Gründer der Woche: justpeople - digitales Recruiting ohne Umwege

Gründer der Woche 21/18


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justpeople.de ist das erste digitale Recruiting Portal, das ohne Stellenanzeigen und ohne Bewerbungen funktioniert. Was das Team um Matthias Peter und Ibrahim Can anders als andere Recruiting Portale macht bzw. machen will, erläutert uns Matthias im Interview:

Die justpeople-Gründer Matthias Peter und Ibrahim Can

Mein erster Gedanke: ein weiteres Recruiting Portal … die Idee an sich ist ja nicht unbedingt super neu. Was ist justpeople und was macht ihr anders als die vielen Wettbewerber?

justpeople.de ist ein junges Start-up aus Ludwigshafen, das sich das Ziel gesetzt hat, den aktuellen, langsamen Recruiting-Prozess vollkommen zu revolutionieren. Wir sind mit unserem Ansatz, im digitalen Recruiting den Umweg über Stellenanzeigen und Bewerbungen zu streichen, die Ersten in Deutschland. Noch nie war es so einfach und schnell, seinen Traumjob oder den idealen neuen Mitarbeiter zu finden.

Es gibt zwar dutzende Unternehmen, auch junge Start-ups, die diverse Stellenbörsen betreiben, jedoch alle mit dem Fokus auf Stellenanzeigen. Über justpeople.de können Unternehmen sehr kurzfristig, quasi innerhalb von wenigen Minuten, ihre festen und temporären Mitarbeiterbedarfe finden. Arbeitssuchende bekommen Jobangebote in Echtzeit direkt von den Unternehmen vorgeschlagen.

Wer gehört alles zum Gründerteam und wie seid ihr letztlich auf die Idee zu justpeople gekommen?

Kopf von justpeople bilden Ibrahim und meine Wenigkeit. Daneben unterstützen uns noch Stefan in der Konzeption, Melih im Vertrieb sowie Pinar im Marketing. Die Programmierung haben wir an eine Entwicklungsfirma aus Karlsruhe vergeben.

Vor der Gründung waren Ibrahim und ich mehrere Jahre Partner in einer Management-Beratung in Frankfurt. Hier haben in vielen Unternehmen erlebt, dass die Suche und Einstellung von neuen Mitarbeitern häufig zu lange dauert und viel kostet.

Als ich dann in die Geschäftsleitung einer Maschinenbau-Holding wechselte und selbst Mitarbeiter einstellte, zeigte sich das gleiche Bild. Die Idee für justpeople war geboren.

Was waren dann die wichtigsten Meilensteine bis zum go-live?

Der erste, größere Meilenstein war die Unternehmensgründung. Diese ist in Deutschland nach wie vor ein bürokratischer Marathon. Bis die GmbH eingetragen war, dauerte es Monate. Darüber hinaus lagen die wichtigsten Meilensteine sicherlich in der Programmierung der einzelnen Funktionen unseres Portals. Darin steckt sehr viel Arbeit und Energie des ganzen Teams.


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Welche Erkenntnisse habt ihr seitdem gewinnen können?

Die Umsetzung einer Idee in die digitale Praxis ist anstrengender als erwartetet. Im Entwicklungsprozess ergaben sich jeden Tag neue Fragestellungen, die geklärt werden mussten. Dabei hat uns unsere Erfahrung aus der Beratung sehr geholfen. Die wichtigste Erkenntnis bisher: Komplexität vermeiden, in jeder Form.

Wie macht ihr auf euch und euer Angebot aufmerksam?

Marketing ist heute sehr kosteneffizient und mit hoher Reichweite auf instagram, snapchat und facebook möglich – diese Kanäle boten uns von Anfang an eine sehr gute Reichweite, um bekannt zu werden. Insbesondere über influencer auf instagram erreichen wir schnell tausende von potenziellen Nutzern. Daneben gehen wir auch über redaktionelle Berichte in Online- und Print-Zeitungen.

Und wie verdient ihr an eurem Business?

Unternehmen, die über justpeople.de nach Mitarbeitern suchen, bezahlen für die Suche eine monatliche Gebühr von 95 Euro. Damit kostet bei uns eine Jahressuche so viel wie eine einzige 30-Tage-Stellenanzeige auf einem großen deutschen Stellenportal.

Was sind die nächsten unternehmerischen To do’s und Pläne?

In den nächsten Wochen stehen wichtige Gespräch mit der Geschäftsführung der Bundesagentur hinsichtlich einer Kooperation an. Daneben bereiten wir die Expansion der Seite in andere europäische Länder vor. Insbesondere in die südeuropäischen, dort gibt es tausende Arbeitskräfte auf der Suche nach Jobs. Wir wollen bis Ende 2018 in 4 bis 5 Ländern online sein.

Was sind deine Tipps für Gründer, die zwar neue, gute, motivierte Mitarbeiter brauchen bzw. suchen, aber noch keine riesen Gehälter zahlen können?

Ein Team stellt man über Einsatz, Begeisterung und Motivation zusammen, nicht über die höchsten Gehälter. Auch haben von Beginn an auf die Unterstützung von Menschen gesetzt, die in justpeople eine riesen Change sehen und nicht sofort nur auf Euro setzen.

Und last but not least - was rätst du anderen Gründern aus eigener Erfahrung?

  1. Macht euch Gedanken über den Nutzen eurer Idee, das ist der entscheidende Faktor für euren Erfolg.
  2. Konzentriert euch auf die Umsetzung und nicht auf die Finanzierung – Geld kommt im Erfolgsfall von alleine.
  3. Muster brechen, nicht nur querdenken.

Hier geht’s zu justpeople.de

Das Interview führte Hans Luthardt


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