop als Verkaufsplattform verlassen. Gerade zu Beginn ist das Budget für Marketing und Werbung noch stark begrenzt. Deswegen sollte der eigene Webshop so früh wie möglich an starke Marktplätze wie Amazon oder eBay angebunden werden. Hier können neue Zielgruppen angesprochen und die Reichweite gesteigert werden.

Die WaWi muss dazu lediglich per Schnittstelle an die gewünschte Plattform angebunden werden. Dabei wird vorher klar definiert, welche Daten verwaltet und gepflegt werden sollen.

Die Vorteile:

1. Zentrale Artikelverwaltung
2. Automatische Erfassung der Zahlungseingänge
3. Automatisierte Änderung aller relevanten Daten (Anzahl Produkte, Versandkosten etc.)
4. Für eBay wichtig: Echtzeit-Übermittlung der Informationen bei Bietprozessen

Datenbewegungen im Auge behalten: Wichtige Fakten zum Import und Export

1. Nachträgliche Integration und Datenimport – Was ist der Unterscheid zwischen Stamm- und Bewegungsdaten?

Wer zum Unternehmensstart noch auf Insellösungen zurückgreift, kommt irgendwann an einen Punkt, an dem die Übersicht über die ganzen Excel-Tabellen verloren geht. Spätestens jetzt sollte eine WaWi integriert werden. Doch was passiert mit den Daten, die bereits vorhanden sind? Diese werden in Stamm- und Bewegungsdaten unterschieden: Stammdaten sind Informationen, die sich selten ändern bzw. konstant bleiben. Diese können problemlos in das neue System übertragen werden. Bewegungsdaten, wie Preise z.B., können sich hingegen kontinuierlich verändern. Bisher gibt es nur wenige Anbieter auf dem Markt, die auch diese Daten problemlos ins neue System spielen können.

Ein wichtiger Tipp: Kleine Unternehmen durchlaufen den Umstieg auf ein neues System mit etwas Vorlauf und einer Test-Migration. Das alte und das neue System werden hier parallel betrieben, Mitarbeiter können sich an die neue Software gewöhnen und es kann geprüft werden, ob wirklich alle Daten problemlos in die neue WaWi übertragen wurden.

2. Datenexport – gezielt, aktuell und einfach

Statt sich Informationen und wichtige Daten händisch aus diversen Dokumenten herauszukopieren, bietet eine WaWi Mitarbeitern den schnellen und unkomplizierten Datenexport. Und zwar nur von den Daten, die sie auch wirklich benötigen, und in dem Format, wie sie es benötigen. Dem Mitarbeiter spart das eine Menge Zeit und er kann sicher sein, dass er stets Zugriff auf die aktuellsten Daten hat.

Fazit: Kleine Unternehmen müssen groß denken

Die wenigsten Unternehmen setzen bereits zum Start ihres Onlineshops auf eine mitwachsende Warenwirtschaft, die zeit- und kostensparend einzelne Prozesse koordiniert. Stattdessen kommen Insellösungen zum Einsatz, bei denen Daten manuell synchronisiert werden müssen. Wächst ein Unternehmen, kommen tagtäglich mehr und mehr Informationen und Daten hinzu. Der Aufwand diese zu pflegen, zu aktualisieren und daraus Erkenntnisse für das eigene E-Commerce-Projekt abzuleiten, steigt enorm.

Wer frühzeitig auf ein mitwachsendes ERP-System mit angeschlossener Warenwirtschaft setzt, hat dagegen alle wichtigen Daten von Anfang an immer im Blick. Egal ob Steuerung der Warenein- und Ausgänge, Lagerverwaltung oder sogar die Kontrolle über Zahlungseingänge und das Mahnwesen, alle Informationen sind stets aktuell und können von jedem verantwortlichen Mitarbeiter angesehen und bearbeitet werden. Einem nachhaltigen und effektivem Wachstum steht damit nichts im Wege.

Der Autor Tobias Ambrosch ist seit 2007 im Marketing der SelectLine Software GmbH tätig. Seine Business-Leidenschaft gehört den Themen rund um Prozessoptimierung in KMU, inkl. Digitalisierung und Industrie 4.0.

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So erkennen Sie Fake-Jobanzeigen auf den ersten Blick

Wenn Sie nach Stellenangeboten im Internet suchen, kann es manchmal sehr schwer sein, echte Stellen von Fake-Anzeigen zu unterscheiden. In diesem Artikel verraten wir Ihnen, woran Sie eine Fake-Jobanzeige erkennen können, und wie Sie sich vor dem Datenklau im Netz schützen können.

Was sind Fake-Jobanzeigen?

Unter einer Fake-Anzeige für einen Job versteht man eine Stelle, die in Wirklichkeit gar nicht existiert. Diese werden oft besonders attraktiv gestaltet und hauptsächlich als Minijob ausgeschrieben, um möglichst viele potenzielle Bewerber zu erreichen. Dabei wollen die Menschen, die hinter den falschen Anzeigen stecken, nur Eines: möglichst viele Daten sammeln. Dabei werden ahnungslose Bewerber auch häufig das Opfer von kriminellen Machenschaften, beispielsweise wenn Bearbeitungsgebühren oder Ähnliches für die ausgeschriebenen Stellen erhoben werden.

Woran erkenne ich eine Fake-Jobanzeige?

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Merkmale von Fake-Jobanzeigen im Internet:

Was Arbeitgebende beim Recruiting beachten sollten

Stelle suchen, Stelle finden, einfach! Ab zum Bewerbungsgespräch, oftmals erfolgreich, zack! Da ist der neue Job. Die Auswahl an Stellenangeboten ist so riesig, man könnte ewig weiterscrollen, Beschreibungen durchlesen und gucken, ob etwas zu einem passt. Die digitale Jobsuche gestaltet sich mittlerweile wie Online-Shopping bei großen Kleidungsherstellern. Welche Art von Stellenanzeigen verstaubt dabei auf der ewigen Vielleicht-Liste? Welche schaffen es in den Warenkorb und an welchen wird direkt vorbeigescrollt?

Je leichter die Jobfindung auf Bewerbendenseite fällt, desto schwieriger haben es Arbeitgebende bei der Erstellung von Annoncen. Wo früher die Kandidat*innen um die Einstellung bangten, kennen sie mittlerweile ihren Marktwert und haben immer mindestens noch einen Plan B und Plan C in petto. Das Bangen hat sich längst auf die andere Seite des Bürotischs verschoben. Fachkräftemangel, Fluktuation und ein steigender Altersdurchschnitt bereiten Geschäftsführenden Bauchschmerzen. Umso stärker bemühen sie sich um richtige Neueinstellungen – Achtung! Der Fokus liegt auf „richtig“, nicht auf „viele“. In dem umfangreichen Angebot und niemals schlafenden Wettbewerb gilt es als Arbeitgebende positiv aufzufallen und herauszustechen.

Wie das gelingt? „Eine pauschale Formel lässt sich dafür leider nicht aussprechen. Wie so oft geht es auch hier um gute Kommunikation und Authentizität.“ lebt das Team von SchnelleStelle.de vor. „Dafür muss der einstellenden Partei einiges im Vorhinein klar sein. Wofür steht unser Unternehmen? Wo wollen wir hin und welches Set an Skills sollten neue Mitarbeitende dafür mitbringen? Diese Fragen muss man sich selbst und den potenziellen Kandidaten konkret beantworten können.“ Das schafft die Grundlage für ein nachhaltiges Arbeitsverhältnis, denn so ist von vorneherein die Vision kommuniziert worden. Dadurch wissen Bewerbende, wo es hingehen soll, und können sich klar werden, ob sie ein Teil davon werden wollen.

Zugegeben, in Zeiten von Wandel und Krisen ist es für Geschäftsführende keine leichte Aufgabe, die Zukunft zu prognostizieren. „Gerade konservative, traditionelle oder großangelegte Unternehmen brauchen viel Zeit für Umstellungen und Neustrukturierungen. Das ist aber keinesfalls ein Manko!“ betont Recruitingexperte Michael Volosinovszki von SchnelleStelle.de. „Wenn eine Firma in einem transformativen Prozess steckt, sehen viele Bewerbende und frische Fachkräfte in solchen Phasen eine Chance auf Mitwirkung und Innovation. Es lohnt sich, das in Aussicht zu stellen.“ Das gleiche gilt für Start-ups. Besonders hier ist der Mitarbeitendenzuwachs essenziell. Der Fokus auf einen qualitativen Einstellungsprozess fehlt jedoch oft. Potenziellen Neuangestellten muss vielmehr die aktuelle Stimmung und Herausforderung vermittelt werden, als theoretische Wunschziele. Daraus lässt sich dann die Authentizität einer Firma herauslesen.

Während die Do‘s im Bewerbungsgespräch also individuell an die Phase und das Image eines Unternehmens geknüpft sind, gibt es ein konkretes Set an Don’ts, das alle Arbeitgebende beim Recruiting vermeiden sollten. Genauer gehen wir auf Fehler beim Start-up-Recruiting ein, die sich auch auf KMUs anwenden lassen. Allerdings liegt ein maßgeblicher Unterschied darin, wie wichtig es für Start-ups ist, wirklich geeignete Mitarbeiter*innen zu finden: Besonders in der Anfangsphase ist die Workload enorm und es müssen ständig Entscheidungen getroffen werden. Somit fällt mehr Verantwortung auf wenige Einzelne. Deshalb ist es unermesslich, dass das Team gut zusammenpasst (die Pressure im Raum lässt sich mit Messern schneiden).

Damit sind wir beim ersten Punkt: Wie kann garantiert werden, dass ein Team gut zusammenpasst? Indem Menschen eingestellt werden, denen ein gutes, menschliches Miteinander wichtig ist. Liegt ihnen die Arbeitsatmosphäre am Herzen, sind sie in der Lage, diese aufrechtzuerhalten, auch wenn es mal zu Konflikten oder Stressphasen kommt. Vor allem bei Neugründungen wird es oft chaotisch. Passende Kandidat*innen wissen das und nehmen es in Kauf – für das Produkt und für das Team. Ob jemand diese Werte teilt, lässt sich nicht an ihrem NC ablesen und auch nicht zwangsläufig im Lebenslauf. Es gilt, die geeignete Attitude anders herauszufinden.

