Gründer der Woche: Yumbau – Asia-Food, made in Germany

Gründer der Woche 29/19


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Das Münchner Start-Up Yumbau produziert asiatische Dim Sum und Soßen, an denen die Gründer Ivy Zhang und Kevin Brück zuvor drei Jahre lang getüftelt und geforscht hatten. Mehr über das Food-Business im Interview mit dem Gründer-Duo:

Yumbau ist ein interessanter Mix: asiatische Rezepturen mit westlicher Ernährungskultur. Was genau sind Dim Sum und wie kam es zu der Idee?

Kevin: Ich reise sehr gern, genieße authentische Gerichte und lerne neue Kulturen kennen. Leckeres Essen mit transparenten, echten Zutaten ist für mich sehr wichtig. Nachdem Ivy und ich uns an der Uni kennengelernt hatten, hat sie regelmäßig Dim Sum für mich und weitere Studienfreunde zubereitet. Die haben fantastisch geschmeckt! Dim Sum sind asiatische Teigtaschen, die in Bambuskörbchen gedämpft, manchmal auch frittiert werden und mit den unterschiedlichsten Füllungen serviert werden.

Ivy kommt aus einer traditionellen chinesischen Familie. Jedes Familienmitglied half an den Wochenenden, den Teig zu kneten, die Füllung vorzubereiten, die Dim Sum zu formen und die Soßen zu mischen. Dim Sum repräsentieren die Wärme ihrer Heimat, schöne Kindheitserinnerungen sowie das Gefühl von Glück und Harmonie. Also dachten wir uns, dass es genial wäre, wenn es schon fertige, aber wirklich authentische und natürliche Dim Sum und Soßen ohne Zusatzstoffe auch in Europa zu kaufen gäbe. So war die Idee zu Yumbau geboren!

Dabei war es uns besonders wichtig, dass unsere Dim Sum ohne Zusatzstoffe und Glutamate auskommen und die Zubereitung unkompliziert und schnell geht. Und wir haben festgestellt, dass es eine große Nachfrage an Premium Dim Sum gibt. Immer mehr Menschen möchten sich gesund ernähren, ohne dabei Stunden in der Küche verbringen zu müssen. Wir wollen zeigen: Gesund ist lecker!

Wie habt ihr die drei Jahre Produkt-Entwicklung finanziell gestemmt?

Kevin: Zur Forschung und Entwicklung gehört für uns – neben zahlreichen Versuchen in der Produktionsstätte – auch das Feedback des Marktes. Durch zahlreiche Cateringaufträge und ausgesuchte Feinkost- und Gastronomiekunden bekamen wir durchgehend Feedback zum Entwicklungsstand unserer Produkte. Gleichzeitig generierten wir dadurch auch genug Umsatz, um ”Lean” und gut überlegt diese Periode zu stemmen. Zuletzt erhielten wir noch durch zwei Angel Investoren einen kleinen finanziellen Zuschuss, um den richtigen Standort und ein paar nötige Geräte zu finanzieren.

Dim Sum bedeutet auf Deutsch „Herzerwärmer“. Warum sind eure Dim Sum besondere Herzerwärmer?“

Ivy: „Wir haben mehr als drei Jahre damit verbracht, die richtigen Zutaten, Techniken und Rezepte für unsere Yumbau Dim Sum zu finden und zu entwickeln. Wir prüfen jede einzelne Zutat, kontrollieren, dass sie keinen zusätzlichen Zucker, künstliches Glutamat, Konservierungs- oder andere Zusatzstoffe enthalten. Bei der Herstellung gehen wir keine Kompromisse in Bezug auf Qualität ein, um sicherzustellen, dass die frischen Zutaten zu leckeren Dim Sum führen. So gewährleisten wir, dass jeder Dim Sum, den Sie verzehren, Ihr Herz erwärmen wird.“

Welche Sorten bzw. Geschmacksrichtungen bietet ihr an?

Kevin: Wir bieten drei vegane und drei fleischige Dim Sum an: aromatische Steinpilze & Mu-Err (grün), authentische Aubergine & Trüffel (lila), frische Spinat & Shiitake (orange), saftige Rindfleisch & Chinakohl (rot), würzige Hähnchen & Curry (gelb) sowie klassische Schwein & Weißkraut (weiß) Dim Sum.

Wird es noch weitere Geschmacksrichtungen geben, z.B. etwas Süßes?

Kevin: Wir planen weitere Sorten, z.B. arbeiten wir an einer süßen Sorte mit cremigem Ricotta, Marsala und Goji ohne zusätzlichen Zucker. Ein ganz besonderer Dim Sum, mit dem wir gerade den Weltrekord für den teuersten Dim Sum erhalten haben, ist unser Blue Diamond Dim Sum, welcher durch Kunden in St. Moritz inspiriert wurde.

Eure Dim Sum zeichnen sich dadurch aus, ohne Zucker, Zusatz- und Konservierungsstoffe hergestellt zu werden. Wie bleiben sie ohne diese Stoffe haltbar?

Ivy: Wir produzieren sie mit frischen, natürlichen und schmackhaften Zutaten und frieren sie sofort nach der Produktion ein. Deswegen schmecken sie so frisch, wenn man sie in nur 5 Minuten zubereitet hat!

Woher kommt euer Verständnis für nachhaltige und gesunde Küche? Und auch bei der Verpackung achtet ihr auf Nachhaltigkeit. Wie schafft ihr das?

Kevin: Persönlich habe ich schon immer lieber natürliche Lebensmittel mit transparenten Zutaten eingekauft. Ein wichtiges Motiv für die Gründung von Yumbau war der zunehmende Kunststoffmüll in der Umwelt, vor allem in den Meeren. Ivy und ich wollten als Konsumenten Verantwortung übernehmen und handeln. Wir fragten uns, ob die Welt noch ein schlechtes Lebensmittel und noch mehr Verpackungsmüll braucht. Unsere Antwort lautete: Nein! Die Menschen sind es müde, natürliche Lebensmittel in Plastikverpackungen zu sehen. Unsere Yumbau Dim Sum Verpackungen sind deswegen aus Papier und die Soßen in Glasflaschen.

Yumbau kommt aus eurer hauseigenen Manufaktur. Werden die Produkte handverlesen und verpackt?

Ivy: Ja, Teil unserer Qualitätssicherung ist die Sichtung und Prüfung jedes einzelnen Dim Sum sowie die der Soßenflaschen. Dies wird direkt nach der Produktion gemacht und ein zweites Mal, bevor wir diese per Hand verpacken oder abfüllen.

Habt ihr eure regionalen Partner selbst ausgesucht und kontrolliert ihr die Qualität der Zutaten?

Kevin: Wir werden oft gefragt, wie unser Geheimnis lautet,  dass wir ohne Zucker und künstliche Zusätze solch feine Dim Sum und Soßen anbieten können. Unser Geheimnis ist kein Geheimnis: Wir haben die besten regionalen Partner ausgewählt und benutzen nur handverlesene Ware. Unser Slogan ist: „Qualität, Qualität und nochmals Qualität”.“

Wo kann man eure Produkte kaufen oder bestellen

Ivy: Unsere Produkte sind bisher nur bei ausgewählten Händlern verfügbar. So bieten wir sie bei unserem Partner „Käfer Feinkost“ und „Rewe City Dell" in München, „Rewe Stanislawski & Laas“, „Rewe Glasmeyer“, „Rewe Ide“ und „Edeka Niemerszein“ in Hamburg sowie „Kaufhaus Lestra” in Bremen an. Wir planen für dieses Jahr, in vielen weiteren Märkten vertreten zu sein und geben laufend Updates auf unserer Website. Wir wollen erreichen, dass gesundes chinesisches Essen für alle zugänglich ist.

Und last but not least: Was ratet ihr anderen Food-Gründern aus eigener Erfahrung?

Kevin: 1. Nicht alle Probleme auf einmal lösen und einen Schritt nach dem anderen machen.
Ivy: 2. Geht auf den Markt zu und tretet auf Events und kleinen Messen auf, obwohl die Produkte oder Service nicht perfekt sind. Wenn es perfekt ist, bedeutet es, dass es zu spät ist.
Kevin: 3. Befolge nicht alle Ratschläge von Experten. Du musst auch deinem Bauchgefühl vertrauen.

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Gründer*in der Woche: Bone Brox - Superfood Knochenbrühe

Die Berliner Bone Brox GmbH will uns aktiv auf unserem Weg zu einem gesünderen Leben, mehr Wohlbefinden und Vitalität begleiten. Und zwar mit holistischem Wissen, funktionalen Lebensmitteln sowie natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln, inspiriert durch Tradition und Wissenschaft. Was damit genau gemeint ist, erfahren wir im Interview mit den Foundern Jin-Woo Bae und Konrad Kaspar Knops.

Wie habt ihr beiden Founder euch kennengelernt und seid ihr auf die Idee gekommen, aus der alt bekannten Knochenbrühe ein modernes Produkt zu kreieren?

