Gründer der Woche: Sharity - sozial statt nur social

Gründer der Woche 17/18


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Alexander Funk und Simon Strobl - die Gründer von Sharity.net - wollen nach eigenen Angaben das erste wirklich „sozial engagierte Netzwerk“ aufbauen. Was es damit auf sich hat, erfahren wir im Interview mit Co-Gründer Alexander.

Was ist aus deiner Sicht falsch oder nicht stimmig an bestehenden sozialen Netzwerken? Der Begriff sozial oder ggf. der kommerzielle Aspekt?

Soziale Netzwerke waren ursprünglich dazu gedacht, Menschen miteinander zu verbinden und um davon zu profitieren. Wenn ich mir jedoch heute meinen Newsfeeds von einem großen bekannten „sozialen Netzwerken“ ansehe, habe ich immer mehr das Gefühl, dass nur die Netzwerke und nicht die Nutzer davon profitieren. Denn ein Großteil meines Newsfeeds wird gefühlt immer mehr Werbung, Fake-News und Clickbait-Artikeln (Beiträge mit reißerischer Überschrift) dominiert. Persönliche Beiträge von Nutzern sucht man meist vergeblich. Aber auch brisante Nutzerdaten in großen Mengen zu sammeln, finde ich sehr beunruhigend. So hat z.B. die Facebook-App sämtliche Dateien über Anrufe und SMS-Mitteilungen weitergeleitet, um den Empfehlungsalgorithmus zu optimieren. (Anmerkung der Redaktion: mehr Infos dazu hier)

Das heißt konkret: Facebook speicherte Daten, die zeigten, mit wem man SMS schrieb und telefonierte. Meiner Meinung nach geht dies eindeutig zu weit! Nicht nur, dass Facebook mich ausspioniert, sondern ich habe auch Angst, dass diese brisanten Daten in falsche Hände geraten könnten, denn davor ist auch Facebook nicht sicher. Zusammengefasst finde ich, dass diese Netzwerke ihre Werte verkauft haben und nun für kommerzielle Absichten ausgenutzt werden.

Wann und wie seid ihr beiden auf die Idee zu Sharity gekommen?

Wir haben während unserer Studienzeit an der DHBW oft mit dem Gedanken gespielt, aus diesen „sozialen“ Netzwerken auszutreten, da wir keinen Nutzen für uns gesehen haben. Besonders die belanglosen Beiträge störten uns. Wir hatten diese sinnlose Unterhaltung satt und wollten zur Abwechslung auch mal positive Nachrichten sehen oder Beiträge mit einem echten Mehrwert. Jedoch gab es diese nur sehr selten und wenn gingen sie zwischen den ganzen kommerziellen Beiträgen unter.

Als Simon letztlich austrat, fragte ich ihn: „Wenn du ein eigenes Netzwerk gründen könntest, was wäre dir wichtig und welche Funktion würde es erfüllen?“ Direkt fielen uns hunderte Ideen ein, was und wie wir es ändern würden. Zwei Monate später mussten wir unser Bachelor-Thema festlegen. Da wir uns immer noch mit diesem Thema beschäftigten, entschieden wir uns dazu, für unseren Bachelor ein fiktives, sozial engagiertes Netzwerk zu gestalten. Nachdem unser Bachelor erfolgreich verlief und wir immer mehr von der Idee überzeugt waren, entschlossen wir uns dazu, Sharity letztendlich zu realisieren.

Die Beta-Version ist online – wer ist eure Zielgruppe?

Unsere Zielgruppe sind all die Menschen, die von ihrem belanglosen Newsfeeds genervt sind und schon immer mal etwas Gutes tun wollten oder zeigen möchten, dass es auch noch gute Nachrichten und freundliche Menschen im Internet gibt. Denn meistens erhalten gerade diese Menschen viel zu wenig Beachtung.


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Welche Vorteile hat Sharity.net für Spender?

Man kann von Daheim aus sich mit nur einem Klick für soziale Projekte einsetzen, spenden und damit etwas Großes bewirken. Dabei ist gewährleistet, dass die Spenden auch wirklich ankommen. Denn hat ein Projekt das Spendenziel erreicht, wird die Spendensumme in drei Schritten freigegeben. Jeder Schritt verlangt vom Projektersteller einen Fortschrittspost, der zeigt, wie die Spenden genutzt wurde. So sehen die Projektunterstützer direkt, dass ihre Spende ankam und was damit bewirkt wurde.

Und welche Vorteile bietet Sharity den Projektstellern?

Durch den Netzwerkcharakter verbreiten sich die Projekte viral und erhalten dadurch mehr Aufmerksamkeit. Zudem ist das Einstellen von Projekten vollkommen kostenlos und man erhält professionelle Hilfe bei der Projekterstellung! Wurde das Spendenziel erreicht, können auch noch nach dem Abschluss weiter Spenden über Fortschritt-Posts gesammelt werden. So ist auch eine langfristige Finanzierung von sozialen Projekten gewährleistet.

Und wie verdient ihr beiden an dem Sharity-Business?

Es geht uns nicht darum, Geld mit Sharity zu verdienen, sondern viel mehr darum, ein Umdenken in der Gesellschaft zu erreichen. Ist dies geschafft, wäre es natürlich schön, wenn sich die Mühen letztendlich auszahlen – und wenn nicht, dann haben wir es wenigstens versucht.

Wie hebt ihr euch von anderen Sharity-Projekten ab?

Zum einen ist unser Grundidee derzeit recht einzigartig und unterscheidet uns von anderen sozialen Netzwerken oder Crowdfounding-Plattformen. Zum Anderen entwickeln wir Sharity stetig weiter und passen Funktionen immer besser an die Wünsche der Zielgruppe an, da der Nutzer bei uns im Fokus ist. So können Nutzer z.B. jetzt schon ihre Vorschläge an uns schicken und damit selbst das Netzwerk mitgestalten.

Wie macht ihr auf euch und euer junges Netzwerk aufmerksam?

Wir selbst fördern soziale Projekte und begleiten diese mit unseren Social-Media-Kanälen. Dadurch entsteht eine Win-Win-Situation: Die Projekte erhalten die Aufmerksamkeit, die sie benötigen, und Sharity neue Projekte, die wiederum mehr Nutzer erreichen. Natürlich schalten wir aber auch herkömmliche Werbung oder machen über Zeitungs- und Blogartikel auf uns aufmerksam.

Was sind eure nächsten unternehmerischen Pläne?

Unser nächster großer Meilenstein ist es, die Webseite in weitere Sprachen zu übersetzen, um auch global etwas bewegen zu können.

Und last but not least: Was rätst du anderen Gründern aus eigener Erfahrung?

Die beste (Geschäfts)Idee wird niemals direkt auf Anhieb perfekt funktionieren, wenn man nicht dazu bereit ist, sie immer voranzutreiben und weiter zu verbessern. Daher rate ich jedem Gründer, seine Idee umzusetzen und anschließend die Zielgruppe regelmäßig zu befragen, was sie sich denn wünscht oder noch benötigz. In dem Sinne würden wir uns sehr freuen, wenn ihr eure Ideen und Anregungen zu Sharity uns mitteilen würdet!

Hier geht's zu Sharity


Das Interview führte Hans Luthardt


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Gamechanger des Monats: Eye-Able

Die vier Gründer der Web Inclusion GmbH aus dem Fränkischen Margetshöchheim sorgen für mehr digitale Barrierefreiheit. Mithilfe ihrer Assistenzsoftware Eye-Able ist es Website-Besucher*innen möglich, alle Inhalte frei nach den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Mehr zu unseren Gamechangern im Interview mit Oliver Greiner, Tobias Greiner, Eric Braun und Chris Schmidt.

