Gründer der Woche: Uplift1 – Revenue Based Financing

Gründer der Woche 01/21


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Vor rund einem Jahr gründete Ariyan Seyed Nassir sein Unternehmen Uplift1, um Start-ups zu finanzieren, die nicht den klassischen Weg über einen VC gehen wollen und es bevorzugen, keine Unternehmensanteile abzugeben. Mehr dazu und wie sich das Business bislang entwickelt hat, erfahrt ihr im Interview mit Ariyan.

Wann und wie bist du auf die Idee zu Uplift1 gekommen?

Die Idee kam mir beim Lesen eines Artikels über Revenue Based Financing vor gut einem Jahr. Diese Finanzierungsart ist in den USA schon etwas etablierter als in Europa und darüber wurde berichtet. Ich dachte mir damals: „Tolle Idee! Das sollte jemand nach Deutschland bringen.“ Dass ich selbst einmal daran arbeiten würde, hätte ich zu dem Zeitpunkt nicht gedacht. Das Thema hat mich dann aber nicht mehr losgelassen und nun sind wir schon gut ein Jahr live mit Uplift1.

Was waren die wichtigsten Steps von der Gründung bis zum Go live deiner Unternehmung?

Zunächst ging es darum, das Finanzierungsmodell besser zu verstehen und Feedback von potenziellen Kunden einzuholen. Als ich mir sicher war, dass die Idee auch hier in Deutschland Potenzial hat, bin ich zusammen mit einem kleinen Team auf Investorensuche gegangen. Es gab dabei ein „Chicken-and-Egg Problem“: Um Kapital einzusammeln, brauchte ich einen Track Record an vorherigen Finanzierungen, und um Finanzierungen zu tätigen, brauchte ich Kapital. Ich hatte dann das große Glück, Marco Vietor kennenzulernen, der selbst erfolgreich gegründet und viel Erfahrung mit ähnlichen Finanzierungsansätzen hat. Er hat an unsere Idee geglaubt und mit seinem Investment das Go live von Uplift1 ermöglicht.

Du möchtest mit Uplift1 Start-ups neue Finanzierungswege aufzeigen und damit zugleich auch das bestehende Kräfteverhältnis zwischen Start-ups, VCs und Business Angels verschieben – was genau ist dein Konzept bzw. wie funktioniert es?

Für Start-ups sind Equity-Finanzierungen, zum Beispiel durch Angel Investoren oder VCs, oft die einzige verfügbare Kapitalquelle, um ihr Wachstum zu finanzieren. Wir möchten das ändern, indem wir Start-ups schnell und unkompliziert Zugang zu Wachstumskapital ermöglichen, für das die Gründer keine Anteile abgeben müssen. Die Rückzahlung unseres Investments läuft über eine Umsatzbeteiligung: Wenn der Umsatz wächst, zahlt das Start-up mehr an uns zurück, und wenn er sinkt, dann weniger. Sobald die Rückzahlungen einen fixen, vorab definierten Gesamtbetrag erreicht haben, hören die Zahlungen an uns auf. Unser Investmentprozess ist dabei sehr datengetrieben. So können wir bei unseren Entscheidungen sehr unvoreingenommen vorgehen und auch Start-ups finanzieren, die nicht ins klassische VC-Raster passen.

Kannst du uns ein paar Start-ups nennen, die mit deinem Modell bereits erfolgreich Kapital eingesammelt haben?

Unser erster Kunde war vetevo, eine App für Tiergesundheit, die gerade stark am Wachsen ist. Darüber hinaus haben wir erfolgreich mit der Lifestyle Fashion Brand Buckle & Seam zusammengearbeitet. Wir freuen uns auch sehr darüber Jeffrey, eine App für Haushaltshilfe, zu unseren Investments zählen zu dürfen.

Wie hat sich die Corona-Krise auf dein Business ausgewirkt?

Insgesamt sind wir bisher gut durch die Krise gekommen. Besonders zu Beginn der Krise konnten wir einen Anstieg des Interesses nach alternativen Finanzierungsformen beobachten, unter anderem, weil die Investitionsbereitschaft von VCs in Frage stand. Die Krise hat zudem den Umsatz von vielen digitalen Geschäftsmodellen beflügelt, wovon einige der von uns finanzierten Unternehmen stark profitiert haben. Mittlerweile sind alle Portfoliounternehmen auf einem guten Track und entwickeln sich gut. Darüber sind wir sehr glücklich!

Was sind deine weiteren unternehmerischen Vorhaben?

Im Vordergrund steht, noch mehr Start-ups den Zugang zu Revenue Based Financing zu ermöglichen. Ich glaube stark an den Benefit für die Gründer in unserem Finanzierungsmodell. Für viele ist es aber noch ein unbekanntes Thema. Ich möchte dazu beitragen, Revenue Based Financing noch stärker in Europa zu etablieren. Ich sehe da noch viel Wachstumspotenzial.

Und last but not least: Was rätst du anderen Gründerinnen und Gründern aus eigener Erfahrung?

Es ist wichtig, durchgehend proaktiv Kundenfeedback zum eigenen Produkt einzuholen. Auch dann noch, wenn man schon glaubt, man hätte jedes mögliche Feedback schon zweimal gehört. Nur mit einem gutem Kundenverständnis kann man effektiv auf die Bedürfnisse des Kunden eingehen. Auch das Feedback von erfahrenen Unternehmern in meinem Netzwerk hat mir sehr geholfen. Gründer helfen anderen Gründern meist sehr gern und deren Tips können oft erfolgsentscheidend sein.

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Das Interview führte Hans Luthardt

Lade-Pionier ChargeX schließt Serie-A-Finanzierungsrunde über 4,5 Mio. Euro ab

Das 2018 gegründete Start-up ChargeX bietet Ladeinfrastruktur made in Germany und hat nun erfolgreich seine Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 4,5 Mio. Euro abgeschlossen.

ChargeX produziert eine intelligente Mehrfachsteckdose für Elektroautos, die das Laden vieler Autos an einem Ort einfach und effizient ermöglicht. Seit der Gründung im Jahr 2018 konnte ChargeX bereits über 1.500 Ladepunkte bei Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz installieren. Durch das innovative Montagekonzept gelingt die Installation der ChargeX Mehrfachsteckdose für Elektroautos in kurzer Zeit und spart Installationsaufwand sowie -kosten. Mit nur einem Stromanschluss werden bis zu 10 Ladepunkte aufgebaut. Zudem ermöglicht eine intelligente Phasenverteilung ein optimiertes Laden von Elektroautos und Plug-in-Hybriden an einem Ladesystem.

Die neu gewonnenen Investoren sind der Münchner High-Impact Investor BonVenture, der Hamburger Investor Hevella Capital und der Smart-Energy-Innovationsfonds des Schweizer Energieversorgers Energie 360°. Mit dem eingesammelten Kapital will ChargeX in 2022 die Installation seiner Ladeinfrastruktur-Lösung weiter Vereinfachen, ins europäische Ausland expandieren sowie seine digitalen Services ausbauen. ChargeX setzt so die eigene Mission “Jeder Stellplatz wird zum Ladeplatz” in die Tat um.

Um eine vollumfängliche Lösung für das Laden von Elektroautos bieten zu können, plant ChargeX den Ausbau der digitalen Services rund um das Thema Lademanagement. Im Fokus steht dabei die Drop App, mit der die Stromverfügbarkeit des Stromnetzes mit der Flexibilität des E-Auto-Fahrers in Einklang gebracht wird. “Der Engpass der Ladeinfrastruktur liegt nicht in der Nachfrage, sondern im Fachkräftemangel bei Elektrikern und den Kapazitäten unseres Stromnetzes. Beide Bereiche denken wir bei ChargeX komplett neu, und wir werden die Probleme mit den neuen Investoren an unserer Seite lösen”, so Tobias Wagner, CEO & Co-Founder.

Zudem plant ChargeX mit der Mehrfachsteckdose für Elektroautos den Markteintritt in weitere europäische Länder. Dabei stehen solche Märkte im Fokus, die eine hohe Marktdurchdringung von Elektrofahrzeugen vorweisen können. Jochen Herdrich, Partner bei BonVenture: “Die Mobilitätswende ist im Hinblick auf den Klimawandel eine der drängendsten Herausforderungen in Deutschland. Gerade Unternehmen haben hier mit ihren Fuhrparks einen großen Hebel, und ChargeX macht ihnen den Umstieg leicht. Die beiden Gründer Tobias Wagner und Michael Masnitza sind Überzeugungstäter und bringen gleichzeitig alles mit für eine erfolgreiche Umsetzung – wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.”

