Give-aways für Start-ups

Werbeartikel für Start-ups

Autor: Marco Krahmer
44 likes

Warum Werbeartikel als Marketing-Instrument für Start-ups interessant sind und was Sie bei der Auswahl beachten sollten.

Reiz- und Informationsüberflutung führen zu großer Konkurrenz zwischen Werbemaßnahmen. Hier gelten Werbeartikel als kleiner Lichtblick. Ihr Geheimnis? Sie sind beliebt und wirken wie kleine Geschenke oder nette Aufmerksamkeiten, die Unternehmen ihren Zielgruppen entgegenbringen. Dazu sind sie für den Beschenkten umsonst und stiften einen echten Nutzwert. Einer aktuellen Studie des Gesamtverbandes der Werbeartikel-Wirtschaft (GWW) zufolge setzen daher 48 Prozent der deutschen Unternehmen auf Werbeartikel. Da es sich bei den Give-aways üblicherweise um schöne bzw. nutzwertige Artikel handelt, nutzen laut der Studie 93 Prozent der Beschenkten die bedruckten Präsente regelmäßig und binden sie in den Alltag ein.

Kleine Geschenke ...

Der Erfolg eines Unternehmens hängt zum großen Teil von motivierten Mitarbeitern und treuen Kunden ab. Eine enge Beziehung zu ihnen aufzubauen, liegt also im Hauptinteresse eines jeden Unternehmers. Hier setzt der Nutzen von Werbeartikeln für Gründer an, denn ihr Einsatz kann einen positiven Einfluss auf das Denken und Handeln von bestehenden und potenziellen Zielgruppen haben. So helfen Werbeartikel dabei, Kundenbindungen nachhaltig aufzubauen und zu pflegen, indem sie dieser Zielgruppe Wertschätzung zeigen und das werbende Unternehmen langfristig in das Gedächtnis der (potenziellen) Kundschaft integrieren.
Dieser Effekt ist nicht zu unterschätzen, denn Menschen neigen zu Sprunghaftigkeit. Ohne mit der Wimper zu zucken, wechseln sie von Unternehmen zu Unternehmen, von Marke zu Marke und tauschen vergleichbare Produkte beliebig aus. Um Treue und Loyalität zu erzeugen sind Give-aways ideal, da sie, wie ein Geschenk, Dankbarkeit symbolisieren und Ihren Zielgruppen das Gefühl geben, etwas Besonderes zu sein.

... erhalten die Freundschaft

Durch den Einsatz von Werbeartikeln verhelfen Sie Ihrem Start-up zu einer positiven Markenwahrnehmung. Dabei gilt: Je hochwertiger und nützlicher Ihr Werbeartikel, desto besser für Ihr Image. Die Qualität und der Nutzwert der Werbemittel übertragen sich unmittelbar auf Ihr Unternehmen, Ihre Produkte und Leistungen, sodass Vertrauen zwischen Kunden und Ihrem Unternehmen leichter aufgebaut wird. Im Unterbewusstsein festigt sich Ihre Marke und ein echter Erinnerungswert entsteht. Mit diesem steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Beschenkten Ihre Produkte kaufen oder Ihre Dienste in Anspruch nehmen. Im Rahmen von Kundenbindungsprogrammen können Werbeartikel also erfolgreich Cross- und Upselling-Umsätze auslösen.

Die Besonderheit der Haptik

Neurowissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Botschaften, die gesehen und gehört wurden, leichter in Vergessenheit gerieten als jene, die durch den Rezipienten gefühlt und ertastet wurden. Der Tastsinn ist unser Sinn der ersten Stunde und Basis für Selbst- und Fremdwahrnehmung. Im Neuromarketing ist man sich daher einig: Werbeartikel als haptische Werbeträger sind sehr wirkungsvoll, da sie eben diesen Sinn ansprechen. Während visuelle und akustische Reize verblassen, verankert sich die Werbung zum Anfassen im Gedächtnis. Diese Erinnerungen sind für Menschen zum Beispiel bei Kaufentscheidungen leichter abzurufen, da sie keine imaginäre Basis haben, sondern reale Empfindungen aufrufen. Damit die haptische Werbung wirkt, ist allerdings die Passgenauigkeit entscheidend, die eine nachvollziehbare Verbindung zu Ihrem Unternehmen herstellen kann.

Die Top-Seller

Die beliebtesten Werbeartikel (Ranking)

1.   Kugelschreiber

2.   T-Shirts

3.   Kalender

4.   Taschen

5.   Bürozubehör

6.   USB-Sticks

7.   Tassen

8.   Oberbekleidung

9.   Caps

10. Gesundheitsprodukte

Die richtige Auswahl

Es gilt also: Nur mit einem gut ausgewählten Give-away können Sie Werbeerfolge feiern. Welcher Artikel für Sie und Ihr Unternehmen der richtige ist, hängt von Ihrer Branche, Ihrer Zielgruppe und dem Anlass für die Werbeartikelstreuung ab. Natürlich gibt es einige Klassiker unter den Werbeartikeln, wie Kugelschreiber, Tassen und Co, mit denen Sie immer auf der sicheren Seite sind. Diese „Evergreens“ haben sich bewährt, verzeichnen wenige Streuverluste und einen hohen Nutzwert.