Wir haben euch als unsere Gamechanger des Monats ausgewählt, weil ihr Vorreiter für Vorreiter*innen seid, wenn es um das Voranbringen von Inklusion und das Stärken von digitaler Barrierefreiheit geht. Wie seid ihr auf die Idee zu Eye-Able gekommen und was treibt euch im Sinne eines Gamechangers an?

Tobias: Natürlich treibt uns hier vor allen Dingen der soziale Aspekt an. Eigentlich beginnt die Geschichte von Eye-Able bereits in der Kindheit unseres Gründers Oliver. Gemeinsam mit einem seiner besten Freunde Lennart besuchte er die Schule und beide wurden Banknachbarn. Wer als ‚normal Sehender‘ eine Schule besucht, kommt wohl gar nicht auf den Gedanken, dass nicht jeder in der Lage ist, die Schrift auf der Tafel zu lesen. Das ist aber die Grundlage, um erfolgreich am Unterricht teilzunehmen. Oliver hat Lennart, der genetisch bedingt seherkrankt ist, jeden Tag die Inhalte auf der Tafel vorgelesen bis er in der zehnten Klasse eine Assistenztechnik in Form einer Kamera bekommen hat. Im Studium E-Commerce von Oliver wurde klar, dass diese Probleme der Lesbarkeit gerade auch auf Websites existieren. Und so ist die Idee zur Software entstanden und am Grundkonzept hat sich bis heute wenig geändert: Wir wollen Probleme lösen und Barrieren abbauen, die Menschen bei der Nutzung von Webseiten haben, indem sie selbst die Ansicht an Ihre Bedürfnisse anpassen können.

Was ist das Besondere an eurer Assistenzsoftware Eye-Able?

Oliver: Diesbezüglich sind besonders zwei Punkte zu nennen. Die Einfachheit zeichnet Eye-Able definitiv aus: Die Software kann mit nur zwei Zeilen Code in jede Website, unabhängig vom Website System bzw. CMS, eingebunden werden. Die Integration dauert also im Normalfall nur wenige Minuten und kann vollzogen werden, ohne dass Änderungen an der Website vorgenommen werden müssen. So wird unmittelbar ein neues Level der Zugänglichkeit erreicht.

Das zweite Alleinstellungsmerkmal der Software ist die Individualisierbarkeit. Sowohl unser Icon sowie die Farben im Tool als auch der Funktionsumfang können frei angepasst werden, damit sich das Tool perfekt an das Design der Website anpasst. Für viele Webseitenbetreiber ist dieser Punkt besonders wichtig, da die Farbgebung und das Design das Bild des Unternehmens nach außen darstellen sollen und so die Corporate Identity abbilden.

Was muss ich können bzw. leisten, um Eye-Able auf meiner Website ans Laufen zu bringen?

Hier war es uns sehr wichtig, dass die Software leicht installierbar ist und für jede Website bezahlbar bleibt. Effektiv muss man als Webseitenbetreiber nichts weiter tun, als die zwei Zeilen Code in die Seite zu kopieren. Somit ist eine Installation auch für technisch unerfahrene Personen ohne Probleme möglich. Die Website selbst muss für die Integration in Bezug auf Inhalt oder Aufbau nicht verändert werden.

Auf den Punkt gebracht: Warum sollte ich eure Software einsetzen?

Eric: Kurz gesagt: Weil es kein Argument dagegen gibt, seine Website und damit seine Leistungen oder Informationen für alle Menschen zugänglich zu machen. Neben den monetären Vorteilen einer neuen Zielgruppe ist es am Ende auch eine menschliche Entscheidung. Übertragen wir das einfach mal in die analoge Welt. Nehmen wir an, du hättest ein wunderschönes Kaffee in der Innenstadt, aber leider vor deinem Eingang eine dreistufige Treppe und wüsstest, dass auch Menschen im Rollstuhl gerne bei dir deinen Kaffee trinken würden. Würdest du dann für diese Fälle in eine kleine mobile Rampe investieren? Vermutlich schon. Diese Rampe haben wir für Websites gebaut. So kannst du einerseits mehr Menschen erreichen und schaffst andererseits Inklusion. Wir leben in einer Zeit, in der sich der Informationsgehalt immer weiter ins Internet verschiebt. Es ist dringend notwendig, Websites zugänglich zu machen, um hier digitale Teilhabe zu schaffen und Betroffene nicht auszuschließen.

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Jetzt ist es an dir, eine(n) Gründer*in mit deiner Stimme zu unterstützen. Einfach das nachfolgende Abstimmungs-Tool nutzen und voten.

Du hast nur Zeit bis Ende des Jahres, um deine(n) Favorit*in an die Spitze zu bringen - daher: Jetzt teilnehmen!

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Gründer*in der Woche: Bone Brox - Superfood Knochenbrühe

Die Berliner Bone Brox GmbH will uns aktiv auf unserem Weg zu einem gesünderen Leben, mehr Wohlbefinden und Vitalität begleiten. Und zwar mit holistischem Wissen, funktionalen Lebensmitteln sowie natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln, inspiriert durch Tradition und Wissenschaft. Was damit genau gemeint ist, erfahren wir im Interview mit den Foundern Jin-Woo Bae und Konrad Kaspar Knops.

Wie habt ihr beiden Founder euch kennengelernt und seid ihr auf die Idee gekommen, aus der alt bekannten Knochenbrühe ein modernes Produkt zu kreieren?

Konrad: Uns verbindet die Liebe zu Kampfkunst – ich war selbst einige Zeit im Shaolin und später im Wudang Tempel. In Berlin traf ich dann Jin. Er lehrte WingTsun bzw. Crossfit. Und bereits am ersten Tag der Begegnung wusste ich: Wir haben eine große Reise vor uns! Wir unterhielten uns viel über Gesundheit und Ernährung und plötzlich war die Idee geboren.
Jin: Bei meiner Mutter gab es jede Woche eine gute koreanische Kraftbrühe. Brühe gehört für mich – wie Kimchi – zum Essen einfach dazu. Als ich dann Konrad traf, erzählte er mir eine ganz ähnliche Geschichte. Wie er bei Fieber und Erkältung immer eine Hühnerbrühe ans Bett bekommen hat. Wir haben mit Hunderten Menschen über ihre eigenen Erfahrungen gesprochen und wissen: Fast jeder verbindet die Kraftbrühe mit einer wohligen, geborgenen Erfahrung im Elternhaus. Das war für uns Grund genug etwas so Starkes, aber dennoch Vergessenes wieder den Menschen zugänglich zu machen.


Was ist das Wertvolle an sich an Knochenbrühe?

Konrad: Uns interessiert an der Knochenbrühe vor Allem das Kollagen. Unser Körper befindet sich ständig in einem Zustand der Regeneration. Der Stoffwechsel repariert pausenlos kleine Verletzungen, die im Alltag oder beim Sport entstehen. Kollagen unterstützt jene Regenerationsprozesse. Zudem fördert es die gesamte Struktur deines Körpers. Ohne Kollagen kann der Stoffwechsel keine Knochen aufbauen. Gelenke brauchen Kollagen für die Bildung von Knorpel.

Was waren die wichtigsten Steps von der Idee bis zu eurem fertigen Produkt?

