­Mehr als eine Mitfahrplattform


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Die Benzinpreise und sonstigen Kfz-Kosten steigen immer weiter. So ist es nicht verwunderlich, dass Mitfahrzentralen an Beliebtheit gewinnen. Flinc geht jetzt noch einen Schritt weiter als diese, indem es ein Social Mobility Network anbietet.

Die Idee dahinter ist, dass man bei Freunden, bzw. Freunden von Freunden eher mitfährt als bei Fremden. Zudem kann flinc mit dem iPhone genutzt werden, und noch während der Fahrt können Mitfahrer organisiert werden.

So funktioniert’s: flinc analysiert Fahrtrouten in Echtzeit und bringt Autofahrer und potentielle Mitfahrer schnell und vollautomatisch zusammen. Umständliche Abstimmungsprozesse und das Vereinbaren von Treffpunkten entfallen. Die Personalisierung im Netzwerk schafft die notwendige Vertrauensbasis für Fahrer und Mitfahrer, die über den jeweils anderen informiert sind und sich nach der Fahrt auch gegenseitig bewerten können.

www.flinc.org

 

Die Trinkgeld-Retter

Mit dem Bargeld stirbt das Trinkgeld: Die Vision des Münchner Start-ups eDrixx ist, allen Servicekräften mehr Trinkgeld zukommen zu lassen und damit die Dienstleistungsbranche zu einem attraktiveren Arbeitsumfeld zu machen.

Im Einzelhandel etwa werden nur noch 38,5 Prozent der Transaktionen über Scheine und Münzen abgewickelt. Der Anteil der Deutschen, die im Handel und im Dienstleistungssektor mit Bargeld zahlen, sackt von 2021 auf 2022 um zwölf Prozent ab. Soweit aktuelle Erhebungen.

Für viele Verbraucher bedeutet dies ein Mehr an Convenience, doch für Deutschlands Dienstleistungsgewerbe wird der Trend hin zur bargeldlosen Bezahlung zu einer echten Herausforderung. Nämlich immer dann, wenn es um Trinkgeldzahlungen geht.

Die Krux mit dem Trinkgeld

Für Arbeitgebende, weil sie sich in einer steuerlichen Grauzone befinden und einen immens hohen Aufwand haben, wenn sie Trinkgeldzahlungen per Karte akzeptieren. So müssen diese Trinkgelder aus den Abrechnungen des Unternehmens herausgerechnet und bar verteilt werden.

Für Arbeitnehmende, weil sie häufig zu wenig oder gar kein Trinkgeld bekommen. Etwa, wenn der Gast kein oder kaum Bares dabeihat oder auch, wenn Servicekräfte (zum Beispiel Küche) für den Gast gar nicht sichtbar sind.

Einfach, innovativ, effizient

Genau hier setzt das Münchner Start-up eDrixx an. Das Unternehmen bietet europaweit die gleichnamige digitale Trinkgeldlösung, die alle oben genannten Hürden überwindet. Sie ermöglicht die transparente, faire und direkte Zahlung von Trinkgeld per Mobile Payment auf das Konto der jeweiligen Servicekraft – ohne Umwege über die Konten des Betriebs – so, wie es auch vom Gesetzgeber gedacht ist. Ganz einfach per QR Code oder NFC Tag vor Ort.

Trinkgeldgebende müssen sich weder registrieren noch eine App herunterladen – bezahlt wird wahlweise über Apple Pay, Google Pay oder Kreditkarte. Die Servicekraft identifiziert sich dabei über einen QR-Code. Alternativ oder auch ergänzend können die Mitarbeitenden entsprechende NFC Tags mit sich tragen. Auch digitale Team-Kassen sind möglich. Durch die Digitalisierung von Trinkgeld entstehen auch neue Möglichkeiten, z.B. Trinkgeld auch direkt an Küchenteams für ein besonders leckeres Essen zu geben.

eDrixx liefert die technologische Lösung und unterstützt auch bei der Bereitstellung der Infrastruktur vor Ort – von NFC Tags wie z.B. Armbändern und den QR Codes über Aufsteller bis hin zu Infoflyern in der jeweiligen CI des Unternehmens. Für jede Transaktion erhebt das Unternehmen eine Gebühr – Fixkosten fallen nicht an. Mit ihrem Angebot zielt eDrixx in erster Linie auf die Gastronomie. Aber auch andere Dienstleistungsbranchen, in denen Trinkgeld üblich ist, können von eDrixx profitieren.

„Trinkgeld ist für viele Servicekräfte ein entscheidender Einkommensfaktor. Wir wollen, dass dieser erhalten bleibt, weiter ausgebaut und zudem fair verteilt wird. Das steigert die Arbeitszufriedenheit und leistet zugleich einen Beitrag, die Attraktivität vieler Dienstleistungsbranchen zu erhalten, bei gleichzeitiger Entlastung von Arbeitgebern.“ so eDrixx-Geschäftsführer Rolf Zimmer, der das Start-up gemeinsam mit Sabine Stark, Christian Steinpichler und Chris Blättermann gegründet hat.

Bluu Seafood: Fisch, zellfrisch!

Bluu Seafood ist das erste und bislang einzige Unternehmen in Europa, das sich auf die kommerzielle Herstellung von gesunden, nachhaltigen und schmackhaften Fischprodukten aus Zellkulturen spezialisiert hat.

Wir sind auf dem besten Weg, unsere Ozeane und damit die Nahrungsquelle von Milliarden Menschen vollkommen zu zerstören. Laut Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen gelten über 90 Prozent der weltweiten Fischbestände bereits seit 2020 als überfischt oder maximal befischt. Mehr als drei Billionen Meerestiere werden jedes Jahr getötet – ein Großteil davon als Beifang. Und auch für uns Menschen wird Fischkonsum immer gesundheitsschädlicher: Der Gehalt an Mikroplastik und anderen bedenklichen Stoffen wie Schwermetallen nimmt stetig zu. Dennoch bleibt Fisch beliebt: Pro Kopf verspeist jeder Deutsche 14 kg Fisch und Fischereierzeugnisse pro Jahr – Tendenz steigend. Hinzu kommt, dass viele Menschen weltweit selbstgefangenen Fisch brauchen, um sich und ihre Familien ernähren zu können. Wie lösen wir dieses Dilemma?

Meeresbiologe trifft auf E-Commerceler

Diese Frage treibt Sebastian Rakers schon lange um. Der promovierte Zell- und Meeresbiologe beschäftigt sich seit mehr als zwölf Jahren mit der Erforschung und Entwicklung von Fischzelllinien, unter anderem an der Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie und Zelltechnik (EMB; jetzt Fraunhofer IMTE) in Lübeck. 2018 traf er dann den Unternehmer Simon Fabich. „Mir ging es damals wie vielen Wissenschaftlern: Ich wollte gern mehr bewegen und den Transfer von der Forschung in die Praxis aktiv vorantreiben, traute mir aber ohne die nötige unternehmerische Erfahrung den Alleingang nicht zu“, erinnert sich Sebastian. „Als ich Simon traf, war schnell klar, dass wir uns prima ergänzen würden. Er als erfolgreicher Gründer mit der notwendigen betriebswirtschaftlichen Erfahrung, ich mit dem fundierten, wissenschaftlichen Know-how aus mehr als einem Jahrzehnt angewandter Forschung.“

Gemeinsam gründeten sie Bluu Seafood (damals noch Bluu Biosciences), das erste und bislang einzige Unternehmen in Europa, das sich auf die kommerzielle Herstellung von gesunden, nachhaltigen und schmackhaften Fischprodukten aus Zellkulturen spezialisiert hat. Seit April 2021 zählt auch der US-Unternehmer und Molekularbiologe Dr. Christian Dammann als COO zum erweiterten Führungsteam. Mittlerweile hat Bluu 25 Mitarbeitende, die daran arbeiten, das kultivierte Fischfilet auf unsere Teller zu bringen.

Von der Zelle …

Am Anfang steht das natürliche Zellwachstum. Man entnimmt einem Fisch einmalig eine Zellprobe und extrahiert aus dieser Stammzellen, um im Anschluss eine sog. immortale Zelllinie zu entwickeln, die sich unbegrenzt vermehren und teilen lässt. Dafür braucht es viel Erfahrung und Geduld, will man wie bei Bluu Seafood die Immortalisierung der Zelllinien auf natürlichem Weg ohne gentechnische Manipulation erreichen. Die immortalen Zellen vermehren sich durch die Fütterung mit einem Wachstumsmedium – eine Flüssigkeit, die der Zelle alle zum Wachsen benötigte Nährstoffe gibt und ihr sagt, in welche Form sie sich differenzieren soll. Im Biofermenter erfolgt sodann die weitere Kultivierung.

 „Man kann sich den Prozess ähnlich wie in einer Brauerei vorstellen, nur dass wir Regenbogenforellen und Lachs herstellen statt Bier“, beschreibt Sebastian den Prozess mit einem Augenzwinkern. „Der Prozess verläuft ähnlich wie bei kultiviertem Fleisch, wobei Fische zwar tendenziell weniger hohe Wachstumsansprüche stellen, aber auch weniger erforscht sind. Weltweit gibt es nur eine Handvoll Unternehmen, die dieses Wissen haben.“ Setzt man dieses Wissen gut ein, wachsen die Zellen im Fermenter schließlich an Gerüststrukturen zu dreidimensionalen Produkten wie einem Fischfilet.

… zum Fischstäbchen

Allerdings wird es bis zum fertigen Filet noch bis mindestens 2024 dauern, denn ein Filet ist durch seine 3D-Struktur und die verschiedenen enthaltenen Zelltypen sehr komplex. Als erste Produkte wird das Foodtech-Start-up dieses Jahr die einfacher strukturierten Fischbällchen und Fischstäbchen vorstellen – sog. hybride Produkte, die neben Fischprotein auch andere gesunde, pflanzenbasierte Proteine enthalten. „Wenn wir wirklich den massenhaften Fischkonsum revolutionieren wollen, müssen wir logischerweise auch die Massenmärkte und -produkte adressieren“, betont Sebastian.

Als nächstes steht die Expansion nach Asien an, einer der größten Konsument*innenmärkte für Fischprodukte. Bluu kooperiert bereits mit dem chinesischen Unternehmen CellX, das kultivierte Schweinefleischprodukte entwickelt, um dort gemeinsam den Zulassungsprozess für alternative Proteine zu beschleunigen. „Für unsere Investor*innen sind alternative Proteine ein Investment in eine zukunftsträchtige, innovative Lebensmitteltechnologie, die komplett verändern wird, wie wir uns und wie sich die nachfolgenden Generationen ernähren. Aber sie sind auch ein Investment mit langem Atem“, erklärt Sebastian und ergänzt: „Das Business ist F&E-intensiv und auch die Zulassungsprozesse sind aufwendig. Bei geschätzten globalen Marktgrößen von bis zu einer Trillion (!) USD im Jahr 2035 lohnt es sich allerdings, früh mit einer starken Position im Markt und entsprechendem IP dabei zu sein.“

Das sehen die bisherigen Geldgeber*innen ähnlich: 2021 konnte Bluu Seafood in einer Seed-Runde mehr als 7 Mio. Euro einsammeln und einen internationalen Investor*innenkreis begeistern, darunter als Late Investor DX Ventures (Delivery Hero). „Wir sind mit unserer Technologie sehr skalierfähig, wir produzieren die weltweit am häufigsten konsumierten Fischarten und stellen noch dieses Jahr ein erstes Produkt vor. Damit ist Bluu Seafood bereits heute in der Lage, an den wenigen Wettbewerber*innen, die schon länger im Markt sind, vorbeizuziehen“, beschreibt Sebastian die Marktlage. „Für unsere Investor*innen und künftigen Kund*innen gilt das Motto: It’s never been more delicious to save our planet!“

Sebastians und Simons Tipps für andere Gründer*innen

1. Sei fokussiert: Gerade nach einer ersten erfolgreichen Fi­nanzierung prasseln hunderte Angebote auf dich ein, von denen du die meisten nicht brauchst. Vieles klingt verlockend, doch du solltest dich auf das konzentrieren, was dir wirklich hilft.

