VENTURE CAPITAL CAMPUS 2020


44 likes

"Grenzen überwinden". Das ist das Prinzip des digitalen VENTURE CAPITAL CAMPUS 2020 am 29. Oktober 2020.

Erstmals wagt sich die erfolgreiche Wissens- und Networking-Veranstaltung aus der analogen hinein in die digitale Welt und legt in diesem Jahr den Fokus auf Social Entrepreneurship.

Am 29. Oktober 2020 treffen gründungsaffine Studierende und Alumni sowie Unternehmen und Kapitalgeber*innen digital aufeinander, um sich jenseits bestehender Grenzen und Hindernisse zusammenzufinden, sich miteinander auszutauschen und gemeinsam den Schritt in Richtung nachhaltige Gründungskultur zu gehen.

Dabei soll die seit 10 Jahren etablierte Mischung aus Entrepreneurship, Wissensvermittlung, Networking und Spaß am Gründen nicht zu kurz kommen und aus den gesammelten Erfahrungen werden neue Ideen erblühen.

Die Teilnehmenden erwartet dabei ein echtes Thüringer Gründerfrühstück, Workshops der etwas anderen Art und interessante Mentor*innen, die ein gemeinsames Ziel haben: Die Welt ein Stück nachhaltiger gestalten.

Hier gibt's alle Infos zum Event und zur Anmeldung

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Gründer*in der Woche: Bone Brox - Superfood Knochenbrühe

Die Berliner Bone Brox GmbH will uns aktiv auf unserem Weg zu einem gesünderen Leben, mehr Wohlbefinden und Vitalität begleiten. Und zwar mit holistischem Wissen, funktionalen Lebensmitteln sowie natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln, inspiriert durch Tradition und Wissenschaft. Was damit genau gemeint ist, erfahren wir im Interview mit den Foundern Jin-Woo Bae und Konrad Kaspar Knops.

Wie habt ihr beiden Founder euch kennengelernt und seid ihr auf die Idee gekommen, aus der alt bekannten Knochenbrühe ein modernes Produkt zu kreieren?

Konrad: Uns verbindet die Liebe zu Kampfkunst – ich war selbst einige Zeit im Shaolin und später im Wudang Tempel. In Berlin traf ich dann Jin. Er lehrte WingTsun bzw. Crossfit. Und bereits am ersten Tag der Begegnung wusste ich: Wir haben eine große Reise vor uns! Wir unterhielten uns viel über Gesundheit und Ernährung und plötzlich war die Idee geboren.
Jin: Bei meiner Mutter gab es jede Woche eine gute koreanische Kraftbrühe. Brühe gehört für mich – wie Kimchi – zum Essen einfach dazu. Als ich dann Konrad traf, erzählte er mir eine ganz ähnliche Geschichte. Wie er bei Fieber und Erkältung immer eine Hühnerbrühe ans Bett bekommen hat. Wir haben mit Hunderten Menschen über ihre eigenen Erfahrungen gesprochen und wissen: Fast jeder verbindet die Kraftbrühe mit einer wohligen, geborgenen Erfahrung im Elternhaus. Das war für uns Grund genug etwas so Starkes, aber dennoch Vergessenes wieder den Menschen zugänglich zu machen.


Was ist das Wertvolle an sich an Knochenbrühe?

Konrad: Uns interessiert an der Knochenbrühe vor Allem das Kollagen. Unser Körper befindet sich ständig in einem Zustand der Regeneration. Der Stoffwechsel repariert pausenlos kleine Verletzungen, die im Alltag oder beim Sport entstehen. Kollagen unterstützt jene Regenerationsprozesse. Zudem fördert es die gesamte Struktur deines Körpers. Ohne Kollagen kann der Stoffwechsel keine Knochen aufbauen. Gelenke brauchen Kollagen für die Bildung von Knorpel.

Was waren die wichtigsten Steps von der Idee bis zu eurem fertigen Produkt?

Jin: Alles begann in einem 2 Liter Topf in meiner damaligen Praxis. Meine Patienten waren auch die, die sich immer wieder Gläser der Brühe mitnahmen, weil sie selbst keine Zeit hatten für 18h welche zu kochen. Natürlich stießen wir schnell an unsere Grenzen und fragten eine kleinere Produktionsküche. Hier waren die Töpfe schon 70 Liter groß, aber als wir zum Spaß ein Glas an die Jury des in der Bio Branche renommierten Next Organic Awards eingeschickt haben und diesen dann sogar gewonnen hatten… hat das natürlich niht mehr ausgereicht. Seitdem kochen wir unsere Brühen in mehreren 5000 Liter Kesseln mit Abfüll- und Etikettiermaschinen. Allerdings waren hier die Wechsel von 2 auf 70 auf 5000 Liter nicht immer einfach, da schließlich auch große Aufgaben der Logistik dahinterstehen. Glücklicherweise haben wir uns von Anfang an auf starke Partner fokussiert. Ohne diese wären Themen des Procurement und des Fulfillment nicht professionell möglich gewesen.
Konrad: Wir persönlich waren zudem ein Fan von MVP – Minimum Viable Product. Das ist die einfachste Konfiguration eines Produkts, die ein Benutzer testen und bewerten kann. So haben wir experimentel herausgefunden, was dem Kunden genau schmeckt, bzw. für welche Zwecke er die Brühe überhaupt einsetzt. Wir fanden so z.B. heraus, dass viele unserer Kunden die Brühe bei Darmbeschwerden einsetzen. Unsere Schlussfolgerun war nun diese auch mit digitalen Produkten bei ihren Themen zu unterstützen.

Garten-App Alphabeet erhält 1,15 Mio Euro Seed-Finanzierung

Das Stuttgarter Start-up farmee hilft mit seiner App Alphabeet beim Gemüseanbau und vereint ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit.

Die Software alphabeet hilft Menschen dabei, eigenes Gemüse anzubauen. Von der Beetplanung über die Begleitung durch das ganze Gartenjahr bietet alphabeet Unterstützung, z.B. durch eine riesige Pflanzdatenbank und eine aktive Community. Alphabeet ist ein Produkt des Stuttgarter Start-ups farmee, das sich mit nachhaltiger Ernährung der Zukunft beschäftigt. Das 11-köpfige Team besteht aus Expert*innen der Bereiche Agrarbiologie, Software, Bildung und Kommunikation.

Die Garten-App Alphabeet, die Hobbygärtner*innen beim ökologischen Gemüseanbau unterstützt, sammelt ein Seed-Investment in Höhe von 1,15 Mio Europ ein. Zum Investorenkreis gehören neben Purpose Ventures und dem Samenhaus Müller mehrere Impact-Family Offices und Business Angels. Die App ist seit 2020 am Markt und konnte seitdem eine Community von etwa 100.000 registrierten Nutzer*innen aufbauen. Eine Besonderheit: das Start-up agiert nicht Exit-orientiert, sondern zukünftig als Purpose Company in Verantwortungseigentum. Die Finanzierungsrunde ist deshalb mit Nachrangdarlehen umgesetzt.

Alphabeet startete 2018 zunächst unter dem Namen farmee im Vertical-Farming-Markt und pivotierte 2019 zum Hobbygarten-Segment. Damals erhielt das Start-up eine Förderung von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Im Herbst 2020 konnte man sich dann für eine Anschubfinanzierung über das Start-up BW Pre-Seed-Programm qualifizieren. Dieses Wandeldarlehen der L-Bank kann Alphabeet dank der jetzigen Finanzierungsrunde zurückzahlen.