Ein gutes Netzwerk kann dabei helfen. Empfehlungen und Bekanntschaften geben persönliche Eindrücke gut wieder – besser als ein standardmäßiger Einstellungsprozess. Was dabei jedoch nicht vernachlässigt werden sollte, ist der Background-Check hinsichtlich notwendiger Fähigkeiten und ggf. relevanter Erfahrungen. Eine emotionale Verbindung täuscht leider manchmal Qualifizierung vor.

Apropos Netzwerk: Ein weiterer, gewinnbringender Faktor beim Recruiting ist die Streuung von Stellenangeboten auf geeigneten Plattformen und Social Networks. In den sozialen Medien ist der Vorteil, dass das eigene Unternehmen sich über sein Profil und seine Aktivitäten schnell und umfangreich präsentieren kann. Die Eindrücke, die Bewerbende dort bekommen, sind hilfreich, um eine Kompatibilität auszumachen. Jedoch sollten Anzeigen auch ohne Profil auf den sozialen Medien zu finden sein und ein effektives Personalmarketing betrieben werden. Kleinere Jobbörsen und Plattformen sind zugeschnitten auf gewisse Fachbereiche und Branchen – im Gegensatz zu den großangelegten, allseits bekannten Jobportalen. Dort suchen Kandidat*innen, die sich von vorneherein spezialisiert haben, sodass ein Match wahrscheinlicher ist.

Zuletzt lässt sich noch sagen: Lieber früher agieren als später abschmieren. Vor allem in Startups kann es fatal sein, sich zu viel Zeit für die Einstellung neuen Personals zu lassen. Zweifel, Geld, Ego – all das sollte nicht im Weg stehen, um neue Mitarbeitende zu gewinnen. Passende Angestellte können in der Anfangsphase unerwartet hilfreich sein, auch wenn sie die Firma noch nicht lange kennen. Ein weiteres paar Augen, ein frischer Blick und schon sind Probleme schneller bewältigt. Natürlich sollte eine faire Bezahlung nicht ausbleiben. Das ist vielleicht ein Unterschied zum Online-Shopping: The more, the merrier gilt hier nicht. Aber schnelle Entscheidungen tun immer gut.

Cybercrime: Was Gründer*innen wissen müssen und tun sollten

So können sich Start-ups gegen die digitale Gefahr schützen.

Wann immer sich in der Weltgeschichte ein neues Themenfeld auftat, machten sich Kriminelle bereits frühzeitig daran, es für sich zu entdecken und sich anzupassen. Unsere moderne digitale (Geschäfts-)Welt stellt hierbei keine Ausnahme dar. Schon, als das Internet lediglich eine Idee war und es nur firmen- und regierungsinterne Netzwerke gab, drangen bereits Personen illegal ein – sei es aus Vergnügen, krimineller Energie oder als Handlangertätigkeit großer Geheimdienste.

Doch nicht zuletzt aufgrund der mittlerweile extremen Bedeutung des Digitalen für sämtliche Lebens- und Wirtschaftsbereiche und äußerst vielfältiger Angriffsvektoren können viele Kriminelle heute so trickreich vorgehen, dass selbst Sicherheitsexperten Mühe haben, den ständig neuen Maschen zu folgen. Gründer*innen haben es diesbezüglich besonders schwer – dürfen aber keine Nachlässigkeit zeigen, denn es geht buchstäblich um alles.

1. Cybercrime: Ein Blick auf den Stand der Dinge

Cybercrime ist einer jener Dachbegriffe, unter denen sich viele Ausprägungen verbergen. Das BKA als in Deutschland wichtigste damit befasste Strafverfolgungsbehörde definiert diese Kriminalität folgendermaßen:

  • Cybercrime im engeren Sinne (Straftaten, die sich gegen das Internet, Datennetze, informationstechnische Systeme oder deren Daten richten) und
  • Cybercrime im weiteren Sinne (Straftaten, die mittels Informationstechnik begangen werden)“

Verschiedene Thinktanks schätzen den weltweiten Schaden durch Cybercrime im Jahr 2021 auf 6 Billionen (Trillion) US-Dollar. Zum Vergleich: Der gesamte weltweite Handel mit illegalen Drogen wird auf einen Marktwert von ungefähr 400 Milliarden Dollar geschätzt. Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands liegt bei 3,8 Billionen, dasjenige der USA bei 20,9.

Wann immer also digitale Informationstechnik irgendwie in eine Straftat involviert ist, spricht man bereits von Cybercrime. Daher ist das Eindringen in ein Firmennetzwerk zum Zweck des Diebstahls von Betriebsgeheimnissen ebenso Cybercrime wie etwa der Betrieb einer Darknet-Plattform, um illegale physische Güter zu verkaufen.

Dazu einige Zahlen, die verdeutlichen, wie dramatisch die Lage heutzutage aussieht.

2007 gab es in Deutschland lediglich 34.180 polizeilich erfasste Fälle von Cybercrime im engeren Sinn; 2021 war die Zahl auf 124.137 angeschwollen. Im selben Jahr betrug die Aufklärungsquote keine 30 Prozent – bei Mord waren es 94,2 Prozent. Zwischen 2019 und 2021 stieg die Zahl von Angriffen hierzulande um ganze 358 Prozent an; Grund dafür war unter anderem die im Zuge der Pandemie stark gestiegene Bedeutung des Home-Office. 86 Prozent aller Unternehmen vermeldeten Schäden mit einer Rekordsumme von 223 Milliarden Euro – wie gesagt, nur in Deutschland und nur auf Unternehmen bezogen. Was die Opferzahlen anbelangt, gehen die Werte weltweit ebenfalls in die Millionen. Indien, als Rekordhalter, vermeldete für 2021 133,5 Millionen Personen, die Opfer von Cybercrime wurden. In den USA waren es 117,9 Millionen, in Brasilien 71,1 und in Deutschland immerhin 17,7 – bei einer Bevölkerung von zirka 83 Millionen.

Ablauf eines Penetrationstests: Vorteile einer kontrollierten Überprüfung des IT-Systems

Um vorhandene oder potenzielle Schwachstellen im eigenen IT-System zu identifizieren, ist eine kontrollierte Überprüfung des IT-Systems mithilfe eines Penetrationstests sinnvoll. So geht’s.

Wer ein Unternehmen führt und dazu ein eigenes IT-System nutzt, der muss dafür sorgen, dass die darin enthaltenen Daten und Informationen möglichst gut gesichert sind. Ist die Cybersicherheit nicht gewährleistet, könnten professionelle Hacker in die IT-Infrastruktur eindringen und große finanzielle oder auch systemische Schäden anrichten. Um vorhandene oder potenzielle Schwachstellen zu identifizieren, kann eine kontrollierte Überprüfung des IT-Systems mithilfe eines Penetrationstests sinnvoll sein.

Die wichtigsten Begriffe kurz erklärt

  • IT-Infrastruktur: Sie beschreibt die gesamten, in einem Unternehmen genutzten IT-Systeme (materielle und immaterielle Güter, durch die die Verwendung von Anwendungssoftware gewährleistet ist).
  • Netzwerk: Dieses steht in der Informationstechnologie für die Verbindung von mindestens zwei Computersystemen (via Kabel oder Funkverbindung) mit der Möglichkeit des Zugriffs auf die Daten der verbundenen Computer.
  • Pentester: Person, die den Penetrationstest durchführt. Es handelt sich um geschulte IT-Sicherheitsexperten, die über fundiertes, aktuellstes Hackerwissen verfügen.  

Der Penetrationstest – Ablauf der IT-Sicherheitsüberprüfung

Schon vor dem eigentlichen Start des Pentests müssen Auftraggeber und ausführendes Unternehmen zahlreiche Details zum bevorstehenden Penetrationstest klären, um beide Seiten bestmöglich rechtlich abzusichern. Immerhin handelt es sich bei einem Penetrationstest im Grunde um einen Hackerangriff auf die IT-Infrastruktur des Auftraggebers. Diese Phase wird als Scoping (Definition von Leistungsumfängen), Planung oder einfach Vorbereitung bezeichnet.

Der wichtigste Unterschied zu einer realen Attacke besteht darin, dass der Penetrationstest vom Auftraggeber gewollt ist und in einer sicheren Umgebung stattfindet. Um diese zu kreieren, braucht es konkrete Absprachen, etwa zum Umfang des Pentests. Das bedeutet, dass er das gesamte Netzwerk beinhalten oder nur bestimmte Bereiche (z.B. Web-Application oder Cloud) berücksichtigen kann.

Zu den besprochenen Details gehören darüber hinaus beispielsweise die Art des Tests (interner oder externer Pentest), der Zeitraum, in dem der Test durchgeführt wird, erlaubte und nicht erlaubte Methoden, die Klärung der Frage, ob der Test angekündigt wird oder nicht sowie rechtliche Aspekte. Hier stehen vor allem die Eigentumsrechte von Software bzw. Dienstleistungen auf Seiten des Auftraggebers im Fokus. Nur was tatsächlich in seinem Eigentum steht, darf getestet werden, für alles andere muss vorher die Genehmigung des Eigentümers eingeholt werden.

Nach Klärung aller Details und ihrer Festschreibung in einem Dienstleistungsvertrag kann der eigentliche Penetrationstest beginnen. In einem kürzlich veröffentlichten Gastbeitrag hat Dr. Ewan Fleischmann, Gründer und Geschäftsführer der auf Penetrationstests spezialisierten Redlings GmbH beschrieben, wie ein solcher Penetrationstest zur Abwehr von Cyberbedrohungen normalerweise abläuft. Vor allem folgende Schritte sind wesentliche Bestandteile:

  • Sammeln möglichst umfangreicher technischer Informationen zum zu testenden IT-System (Enumeration).
  • Identifikation möglicher Schwachstellen (z.B. Fehlkonfigurationen, Programmierungsfehler, Exploits).
  • Ausnutzung identifizierter Schwachstellen (um herauszufinden, wie weit ein Eindringen ins System möglich ist).
  • „Aufräumarbeiten“ im System (die Beseitigung von möglichen Test-Spuren, sogenannten Artefakten).
  • Analyse & Abschlussbericht (beinhaltet identifizierte Schwachstellen sowie Vorschlägen zu deren Schließung).

Die Ergebnisse des Penetrationstests geben dem beauftragenden Unternehmen die Möglichkeit, sich einen Überblick über Schwachstellen sowie den Istzustand der IT-Sicherheit zu verschaffen. Der Test kann somit als Grundlage für eine Optimierung der unternehmenseigenen IT-Infrastruktur dienen.

