Pablo & Paul: zeitgenössische Kunst für alle

Gründer der Woche, KW 30


44 likes

2013 sind Pablo & Paul an den Start gegangen, um zeitgenössische Kunst einer breiten Käuferschicht zugänglich zu machen. Als Online-Plattform gestartet, werden die drei Gründer am 31. Juli ihren ersten Store in München eröffnen. Über das spannende Geschäftskonzept sprechen wir mit Co-Gründer Christoph Buchmann:

Die Gründer von Pablo & Paul: Dennis Bangert, Christoph Buchmann und Dr. Philipp Bode

 

"Erschwingliche, zeitgenössische Kunst in einem innovativen Einzelhandelskonzept" - so liest man es auf eurer Webseite. Was ist darunter zu verstehen?

Unser Ziel ist es, zeitgenössische Kunst einfacher zugänglich zu machen. Wir verknüpfen die Vorteile von stationären Galerien mit innovativen, digitalen Präsentations- und Interaktionsflächen. Das bedeutet, dass wir Kunstwerke neben unserem Online-Shop www.pabloundpaul.de auch auf Multitouch-Displays in stationären Stores präsentieren und verkaufen. So wird Kunst auf neue und einzigartige Weise erfahrbar und der Kunstkauf zum Erlebnis.

Wann und wie ist die Geschäftsidee entstanden?

Anfang 2013 saßen wir zusammen bei befreundeten Gründern und haben uns über deren E-Commerce Start-up unterhalten. Da erwähnte Philipp, der sich gerade mal wieder ein Kunstwerk gekauft hatte, wie schwierig es ist, eine Galerie mit ansprechenden und gleichzeitig erschwinglichen Kunstwerken zu finden. Das war der Beginn einer Geschäftsidee, aus der sich nun ein wachsendes Unternehmen entwickelt.

Was habt ihr vor der Gründung gemacht? Seid ihr selbst Künstler?

Philipp und ich haben beide BWL studiert, an der gleichen Universität promoviert und ein paar Jahre für dieselbe Strategieberatung gearbeitet. Wir begeistern uns seit Jahren für zeitgenössische Kunst und meine Promotion beschäftigte sich mit innovativen Handelsformaten. Dennis arbeitet schon lange mit renommierten Kreativen (u.a. Helmut Jahn, Karim Rashid) und Museen (u.a. Pinakothek der Moderne in München) zusammen. Sein Vater leitete früher den familieneigenen Kunstverlag.

Wann habt ihr euch dazu entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Nachdem die Geschäftsidee Anfang 2013 geboren war, haben wir unsere erfolgskritischen Hypothesen zunächst durch Interviews, Marktrecherchen und erste Analysen verifiziert bzw. falsifiziert. Daraufhin haben wir in mehreren Iterationen die Idee präzisiert, einen Business Plan erstellt und mögliche Finanzierungs- und Förderungsmöglichkeiten ausgelotet. Im Frühjahr 2013 erfolgte die Gründung und Vorbereitung des Markteintritts, seit Anfang 2014 gibt es unseren Online Store.

Woher kommt der Name Pablo & Paul - eine Mischung aus Pablo Picasso und Paul Gauguin, Cezanne oder Klee?

Der Name steht für exklusive und erschwingliche, zeitgenössische Kunst. Wir haben bewusst Vornamen gewählt, weil sie das persönliche Verhältnis wiederspiegeln, das unser Geschäftsmodell ausmacht: den direkten und engen Kontakt zwischen Künstlern, Kunstinteressierten und uns. Und klar, wer denkt bei dem Namen nicht an Künstler wie Picasso oder Klee.

Welches sind die bislang größten Meilensteine? Und welche Hürden gab es zu nehmen?

Die Herausforderung bei einem Start-up besteht in dem intelligenten Umgang mit knappen Ressourcen, sprich einem kleinen Budget und wenig Mitarbeitern. Man muss seine Zeit auf wertschaffende Aktivitäten fokussieren, auch wenn es viele spannende Baustellen gibt. Außerdem ist es wichtig, ein Netzwerk aufzubauen. Die größten Meilensteine bisher waren sicher der Aufbau eines Teams mit tollen Mitarbeitern, die Erstellung unseres Werkportfolios, die Fertigstellung eigener Multitouch-Screens, der Launch unseres Online-Stores, seine Erweiterung durch unser Magazin magazin.pabloundpaul.de sowie Kooperationen mit BoConcept und dem art-Kunstmagazin. Und besonders gefreut haben wir uns natürlich über den ersten Verkauf eines Kunstwerks unmittelbar nach dem Start unseres Online-Shops.