Dennoch lohnt es sich, bei Werbeartikeln auf Originelles und Außergewöhnliches zu setzen und Ihr Unternehmen emotional aufzuladen. Denn gerade mit diesen Artikeln differenzieren Sie sich vom Wettbewerb: Sie heben sich ab vom langweiligen Einheitsbrei, erhalten besondere Aufmerksamkeit und formen Ihre Unternehmensidentität. Besonders zur Steigerung des Bekanntheitsgrades eignen sich verrückte und extravagante Artikel, da diese auch aus der Entfernung alle Blicke auf sich ziehen. Ebenso sind originelle Werbemittel besser geeignet, um Ihren Messestand auf einer gut besuchten Konferenz hervorzuheben oder Ihre Marke mit einem hohen Erinnerungswert aufzuwerten.

Wer seiner Werbekampagne einen zusätzlichen Aufmerksamkeitskick geben möchte, setzt auf individuell zugeschnittene Promotion-Artikel in Sonderproduktion. Doch bei aller Verrücktheit und Originalität, die durchaus wünschenswert ist, dürfen Nutzwert, Qualität und eine verständliche Werbebotschaft nicht leiden. Eine Checkliste zur Auswahl des passenden Werbeartikels finden Sie im obenstehenden Info-Kasten.

Rechtliche Vorgaben

Werbeartikel werden in der steuerlichen Betrachtung ausschließlich als betrieblich veranlasste Geschenke bezeichnet. Die Werbung mit Werbegeschenken und sog. Streuartikeln kann unweigerlich teuer werden, da sie nur eingeschränkt als Betriebsausgabe von der Steuer abgesetzt werden können. Der Staat kann zusätzliche Steuern für Werbeartikel verlangen, die entweder das werbende Unternehmen oder der Beschenkte tragen muss. Die steuerlichen Folgen des Streuens von Werbeartikeln ergeben sich aus dem Wert des Werbeartikels, aus dem Grund für den Werbeartikeleinsatz und aus dem Begünstigten der Werbegeschenke.

Nach Prüfung dieser Details muss das werbende Unternehmen eventuell eine Umsatzsteuer auf die Schenkung zahlen oder eine Pauschalsteuer übernehmen. Damit dies nicht eintritt ist, muss ersichtlich werden, dass die betrieblich veranlassten Geschenke dem Betriebszweck und dem Erhalt und der Sicherung betrieblicher Einnahmen dienen. Für Start-ups sind in der Anfangsphase hohe Werbekosten nicht ungewöhnlich und bis zu drei bis vier Jahre nach Gründung ohne große Prüfung akzeptiert.
Entscheidend ist aber nicht nur der Zweck der Schenkung, sondern auch ihr Wert. Werbeartikel, die einen Wert von unter 10 Euro verzeichnen, gelten als Streuartikel. Sie lassen sich einfach steuerlich absetzen. Werbeartikel, die dagegen über der 10-Euro-Grenze liegen, erfordern eine genaue Dokumentation der Beschenkten. Denn pro Empfänger dürfen nicht mehr als 35 Euro ausgegeben werden. Diese 35 Euro umfassen den Nettokaufpreis, die Werbeanbringung und Verpackung. Versandkosten fallen nicht unter die Absetzbarkeit. Erhält nun ein Kunde von Ihnen Werbeartikel im Wert von mehr als 35 Euro, zählen diese Kosten nicht als Betriebsausgaben und sind nicht anrechenbar. Für Mitarbeiter gibt es allerdings seit Beginn dieses Jahres einen neuen Freibetrag: Geschenke für diese Zielgruppe unterliegen nun einer steuerlichen Grenze von 60 Euro.

Die Kosten

Werbeartikel sind eine der günstigsten Werbeformen mit einem sehr guten 1000-Kontakt-Preis. Die ASI Impressions Study zeigte, dass ein Kugelschreiber in seinem Produktlebenszyklus 5615 Blickkontakte mit der werbenden Marke generieren kann. Bei einem Stückpreis von circa 20 Cent kann sich dieser Streuartikel sehen lassen und hat im Vergleich zu anderen Werbeformen die Nase vorn. Da Werbeartikel grundsätzlich individualisiert werden, variiert ihr Preis nicht nur je nach Anbieter, Qualität und Menge, sondern auch nach Material und Werbeanbringung. Grundsätzlich gilt: Je höher die bestellte Stückzahl, desto geringer der Stückpreis des Werbeartikels.

Sollten Sie nun überlegen, Give-aways für Ihr Start-up einzusetzen, empfiehlt sich eine Beratung vorab, ebenso wie das Bestellen von Mustern und Proben. So stellen Sie sicher, dass Ihr haptischer Werbeträger zu einem geeigneten und damit gewinnbringenden Repräsentanten Ihres Unternehmens wird.

Der Autor Marco Krahmer ist als Marketing-Experte seit 1999 in der digitalen Wirtschaft tätig und ist CMO bei Allbranded, einem Werbeartikel-Spezialisten aus Hamburg.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren: