Gründer der Woche: Sharity - sozial statt nur social

Gründer der Woche 17/18


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Alexander Funk und Simon Strobl - die Gründer von Sharity.net - wollen nach eigenen Angaben das erste wirklich „sozial engagierte Netzwerk“ aufbauen. Was es damit auf sich hat, erfahren wir im Interview mit Co-Gründer Alexander.

Was ist aus deiner Sicht falsch oder nicht stimmig an bestehenden sozialen Netzwerken? Der Begriff sozial oder ggf. der kommerzielle Aspekt?

Soziale Netzwerke waren ursprünglich dazu gedacht, Menschen miteinander zu verbinden und um davon zu profitieren. Wenn ich mir jedoch heute meinen Newsfeeds von einem großen bekannten „sozialen Netzwerken“ ansehe, habe ich immer mehr das Gefühl, dass nur die Netzwerke und nicht die Nutzer davon profitieren. Denn ein Großteil meines Newsfeeds wird gefühlt immer mehr Werbung, Fake-News und Clickbait-Artikeln (Beiträge mit reißerischer Überschrift) dominiert. Persönliche Beiträge von Nutzern sucht man meist vergeblich. Aber auch brisante Nutzerdaten in großen Mengen zu sammeln, finde ich sehr beunruhigend. So hat z.B. die Facebook-App sämtliche Dateien über Anrufe und SMS-Mitteilungen weitergeleitet, um den Empfehlungsalgorithmus zu optimieren. (Anmerkung der Redaktion: mehr Infos dazu hier)

Das heißt konkret: Facebook speicherte Daten, die zeigten, mit wem man SMS schrieb und telefonierte. Meiner Meinung nach geht dies eindeutig zu weit! Nicht nur, dass Facebook mich ausspioniert, sondern ich habe auch Angst, dass diese brisanten Daten in falsche Hände geraten könnten, denn davor ist auch Facebook nicht sicher. Zusammengefasst finde ich, dass diese Netzwerke ihre Werte verkauft haben und nun für kommerzielle Absichten ausgenutzt werden.

Wann und wie seid ihr beiden auf die Idee zu Sharity gekommen?

Wir haben während unserer Studienzeit an der DHBW oft mit dem Gedanken gespielt, aus diesen „sozialen“ Netzwerken auszutreten, da wir keinen Nutzen für uns gesehen haben. Besonders die belanglosen Beiträge störten uns. Wir hatten diese sinnlose Unterhaltung satt und wollten zur Abwechslung auch mal positive Nachrichten sehen oder Beiträge mit einem echten Mehrwert. Jedoch gab es diese nur sehr selten und wenn gingen sie zwischen den ganzen kommerziellen Beiträgen unter.

Als Simon letztlich austrat, fragte ich ihn: „Wenn du ein eigenes Netzwerk gründen könntest, was wäre dir wichtig und welche Funktion würde es erfüllen?“ Direkt fielen uns hunderte Ideen ein, was und wie wir es ändern würden. Zwei Monate später mussten wir unser Bachelor-Thema festlegen. Da wir uns immer noch mit diesem Thema beschäftigten, entschieden wir uns dazu, für unseren Bachelor ein fiktives, sozial engagiertes Netzwerk zu gestalten. Nachdem unser Bachelor erfolgreich verlief und wir immer mehr von der Idee überzeugt waren, entschlossen wir uns dazu, Sharity letztendlich zu realisieren.

Die Beta-Version ist online – wer ist eure Zielgruppe?

Unsere Zielgruppe sind all die Menschen, die von ihrem belanglosen Newsfeeds genervt sind und schon immer mal etwas Gutes tun wollten oder zeigen möchten, dass es auch noch gute Nachrichten und freundliche Menschen im Internet gibt. Denn meistens erhalten gerade diese Menschen viel zu wenig Beachtung.


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Welche Vorteile hat Sharity.net für Spender?

Man kann von Daheim aus sich mit nur einem Klick für soziale Projekte einsetzen, spenden und damit etwas Großes bewirken. Dabei ist gewährleistet, dass die Spenden auch wirklich ankommen. Denn hat ein Projekt das Spendenziel erreicht, wird die Spendensumme in drei Schritten freigegeben. Jeder Schritt verlangt vom Projektersteller einen Fortschrittspost, der zeigt, wie die Spenden genutzt wurde. So sehen die Projektunterstützer direkt, dass ihre Spende ankam und was damit bewirkt wurde.

Und welche Vorteile bietet Sharity den Projektstellern?

Durch den Netzwerkcharakter verbreiten sich die Projekte viral und erhalten dadurch mehr Aufmerksamkeit. Zudem ist das Einstellen von Projekten vollkommen kostenlos und man erhält professionelle Hilfe bei der Projekterstellung! Wurde das Spendenziel erreicht, können auch noch nach dem Abschluss weiter Spenden über Fortschritt-Posts gesammelt werden. So ist auch eine langfristige Finanzierung von sozialen Projekten gewährleistet.

Und wie verdient ihr beiden an dem Sharity-Business?

Es geht uns nicht darum, Geld mit Sharity zu verdienen, sondern viel mehr darum, ein Umdenken in der Gesellschaft zu erreichen. Ist dies geschafft, wäre es natürlich schön, wenn sich die Mühen letztendlich auszahlen – und wenn nicht, dann haben wir es wenigstens versucht.

Wie hebt ihr euch von anderen Sharity-Projekten ab?

Zum einen ist unser Grundidee derzeit recht einzigartig und unterscheidet uns von anderen sozialen Netzwerken oder Crowdfounding-Plattformen. Zum Anderen entwickeln wir Sharity stetig weiter und passen Funktionen immer besser an die Wünsche der Zielgruppe an, da der Nutzer bei uns im Fokus ist. So können Nutzer z.B. jetzt schon ihre Vorschläge an uns schicken und damit selbst das Netzwerk mitgestalten.

Wie macht ihr auf euch und euer junges Netzwerk aufmerksam?

Wir selbst fördern soziale Projekte und begleiten diese mit unseren Social-Media-Kanälen. Dadurch entsteht eine Win-Win-Situation: Die Projekte erhalten die Aufmerksamkeit, die sie benötigen, und Sharity neue Projekte, die wiederum mehr Nutzer erreichen. Natürlich schalten wir aber auch herkömmliche Werbung oder machen über Zeitungs- und Blogartikel auf uns aufmerksam.

Was sind eure nächsten unternehmerischen Pläne?

Unser nächster großer Meilenstein ist es, die Webseite in weitere Sprachen zu übersetzen, um auch global etwas bewegen zu können.

Und last but not least: Was rätst du anderen Gründern aus eigener Erfahrung?

Die beste (Geschäfts)Idee wird niemals direkt auf Anhieb perfekt funktionieren, wenn man nicht dazu bereit ist, sie immer voranzutreiben und weiter zu verbessern. Daher rate ich jedem Gründer, seine Idee umzusetzen und anschließend die Zielgruppe regelmäßig zu befragen, was sie sich denn wünscht oder noch benötigz. In dem Sinne würden wir uns sehr freuen, wenn ihr eure Ideen und Anregungen zu Sharity uns mitteilen würdet!

Hier geht's zu Sharity


Das Interview führte Hans Luthardt


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Quantencomputing-Start-up planqc sichert sich 4,6 Mio.

Das Quantencomputing-Start-up planqc aus Garching bei München gab heute eine Finanzierungsrunde von 4,6 Mio. Euro bekannt.

Planqc – im April 2022 von Alexander Glätzle, Sebastian Blatt, Johannes Zeiher, Lukas Reichsöllner zusammen mit Ann-Kristin Achleitner und Markus Wagner in Garching bei München als erste Ausgründung des Munich Quantum Valleys, einem der führenden Zentren für Quantentechnologie in Europa, gegründet – baut Quantencomputer und speichert Quanteninformation in einzelnen Atomen – von Natur aus die besten Qubits. Die Quanteninformation wird verarbeitet, indem diese Qubits in hochskalierbaren Registern angeordnet und anschließend durch präzise kontrollierte Laserpulse manipuliert werden. Planqc zeichnet sich durch eine einzigartige Kombination von Quantentechnologien aus, die den schnellsten Weg zu Quantenprozessoren mit tausenden von Qubits eröffnet, und schafft damit die notwendige Voraussetzung für einen industrierelevanten Quantenvorteil.