2. Bau dir ein Team auf, dem du bedingungslos vertrauen kannst: Es gibt so viele Aufgaben, die alle zeitlich kritisch sind. Daher brauchst du ein voll belastbares und gut funktionierendes Team, in dem sich jeder gegenseitig unterstützt. Grundvoraussetzung dafür ist jedoch, als Gründer*in loszulassen, Themen abzugeben und den Mitarbeitenden Vertrauen zu zeigen.

3. Bleib am Boden: Erfolg bringt Aufmerksamkeit und damit auch jede Menge Anerkennung. Dennoch halten wir es für enorm wichtig, am Boden zu bleiben und nicht abzuheben. Erfolg kommt nicht von allein, dafür muss weiter hart gearbeitet werden. Gerade in forschungsintensiven Bereichen zahlt sich Ausdauer aus.

4. Überlege gut, wessen Geld du nimmst: Neben der rein finanziellen Entscheidung ist es enorm wichtig, was ein(e) Investor*in dir noch bringen kann. Welche Kontakte hat er/sie, wie kann er/sie dich bei den nächsten Schritten und dem Wachstum unterstützen und dieses möglichst noch beschleunigen? Sieh es als Partnerschaft, denn du bist schließlich jemand, der Geld von anderen, die an dich glauben, einsetzt. Dafür und für den Erfolg solltest du dir Gedanken zu den langfristigen Zielen und Perspektiven machen.

5. Kenne deinen Markt: Wer gründet, brennt für seine Idee und kann andere begeistern. Wenn es um disruptive Ideen geht, sollte man aber bei allem Enthusiasmus die Kund*innen nicht aus dem Blick verlieren. Sonst besteht die Gefahr, an deren Nutzen vorbeizuentwickeln. Frühe User*innen-Tests und Feedback-Schleifen sind ein Muss.

I feel Food!

Franziska Schaal und Fabian Zbinden bieten mit feelfood Instant-Mahlzeit in veganer Bio-Qualität und wollen unsere schnellen Mittagspausen auf ein neues geschmack­liches Level heben.

Es beginnt wie ein Rezept: Man nehme eine deutsche BWL-Studentin und engagierte Vorsitzende des Entrepreneurs Club Cologne mit der Leidenschaft, unsere Gesellschaft und Umwelt ein bisschen besser zu machen. Dabei will die Vielbeschäftigte aber auch zwischen Meetings und Deadlines nicht auf rasche, gesunde und leckere Mahlzeiten verzichten.

Und man nehme einen Koch aus der Schweiz, der nach mehreren Jahren in der Hollywood-Spitzengastronomie zu seinen Wurzeln zurückkehrt. In seiner Heimat serviert der kreative Freigeist im eigenen Foodtruck vegane Eintopfgerichte im Brot. Mit seiner ersten Idee einer Fast-Fertig-Suppe holt er 2019 in der Sendung „Die Höhle der Löwen“ sogar einen Deal.

Wie ein Blind Date für Geschäftspartner*innen

Vernetzt wurden Franziska Schaal und Fabian Zbinden durch einen persönlichen Kontakt in der Kölner Start-up-Szene. „Das ganze fühlte sich etwas an wie ein gecastetes Blind Date für Geschäftspartner“, lacht Franziska. „Jedoch stimmten unsere Werte, Vorstellungen und unsere Begeisterung für feines, gesundes Essen überein.“ So trafen sich die beiden gleich am nächsten Tag wieder. Nach einer langen Brainstorming-Nacht fingen sie an, eine Idee für ihr Start-up auszuarbeiten. Ihre Vision: pflanzliche und qualitativ hochwertige Mahlzeiten schnell verfügbar machen. „Fertigmahlzeiten haben nicht unbedingt den Ruf, lecker und gesund zu sein“, erzählt Fabian.

Eine Idee macht noch kein Unternehmen

Nun war die Idee von feelfood geboren. „Aber eine Idee macht noch kein Unternehmen“, lächelt Franziska. „Oft denkt man nur daran, dass ein gutes Produkt entwickelt werden muss, aber im Hintergrund muss nun mal auch ein komplettes Unternehmen mit vollständigen Strukturen entstehen.“ So standen zuerst drei Bereiche auf der Agenda: Produktentwicklung, Branding und die Unternehmensgründung 2020 inklusive erster Finanzierung. „Leider fallen in den ersten Steps auch schon viele recht­liche Themen wie etwa Markenanmeldung und Datenschutzerklärungen an. Aber wenn man das Grundsetup erstmal aufgebaut hat, dann kann man darüber auch schon sehr schnell die ersten Produkte verkaufen.“ Franziska hat ihren Bachelor in BWL inzwischen absolviert und bei feelfood die Strukturen aufgebaut. Sie verantwortet Marketing, Finanzen und Operations, während Fabian der kreative Produktentwickler und Vertriebler ist. So unterschiedlich die beiden ticken, so perfkt ergänzen sie sich als Team, sind sie doch beide Menschen, die etwas bewegen möchten.

Gut essen und sich gut fühlen

Das wichtigste Kriterium bei der Produktentwicklung war: Das Essen muss fein schmecken. Fabian ist stolz: „Es ist mir gelungen, die ersten Instant-Gerichte, die wie selbst gekocht schmecken, zu kreieren.“ Dabei haben sich die beiden nicht aktiv für die Kategorie der Instant-Mahlzeiten entschieden. „Vielmehr war es unsere Idee, den Menschen das Leben zu vereinfachen, indem wir die bestmöglichen Nährstoffe auf die bequemste Art und Weise liefern. Und da das mit bereits getrockneten Elementen wie Reis, Cashews und ähnlichen Zutaten am besten funktioniert, wurde feelfood ein Instantprodukt. Genau gesagt, eine vollwertige Instant-Mahlzeit in bio und vegan“, so der Koch. Das Aufmischen bzw. Umkrempeln des Instant-Mahlzeiten-Marktes war also eher ein positiver Nebeneffekt. Franziska ergänzt: „Das Tolle ist, dass die Handhabung von Instant weit bekannt ist. Konsument*innen verstehen sofort, dass sie sich aufwändiges Kochen und damit sehr viel Zeit sparen können. Neu ist, dass sie dank unserer vollwertigen Bio-Mahlzeiten gut essen und sich gut fühlen können.“

Simple Idee, komplizierte Rohstoffbeschaffung

So rasch und einfach der Genuss zubereitet ist – mit der Produktion konnten die Jungunternehmer nicht ganz so schnell starten. „Wir haben ein sehr komplexes Produkt und die Zutaten müssen sowohl Instant (vorgekocht und getrocknet) als auch in Bio-Qualität verfügbar sein. Diese Kombination wird aber nur selten angeboten“, erklärt Fabian. Franziska ergänzt: „Die wohl schwerste Hürde für uns ist die Rohstoffbeschaffung und die damit verbunden Lieferzeiten. Es war für uns zum Start nicht einfach, überhaupt einen Produzenten zu finden. Erst nach einiger Zeit fanden wir einen familienbetriebenen Bio-Bauernhof, der die Zutaten direkt vom Feld in die hof­eigene Produktion überführt. Zeitaufwendig war es zudem auch, Maschinenteile für unsere Pappbecher anzufertigen.“

Crowdfunding für die erste große Produktion

Im Jahr 2020 stieg feelfood mit einem Soft-Launch von wenigen Produkten in den Markt ein, um das Interesse an gesunder Convenience zu testen. Damals waren es Mahlzeiten auf Basis von verschiedenen Getreiden, Hülsenfrüchten und Kernen sowie verschiedenem Gemüse. Das Feedback war positiv, Anregungen zu Geschmack und Konsistenz wurden inzwischen umgesetzt. Fabian hat drei komplett neue herzhafte Mahlzeiten kreiert: eine Pasta Bolognese vegan, ein Red Lentil Dal und ein Chili sin Carne. Zudem haben die beiden das Design auf ein neues Level gehoben und die Verpackungen ready für den Lebensmitteleinzelhandel gemacht. Ende 2021 hat das Start-up eine Crowdfunding-Kampagne lanciert, wie Franziska erzählt: „Mit dem Funding von 12.500 Euro konnten wir die erste große Produktion der drei Sorten finanzieren.“

Funding, Finanzierung – das ist nur ein Themenbereich, der Start-ups stark beschäftigt. Herausforderungen sind aber genau das Spannende daran, da sind sich Franziska und Fabian einig: „Gründen bedeutet für uns, losgelöst von alten Strukturen Neues zu kreieren und die Freiheit und Chance zu haben, für die Menschen das Leben auf unserem Planeten ein bisschen einfacher zu gestalten.“ Die Betriebswirtin kennt noch eine andere Motivation: „Zudem treibt uns der Gedanke an, dass wir uns selbst, aber auch anderen jungen Menschen Arbeitsplätze bieten können, an denen sie sich wohlfühlen und sie die Möglichkeit haben, etwas aufzubauen.“ Sie erinnert sich zurück an ihr Studium, wo ihr Bekannte gesagt hätten, sie wüssten nicht, woran sie in Zukunft arbeiten möchten oder dass ihnen die Arbeit keinen Spaß machen würde. „Den Gedanken finde ich schrecklich, wenn man sich bewusst macht, dass die Arbeit den zeitlichen Hauptteil unseres Lebens ausmacht.“ Bei feelfood am Standort in Köln engagieren sich Franziska und Fabian heute mit einem sechsköpfigen Team.

Gesunde Alternative im Supermarktregal

Franziska und Fabian wollen sich als gesunde Lifestyle Brand für Vielbeschäftigte etablieren. Um so viele Menschen wie möglich zu erreichen, soll feelfood langfristig über den eigenen Onlineshop mit Lieferung durch DHL GoGreen, über den stationären Handel in Deutschland sowie in der Schweiz verkauft werden. Das Start-up möchte seine Produkte im Supermarkt platzieren. „Es kann nicht sein, dass es im Regal nur Instant-Produkte voller Konservierungsmittel mit schlechten Nährwerten und wenig Geschmack gibt“, so Franziska. „Wir zeigen, dass es auch anders geht: praktisch, lecker und gesund.“ An der Nachfrage zweifeln sie nicht. Denn wie oft falle im vollen Tagesprogramm die Mittagspause zeitlich zu knapp aus. Gut, wenn man da zu einem feelfood-Becher greifen kann. So wie Franziska und Fabian das selbst gern tun. Franziskas Favorit ist übrigens das Red Lentil Dal, bei Fabian ist es die Pasta: „Auf die Pasta Bolo bin ich besonders stolz, die mag ich am liebsten!“

DeepUp: Die Tech-Bauhelfer

Wie das Bonner Tech-Start-up DeepUp die digitale Kartierung von unterirdischen Versorgungsleitungen perfektioniert und damit zum Innovationstreiber wird.

Die Explosion am 10. März 2014 im schleswig-holsteinischen Itzehoe war gewaltig – und riss vier Menschen in den Tod. 15 weitere Personen wurden verletzt, 100 verloren ihr Zuhause. Was sich anhört wie die Szene aus einem Bürgerkrieg, war jedoch auf die Erneuerung der Regenwasserkanalisation zurückzuführen: Dabei stieß an diesem Frühlingstag ein Bagger in der holsteinischen Stadt in einem halben Meter Tiefe auf ein graues Metallrohr: eine Gasleitung, die in keiner Karte verzeichnet war. Tragische Ironie des Desasters: An fehlender Digitalisierung lag es in diesem Fall nicht. Vielmehr war sie sogar der Grund für das Unglück. Bereits in den 1970er-Jahren wurde in Itzehoe das Straßenkataster von Papier auf EDV umgestellt, die zerstörte Gasleitung in der Schützenstraße allerdings schlichtweg vergessen.

Antizipation und Glück statt Lösungen

Doch stellt dieses Extrembeispiel bei Weitem keinen Einzelfall dar. Denn alle zwei Minuten (!) wird in Deutschland eine Versorgungsleitung bei Tiefbauarbeiten beschädigt, auch wenn dies immerhin nur sehr selten zu Toten führt. Spätestens seit dem Corona-Ausbruch ist das Grundproblem hinter diesen Unglücksfällen allerdings offenkundig geworden: Deutschland hat ein gewaltiges Problem im Managen und Verwalten seines Gemeinwesens. Die Dokumentation von Leitungen im Untergrund gehört hier voll und ganz dazu. Denn niemand scheint zu wissen, welche Art von Versorgungsleitungen an welchem Ort und in welcher Tiefe genau liegen. Eine Firma, die neue Glasfasernetze verlegt, kann beispielsweise nicht auf zuverlässige Dokumente aus dem Rathaus zurückgreifen. Denn jeder Netzbetreiber besitzt sein eigenes Geo­informationssystem (GIS). Hinzu kommt: Die Lage von Versorgungsleitungen weicht oft um mehrere Meter von der Realität ab. Rücken also die Bagger an, geht beim Ausschachten des Grabens viel über Antizipation und Glück.

