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Alternative: Vermittlungsportal

Das Modell der Vermittlungsportale unterscheidet sich von My-Hammer und Co. dadurch, dass die Plattformen zum Teil nicht nur darauf warten, dass Aufträge an sie herangetragen werden. Sie durchsuchen zum Beispiel auch Amtsblätter und Zeitungen nach Ausschreibungen von Unternehmen und der öffentlichen Hand. Diese Ausschreibungen geben die Portale dann per E-Mail oder Fax an die registrierten Mitglieder weiter. Über Filterfunktionen können die registrierten Betriebe auswählen, welche Aufträge sie zugesandt haben möchten.

Elektromeister Kösters zum Beispiel hat sich auf die Installation von Photovoltaikanlagen zur Umwandlung von Sonnenlicht in Strom spezialisiert. Er erhält von Quotatis nur Auftragsanfragen für solche Installationen und auch nur in einem Umkreis von 50 Kilometern rund um seinen Standort Heek. „Innerhalb von drei Tagen nach Eingang der Auftragsanfrage setze ich mich mit dem Interessenten in Verbindung, fahre hin, schaue mir die Dachflächen an und unterbreite ihm dann ein Angebot“, sagt Kösters. Nur so habe er die Möglichkeit, sich den Kunden vernünftig zu präsentieren und den Auftrag professionell einzuschätzen: „Eine Ferndiagnose mache ich nicht.“ Zehn bis zwölf Anfragen reicht Quotatis jeden Monat an den Elektriker weiter. „Daraus entwickeln sich dann meist zwei bis vier tatsächliche Aufträge“, erzählt Kösters.

Ähnlich arbeiten auch Portale wie Bau-Ausschreibung.com oder der Deutsche Auftragsdienst, der nach eigenen Angaben 1,5 Millionen Aufträge im Jahr vermittelt, 70 bis 80 Prozent davon aus öffentlicher Hand. Bezahlen lassen sich die Vermittlungsportale den Service ebenfalls von den Auftragnehmern. Dabei gibt es unterschiedliche Modelle: Deutscher Auftragsdienst und Bau-Ausschreibung kassieren eine monatliche Gebühr. Quotatis dagegen berechnet einen bestimmten Betrag pro übermittelter Anfrage; die Höhe richtet sich nach der Tätigkeit.

Auftragsbörsen: Nicht nur gut für Handwerker

Nicht nur Handwerker können im Netz neue Aufträge an Land ziehen. Um sich gegen My-Hammer abzugrenzen, erweitern immer mehr Auftragsbörsen ihr Spektrum und vermitteln auch Dienstleistungen wie zum Beispiel Bildungsangebote, Versicherungs- und Finanzberatung oder Aufträge für IT-Entwickler, Werbe-Fachleute oder Gestalter/ Designer. Einige Portale haben sich bereits auf IT-Dienstleistungen spezialisiert – so etwa www.assantia.de/, das von einer kleinen IT-Agentur quasi nebenbei betrieben wird und für Auftraggeber wie Auftragnehmer kostenlos ist. Ebenfalls auf die IT-Branche spezialisiert hat sich www.it-ausschreibung.de – dort allerdings müssen Auftragnehmer eine monatliche Gebühr entrichten.

Regionale Plattformen

Interessant sind sicher auch regionale Initiativen – die zudem oft kostenlos angeboten werden. So arbeiten die Kommunen im Dreiländereck Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen seit einigen Jahren eng zusammen und haben sich über die Ländergrenzen hinweg in der Metropolregion Rhein-Neckar zusammengeschlossen. Diese Initiative hat eine eigene Plattform aufgebaut, in der Aufträge fast aller 150 Kommunen der Region zusammengefasst werden. „Wir wollen eine Art schwarzes Brett für die Region sein“, sagt Christine Brockmann, die das Projekt auftragsboerse.de leitet. Auch diese Plattform bietet entsprechende Filtermöglichkeiten und Voreinstellungen, sodass passende Ausschreibungen per E-Mail an die Unternehmen geschickt werden.

