Design Thinking

Mehr Erfolg durch Design Thinking

Autor: Pauline Tonhauser
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Design Thinking vernetzt das Wissen Ihres Teams, sorgt für schnellere Lernschleifen und führt zu Produkten, die Kunden wirklich wollen. Wie Sie mit dem Design-Thinking-Ansatz mit weniger Risiken, weniger Kosten und mit höherem Tempo durchstarten.

Kennen Sie das auch? Eine Freundin erzählt Ihnen von ihren Schwierigkeiten und Sie sind im Kopf bereits dabei, Lösungen zu suchen. Sie wollen eben helfen und sobald sie fertig erzählt hat, unterbreiten Sie ihr die Lösungsvorschläge. Das ist die typische Reaktion der meisten Menschen. Sobald ein Problem am Horizont auftaucht, beginnen sie automatisch nach Lösungen zu suchen, ohne dem Problem weiter Aufmerksamkeit zu schenken. Es gilt: Je schneller eine Lösung da ist, desto besser.

Start-ups geht es da nicht anders: Häufig sind die Gründer auf ein Problem gestoßen, für dass sie eine Lösung entwickelt haben. Ihre Gründungsidee. Sobald eine vermeintlich passende Idee da ist, verengt sich der Fokus auf diese eine Lösung.

Die Gründer werden besessen von ihr und verlieben sich geradezu in sie. Es fällt schwer, wieder loszulassen. Und genau hier liegt der Haken: Für den späteren Erfolg wäre es viel hilfreicher, wenn sich die Gründer in das Problem ihrer potenziellen Kunden verlieben und es ganz genau erforschen. Denn eine fehlende Nachfrage ist mit Abstand die häufigste Ursache für den vorzeitigen Start-up-Tod. Denn dem Problem wurde nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt.

Der Teufel steckt im Problem

Es ist schmerzhaft mit einer Idee zu scheitern, in die man Zeit und viel Herzblut gesteckt hat. Statt es allen zu erzählen, verhalten sich die beschämten Gründer lieber ruhig und bleiben unter dem Radar. Die Internetplattform cbinsights.com hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichten von gescheiterten Start-ups zu sammeln und die Gründe zu erforschen. Das Ergebnis: 42 Prozent der untersuchten Start-ups gaben an, dass es keinen Markt für ihr Produkt gab.

Es gilt daher, die richtigen Fragen zur richtigen Zeit zu stellen. Löst Ihre Idee wirklich ein Problem? Und ist dieses Problem es wert, gelöst zu werden? Dies sind die ersten Fragen, die sich ein angehender Gründer stellen sollte. Bevor ein MVP auf dem Tisch liegt (MVP steht für Minimum Viable Product, also ein Produkt mit den minimalen Anforderungen und Eigenschaften.) gilt es, die ersten Fragen zu beantworten. Erst wenn diese Fragen vom Tisch sind, ist es Zeit, sich mit Lösungsideen zu beschäftigen und sich dem zweiten Risiko einer Gründung zuzuwenden, nämlich der Frage: Löst meine Idee das Problem wirklich? Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie mit dem Design-Thinking-Ansatz in sechs Schritten zu klaren Antworten auf die beiden oben geschilderten Fragen kommen.

So geht Design Thinking

Woher kommen die guten Ideen? Im Design Thinking beginnt Innovation immer beim Menschen. Seine sich ständig wandelnden Bedürfnisse sind hier die initiale Inspiration für neue Lösungswege. Das ist in unserem sehr technisch getriebenen Land nicht unbedingt an der Tagesordnung. Häufiger sind es die neuen technischen Möglichkeiten, die zu neuen Produkten führen. Zum Beispiel selbstfahrende Autos. Innovationen können aber auch aus dem Geschäftsmodell hervorgehen. Nehmen wir das Beispiel Sockenabo. Das eigentliche Produkt bleibt dasselbe, aber die Vertriebskanäle und das Zahlungsmodell sind neu. Eine gute Gründungsidee ist daran zu erkennen, dass sich Mensch, Technik und Geschäftsmodell in der Mitte treffen. Eine solche Idee löst ein Problem, ist technisch machbar und lässt sich auch verkaufen.

Aber was ist nun dieses Design Thinking?

In einem Satz: Design Thinking ist ein ganzheitlicher Innovationsansatz, der sich besonders gut dafür eignet, komplexe Probleme im Team zu lösen. Damit das funktioniert, konzentrieren sich Design-Thinking-Teams auf folgende drei Kernkomponenten: Das Team mit der 360-Grad-Perspektive; der Prozess, der das Scheitern erlaubt; der Raum, der sich verändern lässt. Jede dieser Komponenten ist gleichermaßen wichtig. Was sich dahinter genau verbirgt, erläutern wir im Folgenden.

Dies ist ein Auszug aus einem aktuellen Artikel unseres Print-Objekts StartingUp:
Den vollständigen Artikel lesen Sie in der aktuellen StartingUp - Heft 03/15 - ab dem 27. August 2015 im Handel oder jederzeit online bestellbar - auch als epaper - in unserem Bestellservice-Bereich

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