Konrad: Uns verbindet die Liebe zu Kampfkunst – ich war selbst einige Zeit im Shaolin und später im Wudang Tempel. In Berlin traf ich dann Jin. Er lehrte WingTsun bzw. Crossfit. Und bereits am ersten Tag der Begegnung wusste ich: Wir haben eine große Reise vor uns! Wir unterhielten uns viel über Gesundheit und Ernährung und plötzlich war die Idee geboren.
Jin: Bei meiner Mutter gab es jede Woche eine gute koreanische Kraftbrühe. Brühe gehört für mich – wie Kimchi – zum Essen einfach dazu. Als ich dann Konrad traf, erzählte er mir eine ganz ähnliche Geschichte. Wie er bei Fieber und Erkältung immer eine Hühnerbrühe ans Bett bekommen hat. Wir haben mit Hunderten Menschen über ihre eigenen Erfahrungen gesprochen und wissen: Fast jeder verbindet die Kraftbrühe mit einer wohligen, geborgenen Erfahrung im Elternhaus. Das war für uns Grund genug etwas so Starkes, aber dennoch Vergessenes wieder den Menschen zugänglich zu machen.


Was ist das Wertvolle an sich an Knochenbrühe?

Konrad: Uns interessiert an der Knochenbrühe vor Allem das Kollagen. Unser Körper befindet sich ständig in einem Zustand der Regeneration. Der Stoffwechsel repariert pausenlos kleine Verletzungen, die im Alltag oder beim Sport entstehen. Kollagen unterstützt jene Regenerationsprozesse. Zudem fördert es die gesamte Struktur deines Körpers. Ohne Kollagen kann der Stoffwechsel keine Knochen aufbauen. Gelenke brauchen Kollagen für die Bildung von Knorpel.

Was waren die wichtigsten Steps von der Idee bis zu eurem fertigen Produkt?

Jin: Alles begann in einem 2 Liter Topf in meiner damaligen Praxis. Meine Patienten waren auch die, die sich immer wieder Gläser der Brühe mitnahmen, weil sie selbst keine Zeit hatten für 18h welche zu kochen. Natürlich stießen wir schnell an unsere Grenzen und fragten eine kleinere Produktionsküche. Hier waren die Töpfe schon 70 Liter groß, aber als wir zum Spaß ein Glas an die Jury des in der Bio Branche renommierten Next Organic Awards eingeschickt haben und diesen dann sogar gewonnen hatten… hat das natürlich niht mehr ausgereicht. Seitdem kochen wir unsere Brühen in mehreren 5000 Liter Kesseln mit Abfüll- und Etikettiermaschinen. Allerdings waren hier die Wechsel von 2 auf 70 auf 5000 Liter nicht immer einfach, da schließlich auch große Aufgaben der Logistik dahinterstehen. Glücklicherweise haben wir uns von Anfang an auf starke Partner fokussiert. Ohne diese wären Themen des Procurement und des Fulfillment nicht professionell möglich gewesen.
Konrad: Wir persönlich waren zudem ein Fan von MVP – Minimum Viable Product. Das ist die einfachste Konfiguration eines Produkts, die ein Benutzer testen und bewerten kann. So haben wir experimentel herausgefunden, was dem Kunden genau schmeckt, bzw. für welche Zwecke er die Brühe überhaupt einsetzt. Wir fanden so z.B. heraus, dass viele unserer Kunden die Brühe bei Darmbeschwerden einsetzen. Unsere Schlussfolgerun war nun diese auch mit digitalen Produkten bei ihren Themen zu unterstützen.

Science4Life prämiert Innovationen in Life Sciences, Chemie und Energie

105 Einreichungen beim Science4Life Businessplan-Wettbewerb. Im Jahr 2021 steht hinter besonders vielen Geschäftsideen ein digitales Geschäftsmodell.

Grüner Ersatz für Kunststoff, eine App für Demenzprävention und Biogas als regelbare Quelle erneuerbarer Energien – Science4Life hat die besten Geschäftsideen aus Life Sciences, Chemie und Energie prämiert. Science4Life e.V. ist eine unabhängige Gründerinitiative, die bereits 1998 als Non-Profit-Organisation ins Leben gerufen wurde. Initiatoren und Sponsoren sind die Hessische Landesregierung und das Gesundheitsunternehmen Sanofi. Einmal jährlich richtet die Initiative bundesweit den größten Businessplan-Wettbewerb für die Branchen Life Sciences, Chemie und Energie aus.

Die 105 eingereichten Beiträge spiegeln aktuelle Trends aus den Branchen wider, denn mehr als der Hälfte aller eingereichten Ideen liegt ein digitales Geschäftsmodell zugrunde. Besonders der Bereich Digital Health wächst weiterhin. Die beiden geschäftsführenden Vorstände des Science4Life e.V. sind überzeugt von den Innovationen der Start-ups: „Die teilnehmenden Teams forschen und entwickeln Lösungen am Puls der Zeit. Sie erkennen nicht nur aktuelle Probleme, sondern können auch schnell und agil auf diese reagieren“, sagt Dr. Jens Atzrodt, Director R&D Country Operations bei Sanofi in Deutschland. „Der Trend zu Einreichungen mit digitalem Hintergrund setzt sich auch in diesem Jahr fort. Das ist ein klares Zeichen, dass vor allem die Start-up Szene Innovation in der Branche vorantreibt“, bekräftigt Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführer der hessischen Wirtschaftsfördergesellschaft Hessen Trade & Invest.

Das sind die prämierten Start-ups und ihre Lösungen

Beim Science4Life Venture Cup überzeugte das Team von Cell2Green aus Rostock mit ihrem grünen Ersatz für Kunststoff: Die biologisch basierten und abbaubaren Cellulosefolien sind eine umweltfreundliche Alternative für die Verpackungsindustrie. DNTOX aus Düsseldorf bietet mit seiner tierversuchsfreien und auf menschlichen Zellen basierenden Analyse eine kostengünstige Alternative zu Tierversuchen. Sie wird eingesetzt, um die Sicherheit von Chemikalien für die Entwicklung des frühkindlichen Gehirns zu untersuchen. Ein neues Textil aus Hanffasern entwickelt das Team hinter LOVR aus Darmstadt: LOVR ist lederähnlich, ohne Plastik, vegan und reststoffbasiert. Mit memodio entwickelt das gleichnamige Team aus Potsdam die weltweit erste therapeutische App zur Demenzprävention auf Basis eines evidenzbasierten und individualisierbaren Therapieprogramms. Hinter dem RooWalk aus Berlin steckt eine persönliche Geschichte: Die 5-jährige Nichte von Mitgründer Benjamin Pardowitz lebt seit ihrer Geburt mit Zerebralparese – die vom Team entwickelte elektrisch unterstützte Gehhilfe ermöglicht und fördert die erweiterte Bewegungsfähigkeit von Kindern mit körperlichen Einschränkungen.

Unter den Einreichungen beim Science4Life Energy Cup wurden die Teams von BioCore, der everyone energy und KD Pumpen prämiert. BioCore aus Garching nutzt Biogas um die unstete Stromversorgung aus Wind- und Sonnenenergie auszugleichen und zu speichern und ermöglicht erstmals wirtschaftlich darstellbar negative Treibhausgasemissionen im Großmaßstab. everyone energy aus Berlin hilft dabei, Tausende neue Energiewende- Projekte zu realisieren, indem Endverbraucher und Lösungsanbieter durch vollautomatisierte Energieberatung gezielt zusammengebracht werden. Das Team von KD Pumpen aus Balve und Dortmund entwickelt ressourcenschonende Pumpentechnik für die Umwelt- und Entsorgungsindustrie. Dank patentierter Technologie und Predictive Maintenance kann der Lebenszyklus von Pumpen um 300 bis 600 Prozent verlängert und der Wirkungsgrad um bis zu 30 Prozent gesteigert werden.

Die fünf top Teams der Ideenphase des Science4Life Venture Cup 2022:

  • Cell2Green (Rostock)
  • DNTOX (Düsseldorf)
  • LOVR (Darmstadt)
  • memodio (Potsdam)
  • RooWalk (Berlin)

Die drei top Teams der Ideenphase des Science4Life Energy Cup 2022:

  • BioCORE (Garching)
  • everyone energy (Berlin)
  • KD Pumpen (Balve / Dortmund)

Ab sofort beginnt die Konzeptphase und alle Start-ups können ihr Geschäftskonzept oder Read Deck bis 14. Januar 2022 online unter www.science4life.de einreichen – auch wenn sie nicht an der Ideenphase teilgenommen haben.

Gründer*in der Woche: Aulios - übersetzt Sound in Licht

AULIOS übersetzt Sound in Licht und kreiert die weltweit erste Software zur vollautomatisierten Erstellung soundbasierter Lichtshows in Echtzeit für Clubs, Konzerte und Festivals. Mehr über die innovative Idee der Gründer Alexander Gerick und Marius-Julian Marx und die Anwendungsmöglichkeiten im Interview mit Marius-Julian.

Wann und wie seid ihr auf die Idee zu AULIOS gekommen?

Ursprünglich brauchten wir nur ein wenig Party Beleuchtung für Alex 18. Geburtstag und wollten die Smart Lights von Phillips Hue dafür verwenden. Die Sound-Licht-Synchronisation war jedoch so schlecht, dass wir uns dazu entschlossen, etwas Eigenes zu entwerfen. Es verging dann eine Menge Zeit, in der wir dieses Vorhaben nur unregelmäßig verfolgten. Als wir dann nach unserem Umzug nach Berlin mit DJs und Clubbesitzern in Kontakt kamen, entstand schließlich die heutige Idee zu AULIOS.