Mit dem frischen Kapital will Alphabeet vor allem in Produkt und Marketing investieren und ein entsprechendes Team aufbauen. Außerdem wird sich mit Blick auf die internationale Expansion der Name der App ändern: Alphabeet heißt ab 2022 ‘Fryd’. Zudem wird das bestehende SaaS-Modell durch einen eigenen Shop und ein B2B-Modell erweitert. Die internationale Skalierung hat man dabei bereits im Blick: “Wir wollen langfristig die größte Garten-Community der Welt aufbauen”, so die Vision von Gründer und CTO Steffen Abel.

Black Friday: Die Rabatt-Schlacht und die Folgen

Black Friday: Zwischen Rabatt-Schlachten und Angebotsknallern wird auch dieses Jahr vermutlich wieder der Vorweihnachtskaufrausch eingeläutet. Der Einzelhandel profitiert: An Shopping-Tagen wie diesen überzeugt besonders das haptische und optische Live-Erlebnis.

Mit dem Black Friday startet der Einzelhandel in den oft so umsatzstarken Jahresendspurt. Die Geschäfte, ob Tante-Emma-Laden oder Elektronik-Fachmarkt, mussten sich von heute auf morgen digital aufstellen. Neue Vertriebskanäle wie „Click & Meet“, „Click & Collect“ oder „Livestream-Shopping“ sprossen aus dem Boden. Für Verbraucher*innen und Ladenbetreiber*innen scheinbar ein Segen, denn der Einzelhandel verzeichnete nun das stärkste Umsatzplus seit 1994, an dem besonders das Online-Geschäft einen großen Anteil trägt.

Doch ein Wermutstropfen bleibt: das Ausfallrisiko im Einzelhandel ist im Vergleich zu anderen Branchen weiterhin überdurchschnittlich hoch. Die Wirtschaftsauskunftei Creditsafe Deutschland hat sich die Zahlen genauer angeschaut und untermauert Meilensteine in der Geschichte des Einzelhandels.

Pandemie beschleunigt das Online-Geschäft

Das Online-Volumen im Einzelhandel ist zwischen 2012 und 2020 von 28 auf 72,8 Milliarden Euro gestiegen - allein 2020 lag der Zuwachs bei 13,6 Milliarden Euro. Einer der größten Umsatztreiber? Die Elektronik-Branche. Der Bereich der sogenannten Fast Moving Consumer Goods, kurz: FMCG, wuchs um 44 Prozent, und macht damit 10 Prozent des gesamten Online-Geschäfts aus. Ähnlich umsatzstark zeigte sich der Sektor, der sich vor allem auf „Heimwerken und Garten“ konzentriert, hier gab es ein Umsatzplus von 30 Prozent.

Schon 2020 verzeichnete der Einzelhandel ein Umsatzzuwachs von 4 Prozent zum Vorjahr, als die Pandemie-Lage noch kaum denkbar war. Der Online-Handel allein meldete sogar 23 Prozent mehr Umsatz binnen eines Jahres. Die Zahl der Online-Einkäufer stieg um 5,4 Prozent, deren Ausgaben jeweils um 16,5 Prozent. 2021 geht die Verbrauchs- und Medienanalyse (kurz: VuMA) davon aus, dass der Umsatz sogar auf 85 Milliarden Euro steigen wird. Während die Zahl der digitalen Shopper leicht um 7,2 Prozent angewachsen ist, geben sie nun im Durchschnitt 33,9 Prozent mehr Geld aus.

Elektronik top, Fashion flop

Der Einzelhandel hat – wie zu erwarten – deutlich mit den Folgen der letzten zwei Jahre zu kämpfen. 20,1 Prozent aller Unternehmen sind hier überschuldet. Im Vergleich: Deutschlandweit liegt der Wert bei nur 15,4 Prozent. Auch in Anbetracht der durchschnittlichen Risikoprognose schneidet der Einzelhandel im Vergleich nicht gut ab. Mit 1,54 Prozent liegt dieser Sektor weit über dem Durchschnittswert in Deutschland (1,36 Prozent). Der Fachhandel tanzt aus der Reihe und weist ein durchschnittliches Ausfallrisiko von 1,23 Prozent auf - 70 Prozent der Unternehmen haben hier ein niedriges oder sehr niedriges Risiko. Im Gegensatz dazu ist der „Fashion und Accessoires“-Bereich mit einem Ausfallrisiko von 1,84 Prozent nicht gut aufgestellt. Nur 57 Prozent der Firmen weisen hier ein niedriges oder sehr niedriges Risiko auf, 22 Prozent der Unternehmen haben ein hohes Risiko.

Bei der Datenanalyse hat sich Creditsafe Deutschland auf die bisher eingereichten Jahresabschlüsse 2020 bezogen. Auffallend ist hierbei, dass jene Firmen die Zahlen eingereicht haben, eine signifikant bessere Risikostruktur aufweisen als die, bei denen 2020 noch aussteht. Es bleibt demnach abzuwarten, ob sich die branchenübergreifenden, stark verbesserten Bilanzen auch in Zukunft abzeichnen.

Die Schnäppchenjagd läuft: Einzelhandel bleibt geöffnet

Zwischen Rabatt-Schlachten und Angebotsknallern wird auch dieses Jahr vermutlich wieder der Vorweihnachts-Kaufrausch eingeläutet. Trotz der steigenden Corona-Zahlen dürfen die Pforten fast aller Läden in Deutschland dieses Jahr geöffnet bleiben. Besonders der Einzelhandel dürfte sich über diese Tatsache freuen. Denn im Kampf gegen den Online-Handel überzeugt besonders das haptische und optische Live-Erlebnis an Shopping-Tagen wie diesen.

Gast-Ampel: regelt Corona-Auflagen und prüft die Identität

Drei Unternehmer aus Berlin und Dortmund entwickeln die digitale Gast-Ampel für 2G- und 3G-Kontrollen sowie Personenlimits.

Rot bleib stehn, bei Grün kannst du gehen: Drei Unternehmer aus Berlin und Dortmund haben die sogenannte Gast-Ampel entwickelt, die von den Corona-Auflagen betroffene Betriebe dabei unterstützt, 2G- und 3G-Regeln einzuhalten. Die Gast-Ampel regelt Kundenströme wie im Straßenverkehr: Sie zählt und scannt die Nachweise von Geimpften, Genesenen und Getesteten. Zudem nimmt sie eine Identitätsprüfung der Kunden und Gäste vor, indem sie die Ausweise verifiziert. Wenn die Voraussetzungen gemäß den Auflagen erfüllt sind, schaltet die Ampel auf Grün. “Uns war klar, dass gerade jenen Betrieben, die erneut von den Restriktionen betroffen sind, die Ressourcen fehlen, um die jeweiligen Regelungen zu kontrollieren. Eine Aufgabe, die sich viel effizienter und eindeutiger technisch lösen lässt”, sagt Hans Dornseif, Produktdesigner der Gast-Ampel. Mit Unterstützung des Digitalisierungsexperten Maximilian Pohl und des technischen Entwicklers Henk Timmermans hat er die Gast-Ampel entwickelt.