Welche Vorteile bietet die kontrollierte Überprüfung des IT-Systems?

Es gibt zahlreiche Vorteile für Unternehmen, die regelmäßige Penetrationstests durchführen lassen. Diese Vorteile beziehen sich nicht alleine auf finanzielle Aspekte, sondern auch auf die Reputation des Unternehmens.

Größere IT-Sicherheit, geringeres Angriffsrisiko

Sie profitieren vor allem von der gesteigerten Sicherheit des eigenen IT-Systems, denn wenn ein Unternehmen seine Schwachstellen kennt und die vorhandenen Sicherheitsperipherien stärkt, wird Hackern das Eindringen ins System nahezu unmöglich gemacht. Ein daraus erwachsender Vorteil ist das geringere Risiko gestohlener Daten oder lahmgelegter Netzwerke. Das Unternehmen schützt durch Pentests letztendlich seine eigenen Werte bzw. seine wertvollste Ressource.

Erhalt von Vertrauen bei Kunden & Geschäftspartnern

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Penetrationstests, die aus ihnen gewonnen Informationen und entsprechend eingeleitete Optimierungen der Cybersicherheit das Vertrauen der Kunden in das jeweilige Unternehmen stärkt. Letztlich wird ein Kunde nur mit einem Unternehmen zusammenarbeiten, bei dem er seine Informationen (z. B. Kundendaten, Zahlungsdaten oder Geschäftsdaten) in sicheren Händen weiß.

Effiziente Überprüfung eigener Sicherheitskonzepte

Mit Penetrationstests lassen sich bereits vorhandene Sicherheitskonzepte überprüfen. Sie zeigen nicht nur Schwachstellen auf, sondern benennen auch besonders effizient arbeitende Sicherheitsmaßnahmen bzw. besonders gut geschützte Bereiche der IT-Infrastruktur. Dies ermöglicht es dem Unternehmen sehr zielgerichtet zu agieren und die IT-Sicherheit an der Stelle zu stärken, an der es notwendig ist.

Mit dem Penetrationstest immer einen Schritt schneller

Eine Besonderheit bei Pentests besteht darin, der der ausführende IT-Sicherheitsexperte über umfassendes Hackerwissen verfügt. Das bedeutet, dass er beim Penetrationstest exakt so vorgeht, wie es ein professioneller Cyberkrimineller tun würde. Dadurch verschafft sich das getestete Unternehmen einen Vorteil gegenüber den Hackern, weil es schnell reagieren und identifizierte Schwachstellen zielgenau schließen kann.

Dies erfordert vom Sicherheitsexperten zwar ein stetiges Dazulernen, denn die Hacker entwickeln immer wieder neue Methoden. Neben den bekannten Mitteln wie Ransomware oder DDoS-Attacken kommt immer häufiger Siegeware (spezielle Schadsoftware zur Übernahme ganzer Smart Buildings) zum Einsatz und auch sogenannte „Deep Fakes“, also unechte Video- oder Audiodateien, bzw. Schatten-ITs sind zu finden. Hier gilt es für den IT-Sicherheitsexperten, sich hinsichtlich aktuellster Trends im Bereich Cyber-Security sowie der neuen Hacker-Methoden umfassend zu informieren und diese auch bei einem Penetrationstest zu nutzen. So wird das Unternehmen in die Lage versetzt, sich mit Gegenmaßnahmen ausreichend auf ein entsprechendes Szenario vorzubereiten.

Kosten für Penetrationstests & Folgekosten

Cyberkriminelle hacken IT-Netzwerke nicht zum Spaß, sondern verfolgen ganz bestimmte Ziele. Durch das Eindringen in die IT-Infrastruktur eines Unternehmens wollen sie Zugang zu Informationen und Daten, um diese zu stehlen und dann zu verkaufen oder gegen ein Lösegeld zurückzugeben. Darüber hinaus platzieren Hacker nur von ihnen selbst zu deaktivierende Schadsoftware, legen mit dieser Teile des IT-Systems oder das gesamte Netzwerk lahm und erpressen Geld vom Unternehmen, nach dessen Erhalt sie die Blockade aufheben. Zu den größten Bedrohungen gehören Attacken auf Systeme, um terroristische Ziele zu erreichen. Das Lahmlegen sämtlicher Kühlsysteme in einem Atomreaktor hätte beispielsweise ungeahnte Konsequenzen, ähnlich denen der Katastrophe im AKW Tschernobyl.

Aus diesen Gründen ist es für Unternehmen sinnvoll, in Penetrationstests zu investieren, denn die Folgekosten in Form von Lösegeld, langwierigen Betriebsausfällen oder gar radioaktiver Verstrahlung ganzer Regionen als Folgen eines erfolgreichen Hackerangriffs wären vermutlich um ein Vielfaches höher.

Mitarbeitergeschenke: Ein Werkzeug zur Mitarbeiterbindung

Kleine Geschenke erhalten nicht nur die Freundschaft, sondern steigern auch die Mitarbeiterbindung, gerade in Zeiten des Fachkräftemangels.

79 Pozent der Mitarbeiter, die kündigten, taten, dies weil sie sich auf ihrer Arbeitsstelle nicht wertgeschätzt fühlten. Mitarbeitergeschenke sind daher ein dabei ein effektives Mittel, um genau diese Wertschätzung zu zeigen und damit die Mitarbeiterbindung zu steigern.

Fehlende Wertschätzung kann der Grund für eine Kündigung sein

Geld ist ein wichtiger Faktor. Doch ist Geld tatsächlich nicht alles und im Berufsleben ist die monatliche Überweisung oft kein Wohlfühlgrund. Fühlt sich ein Mitarbeiter nicht wertgeschätzt, übersehen oder glaubt er, niemand würde von seinen Mühen Notiz nehmen, so ist er eher bereit, den Arbeitsplatz zu wechseln. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist dies ein Problem, denn mitunter sind Fachkräfte rar gesät und scheidende Mitarbeiter lassen sich nicht adäquat ersetzen. Unternehmen müssen also umdenken und die Wertschätzung nicht nur proklamieren, sondern leben. Aber wie funktioniert das?

  • Lob – das ist die günstigste Form der Wertschätzung und wenngleich mit Lob überlegt umgegangen werden sollte, so hilft ein einfaches ›Dankeschön‹ schon weiter. Wer nun als Vorgesetzter noch achtsam ist und Kleinigkeiten bemerkt, der ist auf einem guten Weg der Wertschätzung.
  • Aufmerksamkeiten – ein Mitarbeiter hat sich schier die Haare ausgerissen, um ein Projekt abzuschließen? Oder er hatte es mit einem sehr anstrengenden Kunden zu tun? Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern, dass Sie die Anstrengung wahrnehmen.
  • Geschenke – Mitarbeitergeschenke sind ein wunderbares Zeichen der Wertschätzung.

In Großbritannien fand das Umdenken laut einer Studie der Marketingagentur Worldwide zufolge bereits vor der Coronakrise statt. Unternehmen steigerten hier ihre Ausgaben für Mitarbeitergeschenke demzufolge um satte 44 Prozent.

In Deutschland scheint gerade in Zeiten des Homeoffices die Beliebtheit von Mitarbeitergeschenken in betrieben zu wachsen. Nach Aussage von Johannes Mahlich, Geschäftsführer der auf Werbegeschenke spezialisierten SOURCE GmbH, gibt es immer mehr Anfragen wegen Mitarbeitergeschenken. Während in Vergangenheit Werbegeschenke noch fast ausschließlich für Kunden bestellt wurden, so machen sie inzwischen bereits fast die Hälfte des Umsatzes des Unternehmens aus.

Rechtliche Regelungen rund um Mitarbeitergeschenke

Grundsätzlich können Mitarbeiter abseits des Gehalts Bezüge erhalten. Einmal gibt es die Möglichkeit des Geldbezugs und die des Sachbezugs. Geldwerte Geschenke unterliegen der Versteuerung, sodass von 50 Euro effektiv nach allen Abzügen nur rund 22 Euro beim Mitarbeiter ankommen. Anders verhält es sich bei den Sachbezügen, zu denen Mitarbeitergeschenke zählen:

  • Limitmonatlich gilt ein Limit von 50,00 Euro je Mitarbeiter, im Jahr also 600,00 Euro. Das Limit wurde erst zum Anfang des Jahres 2022 von 44 auf 50 Euro angehoben. Es gibt zudem für betriebliche Veranstaltungen, zu denen Geschenke verteilt werden, zusätzliche Regelungen: 120 Euro im Jahr.
  • Voraussetzungen – damit diese Mitarbeitergeschenke steuerfrei bleiben und nicht zu versteuerbaren Sonderleistungen werden, dürfen sie nicht in Bargeld umgewandelt werden können, ebenso darf es nicht möglich sein, sie via PayPal umzutauschen. Bei Gutscheinen gilt die Devise, dass sie marken- oder produktabhängig sein müssen. Es wäre beispielsweise möglich, einen Gutschein über 50 Euro eines Möbelhauses oder eines Bekleidungsgeschäfts zu verschenken.
  • Besonderheiten – unabhängig von dieser Regelung dürfen Unternehmer einmal jährlich einem Mitarbeiter zu besonderen Anlässen ein Mitarbeitergeschenk in einem Wert von bis zu 60 Euro zukommen lassen. Dies wäre bei Geburtstagen, Hochzeiten, der Geburt des Kindes oder auch bei Prüfungen möglich.

Die vom Unternehmen getätigten Mitarbeitergeschenke laufen übrigens unabhängig von etwaigen Geschenken unter Kollegen. Eine Absprache ist also nicht notwendig, die Kollegengeschenke zählen als Privatangelegenheit.

Je individueller das Geschenk desto größer der Effekt

Umso einzigartiger ein Mitarbeitergeschenk ist, desto stärker zeugt es von der Wertschätzung durch das Unternehmen. Jede individuelle Note offenbart, dass sich der Unternehmer mit dem Mitarbeiter auseinandergesetzt hat und zumindest herausfand, ob oder was ein Mitarbeiter besonders schätzt. Natürlich ist dies in kleinen Betrieben wesentlich einfacher als in Großunternehmen.