Jin: Alles begann in einem 2 Liter Topf in meiner damaligen Praxis. Meine Patienten waren auch die, die sich immer wieder Gläser der Brühe mitnahmen, weil sie selbst keine Zeit hatten für 18h welche zu kochen. Natürlich stießen wir schnell an unsere Grenzen und fragten eine kleinere Produktionsküche. Hier waren die Töpfe schon 70 Liter groß, aber als wir zum Spaß ein Glas an die Jury des in der Bio Branche renommierten Next Organic Awards eingeschickt haben und diesen dann sogar gewonnen hatten… hat das natürlich niht mehr ausgereicht. Seitdem kochen wir unsere Brühen in mehreren 5000 Liter Kesseln mit Abfüll- und Etikettiermaschinen. Allerdings waren hier die Wechsel von 2 auf 70 auf 5000 Liter nicht immer einfach, da schließlich auch große Aufgaben der Logistik dahinterstehen. Glücklicherweise haben wir uns von Anfang an auf starke Partner fokussiert. Ohne diese wären Themen des Procurement und des Fulfillment nicht professionell möglich gewesen.
Konrad: Wir persönlich waren zudem ein Fan von MVP – Minimum Viable Product. Das ist die einfachste Konfiguration eines Produkts, die ein Benutzer testen und bewerten kann. So haben wir experimentel herausgefunden, was dem Kunden genau schmeckt, bzw. für welche Zwecke er die Brühe überhaupt einsetzt. Wir fanden so z.B. heraus, dass viele unserer Kunden die Brühe bei Darmbeschwerden einsetzen. Unsere Schlussfolgerun war nun diese auch mit digitalen Produkten bei ihren Themen zu unterstützen.

EY Startup Academy Award 2021

The winner is … AlphaSys Brain Technologies gewinnt die EY Startup Academy 2021!

Am 18. November war es so weit: Nachdem die neun Finalisten des diesjährigen Programms in mehr als 30 Workshops und Events über einen Zeitraum von sechs Wochen von EY-Experten und den Partnern der EY Startup Academy gecoacht wurden, hat die mit Experten besetzte Jury entschieden, welches der Startups die größten Fortschritte gemacht hat. Mit spannenden Vorträgen und Diskussionen mit Manuel Müller, dem CEO und Gründer von Emma, und den beiden EY Startup Academy-Alumni Anders Nordvist vom schwedischen FinTech Asteria und Maximilian Klinke von PigTie wurden die Zuschauer auf das große Finale eingestimmt.

Am Ende des Abends konnte sich als Gewinner das Startup AlphaSys Brain Technologies (Geschäftsname: EmoSys) gegen ambeRoad, AristanderAI, autogramm.io, evAI Intelligence, HCP Sense, Ignition, MotionsCloud und Summetix durchsetzen. Das niederländische Tech-Startup des Gründerteams Mehrdad Seirafi und Nitzan Merguei arbeitet an einem tragbaren Gerät, das epileptische Anfälle erkennen und verhindern kann. Bei der Abschlusspräsentation überzeugte das Startup die Jury vor allem mit der Darstellung seines Wachstumspotenzials. Auf Platz 2 landete mit IGNITION ein HR-Tech-Startup, das eine Plattform für ganzheitliche HR-Lösungen entwickelt hat. Auf Platz 3 wählte die Jury autogramm.io, das eine KI-basierte Lösung entwickelt hat, um unstrukturierte Daten in Dokumenten in Erkenntnisse zu verwandeln. Doch nicht nur die Jury darf darüber abstimmen, welcher der Teilnehmer sich am besten weiterentwickelt hat, auch die Zuschauer der EY Startup Academy dürfen ihren Favoriten wählen. Der Publikumsfavorit war in diesem Jahr die evAI Intelligence GmbH, ein KI-basiertes Unternehmen und Lösungsanbieter im Markt für Contextual Intelligence.

Die Jury beim Closing Event der EY Startup Academy setzt sich aus Vertretern des Partnernetzwerks zusammen. Die Zahl der Kooperationspartner der EY Startup Academy ist seit dem Jahr 2017, als die Initiative ins Leben gerufen wurde, kontinuierlich gestiegen. Die EY Startup Academy 2021 wurde von 18 Kooperationspartnern unterstützt, die von Unternehmen über Interessensverbänden bis hin zu Investoren und anderen Akteuren die ganze Vielfalt des Startup Ökosystems widerspiegeln. Zu den Partnern zählen die Austrian Angels Investors Association, BERLIN-CHEMIE AG, BlackWood Capital Partners, Bundesverband Deutsche Startups, Business Angels FrankfurtRheinMain, C3 Management, Campus Founders, Deutsche Bahn Digital Ventures, Dieter von Holtzbrink Ventures (DvH Ventures), HIGHEST, High-Tech Gründerfonds (HTGF), IBM, seed + speed Ventures, SixThirty Ventures, Sparkassen Innovation Hub, TechQuartier, UPSTART und w&w brandpool.

EY wird sowohl die Gewinner als auch die Teilnehmer der EY Startup Academy auf ihrem weiteren Weg begleiten. Und bereits jetzt ist klar: auch 2022 wird sich wieder die Frage stellen, wer den EY Startup Academy Award gewinnt!

Weitere Infos zur EY Startup Academy findest du hier

Gründer*in der Woche: Aulios - übersetzt Sound in Licht

AULIOS übersetzt Sound in Licht und kreiert die weltweit erste Software zur vollautomatisierten Erstellung soundbasierter Lichtshows in Echtzeit für Clubs, Konzerte und Festivals. Mehr über die innovative Idee der Gründer Alexander Gerick und Marius-Julian Marx und die Anwendungsmöglichkeiten im Interview mit Marius-Julian.

Wann und wie seid ihr auf die Idee zu AULIOS gekommen?

Ursprünglich brauchten wir nur ein wenig Party Beleuchtung für Alex 18. Geburtstag und wollten die Smart Lights von Phillips Hue dafür verwenden. Die Sound-Licht-Synchronisation war jedoch so schlecht, dass wir uns dazu entschlossen, etwas Eigenes zu entwerfen. Es verging dann eine Menge Zeit, in der wir dieses Vorhaben nur unregelmäßig verfolgten. Als wir dann nach unserem Umzug nach Berlin mit DJs und Clubbesitzern in Kontakt kamen, entstand schließlich die heutige Idee zu AULIOS.

Was waren die wichtigsten Steps von der Idee über die Gründung bis zur fertigen Software im Testeinsatz?

Nach dem Slash Hackathon im Oktober 2020 haben wir angefangen, unser Vorhaben ernster zu nehmen. Wir bekamen sehr positives Feedback für unser Vorhaben, Sound und Licht für den Smart Home Bereich zu synchronisieren. Es folgte eine Menge Recherche und wir wollten einen intelligenteren Smart-Home-Brand entwickeln, welcher sämtliche Konkurrenzprodukte im Smart Home Bereich bei weitem übertreffen würde. Dieses Vorhaben änderte sich, nachdem wir mit einigen erfahrenen Investoren gesprochen und verstanden hatten, dass eine Hardware-fokussierte Firma hinsichtlich der Wachstumsgeschwindigkeit und dem Grundkapitalbedarf einige erschwerende Aspekte aufweist.

Ungefähr zu diesem Zeitpunkt kamen wir dann auch mit DJs in Berlin in Kontakt, welche unsere Idee cool fanden und uns immer wieder fragten, weshalb wir so etwas denn nicht für Clubs entwickeln. Dieser Punkt, an dem wir herausfanden, dass Lichtshows immer noch manuell erstellt werden, regte uns dazu an, von dem Smart-Home-Vorhaben abzulassen und uns komplett auf eine B2B-Lösung zu fokussieren.

Wie habt ihr die Startphase und damit auch euch selbst finanziert?

Wir hatten ein wenig Geld angespart, aber der herausforderndste Teil war es, ein Team zusammenzustellen, ohne das Geld zu haben, diese zu bezahlen und ohne Investoren zu einem Zeitpunkt reinzuholen, an dem die Vision hinter AULIOS noch nicht klar und fortgeschritten genug war, um vernünftige Konditionen zu bekommen. Wir wussten, dass unser Vorhaben nicht durch Alex und mich allein realisiert werden konnte. Wir motivierten daher Mitstudenten, uns bei der Entwicklung der Software zu helfen, indem wir ihnen – anstelle einer Bezahlung in Form von Geld – die Möglichkeit boten, ihr Studium voranzubringen und gleichzeitig in einem Projekt zu arbeiten, das einem klar erkennbaren Sinn folgt. Seit Beginn unseres Projekts halfen uns rund 15 Studenten – einige werden auch weiterhin bei AULIOS bleiben und hoffentlich auch bald als erste Mitarbeiter der AULIOS GmbH bezahlt werden können.