Gründer*in der Woche: e-WATER - für besseres Trinkwasser

Johannes Ebert hat sich dem Thema Trinkwasseraufbereitung verschrieben. Warum es seiner Ansicht nach sinnvoll ist, das Leitungswasser zu Hause zusätzlich aufzubereiten und welche Lösung er dazu entwickelt hat, verrät uns der e-WATER-Gründer im Interview.

Ich dachte immer, dass unser Leitungswasser Top-Qualität hätte? Stimmt das etwa nicht? Es gibt doch vorgeschriebene Richtwerte für Rückstände im Trinkwasser ...

Es gibt Richtwerte für unsere Wasserqualität, jedoch werden nur ein Bruchteil der im Wasser gelösten Stoffe untersucht. Z.B. Mikroplastik oder Medikamentenrückstände werden nicht kontrolliert.

Wäre es somit sinnvoll, sein Leitungswasser (regelmäßig) testen zu lassen?

Wenn man viel kocht oder viel Leitungswasser trinkt, ist es ratsam, sein Leitungswasser kontrollieren zu lassen.

Nun zu deinem Unternehmen: Wie bist du auf die Idee zu e-WATER gekommen?

Durch meinen Freund, Inhaber eines Heizung-Sanitär-Betriebs, bin ich auf die Idee gekommen, mich mit dem Thema Wasseraufbereitung zu beschäftigen. Dies war die Geburtsstunde von e-WATER.

Was ist dein fachlicher Hintergrund?

Ich bin gelernter Elektroniker für Betriebstechnik, habe im Vertrieb in unterschiedlichen Branchen gearbeitet. Über Messebesuche im In- und Ausland sowie Fachvorträge habe ich mich in die Materie Wasseraufbereitung eingearbeitet. Sprich: Ich bin ein Quereinsteiger im Bereich Wasseraufbereitung.

Was waren dann die wichtigsten Steps von der Gründung bis zum Marktstart?

Die wichtigsten Steps waren einmal die richtigen Vorlieferanten zu finden, die meinem Qualitätsanspruch mitgehen können und die richtigen Partner zu finden, die meine Produkte mitverkaufen bzw. einbauen.

Zu deinen Produkten: Was ist das Besondere an e-WATER?

Unsere Lösung verspricht reines belebtes Trinkwasser direkt aus dem Wasserhahn. Es gibt mehrere Dinge zu beachten, die im Bereich der Trinkwasseraufbereitung wichtig sind. Mit der Filterung allein ist es nicht getan. Man muss das Wasser danach auch wieder in die richtige Struktur bringen, damit es Quellwasserniveau erlangt und doch rein von allen Schadstoffen ist.

Wie funktioniert dies?

Man filtert das Wasser über den Sediment- & Aktivkohle-Filter vor. Im nächsten Step wird das Wasser sodann über die Umkehrosmose-Membran ultrafiltriert, damit nur noch das Wassermolekül übrig bleibt und alle anderen schädlichen Stoffe aus dem Wasser sind. Damit man dann kein destilliertes Wasser zu sich nimmt, wird bei uns das gefilterte Wasser nachbereitet und wieder in seine hexagonale Struktur gebracht. Somit zapft man letztlich reinstes belebtes Trinkwasser (Quellwasserniveau).

Zur Info: Die Struktur von herkömmlichem Leitungswasser ist tot, da das Wasser mit hohem Druck in Rohren von A nach B befördert wird. Dadurch kann sich das Wasser nicht wie in einem Flusslauf ausbreiten und die Richtung verändern.

Belebtes Leitungswasser schmeckt nicht nur anders als herkömmliches, sondern es fließt auch ganz anders aus dem Wasserhahn. Das Wasser mit einer hexagonalen Struktur bekommt einen Spin, den man mit dem Auge sehr gut wahrnehmen kann.

Der USP für unsere Kunden ist somit, dass sie Quellwasser direkt aus ihrem Wasserhahn erhalten und sich keine Sorgen bezüglich schädlicher Stoffe im Wasser machen müssen.

Und was kostet es mich, mein Trinkwasser zu Hause aufzubereiten?

Je nachdem, welchen Filtergrad man erreichen will. Ein Aktivkohlefilter-System bekommt man bei uns inkl. Einbau für 1000 bis 1400 Euro. Eine Osmoseanlage kostet bei uns inkl. Einbau zwischen 2500 und 2900 Euro. Zusätzlich kommen jährlich noch die Filterwechselkosten hinzu: Diese liegen bei 120 bis 250 Euro je nach System.

Wie hast du die Produktentwicklung und damit auch dich bzw. deine Unternehmen bislang finanziert?

Das Unternehmen ist substanziell gewachsen, alles was erwirtschaftet wurde floss in die Erweiterung des Portfolios und in die Unternehmens-Infrastruktur. Somit kann ich sagen, dass mein Unternehmen von Anfang an ohne Kredite oder Investoren auskam.

Wer sind deine Kund*innen?

80 Prozent private Haushalte, 20 Prozent gewerbliche Kunden.

Was sind deine weiteren unternehmerischen Vorhaben rund um die Wasseraufbereitung?

Ich möchte gern expandieren und die Märkte Österreich und Schweiz aufbauen. Zudem möchte ich 2022 auch in Deutschland weiterwachsen und Händler nicht nur in Süddeutschland aufbauen.

Und last but not least: Was rätst du anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung?

Geduldig bleiben und auf Qualität setzen, dies ist der Schlüssel zum Erfolg. Zudem muss man am Anfang definitiv den ein oder anderen Meter mehr gehen als die Mitbewerber.

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Das Interview führte Hans Luthardt

Gamechanger des Monats: Eye-Able

Die vier Gründer der Web Inclusion GmbH aus dem Fränkischen Margetshöchheim sorgen für mehr digitale Barrierefreiheit. Mithilfe ihrer Assistenzsoftware Eye-Able ist es Website-Besucher*innen möglich, alle Inhalte frei nach den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Mehr zu unseren Gamechangern im Interview mit Oliver Greiner, Tobias Greiner, Eric Braun und Chris Schmidt.

Wir haben euch als unsere Gamechanger des Monats ausgewählt, weil ihr Vorreiter für Vorreiter*innen seid, wenn es um das Voranbringen von Inklusion und das Stärken von digitaler Barrierefreiheit geht. Wie seid ihr auf die Idee zu Eye-Able gekommen und was treibt euch im Sinne eines Gamechangers an?

Tobias: Natürlich treibt uns hier vor allen Dingen der soziale Aspekt an. Eigentlich beginnt die Geschichte von Eye-Able bereits in der Kindheit unseres Gründers Oliver. Gemeinsam mit einem seiner besten Freunde Lennart besuchte er die Schule und beide wurden Banknachbarn. Wer als ‚normal Sehender‘ eine Schule besucht, kommt wohl gar nicht auf den Gedanken, dass nicht jeder in der Lage ist, die Schrift auf der Tafel zu lesen. Das ist aber die Grundlage, um erfolgreich am Unterricht teilzunehmen. Oliver hat Lennart, der genetisch bedingt seherkrankt ist, jeden Tag die Inhalte auf der Tafel vorgelesen bis er in der zehnten Klasse eine Assistenztechnik in Form einer Kamera bekommen hat. Im Studium E-Commerce von Oliver wurde klar, dass diese Probleme der Lesbarkeit gerade auch auf Websites existieren. Und so ist die Idee zur Software entstanden und am Grundkonzept hat sich bis heute wenig geändert: Wir wollen Probleme lösen und Barrieren abbauen, die Menschen bei der Nutzung von Webseiten haben, indem sie selbst die Ansicht an Ihre Bedürfnisse anpassen können.

Was ist das Besondere an eurer Assistenzsoftware Eye-Able?

Oliver: Diesbezüglich sind besonders zwei Punkte zu nennen. Die Einfachheit zeichnet Eye-Able definitiv aus: Die Software kann mit nur zwei Zeilen Code in jede Website, unabhängig vom Website System bzw. CMS, eingebunden werden. Die Integration dauert also im Normalfall nur wenige Minuten und kann vollzogen werden, ohne dass Änderungen an der Website vorgenommen werden müssen. So wird unmittelbar ein neues Level der Zugänglichkeit erreicht.

Das zweite Alleinstellungsmerkmal der Software ist die Individualisierbarkeit. Sowohl unser Icon sowie die Farben im Tool als auch der Funktionsumfang können frei angepasst werden, damit sich das Tool perfekt an das Design der Website anpasst. Für viele Webseitenbetreiber ist dieser Punkt besonders wichtig, da die Farbgebung und das Design das Bild des Unternehmens nach außen darstellen sollen und so die Corporate Identity abbilden.

Was muss ich können bzw. leisten, um Eye-Able auf meiner Website ans Laufen zu bringen?