Innovativ = präzise + effizient

Das Tech-Start-up DeepUp setzt genau hier an: Die junge Firma um die beiden Gründer Sinka Ismail und Michael Putz möchte den gesamten operativen Bauprozess von der Planung über die Einmessung bis hin zum Baustellenmonitoring und zur Abrechnung perfektionieren – und damit auch indirekt Leben retten. Das Start-up hat hierfür eine Technologie entwickelt, die die Einmessung und Dokumentation neu verlegter Leitungen präziser und um 2400 Prozent effizienter gestaltet als bisher der Fall.

 „Unsere Geschäftsobjekte liegen zwar unter der Erde und sind für viele unsichtbar, aber für unseren Wohlstand und unser aller Leben unverzichtbar“, so Michael Putz. Strom, Gas, Fernwärme, Telekommunika­tion, Wasser, Abwasser und Kabelfernsehen – allein in Deutschland bewegt sich das Marktpotenzial im Milliardenbereich. Die Basis ihres Geschäftsmodells ist ein kleiner, mobiler 3D-Handscanner, den jeder sofort bedienen kann, ohne umfangreiche Schulungen oder gar eine Ausbildung dafür absolvieren zu müssen. Dieses Gerät stellt DeepUp den Leitungsverlegern kostenlos zur Verfügung. Abgerechnet wird die Nutzung der DeepUp-Plattform pro Meter.

Und wo früher teilweise Monate nach dem Zuschütten der Grube erst ein Vermessungstechniker mit meist teurem, analogem und unhandlichem Messequipment anrückte, erfasst nun der/die Kund*in am offenen Graben selbst die Leitungen. Dafür ist keinerlei Expertenwissen notwendig. Jede(r) Baustellenmitarbeitende kann nun vor Ort deutlich schneller arbeiten als Vermessungsingenieur*innen. Automatisch erzeugt das DeepUp-System nach dem Einlesen alle relevanten Daten auf einer KI-Plattform – und zwar einheitlich und personenunabhängig. Denn bislang hat jeder der zehntausenden Leitungsträger in Deutschland sein eigenes System und seinen Maßstab. Bei DeepUp ist alles harmonisiert und zusätzlich in 3D. Daneben verbessert das Start-up auch das Managen der Bauprozesse für die Tiefbaufirmen: Der Baufortschritt und die Qualitätskontrolle können vom jeweiligen Auftraggebenden in Echtzeit bequem aus der Ferne verfolgt werden, ohne extra hierfür rausfahren zu müssen.

Markt und Bedarf sind da

Die Macher und Gründer hinter der unterirdischen Lösung: Michael Putz (33), CEO und Wirtschaftsingenieur von der TU Dortmund. Vor seiner heutigen Tätigkeit war er mehrere Jahre bei verschiedenen Eigentümern und Betreibern öffentlicher Versorgungsnetze tätig. Dabei hat er mit bauausführenden Firmen partnerschaftlich zusammengearbeitet und kennt alle Maßnahmen von A bis Z.

Zweiter im Bunde: Sinka Ismail (33), COO/CFO, Wirtschaftsingenieur der RWTH Aachen und TU München. Zuvor hat er ebenfalls gut zehnjährige Berufserfahrung bei einer weltweit führenden Unternehmensberatung für Energiekonzerne gesammelt und in allen kaufmännischen Bereichen eines Netzbetreibers agiert. „Doch es war eben ein Konzern. Ich kam nicht schnell genug weiter und konnte mich nicht so entfalten, wie ich wollte“, berichtet Ismail von einem klassischen Motiv, eine eigene Firma zu gründen.

Geholfen haben bei der Gründung nicht nur ihre Ideen und das Geld von Investoren, sondern auch die Gründerszene und Förderlandschaft in NRW, das EXIST-Programm und die Digital-Initiative NRW. Im Zentrum: die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn mit dem Institut für Geodäsie und Geoinformation und den beiden Professuren für Geodäsie und Photogrammetrie & Robotik. Und diese fachliche Bandbreite zeigt sich auch im Hintergrund. Anders als andere Start-ups nutzt DeepUp nicht nur eine Zukunftstechnologie, sondern bündelt mehrere gleichzeitig: Künstliche Intelligenz, 3D-Rekonstruktion, Georeferenzierung, Cloud-Computing, Big Data und Augmented Reality.

Testgelände und Prototypenbau

Im Rahmen des EXIST-Programms gründeten Putz und Ismail im Juli 2019 ihr Unternehmen. Von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn bekamen sie ein kleines Gelände der landwirtschaftlichen Fakultät zur Verfügung gestellt, wo sie sich und ihre Technologie ausprobieren konnten. Die beiden hoben mehrere Gruben in unterschiedlichen Dimensionen aus, stellten verschiedene Szenarien nach und demonstrierten Investor*innen erfolgreich ihren Prototyp. Im September 2019 absolvierten sie dann ihre erste Finanzierungsrunde, zu der noch zwei weitere hinzukamen. Putz erinnert sich: „Mehrere Investoren zeigten von Beginn an großes Interesse. Wir haben uns schließlich für jemanden entschieden, der nicht nur finanziert, sondern auch Partner ist.“ Anschließend konnten die beiden ihr Unternehmen aufbauen, den Prototyp zu einem marktfähigen und skalierbaren Produkt entwickeln, Kund*innen gewinnen und Feedback einholen, um daraufhin das Produkt stetig zu verbessern. Mit einer Handvoll Leute ging es los. Heute, zweieinhalb Jahre später, beschäftigen sie 40 Mitarbeitende.

Robust skalierbar

In den vergangenen sechs Monaten ist DeepUp nach eigenen Angaben um 400 Prozent gewachsen. Und so exponentiell soll es weitergehen: Angepeilt sind 11.000 Prozent in den nächsten beiden Jahren. Das Geschäftsmodell lässt sich weltweit ausrollen und damit „robust skalieren“, wie Ismail erklärt: „Unser Markt funktioniert überall gleich. Anderswo haben die Leitungen nur andere Farben und Tiefen.“ Das Ziel: DeepUp möchte bei jeder Infrastrukturmaßnahme weltweit Ansprechpartner Nummer 1 für den Leitungsausbau sein. Geht es mit dem aktuellen Tempo weiter, wird vielleicht in nur wenigen Jahren jede Baumaßnahme in Deutschland mit der Technologie aus Bonn gestemmt.

Startup-Metropole Ruhrgebiet (?)

Gründen im Ruhrgebiet - über das Potenzial eines ruhenden Potts.

Kupferfarbene Hochöfen, die an die schillernde Kohleindustrie vergangener Tage erinnern, Fußball, Bier und die Ruhr, Dortmund, Essen, Bochum, Duisburg, Mülheim oder auch Herne – all das assoziiert man gern mit dem Ruhrgebiet; Startups eher mit Berlin. Was Viele nicht wissen: Mit rund 5,1 Mio. Einwohner:innen und einer Fläche von 4.438,69 Quadratkilometern ist der “Pott” der größte Ballungsraum Deutschlands und sogar einer der größten Europas.

Zugegeben: Das Ruhrgebiet mischt noch nicht allzu lang im Start-up-Rennen mit, doch peilt es derweil zielsicher die Überholspur an.

Was macht das Ruhrgebiet für Start-ups so vorteilhaft?

Kaum in einer anderen Region Deutschlands sind so viele Universitäten und damit viele hochqualifizierte Menschen auf einem Fleck vorzufinden: Rund 768.000 Studierende machen 68 Hochschulen unsicher – das sind viermal so viele Studierende wie in Berlin. Dabei sind es vor allem die Fächer der IT und Elektrotechnik, die nirgends sonst so reich vertreten sind (90.500 Studierende), wie im Ruhrgebiet. Das macht es insbesondere für die Digitale Wirtschaft der Region spannend und daher verwundert es kaum, dass es vor allem die Tech- und Digital-Startups sind, die in NRW sehr erfolgreich sind.

Aber auch zahlreiche, sehr erfahrene Spezialist:innen der ortsansässigen Industrie- und Großkonzerne und der rund 711.600 mittelständischen Unternehmen lassen sich dem Talentpool des Potts zuzählen, der dahingehend seinesgleichen sucht. Vom qualifizierten Personal mal abgesehen, eröffnen sich dadurch zudem zahlreiche, potentielle Kooperationspartnerschaften für digitale Technologien.

Ein weiterer, nicht unwesentlicher Vorteil der Region? Günstige Büroimmobilien gibt es vor Ort wie Sand am Meer. Alte Zechen oder Hochöfen werden zu Kultur-Schauplätzen erhoben, in Büroräume oder Coworking Spaces, wie die der Work Inn Gruppe, des ruhr:HUBs oder des Impact Hubs umfunktioniert. 

Zudem sind “Pottler” kaufwillig. Für Investoren ist das von enormem Interesse. So leben hier in einem Radius von 500 Kilometern, mit Zentrum Düsseldorf, rund 160 Mio. Menschen. Allein das macht bereits ein Drittel aller Verbraucher der EU aus. Während NRWler an sich jährlich bereits über 360 Milliarden Euro ausgeben. Kaum verwunderlich, dass viele Unternehmen ihren Hauptsitz oder ihr Logistikzentrum in die Region verlegen, wie Amazon, IKEA oder das britische Online-Handelsunternehmen AO.

Das Ruhrgebiet steckt noch in den Startup-Kinderschuhen

Im Jahr 2020 erwirtschafteten die “Revier-Startups” durchschnittlich 700.000 Euro. Im Bundesvergleich ist das Ruhrgebiet also mit etwas mehr als einem Viertel vertreten und spielt noch nicht ganz oben mit. Dennoch ist mittlerweile gut jedes fünfte Startup aus NRW, während der Großteil digitaler Startups hier zuhause ist. Aber die nordrhein-westfälischen jungen Startups in der Seed- und Gründungsphase können sich über ein sehr engagiertes Netzwerk zahlreicher Unterstützer freuen.

Inkubatoren wie beispielsweise Startplatz in den Rheinmetropolen Düsseldorf und Köln oder Co:Forward in der Region Aachen fördern Startups mit Arbeitsräumen und Qualifizierungsmaßnahmen. Doch damit nicht genug: Der Company Creator Crealize aus Essen macht es sich sogar zur alleinigen Aufgabe, eine Startup-Bewegung im Ruhrgebiet zu entfachen. Das Ziel der Startup-Schmiede ist es, 1.000 Ventures zu gründen und den Pott zum Silicon Valley Deutschlands zu machen.

Die erfolgreichsten Startups des Ruhrgebiets

Welche Startups ziehen in der Region mit gutem Beispiel voran? Urlaubsguru beispielsweise wurde 2012 von Daniel Krahn und Daniel Marx in Unna gegründet. Die beiden Gründer hatten ein Händchen dafür, günstig um die halbe Welt zu reisen und wollten dieses Wissen teilen. Aktueller Hauptsitz ist Holzwickede (in unmittelbarer Nähe des Dortmunder Flughafens). Auch die Babymarkt-Filialen haben ihren Ursprung im Pott.

Aktuell mischt Bannerkönig im Ruhrrevier ganz oben mit. Die Druckerei ist auf Digitaldruck spezialisiert, während die Kunden auf der Website aus einem Angebot aus Bannerdruck, über Plattendruck bis hin zu Fahnendruck wählen können. Das gelsenkirchener Unternehmen wurde bereits von Trusted Shops als zuverlässiger Handelspartner bestätigt.

Die Gründer von Fleetbird – Benjamin Krüger und Philipp Müller – sind sogar für die Unternehmensgründung von Berlin nach Dortmund gezogen. Kaum jemand, der bereits ein Car- oder E-Scooter-Sharing-Angebot genutzt hat, ist nicht mit Fleetbird in Berührung gekommen. Immerhin hat das Unternehmen die dafür notwendige Shared-Mobility-Technologie entwickelt. Fleetbird gehört seit 2018 zu Wunder Mobility. Trotz hoher Geldsummen, die für diesen Deal geflossen sind, sind die beiden Gründer weiterhin an Bord geblieben, wohingegen sie nun jedoch unter dem Namen Wunder Fleet firmiert sind.