So digitalisieren Sie den Prozess des Schenkens in Ihrem Unternehmen

Zugegeben, individuell zu schenken kann mitunter ziemlich aufwendig sein. Das geht los bei der Auswahl des richtigen Geschenkes bis hin zur Übergabe – vor allem, wenn der Mitarbeiter im Homeoffice sitzt. Es bietet sich daher an, eine Plattform wie Giftosa zu integrieren. Hier werden nach Filterfragen bereits Geschenk-Ideen vorgeschlagen. Im Warenkorb haben Sie die Möglichkeit sich einen Link generieren zu lassen, mit dem der Beschenkte den Artikel digital annehmen kann und seine Versandadresse – z.B. das Homeoffice – selbst eingibt.

Auch Geschenkverpackungen, handschriftliche Karten oder Geschenkboxen lassen sich auswählen.

Fazit – die Wertschätzung steht im Mittelpunkt

Mitarbeiterbindung bedeutet mehr, als den Dienstwagen anzubieten oder ein höheres Gehalt anzupreisen. Diese Angebote sind mehr oder minder einmalige Faktoren, die schnell in den Alltag übergehen. Sie haben jedoch nichts mit der Wertschätzung des Mitarbeiters an sich, als Mensch, gemeinsam. Echte gelebte Wertschätzung geschieht im Alltag und halten sich an den Spruch: „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“.

Grundsätzlich ist es nicht notwendig, dass das monatlich zur Verfügung stehende Budget ausgereizt wird. Doch hin und wieder freut sich jeder Mitarbeiter, wenn er ein Präsent oder eine kleine Aufmerksamkeit erhält. Übrigens dürfen solche Mitarbeitergeschenke auch einen Bezug zur Arbeit haben: Ein Gutschein für die Kantine zählt ebenso zu den steuerfreien Sachbezügen.

Für Start-ups: 7 Schritte zum perfekten Webdesign

Wie du Schritt für Schritt ein perfektes Webdesign entwickelst und dabei möglichst wenig von deinem Startkapital investieren musst.

Zu Beginn einer Start-up-Gründung ist Geld oft Mangelware, dennoch sind gerade am Anfang viele Investitionen notwendig. Allen voran zählt der eigene Internetauftritt zu den wichtigsten Marketing-Maßnahmen einer erfolgreichen Unternehmensgründung. Daher erfährst du in diesem Artikel, wie du Schritt für Schritt ein perfektes Webdesign entwickelst und dabei möglichst wenig von deinem Startkapital ausgeben musst.

Schritt 1: Ziele der neuen Webseite definieren

Bevor du dir konkrete Gedanken darüber machst, wie deine neue Webseite aussehen und welcher Inhalt dort platziert werden soll, solltest du die Ziele definieren, die du mit deinem Webdesign erreichen möchtest. Das können zum Beispiel sein:

  • Meine Kund*innen über mein Unternehmen informieren
  • Kund*innen für meine Dienstleistung direkt online gewinnen
  • Produkte in meinem Online-Shop verkaufen

Hast du deine Ziele festgelegt, kannst du darauf basierend entscheiden, welche wesentlichen Funktionen deine Webseite enthalten sollte, wie beispielsweise

  • ein Kontaktformular,
  • einen Online-Shop,
  • eine Bildergalerie oder
  • eine Schnittstelle zu einer Eventbuchungsplattform.

Diese Überlegungen sind sehr wichtig, denn sie dienen als Grundlage für unseren zweiten Schritt.

Schritt 2: Homepage-Baukasten vs. Webdesign-Agentur

Du weißt also nun, welche Ziele deine Webseite erreichen soll und welche Funktionen zwingend notwendig sind. Nun ist es an der Zeit, dass du dich für die Art der Website-Erstellung entscheidest. Denn hier gibt es zwei wesentliche Möglichkeiten, die sich bedeutend voneinander unterscheiden:

  • Webdesign durch einen Homepage-Baukasten
  • Webdesign von einer Agentur
  • Website-Baukästen genießen in Teilen immer noch einen schlechten Ruf – allerdings häufig zu Unrecht! Die Zeiten, in denen die Qualität der Webdesigns mangelhaft, die Funktionsvielfalt eingeschränkt und die Chancen auf gute Google-Rankings gering waren, sind längst vorbei.

Mit einem Website-Baukasten von beispielsweise Jimdo lässt sich ein Internetauftritt schnell, günstig und mit einem flexiblen Design erstellen. Es ist kein hohes Anfangsinvestment notwendig, stattdessen wird monatlich eine Gebühr von wenigen Euro in Rechnung gestellt.

Alternativ lässt sich mit einer Webdesign-Agentur eine Webseite erstellen. Hier liegen die Einmalkosten in der Regel irgendwo zwischen 1.000 und 5.000 Euro, dafür erhält man jedoch häufig ein individuelles Webdesign, das perfekt an die eigenen Bedürfnisse angepasst und flexibler bei der Erweiterung um neue Funktionen ist. WordPress ist hier meistens das CMS der Wahl.

Ob Website-Baukasten oder ein Internetauftritt durch eine Webdesign-Agentur – beide Optionen haben Vor- und Nachteile und sollten abhängig von der eigenen Situation und den definierten Zielen wohl durchdacht werden.

Schritt 3: Inhaltsstruktur erstellen

Bevor es nun an die Entwicklung der Webseite geht, solltest du dir über die Struktur deines neuen Webdesigns Gedanken machen. Folgende Fragen gilt es zu beantworten:

  • Welche Themen möchte ich auf meiner Webseite platzieren?
  • Was sind die Hauptthemen und welche Unternehmen gibt es jeweils?
  • Wie könnte die dazu passende Seitenstruktur aussehen?
  • Welche Inhalte sollten in der Hauptnavigation verlinkt werden?

Die Antworten auf diese Fragen können sich auf den Aufbau und das Design deiner Webseite auswirken, daher sollten sich nach Abschluss der Designentwicklung keine gravierenden Änderungen mehr am Inhalt ergeben.

Übrigens: Die Struktur deiner Inhalte ist auch ein wichtiger Punkt im Rahmen einer erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung. Sollte deine Marketing-Strategie schwerpunktmäßig auch SEO-Maßnahmen beinhalten, solltest du für die Definition deines Contents unter Umständen eine SEO-Agentur zu Rate ziehen, die dich bei einer Keyword-Recherche unterstützt.

Schritt 4: Screendesign oder Mockup erstellen

In Zusammenarbeit mit dem Webdesigner entwickelst du nun ein Screendesign, zum Beispiel mit einem Mockup-Tool, das eine grobe Designstruktur der geplanten Webseite vorgibt. Je mehr Input du der Webdesign-Agentur lieferst, desto schneller kann diese arbeiten – außerdem sparst du so einige Euros. Bedenke dabei die Ziele deiner Webseite, deine Content-Struktur und dein Corporate Design. In der Regel sind mehrere Feedback- und Korrekturschleifen notwendig, bis das finale Designkonzept steht.

Hast du dich für die Homepage-Erstellung mit einem Website-Baukasten entschieden, ist in der Regel kein vorheriges Screendesign notwendig, da du hier aus einer großen Anzahl an Website-Vorlagen auswählen kannst.

Schritt 5: Webdesign umsetzen

Nun ist es an der Zeit, dass die Webdesign-Agentur das erstellte Screendesign in Programmiercode umsetzt. Wird ein vollständig neues Webdesign entwickelt, ist dies mit viel Aufwand verbunden. Arbeitet der Webdesigner mit einem vorgefertigten Premium-Theme und passt dieses nur an, kannst du als Gründer*in viel Geld sparen.

Nutzt du einen Homepage-Baukasten, dann liegt der Arbeitsaufwand auf deiner Seite. Du musst

  • dich für eine Webdesign-Vorlage entscheiden (häufig nach Branchen sortiert),
  • diese nach deinen eigenen Bedürfnissen per Drag-and-Drop anpassen,
  • die Navigation hinterlegen und
  • die Seitenstruktur anlegen.

Wurde das Webdesign erfolgreich erstellt, solltest du dieses in einer Testumgebung ausführlich testen.

Schritt 6: Inhalte erstellen und einpflegen

Basierend auf deiner bereits definierten Inhaltsstruktur muss nun für die jeweiligen Unterseiten der passende Content erstellen werden. Natürlich kannst du hierfür eine Content-Marketing-Agentur beauftragen, kostensparender ist es allerdings, wenn du deine Texte selbst verfasst. Im Internet findest du viele Anleitungen, wie ein guter SEO-Text zu verfassen ist. Für die Grafik-Erstellung kannst du kostenfreie Grafiktools wie z.B. Canva verwenden.

Die fertigen Inhalte werden danach im Content-Management-System wie WordPress oder eben im Admin-Bereich des Homepage-Baukasten-Anbieters eingepflegt. Dazu sind in der Regel keine Programmierkenntnisse notwendig, sodass diese Arbeit auch durch die Gründer*innen selbst vorgenommen werden können.

Schritt 7: Webseite veröffentlichen und bewerben

Sind alle Inhalte korrekt eingepflegt, kann die Webseite live geschaltet werden. Führe daraufhin nochmals ein ausführliches Testing durch, denn häufig haben sich noch irgendwelche kleinen Fehler im Webdesign eingeschlichen.

Nun ist es an der Zeit, deine Webseite bekannt zu machen. Nutze die sozialen Medien, um auf deinen neuen Internetauftritt hinzuweisen. Trage deine Webseite in relevanten Branchenverzeichnissen ein und beschäftige dich idealerweise mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung. Schließlich möchtest du mit deiner Homepage auch bei Google gefunden werden! Möchtest du schnelle Marketing-Ergebnisse erzielen, dann solltest du über das Schalten von Anzeigen per Google Ads nachdenken.

Wie du siehst, ist der Prozess der Webdesign-Erstellung vom Zeitaufwand her nicht zu unterschätzen. Eine Webdesign-Agentur nimmt dir zwar viel Arbeit ab, die Zusammenarbeit mit dieser ist aber auch mit höheren Kosten verbunden als bei der Umsetzung mit einem Website-Baukasten. Am Ende zählt aber das Ergebnis: Ein perfektes Webdesign mit vielen Besucher*innen!

Virtuelle Assistenz: mehr Luft fürs Business

Wie du mit Outsourcing an eine virtuelle Assistenz Freiräume für dein Business schaffen kannst.

Hand aufs Herz, ein eigenes Unternehmen zu gründen, egal ob als Start-up oder Solopreneur*in, ist großartig, aber es gibt auch einige Schatten­seiten. Denn im Mittelpunkt steht nicht nur deine fantastische Idee, sondern auch viel Ausdauer und Zeit, sowie Geld und Personal, weil deine Idee langfristig und gewinnbringend umgesetzt werden will.

