Zielgruppengenau auswählen


44 likes

Zielgruppengenau auswählen

Besonders erfolgreich ist, wer Artikel auswählt, die langfristig und damit nachhaltig nutzbar sind. So werden Werbekugelschreiber über Wochen immer wieder zur Hand genommen. Taschenrechner, Lineale oder Stifthalter können gar Jahre immer wieder ihre Botschaft verkünden. Bei der Auswahl des richtigen Werbeartikels kann man sich von einem Profi beraten lassen. Sinnvoller (und billiger) ist es jedoch, sich selbst Gedanken zu machen. So ist es wahrscheinlich, dass die Qualität des Werbeartikels mit der Arbeit des Unternehmens verbunden wird. Wer aber am falschen Ende spart und geringe Qualität kauft, kann damit ein empfindliches Eigentor schießen.

Auch sollte man sich über den Einsatzort Gedanken machen. Verteile ich alle Artikel auf einer Messe oder gebe ich sie nach und nach in meinem Geschäft aus? Geht es also um Kundengewinnung oder Kundenbindung? Je mehr man die Zielgruppe einkreist, desto besser kann man später den passenden Werbeartikel auswählen. Fast alle Anbieter stellen potenziellen Kunden ein nicht personalisiertes Muster kostenfrei zur Verfügung, sodass sie die Qualität prüfen und sich für ein geeignetes Produkt entscheiden können.

Kosten und Absetzbarkeit

Der Preis von Werbeartikeln setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Auf der einen Seite steht der Preis des Give-Aways, der mit der bestellten Menge multipliziert wird. Hinzu kommen ein Druckpreis, der in der Regel pro Druckfarbe und Stück anfällt, und ein Pauschalbetrag für die Druckvorbereitung. Bei Kugelschreibern machen die Kosten für den Druck oft genau so viel aus wie die Stifte selbst kosten. Während Streuartikel wie Kugelschreiber und andere Kleinprodukte bis zirka vier Euro pro Stück überall in Deutschland unproblematisch als Betriebsausgabe anerkannt werden, ist es bei höherwertigen Produkten nicht ganz so einfach.

Über diese muss ggf. ein Empfängernachweis erbracht werden. Ab welchem Wert das genau verlangt wird, sollte man beim zuständigen Finanzamt erfragen, da die Regelung von Amt zu Amt unterschiedlich ist. Die Höchstgrenze für die steuerliche Absetzbarkeit von Geschenken als Betriebsausgabe liegt bei 35 Euro pro Jahr und Empfänger (Stand 2011). Nicht aus den Augen verlieren sollte man, dass Werbegeschenke für einen guten Eindruck und positive Stimmung sorgen sollen und den Empfänger zu nichts verpflichten. In öffentlichen Verwaltungen und Großunternehmen gibt es oft genaue Regelungen ob bzw. bis zu welchem Wert Mitarbeiter Geschenke annehmen dürfen. Durch die klaren Regeln soll Bestechung durch hochwertige Geschenke vermieten werden. Zu prüfen ist darüber hinaus, ob der in Geschenken liegende geldwerte Vorteil vom Empfänger als Einkommen zu versteuern ist oder ggf. eine Pauschalversteuerung (§ 37b EStG) vorzunehmen ist.

Bestellmenge und Produktion

Vor einer Bestellung von Werbeartikeln sollte man einen Blick auf die Mindestbestellmenge werfen. Viele Werbeartikel werden in Osteuropa und Asien hergestellt und später im Kundenauftrag mit Logos, Slogans und anderen Aufdrucken versehen. Dieser Aufwand rechnet sich erst ab ein paar hundert Stück. Teurere Werbeartikel erhält man natürlich auch in kleinerer Stückzahl. Je nach Produkt und Anbieter liegt die Lieferzeit zwischen drei und sechs Wochen. Wer sich frühzeitig Gedanken macht, wann in der Zukunft er Werbeartikel einsetzen möchte, kann Expresszuschläge und Mehrkosten sparen. Gut überlegen sollte man auch, ob man seine Werbeartikel selbst zum günstigsten Preis importiert oder sich für einen europäischen Anbieter entscheidet, der einem Sprachprobleme und Formalitäten abnimmt.

Fast alle Unternehmen verzichten bei der Bestellung von Werbeartikeln auf die Beratung durch eine Werbeagentur und treten selbst mit den Werbemittelhändlern in Kontakt. Hat man sich für ein Produkt und die richtige Bestellmenge entschieden, braucht der Werbeartikelhändler eine Vektordatei des Logos, Schriftzugs oder des Bildes. „Auf Wunsch lassen wir aus jeder Grafikdatei in guter Qualität gegen einen geringen Aufpreis eine Vektorgrafik erstellen“, beschreibt Nils Keyßner seinen Service, jungen Unternehmen bei der technischen Abwicklung unter die Arme zu greifen. Oft wird zunächst eine Visualisierung des Produkts erstellt. Ist der Kunde mit dieser zufrieden, gibt er die Druckfreigabe und der Druck beginnt. Bezahlt werden Werbeartikel in der Regel zumindest bei der Erstbestellung per Vorkasse. Bei späteren Bestellungen lassen sich Zahlungsziele oft flexibler gestalten.

Fazit

Werbeartikel gelten als erstklassige Instrumente zur Stärkung von Kundenbindung und Sympathie. Einsetzen sollte man sie in erster Linie im direkten Kundenkontakt. So hat der Kunde einen Anknüpfungspunkt und weiß etwas mit dem Logo bzw. Slogan auf dem Werbeartikel zu verbinden. Wenn der originell und funktional ist, kann er seine Botschaft nachhaltig vermitteln und so letztlich auch zum Umsatz- und Gewinnwachstum junger Unternehmen beitragen. Der Einstieg ist bereits mit einer Investition von wenigen hundert Euro möglich.

Checkliste: Das perfekte Give-Away