Geschäftsidee: Hopfen-Apotheke

Hopfen-Sortiment aus der Apotheke


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Im Jahr 1998 eröffnete Ralf Reisinger in der Hallertau, dem größten Hopfenanbaugebiet Deutschlands, seine „Hopfen-Apotheke“.

Die Kunden nahmen den Namen wörtlich und fragten immer häufiger nach speziellen Hopfenprodukten. Schließlich ist vielen Kunden die heilsame Wirkung des Hopfens bekannt: Die Bitterstoffe im Hopfen sind entzündungshemmend; zudem wirken die Inhaltsstoffe beruhigend, weshalb der Hopfen auch als natürliches Schlafmittel bekannt ist. Das brachte den Apotheker auf die Idee, einen speziellen Hopfen-Kräuter-Tee zu kreieren. Damit die Bitterstoffe nicht zu dominant sind, hat Reisinger seinen Tee mit Haselnuss, Hibiskus, Hagebutte und Rosenblüten abgeschmeckt. Beliebt ist auch die Hautpflegeserie aus Hopfen, die Lippenpflege und ein Duschbad umfasst.  

Mittlerweile verkauft Ralf Reisinger die Produkte nicht mehr nur in der hauseigenen Apotheke, sondern auch an andere Apotheken der Region und an Brauereien, die die Produkte entweder als Werbegeschenke einsetzen oder im hauseigenen Brauerei-Shop an die Touristen verkaufen.  

www.hopfen-apotheke.de

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FemTech-Report 2022

Vom Nischendasein zum Hot Topic: Zahlen, Fakten und FemTech-Start-ups.

Im Rahmen einer Start-up- und Marktanalyse hat die Digital-Health-Beratung Brainwave den deutschen FemTech-Markt genauer unter die Lupe genommen. Die Erkenntnis: Lange Zeit wurde das Thema digitalgestützte Lösungen für die Frauengesundheit vernachlässigt, obwohl es immerhin die Hälfte der Bevölkerung betrifft. Mittlerweile scheint das Potenzial bei Gründer*innen und Investor*innen angekommen zu sein, denn in den Bereichen Technologie, neue Geschäftsmodelle und Start-up-Finanzierungen ist im letzten Jahr viel passiert.

Was ist FemTech?

Der Begriff umschreibt technologische Angebote und Services, die sich auf die Gesundheit der Frau konzentrieren. Die Lösungen reichen von Fruchtbarkeits- und Zyklus-Tracking, über Schwangerschaftsbegleitung und Tele-Hebammen bis hin zu Lösungen zum Thema Sexual Awareness und Menopause. Aber auch E-Commerce-Produkte, wie Periodenunterwäsche oder Supplements komplementieren den Trend. Der Begriff FemTech wurde insbesondere durch Ida Tin geprägt – die Gründerin der Zyklus- und Periodentracking App Clue.

Die wichtigsten FemTech-Trends

Viele FemTech-Angebote, besonders jene aus dem Bereich Schwangerschaft und Geburt, sind bereits in der medizinischen Versorgung angekommen. So wird beispielsweise die 2017 zur Schwangerschaftsbegleitung und Geburtsvorbereitung entwickelte App keleya heute von 19 Krankenkassen erstattet; das Start-up profitierte in der Pandemie von erhöhten Nutzungszahlen (monatlich 20.000 aktive Nutzerinnen im Jahr 2021).

In den letzten Monaten konnte ein rasantes Ansteigen an digitalen Geschäftsmodellen rund um das Thema Reproduktionsmedizin beobachtet werden. Start-ups wie Avery Fertility, Levy oder fertilly sind neu in den Markt eingestiegen und befassen sich mit Fruchtbarkeitsdiagnostik, künstlicher Befruchtung und Social Freezing (Einfrieren von Eizellen).

Das Jahr stand außerdem ganz im Zeichen der Onkologie: Start-ups wie Happie Haus, PINK! oder Brea treiben erfolgreich digitale Innovationen für Frauen mit Brustkrebs voran. Darüber hinaus entstehen auch neue Start-ups im Bereich Sexual Awareness, wie bspw. being female. Kurz gesagt: Der Start-up-Markt ist in Bewegung.

VC-Investments im FemTech-Bereich

Das globale Finanzierungsvolumen für FemTech-Start-ups lag im Jahr 2019 bei über 590 Mio. US-Dollar und war damit zehnmal so hoch wie noch vor zehn Jahren. Wenngleich dies 2019 gerade einmal zehn Prozent der weltweiten VC-Investments ausmachte, verstärkt sich der Trend doch zunehmend: In den Jahren 2020 und 2021 zeichnete sich ein konstant wachsendes Finanzierungsvolumen für FemTech-Start-ups ab. 2021 überstiegen die weltweiten VC-Investitionen in diesem Bereich zum ersten Mal die Marke von 1 Mrd. Dollar.

In Europa erhielten UK-Start-ups im vergangenen Jahr beachtliche Summen an Risikokapital: Das Londoner Start-up Elvie (auch auf dem deutschen Markt aktiv) erhielt 68 Mio. Euro in einer Series C-Finanzierungsrunde. Der Anbieter der Zyklustracking-App Flo Health erhielt 50 Mio. Dollar in einer Series B-Runde.

Die deutschen Start-ups fertilly und pregfit erhielten ein Seed-Funding. Auch wenn Investor*innen offensichtlich ein immer größeres Vertrauen in FemTech-Start-ups haben, steht das Finanzierungspotenzial noch klar am Anfang. Die Investitionen sind weiterhin nur ein winziger Betrag im Vergleich zum weltweiten VC-Funding oder den medizinischen Gesundheitsausgaben für Frauen (500 Mrd. Dollar). Hinzu kommt, dass FemTech-Start-ups meist von Frauen gegründet werden und diese es, im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen, oft schwerer haben, Risikokapital einzusammeln. Der banal klingende Grund hierfür: Die Investor*innen-Community besteht zum Großteil aus Männern (94 Prozent bei den Top-100-Unternehmen), welche die Gesundheitsprobleme von Frauen in vielen Fällen nicht wirklich verstehen.

Die deutsche FemTech-Start-up-Landschaft

Brainwave hat den deutschen FemTech-Start-up-Markt analysiert und in einer übersichtlichen Marktdarstellung zusammengefasst (s. Abbildung). Dabei wurden verschiedene Kategorien entwickelt, welche die unterschiedlichen Bereiche des Markttrends abdecken. Die Kategorien zeigen deutlich, dass der größte Teil des Marktes von Start-ups bzw. Lösungen aus der Rubrik „Zyklus- und Fruchtbarkeitstracking“ ausgemacht wird. In diesem Bereich sind vor allem digitale Angebote in Form von Tracking-Apps, Vergleichsportalen für Verhütungsmittel sowie Wearables und weitere Tools vertreten. Neben den etablierten Playern im Bereich „Schwangerschaft und Geburtsvorbereitung“ werden in der Kategorie „Telemedizin & Testkits“ jene Start-ups zusammengefasst, die sich mittels Selbsttest-Kits chronischen Frauenkrankheiten widmen und häufig online einen integrativen Ansatz anbieten. Im Vergleich zum Jahr 2020 kam die neue Kategorie „Reproduktionsmedizin“ hinzu, welche die Themen „Fruchtbarkeitsdia­gnostik und Social Freezing“ abdeckt. Zusätzlich dazu heben sich Start-ups aus den indikationsgetriebenen Trends „Brustkrebs“, „Endometriose“ und „Menopause“ immer stärker hervor. Die Start-ups innerhalb dieser Kategorie versuchen, Frauen entlang des Patientinnenpfades mit Tracking, Digitalen Therapien, Supplements oder Communities zu unterstützen. Last, but not least finden sich in der Übersicht auch die Rubriken „Perioden-Konsumgüter“ und „Sexual Awareness“.

FemTech – quo vadis?

Der deutsche FemTech-Markt ist ein wachsender Markt mit viel Innovationspotenzial. Er bietet die Möglichkeit, nicht nur vielen Frauen auf der Welt zu helfen, sondern auch spannende unternehmerische Chancen auszuschöpfen. Der FemTech-Markt hat in den vergangenen Jahren starke Wachstumsraten erfahren und bleibt weiterhin eines der vielversprechendsten Segmente im Digital-Health-Markt mit einem riesigen Potenzial, verschiedenste sog. Pain Points im Bereich der Frauengesundheit zu lösen. Innovative Geschäftsmodelle in bereits etablierten Segmenten wie Schwangerschaft, Geburt und Zyklus werden mit Wachstumskapital und einer steigenden Akzeptanz weiter gestärkt und in den Massenmarkt getragen. Zukünftig kann erwartet werden, dass auf dem deutschen Markt weitere FemTech-Start-ups nach internationalen Vorbildern entstehen. Dies könnte insbesondere für Indikationen aus den Segmenten Menopause und Endometriose geschehen. Ebenfalls zu erwarten ist der Aufbau von Gesundheitsplattformen, die das Ziel verfolgen, Frauen umfassend mit verschiedensten Rundum-Services zu begleiten.

Im Folgenden stellen wir stellvertretend für die vielen, inhaltlich unterschiedlich aufgestellten FemTech-Start-ups vier Unternehmen im Kurzprofil vor:

Versicherungen neu gedacht: Diese InsurTechs solltest du auf dem Radar haben.

Drei interessante Start-ups, die es ihren Kund*innen mit innovativen Konzepten erleichtern, Versicherungen in ihr bestehendes Produktportfolio einzubauen.

Versicherungen für Privatpersonen gibt es zu nahezu jedem denkbaren Schadensfall und man kann sie über eine entsprechende Versicherungsgesellschaft abschließen. Aber auch für Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen ist das Thema Versicherung interessant und so suchen sie zunehmend nach Möglichkeiten, ihren Kund*innen stark nachgefragte Versicherungsvarianten ohne viel bürokratischen oder technischen Aufwand anzubieten. Drei interessante Start-ups überzeugen hier mit innovativen Konzepten und erleichtern es ihren Kund*innen, Versicherungen in ihr bestehendes Produktportfolio einzubauen.

InsurTech hepster – API-gesteuerte Embedded Insurance

Das 2016 in Rostock gegründete und ansässige InsurTech bietet ein API-gesteuertes Ökosystem, das es Unternehmen aller Branchen ermöglicht, bedarfsorientierte und individuelle Versicherungen in ihre Angebote zu integrieren. Mithilfe des Konzepts der sogenannten Embedded Insurance schafft hepster für seine Kund*innen und Partner*innen die beste Erfahrung im Bereich der Versicherungen.

Zum Portfolio des InsurTechs gehören Mobilitäts-, Elektronik-, Ausrüstungs-, Reise-, Tier- und Unfallversicherungen. Das Angebot von hepster konnte seit 2017 schon mehr als 1.600 Partner*innen und über 150.000 Kund*innen überzeugen. Dafür verantwortlich sind die mehr als 300 maßgeschneiderten Versicherungsprodukte, die hepster anbietet. Entscheidend ist auch die Tatsache, dass sämtliche Versicherungsvarianten kurzfristig und vor allem exakt auf die Alltagssituation der Kund*innen zugeschnitten sind.