Der bürokratische sowie administra­tive Hintergrund wird oft unterschätzt und mit steigenden Umsätzen steigt auch der Aufwand der verwaltungstechnischen Aufgaben. Zusätzlich fehlen auch oft die Fachkompetenzen für die unterschiedlichen Bereiche – so werden vermeintlich kleine Aufgaben zu zeitfressenden Dauerthemen auf deiner To-do-Liste und halten dich von dem ab, was wirklich zählt: die Weiterentwicklung deines Business.

Die Lösung wäre eine Person ohne Festeinstellung, die flexibel auf Abruf wichtige Aufgaben erledigt. Denn ein(e) feste(r) Mitarbeiter*in ist zu Beginn der Selbständigkeit sehr kosten- und zeitintensiv und damit für viele Jungunternehmer nicht zu realisieren.

Outsourcing

Outsourcing ist hier das richtige Stichwort. Als Erstes denkt jede(r) an eine Agentur oder eine(n) Freelancer*in, der/die Grafik- und Marketingthemen übernimmt. Inzwischen ist aber weitaus mehr möglich.

Die Buchung einer virtuellen Assistenz (VA), die in Ländern wie England oder Amerika schon gang und gäbe ist, steckt hierzulande noch in den Kinderschuhen, kann für Solopreneur*innen und Start-ups aber eine interssante personelle Ergänzung sein.

Die Vorteile einer virtuellen Assistenz liegen klar auf der Hand:

  • Unternehmer*innen können sich wieder voll auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und Umsätze steigern.
  • Buchungen sind absolut flexibel und können auf den Bedarf des Unternehmens angepasst werden.
  • Unternehmer*innen haben die vollständige Kostenkon­trolle, denn Lohn- und Lohnnebenkosten entfallen.
  • Eine ortsunabhängige Zusammenarbeit erleichtert das Finden der passenden VA und es müssen weder Räumlichkeiten noch Büroausstattung zur Verfügung gestellt werden.
  • Überfüllte To-do-Listen gehören der Vergangenheit an und können durch eine(n) Partner*in mit einem breitgefächerten Erfahrungsschatz fokussiert abgearbeitet werden.
  • Eine ausgewogenere Work-Life-Balance rundet das Paket ab und ermöglicht durch eine höhere Zufriedenheit mehr Erfolg und Leichtigkeit im Berufs- und Privatleben.
  • Zu guter Letzt arbeiten virtuelle Assistenzen ausschließlich digital und müssen sich täglich an den wandelnden Markt anpassen. Sie sind somit ein Tor für Unternehmer*innen in die digitale Transformation und Automatisierung.

Beliebte Aufgaben, die outgesourct werden können, sind zum Beispiel das Office Management, wie etwa vorbereitende Buchhaltung, Recherchearbeiten, Projektmanagement, Auftragswesen, Pflege und Einführung von Tools oder Prozess­optimierung.

Auch im Marketing können viele Aufgaben delegiert werden. Virtuelle Assistenzen übernehmen die Betreuung von Social-Media-Kanälen, erstellen suchmaschinenfreundliche Webseiten und Wettbewerbsanalysen sowie Grafiken oder unterstützen Unternehmer*innen bei der Planung und Umsetzung von Marketingmaßnahmen und Strategien. Texterstellung- und korrektur sowie Lektorat und Übersetzung von Texten können ebenfalls problemlos an virtuelle Assitenzen ausgelagert werden.

Eine weitere dankbare VA-Tätigkeit ist die Betreuung und Erstellung von Podcasts und Online-Kursen sowie das Anlegen von Newsletter-Kampagnen.

Welche Aufgaben ein Unternehmen letztlich auslagern möchte, ist von mehreren Faktoren abhängig. Dabei sollte sich jede(r) Unternehmer*in die Frage stellen, welche Aufgaben, diese(r) gut kann, gern selbst erledigt und leicht von der Hand gehen. Unternehmer*innen sollten sich im besten Fall ausschließlich mit produktiven Themen beschäftigen und alle notwendigen unproduktiven Themen an eine VA auslagern.

Vertrauen und Professionalität

In unserer digitalen Zeit ist es inzwischen irrelevant, ob man in einem Raum oder an einem Tisch sitz, um ein gemeinsames Projekt zu verwirklichen. Das Einzige, das zwingend stimmen muss, sind die Vertrauensbasis sowie die Werte. Dabei sind eine offene Kommunikation und eine Begegnung auf Augenhöhe elementare Bestandteile einer digitalen Zusammenarbeit.

Besonders wichtig ist ein vertrauensvolles Verhältnis, da du als Unternehmer*in viele Aufgaben, Zugangsdaten sowie finanzielle oder firmeninterne Informationen offenlegst. Frage deine VA bei eurem Kennenlerntermin, wie sie deine Daten und Passwörter speichert und stelle sicher, dass sie einen sicheren Server sowie ein passwortgeschütztes Programm für deine Zugangsdaten nutzt, bspw. LastPass.

Außerdem sollte das Thema Datenschutz ernst genommen werden. So solltest du spätestens bei der Auftragserteilung eine Verschwiegenheitserklärung und einen AV-Vertrag unterzeichnen lassen.

Transparenz und Kommunikation

Zudem sollte eine möglichst transparente Zusammenarbeit gewährleistet werden, was bedeutet, dass man sich auf eine Kommunikationsplattform verständigt, wie zum Beispiel Teams, Trello oder Slack, um dort alle relevanten Informationen zur Zusammenarbeit auszutauschen. Auch sollten die Stunden getrackt und in regelmäßigen Abständen zur Verfügung gestellt werden.

Ein weiteres wichtiges Thema ist das Briefing der virtuellen Assistenz. Denke immer daran, dass die Person nicht in deinem Unternehmen beschäftigt ist und du alle notwendigen Informationen so ausführlich wie möglich bereitstellen solltest. So vermeidest du lästige Rückfragen und deine VA kann direkt mit der Arbeit beginnen und dich entlasten.

Virtuelle Assistenzen rechnen oft mit Stundenpaketen ab. Das heißt, du buchst ein bestimmtes Stundenkontingent, welches du meist im Voraus bezahlst – deine VA arbeitet die an sie/ihn delegierten Aufgaben ab. Für eine langfristige Zusammenarbeit mit fest zugesagten monatlichen Stundenkontingenten solltet du als Planungssicherheit für beide Seiten einen Dienstleistungsvertrag abschließen. So kann die VA feste Zeiten für dich einplanen und du weißt, dass deine externe Arbeitskraft garantiert deine Aufgaben erledigen kann.

Es gibt VA-Portale, die dir Angebote ab 3,50 Euro pro Stunde anbieten. Dabei muss sich jede(r) Unternehmer*in die Frage stellen, was sie/er für qualitativ hochwertige Arbeit bereit ist zu zahlen. Merke: Die meisten Portale vermitteln fremdsprachige Arbeitskräfte ohne Berufserfahrung.

Wie finde ich meine perfekte virtuelle Assistenz?

Du hast mehrere Möglichkeiten: Suche nach deiner virtuellen Assistenz bei Google und Co. oder in Social-Media-Portalen, vorrangig bei Facebook oder LinkedIn. Bei Facebook gibt es diverse Gruppen. Dort können Gesuche von beiden Seiten gepostet werden, ihr könnt euch vernetzen bzw. interessierte VAs werden dir eine Nachricht schicken. Oder suche bei LinkedIn, vielleicht findet sich sogar in deinem vorhandenen Netzwerk eine passende VA, und sende eine Nachricht. Beachte dabei: Auch VAs haben oft Spezialisierungen, sodass es sinnvoll sein kann, sich ein Team von verschiedenen VAs aufzubauen, um alle Bereiche deines Unternehmens professionell abzudecken.

Die Autorin Aline Pelzer ist Gründerin von Deine virtuelle Assistenz. Sie bietet virtuelle Leistungen rund um Office Management, Marketing, Texterstellung sowie Buiness-Road­map-Erstellung.

Briefe digital versenden - 6 Vorteile für Ihr Business

Geschäftsbriefe verschicken geht ab sofort viel leichter. Dafür gibt es das praktische Tool der Deutschen Post, den E-POST MAILER. Er macht die digitale Einlieferung möglich, zugestellt wird in den Briefkasten. Warum sich das für junge Unternehmen lohnt.

Nahezu alle Geschäftsprozesse laufen heute digital – doch wichtige Briefe werden oft noch klassisch versendet. Effizienter geht das, indem man Briefe digital schreibt und sie mit einem Klick abschickt. Die Zustellung erfolgt dann wie gewohnt physisch in den Briefkasten der Empfänger. So sparen Sie Aufwand, Material, Porto und Zeit.

1. Einfach per Mausklick

Für das Versenden von Briefen direkt vom PC aus braucht es nicht viel, eigentlich nur einen Internetzugang. Einfach beim E-POST MAILER registrieren, das Programm herunterladen und es auf dem Computer installieren. Schon ist der digitale Versand der physischen Briefe als eine Option im Druckmenü verfügbar. Sie können darüber beliebige Schreiben versenden: Einzelsendungen genauso wie große Sendungsmengen und Serienbriefe, egal ob Rechnungen oder Kundeninformationen. Auch für die Gestaltung gibt es viel Spielraum: Sowohl individuelle Vorlagen als auch Farbdruck oder beidseitiger Druck sind möglich, zudem gibt es eine Funktion für die Automatisierung von Überweisungsträgern.

Hebelifte – diese Arbeitsprozesse können sie erleichtern

Aus vielen Unternehmen sind Hebelifte nicht wegzudenken. Denn sie erleichtern eine Vielzahl körperlicher Arbeiten und machen Abläufe einfacher, sicherer und effizienter. Aber welche Arbeitsprozesse können Hebelifte im Einzelnen erleichtern, in welchen Branchen macht ein Hebelift Sinn und welcher Hebelift ist wofür geeignet?

Was ist ein Hebelift?

Hebelifte gehören in den Bereich der Handhabungstechnik. Sie haben ihr Einsatzgebiet in verschiedensten Branchen. Vor allem in Industrie und Logistik sind sie zu finden. Auch kleine und mittelständische Unternehmen profitieren von Hebeliften. Beispielsweise werden sie in Handwerksbetrieben häufig genutzt. Mit den Liften können schwere Lasten gehoben, transportiert und positioniert werden.