Weltklasse-Team am Start

Das Gründungsteam von Planqc vereint jahrzehntelange internationale Forschung zu Neutralatom-Quantentechnologien an weltweit führenden Institutionen wie der Harvard University, der Oxford University, der University of California Berkeley, der University of Colorado, der Universität Innsbruck, dem CQT Singapore und dem MPQ.

Komplettiert wird das Gründerteam durch die Multiaufsichtsrätin und Finanzexpertin Ann-Kristin Achleitner sowie Serial Entrepreneur Markus Wagner, Gründer von i5invest. Unterstützt wird planqc weiterhin von den wissenschaftlichen Beratern Immanuel Bloch und J. Ignacio Cirac. Beide sind Direktoren am MPQ und bekannt für ihre wegweisenden Arbeiten zur Quantensimulation und Quanteninformation.

Zusätzlich konnte Quantenalgorithmus-Experte Dieter Jaksch, Professor für Physik an der Universität Oxford und der Universität Hamburg, als Berater gewonnen werden. „Dieses Weltklasse-Team vereint das technische und kommerzielle Know-how, um die leistungsstärksten Quantencomputer der Welt zu bauen“, sagt Amanda Birkenholz, Investment Manager bei UVC Partners.

Mit der heute bekannt gegebenen Finanzierungsrunde von 4,6 Millionen Euro unter der Führung von UVC Partners und Speedinvest wird planqc hochskalierbare Raumtemperatur-Quantencomputer entwickeln, basierend auf Atomen in optischen Gittern.

GameChanger des Monats: FRALYTICS - Güte statt nur Siegel

Johannes Bunk und Adrian Waltenberger haben sich mit FRALYTICS auf den Weg gemacht, mehr Transparenz und Verbraucher*innenfreundlichkeit in das Thema Gütesiegel zu bringen. Mehr über unsere GameChanger des Monats im Interview mit den beiden Gründern.

Wir haben euch als GameChanger des Monats ausgewählt, weil ihr mit eurem jungen FRALYTICS Brancheninstitut angetreten seid, um mehr Transparenz und damit letztlich mehr Qualität in den Gütesiegel-Dschungel zu bringen. Wann und wie seid ihr auf die Idee zu FRALYTICS gekommen und welches Problem adressiert ihr?

Johannes: Im letzten Jahr war Adrian Head of Customer Service und ich Head of Marketing bei einem InsurTech. Wir haben uns in regelmäßigen Abständen darüber amüsiert, dass wir von diversen Anbietern Auszeichnungen angeboten bekommen haben für beispielsweise „bestes Start-up“, „bester Kundenservice“ und einige mehr. Das Problem war nur, wir waren zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht am Markt aktiv. Das Unternehmen war im Aufbau und nur durch eine klar erkennbare Coming soon Platzhalterseite online präsent. Da sind wir auf die Suche gegangen, wie die Studiendaten erhoben wurden und wie es besser geht.

Daraus ist die Idee zum FRALYTICS Brancheninstitut entstanden – ein Analysehaus mit realen Kontakttests. Unsere Vision hier war von Anfang an nicht nur ein schönes Bild zu kreieren, sondern vor allem die Ergebnisse dem Verbraucher verständlich aufzubereiten. Denn dann ist es auch ein Mehrwert für die Unternehmen, anstatt nur Marketing-Kosmetik.

Adrian: Ich denke, das darf man durchaus etwas schärfer formulieren. Wie Johannes bereits sagte, habe ich den Kundenservice eines Versicherungsunternehmens verantwortet und ich möchte nicht, dass meine Kunden durch unseriös erhobene Gütesiegel hinters Licht geführt werden. Ich sehe hier ein echtes Problem. Menschen vertrauen auf die schmückenden Bilddateien auf Webseiten und haben keine Möglichkeit nachzuvollziehen, was dahintersteckt.

Was waren die wichtigsten Steps von der Gründung bis zum Start?

Johannes: Puh, sehr gute Frage. Es war uns wichtig, die Gründung nicht einfach so übers Knie zu brechen. Eine Vision zu haben ist erstmal schön und aufregend, aber der Weg zum Produkt muss auch gegangen werden. Nachdem wir einen Teil unseres Businessplans ausgearbeitet hatten, sind wir nochmal einen Schritt zurückgegangen, um das Herzstück, unseren Bewertungsalgorithmus zu überprüfen. Als klar war, dass das Konzept stimmig ist und wir den Aufwand stemmen können, hat erstmal nichts dagegen gesprochen. Dann erst sind wir den offiziellen Teil der Gründung gegangen.

Adrian: Im Übrigen eine spannende Zeit, die ich sehr genossen habe. Die Idee wachsen zu sehen bis zu einem echten Produkt.

Wen adressiert ihr bzw. wer arbeitet mit euch zusammen?

Johannes: Aktuell agieren wir hauptsächlich im Finanzdienstleistungssektor. Eine Ausweitung auf andere Branchen ist allerdings in Planung, da unser Algorithmus recht vielseitig einsetzbar ist.

Was ist das Besondere, das Innovative an Fralytics? Die Zertifizierung als unabhängiges Brancheninstitut ist dabei wohl die Basis?

Johannes: Das ist korrekt. Für Unternehmen ist eine Bewertung umso wertvoller, wenn sie von einem unabhängigen Dritten kommt. Viele fragen sich: Warum ist die Bewertung von einem Institut besser als Kundenbewertungen? Kundenbewertungen sind doch die beste Datenlage, oder?

Ja und nein. Kundenbewertungen sind zwar sehr nah dran am Unternehmen, allerdings kennt man das Problem vor allem in E-Commerce Unternehmen. Amazon beispielsweise ist ständig bemüht, gefälschte Bewertungen zu erkennen und diese zu löschen. Dazu kennen wir auch vom eigenen Kaufverhalten, dass eine Bewertung schneller von der Hand geht, wenn man sich über Unternehmen ärgert. Das kann ein falsch negatives Bild ergeben.

Unser Algorithmus in Kombination mit Mystery Shopping, so wie wir unsere Daten erheben, ergibt hier ein verlässlicheres Bild.

Adrian: Naja auch der Gesetzgeber hat kürzlich reagiert, um eine Verhaltensänderung von Unternehmen zum Thema Prüfung von Kundenbewertung zu erwirken. Da sind wir als unabhängige Prüfstelle im Vorteil und bieten dem Unternehmen neben der Zertifizierung auch Rechtssicherheit.

Allerdings möchte ich auch ergänzen, dass uns neben der Datenerhebung auch die transparente Aufbereitung der Untersuchungsergebnisse für den Verbraucher auszeichnen. Unsere Gütesiegel gibt es nämlich nur in Zusammenhang mit einer Auswertungsseite. Kunden können mit einem Klick darauf sofort sehen, auf welcher Grundlage das Siegel ausgestellt wurde. Das ist neu.

Kann man sagen, dass ihr letztlich selbst eine Art von Gütesiegel, sprich eine Zertifizierung anbietet. Diese ergibt aber nur Sinn, wenn sie am Markt anerkannt und bekannt ist. Kein leichtes Unterfangen für ein junges Start-up, oder?

Johannes: Etwas Neues erfolgreich in den Markt zu bringen ist immer schwierig. Das sind Probleme, die jedes Start-up beschäftigen. Ich bin davon überzeugt, dass es unser transparenter Ansatz sein wird, der sich durchsetzt. Natürlich gibt es am Markt auch Unternehmen, denen eine transparente Kommunikation völlig latte ist, aber der Trend, vor allem in der Finanzdienstleistungsbranche geht in die Richtung den Kunden besser abzuholen. Das sehen wir als sehr gute Entwicklung. Warum? Weil es echtes Vertrauen schafft.

Und wie reagieren die Gütesiegel-Anbieter auf euch?