Neben den eigentlichen Versicherungen überzeugt auch der hervorragende Kundenservice. Für beides erhielt hepster bis jetzt mehr als 15 Auszeichnungen, u.a. vom TÜV Saarland sowie von namhaften Magazinen. Dass die digital-basierten Dienstleistungen, die vom Unternehmen der drei Gründer Hanna Bachmann, Alexander Hornung und Christian Range entwickelt wurden, überzeugen, wird auch am Interesse von Investoren deutlich. 2021 etwa konnten der in London ansässige Risikokapitalgeber Element Ventures sowie der aus Paris stammende Unternehmen Seventure Partners als Investoren gewonnen werden.

Kontakt: hepster.com



Finlex GmbH – Cyber-Versicherungen für Gewerbe- und Industrie

Das InsurTech Finlex, das vor kurzem bekanntgab, sich mit dem deutschen Cyber-Spezialisten Erichsen GmbH zu verbinden, ist vor allem im Bereich der Gewerbe- und Industrieversicherung mit dem Fokus auf Specialty Lines tätig. Das bedeutet, dass Finlex als Plattformbetreiber im Bereich Financial Lines und Cyber-Versicherung seinen Kund*innen mit umfassendem Expertenwissen und einem breiten internationalen Netzwerk beratend zur Seite steht. Auf dem unternehmenseigenen Online-Marktplatz stellt Finlex neben der Beratung vor allem maßgeschneiderte Spezialkonzepte sowie eine umfangreiche Wissensdatenbank zur Verfügung.

Innerhalb des von Finlex entwickelten Ökosystems werden die Kernbereiche IT und Business miteinander vereint. Versicherungsunternehmen, Maklern und Vermittlern ermöglicht die Finlex-Plattform ein automatisiertes Underwriting bzw. Robo-Underwriting, also eine Risikobewertung, für Financial Lines Produkte (also Vermögensschaden- und Kostenversicherungen). Außerdem ermöglicht die Plattform den Zugang zu den führenden Industriemaklern in Deutschland. Der Hauptsitz befindet sich in Frankfurt am Main, es gibt aber auch Niederlassungen in Barcelona, Berlin, Düsseldorf, der Pfalz sowie Wien.

Zur neuen Unternehmens-Konstellation sagt Sebastian Klapper, Gründer und Geschäftsführer von Finlex: „Mit der hervorragenden Fachexpertise des Erichsen-Teams entsteht bei Finlex eine Cyber-Practice in einzigartiger Stärke und Tiefe. Gemeinsam können wir unseren hohen Qualitätsanspruch weiter ausbauen und durch unsere neue Plattformgeneration die Kombination aus Expertentum und moderner Technologie weiter unterstreichen.“ Das erklärte Ziel von Finlex ist es, gemeinsam mit der Erichsen GmbH Europas größtes Cyber-Ökosystem für Versicherungen aufzubauen.

Kontakt: finlex.io



Cover Genius – global aktiver Experte für Embedded Insurance

Cover Genius ist ein global agierendes InsurTech für eingebettete Versicherungen. Namhafte Kund*innen, die etwa zu den weltweit größten Digitalunternehmen gehören, nutzen die von Cover Genius entwickelte Vertriebsplattform XCover. Durch die Integration mit XCover, der globalen Vertriebsplattform von Cover Genius, können die Partner*innen des Unternehmens mittels eines einzigen API-Aufrufs jede Art von Versicherungs- oder Garantieprodukt einbetten und ihren nationalen oder internationalen Kund*innen direkt anbieten.

Zu den Kund*innen, die sich durch die Dienstleistungen des InsurTech-Unternehmens schützen, gehören beispielsweise airBaltic, Booking Holdings, Descartes ShipRush, Icelandair, Intuit, Ola, Ryanair und Skyscanner. Darüber hinaus nutzen u.a. Konzerne wie Amazon, Flipkart, eBay, Wayfair oder Shopee, das größte Unternehmen in Südostasien, die Dienstleistungen von Cover Genius.

Das Portfolio an Versicherungen umfasst bei Cover Genius etwa Frachtversicherungen, Tier-, Auto-, Ticket- und Reiseversicherungen sowie Versicherungen für Unternehmen, Eigentümer*innen von Wohneigentum und Produktversicherungen. Zudem bietet das Unternehmen Spezialversicherungen an, die nach Anforderung maßgeschneidert werden.

Dass Cover Genius global aktiv ist, lässt sich auch daran ablesen, dass das von Chris Bayley und Angus McDonald gegründete InsurTech Niederlassungen in New York, San Francisco, London, Amsterdam, Tokio, Singapur, Seoul, Kuala Lumpur, Manila und Sydney unterhält.

Kontakt: https://covergenius.com

Fazit: InsurTechs bieten praktikable Lösungen

Versicherungen sind schon längst keine Stand-Alone-Products, sondern Teil größerer und komplexerer Geschäftsprozesse. Die InsurTechs haben nicht auf die Endverbraucher*innen fokussiert, sondern auf Business-Partner*innen, denen sie über ihre Plattformen und mithilfe der von ihnen entwickelten Softwarelösungen ermöglichen, Versicherungen in ihre bereits bestehende Infrastruktur bzw. Customer Journey ohne großen Aufwand einzubinden, sodass sie sie ihren Kund*innen anbieten können.

Solche digitalen Versicherungslösungen sind die Zukunft, denn sie funktionieren nicht nur schnell, sondern ermöglichen den Endnutzern letztlich, sich ganz nach ihren Wünschen kurzfristig zu versichern. Wo früher jede Menge Papierkram anfiel, da lässt sich heute eine Versicherung zu 100 Prozent online abschließen, mit nur wenigen Klicks.

Digitalstage.io: Fanbindung 2.0

Die Berliner Plattform Digitalstage.io ermöglicht es Künstler*innen, mit ihren Fans weltweit digital in Kontakt zu treten und neuartige Monetarisierungsmodelle zu nutzen.

Die vergangenen zwei Jahre haben die Musikindustrie nachhaltig erschüttert: Die Corona-Pandemie sorgte für leere Konzerthallen und volle Live-Streams; (Live-)Musik gab es fast nur noch online. Vorbereitet war die Branche darauf nicht. Mit den Konzerten brach auch die Haupteinnahmequelle vieler Künstler*innen weg. Streams konnten die Lücke nicht schließen: Verdienten Künstler*innen und Label früher mit Live-DVDs noch einiges dazu, war der YouTube-Stream für viele nur noch ein zusätzliches Marketinginstrument. Im Lockdown waren Streams probate Mittel, Fans bei der Stange zu halten – Geld verdienen ließ sich mit ihnen aber nicht.

Ich habe Live-Konzerte vermisst

Richard Harless will das ändern: „Ich habe, wie viele Menschen, Live-Konzerte vermisst. Die Versuche vieler Künstler*innen, über Social Media mit ihrem Publikum in Kontakt zu treten, waren kein wirklicher Ersatz. Also habe ich begonnen, darüber nachzudenken, wie sich das Live-Erlebnis in den digitalen Raum transportieren ließe.“ Das Ergebnis heißt Digitalstage.io, eine Plattform, die nicht weniger will als die Beziehung zwischen Fans und Künstler*innen auf eine ganz neue Grundlage zu stellen.

Der seit vielen Jahren in Berlin lebende US-Amerikaner Richard ist in der Branche kein unbeschriebenes Blatt: Als Deutschlandchef machte er die Musik-App Shazam auch hierzulande zu einer Erfolgsgeschichte. Anschließend brachte er die Musiktext-Plattform Genius.com nach EMEA.

Live-Stream als Gamechanger

Die Gründung seines Unternehmens vollzog Richard Ende 2020, die ersten Events folgten in der ersten Hälfte des Jahres 2021. Bald begann Sony Music, die Plattform für seine Künstler*innen zu nutzen. Auch investorenseitig tat sich einiges: Nachdem Richard und einige Mitstreiter*innen die initiale Finanzierung selbst übernahmen, folgte 2021 zunächst eine Angel-Runde und Ende des Jahres eine Seed-Finanzierung.

Digitalstage.io ermöglicht es Künstler*innen, mit ihren Fans weltweit digital in Kontakt zu treten. Erstere erhalten dafür eigene Seiten, auf denen sie Events nach ihren Wünschen anbieten können: von gestreamten Live-Konzerten über Albumpremieren bis hin zu Interviews und Diskussionen. Dabei lassen sich etwa zum Stream-­Konzert Merchandise-Verkäufe oder Live-Chats, exklusive Meet and Greets nach dem Gig oder gar exklusive Sammlerstücke via NFT hinzufügen.

„Wir wollen Menschen ein Erlebnis bieten, wie sie es von realen Events kennen“, erläutert Richard. „Wir wollen das Verhältnis zu den Künstler*innen stärken, egal wo auf der Welt sie sind. Künstler*innen geben wir die Möglichkeit, diese Beziehung zu monetarisieren. Der Live-Stream soll nicht mehr nur ein Marketinginstrument sein – er rückt in den Mittelpunkt der Fan-Künstler*in-Beziehung.“

Doch das Ziel der Plattform geht darüber hinaus, eine Ergänzung zu realen Live-Erlebnissen zu bieten. Die Beziehung zwischen Künstler*innen und Fans zu stärken, heißt auch, sie aus ihrer Fragmentierung zu befreien, betont Richard: „Fans kaufen Alben, sie kaufen Konzerttickets, sie kaufen Merchandise. Doch das ist nur in den allerseltensten Fällen miteinander verbunden. Künstler*innen haben bislang keinerlei Kon­trolle über die kommerziellen Aspekte der Fanbeziehung. Sie wissen nicht, wer Tickets für ihre Shows oder ihre Alben kauft. Damit kennen sie auch nicht ihre Super-Fans, haben keine Ahnung, bei wem es sich lohnt, besondere Erlebnisse anzubieten, wer Backstage-Zugang verdient oder wer an exklusiven Sammlerstücken interessiert sein könnte.“ Digitalstage.io, so die Vision des Gründers, soll genau das ermöglichen.

Dezentrale Blockchain-Technologie

Dazu braucht es natürlich auch die passende technische Grundlage. Digitalstage.io setzt von Beginn an auf die dezen­trale Blockchain-Technologie. Mit der Celo-Blockchain hat das Unternehmen jetzt sein perfektes Fundament gefunden. Celo ist eine Mobile-First-Plattform, die auf Basis einer eigenen Blockchain-Infrastruktur Bezahlungen und Finanz-Apps für alle Smartphone-Nutzer*innen weltweit zugänglich machen will. So wie Celo mobiles Bezahlen demokratisiert, will Digitalstage.io dies für den Zugang von Künstler*innen und Fans zueinander leisten. Für eine Plattform, die zum Ziel hat, diese Beziehung zum Nutzen beider Seiten zu monetarisieren, ein optimaler Partner.