Dabei gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den einsetzbaren Liften. Und die Lifte sind nicht nur in Bezug auf ihre Funktionen zu unterscheiden. Auch in Qualität und Robustheit gibt es Unterschiede. Für ein müheloses und sicheres Anheben mittels robuster Qualität können Unternehmer einen Hebelift kaufen bei Wienold Lifte – bewährte Industriequalität aus erster Hand ist hier garantiert. Die Lifte funktionieren per Kurbel oder elektrisch und können Lasten bis auf eine Höhe von 8,8 m anheben. Es gibt Minilifte für Lagerarbeiten und besonders starke Montagelifte für Nutzlasten von bis zu 900 kg.

Diese Gründe sprechen für einen Hebelift

Für viele Unternehmen kann es sich lohnen, einen Hebelift einzusetzen – selbst außerhalb von Handwerk und Industrie. Hebelifte können beispielsweise auch in Büros für den Transport von Akten und Dokumenten zum Einsatz kommen oder in Bibliotheken. Auch in Theatern und im Bereich Veranstaltungstechnik sind Hebelifte zu finden. Zu den wichtigsten Gründen für die Anschaffung eine Hebelifts gehören:

  • Körperliche Entlastung für die Mitarbeiter: Ein Hebelift erleichtert nicht nur das Anheben, sondern auch den Transport schwerer Lasten. Sperrige Güter können mit einem geeigneten Hebelift sogar einfacher positioniert werden. Die Wahl besteht dabei in der Regel zwischen einem Lift mit Kurbel und einem Hebelift, der das Anheben von Lasten per Knopfdruck ermöglicht. Für Transporte in einem Bürokomplex genügen in der Regel bereits einfache Kurbelmodelle, um Muskelkraft zu sparen. In Handwerk und Industrie werden gerne auch Lifte mit elektrischem Antrieb eingesetzt. Das Anheben schwerer Lasten – vor allem, wenn es nicht richtig ausgeführt wird, schädigt auf Dauer Muskeln, Gelenke und Skelett. Der Einsatz von Hebeliften schont somit die Gesundheit der Mitarbeiter und beugt Unfällen und Verletzungen vor.
  • Schneller Transport: Hebelifte sparen nicht nur Kraft, sondern auch Zeit. Denn es bedarf deutlich weniger Kraftanstrengung Kisten und andere Lasten von A nach B zu bringen. Damit werden Wege schneller zurückgelegt.
  • Hebelift als Alternative zu Fördertechnik: Ein Hebelift kann eine günstige Alternative zu einer aufwendigen Fördertechnik sein. Dabei bietet der Einsatz von Hebeliften auch noch deutlich mehr Flexibilität. Ein Hebelift kann immer da hingebracht werden, wo er aktuell gebraucht wird und ist leicht zu verstauen.
  • Individuelle Anpassung: Viele Hebelifte lassen sich individuell auf die Bedürfnisse und Ansprüche im Unternehmen anpassen. Die Montage geht dabei meist schnell und einfach.
  • Schonung des Transportguts: Nicht nur die Menschen leiden, wenn Lasten mit Muskelkraft transportiert werden. Tatsächlich fällt viel leichter schon einmal eine Kiste zu Boden oder beim Transport durch Gänge und über Treppen eckt man hier und da an. Manche Güter sind im Transport einfach schwer zu handhaben. Auf einem Hebelift können sie gesichert transportiert werden und möglichen Beschädigungen wird vorgebeugt.

Für jeden Einsatz der passende Lift

Das breite Einsatzspektrum der Hebelifte hängt nicht zuletzt mit der Variationsvielfalt der Lifte zusammen. So gibt es beispielsweise unterschiedliche Fahrgestellvarianten und verschiedene Zusatzoptionen. Abhängig vom Einsatzschwerpunkt können Hebelifte mit austauschbaren Lastaufnahmemitteln wie Kranauslegern und Vakuumhebern ergänzt werden. Dazu kommen Extras wie seitliche Ausleger für mehr Stabilität oder Sicherheitsfallbremsen. Die richtige Hebebühne sorgt dafür, dass unterschiedlichste Materialien sicher gehoben und transportiert werden können.

Mit der richtigen Liftwahl steht einem effizienten und sicheren Transport damit nichts mehr im Wege.

Start-ups aufgepasst – 5 große Cyberbedrohungen

Die größten Cyber-Fallen und was insbesondere Existenzgründer*innen und Start-ups für mehr Cybersicherheit unternehmen sollten.

In früheren Zeiten waren es zumeist große Konzerne, die von Hackerangriffen betroffen waren. Das hat sich in der letzten Zeit deutlich geändert. Auch kleine Betriebe und Start-ups leiden vermehrt unter dieser Gefahr. Diese Zielgruppe ist sogar besonders stark gefährdet, weil die großen Konzerne mittlerweile kostspielige Vorkehrungen getroffen haben. Doch wie können sich Existenzgründer und Start-ups vor solchen Attacken schützen?

Nur Software aus legalen Quellen nutzen

Grundsätzlich agieren Hacker nur in Bereichen, die bereits im hohen Maße digitalisiert sind. Das trifft auf die meisten Start-ups zu, weil es ohne die digitalen Möglichkeiten kaum noch möglich ist, eine Bekanntheit zu erlangen. Doch bei der Beschaffung der Software sollte darauf geachtet werden, dass diese aus einer legalen Herkunft stammt. Bei jedem, der den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, ist das verfügbare Budget zumeist sehr klein. Deshalb wird versucht, alles so günstig wie möglich zu bekommen. Im Bereich der Software wäre es jedoch ein gravierender Fehler. Sämtliche Anwendungen, die für den Betrieb des Unternehmens erforderlich sind, sollten ein hohes Maß an Sicherheit aufweisen.

Schutzprogramme nutzen

Genauso wichtig wie die Betriebssoftware sind auch die Sicherheitsprogramme. Besonders interessant in diesem Bereich sind die Antivirenprogramme. Moderne Lösungen bieten sogar einen mehrstufigen Schutz gegen Ransomware. Dabei handelt es sich um Schadprogramme, die den kompletten PC sperren. Um ihn wieder nutzen zu können, müssen oftmals hohe Lösegelder bezahlt werden. Eine gute Schutzsoftware bietet aber auch Sicherheit vor Trojanern, Keyloggern und anderen gefährlichen Programmen.

Zudem ist eine Firewall unbedingt zu empfehlen. Noch wichtiger ist jedoch ein VPN. Diese Bezeichnung steht für Virtual Private Network. Da die Bezeichnung private in der IT für geschützt steht, handelt es sich um ein gesichertes Netzwerk. Daten, die über eine VPN Verbindung ausgetauscht werden, können von unbefugten Personen nicht mehr abgegriffen werden. Sie werden nicht nur über verschiedene Server umgeleitet, sondern es findet eine starke Verschlüsselung statt. Ein VPN sollte auch immer dann genutzt werden, wenn unterwegs ein offenes WLAN zur Verfügung steht. Dieses ist ungeschützt, sodass es auch von Kriminellen genutzt werden kann.

Vorsicht vor Phishing-Attacken

Eine weitere Masche im Bereich der Cyberkriminalität ist das Phishing. Zumeist erfolgt es über den Versand von E-Mails. Diese können folgendermaßen aussehen:

  • Nachricht von der Bank
  • Interesse an einer Zusammenarbeit
  • Besonders attraktive Angebote

Bei den Nachrichten von der Bank geht es meistens darum, dem Empfänger einen Schrecken einzujagen. Dort steht unter anderem, dass die Zugangsdaten aktualisiert werden müssen, weil sonst eine Kontosperre droht. Im Anhang einer solchen E-Mail befindet sich gleich ein passendes Formular, das nur ausgefüllt werden muss. Auf diese Weise erhalten Betrüger ganz einfach die Zugangsdaten für das Onlinebanking. Dabei sollte jedoch jeder beachten, dass keine seriöse Bank verlangt, in einer E-Mail oder im Anhang Daten einzugeben.

Kommt eine E-Mail mit einem übertriebenen Interesse an einer Zusammenarbeit oder einem unwiderstehlichen Angebot, ist ebenfalls Vorsicht geboten. Auch dann, wenn es keine Aufforderung zur Eingabe von Daten gibt, können solche Mails gefährlich sein. Im Quellcode können sich Keylogger oder etwas ähnliches befinden. Auch wenn es unhöflich erscheint, sollte niemals auf derartige Anfragen geantwortet werden.

Regelmäßige Updates und Back-ups durchführen

Sowohl vom Betriebssystem als auch von den Anwendungsprogrammen sollten regelmäßige Updates durchgeführt werden. Oftmals sind diese bereits voreingestellt. Die Funktion lässt sich jedoch auch deaktivieren. Davon wird gerne Gebrauch gemacht, weil während eines Updates nicht gearbeitet werden kann. Davon sollte jedoch abgesehen werden, weil die Aktualisierungen wichtig für die Sicherheit sind. Sie könnten aber auch auf die Nachtstunden verschoben werden. Dann stört es nicht mehr während der Arbeitszeit.

Zudem ist es empfehlenswert, immer wieder Updates zu machen. Sollte es doch wider Erwarten zu einem Totalausfall kommen, sind die wichtigen Daten nicht verloren. Back-ups sollten jedoch niemals auf der Festplatte des Computers gespeichert sein. Bessere Medien sind diese:

  • Externe Festplatten
  • USB-Sticks
  • DVDs
  • Cloud

Besonders einfach ist die Speicherung in einer Cloud. Dort sind die Daten sicher und können von jedem Gerät wieder genutzt werden.

Sicherer Umgang mit Passwörtern

Für zahlreiche Dienste sind Passwörter sehr wichtig. Bereits beim Start des Rechners wird nach einem Zugangscode gefragt. Zudem muss sich jeder Mitarbeiter in seinen persönlichen Arbeitsbereich einloggen. Des Weiteren werden Passwörter benötigt, um Onlinedienste in Anspruch zu nehmen. Daher verfügt jeder über etliche Zugangsdaten. Diese sollten im besten Fall in einem sogenannten Passwortsafe gespeichert sein und auf keinen Fall im Browser. Zudem ist es wichtig, dass die Zugangsdaten häufig aktualisiert werden. Damit wird es potenziellen Hackern sehr schwer gemacht. Darauf kommt es letztendlich ja auch an. Jeder Existenzgründer sollte sich von vornherein ausführlich mit der Cybersicherheit beschäftigen und diese konsequent in seinem Start-up etablieren.

