Wie habt ihr auf euch aufmerksam gemacht?


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Wie habt ihr potenzielle Partner auf euch aufmerksam gemacht?

"Um in den USA-Market reinzukommen, ist eine gute Strategie das A und O. Sprich: Viele Meetings sind notwendig, um ordentliche PR machen zu können und die richtigen Menschen zu treffen, die einem dann weiterhelfen können. Sprich: Wochenende im Sinne von Pause, kennen wir nicht. Das ist die Zeit, in der wir liegengebliebenes nachholen. Mit den vielen Meetings unter der Woche häuft sich da doch immer einiges an."

Habt ihr Kontakt zu den übrigen GSVA-Teilnehmern?

Foto: littlespark media

"Klar kennen wir die anderen Unternehmen, und leben teil-weise auch zusammen. Da die Unternehmen in sehr unterschiedlichen Stadien sind, ziehen wir auch sehr unterschiedliche Dinge aus dem Programm. Aber die allgemeine Meinung ist, dass es sich sehr lohnt. Alle schätzen das Programm sehr."

Welches waren eure bisherigen USA-Highlights?

"Es ist sehr wichtig, am Ball zu bleiben! Drei Monate sind definitiv eine viel zu kurze Zeit, um hier nachhaltig Fuß zu fassen. Man bekommt einen guten Eindruck von dem wie hier gearbeitet wird, aber eigentlich geht es erst danach dann wirklich los. Es können Wochen zwischen zwei Meetings vergehen und dann noch mal Wochen, bevor irgendeine Entscheidung getroffen wird. Wir sind an sehr spannenden Kooperationen dran, die aber alle noch nicht spruchreif sind, da wir noch mitten in den Verhandlungen stecken. Sollte aber eine dieser vielen Ideen und Kooperationen aufgehen, hätte das mit einem Schlag eine deutlich größere Auswirkung als eine vergleichbare Kooperation in Deutschland - alleine schon wegen der globalen Reichweite."

Die drei Monate sind vorbei – ihr seid nach wie vor in den USA. Was ist „passiert“?

"Der German Silicon Valley Accelerator bietet Start-ups an, sich nach Ablauf der drei Monate für eine Verlängerung zu bewerben. Da wir gerne da bleiben wollten, war für uns klar, dass wir dieses Angebot auch annehmen wollen. Aufgrund der guten Entwicklung während der ersten drei Monate wurde uns die Verlängerung dann auch zugesagt."

Gibt es schon neue Vorhaben, etwa für New York oder Los Angeles?

"Nein, auch das wird so spontan angegangen wie etwa ein Umzug nach San Francisco. Wir springen einfach mal rein und schauen dann, was daraus wird. Damit haben wir bisher die besten Erfahrungen gemacht. Zu viel planen bringt eh nichts."

Und was geschieht danach?

"Derzeit sind wir im Gespräch mit verschiedenen Kooperationspartnern und Investoren. Sollten wir in beiden Fällen erfolgreich sein, bleiben wir sicher weiter in den USA. Gerne wollen wir parallel dazu auch unser Berliner Büro als „European Headquarter“ ausbauen. Denn für uns bleibt Europa natürlich auch weiterhin in vielerlei Hinsicht äußerst relevant. Und sollten wir doch nach Berlin zurückkommen, sind wir auch nicht traurig, denn die Kreativität von Berlin vermissen wir doch sehr. Auch ist unser Kerngeschäft zur Zeit nach wie vor in Europa."

Welche Tipps gebt ihr anderen Start-ups, die ausländische Märkte erobern wollen?

"Für uns war es wichtig, sich ganz und gar auf diese Erfahrung einzulassen. Daher haben wir auch konsequenterweise beide unsere Wohnungen in Europa aufgegeben. Diese Flexibilität hilft uns hier enorm, um weiterzukommen. Wir können nun ohne Probleme entscheiden, entweder noch eine Weile hierzubleiben, ganz nach New York zu ziehen oder zurück nach Europa zu gehen. Investoren schätzen diese Flexibilität natürlich auch sehr. Geduld ist auch sehr wichtig. Hier tickt einfach alles anders, man muss sich in die Mentalität doch erst reinarbeiten. Wichtig ist auch Geld, denn der Aufenthalt hier ist sehr teuer – und ganz und gar nicht an den im Vergleich dazu noch supergünstigen Berliner Preisen zu messen. Aber in Summe ist es trotz allem eine großartige, lohnende Erfahrung, die wir nur jedem Jungunternehmen empfehlen können!"