Münchener Businessplan Wettbewerb 2019 - die Sieger stehen fest


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Bodyscan für Onlineshops: Das Software-Start-up presize.ai siegt im Finale des Münchener Businessplan Wettbewerbs 2019. Hier gibt's alle Infos zu den Siegerteams.

Die Sieger beim Münchener Businessplan Wettbewerbs 2019. (c) BayStartUP

Die Sieger beim Münchener Businessplan Wettbewerbs 2019 stehen fest. Die prämierten Start-ups erhalten Preisgelder in Höhe von insgesamt 30.000 Euro. Die wichtigsten Jury-Kriterien bei der Auswahl der Sieger waren ihr Wachstumspotenzial, Innovationsgrad sowie ihre Planung von Umsätzen und Kapitalbedarf. BayStartUP fördert Startups von der Geschäftsidee bis hin zur Finanzierung. Zu den Angeboten gehören neben dem Münchener Businessplan Wettbewerb auch individuelle Startup-Coachings und Workshops sowie der Kontakt zu Investoren und Technologieunternehmen.

„Mit smarten Technologien entwickeln die Gewinner und Nominierten überzeugende Lösungen für aktuelle Herausforderungen in unterschiedlichsten Branchen. Ihre nachhaltigen Geschäftsmodelle können sich sehen lassen. Sie bilden die Grundlage für einen schnellen, erfolgreichen Markteintritt und erste Umsätze – Faktoren, die essenziell sind, um besonders auch Investoren zu überzeugen“, sagt Dr. Carsten Rudolph, Geschäftsführer von BayStartUP.

Die drei Siegerteams im Detail

Das Gründerteam von prezise.ai

Platz 1: presize.ai

prezise.ai ist das erste Unternehmen, das es schafft, Menschen mit einem mit dem Handy aufgenommenen Video exakt zu vermessen. Bisherige Scan-Methoden sind im Vergleich entweder ungenau oder benötigen häufig eine Vielzahl von Kameras in einem separaten Raum. Beim presize-Konzept dreht sich der Kunde dagegen einfach normal bekleidet vor seiner Smartphone-Kamera einmal im Kreis und lädt das kurze Video ins System. Die Software erstellt daraufhin auf Basis des Videos ein 3D-Modell und berechnet die Körpermaße des Kunden mittels Computer-Vision- und Deep-Learning. Internet-Shopper erhalten so optimale Größenempfehlungen für jedes Produkt im besuchten Shop und schicken schließlich weniger Ware zurück an den Händler. Für den sind Retouren ein wesentlicher Kostenfaktor.

Die m-Bee-Gründer

Platz 2: m-Bee

Batteriespeichersysteme sind ein Schlüssel für die Energiewende, insbesondere für die Nutzung erneuerbarer Energien. Über Wind oder Sonne gewonnener Strom muss gespeichert werden – und das möglichst stabil und sicher. Heute verbreitete Batteriespeichersysteme bestehen aus einem zentralen Wechselrichter und einer problematischen Hochvoltbatterie, das Batteriemanagement ist aufwendig. Fällt hier ein Bauteil aus, wird das ganze System instabil. Vergleichbar ist das mit einer Lichterkette am Tannenbaum, die erlischt, wenn ein Licht nicht mehr funktioniert. m-Bee arbeitet an einem modularen Ansatz, der diese Herausforderung meistert, und entwickelt eine neuartige Technologie für stationäre und mobile Batteriespeicher ohne Hochspannung. Kern der Technologie ist es, die zentralen Wechselrichter für Hochvoltbatteriepacks zu ersetzen und stattdessen mit m-Bee Leistungsplatinen auszustatten. Das erhöht die Ausfallsicherheit des Systems, verbessert die Sicherheit, vereinfacht Arbeitsprozesse, bringt höhere Energieeffizienz, erhöht die nutzbare Energiekapazität und verbessert den Umgang mit variierenden Batterieparametern.

Das Orbem-Team

Platz 3: Orbem

Das massenhafte Schreddern von männlichen Küken gibt seit Jahren Anlass für kontroverse Diskussionen über Ethik in der Geflügelzucht. Das Startup Orbem will mit einer intelligenten Bildgebungstechnologie nun die Klassifizierung von Eiern ermöglichen, was Befruchtung und Geschlecht angeht. Das soll zwei Probleme der Geflügelindustrie lösen: die Verschwendung von jährlich mehr als 9 Milliarden unbefruchteten Eiern und das unnötige Töten von 7 Milliarden männlichen Eintagsküken. Das ORBEM GENUS Scan-Verfahren untersucht Eier berührungsfrei und sortiert sie automatisch nach ihrem Befruchtungsstatus oder dem Geschlecht des Kükens. Damit könnten Geflügelzüchter Milliarden von bisher unbrauchbaren Eiern für den menschlichen Verzehr vermarkten, das Kükentöten vermeiden und nicht zuletzt Energie, Kosten und Abfall einsparen.

Die weiteren Nominierten Start-ups waren:

Dermagnostix bietet eine vollautomatische Point-of-Care-Plattform für die molekulare Diagnostik von Hauterkrankungen.
Ebenbuild sorgt anhand patientenspezifischer Computermodelle für eine optimale Beatmung von Lungenpatienten. Erium optimiert Fertigungs- und Entscheidungsprozesse durch die intelligente Kombination von Machine Learning mit dem Wissen der jeweiligen Prozessexperten mithilfe der Software-Plattform HALerium.
Repulping Technology entwickelt ein umweltfreundliches, physikalisches Verfahren zur Wiederverwertung von Faserstoffen aus Altpapier und Verbundmaterialien.

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