Das sehen auch die Macher hinter Celo so: Der von ihnen gestartete Early-Stage-Investmentfond Flori Ventures investierte im Rahmen der Pre-Seed-Finanzierung eine sechsstellige Summe in Digitalstage.io. Mehr noch: Gleichzeitig wurde das Berliner Unternehmen in das Accelerator-Programm Celo Camp aufgenommen, das Start-ups dabei unterstützen soll, gemeinsam Lösungen und Anwendungen für ein dezentrales und für alle offenes Finanzsystem zu entwickeln. Mit Erfolg: Digitalstage.io gehörte zu den Finalisten des letztjährigen Camps.

(Live-)Time is Money

Und auch sonst kann die Plattform nach gerade mal einem Jahr schon einiges vorweisen. Ihren Start hatte sie Anfang 2021 mit einer Livestream-Performance der deutschen Dark-Pop-Band Blackout Problems. Seitdem fanden auf der Plattform 57 Veranstaltungen unterschiedlichster Art und Größe statt. Auch manche große Namen haben die Plattform bereits genutzt. Rock-Superstars Kings of Leon etwa, die ihr neues Album auf Digitalstage.io vorstellten. Oder Star-DJ Martin Garrix, der exklusiv Fragen von Fans beantwortete. Oder Eurovi­sion-Gewinner Måneskin: Die italienische Band streamte ein Record-Release-Konzert mit begleitendem Chat live aus Berlin in Clubs in 18 Ländern.

„Die wichtigste Metrik für uns ist, wie lange die Menschen bei einem Event dabeibleiben, wie viel Zeit sie letztlich mit dem Künstler oder der Künstlerin verbringen“, betont Richard. „Und da ist Digitalstage.io extrem erfolgreich: Im Schnitt bleibt das Publikum für 95 Prozent der Dauer des Streams dabei – durchschnittlich mehr als 30 Minuten pro Event. Je mehr Zeit der Fan investiert, desto enger wird die Beziehung – und desto besser lässt sie sich auch monetarisieren.“

NFTs als Zukunftstrend

Dabei, so ist der Gründer überzeugt, spielen zukünftig NFTs eine wichtige Rolle. Diese bieten etwa Super-Fans die Möglichkeit, exklusiv digitale Sammlerstücke zu besitzen. Den Anfang machten Richard und sein Team im September 2021: Im Rahmen des Live-Streams zu einem Single-Launch von Sängerin und TikTok-Star Loi wurde ein viral gegangener und mit exklusivem Artwork versehener Ausschnitt des Songs als NFT-Sammlerstück angeboten.

Richard Harless sieht hier einen Zukunftstrend für die gesamte Branche: „NFTs werden die Fan-Künstler*in-Beziehung nachhaltig revolutionieren, denn sie können so viel mehr: Sie sind in der Lage, die Fragmentierung der kommerziellen Fan-Künstler*in-Beziehung aufzubrechen.“ Aus diesem Grund wird Digitalstage.io im ersten Quartal 2022 einen NFT-Musikmarktplatz starten. Auf diesem können Fans NFTs mit ihren Einkäufen sammeln, und Künstler*innen können dann ihren Fans genau definierte Inhalte anbieten. Erstmals wird es Künstler*innen damit möglich sein, beispielsweise Ticket- und Merchandise-Verkäufe miteinander zu verknüpfen und somit ihre größten Fans kennenzulernen.

Live-Streaming ist gekommen, um zu bleiben

Und noch einen zweiten Trend sieht Richard für die Zukunft: hybride Events. „Live-Streaming ist gekommen, um zu bleiben. Künstler*innen werden zukünftig jede Live-Show zu einem Live-Stream machen können. So rücken Künstler*innen und Fans mit- und untereinander viel enger zusammen, was ganz neue Interaktionen ermöglicht.“ Der Gründer sieht sein Unternehmen an der Spitze eines echten Wandels: „Wir befinden uns am Anfang einer völligen Neudefinition des Verhältnisses zwischen Künstler*in und Publikum. Statt voneinander getrennte Transaktionen greift zukünftig alles ineinander: Streams und Live-Konzerte, Ticketing und Merchandise-Verkäufe, das emotionale Erlebnis und die kommerzielle Beziehung.“ Richard Harless und sein Berliner Team sind entschlossen, diesen Wandel aktiv voranzubringen.

Start-up-Quelle Klassenraum

Die Förderung junger Talente, die sich schon in der Schule fürs Gründen begeistern, wird hierzulande nach wie vor eher stiefmütterlich behandelt. Umso wichtiger ist es, Mut zu machen und erfolgreiche Schülergründer*innen zu präsentieren.

Ideen können überall entstehen, auch schon in der Schule. Das deutsche Bildungssystem macht es angehenden Gründer*innen allerdings nicht leicht – dennoch stehen einige Schüler*innen kurz vor dem Durchbruch. „Vom Bildungssystem kommt da leider nicht viel“, sagt Leonard Darsow, 17 Jahre alt, aus Freiburg im Breisgau. „Was gibt es für einen besseren Weg als die Schule?“, fragt Berit Allgeier, 18 Jahre, aus Achern (Baden-Württemberg). „Da muss mehr kommen, das verpflichtend zu unterrichten“, meint Edgar Schmidt-Narischkin, 19 Jahre, aus Berlin. Nein, gut steht Deutschland wirklich nicht da, wenn es darum geht, das Gründertum in der Schule zu vermitteln. Laut einer Untersuchung des Global Entrepreneurship Monitors liegt Deutschland gerade einmal auf Platz 36 von 54 in dieser Kategorie.

Hilfe von außerhalb

„Das Gründertum und das Handwerkszeug zum Gründen werden in unserem Bildungssystem kaum vermittelt“, kritisiert Hauke Schwiezer, Mitgründer und Geschäftsführer der Non-Profit-Organisation Startup Teens (s. StartingUp 02/2020 – Abonnent*innen können im Online-Heftarchiv gratis auf den Beitrag zugreifen). Besonders bei jungen Gründer*innen gehört Deutschland mit 3,4 Prozent zu den Ländern mit den niedrigsten Quoten. „Viele Jugendliche würden gern gründen, wissen aber noch nicht wie“, sagt Schwiezer. Mit Startup Teens adressieren er und sein Team dieses Problem. Ziel der Initiative ist es, jungen Menschen dabei zu helfen, ihre innovativen Ideen umzusetzen, damit es künftig wieder mehr Gründer*innen, Unternehmensnachfolger*innen und unter nehmerisch denkende Angestellte gibt. „Wir vermitteln dafür wichtige Skills, wie Coding, also Programmieren, und machen sie so fit für ihre berufliche Zukunft“, erklärt Schwiezer. Um das zu ermöglichen, bietet Startup Teens On- und Offline-Events, einen You­Tube-Kanal für Unternehmertum und Coding sowie ein Mentoren-Netzwerk mit fast 1000 Persönlichkeiten aus Start-up-Szene, Industrie und Mittelstand.

Außerdem wird jährlich ein deutschlandweiter Businessplanwettbewerb veranstaltet. Einen solchen jährlichen Wettbewerb veranstaltet auch Jugend gründet. Seit 2003 können Teilnehmende mithilfe einer Online-Eingabemaske einen markt­reifen Businessplan entwickeln. Dabei werden sie durch die JG-Business-Academy und über ein großes Mentoren-­Netzwerk unterstützt. Denn auch hier wurde das Problem an deutschen Schulen erkannt: „Unternehmen haben in unserer Gesellschaft eine große Bedeutung: Sie kreieren Werte mit ihren An­geboten, sie stellen Arbeitsplätze für die Mehrzahl aller Beschäftigten in Deutschland und sie sind Innovationstreiber“, sagt Projektleiterin Franziska Metzbaur. „Eine Beschäftigung mit diesen Themen bereits im Unterricht halte ich für höchst sinnvoll. Auch, weil es nötig ist, dass wir den Jugendlichen aufzeigen, dass in diesem Bereich eine große Chance besteht mitzugestalten, wie sich unsere Zukunft entwickelt.“ Und Jugend gründet bietet neben dem Businessplan noch ein weiteres Element: In der zweiten Phase des Wettbewerbs wird ein virtuelles Unternehmen in einer Com­puter­simulation für die ersten acht Jahre durch die Höhen und Tiefen der Konjunktur gesteuert. Die zehn Teams, die nach diesen beiden Runden die meisten Punkte haben, dürfen am Finale teilnehmen. Dem Gewinner winkt der Hauptpreis: Eine Reise ins globale Gründerparadies Silicon Valley.

Kein Rest bleibt zurück

Über diesen Preis konnte sich 2020 Edgar Schmidt-Narischkin aus Berlin freuen. Zusammen mit seinem Team bestehend aus Kilian Holle, Karl Weiss, Liv Jürgensen und Subonn Lee hat er ein Produkt entwickelt, dessen Ursprung auf einem Balkon mitten in Berlin liegt. Denn Edgar liebt die Gartenatmosphäre auf seinem Balkon und bepflanzt ihn deshalb jedes Jahr neu. Doch eine Sache stört ihn: Die Plastikblumentöpfe seiner Setzlinge, die sich hinter ihm auftürmen. „Es tut weh, dass sich jedes Mal so viel Müll ansammelt“, sagt der 19-Jährige.

Laut Deutscher Umwelthilfe (DUH) landen hierzulande jährlich 116.000 Tonnen Plastik aus Verpackungen und Produkten in der Umwelt. Um diese Zahl zu senken, hat Schmidt-Narischkin mit seinen Freund*innen einen Blumentopf entwickelt, der sich selbst in der Erde kompostiert. Der sog. KomPot besteht aus Holzfasern, Stärke und Lignin. Er kann zusammen mit dem Setzling eingepflanzt werden und verschwindet nach einigen Monaten, während er dabei die Pflanze düngt. „Die Entwicklung geht gut voran“, erklärt der 19-Jährige zum KomPot, dessen Marktstart wegen geschlossener Blumenläden verschoben werden musste. „Die Schule hat uns bei diesem Projekt Mut gemacht“, sagt er. Über Workshops des Netzwerks „[email protected]“ sind sie in Berührung mit dem Unternehmertum gekommen. Dennoch: „Schön wäre es, wenn es auch im Unterricht entsprechende Module geben würde. Es kann so viel Innovation bringen, wenn Schüler im Unterricht etwas zum Thema Gründen lernen würden.“

Beruf mit Zukunft – hohe Nachfrage an Alten- und Krankenpfleger*innen

Seit Januar 2020 ist das neue Pflegeberufegesetz in Kraft. Die Regierung verspricht sich davon eine Steigerung der Attraktivität im Pflegebereich.

In vielen Bereichen herrscht in Deutschland Fachkräftemangel. Besonders trifft das auf die Pflege alter und kranker Menschen zu, bei der jetzt schon ein Mangel an 200.000 Arbeitskräften herrscht. Der Pflegebereich vermeldet von allen Berufen bundesweit den größten Fachkräfteengpass.