Hier war es uns sehr wichtig, dass die Software leicht installierbar ist und für jede Website bezahlbar bleibt. Effektiv muss man als Webseitenbetreiber nichts weiter tun, als die zwei Zeilen Code in die Seite zu kopieren. Somit ist eine Installation auch für technisch unerfahrene Personen ohne Probleme möglich. Die Website selbst muss für die Integration in Bezug auf Inhalt oder Aufbau nicht verändert werden.

Auf den Punkt gebracht: Warum sollte ich eure Software einsetzen?

Eric: Kurz gesagt: Weil es kein Argument dagegen gibt, seine Website und damit seine Leistungen oder Informationen für alle Menschen zugänglich zu machen. Neben den monetären Vorteilen einer neuen Zielgruppe ist es am Ende auch eine menschliche Entscheidung. Übertragen wir das einfach mal in die analoge Welt. Nehmen wir an, du hättest ein wunderschönes Kaffee in der Innenstadt, aber leider vor deinem Eingang eine dreistufige Treppe und wüsstest, dass auch Menschen im Rollstuhl gerne bei dir deinen Kaffee trinken würden. Würdest du dann für diese Fälle in eine kleine mobile Rampe investieren? Vermutlich schon. Diese Rampe haben wir für Websites gebaut. So kannst du einerseits mehr Menschen erreichen und schaffst andererseits Inklusion. Wir leben in einer Zeit, in der sich der Informationsgehalt immer weiter ins Internet verschiebt. Es ist dringend notwendig, Websites zugänglich zu machen, um hier digitale Teilhabe zu schaffen und Betroffene nicht auszuschließen.

StartingUp Gründer*in des Jahres 2021 – gewonnen hat …

Mit eurer Unterstützung – herzlichen Dank fürs Mitmachen und Voten! – haben wir unter den 12 meistgelesenen „Gründer*innen der Woche“-Interviews den bzw. die Gründer*in der Jahres 2021 gewählt. And the Winner is …

Hier die drei Gründer*innen / Start-ups, die das packende Rennen um die Plätze eins bis drei unter sich ausgemacht haben. Herzlichen Glückwunsch an die Unternehmer*innen für Ihre tollen Leistungen in diesem "verrückten" Jahr 2021!

Platz 3 geht an Marc Schindler, Gründer von ottobahn

Gründer*in August 2021: ottobahn - der Schrecken heutiger Straßen
Die ottobahn ist als emissionsfreies und ottonomes® Transportsystem oberhalb heutiger Straßen konzipiert, das in einer Höhe von fünf bis zehn Metern gebaut wird. Hier geht’s zum Interview.


Platz 2 geht an Eva Helmeth, Gründerin von mon.courage

Gründer*in Juni 2021: mon.courage - der Stick für alle Fälle
Eva Helmeth hat den Face & Body Stick entwickelt, der Gesichts- und Handcreme, Lippenbalsam, Körperlotion, Fußpflege und Massageöl, Bartbalsam sowie Haarkur in einem ist. Hier geht’s zum Interview.

And the Winner is … unser Gründer des Jahres 2021 ist:

EarlyGame, das Start-up der Münchner Gründer Fabian Furch und Leopold Ingelheim.

Gründer*in des Jahres 2021 gesucht

Jede Woche präsentieren wir an dieser Stelle unsere(n) Gründer*in der Woche. Erstmals wollen wir nun aus allen, in diesem Jahr porträtierten Gründer*innen den oder die Gründer*in des Jahres 2021 wählen – mit deiner Unterstützung.

Wir haben dazu aus jedem Monat das meistgelesene Gründer*in-der-Woche-Interview herausgefiltert und so 12 Kandidat*innen für unsere(n) Gründer*in des Jahres 2021 nominiert.

Jetzt ist es an dir, eine(n) Gründer*in mit deiner Stimme zu unterstützen. Einfach das nachfolgende Abstimmungs-Tool nutzen und voten.

Du hast nur Zeit bis Ende des Jahres, um deine(n) Favorit*in an die Spitze zu bringen - daher: Jetzt teilnehmen!

Herzlichen Dank fürs Mitmachen und Voten!

DAS VOTING

So geht's: Einfach deinen Favoriten bzw. deine Favoritin markieren und auf "Abstimmen" klicken, fertig!

Rising Stars 2021

Der Report „Rising Stars 2021“ zeigt erstmals, wie junge, innovative FinTech- und InsurTech-Gründer*innen und -Start-ups aus Deutschland und Österreich 2021 den Markt erobern.

Der Rising Start Report ist eine in diesem Jahr erstmals erscheinende Online-Publikation, herausgegeben von FinTech Innovators, einer Community von und für die deutsche FinTech- & InsurTech-Innovationsszene.

Der Rising Stars Report 2021 zeigt die aktuellen Trends rund um FinTechs/InsurTechs auf, liefert belastbares Zahlenmaterial und präsentiert Top-Start-ups und ambitionierte Gründer*innen aus diesen hochinnovativen Branchen. Der Fokus liegt auf junge Start-ups, die nicht länger als 5 Jahre am Markt sind. Damit hat der Report, der künftig einmal im Jahr publiziert wird, zugleich das Zeug zur zentralen Informationsquelle für alle, die ein Teil des dazugehörigen Ökosystems sind bzw. werden wollen.

Dr. Florian Kandler, Geschäftsführer der FinTech Innovators: „In Zusammenarbeit mit Investor*innen, Akzelertoren, Berater*innen, Corporates und Gründer*innen der FinTech-Community haben wir diesen Report konzipiert. Das Ziel: einen wertvollen Überblick für alle in unserem Ökosystem zu liefern und gleichzeitig die jungen Start-ups dabei zu unterstützen, entdeckt oder noch bekannter zu werden.“

Kein klassischer Daten-Report
Der Rising Stars Report 2021 basiert auf der Befragung und Auswertung von 111 Datensätzen, welche durch die explizite Mitwirkung der Gründer*innen der deutschen und österreichischen FinTech- und InsureTech-Szene erhoben worden sind. Inkludiert sind zahlreiche, zum Teil bislang noch nicht veröffentlichte Daten, die erstmals von den teilnehmenden Gründer*innen und Start-ups im Rahmen des „Rising Stars“ Report kommuniziert wurden.

Wichtig zu wissen: „Rising Stars“ unterscheidet sich von klassischen Daten-Reports in der Art der Datenerhebung und dem Fokus, junge FinTechs/InsurTechs und ihre Gründer*innen ins Rampenlicht zu rücken. Der Report will kein wissenschaftlicher Bericht mit Anspruch auf Vollständigkeit sein. „Vielmehr laden wir alle Gründer*innen ein, im Report dabei zu sein. Ein großer Teil der von der Community nominierten und von uns kontaktierten Start-ups haben diese Einladung angenommen“, so Dr. Kandler.

Wertvolle Start-up-Insights
Unterteilt ist der „Rising Stars 2021“ in die Start-up-Präsentation der Neuen, der Jungen sowie der Etablierten. Hinzu kommen u.a. Porträts von Start-ups, die ihren Markteintritt erst im Jahr 2022 planen und damit quasi schon einen spannenden Ausblick auf die kommenden Innovationen der Branche und Inhalte des Rising Stars Report 2022 bieten.

Auf die Leser*innen warten Quick Facts (wie Gründungsjahr, Launch-Datum, Umsatz, Umsatzplan etc.), Produkt-Insights (bspw. Besonderheiten, Zielgruppe(n), Marktstrategie) sowie spannenden Infos zu den Erfolgen und zur Traction der porträtierten Start-ups.

Abgerundet wird der „Rising Stars 2021“ Report durch informative Gastbeiträge namhafter Player und Expert*innen des FinTech- und InsureTech-Ökosystems.

In Summe: über 250 Seiten, vollgepackt mit innovativen FinTech-/Insur-Tech-Infos und Know-how.

Den Fintech Innovators Report „Rising Stars 2021“ erhältst du hier

EY Startup Academy Award 2021

The winner is … AlphaSys Brain Technologies gewinnt die EY Startup Academy 2021!

Am 18. November war es so weit: Nachdem die neun Finalisten des diesjährigen Programms in mehr als 30 Workshops und Events über einen Zeitraum von sechs Wochen von EY-Experten und den Partnern der EY Startup Academy gecoacht wurden, hat die mit Experten besetzte Jury entschieden, welches der Startups die größten Fortschritte gemacht hat. Mit spannenden Vorträgen und Diskussionen mit Manuel Müller, dem CEO und Gründer von Emma, und den beiden EY Startup Academy-Alumni Anders Nordvist vom schwedischen FinTech Asteria und Maximilian Klinke von PigTie wurden die Zuschauer auf das große Finale eingestimmt.

