Gründer der Woche: Matchbase - die Liga für Freizeit-Fußfaller

Gründer der Woche 40/18


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Jonas Baum und Christian Klötzer haben Anfang 2018 ihr Start-up Matchbase gegründet und eine App für Freizeit-Fußballer auf den Markt gebracht. Das Motto: App öffnen, Gegnermannschaft herausfordern und ab auf den nächsten Bolzplatz! Mehr dazu erfahrt ihr im Interview mit Co-Gründer Jonas.

Die Matchbase-Gründer Christian Klötzer und Jonas Baum. Foto: matchbase

Wann und wie kamt ihr beiden auf die Idee zu eurer digitalen Fußball-Liga?

Christian und ich kennen uns von der Uni. Wir haben dort regelmäßig zusammen Fußball gespielt. Auf dem Platz mit Freunden, zum Beispiel in der Uni-Liga und natürlich auch auf der Playstation bei einer gepflegten Runde FIFA. Wir beide sind kompetitive Typen. Einfach nur mal kicken macht zwar Spaß – Der richtige Ansporn entsteht aber erst, wenn man zusammen mit seinem Team etwas erreichen kann. Jeder Fußballer kennt das. Wir haben uns dann gefragt, warum man im echten Leben nicht das kann, was man schon immer auf der Playstation kann: Immer und überall, quasi on demand, in einer Liga spielen. Und das ist es, was Matchbase jetzt jedem Fußballer ermöglicht.
 
Was waren dann die wichtigsten Steps bis zum Start der App Matchbase?

Ich kann mich extrem glücklich schätzen in einem Team arbeiten zu dürfen, das überzeugt ist, ein cooles Produkt zu bauen und welches keinen Fehler zweimal macht. Ich glaube dann ist man für das Meiste gewappnet. Deshalb will ich auch gar keinen besonderen Milestone hervorhebe. Ein Unternehmen zu bauen bedeutet in meinen Augen vor allem trotz Rückschlägen immer weiter zu gehen, immer Vollgas geben und dabei ständig versuchen zu lernen. Auch wenn’s wehtut.
 
Gab's auch eine abschließende Echt-Test-Phase?

Wir haben das Unternehmen Anfang 2018 gegründet und seitdem kontinuierlich einen Prototypen mit einer kleinen Gruppe an Nutzern getestet, die uns mit unglaublich wertvollem Feedback versorgt hat. Auf dieser Basis haben wir dann eine skalierbare Version entwickelt, die jetzt jeder runterladen kann.
 
Und wie habt ihr die App-Entwicklung und euch als Start-up bislang finanziert?

Wir finanzieren uns zurzeit aus dem Berliner Startup Stipendium und privaten Darlehen. Außerdem starten wir gerade eine Seed-Runde mit Angels aus dem Fußball-Gaming- und Mobilebereich.
 
Und nun zur App Matchbase: Was genau ist sie, was kann sie und wer soll sie nutzen?

Matchbase ist für alle Fußballer, denen „mal kicken“ nicht genug ist. Diejenigen, die auf dem Platz etwas erreichen wollen. Aufsteigen, Meister werden: Mit Matchbase geht das jetzt nicht mehr nur am Wochenende, sondern wann und wo es meinem Team passt. Man braucht auch nicht unbedingt 11 Spieler pro Team. Bei uns organisieren sich die Mannschaften flexibel. Auch ein 5 vs 5 auf dem Bolzplatz ist kein Problem. Damit das funktioniert, machen wir es den Teams extrem einfach ähnlich starke Gegner und die besten Plätze in ihrer Umgebung zu finden und Spiele darauf zu organisieren.

Die Teams können sich ganz einfach gegenseitig herausfordern. Nimmt ein Team die Herausforderung eines anderen an, können sie über einen Gruppenchat organisieren, wann und auf welchem Platz gespielt werden soll. Wir haben dafür alleine in Berlin über 300 frei zugängliche Plätze in der App.