Im Hinblick auf die demografische Entwicklung, die von einem weiteren Anstieg des Durchschnittsalters der Bevölkerung ausgeht, wird im Jahre 2030 von mindestens 500.000 fehlenden Fachkräften in der Pflege ausgegangen. Für Schulabgänger, Auszubildende und Healthcare-Gründer öffnen sich damit riesige Chancen!

Die Zukunft liegt in der Pflege

Hintergrund für den steigenden Bedarf in der Pflege ist der zu erwartende Zuwachs an Pflegebedürftigen. Es wird davon ausgegangen, dass deren Anzahl von heute 4,5 Millionen auf ca. 6 Millionen im Jahre 2030 ansteigen wird. Verstärkt wird dieser Effekt durch die Situation in der Vergangenheit. Seit vielen Jahren schon können etwa 8 von 10 Stellen nicht mehr mit qualifiziertem Fachpersonal besetzt werden. Inzwischen wird von einem akuten Pflegenotstand gesprochen.

Dabei trifft es nicht nur den zentralen Bereich der Pflege, in dem es an Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflegern fehlt. Auch dort, wo Experten für pflegerische Dienstleistungen mit akademischem Hintergrund oder mit Fortbildungsabschluss gebraucht werden, können viele Stellen mangels geeigneter Kandidaten nicht besetzt werden. Um einen prekären Pflegenotstand zu vermeiden, müsste neben der Bezahlung auch die Ausbildung und verfügbaren Krankenpfleger Jobs attraktiver gestaltet werden. Dabei ist auf diesen Feldern schon einiges geschehen.

Die Änderungen im Pflegebereich

Sowohl die alte als auch die neue Bundesregierung wusste und weiß um die Notstände im Pflegebereich. Dabei wurden laut des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Jahre 2019 1,7 Millionen Menschen in Pflegeberufen beschäftigt, was immerhin einen Anstieg von 24 % zum Jahre 2012 bedeutet.

Doch das ist angesichts der rasch zunehmenden Überalterung bei Weitem nicht ausreichend. Deshalb wurden mit Beginn der Pandemie die Anstrengungen nochmals erhöht.

Neue generalistische Pflegeausbildung

Seit dem 1. Januar 2020 ist das neue Pflegeberufegesetz in Kraft. Die bisherigen Berufsbilder Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpfleger wurden abgeschafft und dafür der neue Beruf der Pflegefachfrau bzw. des Pflegefachmanns eingeführt. Der generalistische Abschluss wird von allen Mitgliedsstaaten der EU (Europäische Union) anerkannt.

Die Ausbildung ist nun breiter aufgestellt als vorher, die fachlichen Schwerpunkte aller drei Berufsrichtungen wurden dabei zusammengefasst. Dadurch können die Absolventen in allen Versorgungsbereichen flexibel eingesetzt werden.

Auf freiwilliger Basis kann die Ausbildung als Studium absolviert werden. Damit eröffnen sich eine Vielzahl neuer Angebote im Berufsfeld Pflege. Gesundheitswissenschaft, Pflegemanagement und Palliativpflege sind nur einige Beispiele für solche Interessenten, die sich leitende Positionen und Führungsaufgaben zutrauen.

Laut Angaben des Ministeriums wird die neue Regelung gut angenommen. Mehr als 80 % der Betroffenen kommen zu dem Schluss, dass die neue Flexibilität im späteren Berufsleben von Vorteil sein wird. Knapp zwei Drittel glauben an eine signifikante Steigerung der Professionalität und gut die Hälfte bewertet die Verbesserung der internationalen Anschlussfähigkeit als positiv.

Wie geht die Ausbildung vor sich?

Gut die Hälfte der dreijährigen Ausbildung wird in praxisnahen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Pflegeheimen und ambulanten Pflegestationen vermittelt. Die theoretische Basis erhalten die Azubis weiterhin in den Berufsfachschulen.

Trotz der Generalisierung bleibt eine Spezialisierung im Bereich des Möglichen. Es werden nämlich nur die ersten beiden Lehrjahre verpflichtend generalisiert abgehalten. Im dritten Lehrjahr ist dann eine Wahlmöglichkeit gegeben, bei der die Absolventen in Richtung Altenpflege, Krankenpflege oder Kinderkrankenpflege einschwenken oder eben weiter die generalistische Ausbildung fortführen können.

Höhere Löhne und Gehälter

Überdies wurde die wirtschaftliche Situation der Pflegenden gestärkt. So ist die Ausbildung nun endlich kostenfrei. Die Ausbildungsvergütung wurde angeglichen und liegt jetzt nicht mehr auf den hintersten Plätzen im Vergleich zu anderen Lehrberufen. Sie beträgt im Schnitt 1.141 Euro im ersten Lehrjahr und steigt auf 1.303 Euro im Abschlussjahr. Damit liegt sie in etwa auf dem gleichen Niveau wie die Ausbildungsvergütung eines Technischen Assistenten in der Anästhesie.

Auch die Löhne der ausgebildeten Pflegefachkräfte sind in den letzten zehn Jahren merklich gestiegen, haben sich um ein Drittel erhöht und bewegen sich zwischen 3.000 und 3.500 Euro brutto monatlich.

Urban Hochbeet: Minigarten im All-In-One-Set

Die Urban-Hochbeet-Gründer Leon Hensler und Christian Allié bieten ein Rundum-Sorglos-Paket für den eigenen Balkongarten und wollen zur führenden Anlaufstelle für alle Gartenneugierigen und -anfänger*innen werden.

Leon Hensler und Christian Allié, zwei Freiburger Studenten und Gründer, haben sich eine grüne Mission auf die Fahne geschrieben. Graue Innenstädte, leere Balkonreihen und vertrocknete Kräuter sollen der Vergangenheit angehören. Mit ihrem Ende 2020 gegründeten Start-up Urban Hochbeet haben sie ein Rundum-Sorglos-Paket für den eigenen Balkongarten entwickelt. Die Vision: Jede(r) soll sich einen Minigarten ganz ohne Vorkenntnisse anlegen können.

Minigarten - auch ohne grünen Daumen

Die beiden Gründer bewegte bei der Idee, dass sich viele Stadtbewohner*innen nach mehr Nähe zur Natur und einen bewussteren Konsum sehnen. Doch für einen eigenen Heimgarten bleiben insbesondere bei geringer Wohnfläche viele Probleme bestehen: Zu wenig Platz, kein Balkon, fehlendes Know-how, lange Einkaufstouren – das sind die typischen Schwierigkeiten, die bei Überlegungen zum eigenen Gemüseanbau im urbanen Umfeld anfallen.

Die Komplettpakete der beiden Freiburger sollen darauf die Antwort geben: Ein passendes Hochbeet, nährstoffangepasste Erdschichten und abgestimmte Pflanzensets werden zusammen in einem Paket bis an die Haustür versandt. Dabei reichen die Komplettpakete von einem kleinen Beet für Küche und Fensterbrett bis zu der XL-Variante für den Balkon. „Vor allem durch die spielerisch gestaltete Pflegeanleitung soll die Nutzung und Pflege der Beete so einfach wie möglich vonstattengehen – auch ohne einen grünen Daumen“, so Mitgründer Leon.

Heimgärtnern für alle

Mit dem All-In-One-Set wollen es die Gründer ermöglichen, dass jeder Haushalt in die Erfahrung des erfolgreichen Gärtnerns kommen kann. Pflanzen pflegen, düngen, schneiden und ernten: das lässt eine ganz eigene und nachhaltige Beziehung zu den selbst geernteten Lebensmitteln entstehen. Neben den Komplettpaketen bieten Leon und Christian auch einen ausführlichen Beratungs- und Supportservice an sowie Garantien, welche den Interessierten die letzten Sorgen nehmen sollen. „Wir planen, in den nächsten fünf Jahren zur führenden Anlaufstelle für alle Gartenneugierigen und Anfänger zu wachsen“, formuliert Leon das ambitionierte Ziel.

Nachhaltigkeit als roter Faden

Für die Zusammensetzung der Komplettpakete ist den Gründern dabei besonders wichtig, dass die Komponenten nachhaltig und umweltfreundlich sind. „Wir beziehen unsere Produkte ausgehend vom Freiburger Münstermarkt so lokal wie möglich und achten auf klimaschonende Aspekte wie torffreie Erde mit minimaler CO2-Belastung und veganen Bio-Dünger. Bis 2024 wollen wir unsere Lieferketten komplett plastikfrei gestalten“, erläutert Co-Founder Christian. Ihre grünen Geschäftspraktiken und auch ihre Nachhaltigkeitsziele für die nächsten Jahre haben die beiden Gründer in ihrem digitalen Gartenmagazin aufgelistet.

Schon jetzt werden die Erdschichten ausschließlich aus Deutschland bezogen und auch die Hochbeete kommen zum großen Teil aus Bayern, Sachsen und Niedersachsen. Außerdem werden die einzelnen Bestandteile des Sets konsequent nach ökologischen Kriterien ausgewählt. „Dazu gehört bei der Erde ein kompletter Verzicht auf Torf, wodurch das Ökosystem der Moore geschützt und somit der Artenschutz gewährleistet wird. Dadurch sind auch CO2-Einsparungen in Höhe von 65 Prozent gegenüber herkömmlichen Erdsorten möglich“, so Christian. Der Dünger besteht ausschließlich aus pflanzlichen Bestandteilen – für die Pflanzen haben die Gründer einen Partner aus der Region Freiburg gefunden: die 1956 gegründete und heute als Kräuterspezialist der Region bekannte Gärtnerei Friderich – eine Partnerschaft getreu dem Motto: Start-up trifft Traditionsunternehmen.

carbmee: mit Software zu Netto-Null im Unternehmen

Das Berliner Start-up carbmee hat mit dem Environmental Intelligence System einen nachhaltigen Lösungsansatz entwickelt, um Industrie-Unternehmen zu dekarbonisieren.

Um der Erderwärmung und den daraus resultierenden Folgen für die Umwelt entgegenzuwirken, hat die Europäische Union zahlreiche Klimaschutzmaßnahmen erlassen. So ist im European Green Deal festgelegt, dass bis 2050 eine nachhaltige Produktpolitik und vollständige Treibhausgasneutralität erreicht werden soll. Um diesen ambitionierten Zielen einen entscheidenden Schritt näher zu kommen, hat die EU-Kommission im Sommer 2021 das Maßnahmenpaket "Fit for 55", verabschiedet, durch das der CO2-Ausstoß der EU bis 2030 um mindestens 55 Prozent im Vergleich zu 1990 gesenkt werden soll.

Um dem steigenden Druck und der finanziellen Belastung auf die Unternehmen entgegenzuwirken und insbesondere die CO2-intensive Industrie zu unterstützen, hat das Berliner Start-up carbmee eine Software zur Dekarbonisierung der Lieferkette entwickelt.