Was waren die wichtigsten Steps von der Idee über die Gründung bis zur fertigen Software im Testeinsatz?

Nach dem Slash Hackathon im Oktober 2020 haben wir angefangen, unser Vorhaben ernster zu nehmen. Wir bekamen sehr positives Feedback für unser Vorhaben, Sound und Licht für den Smart Home Bereich zu synchronisieren. Es folgte eine Menge Recherche und wir wollten einen intelligenteren Smart-Home-Brand entwickeln, welcher sämtliche Konkurrenzprodukte im Smart Home Bereich bei weitem übertreffen würde. Dieses Vorhaben änderte sich, nachdem wir mit einigen erfahrenen Investoren gesprochen und verstanden hatten, dass eine Hardware-fokussierte Firma hinsichtlich der Wachstumsgeschwindigkeit und dem Grundkapitalbedarf einige erschwerende Aspekte aufweist.

Ungefähr zu diesem Zeitpunkt kamen wir dann auch mit DJs in Berlin in Kontakt, welche unsere Idee cool fanden und uns immer wieder fragten, weshalb wir so etwas denn nicht für Clubs entwickeln. Dieser Punkt, an dem wir herausfanden, dass Lichtshows immer noch manuell erstellt werden, regte uns dazu an, von dem Smart-Home-Vorhaben abzulassen und uns komplett auf eine B2B-Lösung zu fokussieren.

Wie habt ihr die Startphase und damit auch euch selbst finanziert?

Wir hatten ein wenig Geld angespart, aber der herausforderndste Teil war es, ein Team zusammenzustellen, ohne das Geld zu haben, diese zu bezahlen und ohne Investoren zu einem Zeitpunkt reinzuholen, an dem die Vision hinter AULIOS noch nicht klar und fortgeschritten genug war, um vernünftige Konditionen zu bekommen. Wir wussten, dass unser Vorhaben nicht durch Alex und mich allein realisiert werden konnte. Wir motivierten daher Mitstudenten, uns bei der Entwicklung der Software zu helfen, indem wir ihnen – anstelle einer Bezahlung in Form von Geld – die Möglichkeit boten, ihr Studium voranzubringen und gleichzeitig in einem Projekt zu arbeiten, das einem klar erkennbaren Sinn folgt. Seit Beginn unseres Projekts halfen uns rund 15 Studenten – einige werden auch weiterhin bei AULIOS bleiben und hoffentlich auch bald als erste Mitarbeiter der AULIOS GmbH bezahlt werden können.

Nun zu AULIOS: Was ist das Besondere an eurer Software? Wie hebt ihr euch von anderen Lösungen in diesem Kontext ab?AULIOS ist die weltweit erste Software, welche komplexe Lichtshows basierende auf Sound vollautomatisiert erstellen kann. Anstelle eines Lichtjockeys oder Lichttechnikers wird nur ein Computerprogramm benötigt, um die entsprechende Lichtshow zu erstellen und dies geschieht zudem noch in Echtzeit. Wir können damit Kosten für Veranstalter senken und gleichzeitig die Qualität der Lichtshows deutlich verbessern. Zudem ist AULIOS rund um die Uhr Einsatzbereit und immer nur einen Klick entfernt

Gründer*in der Woche: Mondoo - die Cybersecurity-Experten

Mondoo ist ein junges DevOps-Sicherheitsunternehmen, das von Soo Choi-Andrews, Christoph Hartmann und Dominik Richter gegründet wurde. Das Start-up mit Sitz in Berlin und San Francisco will die Art und Weise, wie Cybersecurity in Unternehmen organisiert wird, vollkommen umkrempeln. Wie, das erklären uns Christoph Hartmann und Dominik Richter im Interview.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, Mondoo zu gründen?

Die Idee hinter Mondoo basiert auf unserer über zehnjährigen Expertise beim Betreiben und Bereitstellen von sicheren Infrastrukturen. Durch unsere Erfahrung bei der Deutschen Telekom haben wir bereits 2014 das Open-Source Projekt https://dev-sec.io/ gegründet, welches Server automatisch und sicher konfiguriert.

Trotz Automatisierung ist es sehr komplex sich einen fundierten Überblick über die Sicherheitslage der eigenen Infrastruktur zu verschaffen. Nicht nur fehlt oft die notwendige Information über die Sicherheitsrisiken, vielmehr erschwert diese Situation auch die Abstimmung der Teams untereinander und die Priorisierung von Aufgaben, die das eigene Unternehmen zu bewältigen hat. Als Reaktion auf diese Situation haben wir Vulcano Security und InSpec – als Open-Source-Projekt – gegründet. Mit InSpec konnten wir Compliance-Anforderungen automatisch verifizieren. Damit etablierten wir neue Standards wie den Policy-as-Code in der Industrie. Insbesondere internationale Banken und Versicherungen nutzten unser Produkt, um kontinuierlich Compliance-Reports zu erstellen.

Allerdings hat sich die Welt in den letzten Jahren stark gewandelt. Wir sehen, wie Unternehmen unter der steigenden Komplexität und verschiedenartiger Tools begraben werden; gleichzeitig aber dennoch nichts gegen Schwachstellen im Sicherheitssystem tun können. Unsere Mission ist einfach: Entwickler und Sicherheitsteams zusammenzubringen, sie mit einem gemeinsamen Ziel vereinen, um skalierbare effiziente – und vor allem sichere Lösungen zu schaffen. Es gibt immer mehr Technologien und verschiedenste Cloud-Umgebungen, die es immer komplexer machen, die Heterogenität effektiv zu managen. Daher reichen spezielle Silo-Tools nicht mehr aus. Vielmehr ist es von größter Dringlichkeit, eine einheitliche Sichtweise über verschiedene Infrastrukturen hinweg bereitzustellen.

Was waren die wichtigsten Meilensteine seit der Gründung im Jahr 2020 bis zum Launch eurer Plattform?

Häufig sind existierende Tools für spezielle Umgebungen optimiert, helfen jedoch nicht einen gesamtheitlichen Überblick zu erhalten. Von Anfang an war unser Ziel, Nutzer dabei zu unterstützen, Informationen über Ihre IT-Infrastruktur zu erhalten. Dies ist ein komplexes Unterfangen und deshalb haben wir von Beginn an mit Design-Partnern zusammengearbeitet, um Mondoo als DevOps-Security-Platform für die gesamte IT-Flotte bereitzustellen.

Wir glauben, dass Produkte intuitiv nutzbar sein müssen. Daher haben wir im zweiten Schritt aktiv daran gearbeitet, Mondoo so einfach wie möglich zu gestalten. Dadurch können sich unsere Nutzer auf das Lösen von erkannten Schwachstellen fokussieren.

Was ist das Besondere an eurer Technologie, und was unterscheidet sie von bestehenden Konzepten?

Wir sehen zwei Trends in der Industrie: Zum einen den Trend zur immer schnelleren Bereitstellung von neuen digitalen Produkten. Zum anderen die wachsende Komplexität durch heterogene Technologien. Unternehmen wollen die beste Technologie für ihren konkreten Anwendungsfall nutzen. Daher sehen wir es als wichtig an, Sicherheit in existierenden DevOps- und Automatisierungsprozesse zu integrieren. Mondoo funktioniert perfekt mit Infrastructure-as-Code-Produkten wie Terraform oder Ansible und erlaubt daher eine sehr schnelle Einbindung.

Durch die flexible Auswahl der besten Technologien, nimmt eben auch die Komplexität zu. Mit Hybrid / Multi-Cloud, Virtual Machines, Container, von AWS über Kubernetes bis hin zu VMware ist alles vertreten und relevant. Wir wollen Unternehmen helfen diese Komplexität zu managen. Deshalb ist Mondoo darauf optimiert, sich in diese Produkte integrieren zu lassen.

Das Ziel ist, dass Nutzer sich auf die wichtigen Fragen konzentrieren können: Wie sicher ist meine Infrastruktur? Welche Risikoquellen muss ich im Auge behalten? Wie kann ich als Team den Sicherheits-Reifegrad verbessern?

Wer sind eure Kund*innen?

Wir arbeiten mit DevOps- und Security-Experten zusammen. Die Zusammenarbeit mit Pentestern und Zertifizierern hat uns geholfen, Mondoos Policy-Engine gegen typische Angriffsszenarien zu testen. Durch die Einbindung von Mondoo in CI/CD-Plattformen können Sicherheitsrisiken erkannt werden bevor sie in produktiven Systemen auftreten.

Ihr habt vor Kurzem den erfolgreichen Abschluss einer Series-A-Finanzierungsrunde in der Höhe von 12 Mio. US-Dollar bekannt gegeben. Was ist mit dem vielen frischen Kapital geplant?

Wir werden damit im Wesentlichen den Aufbau unseres Teams in Deutschland und den USA vorantreiben. Dies erlaubt uns, unser Produkt weiterzuentwickeln und auf dem Markt zu etablieren.

Euer Ziel ist es, ein neuer globaler Marktführer im Bereich der Cybersicherheit zu werden. Wann soll es so weit sein und was sind die größten To Do's auf eurer strategischen Roadmap?