Interessant gerade für Gründer ist auch noch eine weitere Funktion der Internetplattform: Die Unternehmen können sich dort über ein Profil selbst darstellen – und zwar kostenlos. Denn nicht jeder kommunale Auftrag muss öffentlich ausgeschrieben werden. Gerade kleinere Arbeiten, etwa der Einbau neuer Rollläden in einer Schule, können die Gemeinden auch direkt an Unternehmen vergeben. „Bisher war es so, dass gerade kleinere Kommunen eine Hand voll Firmen kannten, an die sie stets diese Aufträge vergeben haben“, sagt Projektleiterin Brockmann. Sie hofft, dass künftig Gemeinden die Profile der Unternehmen auf www.auftragsboerse.de durchklicken, bevor sie einen kleineren Auftrag vergeben. Brockmann: „So sollen auch Newcomer eine Chance haben, in diesen Markt vorzustoßen.“


Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 04/2008

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Begeisterung schafft Klasse

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Doch noch etwas sollten Sie vorab beachten: Die tollste Spezialisierung und Zielgruppe hilft Ihnen nichts, wenn Sie Ihren Kunden nicht einen wirklichen Nutzen bieten und ein wirkliches Problem lösen. Und zwar: Besser als alle anderen, die noch in Ihrer Nische Ihre Leistungen anbieten. Diesen Angelpunkt zu finden, ist häufig viel einfacher als vermutet. Denn wenn Sie sich mit einem Themengebiet wirklich beschäftigen und die Nutzer und Ihre Bedürfnisse studieren, hören Sie genug Klagen, wo was wieder nicht funktioniert hat.

Genau hier sollten Sie ansetzen. Dies erfahren Sie natürlich umso leichter, je direkter Ihre Spezialisierung auf Ihren persönlichen Interessen und Fähigkeiten aufbaut. Mit anderen Worten: Je näher Ihre Nische Ihren Hobbys und Fähigkeiten ist. Denn was Sie mit Spaß und Begeisterung tun, machen Sie besonders gut und es geht Ihnen einfacher von der Hand. Diese Begeisterung spürt jeder Kunde sofort in Ihrem Online-Shop, denn Sie haben z.B. viel bessere Artikelbeschreibungen und Ihre Kauftipps treffen den Nagel auf den Kopf. Als Ergebnis kaufen Ihre Kunden mit Sicherheit bei Ihnen öfter ein als beim trögen „Viel-hilft-viel-ABC-Versand“.

Zur Checkliste Spezialisierung: Warum weniger auf Dauer mehr ist

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Der Zeit- und Kostenfaktor

Folgen Sie diesen Ratschlägen, können Sie es mit einem eigenen Shop in der Marktnische locker mit den Goliaths der Branche, sei es nun amazon.de oder neckermann.de aufnehmen – auch im Nebenerwerb. Soll ein solcher Online-Shop im Nebenerwerb zum Erfolg führen, kalkulieren Sie dafür täglich ca. eine Stunde und zusätzlich ca. vier Stunden Arbeitszeit pro Woche ein. Bis der Shop steht, Ihre Produkte ansprechend integriert sind und Sie ihn grundlegend im Netz bekannt gemacht haben, benötigen Sie anfänglich rund zwei Wochen konzentrierter Arbeit. Außerdem sollten Sie für den Anfang einen einfachen vierstelligen Betrag einkalkulieren. Diese Aufwendungen entsprechen damit im Großen und Ganzen einer herkömmlichen „eigenen Homepage“ von mittlerer Qualität, verschaffen Ihnen aber im Gegensatz dazu potenzielle Kunden, Sichtbarkeit bei Google und tatsächlichen, messbaren Umsatz.