Johannes: (lacht) Die reagieren erstmal gar nicht, dafür sind wir entweder zu neu, oder sie sind vielleicht zu beschäftigt damit Geld zu zählen. Nein, Spaß beiseite. Wichtig ist hier zu erwähnen, dass nicht alle Gütesiegel schlecht sind. Viele Studien haben eine saubere Datenlage. Dennoch fehlt oftmals ein verständlicher Einblick für den Verbraucher.

Wie habt ihr euren Start und damit auch euch selbst bislang finanziert?

Johannes: Den Start und die Entwicklungszeit konnten wir selbst finanzieren. Allerdings hätten wir in anderen Geschäftszweigen sicherlich ein deutlich höheres Volumen gebraucht. Ich rate daher jedem Firmengründer seine Finanzen genau zu checken und vielleicht doch einen oder mehrere Business Angel suchen, damit die Reise nicht mit den ersten Einkäufen in der Produktentwicklung stockt oder endet.

Was sind eure weiteren unternehmerischen To Do’s und Ziele?

Johannes: Wir haben das erste Produkt am Markt und arbeiten parallel auf Hochtouren, um auch weitere Branchen abdecken zu können. Sich alleine auf ein Produkt im ersten Jahr zu verlassen, ist recht gewagt.

Adrian: Genau, wir sind ja mit der ersten Service-Studie in der Lebensversicherungsbranche gestartet. Das Angebot muss nun in andere Branchen gestreut werden und Fralytics an Bekanntheit gewinnen.

Wir stehen für echt durchgeführte Service-Studien, die den Verbraucher immer in den Mittelpunkt stellen. Wir möchten, dass End-Kunden auf unsere Marke vertrauen und Unternehmen dies anerkennen müssen.

Und last but not least: Was wollt ihr als unsere GameChanger anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung mit auf den Weg geben?

Johannes: Wenn Ihr mehrere Gesellschafter seid, dann prüft genau, ob ihr gut harmoniert. Im besten Fall kennt ihr euch lange und habt schon früher zusammengearbeitet. Wir haben hier das große Glück, dass Adrian und ich uns gut ergänzen und die gleiche Vision teilen. Ach und habt keine Scheu vor Bürokratie. Ich hatte am Anfang überhaupt keinen Bock darauf, aber wenn man mal im Flow ist kann auch das richtig Spaß machen.

Adrian: Ja absolut Hannes. Das klappt bei uns ganz gut zusammen, würde ich auch sagen :) Und stockt es einmal, dann findet man immer Hilfe, wenn man sucht und nett fragt.

Hier geht's zu Fralytics

Das Interview führte Hans Luthardt

Parlamentskreis “Gründung und Start-up” nimmt Arbeit auf

Am heutigen Freitag kam der Parlamentskreis “Gründung und Start-up” im Deutschen Bundestag zur konstituierenden Sitzung zusammen. Das informelle Gremium will den Austausch zwischen Gründer*innen und Politik fördern.

Politisch wurden in den letzten Jahren bereits einige Weichen gestellt, um das Gründen zu erleichtern. Dennoch hinkt Deutschland, trotz vermeintlich guter Rahmenbedingungen, in entscheidenden Feldern hinterher. Um Lösungen auf aktuelle Herausforderungen von Gründer*innen zu finden, Probleme zu verstehen, mehr junge Menschen für das Unternehmertum zu begeistern und angehende Gründer*innen auf ihrem Weg gezielter zu unterstützen, wurde heute der Parlamentskreis Gründung und Start-up konstituiert.

Die Konstitution erfreute sich eines breiten Interesses von Abgeordneten. Teilgenommen haben neun Mitglieder des Deutschen Bundestages, viele Weitere haben Interesse an einer zukünftigen Mitarbeit bekundet.

Hauptinitiator des Parlamentskreises ist Mario Brandenburg, MdB (Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag) zusammen mit Ye-One Rhie, MdB (SPD-Bundestagsfraktion), Thomas Heilmann, MdB (CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag) und Melis Sekmen, MdB (Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen).

Wichtig war den Initiator*innen, dass ein fraktionsübergreifender Kreis ins Leben rufen. Eingeladen zur Mitarbeit sind aber Abgeordnete aller Fraktionen des Hauses. Zum Vorsitzenden des Parlamentskreises wurde Max Mordhorst (Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag) ernannt. Im Sinne der zugrundeliegenden Überparteilichkeit des Parlamentskreises, wechselt er Vorsitz regelmäßig zwischen den Initiator*innen.

Herzensprojekt, das fraktionsübergreifend, standortstärkend und richtungsweisend sein will

Mario Brandenburg, MdB, Hauptinitiator des Kreises, gab den Staffelstab während der Sitzung federführend an Max Mordhorst weiter: “Ich freue mich sehr, dass ich dieses Herzensprojekt mit ins Leben rufen durfte. Aufgrund meiner neuen Funktion als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist es mir wichtig, dass ich den Kreis im Parlament belasse und die Leitung deshalb abgebe.”

Max Mordhorst, MdB, neuer Vorsitzender des Parlamentskreises, freut sich über die neue Funktion und die bevorstehenden Aufgaben: freut sich über die neuen Aufgaben „Ich möchte, dass der fraktionsübergreifende Parlamentskreis zum aufmerksamen Ansprechpartner für die Sorgen und Bedürfnisse von Gründern und Start-ups wird. Hierzu müssen wir direkt mit ihnen ins Gespräch kommen. Bei den Rahmenbedingungen Wagniskapital, Bürokratie und Mitarbeiterkapitalbeteiligung müssen wir als erstes ansetzen."

Ye-One-Rhie, MdB, sieht in diesem Bereich wichtige Aufgaben: „Durch Start-ups werden viele neue und außergewöhnliche Ideen gefördert und in die Praxis gebracht. Durch den Parlamentskreis ‚Gründung und Start-up‘ werden nun wichtige politische Impulse gestartet, um die Förderung von Start-ups zu stärken und mit Forschungseinrichtungen zu verknüpfen. So stärken wir den Innovationsstandort.“

Thomas Heilmann, MdB: „Unser Staat ist zu langsamen, zu komplex und zu bürokratisch. Wenn Start-Ups (über-)leben sollen, werden wir vieles verändern müssen. Leichteres Gesellschaftsrecht, beschleunigte Genehmigungen, einfachere Mitarbeiterbeteiligungen: es gibt viel zu tun.“

Melis Sekmen, MdB: "Die Start-ups von heute sind der Mittelstand von morgen. Sie sind Innovationsmotor für unser Land. Deswegen müssen wir junge Menschen für das Unternehmertum begeistern. Ob jemand in unserem Land gründen kann, darf nicht davon abhängen wie dick der eigene Geldbeutel ist. Wir dürfen es uns nicht mehr leisten auf Talente zu verzichten, nur weil sie das nötige Startkapital nicht haben."

4 Tickets, exklusiv für StartingUp-Leser*innen

Bei der Startup-Woche Düsseldorf treffen vom 20. bis 24. Juni 2022 Visionär*innen auf Corporates, Einzelkämpfer*innen auf starke Teams, Gründer*innen auf Business Angels und Anfänger*innen auf Expert*innen. Wir verlosen exklusiv unter allen StartingUp-Leser*innen 4 Frei-Tickets für 2 spannende Events im Rahmen der Startup-Woche Düsseldorf.

Die Startup-Woche wird von der Startup-Unit der Wirtschaftsförderung Düsseldorf organisiert, die Inhalte stammen von engagierten Unternehmen und Unternehmer*innen vor Ort. Sie sorgen dafür, dass trotz der Verschiebung wieder zahlreiche Seminare, Workshops, Pitch- und Networking-Events ausgerichtet werden.