Wir freuen uns vor allem eine Community aufzubauen, welche gemeinsam die schwierigsten Herausforderungen hinsichtlich sicherer Infrastrukturen angeht. Wir glauben, dass Information zum Konfigurieren von sicheren Infrastrukturen aktuell schwer zugänglich sind. Um Security-by-Design zu fördern, müssen Informationen frei verfügbar sein. Wir durften bereits in der Vergangenheit erfahren, was Wunderbares passiert, wenn man mit Menschen aus der ganzen Welt an einem gemeinsamen Ziel zusammenarbeitet. Wir wollen dies nun auch für Cybersicherheit aufbauen. Ihr könnt uns mithelfen und unserer Community auf Discord beitreten.

Und last but not least: Was ratet ihr anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung?

Erstens: Die Frage wird nicht sein, ob ihr Fehler macht, sondern wie schnell ihr aus ihnen lernt. Dabei ist es immer hilfreich den Fokus auf Nutzer und Kunden des eigenen Produktes zu legen. Mit Kunden zu arbeiten, ihre Expertise in das Produkt einfließen zu lassen und dadurch wiederum die tägliche Arbeit der Kunden zu verbessern, dazu können wir nur raten.

Zweitens: Die Zusammenarbeit mit anderen klugen Köpfen erweitert immer den eigenen Horizont. Als Teil eines Teams etwas gemeinsam zu erschaffen, bereitet viel Freude und lässt einem auch schwierige Zeiten besser durchstehen. Wir haben über die Jahre viele Freunde fürs Leben gewonnen.

Hier geht's zu Mondoo

Das Interview führte Hans Luthardt

Gründer*in der Woche: Golixxo – die erste Groupware-Lösung nach europäischen Sicherheitsstandards

Die Plutus GmbH, gegründet von Andre Braun und Marko Kraemer, bietet digitale Infrastrukturen und fokussiert auf eine anhaltende digitale Transformation in sämtlichen Lebensbereichen. Mit Golixxo haben die beiden jungen Gründer nun die erste Groupware-Lösung nach europäischen Sicherheitsstandards gelauncht. Mehr dazu im Interview mit Andre und Marko.

Wann und wie seid ihr auf die Idee zu Golixxo gekommen?

[Marko]: Uns ist aufgefallen, dass es europaweit keinen einzigen Anbieter gibt, der ein vergleichsweise ähnlich ausgeprägtes Produktportfolio in einer einzigen App integriert und anbietet. Außerdem werden in europäischen Unternehmen für die Kommunikation oftmals amerikanische Systeme und Dienstleister genutzt. Unserer Meinung nach fehlt eine europäische Alternative. Ganz wichtig ist bei der Entwicklung natürlich, dass die europäischen Datenschutz- und Sicherheitsstandards berücksichtigt werden, nicht nur über die ausschließliche Nutzung europäischer Server. Deshalb sind wir auf die Idee gekommen, mit Golixxo die europäischen Sicherheitsanforderungen und die Erwartungen unserer Kunden zu verbinden, um so Digitalisierung grundsätzlich in Unternehmen und Europa zu vereinfachen.

Was waren die wichtigsten Steps von der Idee bis zum Launch eurer Softwarelösung?

[Marko]: Genau genommen haben wir ja verschiedene Angebote. Ob das Plutus für die mittelständischen Unternehmen ist, MeineStadt.digital als Lernplattform im kommunalen Umfeld oder eben Golixxo als Softwarelösung in der Breite. Und bei allen Ideen lassen wir uns zunächst von den Kundenbedürfnissen leiten. Seien wir doch mal ehrlich, den meisten geht es um Einfachheit und Sicherheit. Deswegen setzen wir genau an diesen Punkten an: Wir prüfen, welche Ansätze am meisten Mehrwert liefern, und dann arbeiten unsere Coder die besten Ansätze aus und führen sie zu unseren eigenen zusammen. Dass wir dabei on track bleiben, dafür sind Andre und ich permanent im Dialog mit unseren Kunden. Die sind faktisch Teil des Prozesses. Und so ist der Launch dann eigentlich nur noch Vollzug der Idee.

Was genau ist und kann Golixxo?

[Andre]: Golixxo bietet eine Software für die Optimierung interner Kommunikation und vereint mehrere Funktionalitäten, wie beispielweise Videocalls, Internettelefonate, den Emailverkehr, einen Kalender, ein interner Chat und auch ein Drive-System. Mit der Zeit sollen immer mehr Tools hinzukommen. Golixxo fasst also mehrere Apps zusammen und vereinfacht so die interne und externe Interaktion eines jeden Unternehmens. So wird ein wesentlicher Teil eines Unternehmens digital transformiert – und zwar jegliche Austauschprozesse. Im zweiten Schritt sparen die Mitarbeiter vor allem Zeit: Informationen können schneller verbreitet und Daten einfacher und sicherer geteilt werden. Das Ganze funktioniert sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem Desktop eines Computers.

Start-up Guerilla Aktion in München geplant

Pigtie will das Sparverhalten der jüngeren Generationen revolutionieren und damit zugleich die uns drohende Altersarmut bekämpfen. Mit im Programm: eine coole Guerilla Aktion in München am 22. Oktober 2021.

Pigtie ist ein von Maximilian Klinke und Christian Maksymiw frisch gegründetes Start-up aus München. Das Gründerteam hat eine Smartphone-App für iOS und Android entwickelt, die Studierende, Berufseinsteiger*innen und junge Erwachsene aller Art (also die Gen Y und Z) befähigt, die Finanzplanung in die eigene Hand zu nehmen. Hierbei bietet das Start-up durch den Pigtie Aufrunden-Service einen konkreten Einstieg in die Finanzplanung und begleitet die Nutzer*innen in der App zum ersten ETF-Investment & darüber hinaus.

Guerilla Aktion - so what?

Gemeinsam mit der W&S Epic GmbH, eine Berliner Kreativagentur, arbeitet das Gründerteam aktuell eine Awareness Kampagne mit "Titelseiten-Potenzial" aus. Das Konzept ist einfach: Pigtie will auf den hohen Wert des Kleingeldes, das Pigtie-Nutzer*innen durch den Aufrunden-Service in der App sparen, aufmerksam machen. Das Motto: Kleingeld ganz GROSS machen!

Als sichtbares Zeichen wird das Team am 22. Oktober 2021 mit einer riesigen 1-Cent-Münze alle signifikanten Orte der Münchner Innenstadt besuchen. Unten findest du einen Routenplan, wie das Ganze ungefähr aussehen wird. Der Start erfolgt ca. 10 Uhr am Sendlinger Tor und endet voraussichtlich am letzten Routen-Stop um 17 Uhr.

Mehr Infos zu Pigtie findest du hier

Apeleon: Nächster Schritt des Flugtaxis im Wettlauf um die Lufthoheit

Apeleon hat vor über einem Jahr erste Testflüge erfolgreich absolviert. Nun gelang dies erstmals auch mit der dritten Generation ihres Flugtaxis.

Das österreichische Startup Volare entwickelt ein senkrecht startendes und landendes Flugzeug unter dem Namen Apeleon. Gegründet im Oktober 2017 unter Founder und CEO Andreas Fürlinger, lag dem Unternehmen stets die Vision nahe, das Fliegen in den Alltag zu integrieren und Orte schneller miteinander zu verbinden.

Neue Flugkonzepte

„Und das ohne die Hindernisse der heutigen Luftfahrt und ohne die Probleme des bodengebundenen Verkehrs“, präzisiert Fürlinger. „Hierzu braucht es neue Luftfahrzeuge.“ Es war genau dieser Wunsch und die Faszination Fliegen im Allgemeinen und der Reiz an Herausforderungen zu arbeiten, die den Gründer angetrieben haben, neue technische Lösungen, konkreter: neuartige Flugzeugkonzepte, zu erarbeiten.

„Das hat bereits vor vielen Jahren begonnen. Es ist tatsächlich so, dass mich die Luftfahrt bereits seit meiner Kindheit fasziniert, es begann mit Modellbau über Paragleiten zum Motorflug und zur Berufspilotenausbildung. Mein technisches Studium, ich habe Maschinenbau studiert, habe ich auch bzw. gerade wegen meiner Faszination für das Fliegen auf den Schwerpunkt Luftfahrt ausgerichtet. Ich bin jetzt seit gut zehn Jahren als Ingenieur in der Luftfahrt verankert und hatte die Möglichkeit an spannenden Projekten mitzuwirken“, so Fürlinger weiter.

Apeleon hat den ersten Testflug schon einige Zeit hinter sich. Frühere Demonstratoren sind bereits vor über einem Jahr in die Lüfte abgehoben. Die letzten Monate jedoch hat das Startup intensiv an Testflügen mit dem neuesten Demonstrator der dritten Generation gearbeitet. Und, Fürlinger nach, wichtige Erkenntnisse erzielt: „Wir haben damit bereits eine gute Basis für unsere nächste Phase, die Entwicklung des vollmaßstäblichen Prototyps geschaffen. Dafür sind wir zurzeit auch auf der Suche nach Investoren“, sagt er.

Viele Variablen noch offen

Der Apeleon-Gründer, der sein Flug-Taxi als Luftfahrzeug mit Tragflächen klassifiziert und es damit von „little range“-Multikoptern abhebt, erwartet – unter Berücksichtigung verschiedenster Aspekte, wie etwa technische Entwicklung des Luftfahrzeuges, Schaffung und Erweiterung von Regularien, Infrastrukturaufbau und letztendlich auch gesellschaftliche Akzeptanz – einen Start des kommerziellen Betriebs von einzelnen Strecken ab 2025.

