Innovationspreis der Deutschen Luftfahrt 2019


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Der „Innovationspreis der Deutschen Luftfahrt“ (IDL) startet am 14. Januar 2019  in eine neue Runde und wird im Jahr 2019 zum vierten Mal Innovationen für die Luftfahrt auszeichnen. Wir stellen den IDL und 3 Preisträger der letzen Jahre näher vor.

Luftfahrt ist Innovation und Innovation hat viele Gesichter

Der Innovationspreis der Deutschen Luftfahrt (IDL) steht Unternehmen und Einzelpersonen aus allen Branchen offen. Das sollen auch die neu angepassten Kategorien wiederspiegeln. „Digitalisierung“ ersetzt die ehemalige Kategorie „Industrie 4.0“ und überschreibt innovative Projekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Systems Luftfahrt. So sollen sich auch Bewerber jenseits des produzierenden Sektors angesprochen fühlen. Unter die ebenfalls neue Kategorie „Fliegen Neu Denken“ fallen Innovationen, die neue Impulse setzen. Stichpunkte sind Customer Journey oder unbemanntes Fliegen. Die Kategorie „Cross-Innovation“ bleibt bestehen und prämiert Innovationen, die aus luftfahrtfernen Branchen stammen und in der Luftfahrt Anwendung finden oder umgekehrt. Auch die Kategorie „Emissionsreduktion“ besteht fort.

Start-ups und Innovationskraft in der Luftfahrtindustrie

Start-ups können mit ihrer dynamischen Herangehensweise an aktuelle Herausforderungen eine Inspirationsquelle für die Branche sein. Auch für Unternehmen mit jahrelanger Erfahrung in der Luftfahrtindustrie. Gerade hier ist jedoch das Zusammenspiel mit alteingesessenen Großunternehmen oftmals auch eine Hemmschwelle. Entscheidend ist dann die Bereitschaft, voneinander zu lernen und das Beste aus beiden Welten zu vereinen.

So macht es zum Beispiel Airbus mit seinem Acceleratorprogramm Airbus BizLab vor. Die hauseigene Start-up-Fabrik setzt dabei auf einen hybriden Ansatz: externe Start-ups und Airbus Mitarbeiter, sog. Intrapreneure, arbeiten nebeneinander, um ihre Ideen schnell zur Marktreife zu führen.

Dass der IDL ein weiteres Sprungbrett in die Branche sein kann, zeigen die Finalisten und Sieger der vergangenen Jahre. Hier eine kleine, aber feine Auswahl:

WINGLY

2016 wurde der IDL zum ersten Mal verliehen und die Jury des IDL befand, dass die „Mitflugzentrale“ Wingly moderne Trends wie den Shared-Gedanken und die Demokratisierung von Nutzgegenständen aufgreift und diese elegant umsetzt. Damit gewann das Jungunternehmen, das im deutschen Markt erst im Februar 2016 mit seiner Idee „Mitflugzentrale“ gestartet war, den Innovationspreis in der Kategorie „Start-up“. Wingly bringt als Mitflugzentrale Privatpiloten von Kleinflugzeugen mit interessierten Mitfliegern zusammen. Wurden Flüge bis dato noch am schwarzen Brett eines Fliegervereins angeboten, geht man heute einfach auf www.wingly.io und bucht seinen Flug.

Lars Klein, Gründer und CTO von Wingly sagt: „Für uns kam der IDL zum perfekten Zeitpunkt, um zu zeigen, dass wir etwas in der Luftfahrt bewegen werden. Es ist ja eine Branche mit sehr langsamen Entwicklungszyklen, die man nicht sofort mit Digitalisierung verbindet. Das positive Feedback hat uns darin bestätigt, auf dem richtigen Weg zu sein.“ Der IDL beförderte auch den Geschäftserfolg von Wingly. Die Zahl von Besuchern und Buchungen wuchs mit der gestiegenen Bekanntheit. Dazu trug nach Gründer Lars Klein der IDL maßgeblich bei. „Durch den IDL haben wir einen spürbaren Schritt nach vorne machen können: Mehr Nutzer fliegen mit uns, neue Partnerschaften konnten gewonnen werden. Ein Preis, verliehen von den größten und renommiertesten Verbänden der deutschen Luftfahrtindustrie und einer der größten Consulting Agenturen, färbt ab. Da gab es einige “Ohos” für den Titel. Gerade in unserer Branche verleiht einem so etwas noch einmal mehr Ansehen und Vertrauen, was für uns essentiell ist. Das hilft einem, als Start-up so richtig durchzustarten.“