Am Ende des Abends konnte sich als Gewinner das Startup AlphaSys Brain Technologies (Geschäftsname: EmoSys) gegen ambeRoad, AristanderAI, autogramm.io, evAI Intelligence, HCP Sense, Ignition, MotionsCloud und Summetix durchsetzen. Das niederländische Tech-Startup des Gründerteams Mehrdad Seirafi und Nitzan Merguei arbeitet an einem tragbaren Gerät, das epileptische Anfälle erkennen und verhindern kann. Bei der Abschlusspräsentation überzeugte das Startup die Jury vor allem mit der Darstellung seines Wachstumspotenzials. Auf Platz 2 landete mit IGNITION ein HR-Tech-Startup, das eine Plattform für ganzheitliche HR-Lösungen entwickelt hat. Auf Platz 3 wählte die Jury autogramm.io, das eine KI-basierte Lösung entwickelt hat, um unstrukturierte Daten in Dokumenten in Erkenntnisse zu verwandeln. Doch nicht nur die Jury darf darüber abstimmen, welcher der Teilnehmer sich am besten weiterentwickelt hat, auch die Zuschauer der EY Startup Academy dürfen ihren Favoriten wählen. Der Publikumsfavorit war in diesem Jahr die evAI Intelligence GmbH, ein KI-basiertes Unternehmen und Lösungsanbieter im Markt für Contextual Intelligence.

Die Jury beim Closing Event der EY Startup Academy setzt sich aus Vertretern des Partnernetzwerks zusammen. Die Zahl der Kooperationspartner der EY Startup Academy ist seit dem Jahr 2017, als die Initiative ins Leben gerufen wurde, kontinuierlich gestiegen. Die EY Startup Academy 2021 wurde von 18 Kooperationspartnern unterstützt, die von Unternehmen über Interessensverbänden bis hin zu Investoren und anderen Akteuren die ganze Vielfalt des Startup Ökosystems widerspiegeln. Zu den Partnern zählen die Austrian Angels Investors Association, BERLIN-CHEMIE AG, BlackWood Capital Partners, Bundesverband Deutsche Startups, Business Angels FrankfurtRheinMain, C3 Management, Campus Founders, Deutsche Bahn Digital Ventures, Dieter von Holtzbrink Ventures (DvH Ventures), HIGHEST, High-Tech Gründerfonds (HTGF), IBM, seed + speed Ventures, SixThirty Ventures, Sparkassen Innovation Hub, TechQuartier, UPSTART und w&w brandpool.

EY wird sowohl die Gewinner als auch die Teilnehmer der EY Startup Academy auf ihrem weiteren Weg begleiten. Und bereits jetzt ist klar: auch 2022 wird sich wieder die Frage stellen, wer den EY Startup Academy Award gewinnt!

Weitere Infos zur EY Startup Academy findest du hier

Gründer*in der Woche: Meisterklasse – das Netflix fürs Kochen

Meisterklasse ist eine der am schnellsten wachsenden Plattformen für Genuss und Kulinarik in Europa, die in Form von Online-Kursen namhafter Koryphäen wie Harald Wohlfahrt und Roland Trettl exklusives Know-how anbietet. Mehr dazu im Interview mit Co-Founder Andreas Leonhard.

Wann und wie ist die Meisterklasse entstanden und wer sind die Köpfe dahinter?

Die Idee zur Meisterklasse kam meinem Co-Founder Michael Krasemann und mir 2018. Wir sind schon lange befreundet und haben getrennt voneinander verschiedene Unternehmen aufgebaut. Wir hatten schon immer den Plan einmal gemeinsam ein Start-Up zu gründen, hatten aber noch nicht die richtige Idee gefunden. Ich selbst bin schon viele Jahre unternehmerisch im E-Learning unterwegs. Bei einem Spaziergang in der Pfalz kam uns die Idee. Anfangs sollte die Meisterklasse eine Plattform für alle möglichen Themen, mit entsprechenden Prominenten und Koryphäen als Meister, sein. Mitgründer waren damals noch Felix Schramm aus Berlin und Florian Hofbauer, mit dem ich auch das Food-Start-up Scraegg gegründet hatte. Mitte 2019 haben wir dann mit unserem Business Angel Carsten Kaisig das Konzept der Meisterklasse weiterentwickelt und uns entschieden, uns vertikal auf die Themen Genuss und Kulinarik zu fokussieren. Wir haben hier besonders gute Chancen gesehen, da Michael ein hervorragendes Netzwerk in die Welt der Kulinarik hat und Carsten und ich viele Möglichkeiten für den Ausbau der Marke zum Zwecke eines stetig wachsenden Customer Lifetime Values im Blick hatten. Heute führen Michael und ich das Unternehmen operativ und werden strategisch von unseren drei Business Angels unterstützt.

Hat euch bzw. eurem Geschäftsmodell Corona in die Karten gespielt?

Klar gab es in den Monaten mit hartem Lockdown einen Schub bei den Buchungen und insgesamt ist das Verständnis und die Offenheit der Menschen für Online Video Learning, nicht zuletzt auch durch die vielen Videokonferenzen, schneller gewachsen.

Insgesamt sind wir aber in Europa grundsätzlich in der Entwicklung noch ein paar Jahre hinter den USA und der Markt in Europa wächst daher schon lange Jahr für Jahr zweistellig.
Es gibt noch viel Luft nach oben und der Markt für didaktisch schlaue und qualitativ gut gemachte Angebote wird immer größer.

Wir haben also schon vor Corona auf das richtige Pferd gesetzt, die Pandemie hat das Wachstum im Markt und bei uns aber sicherlich noch mal zusätzlich beschleunigt.

Was genau bietet ihr mit Meisterklasse und wer sind eure Kund*innen?

Wir bieten videobasierte Online Kurse on demand zu verschiedensten kulinarischen Themen und internationalen Küchen, präsentiert von den jeweiligen Top-Koryphäen ihres Fachs. Man könnte auch sagen, wir sind das Netflix fürs Kochen. Unsere Kunden sind einerseits Hobbyköche, dann Menschen, die gerne mehr über Kulinarik wissen und erlernen wollen und schließlich auch Profis, die von unseren Meistern neue Inspirationen und die besonderen Tricks und Geheimnisse ihrer Kunst erfahren wollen.

Gibt es ein Kursangebot, das aktuell besonders gefragt ist?

Das unterscheidet sich teilweise saisonal. „Die Kunst des Barbecue“ mit Lucki Maurer läuft natürlich im Frühjahr und Sommer besonders gut, „Die Kunst der Weinkunde“ mit Justin Leone nimmt eher im Herbst und Winter Fahrt auf. Aber es gibt natürlich auch Dauerbrenner, wie Harald Wohlfahrts „Die Kunst des Kochens“ oder The Duc Ngo mit seinem Sushi-Kurs. Grundsätzlich kommen die Kurse am besten an, die einen gesunden Mix aus besonderen Gerichten, guter Unterhaltung und exklusivem Wissen und Blicken hinter die Kulissen der Meister bieten.

Wie hebt ihr euch mit eurem Angebot von anderen Kulinarik-Kursangeboten ab?

Die Auswahl der Meister ist schon mal ein starkes Alleinstellungsmerkmal. Auf der Plattform finden sich schon heute für jeden Kurs ganz besondere Koryphäen, deren Können unbestritten ist. Harald Wohlfahrt ist der am höchsten dekorierte Sternekoch in Deutschland. Er hat 25 Jahre lang ohne Unterbrechung drei Sterne gekocht. The Duc Ngo ist Deutschlands erfolgreichster asiatischer Gastronom mit mittlerweile 15 Restaurants in Berlin, Frankfurt und Baden-Baden. Justin Leone gilt als der Rockstar der Weltklasse-Sommeliers, Roland Trettl ist neben Tim Mälzer wahrscheinlich der bekannteste deutschsprachige Koch, der nach seiner Karriere als Sternekoch heute die Menschen vor allem durch seine sympathische und unterhaltsame Art zu Kochen begeistert. Mit Andrea Schirmaier-Huber haben wir eine Konditorenweltmeisterin im Programm und Peter Kapp gilt von der nationalen Gastronomie bis nach Wien als kreativster Bäckermeister. Ludwig Maurer ist unbestritten Deutschlands Grill- und Barbecue-Experte Nr. 1 mit eigener Wagyu-Rinderzucht. Auch bei unseren demnächst folgenden Kursen geht das so weiter.

Des Weiteren grenzen wir uns durch die hohe Qualität der Produktion ab. Ich kenne keinen anderen deutschsprachigen Kursanbieter, der wie wir auf diesem Niveau in Kinoqualität produziert. Die Kurse werden dadurch zu einem echten Entertainment-Erlebnis für unsere Teilnehmer - neben dem vielen Know-how-Transfer macht es einfach Spaß, sie anzuschauen.

