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Bis zu 150 Prozent Umsatzplus

Ähnliche Erfahrung hat auch Markus Pöhlmann von Monsterzeug.de gemacht. „Wir hatten beispielsweise zu Beginn keine Kreditkartenzahlung im Angebot. Das war ein Fehler. Auch wenn viele Käufer keine Kreditkarte haben oder deren Daten nicht im Netz eingeben wollen, so gibt es doch mindestens genauso viele, die eine Kreditkartenzahlung erwarten.“
Dafür konnten Käufer beim Onlinehandel für Geschenke zu Beginn noch auf Rechnung oder durch Lastschrift zahlen. „Davon sind wir schnell abgekommen“, so Pöhlmann. Zu viele Kunden hätten nicht gezahlt beziehungsweise die Lastschriften storniert. „Wir werden beides aber künftig möglicherweise für Kunden anbieten, die schon mehrfach bei uns eingekauft haben.“
Und Kreditkartenbezahlung hat Monsterzeug natürlich in der Zwischenzeit auch im Angebot. „Hier ist es für Händler sinnvoll, die Anwendung ,Verified by VISA‘ anzubieten, wenn die Kreditkartenbezahlung über VISA möglich ist“, so Himmelreich. Der Grund: Der Nutzer bekommt von VISA zusätzlich zur Kreditkarte ein Passwort. Das muss der Käufer zusammen mit seinen Kreditkartendaten im Netz angeben. Da nur er das Passwort wissen kann, geht VISA davon aus, dass die Karte nicht betrügerisch eingesetzt wurde. „Auch wenn die kreditkartenausgebende Bank das PIN-Verfahren nicht einsetzt, greift die Haftungsumkehr, wenn der Händler bzw. sein Dienstleister dafür zertifiziert ist“, sagt Himmelreich. Mastercard bietet mit Mastercard Secure übrigens ein analoges Verfahren an. Vorteil für die Händler: Es kommt so zu keinen Zahlungsausfällen.

Wie wichtig der Einsatz der richtigen Online-Bezahlsysteme ist, zeigt übrigens eine Studie des E-Commerce-Center-Handels der Universität in Köln aus dem Vorjahr. Demnach erreichen Onlineshops eine Umsatzsteigerung von bis zu 150 Prozent durch den Einsatz geeigneter Bezahlsysteme. „Das ist nicht verwunderlich“, sagt Himmelreich. „Nehmen wir das Beispiel PayPal: Wer auf eBay kauft oder verkauft, hat mit großer Wahrscheinlichkeit ein PayPal-Konto. Und wer sich die Mühe gemacht hat, das einzurichten, will es auch benutzen.“ Dessen sind sich auch Wittrock und Pöhlmann sicher und arbeiten ebenfalls mit PayPal zusammen.

Nicht nur auf die Kosten achten

Bevor sich Onlineshop-Betreiber für die Kooperation mit einem Internet-Bezahldienst entscheiden, müssen sie jedoch genau überprüfen, ob das Produkt zu ihnen passt. „Bei den Bezahlverfahren kommen unterschiedliche Kosten auf die Shopbetreiber zu“, so Himmelreich. Denn damit die Technik funktioniere, bedarf es bestimmter Schnittstellen. Die müssen gegebenenfalls erst geschaffen werden, und das kostet Geld. Auch der laufende Betrieb verursacht Kosten und hinzu kommen dann noch die transaktions- und umsatzabhängigen Kosten pro verkauftem Produkt. „Wer mit einem Internet-Bezahldienst zusammenarbeiten möchte, sollte sich also im Vorfeld genau ansehen, ob die technischen Voraussetzungen gegeben sind und zu welchen Konditionen das Produkt angeboten wird“, sagt Achim Himmelreich.