Pottsalat bietet im Raum Dortmund und Essen gesunde Salate, frische Bowls und Co., wie den „Schmackofatz Deluxe“, die „Fitte Gitte“ oder „Curry Peitsche“ an. Diese werden vom nachhaltigen Lieferdienst frisch zubereitet und ausgeliefert. Ben Küstner, Pia Gerigk und Alexandra Künne gründen Pottsalat 2016 in Essen und erfreuen sich seither steigender Beliebtheit.

Masterplan.com wird 2015 von Stefan Peukert und Daniel Schütt gegründet, nachdem sie wenige Jahre zuvor bereits die Firma Employour ins Leben gerufen hatten. Letztere wurde im Übrigen vom Medienkonzern Bertelsmann übernommen. Masterplan.com ist in Bochum verwurzelt und bietet als E-Learning-Plattform Video-Tutorials von Top-Experten an.

Bitcoin2Go ist eines der wachstumsstärksten Bildungs- und Newsportale mit Fokus auf Krypto, NFT und DeFi in Deutschland. Das Startup möchte seine Nutzer auf Basis von Ratgebern, interaktiven Rechnern, Vergleichen und Videos zu finanziellen Selbstentscheidern entwickeln. Für die nahe Zukunft sind zudem Projekte im NFT- und Tokenisierungsbereich geplant.

Startup Förderung im Ruhrgebiet

Nicht wenige Organisation sind sich des enormen Potenzials des Ruhrgebietes bewusst und deshalb können junge Startups der Region auf die unterschiedlichsten Fördermaßnahmen und Unterstützungen bauen. Zum einen wäre da das Gründerstipendium NRW. Monatlich werden Existenzgründer:innen hier mit bis zu 1000€ bezuschusst und mitunter auch in ihrer Unternehmensgründung beraten.

Doch auch die fünf DWNRW Hubs mit Sitz in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Ruhrgebiet (Essen) und Münster dienen der Förderung digitaler Startups und sind insbesondere für Startups mit datengetriebenen, digitalen Geschäftsmodellen die idealen Anlaufstellen. Die einzelnen Hubs unterstützen beispielsweise mit Accelerator-Programmen bei der Markt-Einführung digitaler Produkte. Auch werden Startups hier mit Mentoren, etablierten Unternehmen und Investoren vernetzt, während etablierte Unternehmen derart wiederum Zugang zu Startups und digitalen Produkten erhalten. Also eine buchstäbliche Win-Win-Situation.

Plattformen wie Startups NRW oder der Gründerallianz Ruhr vernetzen Hubs, Startups und Investoren auf ähnliche Weise miteinander. Landesweit an ca. 75 Standorten beraten zudem die Startercenter NRW Existenzgründer:innen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Auch Gründen NRW oder Wirtschaft NRW stellt Beratungsprogramme für Existenzgründer zur Verfügung.

Mittlerweile sind zudem die sechs Exzellenz Exzellenz Startup Center des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW nicht außer Acht zu lassen. An den führenden regionalen Universitären und Hochschulen werden bestimmte Kernmaßnahmen, wie die Sensibilisierung für Unternehmen innerhalb der Universität oder die Qualifizierung von Gründer:innen gezielt gefördert. Im Fokus liegt hier der Ausbau wie auch die Weiterentwicklung bereits bestehender universitärer Gründungsinitiativen hin zu Exzellenz Startup Centern.

Hochschulen und Forschungseinrichtungen spielen weltweit in erfolgreichen Startup-Ökosystemen eine entscheidende Rolle in Bezug auf ihre Eigenschaft als Quelle von Gründungen. Mittlerweile ist das Startup Ökosystem in Nordrhein-Westfalen ganz vorn mit dabei, wenn es darum geht, internationaler Leuchtturm zu werden.
 
Populäre Startup-Wettbewerbe und -Events im Pott

Das nordrhein-westfälische Wirtschafts- und Digitalministerium belohnt mit dem Out of the Box-Wettbewerb digitale Startups für Innovativ-Denken.

Auch die landesweite Roadshow Neue Gründerzeit gibt Gründer:innen die Chance, einer Jury die jeweilige Geschäftsidee zu präsentieren, die sich im Anschluss bestenfalls einer Förderung erfreuen dürfen.

Beim Gründerpreis NRW handelt es sich derzeit um den höchst dotierten Wettbewerb für innovative und erfolgreiche Gründungen.

Auch zahlreiche Network-Events laden Startups im Ruhrgebiet zum Austausch und Zusammenarbeiten ein. In Bochum ist es der Gründerstammtisch, in Dortmund das Pizza Meetup, in Essen der UP! Businessbrunch.

Doch es geht auch größer: RuhrSummit, das Gründer-Forum NRW und die STARTupRUHR Demo Night in Gelsenkirchen sind Veranstaltungen, die sich junge Revier-Startups nicht entgehen lassen sollten.
 
Steht dem Ruhrgebiet eine Startup-Ära bevor?

Die Kohle-Ära des Potts gehört längst der Vergangenheit an. Schillernde Industrie und Wirtschaft, das war mal repräsentativ für das Ruhrgebiet. Doch könnte sich nun eine neue Ära anbahnen, die der Startups. Florian Rinke, Redakteur der Rheinischen Post, spricht vom Silicon Rheinland und zurecht kann gespannt gen Zukunft geschaut werden: Liegt die Zukunft der deutschen Gründerszene im Ruhrpott?

Die Autorin Lisa Steinhoff ist PR- & Content Manager bei Crealize, einem Company Creator, mit der Mission, nachhaltige Startups aufzubauen und Gründer:innen in einem familiären Umfeld zu befähigen, selbstständige Unternehmer:innen zu werden und einzigartige Spuren zu hinterlassen.

Urban Hochbeet: Minigarten im All-In-One-Set

Die Urban-Hochbeet-Gründer Leon Hensler und Christian Allié bieten ein Rundum-Sorglos-Paket für den eigenen Balkongarten und wollen zur führenden Anlaufstelle für alle Gartenneugierigen und -anfänger*innen werden.

Leon Hensler und Christian Allié, zwei Freiburger Studenten und Gründer, haben sich eine grüne Mission auf die Fahne geschrieben. Graue Innenstädte, leere Balkonreihen und vertrocknete Kräuter sollen der Vergangenheit angehören. Mit ihrem Ende 2020 gegründeten Start-up Urban Hochbeet haben sie ein Rundum-Sorglos-Paket für den eigenen Balkongarten entwickelt. Die Vision: Jede(r) soll sich einen Minigarten ganz ohne Vorkenntnisse anlegen können.

Minigarten - auch ohne grünen Daumen

Die beiden Gründer bewegte bei der Idee, dass sich viele Stadtbewohner*innen nach mehr Nähe zur Natur und einen bewussteren Konsum sehnen. Doch für einen eigenen Heimgarten bleiben insbesondere bei geringer Wohnfläche viele Probleme bestehen: Zu wenig Platz, kein Balkon, fehlendes Know-how, lange Einkaufstouren – das sind die typischen Schwierigkeiten, die bei Überlegungen zum eigenen Gemüseanbau im urbanen Umfeld anfallen.

Die Komplettpakete der beiden Freiburger sollen darauf die Antwort geben: Ein passendes Hochbeet, nährstoffangepasste Erdschichten und abgestimmte Pflanzensets werden zusammen in einem Paket bis an die Haustür versandt. Dabei reichen die Komplettpakete von einem kleinen Beet für Küche und Fensterbrett bis zu der XL-Variante für den Balkon. „Vor allem durch die spielerisch gestaltete Pflegeanleitung soll die Nutzung und Pflege der Beete so einfach wie möglich vonstattengehen – auch ohne einen grünen Daumen“, so Mitgründer Leon.

Heimgärtnern für alle

Mit dem All-In-One-Set wollen es die Gründer ermöglichen, dass jeder Haushalt in die Erfahrung des erfolgreichen Gärtnerns kommen kann. Pflanzen pflegen, düngen, schneiden und ernten: das lässt eine ganz eigene und nachhaltige Beziehung zu den selbst geernteten Lebensmitteln entstehen. Neben den Komplettpaketen bieten Leon und Christian auch einen ausführlichen Beratungs- und Supportservice an sowie Garantien, welche den Interessierten die letzten Sorgen nehmen sollen. „Wir planen, in den nächsten fünf Jahren zur führenden Anlaufstelle für alle Gartenneugierigen und Anfänger zu wachsen“, formuliert Leon das ambitionierte Ziel.

Nachhaltigkeit als roter Faden

Für die Zusammensetzung der Komplettpakete ist den Gründern dabei besonders wichtig, dass die Komponenten nachhaltig und umweltfreundlich sind. „Wir beziehen unsere Produkte ausgehend vom Freiburger Münstermarkt so lokal wie möglich und achten auf klimaschonende Aspekte wie torffreie Erde mit minimaler CO2-Belastung und veganen Bio-Dünger. Bis 2024 wollen wir unsere Lieferketten komplett plastikfrei gestalten“, erläutert Co-Founder Christian. Ihre grünen Geschäftspraktiken und auch ihre Nachhaltigkeitsziele für die nächsten Jahre haben die beiden Gründer in ihrem digitalen Gartenmagazin aufgelistet.

Schon jetzt werden die Erdschichten ausschließlich aus Deutschland bezogen und auch die Hochbeete kommen zum großen Teil aus Bayern, Sachsen und Niedersachsen. Außerdem werden die einzelnen Bestandteile des Sets konsequent nach ökologischen Kriterien ausgewählt. „Dazu gehört bei der Erde ein kompletter Verzicht auf Torf, wodurch das Ökosystem der Moore geschützt und somit der Artenschutz gewährleistet wird. Dadurch sind auch CO2-Einsparungen in Höhe von 65 Prozent gegenüber herkömmlichen Erdsorten möglich“, so Christian. Der Dünger besteht ausschließlich aus pflanzlichen Bestandteilen – für die Pflanzen haben die Gründer einen Partner aus der Region Freiburg gefunden: die 1956 gegründete und heute als Kräuterspezialist der Region bekannte Gärtnerei Friderich – eine Partnerschaft getreu dem Motto: Start-up trifft Traditionsunternehmen.

carbmee: mit Software zu Netto-Null im Unternehmen

Das Berliner Start-up carbmee hat mit dem Environmental Intelligence System einen nachhaltigen Lösungsansatz entwickelt, um Industrie-Unternehmen zu dekarbonisieren.

Um der Erderwärmung und den daraus resultierenden Folgen für die Umwelt entgegenzuwirken, hat die Europäische Union zahlreiche Klimaschutzmaßnahmen erlassen. So ist im European Green Deal festgelegt, dass bis 2050 eine nachhaltige Produktpolitik und vollständige Treibhausgasneutralität erreicht werden soll. Um diesen ambitionierten Zielen einen entscheidenden Schritt näher zu kommen, hat die EU-Kommission im Sommer 2021 das Maßnahmenpaket "Fit for 55", verabschiedet, durch das der CO2-Ausstoß der EU bis 2030 um mindestens 55 Prozent im Vergleich zu 1990 gesenkt werden soll.

Um dem steigenden Druck und der finanziellen Belastung auf die Unternehmen entgegenzuwirken und insbesondere die CO2-intensive Industrie zu unterstützen, hat das Berliner Start-up carbmee eine Software zur Dekarbonisierung der Lieferkette entwickelt.

CO2-Hotspots im Unternehmen identifizieren

Carbmee wurde 2021 von Robin Spickers, Dr. Christian Heinrich und Hendrik Beneke gegründet und bietet eine Carbon Management Solution basierend auf der eigens entwickelten Software (Environmental Intelligence System). Mit einer Kombination aus KI und Automatisierungstechnik unterstützt carbmee Industrie-Unternehmen dabei, ihre CO2- Hotspots in der Wertschöpfungskette offenzulegen und mit dem Ziel der Klimaneutralität „grüne Entscheidungen“ zu treffen. „Scope 3 Emissionen sind ein riesiges Problem und niemand setzt sich damit auseinander, wie wir es lösen können. Dabei sind Scope 3 Emissionen in vielen Fällen für über 80 Prozent der gesamten Emissionen eines Unternehmens verantwortlich. Mit unserer Expertise setzen wir genau hier an“, erläutert Co-Founder Dr. Christian Heinrich.