Winter-Blues & Darkness-Mood

5 Praxis-Tipps, um die kalte und dunkle Jahreszeit positiv zu überstehen.

Die Tage sind schon kürzer. Wer trotzdem noch in die Arbeit fährt geht im Dunkeln aus dem Haus und kehrt im Dunkeln wieder ins traute Heim. Das kann schon auf unser Gemüt schlagen. Wie wir die Wintertage positiv überstehen und daraus etwas entwickeln können, verrät Ihnen Mindset-Experte Philipp Nägele in einem Interview oder Gast-Beitrag.

Es stimmt: zu wenig Sonnenlicht hat negative Auswirkungen auf unser Gemüt. Nicht nur Stimmungsschwankungen sind dann ein Thema, sondern bei andauernder Überlastung im Sinne von zu viel Stress und zu wenig Ausgleich – gepaart mit Sonnenlicht und Bewegung – kann zu Depressionen führen. Nicht von ungefähr kommen die Verstimmungen in genau dieser Winterzeit. Hinzu kommen die weiteren Unsicherheiten seitens des beruflichen Aspektes und der Folgen der Pandemie.

Genau aus diesen Gründen musst du bewusst etwas dagegen tun. Mit diesen 5 Tipps entgehst du dem Blues des Winters und „belichtest“ dein Gemüt positiv.

Tipp Nr. 1: Es gibt noch mehr als nur Business, Essen und Schlafen
Nimm dir am Besten täglich etwas vor. Auch wenn es „nur“ 5 Minuten sind, wie zum Beispiel eine kurze Runde ums Haus, um das Unternehmen zu gehen. Spüre dabei bewusst die Luft, die Helligkeit, den Boden unter deinen Füßen. Vielleicht mal Barfuß durch den Schnee? Das belebt die Sinne! Ob aktiv oder ein paar Seiten in einem guten Buch, ob Zeit mit deiner Familie oder Freund*innen – auch digital! – oder einfach nur für dich: unterbreche den Winterblues und die schnell festgefahrenen Routinen.

Tipp Nr. 2: Gestalte deinen Arbeitsalltag um
Oftmals ist es leichter als gedacht: der Arbeitsalltag lässt sich wunderbar adaptieren, und dein Chef – der du vielleicht selbst bist – hat nichts dagegen. Deine Gesundheit ist dein größtes Gut und wichtig, wenn es um Performance geht. Deshalb könnte ein späterer Arbeitsbeginn oder ein früheres Arbeitsende am Tag möglich sein. Nutze diese Sonnen- und Lichtminuten bewusst in der Natur. Tanke auf, atme durch. Es muss oftmals gar nicht mehr sein. Eine zusätzliche Pause im Arbeitsalltag im Freien birgt ungeahnte Kräfte.

Tipp Nr. 3: Sei bewusst aktiv
Bewegung ist das um und auf. Nicht nur im Sommer, allen voran in der Winterzeit. Denn körperliche Bewegung beeinflusst die geistige Flexibilität. Nicht vergessen: jede Bewegung zählt! Je mehr, desto besser. Vielleicht nutzt du deine Mittagspause mal anders und gehst zwei bis drei Mal die Woche laufen. Ja, auch Spazierengehen hilft! Lt. diversen Studien hat ein Spaziergang nach dem Essen großartige positive Auswirkungen auf Zuckerspiegel, und somit die Müdigkeit und die Kilos auf der Waage.

Tipp Nr. 4: Genieße eine mentale Lichtdusche
Die Wissenschaft zeigt, dass unsere Vorstellungskraft grandioses leisten kann. Für unser Gehirn ist nämlich nicht unterscheidbar, ob wir etwas im realen erleben, oder es nur in unserem Geist, in unseren Gedanken stattfindet. Wichtig ist, dass wir in unseren Gedanken die Dinge so echt und real erleben und empfinden, wie wir nur können. Dabei hilft, wenn wir alle Sinne ins Spiel bringen. Nicht nur was wir sehen, sondern genauso was wir hören, schmecken, fühlen oder riechen, all das ist notwendig, um unser Gehirn auszutricksen. Eine Lichtdusche ist dabei eine Vorstellung, dass wir ganz einfach in Licht ein Bad nehmen. Klingt komisch? Probiere es aus. Wir vermissen die Helligkeit im Leben und in der Winterzeit, also geben wir unserem Gehirn vor, dass genügend davon da ist und wir über die Haut aufnehmen. Die Ergebnisse werden dich überraschen.

Tipp Nr. 5: Wärme ist Willkommen
Ein genüsslicher Tee hilft. Eine Stunde am Kamin oder unter der warmen Wolldecke auf der Couch. Um genau zu sein: alles was wir mit Wärme verbinden, hilft uns in diesem Moment. Damit ist auch die Herzenswärme gemeint, die wir allen voran in der Weihnachtszeit bewusst erleben sollten. Beziehungen sind Wärme, geben uns den Halt und die innere Sicherheit, die wir so dringend brauchen. Und das wird deine Mundwinkel nach oben wandern lassen.

Das Fazit ist denkbar einfach
Bleibe in Bewegung! Geistig, mental wie auch physisch. Der springende Punkt dabei ist, dass du dich bewusst dafür entscheidest, in diesem Bezug etwas zu tun. Wer in dieser Zeit gut auf sich achtet und das eine oder andere Tool und Gedanken wie hier beschrieben nutzt, der/die ist auch im Winter auf der Sonnenseite des Lebens.

Der Autor Philipp Nägele ist seit über 10 Jahren Coach und Experte im Bereich Mindset & Business. In seiner Mindstyle.Academy bildet er dabei Entrepreneur*innen und Start-ups aus.

Lieber Gründen statt Schulbank drücken?

Es gibt immer mehr junge Unternehmer*innen, die ihre Ideen oder Geschäftsmodelle schon während der Schule umsetzen wollen. Doch wie schlau ist es, dafür gleich auch die Schule zu schmeißen?

Garry Lazovskis (17) ist Gymnasiast und Co-Founder der in Frankfurt/Main im Januar 2021 gegründeten SocialSpark UG (haftungsbeschränkt). SocialSpark hilft Unternehmen, sich zielgerichtet und nachhaltig auf Social Media zu platzieren. In seinem schulischen Umfeld hatte Garry immer wieder mit jungen Leuten zu tun, die die Schule vorschnell abgebrochen haben, um eigene Ideen zu verfolgen – und diesen Schritt zumeist im Nachhinein bitter bereuten. Hier sein Plädoyer fürs Gründen mit Weitblick.

Es gibt immer mehr junge Unternehmer*innen, die ihre Ideen oder ihre Geschäftsmodelle schon während der Schule umsetzen wollen. Den Vorsatz finde ich sehr gut und kann ihn nur unterstützen. Doch leider gibt es auch Jungunternehmer*innen, die das Gründen eher als Ausrede nutzen, um nicht mehr in die Schule gehen zu müssen. Was ich davon halte, möchte in diesem Artikel darstellen.

Wie Schulabbrecher*innen argumentieren

Kommen wir erstmal zu den Gründen, warum viele Schülergründer*innen die Schule abbrechen wollen. Das sind die Gründe, die ich am häufigsten von anderen Jungunternehmer*innen zu hören bekam:

Die Doppelbelastung führt zu Zeitmangel und (noch) schlechteren Noten

Viele meiner Gesprächspartner*innen sagten mir, dass sie durch das Gründen einfach viel weniger Zeit zum Erledigen der Hausaufgaben, zum Lernen und allgemein für viele andere schulische Dinge haben. Viele von ihnen legen vor allem am Anfang den Fokus voll auf die Entwicklung des Geschäftsmodells und wollen das natürlich auch voranbringen. Durch diesen Prioritätenwechsel und den zunehmenden Stress werden bei vielen dieser jungen Gründer*innen die Noten schlechter – natürlich kommt dann häufig die Aussage, dass sich das Weitermachen in der Schule so oder so nicht mehr lohnt.

Gleichgültigkeit gegenüber dem Schulsystem

Diesen Grund habe ich früher sehr stark selbst vertreten. Meine Meinung war: Was man mir in der Schule beibringt, bringt mir nichts. Mir war alles egal, denn das Schulsystem war meiner Meinung nach veraltet und hätte mir 0,0 beim Gründen und meinen zukünftigen Plänen geholfen. Viele Jungunternehmer sind sich vor allem in der Anfangsphase sicher, dass ihre zukünftigen Pläne schon in dem jungen Alter feststehen und sich gar nicht mehr verändern werden – dies hat ein Gefühl der Gleichgültigkeit zur Folge.

Die eine Idee oder gar keine

Vor allem am Anfang des Gründungsprozesses sind die meisten Gründer*innen mit maximaler Leidenschaft dabei und stehen zu 100 Prozent hinter ihrer Idee. Manche erzählen mir aber auch, dass ihre Idee die Welt schon jetzt verändern würde und dass sie sich sicher seien, einen großen Erfolg zu landen. Die Realität zeigt: Manche behalten Recht, viele scheitern.

Glamouröse Vorstellungen vom Gründen

Heutzutage gibt es aber auch sehr viele junge Leute auf Instagram, TikTok usw., die mit teuren Uhren, teuren Autos und Co. am Strand posieren. Wir leben in einer Vergleichswelt. Sehr viele Jugendliche werden von diesen Posts beeinflusst und dazu verleitet, ein eigenes Business zu gründen (so wie die anderen es angeblich machen – dafür wird dann häufig mit Online-Kursen, eBooks etc. von den jeweiligen Influencer*innen geworben). Diese Vielfalt an Emotionen und die Honungen, die dadurch entstehen, verleiten einige dazu, ihren Fokus von der Schule komplett auf das angeblich „nützliche“ Wissen aus den Kursen zu lenken.

Das Autoritätsargument

Der letzte und meines Erachtens beliebteste Grund, den junge Gründer*innen für einen Schulabbruch nennen, ist, dass Mark Zuckerberg, Bill Gates usw. doch auch die schulische Ausbildung abgebrochen haben und jetzt Milliardäre sind. Hier gilt: Vorbilder werden angehimmelt – man versucht sich der Sichtweise bzw. des Lebensinhalts jener eher autoritätsfernen Businessstars anzugleichen.