Wir verlosen exklusiv unter allen StartingUp-Leser*innen 4 Frei-Tickets für 2 spannende Events. Zur Verfügung gestellt werden die Ticktes von StartUp MOM, dem ersten MOM Accelerator Deutschlands, der ambitionierten Müttern mit visionären Ideen den Weg in die Selbständigkeit ebnet. Mehr dazu hier. (Link Beitrag)


2 x Tickets für den online Serendipity-Workshop am 23. Juni 22

Erfolgreiche Unternehmer*innen nutzen glückliche Zufälle und entwickeln daraus erfolgreiche Businessideen. Dafür nutzen sie die Serendipity (oder auch Serendipität genannt) Methode. In diesem Workshop von StartUp MOM entwickelst du im geschützten Raum erste konkrete Businessideen. Gleichzeitig bekommst du erstes, wertvolles Feedback dazu. Folgende Themen werden an diesem Tag behandelt:

  • Du erlernst eine neue Methode zur Generierung von Businessideen;
  • gemeinsam prüfen wir deine ersten Ideen;
  • du kannst im geschützten Raum präsentieren und
  • du bekommst wertvolles Feedback aus der Gruppe;
  • du erhältst ein Workbook, mit dem du weiterarbeiten kannst;
  • gemeinsam legen wir die nächsten Schritte fest.

Der Workshop richtet sich insbesondere an Gründerinnen bzw. wurde speziell für Frauen, die nach der einen Businessidee suchen, entwickelt und findet am 23. Juni zw. 10 und 12 Uhr online statt. Hier gibt’s alle Infos auf einen Blick

Wenn du eines der beiden Tickets haben möchtest, scheibe uns jetzt eine Mail an [email protected] Betreff: Serendipity-Workshop



2 x Tickets für den Accelerator-Summit, kurz A-Summit, am 24. Juni 22

Im Rahmen der Startup-Woche Düsseldorf wird bereits zum fünften Mal den Accelerator-Summit, kurz A-Summit veranstaltet. Gründer*innen und Gründungsinteressierte treffen bei dem Event auf Ansprechpart­ner*innen und Expert*innen rund um die Themen Start-up-Förderung und -Finanzierung. Der A-Summit hat sich zu einem der zentralen Treffpunkte für Gründungsinteressierte, Start-ups und Förderprogramme in NRW entwickelt. Denn hier steht das Networking und Matchmaking für Gründer*innen und Acceleratoren aus NRW im Fokus. Alle Förderprograme, die Teil der Vergleichsplattform accelerate.nrw sind, haben die Möglichkeit ihr Programm vorzustellen und in den direkten Austausch mit Start-ups und Gründungsinteressierten zu gehen.

Wenn du eines der beiden Tickets haben möchtest, scheibe uns jetzt eine Mail an [email protected] Betreff: A-Summit

Bitte beachten: Die 4 Tickets werden unter allen Einsender*innen vergeben, die Gewinner*innen werden benachrichtigt. Es gilt: First come , first served. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mütter gründen anders

StartUp MOM, der erste MOM Accelerator Deutschlands, will ambitionierten Müttern mit visionären Ideen den Weg in die Selbständigkeit ebnen.

Die Corona-Pandemie veranlasste viele Mütter, ihre aktuelle berufliche Situation zwischen Homeschooling und Videokonferenzen zu hinterfragen. Hinzu kommt, dass insbesondere angestellte Mütter in einer Teilzeittätigkeit nicht nur generell schlechter finanziell aufgestellt sind, sondern oft auch einen Karriereknick erleben. Dies führte zu einem positiven Nebeneffekt: Mütter fingen vermehrt an, über eine Selbständigkeit nachzudenken und entwickelten (oft in der Elternzeit) spannende Geschäftsideen, für deren Umsetzung sie Unterstützung brauchten.

Vor diesem Hintergrund wurde Ekaterina Arlt-Kalthoff, Gründerin von MAMI POPPINS, der ersten Kinderwagenvermietung Deutschlands, immer öfter von hilfesuchenden Frauen, die sich ihre Selbständigkeit aufbauen wollten, um Rat gefragt. „Gerade in diesen schwierigen Zeiten befanden sich viele Mütter in einer unsicheren beruflichen Situation. Viele fürchteten um ihre Anstellung“, erinnert sich Ekaterina. Aus dieser Erfahrung heraus gründete sie im Jahr 2020 StartUp MOM und den ersten MOM Accelerator Deutschlands.

Mütter sind die idealen Unternehmerinnen

Der MOM Accelerator ist ein 12-wöchiges Mentoring-Programm, das ambitionierten Frauen mit großen Visionen eine klare Anleitung für den Aufbau tragfähiger Geschäftsmodelle aufzeigt. „Wir haben den MOM Accelerator so konzipiert, dass die einzelnen Themen in digitalen Live-Webinaren vermittelt werden. Wir bieten wöchentliche Gruppensessions an und somit einen engen Kontakt zu den Mentorinnen. Kann eine Mutter gerade nicht online teilnehmen, weil sie zum Beispiel ihr krankes Kind Zuhause betreut, ist das nicht tragisch, da alle Webinare aufgenommen werden und jederzeit abrufbar sind“, erläutert Ekaterina.

Vor allem bietet der Accelerator Müttern, die gründen möchten, einen flexiblen organisatorischen Rahmen, der gängigen Acceleratoren normalerweise fehlt. Als Gründerin war Ekaterina im Jahr 2017 selbst Teilnehmerin eines Accelerator-Programms beim STARTPLATZ Düsseldorf. Die wertvollen Erfahrungen, die sie dort sammeln konnte, vermittelt sie heute an ihre Teilnehmerinnen.

Neben Geschäftsführerin Ekaterina, die als Online-Marketing- und Social-Media-Marketing-Expertin die Gründerinnen auf ihre erfolgreiche Vermarktung vorbereitet, unterstützen sie weitere sechs Mentorinnen, die alle mindestens 15 Jahre Berufserfahrung mitbringen. Diese geben wertvolles Know-how an die Teilnehmerinnen weiter, u.a. aus den Bereichen Marketing, Fördergelder und Finanzierung, Entwicklung des Corporate Design, rechtliche Fragestellungen, Unternehmenskommunikation und PR sowie Entwicklung von Videos und Podcasts. Auch rund um die Themen Zeit- und Projektmanagement sowie Berufshaftpflicht gibt es Fachleute im Netzwerk, die online in Einzel- oder Gruppengesprächen coachen. „Mütter sind oft multitaskingfähig, kreativ und haben eine große soziale Kompetenz. Sie sind die idealen Unternehmerinnen. Das beweisen auch die bisherigen Teilnehmerinnen in unserem Mentoring-Programm“, sagt Ekaterina.

Drei Gründerinnen, die den Accelerator erfolgreich absolviert haben, stellen wir im Folgenden vor.

KfW-Gründungsmonitor 2022

Die aktuelle Erhebung zeigt: Gründungstätigkeit 2021 zurück auf Vorkrisenniveau: mehr Chancengründungen, mehr Jüngere, mehr Gründerinnen, mehr Digitales.

Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick:

Zahl der Gründungen gestiegen

Die Gründungstätigkeit in Deutschland ist nach dem Corona-Knick 2020 im Jahr 2021 wieder auf das Vorkrisenniveau gestiegen. Mit 607.000 Existenzgründungen haben sich 70.000 bzw. 13 % mehr Menschen selbständig gemacht als 2020. Es gab sowohl im Voll- als auch im Nebenerwerb einen Anstieg der Gründungstätigkeit. Ausgehend von ihrem im Jahr 2020 erreichten bisherigen Tiefpunkt legte die Zahl der Vollerwerbsgründungen auf 236.000 zu (+35.000 »+18 %), die Zahl der Nebenerwerbsgründungen auf 371.000 (+35.000 »10 %).

Mehr Geschäftsgelegenheiten werden realisiert

Wie bereits im ersten Corona-Jahr ist der Anteil von Gründungen zur Wahrnehmung einer Geschäftsgelegenheit gestiegen. Ihr Anteil erhöhte sich 2021 erneut auf nun 82 %, die Zahl dieser Chancengründungen nahm auf 498.000 zu. Gründungen aus Mangel an besseren Erwerbsalternativen bleiben mit 91.000 (15 %) im Tief.