Kampf gegen die vierte Corona-Welle

Im Kampf gegen die vierte Corona-Welle verschärfen die meisten Bundesländer ihre Corona-Regeln. Während bislang geimpfte, genesene und getestete Menschen gleichermaßen Zugang zu den meisten Bereichen des öffentlichen Lebens hatten, entscheiden sich immer mehr Bundesländer für die sogenannte 2G-Regel. Dadurch gilt insbesondere für Betriebe der Gastronomie, Kultur- und Veranstaltungsbranche, dass nur noch Geimpfte und Genesene eingelassen werden dürfen. Zudem gilt in Abhängigkeit von Art und Größe des Betriebes vielerorts nach wie vor ein Personen-Limit. In Bayern dürfen etwa Kultur- und Sportveranstaltungen mit einer Auslastung von maximal 25 Prozent stattfinden. Zudem gilt dort die 2G-plus-Regel: Gäste müssen geimpft oder genesen sein und brauchen zusätzlich einen Test.

Scanner prüft Nachweise in Echtzeit und verifiziert Identität

“Das Zählen und Prüfen der 3G-, 2G-plus- oder 2G-Nachweise bedeutet einen erheblichen Mehraufwand, der nicht zulasten der Betriebe gehen sollte”, sagt Dornseif. Diese Aufgabe soll nach den Vorstellungen der drei Unternehmer künftig die Gast-Ampel mit den bekannten Signalfarben am Eingang der jeweiligen Einrichtung übernehmen. Ein Scanner prüft die Gültigkeit des jeweiligen Nachweises sowie die Ausweise der Kunden in Echtzeit. Ein Sensor zählt die eintretenden Gäste. Die Ampel schaltet auf Rot, sobald eine vom Lokalinhaber festgelegte Grenze überschritten wird oder ein Nachweis ungültig ist. “Dafür benötigt die Gast-Ampel noch nicht einmal einen Internetzugang. Alles wird ausschließlich lokal gespeichert”, versichert Dornseif. “Unser Ziel war es, ein einfaches Produkt zu schaffen, das sich schnell installieren lässt und nicht teuer ist. Gerade jetzt möchte niemand zusätzlich hohe Ausgaben tätigen.” Die Ampel kostet weniger als 1.000 Euro und damit deutlich weniger als vergleichbare Systeme.

Gast-Ampel auch nach Corona vielfältig einsetzbar

Der Einsatz der Gast-Ampel ist laut Dornseif keineswegs auf die Durchsetzung der Corona-Regeln beschränkt. Auch nach der Pandemie sind diverse Business-Cases denkbar. Das System kann etwa dafür genutzt werden, um die Auslastungen nach Tages- und Uhrzeit zu erfassen, Statistiken zu erstellen und diese Informationen für das eigene Marketing zu nutzen. Auch eine nachträgliche Anbindung an Türöffnungssysteme und andere QR-Code-Lösungen wie Online-Ticketing-Systeme seien möglich. Dornseif: “Das System kann durch Updates jederzeit erweitert werden. Deshalb sind den Einsatzmöglichkeiten theoretisch keine Grenzen gesetzt.”

9. Deutscher Startup Monitor

Über 2000 deutsche Start-ups haben an der aktuellen Befragung teilgenommen – hier die spannenden Ergebnisse des Deutschen Startup Monitors in komprimierter Form.

Das Geschäftsklima in der deutschen Start-up-Szene hat sich deutlich aufgehellt und liegt wieder auf dem Niveau von 2019. Gründer*innen finden hierzulande immer bessere Bedingungen vor* Zwei Drittel bewerten das Start-up-Ökosystem an ihrem Standort als gut oder sehr gut – das sind vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch auf dem Arbeitsmarkt wider* Die durchschnittliche Beschäftigungszahl steigt von 14 auf 18 und auch bei den geplanten Neueinstellungen zeigt der Trend nach oben. Doch die Talentsuche entwickelt sich neben der Kapitalbeschaffung zu einer der großen Hürden für die Jungunternehmer*innen. Eine weitere große Herausforderung ist außerdem der unzureichende Zugang zu Daten und deren Konzentration bei wenigen internationalen Konzernen.

Zu diesen Ergebnissen kommt der 9. Deutsche Startup Monitor (DSM), den der Bundesverband Deutsche Startups e.V. und PwC in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen erstellt und an dem sich erstmals über 2000 deutsche Start-ups beteiligt haben.

Diversität und Dynamik stärken

Start-ups sind eine treibende Kraft, wenn es um Innovationen und Technologien geht
und schaffen so auch immer mehr neue Arbeitsplätze* In den kommenden Monaten wollen die befragten Unternehmen im Schnitt neun Mitarbeitende rekrutieren. Ob sich die geplanten Neueinstellungen realisieren lassen, hängt allerdings ganz wesentlich von der Lage auf dem Bewerber*innenmarkt ab. Fest steht* Die Personalsuche wird schwieriger. 27 Prozent der Start-up-Gründer*innen bezeichnen sie bereits als größte Hürde – das sind 10 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Ein weiterer zentraler Aspekt im Kontext Wachstum und Personal betrifft die Diversität – mehr Frauen als Gründerinnen heißt in Sachen Talente und Innovationskraft aus dem Vollen zu schöpfen. Vor diesem Hintergrund ist der Anstieg des Frauenanteils um 11 Prozent als positives Signal und erster Schritt in die richtige Richtung hervorzuheben – auch wenn das Niveau mit einem Frauenanteil von knapp 18 Prozent insgesamt noch sehr niedrig ist. Zugenommen hat im Vergleich zum Vorjahr (20 Prozent) außerdem der Anteil an Gründer*innen mit Migrationshintergrund, der jetzt bei 22 Prozent liegt.

Gründer*in der Woche: jooli - Inspirational Shopping mit KI Logik

Das 2021 vom Team um Wolfgang Boyé in Berlin gegründete Start-up jooli will mit seiner gleichnamigen App – sie ist Europas schnellst wachsende Video-Shopping-App – das Onlineshopping so unterhaltsam wie einen Schaufensterbummel in der Stadt machen. Wie – das erklärt uns Wolfgang im Interview.

Wann und wie bist du auf die Idee gekommen, Video-Shopping als neuen, innovativen Vertriebskanal zu nutzen?

Wir im Team haben leidenschaftlich darüber diskutiert, was uns am E-Commerce gefällt und was uns besonders fehlt. Heraus kam ganz klar: Wir wollten Shopping im Internet unterhaltsamer machen und zugleich eine Community von Produktpartner*innen schaffen, die sich gegenseitig im Wachstum unterstützen. Daraus ist jooli entstanden. 

Video-Shopping vs. Live-Shopping. Was sind die größten Vorteile eurer Lösung?

Ganz klar die permanente Verfügbarkeit. Man lädt die App runter und los geht’s. Nicht mal eine Registrierung oder Anmeldung ist erforderlich, und man muss auch nicht drauf warten, dass gerade ein Merchant „live“ ist.

Nun zu jooli: Wie genau funktioniert eure Video-Shopping-App?

Produktpartner*innen stellen ihre Produkte in kurzen Videos vor. Zwischen den Produkten kann man durch einen Swipe nach links und rechts wechseln. Durch ein Swipen nach oben oder unten kann man den Kanal der Produktpartner*innen wechseln.

An wen adressiert ihr euer Angebot?

An alle Menschen, die auf der Suche nach Inspirational Shopping-Angeboten sind und eine neue Art von Shopping-Entertainment erleben möchten.

Und wie macht ihr auf euch und eure frisch gelaunchte App aufmerksam?

Für uns ist die Community sehr wichtig – viele sind heute schon in Social Media unterwegs und sehen vielleicht auch ein paar Produkte, die sie kaufen würden. Wir drehen dies auf den Kopf: Bei uns kommen die Kund*innen, um zu shoppen, aber im Stil von Social Media. Daher bekommen wir auch die meiste Aufmerksamkeit aus den Communities der Brands und Influencer*innen. Wir arbeiten auch aktiv mit ihnen zusammen, um gemeinsam neue Kund*innen auf jooli zu bringen. Verstärkt wird dies auch durch unser Botschafterprogramm. Näheres dazu gibt es hier.

Wie habt ihr den Unternehmensstart und die Produktentwicklung finanziell gestemmt?

Der Produktlaunch von jooli wurde von der elumeo SE als Inkubator sowohl finanziert als auch mit Infrastruktur massiv unterstützt.

Was sind deine unternehmerischen Ziele und To Do’s für das nächste halbe Jahr?

Wir werden in den nächsten sechs Monaten das Produktangebot in der App und die Anzahl der Nutzer*innen massiv ausbauen und zugleich die internationale Expansion starten.

Und last but not least: Was rätst du anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung?

Man kann über viele Ideen lange nachdenken. Oder es einfach machen.

Hier geht’s zu jooli


Das Interview führte Hans Luthardt

Science4Life Businessplan-Wettbewerb startet

Sponsored

Science4Life, Deutschlands größter Businessplan-Wettbewerb für Life Sciences, Chemie und Energie, startet.

Science4Life ist Deutschlands größter Businessplan-Wettbewerb für Life Sciences, Chemie und Energie. Das Programm begleitet Start-ups von der ersten Idee über das Geschäftsmodell bis zum fertigen Businessplan. 1.300 Unternehmen wurden seit dem Start von Science4Life bereits gegründet. Denn Start-ups gewinnen nicht nur ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 85.000 Euro, sondern profitieren von intensiven Coachings mit Branchen-Experten und bauen ihr eigenes Netzwerk aus. Hinter Science4Life stehen die Hessische Landesregierung und das Gesundheitsunternehmen Sanofi.

Um Start-ups auf ihrem Weg bis zum fertigen Businessplan und darüber hinaus bestmöglich zu unterstützen, bietet Science4Life ein maßgeschneidertes Programm in drei Phasen: Ideenphase, Konzeptphase und Businessplanphase. Start-ups aus den Branchen Life Sciences und Chemie werden mit dem „Science4Life Venture Cup“ ausgezeichnet. Mit dem „Science4Life Energy Cup“ wird ein weiterer branchenspezifischer Preis für hervorragende Gründungsvorhaben aus dem Bereich Energie verliehen.

Personio wird zweitwertvollstes dt. Start-up

Personio erreicht eine Unternehmensbewertung von 6,3 Mrd. US-Dollar und wird damit zum zweitwertvollsten Start-up in Deutschland.

Personio, Europas führender Anbieter von HR-Software für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs), verkündet heute mit People Workflow Automation eine neue HR-Software-Kategorie. Damit können KMUs manuelle und fragmentierte HR-Prozesse, die verschiedene Tools und Teams involvieren, in automatisierte Workflows umwandeln. Unternehmen können so schneller arbeiten und Verzögerungen, die aus Unternehmenssicht schwerwiegende Folgen mit sich bringen können, vermeiden.

Zeitgleich zum Launch der neuen HR-Software-Kategorie erhält Personio in einer vorgezogenen Series E-Finanzierungsrunde $ 270 Millionen, die das Unternehmen zum zweitwertvollsten deutschen Start-up mit einer Bewertung von $ 6,3 Milliarden macht.

Die erneute Finanzspritze folgt auf die Series D, in deren Zuge Personio erst Anfang des Jahres $125 Millionen Kapital einsammelte, von welchem der Großteil nach wie vor vorhanden ist. Seit der Gründung vor sechs Jahren hat Personio damit insgesamt mehr als $500 Millionen an Kapital erhalten. Mit dem zusätzlichen Funding will das Unternehmen seine HR-Software weiterentwickeln und Marktführer für People Workflow Automation werden, um so den Bedürfnissen seiner Kunden auch künftig gerecht zu werden.

Die Series E wird von Greenoaks Capital Partners angeführt. Weiteres Kapital kommt von Altimeter und Alkeon Capital. Die drei Fonds eint die Strategie, in branchenführende private wie börsennotierte Unternehmen zu investieren und sie als langfristige Partner bei ihrem Wachstum zu begleiten. In den Portfolios der drei Investoren befinden sich zahlreiche namhafte Unternehmen wie UiPath, Hubspot, Stripe und Snowflake. Personio’s bisherige Geldgeber – Index Ventures, Accel, Meritech, Lightspeed, Northzone and Global Founders Capital – beteiligen sich ebenfalls wieder an der Finanzierungsrunde.

Hanno Renner, Mitgründer und CEO von Personio: "Das neue Investment unterstreicht das anhaltend schnelle Wachstum von Personio und das immense Marktpotenzial, aber auch den Glauben an unsere Vision für die Zukunft von HR Tech. Obwohl ich diese Finanzierungsrunde als einen wichtigen Meilenstein betrachte, stehen wir noch ganz am Anfang unserer Reise. In Zukunft wollen wir HR-Teams dabei helfen, mit People Workflow Automation über Abteilungsgrenzen hinaus agieren zu können. Die Einführung dieser neuen Software-Kategorie ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg und hilft unseren Kunden dabei, sich noch besser auf den größten Erfolgstreiber eines jeden Unternehmens - die Mitarbeitenden - zu fokussieren. Wir freuen uns schon darauf, den europäischen Mittelstand mithilfe unserer neuen Technologie weiter wachsen zu sehen."

Neil Mehta, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Neuinvestor Greenoaks: “Obwohl kleine und mittlere Unternehmen das Rückgrat der europäischen Wirtschaft sind, wurden sie zu lange von den etablierten Anbietern vernachlässigt und übersehen. Personio demokratisiert Technologie, die bislang Großunternehmen vorbehalten waren und macht KMUs produktiver, indem es HR-Workflows über den gesamten Mitarbeiter-Lebenszyklus hinweg vereinfacht.”

"Wir haben das Glück, mit vielen der weltweit führenden Technologieunternehmen zusammenzuarbeiten, und ich bin mir sicher, dass der jetzige Schritt gerade erst der Anfang für Personio und seine ambitionierten Ziele ist. Die Einführung der HR-Software-Kategorie People Workflow Automation wird Unternehmen in ganz Europa noch erfolgreicher machen. Wir sind stolz darauf, Personio in dieser spannenden Phase ihrer Reise begleiten zu dürfen und freuen uns auf eine langjährige Partnerschaft.”

Gründer*in der Woche: koawach - die Kakao-Revolutionäre

Daniel Duarte und Heiko Butz sind schon lange keine Gründer-Greenhorns mehr - seit 2014 sind die beiden hierzulande in Sachen koffeinhaltiges Kakaopulver und -drinks aktiv und können somit durchaus als Pioniere in ihrer Branche gesehen werden. Wie sie ihr Business aufgebaut haben und was die wichtigsten Learnings für junge Gründer*innen sind, erfahren wir im Interview mit CEO Daniel.

Was ist das Besondere an koawach, wie unterscheidet ihr euch von anderen Kakao-Schoko-Drinks?