(M)ein Plädoyer für den Abschluss

Warum es meines Erachtens sinnvoll sein kann, trotz einer Gründung weiterhin einen Abschluss (Realschulabschluss, Abitur usw.) anzustreben:

Zeitmanagement hilft bei der Doppelbelastung

Wie schon erwähnt, sagen viele Schülergründer*innen, dass sie aufgrund des Zeitmangels noch schlechtere Noten bekommen. Eigentlich ist mangelnde Zeit in den meisten Fällen lediglich eine Ausrede. Wer sich selbst analysiert, wie viel Zeit er bzw. sie wirklich eektiv für das Business nutzt, erkennt, dass eigentlich gar nicht mal so viel Zeit dafür investiert wird. Die meisten sitzen eher am Handy und entspannen sich, statt wirklich eektiv zu arbeiten. Wenn man also mal das Handy weglässt und mithilfe von To-Do-Listen sowie Morgen- und/oder Abendroutinen arbeitet, schat man es ganz sicher, genug Zeit sowohl für die Schule als auch für das Business zu haben. Es gilt somit herauszufinden, was für unproduktive Aktivitäten einem die Zeit rauben (am Handy sein, mit Freund*innen stundenlang telefonieren etc.). Denn dann kann man mit einer guten Struktur und Planung so gut wie alles unter einen Hut bekommen, auch Business und Schule.

Nicht nur ans Heute denken

Einige Gründer*innen geben sich der Gleichgültigkeit hin, weil sie denken, dass ihre zukünftigen Pläne schon jetzt im jungen Alter feststehen und sich gar nicht mehr verändern werden. Das kann auch so sein, dennoch sollte man auch mal weiterdenken. Sowohl Interessen als auch Werte ändern sich gefühlt jedes Jahr aufgrund von neuen Eindrücken, Erfahrungen etc. und da kann es auch mal passieren, dass man plötzlich nach zehn Jahren vorhat, Medizin studieren zu wollen. Schule ist also natürlich zum Zeitpunkt des Gründens für die meisten gefühlt unnötig und man hat natürlich andere Prioritäten. Es sollte jedoch verstanden werden, dass sich Interessen ändern können und auch Vorteile durch die Schule im Zusammenhang mit dem Gründen gegeben sind: In der Schule geht es um mehr als nur um die Fächer oder das sture Pauken. Man lernt, wie man sich ein Thema erarbeitet, Termine einhält und Verantwortung übernimmt, was einem später beim Gründen enorm weiterhelfen kann. Also sollte man sowohl die Vorteile als auch die Möglichkeit zukünftiger Interessensänderung in Betracht ziehen.

Es gibt nicht nur den einen Weg

Zum Argument der einen, jetzt oder nie zu verwirklichenden Idee bzw. zu ergreifenden Chance: Es kann jederzeit zur Änderung von Interessen/Prioritäten kommen (vor allem in der Pubertät, in der man sich nach einem Sinn im Leben sehnt). Deshalb sollte man immer hinterfragen, ob es jetzt wirklich die eine Idee ist. Und selbst wenn dem so ist, lässt sich das Vorhaben – wie zuvor beschrieben – mit einer zeitlich gut ausgeplanten Struktur (besonders am Anfang des Gründungsprozesses) hinbekommen, oder nicht?

Geld ist nicht alles

Wenn jetzt aber ein(e) Gründer*in sagt, dass er/sie endlich mal Geld verdienen möchte, um was Teures zu kaufen oder um Anerkennung zu bekommen etc., dann sollte diese(r) sich fragen, ob er/sie wirklich aus intrinsischen Gründen eine Idee voranbringen möchte und für den Gründungsprozess bereit ist. Ernsthaftes Business sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Stattdessen sollte man wirklich aus einer reifen Denkweise heraus mit der Gründungsumsetzung beginnen. Letztendlich empfehle ich nicht zu gründen, wenn man wirklich nur das Geld, die teuren Klamotten usw. im Blick hat. Natürlich kann das ein Motiv sein, aber bitte nicht der primäre Grund.

Du bist du

Schlussendlich bleibt noch das oben erwähnte Autoritätsargument. Ich bin ehrlich: Natürlich kann man es auch ohne einen Abschluss zu etwas Großem bringen. Es sind jedoch nur extrem wenige, die das schaen. Mark Zuckerberg, Bill Gates und Co. sind Ausnahmen und gehören zu den wenigen Prozent, die sich etwas weltweit Großes aufgebaut haben. Mein Rat: Man sollte stattdessen lieber auf sich selbst schauen, da es nicht unbedingt empfehlenswert ist, sich mit anderen Leuten zu vergleichen.

Fazit

Letztendlich steht ferst, dass man natürlich viel weniger Zeit hat, wenn man nach der Schule nach Hause kommt und anfängt, an einer Idee zu arbeiten, die etwas verändern soll. Aber viele Gründe, es sich vermeintlich leichter machen zu wollen, sind zum Teil lediglich Ausreden. Vor allem als Gründer*in sollte man immer nach Lösungen suchen, statt nur die Probleme zu betrachten. Es gibt durchaus gute Argumente, den Schulabschluss zu machen und zeitgleich das Gründungsvorhaben zu starten. Spätestens, wenn es mit dem Gründen nicht funktioniert, eröffnet der schulische Abschluss viele Möglichkeiten.

Was ich mit all dem sagen möchte? Ganz klar: Gründer*innen, macht euren Schulabschluss! Ich würde es so gut wie niemandem empfehlen, die Schule abzubrechen. Lediglich ein Prozent der Jungunternehmer*innen, die sich parallel zur Schule ein wirklich festes Standbein aufgebaut haben, von dem sie gut leben können und das längerfristig tragfähig erscheint, sollten es in Betracht ziehen, der Schule den Rücken zu kehren – auch ohne Abschluss.

Zulieferer und Partner finden: 4 wichtige Fragen

Als Gründer zuverlässige und sinnvolle Partner zu finden, kann eine echte Herausforderung sein. Da ist diese tolle Idee, die man so direkt wie möglich umsetzen möchte – doch man hat nicht jeden Arbeitsschritt selbst in der Hand. Stattdessen muss man mit anderen Unternehmen und somit mit Zulieferern zusammenarbeiten.

Da ist natürlich eine gute Sache, das fördert die Wirtschaft und man kann Arbeitsschritte auslagern, die sonst viel Zeit und Aufwand verlangen würden. Allerdings ist es auch alles andere als einfach, Unternehmen zu finden, mit denen man wirklich zusammenarbeiten möchte und die sich als zuverlässiger Partner erweisen. Die folgenden vier Fragen sollte man sich auf jeden Fall stellen, bevor man eine Entscheidung trifft.

Lieber kurzfristig oder langfristig planen?

Bei der Wahl eines Geschäftspartners – eines Dienstleisters oder aber eines Zulieferers – muss realistisch eingeschätzt werden, wie lange die Zusammenarbeit angelegt ist. Denn es gibt für Gründer Situationen, in denen sie nur einmalig oder kurzfristig mit jemandem zusammenarbeiten. Es gibt aber auch die Möglichkeit, von Anfang an langfristig zu planen.

In der Entwicklungsphase eines Produktes kann es beispielsweise so sein, dass man einmalig Einzelteile, Zutaten oder auch fertige Produkte braucht, um zu testen. Dann darf ruhig auf den günstigsten Einzelpreis geschaut werden. Wer allerdings nicht nur einmalig bestellt, sondern eine längere Zusammenarbeit plant, der sollte nicht ausschließlich auf den Preis gucken. Auch Mengenrabatte, Zukunftsorientierung oder Vertrauen sind dann Faktoren. Erfahrung in Krisensituationen oder ein Reparaturservice – wie der Spindelservice von pdsspindeln – dürfen ebenfalls in die Partnerwahl einfließen.

Risiko eingehen oder auf Nummer sicher gehen?

Die Bestellmenge ist bei der nächsten Frage entscheidend: Geht man ein Risiko ein oder plant man lieber sicherer? Diese Frage stellt sich für Gründer vor allem, wenn sie planen, wie viel eines Produktes sie verkaufen werden. Ist der Launch erfolgreich, dann bedeuten zu wenig bestellte Produkte Lieferengpässe, die den Hype bremsen. Läuft es hingegen schleppender an, entstehen Lagerkosten, die die Gewinne drücken.

Das muss bei der Wahl eines Zulieferers bedacht werden. Denn muss eine bestimmte Menge an Produkten abgenommen werden, ist das ein Risiko. Gibt es wiederum begrenzte Produktionskapazitäten, sind fehlende Vorbestellungen ebenfalls problematisch. Planung und offene Kommunikation mit einem Zulieferer sind hierbei besonders wichtig.

Erfahrung nutzen oder Gründer fördern?

Bei der Wahl eines Zulieferers oder Dienstleisters spielt auch eine Rolle, welche Philosophie man verfolgt. Die Zusammenarbeit mit einem traditionellen Familienunternehmen hat den Vorteil, dass man einen zuverlässigen und erfahrenen Partner hat. Dafür greift man aber meist auch tiefer in die Tasche.

Mit anderen Startups, jungen Unternehmen oder Selbstständigen zusammenzuarbeiten, ist etwas weniger zuverlässig, da sich diese meist noch nicht in Krisensituationen bewiesen haben. Dafür können meist bessere Konditionen herausgehandelt werden und man unterstützt sich gegenseitig und knüpft wertvolle Kontakte.

Aus der Region oder international liefern lassen?

Eine große Streitfrage ist und bleibt die nach der Regionalität. Es gibt für beide Seiten der Diskussion gute Pro- und Kontra-Argumente. Regionale Zulieferer haben meist geringe Lieferkosten. Auch die Kommunikationswege sind kürzer – der Besuch der Produktionsstätte oder ein persönliches Gespräch sind viel einfacher zu realisieren. Letztlich spielt auch der Umweltfaktor eine Rolle, denn lange Lieferketten belasten die Umwelt und somit den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens. Regionale Zulieferer bieten allerdings meist weniger gute Konditionen.

Wer national oder international auf Zulieferersuche geht, der kann meist Geld sparen. Denn so lassen sich Preise von Dutzenden Unternehmen vergleichen. Mengenrabatte sind oft Teil des Deals. Ist das Startup auf internationale Märkte fokussiert (oder soll dies mittel- bis langfristig sein) kann das Arbeiten über Grenzen hinweg auch Kredibilität geben. Allerdings ist der ökologische Faktor zu bedenken und man muss damit rechnen, dass Änderungen oder Probleme nicht schnell gelöst werden können.