„Wir verfolgen ein Konzept mit Tragflächen, um einen effizienten Reiseflug und damit längere Flugstrecken, zu ermöglichen“, so Fürlinger weiter. „Diese neue Art der Luftfahrzeuge eröffnet Möglichkeiten, vor allem weil auch die Betriebskosten solcher neuen Luftfahrzeuge geringer ausfallen werden als von heutigen, speziell Helikoptern. Diese Reduktion an Betriebskosten kann an den Endkunden weitergegeben werden und führt im Beispielfall von Personenbeförderung zu leistbaren Flugtickets. Die günstigeren Tickets führen dazu, dass dieses Transportmittel von einer breiteren Gesellschaft genutzt werden kann“, so die Idee.

Der Preis soll sich anfangs zwischen dem Flug mit einem heutigen Helikopter und Taxifahrten einordnen, wobei das Potential für weitere Kostenreduktion gegeben sei. Fürlinger dazu: „So lässt auch ein in späterer Zukunft angestrebte autonomer Betrieb den Preis weiter sinken, da ein Teil der Pilotenkosten wegfallen und ein weiterer Sitzplatz durch weitere zahlenden Kund:innen belegt werden kann.“

Apeleon als Infrastruktur-Alternative

In Sachen Einsatzmöglichkeiten argumentiert der Gründer mit einer Prämisse, die sich vereinfacht so festhalten lässt: Dort wo bisher nichts ging, wird etwas gehen. Er sagt: „Wir sehen vor allem dort Potential, wo keine aufwendige Infrastruktur geschaffen werden kann und auch keine Hochgeschwindigkeitsverbindungen, etwa Bahn oder Autobahn, vorhanden sind und auch aufgrund von Terrain oder anderen Gründen nicht geschaffen werden können. Wir können schlecht angebundene und auch abgelegene Orte sehr flexibel verbinden und eine schnelle Verbindung anbieten. Zusätzlich sehen wir aber auch bei zeitkritischen Anwendungen wie notärztliche Versorgung oder Priority-Cargo enormes Potenzial.“

Dieser Beitrag ist zuerst auf brutkasten.com erschienen

„i-care-Award“ für digitale Innovationen in der Pflege beim Deutschen Pflegetag verliehen

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Digitale Innovationen in der Pflege: Der „i-care-Award“ für digitale Innovationen in der Pflege wurde beim Deutschen Pflegetag verliehen.

Digitale Innovationen können eine gute pflegerische Versorgung unterstützen und den Arbeitsalltag von professionell Pflegenden entlasten. Das private, internationale Pharmaunternehmen Servier hat dazu mit dem „i-care-Award“ eine Auszeichnung für Startups und junge Unternehmen vergeben, die derartige digitalen Innovationen entwickeln.

Der mit einer Förderung der Preisträger versehene „i-care-Award“ wurde im Rahmen des Deutschen Pflegetages am 13. Oktober 2021 in Berlin verliehen. Eine interdisziplinär zusammengesetzte Jury hat sich aus einer Fülle an Bewerbungen für folgende zwei gleichwertige Preisträger entschieden:

Digitale Lernplattform für Pflegeausbildung und mobiles Ausfall-/Aufgabenmanagement

Die Novaheal GmbH hat eine digitale Lernplattform entwickelt, die die gesamte Pflegeausbildung in einer Plattform bündelt, um die Pflege durch digitale Bildung zu stärken. Damit können Pflege-Auszubildende sicher und praxisnah auf dem Weg zur Pflegekraft begleitet werden. Multimediale Tests, Quizduelle, Mediathek und weitere Funktionen bieten praxisnahes Lernen, spielerisches Üben und intelligentes Nachschlagen. Lehrkräfte aus unterschiedlichen Kliniken sichern Praxisbezug und Qualität der Lerninhalte.

Die Cliniserve GmbH hat eine digitale mobile Anwendung entwickelt, die Krankenhausmitarbeiter und Pflegekräfte dabei unterstützt, mehr Zeit für die Patienten aufbringen zu können. Durch smartes Aufgabenmanagement können doppelte Laufwege und aufwändige Telefonate reduziert werden, Aufgaben priorisiert und delegiert werden und die Mitarbeiterzufriedenheit gesteigert werden. Eine Anwendung für das Management von Personalausfällen ermöglicht mehr Wertschätzung für besonderen Einsatz und reduziert Organisationsprozesse.

Digitalisierung etablieren, um Herausforderungen in der Pflege zu meistern

„Wenn wir die Herausforderungen der Pflege mit Erfolg meistern wollen, muss sich auch in diesem Bereich die Digitalisierung konsequent etablieren“, sagt Oliver Kirst, Geschäftsführer der Servier Deutschland GmbH. „Bei Servier stehen Innovationen für Patienten im Mittelpunkt aller Aktivitäten. Dabei verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, zu dem Arzneimittel ebenso gehören wie digitale Innovationen. Daher unterstützen wir auch digitale Innovationen gerade im Pflegebereich, um eine verbesserte Gesundheitsversorgung der Zukunft aktiv mit zu gestalten.“

„Die Vorstellung innovativer Ideen und Projekte ist ein Kernstück des Deutschen Pflegetages. Auch 2021 widmen wir digitalen Innovationen und Aspekten in der Pflege eine eigene Programmsäule. Wir freuen uns sehr über die Initiative unseres Premiumpartners Servier, mit dem ‚i-care-Award’ diese Entwicklung zu unterstützen. Wir schätzen es sehr, dass die Preisverleihung im Rahmen des Deutschen Pflegetages stattfindet. Der Deutsche Pflegetag ist die perfekte Bühne, neue Ideen direkt der Zielgruppe zu präsentieren und mit ihr zu diskutieren“, so Jürgen Graalmann, Geschäftsführer der Deutscher Pflegetag Servicegesellschaft mbH und Veranstalter des Deutschen Pflegetages.

„Die Verleihung des ‚i-care-Award 2021‘ stellt eine große Ehre für uns dar und würdigt den Einsatz, den wir in den vergangenen Jahren in der Produktentwicklung und Implementierung in mehr als 20 Kliniken und Pflegeeinrichtungen geleistet haben“, sagt Julian Nast-Kolb, Geschäftsführer der Cliniserve GmbH. „Wir möchten den ‚i-care Award‘ aber auch allen Pflegekräften und Entscheidern widmen, die uns von Anfang an unterstützten und das Potenzial in neuen, digitalen Arbeitsweisen in der Pflege gesehen haben. Gemeinsam haben wir bereits viel zusätzliche Zeit für Patientenfürsorge ermöglichen können und ziehen noch mehr Motivation daraus, die Pflegearbeit weiter zu verbessern.“

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung mit dem ‚i-care-Award 2021‘ auf der großen Bühne des Deutschen Pflegetages“, sagt Turan Tahmas, Gründer und Geschäftsführer der Novaheal GmbH. „Mit Novaheal wollen wir die Profession Pflege nachhaltig stärken und Auszubildenden mehr Sicherheit im Praxisalltag vermitteln. Für eine qualitativ hochwertige und attraktive Pflegeausbildung in Deutschland, die sich international sehen lassen kann. Der ‚i-care-Award 2021‘ ist eine großartige Bestätigung unserer Arbeit und unterstreicht auch die Wichtigkeit unserer Mission.“

„i-care-Award 2022“: Bewerbungen ab Dezember 2021

Als Stifter des Preises hat sich Servier zum Ziel gesetzt, digitale Innovationen zu finden, auszuzeichnen und auch durch die Preisverleihung bekannt zu machen. Dazu werden jedes Jahr bis zu drei digitale Innovationen ausgezeichnet, die es Pflegenden in ambulanten Pflegediensten, Tagespflegen, stationären Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern ermöglichen, mehr Zeit und Qualität für den direkten Kontakt mit Patienten und Hilfsbedürftigen aufzuwenden und damit die Pflege menschlicher zu machen. Die Erstplatzierten erhalten jeweils eine Förderung in Höhe von bis zu 5.000 Euro. Bewerbungen zum „i-care-Award 2022“ können ab Dezember 2021 eingereicht werden. Antragsberechtigt sind alle Unternehmen mit Sitz im deutschsprachigen Raum (DACH), die jünger als fünf Jahre sind und weniger als 100 Mitarbeiter/­innen haben. Das Produkt sollte frühestens seit dem 01.01.2019 in Deutschland vermarktet werden. Die Bewerbungsunterlagen können Sie unter der Mail-Adresse [email protected] anfordern und Rückfragen zur Ausschreibung stellen.

Über Servier

Servier ist ein privates, global agierendes und forschendes Pharmaunternehmen, das gemäß seinem Leitbild die Bedürfnisse von Patienten sowie Innovationen in den Mittelpunkt aller Aktivitäten stellt.

Das mit 22.500 Mitarbeitern zweitgrößte Pharmaunternehmen Frankreichs erwirtschaftete im Jahr 2020 Umsatzerlöse in Höhe von rund 4,7 Milliarden Euro in 150 Ländern. Täglich werden 100 Millionen Patienten weltweit versorgt. Das 1954 gegründete Unternehmen vertreibt 50 Original-Medikamente und 1.500 Generika aus den Bereichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, metabolische Erkrankungen, Krebs, Autoimmunerkrankungen und neurodegenerative Erkrankungen.