CO2-Hotspots im Unternehmen identifizieren

Carbmee wurde 2021 von Robin Spickers, Dr. Christian Heinrich und Hendrik Beneke gegründet und bietet eine Carbon Management Solution basierend auf der eigens entwickelten Software (Environmental Intelligence System). Mit einer Kombination aus KI und Automatisierungstechnik unterstützt carbmee Industrie-Unternehmen dabei, ihre CO2- Hotspots in der Wertschöpfungskette offenzulegen und mit dem Ziel der Klimaneutralität „grüne Entscheidungen“ zu treffen. „Scope 3 Emissionen sind ein riesiges Problem und niemand setzt sich damit auseinander, wie wir es lösen können. Dabei sind Scope 3 Emissionen in vielen Fällen für über 80 Prozent der gesamten Emissionen eines Unternehmens verantwortlich. Mit unserer Expertise setzen wir genau hier an“, erläutert Co-Founder Dr. Christian Heinrich.

Das Ziel: Netto-Null-Emission bis 2050

Vor kurzem hat das Start-up sein einjähriges Bestehen gefeiert und kann bereits in dieser frühen Phase auf eine beachtliche Bilanz schauen. In den letzten acht Monaten konnten, so die Angaben des Start-ups, mithilfe des Environmental Intelligence Systems 336.000 Tonnen CO2-Emissionen gemanaged werden. Das Potenzial und der Handlungsbedarf sind größer denn je: Laut Statista hat der Industriesektor 2020 über 113 Millionen Tonnen CO2-äquivalente Treibhausgasemissionen ausgestoßen.

„Die Meinung, dass Emissionen erst in 10 Jahren zu einem großen Problem werden, war vor einiger Zeit noch sehr verbreitet. Doch wir waren schon damals der Auffassung, dass wir so schnell wie möglich handeln müssen. Durch Covid ist dieses Problem nun sogar noch zentraler und dringender geworden. Unsere Vision ist es darum, mit Environmental Intelligence eine nachhaltige Transformation von Unternehmen voranzutreiben, um bis 2050 eine Netto-Null- Emission zu erreichen – und das auf einfache Weise“, so Co-Founder Robin Spickers.

Wie zwei Kindergartenfreunde eine Branche auf den Kopf stellen

Falsche Indikatoren, Frauds und Angst vor transparenten Daten setzen den Erfolgen von Influencer-Kampagnen eine Schranke – aus dieser Erkenntnis heraus wuchs aus einer Mobile Marketing-Agentur die Influencer-Tech-Company hi!share.that.

Sie teilten einst den Buddelkasten und sind nun eine Firma: Silvia Lange und Tivadar Szegeny. Heute sitzen sie zusammen im Oce und schmieden Pläne, wie ihr gemeinsames Baby – die Influencer-Tech-Company hi!share.that – den Rest der Welt erreichen kann. Denn sie haben etwas geschaen, das eine bisher ungehörte Nachfrage auf dem Markt stillt und damit eine Nische besetzt, die das Kampagnen-Management von Unternehmen revolutionieren sollte. Das Wissen darüber, etwas entwickelt zu haben, dass Werbetreibenden und Creators immer einen Mehrwert schenkt und Risiken minimiert, ist nur einer der Antriebe, die das starke Wachstum der Influencer-Tech-Company begründet. Was zu zweit am Tisch einer Teeküche begann, mündete nach nicht mal sechs Jahren in die Führung eines 30-köpfigen Teams, das kurz vor der Internationalisierung steht.

Sich ergänzende Profis: Hands-on-Mentalität and No Bullshit

Die Idee, welche hi!share.that heute so erfolgreich werden ließ, wurde durch die Gründung ihres ersten gemeinsamen Unternehmens inspiriert. Silvia war Head of Marketing beim Modeunternehmen New Yorker, als sie die Expertise ihres alten Freundes Tivadar für ein Projekt in Anspruch nahm. Beide hatten über Jahre ihren Wissensstand unterschiedlichen Marketing-Disziplinen ausgebaut und ergänzten sich auf unternehmerischer sowie privater Ebene perfekt. Sie gründeten die Consulting- und Mediaagentur medialabel und widmeten sich so einem aufsteigenden Stern – Mobile-Performance-Marketing. Dabei verzichteten sie bewusst auf Investor*innen und bauten ihr Business einzig und allein durch Eigenkapital auf. „Wir waren sofort profitabel. Unsere Umsätze sind rasant gestiegen und unsere erwirtschafteten Gewinne sind direkt in die Entwicklung der Technologie geflossen“, so Silvia.

Mit einer No-Bullshit-Einstellung und Hands-on-Mentalität unterstützen sie ihre Kund*innen dabei zu verstehen, welche wirklich wertvollen Daten aus Kampagnen gezogen werden können. Transparenz, ehrliche Kommunikation und eine enge Zusammenarbeit gelobten ein nahbares Geschäftsmodell, bei dem die Kund*innenzufriedenheit an oberster Stelle steht.

Von der Teeküche zur Telekom: Wer hoch fliegt, sieht weiter

Den ersten gemeinsamen Arbeitsplatz von Silvia und Tivadar bekamen sie durch einen Freund gestellt. Es gab keine Kund*innen, nur Kontakte aus früheren Zeiten, die erst überzeugt werden mussten. Eine absolute Überzeugung der eigenen Idee gaben den Antrieb für ihr erstes großes Kund*innengespräch. „Aufregend und amüsant war auf jeden Fall einer unserer allerersten Kund*innencalls, denn wir haben uns keinen geringeren ausgesucht als die Deutsche Telekom. Uns war bewusst, dass wir nicht einfach so dort anfangen könnten und auch andere Agenturen mit im Rennen waren“, berichtet Silvia. Das Ziel war utopisch und die Powerpoint sowie Referenzen weniger herausragend. Und doch konnten die beiden zu einem späteren Zeitpunkt die Partneragenturen der Telekom für sich gewinnen.

Ihr Erfolgsrezept? Ein Proof of Concept. Dadurch konnten sich Kund*innen vorher selbst überzeugen lassen, dass der kommunizierte Mehrwert funktioniert. „Wir haben immer gesagt, dass sie uns ein kleines Testbudget von wenigen tausend Euros geben sollen. Wir zeigen ihnen dann, was damit alles erreicht werden kann. Keine Vertragslaufzeit, keine Bindung – wer nicht überzeugt ist, hätte nicht noch mal mit uns zusammenarbeiten müssen“, berichtet Silvia. Gerade diese Haltung hat jedoch das Unternehmen von Silvia und Tivadar innerhalb weniger Jahre rasant wachsen lassen, denn auf Seiten der Kund*innen wird das Risiko stark minimiert. Schnell machte sich dadurch ein Wunsch immer wieder breit: Ein eigenes Produkt – eine nicht austauschbare Technologie – sollte der nächste Schritt sein.

Innovation einer modernen Branche: Die Geburtsstunde von hi!tech

Performance-Marketing mit Influencer*innen und Tech verbinden – das war das Ziel! Ein Wunsch, an dem die vorherige Konkurrenz bereits gescheitert war. Das Thema bedarf viel Aufklärung sowie selbstbewusste Creators, die ihre Community und Social-Media-Plattformen gut kennen und finanziell neue – oftmals noch rentablere – Wege gehen möchten. Silvia und Tivadar entwickelten mit diesem Hintergrundwissen im Jahr 2018 eine neue Technologie – hi!tech – welche zusammen mit sechs Departments und dreißig Mitarbeitenen die Skalierung, Messbarkeit und Teil-Automatisierung von Influencer Marketing möglich machte. Die größte Hürde zum Erfolg war die Unwissenheit auf Seiten der Influencer*innen, für die Performance-basierte Kampagnen komplett neu waren. Die Akquisition bedurfte demnach sehr viel Kommunikation und Aufklärung.

Die Zusammenstellung aus dem extrovertierten Sales-Talent Lange und dem technisch versierten Profi Szegeny ist es jedoch schnell gelungen: Sie haben für sich sprechende Meilensteine erreicht, durch die ihr Wachstum zu einem Paradebeispiel wurde – genau wie die Geschichte hinter den beiden Kindergartenfreunden. Im März 2022 planen Silvia und Tivadar die Internationalisierung nach Frankreich und Italien. Größere Dimensionen sind bereits in Planung.

Metaverse für Start-ups: Die Chancen einer neuen Welt

Die Idee eines gemeinsamen virtuellen Raums wird auch für Start-ups immer interessanter. Metaverse gehört zu den aktuellen Trends, die allgemein in der Öffentlichkeit stark diskutiert und genutzt werden. Der virtuelle Raum bietet so viele verschiedene Möglichkeiten für kleine und neue Unternehmen, um immer populärer und bekannter zu werden.

Der virtuelle Raum wird also nicht nur genutzt, um die Spielautomaten mit der besten Volatilität zu entdecken und viele verschiedene weitere Spiele zu spielen. Stattdessen ist es auch für die Arbeitsumgebungen immer spannender. Zu erwarten ist, dass das Metaverse einen starken Einfluss auf die Zukunft des Internets hat und diese in gewissen Maßen prägt.

Home-Office-Zeit hat Bewegung in die Sache gebracht

Allgemein ist die Zeit für ein größeres virtuelles Geschehen in allen Bereichen reif. Auch durch viele Home-Office-Aktivitäten aufgrund der aktuellen Situation wurden die Leute auf virtueller Ebene immer aktiver. Unter anderem fanden Konferenzen virtuell statt. Ebenfalls musste ein Weg gefunden werden, um mit den Kunden weiterhin kommunizieren zu können.

Durch die neuesten Technologien und das schnelle Internet ist es heutzutage kein Problem mehr, die verschiedenen Aktivitäten auf dem virtuellen Weg abzuhalten. Das bringt viele Vorteile für alle Beteiligten mit sich. Man spart sich viele Wege und kann flexibel vom Büro aus mit der Arbeit und den Kundenkontakten durchstarten.

Vielfältige Anwendungsgebiete für Start-ups

Zukünftig wird es möglicherweise so sein, dass noch viele weitere Technologiekonzerne sich mit dem Thema Metaverse beschäftigen und entsprechende Angebote offerieren. Immerhin bringt der virtuelle Raum Potenzial mit sich. Gerade Financial Services und Technologie- Start-ups werden im virtuellen Raum eine immer wichtigere Rolle spielen.

Die Start-ups können ihre Produkte, Dienstleistungen und Lösungen ganz bequem und komfortabel über den virtuellen Markt bekannt machen und sich noch besser positionieren. Langfristig gesehen kann sich das auf jeden Fall positiv auswirken und mehr Erfolg bringen. Man kann schon sagen, dass die nächste Phase der digitalen Revolution begonnen hat.

Ebenfalls denkbar ist es, dass sich diverse Spiel- und Service-Plattformen im Metaverse etablieren und immer weiterentwickeln. Diejenigen Start-ups, die ihren Fokus auf diesen Bereich legen, können von einem großen Potenzial profitieren. Möglich ist aber auch ein Aufstieg im Bereich der VR für Start-ups, was jedoch zugleich auch etwas schwieriger werden könnte, da es schon viele große Anbieter in diesem Bereich gibt.

