Gründer der Woche: KEEGO – die quetschbare Sportflasche aus Titan

Gründer der Woche 11/18


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Lukas Angst – gebürtiger Schweizer mit Wahlheimat Österreich – hat die weltweit erste quetschbare Sportflasche aus Titan entwickelt. Mitte März startet eine Crowdfunding-Kampagne – darüber und über das KEEGO-Business sprechen wir mit Lukas:

Lukas Angst mit seiner Titan-Trinkflasche

Wann und wie bist du auf die Idee zu deiner innovativen Trinkflasche gekommen?

Ich bin ein großer Fan von Roger Federer und habe mich immer gewundert, weshalb Mister Clean aus billigen Plastikflaschen trinkt. Natürlich stehen Sponsoren dahinter, aber King Roger sollte da doch ein Wort mitreden können. Neben dem persönlichen Interesse, die perfekte Sportflasche zu finden, war auch das ein Anstoß, sich das Problem genauer anzuschauen.

Für die präzise Regulierung des Trinkstroms, für schnelles Trinken oder kontaktloses Trinken im Falle von Mannschaftssportarten brauchen Sportler quetschbare Flaschen. Nun sind diese aber alle aus Plastik. Das heißt sie sind schlecht für den Geschmack, die Gesundheit und die Umwelt.

Ausgehend von dieser Problemstellung habe ich mich vor zwei Jahren aufgemacht, um eine bessere Trinkflasche zu entwickeln. KEEGO wurde aus der Vision geboren auf innovative Weise die beste Funktionalität einer Flasche mit dem besten Trinkerlebnis zu verbinden.

Was ist dein beruflicher Hintergrund?

Ich habe bei HUGO BOSS größere Projekte im E-Commerce geleitet. Bei Red Bull ebenfalls im E-Commerce am Business Development gearbeitet und zuletzt bei Amazon im Musikbereich mit Musiklabels den Verkauf gestaltet.


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Hart wie Titan, aber leicht quetschbar: die KEEGO-Trinkflasche

Nun zu deiner Innovation: Was ist das Besondere an deiner Trinkflasche? Das Titan?

Wir bringen eine absolute Neuheit auf den Markt, in dem es seit 30 Jahren keine richtige Innovation gegeben hat. Das wirklich Besondere liegt darin, dass wir es schaffen, das elastische Titan in die Form einer ergonomischen Trinkflasche zu bringen.
    
Was waren die größten Herausforderungen bis zum fertigen Produkt? Und wie lange hat die Entwicklung gedauert?

Die erste große Herausforderung war für die Problemstellung eine Lösung zu finden, die keine Abstriche in der Usability erfordert, sowohl in der Produktion als auch in der Anwendung sauber ist und gleichzeitig gut aussieht. Unser Anspruch, den Anforderungen von Top-Sportlern gerecht zu werden, hat die Latte zusätzlich hoch gelegt. Spitzenathleten sind nicht bereit irgendwelche Kompromisse einzugehen.

Die zweite große Herausforderung war das entwickelte Material in die Produktion zu überführen. Als Start-up hat man keinen leichten Stand, wenn man auf einen hochspezialisierten Hersteller zugeht und von ihm verlangt neue Dinge auszuprobieren, bei denen er selbst in Vorleistung gehen muss. Letztendlich ist es uns gelungen einen hochkompetenten Partner zu gewinnen, der sonst für CERN Teilchenbeschleuniger-Komponenten produziert. Die Entwicklung hat allerdings zwei Jahre gedauert.

Wo wird die Flasche produziert?

Wir haben mehrere Hersteller, die in Serie jeweils einen Fertigungsschritt übernehmen. Die größte Wertschöpfung liegt dabei in Dänemark.

Wie hast du diese Startphase finanziell gestemmt? Durch Eigenkapital, Fördermittel, Investoren und Co.?

Die Finanzierung erfolgte bis jetzt aus der eigenen Tasche sowie durch staatliche Förderungen. Besten Dank an dieser Stelle an den Austria Wirtschaft Service und an das BMWFW.

Ab Mitte März startest du auf Kickstarter eine Crowdfunding-Kampagne? Was ist die Motivation und was das Ziel des Fundings?

Über Crowdfunding bekommen wir hoffentlich die Mittel, die es braucht, um die erste Produktionsserie zu starten. Zudem erfahren wir dank der Internationalität der Seite, wo unsere potenziellen Käufer sind und in einem zweiten Schritt welchen Sport sie betreiben. Zudem kann die Nachfrage bei Kickstarter als Indikator herbeigezogen werden, um unseren Business Plan zu plausibilisieren.

Was wird die Hightech-Trinkflasche dann im Handel kosten?

Wir starten auf Kickstarter mit einem Early-Bird-Preis von 35 Euro. Später wird die Flasche 45 Euro kosten.

Und was sind dann die weiteren Steps, um KEEGO am Markt zu positionieren?

Wir haben uns dieses Jahr den B2C Vertrieb zum Ziel gesetzt. Wir möchten KEEGO über unseren eigenen Onlineshop und Amazon anbieten. Zudem wollen wir die Zusammenarbeit mit Teams und Einzelsportlern intensivieren, um KEEGO laufend zu verbessern. Im besten Fall unterstützen uns die Sportler bei der Bekanntmachung von KEEGO.

Und last but not least: Was rätst du anderen Gründern aus eigener Erfahrung?

1. Mir haben an derselben Uni zwei Professoren sprichwörtlich den Vogel gezeigt – der dritte hat gesagt: kein Problem, bin dabei.  Lass dich nicht von den Nein-Sagern entmutigen.

2. Im Falle von Hardware: Gehe auf Messen! Nirgends sonst triffst du so viele offene Menschen. Plus: Du kannst dort extrem schnell lernen und einen guten Eindruck hinterlassen.
3. Rede mit möglichst vielen verschiedenen Menschen über dein Projekt. Der Input, möge er noch so platt sein, bringt dich zumindest auf neue Gedanken und im besten Fall direkt zum Ziel.

Hier geht's zu KEEGO


Das Interview führte Hans Luthardt

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