Was sollte ein Drucker können – ein Kaufratgeber für Gründer

Die passende Büroausstattung


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In Deutschland haben sich im Jahr 2015 laut KfW Gründungsmonitor 763.000 Gründer dafür entschieden, endlich zum eigenen Chef zu werden. Im Vergleich zu den Vorjahren geht das Gründungsgeschehen zwar zurück. Allerdings ist dies weniger ein Ausdruck mangelnder Innovation. Vielmehr sorgt eine stabile Konjunktur dafür, dass sich viele Angestellte in ihrer Situation wohlfühlen. Trotzdem: Mit einer Idee Erfolg zu haben und ein Unternehmen zu etablieren ist der Traum vieler kluger Köpfe. Wer sein Start-Up aus der Taufe heben will, braucht aber mehr als nur die Idee.

Es geht auch darum, betriebswirtschaftlich das richtige Gespür für gute Gelegenheiten zu haben, den Zahlungsmittelfluss im Auge zu behalten – und natürlich Netzwerke aufbauen zu können. Im Alltag dreht es sich aber auch um viele Details. Beispiel: In einem IT-Start-Up braucht es ein internes Netzwerk, Cloud-Dienste und natürlich sinnvolle Back-Up-Lösungen. Das Thema Drucker rutscht auf der Agenda schnell immer weiter nach hinten. Dabei wird heute kaum noch ein ernsthaftes Unternehmen ohne diese Geschäftsausstattung für PC, Laptop oder Convertible auskommen. Was braucht ein Start-Up beim Thema Drucker? Eines vorweg: Die Entscheidung fällt mitunter nicht nur zwischen Laser- und Tintendrucker.

Drucker
Ein Drucker ist heute so selbstverständlich, dass er bei der Planung leicht vergessen werden kann. Auch heute wird noch viel mit Papier gearbeitet. Bild: OpenClipart-Vectors/pixabay.com


Welche Art von Drucker ist sinnvoll?

Für die meisten Unternehmen wird sich die Frage stellen, ob der Drucker ein:

  • Tintendrucker
  • Laserdrucker

werden soll. Beide haben ihre Vor- und Nachteile.

Tintendrucker haben den großen Vorteil, dass die Anschaffungskosten hier niedrig sind. Ein zweiter Punkt ist die Druckqualität. Diese ist bei Tintenstrahldruckern heute hoch, was den Druck von Fotos oder Präsentationen für Kunden erlaubt.

Auf der anderen Seite stehen Nachteile, zu denen die Druckkosten gehören. Tinte – gerade die Patronen vom Hersteller – sind teuer. Darüber hinaus ist die Druckgeschwindigkeit ein Manko, das in jedem Fall zu berücksichtigen ist. Des Weiteren ist der Wartungsaufwand höher, gerade wenn nicht täglich gedruckt werden muss. Darüber hinaus müssen sich Gründer auch Gedanken um die richtige Entsorgung oder das Recycling von Tintenpatronen machen.

Tintendrucker – die Vorteile:

  • Anschaffung günstig
  • Druckqualität hoch
  • Farbdruck in guter Qualität möglich

Tintendrucker – die Nachteile:

  • Druckkosten
  • Wartungsaufwand
  • Druckgeschwindigkeit

Laserdrucker bieten sich gerade dort an, wo Druckgeschwindigkeit und Wartungsfreundlichkeit gegenüber der Qualität im Vordergrund stehen. Da das Verfahren auf einem Toner basiert, kann Farbe nicht eintrocknen und der Tonerwechsel ist in der Regel unkompliziert. Aber: Der Laserdrucker ist – gerade wenn auch farbige Ausdrucke möglich sein sollen – schnell teuer in der Anschaffung. Die Verbrauchskosten sind auf der anderen Seite wieder ein Pro-Argument.

Laserdrucker – die Vorteile:

  • Druckkosten pro Seite niedrig
  • Druckgeschwindigkeit hoch
  • Wartungsaufwand geringer

Laserdrucker – die Nachteile:

  • Anschaffungskosten oft hoch
  • Druckqualität bei Grafiken
  • Farbdruck

Letztlich muss der Gründer abwägen, welche Ansprüche an den Drucker im Vordergrund stehen. Dort wo es primär um reine Textdokumente wie Rechnungen oder interne Kommunikation geht, wird der Laserdrucker wahrscheinlich schnell die Nase vorn haben. Neben den beiden genannten Druckertypen kommt die Anschaffung spezieller Drucker mitunter in Frage. Wo Etiketten oder Werbematerial bedruckt werden sollen, haben spezielle Drucker – wie Thermodirektdruck oder der Thermotransferdruck – die Nase vorn.