Haben Sie dieses Kapital gegenwärtig nicht zur Verfügung, wollen aber dennoch mit dem eigenen Internethandel beginnen, so können Sie auf Marktplätzen wie eBay, amazon oder Yatego die grundlegenden Funktionsprinzipien des professionellen Online-Handels erlernen und gleichzeitig entsprechend Startkapital für den eigenen Online-Shop sammeln. Auch hier gilt natürlich: Je spezialisierter Sie auftreten, umso mehr Erfolg werden Sie mit Ihrem Shop haben.

Gut vorbereiten, dann starten

Gut vorbereiten, dann starten

Die Praxis zeigt leider, dass ein eigener Webshop häufig mit zu wenig Vorbereitung gestartet wird. Deshalb scheitern die ersten Web-Projekte von Neueinsteigern auch häufig oder werden nie fertig gestellt. Gleichzeitig sind die Erwartungen von unerfahrenen Gründern auf schnellen Gewinn mit dem eigenen eBusiness häufig viel zu hoch. Lassen Sie sich deshalb bei der Vorbereitung Ihres Online-Handels unbedingt Zeit, bis Sie auch wirklich umfassende und gute Lösungen, insbesondere bei der Produkt- und Lieferantenauswahl gefunden haben. Und beginnen Sie erst anschließend mit der Umsetzung.

Wie auch im stationären Handel gilt: „Der Gewinn liegt im Einkauf“. Denn ohne entsprechende Konditionen und zuverlässige Handelspartner kann auch ein Online-Handel nicht funktionieren. Vorsicht ist hier insbesondere bei dem als revolutionär angepriesenen Systems des Dropshippings geboten. Zwar sind die Einstiegsrisiken für Gründer hier vergleichsweise gering, die Gewinnaussichten aus unserer Erfahrung jedoch ebenso, häufig sogar unter der Rentabilitätsgrenze.

Fallen Sie auch nicht auf Versprechungen herein, ein funktionierendes Online-Business ließe sich „mal schnell und nebenbei“ aufbauen, wichtig sei nur „gleich zu starten“ – diese Aussage soll Sie ausschließlich zum Abschluss von kostenpflichtigen Verträgen drängen. Erkundigen Sie sich bei Online-Händlern, die bereits erfolgreich über das Internet Geld verdienen, welche Erfahrungskurven diese beim Start gemacht haben. Häufig werden Sie dabei hören, dass es zwei bis drei gestartete Internetprojekte dauerte, bis ein wirklich erfolgreiches Business mit nennenswertem Ertrag in Eigenregie entstanden ist. Halten Sie sich dabei auch vor Augen, dass mit ca. 95 Prozent aller gestarteten Internetprojekte nie ein Euro verdient wird – Sie werden deshalb auch viele gescheiterte „Internetexperten“ antreffen, die Ihnen ein „geht nicht“ vermitteln.

Gleichzeitig gibt es aber unzählige Internet-Unternehmer, die sehr erfolgreich Geld mit Ihrem eBusiness, insbesondere dem Online-Handel, erwirtschaften. Nehmen Sie sich diese gezielt zum Vorbild. Denn haben Sie Ihre Hausaufgaben bei der Vorbereitung gewissenhaft erledigt und einen konkreten Plan, wie Sie Ihren Nischen-Online-Handel Schritt für Schritt aufsetzen, reichen Ihnen aus unserer Erfahrung anfänglich zirka zwei Wochen konzentrierter Arbeit, damit Ihr Online-Shop aufgesetzt, Ihre Produkte ansprechend integriert sind und Sie ihn grundlegend im Netz bekannt gemacht haben.

Zielgenau auf Weniges konzentrieren

Um deshalb beim Aufsetzen Ihres Nischen-Online-Shops schnell zu ersten Erträgen zu kommen und möglichst schon vor den besagten sechs Monaten in die Gewinnzone zu steuern, sollten Sie sich gerade am Anfang auf wenige, aber hoch ertragreiche Produkte konzentrieren. Nicht die Masse an Produkten macht einen erfolgreichen Nischen-Shop aus, sondern Produkte, die individuelle Lösungen passgenau anbieten. Sie benötigen deshalb definitiv nicht mehr als 60 Artikel in Ihrem Shop.