Nun zu AULIOS: Was ist das Besondere an eurer Software? Wie hebt ihr euch von anderen Lösungen in diesem Kontext ab?AULIOS ist die weltweit erste Software, welche komplexe Lichtshows basierende auf Sound vollautomatisiert erstellen kann. Anstelle eines Lichtjockeys oder Lichttechnikers wird nur ein Computerprogramm benötigt, um die entsprechende Lichtshow zu erstellen und dies geschieht zudem noch in Echtzeit. Wir können damit Kosten für Veranstalter senken und gleichzeitig die Qualität der Lichtshows deutlich verbessern. Zudem ist AULIOS rund um die Uhr Einsatzbereit und immer nur einen Klick entfernt

Black Friday: Die Rabatt-Schlacht und die Folgen

Black Friday: Zwischen Rabatt-Schlachten und Angebotsknallern wird auch dieses Jahr vermutlich wieder der Vorweihnachtskaufrausch eingeläutet. Der Einzelhandel profitiert: An Shopping-Tagen wie diesen überzeugt besonders das haptische und optische Live-Erlebnis.

Mit dem Black Friday startet der Einzelhandel in den oft so umsatzstarken Jahresendspurt. Die Geschäfte, ob Tante-Emma-Laden oder Elektronik-Fachmarkt, mussten sich von heute auf morgen digital aufstellen. Neue Vertriebskanäle wie „Click & Meet“, „Click & Collect“ oder „Livestream-Shopping“ sprossen aus dem Boden. Für Verbraucher*innen und Ladenbetreiber*innen scheinbar ein Segen, denn der Einzelhandel verzeichnete nun das stärkste Umsatzplus seit 1994, an dem besonders das Online-Geschäft einen großen Anteil trägt.

Doch ein Wermutstropfen bleibt: das Ausfallrisiko im Einzelhandel ist im Vergleich zu anderen Branchen weiterhin überdurchschnittlich hoch. Die Wirtschaftsauskunftei Creditsafe Deutschland hat sich die Zahlen genauer angeschaut und untermauert Meilensteine in der Geschichte des Einzelhandels.

Pandemie beschleunigt das Online-Geschäft

Das Online-Volumen im Einzelhandel ist zwischen 2012 und 2020 von 28 auf 72,8 Milliarden Euro gestiegen - allein 2020 lag der Zuwachs bei 13,6 Milliarden Euro. Einer der größten Umsatztreiber? Die Elektronik-Branche. Der Bereich der sogenannten Fast Moving Consumer Goods, kurz: FMCG, wuchs um 44 Prozent, und macht damit 10 Prozent des gesamten Online-Geschäfts aus. Ähnlich umsatzstark zeigte sich der Sektor, der sich vor allem auf „Heimwerken und Garten“ konzentriert, hier gab es ein Umsatzplus von 30 Prozent.

Schon 2020 verzeichnete der Einzelhandel ein Umsatzzuwachs von 4 Prozent zum Vorjahr, als die Pandemie-Lage noch kaum denkbar war. Der Online-Handel allein meldete sogar 23 Prozent mehr Umsatz binnen eines Jahres. Die Zahl der Online-Einkäufer stieg um 5,4 Prozent, deren Ausgaben jeweils um 16,5 Prozent. 2021 geht die Verbrauchs- und Medienanalyse (kurz: VuMA) davon aus, dass der Umsatz sogar auf 85 Milliarden Euro steigen wird. Während die Zahl der digitalen Shopper leicht um 7,2 Prozent angewachsen ist, geben sie nun im Durchschnitt 33,9 Prozent mehr Geld aus.

Elektronik top, Fashion flop

Der Einzelhandel hat – wie zu erwarten – deutlich mit den Folgen der letzten zwei Jahre zu kämpfen. 20,1 Prozent aller Unternehmen sind hier überschuldet. Im Vergleich: Deutschlandweit liegt der Wert bei nur 15,4 Prozent. Auch in Anbetracht der durchschnittlichen Risikoprognose schneidet der Einzelhandel im Vergleich nicht gut ab. Mit 1,54 Prozent liegt dieser Sektor weit über dem Durchschnittswert in Deutschland (1,36 Prozent). Der Fachhandel tanzt aus der Reihe und weist ein durchschnittliches Ausfallrisiko von 1,23 Prozent auf - 70 Prozent der Unternehmen haben hier ein niedriges oder sehr niedriges Risiko. Im Gegensatz dazu ist der „Fashion und Accessoires“-Bereich mit einem Ausfallrisiko von 1,84 Prozent nicht gut aufgestellt. Nur 57 Prozent der Firmen weisen hier ein niedriges oder sehr niedriges Risiko auf, 22 Prozent der Unternehmen haben ein hohes Risiko.

Bei der Datenanalyse hat sich Creditsafe Deutschland auf die bisher eingereichten Jahresabschlüsse 2020 bezogen. Auffallend ist hierbei, dass jene Firmen die Zahlen eingereicht haben, eine signifikant bessere Risikostruktur aufweisen als die, bei denen 2020 noch aussteht. Es bleibt demnach abzuwarten, ob sich die branchenübergreifenden, stark verbesserten Bilanzen auch in Zukunft abzeichnen.

Die Schnäppchenjagd läuft: Einzelhandel bleibt geöffnet

Zwischen Rabatt-Schlachten und Angebotsknallern wird auch dieses Jahr vermutlich wieder der Vorweihnachts-Kaufrausch eingeläutet. Trotz der steigenden Corona-Zahlen dürfen die Pforten fast aller Läden in Deutschland dieses Jahr geöffnet bleiben. Besonders der Einzelhandel dürfte sich über diese Tatsache freuen. Denn im Kampf gegen den Online-Handel überzeugt besonders das haptische und optische Live-Erlebnis an Shopping-Tagen wie diesen.

Gründer*in der Woche: Mondoo - die Cybersecurity-Experten

Mondoo ist ein junges DevOps-Sicherheitsunternehmen, das von Soo Choi-Andrews, Christoph Hartmann und Dominik Richter gegründet wurde. Das Start-up mit Sitz in Berlin und San Francisco will die Art und Weise, wie Cybersecurity in Unternehmen organisiert wird, vollkommen umkrempeln. Wie, das erklären uns Christoph Hartmann und Dominik Richter im Interview.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, Mondoo zu gründen?

Die Idee hinter Mondoo basiert auf unserer über zehnjährigen Expertise beim Betreiben und Bereitstellen von sicheren Infrastrukturen. Durch unsere Erfahrung bei der Deutschen Telekom haben wir bereits 2014 das Open-Source Projekt https://dev-sec.io/ gegründet, welches Server automatisch und sicher konfiguriert.

Trotz Automatisierung ist es sehr komplex sich einen fundierten Überblick über die Sicherheitslage der eigenen Infrastruktur zu verschaffen. Nicht nur fehlt oft die notwendige Information über die Sicherheitsrisiken, vielmehr erschwert diese Situation auch die Abstimmung der Teams untereinander und die Priorisierung von Aufgaben, die das eigene Unternehmen zu bewältigen hat. Als Reaktion auf diese Situation haben wir Vulcano Security und InSpec – als Open-Source-Projekt – gegründet. Mit InSpec konnten wir Compliance-Anforderungen automatisch verifizieren. Damit etablierten wir neue Standards wie den Policy-as-Code in der Industrie. Insbesondere internationale Banken und Versicherungen nutzten unser Produkt, um kontinuierlich Compliance-Reports zu erstellen.

