Per Sparkurs zum Firmenwagen

Firmenwagen: Tipps zum Gebrauchtwagenkauf

Autor: Christian Kolb
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Wer als Unternehmer bei der Anschaffung eines Firmenwagens sparen will, hat vielerlei Möglichkeiten. Eine davon ist der Kauf eines Gebrauchtwagens. Der Markt dafür ist groß und bietet für jeden Geldbeutel und Zweck die passende Lösung.

Nicht das eigene Büro, sondern der Firmenwagen steht auf dem Wunschzettel vieler Gründer ganz oben. Nicht nur in Branchen, in denen ein Auto als Transportmittel oder zur Repräsentation unumgänglich ist, steht ein Fahrzeug schon vor der Gründung fest im Businessplan. Die Neuanschaffung eines Firmenwagens kann große Löcher in die Finanzplanung reißen und erhöht in jedem Fall den Fremdkapitalbedarf und die Zinsen.

Deshalb ist nicht nur genau zu überlegen, ab wann ein Firmenwagen sinnvoll ist, sondern auch, auf welchem Weg man das Auto beschafft. Zahlreiche Alternativen zum Kauf oder Leasing von Neuwagen können die finanzielle Belastung teils deutlich senken. Doch nur, wer sich für das richtige Modell entscheidet, spart am Ende Geld. Hier finden Sie wertvolle Entscheidungshilfen für Ihren Firmenwagen.

Firmenwagen Tipp 1: Rabatt mit Tageszulassung

Nach einer Studie des Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen geben viele Hersteller derzeit auf den Kauf von Neuwagen einen Rabatt von 20 bis 30 Prozent. Das reduziert den späteren Wertverzehr, aber auch den Wiederverkaufspreis gebrauchter Autos. Noch mehr Rabatt bieten Tages- oder Kurzzeitzulassungen. Dabei meldet der Händler das Auto zunächst auf den eigenen Namen an und überschreibt den Wagen erst später als Firmenwagen auf den Kunden.

Der steht damit erst als zweiter Besitzer in den Fahrzeugpapieren, hat aber, wenn der Wagen nicht bewegt wurde, keine Nachteile, außer der bereits ab Erstzulassung laufenden Neuwagengarantie. Manche Händler bieten als Fahrzeuge mit Tageszulassung nicht nur bereits auf dem Hof stehende Wagen, sondern auch vom Kunden selbst zusammengestellte und dann gebaute Fahrzeuge an. Je nach Hersteller und Modell sind für bereits zugelassene Fahrzeuge Rabatte von rund 40 Prozent denkbar. Ist der bei seriösen Händlern am Tachostand ablesbare Kilometerstand sehr gering, ist der Kauf eines solchen Fahrzeugs als Firmenwagen kaum riskanter als der eines klassischen Neuwagens.

Firmenwagen Tipp 2: Neuwagen als EU-Re-Import

Die Preise von Neuwagen unterscheiden sich in den verschiedenen Staaten deutlich. Unterschiedliche Steuersätze und der verschieden intensive Wettbewerb zwingen die Hersteller, ihre Fahrzeuge in anderen Ländern günstiger anzubieten als in Deutschland. Der europäische Binnenmarkt ermöglicht es, die Fahrzeuge wieder zurück nach Deutschland zu holen und so von der Preisdifferenz zu profitieren. Dabei sollte man zunächst genau vergleichen, ob die Fahrzeuge über dieselbe Ausstattung verfügen wie die in Deutschland angebotenen.

Nur so kann man den Preis vergleichen. Kaufen kann man die Re-Importe bei darauf spezialisierten Händlern. Diese bringen den Wagen zurück nach Deutschland, kümmern sich um alle Formalitäten und behalten dafür einen Teil der Preisdifferenz. Aufwändiger ist der Eigenimport. Dabei wird das Fahrzeug im Ausland gekauft und mit einem speziellen Überführungskennzeichen zurück nach Deutschland gebracht. Verbunden ist das nicht nur mit einer vom Hersteller und Kaufort abhängigen Ersparnis, sondern auch mit Formalitäten wie der Bezahlung der Mehrwertsteuer bei der Einfuhr.

Firmenwagen Tipp 3: Jahreswagen

Während die nur kurz zugelassenen Wagen in der Regel nahezu ungenutzt übernommen werden, sind Jahreswagen echte Gebrauchtwagen. Beliebt und bewährt sind dabei gerade die Jahreswagen von Werksangehörigen der Fahrzeughersteller. Diese haben regelmäßig die Möglichkeit, zu besonders günstigen Konditionen ein neues Auto zu kaufen.

Auch auf Extras bekommen die Mitarbeiter große Rabatte, sodass viele Jahreswagen von Werksangehörigen hervorragend ausgestattet sind. Jedes Extra und jede Innovation erhöht dabei den Wiederverkaufswert, aber auch die Attraktivität des Fahrzeugs. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, lässt das Fahrzeug – besonders, wenn es von einer Privatperson stammt – zunächst von einem Sachverständigen oder dem ADAC begutachten.