Metaverse als Ergebnis von Facebooks Namensänderung

Facebook hat den Namen auf Meta geändert, weswegen es nicht lange auf sich warten lassen hat, dass der Begriff Metaverse seine Runde machte. Viele Unternehmen aus den 3D-Welten, Virtual Reality und Spiele haben dann auch direkt die Chance genutzt und sich auf der nächsten Plattform breitgemacht.

Immerhin geht es letztendlich auch darum, wer das Metaverse anführen wird. Die verschiedenen Hardware- und Softwarehersteller möchten sich natürlich die Chance nicht entgehen lassen, und am besten groß rauskommen. Im Prinzip kann letztendlich jedes große Unternehmen sowie auch kleinere Start-ups zu der Gestaltung und Entwicklung des Metaverse beitragen.

Schon viele Start-ups vertreten

Es sind mittlerweile schon einige Start-ups im Metaverse vertreten. Sie haben direkt die Chance genutzt, um sich zu positionieren. Zu erwähnen sind unter anderem Unternehmen wie Wikitude, TriLite und NXRT. Wikitude bietet beispielsweise eine Plattform an, mit der es möglich ist, einfach AR-Erlebnisse zu bauen. Mit einer digitalen AR Brille können die Entwickler direkt auch testen, wie die geschaffenen Werke funktionieren.

Bei TriLite handelt es sich um ein Start-up aus Wien. Das Unternehmen ist bekannt für kleine, leichte und helle Laser-Beam-Scanner auf der Welt. Diese Scanner können in AR-Brillen integriert werden. Falls die Entwicklung bei einem Hersteller für AR-Brillen untergebracht werden kann, könnte die Trixel Technologie schon bald ein ganz wichtiger Bestandteil des Metaverse werden.

Das Unternehmen NXRT hat sich auf industrielle Anwendungen spezialisiert. Möglich ist es beispielsweise, Fahrzeugcockpits kostengünstig nachzubauen und zu erstellen. Ebenfalls gibt es die Möglichkeit, einen vorhandenen 3D-Raum für Mitarbeiterschulungen zu verwenden.

Auch Shopping im Metaversum möglich

Ebenfalls könnte Metaversum für den Online-Handel in der Zukunft spannend werden. Bisher war es nur so, dass von Luxusmarken virtuelle Mode im schicken Design offeriert wurde. Doch das könnte möglicherweise bald schon anders werden. Sicherlich werden auch einige weitere Mode-Konzerne auf den Zug aufspringen.

Unter anderem hat beispielsweise H&M schon erwähnt, dass sie einen virtuellen Laden im Metaversum eröffnen wollen. 3D-Welten lassen sich dank der modernen Technik komfortabel umsetzen. Durch leistungsfähige Hardware und entsprechende Grafikkarten lässt sich ein entsprechender virtueller 3D-Shop eröffnen.

Metaverse mit guter Prognose

Da das Metaverse so viel Potenzial mit sich bringt, wird es sicherlich auch in Zukunft immer wichtiger für die Unternehmen, auf den Zug aufzuspringen. Gibt es schon einmal die Chance, bei solch einem großen Ding mitzumachen, sollten es auch Start-ups nutzen, um erfolgreicher und bekannter zu werden.

Wie es scheint, stellen auch immer mehr Firmen ihre Metaverse-Pläne vor. So scheint es wirklich, als wäre dies der Markt der Zukunft. Laut Marktforschungsunternehmen könnte er bis 2028 ein enormes Umsatzniveau mit sich bringen. Es wird sogar ein milliardenschweres jährliches Marktpotenzial erwähnt. Das könnte sogar das doppelte des deutschen Bruttoinlandsproduktes von 2020 betragen.

Deswegen ist es auch nicht wunderlich, dass es viele Start-ups und Unternehmen gibt, die an der Entwicklung und Umsetzung des Metaverse beteiligt sein wollen. Allerdings kann man davon ausgehen, dass die breite Nutzbarkeit noch einige Jahre dauern wird. Aber dennoch steigen die Firmen jetzt schon ein, um das mögliche Potenzial nutzen zu können.

Viele Jobs dank Metaverse möglich

Soll die virtuelle Welt neu ausgerichtet werden, kann es in Europa zahlreiche Jobs mit sich bringen. Das ist natürlich auch ein nennenswerter Punkt, der erwähnenswert ist. Es ist sogar von über 10.000 neuen Jobs von Facebook die Rede. Von daher kann sich Metaverse für alle Beteiligten richtig lohnen. Start-ups und große Unternehmen können immer stärker werden. Zudem können immer mehr Leute eine Anstellung in angesehenen Unternehmen finden.

Wie es letztendlich wird, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Auf jeden Fall bleibt es spannend, wenn es um das Thema Metaverse geht. Aber es steht jedenfalls schon fest, dass es viel Potenzial gibt. Nutzen jetzt Start-ups die Chance und steigen in Metaverse ein, können sie möglicherweise langfristig von einem hohen Gewinnpotenzial profitieren.

Der ideale Garten vom Architekt: Darauf kommt es an!

Rund 36 Mio. Menschen in Deutschland besitzen einen eigenen Garten – ein kreativ-vielfältiges und lukratives Betätigungsfeld für (Garten-)Architekten.

Es gibt ihn nicht, den einen Traumgarten, der jeden Menschen gleichmäßig begeistert. Hierfür sind Vorstellungen, Wünsche und Träume viel zu individuell. Allerdings schlagen Architektenherzen vor allem dann höher, wenn der Garten die perfekte Symbiose zwischen stilvoller Natur und eleganter Architektur bietet. Wie groß die Unterschiede eigentlich sind, lässt sich beim Anblick eines klassischen Schrebergartens und einem architektonisch gestalteten Garten erkennen. Letzterer ist mehr als nur ein Stück Grünfläche, irgendwo am Haus, es ist der Inbegriff der perfekten Gartengestaltung und ein Zeichen hoher Qualität.

Die Symbiose zwischen Innenbereich und der Außenanlage

Es gibt zwei Lebensbereiche des Menschen. Auf der einen Seite ist der Innenbereich eines Hauses oder Anwesens, in dem Bewohner einen großen Teil ihres Lebens verbringen. Auf der anderen Seite ist der Garten, der als angrenzendes Grundstück oder Anlage zur eigentlichen Immobilie eine große Rolle spielt. Die Grünfläche ist ein Zugewinn an Lebensraum und lässt sich durch den passenden Gartenarchitekten ideal an den prägenden Stil einer Immobilie anpassen.

Verschmelzen Garten und Innenraum miteinander, wird ein harmonisches Gesamtbild geschaffen und der Unterschied zwischen Garten und Traumgarten wird überdeutlich. Ohne Zweifel: Bei der Gestaltung eines echten Traumgartens spielt auch Geld eine Rolle. Zu bedenken ist allerdings, dass der architektonisch perfekte Garten nicht nur optisch einen immensen Mehrwert bietet, sondern auch die Wertigkeit der Immobilie anhebt. Das Image, unter welchem ein Haus oder Anwesen steht, ist mit entscheidend für dessen Wert. Eine architektonisch geprägte Gartenlandschaft erhöht den Wert und trägt entscheidend zu einem positiven Image bei.

Jede Art von Garten bietet für Architekten Potenzial

Rund 36 Millionen Menschen in Deutschland besaßen im Jahr 2020 einen eigenen Garten. Darunter befinden sich kleine Schrebergärten, Gärten in Hanglage, große Grundstücke, nahezu ungenutzte Gärten und viele weitere Gartenarten. So vielfältig wie die Gärten selbst, so vielfältig sind auch die Ansprüche der Menschen. Zeitweise wird der Garten lediglich zur kurzfristigen Erholung genutzt, wird zweckmäßig ausgestattet und mit einigen Pflanzen dekoriert.

Ein klassischer Schrebergarten eben, meist nicht einmal direkt am Haus gelegen.
Wenn wir von Gartengestaltung auf Architektenniveau sprechen, sind damit aber vollendete Gartenanlagen in einem gewissen Stil, mit einem besonderen Charakter und mit einer Message gemeint. Ein Garten, der von einem Architekten gestaltet wird, ist nicht nur ein Rückzugsort im Sommer. Er ist das Statement des gesamten Hauses und ein Objekt, was über Generationen hinweg bleiben wird.

Der Garten als ein Hauch von Luxus

Eine optimierte und stilgeprägte Gartenanlage ist nicht nur eine Ergänzung des Lebensraums, sondern ein Hauch von Luxus, der das eigene Leben maßgeblich beeinflussen kann. Die Möglichkeit des Rückzugs, die Chance, die eigenen Bedürfnisse im Gartenstil auszudrücken, macht diesen Luxus so einzigartig.

Für einen Architekten gibt es nicht „den einen optimalen Garten“ zur Gestaltung. Die Kunst der Gartenarchitektur besteht darin, auch schwierige Anlagen in einen einzigartigen Traum zu verwandeln. Besonders schwierig gestalten sich mitunter Hanglagen, doch auch daraus lässt sich ein Traumgarten kreieren. Ein Traumgarten vom Gartenarchitekt. Entscheidend ist die Gartenplanung, die mit Hilfe von Einrichtung, Ausstattung und Pflanzen zum Abschluss gebracht wird.

Die optimale Gartenanlage für die architektonische Gestaltung ist groß, frei von Hindernissen und lässt sich nach eigenem Wunsch, völlig frei, gestalten. Solche Grundstücke sind aber von hohem Seltenheitswert und umso wichtiger ist es, dass bei der Gartenarchitektur Hindernisse nicht als solche gesehen werden. Abhängige, außergewöhnliche Formen, ungenutzte Nischen – all das lädt den Architekten erst dazu ein, seine Kreativität spielen zu lassen und aus einem scheinbar nutzlosen Fleckchen Grün eine Gartenanlage zu konzipieren.

Das Grundstück ist die Basis des Gartens

Die Gartengestaltung beginnt nicht erst mit der Aussaat von Rasen und dem Pflanzen von Bäumen, sondern viel früher, bei der Begutachtung von Grund und Boden. Jedes Grundstück hat andere Bedürfnisse. Lichteinfall, Schattenregionen, Witterungsbedingungen – all das spielt eine immense Rolle bei der schlussendlichen Gestaltung des architektonischen Traumgartens. Der Ausbau und das Design können erst beginnen, wenn die Bodenbeschaffenheiten vollständig bekannt und im Zweifel überarbeitet wurden. Anhand der Bodenwerte ist es möglich, den Garten in Bereiche zu strukturieren.

Ein Geheimnis, das häufig übersehen wird, ist die Kraft der Natur. Nicht der Mensch entscheidet, wann und wo er seinen Garten haben möchte, sondern die Natur. Mit all ihren Besonderheiten gibt sie den Takt vor und spielt eine entscheidende Rolle, ob der Traumgarten eine langfristige Zukunft hat. Daher geht es nie darum, einen Garten auf einem Stück Natur zu bauen, sondern die Natur zu nutzen und sie in die Gartengestaltung einfließen zu lassen.