JETLITE

Das Start-up jetlite hat sich die Reduzierung des Jetlags zu Mission gemacht – an dessen negativen Auswirkungen leiden mehr als 60 Prozent aller Passagiere auf Langstreckenflügen. Die Lösung des Problems erreicht jetlite® durch wissenschaftliche belegte Kabinenbeleuchtungs- und Ernährungskonzepte. Mit diesem Konzept ging das 2016 von Dr. Achim Leder gegründete Unternehmen im Jahr 2017 beim IDL an den Start. Das Konzept überzeigte die Jury insbesondere durch den Mehrwert für den Passagier und bescherte jetlite den Sieg in der Kategorie „Customer Journey“.

Gründer und CEO Dr. Achim Leder sah neben der wichtigen Bestätigung, dass jetlite von relevanten Repräsentanten der Branche als Innovation betrachtet wird, vor allem die breite Aufmerksamkeit in der ganzen Brache als Vorteil: „Wir betrachten den IDL als Gütesiegel, welches für uns im Rahmen der Kundenakquise eine wichtige Rolle spielen wird.“ 2018 holte sich jetlite mit Tony Garrn, Model und Schauspielerin aus Hamburg, ein weltbekanntes Gesicht in die eigenen Reihen. „Unser erklärtes Ziel ist es, das Langstreckenfliegen für alle Passagiere zu verbessern und wir sind überzeugt, mit Toni Garrn als Botschafterin wichtige Überzeugungsarbeit für diese Thematik in der Luftfahrtbranche und in der Öffentlichkeit leisten zu können“, so Leder.

FLYNEX

Dass der IDL auch ohne Trophäe für den nötigen Anschwung sorgen kann, bestätigt Andreas Dunsch, Geschäftsführer von FlyNex. Das 2015 in Hamburg gegründete Start-up ermöglicht Unternehmen den kommerziellen Drohneneinsatz, indem unter anderem über Flugzonen und rechtliche Bestimmungen aufgeklärt wird. Die SoXware führt Unternehmen durch den Einsatz von Drohnen in ihren Wertschöpfungsketten und spart damit Zeit und Kosten.

„Der IDL hat geholfen, unser Profil in der Öffentlichkeit zu schärfen und uns mit einer wichtigen Thematik in einer sich dynamisch verändernden Branche besser zu platzieren. Insgesamt wird dadurch die Wahrnehmung unserer Lösung deutlich verbessert.“ Mit seiner Idee schaffte es das Unternehmen unter die Finalisten des IDL 2017 in der Kategorie „Fliegen Neu Denken“. Mit Pilotprojekten bei Kunden aus der Automobilindustrie, Energiebranche und Bauwirtschaft erzielte der IDL-Finalist 2017 einen fünfstelligen Umsatz. Ende 2018 steht für Flynex die Folgefinanzierung an, zumal die Skalierbarkeit des Unternehmens offenkundig in der Internationalisierung der Dienstleistung liegt.

Vorteile einer Bewerbung (vom 14. Januar bis 31. März 2019)

  • Ehrung auf der presse- und branchenrelevanten Preisverleihung
  • Je 5.000 Euro Preisgeld für die Gewinner der vier Preiskategorien des IDL
  • Die Beförderung zur Verleihungszeremonie ist für die Finalisten kostenlos
  • Die Siegerinnovationen werden auf Messen und Events gemeinsam mit dem IDL präsentiert

Weitere Informationen zum Preis, zu den Teilnahmebedingungen sowie die Möglichkeit zur Einreichung von Wettbewerbsbeiträgen und zur aktiven Förderung und Partnerschaft gibt’s hier


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