Zahl der Gründerinnen legt zu

Nachdem sich die Zahl der Gründerinnen drei Jahre lang kaum veränderte, ist sie im vergangenen Jahr überdurchschnittlich stark gestiegen. So setzten 2021 257.000 Frauen eine Existenzgründung um (+52.000 »+25 %). Die Zahl der Gründer legte auf 350.000 zu (+18.000 »+5 %). Der Gründerinnenanteil hat sich somit auf 42 % erhöht (2020: 38 %). Insbesondere jüngere Frauen trugen dazu bei. Der Anteil der unter 30-Jährigen ist im Jahresvergleich von 28 auf 37 % gestiegen.

Mehr digitale und internetbasierte Gründungen

Die Corona-Pandemie hat die Schwächen traditioneller Geschäftsmodelle schonungslos offengelegt. Gründer*innen haben darauf offensichtlich reagiert: Deutlich mehr Gründungen sind digital und internetbasiert. Mit Anteilen von 31 % digitalen und 41 % internetbasierten Gründungen gipfelten die bereits seit Jahren positiven Trends 2021 in ihren bisherigen Höchstwerten.

Ausblick 2022

Trotz sinkender Planungsquote ist zu erwarten, dass sich die Gründungstätigkeit im Jahr 2022 auf einem ähnlichen Niveau bewegt wie 2021.

Hier kannst du den vollständigen KfW-Gründungsmonitor 2022 downloaden

Zahlen, Fakten, Diagramme

Watch & Build gewinnt den German Innovation Award in Gold

Gestern Abend wurden die Gründer von Watch & Build, eine 2021 gelaunchte Plattform für Aufbau-Anleitungen, mit dem German Innovation Award in Gold in der Kategorie „Excellence in Business to Business – Retail & Trade Solutions“ ausgezeichnet.

Für das 2021 gegründete Start-up Watch & Build sind "goldene Zeiten" angebrochen. Dafür hat am gestrigen Abend im Futurium in Berlin die Jury des German Innovation Award gesorgt. Denn das sechsköpfige Gremium hat dem Berliner Tech-Start-up, das Aufbauanleitungen für erklärungswürdige Produkte als Videos auf einer digitalen Plattform veröffentlicht, die renommierte Auszeichnung in Gold verliehen, und zwar in der Kategorie „Excellence in Business to Business – Retail & Trade Solutions“.

Der German Innovation Award zeichnet branchenübergreifend Produkte und Lösungen aus, die sich vor allem durch Nutzerzentrierung und einen Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen unterscheiden. Die „Watch & Build-Engine“ fällt als Self-Enabling-Plattform für Endverbraucher*innen voll in dieses Profil, wie die Jury in ihrer Preisbegründung erläutert: „Sie hilft Herstellerinnen und Herstellern verschiedener Branchen wie z B. Möbel und Einrichten, Haushaltsgeräte, Consumer Electronics oder Sport und Freizeit, für ihre Produkte eine gute und verständliche Montage- oder Bedienungsanleitung zu erstellen.“

Insbesondere lobt die Jury die Nutzer*innenfreundlichkeit der Anwendung: „Die Plattform wirkt äußerst durchdacht und überzeugt mit einer klaren, bedienfreundlichen Oberfläche, die durch eine kontextbezogene dynamische Verlinkung statische Elemente wie Bilder und Text mit Videos und Animationen kombiniert. Je komplexer ein Produkt ist, umso wichtiger ist eine gute Anleitung. Das verbessert die User Experience und auch die Hersteller*innen selbst profitieren davon, da Reklamationen und Retouren reduziert werden und die Bereitschaft der Kundinnen und Kunden, Produkt und Marke weiterzuempfehlen, steigt.“

Dass die Jury gleich im ersten Jahr nach dem Start von Watch & Build zur höchsten Auszeichnung gegriffen hat, erfüllt die beiden Gründer Arndt Rubart und Heinrich Erkens mit Stolz und Freude: „Wir möchten mit unserer Lösung dazu beitragen, die Customer Journeys in unterschiedlichen Konsumgüterbranchen zu optimieren. Wir sind sehr glücklich, dass die Expertinnen und Experten in der Jury das ebenfalls so bewerten“, sagt Arndt Rubart. Heinrich Erkens ergänzt: „Der Award verleiht uns einen kräftigen Schub für die nächsten Schritte von Watch & Build. Wir möchten den Self-Enabling-Ansatz auch am anderen Ende der Customer Journey ermöglichen. Konsumgütermarken und -hersteller sollen die Plattform zukünftig auch selbst managen können, wenn sie das wünschen, um die Verbraucher unabhängig und kosteneffizient mit ihren Montagevideos erreichen zu können.“

Wir suchen: (Junior-)Marketing/Sales/Events Manager:in (w/m/d)

Der brutkasten ist das Leitmedium des deutschsprachigen Innovations-Ökosystems mit Sitz in Wien, München und Berlin. Wir sind auf Wachstumskurs und suchen ab sofort Verstärkung für die zur brutkasten-Mediengruppe gehörenden Publikationen/Plattformen StartingUp und VentureCapital Magazin am Standort München:

(Junior-)Marketing/Sales/Events Manager:in (w/m/d) in Vollzeit

Und hier bekommst du schon Mal einen kleinen Vorgeschmack, welches Umfeld dich bei uns erwartet:

Wir kommunizieren mit unserer innovativen Zielgruppe bestehend aus Gründer:innen, Macher:innen, Start-ups, Unternehmer:innen, Investor:innen, Business Angels, Consultants, kurzum aus den Entscheider:innen von heute und morgen, tagesaktuell und multimedial über unsere Plattformen starting-up.de und vc-magazin.de, via Social Media (LinkedIn, Twitter, Facebook, Xing) und über unsere hochwertigen Print-/Online-Magazine. Entdecke und begleite mit uns die aktuellen und künftigen Top-Start-ups und werde Mitglied der innovativen Gründer:innen- und Venture-Capital-Szene!

Dein Umfeld, um erfolgreich zu sein

  • Du bekommst einzigartige Einblicke hinter die Kulissen eines jungen, schnell wachsenden Scale-Ups
  • Du hast erhebliche Entscheidungs- und Gestaltungsmöglichkeiten und übernimmst eine äußerst verantwortungsvolle Rolle
  • Du hast die Möglichkeit zur Schwerpunktlegung des Aufgabengebietes nach Stärken/ Neigungen
  • Freue dich auf eine motivierende Arbeitsatmosphäre in einem engagierten Team
  • Home Office und zeitlich flexibles Arbeiten ist (in Absprache) möglich

Dein Aufgabengebiet

  • Aufbau und Pflege von Medienpartnerschaften und Event-Kooperationen
  • Betreuung und Gewinnung von Partner:innen und Werbekund:innen
  • Mitwirkung bei der Konzeption und Durchführung von (Online-)Events
  • Unterstützung der Online-Redaktion (Wordpress, Typo3)
  • Pflege der Social-Media-Kanäle
  • Teilnahme an Events aus der Start-up-Szene
  • Druckdaten-Verwaltung und Abstimmung mit dem Bereich Grafik/Website

Diese Skills bringst du mit

  • Abgeschlossenes Studium oder einschlägige Berufsausbildung
  • Ausgeprägtes Interesse bzw. erste Erfahrungen im Bereich Marketing/ PR/Events
  • Sicherer Umgang mit Google Workspace
  • Wortgewandtheit und Kreativität
  • Eine strukturierte Arbeitsweise und Organisationsgeschick
  • Gute Englischkenntnisse
  • Interesse an Start-up- und Investmentthemen

Art der Anstellung und Gehalt

Wir bieten eine unbefristete Festanstellung auf Vollzeitbasis, eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit hoher Eigenverantwortung und eine attraktive Arbeitsatmosphäre in einem dynamischen Team mit flachen Hierarchien.

Für die ausgeschriebene Stelle bieten wir ein Jahresgehalt von € 33.600,- brutto auf Vollzeitbasis mit der Bereitschaft zur Überzahlung, je nach Qualifikation.

Komm mit an Board und werde Teil eines top motivierten, engagierten Teams!

Wir freuen uns auf deine Bewerbungsunterlagen an unsere HR-Beauftragte Pia Windbichler: [email protected]

Gründer*in der Woche: GreenFor - für die Welt von morgen und die Kids von heute

Das Ziel des Thüringer Start-ups GreenFor ist es, Kitas, Schulen, Bildungseinrichtungen etc. durch fair gehandelte und abbaubare Verbrauchsprodukte auf Nachhaltigkeit umzustellen. Wie die Gründerinnen Franziska Seebauer und Manuela Büttner das schaffen wollen, erzählen sie uns im Interview.

Wann und wie seid ihr beiden auf die Idee zu GreenFor gekommen?

Franziska: Alles fing bei unserer Arbeit in der Kita an. Am Mittag beim Zähneputzen fragte mich ein Kind, warum ich mir denn mit einer „Holzzahnbürste“ die Zähne putze. Es war eine Bambuszahnbürste und die hat uns im Frühling 2020 zum Nachdenken angeregt.

Mit unseren Kindern sprachen wir viel über die Themen Umwelt, Natur und Nachhaltigkeit und sie waren super sensibel dafür. Wenn wir in der Natur waren, nahmen wir immer einen Müllbeutel mit, um den gefunden Müll einzusammeln. Auch Mülltrennung war für unsere Kinder ein Leichtes – warum dann nicht auch nachhaltige Produkte im Kita-Alltag einführen und nutzen?

Was waren dann die wichtigsten Steps von der GreenFor-Gründung bis zum Markteintritt (online und Vor-Ort-Service)?

Manuela: Ja, nach dem wir uns diese Frage gestellt hatten, lies sie uns auch nicht mehr los. Jede freie Minute recherchierten wir nach Produkten, Möglichkeiten und ob es da nicht schon jemanden gab, der sich auf Kitas und Schule spezialisiert hatte. Nachdem uns klar war, dass alle Plattformen und Onlineshops, die wir fanden, entweder super komplex waren, die Auswahl viel zu groß oder die Entscheidung zwischen wirklich nachhaltigen Produkten und Greenwashing nur schwer möglich war, gründeten wir im Oktober 2020, GreenFor.

Ein entscheidender Schritt war, Menschen zu finden, die uns in den Bereichen unterstützen, von denen wir nur wenig Ahnung hatten.

Weitere wichtige Schritte waren die Namensfindung, das Erarbeiten des Logos, die Websiteerstellung, Produktrecherche, Social-Media-Kanäle, Markenauftritt, Businessplan …

Auf den Punkt gebracht: Was ist das Besondere an GreenFor bzw. eurem Konzept und wer sind eure Kund*innen?

Franziska: Unsere Kund*innen sind Kitas, Schulen, SOS-Kinderdörfer, Unternehmen aber auch private Haushalte. Wir bieten alles kompakt auf einer Seite an, d.h. alles, was unsere Kund*innen an nachhaltigen, gut recherchierten Verbrauchsprodukten benötigen. Sie haben eine Zeitersparnis und wir die Möglichkeit, flächendeckend einen Mehrwert zu schaffen.

Das Konzept ist klar, der Nutzen auch. Doch wenn es dann darum geht, dass die Täger*innen einer Einrichtung mehr Geld investieren sollen, wird’s wahrscheinlich oft eng – oder nicht? Wie überzeugt ihr eure Kund*innen?

Manuela: Wir nutzen gern das Wort begeistern, überzeugen möchten wir unsere Kund*innen nicht. Sie wissen um die Problematik, in der unser Planet steckt, und sie wissen auch, dass wir handeln müssen. Ja, und die finanziellen Mittel sind natürlich ein Thema, jedoch darf man dazu sagen, dass einige Kommunen in Deutschland bereits in einer Transformation in Richtung Klimaneutralität stecken und diese bereits schrittweise umsetzen. Das ist natürlich eine gute Grundlage, da ist das Verständnis schon präsent und deren Umsetzung im Alltag leichter anzugehen.

Der Preis, den unsere kommenden Generationen zahlen werden, ist ein ganz anderer, wenn wir uns nicht zeitnah auf den Weg machen! Getreu unserem Motto: „Im Kleinen GROSSES bewirken!“

Wie habt ihr euch und damit die Startphase von GreenFor finanziert?

Franziska: In erster Linie mit Eigenkapital, Privatinvestor*innen aus Familie, Freundeskreis und mithilfe der BAFA-Förderung. Das erste Jahr nach der Gründung haben wir parallel zu GreenFor noch in unserem Job in der Kita gearbeitet, bis zu dem Zeitpunkt, wo beides miteinander zeitlich nicht mehr vereinbar war.

Erst jetzt haben wir einen Bankkredit bekommen, doch der Weg dahin war mehr als steinig und von Vorurteilen und veralteten Strukturen geprägt.

Was sind eure weiteren unternehmerischen To Do's und Ziele?

Manuela: Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, bis 2030 zwischen 25 und 30 Prozent aller Kitas und Schulen in Deutschland auf nachhaltig umgestellt zu haben. Das klingt viel, aber 30 Prozent sind noch nicht 100 Prozent und das sollte und wird das eigentliche Ziel sein.

Aktuell arbeiten wir an unserer Marketingstrategie, um noch mehr Menschen auf uns und die Problematik aufmerksam zu machen. Ich denke, ansonsten haben wir ähnlich Ziele wie viele andere Start-ups: Stabilität zu erreichen, noch weitere Unterstützung zu erhalten, z.B. in Form von Investor*innen mit einem größeren Netzwerk und Know-how, weitere Kooperationen mit nachhaltigen Unternehmen eingehen, die Etablierung auf dem deutschen Markt und darüber hinaus auf dem europäischen Markt sowie eigene Produkte anzubieten.

Und last but not least: Was wollt ihr anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung mit auf den unternehmerischen Weg geben?

Franziska: „Nach jedem Tief kommt ein Hoch!“ Ganz egal, wie steinig der Weg ist, wie groß die Hürden sind, es lohnt sich, dran zu bleiben. Scheut euch nicht davor, Fehler zu machen. Fehler gehören dazu und lassen euch lernen und wachsen. Netzwerken macht Spaß, es gibt tolle Netzwerke mit Menschen, die euch auf eurem Weg unterstützen. Fragt nach und vernetzt euch. Noch ein letzter Tipp: Manchmal hilft es wie Kinder zu denken, nicht in Problemen, sondern in Lösungen!

Hier geht's zu GreenFor

Das Interview führte Hans Luthardt

Customer Centricity: Auf Kundenfeedback muss Action folgen

Eine aktuelle Studie deckt Schwachstellen im Umgang mit Kundenfeedback auf und zeigt Auswege.

95 Prozent der Customer Experience Manager in Unternehmen sind davon überzeugt, dass die Fähigkeit, Kundenfeedback in Aktionen zu übersetzen, für die eigene Wettbewerbsfähigkeit elementar ist. Doch eine Studie von zenloop zeigt: Nur jedes vierte Unternehmen sieht sich dafür gut bis sehr gut aufgestellt.

Viele Unternehmen haben sich das Thema Customer Centricity ganz oben auf ihre strategische Agenda gesetzt. Doch bei genauerem Hinsehen ist „Customer Centricity“ oftmals nicht mehr als ein Lippenbekenntnis. Nur wenige Unternehmen leiten aus Kundenfeedback, das sie einsammeln, konkrete Strategien ab, um die eigenen Produkte oder Serviceangebote zu verbessern. Das bleibt auch den Kunden nicht verborgen. Häufig fühlen die sich wenig motiviert, konstruktive Kritik zu äußern, weil sie nicht erwarten, auf ihre Kritik eine Antwort zu bekommen oder sich Services, Produkte oder Prozesse durch ihre Anregungen sogar verbessern.

Die Macher der Studie wollten wissen, woran es liegt, dass Unternehmen Kundenfeedback nur schwer in Action übersetzen können. Im Rahmen der Studie wurden 350 Teilnehmer*innen befragt, die in Unternehmen aller Größen für Customer Experience Management verantwortlich sind. Mehr als jeder fünfte Umfrageteilnehmer*innen ist im E-Commerce tätig, gefolgt von den Branchen IT & Software, Handel, Finanzen und Versicherungen, Dienstleistungen sowie Gesundheit, Pharma und Medizintechnik. Geografisch kommen drei Viertel der Umfrageteilnehmer‘*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, der Rest aus 23 weiteren Ländern, darunter weitere EU-Länder, aber auch die USA oder der asiatisch-pazifische Raum.

Probleme fangen schon beim Sammeln der Daten an

Die Ergebnisse zeigen: Schon beim Einsammeln von Kundenfeedback gibt es Verbesserungspotenzial: Lediglich 12 Prozent der Teilnehmer*innen würden ihre Strategie hier als „exzellent“ bewerten. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) hingegen hält das Vorgehen des eigenen Unternehmens in diesem Punkt für „zufriedenstellend“ bis „sehr schlecht“. So werden in vielen Unternehmen zu viele Daten eingesammelt, es gibt Probleme, Daten aus verschiedenen Silos an einem zentralen Ort zu bündeln oder die Daten werden zwar gesammelt, doch gibt es keine strukturierten Prozesse, um daraus Aktionspläne abzuleiten.

Auch bei der Visualisierung und Präsentation von Kundenfeedback hapert es. Hier sehen sich rund zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) eher am unteren Ende der Fahnenstange. Entsprechend glaubt auch nur rund ein Drittel (37 Prozent) der Customer-Experience-Manager, aus den gesammelten Daten auch „sehr gut“ oder „gut“ Insights ableiten zu können. Nur bei jedem vierten Unternehmen stoßen diese Insights dann auch tatsächlich Innovationsprojekte an. Und nur ein Drittel hat so genannte Closed-Loop-Prozesse etabliert, um die betroffenen Kund*innen über die angestoßenen neuen Initiativen auch zu informieren.

Kritik von Kund*innen verlangt nach Reaktion, doch oft gibt es keine

Allerdings gehört es schon zur hohen Kunst des Customer Feedback Managements, aus Kritik Innovationsprojekte abzuleiten. Das kleine Einmaleins hingegen ist es, auf Kundenfeedback wenigstens zu reagieren. Hier zeigt die zenloop-Studie ein dreigeteiltes Bild. Rund ein Drittel der befragten Customer-Experience-Manager bewerten das eigene Unternehmen hier mit „sehr gut“ bis „gut“, ein weiteres Drittel mit „zufriedenstellend“ und das restliche Drittel mit „schlecht“ bis „sehr schlecht“. Allerdings reicht eine empathische Reaktion auf Kritik den Studienergebnissen zufolge nicht aus, um eine(n) verärgerte(n) Kund*in wieder gütlich zu stimmen. Jedes zweite Unternehmen gab an, unglückliche Kund*innen „schlecht“ oder „sehr schlecht“ wieder für sich begeistern zu können. Ein weiteres knappes Drittel (30 Prozent) gibt sich hier die Schulnote „befriedigend“. Umgekehrt gelingt es immerhin einem Drittel der Customer-Experience-Manager, aus glücklichen Kund*innen Markenfürsprecher*innen zu machen.

Zu viele Daten verstellen den Blick auf das Wesentliche

Auf die Frage, welche Hürden den Action-Management-Prozess erschweren, gab jeder zweite Customer-Experience-Manager an, dass sich die Informationen und Insights nicht in alle relevanten Abteilungen ihres Unternehmens verbreiten. Fast jedem zweiten (46 Prozent) fehlen Data Analysten, um Daten zu erheben und zu analysieren. Und mehr als vier von 10 Befragten tun sich schwer damit, Schlüsseltreiber und Prioritäten zu identifizieren. Dass Kund*innenfeedback selten in Innovationen oder Verbesserungsinitiativen mündet, führt die Hälfte der Manager auf knappe personelle Ressourcen im eigenen Haus zurück. Darüber hinaus fehlt auch hier der Fokus auf die wichtigsten Maßnahmen sowie eine eigene Abteilung, die für solche Initiativen verantwortlich ist.

Was können Unternehmen tun, um die Lücke im Action Management zu schließen?

Jeder zweite Customer Experience Manager glaubt, externe Unterstützung in Form von Berater*innen zu benötigen, die cross-funktionale Initiativen priorisieren und managen. Fast neun von zehn Befragten (89 Prozent) sind der Meinung, eine spezielle Software könnte dabei helfen, Kund*innen-Insights in aktuelle Projekte zu verwandeln. Dass sich der Aufwand lohnt, steht außer Frage: 95 Prozent der Umfrageteilnehmer*innen glauben, dass der beste Weg für Unternehmen, wettbewerbsfähig zu bleiben, die Fähigkeit ist, Kund*innenfeedback in Action zu übersetzen.

E-Carsharing Service ELOOP gibt Vollgas

Ein Jahr nach seiner letzten Finanzierung erweitert der Wiener E-Carsharing-Anbieter ELOOP die Seed-Runde nun um rund eine weitere Million Euro und holt Bitpanda-Gründer als Investor an Bord.

ELOOP ist ein E-Carsharing Service aus Wien. Mit leisen und emissionsfreien Fahrzeugen möchte das Start-up die Lebensqualität in der Stadt verbessern und den positiven Wandel in der urbanen Mobilität vorantreiben. Mit dem hauseigenen ELOOP ONE Token wird der Sharing-Ansatz noch weitergedacht und allen eine Beteiligung an den Fahrtumsätzen ermöglicht.

3 Mio. Umsatz im Jahr 2021 - Expansion nach München

Das 2019 gegründete Start-up hat – nach eigenen Angaben - im Jahr 2021 bereits einen Umsatz von rund drei Millionen Euro erzielt – das entspricht einer Verfünfzehnfachung im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Wachstumskurs soll nun fortgesetzt werden: Mit dem Investment will ELOOP die Expansion nach München vorantreiben und die Flotte in Wien weiter ausbauen. Um das geplante Wachstum umzusetzen, wird auch das Team vergrößert werden, das im vergangenen Jahr bereits um das Dreifache gewachsen ist. Das mittlerweile 30-köpfige Team darf sich künftig über ein neues Beteiligungsprogramm für Mitarbeiter*innen freuen. “Wir sind unglaublich stolz und dankbar, so viele Visionär*innen gefunden zu haben, welche an die Mission von ELOOP glauben und daran arbeiten, Städte lebenswerter zu gestalten”, so Leroy Hofer, CEO von ELOOP. Es soll noch dieses Jahr die Finanzierungsrunde Series A folgen.

Weltweit erstes Blockchain-basiertes Carsharing

Auch der hauseigene Blockchain-basierte Krypto-Token ELOOP ONE soll weiterentwickelt und international ausgerollt werden. ELOOP ONE ist der erste Security Token weltweit, der eine Umsatzbeteiligung an einer rein elektrischen Carsharing-Flotte ermöglicht. Damit denkt ELOOP den eigentlichen Sharing-Ansatz sogar noch weiter. Seit dem ersten Token Sale im August 2020 ist die tokenisierte Flotte mittlerweile von 4 auf 21 E-Fahrzeugen der Klasse Tesla Model 3 erweitert worden. Von den 1.785.000 ELOOP ONE Token sind nur mehr 10 Prozent verfügbar. Neben dem bestehenden Carsharing-Service und dem Token wurde das Angebot zuletzt um das Abo-Modell “ELOOP Flat” erweitert.

„Ich bin selbst begeisterter ELOOP-Nutzer sowie Token-Halter und sehe ein großes Potenzial für Carsharing”, so Christian Trummer, Gründer und CTO von Bitpanda. Auch der Präsident des European Super Angels Club, Berthold Baurek-Karlic, welcher über die Luxemburger Venionaire Ventures Sárl unter anderem den Syndikatsfonds des Clubs – „EXF Alpha S.C.S.“ – verantwortet, zeigt sich erfreut: „Wir können den Wachstums- und Innovationskurs eines so erfolgreichen österreichischen Startups mit unserem Kapital und Know-how weiter intensiv vorantreiben und seine Nachhaltigkeitsvision unterstützen. Mit ELOOP investieren wir nicht nur in innovative Mobilitätslösungen, sondern in die Mobilität der Zukunft.“

Public Value Award for Start-ups 2021

Sieben spannende Finalist*innen – drei glückliche Gewinner*innen: Hier gibt’s die Details zum renommierten Public Value Award for Start-ups.