Servier investiert jährlich über 20 Prozent seiner Pharma-Umsatzerlöse in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente und innovativer Therapien und kooperiert multidisziplinär mit renommierten akademischen und industriellen Partnern. Als führendes Unternehmen im Bereich Kardiologie ist es das Ziel, Servier auch in der Onkologie/Hämatologie als namhaftes und innovatives Unternehmen zu etablieren.

Die deutsche Niederlassung des französischen Traditionsunternehmens mit Hauptsitz in Suresnes bei Paris wurde 1996 in München gegründet. Schwerpunkt: Marketing/Vertrieb von Medikamenten zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Depressionen sowie innovativen digitalen Gesundheitsanwendungen. Servier übernimmt im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens eine hohe gesellschaftliche Verantwortung und unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Forschungs- und Förderpreise, soziale Initiativen und Stiftungen. (www.servier.de)

Über den Deutschen Pflegetag

Der Deutsche Pflegetag ist Deutschlands führender Pflegekongress und die zentrale Branchenveranstaltung für Pflege in Deutschland. Der Deutsche Pflegetag bildet die neuesten Themen und Trends in der Pflege ab. Die begleitende Fachausstellung schafft eine Plattform für Experten, Entscheider und Multiplikatoren aus Politik, Wirtschaft, Pflege und Gesellschaft.

Die organisatorische Verantwortung für den Deutschen Pflegetag trägt die Deutscher Pflegetag Servicegesellschaft (DPSG). Der Deutsche Pflegerat e.V. ist ideeller Veranstalter des Deutschen Pflegetages.

Über die Cliniserve GmbH

Die Cliniserve GmbH hat das Ziel, mit Software einen Beitrag zur Lösung des Pflegeengpasses zu leisten. Dafür benötigt es neue Arbeits- und Personaleinsatzmodelle in der Pflege, die Cliniserve ermöglicht.

Cliniserve CARE unterstützt bei der Digitalisierung des Aufgabenmanagements in der Pflege sowie bei der Kommunikation zwischen Pflege und Patienten und der Kommunikation zwischen Krankenhausmitarbeitern. Die Cliniserve ist dabei die digitale Benutzeroberfläche für das Personal, über die via Smartphone Aufgaben empfangen, Aufgaben erstellt und via Chat kommuniziert werden kann – unter anderem auch an und von IoT und Robotik Systemen sowie als Service Call von Patienten. Cliniserve TEAM bietet eine Lösung, um im täglichen Ausfallmanagement nicht nur wertvolle Zeit und Kosten zu sparen, sondern auch Engpässe leichter abzufangen und Mitarbeitende für ihren aktiven Einsatz in der Cliniserve Mitarbeiter-App zu belohnen. 2018 gegründet, konnte Cliniserve deutschlandweit bereits über 20 Kunden wie das UKSH in der Pflege entlasten. Nähere Informationen zu Cliniserve finden Sie unter: www.cliniserve.de

Gründer*in der Woche: koawach - die Kakao-Revolutionäre

Daniel Duarte und Heiko Butz sind schon lange keine Gründer-Greenhorns mehr - seit 2014 sind die beiden hierzulande in Sachen koffeinhaltiges Kakaopulver und -drinks aktiv und können somit durchaus als Pioniere in ihrer Branche gesehen werden. Wie sie ihr Business aufgebaut haben und was die wichtigsten Learnings für junge Gründer*innen sind, erfahren wir im Interview mit CEO Daniel.

Was ist das Besondere an koawach, wie unterscheidet ihr euch von anderen Kakao-Schoko-Drinks?

Koawach hat den Markt für Koffein-Kakao geschaffen. Eine Marke für gerechte Nachhaltigkeit, die sich von einem Experiment in der WG-Küche mit Kakao und Guaraná (Quelle des nachhaltigen Koffeins) zu einem Unternehmen mit mehr als 15 Produkten in 4 Kategorien entwickelt hat. Wir haben die Mischung aus Kakaopulver und Guaranápulver weiterentwickelt und dies in ToGo-Drink Produkte, Glückskekse und jetzt ganz neu Riegel umgewandelt. Immer sehr innovativ und immer Fairtrade, Bio und seit Oktober CO2-Neutral. Wir haben dieses Unternehmen aus einer Leidenschaft für fairen Handel aufgebaut und daher ist die Zusammenarbeit mit allen Bauern entlang der Lieferkette, ob für Kakao oder sonstige hochwertige Produkte, besonders wichtig. Somit leben wir eine Wertschätzungskette von den Bauern bis zum Konsumenten.

Bei unseren Produktentwicklungen beziehen wir die Community immer mit ein, schauen uns Trends an und schaffen es so, Sorten und Produkte zu entwickeln, die nicht nur das koawach Team lieben, sondern auch und vor allem unsere Community. In der Regel gehen wir immer einen Schritt weiter und bringen Produkte, die es weltweit bisher nicht gab. Unser gesamtes Sortiment ist perfekt für den nachhaltigen Start in den Tag, für unterwegs und als Energiekick für zwischendurch und das wird sich auch zukünftig nicht ändern.

Ein Blick zurück: Wann und wie bist du zusammen mit deinem Mitgründer Heiko auf die Idee zu koawach gekommen?

Heiko und ich haben gemeinsam angefangen koawach aufzubauen. Durch meine kolumbianischen Wurzeln hatten wir erst die Idee, Fairtrade Kaffee aus Kolumbien zu importieren und in Deutschland zu vertreiben. Das Problem bei uns beiden: Wir sind beide keine Kaffeetrinker. Also war es für uns unmöglich die Unterschiede der Röstungen zu spüren und vollmundigen Kaffeegenuss anzubieten. Diese Erkenntnis hat uns gleichzeitig darin bestärkt eine Kaffeealternative zu entwickeln. Wir waren schon immer große Kakao-Liebhaber und ich verbinde mit Kakao ein Stück Heimat. In meiner Familie trinken wir seit jeher Kakao und mein Großvater bestellt sich morgens anstelle eines Kaffees immer einen Kakao und genießt diesen zu seinem Maisgebäck. Da in Lateinamerika die Guaraná Pflanze beheimatet und ihre Wirkung bekannt ist, war für uns schnell klar, dass diese außergewöhnliche Frucht unser Koffeinlieferant sein sollte.

Kurzerhand haben wir uns entschieden, in die erste Phase der Entwicklung zu gehen. Wir haben die verschiedenen Zutaten bestellt und in unserer Kölner Studenten-WG die ersten Pulver entwickelt. Von Anfang an wollten wir Innovation und gerechte Nachhaltigkeit verbinden. Daher haben wir seit Anbeginn nur Zutaten verwendet, die natürlich, bio und Fairtrade waren. Die erste Kakao-Guaraná-Mischung ist so gut angekommen, dass wir nach und nach die ersten Plätze bei Startup Ausschreibungen belegten. Diese erste Pulver-Rezeptur - koawach Zimt-Kardamom - ist auch noch immer einer unserer Bestseller.

Im Sommer 2014 haben Heiko und ich dann entschieden, unsere jeweiligen Master-Studiengänge zu stoppen und die koakult GmbH zu gründen. Unser Ziel: die Welt mit koawach, die nachhaltige Marke für Koffein-Kakao, zu versorgen und somit gleichzeitig Schluck für Schluck die Welt besser machen.

8pitch und Lampix: Start-up finanziert Start-up

Das Fintech-Start-up 8pitch führt für das KI-Start-up Lampix die erste digitale Wertpapier-Emission durch.

Im Rahmen des Finanzierungsprojekts haben Anleger*innen die Möglichkeit, digitale Wertpapiere – sogenannte Token – am KI-Startup Lampix zu erwerben. Das Emissionsvolumen liegt bei 990.000 Euro. Die digitalen Wandelschuldverschreibungen haben eine Verzinsung von 6 % p.a.; nach Ablauf von zwei Jahren werden die erworbenen Wertpapiere in Vorzugsaktien von Lampix gewandelt. Dadurch partizipieren die Anleger*innen auch vom Wachstum des Unternehmens. Die Mindestanlagesumme beträgt 1.000 Euro.

Lampix entwickelt durch den Einsatz von KI “aufmerksamen Kellner”

Mit dem gleichnamigen Produkt hat Lampix eine Art Lampe entwickelt, die in Restaurants oberhalb der Tische montiert werden kann. Der Clou dabei: Anstatt Licht zu spenden, projiziert Lampix eine digitale Oberfläche – wie beispielsweise eine Speisekarte – auf den Tisch, über die Restaurantgäste kontaktlos bestellen können. Moritz Singer, Projektmanager von 8pitch, freut sich, die Finanzierung des innovativen Produkts mit der digitalen Wertpapier-Emission vorantreiben zu können: „Lampix ist nicht einfach das nächste Bestellsystem, sondern das Unternehmen hat auf KI-Basis einen aufmerksamen Kellner entwickel. Das ist für viele Restaurantbesitzer ein spannender Business Case - gerade weil die Suche nach qualifiziertem Servicepersonal immer schwieriger wird.”