Außerdem achten wir sehr auf eine gute didaktische Struktur in den Kursen. Wir wollen unbedingt, dass unsere Teilnehmer besser werden und einen direkten und einfach umsetzbaren Nutzen daraus ziehen. Alle Anleitungen sind sehr praxisnah und bieten echten Mehrwert.

Über unsere Communityfunktion können die Teilnehmer auch Fragen stellen auf die die Meister in regelmäßigen Abständen antworten. Alle Rezepte aus den Kursen gibt es außerdem in Form eines downloadbaren Workbooks inklusive Einkaufslisten.

Zu guter Letzt bauen wir das Angebot der Marke Meisterklasse permanent aus, um der Community ein ganzheitliches kulinarisches Spektrum liefern zu können. In Planung ist zum Beispiel ein Meisterklasse Online-Shop mit von unseren Meistern kuratierten Produkten.

Und wie macht ihr auf euch und eure Angebote aufmerksam?

Online Marketing, vor allem Social Media und Google Search, ist sicherlich ein wesentlicher Treiber. Hier bauen wir paid und organisch kontinuierlich Reichweite auf. Mit jedem neuen Kurs profitieren wir natürlich auch von der bestehenden Community des Meisters, die auf uns aufmerksam wird. Affiliate funktioniert ebenfalls gut und wird weiter ausgebaut. Viele unserer Kunden verschenken die Kurse und somit entsteht ein solides Word-of-Mouth Grundrauschen. Des Weiteren setzen wir auf reichweitenstarke Vertriebskooperationen, wie die mit der Jochen Schweizer/MyDays Gruppe oder dem Weltbild Verlag mit seinen acht Millionen Kunden.

Ab 2022 gibt es die Meisterklasse auch in Form einer stylischen Box im stationären Buchhandel - ein weiterer Vertriebskanal.

Aktuell habt ihr ein Funding auf Seedmatch am Start. Was ist die Motivation für das Funding, was das Ziel und was plant ihr mit dem frischen Kapital?

Wie schon erwähnt haben wir einige Pläne, um die Meisterklasse weiterzuentwickeln. Wir haben bereits mehrere weitere Koryphäen unter Vertrag, mit denen wir neue Kurse produzieren werden. Weiterhin wollen wir das frische Kapital in den Aufbau des Meisterklasse Shops stecken, wir planen eine Meisterklasse App zu entwickeln und natürlich geht das alles nur mit einem guten Team. Daher soll ein Teil des Kapitals auch in den Ausbau unserer Ressourcen und in die Gewinnung neuer Mitarbeiter fließen.
Wir haben uns aus mehreren Gründen bewusst für eine Crowdinvesting-Kampagne entschieden: Einer ist, viele neue Stakeholder in unsere Meisterklasse Familie zu holen, die uns mit Sicherheit mit reichlich guten Ideen und Inspiration bereichern werden. Ein zweiter Grund ist der Ausbau des Bekanntheitsgrades der Meisterklasse durch die Kampagne auf vielen verschiedenen Ebenen.

Und was sind eure weiteren unternehmerischen Pläne?

Langfristig wollen wir die Meisterklasse zu einer führenden kulinarischen Marke in Europa entwickeln. Internationalisierung wird also eine wichtige Rolle spielen. Wir sehen hier sowohl die Übersetzung unserer bestehenden Kurse in andere Sprachen, als auch den Aufbau von länderspezifischen Meisterklassen mit regionalen Koryphäen. Hier gibt es bereits erste Kontakt nach UK, Italien und Frankreich. Weiterhin wollen wir das Portfolio unter der Marke Meisterklasse kontinuierlich ausbauen. So ist es auch angedacht, eigene Meisterklasse Lebensmittel- und Küchenutensilien-Produkte auf den Markt zu bringen.

Und last but not least: Welche Tipps hast du für andere Gründer*innen aus der Food-Branche aus eigener Erfahrung?

Ganz wichtig: Voller Fokus beim Start und dann fortlaufender Ausbau und Weiterentwicklung des Geschäftsmodells. In der Regel hat man gleich zu Beginn der Entwicklung seines Geschäftsmodells dutzende von Ideen, was man alles reinpacken könnte und welche Optionen und Features das Ganze noch besser machen würden. Die Gefahr, sich an dieser Stelle zu verzetteln und zu wenig Fokus auf den Kern der Idee zu haben, ist riesig. Man muss sich wirklich disziplinieren, alle Ideen erfassen und auf später schieben und eben zu 100% konzentriert auf das Wesentliche der Geschäftsidee bleiben. Man darf nicht dem Irrglauben erliegen, man müsse gleich alles von Anfang mit entwickeln, weil sonst vielleicht Wettbewerber diese Ideen früher umsetzen. Das wird in der Regel nicht passieren.

Mein zweiter Tipp ist, so wählerisch wie möglich beim Aufbau des Teams zu sein. Wenn das Team passt, alle miteinander harmonieren, sachlich und gut diskutieren können und vor allem gleichermaßen professionell sind, wenn es keine Egos im Team gibt, man sich blind vertrauen kann und alle mit gleich großem Engagement auf das eine Ziel hinarbeiten, dann hat man schon 50% des Erfolgs in der Tasche. Die beste Geschäftsidee wird scheitern, wenn du nicht das richtige Team zur Umsetzung am Start hast. Daher lasst euch Zeit bei der Wahl eurer Partner und bei den ersten zehn bis 20 Mitarbeiter*innen, denn die prägen eure Kultur und den weiteren Verlauf eurer Story.


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Hier geht's zur Meisterklasse

 

Das Interview führte Hans Luthardt

Gründer*in der Woche: hello again - das nächste Level der Kundenbindung

Zusammen mit seinen Co-Foundern bietet Franz Tretter mit hello again White-Label-Loyalty-Apps mit automatisierter Kund*innenkommunikation an, um den Wert der Kund*innen und somit den Umsatz zu steigern. Das in Österreich bereits als Vorreiter für Kund*innenbindungsprogramme etablierte Start-up tritt nun auch in Deutschland an. Mehr dazu im Interview mit Franz.

Wann und wie bist du mit deinen Co-Foundern Michael Schöndorfer, Mario Pecile und Sebastian Auberger auf die Idee zu hello again gekommen?

Wir helfen Unternehmen, ihre eigene Treue-Community aufzubauen. Viele Unternehmen und Marken kennen ihre Kund*innen nicht. Die Wechselbereitschaft von Kund*innen und die Relevanz des Smartphones, als wichtigstes Medium der heutigen Gesellschaft, steigt. Das führte schlussendlich zur Gründung von hello again im Jahr 2017. Mit unserer Lösung helfen wir Unternehmen dabei, ihre Kund*innen besser kennenzulernen und sie mit relevanten Inhalten zu bespielen. So werden Kund*innen zu Fans, sie kommen wieder zurück und nehmen auch Freund*innen mit. Der Kundenwert steigt und in Folge auch der Umsatz des Unternehmens.

In Österreich habt ihr einen rasanten Start hingelegt. Was waren die wichtigsten Meilensteine auf diesem beachtlichen Erfolgsweg?

Wichtige Milestones auf unserem Weg gab es viele: Unseren ersten Key-Account-Kunden “claro” hatten wir z.B. bereits vor unserer offiziellen Gründung. Dies zeigte uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Des Weiteren war ein großer Schritt, dass nun in Österreich und Deutschland auf jeder Rechnung ein QR-Code mit Umsatzinformationen abgedruckt ist. Damit können unsere Kund*innen unser System ganz einfach ohne Kassenintegration verwenden und ihre Kund*innen ganz einfach Treue-Punkte sammeln.

2020 war auch ein tolles Jahr für uns: Hier sind das 6-stellige Investment durch Florian Gschwandtner, Alexander Kudlich und Hansi Hansmann zu nennen sowie den Gewinn der Handelskette Müller als unseren Kunden.

Als weiteren Meilenstein haben wir heuer die Grenze der 400 Kund*innen in insgesamt 25 Ländern überschritten. Mittlerweile beschäftigt hello again über 50 Mitarbeiter*innen. Eine Entwicklung, auf die ich wirklich extrem stolz bin. Aber wir haben uns auch für die nächste Zeit einiges vorgenommen: Wir sind in den letzten Monaten erfolgreich in Deutschland gestartet und bauen vor Ort ein eigenes Sales-Team auf. Zudem haben wir uns als Ziel gesetzt, das Wachstum weiter jährlich um 100 Prozent zu steigern und unser Team zu verdoppeln.

