Fettnäpfchen gekonnt umgehen

Perfekte Umgangsformen

Autor: Monika Hillemacher
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Begrüßen, Bekanntmachen, Vorstellen und Verabschieden – hier kann man eine Menge verkehrt machen. Der StartingUp-Knigge hilft Ihnen, Fehler im Umgang mit Geschäftspartnern und Kunden zu vermeiden.

Namen sind Schall und Rauch? Weit gefehlt! Mit Namen begrüßt und angesprochen zu werden, freut jeden. Es signalisiert Aufmerksamkeit. Dadurch „entsteht eine angenehme persönliche Kommunikationsebene, die zu einer geschäftsfördernden harmonischen Atmosphäre beiträgt“, sagt die Frankfurter Management-Trainerin Lis Droste, Spezialistin für Umgangsformen und deren Wirkung.

Droste empfiehlt, Namen deutlich und gut hörbar auszusprechen. Sowohl den eigenen als auch den des Gesprächspartners. Sollte ein Name trotzdem nicht sofort verstanden werden: ruhig nachfragen. „Sagen Sie mir bitte noch einmal Ihren Namen?“ oder „Entschuldigung, ich habe Ihren Namen nicht richtig verstanden“, sind passende Formulierungen. Bei Veranstaltungen hilft ein rascher Blick aufs Namenschild am Revers. Für absolut daneben hält Lis Droste den gern gesagten Satz „Wie war noch mal Ihr Name?“ Begründung: Der Gesprächspartner „wechselt im Lauf der Unterhaltung ja seinen Namen nicht!“

Zwecks optimaler Vorbereitung wichtiger Kontakte sollte man sich Namen – so weit im Vorfeld bekannt – einprägen und Zungenbrecher trainieren. Falls die korrekte Aussprache Schwierigkeiten bereitet, schafft ein dezenter Informationsanruf in der Firma des künftigen Gesprächspartners Abhilfe. Männer und Frauen, die Doppelnamen tragen, werden mit komplettem Namen angesprochen!

Hierarchie zählt

Beim ersten Treffen mit Geschäftspartnern geht es zunächst um das gegenseitige Kennenlernen. Erster Schritt ist das Vorstellen. Ein offizieller Vorgang, der im Geschäfts- und Gesellschaftsleben praktiziert wird.

Zur Info-Box Business-Etikette: Wichtige Regeln

Vorstellen läuft streng nach Hierarchie ab. Der viel zitierte Spruch „Alter vor Schönheit“ trifft in dem Fall nicht zu. Voraussetzung für das Ritual ist die Anwesenheit ei-nes Dritten, der die Beteiligten vorstellt.

Unabhängig von Alter und Geschlecht wird vorgestellt

  • der Bewerber –> der Personalchefin,
  • der Azubi –> dem Vorstand,
  • die Sekretärin –> dem Chef,
  • der Sachbearbeiter –> der Abteilungsleiterin.

Darüber hinaus kann sich heutzutage jeder oder jede selbst vorstellen. Wie sich jemand vorstellt, ist ihm oder ihr selbst überlassen.

Es stehen mindestens fünf Etikette-gerechte Varianten zur Auswahl:  

  • Ich bin James Bond.
  • Ich heiße James Bond.
  • Mein Name ist James Bond.
  • James Bond
    oder die Original-Filmversion:
  • Mein Name ist Bond. James Bond.

Manche Leute halten die Version „Ich bin...“ für besonders selbstbewusst; das ist Geschmackssache. Persönlich und einprägsam ist die Nennung von Vor- und Nachnamen. Wer sich nur mit dem Vornamen vorstellt, muss damit rechnen, geduzt zu werden – im Geschäftsleben eher ungewöhnlich. Allein den Nachnamen zu nennen wirkt altbacken. Titel werden bei der Selbstvorstellung nicht genannt.

Die Fragen „Darf ich mich vorstellen“ oder „Gestatten...“ sind unmodern. Hieße die Antwort „Nein“, sähe man ganz schön alt aus! Die Antwort-Floskeln „Sehr erfreut“ und „Angenehm“ gehören eingemottet.

Weniger förmlich als das Vorstellen ist das Bekanntmachen.
Macht jemand Dritte miteinander bekannt, geht das so:  

  • Herr –> Dame
  • Jung –> Alt
  • Einzelne –> Gruppe
  • Ankommende –> Anwesende
  • Inländer –> Ausländer
  • Kollegen –> Kunden/Geschäftspartner.

Vor- und Nachname werden hier – anders als bei der Selbstvorstellung –um Titel ergänzt.