Das Ziel: Netto-Null-Emission bis 2050

Vor kurzem hat das Start-up sein einjähriges Bestehen gefeiert und kann bereits in dieser frühen Phase auf eine beachtliche Bilanz schauen. In den letzten acht Monaten konnten, so die Angaben des Start-ups, mithilfe des Environmental Intelligence Systems 336.000 Tonnen CO2-Emissionen gemanaged werden. Das Potenzial und der Handlungsbedarf sind größer denn je: Laut Statista hat der Industriesektor 2020 über 113 Millionen Tonnen CO2-äquivalente Treibhausgasemissionen ausgestoßen.

„Die Meinung, dass Emissionen erst in 10 Jahren zu einem großen Problem werden, war vor einiger Zeit noch sehr verbreitet. Doch wir waren schon damals der Auffassung, dass wir so schnell wie möglich handeln müssen. Durch Covid ist dieses Problem nun sogar noch zentraler und dringender geworden. Unsere Vision ist es darum, mit Environmental Intelligence eine nachhaltige Transformation von Unternehmen voranzutreiben, um bis 2050 eine Netto-Null- Emission zu erreichen – und das auf einfache Weise“, so Co-Founder Robin Spickers.

Wie zwei Kindergartenfreunde eine Branche auf den Kopf stellen

Falsche Indikatoren, Frauds und Angst vor transparenten Daten setzen den Erfolgen von Influencer-Kampagnen eine Schranke – aus dieser Erkenntnis heraus wuchs aus einer Mobile Marketing-Agentur die Influencer-Tech-Company hi!share.that.

Sie teilten einst den Buddelkasten und sind nun eine Firma: Silvia Lange und Tivadar Szegeny. Heute sitzen sie zusammen im Oce und schmieden Pläne, wie ihr gemeinsames Baby – die Influencer-Tech-Company hi!share.that – den Rest der Welt erreichen kann. Denn sie haben etwas geschaen, das eine bisher ungehörte Nachfrage auf dem Markt stillt und damit eine Nische besetzt, die das Kampagnen-Management von Unternehmen revolutionieren sollte. Das Wissen darüber, etwas entwickelt zu haben, dass Werbetreibenden und Creators immer einen Mehrwert schenkt und Risiken minimiert, ist nur einer der Antriebe, die das starke Wachstum der Influencer-Tech-Company begründet. Was zu zweit am Tisch einer Teeküche begann, mündete nach nicht mal sechs Jahren in die Führung eines 30-köpfigen Teams, das kurz vor der Internationalisierung steht.

Sich ergänzende Profis: Hands-on-Mentalität and No Bullshit

Die Idee, welche hi!share.that heute so erfolgreich werden ließ, wurde durch die Gründung ihres ersten gemeinsamen Unternehmens inspiriert. Silvia war Head of Marketing beim Modeunternehmen New Yorker, als sie die Expertise ihres alten Freundes Tivadar für ein Projekt in Anspruch nahm. Beide hatten über Jahre ihren Wissensstand unterschiedlichen Marketing-Disziplinen ausgebaut und ergänzten sich auf unternehmerischer sowie privater Ebene perfekt. Sie gründeten die Consulting- und Mediaagentur medialabel und widmeten sich so einem aufsteigenden Stern – Mobile-Performance-Marketing. Dabei verzichteten sie bewusst auf Investor*innen und bauten ihr Business einzig und allein durch Eigenkapital auf. „Wir waren sofort profitabel. Unsere Umsätze sind rasant gestiegen und unsere erwirtschafteten Gewinne sind direkt in die Entwicklung der Technologie geflossen“, so Silvia.

Mit einer No-Bullshit-Einstellung und Hands-on-Mentalität unterstützen sie ihre Kund*innen dabei zu verstehen, welche wirklich wertvollen Daten aus Kampagnen gezogen werden können. Transparenz, ehrliche Kommunikation und eine enge Zusammenarbeit gelobten ein nahbares Geschäftsmodell, bei dem die Kund*innenzufriedenheit an oberster Stelle steht.

Von der Teeküche zur Telekom: Wer hoch fliegt, sieht weiter

Den ersten gemeinsamen Arbeitsplatz von Silvia und Tivadar bekamen sie durch einen Freund gestellt. Es gab keine Kund*innen, nur Kontakte aus früheren Zeiten, die erst überzeugt werden mussten. Eine absolute Überzeugung der eigenen Idee gaben den Antrieb für ihr erstes großes Kund*innengespräch. „Aufregend und amüsant war auf jeden Fall einer unserer allerersten Kund*innencalls, denn wir haben uns keinen geringeren ausgesucht als die Deutsche Telekom. Uns war bewusst, dass wir nicht einfach so dort anfangen könnten und auch andere Agenturen mit im Rennen waren“, berichtet Silvia. Das Ziel war utopisch und die Powerpoint sowie Referenzen weniger herausragend. Und doch konnten die beiden zu einem späteren Zeitpunkt die Partneragenturen der Telekom für sich gewinnen.

Ihr Erfolgsrezept? Ein Proof of Concept. Dadurch konnten sich Kund*innen vorher selbst überzeugen lassen, dass der kommunizierte Mehrwert funktioniert. „Wir haben immer gesagt, dass sie uns ein kleines Testbudget von wenigen tausend Euros geben sollen. Wir zeigen ihnen dann, was damit alles erreicht werden kann. Keine Vertragslaufzeit, keine Bindung – wer nicht überzeugt ist, hätte nicht noch mal mit uns zusammenarbeiten müssen“, berichtet Silvia. Gerade diese Haltung hat jedoch das Unternehmen von Silvia und Tivadar innerhalb weniger Jahre rasant wachsen lassen, denn auf Seiten der Kund*innen wird das Risiko stark minimiert. Schnell machte sich dadurch ein Wunsch immer wieder breit: Ein eigenes Produkt – eine nicht austauschbare Technologie – sollte der nächste Schritt sein.

Innovation einer modernen Branche: Die Geburtsstunde von hi!tech

Performance-Marketing mit Influencer*innen und Tech verbinden – das war das Ziel! Ein Wunsch, an dem die vorherige Konkurrenz bereits gescheitert war. Das Thema bedarf viel Aufklärung sowie selbstbewusste Creators, die ihre Community und Social-Media-Plattformen gut kennen und finanziell neue – oftmals noch rentablere – Wege gehen möchten. Silvia und Tivadar entwickelten mit diesem Hintergrundwissen im Jahr 2018 eine neue Technologie – hi!tech – welche zusammen mit sechs Departments und dreißig Mitarbeitenen die Skalierung, Messbarkeit und Teil-Automatisierung von Influencer Marketing möglich machte. Die größte Hürde zum Erfolg war die Unwissenheit auf Seiten der Influencer*innen, für die Performance-basierte Kampagnen komplett neu waren. Die Akquisition bedurfte demnach sehr viel Kommunikation und Aufklärung.

Die Zusammenstellung aus dem extrovertierten Sales-Talent Lange und dem technisch versierten Profi Szegeny ist es jedoch schnell gelungen: Sie haben für sich sprechende Meilensteine erreicht, durch die ihr Wachstum zu einem Paradebeispiel wurde – genau wie die Geschichte hinter den beiden Kindergartenfreunden. Im März 2022 planen Silvia und Tivadar die Internationalisierung nach Frankreich und Italien. Größere Dimensionen sind bereits in Planung.

Metaverse für Start-ups: Die Chancen einer neuen Welt

Die Idee eines gemeinsamen virtuellen Raums wird auch für Start-ups immer interessanter. Metaverse gehört zu den aktuellen Trends, die allgemein in der Öffentlichkeit stark diskutiert und genutzt werden. Der virtuelle Raum bietet so viele verschiedene Möglichkeiten für kleine und neue Unternehmen, um immer populärer und bekannter zu werden.

Der virtuelle Raum wird also nicht nur genutzt, um die Spielautomaten mit der besten Volatilität zu entdecken und viele verschiedene weitere Spiele zu spielen. Stattdessen ist es auch für die Arbeitsumgebungen immer spannender. Zu erwarten ist, dass das Metaverse einen starken Einfluss auf die Zukunft des Internets hat und diese in gewissen Maßen prägt.

Home-Office-Zeit hat Bewegung in die Sache gebracht

Allgemein ist die Zeit für ein größeres virtuelles Geschehen in allen Bereichen reif. Auch durch viele Home-Office-Aktivitäten aufgrund der aktuellen Situation wurden die Leute auf virtueller Ebene immer aktiver. Unter anderem fanden Konferenzen virtuell statt. Ebenfalls musste ein Weg gefunden werden, um mit den Kunden weiterhin kommunizieren zu können.

Durch die neuesten Technologien und das schnelle Internet ist es heutzutage kein Problem mehr, die verschiedenen Aktivitäten auf dem virtuellen Weg abzuhalten. Das bringt viele Vorteile für alle Beteiligten mit sich. Man spart sich viele Wege und kann flexibel vom Büro aus mit der Arbeit und den Kundenkontakten durchstarten.

Vielfältige Anwendungsgebiete für Start-ups

Zukünftig wird es möglicherweise so sein, dass noch viele weitere Technologiekonzerne sich mit dem Thema Metaverse beschäftigen und entsprechende Angebote offerieren. Immerhin bringt der virtuelle Raum Potenzial mit sich. Gerade Financial Services und Technologie- Start-ups werden im virtuellen Raum eine immer wichtigere Rolle spielen.

Die Start-ups können ihre Produkte, Dienstleistungen und Lösungen ganz bequem und komfortabel über den virtuellen Markt bekannt machen und sich noch besser positionieren. Langfristig gesehen kann sich das auf jeden Fall positiv auswirken und mehr Erfolg bringen. Man kann schon sagen, dass die nächste Phase der digitalen Revolution begonnen hat.

Ebenfalls denkbar ist es, dass sich diverse Spiel- und Service-Plattformen im Metaverse etablieren und immer weiterentwickeln. Diejenigen Start-ups, die ihren Fokus auf diesen Bereich legen, können von einem großen Potenzial profitieren. Möglich ist aber auch ein Aufstieg im Bereich der VR für Start-ups, was jedoch zugleich auch etwas schwieriger werden könnte, da es schon viele große Anbieter in diesem Bereich gibt.

Metaverse als Ergebnis von Facebooks Namensänderung

Facebook hat den Namen auf Meta geändert, weswegen es nicht lange auf sich warten lassen hat, dass der Begriff Metaverse seine Runde machte. Viele Unternehmen aus den 3D-Welten, Virtual Reality und Spiele haben dann auch direkt die Chance genutzt und sich auf der nächsten Plattform breitgemacht.

Immerhin geht es letztendlich auch darum, wer das Metaverse anführen wird. Die verschiedenen Hardware- und Softwarehersteller möchten sich natürlich die Chance nicht entgehen lassen, und am besten groß rauskommen. Im Prinzip kann letztendlich jedes große Unternehmen sowie auch kleinere Start-ups zu der Gestaltung und Entwicklung des Metaverse beitragen.

Schon viele Start-ups vertreten

Es sind mittlerweile schon einige Start-ups im Metaverse vertreten. Sie haben direkt die Chance genutzt, um sich zu positionieren. Zu erwähnen sind unter anderem Unternehmen wie Wikitude, TriLite und NXRT. Wikitude bietet beispielsweise eine Plattform an, mit der es möglich ist, einfach AR-Erlebnisse zu bauen. Mit einer digitalen AR Brille können die Entwickler direkt auch testen, wie die geschaffenen Werke funktionieren.

Bei TriLite handelt es sich um ein Start-up aus Wien. Das Unternehmen ist bekannt für kleine, leichte und helle Laser-Beam-Scanner auf der Welt. Diese Scanner können in AR-Brillen integriert werden. Falls die Entwicklung bei einem Hersteller für AR-Brillen untergebracht werden kann, könnte die Trixel Technologie schon bald ein ganz wichtiger Bestandteil des Metaverse werden.

Das Unternehmen NXRT hat sich auf industrielle Anwendungen spezialisiert. Möglich ist es beispielsweise, Fahrzeugcockpits kostengünstig nachzubauen und zu erstellen. Ebenfalls gibt es die Möglichkeit, einen vorhandenen 3D-Raum für Mitarbeiterschulungen zu verwenden.