Dank der KI-basierten Bilderkennungssoftware ist es der „Lampix-Lampe” beispielsweise möglich, leere Gläser zu erkennen – und den Gästen unmittelbar eine Nachbestellung anzubieten. Lampix-Managing-Director Julian Meier, ist überzeugt, den Besucherinnen und Besuchern von Restaurants insgesamt deutlich mehr Komfort bieten zu können: „Gerade in Folge langer Wartezeiten beim Service können viele Gäste das Essen außer Haus nicht in der Form genießen, die sie sich eigentlich erhoffen. Lampix schafft hier Abhilfe.“ Das über 8pitch eingesammelte Kapital will Lampix für die weitere Skalierung der Hard- und Softwarelösung für die Gastronomie nutzen.

8pitch-Blockchain: extrem schnell und nachhaltig

8pitch vergibt digitale Wertpapiere über die eigenentwickelte erste Finanz-Blockchain in Europa. „Dank unserer Unabhängigkeit von bereits bestehenden Blockchains sind wir nicht nur deutlich flexibler, was die Gestaltung der jeweiligen Emissionen angeht“, erklärt Moritz Singer. „Unsere Blockchain verbraucht darüber hinaus vergleichsweise wenige Ressourcen und trägt so einen wichtigen Teil zu einem nachhaltigeren digitalen Finanzmarkt bei.“ Darüber hinaus ist die 8pitch-Blockchain enorm schnell: Mit zehntausend Transaktionen pro Sekunde schlägt die Technologie sogar die Geschwindigkeit einer Paypal-Überweisung.

Die Emissionen werden von 8pitch dabei vollumfänglich durchgeführt, das heißt, neben der Konzeption der Finanzierungsprojekte und deren Durchführung stellt das Fintech auch das Haftungsdach über sein von der BaFin lizenziertes Schwesterunternehmen CONCEDUS GmbH bereit. Die Software der Online-Plattform stammt ebenfalls von einem Schwesterunternehmen: Dieses stellt seine Lösung als White-Label auch anderen Marktteilnehmern zur Verfügung.

Klartext vor der Wahl: Stimmen aus der Greentech-Szene

Was Greentech-Gründer*innen bzw. Start-ups mit Blick auf die nächste Bundesregierung bewegt.

Ideen fördern, die den Schutz unseres Planeten vor wirtschaftlichen Profit stellen – das Ziel haben sich die Mitbegründer*innen der Greentech Alliance im letzten Jahr gesetzt. Knapp anderthalb Jahre nach Gründung besteht das Netzwerk aus über 800 Mitgliedern und 500 Berater*innen aus den Bereichen Venture Capital, Medien, Wissenschaft und Wirtschaft, die jungen Greentech-Gründer*innen dabei helfen, ein aufstrebendes Unternehmen aufzubauen. Der Gründungsprozess und das agieren im Geschäftssinn selbst bergen allerdings einige Hürden, die durch zielgerichtetere Politikmaßnahmen umgangen werden könnten. Gründer*innen und Manager*innen der Greentech-Unternehmen machen deshalb Vorschläge, wie der Unternehmensaufbau einer nächsten Generation an Greentech-Start-ups hürdenfrei gelingen kann. Denn: Ohne grüne technologische Innovationen und Geschäftsmodelle lässt sich die Klimakrise nicht gewinnen. So sollen Politiker*innen den Interessen der Greentech-Szene Gehör schenken.

Der Klimawandel betrifft alle Parteien

Niklas Gemp hat Nexol Photovolthermic AG mitgegründet und ist heute als CEO tätig. Die Nexol Photovolthermic AG entwickelt innovative Lösungen zur netzunabhängigen Warmwasserbereitung.

„Auch wenn das Bundesverfassungsgericht das Klimaschutzgesetz für unzureichend erklärt hat, hat sich noch nicht viel Konkretes getan. Deswegen wünsche ich mir nach der Bundestagswahl mehr Engagement und Wagemut bei weniger Polemik. Die Förderung neuer Technologien in Bereichen wie Energiespeicherung, Netzstabilität und Mobilität sollte ein zentrales Anliegen sein, das nicht nur in der Theorie gut klingt, sondern auch in die Praxis überführt wird. Außerdem sollte die Entwicklung und Förderung neuer klima- und sozialverträglicher Konsumgewohnheiten im Fokus stehen. Der Klimawandel betrifft schließlich alle und das über Parteien und Grenzen hinweg. Daher gilt der Grundsatz für Bürger*innen, Politiker*innen und Unternehmer*innen gleichermaßen: Zeige, dass du dich kümmerst, leiste deinen Beitrag! Was ich mir zukünftig für eine erfolgreiche Entwicklung von grünen, zukunftsgerichteten Start-ups besonders wünsche, ist zudem eine umfassende unternehmerische Ausbildung für die nächsten Generationen von Schul- und Hochschulabsolvent*innen – Berufsbilder und Lehrinhalte müssen dringend zukunftsfähiger gestaltet und an die neuen Herausforderungen angepasst werden.”

Partizipation auf allen Ebenen

Daniela Schiffer ist Gründerin und CEO von Changers, einem Startup das Städten, mittels Gamification und purpose driven tokenization, die Nutzung einer CO2 basierten Klima-Währung ermöglicht.

“Die vor uns liegenden Veränderungen der Wirtschaft und unseres Lebens haben das Potenzial, die Gesellschaft weiter zu spalten. Schon einzelne Themen, wie beispielsweise das Tempolimit, polarisieren enorm und werden auch genutzt, um Wählerschaft zu gewinnen. Was wir jetzt aber brauchen, ist Partizipation am Klimaschutz auf breiter gesellschaftlicher Basis, ohne Lager.

Klar sehe ich, dass Bürokratie und Hürden abgebaut werden müssen. Wichtiger ist mir allerdings, dass wir gemeinsam an einer Gesellschaft arbeiten, in der wir gerne leben möchten. Da geht es für mich zuerst einmal darum, den Stress aus der Gesellschaft zu nehmen. Wir sollten den Menschen Sicherheit im Leben geben, so dass sie das lernen, studieren und arbeiten können, was sie sich wünschen, was ihren Neigungen entspricht und ihre Kreativität fördert.

In einer Kreativwirtschaft, wie wir sie im Klimawandel benötigen, ist der Grad der Freiheit ausschlaggebend für die Innovationskraft der Gesellschaft. Hierfür braucht es den Mut, Konzepte wie das Grundeinkommen einzuführen, welches in vielfachen Studien gezeigt hat, dass es funktioniert. Wer daran zweifelt, dem möchte ich empfehlen, sich an die Argumente der Arbeitgeber*innen bei der Einführung der bezahlten Urlaubstage zu erinnern:” “Die Arbeiter*innen werden ihre freie Zeit nutzen, um ihr Geld in Kneipen zu versaufen und ihre Gesundheit und Arbeitskraft ruinieren.”

Start-up Mentoring: Starthilfe auf Augenhöhe

Anhand des invest2grow-Programms von und mit Unternehmer Gerold Wolfarth zeigen wir exemplarisch, wie Gründer*innen von Mentoring profitieren können.

Statistisch gesehen überstehen 70 Prozent aller Start-ups das erste Firmenjahr nicht. Von den 23 Prozent, die es schaffen, scheitern wiederum 70 Prozent in den ersten fünf Jahren. Das sind erschreckende Zahlen. Gerade wenn man bedenkt, wie sehr Markt und Wirtschaft auf Innovationen und zukunftsträchtige Unternehmen angewiesen sind. Doch woran liegt das? Und wie kann Abhilfe geschaffen werden?

Die am häufigsten genannten Problemfelder bei jungen Unternehmen sind Vertrieb, Marketing und Kapital. Die Idee zur Firmengründung kann noch so gut sein – wenn es in den anderen Bereichen an der notwendigen Expertise mangelt, ist das Scheitern fast schon vorprogrammiert. Und genau deshalb lohnt sich für viele Start-ups der Blick über das eigene Unternehmen hinaus. Denn häufig kann Hilfe von Extern den Mangel an Erfahrung ausgleichen und damit über mögliche Stolpersteine in der Gründungsphase hinweghelfen.

Zum Beispiel in Form eines Mentoring-Programms, welches in den ersten Gründungsmonaten oder Jahren unterstützt. Ein solches Mentoring-Programm ist invest2grow von und mit Unternehmer Gerold Wolfarth. „Als ich mein eigenes Unternehmen vor über 20 Jahren gegründet habe, konnte ich niemanden um Rat fragen. Ich hatte weder Unterstützung im Finanziellen noch im Fachlichen. Damals ist in mir der Wunsch entstanden, es selbst einmal anders zu machen und jungen Unternehmer*innen zu helfen“, so Gerold Wolfarth. Aus diesem Wunsch heraus ist sein Mentoring-Programm entstanden, das sowohl das Unternehmen als auch die Unternehmerpersönlichkeit im Blick hat. Das Themenspektrum ist umfassend: Wie findest du die richtigen Mitarbeiter*innen? Wie kannst du deine Zahlen und die Finanzplanung in den Griff bekommen? Wie begeisterst du andere für dein Produkt? Wie wächst du an deinen Aufgaben? Wie baust du dir ein Netzwerk auf? Und wie entwickelst du dich als Persönlichkeit weiter? Über einen Zeitraum von 12 Monaten hinweg arbeitet ein Mentoren-Team an den spezifischen Themen der Teilnehmer*innen.

