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Die Guten ins Konto, die Schlechten in den Papierkorb

AdWords-Anzeigen bestehen immer aus der blauen Überschrift, dem schwarzen Anzeigentext sowie dem grünen Link

Eines ist klar: Die richtigen Suchbegriffe sind für den Erfolg Ihrer AdWords-Kampagnen von ganz entscheidender Bedeutung. Bei der Auswahl der geeigneten Suchwörter ist Kreativität gefragt. Denken Sie quer! Vorschläge für gute Keywords bietet das Google Keyword-Tool. Empfehlenswert sind zunächst jene Suchwörter, die ein großes Suchvolumen bei geringer Mitbewerberdichte bieten. Im Klartext: Viele Interessenten suchen danach, aber wenige Konkurrenten bieten es an.

Es versteht sich von selbst, dass diese Traumsituation nicht oft vorzufinden ist. Die Wahrheit lautet deshalb auch bei Suchwörtern: Heiß begehrt und deshalb teuer. Daher tun Sie gut daran, zu vergleichen, welche Phrasen relativ  häufig von Suchenden genutzt werden und dennoch Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb lassen. Oder Sie suchen zusätzlich oder stattdessen nach Wörtern und Kombinationen, die weniger häufig zum Einsatz kommen, aber dafür etwas preis­güns­tiger sind.

Wer die Wahl hat ...

Sie können unter drei Optionen wählen, wie genau Ihre Keyword-Vorgaben zu den Begriffskombinationen der Google-Nutzer passen müssen: „Genau passende Keywords“, „weitgehend passende Keywords“ und „passende Wortgruppen“. Die Standard-Option sind weitgehend passende Keywords. Diese geben Sie ohne Komma in einfacher Aufzählung ein, zum Beispiel: englisch-kurse in münchen. Bei dieser Variante erreichen Sie zwar eine Vielzahl von Interessenten, müssen allerdings auch große Streuverluste in Kauf nehmen. Ihre Anzeige wird möglicherweise nämlich auch dann eingeblendet, wenn ein Nutzer nach Französisch-Kursen in Hamburg sucht, und Sie beglücken außerdem Tausende von Suchern, die Anfragen wie gebrauchte Englisch-Bücher oder online Wörterbücher englisch eingeben – alles Nutzer, die nicht im Entferntesten an Ihrem Angebot interessiert sind!

Falls Sie nur Englisch-Kurse in München anbieten, aber überregional Kunden wünschen, ließe sich das Angebot etwas besser eingrenzen mit der passenden Wortgruppe, z.B. „englisch-kurse in münchen“ oder „englisch-kurse münchen“. In diesem Fall wird die Anzeige nur eingeblendet, wenn ein Interessent genau die entsprechende Wortgruppe in der besagten Reihenfolge eingibt. „Treffer“ sind aber auch Suchabfragen mit zusätzlichen Angaben davor oder dahinter, also beispielsweise die Suchkombinationen „Anbieter englisch-kurse in münchen“ oder im zweiten Fall „Englisch-Kurse, München, Wirtschaftsenglisch“. Andere Sprachen oder Ortsangaben als Suchbegriffe führen aber nicht zur Einblendung.

Die letzte Variante der genau passenden Keywords bringt zwar die wenigsten Einblendungen, bietet dafür aber die Chance, exakt die Kunden zu erreichen, die Sie mit Ihrem Angebot ansprechen möchten, etwa mit [englischkurse münchen]. In diesem Fall wird Ihre Anzeige tatsächlich nur dann ausgeliefert, wenn ein Interessent eine Anfrage in genau dieser Wort-Reihenfolge startet. Das heißt aber auch: Keine Einblendung, falls die Suchanfrage „englischkurse in münchen“ lautet.

Ausschließende Keywords

Unter welchen Suchwörtern möchten Sie definitiv nicht gefunden werden? Falls Sie überregional agieren wollen und wie im zuvor genannten Beispiel zwar Englischkurse, aber keine weiteren Sprachen anbieten, wäre es angebracht, als „weitgehend passende Keywords“ die Variante „englisch-kurse“ zu wählen und die wichtigs­ten europäischen Sprachen als ausschließende Keywords anzugeben.

Die ausschließenden Keywords sind genauso wichtig wie die regulären ausgewählten Keywords. Sie stehen zu Unrecht am Ende des Eingabeformulars! Investieren Sie für diesen Punkt auf jeden Fall genug Zeit. Scheuen Sie sich auch nicht, für zehn gebuchte Keywords 150 ausschließende Keywords einzugeben. Ihre Klickrate wird es Ihnen danken – und Ihr Budget erst recht.

Die eigentliche Textanzeige

Eine Google-Textanzeige besteht stets aus drei Bestandteilen: der (blauen) Überschrift, dem (schwarzen) Anzeigentext und einem (grünen) Linktext.

Als Überschrift bzw. Titel können Sie bis zu 25 Zeichen eingeben (mit Leerzeichen). Nennen Sie mindestens ein wichtiges Keyword Ihrer Kampagne schon in der Titelzeile. Das steigert Ihre Chance, einen hohen Qualitätsfaktor zu erreichen und bei niedrigeren Kosten öfter eingeblendet zu werden.

Der Anzeigentext darunter kann bis zu 70 Zeichen umfassen. Wird die Anzeige rechts in der Seitenspalte angezeigt, werden daraus zwei Zeilen mit bis zu 35 Zeichen. Halten Sie sich den Kundennutzen, den Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung bietet, vor Augen – und bringen Sie ihn möglichst auf den Punkt. Was unterscheidet Sie vom Wettbewerb? Warum geht es Ihrem Kunden anschließend besser? Wie lässt sich das kurz und prägnant fassen? Punkten Sie mit Ihrer Auswahl (xy Sorten auf Lager), mit der schnellen Durchführung (binnen 24 Stunden lieferbar, un­komplizierte Abwicklung), mit Ihrer Erreichbarkeit (Direktkontakt) und Vertrauenswürdigkeit (Diskretion) oder mit Qualitätsindikatoren (xy Jahre Erfahrung, preisgekrönt).

Der angezeigte Linktext kann ebenfalls bis zu 35 Zeichen umfassen. Allerdings heißt das nicht, dass die tatsächlich verlinkte URL Ihrer Zielseite nicht länger sein darf. Die angezeigte URL muss aber die Domain nennen, auf die Sie auch verlinken. Wenn Ihnen beim Schreiben mal nichts einfällt: Schauen Sie sich doch in Ruhe an, wie die anderen sich präsentieren, wo Sie sich etwas abschauen können, aber auch, welche Fehler andere machen und was Sie besser machen würden. Schauen Sie ruhig auch mal bei besonders umkämpften und teuren Suchwörtern nach, etwa solchen aus der Versicherungsbranche, der Touristik oder der Suchmaschinenoptimierung. Hier ist oft viel Geld, Zeit und Erfahrung in die AdWords-Kampagnen geflossen, so­dass man sich ruhig etwas inspirieren lassen kann.