Allerdings hat sich die Welt in den letzten Jahren stark gewandelt. Wir sehen, wie Unternehmen unter der steigenden Komplexität und verschiedenartiger Tools begraben werden; gleichzeitig aber dennoch nichts gegen Schwachstellen im Sicherheitssystem tun können. Unsere Mission ist einfach: Entwickler und Sicherheitsteams zusammenzubringen, sie mit einem gemeinsamen Ziel vereinen, um skalierbare effiziente – und vor allem sichere Lösungen zu schaffen. Es gibt immer mehr Technologien und verschiedenste Cloud-Umgebungen, die es immer komplexer machen, die Heterogenität effektiv zu managen. Daher reichen spezielle Silo-Tools nicht mehr aus. Vielmehr ist es von größter Dringlichkeit, eine einheitliche Sichtweise über verschiedene Infrastrukturen hinweg bereitzustellen.

Was waren die wichtigsten Meilensteine seit der Gründung im Jahr 2020 bis zum Launch eurer Plattform?

Häufig sind existierende Tools für spezielle Umgebungen optimiert, helfen jedoch nicht einen gesamtheitlichen Überblick zu erhalten. Von Anfang an war unser Ziel, Nutzer dabei zu unterstützen, Informationen über Ihre IT-Infrastruktur zu erhalten. Dies ist ein komplexes Unterfangen und deshalb haben wir von Beginn an mit Design-Partnern zusammengearbeitet, um Mondoo als DevOps-Security-Platform für die gesamte IT-Flotte bereitzustellen.

Wir glauben, dass Produkte intuitiv nutzbar sein müssen. Daher haben wir im zweiten Schritt aktiv daran gearbeitet, Mondoo so einfach wie möglich zu gestalten. Dadurch können sich unsere Nutzer auf das Lösen von erkannten Schwachstellen fokussieren.

Was ist das Besondere an eurer Technologie, und was unterscheidet sie von bestehenden Konzepten?

Wir sehen zwei Trends in der Industrie: Zum einen den Trend zur immer schnelleren Bereitstellung von neuen digitalen Produkten. Zum anderen die wachsende Komplexität durch heterogene Technologien. Unternehmen wollen die beste Technologie für ihren konkreten Anwendungsfall nutzen. Daher sehen wir es als wichtig an, Sicherheit in existierenden DevOps- und Automatisierungsprozesse zu integrieren. Mondoo funktioniert perfekt mit Infrastructure-as-Code-Produkten wie Terraform oder Ansible und erlaubt daher eine sehr schnelle Einbindung.

Durch die flexible Auswahl der besten Technologien, nimmt eben auch die Komplexität zu. Mit Hybrid / Multi-Cloud, Virtual Machines, Container, von AWS über Kubernetes bis hin zu VMware ist alles vertreten und relevant. Wir wollen Unternehmen helfen diese Komplexität zu managen. Deshalb ist Mondoo darauf optimiert, sich in diese Produkte integrieren zu lassen.

Das Ziel ist, dass Nutzer sich auf die wichtigen Fragen konzentrieren können: Wie sicher ist meine Infrastruktur? Welche Risikoquellen muss ich im Auge behalten? Wie kann ich als Team den Sicherheits-Reifegrad verbessern?

Wer sind eure Kund*innen?

Wir arbeiten mit DevOps- und Security-Experten zusammen. Die Zusammenarbeit mit Pentestern und Zertifizierern hat uns geholfen, Mondoos Policy-Engine gegen typische Angriffsszenarien zu testen. Durch die Einbindung von Mondoo in CI/CD-Plattformen können Sicherheitsrisiken erkannt werden bevor sie in produktiven Systemen auftreten.

Ihr habt vor Kurzem den erfolgreichen Abschluss einer Series-A-Finanzierungsrunde in der Höhe von 12 Mio. US-Dollar bekannt gegeben. Was ist mit dem vielen frischen Kapital geplant?

Wir werden damit im Wesentlichen den Aufbau unseres Teams in Deutschland und den USA vorantreiben. Dies erlaubt uns, unser Produkt weiterzuentwickeln und auf dem Markt zu etablieren.

Euer Ziel ist es, ein neuer globaler Marktführer im Bereich der Cybersicherheit zu werden. Wann soll es so weit sein und was sind die größten To Do's auf eurer strategischen Roadmap?

Wir freuen uns vor allem eine Community aufzubauen, welche gemeinsam die schwierigsten Herausforderungen hinsichtlich sicherer Infrastrukturen angeht. Wir glauben, dass Information zum Konfigurieren von sicheren Infrastrukturen aktuell schwer zugänglich sind. Um Security-by-Design zu fördern, müssen Informationen frei verfügbar sein. Wir durften bereits in der Vergangenheit erfahren, was Wunderbares passiert, wenn man mit Menschen aus der ganzen Welt an einem gemeinsamen Ziel zusammenarbeitet. Wir wollen dies nun auch für Cybersicherheit aufbauen. Ihr könnt uns mithelfen und unserer Community auf Discord beitreten.

Und last but not least: Was ratet ihr anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung?

Erstens: Die Frage wird nicht sein, ob ihr Fehler macht, sondern wie schnell ihr aus ihnen lernt. Dabei ist es immer hilfreich den Fokus auf Nutzer und Kunden des eigenen Produktes zu legen. Mit Kunden zu arbeiten, ihre Expertise in das Produkt einfließen zu lassen und dadurch wiederum die tägliche Arbeit der Kunden zu verbessern, dazu können wir nur raten.

Zweitens: Die Zusammenarbeit mit anderen klugen Köpfen erweitert immer den eigenen Horizont. Als Teil eines Teams etwas gemeinsam zu erschaffen, bereitet viel Freude und lässt einem auch schwierige Zeiten besser durchstehen. Wir haben über die Jahre viele Freunde fürs Leben gewonnen.

Hier geht's zu Mondoo

Das Interview führte Hans Luthardt

Gründer*in der Woche: ARchitecture - der erste Haussimulator im PropTech-Markt

ARchitecture ist die innovative Augmented Reality-App der Schüler und Gründer Felix Kläres, Eike Czada und Jan Michalczonek (16, 18 und 19 Jahre) für die gesamte Baubranche. Mit deren Hilfe können Immobilien in Originalgröße oder in verkleinerten Maßstäben als virtuelle Modelle in Realhintergründe eingebunden und auf Planungsmängel hin überprüft werden. Mehr dazu im Interview mit Eike:

Wann und wie seid ihr auf die Idee zu ARchitecture gekommen?

Der 2. Februar 2021 war der Startschuss unseres Projekts. Mein Geschäftspartner Felix Kläres entwickelte in enger Zusammenarbeit mit einer ukrainischen Softwareagentur diese AR-App. Grund dafür war ein Auftrag an Felix‘ 3D-Druck-Firma „3Dforyou“, in welchem er ein Haus eines Architekten im Maßstab 1:100 für potenzielle Kunden drucken sollte. Schon damals bemerkte er einer der größten Schwachstellen. Nicht nur war eine zeit- und ortsunabhängige Präsentation unmöglich, es war keine live-experience. Der potenzielle Kunde konnte sich das Haus zwar räumlich besser vorstellen, aber beispielsweise nicht im Haus rumlaufen.

Die Lösung dieses Problems brachte die Augmented-Reality-Technologie, mit welcher man eine Immobilie im Maßstab 1:1 auf Realhintergrund platzieren und begehen kann. Und das ohne teure VR-Brille, sondern rein mit dem privaten Smartphone oder Tablet.

Nachdem Felix die Idee Jan und mir präsentierte, waren wir beide begeistert. Seitdem arbeiten wir in einer Partnerschaft zusammen und sind jetzt in der Position, den Markteintritt zu starten.

Was waren die wichtigsten Steps von der Idee bis zum Launch eurer App?

Da wir durch die verlangsamende Bürokratie der Gründung unter 18 Jahren ohnehin einiges an Zeit hatten, nutzten wir diese für vielzählige Gespräche mit Architekten, Bauunternehmen, Maklern und Endkunden. Anhand dessen konnten wir die Applikation stetig weiterentwickeln. Auch einen professionellen Außenauftritt, einen Businessplan und Geschäftsstrukturen haben wir bis zur Gründung ausgearbeitet. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass wir bis dato besonders auf Branchenkontakte und die Weiterentwicklung des Produkts fokussiert waren.

Was genau ist und kann eure App „ARchitecture“ und wie hebt sie sich von bestehenden Angeboten ab?

ARchitecture ist der innovative Haussimulator, basierend auf Augmented Reality (AR) Technologie, für die Baubranche. Damit lassen sich beispielsweise Häuser in Originalgröße oder in verkleinerten Maßstäben als virtuelle Modelle in Reale Hintergründe (z.B. dem Bauplatz) live einbinden. Im Vergleich zu unserem direkten Konkurrenzprodukt “homeAR” haben wir einen wichtigen geographischen Marktvorteil.

Der Standort des Anbieters Reactar Limited mit der oben genannten Applikation ist in Neuseeland, während wir Zugang zu dem europäischen Markt haben und uns von Anfang an im deutschen Markt als einziger Entwickler für ein solches Produkt etablieren können.

In Hinsicht auf 2D-Kataloge, beispielsweise für Fertighausanbieter, haben wir den Vorteil, dass unser Produkt von dem Endkunden vollständig visualisiert werden kann - und zwar abrufbar zu jeder Zeit und platzierbar an jedem Ort.

VR-Brillen, welche heute schon als Hausvisualiserungstool benutzt werden, besitzen nicht diese Vorteile und sind sehr kostspielig.

Start-up Guerilla Aktion in München geplant

Pigtie will das Sparverhalten der jüngeren Generationen revolutionieren und damit zugleich die uns drohende Altersarmut bekämpfen. Mit im Programm: eine coole Guerilla Aktion in München am 22. Oktober 2021.

Pigtie ist ein von Maximilian Klinke und Christian Maksymiw frisch gegründetes Start-up aus München. Das Gründerteam hat eine Smartphone-App für iOS und Android entwickelt, die Studierende, Berufseinsteiger*innen und junge Erwachsene aller Art (also die Gen Y und Z) befähigt, die Finanzplanung in die eigene Hand zu nehmen. Hierbei bietet das Start-up durch den Pigtie Aufrunden-Service einen konkreten Einstieg in die Finanzplanung und begleitet die Nutzer*innen in der App zum ersten ETF-Investment & darüber hinaus.

Guerilla Aktion - so what?

Gemeinsam mit der W&S Epic GmbH, eine Berliner Kreativagentur, arbeitet das Gründerteam aktuell eine Awareness Kampagne mit "Titelseiten-Potenzial" aus. Das Konzept ist einfach: Pigtie will auf den hohen Wert des Kleingeldes, das Pigtie-Nutzer*innen durch den Aufrunden-Service in der App sparen, aufmerksam machen. Das Motto: Kleingeld ganz GROSS machen!

Als sichtbares Zeichen wird das Team am 22. Oktober 2021 mit einer riesigen 1-Cent-Münze alle signifikanten Orte der Münchner Innenstadt besuchen. Unten findest du einen Routenplan, wie das Ganze ungefähr aussehen wird. Der Start erfolgt ca. 10 Uhr am Sendlinger Tor und endet voraussichtlich am letzten Routen-Stop um 17 Uhr.

Mehr Infos zu Pigtie findest du hier

„i-care-Award“ für digitale Innovationen in der Pflege beim Deutschen Pflegetag verliehen

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Digitale Innovationen in der Pflege: Der „i-care-Award“ für digitale Innovationen in der Pflege wurde beim Deutschen Pflegetag verliehen.

Digitale Innovationen können eine gute pflegerische Versorgung unterstützen und den Arbeitsalltag von professionell Pflegenden entlasten. Das private, internationale Pharmaunternehmen Servier hat dazu mit dem „i-care-Award“ eine Auszeichnung für Startups und junge Unternehmen vergeben, die derartige digitalen Innovationen entwickeln.

Der mit einer Förderung der Preisträger versehene „i-care-Award“ wurde im Rahmen des Deutschen Pflegetages am 13. Oktober 2021 in Berlin verliehen. Eine interdisziplinär zusammengesetzte Jury hat sich aus einer Fülle an Bewerbungen für folgende zwei gleichwertige Preisträger entschieden:

Digitale Lernplattform für Pflegeausbildung und mobiles Ausfall-/Aufgabenmanagement

Die Novaheal GmbH hat eine digitale Lernplattform entwickelt, die die gesamte Pflegeausbildung in einer Plattform bündelt, um die Pflege durch digitale Bildung zu stärken. Damit können Pflege-Auszubildende sicher und praxisnah auf dem Weg zur Pflegekraft begleitet werden. Multimediale Tests, Quizduelle, Mediathek und weitere Funktionen bieten praxisnahes Lernen, spielerisches Üben und intelligentes Nachschlagen. Lehrkräfte aus unterschiedlichen Kliniken sichern Praxisbezug und Qualität der Lerninhalte.

Die Cliniserve GmbH hat eine digitale mobile Anwendung entwickelt, die Krankenhausmitarbeiter und Pflegekräfte dabei unterstützt, mehr Zeit für die Patienten aufbringen zu können. Durch smartes Aufgabenmanagement können doppelte Laufwege und aufwändige Telefonate reduziert werden, Aufgaben priorisiert und delegiert werden und die Mitarbeiterzufriedenheit gesteigert werden. Eine Anwendung für das Management von Personalausfällen ermöglicht mehr Wertschätzung für besonderen Einsatz und reduziert Organisationsprozesse.

Digitalisierung etablieren, um Herausforderungen in der Pflege zu meistern

„Wenn wir die Herausforderungen der Pflege mit Erfolg meistern wollen, muss sich auch in diesem Bereich die Digitalisierung konsequent etablieren“, sagt Oliver Kirst, Geschäftsführer der Servier Deutschland GmbH. „Bei Servier stehen Innovationen für Patienten im Mittelpunkt aller Aktivitäten. Dabei verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, zu dem Arzneimittel ebenso gehören wie digitale Innovationen. Daher unterstützen wir auch digitale Innovationen gerade im Pflegebereich, um eine verbesserte Gesundheitsversorgung der Zukunft aktiv mit zu gestalten.“

„Die Vorstellung innovativer Ideen und Projekte ist ein Kernstück des Deutschen Pflegetages. Auch 2021 widmen wir digitalen Innovationen und Aspekten in der Pflege eine eigene Programmsäule. Wir freuen uns sehr über die Initiative unseres Premiumpartners Servier, mit dem ‚i-care-Award’ diese Entwicklung zu unterstützen. Wir schätzen es sehr, dass die Preisverleihung im Rahmen des Deutschen Pflegetages stattfindet. Der Deutsche Pflegetag ist die perfekte Bühne, neue Ideen direkt der Zielgruppe zu präsentieren und mit ihr zu diskutieren“, so Jürgen Graalmann, Geschäftsführer der Deutscher Pflegetag Servicegesellschaft mbH und Veranstalter des Deutschen Pflegetages.