Koawach hat den Markt für Koffein-Kakao geschaffen. Eine Marke für gerechte Nachhaltigkeit, die sich von einem Experiment in der WG-Küche mit Kakao und Guaraná (Quelle des nachhaltigen Koffeins) zu einem Unternehmen mit mehr als 15 Produkten in 4 Kategorien entwickelt hat. Wir haben die Mischung aus Kakaopulver und Guaranápulver weiterentwickelt und dies in ToGo-Drink Produkte, Glückskekse und jetzt ganz neu Riegel umgewandelt. Immer sehr innovativ und immer Fairtrade, Bio und seit Oktober CO2-Neutral. Wir haben dieses Unternehmen aus einer Leidenschaft für fairen Handel aufgebaut und daher ist die Zusammenarbeit mit allen Bauern entlang der Lieferkette, ob für Kakao oder sonstige hochwertige Produkte, besonders wichtig. Somit leben wir eine Wertschätzungskette von den Bauern bis zum Konsumenten.

Bei unseren Produktentwicklungen beziehen wir die Community immer mit ein, schauen uns Trends an und schaffen es so, Sorten und Produkte zu entwickeln, die nicht nur das koawach Team lieben, sondern auch und vor allem unsere Community. In der Regel gehen wir immer einen Schritt weiter und bringen Produkte, die es weltweit bisher nicht gab. Unser gesamtes Sortiment ist perfekt für den nachhaltigen Start in den Tag, für unterwegs und als Energiekick für zwischendurch und das wird sich auch zukünftig nicht ändern.

Ein Blick zurück: Wann und wie bist du zusammen mit deinem Mitgründer Heiko auf die Idee zu koawach gekommen?

Heiko und ich haben gemeinsam angefangen koawach aufzubauen. Durch meine kolumbianischen Wurzeln hatten wir erst die Idee, Fairtrade Kaffee aus Kolumbien zu importieren und in Deutschland zu vertreiben. Das Problem bei uns beiden: Wir sind beide keine Kaffeetrinker. Also war es für uns unmöglich die Unterschiede der Röstungen zu spüren und vollmundigen Kaffeegenuss anzubieten. Diese Erkenntnis hat uns gleichzeitig darin bestärkt eine Kaffeealternative zu entwickeln. Wir waren schon immer große Kakao-Liebhaber und ich verbinde mit Kakao ein Stück Heimat. In meiner Familie trinken wir seit jeher Kakao und mein Großvater bestellt sich morgens anstelle eines Kaffees immer einen Kakao und genießt diesen zu seinem Maisgebäck. Da in Lateinamerika die Guaraná Pflanze beheimatet und ihre Wirkung bekannt ist, war für uns schnell klar, dass diese außergewöhnliche Frucht unser Koffeinlieferant sein sollte.

Kurzerhand haben wir uns entschieden, in die erste Phase der Entwicklung zu gehen. Wir haben die verschiedenen Zutaten bestellt und in unserer Kölner Studenten-WG die ersten Pulver entwickelt. Von Anfang an wollten wir Innovation und gerechte Nachhaltigkeit verbinden. Daher haben wir seit Anbeginn nur Zutaten verwendet, die natürlich, bio und Fairtrade waren. Die erste Kakao-Guaraná-Mischung ist so gut angekommen, dass wir nach und nach die ersten Plätze bei Startup Ausschreibungen belegten. Diese erste Pulver-Rezeptur - koawach Zimt-Kardamom - ist auch noch immer einer unserer Bestseller.

Im Sommer 2014 haben Heiko und ich dann entschieden, unsere jeweiligen Master-Studiengänge zu stoppen und die koakult GmbH zu gründen. Unser Ziel: die Welt mit koawach, die nachhaltige Marke für Koffein-Kakao, zu versorgen und somit gleichzeitig Schluck für Schluck die Welt besser machen.

Gamechangers

Why we need them now more than ever.

“At it’s fundamental core, societal progress is about “game change”; it’s when the background rules of life’s interactions — everyday, normal interactions — change and evolve. Progress is when the game of life becomes fairer, kinder, more transparent, more rational, more fulfilling.” Hanzi Freinacht, The Nordic Ideology, 2019.

Purpose and Motion (P+M) work to change the game. One of our favourite tactics to change the game is to hunt down Gamechangers’ wherever they are hiding! Be it working deep inside a global corporation to create new ways of doing business, driving a Non-Governmental Organisations to more effectively tackle urgent global issues, or supporting people to reconnect to their intuition and embodied intelligence to transform themselves and society: these Gamechangers are everywhere.

P+M bring them together, nurture them and support them in their brave efforts to create a fairer, kinder, more transparent, more rational and more fulfilling world.

We believe that, in times of immense uncertainty, disruption and constant change, the more we can, as individuals, organisations and a society, draw on all the forms of intelligences we have, the more likely we are to develop new, healthier and more sustainable futures for us all. We often hear of “intuition” as a key to adaption, or “resilience” as necessary to thrive in disruption, or “adaptability” as the most valuable skill of the 21st century. These are all capacities which require not only intellectual or mental training, but a complete integration of our emotional (for resilience and the ability to adapt) and body (intuition) into the way we live and work.

This pandemic shows us how quickly, radically and intentionally we humans can change if we chose to. We believe our opportunity and our duty now is to create space to step back and reflect on the current situation and the bigger picture, to hear the perspectives of other actors in the system, to project different scenarios of where these systems could go in the next months and years, and take individual, organisational and systemic level decisions on where we consciously want to go.

This is why the Gamechangers are so key at this very moment: they are the catalysts, the levers of change plugged deep into the systems they work in, the ones who can navigate complexity effectively. We believe that when all these levers start working in tandem, in the same direction, coordinated in co-creation of a world which is “fairer, kinder, more transparent, more rational, more fulfilling”… then we start changing the game.

We feel that this is essential work. It is work that brings us energy, that brings us closer to our vision, and we believe, if you are still reading, that it also connects to your vision. You may even be a Gamechanger yourself! Or you know some of these itchy footed colleagues, friends or partners of yours. If this is the case, now is your chance to get those feet moving. Join the Purpose-Led Business course starting this October 15th, 2021 to lean into this moment, to create out of this crisis a world that works better for us all.

Video caption: Gamechangers: The Purpose-Led Business

Klartext vor der Wahl: Stimmen aus der Greentech-Szene

Was Greentech-Gründer*innen bzw. Start-ups mit Blick auf die nächste Bundesregierung bewegt.

Ideen fördern, die den Schutz unseres Planeten vor wirtschaftlichen Profit stellen – das Ziel haben sich die Mitbegründer*innen der Greentech Alliance im letzten Jahr gesetzt. Knapp anderthalb Jahre nach Gründung besteht das Netzwerk aus über 800 Mitgliedern und 500 Berater*innen aus den Bereichen Venture Capital, Medien, Wissenschaft und Wirtschaft, die jungen Greentech-Gründer*innen dabei helfen, ein aufstrebendes Unternehmen aufzubauen. Der Gründungsprozess und das agieren im Geschäftssinn selbst bergen allerdings einige Hürden, die durch zielgerichtetere Politikmaßnahmen umgangen werden könnten. Gründer*innen und Manager*innen der Greentech-Unternehmen machen deshalb Vorschläge, wie der Unternehmensaufbau einer nächsten Generation an Greentech-Start-ups hürdenfrei gelingen kann. Denn: Ohne grüne technologische Innovationen und Geschäftsmodelle lässt sich die Klimakrise nicht gewinnen. So sollen Politiker*innen den Interessen der Greentech-Szene Gehör schenken.

