10 Tipps, um souverän mit Konflikten umzugehen

Wie Sie sich geschickt verhalten, wenn es im Businessalltag knirscht


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Wer Konflikte unter Kollegen oder mit Kunden und Partnern richtig managt, aktiviert Ressourcen anstatt Probleme zu schüren – und eröffnet so unternehmerische Chancen. Gekonnt mit Konflikten umzugehen, setzt voraus, Spannungen zu analysieren, konstruktiv mit schwierigen Gesprächspartnern umzugehen und die eigene Position konstruktiv darzulegen. 10 Tipps, wie Sie sich geschickt verhalten, wenn es im Businessalltag einmal knirscht.

1. Konfliktmechanismen erkennen: Nehmen Sie offensichtliche Signale ernst und ignorieren Sie sie nicht

Unstimmigkeiten zwischen Menschen schaukeln sich hoch. Unternehmer, die sensibel wahrnehmen, sobald Konflikte schwelen oder bereits flackern, können bewusst eingreifen. Fehlt diese "Antenne", führt es oft dazu, dass die Streithähne sich gegenseitig hochschaukeln und sogar als Personen verurteilen. Eine sachliche Diskussion ist dann nicht mehr möglich.

2. Konfliktverhalten kritisch beleuchten: Würdigen Sie die Bedürfnisse des Konfliktpartners

Emotionen wie Ärger, Zorn oder Wut „schreien“ nach Aufmerksamkeit, Respekt oder Wertschätzung und blockieren Menschen für rationale Argumente. Um die angespannte Lage zu deeskalieren, ist es deshalb so wichtig, sich zuerst dem verärgerten Gesprächspartner zu widmen. Denn erst dann kann sich Ihr Gegenüber sachlichen Argumenten öffnen.

3. Interessen erkennen: Schlüpfen Sie in die Rolle Ihres Gegenübers

Versetzen Sie sich in die Situation Ihres Gesprächspartners hinein, dann haben Sie bereits einen ersten wichtigen Schritt getan. Entwickeln Sie Verständnis für seine Interessen und gehen Sie aufmerksam und sensibel darauf ein. Ignorieren Sie Positionen („Ich bestehe darauf, weil...“). So begegnen Sie einem Partner auf Augenhöhe, anstatt mit einem Gegner den Kampf aufzunehmen. Außerdem gilt: Überprüfen Sie Ihre Einstellung und machen Sie sich frei von Urteilen, Unterstellungen, Annahmen und Vorwürfen. Vermeiden Sie Angriffe. So versachlichen Sie die Kommunikation.

4. Ich-Botschaften einsetzen: Schaffen Sie Transparenz statt anzuklagen

Bitten und Wünsche fallen am ehesten auf fruchtbaren Boden, wenn Sie grundsätzlich positive Formulierungen wählen anstatt sich zu beklagen. Wer seinen Gesprächspartner an die Wand stellt, bringt ihn in Bedrängnis und provoziert Gegenwehr. Gehen Sie strukturiert vor: Artikulieren Sie neutral, was passiert ist und wie es Ihnen damit geht. Dann erklären Sie, was Ihnen persönlich wichtig ist. Erst dann beschreiben Sie ganz konkret, was Sie sich in Zukunft wünschen. Ihr Gesprächspartner hat dann die Wahl, selbst zu entscheiden, wie er mit der Information umgeht.

5. Aktives Zuhören: Signalisieren Sie Verständnis

Bei Verhandlungen geht es im ersten Schritt darum, eine Wellenlänge herzustellen, ohne bereits inhaltliche Zugeständnisse zu machen. Zuhören und das Gehörte würdigen hilft, Brücken zu bauen. Wenden Sie sich bewusst Ihrem Kontrahenten zu und signalisieren Sie mit einem Kopfnicken, einem „Aha“, „ach so“ oder „mmh“, dass Sie aufmerksam zuhören. Wiederholen Sie, was dem Anderen wichtig ist. Oder geben Sie das, was Sie gehört und verstanden haben in eigenen Worten wieder. So hat Ihr Gegenüber die Möglichkeit, korrigierend einzugreifen.

6. Mit Kritik souverän umgehen: Begegnen Sie Provokationen gelassen

Wer mit Kritik konfrontiert wird, fühlt sich erst einmal an die Wand gestellt und blockt die vermeintlichen Vorwürfe ab. Und schwächere Charaktere neigen dazu, sich jeden Schuh anzuziehen. Beides ist nicht hilfreich. Die Kunst besteht darin, konstruktive Anteile der Rückmeldung im Sinne des gemeinsamen Zieles zu verwerten. Das kann gelingen, indem Sie die guten Absichten, die sich hinter negativen Äußerungen verbergen, herausfiltern und aussprechen.

7. Disziplin leben: Kommunizieren Sie respektvoll und zeigen Sie achtsam Grenzen auf

Schweigen, Abblocken, Leugnen oder Du-Botschaften kurbeln einen Streit genauso an, wie Unterbrechungen oder langwierige Monologe tragfähigen Lösungen im Weg stehen. Das heißt jedoch nicht, dass Sie sich über Gebühr zurücknehmen und alles über sich ergehen lassen. Vielmehr fordert genau diese Erkenntnis eine wertschätzende Intervention, wenn Ihr Gegenüber die förderlichen Gesprächsregeln im Strudel der Gefühle nicht achtet. Das erfordert Disziplin und Beherrschung, zahlt sich jedoch aus.

8. Vergangenes ruhen lassen: Richten Sie Ihren Blick nach vorne

Lassen Sie die Vergangenheit ruhen, nachdem Sie am Anfang des Gesprächs Ihre Perspektive, Ihre Interessen und Wünsche bestenfalls ruhig und sachlich offenbart haben. Wenden Sie sich der Zukunft und möglichen Lösungen zu. Förderlich ist es dabei, gemeinsam Alternativen für Lösungen zu sammeln, ohne die Vorschläge unmittelbar zu kommentieren.

9. Tragfähige Geschäftsbeziehungen stärken: Investieren Sie in Win-Win-Lösungen

Setzen Sie Ihre höchste Priorität nicht auf den schnellen Deal. Nachhaltig gewinnbringend sind nur langfristige Partnerschaften. Eine Verhandlung führt dann zum besten Ergebnis, wenn am Ende beide Seiten zufrieden sind. Setzen Sie sich für eine Win-Win-Lösung ein und sprechen Sie das offen an. Das signalisiert eine konstruktive Haltung und weitet den Blick für einen möglichen Weg.

10. Mediation nutzen: Lassen Sie die Hilfe eines neutralen Dritten zu

Es knirscht, es kracht – kein Ausweg in Sicht? Hier kann Mediation wertvolle Unterstützung bieten. In über 80 Prozent der Fälle gelingt es Streitpartnern, mit Hilfe eines neutralen Dritten eigenverantwortlich eine Lösung zu erarbeiten – und im schlimmsten Falle langwierige sowie kostspielige Gerichtsverfahren zu vermeiden.

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