„Die Verleihung des ‚i-care-Award 2021‘ stellt eine große Ehre für uns dar und würdigt den Einsatz, den wir in den vergangenen Jahren in der Produktentwicklung und Implementierung in mehr als 20 Kliniken und Pflegeeinrichtungen geleistet haben“, sagt Julian Nast-Kolb, Geschäftsführer der Cliniserve GmbH. „Wir möchten den ‚i-care Award‘ aber auch allen Pflegekräften und Entscheidern widmen, die uns von Anfang an unterstützten und das Potenzial in neuen, digitalen Arbeitsweisen in der Pflege gesehen haben. Gemeinsam haben wir bereits viel zusätzliche Zeit für Patientenfürsorge ermöglichen können und ziehen noch mehr Motivation daraus, die Pflegearbeit weiter zu verbessern.“

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung mit dem ‚i-care-Award 2021‘ auf der großen Bühne des Deutschen Pflegetages“, sagt Turan Tahmas, Gründer und Geschäftsführer der Novaheal GmbH. „Mit Novaheal wollen wir die Profession Pflege nachhaltig stärken und Auszubildenden mehr Sicherheit im Praxisalltag vermitteln. Für eine qualitativ hochwertige und attraktive Pflegeausbildung in Deutschland, die sich international sehen lassen kann. Der ‚i-care-Award 2021‘ ist eine großartige Bestätigung unserer Arbeit und unterstreicht auch die Wichtigkeit unserer Mission.“

„i-care-Award 2022“: Bewerbungen ab Dezember 2021

Als Stifter des Preises hat sich Servier zum Ziel gesetzt, digitale Innovationen zu finden, auszuzeichnen und auch durch die Preisverleihung bekannt zu machen. Dazu werden jedes Jahr bis zu drei digitale Innovationen ausgezeichnet, die es Pflegenden in ambulanten Pflegediensten, Tagespflegen, stationären Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern ermöglichen, mehr Zeit und Qualität für den direkten Kontakt mit Patienten und Hilfsbedürftigen aufzuwenden und damit die Pflege menschlicher zu machen. Die Erstplatzierten erhalten jeweils eine Förderung in Höhe von bis zu 5.000 Euro. Bewerbungen zum „i-care-Award 2022“ können ab Dezember 2021 eingereicht werden. Antragsberechtigt sind alle Unternehmen mit Sitz im deutschsprachigen Raum (DACH), die jünger als fünf Jahre sind und weniger als 100 Mitarbeiter/­innen haben. Das Produkt sollte frühestens seit dem 01.01.2019 in Deutschland vermarktet werden. Die Bewerbungsunterlagen können Sie unter der Mail-Adresse [email protected] anfordern und Rückfragen zur Ausschreibung stellen.

Über Servier

Servier ist ein privates, global agierendes und forschendes Pharmaunternehmen, das gemäß seinem Leitbild die Bedürfnisse von Patienten sowie Innovationen in den Mittelpunkt aller Aktivitäten stellt.

Das mit 22.500 Mitarbeitern zweitgrößte Pharmaunternehmen Frankreichs erwirtschaftete im Jahr 2020 Umsatzerlöse in Höhe von rund 4,7 Milliarden Euro in 150 Ländern. Täglich werden 100 Millionen Patienten weltweit versorgt. Das 1954 gegründete Unternehmen vertreibt 50 Original-Medikamente und 1.500 Generika aus den Bereichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, metabolische Erkrankungen, Krebs, Autoimmunerkrankungen und neurodegenerative Erkrankungen.

Servier investiert jährlich über 20 Prozent seiner Pharma-Umsatzerlöse in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente und innovativer Therapien und kooperiert multidisziplinär mit renommierten akademischen und industriellen Partnern. Als führendes Unternehmen im Bereich Kardiologie ist es das Ziel, Servier auch in der Onkologie/Hämatologie als namhaftes und innovatives Unternehmen zu etablieren.

Die deutsche Niederlassung des französischen Traditionsunternehmens mit Hauptsitz in Suresnes bei Paris wurde 1996 in München gegründet. Schwerpunkt: Marketing/Vertrieb von Medikamenten zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Depressionen sowie innovativen digitalen Gesundheitsanwendungen. Servier übernimmt im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens eine hohe gesellschaftliche Verantwortung und unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Forschungs- und Förderpreise, soziale Initiativen und Stiftungen. (www.servier.de)

Über den Deutschen Pflegetag

Der Deutsche Pflegetag ist Deutschlands führender Pflegekongress und die zentrale Branchenveranstaltung für Pflege in Deutschland. Der Deutsche Pflegetag bildet die neuesten Themen und Trends in der Pflege ab. Die begleitende Fachausstellung schafft eine Plattform für Experten, Entscheider und Multiplikatoren aus Politik, Wirtschaft, Pflege und Gesellschaft.

Die organisatorische Verantwortung für den Deutschen Pflegetag trägt die Deutscher Pflegetag Servicegesellschaft (DPSG). Der Deutsche Pflegerat e.V. ist ideeller Veranstalter des Deutschen Pflegetages.

Über die Cliniserve GmbH

Die Cliniserve GmbH hat das Ziel, mit Software einen Beitrag zur Lösung des Pflegeengpasses zu leisten. Dafür benötigt es neue Arbeits- und Personaleinsatzmodelle in der Pflege, die Cliniserve ermöglicht.

Cliniserve CARE unterstützt bei der Digitalisierung des Aufgabenmanagements in der Pflege sowie bei der Kommunikation zwischen Pflege und Patienten und der Kommunikation zwischen Krankenhausmitarbeitern. Die Cliniserve ist dabei die digitale Benutzeroberfläche für das Personal, über die via Smartphone Aufgaben empfangen, Aufgaben erstellt und via Chat kommuniziert werden kann – unter anderem auch an und von IoT und Robotik Systemen sowie als Service Call von Patienten. Cliniserve TEAM bietet eine Lösung, um im täglichen Ausfallmanagement nicht nur wertvolle Zeit und Kosten zu sparen, sondern auch Engpässe leichter abzufangen und Mitarbeitende für ihren aktiven Einsatz in der Cliniserve Mitarbeiter-App zu belohnen. 2018 gegründet, konnte Cliniserve deutschlandweit bereits über 20 Kunden wie das UKSH in der Pflege entlasten. Nähere Informationen zu Cliniserve finden Sie unter: www.cliniserve.de

Personio wird zweitwertvollstes dt. Start-up

Personio erreicht eine Unternehmensbewertung von 6,3 Mrd. US-Dollar und wird damit zum zweitwertvollsten Start-up in Deutschland.

Personio, Europas führender Anbieter von HR-Software für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs), verkündet heute mit People Workflow Automation eine neue HR-Software-Kategorie. Damit können KMUs manuelle und fragmentierte HR-Prozesse, die verschiedene Tools und Teams involvieren, in automatisierte Workflows umwandeln. Unternehmen können so schneller arbeiten und Verzögerungen, die aus Unternehmenssicht schwerwiegende Folgen mit sich bringen können, vermeiden.

Zeitgleich zum Launch der neuen HR-Software-Kategorie erhält Personio in einer vorgezogenen Series E-Finanzierungsrunde $ 270 Millionen, die das Unternehmen zum zweitwertvollsten deutschen Start-up mit einer Bewertung von $ 6,3 Milliarden macht.

Die erneute Finanzspritze folgt auf die Series D, in deren Zuge Personio erst Anfang des Jahres $125 Millionen Kapital einsammelte, von welchem der Großteil nach wie vor vorhanden ist. Seit der Gründung vor sechs Jahren hat Personio damit insgesamt mehr als $500 Millionen an Kapital erhalten. Mit dem zusätzlichen Funding will das Unternehmen seine HR-Software weiterentwickeln und Marktführer für People Workflow Automation werden, um so den Bedürfnissen seiner Kunden auch künftig gerecht zu werden.