Der Klimawandel betrifft alle Parteien

Niklas Gemp hat Nexol Photovolthermic AG mitgegründet und ist heute als CEO tätig. Die Nexol Photovolthermic AG entwickelt innovative Lösungen zur netzunabhängigen Warmwasserbereitung.

„Auch wenn das Bundesverfassungsgericht das Klimaschutzgesetz für unzureichend erklärt hat, hat sich noch nicht viel Konkretes getan. Deswegen wünsche ich mir nach der Bundestagswahl mehr Engagement und Wagemut bei weniger Polemik. Die Förderung neuer Technologien in Bereichen wie Energiespeicherung, Netzstabilität und Mobilität sollte ein zentrales Anliegen sein, das nicht nur in der Theorie gut klingt, sondern auch in die Praxis überführt wird. Außerdem sollte die Entwicklung und Förderung neuer klima- und sozialverträglicher Konsumgewohnheiten im Fokus stehen. Der Klimawandel betrifft schließlich alle und das über Parteien und Grenzen hinweg. Daher gilt der Grundsatz für Bürger*innen, Politiker*innen und Unternehmer*innen gleichermaßen: Zeige, dass du dich kümmerst, leiste deinen Beitrag! Was ich mir zukünftig für eine erfolgreiche Entwicklung von grünen, zukunftsgerichteten Start-ups besonders wünsche, ist zudem eine umfassende unternehmerische Ausbildung für die nächsten Generationen von Schul- und Hochschulabsolvent*innen – Berufsbilder und Lehrinhalte müssen dringend zukunftsfähiger gestaltet und an die neuen Herausforderungen angepasst werden.”

Partizipation auf allen Ebenen

Daniela Schiffer ist Gründerin und CEO von Changers, einem Startup das Städten, mittels Gamification und purpose driven tokenization, die Nutzung einer CO2 basierten Klima-Währung ermöglicht.

“Die vor uns liegenden Veränderungen der Wirtschaft und unseres Lebens haben das Potenzial, die Gesellschaft weiter zu spalten. Schon einzelne Themen, wie beispielsweise das Tempolimit, polarisieren enorm und werden auch genutzt, um Wählerschaft zu gewinnen. Was wir jetzt aber brauchen, ist Partizipation am Klimaschutz auf breiter gesellschaftlicher Basis, ohne Lager.

Klar sehe ich, dass Bürokratie und Hürden abgebaut werden müssen. Wichtiger ist mir allerdings, dass wir gemeinsam an einer Gesellschaft arbeiten, in der wir gerne leben möchten. Da geht es für mich zuerst einmal darum, den Stress aus der Gesellschaft zu nehmen. Wir sollten den Menschen Sicherheit im Leben geben, so dass sie das lernen, studieren und arbeiten können, was sie sich wünschen, was ihren Neigungen entspricht und ihre Kreativität fördert.

In einer Kreativwirtschaft, wie wir sie im Klimawandel benötigen, ist der Grad der Freiheit ausschlaggebend für die Innovationskraft der Gesellschaft. Hierfür braucht es den Mut, Konzepte wie das Grundeinkommen einzuführen, welches in vielfachen Studien gezeigt hat, dass es funktioniert. Wer daran zweifelt, dem möchte ich empfehlen, sich an die Argumente der Arbeitgeber*innen bei der Einführung der bezahlten Urlaubstage zu erinnern:” “Die Arbeiter*innen werden ihre freie Zeit nutzen, um ihr Geld in Kneipen zu versaufen und ihre Gesundheit und Arbeitskraft ruinieren.”

Start-up Mentoring: Starthilfe auf Augenhöhe

Anhand des invest2grow-Programms von und mit Unternehmer Gerold Wolfarth zeigen wir exemplarisch, wie Gründer*innen von Mentoring profitieren können.

Statistisch gesehen überstehen 70 Prozent aller Start-ups das erste Firmenjahr nicht. Von den 23 Prozent, die es schaffen, scheitern wiederum 70 Prozent in den ersten fünf Jahren. Das sind erschreckende Zahlen. Gerade wenn man bedenkt, wie sehr Markt und Wirtschaft auf Innovationen und zukunftsträchtige Unternehmen angewiesen sind. Doch woran liegt das? Und wie kann Abhilfe geschaffen werden?

Die am häufigsten genannten Problemfelder bei jungen Unternehmen sind Vertrieb, Marketing und Kapital. Die Idee zur Firmengründung kann noch so gut sein – wenn es in den anderen Bereichen an der notwendigen Expertise mangelt, ist das Scheitern fast schon vorprogrammiert. Und genau deshalb lohnt sich für viele Start-ups der Blick über das eigene Unternehmen hinaus. Denn häufig kann Hilfe von Extern den Mangel an Erfahrung ausgleichen und damit über mögliche Stolpersteine in der Gründungsphase hinweghelfen.

Zum Beispiel in Form eines Mentoring-Programms, welches in den ersten Gründungsmonaten oder Jahren unterstützt. Ein solches Mentoring-Programm ist invest2grow von und mit Unternehmer Gerold Wolfarth. „Als ich mein eigenes Unternehmen vor über 20 Jahren gegründet habe, konnte ich niemanden um Rat fragen. Ich hatte weder Unterstützung im Finanziellen noch im Fachlichen. Damals ist in mir der Wunsch entstanden, es selbst einmal anders zu machen und jungen Unternehmer*innen zu helfen“, so Gerold Wolfarth. Aus diesem Wunsch heraus ist sein Mentoring-Programm entstanden, das sowohl das Unternehmen als auch die Unternehmerpersönlichkeit im Blick hat. Das Themenspektrum ist umfassend: Wie findest du die richtigen Mitarbeiter*innen? Wie kannst du deine Zahlen und die Finanzplanung in den Griff bekommen? Wie begeisterst du andere für dein Produkt? Wie wächst du an deinen Aufgaben? Wie baust du dir ein Netzwerk auf? Und wie entwickelst du dich als Persönlichkeit weiter? Über einen Zeitraum von 12 Monaten hinweg arbeitet ein Mentoren-Team an den spezifischen Themen der Teilnehmer*innen.

360-Grad-Blick auf die Start-ups

Das Mentoren-Team von invest2grow kommt aus unterschiedlichen Bereichen und erreicht so einen 360-Grad-Blick auf die Start-ups. Gerold Wolfarth hat sein eigenes Unternehmen in den Bereichen Objektausbau und Facility Management vom kleinen One-Man-Start-up zum Weltmarktführer aufgebaut. Heute ist er für die bekanntesten Retail-Marken der Welt tätig und investiert regelmäßig in Start-ups. Dabei sind ihm die Themen Nachhaltigkeit und Innovation ein besonderes Anliegen. Robert Hornsteiner ist Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter der factorP leadership development GmbH & Co.KG. Als Mentor für Unternehmer*innen hat er sich darauf spezialisiert, Führungspersönlichkeiten zu entwickeln und echtes Leadership zu fördern. Burkhard Schneider vervollständigt das Team. Er ist geschäftsführender Gesellschafter der beewell Business Events GmbH, die das Thema Energieeffizienz verfolgt – also Umweltschutz und wirtschaftlichen Erfolg miteinander verbindet. Er hat bereits mehr als 500 Unternehmensgründer*innen und Start-ups begleitet.