Kosten im Auge behalten: Preisfaktor Verbrauchsmaterial

Bei den Kosten für den Drucker sehen viele Gründer zuerst die Anschaffungskosten. Diese führen aber schnell zu Fehlentscheidungen. Beispiel Tintenstrahldrucker: Selbst gute Geräte kosten heute selten mehr als 250 Euro.

Allerdings können innerhalb eines Lebenszyklus mehrere hundert Euro für Papier und Farbe hinzukommen. Gerade der letztgenannte Posten übersteigt den Anschaffungspreis schnell um ein Vielfaches.
Beim Laserdrucker gibt es die Toner natürlich nicht umsonst. Allerdings kann ein Toner den Druck von mehreren tausend Seiten ermöglichen, weshalb die Kosten schnell bei 1 Cent liegen. Tintendrucker schneiden hier schlechter ab. Dieser Punkt muss in jedem Fall für die Entscheidung eine Rolle spielen.


Welches Zubehör ist wichtig?

Grundsätzlich werden Drucker heute in einem Zustand ausgeliefert, welcher den umgehenden Betrieb ermöglich. Allerdings wird hier und da Zubehör benötigt. Was Unternehmen brauchen, richtet sich natürlich nach dem Einsatzzweck. Sollen mehrere Rechner auf den Drucker zugreifen, sind WiFi oder Bluetooth erforderlich.

Teilweise bieten Hersteller entsprechende Schnittstellen zum Nachrüsten an. Darüber hinaus werden spezielle Druckerunterschränke angeboten und Papierfächer. Gerade für kompakte Geräte, die auch unterwegs benutzt werden sollen, gibt es am Markt spezielle Transporttaschen. Welches Zubehör mit auf die Liste gehört, hängt letztlich vom Zweck und Modell – bzw. dessen Ausstattung – ab.


Was ist sonst zu beachten?

Die Anschaffung eines Druckers wird immer noch – auch von Gründern – aus dem Bauch heraus entschieden. Dabei lassen sich die Gründer mitunter von Gesichtspunkten leiten, wie sie für Haushalte gelten. Aber: Dieses Vorgehen führt schnell zu falschen Entscheidungen.

Vor der Anschaffung muss klar umrissen werden, welchem Zweck das Gerät dient. Im Unternehmensalltag sind Laserdrucker sicher eine gute Wahl, wenn es um Texte oder Tabellen geht. Für Spezialanwendungen sind diese selten das richtige Gerät. Um schnell größere Mengen an Etiketten auszudrucken, ist ein Thermodirektdrucker sicher passender.

Ein ebenfalls sehr wichtiger Aspekt sollte das Thema der Schnittstellen sein. Hier stellt sich die Frage, ob nicht vielleicht doch der Netzwerkdrucker die richtige Wahl darstellt. Und natürlich steht zur Debatte, ob der Drucker mehr können sollte. Multifunktionsgeräte, die ein Fax versenden oder eine Kopierfunktion mitbringen, bieten gerade kleineren Start-Ups gewisse Vorteile.

Druckerpatronen
Der Drucker im Unternehmen sollte sich immer an seinen jeweiligen Anforderungen orientieren. Gerade bei Spezialdruckern für Produktions- oder Logistikprozesse ist dies besonders wichtig. Bild: tookapic/pixabay.com


Fazit: Den richtigen Drucker als Start-Up finden

Wie viele Drucker nutzen Unternehmen? Was das Statistische Bundesamt für Privathaushalte beantworten kann, wird für Unternehmen schwieriger. Und nicht nur die Zahl bleibt im Dunkel. Auch die Frage nach der Art wird jeder Gründer für sich selbst beantworten müssen. Hersteller bieten heute unterschiedliche Druckertypen an. Deren Vor- und Nachteile lassen die Geräte bestimmte Nischen besetzen. Verbreitet sind Laserdrucker, da sie durch Wartungsaufwand und Verbrauchskosten günstig abschneiden. An der Suche nach Spezialdruckern werden Unternehmen aber nicht vorbeikommen – etwa wenn es um logistische Prozesse oder Lagerhaltung und Warenwirtschaft geht.

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