Pflanzen als Element eines Traumgartens

Die Artenvielfalt des Globus ist beeindruckend und die Schöpfungen der Natur gehören zu einem stilgeprägten Garten dazu. Es mag ein schönes Hobby sein, für einen Sommer auf dem Balkon gewisse Sommerpflanzen zu züchten und sie im nächsten Jahr wieder zu entsorgen. Doch wenn es um die Wahl langlebiger Pflanzen und Bäume geht, gibt es andere Kriterien als nur die optischen Aspekte.

So werden in hochwertigen und architektonisch strukturierten Gärten immer wieder Bonsai Bäume eingesetzt, um dem Garten einen langfristigen und prägenden Stil zu geben. Viele Menschen verbinden den Bonsai automatisch mit Japan und wissen nicht, dass er längst den Weg in die europäische Kultur gefunden hat. Seine Pflegeleichtigkeit, aber auch sein untrüglicher Charme machen diesen Baum zu einem der idealen Begleiter eines lebenslang erhaltenen Anwesens.

Mit der Natur, nicht gegen sie

Steht ein Architekt vor einem Garten, durchfluten viele Gedanken seinen Kopf. Er spielt mit Bildern, er gestaltet in seiner Fantasie, er scannt Nischen, Ecken und Vorsprünge, um seine Ideen einzubringen. Und er erkennt Widrigkeiten, die das geplante Projekt erschweren könnten. Der Traumgarten für den Architekten muss am Ende gar nicht immer simpel, groß und leicht zu gestalten sein. Immerhin liebt es der Gartenarchitekt, wenn er durch sein Wissen, seine Fähigkeiten und sein Talent in der Lage ist, auch besonders schwierige Lagen zu meistern und aus einem nicht sehr vielversprechenden Grundstück am Ende ein wahres Idyll für ganze Generationen zu zaubern.

Der Gartenarchitekt hat eine der entscheidendsten Rollen bei der Außengestaltung eines Anwesens. Er ist das Bindeglied zwischen dem Heim, das oftmals vom Innenarchitekten in einem ganz bestimmten Stil geprägt wurde und der Natur, die für das äußere Erscheinungsbild gesorgt hat. Seine Aufgabe ist es, beides miteinander zu verbinden und da Architekten genau diese Aufgabe lieben, ist jeder Garten für sie ein Traum.

SEO-Trends 2022

Suchmaschinenmarketing: Von Audio-Marketing bis Responsive-Suchanzeigen. Mit diesen 7 Trends startest du online im neuen Jahr durch.

Online-Marketing gibt es stetig neue Entwicklungen, Trends, Anpassungen und Tools. Sie automatisieren die bestehenden Prozesse und verbessern die Möglichkeiten zur Suchmaschinenoptimierung und -werbung immer weiter. Um die Sichtbarkeit im Web für das eigene Unternehmen zu erhöhen, gilt es solche Trends im Blick zu behalten. Vor allem Entwicklungen im Bereich Audio, Video und Social Media sowie die Verzahnung von Content und E-Commerce stehen aktuell im Fokus. Wir haben sieben Trends identifiziert, mit denen Unternehmer und Selbständige online 2022 durchstarten.

SEO Trend 2022: Audio-Marketing

Ob Podcasts, Clubhouse oder Twitter Spaces: Audio-Content wird immer beliebter. Deshalb sollen diese Inhalte auch in den Suchergebnissen von Google platziert werden. Wie bei anderem Content spielt dabei vor allem der gebotene Mehrwert eine wichtige Rolle für ein gutes Ranking. Mit eigenen Unternehmens-Podcasts erreichen kleinere und größere Betriebe ihre Zielgruppe dann an einem weiteren Touchpoint. Übrigens: Videos sind schon länger ein oft genutztes Marketingtool, doch ihre Bedeutung nimmt weiter zu. Sie erhöhen nicht nur den organischen Traffic, sondern sorgen auch für eine längere Verweildauer auf Websites und Social-Media-Profilen.

SEO Trend 2022: Content-Commerce

Die Verzahnung von Content-Marketing und E-Commerce schreitet im digitalen Marketing immer weiter voran. Beispielsweise Facebook und Instagram setzen bereits verstärkt auf E-Commerce-Funktionen, sodass User*innen über die Plattformen shoppen können. Diese Entwicklung führt dazu, dass Unternehmen ihren Content zunehmend strategisch in die digitale Customer Journey ihrer eigenen Kundinnen und Kunden integrieren sollten. Dadurch lassen sich passende Inhalte in jede Phase des Einkaufserlebnisses einbinden und flexibel an die Kund*innenbedürfnisse anpassen. Der Aufbau einer Digital-Experience-Plattform kann für Unternehmen zu einem Wettbewerbsvorteil werden. 

SEO Trend 2022: Google Analytics 4

Ende Oktober 2020 stellte Google von Universal Analytics beziehungsweise GA3 auf Google Analytics 4, kurz GA4, um und setzt nun verstärkt auf die Umstellung der vierten Version des Trackingtools. Bei GA4 handelt es sich dabei um mehr als ein Upgrade: Es ist vielmehr eine neue Generation von Google Analytics, die für User*innen einige Veränderungen mit sich bringt. Im Vergleich zu GA3 ist nicht nur das User Interface neu, sondern auch das zugrunde liegende Datenmodell und das Tracking. Letzteres lässt sich in der neuen Version auch ohne Cookies ermöglichen. Zudem können über ein ganzes Tagging-Framework Daten an Google-Dienste wie Google Ads, Campaign Manager oder Search Ads 360 gesendet werden. GA4 erleichtert so den Einbau des Tracking-Codes für alle Google-Produkte, noch präziseres Conversion-Tracking und die Minimierung technischer Fehlerquellen. 

SEO Trend 2022: Mobile First

Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer durchsuchen das Web vor allem über ihre Smartphones und Tablets. Schon länger steht die Darstellung im Responsive Design deshalb im Fokus. Im Jahr 2021 hat Google aber sogar alle Webseiten auf das sogenannte Mobile-First-Indexing umgestellt, sodass die Suchmaschine Inhalte, die ausschließlich auf Desktopgeräten verfügbar sind, ignoriert. Unternehmen sollten ihre Seiten deshalb dringend auf das Responsive Design hin überprüfen. Passend dazu spielen auch Deeplinks eine immer größere Rolle. Sie finden in Verbindung mit Apps Verwendung, um von Anzeigen auf die richtigen Zielseiten zu verlinken. Somit verhelfen Deeplinks insbesondere Nutzern von mobilen Endgeräten zu einem schnellen und nutzerfreundlichen Shoppingerlebnis. 

SEO Trend 2022: PageSpeed Insights 

Google hat jüngst seinen Online-Dienst „PageSpeed Insights“ optimiert. Das Tool zur Analyse und Verbesserung für Ladezeiten von Internetpräsenzen bietet nun viele neue Informationen über die Ladegeschwindigkeit und zum Lighthouse-Score. Bei „Google Lighthouse“ handelt es sich wiederum um ein Audit-Tool, das die Performance von Websites erhebt. Der Score wird dabei in den Kategorien Performance, Accessibility, Best Practices und SEO errechnet. Zu den Veränderungen in der optimierten Version gehört zum Beispiel, dass nun nicht mehr die Punktzahl der getesteten Seite ganz oben auf der Ergebnisseite steht, sondern der Abschnitt mit den Nutzer*innendaten. Bei der Punktzahl handelt es sich nämlich nur um Labordaten, die keinen direkten Einfluss auf die Rankings haben. Der Bereich mit den Nutzer*innendaten lässt sich hingegen aufklappen, sodass User*innen zusätzliche Details zu den Core Web Vitals sehen. Dazu wird jeweils der Anteil der Aufrufe dargestellt und kategorisiert: grün für Erreichung der empfohlenen Werte, gelb für Werte mit Verbesserungsbedarf und rot für schlechte Leistungen. Zusätzlich gibt es sowohl für die Nutzer*innen- als auch für die Labordaten einen zusätzlichen Abschnitt mit weiteren Informationen zum Erfassungszeitraum, zur Dauer der Besuche oder auch zur Größe der Strichprobe, sodass User*innen die Performance der jeweiligen Seite besser analysieren und verbessern können.

SEO Trend 2022: Free Listing

Bereits seit einigen Monaten hat Google die kostenlosen Shoppinganzeigen international ausgerollt. Doch noch nicht alle Produktanbieter*innen nutzen dieses Tool für ihre Marketingkampagne. Dabei bietet das Free Listing vor allem kleinen Unternehmen mit wenig Marketingbudget Gelegenheit, Werbeanzeigen kostenlos zu platzieren und diese zu testen. Auf diesem Weg werden nämlich verschiedene Produktmerkmale wie Preis, Verfügbarkeit und Bewertungen teilweise auch in den organisch gelisteten Shoppinganzeigen aufgeführt und Internetnutzer*innen angezeigt.

SEO Trend 2022: Responsive-Suchanzeigen

Marketingmaßnahmen und Online-Tools verändern sich vor allem aufgrund des stetigen Wandels des User-Suchverhaltens. Google gibt beispielsweise an, dass 15 Prozent der täglichen Anfragen ganz neue Suchen darstellen. Online-Marketingkampagnen gilt es deshalb möglichst flexibel zu gestalten. Zudem sollten Unternehmen auf Automatisierung setzen – besonders auf Responsive-Suchanzeigen. Texte in solchen Anzeigen werden ständig angepasst, damit sie Kund*innen immer passende Botschaften präsentieren. Dafür geben Unternehmen einfach mehrere Anzeigentitel und Textzeilen ein, sodass Google Ads im Laufe der Zeit automatisch verschiedene Kombinationen testet und die zielführendsten unter ihnen ermittelt. Ab dem 30. Juni 2022 will Google nur noch die Responsive Search Ads unterstützen. Erweiterte Textanzeigen sollen dann zwar weiterhin ausgespielt werden, die Möglichkeit zur Erstellung oder Bearbeitung fällt aber weg.

Der Autor Andreas Karasek ist Geschäftsführer der Agentur SEM Berater.

Krypto-Trends 2022

Kryptowährungen: Was sind die Erwartungen und Trends für 2022?

Krypto-Trend: Bitcoin bleibt der "König"

Trotz der Tatsache, dass die Dominanz von Bitcoin im Jahr 2021 abnahm und die Anleger begannen, sich nach Alternativen wie Ethereum, Solana und Polkadot umzusehen, ist BTC immer noch die wichtigste "schwere" Kryptowährung. Die Nachfrage nach BTC und seinen Derivaten wird steigen. BTC hat eine niedrige Besicherungsquote, was auf eine geringe Verschuldung hindeutet und ein Potenzial für die Verwendung als DeFi-Sicherheiten zeigt. Bitcoin-Inhaber werden in der Lage sein, mehr ihrer Bitcoins für Kredite, Darlehen, die Bereitstellung von Liquidität usw. zu verwenden. Ein größerer Teil des Bitcoin-Angebots wird auf anderen Blockchains abgelegt werden.