Die Alternative ist, sich an einen Zahlungsanbieter wie Moneybookers  oder Heidelpay zu binden. Diese sogenannten Payment Provider bieten Geschäftskunden individuelle Lösungen an. Sie schlagen ihnen also beispielsweise vor, welche Bezahlsysteme zu ihnen passen und bedenken auch die Implementierung und die damit verbundenen Konsequenzen. Auch Pöhlmann arbeitet mit einem solchen Komplettlösungsanbieter zusammen. Sein Tipp: „Es ist alles verhandelbar. Natürlich gibt es Listenpreise. Aber es lohnt sich, mit den Anbietern über die Kosten zu sprechen.“ Außerdem seien die Gebühren pro verkauftem Produkt nicht ausschlaggebend für eine Zusammenarbeit. „Viel wichtiger ist, dass die Abwicklung für den Kunden einfach, schnell und sicher abläuft. Denn dann kommt es zu weniger Bestellabbrüchen, und der Käufer kommt wieder.“ Ein weiterer Tipp von Annabel Oelmann – gleichermaßen für Käufer wie Verkäufer: „Lassen Sie sich nicht von Siegeln und Zertifikaten blenden. Die sind letztlich immer nur so gut wie die dazugehörigen Prüfpunkte und die Kontrollen.“

Überblick: Internet-Bezahlsysteme


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Verkaufen ohne Shop: Zahlungen erhalten mit PayPal Open

Sie verkaufen digitale Kunst, Online-Kurse oder Handgemachtes? Dafür ist ein Shop nicht zwingend nötig. Mit Zahlungslinks und Kaufen-Buttons von PayPal erhalten Sie Ihre Zahlungen, wo die Verkäufe entstehen – schnell, sicher und unkompliziert.

Zahlungen empfangen, wo Ihre Community ist

Viele Soloselbständige nutzen Social Media, E-Mails oder Messenger nicht nur zur Kommunikation, sondern auch zur Vermarktung ihrer Produkte. Mit den passenden Tools können sie dort zusätzlich direkt Zahlungen empfangen – ganz ohne Onlineshop oder technisches Setup.

PayPal Open bietet drei flexible Möglichkeiten, Zahlungen zu erhalten:

  • Zahlungslinks, die schnell geteilt werden können, etwa per E-Mail, DM, Post oder QR-Code.
  • Kaufen-Buttons, die sich in eine bestehende Seite integrieren lassen, zum Beispiel in ein Link-in-Bio-Tool oder eine Landingpage.
  • Tap to Pay macht Ihr Smartphone zum Zahlungsterminal (kompatibles Smartphone vorausgesetzt).

Alle Varianten funktionieren schnell, mobiloptimiert und bieten eine vertraute Nutzererfahrung. Damit wird der Ort, an dem Interesse entsteht, direkt zum Verkaufsort.

Zahlungslinks: Vom Post zur Bezahlung in Sekunden

Ein Kauf beginnt nicht im Warenkorb, sondern dort, wo Interesse entsteht: in einem Post, einer Story oder einer E-Mail. Genau hier setzen Zahlungslinks von PayPal an: Sie führen direkt von der Produktinfo zur Zahlung, ohne Umwege über externe Plattformen.

Das ist besonders hilfreich bei:

  • digitalen Produkten
  • E-Book-, Kurs- oder Software-Verkäufen
  • (Online-)Vorbestellungen oder Trinkgeld-Modellen

Ein Zahlungslink erzeugt eine eigene Bezahlseite mit Titel, Preis, Beschreibung und Produktbild. Varianten wie Größen oder Farben sind ebenso integrierbar wie frei wählbare Preise. Versandkosten und Steuern können automatisch berechnet werden.

Der fertige Zahlunglink lässt sich flexibel teilen: per Messenger, E-Mail, Social Media oder als QR-Code auf einem Produktetikett oder Tischaufsteller. Die Zahlungsseite unterstützt gängige Zahlarten wie Kreditkarte, Wallets sowie ausgewählte regionale Methoden wie SEPA-Lastschrift, iDEAL oder Swish – je nach Land und Verfügbarkeit für die jeweiligen Käufer:innen.

Besonders praktisch: Ihre Kund:innen brauchen dafür kein eigenes PayPal-Konto. So können Zahlungen sicher und bequem online abgewickelt werden.

Für Selbständige, die regelmäßig digitale Inhalte verkaufen, ist das eine einfache Möglichkeit, Zahlungen mit PayPal zu empfangen, ohne ein klassisches Shopsystem aufsetzen zu müssen.

Kaufen-Buttons: Ihre Seite wird zur Verkaufsfläche

Wer bereits eine Website oder ein Link-in-Bio-Tool nutzt, kann PayPals Warenkorb- oder Kaufen-Buttons mit wenigen Zeilen Code integrieren. Damit verwandeln Sie eine einfache Landingpage in eine funktionale Verkaufsfläche. Sie erstellen den Button in Ihrem PayPal-Konto und erhalten automatisch den passenden HTML-Code, der nur noch kopiert und in die Website eingefügt wird. Kund:innen klicken, zahlen mit ihrer bevorzugten Methode und der Betrag wird direkt gutgeschrieben.