Jedes neue Team startet bei Matchbase in Liga 10. Wer aufsteigen will, muss wie immer im Fußball durch Siege Punkte sammeln. Allerdings entscheidet über den Aufstieg nicht, welches Team am Ende einer monatelangen Saison am besten dasteht. Bei uns funktioniert das eher wie in einem Videogame. Jede Liga hat eine individuelle Punktegrenze, welche die Teams für den Aufstieg übertreffen müssen. Dafür hat eine Mannschaft fünf Spiele zur Verfügung. Sammelt ein Team innerhalb dieser fünf Spiele nicht ausreichend oder keine Punkte, droht der Abstieg.

Das Besondere ist, dass sich die Teams außerdem für ihre Erfolge auf dem Platz von Marken mit Prämien belohnen lassen können. Ein bisschen wie Profis mit einem Sponsorenvertrag.


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Gibt es vergleichbare Apps oder Angebote? Wenn ja, was macht ihr anders bzw. besser?

Es gibt unzählige Apps, mit denen man sich zum Sportmachen verabreden kann. Jedoch keine, die es Fußballern ermöglicht, immer und auf jedem Platz in einer Liga zu spielen, überall gleich gute Gegner zu finden und sich für seine Erfolge von Marken belohnen zu lassen. Mit diesem Ansatz sind wir weltweit einzigartig.
 
Und wie verdient ihr an der Liga? Durch Werbung in der App?

Uns geht es momentan vorrangig darum, unseren Nutzern die bestmögliche Erfahrung zu bieten und dabei immer wieder Anreize zu setzen, mehr zu spielen. Alle Monetarisierungskonzepte integrieren wir deshalb so tief wie möglich in die Nutzererfahrung, damit sie nicht stören.

Die Prämien, die unsere Nutzer für ihre Erfolge erhalten, sind so ein Beispiel. Wir schaffen hier eine neue Form von Werbung, die nicht stört, sondern Nutzen stiftet. Die Teams entscheiden sich gezielt, dass sie für eine bestimmte Marke spielen wollen. Man braucht kein Marketing-Guru zu sein, um zu wissen, dass man unsere Zielgruppe, Menschen um die 20, mit klassischer Werbung kaum noch erreicht. Das Influencer-Marketing ist ein Auswuchs dieses Phänomens, da Marken heute relevant in der Lebenswelt der Menschen stattfinden wollen. Viele Werbetreibende glauben deshalb, dass Engagement heute gleichbedeutend mit einem Like oder einem Comment auf Instagram ist.

Bei uns bedeutet Engagement, dass man auf dem Fußballplatz mit seinen Freunden für eine Marke fightet. Die Nutzer interagieren so im echten Leben mit einer Marke, ohne dass sich die Interaktion wie Werbung anfühlt. Sie macht sogar Spaß und motiviert, mehr zu spielen.
 
Seit Anfang August seid ihr am Markt – wie ist der Start verlaufen? Gibt es bereits wertvolle Erkenntnisse?

Wir sind bisher sehr zufrieden, da sich unsere Hypothesen alle als richtig erwiesen haben. Zum Beispiel lädt ein Teamgründer fast immer eine gewisse Anzahl seiner Freunde in sein Team ein. Das hilft uns sehr beim Wachstum. Wir haben innerhalb von drei Wochen allein in Berlin über 50 Teams in der App und genauso viele Spiele organisiert. Das sind schon jetzt mehr Teams als die Bundesliga hat ;).
 
Was sind eure weiteren unternehmerischen Pläne?

Zunächst geht es uns ausschließlich darum unseren Nutzern die bestmögliche Erfahrung zu bieten. Langfristig sehen wir in Matchbase ein komplettes dezentrales und digitales Fußball-Ökosystem.
 
Und last but not least - was rätst du anderen Gründern aus eigener Erfahrung?

Immer am Ball bleiben, keinen Fehler zwei Mal machen und sich erreichbare Ziele setzen.

Hier geht's zu Machtbase


Das Interview führte Hans Luthardt


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