So sprechen Sie Best Ager richtig an

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Autor: Alexander Wild
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Seniorenmarketing gibt es nicht! Die Zielgruppe 60plus ist extrem heterogen. Betrachten Sie die Älteren als Individuen - und konzentrieren Sie sich auf das, was sie verbindet: Ähnliche Erwartungen an Hersteller, Handel und Dienstleister.

Setzen Sie auf 60plus!

Die 60plusser, geboren um 1945, sind die wahren Best-Ager: Sie wurden ohne berufliche Brüche relativ früh verrentet und haben ein sicheres Alterseinkommen. Akzeptieren Sie den Anspruch dieser Kunden, ein Leben im Wohlstand verdient zu haben. Zeigen Sie Respekt vor deren Lebensleistung und Erfahrungen.

Erforschen Sie die Wünsche Ihrer Zielgruppe

Investieren Sie in Marktforschung: Die Wünsche der Best Ager sind häufig überraschend. Fragen Sie sie danach! Identifizieren Sie die speziellen Vorteile Ihres Angebotes für ältere Zielgruppen: Was ist für die Älteren wirklich relevant? Nutzen Sie die Lebens- und Kauferfahrung der Älteren, denn sie sind konsum- und lebenserfahren. Dass sie nach ihrer Meinung gefragt werden, zählt für Ältere viel – und nimmt sie ein für Ihr Angebot. Feierabend-Seniorenscouts haben nahezu alles getestet, was der Markt bietet. Nutzen Sie deren Erkenntnisse.

Bieten Sie Lösungen für aktuelle Probleme

Die „jungen Alten“ interessieren sich für Technik, Mode, Reisen, Gesundheit, Sport, Sex ... Doch die verbleibende Zeit schwindet spürbar. Setzen auch Sie deshalb auf das „Hier und Heute“. Der Nutzen muss sofort erfahrbar sein.

Vertrauen Sie Ihrem Produkt!

Wer allen Trends hinterherläuft, verwirrt ältere Kunden. Bieten Sie Ihren Kunden Zuverlässigkeit und Beständigkeit. Vertrauen Sie dem Nutzen Ihres Angebots für Ihre Zielgruppe – und Ihren eigenen Botschaften.

Werben Sie „seniorengerecht“

Wählen Sie große Schrifttypen und starke Kontraste, ohne blendende Farben. Verzichten Sie auf blinkende Gimmicks auf Ihren Internet-Seiten. Gestalten Sie Ihre Publikationen und Medien übersichtlich und ruhig. Übrigens: Seniorengerechtes Design ist lesefreundlich für alle Altersgruppen. Deutschlands Senioren fühlen sich zwar fit, attraktiv und geistig jung, aber sie identifizieren sich nicht mit Zwanzig- oder Dreißigjährigen – bedenken Sie dies bei der Gestaltung Ihrer Werbung.

Die 5 größten Don'ts

  • Alberne Werbung – davon fühlen sich potenzielle Kunden schnell verkohlt.
  • Das Wort „Senior“. Ältere Menschen wollen nicht als alt angesprochen werden.
  • Häufige Produkt- und Design-Änderungen – und Kommunikationswechsel: Sie verwirren.
  • Altersbedingte Probleme der Zielgruppe benennen, statt Lösungen zu kommunizieren.
  • Modewörter, „Neudeutsch“, Anglizismen, Technikjargon etc.

Sprechen Sie Klartext – und deutsch

Ältere Menschen lehnen „Reklame“ oft als nutzlos und teuer ab; von aggressiver Werbung fühlen sie sich bedrängt. Und: Nicht alle Älteren sprechen englisch. Ältere Menschen erwarten, dass Sie sofort auf den Punkt kommen. Fassen Sie sich kurz und beschreiben Sie Ihr Thema einfach, klar und deutlich. Verzichten Sie auf Fachjargon und Technikwahn. Bieten Sie Infomaterial zum Ausdrucken oder Mitnehmen. Schaffen Sie Vertrauen über Fakten und eine persönliche Ansprache. Setzen Sie auf die hohe Glaubwürdigkeit redaktioneller Berichterstattung.

Service bieten – Schnäppchenjäger locken

Mit zunehmendem Alter wird Service wichtiger. Bieten Sie Liefer- oder Reparaturservice für Ihre Produkte und eine funktionierende Hotline. Und bieten Sie Lieferung auf Rechnung an. Ältere erwarten viel für ihr Geld: Zeigen Sie Ihren Kunden, dass sie einen guten Handel machen. Ermöglichen Sie Vergleiche. Geben Sie ein Extra, etwa einen Gutschein.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 04/2010

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