Auch Shopping im Metaversum möglich

Ebenfalls könnte Metaversum für den Online-Handel in der Zukunft spannend werden. Bisher war es nur so, dass von Luxusmarken virtuelle Mode im schicken Design offeriert wurde. Doch das könnte möglicherweise bald schon anders werden. Sicherlich werden auch einige weitere Mode-Konzerne auf den Zug aufspringen.

Unter anderem hat beispielsweise H&M schon erwähnt, dass sie einen virtuellen Laden im Metaversum eröffnen wollen. 3D-Welten lassen sich dank der modernen Technik komfortabel umsetzen. Durch leistungsfähige Hardware und entsprechende Grafikkarten lässt sich ein entsprechender virtueller 3D-Shop eröffnen.

Metaverse mit guter Prognose

Da das Metaverse so viel Potenzial mit sich bringt, wird es sicherlich auch in Zukunft immer wichtiger für die Unternehmen, auf den Zug aufzuspringen. Gibt es schon einmal die Chance, bei solch einem großen Ding mitzumachen, sollten es auch Start-ups nutzen, um erfolgreicher und bekannter zu werden.

Wie es scheint, stellen auch immer mehr Firmen ihre Metaverse-Pläne vor. So scheint es wirklich, als wäre dies der Markt der Zukunft. Laut Marktforschungsunternehmen könnte er bis 2028 ein enormes Umsatzniveau mit sich bringen. Es wird sogar ein milliardenschweres jährliches Marktpotenzial erwähnt. Das könnte sogar das doppelte des deutschen Bruttoinlandsproduktes von 2020 betragen.

Deswegen ist es auch nicht wunderlich, dass es viele Start-ups und Unternehmen gibt, die an der Entwicklung und Umsetzung des Metaverse beteiligt sein wollen. Allerdings kann man davon ausgehen, dass die breite Nutzbarkeit noch einige Jahre dauern wird. Aber dennoch steigen die Firmen jetzt schon ein, um das mögliche Potenzial nutzen zu können.

Viele Jobs dank Metaverse möglich

Soll die virtuelle Welt neu ausgerichtet werden, kann es in Europa zahlreiche Jobs mit sich bringen. Das ist natürlich auch ein nennenswerter Punkt, der erwähnenswert ist. Es ist sogar von über 10.000 neuen Jobs von Facebook die Rede. Von daher kann sich Metaverse für alle Beteiligten richtig lohnen. Start-ups und große Unternehmen können immer stärker werden. Zudem können immer mehr Leute eine Anstellung in angesehenen Unternehmen finden.

Wie es letztendlich wird, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Auf jeden Fall bleibt es spannend, wenn es um das Thema Metaverse geht. Aber es steht jedenfalls schon fest, dass es viel Potenzial gibt. Nutzen jetzt Start-ups die Chance und steigen in Metaverse ein, können sie möglicherweise langfristig von einem hohen Gewinnpotenzial profitieren.

Der ideale Garten vom Architekt: Darauf kommt es an!

Rund 36 Mio. Menschen in Deutschland besitzen einen eigenen Garten – ein kreativ-vielfältiges und lukratives Betätigungsfeld für (Garten-)Architekten.

Es gibt ihn nicht, den einen Traumgarten, der jeden Menschen gleichmäßig begeistert. Hierfür sind Vorstellungen, Wünsche und Träume viel zu individuell. Allerdings schlagen Architektenherzen vor allem dann höher, wenn der Garten die perfekte Symbiose zwischen stilvoller Natur und eleganter Architektur bietet. Wie groß die Unterschiede eigentlich sind, lässt sich beim Anblick eines klassischen Schrebergartens und einem architektonisch gestalteten Garten erkennen. Letzterer ist mehr als nur ein Stück Grünfläche, irgendwo am Haus, es ist der Inbegriff der perfekten Gartengestaltung und ein Zeichen hoher Qualität.

Die Symbiose zwischen Innenbereich und der Außenanlage

Es gibt zwei Lebensbereiche des Menschen. Auf der einen Seite ist der Innenbereich eines Hauses oder Anwesens, in dem Bewohner einen großen Teil ihres Lebens verbringen. Auf der anderen Seite ist der Garten, der als angrenzendes Grundstück oder Anlage zur eigentlichen Immobilie eine große Rolle spielt. Die Grünfläche ist ein Zugewinn an Lebensraum und lässt sich durch den passenden Gartenarchitekten ideal an den prägenden Stil einer Immobilie anpassen.

Verschmelzen Garten und Innenraum miteinander, wird ein harmonisches Gesamtbild geschaffen und der Unterschied zwischen Garten und Traumgarten wird überdeutlich. Ohne Zweifel: Bei der Gestaltung eines echten Traumgartens spielt auch Geld eine Rolle. Zu bedenken ist allerdings, dass der architektonisch perfekte Garten nicht nur optisch einen immensen Mehrwert bietet, sondern auch die Wertigkeit der Immobilie anhebt. Das Image, unter welchem ein Haus oder Anwesen steht, ist mit entscheidend für dessen Wert. Eine architektonisch geprägte Gartenlandschaft erhöht den Wert und trägt entscheidend zu einem positiven Image bei.

Jede Art von Garten bietet für Architekten Potenzial

Rund 36 Millionen Menschen in Deutschland besaßen im Jahr 2020 einen eigenen Garten. Darunter befinden sich kleine Schrebergärten, Gärten in Hanglage, große Grundstücke, nahezu ungenutzte Gärten und viele weitere Gartenarten. So vielfältig wie die Gärten selbst, so vielfältig sind auch die Ansprüche der Menschen. Zeitweise wird der Garten lediglich zur kurzfristigen Erholung genutzt, wird zweckmäßig ausgestattet und mit einigen Pflanzen dekoriert.

Ein klassischer Schrebergarten eben, meist nicht einmal direkt am Haus gelegen.
Wenn wir von Gartengestaltung auf Architektenniveau sprechen, sind damit aber vollendete Gartenanlagen in einem gewissen Stil, mit einem besonderen Charakter und mit einer Message gemeint. Ein Garten, der von einem Architekten gestaltet wird, ist nicht nur ein Rückzugsort im Sommer. Er ist das Statement des gesamten Hauses und ein Objekt, was über Generationen hinweg bleiben wird.

Der Garten als ein Hauch von Luxus

Eine optimierte und stilgeprägte Gartenanlage ist nicht nur eine Ergänzung des Lebensraums, sondern ein Hauch von Luxus, der das eigene Leben maßgeblich beeinflussen kann. Die Möglichkeit des Rückzugs, die Chance, die eigenen Bedürfnisse im Gartenstil auszudrücken, macht diesen Luxus so einzigartig.

Für einen Architekten gibt es nicht „den einen optimalen Garten“ zur Gestaltung. Die Kunst der Gartenarchitektur besteht darin, auch schwierige Anlagen in einen einzigartigen Traum zu verwandeln. Besonders schwierig gestalten sich mitunter Hanglagen, doch auch daraus lässt sich ein Traumgarten kreieren. Ein Traumgarten vom Gartenarchitekt. Entscheidend ist die Gartenplanung, die mit Hilfe von Einrichtung, Ausstattung und Pflanzen zum Abschluss gebracht wird.

Die optimale Gartenanlage für die architektonische Gestaltung ist groß, frei von Hindernissen und lässt sich nach eigenem Wunsch, völlig frei, gestalten. Solche Grundstücke sind aber von hohem Seltenheitswert und umso wichtiger ist es, dass bei der Gartenarchitektur Hindernisse nicht als solche gesehen werden. Abhängige, außergewöhnliche Formen, ungenutzte Nischen – all das lädt den Architekten erst dazu ein, seine Kreativität spielen zu lassen und aus einem scheinbar nutzlosen Fleckchen Grün eine Gartenanlage zu konzipieren.

Das Grundstück ist die Basis des Gartens

Die Gartengestaltung beginnt nicht erst mit der Aussaat von Rasen und dem Pflanzen von Bäumen, sondern viel früher, bei der Begutachtung von Grund und Boden. Jedes Grundstück hat andere Bedürfnisse. Lichteinfall, Schattenregionen, Witterungsbedingungen – all das spielt eine immense Rolle bei der schlussendlichen Gestaltung des architektonischen Traumgartens. Der Ausbau und das Design können erst beginnen, wenn die Bodenbeschaffenheiten vollständig bekannt und im Zweifel überarbeitet wurden. Anhand der Bodenwerte ist es möglich, den Garten in Bereiche zu strukturieren.

Ein Geheimnis, das häufig übersehen wird, ist die Kraft der Natur. Nicht der Mensch entscheidet, wann und wo er seinen Garten haben möchte, sondern die Natur. Mit all ihren Besonderheiten gibt sie den Takt vor und spielt eine entscheidende Rolle, ob der Traumgarten eine langfristige Zukunft hat. Daher geht es nie darum, einen Garten auf einem Stück Natur zu bauen, sondern die Natur zu nutzen und sie in die Gartengestaltung einfließen zu lassen.

Pflanzen als Element eines Traumgartens

Die Artenvielfalt des Globus ist beeindruckend und die Schöpfungen der Natur gehören zu einem stilgeprägten Garten dazu. Es mag ein schönes Hobby sein, für einen Sommer auf dem Balkon gewisse Sommerpflanzen zu züchten und sie im nächsten Jahr wieder zu entsorgen. Doch wenn es um die Wahl langlebiger Pflanzen und Bäume geht, gibt es andere Kriterien als nur die optischen Aspekte.

So werden in hochwertigen und architektonisch strukturierten Gärten immer wieder Bonsai Bäume eingesetzt, um dem Garten einen langfristigen und prägenden Stil zu geben. Viele Menschen verbinden den Bonsai automatisch mit Japan und wissen nicht, dass er längst den Weg in die europäische Kultur gefunden hat. Seine Pflegeleichtigkeit, aber auch sein untrüglicher Charme machen diesen Baum zu einem der idealen Begleiter eines lebenslang erhaltenen Anwesens.

Mit der Natur, nicht gegen sie

Steht ein Architekt vor einem Garten, durchfluten viele Gedanken seinen Kopf. Er spielt mit Bildern, er gestaltet in seiner Fantasie, er scannt Nischen, Ecken und Vorsprünge, um seine Ideen einzubringen. Und er erkennt Widrigkeiten, die das geplante Projekt erschweren könnten. Der Traumgarten für den Architekten muss am Ende gar nicht immer simpel, groß und leicht zu gestalten sein. Immerhin liebt es der Gartenarchitekt, wenn er durch sein Wissen, seine Fähigkeiten und sein Talent in der Lage ist, auch besonders schwierige Lagen zu meistern und aus einem nicht sehr vielversprechenden Grundstück am Ende ein wahres Idyll für ganze Generationen zu zaubern.

Der Gartenarchitekt hat eine der entscheidendsten Rollen bei der Außengestaltung eines Anwesens. Er ist das Bindeglied zwischen dem Heim, das oftmals vom Innenarchitekten in einem ganz bestimmten Stil geprägt wurde und der Natur, die für das äußere Erscheinungsbild gesorgt hat. Seine Aufgabe ist es, beides miteinander zu verbinden und da Architekten genau diese Aufgabe lieben, ist jeder Garten für sie ein Traum.

SEO-Trends 2022

Suchmaschinenmarketing: Von Audio-Marketing bis Responsive-Suchanzeigen. Mit diesen 7 Trends startest du online im neuen Jahr durch.

Online-Marketing gibt es stetig neue Entwicklungen, Trends, Anpassungen und Tools. Sie automatisieren die bestehenden Prozesse und verbessern die Möglichkeiten zur Suchmaschinenoptimierung und -werbung immer weiter. Um die Sichtbarkeit im Web für das eigene Unternehmen zu erhöhen, gilt es solche Trends im Blick zu behalten. Vor allem Entwicklungen im Bereich Audio, Video und Social Media sowie die Verzahnung von Content und E-Commerce stehen aktuell im Fokus. Wir haben sieben Trends identifiziert, mit denen Unternehmer und Selbständige online 2022 durchstarten.