Seit 2016 zeichnet EY in Zusammenarbeit mit der HHL Leipzig Graduate School of Management Start-ups, die einen besonderen Beitrag zum Gemeinwohl leisten, mit dem Public Value Award for Start-ups aus. Der Award wurde zuletzt noch als EY Public Value Award for Start-ups ausgelobt, 2020 aufgrund der Corona-Pandemie jedoch nicht ausgerufen. Die Pause nutzen die Partner*innen, um die Plattform zum Thema Gemeinwohl für Gründer*innen und junge Unternehmen einer Neuausrichtung zu unterziehen. Träger des Public Value Award ist nun der gemeinnützige Verein Forum Gemeinwohl e.V., Partner*innen sind neben EY und HHL die Stadt Leipzig und ZEISS.

140 Bewerbungen – 7 Finalist*innen

Im Jahr 2021 haben sich 140 junge Unternehmen für diese Auszeichnung beworben, sieben wurden von einer zehnköpfigen Jury rund um die Juryvorstände Markus T. Schweizer (EY) und Prof. Dr. Timo Meynhardt (HHL) ins Finale gewählt.

Unternehmerischer Erfolg sollte nicht nur in Zahlen gemessen werden, weil unternehmerisches Handeln und soziale Verantwortung untrennbar miteinander verbunden sind und ein Fokus auf den eigenen Gemeinwohlbeitrag einem Unternehmen dabei helfen kann, langfristig Aktionäre zu gewinnen und Stakeholder Returns zu generieren.  Grund genug, die diesjährigen Finalist*innen des Public Value Awards genauer unter die Lupe zu nehmen und der Frage nachzugehen, wie ihr Beitrag zum Gemeinwohl aussieht und wodurch sie sich von ihren Mitbewerber*innen abgehoben haben.

Markus T. Schweizer (EY) ergänzt zusammenfassend: „Die Pandemie hat gezeigt, dass sich Unternehmen mit einem hohen Gemeinwohlbeitrag oft durch eine starke Resilienz auszeichnen. Die Finalist*innen und Sieger*innen des Public Value Awards for Start-ups sind damit nicht nur innovative Jungunternehmer, sondern leisten auch einen spürbaren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung unserer Wirtschaft.“

Wie man Public Value messen kann

Bewertet wurden die Bewerber*innen anhand der Public Value Scorecard. In jeder der fünf Dimensionen dieser Scorecard konnten zwischen 0 und 100 Punkten vergeben werden. Auch die Start-ups selbst mussten sich in ihrer Bewerbung punktemäßig festlegen und Argumente für jede Dimension anführen. Das gab ihnen die Chance, ihren Beitrag zum Gemeinwohl in Zahlen messbar zu machen und sich näher mit diesem zu beschäftigen. Viele haben die Erkenntnisse aus dem Bewerbungsprozess zum Anlass genommen, um ihre Außendarstellung und ihren Purpose neu zu definieren.

And the Winner is …

Nach einem wochenlangen Coaching durch EY und die HHL fand am 14. Oktober 2021 schließlich das Finale des Public Value Award for Start-ups in der Kongresshalle am Zoo in Leipzig statt. Vor rund 150 Gästen pitchten die Finalist*innen live um den Sieg in der Jurywertung. Bereits im Vorfeld an die Veranstaltung hatten Menschen weltweit zudem die Möglichkeit, online für ihren Favoriten abzustimmen und diesem damit eine Chance auf den Publikumspreis zu geben.

Sowohl die Jury-, als auch die Publikumsentscheidung fielen sehr knapp aus. Darüber, dass alle sieben Start-ups einen herausragenden Beitrag zum Gemeinwohl leisten, bestand Einigkeit. „Die diesjährigen Finalisten zeigen wieder einmal, dass insbesondere junge Unternehmen der Motor für eine zukunftsfähige Gesellschaft sein können. Mit ihren vielfältigen Ideen stärken sie das Miteinander und sorgen so für ein gesellschaftliches Klima, in dem wir alle gern leben möchten“, zieht Henrik Ahlers, Vorsitzender der Geschäftsführung von EY in Deutschland, sein Resümee.

Aber auch knappe Entscheidungen sind letztlich Entscheidungen und so wurde das Start-up Too Good To Go mit dem 3. Platz in der Jurywertung ausgezeichnet. Auf Platz 2 erklommen die Gründer von HeartBeat Edutainment das Siegertreppchen. Die Frankfurter sicherten sich zusätzlich den Publikumspreis und reisten am Abend mit zwei Trophäen im Gepäck ab. Platz 1 wurde an Africa GreenTec vergeben.

GameChanger des Monats: SHAVENT – ein Family-Business setzt auf Nassrasur

Allein in Deutschland erzeugen Nassrasierer und ihre Wechselköpfe alljährlich rund 100 LKW-Ladungen Müll. Grund genug für Romy Lindenberg und ihren Vater Armin Lutz Seidel, um nach langlebigen Alternativen zu suchen. Herausgekommen ist dabei der plastikfreie-stylische Schwingkopfrasierer SHAVENT. Mehr über unsere GameChanger des Monats im Interview mit Romy.

Wir haben euch als unsere GameChanger des Monats ausgewählt, weil ihr mit eurem Konzept des plastikfreien Rasierens konventionelle Wege verlasst und das Thema Nachhaltigkeit vorantreibt. Wie seid ihr auf die Idee zu dem SHAVENT gekommen und was treibt euch im Sinne eines GameChangers an?

Der Shavent war ein echter „Einfall“ – mein Vater stand in der Dusche beim Rasieren und hat sich gefragt, warum er sich eigentlich mit so viel Plastik und Gummi rasiert – ständig wirft er die recht teuren Wechselköpfe weg und auch die Griffe mit den Gummianlagerungen verschleißen so schnell und spülen jeden Tag Mikroplastik ins Abwasser. Das muss doch besser gehen! Den Rasierhobel seines Opas fand er toll in Sachen Haltbarkeit, aber der Schwingkopf-Komfort hat ihm zu sehr gefehlt. Als leidenschaftlicher Ingenieur hat er sich dann einfach selbst einen Rasierer entwickelt. Die ganze Familie war begeistert: Von Kopf bis Fuß super sanft und unglaublich gründlich – und 100% plastikfrei!

Was ist das Besondere an eurem SHAVENT Schwingkopfrasierer?

Der SHAVENT kombiniert die traditionelle plastikfreie Rasur eines Metallrasierers mit günstigen Standard-Rasierklingen und dem gewohnten Komfort der beweglichen Mehrklingenrasierer. Mit dem leichtgängigen Schwingkopf passt er sich so allen Körperkonturen an und macht das plastikfreie Rasieren einfach und sicher.

Ihr seid ja nicht die ersten Start-ups, die sich dem Thema Rasur auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit verschrieben haben. Einige Versuche von Start-ups sind gescheitert – der Markt scheint vorhanden, der Wettbewerb ebenfalls: Wie unterscheidet ihr euch mit dem SHAVENT in diesem Segment? Der Preis ist es ja wohl eher nicht, oder?

Die Kombination aus Nachhaltigkeit um Komfort sehe ich in der bisherigen Start-up Landschaft bei der Rasur noch nicht. Entweder geht es darum, die bekannten beweglichen Wechselköpfe mit Plastik & Co. günstiger zum Kunden zu bringen, oder es sind die klassischen Rasierhobel, die oft aus Asien eingeflogen werden und mit ihrem steifen Rasierkopf besonders für die Körperrasur nicht wirklich dem nahe kommen, was die meisten Menschen vom Drogerierasierer an Komfort gewohnt sind.

Was wir mit dem SHAVENT Rasierer zeigen: Voller Rasurkomfort und günstige, plastikfreie Klingen schließen sich keinesfalls aus! Wir machen Schluss mit dem „billiger Griff, langfristig teure Klingen“-Trick der großen Marken und bieten stattdessen einen hochwertigen, komplett auf Langlebigkeit ausgelegten Rasierer, der mit Standard-Klingen nicht nur Müll, sondern auch langfristig Geld einspart.