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Mehrere Milliarden Euro geben Deutsche jedes Jahr für Reisen aus, die sie nicht antreten: Fünf bis zehn Prozent aller gebuchten Reisen werden schätzungsweise storniert – der Ausgangspunkt für eine pfiffige Geschäftsidee.

Alcandia

Je näher die Stornierung am geplanten Reisedatum liegt, desto höher werden die Stornogebühren, die Reiseanbieter von den Verbrauchern einfordern. Bis zu 90 Prozent des Reisepreises fallen an.

Wer einen Ersatzreisenden stellt, kann diesem die gebuchte Reise übertragen und die Namen auf den Tickets nach aktueller Rechtsprechung günstig ändern lassen. Doch wie findet man kurzfristig einen Ersatzreisenden, um sich die hohen Stornokosten sparen zu können? Darüber haben sich Sebastian May und Sergej Zwezich Gedanken gemacht und bieten mit ihrem 2016 gegründeten Start-up Alcandia einen Zweitmarkt für Reisen an, die eigentlich storniert würden.

Und so funktioniert die Geschäftsidee: Alcandia vermittelt Reisen, die nicht angetreten werden können, zu einem vergünstigten Preis an spontane Urlaubsbucher. Alcandia gibt für den Verkaufspreis der Reise eine Empfehlung ab, die häufig bei etwa 70 Prozent des ursprünglichen Preises liegt. Der Verkäufer kann den Preis allerdings selbst bestimmen und muss sich nicht an die Empfehlung von Alcandia halten.

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