SEO Trend 2022: Audio-Marketing

Ob Podcasts, Clubhouse oder Twitter Spaces: Audio-Content wird immer beliebter. Deshalb sollen diese Inhalte auch in den Suchergebnissen von Google platziert werden. Wie bei anderem Content spielt dabei vor allem der gebotene Mehrwert eine wichtige Rolle für ein gutes Ranking. Mit eigenen Unternehmens-Podcasts erreichen kleinere und größere Betriebe ihre Zielgruppe dann an einem weiteren Touchpoint. Übrigens: Videos sind schon länger ein oft genutztes Marketingtool, doch ihre Bedeutung nimmt weiter zu. Sie erhöhen nicht nur den organischen Traffic, sondern sorgen auch für eine längere Verweildauer auf Websites und Social-Media-Profilen.

SEO Trend 2022: Content-Commerce

Die Verzahnung von Content-Marketing und E-Commerce schreitet im digitalen Marketing immer weiter voran. Beispielsweise Facebook und Instagram setzen bereits verstärkt auf E-Commerce-Funktionen, sodass User*innen über die Plattformen shoppen können. Diese Entwicklung führt dazu, dass Unternehmen ihren Content zunehmend strategisch in die digitale Customer Journey ihrer eigenen Kundinnen und Kunden integrieren sollten. Dadurch lassen sich passende Inhalte in jede Phase des Einkaufserlebnisses einbinden und flexibel an die Kund*innenbedürfnisse anpassen. Der Aufbau einer Digital-Experience-Plattform kann für Unternehmen zu einem Wettbewerbsvorteil werden. 

SEO Trend 2022: Google Analytics 4

Ende Oktober 2020 stellte Google von Universal Analytics beziehungsweise GA3 auf Google Analytics 4, kurz GA4, um und setzt nun verstärkt auf die Umstellung der vierten Version des Trackingtools. Bei GA4 handelt es sich dabei um mehr als ein Upgrade: Es ist vielmehr eine neue Generation von Google Analytics, die für User*innen einige Veränderungen mit sich bringt. Im Vergleich zu GA3 ist nicht nur das User Interface neu, sondern auch das zugrunde liegende Datenmodell und das Tracking. Letzteres lässt sich in der neuen Version auch ohne Cookies ermöglichen. Zudem können über ein ganzes Tagging-Framework Daten an Google-Dienste wie Google Ads, Campaign Manager oder Search Ads 360 gesendet werden. GA4 erleichtert so den Einbau des Tracking-Codes für alle Google-Produkte, noch präziseres Conversion-Tracking und die Minimierung technischer Fehlerquellen. 

SEO Trend 2022: Mobile First

Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer durchsuchen das Web vor allem über ihre Smartphones und Tablets. Schon länger steht die Darstellung im Responsive Design deshalb im Fokus. Im Jahr 2021 hat Google aber sogar alle Webseiten auf das sogenannte Mobile-First-Indexing umgestellt, sodass die Suchmaschine Inhalte, die ausschließlich auf Desktopgeräten verfügbar sind, ignoriert. Unternehmen sollten ihre Seiten deshalb dringend auf das Responsive Design hin überprüfen. Passend dazu spielen auch Deeplinks eine immer größere Rolle. Sie finden in Verbindung mit Apps Verwendung, um von Anzeigen auf die richtigen Zielseiten zu verlinken. Somit verhelfen Deeplinks insbesondere Nutzern von mobilen Endgeräten zu einem schnellen und nutzerfreundlichen Shoppingerlebnis. 

SEO Trend 2022: PageSpeed Insights 

Google hat jüngst seinen Online-Dienst „PageSpeed Insights“ optimiert. Das Tool zur Analyse und Verbesserung für Ladezeiten von Internetpräsenzen bietet nun viele neue Informationen über die Ladegeschwindigkeit und zum Lighthouse-Score. Bei „Google Lighthouse“ handelt es sich wiederum um ein Audit-Tool, das die Performance von Websites erhebt. Der Score wird dabei in den Kategorien Performance, Accessibility, Best Practices und SEO errechnet. Zu den Veränderungen in der optimierten Version gehört zum Beispiel, dass nun nicht mehr die Punktzahl der getesteten Seite ganz oben auf der Ergebnisseite steht, sondern der Abschnitt mit den Nutzer*innendaten. Bei der Punktzahl handelt es sich nämlich nur um Labordaten, die keinen direkten Einfluss auf die Rankings haben. Der Bereich mit den Nutzer*innendaten lässt sich hingegen aufklappen, sodass User*innen zusätzliche Details zu den Core Web Vitals sehen. Dazu wird jeweils der Anteil der Aufrufe dargestellt und kategorisiert: grün für Erreichung der empfohlenen Werte, gelb für Werte mit Verbesserungsbedarf und rot für schlechte Leistungen. Zusätzlich gibt es sowohl für die Nutzer*innen- als auch für die Labordaten einen zusätzlichen Abschnitt mit weiteren Informationen zum Erfassungszeitraum, zur Dauer der Besuche oder auch zur Größe der Strichprobe, sodass User*innen die Performance der jeweiligen Seite besser analysieren und verbessern können.

SEO Trend 2022: Free Listing

Bereits seit einigen Monaten hat Google die kostenlosen Shoppinganzeigen international ausgerollt. Doch noch nicht alle Produktanbieter*innen nutzen dieses Tool für ihre Marketingkampagne. Dabei bietet das Free Listing vor allem kleinen Unternehmen mit wenig Marketingbudget Gelegenheit, Werbeanzeigen kostenlos zu platzieren und diese zu testen. Auf diesem Weg werden nämlich verschiedene Produktmerkmale wie Preis, Verfügbarkeit und Bewertungen teilweise auch in den organisch gelisteten Shoppinganzeigen aufgeführt und Internetnutzer*innen angezeigt.

SEO Trend 2022: Responsive-Suchanzeigen

Marketingmaßnahmen und Online-Tools verändern sich vor allem aufgrund des stetigen Wandels des User-Suchverhaltens. Google gibt beispielsweise an, dass 15 Prozent der täglichen Anfragen ganz neue Suchen darstellen. Online-Marketingkampagnen gilt es deshalb möglichst flexibel zu gestalten. Zudem sollten Unternehmen auf Automatisierung setzen – besonders auf Responsive-Suchanzeigen. Texte in solchen Anzeigen werden ständig angepasst, damit sie Kund*innen immer passende Botschaften präsentieren. Dafür geben Unternehmen einfach mehrere Anzeigentitel und Textzeilen ein, sodass Google Ads im Laufe der Zeit automatisch verschiedene Kombinationen testet und die zielführendsten unter ihnen ermittelt. Ab dem 30. Juni 2022 will Google nur noch die Responsive Search Ads unterstützen. Erweiterte Textanzeigen sollen dann zwar weiterhin ausgespielt werden, die Möglichkeit zur Erstellung oder Bearbeitung fällt aber weg.

Der Autor Andreas Karasek ist Geschäftsführer der Agentur SEM Berater.

FinTech-Trends 2022

Diese Technologien haben das Potenzial, die FinTech-Branche im kommenden Jahr grundlegend zu verändern.

Das dramatische Auf und Ab der Gamestop-Aktie Anfang dieses Jahres hat es gezeigt: Neue Finanztechnologien – in diesem Fall Trading-Apps – können das reale Marktgeschehen massiv beeinflussen. Auch 2022 werden hierfür wieder entscheidende Weichen gestellt. Folgende Technologien haben das Potenzial, die FinTech-Branche im kommenden Jahr grundlegend zu verändern.

FinTech-Trend 1: Decentralized Finance (DeFin)

Währungen auf Blockchain-Basis sind spätestens seit dem ersten Boom des Bitcoin weitestgehend bekannt. Auch die Vorteile der Krypto-Währungen sind klar: Sie sind unabhängig von Zentralbanken und Regierungen, lassen sich problemlos weltweit transferieren und sind – das wichtigste Merkmal – aufgrund der dezentralen Struktur gut gegen Hacker-Attacken geschützt. Allerdings endet die Entwicklungsgeschichte der Blockchain-Technologie nicht beim Bitcoin, sondern geht jetzt erst richtig los.

Kern dieser Entwicklung ist das sogenannte Decentralized Finance (DeFin), eine komplett neue Welt des Krypto-Bankings. Bisher wurden Krypto-Currencies ebenso wie klassische Währungen an zentralen Börsen gehandelt. Dabei geht jedoch ihr zentrales Merkmal verloren: die dezentrale Netzwerkstruktur. 2021 war es noch ein Thema für Finanz-Nerds. 2022 kommt der Trend in der breiteren Masse an, gleichzeitig trennen sich Spreu und Weizen, also die seriösen von den unseriösen Anbieter*innen.

Ermöglicht werden dezentrale Finanzsysteme durch sogenannte Smart Contracts. Dabei handelt es sich um Computerprogramme, in denen die beteiligten Akteur*innen ihre gewünschten Transaktionen festschreiben. Eine zentrale Kontroll-Instanz ist nicht mehr nötig. Die gespeicherten Daten liegen in einem dezentralen Blockchain-Netzwerk, so dass spätere Änderungen nicht mehr möglich sind.

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, DeFin zu nutzen: Staking, Lending und Liquid Mining. Alle Abläufe beruhen darauf, dass die Besitzer*innen einer Krypto-Währung einen gewissen Anteil an ihrer Rechenpowerl dem System zur Verfügung stellen. Dafür erhalten sie Belohnungen. Wichtig ist dabei allerdings ein vertrauenswürdiger Anbieter. Da es sich um eine relativ neue Technologie handelt, sind leider auch unseriöse Unternehmen unterwegs. Ohne gesetzliche Regulation geht es also auch im Bereich DeFi nicht. Vertrauenswürdige Plattformen haben das erkannt und unterziehen sich dem Prozess trotz ihrer grundsätzlichen Unabhängigkeit von staatlichen Institutionen. So erfüllt beispielsweise Cake DeFi, eine Plattform für dezentrale Finanzdienstleistungen, alle regulatorischen Anforderungen der Monetary Authority of Singapore (MAS). Durch die Kombination von dezentraler Netzwerkstruktur und gesetzlicher Regulation können sich Menschen auf der ganzen Welt über Krypto-Lösungen informieren und DeFi sicher nutzen.

FinTech-Trend 2: Open Banking erobert den Zahlungsverkehr

2018 hat die Europäische Union mit der PSD2-Richtlinie Fintechs einen massiven Schub gegeben. Aber erst 2022, vier Jahre später, werden die tiefgreifenden Veränderungen sichtbar. PSD2 verpflichtet Banken, offene Daten-Schnittstellen für Drittanbieter einzurichten. In der ersten Phase griffen Fintechs auf Kontoinformationen der Kund*innen zurück und schufen beispielsweise Apps, in die sich Konten unterschiedlichster Banken integrieren ließen. Jetzt folgt die Zahlungsabwicklung, ein für Fintechs ausgesprochen lukratives, für Kunden sehr angenehmes – und für traditionelle Banken sehr bedrohliches Modell.

Denn Open Banking ermöglicht die sofortige und sichere Vernetzung verschiedener Akteure. Im Gegensatz zu traditionellen Finanztransaktionen sind keine Intermediäre mehr notwendig. Ein Unternehmen, zum Beispiel ein Online-Shop, kann eine direkte Verbindung zum Bankkonto des Kunden/der Kundin herstellen - ohne den Service eines Karten- oder sonstigen Payment-Anbieters. Das macht den Vorgang nicht nur für den Kunden/die Kundin einfacher, da er keine lange Kontonummer eintippen muss. Es ist auch für den Händler/die Händlerin von Vorteil, weil der Prozess schneller abläuft, niedrigere Transaktionsgebühren, weniger Betrug und geringere Fehlerquoten bedeutet - und damit mehr Einnahmen oder niedrigere Betriebskosten. Die Konsequenz zeigt sich im Erfolg von TrueLayer, Europas führender Open-Banking-Plattform. Im Jahr 2021 verdoppelte das Unternehmen die Zahl seiner Kund*innen und im gleichen Zeitraum wuchs das Zahlungsvolumen um 400 Prozent und der Wert der monatlichen Zahlungen um 800 Prozent. Für etablierte Banken ist die Gefahr groß, als reine Geldverwahrer zu enden, abgeschnitten von vielen lukrativen Dienstleistungen.