Nun auf den Punkt gebracht: Was genau bietet eure hello again White-Label-Lösung, wen adressiert ihr und was unterscheidet sie von bestehenden Angeboten?

Wir helfen dem Power-Mittelstand dabei, seine Endkund*innen wertvoller zu machen - mit unserem Produkt, das aus zwei Komponenten besteht. Eine Steuerungszentrale inklusive Dashboard und Kundendatenbank für das Unternehmen und eine White-Label Loyalty-App, die für verschiedene Anforderungen modular anpassbar ist und von Endkund*innen verwendet wird. Durch das Zusammenspiel dieser Komponenten schaffen wir einen enormen Mehrwert für das Unternehmen und die Endkonsument*innen. Kundenwert und Umsatz werden nachweislich drastisch gesteigert.

Bis heute gibt es keine vergleichbare Lösung am Markt, die Unternehmen ein derart umfassendes Paket anbietet: automatisierte, personalisierte Kommunikation über mehrere Kanäle hinweg, ein Treue-Club-System mit vielen Mechanismen, die die Kundenloyalität fördern, die Möglichkeit durch Stammkund*innen neue Kund*innen zu gewinnen, eine integrierte Kundendatenbank und mächtige Datenanalysetools. Und ein weiterer entscheidender Faktor ist, dass unsere Lösung auch für KMUs leistbar und in wenigen Tagen einsatzbereit ist.

Wie du bereits erwähnt hast, seid ihr nun auch in Deutschland aktiv: Was und wen wollt ihr auf dem deutschen Markt bewegen?

Nach dem Erfolg und vor allem dem extrem positiven Feedback in Österreich sehen wir großes Potenzial bei deutschen Unternehmen. Unsere bisherigen Erfahrungen bestätigen das auch. Wir möchten Unternehmen ein Mittel an die Hand geben, um Kundenloyalität und Kundenwert zu steigern. Insbesondere mittelständische Unternehmen suchen nach Wegen, um sich von den großen Mitbewerbern abzuheben. Genau da kommen wir ins Spiel. Unsere Kund*innen haben, unabhängig von Branche und Unternehmensgröße, eines gemeinsam: Sie möchten ihre Zukunft aktiv mitgestalten und sehen externe Einflussfaktoren und Trends wie die Digitalisierung nicht als Gefahr, sondern möchten diese für die Weiterentwicklung ihres Unternehmens nutzen. Wir nennen diese Unternehmen den Power-Mittelstand. Und den gibt es natürlich auch in Deutschland.

Darüber hinaus seid ihr bereits in insgesamt 25 Ländern aktiv. Wo siehst du hello again in einem Jahr, nicht nur geografisch aufgestellt?

Wir unterstützen aktuell 400 Unternehmen mit unserer Lösung. Unser großes Ziel ist es diese Zahl innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre auf 1.000 zu erhöhen. Wir nennen das in unserem Team “Howard 1000” - eine Hommage an Howard Carpendale und seinen Schlagerhit “Hello again”. Aktuell liegt unser Fokus ganz klar auf dem deutschen Markt. Wir bauen dort gerade unsere Sales-Mannschaft auf. Das Büro in München haben wir schon vor einigen Monaten bezogen – Hamburg, Berlin und Frankfurt folgen bald. Und danach folgt der Rest Europas (grinst).

Und last but not least: Was rätst du anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung?

Mein wichtigster Tipp für alle Gründer*innen: Sucht euch ein starkes Team! Alleine kann man kein Unternehmen groß machen. Umgebt euch immer mit Personen, die euch einen Schritt voraus sind – so kommt ihr am schnellsten voran.

Hier geht's zu hello again

Das Interview führte Hans Luthardt

9. Deutscher Startup Monitor

Über 2000 deutsche Start-ups haben an der aktuellen Befragung teilgenommen – hier die spannenden Ergebnisse des Deutschen Startup Monitors in komprimierter Form.

Das Geschäftsklima in der deutschen Start-up-Szene hat sich deutlich aufgehellt und liegt wieder auf dem Niveau von 2019. Gründer*innen finden hierzulande immer bessere Bedingungen vor* Zwei Drittel bewerten das Start-up-Ökosystem an ihrem Standort als gut oder sehr gut – das sind vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch auf dem Arbeitsmarkt wider* Die durchschnittliche Beschäftigungszahl steigt von 14 auf 18 und auch bei den geplanten Neueinstellungen zeigt der Trend nach oben. Doch die Talentsuche entwickelt sich neben der Kapitalbeschaffung zu einer der großen Hürden für die Jungunternehmer*innen. Eine weitere große Herausforderung ist außerdem der unzureichende Zugang zu Daten und deren Konzentration bei wenigen internationalen Konzernen.

Zu diesen Ergebnissen kommt der 9. Deutsche Startup Monitor (DSM), den der Bundesverband Deutsche Startups e.V. und PwC in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen erstellt und an dem sich erstmals über 2000 deutsche Start-ups beteiligt haben.

Diversität und Dynamik stärken

Start-ups sind eine treibende Kraft, wenn es um Innovationen und Technologien geht
und schaffen so auch immer mehr neue Arbeitsplätze* In den kommenden Monaten wollen die befragten Unternehmen im Schnitt neun Mitarbeitende rekrutieren. Ob sich die geplanten Neueinstellungen realisieren lassen, hängt allerdings ganz wesentlich von der Lage auf dem Bewerber*innenmarkt ab. Fest steht* Die Personalsuche wird schwieriger. 27 Prozent der Start-up-Gründer*innen bezeichnen sie bereits als größte Hürde – das sind 10 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Ein weiterer zentraler Aspekt im Kontext Wachstum und Personal betrifft die Diversität – mehr Frauen als Gründerinnen heißt in Sachen Talente und Innovationskraft aus dem Vollen zu schöpfen. Vor diesem Hintergrund ist der Anstieg des Frauenanteils um 11 Prozent als positives Signal und erster Schritt in die richtige Richtung hervorzuheben – auch wenn das Niveau mit einem Frauenanteil von knapp 18 Prozent insgesamt noch sehr niedrig ist. Zugenommen hat im Vergleich zum Vorjahr (20 Prozent) außerdem der Anteil an Gründer*innen mit Migrationshintergrund, der jetzt bei 22 Prozent liegt.

Die 5. EY Startup Academy sucht ihren Gewinner

Am 18. November 2021 findet das Closing Event des sechswöchigen Programms mit der Verleihung des Academy Awards statt.

Mit der EY Startup Academy erhalten Startups seit 2017 die Chance, an einem sechswöchigen Programm teilzunehmen, in dem sie ihr Geschäftsmodell und dessen Hauptkomponenten mit strukturierter Hilfe und Beratung von EY-Experten und einem externen Partner-Netzwerk verbessern können. Zielsetzung der EY Startup Academy ist es, aussichtsreiche Tech-Geschäftsmodelle mit Zukunftspotenzial bei ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen.

Nachdem am 16. September in einem hybriden Pitch Contest neun Finalisten aus den eingegangenen Bewerbungen ausgewählt wurden, haben sie in den folgenden Wochen an über 30 Workshops und Trainings teilgenommen. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten zählten neben Pitch Training, Fundraising, Pricing, Business Planung und Investor Readiness auch Regulatorik und Datenschutz, IP-Recht, Compliance und IT sowie in diesem Jahr erstmals Marketing und Vertrieb.

Darüber hinaus bietet die EY Startup Academy den Teilnehmern Zugang zu einem exklusiven Branchennetzwerk aus Venture Capital Fonds, Business Angels und Unternehmensvertretern. Von ursprünglich vier Partnern ist das Netzwerk der EY Startup Academy in den letzten Jahren auf 17 angewachsen. Heute bildet es ein breites Branchenspektrum ab: 2021 wird die EY Startup Academy von der Austrian Angels Investors Association, BERLIN-CHEMIE AG, BlackWood Capital Partners, dem Bundesverband Deutsche Startups, den Business Angels FrankfurtRheinMain, C3 Management, Campus Founders, der Deutsche Bahn Digital Ventures, Dieter von Holtzbrink Ventures (DvH Ventures), HIGHEST, dem High-Tech Gründerfonds (HTGF), IBM, seed + speed Ventures, SixThirty Ventures, dem Sparkassen Innovation Hub, dem TechQuartier und w&w brandpool unterstützt. Jedem der neun Teilnehmer wird zudem für die Dauer des Programms ein Mentor zur Seite gestellt. Denn mit der EY Startup Academy will EY das Startup Ökosystem und vor allem die teilnehmenden Gründer ganzheitlich bei ihrer Reise „from idea to exit“ unterstützen.

Wer gewinnt den EY Startup Academy Award 2021?