360-Grad-Blick auf die Start-ups

Das Mentoren-Team von invest2grow kommt aus unterschiedlichen Bereichen und erreicht so einen 360-Grad-Blick auf die Start-ups. Gerold Wolfarth hat sein eigenes Unternehmen in den Bereichen Objektausbau und Facility Management vom kleinen One-Man-Start-up zum Weltmarktführer aufgebaut. Heute ist er für die bekanntesten Retail-Marken der Welt tätig und investiert regelmäßig in Start-ups. Dabei sind ihm die Themen Nachhaltigkeit und Innovation ein besonderes Anliegen. Robert Hornsteiner ist Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter der factorP leadership development GmbH & Co.KG. Als Mentor für Unternehmer*innen hat er sich darauf spezialisiert, Führungspersönlichkeiten zu entwickeln und echtes Leadership zu fördern. Burkhard Schneider vervollständigt das Team. Er ist geschäftsführender Gesellschafter der beewell Business Events GmbH, die das Thema Energieeffizienz verfolgt – also Umweltschutz und wirtschaftlichen Erfolg miteinander verbindet. Er hat bereits mehr als 500 Unternehmensgründer*innen und Start-ups begleitet.

Wie sieht so ein Mentoring-Programm aus?

Bei invest2grow finden alle zwei Wochen Gruppenmeetings statt, in denen unterschiedliche Themenbereiche besprochen werden. Ständige 1-zu-1-Mentoring-Calls mit den Coaches sind zusätzlich möglich, die Teilnehmer*innen erhalten Arbeitsunterlagen und haben Zugriff auf Video-Tutorials zu den unterschiedlichsten Themen. Das Wichtigste: Es geht nicht nur um graue Theorie. Alle Teilnehmenden erhalten Pitch-Möglichkeiten vor möglichen Investoren, etwa bei der Eventreihe THE GROW. Und es besteht die Chance auf ein Invest in Millionenhöhe. Durch die Zusammenarbeit von invest2grow mit dem Kooperationspartner SalsUp entstand die Ökovation Ventures Beteiligungsgesellschaft. Diese unterstützt junge Unternehmen mit Pre-Seed Investments von bis zu 750.000 Euro.

Impact Festival 2021

Das Impact Festival findet vom 16. bis 17. September 2021 in Offenbach am Main statt. Das Ziel: die nachhaltige Transformation zu beschleunigen, indem man alle relevanten Player zusammenbringt. Im Zentrum steht dabei die Verbindung von Innovatoren wie Green Start-ups mit Corporates und Investoren.

Mit dem IMPACT FESTIVAL entsteht zugleich die erste “community-based” Plattform für nachhaltige Technologien und Innovationen, die nachhaltige Transformation durch die Verbindung und Kooperation aller Akteure beschleunigen will.

Mehr dazu im Interview mit Co-Initiator Fabian Demuth:

Nachhaltigkeit ist eines der wirtschaftlichen Top-Themen – auch für Start-ups. Längst ist der häufig als Modewort ge- und missbrauchte Begriff mit echten Inhalten und Visionen belegt – umso wichtiger ist es, das Thema in die Köpfe und den Alltag der relevanten Player zu bringen. Wann und wie bist du zusammen mit Moritz Schwarz auf die Idee zum Impact Festival gekommen?

Anfang 2020 haben wir uns gefragt, wie wir den gesamten Prozess der nachhaltigen Transformation beschleunigen können. Da hatten wir bereits ein kleines Netzwerk an Start-ups, Investoren und Experten – so kam die Idee ein Format zu schaffen, welches in sehr fokussiertem und inhaltlichem Rahmen die wichtigsten Akteure zusammenbringt. Mit dem Ziel: Implementierung und Finanzierung von skalierbaren Technologien zu beschleunigen.

Ergänzung: Ich würde es nicht als Modewort bezeichnen, da es hierbei um unsere Lebensgrundlage- und Erhaltung geht und somit (hoffentlich) nie außer Mode kommen sollte.

Und was sind deiner Meinung nach die größten Herausforderungen, um nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum zu generieren?

Es gibt sehr viele Herausforderungen, da das Thema Nachhaltigkeit jeden und alle Bereiche unseres Alltags betrifft. Wichtig aus meiner Sicht ist, vor allem die Dringlichkeit zu erkennen und mit wissenschaftlichen Fakten aufzuklären. Sowie die Tatsache, dass Technologie eine sehr entscheidende Rolle spielt – und weiterhin spielen wird, jedoch wir auch gleichzeitig unseren Lebensstil anpassen müssen.

Welche Rolle nimmt hier euer Impact Festival ein?

Auf der einen Seite zeigen wir die vielversprechendsten Technologien und verbinden Innovatoren mit Corporates und Investoren. Auf der anderen Seite informieren und inspirieren wir auch rein inhaltlich zu übergeordneten Themen mit Vorträgen von Wissenschaftlern oder über Kunstinszenierungen.

Was erwartet mich als Besucher*in beim Impact Festival?

Spannend wird vor allem die Ausstellung der über 130 Start-ups sein, hier gibt es neben Tech-Lösungen aller Art sogar plastikfressenden Würmer, neue Materialstoffe und Fahrzeugkonzepte. Ein vielfältiges Programm aus Vorträgen, interaktiven Masterclass Formaten und ein veganes zero waste Food Konzept rundet das ganze ab.

Und was ist nach dem Impact Festival geplant?

Wir haben ein Rahmen-Programm das auch ganzjährig läuft bspw. unsere Podcast Reihe, das Magazin oder die Impact Challenge für Studenten. Sowie einige weitere Projekte, die holistisch darauf aufbauen, nach dem Festival gibt es hierzu mehr Infos …

Das Impact Festival auf einen Blick

Hier die Infos zum Programm

Hier geht's zu den Tickets

Exklusiv für StartingUp-Leser*innen: Stipendium für Fundraising Masterclass

In Kooperation mit dem Early-Stage-Venture-Capital-Geber HOWZAT ennea Group vergeben wir – exklusiv an euch StartingUp-Leser*innen – einen der begehrten Plätze für die hochkarätige Fundraising Masterclass 2021.

Bis vor wenigen Jahren wurde Fundraising vornehmlich von Non-Profit-Organisationen durchgeführt, um die satzungsbedingten Vorhaben mittels Spenden etc. zu realisieren. Darüber hinaus wird Fundraising zunehmend als eine wichtige Möglichkeit der Start-up-Finanzierung bzw. zweckgebundenen Projektfinanzierung interessant.

In beiden Fällen gilt: Die Kunst des Fundraisings besteht in erheblichem Maße im Aufbau und der Pflege von Beziehungen zwischen dem zu fördernden Unternehmen und seinen Förderern bzw. Investoren. Hierbei ist die Unterstützung durch erfahrende Expert*innen ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg.

Top-Investoren mit Gründer*innen-Gen

Die HOWZAT ennea Group ist ein Early-Stage-Venture-Capital-Geber für Start-ups. Der Risikokapitalgeber ist 2020 aus einem Zusammenschluss der Gesellschaften HOWZAT Partners und ennea capital partners entstanden. HOWZAT ennea versteht sich nicht nur als klassischer Investor, sondern auch als Wegbereiter für Gründer*innen und Start-ups bei der erfolgreichen Geschäftsentwicklung und Skalierung.

In diesem Kontext bietet HOWZAT ennea als Early-Stage Investor Start-ups finanzielle Unterstützung in der Frühphase, mit Fokus auf die Bereiche Reise, Mobilität, Shopping & Commerce, Education Tech und (Food)-Tech. Anton Werner, erfolgreicher Entrepreneur sowie CFO und Partner bei HOWZAT ennea: „Unsere Mission ist es, mit exzellenten Gründer*innen und Teams zusammenzuarbeiten, um herausragende Technologieunternehmen aufzubauen, zu skalieren und zu etablieren. Wir bieten jungen Unternehmen deshalb neben finanziellen Mitteln Betreuungs- und Beratungsleistungen in zahlreichen strategischen, operativen und administrativen Bereichen.“

Fundraising Masterclass 2021 – jetzt bewerben!

Nachdem HOWZAT ennea in fast 100 Unternehmen in der Frühphase investiert hat (z.B. Trivago, Academia), hat das Unternehmen jetzt seine erste Masterclass für Start-up-Finanzierung ins Leben gerufen, um die Erfahrungen der letzten zwei Jahrzehnte mit der nächsten Generation von Unternehmer*innen in der Frühphase zu teilen.

Ab Oktober dieses Jahres bieten Anton Werner und die übrigen Expert*innen von HOWZAT ennea diese Fundraising Masterclass an. Hier werden die Teilnehmer*innen Informationen sowohl von Investment- als auch Gründerexperten erhalten und lernen, worauf während der Businessplanung und dem Fundraising zu achten ist. „Wir wollen Erstgründer*innen damit die Möglichkeit geben, Fehler, die wir selbst und viele Gründer*innen da draußen gemacht haben, zu vermeiden; also 95 Prozent jener Fehler, die während eines Fundraising-Prozesses auftreten können“, so Anton Werner.

In diesem Video erklärt euch Anton Werner, CFO und Partner bei HOWZAT ennea, kurz und bündig, warum es so wichtig ist, sich als Start-up frühzeitig „VC ready“ zu machen und welchen Mehrwert euch hierbei die Fundraising Masterclass liefert.