Sie behalten die volle Kontrolle über Ihre Gestaltung, Storytelling und Nutzerführung und profitieren gleichzeitig von einem verlässlichen Check-out, der hilft Vertrauen zu schaffen. Eine schlanke Lösung für alle, die ihr Angebot online präsentieren und Zahlungen direkt abwickeln möchten.

Mit Tap to Pay ganz einfach vor Ort verkaufen

Neben den digitalen Optionen können Sie auch vor Ort Zahlungen annehmen: direkt über Ihr Smartphone. Mit der PayPal-Funktion „Tap to Pay“ akzeptieren Sie kontaktlose Zahlungen per Karte oder Wallet ohne separates Kartenlesegerät. Alles, was Sie benötigen, ist ein kompatibles iPhone oder Android-Gerät mit NFC-Funktion (Tap to Pay funktioniert auf Geräten mit Android 8.0, NFC-Funktionen und Google Play Services. iOS ab iPhone XS und höher).

Besonders praktisch ist das beispielsweise für:

  • Märkte, Pop-up-Stores
  • Workshops und Live-Events
  • Verkäufe im kleinen Rahmen, bei denen Flexibilität zählt

Gut vorbereiten, dann starten

Gut vorbereiten, dann starten

Die Praxis zeigt leider, dass ein eigener Webshop häufig mit zu wenig Vorbereitung gestartet wird. Deshalb scheitern die ersten Web-Projekte von Neueinsteigern auch häufig oder werden nie fertig gestellt. Gleichzeitig sind die Erwartungen von unerfahrenen Gründern auf schnellen Gewinn mit dem eigenen eBusiness häufig viel zu hoch. Lassen Sie sich deshalb bei der Vorbereitung Ihres Online-Handels unbedingt Zeit, bis Sie auch wirklich umfassende und gute Lösungen, insbesondere bei der Produkt- und Lieferantenauswahl gefunden haben. Und beginnen Sie erst anschließend mit der Umsetzung.

Wie auch im stationären Handel gilt: „Der Gewinn liegt im Einkauf“. Denn ohne entsprechende Konditionen und zuverlässige Handelspartner kann auch ein Online-Handel nicht funktionieren. Vorsicht ist hier insbesondere bei dem als revolutionär angepriesenen Systems des Dropshippings geboten. Zwar sind die Einstiegsrisiken für Gründer hier vergleichsweise gering, die Gewinnaussichten aus unserer Erfahrung jedoch ebenso, häufig sogar unter der Rentabilitätsgrenze.

Fallen Sie auch nicht auf Versprechungen herein, ein funktionierendes Online-Business ließe sich „mal schnell und nebenbei“ aufbauen, wichtig sei nur „gleich zu starten“ – diese Aussage soll Sie ausschließlich zum Abschluss von kostenpflichtigen Verträgen drängen. Erkundigen Sie sich bei Online-Händlern, die bereits erfolgreich über das Internet Geld verdienen, welche Erfahrungskurven diese beim Start gemacht haben. Häufig werden Sie dabei hören, dass es zwei bis drei gestartete Internetprojekte dauerte, bis ein wirklich erfolgreiches Business mit nennenswertem Ertrag in Eigenregie entstanden ist. Halten Sie sich dabei auch vor Augen, dass mit ca. 95 Prozent aller gestarteten Internetprojekte nie ein Euro verdient wird – Sie werden deshalb auch viele gescheiterte „Internetexperten“ antreffen, die Ihnen ein „geht nicht“ vermitteln.

Gleichzeitig gibt es aber unzählige Internet-Unternehmer, die sehr erfolgreich Geld mit Ihrem eBusiness, insbesondere dem Online-Handel, erwirtschaften. Nehmen Sie sich diese gezielt zum Vorbild. Denn haben Sie Ihre Hausaufgaben bei der Vorbereitung gewissenhaft erledigt und einen konkreten Plan, wie Sie Ihren Nischen-Online-Handel Schritt für Schritt aufsetzen, reichen Ihnen aus unserer Erfahrung anfänglich zirka zwei Wochen konzentrierter Arbeit, damit Ihr Online-Shop aufgesetzt, Ihre Produkte ansprechend integriert sind und Sie ihn grundlegend im Netz bekannt gemacht haben.