FinTech-Trend 3: All-in-once-Finance

Keiner macht es wirklich gern: Verwaltung der persönlichen Finanzen. Was für viele schon nach “Steuererklärung” und “Exceltabellen” klingt, erfordert immer wieder Arbeitszeit am Abend oder an den Wochenenden. Und auch für viele Unternehmen ist die Buchhaltung ein Pain Point: Gerade Start-ups und Freelancer*innen müssen kostbare Ressourcen aufwenden, um ihre Unterlagen immer auf dem neuesten Stand zu halten. Dabei geht es nicht nur um die gesetzlichen Anforderungen: Nur durch ein aktuelles und präzises finanzielles Lagebild sind fundierte unternehmerische Entscheidungen möglich. Doch lange waren die Angebote fragmentiert. Es gab beispielsweise Steuersoftware für die Abrechnung oder eine Reihe verschiedener Tools für die Buchhaltung.

Was fehlte, waren Lösungen, mit denen eine Finanzorganisation aus einer Hand möglich ist. Mittlerweile haben Start-ups genau dieses Angebot entwickelt. Dabei stehen die verschiedenen Finanz-Tools nicht mehr separat nebeneinander, sondern sind in eine Lösung integriert. Während 2021 Pionierarbeit geleistet wurde, kommt die Technologie 2022 mit Schwung im Markt an. So bietet das französische Start-up Qonto kleinen und mittleren Unternehmen sowie Freelancern neben günstigen Geschäftskonten auch Anbindungen an Steuersoftware, Buchhaltung-Tools und Zahlungsanbieter ohne Zwischenschritt. Ziel ist nicht die Aufsummierung möglichst vieler Programme, sondern die Schaffung einer automatisierten Finanzverwaltung, die den Workload spürbar reduziert.

FinTech-Trend 4: Crowdinvesting in Immobilien

Angesichts wachsender Inflationssorgen, anhaltender Niedrigzinsen und volatiler Märkte wird der Trend zu alternativen Investmentformen weiter anhalten. Stark in den Fokus werden 2022 insbesondere jene Immobilieninvestments geraten, die lange institutionellen Anleger*innen vorbehalten waren. Besonders beliebt ist das Crowdfunding von Immobilien, bei dem auch Kleinanleger die Möglichkeit haben, an Immobilienfinanzierungen teilzuhaben. Neu geprüft wird dabei auch, das Thema Environmental Social Governance, kurz ESG, auf die Investitionen anzuwenden. Schon mit Beträgen ab 500 Euro können sich Investoren beim Crowdinvesting an Bauprojekten beteiligen und ein Immobilienvermögen aufbauen. Digitale Technologien machen es Anleger*innen leichter, diese Beiträge zu verwalten, zu verfolgen oder sich darüber zu informieren. Viele moderne Investor*innen sind digitalaffine Selbstentscheider*innen, die sich eigenständig nach Informationen umschauen. Dabei wird keine Immobilie erworben, sondern die Entwicklung und der Bau eines Immobilienprojekts mitfinanziert. Konkret geschieht dies in Form von sogenannten Nachrangdarlehen oder Anleihen. Die Renditen liegen zwischen 4 bis 8 Prozent und befinden sich damit weit über dem Niveau von klassischen Einlagen. Attraktiv sind auch die oft kurzen Laufzeiten zwischen 12 und 36 Monaten.

Das Risiko bei der Finanzierung von Immobilienprojekten besteht darin, dass beispielsweise ein Bauprojekt nicht fertig und zu einem viel geringeren Preis als kalkuliert veräußert wird. In solchen Fällen wird zuerst die Bank bedient und erst dann die Crowd, sodass Crowd-Anleger*innen am Ende leer ausgehen können. Daher ist es wichtig, auch bei der Wahl der Crowdinvestment-Plattform in auf Qualitätskriterien zu achten. Als Qualitätsführer in der Branche zeichnet sich der Berliner Anbieter zinsbaustein.de aus, der zudem eine sehr hohe Kund*innenzufriedenheit aufweist. Die Rückzahlungsquote des Unternehmens liegt bei 100 Prozent, sämtliche abgeschlossenen Projekte wurden bis heute erfolgreich inklusive Zinsen an die Anleger*innen zurückgeführt.

Der Autor Karl Schmidt-Rhaesa hat Politik und Wirtschaft an der WWU Münster studiert. Als Communication Assistant ist er bei PIABO PR für Start-ups und Entrepreneurs aus den Bereichen FinTech, VC und HealthTech tätig.

E-Commerce-Trends in der Weihnachtszeit

Der Internethandel bereitet sich jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit auf die wichtigsten Wochen des Jahres vor. Um bis mehr als 100 Prozent steigen die Verkäufer in den Wochen vor Weihnachten an. Wir haben uns angesehen, welche Trends zu beobachten sind und welchen Einfluss das Corona-Virus auch in diesem Jahr auf das Kaufverhalten nimmt.

Black Friday und Cyber Monday

Als Startschuss für die Weihnachtszeit und damit die umsatzstärkste Zeit für den Einzel- und Online-Handel gilt der Black Friday. Der Tag, der in Amerika ins Leben gerufen wurde, funktioniert längst auch in Deutschland. Es locken diverse Schnäppchen und Sonderangebote in allen Bereichen: Egal, ob ein neues Handy oder ein hochwertiges Paar Schuhe – wer am Black Friday und Cyber Monday gute Angebote schaltet, hat gute Chancen auf fleißige Käufer*innen. Damit handelt es sich bei diesem Trend um keinen neuen, aber einen, den Händler*innen jedes Jahr unbedingt im Blick haben sollten.

Marketing-Kampagnen in den sozialen Netzwerken

In den letzten Jahren haben sich die sozialen Netzwerke zu wichtigen Tools für Händler*innen entwickelt. Mit der richtigen Werbung und den richtigen Influencern lässt sich das Weihnachtsgeschäft ordentlich ankurbeln. E-Commerce und die sozialen Medien sind in der Weihnachtszeit quasi verheiratet – das zeigen erfolgreiche Kampagnen großer Unternehmen, die wir in den letzten Jahren immer wieder beobachten konnten. Deshalb sollte die richtige Kommunikationsstrategie im Voraus geplant werden, um potentielle Kunden über alle relevanten Kanäle zu erreichen. Dabei werden die Strategien immer kreativer und der Content immer komplexer. Vorbei sind die Zeiten der plumpen Werbung in den sozialen Medien, heute möchten Kunden mit Emotionen gelockt werden und sich mit Produkten verbunden fühlen. Auch Automatisierungstechnologien können dabei helfen, eine Kampagne richtig zu planen und festzulegen, an welchen Tagen welche Beiträge online gehen sollen.

Mobile Webseite für unkomplizierte Käufe optimieren

Auch wenn viel Zeit und Liebe in die Website gesteckt wurde: Kund*innen lieben es, über ihre Mobilgeräte zu shoppen. Nachweislich steigen die Verkaufszahlen, wenn die mobile Website überzeugt und eine einfache Navigation gewährleistet. Jedes Jahr ist mehr und mehr zu beobachten, wie vom Laptop vom Handy oder Tablet gewechselt wird. Sogar unsere Steuern können wir mittlerweile über unser Mobilgerät abwickeln. Nicht nur auf dem Handy lassen sich Casinos ohne Steuer ansteuern. Auch Programme zur Steueroptimierung helfen dabei, mit wenigen Klicks ans Ziel zu gelangen.

Auch für den E-Commerce-Bereich gilt also: Online-Händler*innen müssen auf eine gute mobile Website setzen. Nicht nur kurze Ladezeiten und ein übersichtliches Menü müssen überzeugen, auch der erste Eindruck sollte stimmen. Kund*innen entscheiden in wenigen Sekunden, ob sie sich auf einer Seite wohlfühlen – denn eine Alternative ist im Zweifel schnell gefunden. Auch Kampagnen, die in den sozialen Medien geschaltet werden, führen den Kunden/die Kundin zum mobilen Online-Shop. Am besten werden hier also kreative Content-Strategien mit einem überzeugenden mobilen Auftritt kombiniert, sodass die Kaufwahrscheinlichkeit signifikant ansteigt.

Art der Geschenke verändert sich

Man kennt es vielleicht noch von der Großmutter, die gern Walnüsse und Orangen verschenkt. Lebensmittel zu verschenken, das erscheint heute aber oft aus der Zeit gefallen. Wenn es sich nicht gerade um eine trendige Gemüse- oder Kochbox handelt, verschenken wir mittlerweile lieber andere Dinge. Besonders digitale und haptische Geschenke sind heutzutage im Trend. Online-Gutscheine oder Abos für Hörbucher oder Musik werden immer häufiger verschenkt, sogar Kryptowährungen legt man gern virtuell unter den Weihnachtsbaum. Technik bleibt ebenfalls ein Dauertrend, vom Staubsaugerroboter bis hin zum neuen Handy wird alles gern verschenkt. Hier sind dann wieder der Black Friday und Cyber Monday wichtige Verkaufstage, denn in der Vorweihnachtszeit suchen Kund*innen vermehrt nach Angeboten.

Es muss aber natürlich nicht immer ein Gegenstand sein, der verschenkt wird: Das Verschenken gemeinsamer Zeit bleibt ebenfalls ein wichtiger Trend. Auch Portale, die romantische Abende, ein Luxuswochenende oder ein paar Tage mit Freund*innen als abwechslungsreiches Gesamtpaket verkaufen, haben in der Weihnachtszeit erhöhte Verkaufszahlen.

Paketzustellungen auf verschiedene Paketdienste verteilen

In der Weihnachtszeit stapeln sich die Pakete, Paketboten eilen im Dauerlauf durch die Straßen. Da ist Chaos fast vorprogrammiert, setzt man auf nur einen einzigen Zustelldienst. In den letzten Jahren hat es sich bewährt, auf mehrere Zusteller zu setzen – und auch in diesem Jahr sollten Händler*innen diesem Trend Beachtung schenken. Jeder Paketdienst hat nur eine bestimmte Kapazität, gerade in der Weihnachtszeit kommt es oft zu Verzögerungen. Daher lohnt es sich, im Vorfeld mehrere Dienste zu akquirieren, damit sind die Kundenbeschwerden nicht häufen.

Suchvolumen für Weihnachtsgeschenke steigt ab September

Frauen fangen früher an, Geschenke zu suchen, als Männer. Bei vielen Frauen gehen die Überlegung schon im September los, bei Google wird vermehrt nach Geschenkideen gesucht. Männer lassen sich statistisch gesehen etwas länger Zeit. Hier geht es oft erst im November los. Die ganz junge Generation braucht dann sogar noch länger, nicht selten beginnt die Suche bei den jungen Menschen erst im Dezember. Mit der richtigen Strategie, gutem Zeitmanagement und passender Werbung können hier also verschiedene Gruppen angesprochen werden, denen man schnelle Lösungen für ihre Überlegungen serviert.

Online-Geschäft boomt während der Corona-Krise

In den letzten Jahren war ein deutlicher Wandel zu spüren. Während man noch vor 20 Jahren in lokalen Geschäften auf die Jagd nach Geschenken ging, werden heute vermehrt der Laptop oder das Handy gezückt. Fachberatungen werden zwar weiterhin gern in Anspruch genommen, je nach Geschenk erweist sich der Online-Kauf für viele Menschen aber schlichtweg als praktischer. Nicht zuletzt war die Corona-Pandemie dann ein deutlicher Dämpfer für lokale Geschäfte, denn im letzten Jahr waren lokale Käufer gar nicht mehr möglich.

Auch in diesem Jahr ist die Pandemie noch in aller Munde. Die Geschäfte sind aktuell zwar noch offen, der nächste Lockdown ist aber nicht auszuschließen. Erschwerend kommt hinzu, dass Online-Käufe ohnehin schneller und unkomplizierter getätigt werden können. Einzelhändler*innen wünschen sich schon seit Jahren bessere Unterstützung. Von Extrasteuern für Online-Händler*innen bis hin zu Innenstadtfonds wurde bereits alles diskutiert. Doch auch eine Steueroptimierung wird Einzelhändler auf Dauer vermutlich nicht retten können, gerade in Kleinstädten sind Ladenschließungen an der Tagesordnung. Auch wenn uns Corona hoffentlich in ein paar Jahren nur eine schlechte Erinnerung sein wird, hat die Krise in jedem Fall dazu beigetragen, dem Internet offener gegenüberzutreten. So entscheidet man sich im nächsten Jahr dann vielleicht ganz automatisch für den schnellen Klick in ein passendes Online-Geschäft, war es doch im vorherigen Jahr so bequem.