Werben mit Google

Suchmaschinen-Marketing per Google

Autor: Margit Sies-Gurel
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Google AdWords ist der wichtigste Online-Anzeigen-Marktplatz. Wie Sie Ihre AdWords-Kampagne maßgeschneidert planen, Ihre Textanzeige gestalten und geschickt positionieren, erfahren Sie hier.

Für viele Freiberufler, kleine und mittelständische Unternehmen ist das Internet bereits der wichtigste Ver­triebskanal. Bei allen Überlegungen, wie man die Möglichkeiten des Internets optimal in den Marketing-Mix einbinden kann, wird Google AdWords unweigerlich zum Thema.

Mit einer gut durchdachten An­zeigenstruktur bietet AdWords nahezu je­dem Unternehmen individuelle Werbemöglichkeiten – und die sollten sie nutzen. Denn mit der richtigen Strategie kann man sehr gezielt die passenden Interessenten auf sich aufmerksam machen. Geht man allerdings unüberlegt vor, gibt man, wie so oft im Marketing, viel Geld aus, ohne nachhaltige Wirkung, sprich: ohne mehr Umsatz zu erzielen. Wie Sie AdWords ge­winnbringend einsetzen – erfahren und lernen Sie im Folgenden.

Wie funktioniert AdWords?

Google AdWords-Anzeigen erfolgen in Selbstbedienung: Wenn Sie eigene AdWords schalten wollen, müssen Sie sich auf der Google-Startseite registrieren und selbst den Text für Ihre Anzeige(n) eingeben. Jede Anzeige besteht aus einem eigenen Anzeigentext mit Überschrift und Link zu Ihrer Webseite.

Für jede Anzeige wählen Sie die Suchworte, sog. Keywords, unter denen Sie ge­funden werden möchten, z.B. „Rechtsanwälte, München, Arbeitsrecht“ oder „Kinderarzt, Naturheilverfahren“. Sobald ein Interessent die von Ihnen gebuchten Keywords oder sehr ähnliche Begriffe, je nach gewählter Einstellung, in die Suchmaske eingibt, wird Ihre Anzeige eingeblendet. Sie können die Anzeige außerdem auch bei externen Partnerseiten von Google und im Werbenetzwerk anzeigen lassen. Auch dort versucht Google, die Anzeige passend zu den wichtigsten Stichworten des jeweiligen Inhalts auszusuchen.

Das AdWords-Bezahlmodell

Hintergrund dafür ist das Bezahlmodell: Bezahlen müssen Sie nicht für die Einblendung, sondern nur für die Klicks von Nutzern, die Ihrem Link auch tatsächlich folgen. Deshalb hat Google großes Interesse daran, dass die Anzeigen erfolgreich sind – nur dann kann das Unternehmen verdienen. Wie viel Sie pro Klick bezahlen wollen, dafür legen Sie selbst einen Maximalwert fest. Allerdings müssen Sie nicht für jeden Klick den Maximalwert bezahlen – wie teuer der Kick tatsächlich wird, hängt davon ab, wie viel die „Keyword-Konkurrenten“ bezahlt hätten. Das heißt, dass Google ge­wissermaßen vor bzw. bei jeder Einblendung die Suchwörter des Nutzers „versteigert“: Wer vorab am meisten geboten hat, gewinnt.

Umgekehrt bedeutet das für Sie: Ob und an welcher Position Ihre Anzeige erscheint, hängt im Wesentlichen vom (Höchst-)Preis ab, den Sie zu zahlen bereit sind – und von der Zahlungsbereitschaft Ihrer Wettbewerber. Ihr Limit für den „Preis pro Klick“ geben Sie bei den Konto-Einstellungen im Rahmen Ihrer Buchung an. Außerdem können Sie ein Tagesbudget vorgeben, damit Ihre Kosten nicht durch allzu viele Einblendungen ins Astronomische wachsen.

Google AdWords sind für den Werbetreibenden also immer auch eine Wette auf Suchwörter. Die meisten Einblendungen für den güns­tigsten Preis erzielen Sie, wenn Sie Keywords vorgeben, die viele Google-Nutzer in ihren Suchabfragen eingeben, die aber nur von wenigen anderen Werbekunden genutzt werden. Allerdings haben Sie auch in diesem Idealfall nur etwas davon, wenn die Anzeigen Ihnen auch tatsächlich passende Interessenten bringen – solche, die zu Kunden werden.

Die richtige Planung macht’s

Um Kosten, Zeit und Nerven zu sparen, sollten Sie bereits am Anfang überlegen, wie Sie Ihr Konto aufbauen. Dafür gibt es (mindestens) zwei gute Gründe: Mit den Einstellungen, die Sie für die einzelne Kampagne wählen, legen Sie sich schon ein Stück weit fest. Zwar lassen sich innerhalb einer Kampagne jederzeit neue Anzeigengruppen, Anzeigen und Keywords hinzufügen oder bestehende ändern und ergänzen. Standorte, Sprachen, Werbezeiten und verfügbares Budget lassen sich aber nur für die komplette Kampagne ändern, nicht für einzelne Anzeigengruppen.

Außerdem „be­lohnt“ Google An­zeigen, deren Inhalt bestmöglich mit den gewählten Keywords übereinstimmt, mit günstigeren Preisen, respektive besseren Plätzen. Nehmen wir also an, Hausmeis­ter Krause bietet mehrere Services an: Reinigungsdienste, Reparaturen, Entrümpelungen und Winterdienst. Dann sollte er auch für jede Dienstleistung eine separate Anzeigengruppe erstellen. Denn auf diese Weise wird es ihm leichter gelingen, den Inhalt der Anzeigen optimal auf die jeweiligen Keywords abzustimmen, den Qualitätsfaktor zu erhöhen und gleich von Anfang an die Weichen für die einzelnen Kampagnen auf Erfolg zu stellen.