Wie sieht so ein Mentoring-Programm aus?

Bei invest2grow finden alle zwei Wochen Gruppenmeetings statt, in denen unterschiedliche Themenbereiche besprochen werden. Ständige 1-zu-1-Mentoring-Calls mit den Coaches sind zusätzlich möglich, die Teilnehmer*innen erhalten Arbeitsunterlagen und haben Zugriff auf Video-Tutorials zu den unterschiedlichsten Themen. Das Wichtigste: Es geht nicht nur um graue Theorie. Alle Teilnehmenden erhalten Pitch-Möglichkeiten vor möglichen Investoren, etwa bei der Eventreihe THE GROW. Und es besteht die Chance auf ein Invest in Millionenhöhe. Durch die Zusammenarbeit von invest2grow mit dem Kooperationspartner SalsUp entstand die Ökovation Ventures Beteiligungsgesellschaft. Diese unterstützt junge Unternehmen mit Pre-Seed Investments von bis zu 750.000 Euro.

Gründer*in der Woche: BlogTec – frischer Wind im SEO & Content Markt

Manuel Brandt ist 22 Jahre alt und hat Anfang 2020 BlogTec gegründet. Im vergangenen Jahr hat er von Taiwan und Madeira aus gearbeitet – auch in diesem Jahr stehen wieder neue Destinationen als Arbeitsorte an. Seine Philosophie: Jeder kann arbeiten, wo und wann er möchte, Hauptsache es gibt eine Internetverbindung für den Laptop. Mehr dazu und zu seinem Tech-Start-up im Interview mit Manuel.

Du bist das, was man einen Digitalen Nomaden nennt. Wie bist du auf die Idee dazu gekommen und was sind deine wichtigsten Learnings für dich persönlich und dein Startup?

Ich habe schon als Kind digitale Produkte gebaut. Schon in der Grundschule habe ich mich an E-Books probiert, mit 12 habe ich angefangen, Websites zu bauen. Nachdem ich mit dem Abitur fertig war, wusste ich dann überhaupt nicht, wohin mit mir.

Ich habe dann erst mal ein Jahr lang gearbeitet, um mir etwas Zeit zu geben, das Passende zu finden. Nach dem Jahr war mir dann klar, dass ich etwas mit Team Management machen möchte. Daher war es mein Plan, BWL zu studieren und vorher mit dem aus dem Jahr angesparten Geld ein Jahr lang auf Weltreise zu gehen.

Ich habe mir dann ein One-Way-Ticket nach Bangkok gekauft und bin ziemlich schnell mit einer Idee für ein Non-Profit-Online-Start-up in Vietnam hängengeblieben. Schnell habe ich dann gemerkt, dass ich mehr von der Welt sehen möchte und dass ich gleichzeitig problemlos online Websites entwickeln kann. Das Ganze hat sich also eher ergeben, als dass es eine bewusste Entscheidung war.

Gerade durch die Zeit in Asien konnte ich super viel als Person lernen. Ich habe nicht am Strand in Touristenhotspots gelebt, sondern inmitten der "Locals". Meine ersten drei Monate in Vietnam habe ich zum Beispiel in einem Nebenraum in einem Café gelebt, in Kambodscha einige Wochen bei einer Familie in einer Gegend ohne fließend Wasser oder Strom.

Das Reisen, Organisieren, sich zu etwas überwinden und neue Dinge ausprobieren, hat mir geholfen, mich weiterzuentwickeln. Vor allem Herausforderungen angehen, Probleme lösen, mit Stresssituationen umgehen und offen für Neues zu sein, sind Skills, die ich gelernt habe und die mir jetzt auch dabei helfen, BlogTec zu leiten.

Wie lebst du bzw. lebt ihr das Remote Working aktuell bei BlogTec? Wo sind ggf. Fallstricke, die es dabei zu beachten gilt?

Wir sind ein Remote-Only-Unternehmen, haben also gar kein Office. Unser Team ist quer auf der Welt verteilt, mittlerweile sogar schon auf jedem Kontinent. Die meisten sind dabei keine Digital Nomads und haben einen festen Wohnort, genießen aber trotzdem die Freiheit, hin und wieder mal von woanders aus arbeiten zu können. Wir haben aber auch sehr coole Storys, wie unser Head of Marketing, der mit seiner Partnerin mit dem Boot durch die Welt reist.

Am wichtigsten bei Remote Working sind die Tools, mit denen man arbeitet. Man muss viel Zeit darin investieren, die richtigen Tools zu finden, diese durchgehend zu optimieren und klare Guidelines zu schaffen, wie sie benutzt werden sollen. Durch Remote Working schafft man sich quasi ein kleines Extra Department, welches sich nur damit beschäftigt, die Tools, Abläufe und Kommunikation zu verbessern.

Wenn man sich die Zeit nimmt, ist Remote Working super und auf keinen Fall ein Nachteil gegenüber dem Arbeiten im Office! Schwierig wird es, denke ich, bei Hybriden. Wenn Unternehmen sowohl Arbeit im Office als auch Remote Working anbieten, ist es wahrscheinlich, dass das Team im Office oft bevorzugt wird und mehr über die neuen Updates Bescheid weiß, als der Rest des Teams.

Nun zu BlogTec: Wann und wie bist du auf die Idee zu deinem Unternehmen gekommen?

Wie schon erwähnt, wollte ich mit 19 um die Welt reisen und hatte dann ziemlich schnell eine Idee für ein Non-Profit Start-up. Dieses Projekt ging damals zwar nicht über mehr als ein paar Spendensammlungen hinaus, aber durch das Projekt konnte ich viel über Webdesign, Content Writing und Online-Marketing lernen, was mir dann den Weg als Freelancer geebnet hat.

Ich habe dann angefangen, als Webdesign Freelancer zu arbeiten. Meine Kunden wollten dann natürlich auch Content für ihre Seite, weshalb ich mich mit Content Writing auseinandergesetzt habe. Als die Kunden dann ihre Website mit Texten hatten, wollten sie mehr Besucher, weshalb ich mich mit Suchmaschinenoptimierung auseinandergesetzt habe.

Als ich dann einem anderen Start-up als Web Entwickler beigetreten bin, habe ich mich beim Freelancing komplett auf SEO und Content konzentriert. Da ist mir schnell aufgefallen, dass es keine wirklich gute Lösung gibt, vor allem für kleine und mittelständige Unternehmen. Ein Freelancer- oder In-House-Team aufzustellen, ist meistens sehr zeitintensiv, komplex, und man weiß nicht wirklich, was einen erwartet. Agenturen sind teuer, haben oft hohe Mindestsätze und sind unflexibel.

Da habe ich angefangen zu überlegen, wie ein besseres Produkt aussehen könnte und dann ziemlich schnell BlogTec gestartet: erst mal nur mit monatlichen Abos, die man per E-Mail buchen kann. Ein Jahr später habe ich dann angefangen, die Web-App für BlogTec zu entwickeln und nach ca. zwei Monaten haben wir diese (im April dieses Jahres) veröffentlicht.

Was waren die wichtigsten Steps von der Gründung bis zum Go Live der Plattform?

Dass wir mit den Subs, die man über E-Mail buchen kann, schon ein MVP hatten, hat uns beim Entwickeln der Plattform sehr geholfen, da wir uns so praktisch voll auf die Entwicklung der neuen Plattform konzentrieren konnten und trotzdem bereits Revenue hatten. Wir konnten außerdem lernen, dass unser Produkt wirklich einen Bedarf hatte – wir hatten von Tag eins an aktive Nutzer in der Plattform.