Zielgenau auf Weniges konzentrieren

Um deshalb beim Aufsetzen Ihres Nischen-Online-Shops schnell zu ersten Erträgen zu kommen und möglichst schon vor den besagten sechs Monaten in die Gewinnzone zu steuern, sollten Sie sich gerade am Anfang auf wenige, aber hoch ertragreiche Produkte konzentrieren. Nicht die Masse an Produkten macht einen erfolgreichen Nischen-Shop aus, sondern Produkte, die individuelle Lösungen passgenau anbieten. Sie benötigen deshalb definitiv nicht mehr als 60 Artikel in Ihrem Shop.

Ein Online-Shop, der im Internet aktuell sehr erfolgreich ist, hat folgendes Rezept: Er hat ganze 20 Artikel im Sortiment. Zwei sehr, sehr gut ausgewählte Artikel für den gezielten Erstkauf, 18 weitere für Folgeverkäufe, Monat für Monat automatisch abverkauft per E-Mail-Newsletter – also ganz ohne Arbeit. Danach ist nicht Schluss: Der Kunde wird nach dem dritten erfolgten Kauf auf einen weiteren, anderen Shop aufmerksam gemacht. Und das passiert auch, wenn der Kunde nach dem Erstkauf auf drei Verkaufsempfehlungen nicht mit einem Kauf reagiert – nur bekommt er in diesem Fall gleich noch einen Einkaufsgutschein für den neuen Shop dazu.

Dass diese unterschiedlichen Nischen-Shops einem Betreiber gehören, wissen nur Insider – doch alle Beteiligten kommen bei diesem Spiel auf ihre Kosten. Verzetteln Sie sich deshalb nicht am Anfang mit hunderten von Artikeln. Wählen Sie daher wenige Artikel gezielt aus und sorgen Sie für individuelle Artikeltexte und ansprechendes Bildmaterial, die Ihre Zielgruppe wirklich begeistern. Haben Sie dabei den Mut, sich von etablierten Shops und deren sterilen Artikeltexten deutlich abzuheben.

Suchmaschinenfreundlichkeit

Damit Ihr Shop nach einiger Zeit in den Suchmaschinen tatsächlich kostenlos auf den ersten Seiten erscheint, ist etwas technisches Wissen über die Funktionsweise von Suchmaschinen nötig. Dieses Wissen müssen Sie bereits in die Grundstruktur Ihres Shops, bei der Anlage von Kategoriestrukturen und den Artikelbeschreibungen einfließen lassen. Nur so wird Ihr Shop den Suchmaschinen auch wirklich „schmecken“ und ganz vorne auf Top-Platzierungen landen.

Viele eCommerce-Gründer legen ihr Augenmerk am Anfang jedoch auf ein möglichst hochwertiges Shop-Erscheinungsbild und lassen einen suchmaschinenfreundlichen Shopaufbau vollkommen außer Acht.  Da dieser die Werbeausgaben eines Online-Shops jedoch über viele Jahre hinweg radikal senken kann, ist er einer der wichtigsten Hebel, um die Rentabilität eines Online-Shops positiv zu beeinflussen. Deshalb gilt: Wollen Sie Ihren Shop komplett selbst aufsetzen, sehen Sie sich den Aufbau und die Struktur von Online-Shops an, die bereits auf Top-Positionen gelistet sind und versuchen Sie, die dahinter liegenden Prinzipien zu verstehen. Einfache, verständliche Literatur für Shop-Einsteiger gibt es bislang zu diesem Thema leider nicht, umfangreiches Expertenwissen dagegen unter dem Suchbegriff „Suchmaschinen-Optimierung“ in Hülle und Fülle.

Da eine falsche Shopstruktur nachträglich jedoch nicht mehr ohne erheblichen Aufwand geändert werden kann, führt Halbwissen eCommerce-Einsteiger in diesem Bereich leicht aufs Abstellgleis. Wie immer bekommen Sie hier ehrlichen Rat von jenen, die von ihren Auskünften nicht finanziell profitieren. Suchen Sie deshalb hier den Kontakt mit einem erfahrenen und bereits seit einigen Jahren erfolgreichen Online-Händler und bitten ihn um Rat – sehr häufig wird er Ihnen empfehlen, für die Anlage der Grundstruktur Ihres Online-Shops professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.