Die Series E wird von Greenoaks Capital Partners angeführt. Weiteres Kapital kommt von Altimeter und Alkeon Capital. Die drei Fonds eint die Strategie, in branchenführende private wie börsennotierte Unternehmen zu investieren und sie als langfristige Partner bei ihrem Wachstum zu begleiten. In den Portfolios der drei Investoren befinden sich zahlreiche namhafte Unternehmen wie UiPath, Hubspot, Stripe und Snowflake. Personio’s bisherige Geldgeber – Index Ventures, Accel, Meritech, Lightspeed, Northzone and Global Founders Capital – beteiligen sich ebenfalls wieder an der Finanzierungsrunde.

Hanno Renner, Mitgründer und CEO von Personio: "Das neue Investment unterstreicht das anhaltend schnelle Wachstum von Personio und das immense Marktpotenzial, aber auch den Glauben an unsere Vision für die Zukunft von HR Tech. Obwohl ich diese Finanzierungsrunde als einen wichtigen Meilenstein betrachte, stehen wir noch ganz am Anfang unserer Reise. In Zukunft wollen wir HR-Teams dabei helfen, mit People Workflow Automation über Abteilungsgrenzen hinaus agieren zu können. Die Einführung dieser neuen Software-Kategorie ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg und hilft unseren Kunden dabei, sich noch besser auf den größten Erfolgstreiber eines jeden Unternehmens - die Mitarbeitenden - zu fokussieren. Wir freuen uns schon darauf, den europäischen Mittelstand mithilfe unserer neuen Technologie weiter wachsen zu sehen."

Neil Mehta, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Neuinvestor Greenoaks: “Obwohl kleine und mittlere Unternehmen das Rückgrat der europäischen Wirtschaft sind, wurden sie zu lange von den etablierten Anbietern vernachlässigt und übersehen. Personio demokratisiert Technologie, die bislang Großunternehmen vorbehalten waren und macht KMUs produktiver, indem es HR-Workflows über den gesamten Mitarbeiter-Lebenszyklus hinweg vereinfacht.”

"Wir haben das Glück, mit vielen der weltweit führenden Technologieunternehmen zusammenzuarbeiten, und ich bin mir sicher, dass der jetzige Schritt gerade erst der Anfang für Personio und seine ambitionierten Ziele ist. Die Einführung der HR-Software-Kategorie People Workflow Automation wird Unternehmen in ganz Europa noch erfolgreicher machen. Wir sind stolz darauf, Personio in dieser spannenden Phase ihrer Reise begleiten zu dürfen und freuen uns auf eine langjährige Partnerschaft.”

8pitch und Lampix: Start-up finanziert Start-up

Das Fintech-Start-up 8pitch führt für das KI-Start-up Lampix die erste digitale Wertpapier-Emission durch.

Im Rahmen des Finanzierungsprojekts haben Anleger*innen die Möglichkeit, digitale Wertpapiere – sogenannte Token – am KI-Startup Lampix zu erwerben. Das Emissionsvolumen liegt bei 990.000 Euro. Die digitalen Wandelschuldverschreibungen haben eine Verzinsung von 6 % p.a.; nach Ablauf von zwei Jahren werden die erworbenen Wertpapiere in Vorzugsaktien von Lampix gewandelt. Dadurch partizipieren die Anleger*innen auch vom Wachstum des Unternehmens. Die Mindestanlagesumme beträgt 1.000 Euro.

Lampix entwickelt durch den Einsatz von KI “aufmerksamen Kellner”

Mit dem gleichnamigen Produkt hat Lampix eine Art Lampe entwickelt, die in Restaurants oberhalb der Tische montiert werden kann. Der Clou dabei: Anstatt Licht zu spenden, projiziert Lampix eine digitale Oberfläche – wie beispielsweise eine Speisekarte – auf den Tisch, über die Restaurantgäste kontaktlos bestellen können. Moritz Singer, Projektmanager von 8pitch, freut sich, die Finanzierung des innovativen Produkts mit der digitalen Wertpapier-Emission vorantreiben zu können: „Lampix ist nicht einfach das nächste Bestellsystem, sondern das Unternehmen hat auf KI-Basis einen aufmerksamen Kellner entwickel. Das ist für viele Restaurantbesitzer ein spannender Business Case - gerade weil die Suche nach qualifiziertem Servicepersonal immer schwieriger wird.”

Dank der KI-basierten Bilderkennungssoftware ist es der „Lampix-Lampe” beispielsweise möglich, leere Gläser zu erkennen – und den Gästen unmittelbar eine Nachbestellung anzubieten. Lampix-Managing-Director Julian Meier, ist überzeugt, den Besucherinnen und Besuchern von Restaurants insgesamt deutlich mehr Komfort bieten zu können: „Gerade in Folge langer Wartezeiten beim Service können viele Gäste das Essen außer Haus nicht in der Form genießen, die sie sich eigentlich erhoffen. Lampix schafft hier Abhilfe.“ Das über 8pitch eingesammelte Kapital will Lampix für die weitere Skalierung der Hard- und Softwarelösung für die Gastronomie nutzen.

8pitch-Blockchain: extrem schnell und nachhaltig

8pitch vergibt digitale Wertpapiere über die eigenentwickelte erste Finanz-Blockchain in Europa. „Dank unserer Unabhängigkeit von bereits bestehenden Blockchains sind wir nicht nur deutlich flexibler, was die Gestaltung der jeweiligen Emissionen angeht“, erklärt Moritz Singer. „Unsere Blockchain verbraucht darüber hinaus vergleichsweise wenige Ressourcen und trägt so einen wichtigen Teil zu einem nachhaltigeren digitalen Finanzmarkt bei.“ Darüber hinaus ist die 8pitch-Blockchain enorm schnell: Mit zehntausend Transaktionen pro Sekunde schlägt die Technologie sogar die Geschwindigkeit einer Paypal-Überweisung.

Die Emissionen werden von 8pitch dabei vollumfänglich durchgeführt, das heißt, neben der Konzeption der Finanzierungsprojekte und deren Durchführung stellt das Fintech auch das Haftungsdach über sein von der BaFin lizenziertes Schwesterunternehmen CONCEDUS GmbH bereit. Die Software der Online-Plattform stammt ebenfalls von einem Schwesterunternehmen: Dieses stellt seine Lösung als White-Label auch anderen Marktteilnehmern zur Verfügung.

IdeaLab! WHU Founders’ Conference

Die WHU Founders’ Conference am 1. und 2. Oktober 2021 ist die Plattform für den Austausch von Ideen und Visionen zwischen internationalen Studierenden, Start-ups, Gründer*innen, Unternehmer*innen und VCs.

Mit über 500 internationalen Teilnehmer*innen bietet IdeaLab! 21 eine einzigartige Plattform für den Austausch von Ideen und Visionen zwischen internationalen Studierenden, Start-ups, Gründer*innen, Unternehmer*innen und VCs. Damit zählt die Konferenz zu den führenden Start-up-Konferenzen Europas, die allein von Studierenden organisiert wird.

Die eigenständig von WHU-Studierenden (WHU – Otto Beisheim School of Management) organisierte Konferenz umfasst Vorträge, Podiumsdiskussionen und spannende Workshops sowie Speed-Dating-Sessions, um das Netzwerk aller Beteiligten zu erweitern.

Die WHU Founders’ Conference bringt auf dieser Weise Studierende sowie Gründer*innen mit Investor*innen und internationalen Unternehmen wie Rocket Internet, Microsoft oder Mckinsey zusammen. Zu den diesjährigen Redner*innen gehören unter anderen Kagan Sümer (Gorillas), Alexander Weber (N26), Saygin Yalcin (SellAnyCar) oder Soheil Mirpour (Rocket Internet).

Das komplette Programm und die Infos zu den Speaker*innen findest du hier