Ein Online-Shop, der im Internet aktuell sehr erfolgreich ist, hat folgendes Rezept: Er hat ganze 20 Artikel im Sortiment. Zwei sehr, sehr gut ausgewählte Artikel für den gezielten Erstkauf, 18 weitere für Folgeverkäufe, Monat für Monat automatisch abverkauft per E-Mail-Newsletter – also ganz ohne Arbeit. Danach ist nicht Schluss: Der Kunde wird nach dem dritten erfolgten Kauf auf einen weiteren, anderen Shop aufmerksam gemacht. Und das passiert auch, wenn der Kunde nach dem Erstkauf auf drei Verkaufsempfehlungen nicht mit einem Kauf reagiert – nur bekommt er in diesem Fall gleich noch einen Einkaufsgutschein für den neuen Shop dazu.

Dass diese unterschiedlichen Nischen-Shops einem Betreiber gehören, wissen nur Insider – doch alle Beteiligten kommen bei diesem Spiel auf ihre Kosten. Verzetteln Sie sich deshalb nicht am Anfang mit hunderten von Artikeln. Wählen Sie daher wenige Artikel gezielt aus und sorgen Sie für individuelle Artikeltexte und ansprechendes Bildmaterial, die Ihre Zielgruppe wirklich begeistern. Haben Sie dabei den Mut, sich von etablierten Shops und deren sterilen Artikeltexten deutlich abzuheben.

Suchmaschinenfreundlichkeit

Damit Ihr Shop nach einiger Zeit in den Suchmaschinen tatsächlich kostenlos auf den ersten Seiten erscheint, ist etwas technisches Wissen über die Funktionsweise von Suchmaschinen nötig. Dieses Wissen müssen Sie bereits in die Grundstruktur Ihres Shops, bei der Anlage von Kategoriestrukturen und den Artikelbeschreibungen einfließen lassen. Nur so wird Ihr Shop den Suchmaschinen auch wirklich „schmecken“ und ganz vorne auf Top-Platzierungen landen.

Viele eCommerce-Gründer legen ihr Augenmerk am Anfang jedoch auf ein möglichst hochwertiges Shop-Erscheinungsbild und lassen einen suchmaschinenfreundlichen Shopaufbau vollkommen außer Acht.  Da dieser die Werbeausgaben eines Online-Shops jedoch über viele Jahre hinweg radikal senken kann, ist er einer der wichtigsten Hebel, um die Rentabilität eines Online-Shops positiv zu beeinflussen. Deshalb gilt: Wollen Sie Ihren Shop komplett selbst aufsetzen, sehen Sie sich den Aufbau und die Struktur von Online-Shops an, die bereits auf Top-Positionen gelistet sind und versuchen Sie, die dahinter liegenden Prinzipien zu verstehen. Einfache, verständliche Literatur für Shop-Einsteiger gibt es bislang zu diesem Thema leider nicht, umfangreiches Expertenwissen dagegen unter dem Suchbegriff „Suchmaschinen-Optimierung“ in Hülle und Fülle.

Da eine falsche Shopstruktur nachträglich jedoch nicht mehr ohne erheblichen Aufwand geändert werden kann, führt Halbwissen eCommerce-Einsteiger in diesem Bereich leicht aufs Abstellgleis. Wie immer bekommen Sie hier ehrlichen Rat von jenen, die von ihren Auskünften nicht finanziell profitieren. Suchen Sie deshalb hier den Kontakt mit einem erfahrenen und bereits seit einigen Jahren erfolgreichen Online-Händler und bitten ihn um Rat – sehr häufig wird er Ihnen empfehlen, für die Anlage der Grundstruktur Ihres Online-Shops professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.