Vom Co-Worken zum Networken


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Warum Co-Working Spaces mehr als nur Arbeitsplätze sind.

Co-Working ist untrennbar mit der Startup Szene verbunden. Die Idee von flachen Hierarchien, offenen Arbeitsstrukturen und einer Atmosphäre, die auf Kommunikation und Spaß an der Arbeit basiert, wird ideal von Co-Working Spaces vertreten.

Doch nicht nur in puncto Arbeit sind die offenen Co-Working Spaces streng abgeschotteten Cubicles überlegen. Denn gerade, wenn es ums Netzwerken mit Gleichgesinnten und das Knüpfen von Kontakten geht, zeigen die Co-Working Spaces ihre Vorteile.

Wie das konkret aussieht, verrät dieser Einblick in die Welt des gemeinsamen Arbeitens.

Co-Working Spaces als moderner Third Place

Starbucks hatte sich einst einen sehr ambitionierten Vorsatz gesetzt. Die Kaffeehauskette wollte der sogenannte Third Place werden, der Ort zwischen Arbeit und Zuhause. Ob das bei teuren Kaffeekreationen und dem Lärm einer Bahnhofshalle tatsächlich gelingen kann, sei einmal dahingestellt.

Die Idee an sich ist aber eine schöne: ein Raum, der eben jene Lücke zwischen Zuhause und Arbeit besetzt. Der ideal ist, um an einem Schreibtisch zu arbeiten und nach der Arbeit an der Bar einen Eistee zu genießen. Eine Lounge zum Plauschen und gleichzeitig schnelles Internet, um mit Kollegen in Übersee live an Entwürfen zu arbeiten. Co-Working Spaces haben diesen dritten Raum ideal besetzt.

Diese Mischung aus Arbeit und sozialer Komponente ist es auch, durch die Kontakte eben nicht eigens forciert werden müssen. Hier wird von niemandem erwartet, in der steifen Atmosphäre eines Meetings Karten auszutauschen oder nach einem langen Arbeitstag auf einer Startup Night frisch zu wirken. Bei einem Kaffee können Gründer, Mitarbeiter und Freelancer ganz ungezwungen zwischen Tür und Angel ins Gespräch kommen. Vielleicht funken die Talente, Qualifikationen und Ambitionen ja. Die beliebtesten Coworking Spaces finden sich hier.

Aber auch als Räumlichkeit haben Co-Working Spaces sich als veritable Alternative zum klassischen Büroraum etabliert. Die Räume sind offen und modern gestaltet, das freut gerade frisch gegründete Unternehmen, die sich sonst vielleicht nur Neubaumief und Raufasertapete leisten könnten. Auch die Vielfältigkeit der Räume macht das Arbeiten im Co-Working Space so flexibel. Meetingräume und ruhige Büros gibt es in den meisten Spaces auch, alles nötige Zubehör steht zur Verfügung und muss nicht für den Spezialfall gekauft werden. Von WLAN über Wasserkaraffe bis hin zum klassischen Whiteboard sind Co-Working Spaces einfach besser ausgestattet als die meisten jungen Büros. Und kommen sogar ohne den Pressspanschick von IKEA aus.

Ein weiterer Vorteil sind namhafte Adressen in den urbanen Zentren. Kaffees, Bars und Restaurants liegen in der Nähe, Kunden und Investoren können bequem vorbeischauen und wer für das Startup extra neu in die Stadt zieht, sieht gleich die angenehmsten Locations in der Mittagspause. Und das gilt nicht nur für die deutsche Gründerszene. Co-Working Spaces ziehen internationales Publikum an und sind damit noch einmal besser geeignet, um das eigene Netzwerk zu erweitern oder aber Ideen und Inspirationen in offener Atmosphäre auszutauschen.

Networking mit dem richtigen Equipment - was der Arbeitsplatz im Co-Working Space braucht

Trotz all dieser Vorteile beim Networking sind natürlich auch Co-Working Spaces nicht immun gegen initiale, soziale Hemmungen und Probleme beim Austausch der Kontaktdaten. Deswegen brauchen Gründer/innen natürlich etwas, um im Gedächtnis zu bleiben. Die Kontaktdaten lassen sich auch bei LinkedIn austauschen, aber die klassische Visitenkarte ist doch oft schneller und bleibt - entsprechend gestaltet - nachhaltig im Gedächtnis. Wer im Co-Working Space dauerhaft in Erinnerung und Portemonnaie seines Gegenübers bleiben möchte, sollte stets eine Sammlung von Visitenkarten bei sich tragen. Startups können statt auf Visitenkarte auch auf gebrandete Geschenke setzen. Kugelschreiber, Schlüsselanhänger oder USB-Sticks sind die Standards, das lässt sich aber auch thematisch aufs eigene Business abstimmen.

Zum Inspirationen sammeln und Kontakte knüpfen bedarf es oftmals auch eines literarischen Anstoßes. In Form von stimmigen Inspirationsbüchern können Gründer/innen nicht nur neue Ideen tanken und einmal kurz vom Stress der Außenwelt abschalten, die toll designten Büchlein sind eignen sich auch perfekt, um ins Gespräch zu kommen oder Notizen und Kontaktdaten ganz klassisch mit dem Stift festzuhalten.

Das eigene Büro inmitten eigener Büros

Co-Working Spaces erlauben Gründer/innen bereits in der Gründungsphase eine Heimat für ihr Startup zu finden, mit Gleichgesinnten zusammenzuarbeiten und in den Pausen interdisziplinäre Kontakte zu knüpfen. All das findet bequem in den urbanen Zentren statt und bietet nicht nur Unternehmen die Möglichkeit, sich auszubreiten.

Auch Freiberufler nutzen gern die Möglichkeit eines flexiblen Schreibtischs, von dem aus sie gleichzeitig networken können. So füllt der Co-Working Space eine Lücke zwischen reinem Arbeitsplatz und sozialem Hub. Er bietet Möglichkeiten, Menschen kennenzulernen, Freundschaften zu knüpfen und über die Grenzen des eigenen Kerngeschäftes hinaus zu denken.

Co-Working Spaces also nur als mietbare Büros zu sehen, das greift eindeutig zu kurz. Co-Working heißt Networking und niemand in der Gründerszene würde bezweifeln, wie essentiell das ist.

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