Was ist das Besondere an BlogTec, wie unterscheidet ihr euch von den vielen anderen SEO-Anbietern bzw. Agenturen?

Ein Freelancer- oder In-House-Team aufzustellen, ist super zeitintensiv. SEO und Content sind komplexe Themen und brauchen mehr als ein Teammitglied. Ein gut aufgestelltes Team hat einen On-Page-SEO-Experten, einen Off-Page-SEO-Experten, einen Content Manager und einen Content Writer. Soll die Website dann noch in verschiedenen Sprachen erstellt werden, kommen pro Sprache noch mal genauso viele Mitglieder dazu. Diese müssen alle eingestellt und gemanaged werden. Man muss eine Strategie entwickeln, Briefings erstellen und die Arbeit kontrollieren. Das ist ein enormer Zeitaufwand und super stressig.

Bei Agenturen spart man sich einiges an Zeit, jedoch sind diese im Vergleich sehr teuer, obwohl sie ja eigentlich effizienter sein sollten. Dazu kommen hohe Mindestsätze (oft min. 2000 Euro im Monat) und Mindestlaufzeiten. Außerdem muss man bei Agenturen sehr viel Verantwortung abgeben und hoffen, dass es klappt, und kann selber wenig mitentscheiden.

BlogTec verbindet die Vorteile beider Optionen:

  • Wir sind die zeitsparendste Lösung: Einen Account zu erstellen und etwas zu buchen ist in wenigen Minuten erledigt. Auch unsere Antwortzeiten im Support oder für kostenlose Beratung per E-Mail oder Video-Call sind schnell.
  • Wir sind so flexibel wie ein Freelancer: Man kann alle Produkte einzeln buchen, wir bieten aber auch monatliche Abos, welche keine Mindestlaufzeiten haben und monatlich kündbar sind, an.
  • Wir haben ein einzigartiges Preis-Leistungs-Verhältnis: Durch unsere Plattform können wir viel automatisieren, weshalb wir die besten Preise auf dem Markt anbieten können. Gute Ergebnisse sieht man bereits mit unseren monatlichen Abos für 490 Euro pro /Monat.
  • Wir haben einen hohen Qualitätsanspruch: Sowohl im Support und der Strategieberatung, aber auch bei den Produkten ... Wir machen alles intern, haben für alle Produkte klare Guidelines, jedes Produkt wird von einer zweiten Person kontrolliert (e.g. jeder Text hat einen Writer und einen Editor), und wir arbeiten jede Woche daran, die Produkte weiter zu verbessern.
  • Bei uns bekommt man alles an einem Ort: Wir bieten alle wichtigen SEO- und Contentleistungen für verschiedenste Websiteplattformen (z.B. WordPress oder Shopify) an. In Zukunft kommen weitere Services in anderen Bereichen wie Webdesign dazu.

Die Leistungen gibt es derzeit in Deutsch und Englisch. Bald kommen Spanisch, Italienisch und Französisch. Wir planen noch mehr Sprachen anzubieten.

Wer sind eure Kund*innen?

Insgesamt haben wir einen sehr breiten Kundenstamm. Dazu gehören sowohl kleine Betriebe und mittelständige Unternehmen also auch Enterprise Unternehmen wie Wise. Unser Fokus liegt derzeit jedoch klar auf kleinen und mittelständigen Unternehmen, die ihre Kunden schon online finden. Unter unseren Kunden sind viele Start-ups, da diese offen für ein neues Produkt wie BlogTec sind, sowie sehr viele Online-Shops. Schaut man auf die Nischen, gibt es da kaum Einschränkungen. Wir zählen sowohl Online-Shops für Beauty Produkte, IT-Start-ups, Finanzdienstleister, Zahnarztpraxen oder Edelstahlanbieter zu unseren Kunden. Das liegt daran, dass wir ein großes und weit aufgestelltes Team haben und dadurch praktisch einen Experten in jedem Bereich haben.

Wie hast du deinen Unternehmensstart und damit dich selbst bislang finanziert?

Ich habe das Unternehmen damals mit 2500 Euro gestartet, die ich von meinem Reisebudget noch übrig hatte. Neben BlogTec leite ich noch das Product Team von beducated.com. So musste ich mir von BlogTec nie ein Gehalt auszahlen und konnte das stattdessen in das Unternehmen stecken.  Jetzt suchen wir aber nach zusätzlichen Finanzierungsoptionen, damit wir unsere Plattform schneller verbessern und wachsen können.

Was sind deine weiteren unternehmerischen Vorhaben?

Die nächste Zeit soll erst mal so weitergehen. Wir sind bei BlogTec noch am Anfang unseres Weges und es gibt noch viel zu tun und zu lernen. Deshalb werde ich auch weiterhin darauf meinen Fokus legen. Immerhin wollen wir in den nächsten fünf Jahren die Nummer 1 in ganz Europa sein, wenn es um Website Traffic geht!

Und last but not least: Was rätst du anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung?

Man sollte sich auf jeden Fall auf das Produkt und den Mehrwert konzentrieren. Vor allem im Bereich der Marketingdienstleistungen geht es vielen Anbietern vor allem um Profit und weniger um Innovativität und Nutzererlebnis. Ich bin der Überzeugung, dass vor allem auf lange Sicht das bessere Produkt immer gewinnen wird.

Man sollte sich bewusst sein, was es bedeutet ein Tech-Start-up zu gründen. Der Gründer kommt als Erstes und geht als Letztes. Ich arbeite im Schnitt 60 bis 80 Stunden/Woche, bei besonderen Launches auch mehr, und habe seit der Gründung nicht mehr frei gehabt. Trotzdem ist gerade am Anfang nicht das Geld da, um sich ein gutes Gehalt bzw. überhaupt eines auszahlen kann. Man muss also auf jeden Fall mit Leidenschaft dabei sein, ansonsten bleibt man nicht am Ball.

Ein großer Fehler, den ich vor allem am Anfang gemacht habe, ist, dass ich mich nicht genug auf Zahlen konzentriert habe. Ich arbeite sehr leidenschaftlich am Produkt und hatte mehrmals Phasen, in denen ich dadurch nicht genug auf unsere Zahlen geschaut habe. Man sollte von Anfang an schauen, dass man so viele Daten wie möglich sammelt, diese in monatliche und wöchentliche Metriken packt, Ziele für die wichtigsten Werte setzt, und jede Woche in relevanten Teams diese Zahlen bespricht.

Hier geht's zu BlogTec

Das Interview führte Hans Luthardt

StartUp Area – dein Messestand auf dem THE GROW SUMMIT 2021

Jetzt für die StartUp Area auf dem THE GROW Summit 2021 bewerben. StartingUp ist auch vor Ort und berichtet!

Im Rahmen des THE GROW SUMMIT 2021 – dem Gipfeltreffen der Start-up-Szene & des Mittelstandes - Deutschland, Österreich, Schweiz in Endsee am 17. September 2021 – hast du die Möglichkeit, dich und dein Start-up in der StartUp Area mit einem Messestand live vor Ort zu präsentieren. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 begrenzt, Anmeldungen werden bis Ende August angenommen.

Übrigens: StartingUp ist vor Ort und berichtet!

Hier kannst du dich mit deinem Start-up bewerben