Am 18. November können die neun Teilnehmer der EY Startup Academy zeigen, wer in dem sechswöchigen Programm die größten Fortschritte gemacht hat. Mit Alpha Brain Technologies BV, ambeRoad, AristanderAI, autogramm.io, evAI Intelligence, HCP Sense, Ignition, MotionsCloud und Summetix stehen neun junge Unternehmen mit ganz unterschiedlichen Geschäftsmodellen im Finale: das Spektrum reicht von dem Vorhaben, epileptische Anfälle zu verhindern über eine Plattform für ganzheitliche HR-Lösungen hin zur Automatisierung der Erfassung von Versicherungsschäden.

Eine mit Experten aus dem Partner-Netzwerk besetzte Jury und die Zuschauer stimmen am Ende des Abends darüber ab, welches der Gründerteams während des sechswöchigen Programms die größten Fortschritte gemacht hat und den Academy Award 2021 gewinnt. Zusätzlich zu einer Geldprämie wird EY das Gewinner-Startup mit freien Beratertagen bei seiner weiteren Entwicklung unterstützen.

Ihr wollt wissen, wer die EY Startup Academy 2021 gewinnt? Meldet euch jetzt für das Closing Event am Donnerstag, 18. November, ab 18 Uhr an und verfolgt die spannenden Pitches im Livestream.

Apeleon: Nächster Schritt des Flugtaxis im Wettlauf um die Lufthoheit

Apeleon hat vor über einem Jahr erste Testflüge erfolgreich absolviert. Nun gelang dies erstmals auch mit der dritten Generation ihres Flugtaxis.

Das österreichische Startup Volare entwickelt ein senkrecht startendes und landendes Flugzeug unter dem Namen Apeleon. Gegründet im Oktober 2017 unter Founder und CEO Andreas Fürlinger, lag dem Unternehmen stets die Vision nahe, das Fliegen in den Alltag zu integrieren und Orte schneller miteinander zu verbinden.

Neue Flugkonzepte

„Und das ohne die Hindernisse der heutigen Luftfahrt und ohne die Probleme des bodengebundenen Verkehrs“, präzisiert Fürlinger. „Hierzu braucht es neue Luftfahrzeuge.“ Es war genau dieser Wunsch und die Faszination Fliegen im Allgemeinen und der Reiz an Herausforderungen zu arbeiten, die den Gründer angetrieben haben, neue technische Lösungen, konkreter: neuartige Flugzeugkonzepte, zu erarbeiten.

„Das hat bereits vor vielen Jahren begonnen. Es ist tatsächlich so, dass mich die Luftfahrt bereits seit meiner Kindheit fasziniert, es begann mit Modellbau über Paragleiten zum Motorflug und zur Berufspilotenausbildung. Mein technisches Studium, ich habe Maschinenbau studiert, habe ich auch bzw. gerade wegen meiner Faszination für das Fliegen auf den Schwerpunkt Luftfahrt ausgerichtet. Ich bin jetzt seit gut zehn Jahren als Ingenieur in der Luftfahrt verankert und hatte die Möglichkeit an spannenden Projekten mitzuwirken“, so Fürlinger weiter.

Apeleon hat den ersten Testflug schon einige Zeit hinter sich. Frühere Demonstratoren sind bereits vor über einem Jahr in die Lüfte abgehoben. Die letzten Monate jedoch hat das Startup intensiv an Testflügen mit dem neuesten Demonstrator der dritten Generation gearbeitet. Und, Fürlinger nach, wichtige Erkenntnisse erzielt: „Wir haben damit bereits eine gute Basis für unsere nächste Phase, die Entwicklung des vollmaßstäblichen Prototyps geschaffen. Dafür sind wir zurzeit auch auf der Suche nach Investoren“, sagt er.

Viele Variablen noch offen

Der Apeleon-Gründer, der sein Flug-Taxi als Luftfahrzeug mit Tragflächen klassifiziert und es damit von „little range“-Multikoptern abhebt, erwartet – unter Berücksichtigung verschiedenster Aspekte, wie etwa technische Entwicklung des Luftfahrzeuges, Schaffung und Erweiterung von Regularien, Infrastrukturaufbau und letztendlich auch gesellschaftliche Akzeptanz – einen Start des kommerziellen Betriebs von einzelnen Strecken ab 2025.

„Wir verfolgen ein Konzept mit Tragflächen, um einen effizienten Reiseflug und damit längere Flugstrecken, zu ermöglichen“, so Fürlinger weiter. „Diese neue Art der Luftfahrzeuge eröffnet Möglichkeiten, vor allem weil auch die Betriebskosten solcher neuen Luftfahrzeuge geringer ausfallen werden als von heutigen, speziell Helikoptern. Diese Reduktion an Betriebskosten kann an den Endkunden weitergegeben werden und führt im Beispielfall von Personenbeförderung zu leistbaren Flugtickets. Die günstigeren Tickets führen dazu, dass dieses Transportmittel von einer breiteren Gesellschaft genutzt werden kann“, so die Idee.

Der Preis soll sich anfangs zwischen dem Flug mit einem heutigen Helikopter und Taxifahrten einordnen, wobei das Potential für weitere Kostenreduktion gegeben sei. Fürlinger dazu: „So lässt auch ein in späterer Zukunft angestrebte autonomer Betrieb den Preis weiter sinken, da ein Teil der Pilotenkosten wegfallen und ein weiterer Sitzplatz durch weitere zahlenden Kund:innen belegt werden kann.“

Apeleon als Infrastruktur-Alternative

In Sachen Einsatzmöglichkeiten argumentiert der Gründer mit einer Prämisse, die sich vereinfacht so festhalten lässt: Dort wo bisher nichts ging, wird etwas gehen. Er sagt: „Wir sehen vor allem dort Potential, wo keine aufwendige Infrastruktur geschaffen werden kann und auch keine Hochgeschwindigkeitsverbindungen, etwa Bahn oder Autobahn, vorhanden sind und auch aufgrund von Terrain oder anderen Gründen nicht geschaffen werden können. Wir können schlecht angebundene und auch abgelegene Orte sehr flexibel verbinden und eine schnelle Verbindung anbieten. Zusätzlich sehen wir aber auch bei zeitkritischen Anwendungen wie notärztliche Versorgung oder Priority-Cargo enormes Potenzial.“

Dieser Beitrag ist zuerst auf brutkasten.com erschienen

Science4Life Businessplan-Wettbewerb startet

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Science4Life, Deutschlands größter Businessplan-Wettbewerb für Life Sciences, Chemie und Energie, startet.

Science4Life ist Deutschlands größter Businessplan-Wettbewerb für Life Sciences, Chemie und Energie. Das Programm begleitet Start-ups von der ersten Idee über das Geschäftsmodell bis zum fertigen Businessplan. 1.300 Unternehmen wurden seit dem Start von Science4Life bereits gegründet. Denn Start-ups gewinnen nicht nur ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 85.000 Euro, sondern profitieren von intensiven Coachings mit Branchen-Experten und bauen ihr eigenes Netzwerk aus. Hinter Science4Life stehen die Hessische Landesregierung und das Gesundheitsunternehmen Sanofi.

Um Start-ups auf ihrem Weg bis zum fertigen Businessplan und darüber hinaus bestmöglich zu unterstützen, bietet Science4Life ein maßgeschneidertes Programm in drei Phasen: Ideenphase, Konzeptphase und Businessplanphase. Start-ups aus den Branchen Life Sciences und Chemie werden mit dem „Science4Life Venture Cup“ ausgezeichnet. Mit dem „Science4Life Energy Cup“ wird ein weiterer branchenspezifischer Preis für hervorragende Gründungsvorhaben aus dem Bereich Energie verliehen.

Gründer*in der Woche: LEILA - die Online-Kinderwunsch-Plattform

LEILA ist ein FemTech Start-up aus Berlin, das durch sein CE-zertifiziertes Medizinprodukt die Diagnostik von Fruchtbarkeitsstörungen automatisiert. Mit der selbst entwickelten Software wird die Ursache der Störungen in kurzer Zeit erkannt, die intelligenten Algorithmen verraten, welche Umstellungen notwendig sind, um den Kinderwunsch Realität werden zu lassen. Mehr dazu im Interview mit Co-Founderin Caroline Mitterdorfer.

Wie steht es hierzulande um das traurige (Tabu-)Thema unerfüllter Kinderwunsch? Wie viele Paare sind betroffen, welches sind die Hauptursachen und wie vielen Paaren kann bislang effektiv geholfen werden?

Allein in Europa sind 25 Millionen Menschen von Unfruchtbarkeit betroffen. Als unfruchtbar gelten bereits Frauen, wenn sie über 35 Jahre alt sind und länger als 6 Monate versuchen schwanger zu werden oder Frauen unter 35 Jahren, die es länger als ein Jahr versuchen.