Krypto-Trend: Cross-Blockchain-Bridges

Cross-Blockchain-Bridge-Protokolle wie Rune (THORChain) werden mehr Peer-to-Peer-Swaps ermöglichen. Derzeit verbinden sich die meisten Brücken mit dem Ethereum (ETH)-Netzwerk aufgrund der Kompatibilität mit der Ethereum Virtual Machine (EVM) (Tezos Wrap Protocol Bridge, Binance Smart Chain Bridge, Solana's Wormhole Bridge, Avalanche Bridge, usw.). Es wird erwartet, dass blockchain-übergreifende Möglichkeiten eine wichtigere Rolle spielen werden.

Krypto-Trend: DeFi und Liquidität

Vor kurzem sind mehrere neue vielversprechende Protokolle erschienen. Zum Beispiel für eine langfristige Liquidität - OlympusPro, Tokemak, oder für eine kurzfristige Liquidität - Fei Protocol x Ondo Finance und Liquidity Mining, was eine Tür für die weitere Entwicklung von DeFi2 öffnet. Die Entwicklung von Mindestreserve-Banking und Off-Chain-Kredit-Scoring-Systemen wird einer der Trends sein.

Krypto-Trend: NFTs

Ihr Potenzial ist enorm, da sie zur Übertragung von Rechten sowohl an virtuellem als auch an physischem Eigentum genutzt werden können. Wir werden also herausfinden müssen, wie NFTs von "traditionellen" Institutionen wie Museen, Fonds usw. behandelt, gehalten und bewertet werden können.

Krypto-Trend: Regulierung

Immer mehr institutionelle Anleger haben begonnen, Kryptowährungen als legitime Anlagemöglichkeit anzuerkennen, auch wenn eine umfassende Regulierung noch auf dem Weg ist. Der Markt für Kryptowährungen ist einfach zu groß geworden, um ihn zu ignorieren. Gleichzeitig wird die makroökonomische "Übernahme" von Blockchain/digitalem Geld intensiviert werden. Wir erwarten eine stärkere Konzentration auf CBDCs und Stablecoins, die zur Diversifizierung und Senkung der Transaktionskosten beitragen, grenzüberschreitende Reibungsverluste verringern, Einlagen ergänzen, die finanzielle Eingliederung fördern usw. Es wird eine bankähnliche Regulierungsstruktur für Stablecoin-Emittenten vorgeschlagen werden.

Krypto-Trend: breitere Einführung von Blockchain-Technologien

Und schließlich eine breitere Einführung von Blockchain-Technologien, um viele weitere Bereiche zu digitalisieren und zu verfolgen, angefangen bei der Nutzung medizinischer Daten, ESG-Attributen (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung), der Überprüfung der Identität von Lieferanten, Geldtransfers usw.

Der Autor: Prof. Roman Matkovskyy, Rennes School of Business

E-Sports Start-ups – wer profitiert?

E-Sports: Ein innovatives Ökosystem setzt Trends, von denen auch Start-ups profitieren.

In der heutigen Zeit sind E-Sports längst nicht mehr irgendwelchen Freaks vorbehalten, die sich mit ihren Computern zu LAN-Partys versammeln. Heute handelt es sich dabei fast schon um eine eigene Industrie, die immer mehr Spieler anlockt und gleichzeitig viele Zuschauer vor den Bildschirmen der Welt versammelt. Dank Live-Streams haben die Zuschauer die Möglichkeit, den besten Spielern der Welt über die Schulter zu schauen. Diesen Boom gilt es definitiv einmal näher zu betrachten.

Dass die Menschen spielen wollen, ist an und für sich nicht neu. Es äußert sich einfach nicht immer genau gleich. Manche verschreiben sich zum Beispiel dem Glücksspiel. In diesem Bereich boomt aktuell zum Beispiel das Online Casino ohne deutsche Lizenz. Es bietet den Spielern die komplette Freiheit. Schließlich sind die Glücksspiele online in Deutschland durch den Gesetzgeber nun erstmals bundesweit reguliert worden – allerdings in einer Art und Weise, die den Spielern eher weniger Spaß bereitet.

Vom Freak zum Profi

Lange Zeit hat man sich den klassischen E-Sportler wohl als eine Art Freak vorgestellt, der bis in die tiefsten Morgenstunden an seinem PC oder auf der Konsole zockt. Doch mit „Binge Gaming“ alleine lässt sich heutzutage nicht mehr viel erreichen. Das Niveau ist bei den Spielen viel höher geworden und vom Klischee der Einzelgänger haben sich die Gamer ebenfalls längst verabschiedet. Heute geben sie der sozialen Interaktion ein viel größeres Augenmerk als noch vor einigen Jahren – und das ist auch gut so.

Statt als Einzelmasken in Erscheinung zu treten organisieren sich heute E-Sportler in Teams, inklusive Coaches, die ihnen helfen, das Niveau stets ein wenig zu verbessern. Das eröffnet gerade wirtschaftlich betrachtet völlig neue Möglichkeiten. Sponsoren haben die E-Sports für sich entdeckt, um mit Hilfe der Akteure in der Szene die aktuelle Generation junger Erwachsener und Jugendlicher zu erreichen. Sogar einige große Sportvereine haben bereits eigene Abteilungen für E-Sports gegründet. Sie beschäftigen so Gamer, die die jeweiligen Farben in der E-Sports-Szene vertreten.

Komplett neues Ökosystem

Selbst das Wort „Szene“ wird im Zusammenhang mit den E-Sports immer weniger verwendet. Vielmehr ist von einem ganzen Ökosystem die Rede. E-Sports als Ganzes helfen zahlreichen Unternehmen dabei, sich auf die Bedürfnisse der Jugend und speziell der Gamer auszurichten. Dabei geht es um breit gefächerte Aspekte wie die Ausbildung, die Ernährung oder die Bekleidung. E-Sports ist zudem auch aus finanzieller Sicht keine besonders günstige Aktivität. Entsprechend spielt auch die Versicherung der Ausrüstung für die Gamer eine Rolle, speziell wenn sie sich auf Reisen befinden.

Alle diese Bedürfnisse sind für verschiedensten Unternehmen eine riesige Chance, um mit der Generation Z in den Kontakt zu kommen. Ein Unternehmen, das es schafft, sich in diesem Bereich richtig zu positionieren erreicht indes nicht nur die aktiven Gamer. Dank lukrativen Verkäufen von Übertragungsrechten erreichen die E-Sports auch immer mehr Zuschauer rund um den Globus und speziell in Asien, wo diese neue Art des Sports besonders beliebt ist. Bei internationalen Wettbewerben kommen die Sieger nämlich sehr oft aus den Hochburgen des E-Sports wie China oder Südkorea.

Pole Position für die Spielehersteller

In erster Linie sind die E-Sports natürlich für jene Unternehmen eine Goldgrube, die die entsprechende Software und Hardware entwickeln und vertreiben. Während man in traditionellen Sportarten Disziplinen kennt, die mehr oder weniger aus dem natürlichen Antrieb entstanden sind, basieren die Disziplinen bei den E-Sports auf Videospielen, die alle ihren eigenen Entwickler haben. Um an den Wettbewerben teilzunehmen müssen die Spieler also zwingend in die entsprechenden Spiele und Geräte investieren.

Doch die bereits erwähnten Aspekte bringen auch das eine oder andere Start-up-Unternehmen auf den Plan. Gerade wenn es sich bei den Unternehmern ebenfalls um E-Sports-affine Personen handelt, entsteht so eine Win-Win-Situation für die Gamer und die Unternehmer. Manche Unternehmen bieten so beispielsweise Versicherungen an, die speziell auf die Bedürfnisse der (semi-)professionellen Gamer ausgerichtet sind. Andere kümmern sich um Aspekte wie Tracking oder die Interaktion zwischen den Spielern.

Start-ups mischen in der Szene mit

Der Sport bewegt sich allgemein in eine Richtung, in der Zahlen eine immer wichtigere Rolle einnehmen. Dazu zählt, dass man das Spielverhalten aufzeichnet und auswertet. Die enormen Datenmengen, die dabei entstehen, hilft Dojo Madness aus Berlin zu verarbeiten. Auf der Basis des aufgezeichneten Spielverhaltens errechnet die von Dojo Madness entwickelte Software Tipps und Anweisungen für zukünftige Spielrunden. Die Spieler dürfen sich dadurch eine bessere Performance versprechen.

Ein weiterer Bereich, den bereits mehrere deutsche Start-ups für sich entdeckt haben, ist die Planung für die E-Sportler. Die ganzen Termine der Wettbewerbe und Messen unter einen Hut zu bekommen ist keine leichte Aufgabe. Um im richtigen Moment am richtigen Event vertreten zu sein, muss man gut vorausplanen können. Die entsprechende Software ist dabei fast schon Pflicht. Denn die Branche ist mit den vielen Anbietern und Stilrichtungen sehr divers. Nicht nur die Anbieter von Hard- und Software stehen gegenseitig im Wettbewerb – auch die Anbieter der Messen und die Veranstalter der Wettbewerbe sind ständig in Konkurrenz zu einander.

Sichere Werte – nicht nur bei den Spielen

Während man sich bei einer traditionellen Versicherung vor allem vorstellen kann, wie greifbare, konkrete Werte versichert werden, muss man bei den E-Sports ein wenig weiterdenken. Klar ist es wichtig, die Hardware in Form der Konsole, des Servers, der Tastatur oder anderer Geräte versichert zu haben. Aber fast noch wichtiger sind Werte, die man rein aufgrund der Konzeption der E-Sports nicht einfach wegsperren kann.

Der Fortschritt innerhalb eines Spiels ist für den E-Sportler eine Art Kapital für seine Karriere. Schafft es allerdings jemand, sich unbefugt Zugriff auf diese Daten zu verschaffen, kann dieser Fortschritt mitsamt allen anderen virtuellen Errungenschaften zunichtegemacht werden. Und selbst wenn man diesen Fortschritt nicht in der Hand halten kann, ist er doch messbar, gewöhnlich in einer Anzahl von Levels, die man erreicht hat. Da steckt ein riesiger Aufwand und jede Menge Herzblut dahinter. Entsprechend sind elektronische Sicherheitsmaßnahmen gefragt, damit diese Daten jederzeit sicher aufgehoben sind.

Nebst unbefugten Zugriffen kann aber auch Elementarschaden, beispielsweise durch Wasser oder Feuer die Existenz dieser Daten bedrohen. All diesen Aspekten im Zusammenhang mit der Sicherheit der Daten hat sich ein junges Unternehmen aus Düsseldorf verschrieben. Die insurninja GmbH hat Lösungen entwickelt, mit denen sich die E-Sports-Hardware versichern lässt, mit denen man aber auch eine maximale „Digital Squad Protection“ erreichen kann.