Die erste Anlaufstelle ist meist die gynäkologische Praxis der Frau. Leider sind in Deutschland nur 0,9 % der Gynäkolog*innen auf Reproduktionsmedizin & Endokrinologie spezialisiert. Diese Spezialisierung ist jedoch erforderlich, um umfangreiche Kinderwunschdiagnostik durchzuführen.

Das Gesundheitssystem sieht also vor, dass jene Paare in die Kinderwunschklinik gehen - dort wo die Experten sitzen. Leider kommen da lediglich 10 % aller Paare an - häufig aufgrund von Stigma, finanzieller Ressourcen und fehlender Information. Kinderwunschkliniken werden nach wie vor mit künstlicher Befruchtung, Designerbabys und Reagenzgläsern in Verbindung gebracht. Leider ist Unfruchtbarkeit immer noch ein riesiges Tabu-Thema in unserer Gesellschaft. Unsere Studie mit über 1500 Frauen hat ergeben, dass Betroffene sich oft alleine gelassen fühlen, stark verzweifelt sind und gar Anzeichen an Depressionen aufzeigen.

Daher ist es wichtig, die übrigen 90 % abzuholen und ihnen eine Lösung zu bieten, den Grund für ihren unerfüllten Kinderwunsch herauszufinden! In fast 70 % der Fälle, reichen sogar schon kleinere Lebensstiländerungen aus, wie die Einnahme von Medikamenten oder eine Ernährungsumstellung, um die Fruchtbarkeit zu erhöhen.

Ein sehr häufiger Grund für Unfruchtbarkeit ist zum Beispiel das polyzystische Ovarialsyndrom, kurz PCOS. Es ist in über 30 % der Fälle die Ursache von Unfruchtbarkeit. Leider dauert die Diagnose für diese häufig vorkommende Krankheit (10 bis 15 % aller Frauen sind betroffen) oft mehrere Jahre. Das gleiche gilt für Endometriose an der 1 von 10 Frauen erkranken. Hier dauert die Diagnose vom Auftreten der ersten Symptome bis zur vollständigen Diagnose im Durchschnitt 10,4 Jahre. Das können wir mit einer leicht zugänglichen, medizinischen Diagnostik ändern!

Wann und wie bist du vor diesem Hintergrund zusammen mit deinen Mitgründerinnen Dr. med. Theresa Vilsmaier und Silvia Hecher auf die Idee zu LEILA gekommen?

Nach meiner Zeit bei einem Start-up in der Hotellerie, habe ich mich nach einer Aufgabe gesehnt, mit der ich wirklich etwas bewegen kann. In meinem Bekanntenkreis wurde das Thema Kinderwunsch immer präsenter, ich selbst habe mich auf Basis meiner eigenen Gesundheit stark mit dem Einfrieren von Eizellen auseinandergesetzt und hier einen Mangel entdeckt: Es gab keine Möglichkeit, sich die sehr teuren Kinderwunschbehandlungen zu finanzieren. Das passte gut zusammen mit meinem Background in Finance, so gründete ich den ersten Kinderwunschkredit in Deutschland.

Auf Silvia wurde ich aufmerksam, als sie ihren Auftritt bei 2 MINUTEN 2 MILLIONEN, dem österreichischen Format von Höhle der Löwen, hatte. Sie präsentierte damals Ivery, einen At-Home-Test für die Bestimmung des letzten fruchtbaren Tages. Im Rahmen unseres Austausches kamen wir auf die Lücke im Gesundheitssystem zu sprechen: Die Fruchtbarkeitsstörung von Frauen kann meist nicht umfangreich beim Gynäkologen diagnostiziert werden und der Besuch in einer Kinderwunschklinik wird meist kategorisch ausgeschlossen. Durch glückliche Umstände über unsere erste Investorin wurden wir dann mit Theresa connected. Als Reproduktionsmedizinerin bestätigte sie uns dieses Problem und gemeinsam haben wir dann im September 2020 gestartet LEILA zu entwickeln.

Worin besteht euer neuartiger Ansatz in der Kinderwunschmedizin?

Mehrere Hundert klinische Leitlinien und Studien im Bereich Kinderwunsch werden erstmals unter der Verwendung von über 30 eigens entwickelten Algorithmen als elektronischer Entscheidungsbaum abgebildet. In Form von einer Software, dem LEILA Fertility Code, bringen wir quasi die smarteste Reproduktionsmedizinerin zur Frau nach Hause. Das spart nicht nur dem Paar und den Ärzt*innen wesentliche Zeit, sondern ermöglicht vor allem eine individualisierte Diagnostik.

Bis dato gibt es rund um den Kinderwunsch nur reine Lifestyle-Produkte mit sehr begrenzten Möglichkeiten am Markt. Wir sind ein Medizinprodukt und können eine ganzheitliche, individualisierte und vor allem wissenschaftlich fundierte Diagnose bieten.

Wie genau funktioniert euer Konzept bzw. digitales Analysetool?

Der LEILA Fertility Code ist web-basiert und somit über jedes Gerät erreichbar. Wir starten zunächst mit einer umfangreichen Anamnese in Form eines medizinischen Fragebogens, das ist die Basis für die Arbeit unseres Algorithms. Anschließend ermittelt dieser welche Blutparameter im Labor abgenommen werden müssen, eine sogenannte Präzisionsdiagnostik. Nach dem Besuch im Labor und Vorlage der Ergebnisse, ermitteln unsere Algorithmen dann die Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch und empfehlen direkt individualisierte Therapiemöglichkeiten und nächste Schritte - präzise, medizinisch und vor allem personalisiert. In einer Videosprechstunde mit einem/r Reproduktionsmediziner*in werden dann die Ergebnisse des LEILA Fertility Codes gezeigt und erläutert.

Mit LEILA können Frauen so innerhalb weniger Tage den Grund Ihrer Unfruchtbarkeit feststellen und vor allem ihren Kinderwunsch in Angriff nehmen - für Begleitung nach Diagnose ist bei LEILA in Form von online Therapiestunden und Kursen gesorgt.

Wo kommt euer Medizinprodukt zum Einsatz?

Unser Produkt ist für alle Frauen und Paare, die per Definition als "unfruchtbar" gelten. Wir möchten so die Lücke im System schließen und die Reproduktionsmedizin nahbarer machen. Mit unserer Diagnose empowern wir jene Paare die besten Schritte einzuleiten, um die besten Chancen auf die Erfüllung ihres Kinderwunsches zu haben. Der Faktor Zeit ist schließlich, wie bereits erklärt, ein entscheidender beim Kinderwunsch, daher ist die frühzeitige Erkennung der Unfruchtbarkeitsursache durch LEILA auch so wichtig.

Wie habt ihr euch bzw. den Unternehmensaufbau von LEILA bislang finanziert?

Durch starke Angel Investoren, die an unsere Vision, langfristig eine Lücke im Gesundheitssystem zu schließen, und an LEILA glauben.

Was sind eure nächsten unternehmerischen To Do's?

Seit September ist der LEILA Fertility Code nun offiziell ein Medizinprodukt und darf von Frauen und Ärzt*innen angewendet werden. Unser Fokus liegt nun darauf, die ersten Partnerschaften mit Zyklus-Applikationen bzw. Fruchtbarkeitstrackern zu starten, damit wir die ersten Kundinnen durch die Software führen dürfen. Parallel haben wir eine strategische Partnerschaft mit einer der größten europäischen Laborketten für Endokrinologie gewonnen. Gemeinsam trainieren wir nun unsere Algorithmen mit mehr als 10 Millionen Datensätzen, um schon bald durch Machine-Learning neben Empfehlungen für Diagnostik auch Prognosen anbieten zu können - unter anderen für Behandlungserfolge.

Und last but not least: Was rätst du anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung?

  1. Lass dich ja nicht unterbuttern. Es wird immer Leute geben die nicht an dich glauben. Das sollte dich umso mehr anspornen.
  2. Hinfallen und Krone wieder richten. Es wird dir konstant ein Stein in den Weg gelegt. Lass den Kopf nicht hängen und richte dich wieder auf. Fokussiere dich auf deine Vision und lass dich von negativen Erlebnissen nicht irritieren.
  3. Bitte um Hilfe. Gerade als Gründerin hat man oft nicht das passende Netzwerk oder kaum Freundinnen im Freundeskreis die ebenfalls gründen. Lass dir Intros geben, hilf anderen, dann wird dir auch geholfen und leiste dir einen Coach - #1 Tipp!

Hier geht's zu LEILA

Das Interview führte Hans Luthardt